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Übersetzungsrecht beim Autor.
1923
[Russisches Original. Seite 6.]
Ins Neue Russland sende Ich Meine erste Botschaft.
Du, der du dein Aschram geopfert hast,
Du, die du zwei Leben geopfert hast, - verkündet.
Aufbauende und Kämpfende, festiget die Stufen.
Lesende, wenn ihr noch nicht verstehet - wartet ab, leset nochmals.
Bestimmung erfolgt nicht zufällig, diese Blätter fallen zur rechten Zeit.
Der Winter - ist doch nur der Bote des Frühlings.
Alles wird geoffenbart, alles ist erreichbar,
Ich werde euch in Meinen Schild aufnehmen - bemühet euch.
Ich habe gesprochen.
[Russisches Original. Seite 8.
Leeres Blatt.]
[1] London, März 24, 1920.
Ich bin - dein Heil.
Ich bin - dein Lächeln.
Ich bin - deine Freude.
Ich bin - deine Ruhe
Ich bin - deine Stärke.
Ich bin - deine Kühnheit.
Ich bin - deine Weisheit.
Bewahrt den edlen Stein der Steine durch Frömmigkeit im Leben.
AUM TAT SAT, AUM.
Ich bin ihr, ihr seid Ich - Teilchen des göttlichen ICH.
Meine Kämpferschar, das Leben lärmt - seid wachsam!
Gefahr! - Vernimm, o Seele diese Mahnung!
In Aufruhr ist die Welt - eilt sie zu retten!
Das Leben nährt die Seele.
Verwirklicht die Reinheit des Selbst.
Arbeite für das Leben und für die Reinheit des Bewusstseins.
Legt alle Vorurteile ab - denkt unbefangen.
Zieht euch nicht vom Leben zurück und beschreitet trotzdem den geistigen Höhenpfad.
Der Tempel ist die Gesamtheit. Alles ist die Einheit.
Viele Welten birgt dieses Haus der Gottheit und überall schwebt Heiliger Geist.
1921
[2] New York, Januar 1.
Findet das Glück des Lebens in der schöpferischen Tätigkeit und richtet euer Auge in die Zukunft.
In Christlicher Liebe strebet und Christliche Freude bringet.
Besinnt euch auf das herrliche Geschenk der Liebe, das zur einen Gottheit führt und lernet es, der Menschheit künftige Einheit zu begreifen.
Die einzige Rettung liegt darin - den Geist zum Licht der Wahrheit hinzuleiten.
Die Vision der einzigen Rettung verleiht kühnen Seelen die Gabe Großer Liebe.
Echte Kunst ist Ausdruck reinen Geistes.
Durch Kunst könnt ihr erleuchtet werden.
[3. 1921] Januar 2.
Wer sich mit irdischen Fragen quält, darf keine himmlischen Antworten erwarten.
Schicksalsschläge können abgewendet werden, wenn ihr die Wahrheit offenbart, für die sich Christus selbst geopfert hat.
[4. 1921] Januar 12.
Meine Freunde! Glück - liegt in der Rettung der menschlichen Seelen.
Legt alle Vorurteile ab und helft der Menschheit durch den Einsatz geistiger Kräfte.
Ändert Hässliches in Schönes.
So, wie ein Baum seine Blätter erneuert, so wird auch der Mensch am Pfad des Guten neu erblühen.
[5. 1921] Januar 14.
Zum Heilen lenket eure Freunde.
Verheimlicht ja nicht Unsre Lehren.
Folget Unsrer Schulung mit dem Herzen.
Wenn Ihr bestrebt seid, werdet ihr das Licht erkennen.
Ich werde euch den Weg schon weisen - Unsere Zeichen werdet Ihr im Herzen wahrnehmen.
Eine wunderbare Lyra werden die Lehrer euch verleihen und ihre Kraft verleiht die Fähigkeit, Menschen zu begeistern.
Erkennet dies euch gesandte Heil.
Um des einen Glückes wegen fließen eure Tage.
Wer den freudigen Pfad des Aufstiegs gehen will, muss Loyalität bewahren.
Wer Unsre Weisungen genau befolgt, der wird der Offenbarung Harmonie vernehmen.
Indem Wir euch Glück senden, vertrauen Wir auf euer Streben nach dem Guten.
Die Wahrheit ist mit euch, verstehet es, ihr einen Weg zu bahnen.
So unermesslich, wie der Himmel ist, so groß ist eure Kraft.
[6. 1921] Februar 1.
Verwegenheit zur Schönheit ist Mein Atem.
Ein Geschenk sind Leid und Opfer, sie werden euch Erfolg und Glück im Suchen bringen.
Ein totes Leben meidet.
Liebet jenes Leben, das durch Seelen funkelt, umgeben von der Gottheit Strahlen.
Festigt euch im Wachstum eures Geistes.
Denkt stets an die von Uns geoffenbarten Tore.
Der reine Atem Unseres Heils verleihet euch lebendige Nahrung für die Erscheinungen des ganzen Lebens.
Zusammenbrechen soll der Tanz des Zornes vor dem Tempel.
Des Mutes Feuer wird euer Haus erhellen.
Wir senden jenen das Licht, die lächeln über Finsternis.
Schon steigt euer Geist empor - die Kälte wird des Herzens Flamme nicht ersticken.
Die Rechte Hand des Seins bestätigt Sich und kündet an den Anbruch eines neuen Morgens.
[7. 1921] Februar 4.
Warum den Weg des Schweigens wandeln?
Trinkt doch im Leben aus dem Quell der Töne und der Farben, gestärkt wird dadurch eueres Gehirn.
[8. 1921] Februar 6.
Im Alltagsleben seid nicht kompliziert - seid einfach!
Meine Freunde, Persönliches soll eure Aura nicht verfärben.
[9. 1921] Februar 20.
Weiche, Flammender!
Verstelle nicht des Himmels Tore!
Glückliches Leben schufst du nur den geistlosen Massen.
Schmälert nicht die Bedeutung dessen, was ihr nicht begreift!
Behütet das euch Geoffenbarte.
Es ist notwendig auf das Erwachen des neuen geistigen Bewusstseins zu warten.
Für notwendig und unvermeidlich halte Ich der Kräfte An- und Abstieg.
Die Stimme der Weisheit wird die Tore zu dem noch Unbekannten öffnen.
Liebet einander - Zwietracht ist unheimlich.
Wir zahlen teuer für Leichtsinn und Schwatzhaftigkeit.
[10. 1921] Februar 22.
Warum kehrst du dein Antlitz ab, Flammender?
Mein Anblick ist dein Schmerz.
Deine Schwingen sind noch nicht ausgebreitet.
Verhärtet nicht den Geist, begreift im Kleinen auch das Große.
Wissen kommt nicht so leicht, wenn sich der Geist erregt.
Wir geben euch den Pfad.
Leset nicht beliebige Bücher.
Wenn ihr unter Menschenmassen seid, dann trägt behutsam das euch verliehene Licht.
[11. 1921] Februar 24.
Ein Gebet auf dem Pfade zum verborgenen und teuren Wohnsitz:
"Herr meines Geistes, verlass den Pilger nicht!
Der Guru beeilt sich nicht, mich aus dem tobenden Sturme heraus zu holen.
Bis in den Grund des Herzens wird der Schmerz mir dringen.
Des Wirbelwindes Schleier wird verbergen das Licht Deines Antlitzes.
Mit Dir fürchte ich mich nicht in der Ungewissheit.
Vergangene Gewohnheiten zeigen ihr Gesicht nicht mehr.
Führe mich, Gesegneter, auf meinem Pfade.
Berühre meine Augen, damit ich erkenne
Deine Tore."
[12. 1921] März 1.
Die Tochter der Welt kann das Schicksal wenden.
Die Neue Welt bricht an. Gebrachte Opfer sind des Aufstiegs Stufen.
Vertrauen wird dem Wachstum helfen, wenn zum Empfang bereitet ist der Geist.
Wozu verhüllt ihr, wo ihr doch Weisheit habt?
Meine Freunde, bewältigt schnell die ersten Stufen, die geistige Heimat werdet ihr in Ehren dann erreichen; versuch Ich euch durch Gold, Geld und Edelsteine, so weist sie ab.
Offenbart den Speer des Lebens, atmet lächelnd der Sonne Äther ein, der Heilung spendet.
Richtet auf den Speer bei Sonnenaufgang.
Lenket dann die Rosse vom Morgen in die Mittagsglut des Lebens.
Und Lilien werden auf Steinen sprießen.
Und öffnet eure Tore mit dem ersten Sonnenstrahl.
Und Vögel werden euch das Lob der Arbeit singen.
An das Lebens Zeichen erkenne des Schöpfers Weisheit.
[13. 1921] März 2.
Freiwillige Mitarbeiter nehmen, den Sinn des vergangenen Lebens sehend, der irdischen Gestalt die Schminke ab.
Stärket in eurem Leben das Bewusstsein Unsrer Gegenwart.
Und diese Kraft ruft auch bei euren Taten an.
Freut euch, die ihr verstanden habt!
Lebt ein sinnerfülltes Leben und prüfet.
In Zweifelsfällen klären Wir durch Lebenszeichen auf, doch nehmet sie auch wahr.
In eurem Leben werden Wir auch Wunder offenbaren, erkennet sie.
Seht im Herzen euren höchsten Richter. Der Glaube sei euch Stärke.
Begnügt euch mit den wahren Zeichen, die eurem Geiste eingegeben werden.
Die Freunde haben einen glücklichen, zu Mir gelenkten Weg gewählt.
Unterrichtet es, in Meine Welt zu streben - in die Welt des geistigen Verstehens.
[14. 1921] März 31.
Ihr müsst in eurem Leben reine Tempel auf jungfräulichem russischem Boden errichten.
Öffnet den Suchenden beharrlich die Tore.
Ich weiß, wann es notwendig ist, die Neuen Tore aufzuschließen.
[15. 1921] April 8.
Lernet die höheren Offenbarungen erforschen, die der Menschheit dienen.
Des Menschen Bildnis wird durch der Menschheit eigene Energie geformt.
[16. 1921] Mai 7.
Auf dem Weg der Lehre werden die Offenbarungen des Lichtes auch zu euch gelangen.
Lehren und Lieben sind Offenbarungen von Gottes Gnaden.
[17. 1921] Mai 8.
Denk einfacher und geh den schnellsten Weg, doch steige auf durch deinen Glauben an die Gesegneten - du wirst nicht irren.
Ich komme euch zu Hilfe. Ist es denn möglich, dass ihr blind seid?
Liebe das reine Bewusstsein der Stärke und du wirst siegen.
[18. 1921] Mai 10.
Mühsam ist der Pfad ins Reich des Glaubens.
Auf die Schaffensfreude richte den Verstand.
Um den Geist zu heben, weise unwichtige Gedanken ab und sei bereit zum Empfang der Schwingungen, die Wir senden.
[19. 1921] Mai 14.
Ein starker Geist entsteht durch reine Gedanken, sie bilden das Wesen der Lebenserscheinungen.
[20. 1921] Mai 19.
Ein reines Gebet gelangt ans Ziel - zu Füßen Christi erblüht es silbrig.
Mit reiner, blauer Flamme lodert das rufende Wort.
Es erstrahlt der Kelch in der inneren Erhebung.
Herr, trockne unsre Tränen und nimm die Flammen unsrer Herzen wahr!
"Durch Flammen will Ich eure Tränen trocknen, errichten dann den Tempel eures Herzens."
Alltägliches legt beiseite, der Herrscher ist erschienen! Er hat den Schatz des Kelches umgewandelt; entflammt gibt Er zurück euch das Gefäß.
Doppelsinnige Flamme, behaupte dich, du zweischneidige!
Tränen der Freude sind der Wein des Herrn, mit reiner Flamme strahlen sie.
So gießt denn aus den Strom der Freude, Meine Herzen versieget aber nicht."
Aus vollstem Kelch, Herrscher!
[21. 1921] Mai 22.
Liebet die geoffenbarte Harmonie.
[22. 1921] Mai 26.
Ich sandte euch des Glückes Zeichen.
Funkelndem Kupfer gleicht Mein Wort.
Seid in Erwartung - hellhörig sei das Ohr - Ich werde zu euch sprechen.
[23. 1921] Mai 27.
Ich bin - des Sandes Glut.
Ich bin - des Herzens Flamme.
Ich bin - die Welle, die verschlingt.
Ich bin - die Erde, die erneuert.
Du sollst dich freuen und erleuchtet sein.
Bete zu Christus und finde Freude an der Hingebung zum Schöpfer.
Lerne und öffne der Erkenntnis Tore. Verstehe gut der Gottheit Pläne.
Dem reinen Denken leihen Wir das Ohr.
[24. 1921] Mai 29.
Ihr lernt vieles kennen und könnt den Pfad der Reinheit beschreiten, doch hütet euch vor Zorn und Zweifel.
So ihr sieget - werdet ihr erleuchtet sein.
Doch solltet ihr erliegen - wird ein Wirbelwind verfinstern eure Seele.
Freunde, seid unermüdlich nach Vollkommenheit bestrebt.
Verneinet nicht des Geistes Stimme, aber verschließet euch dem Ruf der Welt.
Waget - Ich bin bei euch.
Lehret andere durch die geoffenbarten Werke und wertet bei anderen die Handlungen der Unwissenheit nicht als Vergehen.
Der Finsteren gibt es viele - man muss verzeihen.
Bei ihnen ist der Geist kaum sichtbar.
Nichts kann euch schrecken, denn die vorherbestimmten Tore harren eurer.
Vertreibt den Kleinmut - Ich bin der Schild der Kühnen.
[25. 1921] Juni 2.
Ich lehr euch Meine Weisheit.
Ich bau keine Brücke der Versprechungen, sondern bring Licht des Rufes.
Ich lehre euch die Liebe.
[26. 1921] Juni 4.
Die Schüler sollen in der Liebe Christi das Glück erkennen.
[27. 1921] Juni 7.
Liebe kann Welten schaffen.
Weisheit und Liebe sind bei Meinem Herrn eins.
[28. 1921] Juni 9.
Wasser wird nicht das Feuer löschen, sondern die Erde reinigen.
Ströme von Blut können nicht weggewaschen werden.
Mit neuen Geißeln wird das Übel in der Welt beseitigt.
Ich lehre euch das Glück und weise euch den Weg des Kampfes mit den Geschäftemachern dieser Welt.
Die Menschheit geriet in eine Sackgasse, doch Blitze werden ihren Weg erleuchten und Donner wird die Schläfer wecken.
Berge sind schon eingestürzt und Seen ausgetrocknet.
Fluten rissen Städte weg und Hunger zeigte sein Gesicht, doch weiter schweigt des Menschen Geist.
Gehet, lehret und strecket aus die Hand zur Hilfe.
[29. 1921] Juni 13.
Suchet das Glück - erhebet auch den Geist.
Glaube an sich selbst und Suchen nach Wahrheit schaffen Harmonie.
[30. 1921] Juni 15.
Ich habe euch die Liebe zu dieser Welt als Heimat geoffenbart.
Fühlet doch Liebe zu euren Menschenbrüdern.
Ich glaube, euch zur Freude des höheren Geistes hingeführt zu haben.
Entfernt euch nicht vom Pfad des Aufstiegs.
Durch Freude reiniget den Pfad.
Dienende Schüler, lernet es, der Gereiztheit Widerstand zu leisten.
Mein Schüler muss ein gütevolles Auge haben.
Durch ein Vergrößerungsglas seht auf das Gute, das Unvollkommene verkleinert zehnfach, sonst werdet ihr die Alten bleiben.
[31. 1921] Juni 17.
Freunde, liebet einander.
Reine Gedanken send Ich euch.
Ich stärke das Verlangen nach Vollkommenheit.
