
Unbegrenztheit
1930
Imp. E.I.R.P., O.Zeluk, 4, rue Saulnier, Paris (9)
Agni Yoga
Unbegrenztheit
Teil Eins
Uns Agni Yoga nähernd, streben wir unentwegt in die Unbegrenztheit. Das alles durchdringende Element führt zu den fernen Welten. Es ist unmöglich, die unbegrenzte Größe in einem Buch zum Ausdruck zu bringen. Wir müssen zuerst die Erkenntnis der Unbegrenztheit bilden. Gleich wie Streben den Raum besiegt, so führt Bewusstsein in die Unbegrenztheit.
Weder Schrecken noch Verwirrung, sondern Erbeben ergreift den, der die Wohnstätte des Lichts betritt. So lasst uns ohne Aufschub und ohne Rückzug der Stimme der Morgenrote lauschen - lasst uns der Schwelle der Umgestaltung zustreben.
Der Schlüssel zu den nächsten Toren kann empfangen werden, doch zuvor muss sich der Geist in der Erkenntnis der Größe der Unbegrenztheit festigen.
Wir geben das Buch Unbegrenztheit.
Ist es von Wert, von Unbegrenztheit zu sprechen, wenn sie unerreichbar ist? Doch sie besteht; und alles Große, wenn auch unsichtbar, zwingt uns, über die Wege dahin nachzudenken. So lasst auch uns jetzt über die Wege zur Unbegrenztheit nachdenken; denn sie besteht, und wird sie nicht erkannt, erscheint sie fürchterlich. Aber selbst im irdischen Leben kann man sich nähern und den Geist zur Annahme des Unergründlichen stählen.
Vieles bleibt uns unbekannt, doch wir überwinden unsere Unwissenheit. Selbst wenn wir die Bedeutung der Unbegrenztheit nicht verstehen, so vermögen wir sie als etwas Unvermeidbares zu erkennen, weswegen sie unsere besondere Aufmerksamkeit verdient. Wie anders vermöchten wir unser Denken und Tun angemessen zu stählen. Wahrlich, im Vergleich mit der Unbegrenztheit erkennen wir das Ausmaß unserer Nöte und Siege.
Daher sollte gerade jetzt in vielen Ländern das Denkniveau stabilisiert werden, da die Mahnung an die Unbegrenztheit besonders wichtig ist, wenn Argumente für Unwahrheiten Platz greifen.
So wollen wir das Leuchten der Strahlen der Unbegrenztheit darbieten, wohin nicht nur der Geist, sondern selbst Steine getragen werden,
als ob sich höchste Schöpfung mit gröbster Materie verbände; doch im Wirbelwind der Ewigkeit sind sowohl der Stein als auch der Geist unwägbar, werden sie doch vom selben Magneten angezogen. Auch die Vorstellung des Magneten steigert die Anziehung, sie im Brennpunkt verstärkter Ströme sammelnd. Dieselben Wirbel besiegen den Raum, und ihr wisst nicht, aus welchen Sphären das unteilbare Elektron - der Kernpunk von Tamas und Teros1 - euch erreicht.
Denkt nach, in welchem Ausmaß ihr Meine Sprache versteht und gebt sie in eurer Sprache wieder! Gleicherweise versteht eure gegenseitigen Gefühle und äußert sie in der Sprache eures Herzens. Diese Sprache des Verstehens und des Mitgefühls wird die ersten Tore zur Unbegrenztheit erschließen.
UNBEGRENZTHEIT
1. Die Menschheit befindet sich wegen der verloren gegangenen Strömungen in Bedrängnis. Doch ihre Erklärungen über die Verschiebungen auf der Erde und die Manifestationen kosmischer Störungen sind geologischer Natur. Ungeachtet dieser Erklärungen enthüllt der tatsächliche Beweis - die Erscheinungen feuriger, unterirdischer und überirdischer Ströme - der Welt den Begriff Unbegrenztheit. Die Strahlen der überirdischen Sphären können die Erdkruste durchdringen, in irgendwelchen Teilen des Planeten den Magnetismus verstärken und unterirdische Ströme hervorrufen.
Eure Astronomen befassen sich nur mit den Messungen der Gestirne, doch wie sehr könnte die Wissenschaft unser Sein durch den Beweis feuriger Strahlen und der Unbegrenztheit bereichern! Sogar der Strahl des Auges schafft und tötet! Die vorbestimmte Frist beginnt, aus der Unbegrenztheit einen neuen Planeten heranzubringen. Beachtet deshalb die irdischen Störungen. Doch die Ausmaße der Planetenkörper sind nicht wichtig, denn die Verstärkung der kosmischen Strahlen aus der Unbegrenztheit kann durch Unsere Relativität zusammen mit eurer psychischen Energie und die Mitwirkung der Sphären ein irdisches Reich gleich den Sphären der höheren Welten schaffen.
2. Wo die irdische Kruste für Geologen endet,
beginnt sie für Uns. Durchdrungen von den Ausstrahlungen eurer Taten und gesättigt mit den Kristallen der Finsternis menschlichen Denkens, bietet diese Kruste einen härteren Widerstand als Feuerstein. Doch durch das unaufhörliche Streben des Gedankens kann sich diese dichte Sphäre, welche die Erde fest umklammert hält, wie ein feiner Dunst zerstreuen. Sollten wir diese Anhäufungen nicht auflösen, wenn wir zwischen dem Faden in die Unbegrenztheit und einem Haufen von Hindernissen wählen können?
Ist es für das Bewusstsein so schwer, sich zu jener Quelle zu bewegen, deren Ströme endlos sind? Können die Hindernisse so widerstehend sein, wenn die Lehre sagt, dass es leicht ist, den Schleier der Zukunft zu heben? Entschließt euch, dies im Leben anzuwenden, damit die Fähigkeit, Unsere Ratschläge zu befolgen, nicht auf Ausrufe oder Beteuerungen beschränkt bleibt, und euer Geist sagen kann: "Die Weisheit des Herrschers ist die Macht der fernen Welten." Das Feuer der Unbegrenztheit und das Strahlen des Sternes der Mutter der Welt senden uns die Bestätigung unseres Seins!
Wenn ein räumlicher Gedanke die Völker erheben und ein an ein irdisches Klischee gebundener räumlicher Gedanke dem Planeten eine wertvolle Wissenschaft geben kann, würden jene, welche die Weisheit der Zeitalter in Staubkörner verwandelten, verneinen, dass der Strom des Sonnenstrahls, der gestern schien, morgen erschöpft sein könnte?
Wahrlich, Mein Rat ist, euch mit der Erkenntnis der Unbegrenztheit zu erfüllen. Prana2 ist mit Macht gesättigt; bemüht euch, seine Gaben herauszuziehen! Mit einem Seufzer kann man die Arbeit
von Jahrhunderten übertreffen, doch ein Blick der Verneinung kann ein durch Zeitalter vorbestimmtes Modell ausradieren.
3. Im menschlichen Bewusstsein besteht ein dem Kosmos völlig fremder Begriff: der Begriff der Leere. Wie kann die Arbeit der Evolution, der feurige Aufbau eures Planeten, durch Leere begrenzt werden! Es ist nicht schwer zu verstehen, dass selbst der kleinste Anfang ein Keim hat. Warum denn nicht die Grenzenlosigkeit zulassen, welche die Erscheinung physischer Veränderungen ermöglicht? Könnte man diese Erscheinung schmälern? Der Begriff der Grenzenlosigkeit bedeutet nicht Komplexität; stellt euch einfach die irdisch durchzumachende Umwandlung in einen höheren Zustand vor. Es gibt keine Begrenzung im Streben nach oben. Das bedeutet, dass die Vorstellung der Kontinuität in allem und in allen Ausmaßen nicht komplex ist. Begrenzt die Erscheinungen nicht!
Es ist schwer zu erkennen, dass sich der Faden des Raumfeuers in die Unbegrenztheit erstreckt, doch schön ist der Gedanke dessen, der an dieser ungewöhnlichen Vorstellung festhält. Die Menschheit erkennt nicht einmal, was Auslöschen bedeutet - doch ihr wisst, dass jedes Auslöschen aufflammender Feuer überirdische Fackeln entzündet. Nutzen oder Schaden, das bestimmt ihr Menschen im Voraus. Wie die Sendung, so der Empfang. Man kann eine Fülle von strahlenden Sendungen schaffen, doch man kann auch den Raum mit Heuschrecken anfüllen. So ist das Gesetz der Zusammenarbeit zwischen Gedanken und Raum.
Betrachtet den Gedanken als einen Schöpfer. Freude ist die Erkenntnis des Beginns der Manifestationen Unserer für die Menschheit enthüllten Erlasse.
Wenn wir uns von Unwissenheit lossagen, werden wir die ganze Schönheit der Unbegrenztheit verstehen!
4. Das menschliche Bewusstsein kann auf die Züchtigung ungezügelter und unbewusster Gedanken gerichtet werden. Doch zuviel mitzuteilen ist schwer, wenn so viele Meinungen Chaos schaffen. Die Entwicklung des Gefühlswissens wird der Menschheit helfen. Wenn das Gefühlswissen einflößt, wo Chaos und wo Unbegrenztheit ist, wenn das Gefühlswissen eine kosmische Erscheinung von einer willkürlichen unterscheidet, dann wird die Menschheit den Schlüssel zum Wissen besitzen. Wir schätzen es, dass die Wissenschaft das Teleskop schuf, doch das Teleskop des Gefühlswissens dringt in die Unbegrenztheit. Euer Teleskop erfordert Aufwand und Mühe; besitzt man aber die Feinfühligkeit Unseres Apparates, kann man alles durchdringen.
Die Beherrschung unbewusster Gedanken verleiht das Verstehen der Ausmaße der Unbegrenztheit. Unbegrenzt ist der Strom des Gedankens! Wahrlich, Ich sage, unbegrenzt sind die von den Strömen der Gestirne ausgehenden Möglichkeiten! Die Gestirne in den unsichtbaren und sichtbaren Sphären kämpfen für die Bestätigung der Wahrheit. Strahlen können heilen; Strahlen können schaffen; Strahlen können gleich einem Schild schützen; Strahlen können die Flamme des "Kelches" offenbaren.
Oft hört ihr den Aufschrei, das Stöhnen: "Warum gibt es Aussatz, warum Elend, warum wird das Zeichen der Schönheit durch ein verzerrtes Lächeln getrübt?" Arme Menschheit, Wir betrachten eure Krankheiten als eure eigene Brut. Evolution braucht nicht so viele Hindernisse. Die Leiter des Aufstiegs braucht nicht so viele überflüssige Sprossen. Unser Schild
braucht nicht eure Anerkennung, doch ihr bedürft Unseres Schildes!
5. Habt ihr über die geistige Schaffenskraft auf den künftigen Planeten nachgedacht? Ist es möglich, dass alles mit euch begann und mit euch enden wird? Hort irgendein Prozess auf? Die Kette der Welten ist endlos; wo ein Planet zerfällt, wird ein anderer geboren. Wahrheit ringt mit dem Tod, und wenn Zweifler sagen: "Das ist das Ende", sagen Wir: "Es ist der Anfang"! Verstehen der offenkundigen Evolution wird den Sieg der Wahrheit enthüllen. Werden wir an dem Sieg nicht teilhaben? Werden wir unser Gefäß noch leer versiegeln? Werden wir die Übertragungen der Bewusstseinskraft zurückweisen? Wenn Ich sage, nutzt die offenbarten Strahlen; wenn Ich sage, füllt den Kelch des Wissens; wenn Ich sage, plant durch Gefühlswissen die besten Schöpfungen; wenn Ich sage, Stärke liegt in der Unbegrenztheit des Wissens - so bedeutet das, den kosmischen Wirbeln ein offenes Ohr zu leihen; es bedeutet, das Strahlen des Fohat3 zu erforschen; es bedeutet, Verstehen der Sphärenmusik zu offenbaren.
Wir haben auf eurem Planeten eine Bevollmächtigte, die den Kelch erhabener Experimente leerte. Sie ist euch gesandt als Zeugin kosmischer Erscheinungen, als Überbringerin Meiner Aufträge, als eure Prophetin der Zukunft. Darum ist der Begriff der Erlöser so lebendig. Gerade die Tatsache, dass die erhabenen Experimente auf sich genommen wurden, ist überzeugend. Die Menschheit sollte besonders aus jener von den höheren Sphären ausgehenden und auf Erden ausgelebten Erfahrung lernen.
Wahrlich, ihr habt das Höchste und das Niedrigste!
6. Das Verstehen der Unbegrenztheit sondert den Menschen nicht von der Erde ab. Auch die Erschließung neuer Möglichkeiten
löst den Menschen nicht von der Erde. Was über das Samyama4 der Yogis gesagt wurde, ist keine Erdichtung; es ist eine wissenschaftliche Methode, kosmische Kräfte zu bestätigen.
Die weite Anwendung von Metallen in der indischen Medizin ist das Ergebnis der Berührung mit dem Raumfeuer. Das Bewusstsein der Yogis verbindet sich mit den Gestirnen. Man kann im Leben die Wirkungen der Sphären empfangen. Das menschliche Verhalten zur Arbeit und menschliche Unlust, die Denkrichtung zu ändern, sind wie Fesseln.
Haben die Herrscher geboten, dass der Begriff des Kosmos in euer menschliches Verstehen eines kurzen Zyklus herabgewürdigt werden soll? Die Spannweite des Verstehens wird die Umrisse der Möglichkeiten bestimmen. Alles gewinnt wesentliche Nahrung von derselben Quelle - Prana - die offenbarte Kraft des Kosmos. Ihr nehmt die Bestätigung dieser Notwendigkeit ganz einfach an; mit gleicher Einfachheit nehmt die Tatsache der psychischen Einwirkung der Strahlen an. Wenn ihr, entsprechend Unseren Weisungen, die Weisheit der Jahrhunderte mit eurem ganzen Wesen annehmt, dann wird der Wirbelwind des Elends an einer Mauer von Licht zerschellen. Das Ausmaß eurer Möglichkeiten hängt von eurer Annahme oder Zurückweisung des Schildes ab.
Weist jenen Grad räumlichen Feuers nicht zurück, der den Weg in die fernen Welten öffnet. Er birgt den Schild der Zukunft. Die Erscheinungen von Wolken, Winden und Regen sind die Bewässerung des Planeten; doch die Behauptung kosmischer Kräfte kann nicht nur für atmosphärische Erscheinungen gehalten werden.
An der Schwelle der Nacht erscheinen keine Lichtströme. Entzündet die Fackeln!