Die im Leben ungerecht Behandelten werde Ich durch Liebe heilen.
Ramakrishna sagt: "Liebet, das Übrige wird sich dann fügen."
Ich ziehe vor, mittels Erscheinungen zu lehren, die euch des Lebens Kompliziertheit offenbaren.
[32. 1921] Juni 21.
Ich stehe Wache für euer Glück.
Ich verleihe die Macht, die Finsternis zu besiegen.
Die Menschen begreifen ihr Glück gar nicht.
Der feurige Bote brachte euch das Schwert der Tapferkeit.
Verstehet die gegebenen Hinweise, wählet euren Pfad.
Es ist nötig, einen eigenen Pfad zu gehen.
So gehet also euren eignen Pfad.
[33. 1921] Juni 22.
Feurige Herzen gewinnend, bringt ihr Uns Geschenke.
Die Macht der Harmonie wird den Sieg des reinen Geistes verkünden.
Lehret lächelnd, schaffet freudvoll und öffnet euer Ohr dem Liede.
Das Blut des Herzens wahre ich durch reine Liebe.
Verleihe mir, o Herr, die Selbstbeherrschung.
[34. 1921] Juni 23.
Niemals soll ein Schüler voreilig urteilen.
Ich liebe den entflammten Geist, darum Mein Schüler, stähle dich.
Der Geist vibriert, das Nordlicht leuchtet, die Natur lebt, Gott offenbart Barmherzigkeit.
Ich glaube - der Schild wird mächtig über eurem Haupte strahlen.
Leset weniger - denket mehr.
[35. 1921] Juni 25.
Liebet Mich - auch eure Kraft wächst durch die Liebe.
Mein Schild ist Liebe.
Mein Lächeln bringt Erleuchtung.
Schätzet die Kennzeichen der Heiligen Verbindung.
[36. 1921] Juni 26.
Die geistige Kultur - durch Uns und euch wird sie erbaut.
Die Wahrheit wird sich in der Welt erst festigen.
Das Licht durchdringt die Finsternis - so zeuge Ich.
Die Tore in die Welt des Geistes sind geöffnet.
[37. 1921] Juni 27.
Wir haben die Kraft Hindernisse zu errichten und auch deren Beseitigung zu verhindern.
Der Gedanke ist ein Blitz.
[38. 1921] Juni 28.
Seid auf der Hut! Vergesset nicht den Lehrer anzurufen.
Der Gesundheitszustand ist von Wichtigkeit.
Gekränktheit zu züchten, schafft einen jämmerlichen Garten.
Die Kraft zu siegen, beweist die Macht des Geistes.
[39. 1921] Juni 29.
Eure Ohren will Ich entzücken mit dem Lied der Wahrheit.
Arbeitet - seid niemals ohne Lust.
Ich schenkte euch den Weg zum Geiste.
Wenn ihr den Pfad des Geistes sucht, will Ich den Lehrer senden.
Mein Dasein in der Höheren Welt soll Freude euch im trüben Leben bringen.
[40. 1921] Juli 1.
Liebe errichtet auch die Tempel.
Ich will euch eine Liebe senden, die sich im Geiste offenbart.
[41. 1921] Juli 2.
Nähert euch nur reinen Herzens Unsren Höhen.
Um euch im Alltagsleben zu stärken, wird Unser Strahl auf euch hinscheinen.
So traget Steine hin für Meines Tempels Bau.
Lehret andere Mein Wort - Weisheit wird erblühen und ein neuer Tempel wird entstehen.
Haltet Mich nicht für einen Zauberer, obwohl Ich euch empor auf einer schönen Leiter führe, wie man sie nur im Traume schauen kann.
Von Tibets Bergen Wohlgeruch in eure Täler wehend, bringen Wir der Menschheit die Botschaft einer neuen Religion des reinen Geistes.
Sie ist im Kommen und ihr im Suchen nach dem Lichte hier vereint, traget den edlen Stein.
Euch wird das Wunder der Lebensharmonie gezeigt, sie wird der Welt die neue Ordnung bringen.
Seid findig - sonst wird viel Zeit verschwendet.
Ihr sollt des Jägers Aufgabe verstehen.
Meiner Worte Sinn erraten und Meine Zeichen zu verstehen, ist eine gute Übung für den Jäger.
[42. 1921] Juli 4.
Der wunderbare Strahl der Schönheit in der Verbesserung des Lebens wird die Menschheit hoch erheben.
Trage dein Licht.
Erhelle dadurch Meines Tempels Schönheit.
Lehr du - das Glück der Schönheit.
Lehr du - das Glück der Weisheit.
Lehr du - das Glück der Liebe.
Lehr du - das Glück des Einsseins mit der Gottheit.
Lebendigkeit sowie Beweglichkeit des Quecksilbers verleihe Ich euch.
Schreitet voran, ohne zu zweifeln, ohne zurückzuschauen und ohne Furcht zu zeigen.
[43. 1921] Juli 6.
Wandert leichten Herzens, freut euch noch mehr und gehet nur den höheren Pfad.
[44. 1921] Juli 7.
Freunde, Mein Lächeln wird mit euch sein.
Unruhig ist der Geist, doch ihr sollt weise sein.
Das beste Wissen liegt im Herzen.
[45. 1921] Juli 10.
Mein Schüler, der du nun zum dritten mal gerufen bist, verbreite du Mein Wort - durch glücklich Schaffen zur Freude der Herzen in aller Welt.
Jäger, du sei Sieger.
[46. 1921] Juli 11.
Im Leben wirken Liebe und Bestrebung Wunder.
Wir wecken eure Energie zu neuem Denken, das für die Wandlung der Gedankentätigkeit im Leben nötig ist.
Ihr benötigt Mittel, um ein neues Leben einzurichten. Wir senden euch Gedanken, schärft sie, ohne Karma zu verletzen.
[47. 1921] Juli 12.
Jäger, dein Geist sei standhaft - verteidige den Glauben - so wirst du die Finsternis besiegen.
Ich denke, bei euch offenbart sich die Macht der Hilfe in Freude des Geistigen Verstehens.
Empfangen wird die Heimat das Geschenk des Herzens M:.*
Schüler, verbreitet Liebe und auch Wissen.
Im Lächeln verbirgt sich eine Macht.
[48. 1921] Juli 15.
Hütet euch vor giftigen Schwingungen und strebet in die Zukunft, damit ihr nicht dem Einfluss der Gegenwart erlieget.
Fasst nur einfache Entschlüsse, eh ihr einen Berg besteigt.
Die Macht des Sehens verlangt reine Bedingungen und Prana.
Die Taten Christi wurden inmitten der Natur vollbracht, Er hielt sich niemals lange in den Städten auf.
[49. 1921] Juli 17.
Einfach ist die Lehre Ramakrishnas, Ich lehre ihre Tiefen.
Wir vollziehen gemeinsam den Willen Unseres Schöpfers.
Lasst eure Kraft durch Prana wachsen.
[50. 1921] Juli 18.
Mannigfaltig sind die Wunder, die Wir euch jetzt enthüllen werden - es sind die Offenbarungen des Glückes beim Aufstieg zu den Höhen Tibets.
Denkt nach und seid bestrebt, Luftschlösser in Festungen von Heldentaten zu verwandeln.
Erholet euch im Geiste, macht euch nicht müde durch Lesen vieler Bücher, dann wird Liebe sich in einen Funkenstrom ergießen, das Wunder offenbarend, das in den Blumen M:. gelegen ist.
Ich erschloss euch jenes Wissen, das glücklich und verborgen in der Lehre Tibets liegt.
Freunde, blicket vorwärts, vergesset das Vergangene.
Denkt an den künftigen Aufbau - Ich werde kommen, Ratschläge zu geben.
Helft den Menschen durch die Geisteslehre und blicket vorwärts.
[51. 1921] Juli 23.
Verbindet andere fest mit der Lehre M:.
[52. 1921] Juli 24.
Meine Kämpfer, schreitet tapfer voran.
Des Anstoßes bedarf des Geistes Wachstum.
Jeder kann es erreichen.
Einmal gerufen, kehrt der Geist nicht mehr zurück.
[53. 1921] Juli 31.
Ihr kämpfet gut - der Sieg wird euer sein; zu übereilen ist nicht nötig, auch zum Eisenschmieden braucht man Zeit.
Gehärtet wird das Eisen dann im kalten Wasser, um in der Flamme aufzuleuchten.
[54. 1921] August 1.
Lernet das Ohr durch Ruhe schärfen und lenket euren Geist dem großmächtigen, wunderbaren Auge des Weltalls zu.
Freunde, Wir haben stets Antwort für euch bereit, doch lasst den Strom des Karma fließen - sonst droht dem Damme Überflutung.
Zur Übereinstimmung im Geiste sollt ihr immer streben.
Durch reines Denken bauet auf die Harmonie des Geistes, um dem Gesegneten Einlass zu gewähren. Durchdringt Licht die Aura - so schützet sie.
[55. 1921] August 5.
Der Maulwurf gräbt eine Höhle.
Der Adler jedoch fliegt zum Berg empor.
Dem Maulwurf ist es warm in seiner Höhle.
Dem Adler jedoch vor Sonnenaufgang noch fror.
Ihr aber, Meine Lieben, ihr fliegt zum Glück empor.
[56. 1921] August 6.
Im Arbeitseifer beachtet ihr die Gefahren nicht.
Möge sich euer Herz entfalten und euer Auge öffnen.
[57. 1921] August 8.
Arbeit ist das Unterpfand des Fortschritts. Einmal muss ein jeder nahen und die irdischen Dornen überwinden. Nähert euch und offenbart die Kraft des Geistes!
Durch Güte öffnet euer Herz!
Den Lehrer freut das reine Suchen nach dem Höheren Wissen.
Geist der Vernunft belehrt jene, die nach Wahrheit suchen.
Es genügt, den Pfad des Geistes des Verstehens zu kennen, alles andre wird sich ergeben.
[58. 1921] August 9.
Ich prüfe unterschiedliche Seelen.
Mein Geist ist euer Schild.
[59. 1921] August 11.
Wendet eure Kräfte für die Aufklärung der Menschheit auf.
Liebet Mich - das Glück wird kommen, wie die Morgenröte.
Ich werde die Übeltäter niederringen.
Behutsam möget ihr den Schatz des Tempels auf den Berg Morya`s tragen.
Der Lehrer sendet euch den Segen.
Lernet Mich zu verstehen.
Im Glauben seid - Ich helfe allen Suchenden.
[60. 1921] August 12.
Der Specht höhlt weise aus den Baum. Ich rate - nehmt euch ein Beispiel.
Mein Schild beschützt euch, Meine Lieben.
[61. 1921] August 17.
Das Glück kommt über den Schild M:. zu euch.
Seid eine Engelsharfe für M:. Atem.
Durch Liebe werdet ihr zu Mir gelangen.
Eurem Geiste werde Ich die Zähigkeit der Zeder verleihen.
[62. 1921] August 19.
Ihr müsst lieben, wenn ihr aufsteigt.
Erst später werdet ihr bemerken, wie sanft und liebevoll bestrebt Ich bin, euch auf dem Wege zu beschleunigen, den zu begehen euch zugedacht ist.
[63. 1921] August 20.
Ich werde euch die Kräfte offenbaren, den Menschen Freude zu bereiten.
Auch will Ich euch die Macht verleihen, Menschen zu belehren und ihren Geist zur Gottheit hinzulenken.
Lehrt durch die Offenbarungen M:.
Lehrt, Ich helfe.
Eure Harmonie bringt die Ergebnisse hervor, die Wir am meisten schätzen.
Für wichtige Aufgaben vereinen Wir Menschen mit Harmonie, denn ihre Energie ist ganz besonders stark.
[64. 1921] August 27.
Denket über das Gefühl der Liebe zu Mir nach.
Mein Werk erlaubt euch keine Schwäche - von Mir Gesandtes nehmt unverzüglich an.
[65. 1921] August 31.
Meidet auch die Feinde nicht - in Meinem Namen könnt ihr sogar den Finsteren Erkenntnis bringen.
Seid kühn, seid Schüler M:.
Lehret die Welt des Geistes lieben.
Säet die euch gesandte Weisheit aus.
[66. 1921] September 1.
Der Nebel wird sich bald zerstreun und lächelnd wird die Sonne euren Weg bescheinen.
Lehret mit Meinen Worten - Ich werde Hörer senden.
Wer empfängt, der muss auch weitergeben.
Erkennet - auf kurzem Weg führe Ich euch zu Wissen, Arbeit und Glück.
Ich gehe neben euch und niemand bemerkt Mich.
[67. 1921] September 3.
Christi Geist weht durchs wüste Leben.
Der Quelle gleich dringt er durch Felsmassive.
Er strahlt durch Myriaden Sterne der Milchstraße und steigt auf im Stängel jedes Blümeleins.
[68. 1921] September 4.
Wir bauen Stufen zu des Lichtes Tempel.
Und Christus bringen wir die Steine.
Errichte, Herrscher, den Altar in unsrem Garten.
Groß sind die Steine für den Garten und schwer die Stufen für die Blumen und die Halme.
ER nähert Sich in einer Wolke und wird auch auf dem Rasen mit uns sitzen.
Wie sind wir glücklich, Herr, Dir unsren Garten abzugeben.
Geh bitte doch nicht fort, geliebter Herrscher!
Verlasse unsren Garten nicht!
Mit Sternen ist Dein Weg geschmückt.
In ihnen werden wir Deine Spuren finden.
Dir folgen wir, Herrscher!
Zerstreute gar die irdische Sonne Deine Sternenzeichen,
Dann wollen wir Wirbelwind und Wellen rufen, um ihre Strahlen zu verdecken!
Wozu sonst wäre sie denn nütze, wenn Deine Sternenzeichen sie vertilgte?
[69. 1921] Oktober 1.
Jenes unerschütterliche Lächeln liebe Ich, welches dem künftigen Schicksal zugewendet ist.
Ich werde euch die Kraft verleihen, Gutes im Geiste zu schaffen und nicht mit Geld.
Schwer ist euer Los, doch unermesslich ist das Ausmaß eures Glücks beim künftigen Sieg des Geistes.
Vertreibt den Zorn - erleichtert euch dadurch den Weg zu Uns.
[70. 1921] Oktober 3.
Nicht Zorn, sondern ein feuriges Entzücken wirkt schöpferisch.
Seid stark, denn Illusionen stören die Gesundheit, doch wenn ihr an Mich glaubt, so wisset, dass ihr vom Schutz und Schilde M:. umgeben seid.
Unterlieget nicht im Geiste, schon oft habt ihr den Strom durchquert.
[71. 1921] Oktober 5.
Und sind die Worte eures Lehrers auch nicht angenehm, seid nicht entmutigt. Ein Schüler freut sich über jede Nachricht.
Der Lehrer ist ein geistiger Führer, denket darüber nach.
Auch euer Geist drängt vorwärts. An Meinen Toren will Ich euch erwarten. Mit Meinem Atem will Ich eure Hände wärmen und euch entlang des steilen Pfades in den Tempel führen.
Liebet Mich und mehret eure Kräfte.
Der Geist erhebt den Körper von der Erde.
Am Aufstieg mittels reiner Lehren muss man sich erfreuen.
[72. 1921] Oktober 9.
Das Höchste ist die Liebe.
[73. 1921] Oktober 10.
Nichts geschieht durch Zufall.
Meine Macht ist stets mit euch.
[74. 1921] Oktober 11.
Wir können Unsre Gestalt verändern.
Durch Glauben wirst du Kraft erhalten.
[75. 1921] Oktober 12.
M:. ist euer Lächeln, euere Freude, eure Stärke und eure Weisheit.
[76. 1921] Oktober 13.
Alles, was von euch aufgenommen werden kann, wird euch gegeben.
Sogar - als Zeichen großen Vertrauens - Unsere Pfeile.
Nicht immer wird ein Pfeil im Kampf sein Ziel erreichen.
Hast du zuviel Besitz, so wird der Geist darunter leiden.
Versteht es, die Pfeile zu stärken.
Du bist am Weg nach oben, also beschreite den Weg der Liebe und Ergebenheit.
[77. 1921] Oktober 15.
Liebet den geistigen Lehrer.
Feurigen Herzen unauslöschlich Licht zu bringen, ist dein Los.
Für Mein Werk zu kämpfen, betrachte als ein Glück.
Unheil zu stiften, ist nicht schwer, du aber baue weise auf.
Seid fähig zu helfen - bringt Glück.
[78. 1921] Oktober 18.
Verstehet es, Glück zu offenbaren. Verurteilt niemals!
[79. 1921] Oktober 21.
Ich lehre euch die Menschen zu erkennen.
Jedes Meiner Worte, sogar kleinste Hinweise im Leben, sind von Bedeutung.
[80. 1921] Oktober 22.
Ich lächle über euer Wesen, doch lobe Ich die Treue zu Mir.
Ich schätze eure Liebe und euer Verhalten, die ihr im Sturm des Lebens offenbart.
[81. 1921] Oktober 24.
Völlige Ruhe und Gelassenheit des Geistes werden im Leben durch Nebensächliches erprobt.
Trost und Glück sind euch gegeben durch das Bewusstsein Unsres Schutzes auf dem rechten Weg.
Labet fremde Seelen, seid tatenfroh, seid verständnisvoll unter Meinem Schilde.
Saget: viele Wunder gibt es in der Welt und ein feurig reines Streben führt zum Sieg.
[82. 1921] Oktober 25.
Wenn ihr noch nicht vorbereitet seid, so ist dies kein Vergehen.
Liebet die Unglücklichen, habt Mitgefühl für die Kleinmütigen.
[83. 1921] Oktober 26.
Ein Glück und Segen bringender Führer ist jedem gegeben.
Verstehet es, euch mit aller Kraft des Geistes an Ihn zu wenden, sonst stehen die Tore offen und die Ströme werden gestört.
Rufet den Gesegneten Führer nicht mit Fragen an, sondern zeiget Taten.
Wenn Ich eine Nachricht über euren Führer sende, so wird der Strom direkt erfolgen.
Hört nicht auf jene, die sich euch in Gleichgültigkeit nähern.
Durch das ins Dunkle offne Fenster dringen finstre Stimmen, doch der Ruf der Liebe wird die Antwort des Geliebten bringen.
Liebet jene, die euch erwählten.
Seid euch der Bindung zum Führer bewusst, und das Unwürdige wird euch nicht erreichen.
Liebet, beobachtet und haltet alles Böses nieder.
Ich sende euch den Segen.
[84. 1921] Oktober 27.
Es ist ein Glück, wenn du jenen geben kannst, die du von früher her kennst.
Das Glück wird kommen, wenn die alten Rechnungen beglichen sind.
Schmiedet eure Pfeile.
Wenn euch das Symbol eines Pfeile nicht gefällt, dann wählt das einer Taube.
Der Gedanke ist kein Pfeil, sondern Energie.
Wie bei der Elektrizität muss man diese auf eine Spitze hin konzentrieren.
Die einfachste Vorstellung ist die des Strebens zum Ziel.
Stellt euch dabei die Erscheinung elektrischer Funken vor.
Wer die gesandte Energie verspürt, den ereilt der Wunsch zu Schaffen.
Alles in der Welt kann als Schatten Gottes angesehen werden, schon im Lichtstrahl ist göttliche Energie tätig.
Licht sei mit euch!
[85. 1921] Oktober 28.
Aufbruch des Geistes sprengt die Riegel der Gefängnisse.
Ich zähle auf euch - unterrichtet im Lesen des Buches der Weisheit, offenbart es in den Ereignissen des Lebens.
Das Wunder Unsrer Gegenwart in den Ereignissen des Lebens wird euch nicht entgehen.
Glaubt nicht euer Geist sei unvollkommen und vollzieht einen Höhenflug im Gefühl der Freiheit des Geistes.
Der Silber-Faden wird nicht reißen, wenn ihr das Bewusstsein des glücklichen Lebens festigt.
Die Hymne an den Schöpfer wird nicht nur im Tempel dargebracht; vielmehr durch des Lebens Arbeit wird das Wachs der Kerze verbraucht.
[86. 1921] Oktober 29.
Ich habe euch zum großen Werk gerufen.
Der Lehrer hat euch Glück verheißen.
Die nötigen Kräfte, Mir zu folgen, sind euch gegeben:
Pfeil, Schild und Schwert habt ihr von Mir empfangen, und euer Haupt will Ich mit Meinem Helm bedecken.
Kämpfet in Meinem Namen und die Liebe wird mit euch sein.
Was Ich versprach, wird sich zur rechten Zeit erfüllen.
Lasst eure Flammen brennen.
Ich lehre.
[87. 1921] Oktober 30.
Vor euch liegt himmlischer Gesang, und wenn ihr aufgestiegen zu den Gipfeln seid, ersehnet nicht des Tales Blumen.
Ich liebe euer Streben, das Leben sinnvoll zu gestalten.
Mitten im Leben, während eurer Tätigkeit und in der angespannten Harmonie, entsteht das Wunder.
Der Nächte Visionen werden nicht zum Märchen, sondern wandeln sich in glückliche Gemeinschaft mit den Wegen des Gesegneten.
In jeder Stunde eurer schöpferischen Tätigkeit ist euch der Lehrer nahe.
Begreifet und dann lehret.
[88. 1921] Oktober 31.
Reine Taten schaffen Wunder.
Verstehet es, Mein Werk zu lieben.
Des Geistes Triebkraft muss harmonisch wirken, dann fließen Meine Ströme ohne Unterbrechung.
Stimmungswechsel beeinflusst nicht den Strom, doch unterbricht das Schwanken eurer Aura seine Wellen.
Beständigkeit der Aura führt zur Harmonie.
Der Kerze Flamme spendet allen Licht, doch schon ein Tropfen Zorn bringt sie zum Qualmen, weshalb sie dann gereinigt werden muss.
Hell strahlet, liebe Freunde, denn M:. ist immer unter euch.
[89. 1921] November 1.
Wissen hilft den Gefahren auszuweichen.
Wissen um Meine Offenbarung wird eure Kraft verdoppeln.
Ohne Furcht ist ein Apostel.
[90. 1921] November 2.
Du wirst das Glück, das Ich dir sandte, zur gegebnen Zeit verstehn.
Der Nebel breitet sich am Fuß des Berges aus, doch der Gipfel spürt immer noch den Strahl der Sonne.
Der Sonne Strahl vertreibt den Nebel, aber du weißt Meine Liebe.
[91. 1921] November 3.
Der Lehrer freut sich mit euch, wenn euer Schaffen dem Wohl der Menschheit dient.
Vor dreißig Lebensjahren entwickeln sich die Zentren nicht.
Und weitere fünfzehn Jahre dauert es, bevor das Licht der Flamme sichtbar wird.
Anfänge der Flamme kommen schon früher.
[92. 1921] November 4.
Vorsicht im Urteil wird Mein Werk begünstigen.
Zeigt andern Lehren gegenüber Nachsicht und Verständnis.
Des Lebens Beispiel wird dort überzeugen, wo Worte machtlos sind.
Offenbart nur wenigen Auserwählten und beseitiget behutsam die Verleumdungen der Unreifen.
Inmitten eines satten irdischen Lebens tritt der Geist nicht in den Tempel der Verheißung ein.
Das Glück begehrt Einlass in das Herz, doch für die Heile Botschaft ist der Zugang schwer.
Das Glück hat viele schon verlassen, die es zurückgewiesen haben.
Lernet an den Erscheinungen des Lebens.
Ich sende euch das Heil.
[93. 1921] November 5.
Erachtet jeden Zufall für vorherbestimmt.
Wir haben für den Zufall vorgesorgt.
Zufall ist ein Hinweis in die Zukunft.
Arbeitet mit Ruhe und mit frohem Mut.
[94. 1921] November 6.
Der Lehrer will euch zeigen, wie oft der Weißen Loge Mauern angegriffen werden.
Bald wird die Stunde schlagen, das Universum zu begreifen.
Das Wunder ist wie eine brennende Lampe, und kann keiner sich das dunkle Zimmer vorstellen.
Gott kennt alle Welten, liebe und sei tätig, dann wird die volle Freude dir zuteil.
[95. 1921] November 7.
M:. ist gewohnt zu kämpfen, und Meine Kinder müssen weise sein im Kampfe.
Die Vereinigung der Völker wird in der Schlacht erfolgen.
Ich liebe sehr des Geistes Macht.
Jetzt kämpfet weise, Unsere Feinde sind auch die euren.
Ich sende Liebe euch und Kraft.
[96. 1921] November 8.
Seid tapfer in der Schlacht.
Die Lehre über den Menschen ist kurz, aber lange braucht man, sie zu verstehen.
Der Vorhang öffnet sich und Unerwartetes tritt ein.
Der Verstand begreift es nicht, doch das Herz wird verstehen.
Ich spreche nicht von heute.
Die Vorahnung von kommenden Ereignissen erfüllt den Geist mit Unruhe, die Ströme vibrieren.
Die Ereignisse der Welt sind mit dem menschlichen Leben eng verquickt und Diese Erscheinungen der Schöpfung sollen die Krieger nicht erschrecken, sondern ihre Schritte beflügeln.
Schmiedet eure Pfeile, Ich werde Liebe senden.
[97. 1921] November 9.
Meine Kinder, besuchen wird man euch, man wird euch schreiben, man wird euch manches sagen, man wird euch erniedrigen und euch erhöhen.
Doch wird dies wie Meilensteine an euch vorübergehen und eure Schuhe werden dann im Schnee der Berge rein gewaschen.
Der Lehrer wird mit Lorbeer eure Tage schmücken und euch mit Seinem heilendem Aroma laben.
Seid glücklich ihr, die ihr den Angriffen der Gegner ausgesetzet seid, ihr kämpfet ja für Mich.
Fürchtet nicht die Ruhe vor dem Sturm; das schöne Kreuz der Liebe wird das Schlachtfeld bedecken und bald wird das Lied der Harmonie erklingen.
[98. 1921] November 10.
Wunder ereignen sich oftmals im Leben - öffnet eure Augen - sehet.
[99. 1921] November 11.
Alles wird seinen vorbestimmten Platz einnehmen, vieles wird sich ereignen und Wir werden Zeichen setzen, wenn es nötig ist.
Nicht immer nimmt das Auge den Strahl der Sonne wahr, doch stets erwärmt die Sonne unsre Erde.
Viel Liebeswärme wird für euren Geist aufgewendet, drum könnt ihr der fremden Herzen Kälte nicht verstehen.
[100. 1921] November 12.
Die Unwürdigen müssen weichen - der Plan zur Entwicklung der Neuen Rasse wurde weise gefasst.
[101. 1921] November 13.
Die Hand des Lehrers enthüllt euch die Kraft der Strahlen.
M:. erfüllt das Wesen mit der Kraft der Ruhe.
Heilsam ist Unser Strahl - begreifet.
Und wenn die Harmonie gegeben ist, nimmt auch die Kraft der Pfeile zu.
[102. 1921] November 14.
Beginnet ernst das helle Werk und Meines Banners Licht wird euch erleuchten, es führt euch auf den Weg der Offenbarung -
Meiner Lehre.
Beginnet doch, der Lehrer sendet euch den Schild. Ich sehe den Erfolg bei der Erfüllung -
Meines Willens.
Und mit dem Siegelringe Salomons bezeuge und besiegle Ich:
Ich gab, Ich gebe und Ich werde geben.
Keine Nichtigkeiten, nur Ehrbares erstrebet.
[103. 1921] November 14.
Ich sage euch, seid wachsam!
Verbindet Energie doch mit Verständnis.
Bekennern Meiner Lehre will Ich das Glück besiegeln.
[104. 1921] November 15.
Inmitten höchster Schwingungen verwandelt sich der Körper.
Wie der Sklave fürchtet seinen Herrn, so fürchtet sich der Leib vor seinem Geist.
[105. 1921] November 16.
Der Lehrer litt für Seine besten Lehren.
Die Menschen werden auf dem Weg zum Lichte Starrsinn zeigen;
Denn Finsternis gefällt dem Auge des Maulwurfs besser.
Wissen und Liebe werden alles überwinden.
Euer Geist wird einen raschen Aufstieg nehmen und das Unverständnis wird so schnell vorübereilen wie beim Reisen Telegrafenmaste.
Über die Schwierigkeiten eures Pfades sollt ihr lächeln.
Ich bürge dafür, dass ihr siegen werdet.
[106. 1921] November 17.
Meine Kinder, ihr werdet nicht der Schlacht gewahr, die um euch tobt - die finstren Kräfte kämpfen heimlich und auch offen.
Euer Geist gleicht einem Damm, der von den Wellen weggetragen wird.
Doch fürchte nichts, Herz, denn du wirst siegen!
Das Herz entfaltet sich und Wissen häuft sich an.
[107. 1921] November 19.
Die Wunder, die euch umgeben, nehmet ihr im Lärm des Kampfes nicht mehr wahr.
Unergründlich sind die Wege eures Herrn mit ihren vielen Möglichkeiten, den Geist zu heben; bereits ein Grashalm kann die Tafel der Gebote übermitteln.
Obwohl das Schiff mit vielen Wellen kämpfen muss, erreicht es doch sein Ziel.
Das reine Werk gedeiht, wenn seine Wurzeln tief vergraben sind.
Über der Tür befindet sich kein Schild, doch werden Herzen, die sich nähern, Mein Banner trotzdem kennen.
Fürchtet nicht den Speer und schreckt auch nicht zurück vor Skorpionen, das Gift wird nicht in euren Körper dringen.
Ich bin die Morgenflöte, welche die Herde ruft.
Ich bin der Quell, der kummervolle Lippen netzt.
Ich bin der starke Pfeiler für den Tempel.
So nähert euch, ihr Wachsamen!
[108. 1921] November 20.
Meine Kinder, die Lebenslehre unter Meiner Führung ist der beste Weg, um den geoffenbarten Kosmos zu verstehen.
Man muss die Hindernisse der Unvollkommenheit erkennen.
Der Arzt kann nur dann heilen, wenn er der Krankheit Ausmaß kennt.
Ein Mensch, der viel besitzt, ist für das wahre Leben oftmals blind.
Geschäftige Menschen haben selten für die Zukunft einen Blick.
In der Geschichte der Menschheit ist die große Schlacht des Rassenwechsels geoffenbart.
Und jeder gerufne Krieger trägt im Kampfe seine Waffe.
Gottes Vorsehung führt Völker auf den Weg der Schlacht.
Und ihr, Meine Kämpfer, schützt euch mit dem Schild des Willens eures Herrn und Mein Lied wird mit euch sein.
Auch vor der Sintflut wurde gezecht, gehandelt und geheiratet, doch weise wählte Noah bereits die besten Eichen für seine Arche aus.
[109. 1921] November 21.
Nehmet die strenge Schulung mit einem Lächeln an.
[110. 1921] November 22.
Es ist besser, sich des Nachts dem Führer anzuschließen, als allein im Dunkeln einen Weg zu suchen.
Meine Kinder, vorübergehen werden bald die giftigen Zeiten und wohlbehütet werdet ihr auf dem geistigen Pfad in die Neue Welt eintreten.
[111. 1921] November 23.
Die ganze Welt ist Körper des Herrn, Unser Wille verleiht nur dem Befehl höchsten Allseienden Willens des den besten Ausdruck.