7. Nehmt im Geist den Begriff Unbegrenztheit an.
Bestätigt Unbegrenztheit in eurem Bewusstsein! Wendet alle Gedanken in weitem Maße an! Dieser Hebel des Raumfeuers offenbart sich überall. Die Hand der Herrscher wirkt im ganzen unbegrenzten Bewusstsein; wendet gleicherweise euer Streben auf. Wo lebt nicht das Feuer der Unbegrenztheit? Wird nicht der Begriff des Schöpfers in der Quelle ewig fließender Liebe durch Gefühlswissen bestätigt? Uns ist das Symbol - die Quelle der Liebe - geoffenbart. Gibt es nicht in Ewigkeit und in den Werken des Kosmos grenzenlose Arbeit? Ist nicht das ewig lebende Samenkorn Unseres Strebens für die Hilfe der Menschheit eingepflanzt?
Sich ewig bewegend, ewig strebend, ewig bestrebt zu den Höhen, ewige Wachsamkeit offenbarend, Wahrheit bestätigend, den strahlenden Faden der Mutter der Welt durch die Rüstung unbegrenzter Schönheit offenbarend, die Finsternis der Unwissenheit anfechtend, der Wohnstätte der Menschheit die Herrlichkeit der Sterne verheißend - so schreitet voran und sagt: "Welt, ich will alle deine Gaben empfangen; ich will den Kelch der Errungenschaft bis zum Rande füllen; o Herrscher, ich will den Kelch der Weisheit Deiner Vermächtnisse leeren!"
Gebt Uns die Möglichkeit, Unsere Macht zu offenbaren, die Hand der Hilfe zu reichen. Das Gesetz der Schwerkraft wird von allen anerkannt. Warum diese einfache Bedingung nicht im Leben anwenden? Freude kann wie ein magnetischer Strom die Freude aus dem Raum anziehen. Doch der Gedanke der Finsternis gebiert Schichten schwerer Wolken. Wir bürgen für die Wirklichkeit der Schwerkraft des Gedankens.
Wenn das menschliche Denken nicht nach Geistigkeit ausgerichtet ist, wird die Evolution nicht beschleunigt.
8. Die Evolution alles Seienden vollzieht sich nicht getrennt von der Evolution des einzelnen Geistes, sie ist wie eine Spirale in ewiger Bewegung. Das zu Unseren Höhen bestrebte geistige Bewusstsein sammelt Schätze und bietet diese Geschenke dem Raum. Durch geistiges Bewusstsein wird euer Planet bereichert. Materialismus fördert die Evolution nicht. Das zur Unbeweglichkeit drängende materialistische Bewusstsein züchtet die in stehenden Gewässern vorhandenen Stechmücken. Die Ursache der Unbeweglichkeit des Gedankens ist schrecklich. Es gibt keine ewige Ruhe. Deshalb verharrt nicht auf einem Fleck; ihr werdet entweder von der Verschiebung verschlungen oder selbst zur kosmischen Umwälzung beitragen. Die Grundlage von allem ist die Spirale, und ihr müsst das Wesen des ewigen Räumlichen Feuers verstehen.
Viele fürchten, Ewigkeit zu verstehen, doch wie schön ist die erkannte Größe der Ewigkeit! Nur der Geist, der das Feuer berührte, kennt die ganze Schönheit ihres Leuchtens. Ein der ausströmenden Kraft der Gestirne beraubter Geist ist des Wesens des Kosmischen Feuers beraubt und unterbricht den von Fohat geoffenbarten Strom. Die Begriffsbestimmung der Ewigkeit lebt nur im Bewusstsein. Je umfassender das Bewusstsein, um so lebendiger leuchtet sein Strahl. Um so klarer erklingt dann Unser Ruf für den, der die Schönheit der Evolution erkannt hat.
Wahrlich, das über den universellen Gedanken Gesagte muss im Leben angewendet werden.
9. Oft sind die Menschen verwirrt über das, was sich jenseits des Bewusstseins befindet. Natürlich, im menschlichen Verstehen ist der Begriff Bewusstsein begrenzt. Dies rührt daher, dass man nur die sichtbare Welt anerkennt. Wissen bleibt in Grenzen, wenn die Grenzen der Sichtbarkeit nicht erweitert werden.
Doch lasst uns umher die Grenzen des menschlichen Bewusstseins und Wissens schauen; lasst uns ein kleines Körnchen kosmischen Verstehens linden. Wie schön ist der unermessliche Horizont! Wie mächtig ist der den Raum durchdringende Gedanke! Welch neue Wege werden durch Verbindung mit der Unbegrenztheit erschlossen! Suchet diese Schätze; sie bergen die Garantie eures Fortschritts. Wozu ist Wissen nütze, das uns vor verschlossene Tore führt, gekennzeichnet vom Zeichen "Wir wissen nicht mehr"? Begrenzung des Wissens ist ein Grab! Deshalb ergründet Unbegrenztheit! Die Begrenzung des Bewusstseins ist der Tod des Geistes.
Man soll nicht die Sitten der Völker erforschen, sondern das Wesen des Bewusstseins. Wenn die Menschen es lernen, den Strom der Unbegrenztheit wahrzunehmen, dann werden sie, anstatt zu beten, den Elementen befehlen. Anstatt des "Gott arbeitet für uns" werden sie sich durch eigene Arbeit und psychische Energie selbst helfen.
Warum besteht in der Welt die Sitte, die kosmischen Kräfte im Augenblick der Not zu verehren? Warum fühlt man sich nur dann zur Unbegrenztheit hingezogen? Warum anerkennt man gerade dann die so genannten überirdischen Kräfte? Ich rate, den Namen der Mutter der Welt nicht nur als Symbol auszusprechen, sondern als einen Machtgeber. Ich rate, die Quelle der Unbegrenztheit nicht als Symbol anzurufen, sondern als Erscheinung der Ewigkeit als ewigen Erzeuger der Schönheit und den Schöpfer des Firmaments.
10. Der kosmische Atem der Mutter der Welt durchdringt alles. Wahrlich, alles ist erfüllt von ihm. Von den kleinsten Staubkörnchen bis zur unermesslichen Größe regt sich Leben und atmet durch diesen Atem. Wie kann man denn
die Kraft, die das Universum bewegt, nicht erkennen! Wie kann man nicht über das Wesen des Seins nachdenken! Ergründet den Rhythmus der kosmischen Energie und verstehet den Rhythmus der Evolution! Das Wesen der Evolution ist unabänderlich und wird an der Erscheinung der Unbegrenztheit gemessen.
Ihr, die ihr das Ende fürchtet, wendet euer Gesicht den Strahlen der Mutter der Welt zu und festigt euch im Verstehen der Evolution. Es gibt keine Grenze der Sendungen aus den Bergen. Es gibt keine Grenze der Bürgschaft der fernen Welten. Es gibt keine Grenze der natürlichen Schätze der sichtbaren und unsichtbaren Sphären.
Ihr, die ihr das Ende fürchtet, wendet euch nach allen vier Richtungen und sprechet: "Lasst uns Unbegrenztheit erkennen!" Die Gipfel und die Abgründe der Erde sind eure Quellen. Endlos fließen die Ströme dieser Quellen. Verständen die Menschen doch, die ewig fließenden Ströme der Unbegrenztheit zu sammeln, wahrlich, das Laboratorium des Lebens würde verwirklicht.
Das Zeitalter des Feuers naht. Findet Mut und Weisheit, es anzunehmen. Das Symbol der Schlange, die ihren Schwanz ergreift, stellt den Umlauf der Ereignisse der Evolution dar. Die Spirale wird für den Pfad des Aufstiegs angewendet.
Ihr, die ihr das Ende fürchtet, festigt euch in der Kraft der Spirale des Lichts und des Raumfeuers! Lasst uns sprechen: "Herrlich ist der Atem des Kosmos!"
11. Jene, welche die Zukunft kennen, schreiten in Richtung Evolution voran. Jene, welche Evolution fürchten, gehen den Schritt des Todes. Sie werden fragen, warum es Aufstieg und Abstieg gibt. Sie werden durch den Lauf der Evolution verwirrt sein. Die Erkenntnis kosmischer Wellen wird den Lauf der Evolution erklären. Wenn ihr erkennt, dass selbst aus der Asche
eine schöne Blume sprießen kann, werdet ihr verstehen, dass Zerstörung nur dem feigen Bewusstsein schrecklich erscheint. Die kosmische Bewegung verläuft wellenförmig. Man sollte erklären, dass man die Evolution beschleunigen kann, wenn man die tiefen Kurven vermeidet. Die gleichgültige Menschheit untersucht nicht, worin Fortschritt liegt; sie sonnt sich in einer vorübergehenden Blütezeit, der Erkenntnis ausweichend, was möglicherweise zur Zerstörung unseres Planeten führen könnte.
Baumeister des Heute, erkennet, dass ihr für den Wirbelwind der Zerstörung bauet! Wie riesig sind eure Vorhaben! Wie nutzlos eure Schlösser! Wie ungeheuer eure Aufwendungen! Wie offenbar ist eure Unfähigkeit, in die Kette von Taten vorzudringen! Doch blicken wir auf jene, die redlich voranschreiten und die Schönheit der Unbegrenztheit bestätigen. Anstelle ohnmächtigen Kleinmuts derer, die die Einwirkungen des Raumes verneinen, werden wir die Kühnheit von Errungenschaft sehen, die Schönheit des Strebens und die Größe der Heldentat. Lasst uns daher sagen: "Grenzenlos sind die kosmischen Erscheinungen!"
12. Im Rhythmus mit dem Kosmos erklingen heißt, die ganze Größe der Unbegrenztheit erkennen. Drei Prinzipien werden durch die Evolution bestätigt. Beginnet die Bürgschaft zu verstehen. Seid wirklich niemals gleichgültig gegenüber der Quelle, die euch und alles Seiende nährt! Denket tief nach, und ihr werdet sehen, dass die großen Geistigen Kämpfer der Menschheit ihre psychische Energie durch Verschmelzen mit der Unbegrenztheit genährt haben. Ihre strebende Ekstase zur höchsten Schönheit war grenzenlos! Unbegrenzt war ihre Heldentat dem geoffenbarten Vermächtnis gegenüber! Ich sagte,
dass das Verschmelzen mit dem kosmischen Rhythmus die Synthese alles Seienden ergibt - im Unsichtbaren wie im Sichtbaren.
Nicht zuletzt hat jeder überlieferte Kult die Symbole der Synthese aufgezeigt doch infolge der Verstümmelung des Begriffs verblieben nur Entstellungen der alten Mysterien.
Eine kosmische Erscheinung kann man nicht vorausbestimmen, aber man kann einen kosmischen Wirbelwind hervorrufen; gleicherweise ist es möglich, für unseren Planeten notwendige Elemente aus dem Raum anzuziehen. Ihr kennt bereits aus Erfahrung jenen Schmerz, als ob zwei scharfe Spitzen sich in der Gegend der Schulterblätter einbohrten, und das gleiche Stechen kann das Öffnen des Lungenzentrums bekunden. Dieses Zentrum reguliert Prana. Nur den höheren Geistwesen senden Wir diese Strahlen. Jenen, welche die Schönheit und die Kraft des Kosmos nicht im ganzen Ausmaß erkannt haben, ist diese Erfahrung unerreichbar. Bei dieser kosmischen Erfahrung ist nur Gefühlswissen anwendbar. Deshalb sprecht: "Wahrlich, ich bestätige die Schönheit der Unbegrenztheit! O Herrscher, ich möchte den Pulsschlag der Größe des Kosmos fühlen!"
13. Wie einfach nehmen die Menschen die Unabänderlichkeit des Rhythmus von Tag und Nacht hin! Warum verwenden sie nicht diese gleiche Vorstellung für die Grundlage des menschlichen Zyklus? Makrokosmos und Mikrokosmos widerspiegeln ein und dieselbe Erscheinung. Warum versuchen dann die Menschen, sich eine ewige Nacht einzureden, wenn sie so einfach den kommenden Tag erwarten? Lasst uns die Ströme unaufhörlicher Bewegung annehmen. Die Erkenntnis unserer Anpassungsfähigkeit wird sich als genauso weise erweisen wie das Pulsieren des Kosmos. Unpassend sind Kummer und Gram! Ihr müsst das wirkliche Leben des Kosmos als die volle Betrachtung der Unbegrenztheit annehmen.
Ihr nehmt einfach den Umlauf der Jahreszeiten hin und erwartet die Früchte
des Rhythmus der Natur. Ihr schürft nach Erzlagern; ihr baut Dämme für Elektrizitätserzeugung. Wenn ihr euch dem vergrabenen Schatz der unsichtbaren Sphären zuwendet und eure Aufmerksamkeit auf die jenseits der Grenzen eures Fassungsvermögens offenbarte Schöpfung richtet, bekommt ihr das unermessliche Feld der Arbeit! Nehmt es daher wahr und tretet ein in den Rhythmus der Unbegrenztheit!
Und wo wird die Nacht sein? Dort, wo ihr ihre Stille wahrzunehmen vermeint, beginnen die Hymnen der Mutter der Welt. Weder Tag noch Nacht - nur Ihr Strahlen!
14. Harmonisches Zusammenwirken des planetaren Lebens mit den höheren Sphären bietet dem Menschen bessere Möglichkeiten. Dann wird sich der Rhythmus unserer Kräfte verdreifachen, und der Verstand wird diese Kraft annehmen. So wird das Vermächtnis der Weisen erfüllt.
Die Verbindung der höheren unsichtbaren Sphären mit den sichtbaren ist untrennbar. Begreifet daher die Unteilbarkeit unseres Lebens. Der Atem des Kosmos ist in allem unabänderlich. Die Manifestation planetarer Fristen hängt von kosmischen Wellen ab; jene, welche die Verbindung zwischen Geist und den kosmischen Wirbeln verneinen, gehen daher nicht den Pfad des Wissens. Ist es zulässig, nur einen wesentlichen Punkt in dem Allseienden wahrzunehmen? Ist es zulässig, ein winziges Körnchen von dem Großen Ganzen zu trennen? Kann man die Grenzen eng umreißen, ohne die Entwicklung des einzelnen zu beeinträchtigen? Nur Verrücktheit setzt sich Grenzen. Nur jene, welche die Erscheinung der Schönheit nicht verstehen, werden sagen: "Wir sind mit dem Bestehenden zufrieden."
Die Behauptung kosmischer und unbegrenzter Kräfte ist augenscheinlich; der lebenspendende und ewige Prozess geht in allem vor sich. Ein Funke entzündet das Kosmische Feuer. Wahrlich, von dem Funken des Wunsches wird die Fackel des Wissens entzündet.
Doch behindert euren eigenen Pfad nicht! Seid nur bestrebt, und euer Wesen wird vom Strahlen der Unbegrenztheit durchflutet!