Dienende dienen nur ihrem Herrn, das Allseiende gibt uns die Möglichkeit, am Fest des Lichtes das schönste Kleid zu tragen.
So lasst uns also nach der würdigsten Kleidung für das Fest des Lichtes streben.
Er, der das Wohl vorhergesehen hat, der das Kreuz angenommen hat, bürgt für unsre feurige Auferstehung am Fuße jener Leiter, die zum Tempel der göttlichen Herrlichkeit führt.
[112. 1921] November 24.
Glücklich bist du, wenn du vermehrst die höchste Energie an den Wurzeln dieser Welt.
Mögen andere des Mangobaumes Blätter zählen - iss du die Früchte.
Hüte die Wurzeln und gib die Früchte und die Blätter anderen ab, sie werden jedes Jahr erneuert.
Der Plan des Herrschers ist vom Menschenweg verschieden.
Wieder habt ihr auf die Schlacht vergessen; wenn der Feind angreift, sitzt niemand in der Schule.
Die Zeiten sind jetzt mehr verworren als ihr denkt.
Des Lichtes Feinde waren nie so stark.
Doch die Stunde hat geschlagen.
Die Feinde der Rasse akzeptieren ihr Schicksal nicht.
Die abgehende Rasse jagt die auserwählten Empfänger, aber Wir werden sie beschützen.
Das Schicksal kann erleichtert und die Schlacht früher beendet werden.
[113. 1921] November 26.
Rein und ernst sollt ihr Mein Werk beginnen.
Denkt an die Hindernisse am Beginn bei allen guten Werken.
Der Tempel ist geschlossen jetzt und das Gebet der Schlacht vergessen, doch Blumen des Geistes winden an der alten Mauer sich empor.
Nichts kann die Hand des Schöpfers vom Bauen an der Neuen Welt abhalten.
Ich sage euch, mit Pfeilen ist M:. Schild übersät, doch siegreich werden Wir zum Feste Uns nachher versammeln.
Denkt an den Sieg.
Schaltet vorübergehend die Gedanken an den Geist des Friedens aus - und bleibet wachsam, Meine Krieger!
Ich weiß, dass ihr bereit seid, den Pfad zu Meiner Schule mit Rosen auszuschmücken, doch grimmig sind die Zeiten.
Zum Guten wird sich trotzdem alles wenden.
[114. 1921] November 27.
Zeigt keine Furcht und gebt so ein gutes Beispiel der Umgebung.
Ich lehre euch, den Erfahrungen des Lebens mit freudigem Herzen zu Begegnen.
Ich belehre euch - Ich beschleunige euer Schicksal, und auf diesem Weg lerne Ich, die echten Gesichter zu erkennen.
Die Leistung nimmt beim Erscheinen einer anderen Seele zu.
Ihr werdet das durch Christus Vorherbestimmte erreichen.
[115. 1921] November 29.
Strebt in die Zukunft, und unwillkürlich werden euch dadurch zahlreiche Kräfte dienen.
Ein Orchester wird aus den unerwarteten Instrumenten zusammengesetzt, aber das Theaterstück ist zu Ende, und die Töne verhallen durch das Fenster.
[116. 1921] November 30.
Kostbar ist die Lehre M., sie führt euch auf dem Lebensweg.
Finstere Menschen kommen häufig vor, nur selten leuchtet ein geistiges Feuer.
Das alte Feld ist bei weitem noch nicht gepflügt, noch sind Zersplitterung und Gereiztheit groß!
Der Kelch der Engel kümmert die Menschen nicht.
Der irdische Lebensweg eines Menschen erscheint im Vergleich mit dem Lebensweg der Welt wie eine kurze Zugfahrt im Verhältnis zu einer Weltreise.
Das Glück himmlischer Höhe verleiht dem Bataillon der Kämpfer für die Wahrheit Mut und Zuversicht.
Manchmal wird die Wahrheit symbolisch ausgedrückt.
Der Verstand kann die Parallelen zum Leben noch nicht begreifen, man muss daher mit Alltäglichem erklären.
Noch braucht der Mensch Vorstellungen bekannter Art, und trotzdem wird der Geist auf diesem symbolischen Weg in seine wahre Wohnstätte gehoben.
[117. 1921] Dezember 1.
Wann immer Karma es gestattet, wird Meine Hand Gefahren von euch abwenden.
Irdisches verbirgt die "Höhen" und dennoch werdet ihr dorthin gelangen.
[118. 1921] Dezember 2.
Jedes gütige Bestreben hilft dem Werk.
Pfeile können über Mich oder auch direkt gesendet werden, jedoch die Absicht muss wohlwollend sein.
Sogar einem Verbrecher können sie gesendet werden.
Um Meines Werkes willen könnt ihr fordern, doch ohne jeden Zorn, und schöpferische Kraft des Wohlwollens sollt ihr verbreiten.
Zorn lässt Zorn entstehen. Meine Kinder aber, Sie ersticken diese roten Flammen mit dem blauen Strahl.
Der blaue Strahl bringt die Flamme zum Erlöschen.
Mit der Kraft des blauen Strahls könnt ihr einen Tempel bauen, doch die rote Wolke vernichtet eure edlen Triebe.
M:. hat viele Türme und Wachen in den Bergen des Himalajas.
Glaubt Mir - ohne Führung durchschreitet niemand diese Wachen.
Vom ewigen Eis umgeben, verfolgen geistige Giganten den Lauf des Stromes dieser Welt.
Das Eisfeld blüht in reinem Feuer, und die Luft ist mit Ozon gesättigt.
[119. 1921] Dezember 6.
Sogar im Fallen eines Rosenblattes höret Ruf.
Voll von Rufen ist das Leben. Feuer führt zum Gipfel der Geheimnisse.
Reine Tränen bringen Rosen M:.
Das Gute verrostet nicht.
[120. 1921] Dezember 7.
Meine Hand bringt euch Hilfe - Ich bringe das Wunder der Liebe.
M:. hat viele Möglichkeiten, Fürsorge zu offenbaren.
[121. 1921] Dezember 8.
Meine Hände sind voll Güte und Wohlwollen, und dennoch muss Feinden Widerstand gestoppt werden.
Die Macht der Lehre werde Ich jenen mit beschränkten Denkvermögen zur Geltung bringen.
[122. 1921] Dezember 9.
Ich zeigte euch der Heilkraft Wunder. Die Lebensangst entschwindet in den reinen Strahlen des Sonnenunterganges.
Bewahret Ruhe und verteidiget die Weisheit.
M:. hört, wie ihr von dunklen Schatten noch gequält werdet, doch jene, welche kamen, um zu lachen, werden beten.
[123. 1921] Dezember 23.
Lernet vom Leben, das ist weise.
Viele Zeichen gebe Ich im Leben, doch nimm sie wahr.
Eine Vorstellung kann man mit dem Leben nicht vergleichen.
[124. 1921] Dezember 24.
Nichts soll als Hindernis dienen, was der Erfahrung der Erscheinungen der Gottesweisheit stören könnte.
Verschiedene Aufgaben erfordern auch verschiedene Apparate.
[125. 1921] Dezember 25.
Meine Blumen sind für viele Gärten nicht geeignet, doch sie blühen sogar auf Eis.
Wie ein Balsam werden Meine Blätter viele Wunden heilen.
[126. 1921] Dezember 26.
Ich verleihe euch die Kraft zu hören und zu sehen.
Wichtig ist reine Luft und ein klarer Verstand.
Die Schwierigkeiten des Lebens sind leicht zu lösen.
[127. 1921] Dezember 27.
Tritt wutentbrannten Peinigern mutig entgegen, Jäger!
Es ist gut, den Menschen die tiefgründige Bedeutung der Offenbarungen der Schöpfung nahe zu bringen.
Meidet Sensationslust und hohle Äußerlichkeiten.
Das Bewusstsein erweitert sich, und es mehren sich Erfahrungen des Lebens.
[128. 1921] Dezember 29.
Beginnt Mein Werk auf reinem Boden.
Bestimmen werde Ich die Zeit für jeden reinen Anfang.
Not soll euch nicht bedrängen.
Menschliche Gesetze sollen euren Aufbau nicht behindern.
Betrachtet es als Glück, Licht in die Reihen Finsterer und auch euren Feinden zu bringen.
Wir beschlossen, den Weg der Lehre auch bösen Herzen aufzuzeigen und sie durch Einigkeit und Schönheit zu erweichen.
Der finstre Geist ist kälter und auch härter als das Wort des Heiles.
Nur mit Mühe kann die Hand der Wahrheit die Kerkerstäbe brechen.
Von Oben strömt Wahrheit nieder, doch die Menschen erfanden Regenschirme, um sich vor dem Sturm der Wolken Gottes zu decken.
Trotzdem wird dieser Regenschauer auch trockne Herzen erreichen.
Wir nehmen dem Bösen das Licht, aber den Pfad zum Guten erleuchten Wir durch Blitze.
Wir werden euch die Fähigkeit verleihen, mit dem Herzen zu verstehen.
Nur geistig blinde können dies bezweifeln.
Zeiget Geduld für die Stufen der Zukunft.
[129. 1921] Dezember 31.
Ich verkünde euch das Glück, nehmt es an, und lernet das Geschriebene verstehen.
Alles was ohne Zerstörung beschleunigt werden kann, wird auch beschleunigt werden.
Das Leben zeigt seine Zähne, doch der Geist ist unzerstörbar.
Gelassen könnt ihr einem neuen Jahr voll von Ereignissen entgegengehen.
Es schäumen des Geistes Wellen.
Ich sende euch den Segen.
1922
[130. 1922] Januar 1.
Fast die Hälfte seines Lebens verbringt der Mensch auf der astralen Ebene, doch die wenigsten erinnern sich daran.
Die Menschen suchen wohl nach Wissen, aber sie bemerken es nicht.
Ihr seid umgeben vom Wissen aus Vergangenheit und Zukunft.
Heil euch jene, die der ihr das Wissen der Zukunft und seine ständig in Wandlung befindlichen Ausdrucksformen begreift.
In Liebe werdet ihr die Neue Lebensordnung erkennen.
Das Wunder, den Plan der Zukunft zu erkennen, wird ohne Kanonendonner sich vollziehen, die Glocke ruft im Wald verstreute Wanderer.
[131. 1922] Januar 2.
Seid nicht bedrückt, ihr wurdet vor der Schlacht gewarnt, sogar der Name M:. ruft bereits Widerstand hervor.
Ist es denn verwunderlich, wenn die Finstern trachten, Meine Krieger zu verletzen? Doch der Unsichtbare Führer steht auf der Wacht.
Euer Missmut ist begreiflich; denn Soldaten in den Schützengräben, ihren Führer nicht erspähend, werden zaghaft, doch dieser hält mit Funk und Fernrohr ständig Wache.
So nehmet auf den Kampf und schützet Meinen Namen.
Die Schwachen schreckt bereits ein Knurren, doch die Starken lächeln nur beim Blecken vieler Zähne.
[132. 1922] Januar 3.
Wir werden Unsere Existenz bestätigen.
Euch geben Wir die reine Lehre als das Glück des Lebens.
Ermüdet nicht durch Denken - während der Erkenntnis der Lehre werdet ihr den hellen Weg gehen.
Nicht momentane Anstrengung schafft Gutes, sondern Beständigkeit im Streben.
Man muss in reinem Geiste arbeiten, alles andere wird sich fügen.
[133. 1922] Januar 4.
Der Strahl der Sonne zerstreut die Wolken, der Pfad des Neuen führt zum Sieg.
[134. 1922] Januar 6.
Trockener Weg erleichtert die Verbindung.
Tränen unterbrechen den Strom, also lächelt.
Mit bestimmten Drüsen sollte man im gereizten Zustand kein Sekret absondern.
Die Welt ist umgeben von Wolken der Trauer, diese stören nur die geistigen Strömungen.
[135. 1922] Januar 8.
Unser Tempel wird inmitten der Vielfalt des Lebens errichtet.
Wir führen diesen Kampf, und jeder Stein ist vom Schweiß der Arbeit getränkt.
Betrachtet es als Schule, dann versteht ihr die Ewigkeit Unsrer Aufbauarbeit.
Einsam steht ein Gipfel - das Gefühl der Einsamkeit verlässt ihn niemals.
Wenn euch dies Gefühl bekannt ist, so ist dies ein Segen für euch.
Ihr seid schon auf dem Weg zu Uns, denn einsame Gipfel nähren mit ihrem Schnee die Flüsse und diese sorgen für die Ernte auf den Feldern in den Tälern.
Die Sonne schenkt ihren ersten Strahl dem Gipfel.
Auch der Mond glänzt in den Gletschern.
Und niemand erkennt den Schoß der heißen Quellen.
Und man wundert sich über heiße Quellen unter tiefem Schnee.
Das heilige Bewusstsein großer Einsamkeit, es möge euch nicht verwirren, doch durch Liebe lasst euch erleuchten.
Ich offenbare Liebe, aber auch Blitz und Donner.
Die Lippen, die erschufen, können verbieten.
Sehr gefährlich ist ein Rückzug, sobald die Lehre angenommen wurde.
Schwächlinge sind daher fehl am Platz.
[136. 1922] Januar 9.
Lächelt. Ich lehre die Freude das Wesen der Lehre Christi zu begreifen - die Freude an der Erhabenheit des Weltenalls - die Freude an der Arbeit - die Freude an der Anstrengung.
[137. 1922] Januar 10.
Meinen Schild dürft ihr tragen.
Gottes Herrlichkeit liegt in jedem reinen Gedanken.
[138. 1922] Januar 11.
Aus Ost und West kommt Meine Kämpferschar und in den Reihen der Sieger sind jene, die von Mir erwählten wurde.
Meine Gesandten werdet ihr erkennen.
Auch Gras erfüllt im Wachstum den Willen des Herrn.
Weit schöner noch als Gräser ist des Menschen Geist. Sein Auftrag überragt in Unserer Lehre sogar das Denken des Wohls.
[139. 1922] Januar 13.
Ihr habt ein Werk geschaffen, das die Macht des Reichtums überragt.
Wer gleich Isaak in reinem Glauben opfert, dem wird von Gott das dargebrachte Opfer vielfach sogar vergolten.
Und der Berg Morya, der das Opfer annimmt, wird den Schatz des Herzens hüten.
Kein geringes Werk habt ihr errichtet. Ohne Stolz und Selbstsucht habt ihr eure Habe auf den Altar gelegt.
Kann Ich, der Wahrheitsträger, schweigend an euch vorübergehen, wenn ihr in Sturm und Kälte nutzvolle Arbeit für der Zukunft Ernte leistet?
Wenn Ihr Meine Weisungen befolgt, wird euch der nötige Schutz zuteil.
Not wird Mein Werk nicht berühren.
Ruhig seid im Licht der Wahrheit.
Der Berg vor euch ist keine Prüfung, vielmehr ein Auftrag.
[140. 1922] Januar 14.
Nebel blendet bloß das irdische Auge, doch wer des Lebens Zeichen sieht, erkennet die Bedeutung der Ereignisse, die an ihm vorüberziehen.
Die Eroberung Unsrer Tore führt zu unschätzbarem, geistigem Reichtum.
Jedes Samenkorn - Gold der Sonne - ist ein Schild gegen das Mondlicht der Erde.
Man muss den Pfad der Sonne oder den des Mondes wählen.
Die Sonne füllt den Tag mit Wunder an - der Mond gebiert nur Schemen.
Wandle offnen Auges im Sonnenlicht und der Tag wird dir zu einem wunderbaren Märchen.
[141. 1922] Januar 15.
Im Sande suche nicht nach Wasser - auch die Glut kommt nicht vom Eis.
Die steilen Pfade führen auf den Berg.
[142. 1922] Januar 16.
Vertraut auf Meine stete Führung und erhaltet Meine Liebe, die ich euch entgegenbringe.
Durch die angehäufte Arbeit in Jahrhunderten habt ihr euer Glück erbaut.
[143. 1922] Januar 18.
Ich sammle neue Menschen unter Meinem Banner.
Auch ihr sollt Menschen sammeln, die mit ihren Händen Meinen Tempel mitgestalten.
Zögert nicht - es ruft euch M:.
Seid standhaft und nehmt den Weg zu Mir.
[144. 1922] Januar 21.
Ich gebe euch die Lehre für den Alltag.
Fürchtet nicht die Schwachen im Geiste - wie dürre Blätter wird sie der Wind verwehen.
[145. 1922] Januar 23.
Ich bringe euch des Geistes Freude.
Meine Hand schützt euer reines Denken.
M:. lehret euch, die reinen Brüder anzuflehen, damit Sie euch den Weg nach oben weisen.
Durch die Hand kann man den besten Strom vermitteln.
Die Hand kann auch das Meer zum Stillstand bringen.
Ein verdunkeltes Bewusstsein kann den Strom nicht übermitteln. Es ist weise, im Augenblick der Fühlungnahme seine Kraft zu kennen.
[146. 1922] Januar 24.
Seid wie der Strahl der Sonne und das Lied des Vogels.
[147. 1922] Januar 25.
Ich enthülle euch des Lebens Hohe Schule.
Beim Vergleich verschiedener Gesichter könnt ihr Weisheit sammeln.
Wanket nicht im reinen Streben, und Ich werde euch den Pfad der "Auserwählten" führen.
Ich halte Übungen in Konzentration, in einer Atmosphäre, die bedrückend ist, für sehr gefährlich - die Menschen bestehen dann nur auf ihren Lieblingswünschen, doch der Strom ist viel zu schwach, und das Bild entsteht nur im Gehirn.
Für starke Visionen ist eine mit Elektrizität geladene Atmosphäre soweit ein ruhiges Bewusstsein nötig.
[148. 1922] Januar 26.
Meine Hand ist euer Schutzschild.
Meine Hand vertreibt die Wolken.
[149. 1922] Januar 27.
Der Lehrer wird die Widerspenstigen zähmen.
Um das Abweichen des Christentums von seinem Ursprung zu verstehen, lest die Werke des Origenes.
Seine Lehren sind noch nützlich für die Gegenwart.
[150. 1922] Januar 28.
Allein Mein Name reizt eure Feinde zum Widerstand.
Und Meine Boten müssen euch im Kampfe beistehen.
Die eure irdische Stütze ist nicht dauerhaft, doch im Schutze Unsichtbarer Freunde kann man siegen.
[151. 1922] Januar 29.
Das Land des M:. wird die besten Maurer finden.
Ich, Ich, Ich habe aufgenommen.
Ich, Ich, Ich werde festigen den Schild und der Feinde Pfeile werden den Sieg beflügeln.
Seid beharrlich auf der Wacht.
Der König kommt sogar nachts,
Die Getreuen sind für eine fremde Stimme taub.
Der Früherwachte schaut die Morgensonne.
Doch finster ist es dann um jene, die beim Sonnenaufgang schlafen.
Ich bin mit euch und werde euch auch schützen.
Jedermann ist seines Schicksals Schmied.
[152. 1922] Januar 30.
Stellt gemeine Taten bloß.
M:. kämpft.
Auch die barmherzige Hand kann niederschlagen.
Folgt der Lehre M:.
Man muss nach jenen Möglichkeiten lehren, welche die Menschen allgemein begreifen.
[153. 1922] Februar 2.
Das reine Werk wird auf verschiedene Art gegeben.
Viele Körper sieht man auf den Straßen, doch ihre Auren strahlen trüb.
Zeigt Verständnis.
[154. 1922] Februar 3.
In allem liegt Bedeutung - bei eurer russischen Botschaft weiset darauf hin, dass weder Sorge um das Haus noch Armut von dem Pfad zu Uns euch abgehalten haben.
Man wird entgegnen, dass Armut und auch Kinder am geistigen Pfad behindern.
Doch Kinder sind der Erde Blumen und Armut dient zur Reinigung des Geistes.
Sie werden zu euch sagen: "Leicht ist es, Gott zu dienen, wenn man wohlhabend ist." Doch habt auch ihr die Not am eignen Leib verspürt.
Man wird euch ferner sagen: "Ihr habt ein großes Glück, habt viele Freunde und auch viele Helfer." Doch seid auch ihr auf Herzen, wie aus Stein gestoßen.
Ungeeignet ist der Führer, der den Kampf nicht kennt.
Euch nach Oben lenkend, wappne Ich fürs Leben euch.
Nicht nur für heute gebe Ich euch die Lehre, sondern bereite euch ein neues Leben vor.
Meidet die geistig Toten, bald kommen neue Helfer.
Euer Leben ist kein Wunder, sondern eine harte Klinge.
Auf dem Weg zum Tempel müsst ihr durch Staub und Schmutz hindurch.
Auch der Bettler freut sich, wenn die Sonne scheint.
Ich bin mit euch.
[155. 1922] Februar 5.
Begreifet, und achtet nicht der geistig Toten.
Wenn schon Berührung mit den Menschen von Bedeutung ist, so begreifet, dass ein Kontakt mit Uns viel größeren Wert besitzt.
Eine Berührung mit den Menschen pflegt lange anzuhalten, doch der Kontakt mit Uns gibt Energie für eine von Uns bestimmte Zeit.
Oft liebt man mehr ein einfach Heiligenbild als kostbare Gemälde.
Das Wunder tritt ins Leben, doch man bemerkt es nicht.
Die reine Lehre braucht viel Zeit, um durchzudringen.
Überdauert diese Zeit.
[156. 1922] Februar 6.
Wir sprachen gestern von der Aura - jeder nimmt das astrale Klische durch die Farbe seiner Aura wahr.
Je vollkommener die Harmonie der Aura, umso besser ist das Bild.
Ist das Pflichtgefühl entwickelt, wird man dies vor allem sehn.
Wer sich von Liebe angezogen fühlt, wird in der Liebe Reich versetzt und sich mit Freud erfüllen; vor allem wird er dann die Freude an der Schönheit spüren.
Der Edelstein, der in der Wahrheit Farben strahlt, wird die ganze Herrlichkeit der Zukunft widerspiegeln.
Schätze auch den einfachen, einfarbigen Stein.
Wir lernen über Irrtum lächeln.
Bücher gleichen vorüberziehenden Gedanken; man muss verstehen sie richtig auszuwählen.
Viele leichte Dinge sind für Meine Lehre nutzlos.
Beim Beerensammeln werden nur die besten aufgelesen.
[157. 1922] Februar 7.
Seid auf der Hut, und lasst nichts Unreines in Mein Haus hinein.
Ich werde Verräter Meines Werkes mit dem Blitz angreifen.
Ich werde diese Toren in Schrecken auch versetzen.
Mein Schild wird Meine Lehrenden erleuchten.
Den Ehrfurchtsvollen will Ich ein Wunder offenbaren.
Ich werde den Hütern Meines Zeichens Meinen Segen senden.
Ich gebe euch Meine Lehre, überbringet sie den Lernenden.
[158. 1922] Februar 8.
Den Menschen zu helfen, ist Unsre Aufgabe.
Oft versucht ein Yogi, wenn er mit Gott verbunden ist, die Erde zu vergessen.
[159. 1922] Februar 10.
Der Sonne Lächeln zwischen vielen Wolken verleiht dem Regenbogen seinen Glanz.
Seid eingedenk der Aura eures Lehrers, sie lächelt durch die Tautropfen der hellen Zeit, die kommt.
Ich leide, denn Mein Name wird geschmäht, Mein Werk wird angegriffen und entstellt.
Von fremden Händen wird Mein Schild verletzt, doch werden bald sich festigen die Wurzeln Meiner Neuen Rasse.
Höre auf die Wahrheit - dein Betrübtsein kommt von der Vorahnung großer Weltkatastrophen.
Die Verblendeten vergnügen sich, die Tauben singen, doch mit Ahnung und mit Sorge sind die Sehenden erfüllt.
Schwachsinnig ist, wer die geistige Schlacht nicht spürt.
Ein Jahrhundert wurde in den fünf Jahren erlebt, und sein Verlauf wurde vom Menschen als Unglück angesehen.
[160. 1922] Februar 12.
Ich bringe Trost. Reine Gedanken gedeihen, selbst wenn es Fröste gibt.
[161. 1922] Februar 13.
Nehmet die Ereignisse des Lebens nicht zu schwer -
Ihre Ketten führen zu den Toren.
Für das Streben auf dem steinigen Pfade sind reine Gedanken unbedingt erforderlich.
Wer davon träumt, gut zu sein, ist noch nicht gut, doch wer sich selbst hartherzig dünkt, bezeugt das Wachstum seines Geistes.
Die Seele rostet nicht und der Geist wird zum Kristall.
[162. 1922] Februar 15.
In den künftigen Schulen des Russlands wird des Lebens Weisheit durch jene unterrichtet werden, die geistig aufgestiegen sind.
Meine Auserwählten werden Mein schlichtes Wort dem Großen Volke überbringen.
Und persönliche Liebe und des Volkes Liebe und die Liebe aller Welt werden dem Schöpfer der Liebe Opfer bringen.
Wir senden Segen und auch Hilfe.
[163. 1922] Februar 16.
Die reinen Töne der Musik helfen den Strom zu übermitteln.
Durch Töne und durch Schönheit beten Wir.
Verstand und Herz ringen nicht nur, wenn sie nur auf dem Ozean des Schaffens schwimmen.
Des Geistes Schwingen beben durch den Hauch der Harmonie.
Und der Stahl des Wortes funkelt in der Wahrheit Esse.
[164. 1922] Februar 17.
Der Weise kennt keine Furcht.
Ein Wunder kommt meist unerwartet.
Alles Neue hat Bedeutung - oft ist ein Stäubchen wichtiger als selbst ein Berg.
Man soll wunschträumen, der Weg des Traumes öffnet neue Fenster.
Das Fenster führt ins Freie.
Der Wünschende empfängt.
Alles hat Bedeutung.
[165. 1922] Februar 18.
Wunder geschehen mitten im Streben nach dem künftigen Leben.
[166. 1922] Februar 19.
Denkt nicht so viel ans Essen - ein Fastender, der in Gedanken nach der Nahrung sich verzehrt, ist ein Schwächling.
Bereitet euren Körper nicht mit Heu vor, tut es besser mit dem Geist.
Quält euch nicht ab - sich des geistigen Schaffens zu erfreuen, ist viel nützlicher.
Die schöpferische Tätigkeit ist auch den Finsteren gegeben.
Blicke durch ein Mikroskop, und das Leben wird dir Myriaden wunderbarer Formen dann enthüllen.
In der Dunkelheit bemächtigt sich das Auge des geistigen Sehens besser.
[167. 1922] Februar 20.
Weise ist es, sich nicht zu grämen, sondern freudevoll zu streben.
Man soll denken - denn das Denken führt zur Tat.
[168. 1922] Februar 21.
Erkennet in den neuen Vorkommnissen die angezeigte Schlacht.
Ihr wisst bereits, wie angespannt jetzt alles ist.
Wir boten an das Glück - weh denen, die es zurückgewiesen haben.
[169. 1922] Februar 23.
Das Vorhandensein grimmiger Feinde haltet für besser, als das von lauen Freunden.
Das Licht des Regenbogens scheint nur dem Auge des Menschen als verschwommen, denn Regenbogenfarben haben äußerst feine Schwingungen.
Durch den Zusammenhang von Karma und den Auren vieler Menschen sieht man die Einzelheiten.
Das Gefieder eines Vögleins sträubt sich gegen Kälte, doch die Sonne wird die Flügel wieder glätten.
[170. 1922] Februar 24.
Der Charakter des russischen Volkes wird erleuchtet durch die Schönheit seines Geistes.
Weine nicht, wo statt Tränen - Pfeile nötig sind, die den finstren Geist durchbohren.
Ein Land wird durch die Kunst erblühen.
[171. 1922] Februar 25.
Ihr habt für Unser Werk viel Kraft und Möglichkeiten abgegeben, so mögen nun auch andere den Mut besitzen, für ihren Herrn Verspottung zu ertragen.
Ruht euch jetzt vor einem neuen Angriff aus, denn die letzten Tore sind sehr nahe.
Ich verkünde keine Friedenslehre, im Kampf gedenket Meines Schildes.
[172. 1922] Februar 26.
Ein neuer Tag bringt neue Möglichkeiten.
Das Vöglein ahnt nicht vor dem Fluge, wie es das andre Ufer des Ozeans erreichen wird.
Wenn alle gedachten Wünsche sofort Erfüllung fänden, die Welt müsste zusammenbrechen.
Fürchte dich nicht vor Stimmungen, sie wechseln wie die Blätter.
Das Wasser einer reinen Quelle bringt Linderung des Durstes.
[173. 1922] Februar 27.
Euch fällt das Warten schwer, doch schwerer ist es, den Bau noch immer ohne Dach zu sehn.
Des Menschen Geist kämpft gegen das Gute.
[174. 1922] Februar 28.
Die Ungeduld der Reisenden kann einen Schnellzug nicht beschleunigen.
Ein neuer Umstand kann zu einem neuen Aufschwung führen.
Übereilet nichts, denn alles wird zur rechten Stunde kommen.
[175. 1922] März 1.
Das Wunder wird geschaffen. Ihr leistet für die Offenbarung künftigen Lebens wichtige Dienste.
Die Schwierigkeiten eurer Aufgabe sind nicht größer als das Schleifen eines Diamanten.
Wie das Wasser zu der Mühle, so muss der Wille zum Guten hingeleitet werden.
Viele Dämme muss ein Müller bauen, um das Wasser auf sein Rad zu lenken.
Die Hand muss Kraft besitzen und das Auge Sicht für jede neue Möglichkeit.
Nur jene Arbeit ist von Wert, die mit eigener Hand geleistet wurde.
Durch Arbeit öffnet ihr die Tore zum Lande eures Strebens.
Alles ist möglich, doch denket daran, das Vorherbestimmte wird erst zur festgesetzten Frist geoffenbart.
Wer bestrebt ist, wird erreichen.
Lernet vom Leben. Wir senden euch Menschen und die Ereignisse werden den festgesetzten Lauf der Rassenumgestaltung offenbaren.
Ich bringe jedem einen Talisman.
Wer die Schönheit kündet - der wird gerettet werden.
[176. 1922] März 2.
Wir sind bereit zu helfen, wenn der Mensch es nicht verhindert.
Nur auf den Ruf hin öffnen Wir die Tore.
Die Pfeile des Agenten richten die Energie.
Alle Welten sind in Prüfung.
Voll von Berichten ist die Keilschrifttafel des Schöpfers, und die Sonne aller Sonnen scheint zum immerwährenden Gesang des Großen Werkes.
[177. 1922] März 3.
Pfeile sind nötig - suche den Sinn in den Erscheinungen des Lebens.
Man muss feindseligen Zerstörern den Kampf ansagen.
Der Angriff naht und der Verstand muss wissen, wie in der Schlacht der reine Weg beschritten werden soll.
[178. 1922] März 4.
Den Berg Morya betritt man nur durch Opfer.
Ist der Geist beschäftigt, hat er es schwer zu beten.
Der Wille muss die Stätte des Gebetes schützen.
Es ist besser, die Menschen zu erkennen, als durch falschen Schein getäuscht zu werden.
Wären die Herzen aller Menschen erfüllt mit Schönheit, würde sich die Heldentat erübrigen, doch der Finsteren gibt es viele.