15. Man muss zwischen der Finsternis des Irrtums und der Größe der Wahrheit wählen. Der Geist wird das durch Jahrhunderte bestätigte Verstehen bestimmen. Es ist ungeziemend - ausgehend von einer niederen Ebene - eine nur niedere Kuppel zu durchschreiten und zur selben Ebene zurückzukehren. Warum die Energie vergeuden, wenn wir wieder an die niedersten Tore anklopfen müssen? Bereitet eurem Geist einen schönen Garten, nicht in der öden Wüste, sondern auf dem Gipfel der Errungenschaft.
Es ist jedem geboten, den Lauf der Evolution zu verschönern. Jedem ist die Hilfe der räumlichen Gedanken geboten. Die Schatzkammer der Unbegrenztheit steht jedem offen, der in das Verstehen kosmischer Kräfte eindringt.
Es bereitet keine Freude, gewahr zu werden, was die Schichten eures Planeten sättigt. Lasst uns alle Untugenden auf eine Waagschale legen: Zorn, Feigheit, Verrat, Vorurteil, Scheinheiligkeit, Selbstzufriedenheit. Auf die andere legen wir die strebende Kraft psychischer Energie, Gefühlswissen, Bestätigung des Vermächtnisses der Weisen, Unverletzbarkeit des dualen Ursprungs, Dankbarkeit gegenüber dem Schild, Heldentat des Wissens und Standhaftigkeit auf dem durch Unbegrenztheit erschlossenen Pfad.
Da der Herrscher Buddha es war, der das Wesen des menschlichen Ego als einen Prozess bezeichnete, können wir diese Formel "Der Löwe" im täglichen Leben annehmen. Gewöhnt euch an den Gedanken ewiger Bewegung und haltet euch nicht in den Schlupfwinkeln
der Finsternis auf. Schaffenskraft zieht die schöpferische Macht an. Beachtet deshalb die Funken des Kosmos!
Lasst uns zwischen Unwissenheit und dem Strahlen der Unbegrenztheit wählen!
16. Wirklichkeit und Illusion scheinen der Menschheit aus ein und derselben Quelle zu kommen, sofern man versteht, dass es nur ein lebenspendendes Gefäß gibt. Bar jeder Vernunft erscheint das Universum bei der Vorstellung der Trennung der sichtbaren und unsichtbaren Welt. Wenn wir annehmen, dass unser Pfad ein zufälliger mit jenseitiger Leere ist, dann ist unsere Vorstellung wirklich sehr arm! Illusion ist das, was es nicht gibt, und der Begriff der Wirklichkeit muss erweitert werden. Alles lebt und alles pflanzt sich fort. Der Raum birgt eure Ausgeburten. Lasst uns die ganze schöpferische Kraft des Raumes nutzen!
Eine eingebildete Fixierung mit einer Leere jenseits bestimmter Grenzen wird von Uns als "Oas" bezeichnet, denn sie enthält die Quelle eurer Weisheit. Wahrlich, man kann den illusionären Begriff der Leere als sehr unvernünftig bezeichnen!
Stellt euch mit einem unvoreingenommenen Blick vor, dass der ganze Raum Feuer ausstrahlt. Stellt euch den Raum Prana und Akasha5 enthaltend vor. Er ist weder der "Schöpfer" noch der "Große Baumeister" - er ist Unbegrenztheit! Beim Nahen der Satya Yuga6 werden diese Kräfte des Raumes genutzt werden. Freilich, im Bewusstsein der selbstgekrönten Unwissenden herrscht noch die Kälte des Steinzeitalters.
17. Ihr habt Recht, wenn ihr von dem Einen Ursprung sprecht. Gerade darin ist der Kern der Evolution enthalten. In dieser Erkenntnis liegt des Archaten7 höchste Errungenschaft auf Erden. Wenn die Menschheit
die große Einheit zwischen Unbegrenztheit und den Teilchen erkennt und das gegenseitige Verhältnis zwischen Licht und Finsternis versteht, dann kann vom Pfad "Der Löwe der Wüste" gesprochen werden. Den kosmischen Feuern wird soviel auferlegt, doch Anerkennung bleibt ihnen versagt. Wo die Menschen eine Grenze zwischen zwei Anfängen sehen, sieht der Archat nur einen großen Ursprung.
Die Richtigkeit der Relativität wurde in der Mathematik angenommen, und alle früheren Berechnungen erwiesen sich als falsch. Eine gleiche Relativität besteht in der Welt der Evolution. Die Begriffe Licht und Finsternis, Glück und Unglück, Arbeit und Ruhe unterliegen ebenfalls demselben Gesetz der Relativität. Wenn Wir vom Fortschritt im Denken sprechen, setzen Wir die Notwendigkeit der Annahme dieser Relativität voraus. Gerade der Begriff der Stufen des Aufstiegs ist schön. Der Geist erkennt, dass Aufstieg die Seite der Weisheit ist, auf der die ganze Macht des Kosmos und die Manifestation der Bewegung vorgezeichnet ist. Fortschritt kann auf dem niedersten Punkt des großen Ursprungs nicht bestätigt werden. Die Tempel der Atlantis kannten dieses große Prinzip.
18. Allumfassend wie eine alles enthaltende Flamme ist das Herz des Kosmos. Wie wundervoll ist dieses Allumfassen! Vom Kleinen zum Großen, alles bricht sich in diesem geoffenbarten Kristall. Da alle kosmischen Möglichkeiten für jede offenbarte Schriftenrolle eine Richtung vorsehen, da jedes Beginnen seine treibenden Ströme hat, da man die Größe des Kosmos erkennen muss, lasst uns die ganze Kraft des Geistes sammeln, um das erfassen zu können. Es gibt keine Abweichung, kein Versagen, keine Zurückweisung, keine Verneinung,
es gibt nur Erfassen. Der Lehrer offenbart die Bedeutung des Begriffs Erfassen.
So unerschöpflich wie die Schöpferkraft des Kosmos, so unbedingt möge das Verstehen der Unbegrenztheit sein. Die in Ewigkeit erscheinenden Zeitalter, die Arbeit der Umbildung der Meere und der Erdkruste möge dazu dienen, die ewige Bewegung zu veranschaulichen.
Ihr habt die Heldentat der schwierigen Aufgabe nicht erkannt, und ihr schreibt menschliche Dunkelheit nicht dem Prototyp eurer Taten zu. Es gibt keinen Grund, die kosmischen Wirbelwinde für Verwüstungen verantwortlich zu machen; darin ist nicht Böses, sondern Notwendigkeit zu sehen. Jede Manifestation des Kosmos findet seit Ewigkeit ihre Anwendung. Und wie es Verwüstung gibt, so unterliegt die Anhäufung dem Rhythmus, der vom bestätigten Lauf eurer Irdischen Ereignisse nicht getrennt werden kann. Der Unterschied ist, dass Zeus, einen kosmischen Sturm schattend, den Raum mit Ozon erfüllt, wogegen euer irdischer Zeus8 , Schöpfer des Zorns, die Atmosphäre mit erstickendem Rauch erfüllt. Darin berühren das Höchste und das Niederste einander nicht.
Wahrlich, die Schönheit des Strebens zum unbegrenzten Erfassen verleiht einen strahlenden Regenbogen, und wir werden sagen: "Mutter der Welt, Allschenkende, Allumfassende, wir wollen unser fernes Firmament verschönern!"
19. Warum nehmen die Menschen die Gesichte der Maja in solch großem Ausmaß an? Das Leben ist erfüllt von diesen Gespenstern und trügerischen Erscheinungen. Diese Sättigung füllt das Dasein mit unnötigen Bildern. Der Geist, der die Ewigkeit kennt, wird zum großen Ursprung getrieben, und in ihm ist das Samenkorn des Verstehens des Kosmos enthalten. Der nur für
das Gewohnte empfängliche Geist ist auf die unbedeutende Wirklichkeit der Maja gerichtet. Er wird nur von den Erscheinungen des gewöhnlichen Lebens angezogen. Der Mangel an Fassungsvermögen lässt ihn das Buch des Lebens nicht aufschlagen.
Doch es gibt auch eine Klasse von Menschen, deren Schicksal beklagenswert ist. Dies sind die Bewusstseine, die das Samenkorn des Verstehens enthalten, doch, durch Verneinung getrübt, nehmen sie die vom Kosmos vollführte Runde nicht wahr und hemmen so die Evolution. Was vorbestimmt ist, wird erfüllt werden. Doch jene, die die Fristen des Fortschritts verzögern, verurteilen sich selbst zum Rückfall. Wer nicht gewillt ist, die Zukunft zu erkennen, ist wie ein Krebs - beide gehen rückwärts. Es gibt entweder das Schwert der Heldentat oder ein Nachahmen des Krebses. Vorsätzlicher Hochmut gleicht dem Ruf dessen, der im Namen der Unwissenheit aufruft. Die Anhäufung kosmischer Feuer vermag diesen Staub leicht hinwegzufegen. Doch, Freunde, euer Fortschritt liegt in eurem Schmieden des künftigen Schwertes! Nehmt diese sich in Zeitaltern gebildeten Wahrheiten an und denket über sie nach!
Wie vermag man den Beginn des Verstehens zu festigen? Der Geist wird einen lehren, die Zeichen des Gefühlswissens anzuwenden; aber die Schatzkammer möge gefüllt werden! Wünschet nur, in den Rhythmus des kosmischen Pulsierens einzugehen!
20. Es ist üblich, Karma als den Willen und die Vergeltung zu betrachten, die den Ablauf des Lebens des einzelnen bestimmen. Auch ist es üblich, Karma als Wiedergutmachung anzusehen. Doch in Wahrheit bedeutet Karma Arbeit. Begrenzt die Arbeit des Laboratoriums des Geistes nicht, und ihr werdet die Ergebnisse wahrnehmen.
Wenn der Geist von Maja und den Erscheinungen der Selbstzufriedenheit verleitet wird, dann sind ein Hammer und die Entwicklung
des Gefühlswissens erforderlich. Wenn der Geist vom Glanz des Wohlstands geblendet wird, ohne dessen Vergänglichkeit zu erkennen, und glaubt, dass ein Barren Gold zum Glück führt, dann lasst uns all die Bedrohungen von Krankheit und Missgeschick ins Gedächtnis rufen.
Doch der Krieger des Geistes leuchtet wie eine Lichterscheinung: er ist von den Strahlen der Feuer der Unbegrenztheit erleuchtet. Die Erwiderung muss verstanden werden, und mit allen Feuern und allen Blumen muss man dem Kosmos zustreben.
Auf dem Gipfel des Bewusstseins wird der Pfad des Herrschers bestätigt. Auf dem Gipfel des Bewusstseins erschallen Heldentat und Evolution im Einklang. Ewig, unermüdlich ist die Arbeit des Aufstiegs! Diese ewige Bewegung ist euer Karma!
Ihr habt Recht - nur Willensströme lenken das Karma. Doch den Verlauf des Karma anzuhalten, ist ebenso gefährlich, wie ewige Nacht heraufzubeschwören. Womit wollt ihr den Kelch "Amrita"9 füllen, wenn ihr in den Pfuhl der Finsternis sinkt? Wir werden antworten, dass das Meer der Taten wahrlich viel schöner ist!
21. Merket, dass die Kraft des Gesetzes des Lebensprinzips unbesiegbar ist. Die Spannung der Spirale der höheren Energie setzt alle Elemente in Tätigkeit. Die Energieansammlung in den Sphären der Welt verleiht der Substanz Verschiedenartigkeit und ruft die Erscheinung der Schöpferkraft hervor.
Im Kosmos gibt es keinen Stillstand. Es gibt keine Weigerung; es gibt nur den Aufruf an die Menschheit, alle Gaben des Raumes anzunehmen. Warum denn die kosmische Energie nicht für die weiteste Aufgabe nutzen - zur glorreichen Erwerbung von für uns neuen Schätzen. Der Fortschritt des Bewusstseins zum Erkenntniswillen enthüllt Unbegrenztheit.
Es gibt in unserer Sphäre Zeugen der kosmischen
Erscheinungen. Diese Formel möge wiederholt werden, weil der Lauf der Evolution dem furchtlosen Geist erschlossen wird, der das ganze Geheimnis und das ganze Streben zur Unbegrenztheit kennt. Das Entfachen der Feuer des Lotos ist die höchste Erscheinung des Kosmischen Feuers. Wahrlich, wenn die Synthese der Bestätigung der kosmischen Energie auf Erden offenbar wird, kann man sagen: "Unser Planet ist von einer Spirale umgeben, auf der wir auch absteigen können, aber wie schön ist der Geist, der aufsteigt und Leben in das Leuchten der Unbegrenztheit verwandelt!" Diesem Träger der überirdischen Schriftenrollen wird der Zutritt in die höheren Sphären enthüllt, und er wird den niederen Sphären den Schlüssel zur Erkenntnis der Unbegrenztheit bringen.
22. Im Bewusstsein eines wahren Agni Yogi offenbart sich geistiges Wissen. Das Bewusstsein, das die Ströme des Raumes umfasst und die Formel der psychischen Energie begreift, kann in den Wirbelstrom des Kundalini10 eingehen.
Wenn die Menschheit es lernt, Weltereignisse zu erkennen und mit den Verflechtungen des Kosmos abzustimmen, wird sich der Fortschritt der Einsicht bestätigen. Der Zusammenhang der Kette der Ereignisse und eine volle Erkenntnis dessen, was als das Erbe der Zeitalter von einem Zeitraum zum anderen fortschreitet, kann das Bewusstsein zum Verstehen Kosmischer Unbegrenztheit drängen.
Geist, blicke zurück! Wohin hat dich dein früheres Wissen geführt? Wo nimmst du die Grenzen wahr? Wo gibt es Stillstand? Wo gibt es Unvergänglichkeit? Und wo gewahrst du die Erscheinung der Unterwürfigkeit? Es heißt: "Ich sehe alle diese Einwände nicht; wahrlich, Ich sehe jenen endlosen Bereich, der unser Wesen geschaffen hat!"
Du, zum Schöpfer des Kosmos strebender Geist, wende dich der Mutter der Welt zu. Verkünde, was du siehst! Raum offenbart sich als Erscheinung der größten Schaffenskraft. Die Unermesslichkeit des Raumes und die Unveräußerlichkeit der kosmischen Kräfte bereichern den Kern unseres Wesens. Die Hebel der Evolution sind die feinsten Energien, die zum Besitz der Menschen werden können.
Nehmt ihr das Vorbestimmte an, dann wird euch das unmittelbare Ergebnis voranführen. Versteht ihr, im Geisteskorn zu fliegen, so werdet ihr mit den höheren Welten verbunden.
Lernt die ganze Größe des Fluges im Geisteskorn verstehen!
23. Woher kam die verschlingende Welle, die das Bewusstsein trübte? "Religare" wurde selbst im Altertum ausgesprochen. Die Eigentümlichkeit von Ursache und Wirkung - des Gesetzes der Verkettung des Universums - bezieht sich auf die gleiche Erscheinung der Verbindung mit der Unbegrenztheit. Die Menschheit ist durch untrennbare Bande an den Kosmos gebunden. Es ist nicht schwer, jenen unveränderlichen Punkt festzustellen, wo alle Dinge sich treffen, wo die irdischen Anhäufungen den Schichten der höheren Sphären begegnen. Durch den Willen des Kosmos zieht alles einander an. Alles strebt zur wechselseitigen Schöpfung. "Religare" ist der Menschheit in Form einer Religion für Vereinigung verliehen, für die Entwicklung der Gemeinschaft, für das Bekenntnis zur Ursprünglichen Quelle, die alle Prinzipien des Seins enthält und die alle Substanzen für unser Wohl schafft.
Die Verkettung des Universums mit allen höheren Sphären sollte vom Bewusstsein als rettender Anker im Fortschritt der höheren Fundamente der Zukunft angenommen werden.
Das Offensichtlichste haben die Wissenschaftler bereits gefunden, doch vieles wurde noch nicht wahrgenommen. Es ist dem Menschen nicht versagt, aus dem Raum zu schöpfen, doch das Prinzip des Vorurteils ist zerstörend. Die Wirkung des Erdmagnetismus auf einen Apfel wird von allen anerkannt, doch die Erkenntnis des mächtigsten Magneten der Unbegrenztheit taucht in Unwissenheit unter. Das Ozon des Raumes und die Strahlen ferner Welten liefern die planetarische Substanz für die Ansammlung neuer Energien.
24. Kausalität ist jener Faktor, der das Universum bewegt. Es ist unverständig, zu erhoffen, dass der Lotos des Wohlwollens aus einer üblen Tat erwächst. Man kann verstehen, dass die Folge jeder Tat die unmittelbare Reflexion des Beginnens ist. Es wird allgemein angenommen, dass der Kern des Missgeschicks leicht im selben Tempo widerhallt. Der Keim der Unwissenheit vergiftet die schlummernden Elemente. Doch das brausende Element verleiht dem Rhythmus des Kosmos Wachstum.
Wenn sich die Strahlung auf das bewusste Aufnehmen aller Muster kosmischer Wellen richtet, nehmt sie auf! Die ungenutzten Energien jagen wie abgefeuerte Kanonenkugeln durch den Raum. Beachtet, dass es vor allem notwendig ist, das Meer der Welt zu bezähmen; später wird die Wirkung das Experiment bestimmen.
Für unser irdisches Firmament muss viel aufgewendet werden, um die Breschen zu heilen. Viele Springbrunnen von Formeln der Herrscher wurden ausgegossen. Die Hilfe - durch den Schild der Lehre - wurde gesandt, aber die unschätzbaren geistigen Werte sind als Splitter im Raum verstreut. Jedoch der Raum ist ein großer Sammler und Speicher aller von euch nicht angewendeten Schätze. Nichts wird vom Kosmos vergeudet und der Vorrat
wird behütet. Wenn ihr dies erkennt, werden euch die Funken des Wissens alle Geheimnisse des Seins enthüllen. Das Element fürchtet, wer nur den Zerfall des gegenwärtigen Lebens kennt. Jedoch wer sieht und die Kausalität als Bestätigung der Ergebnisse willkommen heißt, ist der offensichtliche Verfechter der Evolution.
Die verborgenen Erscheinungen des Kosmos strahlen Licht für das Auge des Suchenden. Doch bar jeden Lichtschimmers ist die Welt für den, der mit seinem eigenen Ende ihr Absterben sieht.
25. Das Erblühen eines Landes wird immer durch kosmischen Einfluss geschaffen. Die Zusammenballung bestrebter Gedanken zieht die notwendigen Schichten offenbarter Sendungen aus dem Raum an. Klischees großer Erfindungen schweben im Raum. Jene, die ihre psychische Energie im Rhythmus der kosmischen Energien verstärken können, nehmen in ihr Bewusstsein Schätze auf. Die Erweiterung des Bewusstseins strebt zur Kette, die alle schöpferischen Kräfte des Kosmos verbindet.
Der Niedergang eines Landes, das aus der Schatzkammer schon viel angehäuft hat, ist das Ergebnis seiner Verneinung der Kausalität kosmischer Einwirkungen. Wenn menschliche Eitelkeit das Bewusstsein zur Umkehr treibt und das Ego ein Idol wird, dann werden die Pforten geschlossen. Die Persönlichkeit wird zu einer Widerspiegelung des Lächelns kosmischer Tat, wenn sie sich als untrennbaren Teil des bestehenden geoffenbarten Kosmos betrachtet.
Wahrlich, der Mensch ist die höchste Erscheinung des Kosmos. Wahrlich, er ist als der vorbestimmte Baumeister und Sammler aller Schätze des Universums ausersehen. Wahrlich, die Bezeichnung "Mensch" bedeutet die Bestätigung der Schöpferkraft.
Seit langem ward dem Menschen der Schlüssel anvertraut, doch als Offenbarung ihn erleuchtete, erschienen die Verlöscher der Feuer.
Wir sagen, erst wenn unsere Wege in der Sonne zusammenlaufen, werdet ihr die ganze Größe des Kosmos erkennen. Stellt euch die Sonne als Bürgschaft für eine neue Wissenschaft vor. Nehmt das Feuer der Unbegrenztheit als Erleuchtung an, als Offenbarung Unserer wirklichen Anwesenheit. Nehmt an, was von Uns bestimmt ist!
26. Alles, was in der Kette der Evolution zur Durchführung der Aufgabe menschlichen Fortschritts beiträgt, bringt seine irdische Richtung mit der Unbegrenztheit in Einklang. Die Aufgabe sieht vor, für Entdeckungen des Raumes schöpferische Gedanken aufzuwenden. Groß ist der Verlust, wenn Vorhaben zwingen, jenes zu versagen, was die Vervollkommnung aller Formen herbeiführt. Nur wenn die Offensichtlichkeit sämtlicher räumlicher Reichtümer erkannt wird, wird es möglich sein, unsere irdischen Formen zu vervollkommnen. Dasein wurde vor seiner vollen Erkenntnis durch die Menschheit bestätigt, und alle Lebensformen befanden sich in verschiedenen Stadien. Es gibt in der Unbegrenztheit so viele Stadien, als es Bewusstseinsstufen gibt. Alles hängt zusammen. Alles wird gegenseitig angezogen, und alles reflektiert sich in dem unergründlichen Meer der Schöpfung.
Der Geist, der das Höchste auf dem Planeten in sich aufzunehmen vermag und die Unvollkommenheit nur eines Lebens erkennt, ist ein Adlergeist, der sich im Leben in der Sonne des Wissens über die Wüste frei erhebt.
Dem Geist ist es gegeben, die kosmischen Feuer zu kennen!
27. Der Begriff der Unzweckmäßigkeit ist aus den Annalen evolutionärer
Bewegung ausgeschlossen. Die symbolische Behauptung der Alten über Feuer ergibt die beste Vorstellung der Tatsache der Unauflöslichkeit in Leere. Die alten Vermächtnisse besagen, dass Feuer, nachdem es den ganzen Brennstoff aufgezehrt hat, nicht vernichtet ist, sondern in den ursprünglichen Zustand zurückkehrt, in die Form unsichtbaren Feuers, in den Zustand der höchsten Erscheinung des Raumfeuers. So offenbart sich unser Leben.
Kann man behaupten, dass der Körper, wenn er sich auf dem Lebensweg verbrauchte, sich in nichts auflöste? Wenn jede Kette der Tat vom Kosmos zur Auswirkung gebracht wird und jede Veränderung eine Kette anderer Veränderungen nach sich zieht, wie können wir dann nicht die ganzen endlosen Ketten des Aufstiegs unseres Geistes wahrnehmen?
Ein Zeichen wird von dem Feuer offenbar, das in seiner unsichtbaren höheren Form alle Elemente enthält. Der Geist, der von der Erde scheidet, und der Geist, der zur irdischen Erscheinung zurückkehrt, enthalten in sich die Behauptung aller Prinzipien. Der Unterschied liegt nur im Umfang der Aufspeicherungen. So ist es bis hinauf zu den unerreichbaren Höhen der Unbegrenztheit!
28. Die Kosmische Vernunft ist allgegenwärtig. Im ganzen Raum ist ihr Walten offenbar. Unermesslich sind ihre Wirkungen und neuen Verbindungen. Vom Chemismus der Gestirne bis zu den Funktionen der Lebenserscheinungen regiert sie das Prinzip des Seins. Diese Frage bewegte viele Bewusstseine. Es ist schwer, die allmächtige Kosmische Vernunft zu verneinen, die mit ihrem Atem alle Schichten des Firmaments durchflutet. Doch die Menschen wenden sich gewöhnlich bewusst von der Wahrheit ab. Wenn der von der trügerischen
Maja angezogene Geist nach augenblicklicher Ruhe strebt, zerstreut er die besten Lichtstrahlen des Kosmos. Erleuchtung kann den schrecken, der keine Erleuchtung wünscht.
Ihr habt Recht mit der Behauptung, dass der Herrscher Buddha der Welt den Begriff Nirvana geben musste, denn es gibt wenige, die gewillt sind, für das Schaffen neuer Formen ewig zu arbeiten. Nirvana ist nur eine Stufe in den endlosen kosmischen Perioden. Unsere Schüler, die das irdische Erbe sammeln, können frohlocken, wenn sie sich mit strebendem Bewusstsein in die höheren Welten versetzen. Ist es nicht besser, der Erscheinung der großen ewigen Umarbeitung und Umwandlung vom Niederen zum Höheren zu dienen, als Sklave der Stagnation zu sein?
Merket, dass selbst unbedeutende Dämme Zersetzung bewirken. Es gibt viele Beispiele dafür, dass langlagernde Reste die Vernichtung von Sphären verursachten. Welches Ergebnis wird dann Stagnation des Willens und des Bewusstseins hervorrufen? Wer Stillstand bewirkt, kann die schrecklichste Explosion auslösen. Doch ein Aufflammen des Geistfeuers im Einklang mit dem Kosmos kann einem ganzen Volk den Frieden bringen. Der zu unentwegter Arbeit entschlossene Geist zieht Strebende mit sich. So erzeugt der feurige Gedanke eine Brücke im Raum, und der Magnet des Geistes leuchtet mit dem Antrieb des Kosmos.
29. Die höhere Welt erscheint den Menschen manchmal wie eine Halluzination oder Täuschung. Jeder versteht sie auf seine eigene Weise und jeder fürchtet, sein Verstehen des Kosmos zu bekennen. Von der Blickrichtung in Bezug auf die Elemente bis zu jener in Bezug auf den "Mächtigen Schöpfer" schreckt der Mensch nicht davor zurück, verschiedene Trugbilder zu erzeugen, und
er hört nicht auf, überflüssigen Ballast zu schaffen. Der menschliche Geist trägt viele Bündel, und daher rührt die Schwierigkeit des Aufstiegs in die höhere Sphäre.
Die Neugestaltung des Lebens mittels kosmischer Feuer wird die Rettung bringen, doch Furcht überkommt die Menschen bei dem Gedanken einer Umgestaltung des Lebens. Die alten, überholten Formen wirken anziehend, und so entstehen Überlieferungen. Betrachtet man den Begriff Überlieferung als zu einem Fundament führend, dann kann davon Nutzen hergeleitet werden, denn ein erweitertes Bewusstsein wird zu dem Vermächtnis der Weisheit führen. Doch die Überlieferungen unseres gegenwärtigen Lebens erlauben dem Geist nicht, zu den höheren Sphären zu streben. Die Kirche hat ihre Dogmen; Familien umgeben sich mit den von ihren Vorfahren errichteten Begrenzungsmauern; Völker verfügen über Gesetze, die sie der Möglichkeit der Selbstbetätigung berauben. Wie wollen sie so, beraubt der Schönheit des Geistes, Unbegrenztheit wahrnehmen?
Ihr tut recht, wenn ihr den Schulkindern das Verstehen der unbegrenzten schöpferischen Tätigkeit beibringt. Warum das Kleid des Großvaters mit neuem Glanz versehen? Versuchet, Baumeistern neuer, mächtiger Brücken zu gleichen und strebet dem Leuchten der höheren Welten zu. Keine Trugbilder, sondern Leben!
30. Es wird nicht unmittelbar auf den besten Pfad hingewiesen. Schutz und die Bestimmung eines bestätigten Pfades werden verbürgt; doch im wesentlichen muss der Mensch den Pfad selbst finden, und dies wird die Folgen bestimmen. Wenn euch Schmähungen Unserer Vermächtnisse zu Ohren kommen, die den Ausdrücken des Geistes in seinem Streben nach Schönheit endlosen Raum geben, könnte euch dies vielleicht als eine wahre Schönheit atmende Errungenschaft erscheinen? Wenn unbegreifliche Grimassen des Geistes gezeigt werden,
könntet ihr da vielleicht jenen folgen, die mit dem Rhythmus des Kosmos nicht Schritt halten können?
Wir achten die Willensfreiheit, endlos sind die Pfade ihrer Anwendung. Daher keinen Zwang, sondern den Flug strebenden Geistes! Der mächtige Krieger, der Baumeister des Lebens, schreitet unter diesem Banner aufrecht voran.
31. Die Nutzbarmachung aller Erscheinungen der ursprünglichen Formel des Lotos des Kosmos sollte die Menschheit in ihrer evolutionären Entwicklung führen. Wenn der Geist von der Erscheinung des räumlichen Feuers Gebrauch macht und wenn der Atem der Wahrheit die Quelle des Lebens berührt, dann kann man für die Hebung des Bewusstseins garantieren. Der Kreisel, der sich um die eigene Achse dreht, symbolisiert das Schicksal des Menschen, der sich von der ewigen Bewegung löste. Wer den Lotos trägt, wer sich dem Kosmos öffnet, und wer die beste Differenzierung der Lichter der Zentren entfaltet, versinnbildlicht den Baumeister des Lebens, sein Schließen und öffnen der Zentren vergleichend. Lasst uns eine richtige Erklärung des Lebensprinzips finden! Der geöffnete Lotos umfasst alles, die unterschiedlichen Lichter seiner flammenden Blätter rotieren, um sich nach allen Richtungen hin auszubreiten. Wenn das heilige Feuer, dieses Zeichen des Geistes, das Allseiende berührt, dann bewegen sich der kosmische Ring und das Lebensrad vereint.
Der scharfgespitzte Kreisel entspricht nicht einem verfeinerten Geist. Der Geist, der die kosmischen Wellen einer glatten, leicht wellenförmigen Oberfläche vorzieht, kennt wirklich Unbegrenztheit!