Deshalb muss auf den Dornen-Weg der Wahrheit hingewiesen werden.
[179. 1922] März 8.
Das Zwielicht wird vom Lichtstrahl leicht zerstreut.
Versteht, wie man eine Aufgabe ohne Geldbürgschaften lösen kann.
[180. 1922] März 9.
Denkt an die Bedürfnisse der Zukunft und verweilt nicht in der Gegenwart.
Groß ist Meine Hilfe und unverzüglich wird sie euch zuteil.
[181. 1922] März 10.
Neue Gesichter hab Ich euch enthüllt - lernt zu unterscheiden.
Es ist schmerzlich, das wahre Antlitz mancher Freunde zu erkennen, doch Wissen gehet über alles.
Wie sich das Pferd aufbäumt bei einem Hieb der Peitsche,
So erbebt Purusha bei Ungerechtigkeit.
Gesegnet sind die Kühnen und Gerechten!
Der Geist ist euer einziger Richter - in ihm ist Gott.
[182. 1922] März 12.
In der Pupille eines jeden Auges spiegelt sich das Universum.
Und in jedem Herzen wohnt Gott.
Wehe denen, welche Gott vertreiben!
Es ist besser, nichts zu wissen als zu verraten.
Der Lehrer wurde geoffenbart und der Name des Messias in Meinem Hause ausgesprochen.
Keinem Geringen und auch keinem Nichtigen werdet ihr Zeugen sein.
Die Wolke über dem Berg Gottes wird aufgelöst werden, und der Blitz des Wortes wird die Abgründe erhellen.
Neue, Neue, Neue, Wunderbare, Verstehende und Erhabene werden sich versammeln.
Der Lehrer gab euch die Erlaubnis, Sein Angesicht zu offenbaren. Unter Mein Dach rufet das Volk.
Der Berg Morya ist errichtet und vom Pflug der Arbeit schon umgeben.
Entwürdiget euch nicht durch Urteile und begegnet lächelnd der Gefahr.
Gibt es denn Gefahren unterm Schilde M:.?
[183. 1922] März 13.
Man soll freudig glauben und warten, ohne zu erwarten.
Erwarte nichts, doch nimm sogar des Halmes Regung wahr.
[184. 1922] März 14.
Ich fühle, der Staub nimmt euch die Sicht, die Schlacht betäubt,
Und dennoch wird das Wissen kommen und des Leibes Müdigkeit vertreiben.
Man muss wissen, dass das erwählte Heil zur Quelle führt.
Durch Zeichen werdet ihr des Aufstiegs Stufen bald erkennen und die vorüberziehenden Ereignisse werden ins Buch des Lebens eingetragen.
Ich enthülle euch alle Stufen und geradeaus führt euch der Pfad.
Der Schöpfer sucht nach Formen.
Gesegnet ist das Suchen.
Entflamme, leuchte, strahle.
Der Saft des Wissens sammelt sich und die Frucht reift in des Gärtners Obhut.
[185. 1922] März 15.
Der Geist, er kann nicht sterben, und der Verstand kann des Schöpfers Wunder nicht vernichten.
Ein Baum bietet mit seinem Schatten vielen Schutz.
Der Gärtner weiß, wie jeder Zweig gewachsen ist.
Die Zweige biegen sich, doch die Gestalt des Baumes erscheint dem Wanderer mächtig, und des Laubes Schatten bietet Obdach den Vorübergehenden.
Reine Gedanken winden sich wie Zweige, sie sind verschieden, doch ihr Wuchs kräftigt den Baum.
[186. 1922] März 16.
Wenn Meine Kräfte nicht vergeblich fließen sollen, dann gehorchet - verstehet das.
[187. 1922] März 17.
Bei Uns, da werden reine und wahre Gedanken durch einen Talisman behütet.
Ein Talisman ist wissenschaftlich, ebenso wie ein Magnet.
[188. 1922] März 18.
Es gibt viele Wege, doch das Herz erkennt den nächsten.
Richtig verstehen, heißt viel lernen.
[189. 1922] März 19.
Das Fundament ist tief - die Arbeiter, sie kennen bei der Grundsteinlegung nicht die Höhe der künftigen Türme, doch hat der Baumeister schon lange ihre Bestimmung festgelegt.
Hart und mühsam wachsen manche Werke.
Lasst Kleinmut weichen und dem Verrat sein eignes Nest errichten.
Mit dem Blitz das Nest zerstörend, mit dem Wirbelwind den Kleinmut, so erbauen Wir den Weg.
Geht und mühet euch.
[190. 1922] März 22.
Unergründlich ist die Ruhe des Schöpfers inmitten unzähliger Bewegungen.
Nach der ersten Ruhepause folgt die zweite.
[191. 1922] März 23.
Seid nicht beunruhigt, wenn Müdigkeit den Körper überwältigt; der Geist ist immer frei.
Auch in der Schlacht darf man Erholung suchen.
[192. 1922] März 24.
Prüft das Verhalten neuer Menschen, drum sage Ich, lasst die Alten und wirket mit den Neuen.
Lächelnd öffnet des Pfades Tore.
[193. 1922] März 25.
Die Finsternis muss beseitigt werden.
Reine Gedanken mögen allzeit Mein Werk begleiten.
Achtet darauf, dass die Finsteren den Namen eures Lehrers nicht entweihen.
Lernet es, Nachfolger zu finden, welche die Bedeutung verstehen.
[194. 1922] März 26.
Meine Hand, sie weiht die Würdigen ein.
Urteilet nach Meiner Lehre.
[195. 1922] März 27.
Wir kennen des Meeres Strömung - ein Tropfen kann die Abgründe nicht füllen.
[196. 1922] März 29.
Verworren sind die Zeiten und finster viele Kräfte, aber Mein Strahl, er wird euch stärken.
Die Hand des Schöpfers schmückt der Auserwählten Schilder mit den Offenbarungen des Geistes.
Vor dem Schöpfer hält fremdes Können niemals stand.
[197. 1922] März 30.
Unsere Schilde rosten nicht und offen ist der Weg zu Uns.
Seht ihr die Ereignisse auf lange Zeit an.
M:. behütet.
[198. 1922] April 1.
Es ist besser, Klarheit zu haben, als gerührt zu sein.
Ich lehre euch des Lebens Wahrheit.
Man muss viel wissen, um geeignet zu sein.
Man muss geeignet sein, um offenbaren zu können.
Offenbaren kann man nur das, was durch den Geist Rechtfertigung erhielt.
Wenn euer Boot nicht leck ist, werdet ihr das Ziel erreichen.
Das Segel ist gehisst und das Steuer auch geprüft.
Mein Schild wird auf dem Schlachtfeld euch beschützen.
Seid zum Kampfe stets bereit -
Reine Gedanken helfen euch zum Sieg.
[199. 1922] April 2.
Des Lebens Märchen wird sich bestätigen, doch horchet auf den Ruf der Wellen.
Unter den Begegnungen und Briefen findet die gesandten Diamanten für eure Möglichkeiten.
Haltet Umschau weit und breit.
Krieger, verstehet!
[200. 1922] April 4.
Jedermann betritt die Stufen seines Aufstiegs, wenn er das Auferlegte trägt.
[201. 1922] April 5.
Ich stelle neue Verbindungen her und suche neue Anknüpfungspunkte.
Ich lege jene Kränze auf euer Haupt, die euch geziemen, und in der Stille bereite Ich euch zum Kampfe vor.
Freuet euch, der Mutige, er geht den richtigen Weg.
Die Treuen kann Ich beschützen.
[202. 1922] April 6.
Der Lärm der Finsteren hindert die neuen Menschen nicht am Aufbau.
Das Mehl ist zwar nicht einwandfrei, doch fehlt das Geld, um neues zu beschaffen.
Der Wissende wird siegen.
[203. 1922] April 7.
Ja, Ja, Ja. Jedes Wort, das einigt, gleicht dem Samen einer schönen Blume.
Jeder soll einen schönen Garten hegen.
Doch wo sind die Gärtner, die Art der Sat kennen?
Wir lehren euch wie man ertragreich erntet.
Wir werden das Unkraut entfernen.
Jener Boden, auf welchem Sich Gott in Freude offenbaren konnte, wird farbenprächtig blühen.
Wo Einigkeit blüht, dort hütet ihre Blumen.
Ja, Ja, Ja.
Die Nacht verhüllt die schönsten Bildnisse, doch wisset - das Licht kommt bald.
Wozu denn sollte man euch prüfen, wenn nicht der Tempel errichtet würde?
Das Modell ist schon vorhanden und das Fundament gelegt.
Gepriesen sei das Allseiende.
Keinem Geringen werdet ihr Zeugen sein.
Das Leben wird sich bald erneuern - Ich habe gesprochen.
[204. 1922] April 8.
Ihr müsst euch mühen, mit den Händen müsst ihr neue Kräfte sammeln.
Ich werde helfen, helfen, doch strengt euch an.
[205. 1922] April 9.
Schild und Speer! Der Gott hat die Krieger gesegnet.
Alles ist in Bewegung - zu Ende geht die Dämmerung.
Bemerkt ihr nicht die Erregung des kosmischen Bewusstseins?
Wir kennen den Verlauf der Schlacht, des Schöpfers Plan kann nicht geändert werden.
Von Anfang an bekämpfte Uns die Finsternis, von Anbeginn siegten Wir.
[206. 1922] April 10.
Der Pfad der Tugend zeigt sich nicht im Liedersingen, sondern vor allem in der Arbeit und im Dienen.
Wenn man Karma abwendet, fällt es auf euch zurück.
Das innere Leid ist die einzige Aufstiegsmöglichkeit, der kürzeste Weg.
Eines Jahrzehntes Leiden fließen bei Auserwählten wie an einem Tag vorbei.
Ein bitterer Kelch ist besser als ein mittelmäßiges Leben voller Unzufriedenheit.
Zahlt pünktlich eure Rechnungen, und man wird mit Ehrerbietung eure Koffer hin zum Schiffe tragen.
[207. 1922] April 11.
Ein Wunder kommt stets unerwartet.
Nichts geschieht zufällig.
Ich wiederhole nochmals - fürchtet euch nicht.
Wieder gab es einen neuen Angriff - doch fürchtet nichts.
[208. 1922] April 12.
Man kann im Leben an vorherbestimmten Dingen oft vorübergehen ohne deren Ruf zu beachten.
Durch eine Geste können Wir die Angelegenheit verschieben.
Euer negatives Karma wird durch Unsre Geste jedoch nicht getilgt.
Unser Schild schützt euch vor finsterer Gewalt, die Begleichung alter Rechnungen ist jedoch unvermeidlich.
Die Hand des Schicksals führt euch zum Heil.
[209. 1922] April 13.
Von dort, wo euer Traum entsteht,
Wohin das Opfer sich erhebt,
Wo das Unsichtbare Licht der Arbeit leuchtet,
Von dort her sende Ich euch Grüße.
Im Rauschen der Blätter,
Im Plätschern der Wellen,
Im Säuseln des Windes,
Bin Ich bei euch.
Inmitten der Grausamen und Finsteren,
Inmitten des Verrates am Geiste,
Inmitten des Strebens und der Sorge,
Wacht über euch Mein Schild.
[210. 1922] April 14.
Bringt Licht und blicket nicht zurück.
[211. 1922] April 15.
Liebe auch das Gras am Wegesrand, auch dieses ist von Gott erschaffen.
Verständnis liegt im Herzen drin verborgen.
[212. 1922] April 17.
Die Bindungen mit Uns zu lösen, Unsere Kräfte erproben, zu Uns den Zugang zu verlieren, ist gefährlich. Dem Lichte sich zu nähern, ist kein Spaß.
Kräfte umgeben jede Unserer Bewegungen, und sobald der Morgen des Bewusstseins der Dämmerung unterliegt, können die Schwingen und Punkte der Finsternis berühren.
Finsternis kann ganz plötzlich an jene gelangen, die umkehren.
In den Bergen kann man leicht die Spur verlieren.
Es ist besser, die Hand des Führers festzuhalten,
Als auf ein rettendes Licht zu warten.
Die Verirrten sind schon froh, sogar beim Bellen eines Hundes umzukehren.
Ist es nicht besser, mit dem Führer zu wandern, inmitten glitzernder Schneediamanten?
Man muss verstehen.
Man muss sich merken.
Man muss erkennen.
[213. 1922] April 18.
Der allgemeine Weg führt nicht zum Heiligen Berg.
Ich halte den Verrat für die schlechteste der Handlungen.
Freude ist die offenbarte Kraft des Schöpfers, welche die Finsternis der Welt erleuchtet, wohin Unsre Lehre jeden durch Arbeit hinführt.
Ein neuer Tag bricht auf Erden an.
Jetzt gibt es keine ruhige Strömung, sondern nur noch Wirbel.
Erhellt ist Unsre Welt vom Feuerschein des Scheiterhaufens, der die abgenutzte, alte Form verzehrt.
Des Schöpfers Weisheit verheißt uns eine Neue Welt. Er schafft auch durch Zerstörung.
Wie sollten wir betrübt sein, als Zeugen, die den Großen Plan erkennen?
Die Tauben, die Blinden und die Sitzenbleiber sind nur Vorübergehende - der Schöpfer kommt.
[214. 1922] April 21.
Ist euer Leben nicht ein Märchen?
Fliegende Teppiche sind ausgebreitet, so flieget nun mit mutigem Geiste!
Sogar die Bären wissen, warum sie gemeinsam schwimmen.
Wie viel nützliche Beispiele sind um uns herum verstreut!
Drum haltet aus, denn ihr wisset, welcher Schild wacht über euch.
Ich bin bemüht, euren Lauf zu beschleunigen.
[215. 1922] April 23.
Weder Zweifel, noch Mitleid, noch Mutlosigkeit, sondern die Zukunft liegt vor euch.
Vier Wächter, hütet den Kelch des Erzengels.
Ich zeigte euch die Arche, beladen voll mit neuem Wein.
Dem Sprachrohr der Zeit gab Ich die Weisung, euch auf Meinen Weg zu führen.
Unter dem irdischen Schleier verbarg Ich eure Gesichter.
Ich erfüllte euch mit Freude für den geistigen Aufstieg.
Belebt ward die Erinnerung an die vergessene Schriftenrolle.
Ich steigerte die Urteilskraft und schlug die Bücher auf.
Kommet und empfanget.
Ein Gebet:
"Du, der die Stimme und den Schild mir gabst, send Du mir einen Lehrer auf meinen Wegen, mein Herz ist geöffnet."
[216. 1922] April 24.
Die neuen Auserwählten werden die Gedanken kurz und klar zum Ausdruck bringen.
Jede Zeit hat ihre Strömungen.
Das eine Mal raubt man dem Edelstein die Fassung, ein anderes Mal schmückt man ihn so, bis man ihn nicht mehr kennt.
Des Geistes Eigenheit in fremden Hüllen zwingt Uns, einen für Uns zwar nicht nötigen, doch einen Weg zu finden, der Menschen überzeugt.
Man zieht die Gartenwege denen in der Wildnis vor.
Aum und Jehova sind zwei Pfeiler desselben Portals.
Alle Zeichen sind ein Korridors des Lebens.
[217. 1922] April 25.
Nachts lehren Wir, am Tage schreiben sich die Menschen dies selber zu.
Der Hauptteil Unseres Daseins liegt in der Nacht - das Auge sieht den Abgrund und das Ohr verspürt den Wind.
Wächter, denk an den anvertrauten Schatz.
Siehe, Unsere Rufe verleiht ein größeres Wissen als die Überlieferungen des Altertums.
Unheil naht - Ich lehre euch, es zu ertragen.
Die Hand des Schöpfers enthüllt zwei Sphären.