Unsere aufgezeigte Formel bewegt sich vorwärts in Richtung
der vielfältigen räumlichen Feuer. Sobald die Menschheit die Bestätigung der Unbegrenztheit annimmt, wird sich das Schicksal nicht als Strafe, sondern als kosmische Ausweitung enthüllen. Die Schönheit der Unermesslichkeit des Lebens wird vom Bewusstsein der Schaffenskraft gemessen.
Der Menschheit willen sprechen Wir über das Feuer. Ihr wisst, wie sehr menschliches Denken einer neuen Fackel bedarf!
32. Die Teilung der Welt in eine bestehende und nicht bestehende beengt das Denken. Ablehnung dessen, was unsichtbar ist, und Verneinung der ganzen Weite des Kosmos ergibt jenen engen kosmischen Maßstab, der von der Menschheit angewendet wird. Eine kosmische Weite für den Lebenspfad ist durch Unbegrenztheit bestimmt.
In alten Zeiten entlehnte man die religiösen Symbole der Schatzkammer des Kosmos. Die Kulte schrieben dem "Schöpfer" des Kosmos einen Zweck zu. Die Entstellung der höchsten kosmischen Bildnisse symbolisiert unsere Verneinungen. Doch dort, wo das Prinzip des Elementes noch verehrt wird, wurde das Bewusstsein des uranfänglichen Geistes schon bestätigt. Nur Erkenntnis und die vernünftige Annahme unbegrenzter kosmischer Kräfte wird die Menschheit die Mittel ihrer Anwendung lehren.
Die Lehre des Herrschers Gotama bestätigte, dass Licht nicht Finsternis fürchtet. Das siegreiche Licht verschlingt alles. Ebenso durchdringt auch das Kosmische Feuer alles. Es ist allgegenwärtig, und unbegrenzt ist seine Macht.
33. Durch Aufnehmen der kosmischen Feuer wird der ganze Organismus erneuert, und die fremden Elemente werden durch ihre eigene Flamme getilgt. Der gewappnete Geist erobert durch sein
eigenes Streben; deshalb weist die Erscheinung der Unbegrenztheit auf das alles durchdringende Feuer hin, als das ausersehene heilsame Zeichen.
Jeder ist beauftragt, den Pfad zu den höheren Sphären zu finden; doch wenn die Menschheit denkt, dass die für die Umwandlung des Geistes und für alle Aufspeicherungen bestimmte Arbeit von außen her vor sich gehen kann, dann wird der Hebel des Kosmos die Aufspeicherung vernichten. Nur durch eigene Hand, nur durch eigenen Willen, nur durch eigenes Streben, nur durch eigene Arbeit kann der Geist ein bewusster Mitarbeiter der Unbegrenztheit werden. Der Hebel senkt sich auf den eingeengten Horizont, um das zu verwüsten, was den Lauf der Evolution trübt. Aber der als Einheit mit der höheren Sphäre bestätigte Hebel der Tätigkeit eines ausgefüllten Lebens senkt sich herab als das erneuernde Feuer.
Die Erscheinung der Einheit, die Erscheinung der Unteilbarkeit und das Erkennen des Geisteskorns als einen Schöpfer werden dem Wesen des Seins die beste Formel verleihen.
34. Ja, ja, ja! Kosmische Daten und planetare Bewegungen können zusammenfallen. Diese Verbindung ergibt die bessere Formel des Seins. Ihr habt Recht, wenn ihr den Geist als den Schöpfer des Kosmos bezeichnet. Die Unterwürfigkeit gegenüber den Naturkräften stellt den Menschen abseits, wie einen, der im Hinterhalt auf einen Feind lauert. Wahres Verstehen der Elemente lebt noch nicht im Bewusstsein. Die so genannte "Strafe des Herrn" enthüllt sich als schlagender Beweis der großen Schmähung des Kosmischen Feuers. Es bedarf keiner Opfer; nur beschleunigte Schritte sind für die Evolution erforderlich. Der unvorhergesehene Faktor ungezügelter Elemente ist keine Strafe, sondern nur
ein ungenutzter Zustrom der gigantischen Kräfte des Kosmos. Wie im Kleinen so im Großen. Mittel für die geringere und stärkere Zähmung der Elemente wurden aufgebracht. Wie unbedeutend sind aber diese Zähmungen! Noch enthüllen sie klar eine Richtung. Warum dann nicht in die Gegenrichtung bewegen? Das Ergebnis wäre wertvoll. Die Erscheinung des Verlustes wird durch eine offenbare Strebsamkeit des Bewusstseins ersetzt werden. Dieses Gesetz ist unabänderlich und entspricht dem universellen Prozess.
Wir rufen das Bewusstsein auf, zu erwachen.
35. Es ist die Gleichförmigkeit des Lebens, die die Lebenssubstanz der Schönheit beraubt. Wie konnte das menschliche Leben sich in eine so düstere und eintönige Uniform kleiden, wenn die Mannigfaltigkeit des Kosmos von Schönheit erfüllt ist! Die Verbindungen des Kosmos sind so vielfältig! Das Abbild des Kosmos sollte sich im Leben des Planeten widerspiegeln. Wie konnte sich auf der Erdkruste ein so eintöniges Dasein einwurzeln, wenn jeder Geist einmalig ist, wenn jede Erscheinung verschiedene Formen anzunehmen vermag? Woher diese Anschwemmungen? Makrokosmos und Mikrokosmos sind miteinander verbunden, sie bilden eine Einheit mit der Macht ein und desselben Atems!
Die Menschheit kennt alle sichtbaren Formen des Kosmos, und die Menschen nutzen die offenbarten Verbindungen für das Düngen ihres Daseins. Gäben die Menschen zu, dass der Kosmos in seinem unsichtbaren Aspekt das Sein unermesslich bereichern kann, dann würde das Bewusstsein die ganzen unendlichen Formen des kosmischen Feuers nutzen.
Der Kosmos wurde geschaffen - und so auch die Menschheit. Wie konnte die Form des Seins im Bewusstsein zerstückelt werden? Wenn unser Bewusstsein wieder zurückkehrt zur Annahme reinen Feuers - als den Ursprung des Seins -, dann werden wir Unbegrenztheit verstehen.
Denkt nicht, dass Feuer ein abstrakter Begriff sei. Wir rufen euch nicht zum Scheiterhaufen, Wir entfremden euch nicht dem Alltagsleben. Wahrlich, Wir vernehmen selbst im bescheidensten Arbeiter Feuer, wenn in seinem Geist das Lied der endlosen Freude an der Arbeit lebt. Wir wollen sagen, dass Wir jede Erscheinung wahrer Arbeit schätzen, die zur Evolution führt. Forschet nach dieser Gleichheit und ihr werdet eins werden mit dem Höheren.
36. Würden wir die Erscheinungen vom entgegengesetzten Standpunkt betrachten, wir wären über ihre Folgen erstaunt. Genauso wie jene der Elemente werden auch unsere eigenen Lebenserscheinungen zu der einen Feststellung führen: Ursache und Wirkung. Ob es sich um den Tod eines Menschen, oder um das Verkohlen eines Baumes durch das Feuer, oder um die Verdunstung von Wasser handelt, - alles kehrt zu seinem ursprünglichen Korn zurück. Deshalb suchet in allem nach seinem wahren Ursprung. Wenn ihr das Studium der psychischen Energie erschöpfend behandelt, dann könnt ihr aus der menschlichen Esse einen weiten kosmischen Plan schmieden. Bedenkt, dass selbst die jämmerlichste Existenz in ein Leuchten kosmischer Feuer verwandelt werden kann. Wenn wir das Dargebotene im strengen Lauf des Karma anwenden, dann werden die Zeichen der offenbarten Unbegrenztheit nicht als Trugbild erscheinen, sondern sich zur Wirklichkeit erheben.
Der Schleier des Glanzes der Mutter der Welt wird die Krone unseres Strebens sein. Geist, du hast in deinem
Wesen die Schönheit heiligen Wissens enthüllt. Warum ist dann deine Furcht vor dem Spott deiner Brüder so groß? Warum verbirgst du in Dienstbarkeit gegenüber kleinen Leuten das dir verliehene heilige Korn? Blicken wir auf den, der bewusst zum Schleier der Mutter der Welt strebt. Wir werden sehen, dass von all den zahllosen unerschöpflichen Bewusstseinen dieser mit kosmischen Feuern entflammte Krieger dahin getragen wird, wo die Kraft der Unbegrenztheit strahlt. Doch hier auf Erden trägt der Krieger einen bis zum Rand gefüllten Kelch. Wundervoll ist die Umstellung unserer Vorstellung dorthin - in unser wahres Leben! Wahrlich, nur die Erkenntnis der Unbegrenztheit wird alle Elemente vereinen. Erscheinung kosmischen Lebens enthüllt sich als eine Formel in unserem bewussten Gedanken.
37. Eins gebiert das andere - in der Umwandlung und in der ewigen Bewegung der kosmischen Kräfte unseres bestätigten Lebens. Trotz seiner unzähligen Formen bindet sich der Geist oft nur an eine seiner Erscheinungen. Solches Haften hindert sehr, es beeinträchtigt den Gang des Umlaufs, denn unersetzbare Kräfte ziehen vorbei. Erkennen wir die vorbestimmte Kette kosmischer Leben, so werden wir die ganze kosmische Energie aufwenden, und der Geist des geoffenbarten Schöpfers wird dann für uns den enthüllten Pfad bestimmen. Unser Wille ist ein mächtiger Schöpfer; als eine zähmende Kraft erhebt er sich über die enthüllten und von uns nicht aufgenommenen Energien. Erweckt diese Lebenskraft! Lernt, in die Richtung der kosmischen Wellen zu streben! Lernt, euch nach den räumlichen Energien zu sehnen! Wünscht mutig! Mutig erkennt die unbegrenzte Zahl eurer Formen!
Wahrlich, Geist und Wille verwandeln das Leben! Und ohne Ende ist die Erscheinung der Energien.
38. Vergleichen wir das Wirken des Kosmos mit dem Wirken des Menschen, so können wir auf unserem Planeten die engsten Beziehungen wahrnehmen. Lasst uns sehen, worin Zusammenarbeit mit den Elementen verwirklicht wurde. Das Pflanzenreich nimmt das, was für sein Wachsen erforderlich ist. Die Zusammenarbeit zwischen Mensch und den kosmischen Reichtümern ist klar. Aus dem Tierreich nehmen wir das, was für unser Dasein erforderlich ist, wir nehmen es gewöhnlich so, als gebühre es uns. Als der Mensch an den Meeresufern seine Wohnungen erbaute und sie aus den Felsen herausschlug, machte er sich die Welt untertan und beherrschte sie stolz. Jetzt herrscht derselbe Mensch, doch durch allerart feine Mittel bereichert, ist er zu einem Verstehen der Reichtümer des Raumes fortgeschritten.
Das Wort Materialismus hat eine ungeheuerliche Bedeutung angenommen. Und dennoch sollte Materialismus der alles durchdringenden Substanz der Kraft der Unbegrenztheit zugrunde gelegt werden. Warum diese Entstellung kosmischer Kraft? Das Symbol der Mutter der Welt, das dem ganzen Atem des Kosmos Form und Zweck verleiht und das Korn in unberechenbare Erscheinungen umwandelt, krönt unsere Erde mit Schönheit.
Die Mutter der Welt ist die große schöpferische Kraft in unserem Sein. Du wohntest in den Kulten der Alten als Erde, als Sonne, als Feuer, als Luft, als Wasser. Du, die Allschenkende! Du, die Alloffenbarende! Du, die Du der Menschheit die große und
freudvolle Erkenntnis der Mutter offenbartest! Du, die Du Heldentat aufzeigtest und die Du Dein Antlitz verhülltest! Du, die Du uns das Feuer des Raumes offenbartest! Du, die Du die Last der menschlichen Taten auf Deine Schulter nahmst! Wir flehen Dich an, schenke uns das verlorene Lächeln wieder! Gewähre uns Beherrschung der heiligen Feurigen Macht!
39. Als die Differenzierung dar Elemente vor sich ging, trat keine Spaltung der kosmischen Kraft ein. Die verschiedene Erscheinung kosmischer Feuer ist nur eine Umdrehung des Rades des Fohat. Fohat ist in allem, und verschiedenartige Erscheinungen tragen seinen Ausdruck. Ihr kennt die Myriaden von Fohatfunken, wenn die Funken von Maleria Matrix den Raum erfüllen. Jeder Funke ist die Substanz des Seins. Jedes Teilchen entspricht dem Wesen verschiedener Formen. Jedes Atom atmet durch Fohat. Fohat und seine Funken sind eins: gleicherweise ist das Universum in all seinen Formen eins.
Differenzierung entsteht durch Drehung, doch dabei gibt es keine Willkür. Die Dreh- und die Anziehungskraft bereichern den Kosmos mit den Erscheinungen der Feuertätigkeit. Die räumlichen Wellen erzeugen eine Wirkung, die bewusste Schöpferkraft hervorruft. Die Schöpferkraft des Kosmos und der Impuls des Bewusstseins sind die Antriebskräfte der Energie; daher kann in Ewigkeit nichts getrennt werden. Der Raum vervollkommnet den Aufbau, und groß ist die überschüssige Anspannung der dahineilenden Kräfte!
40. Vor langem sagte Ich, dass in Vollendung Tod liegt. Nur durch unentwegtes Wirken kann man in Richtung Schönheit fortschreiten. Selbst im Zustand von Pralaya11 setzt die Substanz der Materie ihre Bewegung fort.
Es ist unmöglich, sich einen Punkt kosmischen Stillstands vorzustellen. Es ist unmöglich, in der Kategorie gewöhnlicher Erscheinungen einen Haltepunkt zu setzen, wenn wir die Tatsache einer vorangehenden Ursache einbeziehen. Es gibt keinen solchen Lebensstillstand, wie ihn die Menschen erträumen. Eine dahineilende Bewegung kann sich nicht im Nachlassen durch Verlangsamung offenbaren. Ein für uns unsichtbarer Vorgang hört nicht auf, ein Prozess des schöpferischen Feuers zu sein. Wenn die Menschen daran denken, mit ihrer Wahrnehmungsfähigkeit sparsam umzugehen, können Wir raten, sich fortzubewegen - fortbewegen, fortbewegen! Je schneller, um so besser. Eine rasche Wahrnehmung wird die Wirkungen näher bringen. Wo Kräfte verstärkt werden, ist die Anziehung unvermeidlich. Das Gesetz ist eins im ganzen Kosmos.
Hindernisse, die geistige Schwäche hervorrufen, sind die Urheber des Misserfolgs. Hindernisse, die das ganze Feuer des Geistes zur Schlacht aufrufen, dienen als schöpferische Antriebskraft. Die alte Weisheit sagt: "Rufe den Termin der Schlacht herbei; weiche Hindernissen nicht aus!" Ausflucht ist keine Rettung, sondern nur Verzögerung. Wer unerschrocken an der ewigen unbegrenzten Bewegung teilnimmt, vermag wahrlich das Bild des Kriegers darzustellen. Bereitschaft und der Druck des Rhythmus werden ihn in das Leuchten des Kosmos tragen.
Merket, dass Furcht und Zaudern Dämme für den Geist sind.
41. Die Erlangung der Zusammenarbeit mit den kosmischen Kräften bringt uns der Quelle der Atomenergie näher. Unsere Wissenschaft kann die Spannung dieser Energie erreichen, wenn nur die Explosion des Bewusstseins erfolgt. Vieles kann von den komplexen kosmischen
Verbindungen abgeleitet werden. Irdische Vorstellungen sind in gleichförmige Erscheinungen oder in Vorurteile gekleidet. Verbindet euch mit der Unbegrenztheit und seid ein Teil von ihr, ein Teil der ganzen Schönheit kosmischer Energie. Wir werden unermüdlich über die Energie der Unbegrenztheit sprechen.
Sobald die Menschen die Funken des Fohat verstehen und die unzähligen Erscheinungen der noch nicht im Zustand der Kohäsion befindlichen Materie annehmen, wird die neue Formel geoffenbart. Die Hälfte der Erscheinungen der kosmischen Kräfte erwartet die Menschheit in Ewigkeit. Warum nicht die ganzen Kräfte der Radioaktivität und die ganzen Strahlungen der Myriaden von Strahlen nutzen!
Was unserem Planeten aus der Ursprünglichen Quelle zu nutzen bleibt, wird durch den Begriff Unbegrenztheit offensichtlich. Unser Planet ist von den Eigenschaften kosmischer Feuer aufgeschichtet und durchdrungen; und der Mensch kann gleich einem Magier seine magnetische Kraft seinem Wunsch entsprechend antreiben. Er kann sein Streben durch die Anspannung seiner in den Raum gerichteten psychischen Energie zum Ausdruck bringen. Der klare Gedanke verleiht Antrieb in diese Richtung. Wir sprechen nicht von magischen Formeln, sondern wollen euren Geist auf die unbegrenzten Möglichkeiten lenken. Die Meinung, dass alles Illusion ist, schmälert eure eigene Ausdruckskraft! Kosmogonie und Astrochemie sind genauso anwendbar wie Geographie und Geschichte. Wenn ihr wüsstet, was die Herrscher gesehen haben, ihr würdet für die Unermesslichkeit der nicht verketteten Materie Verständnis aufbringen. Nicht das Geheimnis eines Tempels, sondern das Sakrament der Unbegrenztheit!
42. Das Aufnehmen der höheren Energien kann je nach dem Grad der Spannung neuen Energien Ausdruck verleihen.
Materie und Geist wachsen durch gegenseitige Hilfe. Wenn der angespannte Willensstrom in beschleunigter Eile fließt, wird Materie vom Geist absorbiert, und die Funktionen eines geistigen Schöpfers werden wirksam. Nachher findet die Verfeinerung der Formen statt. Die Kraft des Geistfeuers ist wie die Kraft des Feuers, das Metalle schmilzt. Nur durch den Prozess des Schmelzens kann man neue Verbindungen formen. Der Geist, der begehrt, seine Energien zum Strahlen zu bringen, wird zum Schmelzer der Materie. Welche Formen und Ausmaße vermag der Geist aus der gesamten räumlichen Materie und aus unserem Leben zu schmelzen! Seit undenklichen Zeiten haben die Herrscher die Aufgabe des Schmelzens der Bewusstseine übernommen. Ewigkeit ist jene Flamme, in der endlos neue Verbindungen gewirkt werden. Wahrlich, die Forschungen erstrecken sich durch Zeitalter. Wo ist der Anfang? Für jetzt lasst uns sagen, er liegt im ewigen Wunsch nach neuen Formen. Mit der gleichen weiten Schau lasst uns unsere Zukunft formen!
43. Heil dem Sieg der Prophezeiung des Herolds! Der Sieg wird durch Feuer und psychische Energie verkündet. Jedes Jahrhundert hat seine Verkündigungen. Wer den Sieg der Unbegrenztheit verkündete, ist der Wahrheitsträger. Wie Steine auf dem Pfad liegen die Spötteleien, und Verfolgungen wachsen zu undurchdringlichem Dickicht. Wir werden dieses Dickicht nicht vernichten, aber der kundige Geist wird alle Erscheinungen der Unwissenheit mit seinen Schwingen bedecken. Manchem erscheint Unbegrenztheit als eine Unmöglichkeit. Manchem erscheint der Gedanke an den Tod schön. Manchem erscheint die Notwendigkeit der Arbeit schrecklich. Manchem ist Arbeit selbst ein Schreckgespenst. Manchem erscheint der Rhythmus der endlosen kosmischen Arbeit
wie eine alte Last. Aber die Hand der Weisheit weist dorthin, wo es kein Ende gibt; dorthin, wo alles unverbrennbar ist; wo dennoch alles zerstörbar und unzerstörbar ist; wo alles sichtbar formlos ist, wo dennoch alle großen und schönen Formen weilen.
Ja, Wir rufen euch zur Bestätigung der Unbegrenztheit.
Das Nichterkennen der Ströme und die Weigerung, sie anzunehmen, erschweren die Evolution sehr.
44. Wenn Wir zu den fernen Welten aufrufen, wollen Wir nicht vom Leben entfernen, sondern neue Wege erschließen. Nur in erkennbarer Anteilnahme an der Unbegrenztheit vermag man die höheren Sphären zu erreichen. Wenn wir die Entwicklung des menschlichen Geistes von den ganz primitiven Formen an verfolgen, werden wir merken, dass sich die unterschiedlichen Formen der ursprünglichen Geister in entsprechende Erscheinungen verzweigen. Die Formen der gegenwärtigen Zeit kann man als zur Vervollkommnung strebend bezeichnen. Die Formen der Zukunft entsprechen den fernen Welten. Indem sich die Menschheit selbst des Wissens kosmischen Weitblicks beraubte, hat sie sich von den Erscheinungen der Unbegrenztheit entfernt und den Faden der Einheit mit der Schönheit des Lebens und der kosmischen Energie verloren. Diese Abspaltung ist grausam, und der verloren gegangene Faden verwandelt sich in ein dünnes Spinngewebe der Wirklichkeit.
Wir, die Brüder der Menschheit, wissen, dass es eine große ungeschminkte und unzerstörbare Wirklichkeit gibt. Behauptet euch in der Annahme der großen Schönheit der Unbegrenztheit!
Mögen die fernen Welten als ein wunderbares Reich
im Bewusstsein der Menschen leben! Dieses ist genauso unwiderlegbar und genauso real wie die Tatsache, dass ein wachsendes Saatkorn eine Blume gebiert. Die fernen Welten werden nur als etwas ausgelegt, was den Begriff der Ferne erläutert. Doch lasst uns die fernen Welten betrachten - dort wird das Leben in Schönheit und im Streben nach den Errungenschaften bestätigt; dort gibt es die Feuer des Geistes; dort gibt es das Feuer der Liebe; dort werden die scheinbaren Auswüchse der Erde in Schöpfungen des Feuers umgewandelt. Die Feuer des Geistes bringen das Wissen, dass das Durchschreiten der Gegenwart und das Streben in die bessere Zukunft jene Leiter schaffen, auf der wir aufsteigen.
Wir, die Brüder der Menschheit, rufen auf zu den fernen Welten!
45. Die Illusion des Lebens wird nur durch den die kosmischen Erscheinungen begrenzenden Gedanken geschaffen. Doch der wahre Sinn des Lebens drängt nach Streben in die Unbegrenztheit. Illusion ist ein Betäubungsmittel, doch die Grundlage des Strebens ist die Bestätigung unserer nie endenden Aufgaben. Das Problem der räumlichen Feuer kann von der Menschheit nicht zunichte gemacht werden; und in der Aufgabe der Menschheit, aus der Erstarrung zu erwachen, liegt ihre Rettung. Viel wird über jene gesprochen, denen es an Verständnis mangelt für das, was unsere Wesen verbindet. Indem wir das Leben angenommen haben, müssen wir auch die Kraft der Bindung gelten lassen. Uneinige Geistwesen unterscheiden sich in den Strahlen des Verstehens, und diese Uneinigkeit entfernt das Bewusstsein von der ursprünglichen Quelle. Die Kraft der Bindung erweist sich als der kosmische Hebel, und der Mensch kann sich nicht absondern.
Erst wenn der Glaube an einen jähen Sturz
ins Leere überwunden ist, wird sich das Bewusstsein zu der Vorstellung der Unbegrenztheit erheben.
46. Der Widerhall des Raumes bringt den Befehl kosmischer Erscheinungen. Und was immer die Menschheit besitzt, entlehnte sie der Schatzkammer des Kosmos. Es ist unerlässlich, volle Kenntnis über die Unabänderlichkeit des Laufes der Evolution zu besitzen. Jedes Beginnen hängt vom Verstehen der bestätigten kosmischen Evolution ab. Nur Annahme in vollem Glauben kann die Krone des Erfolgs verleihen. Der Hebel des Glaubens ermöglicht das Eindringen in den Geist des Menschen. Nur durch den Hebel des Glaubens kann man mit der Unbegrenztheit verbunden sein. Der große Hebel des Glaubens hilft dem Geist, seinen Weg zu finden. Glauben weist auf das Streben zum Lehrer hin. Nehmen wir als Beispiel ein Kind, dessen Geist in Liebe zu seinem Lehrer erwachte. Glauben verwandelte das Kind in einen Krieger des Geistes, und der Pfad der Einsamkeit verwandelte sich in den Glanz der Freude. Hoffnung naht, und die wunderbare Kraft des Kosmos enthüllt sich, wenn der Geist Glauben offenbart.
Es ist nicht schwer, Schaffenskraft des Geistes zu offenbaren, wenn das Denken sich das Universum nicht als einen unerschlossenen Bereich vorzustellen sucht. Durch den Wunsch, ihre Vorstellung zu ändern, schreitet die Menschheit bereits voran.
Offenbart den Wunsch nach neuen Bildnissen. Offenbart den Wunsch nach neuen Wegen. Den Wunsch nach der Schönheit der Unbegrenztheit in allem erweckend, wird die Menschheit vorwärts schreiten, ohne zurückzublicken. Nur die Größe des Kosmos lenkt den Geist zu den Unerreichbaren Höhen.
47. Könnte man der Menschheit den Begriff der Unbegrenztheit im ganzen Wesen kosmischen Verstehens nahe bringen,
sie würde gewaltige Höhen erreichen. Doch diese Errungenschaft ist nur durch Erweiterung des Bewusstseins möglich. Der Geist des einen wendet sich aus Furcht vor der Unbegrenztheit ab; der Geist eines anderen wendet sich aus Unwissenheit ab; der Besserwisser gegenwärtiger Wissenschaft wird trocken bemerken: "Was geht uns dieses Problem an? Wo ist unser Lehrbuch? Wir wollen diese verkündete Unbegrenztheit prüfen." Der Überbringer Unseres Wortes wird sagen: "Alles geht in die kosmische Weite ein, und alles kommt aus der kosmischen Weite. Die Fäden unserer Leben spannen sich aus den Tiefen der Unbegrenztheit zu den Höhen der Unbegrenztheit. Die unüberwindliche kosmische Kraft ist von ein und derselben Substanz wie unsere eigene. Und genauso unüberwindlich wie das Element Feuer ist auch unser Geist." Der in die Unbegrenztheit schauende Geist wird sagen: "Unsere Aufgabe ist nur die der dringenden Stunde; unsere Aufgabe betrifft nur Wirklichkeit; doch alle Welten - geformte und ungeformte - ziehen uns an. Und die Aufgabe der Neuen Welt ist nicht erschreckend; da wir uns bemühen, einen neuen räumlichen Gedanken zu bestätigen."
Die Mutter der Welt lebt und erbaut. Und Wir verkünden keine von der Menschheit geschaffene Utopie, sondern ein wahres Streben zum endlosen Aufbau.
48. Wer von Zorn erfüllt und blind gegenüber dem Licht kosmischer Wirklichkeit ist, schließt sich aus der Kette aus; und es ist schwer vorauszusehen, wie sich diese Seuche des Geistes ausbreiten wird. Die Seuchensäer tragen die Verantwortung für die ganze Menschheit. Die Auffassung über die Verantwortung bedarf der endlosen Entwicklung. Der menschliche Geist trägt als
Schöpfer die Verantwortung für all sein Wirken. Fürchten wir uns nicht, Verantwortung zu begreifen. Wir sind nicht nur uns selbst, sondern auch dem Kosmos gegenüber verantwortlich. Natürlich, der Kosmos sendet Hilfe, doch die Menschheit denkt an Änderung, um sie ihrem eigenen Verstehen anzupassen.
Die Kette kann man nicht zerreißen, doch man kann die eisernen Glieder durch ein feineres Metall ersetzen. Alles, was zur unbegrenzten Entwicklung führt, schreitet im Gleichschritt mit dem Kosmos voran. Der räumliche Kampf zieht sich wie ein Faden durch das ganze Sein. Im Kampf werden Möglichkeiten geboren, im Kampf werden die Kräfte gestählt. Offenbart Verstehen der Verantwortung und der Schönheit der Unbegrenztheit!
49. In einer Zeit der Trennung zwischen Geist und Materie muss man jenen als verurteilt betrachten, der sich seine Welt aus lauter Unverständnis errichtet. Wozu so eilig und geschäftig aufbauen? Wozu alle Träume und alle Entbehrungen, wenn eure Konstruktionen zusammenbrechen und der Zustrom menschlicher Habe nicht fortdauern kann? Wo der Verurteilte einen kleinen Kreis für sich absteckte, wird der ganze Raum für ihn im selben Radius verlaufen. Wenn das reine Bewusstsein sagen wird: "Aus den Früchten der eigenen Arbeit kann man ewig Nutzen ziehen" - wahrlich, dann wird des Geistes Schwert, das in die Unbegrenztheit weist, strahlen.
Geist selbst - der Herrscher - wird die Wahl des Pfades bestätigen.
Und wozu den Pfad verdunkeln, wenn man die vorbestimmte Brücke zwischen der Festung und der Unbegrenztheit offenbaren kann!