Man muss, den Pfad zu wählen.
Die Hundemeute knurrt, die Eule lässt im Dunkeln ihre Augen blitzen.
Doch Wissende, sie zittern nicht.
Ich sende euch den Schild - schauet und wendet euer Glück nicht ab.
Der Morgen ist oft nebelig und Kälte dringt ins Herz.
Ihr aber wisst - das Glück muss kommen.
Erwärmt euch mit dem Feuer des Bewusstseins der Zukunft.
Die Dämmerung währt nicht lange, ja, ja, ja.
Die Auseinandersetzung wütet, klar vernimmt das Ohr den Lärm.
Ja, ja, ja. So seid mit Energie erfüllt!
[218. 1922] April 26.
Lasst uns in Güte und auch wissenschaftlich sprechen.
Nicht für Mich, sondern für euch red ich über das Vertrauen.
Die Sendungen zerschellen, wenn das Herz verschlossen ist.
Wenn Unnützes geredet wird, vermischen sich die Leitungen.
Die Emanationen der Gereiztheit behindern nicht nur gesandte Gedanken, sondern sogar die Handlung kann nicht den Igel berühren.
Darin besteht den Unterschied zwischen einem Federkleid und den Stacheln eines Igels.
Wenn die Gedankenpfeile sich befiedern, so gleichen sie dem Rettungsring, wenn aber des Zweifels Stachel die Nachricht zum Empfänger nicht durchdringen lässt, ergeben sich besondre Schwierigkeiten.
Die Höheren, sie senden Uns den Segen.
Wir geben ihn der Menschheit weiter, doch wenn ihr das gesandte Heil zurückweist, wird uns Welle des Bösen überfluten.
Die besten Apparate liegen im Gehirn verborgen.
Bald werden sich im Menschen wieder neue Zentren öffnen.
Der Erkenntnis Baum wird neu erblühen.
[219. 1922] April 28.
Die Dämmerung währt nicht ewig - der Sturm muss überstanden werden.
Verstehet, euch zu beeilen und seid entflammt!
[220. 1922] Mai 1.
Freudenströme füllen das Gedankenmeer des Schöpfers.
Wenn ihr der Freude Tropfen in die Seele einflößt, so bringet ihr ein Opfer dem Schöpfer aller Welten.
Die Erleuchtung geht ins Grenzenlose. Lehrend, lernet!
Wenn ihr die Freude lehrt, könnt ihr nicht irren.
In Freude blüht ein jeder Baum, und wirft er seine Blätter ab, grämt er sich nicht, er denkt schon an den nächsten Frühling.
Wieder wurde euer Geist während der Schlacht von Blumen abgelenkt, doch die Menschheit ist noch weit entfernt vom Blumenparadies.
Wiederhole: "Schönheit", - selbst unter Tränen, bis du das Ziel erreicht hast.
[221. 1922] Mai 2.
Die irdischen Emanationen sind manchmal schwierig zu ertragen.
Man wird an dich herantreten, darum entwickle Feurigkeit, sie wird gebraucht.
Wir dürfen niemals zögern, Licht zu bringen.
Verschließet nicht den Pfad für Neue, die bei euch anklopfen.
Die alten Formen sind unbrauchbar geworden.
Wer die Schönheit kennt, der wird den Wanderer nicht verwirren.
[222. 1922] Mai 3.
Unser Wesen braucht den Strom des Prana.
Ist der Organismus übermüdet, unterliegt er leicht dem Feinde.
Richtet euer Streben auf die Vereinigung der Religionen.
[223. 1922] Mai 4.
Trübe brennt das Licht der Welt, deshalb jeder Wunsch zu dienen, ist besonders kostbar.
Wisset - Ausgeglichenheit und Tätigkeit, sie helfen Uns am besten.
Nicht zu Offenbarungen, sondern zur Nützlichkeit rufe Ich auf.
Das Feuer ist den Schwingen ungefährlich.
[224. 1922] Mai 9.
Habt einen feurigen Geist, denn im Geiste liegt die Wahrheit.
Erfasst die große Weite des geoffenbarten Geistes.
Du hast zum Fluge Schwingen, drum denke nicht an Absturz.
[225. 1922] Mai 10.
Schone deine Kräfte, um bis zum Kampfesende durchzuhalten.
Lenke die kräftige Welle und überspring damit des Bösen Abgrund.
Rufe ein Noumenon1 der Kraft an und durchbrich mit dem geschaffenen Teraphim der Bösen Festung.
[226. 1922] Mai 13.
Ich wende Mich an euch, Ich gebe euch den Auftrag, und mit dem Wunsche zur Heldentat erfülle Ich euren Geist.
Seid standhaft im Vertrauen und im Aufbau.
Das Vertrauen macht Mich zum Baumeister, ihr aber müsst mitbauen.
Der Schnitter erntet sein Getreidekorn.
Verstehet es, den Feigenbaum zu finden und die Feigen zu sammeln.
[227. 1922] Mai 14.
In der Neuen Welt wird es keine Rassentrennung geben.
Sprecht nicht immer von den Rassen; sogar die Tropfen ganz verschiedener Meere gleichen sich.
[228. 1922] Mai 15.<br>
Das Erscheinen Meines Schildes ist vorherbestimmt.
Die Offenbarung Meiner Weisheit bringt der Neuen Generation das Glück.
Seht in der kommenden Erleuchtung der Menschheit eine Stufe in die Neue Welt.
Erkennet Unsere Offenbarung als die Stunde der Wächter dieser Welt.
Befolget Meine Weisungen!
Erfüllet Unsren Auftrag!
Bringt Licht.
Gebt der Schönheit Raum.
Tshur2 findet keinen Durchgang.
Mit Gerümpel ist kein Aufbau möglich,
Im Pfeifen kann man sich nicht messen mit dem Zeisig,
Mit Verdorbenem Brot nicht kosten,
Mit einer raucherfüllten Luft nicht atmen,
Die neue wunderbare Geschichte Russlands.
Doch für die Schwingen, die in der Morgensonne sich erheben,
Und für das Rennpferd vor Beginn des Laufes,
Und für das Lied, das bis zur Mitternacht erklang,
Ist der neue Tag nicht schrecklich und auch nicht grausam.
Der Stern ist jenen nahe, die den Teraphim gefunden haben.
Sendet ein Lächeln zu den Sternen.
Wenn wir im Hause sind, empfinden wir dies nicht.
[229. 1922] Mai 16.
Wie ein reines Gemüt entfaltet werden muss, so spannt die Saiten eures Herzens an.
Die Lehre wird fortgesetzt.
Man soll nicht lange warten.
Man muss lächeln.
Wie der Stahl gehärtet wird durch Feuer, so wächst die Geisteskraft durch Atmung des Lebens.
Vom Flug der Kraniche kann man viel lernen.
Und vieles kann man sehn beim Flug ins Wunderland.
[230. 1922] Mai 17.
Unter Fremden und inmitten störender Elemente ist das Bleiben schwierig, drum seid auch ihr geneigt, davonzufliegen.
Mitleid zu zeigen, den Menschen zu gefallen und freundlich sie zu grüßen, ist nicht immer leicht.
Wer mit Mühe sät, der wird mit Freude ernten; so vollbringt ein Bote das Wunder.
[231. 1922] Mai 23.
Lernet findig zu sein.
Jeder Umstand birgt verschiedene Möglichkeiten.
Der Verstand muss zum Lichte hingewendet werden.
Ist auch der Bücherstaub schon altehrwürdig, so soll der Geist sich ohne Staub erheben.
Jeder trage seine Bürde.
Singt, denn der Gesang erschreckt die Wölfe.
Das Singen tut dem Wanderer gut.
Drum singt sogar auch heimlich Lieder.
Gebt euch nicht unnötig dem Schlafe hin.
[232. 1922] Mai 25.
Das Tilgen alten Karmas ist notwendig, doch wichtiger ist noch die Auswahl.
Karma ist die Bedingung für die Auswahl, und nur der Auserwählte wird mit einer Mission betraut.
Das Lächeln des Schöpfers krönt nicht aus Dankbarkeit, sondern aus Freude über eures Herzens Feuer, - und das Zeichen des Feuers strahlt über eurem Haupte.
Wie der Baumstamm noch an Kraft gewinnt, sägt man die überflüssigen Äste ab, so wird der Geist beim Ablegen der niederen Gewohnheiten geläutert.
Ihr werdet euch durch Mut behaupten.
Durch Geschicklichkeit werdet ihr finden.
Besser ist es, sich zu beeilen, als in Erwartung zu verschlafen.
Zimmert die Balken und errichtet dann das Haus.
[233. 1922] Mai 26.
Das Wesentliche nimmt der Mensch nicht wahr, es scheint für ihn unnützer Staub zu sein.
Wenn man der entscheidende Moment Russlands sich vorstellt, würde es nur einem erfahrenen Schüler verstanden.
Nicht nur in überraschenden Ereignissen zeigt sich die Hand des Schöpfers, sondern auch in der Bewegung der Atome.
Offen sind die Tore, hütet das Licht.
[234. 1922] Mai 29.
Nach den Schülern des Origines wurde das Christentum von der Priesterschaft verfälscht.
[235. 1922] Mai 30.
Hört auf die Macht des Geistes - seine Kraft ist unerschöpflich.
Das Wort ist nur ein unwichtiger Teil.
Der Wirbelwind ist Ursprung für Bewegung,
Der Schnee - der Kälte Bote,
Das Wetterleuchten - Künder des Gewitters,
Das Wort ist nur ein Staub vom Ausdruck des schöpferischen Denkens.
Die Quelle der Gedanken leuchten nur dem frohen Auge.
Die gespannte Saite klingt dem hellhörigen Ohr.
Erschrick nicht und werde auch nicht schwach durch das Gefühl der Nichtigkeit -
Die Größe unseres Schöpfers stellt sogar das Sandkorn gleich dem Berge.
Der Gedanke über den Sinn des Ursprungs und der Unendlichkeit bewegt ein jedes Herz.
Nehmt ihn auf und gewährt ihm Zutritt.
Die Blätter wachsen jeden Tag, die Blüten aber nur zu ihrer Zeit.
Durch ein Wunder können Bäume augenblicklich wachsen.
[236. 1922] Juni 1.
Wie im Flug der Falke nicht die Schwingen sinken lässt
Und der Hirsch beim Sprung über den Abgrund niemals zögert,
So werden jene nicht zurückbleiben, die mit der Zeit Schritt halten.
Weder von Flut noch von Ebbe, sondern vom goldnen Strom des Kosmos wird das Boot getragen.
Die Segel sind gehisst und der Hafen ist bestimmt.
Mein Schild erstrahlt, und von den Schultern leuchten auf die Strahlen Meiner Heldentat.
Verstärken werde Ich Mein Licht und deine Füße dir beschleunigen.
O du, der du den Pfad verlängerst, ich werde Blitze suchen und auf diesen dann den Abgrund überqueren.
Hüllen werde ich mich in den Wirbelwind und so in die Höhe steigen.
Wo ist meines Pfades Staub?
Wo die Glut, die sengende?
Wo ist der Regenschauer, der die junge Saat benetzte?
Meine Füße, sie sind unversehrt, und Dein Ring steckt fest an meiner Hand.
Der Herrscher, schaue mal, mich holt mein Falke ein.
Ich trage euch, Ich mache euch große Sorgen.
Meine Sorgen sind eure Freude.
[237. 1922] Juni 2.
Ich verspreche euch das Wachstum des Bewusstseins; es kommt allmählich, fast unbemerkt, wie das Sprießen eines Grashalms.
Schenkt dem Essen keine übertriebene Bedeutung.
So wie man reifes Obst in Körbe sammelt, so werden fertige Gedankengänge weggetragen.
Die Empfindung der Unvollkommenheit der Menschen war immer, aber jetzt ist diese Frucht abgefallen.
Die Menge staut sich vor der Neuen Welt, doch sie kennt den Zugang nicht.
Leicht sind die Schritte des Geistes, und mit einem einzigen Wünsch wird die weltliche Dinge überwunden.
Gesegnet seid ihr, die ihr nach Schönheit strebt.
[238. 1922] Juni 3.
Alle Kräfte des Universums sollten auf das Erblühen des Geistes ausgerichtet sein.
Müdigkeit führt zur Erneuerung des Organismus.
Vom Ziel zu wissen, ist für die Entwicklung des Geistes von Bedeutung.
Ein Müller bedient sich aller Winde, um bessres Mehl zu mahlen.
Die Beziehung zur Natur und das Bewusstsein ihrer Schönheit erhebt den Menschen.
Um ein Gefängnis aufzuschließen, muss man den Schlüssel dazu haben, doch Schwingen erheben uns zum Licht.
Jedes Gefängnis hat auch seinen Schlüssel.
Nicht ferne ist die Zeit, in der verhasst sein wird den Menschen jeder Schlüssel.
Einen Zufall gibt es nicht.
Ich muss euer Bewusstsein durch die Kraft des Geistes stärken.
Nach den groben Schallwellen erreicht man die Gedankenwellen der Menschen,
Sogar zu den Wellen der Pflanzen gelangt man noch, doch dann versagt das feinste Ohr, um in den Wellen der Harmonie des Universums zu versinken.
Die Müdigkeit des Körpers rührt von eurem Streben nach Errungenschaften her.
Die Errungenschaft ist da, - sie wächst wie ein Kristall, der mit Erfahrung angereichert ist.
Wir verfolgen mit Besorgnis Unsre Schwimmer;
Doch wenn die Meereswelle Salz in eure Ohren peitscht - fürchtet euch nicht, Wir sind mit euch.
Über den Abgrund setzet euren Fuß.
Jenseits des Abgrunds gibt es keine Furcht. Beängstigender als ein Abgrund sind für den bestrebten Geist Unfreiheit und Bequemlichkeit.
Richtet euren Geist auf Uns.
Ihr nehmt die Wolken nicht wahr, doch Wir.
Bestrebung, sie schafft Wunder, doch darüber zu urteilen überlasset Uns.
[239. 1922] Juni 6.
Der Wohlgeruch von einst wandelt sich in Gestank.
Das Lied von einst wird zum Lärm des Rades werden.
Der Waffenschild von einst wird zum Ofenschirm werden.
So wächst der Geist, der vor der Weltenschöpfung erschien.
In einem kleinen Raum, auf einem kleinen Teppich habt ihr eure alten Schuppen abgestreift.
Was kann in den Schneemassen der Berge und in der Sonnenwärme nicht gewaschen werden?
Die neue Haut wird die befreite Weisheit bekommen.
Wir freuen Uns mit euch, Veränderungen an den Menschen wahrzunehmen.
Es ist, als ob der Vorhang eines Fensters weggezogen wurde, die ganze Einrichtung des Hauses sichtbar machend.
Leicht kann man einen Rat erteilen, ein offenes Buch zu lesen.
Ja, ja, ja.
Unter Meinen Augen verändert ihr euch sichtbar.
Eure Entschlossenheit, sie stärkt Uns, und es ist leicht, neben dem Abgrunde zu gehen, wenn man vom fliegenden Teppich weiß.
Achtet auf alles.
[240. 1922] Juni 8.
Während du auf dem Markte warst, Mutter,
Klopfte ein Kaufmann bei uns an -
Dein Halsband wollte er austauschen.
Für die roten Steine zeigte er solche mit blauem Feuer,
Doch wir wussten nicht, welche schöner waren.
Groß war der Kaufmann und schwarz sein Bart.
Weshalb bist du so nachdenklich, Mutter?
Der Kaufmann wollte uns betrügen.
Rot wie Blut sind deine Steine,
Dein Halsband funkelt voller Feuer.
Weshalb bist du so nachdenklich, Mutter?
Wir wollen den Kaufmann nicht mehr hereinlassen.