Verurteilter, warum flüstert dir dein Herz nicht zu, worin die Wahrheit liegt? In jeder Tat ist eine
der Energie des Kosmos substantiell gleiche Energie enthalten. Jedes Atom bewegt sich nach genauer Berechnung, und aus jedem Zucken des Geistes wird Energie gesammelt. Möge jeder verstehen, dass er nicht aus karmischer Grausamkeit verurteilt ist, sondern durch Selbstanklage. Kosmische Gerechtigkeit kennt den Plan der Evolution, und der Plan wird entsprechend dem Plan des gleichen Gesetzes des Feuers der Mutter der Welt ausgeführt!
Möge die Feurige Flamme die Menschheit erleuchten!
50. Der Lebensimpuls lebt im Menschen und in allem außerhalb seiner selbst. Die Lebenssubstanz des Kosmos verbindet alles Seiende; und alle Unterteilungen in Bewusstes und Unbewusstes müssen überprüft werden. Bisher wird der Begriff Bewusstsein nur relativ verstanden, denn jene Erscheinungen der kosmischen Feuer, welche die Menschheit zu verstehen verfehlte, bezeichnet man einfach als unterbewusst oder unbewusst.
Wenn sich offenbarende Elemente als das Tosen des Kosmos vermutet werden und die Menschen keine weitere Erklärung finden können, dann muss Blindheit beseitigt werden, denn geistige Absonderung ist von der Erkenntnis der Unbegrenztheit weit entfernt. Jedes Beginnen wird vom Entstehen jenes Lebensimpulses begleitet, den die Hand eines Schöpfers bewegt, oder vom Sausen des Windes, der den Lebenssamen trägt und im Finden eines passenden Bodens den Keim der Schöpfung bekunden kann.
Wer mit Fragen des Lebensaufbaues überlastet ist, muss die Grenzenlosigkeit des Lebensimpulses mit seinem Geist aufnehmen.
51. Das Sehnen nach Verbindung mit den fernen Welten bietet die Möglichkeit, am Lauf dos Kosmos teilzunehmen.
Die für die Menschheit vorbestimmte Frist für das Erkennen der Unbegrenztheit durchdringt bereits die Schichten kosmischer Feuer. Auf verschiedene Weise versuchten die Menschen, sich der Wahrheit zu nähern. Verschiedene Erscheinungen trieben sie zum Fasten, zur Geißelung, zum Martern ihres Körpers und zur Betäubung ihres Geistes. Vielfältiges Suchen ist im Buch des Strebens eingeschrieben, doch der Fortschritt des Geistes kann ohne die Erkenntnis des nie endenden Kampfes nicht errungen werden. Nur wenn der Geist in unbegrenztem Streben sein Sperrnetz entwickelt, erzielt er einen Fortschritt. Doch wer sein Sperrnetz in Muße zu finden erhofft, taucht unter im Nebel des Unverstandes.
Möge die Feurige Flamme die Menschen erleuchten!
52. Was durch das eine, das universelle Gesetz des Kosmos geschaffen ist, wird durch kein Geheiß kosmischer Energie getrennt. Im ganzen Raum offenbart sich Einheit, und dieses Gesetz widerspiegelt sich in allen Lebenserscheinungen. Die vielfältigen Formen der Unbegrenztheit widerspiegeln alle kosmischen Feuer. Allein der Mensch, der sich von der unbegrenzten Energie der Erscheinung des Kosmos absondert, entzieht sich strikt der Wahrheit.
Bestimmt der Kosmos die Vernichtung dessen, was durch den einen schöpferischen und lebenspendenden Impuls zusammengehalten wird? Eine begrenzte Entwicklung trübt das Verstehen der Raumfeuer. Gruppenbewusstsein wird durch den Mangel an Verständnis für Verehrung der Uranfänge zerstört. Die durch die Menschheit bewirkte Zerstörung ist groß und verursacht Rückschritt. Nichtverstehen des Zwecks sowie übermäßige Energieaufwendung im Schaffen von Selbsttäuschung - alles aus Unwissenheit - sind völlig unvereinbar mit dem Geist!
Der Kosmos schafft für die Unbegrenztheit. Der Kosmos baut nach den Gesetzen der Entsprechung. Verbindung ist unumgänglich, und Materia Lucida12 ist das Bewusstsein der kosmischen Strahlen. Ihr habt recht, Materia Lucida als die große Mutter der Welt zu bezeichnen. Ihr habt recht, Materia Lucida kosmische Liebe zu nennen. Wahrlich, das Universum wird aus dem Garn der Lucida und mit dem Hebel der Liebe gewebt. Die arme Menschheit hat sich mit dem Schleier finsterer Verneinung selbst in Absonderung gekleidet.
53. Die räumlichen Feuer des Kosmos und die Naturelemente versetzen die Sphären in Beben und rufen alles, was existiert, ins Leben. Das Kosmische Feuer entfacht eine Lebenserscheinung und verbindet sie mit anderen in der Kette der Vorgänge. Wer die Größe der ewigen, endlosen Arbeit des Kosmos nicht erkennen kann, beraubt sich des größten Verstehens des Lebens. Wem die welträumlichen Möglichkeiten zugänglich sind, gewahrt, wie begrenzt der Planet ist, und er sieht, dass er sich nur als Schild für jene offenbart, die Wirklichkeit als eben den engen Pfad irdischen Lebens betrachten. Wenn der Geist fähig ist, zu den Höhen der Sphären zu fliegen und das Leben des Planeten als einen schönen Zustand zu betrachten und nicht begrenzt durch eine gekrümmte Linie, dann kann man dafür bürgen, dass dieser Geist den Weg feuriger Evolution durchschreitet.
Wahrlich, im Strahl des Raumes kann der wahre Ausdruck kosmischer Energie erkannt und so das Leben der Menschheit verschönert werden.
Die Bestätigung der Unbegrenztheit naht!
54. Die Theorie, welche behauptet, dass Leben nicht von einem bewussten Lebensimpuls bewegt wird und
dass es nur eine bestimmte Verbindung ist, enthüllt den Verlust des wertvollsten Sinns. Mit dem verloren gegangenen Sinn und des Bewusstseins beraubt, ermangelt der Lebensprozess des Geistes und seiner Schaffenskraft. Da er ein Prozess wachsender Energie ist, die schafft, kann man durch die Behauptung, dass Leben nur die Erscheinung der Schöpferkraft des Unbegrenzten ist, nicht bloß Symbolisierung bieten. Der Funke kann in der gesamten kosmischen Weite überall vorhanden sein. Wie ist dann aber jene Vernunft zu erklären, die in der gesamten unermesslichen Weite lebt, in allen Erscheinungen des Kosmos? Den bewussten Lebensimpuls des Seins leugnend, zerstört die Menschheit das wirkliche Samenkorn des Seins. Die Bewegung und der Atem des Kosmos dürfen nicht ihres Geistes beraubt werden! Sonst wird Sein in den Grenzen der Vernichtbarkeit fixiert.
Lasst uns sagen, dass Leben und Unbegrenztheit das unbegrenzte Leben weben.
55. Ein begrenztes Bewusstsein zieht nur unvollkommene Ströme an. Die Stärke der Schaffenskraft entspricht dem Ruf des Geistes, und der Gesichtskreis des Bewusstseins entspricht den vorn Geist selbst geschaffenen umgebenden Verhältnissen. Das Gesetz der Reaktion ist das unmittelbarste. Kosmische Energie als ein treibender schöpferischer Impuls wird dort, wo Streben bekundet wird, ein aufsteigendes Leben verleihen. Könnte der Mensch die große gegenseitige Anziehung begreifen, dann würde er seine Energie öfter zur kosmischen Schaffenskraft lenken. Der Ruf erweist sich als großer Magnet. Der Glaube, dass die vom Geist bewusst gesprochene Anrufung "Aum" wirksam ist, beruht auf Weisheit. Aber der von einem verantwortungslosen Geist
angerufene Geist kann nur verletzen. Der Ruf birgt alle Ursachen und Wirkungen in sich.
Der anrufende Geist erweckt die kosmische Kraft und ruft sie herbei. Der Geist, der Unbegrenztheit als Hilfe für die Menschheit anruft, wird zum Helfer der Evolution. Der Geist, der den Ruf nicht kennt, wird die geoffenbarten Kräfte der Unbegrenztheit nicht nutzen.
56. Die Heldentat, die Erscheinung des Feuers nahe heranzuziehen, bringt die Menschheit der Unbegrenztheit näher. Da Sein Flamme ist, löst sich alles in die flammenden Erscheinungen auf. Da Sein Feuer ist, ist alles von ihm durchdrungen. Da Sein Feurige Ausdehnung ist, ist unser Leben mit kosmischer Energie erfüllt.
In der kosmischen feurigen Energie sind alle Erscheinungen vorgesehen, die Leben spenden, die in jedes Atom eine neue Verbindung tragen und die das planetare Leben dem Aufbau höherer Formen näher bringen.
Betrachtungen der ursprünglichen Formen der Eiszeit und der folgenden Zeitalter veranschaulichen, in welchem Maß die Form eines festen Körpers Dichtigkeit des Geistes aufweist. Daher kann Feuer als der Schöpfer der höheren Formen angenommen werden. Das Unterpfand der künftigen Evolution des Feuers ist das Feuer des Raumes. Evolution kann ihren Lauf nicht in Richtung Verdichtung einschlagen; nur feines Verstehen und die verfeinerte Wahrnehmung der Unbegrenztheit wird der Menschheit den Pfad weisen.
57. Im Erkennen, dass der Pfad in die Unbegrenztheit jenes Gestade ist, zu dem die höchste räumliche Energie zur Verschmelzung mit der Substanz alles Seienden getrieben wird,
kann man bestätigen, dass der Kosmos das Bewusstsein des Seins schafft.
Die für den Lebensatem notwendigen Materieteilchen werden in den überirdischen Sphären gesammelt. Die Erkenntnis, dass im Raum eine Unzahl von Teilchen begierig darauf wartet, erweckt zu werden, wird dem Gedanken Antrieb verleihen, jedem Teilchen die Möglichkeit der Lebenserscheinung zu gewähren. Wohin der Geist sich auch wendet, er wird den unabänderlichen Schild der Wahrheit der Unbegrenztheit finden.
Wie kann man die Bewegungskraft aufheben und wie ist es möglich, diese weise und ewige Ursache des ganzen Kosmischen Feuers nicht anzuerkennen! Das Kosmische Feuer durchdringt offensichtlich jeden Winkel der menschlichen Heimstätte, doch als eine von außen kommende Erscheinung. Der Mensch hat sich vom besten Teil des schöpferischen Impulses abgesondert. Materia Lucida in der irdischen Sphäre zu finden, ist nur im geistigen Bewusstsein möglich. Grobe Hände dürfen den Schleier der Mutter der Welt nicht berühren. Ein grobes Bewusstsein kann die Erscheinung der kosmischen Energie nicht gestalten. Nur das Sehnen nach Wahrnehmung gewährt Zutritt zur höheren Materie.
Wir sagen: "Schreite unwiderruflich fort von der niederen Sphäre zu den fernen Welten. Strebe unentwegt zum Aufstieg in die Unbegrenztheit." Und Wir fügen hinzu: "Strebe ohne Ende."
58. Der Raum enthält jene Fäden, welche die Seelen verbinden und Anziehung herbeiführen. Doch die Menschen haben sich außerordentlich begrenzt und verhärtet, und leicht verlieren sie im Wirbel des Lebens die Fäden. Die in der Materie verstrickte verhärtete Seele wird dem Ruf des Raumes nicht antworten. Die Erscheinung
schöpferischer Freude wohnt im Bewusstsein der höheren Sphären und auf dem Planeten im Geist höherer Spannung.
59. Evolution bedarf der Führung unseres Bewusstseins. Verstärkte Kräfte sind nötig sowie Bereitschaft und feurige Tat. Anzeichen von Erlöschen bekunden bereits Entfernung von der Unbegrenztheit. Ihr habt Recht, wenn ihr saget, dass die Lehre des Gesegneten ein feuriger Strom ist. Sie ist wirklich ein Strom, der alles Streben in die Unbegrenztheit trägt. Lasst uns einen erloschenen Krater mit erstickter grauer, versteinerter Lava betrachten. Was kann den Erlöschungsprozess in Leben verwandeln, wenn der Menschheit ein dahineilendes Feuer geoffenbart ist? Die zur Schöpfung verliehene Kraft darf nicht vergeudet werden.
Das ganze Kosmische Gesetz sowie die Lehre des Gesegneten und der Herrscher sollte man als einen gebieterischen Aufruf zur Unbegrenztheit verstehen.
60. Den Schlüssel zur Lehre muss jeder in seinem Herzen finden. Verstehen der universellen Lehre kann die Schaffenskraft des Geistes entfalten. Das Bildnis des Lehrers lässt einen in die kosmische Weite erleuchteten Pfad aufscheinen.
Die Brüder der Menschheit sind eine bewegende Kraft, doch der Menschheit fällt es schwer, das anzunehmen, was einer groben Sicht verborgen bleibt. Wenn die Zeit kommt zur Bestätigung der Tatsache, dass Gefühlswissen mehr Kraft besitzt als das Auge, dann werden das Bewusstsein der Intuition und die Feinheit des menschlichen Geistes erweckt.
61. Wer sich als zur ewigen Arbeit verurteilt betrachtet, versperrt sich geistig den Pfad in die Unbegrenztheit. Nur wer die Schönheit des gewählten Pfades erkennt, kann das Räumliche Feuer erlangen.
Die Formel, in beschleunigtem Rhythmus mit dem Kosmos Schritt zu halten, wird das beste Verstehen des Lebens bieten.
Kosmos und unser Wille symbolisieren die Behauptung des Seins; und die Willensfreiheit ist nur die große Möglichkeit für das Erscheinen des menschlichen Geistes. Wenn das Raumfeuer das Bewusstsein zur Unbegrenztheit lenkt, dann wird der dahineilende Strom der Energie verstärkt. Wenn die Trennung beendet sein wird, dann wird die Verschmelzung zur Unbegrenztheit führen. Im ganzen Raum gibt es einen Puls, und das Gesetz des Kosmos ist eins für das gesamte Sein. Schöpfung ist für alle bestätigten Leben und für den ganzen Raum bestimmt.
Die fernen Welten sind unser offenbarter Pfad - die fernen Welten sind unsere Erleuchtung. Die fernen Welten sind unsere Ausblicke auf die mächtige Vision der Mutter der Welt. Der nach Ausweitung suchende menschliche Geist findet die offenbarten fernen Welten. Lasst uns sagen, dass das Unerreichbare erreichbar und dass Entbehrung zum Reichtum werden kann. Lasst uns deshalb unseren Willen zur Unbegrenztheit richten, in all ihrer Schönheit.
62. Die Welt der Form ist unbegrenzt, und eine entwickelte Wahrnehmungsfähigkeit sowie Vorstellung können das Sein mit vielfältigen Erscheinungen bereichern. Wenn wir die Vorstellung eines ganzen Bogens des Aufstiegs nach allen Richtungen des Raumes erfassen, können wir das Verstehen der fernen Welten erlangen. Warum nicht das Leben mit der in das Bewusstsein aufzunehmenden Tatsache bereichern, dass der Geist jenseits seiner irdischen Heimstätte Schätze birgt, die es zu erstreben gilt? Jene, die das Leben auf den fernen Welten ablehnen, berauben sich ihres eigenen sichtlichen Wohles. Warum sich nicht mit dem Gedanken vertraut machen, dass sich die Welten einer Kette anschließen, die vom Entstehen
zur endlosen Evolution führt? Schöpfung, die sich in einen aufsteigenden Bogen spannt, schreitet genauso voran wie das Kosmische Feuer.
Warum sollte man den Kosmos auf die Erde allein begrenzen, im Glauben, dass er dem Menschen nur die eine Zuflucht gewährt? Lasst uns in Zusammenarbeit mit den fernen Welten entlang dem aufsteigenden Bogen voranschreiten. Der Geist weiß, dass die Schaffenskraft für die Früchte der nächsten Stufe verstärkt werden muss.
Lasst uns von den fernen Welten einen Blick auf unseren Planeten werfen! "Wie erstickend er ist!" - klagt der auf der Erdkruste menschliche Geist. Lasst uns von unserem Planeten auf die fernen Welten blicken! "Welch Weite der Unbegrenztheit!" - frohlockt der Geist.
Nehmt die tiefgründigen und vorbestimmten heiligen Pfade an!
63. Die Schöpfung und ihr Schöpfer stellen ein und dieselbe große welträumliche Kraft dar und werden durch den schöpferischen Impuls gegenseitig angezogen. Jener Geist, der den Raum mit seinen Schöpfungen bereichert, bildet sich Gefährten heran, und diese kennzeichnen jene Lebensgrenze, hinter der er eine neue Stufe beginnen kann. Tätigkeit ist unser ewiger und treuester Begleiter, und wir können uns wegen unseres vorbestimmten Karma nicht vor ihm verbergen. Der Schöpfer und seine Schöpfungen werden als immerwährende Errungenschaften im Kosmos offenbar.
Es ist bedauerlich, wenn der Geist, der seinen Lebensumlauf beendete, an demselben Punkt anlangt, von dem er ausging. Es ist bedauerlich, wenn sich der Geist eine zu wiederholende Frist vorschreibt; denn seine Ausgeburt - dieser treue Begleiter - wird ihn an der Schwelle erwarten. Eine direkte Linie verbindet den Menschen mit seinem Begleiter, doch der Schöpfer,
der mit dem kosmischen Strom Schritt hält, ist sein bewusster Begleiter, und er strebt nicht zur Schwelle einer Heimstätte, sondern zu den fernen Welten.
Sprenge die Ketten und weise das Karma, nur eine Ausgeburt zu sein, zurück! Wähle den offenbaren Pfad, der dem Ruf der Unbegrenztheit folgt!
64. Kosmos verkündet, dass Leben in jedem Atom pulsiert und die Erscheinungen der Evolution in Bewegung setzt. Doch Kosmos verkündet nicht nur die organischen, sondern alle Erscheinungen - er verkündet Psycholeben. Psychodynamik des Geistes baut die Grundlagen des Seins auf. Das Psychoauge ist die Grundlage des Sehens. Der geoffenbarte psychogeistige Gedanke des Kosmos ist die Gewähr der Schöpfung im ganzen unbegrenzten kosmischen Leben. In allen Erscheinungen der räumlichen Organismen suchet nicht nur nach dem Impuls, sondern nach der Anziehung des Psycholebens im Atom! Dann werdet ihr nicht nur eine Welt erkennen, sondern die unbegrenzten Welten des Kosmos. Wir werden den Sinn aller umgebenden Welten und der Höchsten Vernunft finden.
Die Zellen dienen nicht nur dem Wachstumsvorgang, sondern auch der bestehenden Psychodynamik des Kosmos. Der Mensch und seine Nachkommenschaft enthüllen die gleiche, sich im ganzen Kosmos ergießende Psychodynamik. Sobald jene, die das Prinzip der Psychodynamik kennen, sich bewusst werden, dass es für die Fortpflanzung der Menschheit und die Entstehung der sechsten Rasse notwendig ist, in der Psychodynamik Fortschritte zu machen, dann kann der Zugang zur kosmischen Energie erlangt werden. Bestätigte Lebensgrundsätze und Bewegung tragen den Begriff der Veränderungen sowie den der zur Unbegrenztheit führenden Nachfolge in sich.
Der Tod des Organismus erweist sich als
eine Art chemische Reaktion, doch der Mensch, der das Psycholeben seines Geistes und seines Bewusstseins tötet, reiht sich in die offensichtlichen Zerstörer des Fortschritts kosmischer Schöpfung ein. Die Schwingen des Seins im Psycholeben sind unermesslich und tragen die geoffenbarten Feuer in das Herz der Sonne selbst.
65. Lasst uns sagen, dass es zwischen der Differentiation des Kosmos und der Verbindung der Anfänge eines einzigen Atoms mit einem manifestierten Teilchen kosmischer Energie, welche die höchste Harmonie im Leben ermöglichen, eine Analogie gibt; ob sie sich in gesättigten Substanzen oder in der Magnetoelektrizität des Atoms oder im endlosen Suchen des menschlichen Geistes offenbart - in allen kosmischen Erscheinungen nehmen wir Psycholeben wahr. Das Psycholeben aktiviert das Atom, und die Atomenergie ist der Hebel des Psycholebens des Atoms. Das Prinzip menschlichen Lebens geht aus dem Psycholeben des Atoms hervor. Es ist schwer, in der Bewusstseinseinschränkung einen Sieg zu sehen; doch lasst uns lernen, psychogeistig wahrzunehmen, und dann wird der Planet als ein Träger Räumlichen Feuers gesehen werden.
Die psychodynamische Kraft bestätigt das Leben kosmischer Feuer. Die psychodynamische Kraft bewirkt die Entwicklung des Seins und koordiniert alle Verbindungen. Die psychodynamische Kraft vereint alle getrennten Atome und ist jene Kraft, welche die höchsten Erscheinungen des Kosmos in den Formen der Naturelemente und in den Elementen des menschlichen Geistes gewährleistet. Wenn Wir von den Elementen sprechen, geschieht dies nicht in dem vom Menschen gedachten Sinn.
Die psychodynamische Kraft und das Psycholeben sind wahrlich Beweger der kosmischen Energie. Und unbegrenzt sind die Erscheinungen
dieser höchsten Bestätigungen der Kosmischen Vernunft!
66. Kosmos besteht aus den einzelnen psychoräumlichen Grundlagen der Materia Matrix13 . Makrokosmos und Mikrokosmos haben als ihre Grundlage - oder, richtig gesagt, als allgemeine Grundlage - das Kosmische Atom. Die trennende und die vereinende Energie sind ein und dieselbe, doch die psychodynamische Kraft bindet sie materiell. Dies ist das ewige Gesetz der Unbegrenztheit: Differentiation, gegenseitige Prüfungen und das ewige Sammeln von getrennten Atomen, die die Erscheinungen der Uranfänge tragen. Kosmos ist ausersehen als der große Erbauer und das Herz der kosmischen Energie. Die harmonisierende, schöpferische räumliche Kraft unterliegt - indem sie die zusammengehörenden Teilchen findet - der großen Psychodynamik der kosmischen Evolution. Kosmos, der Erbauer, und seine Widerspiegelung, der Mikrokosmos, leben durch dasselbe Gesetz. Ein unbegrenzter harmonisierender Vorgang vollzieht sich im Kosmos. Wer die Wahrheit sucht, wird die Schönheit endlosen Seins entdecken!
67. Im menschlichen Leben sind die den Raum füllenden fernen Welten noch ein unrealer Begriff. Das räumliche Feuer und die fernen Welten müssen nach kosmischem Verstehen im menschlichen Bewusstsein als ein fernes Ziel leben. Das Bewusstsein des Erdenbewohners gestattet die Verwirklichung eines Traumes. Die Verwirklichung eines fernen Zieles kann das Verstehen der fernen Welten näher bringen. Verfeinerung und das Streben zum Räumlichen Feuer können den Pfad zu den fernen Welten erschließen. Alle Erscheinungen der Welten können in einem Entzücken der höheren Harmonie bestätigt werden.
Warum sollte man meinen, dass die Formen der fernen Welten eine grundsätzliche Besonderheit haben und alle ihre Erscheinungen für die Erde unannehmbar sind? Die Bestätigung kosmischer Kraft wird durch die Entwicklung der feinsten Begriffe gebildet, und die Sphären des Unbegrenzten werden nicht nur zu Trägern kosmischen Staubes, sondern auch zu einem Reich des Strebens für den menschlichen Geist. So erkennet und schaffet die Vorstellung der fernen Welten! Wie einen fernen reflektierten Strahl, wie einen Widerhall des Herzens suchet in der Unbegrenztheit den auf Erden unerreichbaren, doch dem verständnisvollen und zu den höheren Sphären aufsteigenden Geist zugänglichen Ausdruck.
68. In allem herrscht unaufhörliche kosmische Tätigkeit. Man kann vom Wechsel der Vorgänge sprechen, doch das Prinzip der Unaufhörlichkeit schafft Evolution. Die ununterbrochen ablaufenden kosmischen Prozesse sind wie eine sich in allen Tätigkeiten des offenbarten Lebens widerspiegelnde Flamme. Die enthüllte Lebensspannung trägt den Faden der Unaufhörlichkeit. Das Prinzip der Spannung und jenes der Trennung sind eine verbundene Einheit der kosmischen Grundlage.
Wenn Ich sage, dass die kosmische Unaufhörlichkeit auch unser Karma bestätigt, so bedeutet es, dass Ich menschliches Bewusstsein vom Irrtum befreien und den zur Unaufhörlichkeit führenden Faden des Verstehens in den menschlichen Geist einpflanzen möchte. Ich bestätige, dass ein klares Verstehen das Fortdauern aller unserer Taten aufzeigen wird. Das kosmische Feuer ist unaufhörlich und unerschöpflich. Man muss verstehen, dass das Unendliche eine Anhäufung der Lebensvorgänge ist.
Ursache und Wirkung, Gedanke und Tat sind die karmischen Vorherbestimmer des Lebensprinzips. Wohin kann die unaufhörliche Kette abweichen? Ein nicht endender Pfad öffnet sich dem Geist; er enthüllt dem, der das Symbol des Lichts wählte, das Symbol der Mutter der Welt. Doch der Irrende, der Finsternis sucht, wird das Feuer des Raumes nicht berühren.
Erlanget das Verstehen des Symbols der Mutter der Welt!
69. Die Grundlage des Seins wird in das "Buch des Lebens" eingeschrieben, und sobald die Bewusstseinsebene der Erkenntnis ewiger Einheit erreicht ist, wird es möglich sein, der Menschheit zu sagen: "Baut euer Leben auf dem Prinzip der Einheit auf." Wie viele Geistwesen werden fähig sein, sich durch den höheren Weg zu offenbaren!
70. Wie ein schweres Verhängnis lastet der Gedanke des Todes auf dem menschlichen Bewusstsein. Das Gespenst des Todes wird als ein unvermeidlicher Kelch dargestellt, und hat der Geist den ganzen Lebensweg durchschritten, kommt er zu dem Schluss, dass hier das Dasein des einzelnen enden muss. So müht sich der vom Kosmos losgelöste Geist.
Den Anfang nicht kennend und nur das Ende sehend, schreitet der losgelöste Geist ziellos durchs Leben. Doch jeder vermag sich Unsterblichkeit zu erringen, wenn er Unbegrenztheit in sein Bewusstsein aufnimmt. Furchtlosigkeit gegenüber dem Tod und Streben zur Unbegrenztheit lenken den Geist zu den Sphären kosmischer Endlosigkeit. Festigt euch in der Annahme der Unsterblichkeit, legt in jede eurer Taten einen Funken der Schöpferkraft des Kosmischen Feuers, und dieses unerbittliche Geschick wird sich in den Ruf kosmischen Lebens verwandeln. Unser großes
gerechtes Gesetz hat euch als Teilnehmer an den universellen Manifestationen auserwählt! Erkennet Unsterblichkeit und kosmische Gerechtigkeit! Für jeden steht eine schöne Stufe bereit. Findet den Pfad des Denkens an Unsterblichkeit!
71. Es kann bejaht werden, dass die menschliche Bewusstseinsebene der planetaren Erscheinung angemessen ist, doch man kann nicht auf das Vergleichen der Ebene des Kosmos mit jener des Planeten bestehen. Wie kann man solch ein Verhältnis annehmen, wenn der Kosmos unbegrenzt ist und sich wie ein feuriger Strom ergießt, seine Funken verstreuend, um im ganzen Raum Leben zu schaffen! Der Strom ist eins und zahllos sind die Funken. Eins ist der Kosmos und unendlich sind die Formen.
Wir, eure Brüder, kennen jene Seite des Lebens, auf der die Einheit des Kosmos eingeschrieben steht. Wir bestätigen, dass die offenbarte Evolution nicht durch Trennung, sondern in einem grenzenlosen Streben nach Harmonie geschaffen wird. Je schöner, desto höher. Je mächtiger, desto höher. Warum zwischen Geist und Materie Kampf annehmen, wenn sie einer Quelle entspringen? Warum nicht die Kraft verstärken und das Psycholeben des Kosmos in sich fühlen?
Wir rufen zur Urquelle der Entstehung. Jahrhundertelang haben Wir Unser Streben darauf verwendet, der Menschheit die Freude des Seins zu verleihen. Doch die Teilnehmer am Kosmos bekunden Mangel an Scharfsinn und träumen von Ruhe und Vollendung in der einen Hülle. Man sollte verstehen, dass das Gewebe aus vielen Garnfäden besteht und der Webvorgang sich viele Male wiederholt. Das kosmische Gewebe besteht aus allen Erscheinungen psychischer
Energie und wird durch Materia Lucida verschönt. Der Pfad wird durch das Streben zur Unbegrenztheit verschönt.
72. Wir bringen der Menschheit die größten schöpferischen Möglichkeiten. Wir lenken die Menschheit zur Erkenntnis der Wahrheit. Wir verkünden das kosmische Leben als Verkörperung des Prinzips der Unaufhörlichkeit. Man sollte die Erscheinung kosmischer Energie als Gegebenheit des täglichen Lebens annehmen, als Vorboten neuer Leben.
Wir offenbaren die Bruderschaft als die Bestätigung kosmischer Kraft, und Unser Wahlspruch ist das materielle Ergebnis.
73. Verantwortung zurückweisend, beraubt sich der Mensch eines wunderbaren Gefühls und einer pers&ou