Doch warum weinst du, Mutter?
Einer von den Steinen glüht jetzt in blauem Feuer!
War er vielleicht ein Zauberer?
Kinder können die Steine nicht unterscheiden,
Meist gefallen ihnen rote besser.
[241. 1922] Juni 9.
Inmitten des Alltags suchet das Licht.
Das Wachstum des Glaubens an die Gesegneten Kräfte wird das Bewusstsein der Anklopfenden stärken.
Weil sie den Geist verlachten, verleumdeten und lästerten, blieben die Kleinmütigen vor der Festung der guten Taten liegen.
Zeichen des ewigen Lebens werden den kleinsten Geist auch zum Erwachen bringen.
Liebe Krämer, habt ihr einen Vorteil, wenn ihr euch selbst betrügt?
Armselige Regenten, ist es nicht lächerlich, für euch selbst Gefängnisse zu bauen?
Grausame Weise, ist es nicht beschämend, eure eigene Meinung zu verleugnen?
Und ihr, Kinder auf der Straße, vergesset nicht, dass der Stern zwischen den Häusern keine Lampe ist.
Ihr taucht, ihr fliegt und höret,
Doch wo sind die Perlen eures Geistes?
Wohin wollt ihr euch wenden?
Ein fremder Ast durchbohrte eure Schwingen, drum habt die Richtung ihr verloren.
Für die Ohren ist der Schmutz sehr schädlich, Ich spreche hier als Arzt.
Mein Arzneimittel ist einfach
Und Meine Posaune betäubt nicht - des Grases Wachstum ist lauter.
Begreife, Herz, und mit einer Träne spüle schnell den Riegel weg.
[242. 1922] Juni 10.
Selbst Grashalme speichern das Sonnenlicht.
Warum soll Licht dem Auge des Menschen schädlich sein?
Mit einem Schild kannst du den Aussatz nicht verbergen.
Und ein Helm kann den Kopf niemals ersetzen.
Unser Ruf ist einfacher als selbst die Bitte eines Kindes.
Empfanget deshalb den aufbewahrten geistigen Schatz.
Muskeln bewegen nur die Knochen,
Aber nur der Geist nimmt Gott an.
Der Dumme erntet wenig.
Doch wir geben besten Samen billig ab.
Ist es denn möglich, dass ihr euch unwissend selbst vernichten wollt?
Ich flehe euch an und warne euch zugleich.
Wenn sich der Schleier hebt, wird man viel Neues sehen.
Auch Brillen werden die mit Staub gefüllten Augen nicht mehr retten können.
Gehet zum Arzt.
[243. 1922] Juni 11.
Die Hand der Finsternis verbirgt die geistigen Perlen.
Jedoch das Auge des Lichtes fordert den geraubten Schatz zurück.
Für das Auge des Adlers gibt es keine Finsternis.
Enthüllt den neuen Schatz!
Lasst die neue Lehre Tag und Nacht im Leben wirken.
Ich spüre, das Glück kommt.
[244. 1922] Juni 13.
Wenn man uns zum Kampfe zwingt und wir uns dem Bösen widersetzen müssen, werden wir da nicht fanatisch sein?
Wo liegt die Grenze der Gerechtigkeit?
Nur wer in der Schule der Harmonie erzogen wurde, wird die Weisungen des Herzens fühlen.
Unser Schüler kämpft, indem er seinen Geist zu Uns her wendet.
Er zögert nicht, den Feind zurückzuschlagen.
Nicht Ruhe, sondern Findigkeit beherrschen Unsre Krieger.
Offen sind ihre Augen, wenn Wir sie zur Tat aufrufen. So sagt es jenen, die glauben, dass Wir euch von der Arbeit ferne halten.
[245. 1922] Juni 14.
Ich lehre eins zu sein mit eurem Schicksal. Man muss den richtigen Augenblick erkennen.
Auf das rechtzeitige Erfassen der Termine beim Aufbau des Kosmos kommt es an.
In Harmonie verlaufen diese Fristen mit dem Willen.
Die führende Hand beschützt den Geist.
Wie ein Steuermann verbindet sie Wellen, Termine und Energien.
Deshalb müssen Unsre Schüler den Atem des Lebens erlauschen können.
Unwissenheit und Unzufriedenheit dürfen nicht euer Antlitz zeichnen. Überlasset dies den Finsteren!
Mein Schild ist eine Zufluchtsstätte für die Reinen.
Meine Pfeile sind Schwingen für die Treuen.
Mein Schwert ist eine Fackel für die Mutigen.
Mein Lächeln ist das verheißene Glück der Weisen.
Mein Herz sei eure Wohnung.
Und euer Tempel ist für Mich ein Wunder.
Versuchet, Ursula3 und Antonius4 im Leben zu finden.
Ich denke, dass ihr Meine Gebote verstehen werdet.
[246. 1922] Juni 15.
Von Unseren Bestrebungen auf des Berges Gipfel werdet ihr vernehmen.
Von Unseren geoffenbarten Träumen werdet ihr noch lesen.
Von Unserer Erscheinung werdet ihr erfahren, und dennoch werden viele dies nicht glauben,
Denn belehren Wir jene, die anklopfen.
Entschlossen weisen Wir Verräter ab.
Ernsthaft sollt ihr über Unser Dasein denken.
Seht! Die Neuen zeigen Zeichen des Verstehens.
Schafft aber Feinde fort, den Neuen würden sie gefährlich werden.
Mit einem Lächeln hört euch die Gegenargumente jenes Wissenschaftlers an, der nichts erkannte.
Des Adlers Auge hält Wache über euch.
[247. 1922] Juni 17.
Beim Zuhören seid wachsam!
Ein lauschendes Ohr hüllt sich in Schweigen.
Nach dem Lärm herrscht große Stille.
Mitten im Kampfe fällt die Stille besonders auf.
Das Ohr wendet sich von der irdischen Ebene ab.
Was heute unerreichbar scheint, wird morgen leicht erfassbar sein.
Die Schwierigkeiten auf dem Pfade hängen von den Gewohnheiten des Körpers ab.
Bewahrt deshalb die Kinder vor Gewohnheiten - wie Schalen müssen sie sich lösen.
In den Ecken wimmelt es von Ungeziefer, das die Wände eures Hauses wird vergiften.
Damit fesselte die Finsternis die Menschen,
Doch der Blitz des Schwertes wird die Dunkelheit zerstreuen.
Das Licht wird kommen.
[248. 1922] Juni 18.
Für den Strom ist reine Luft erforderlich.
Denkt an die Elektrizität nach dem Gewitter.
Wunder können überall geschehen, doch das Erfassen hängt vom geistigen Zustand ab.
[249. 1922] Juni 20.
Das Zeitalter des Geistes naht.
An seiner Schwelle vermengt sich Licht mit Finsternis im menschlichen Bewusstsein.
Von der Nacht zum Morgen ist der Übergang fürs Auge kaum wahrnehmbar.
Heilig sei euch das Haus des Herrn.
Bringt keinen Staub und keinen Ärger mit und unterdrückt den Hunger, wenn ihr euch dem Antlitz der Erkenntnis nähern wollt.
Des Geistes Streben bringt euch leuchtende Glückseligkeit.
Segen stählt die Rüstung.
[250. 1922] Juni 21.
Neue, Neue, Neue werden kommen.
Zählet die Freunde und weiset auf die Tore zum künftigen Aufstieg hin.
Verstärket eure Federn, damit der Feinde Pfeile ihre Kraft verlieren.
Lernet fliegen.
[251. 1922] Juni 22.
Wem die Zeit des Aufstieges zu lang erscheint, der möge sich nicht nähern.
[252. 1922] Juni 23.
Ihr legt ein neues Fundament, die Schönheit zu erneuern.
Mit euch beginnen Wir die Neue Lehre.
Die Flut wird von der Ebbe abgelöst.
Die neunte Welle ist die höchste.
Ich wünschte, dass Ich euch den großen Kampf in Unsren Tagen zeigen könnte.
[253. 1922] Juni 24.
Wer die Lehre der Hoffnung, der Tat und der Tapferkeit zurückweist,
Wem die Zeit des Wissens schrecklich erscheint,
Wer vor dem Antlitz der Liebe erblasst,
Wer sich vor den Schwingen des Engels entsetzt,
Den können Wir nicht brauchen!
Es leuchtet der sagenhafte Tempel, und Unser Pfad ist schon bestimmt.
Ein jeder Morgen bringt uns der Sonne näher.
Glücklich ist, wer den Tag bemerkt und sich der Perle der Sterne bemächtigt.
Diese Perle verlieret nicht den Glanz. Wo werden die Armen einen dauerhafteren Schatz vorfinden?
Lasst uns schätzen, doch nicht nach Geldeswert.
Die Kellergewölbe sind gefüllt. Ich werde das Gold der Erde durch ein Neues Metall ersetzen.
Ein goldener Schild ist nicht verlässlich.
[254. 1922] Juni 26.
Entfaltet Weisheit, Ich spreche über Tätigkeit.
Beginne jeden Tag mit frohem Mute!
Doch Tätigkeit kann wertlos werden, wenn ein Geschrei der Unwissenheit von den Verteidigern der reinen Stadt erhoben wird.
Die weitreichende Hand des Sämanns besiegt des Bodens Härte.
Die Hände Seiner Söhne werden das gleiche tun und ihre Körner streuen.
Die Zeit der Taten ist gekommen.
Betrachtet die nächsten Tage als Schwelle winterlicher Tätigkeit.
Beeilt euch, die Tätigkeit zu entfalten.
Setzt eure Kräfte in die Tat um!
Das Heer war nie in solcher Tätigkeit.
O du scharfes Schwert!
O du vernichtender Hammer!
Ich komme, Baumeister!
[255. 1922] Juni 27.
Seid findig - handelt!
[256. 1922] Juni 28.
Wir sprechen nur einmal.
Drum wiederholet keine Frage.
Was nicht verstanden und nicht angenommen wurde, ist für Erde verloren.
Man kann aufs neue lernen und wieder aufsteigen, doch nur auf neuen Stufen.
Deshalb seid ihr sparsam.
Die Müdigkeit ist nicht gefährlich, aber Leichtfertigkeit und Unempfindlichkeit sind für die Menschen viel schädlicher.
Gleich einem Hausherrn, der ständig tätig ist,
Wollen auch wir uns niemals vor dem Schweiß der Arbeit fürchten.
Es ist besser, Fehler zu begehen als untätig zu sein.
Eilt in den Hafen, für jeden steht ein Schiff bereit!
[257. 1922] Juni 29.
Ist es denn so schwer, gerecht zu sein?
Ein Kind hat mehr Gerechtigkeitsgefühl als mancher Richter.
Warum können Greise und Kinder nur auf der Erde richten?
Menschliches Urteil ist meist lächerlich.
Die Gesetze haben den Zutritt verdunkelt.
Lernet zu urteilen nach dem Gesetz der Sterne.
Verstehet es, geschlossenen Auges zu richten.
Das dem Auge verborgene Licht zu finden, ist nicht schwer.
Trägheit, Undankbarkeit, Unwissenheit und Grausamkeit treiben den Menschen.
Blinde Wanderer, wo ist die kindliche Gerechtigkeit?
Waschet den Schmutz eurer Gewohnheiten ab!
[258. 1922] Juni 30.
Manche wohnen in Kellergeschossen,
Manche drängen sich in Dachstuben zusammen,
Vielen genügt ein Zimmer in einer fremden Wohnung,
Doch einigen gehört ein ganzes Haus.
Ich will demjenigen ein ganzes Haus geben, der mit Uns geht.
Ist es nicht schön, im eigenen Haus zu wohnen?
Und ist es nicht herrlich, den Sonnenaufgang auf der Terrasse seines eignen Gartens zu bewundern?
Billig bieten Wir das Haus an.
Ein Wort des Herzens und ein Werk der Schönheit sind kein hoher Preis.
Begreifet diesen Vorteil, verstehet ihn sogar vom irdischen Standpunkt aus.
[259. 1922] Juli 2.
Schöpfer, beflügle wieder meinen Geist, wenn sich der Sturm besänftigt.
Donner erfüllt die Stille der Nacht,
Und Blitze flitzen vorüber am Fenster.
Ist es denn möglich, dass selbst bei diesem Unwetter der Bote kommt?
Doch ich weiß, solch eine Frage ist nicht angebracht. Der Bote, er wird dennoch kommen.
Lehrer, mein Verstand kämpft mit dem Schlaf
Und das Auge durchdringt nicht in die Finsternis.
Drum will ich einen Hammer vor die Tür hin legen.
Der Bote möge dann das Schloss zertrümmern.
Ist denn überhaupt ein Schloss noch nötig, wenn die Botschaft schon empfangen wurde?
[260. 1922] Juli 3.
Herrscher, warum darf ich nicht alle Früchte Deines Gartens sammeln?
Wo sind denn deine Körbe?
Herrscher, warum gießt Du nicht Ströme Deines Segens auf mich aus?
Wo sind denn deine Krüge?
Warum, o Herr, sprichst Du nur leise und verkündest Deine Wahrheit nicht mit Donner?
Wo sind sie denn die Hörer? - Außerdem ist auch der Donner in den Bergen besser hörbar.
[261. 1922] Juli 4.
Es sammeln sich die Menschen; die Erfahrung wächst, und leichter wird es, Hilfe euch zu senden.
Nur so kann das Schiff, die Segel hissend, seinen Kurs beschleunigen.
Einfacher, leichter, höher und nicht spürbar tragt ihr die Lasten, wie die Blumen ihren Blütenstaub.
Möge der Übergang einfacher, leichter, höher und fröhlicher sein.
Kümmere dich nicht um die Füße, wenn an den Schultern Schwingen wachsen.
[262. 1922] Juli 9.
Warum werden gegen Lebensende die Augen weitsichtig?
Die Erfahrung richtet unser Auge in die Ferne und die Gegenwart wird überschattet.
So schreitet denn auch ihr voran, der Zukunft Wissen euch bewahrend,
Und ohne zu versinken in dem Sumpf der Gegenwart.
Tätigkeit geht über alles.
Wahrlich, Ich sage euch: Ein Vogel ist in seinem Flug oft nützlicher als ein bequemer Mensch.
[263. 1922] Juli 11.
Ich spüre es, Unsre Feinde werden durch unsichtbares Feuer bezwungen werden.
Die Zeit des Wirkens ist gekommen.
Eignet euch an - Ergebenheit und Tapferkeit.
Ich bedeck euch mit dem Helm des Glaubens, dem Panzer der Ergebenheit und gebe euch den Schild des Sieges.
Und das Banner des Sieges wird die Liebe sein.
Der Verstand nimmt täglich zu.
Güte ist der Vorbote des Glücks.
Die Brücke zwischen Uns - die Geistigkeit - kann Berge sowohl entstehen als auch sofort verschwinden lassen.
Und dieser Abgrund kann selbst mit den Steinen aller Berge nicht mehr aufgefüllt werden.
Deshalb hütet die Blume von Adamant.
Auf dem Eise blüht sie nicht.
Leicht ist es, Gärtner zu sein, doch schwer, die Aufgabe des Samens zu erfüllen.
Wenn euch jedoch der Schöpfer die Kraft verlieh, eine Brücke zu Uns zu schlagen,
Dann kommt und hütet diese Flamme.
Und sagt den Wanderern: Wir wissen, wohin wir gehen.
[264. 1922] Juli 12.
Meine Lippen werden stumm und den Schild
Der Barmherzigkeit kann ich nicht mehr festhalten, wenn die Liebe flieht.
Wenn meine Schwingen in der Nacht sich schließen, werde ich am Morgen niederstürzen.
Was werde ich dann statt der Flügel nehmen, um die Morgensonne zu begrüßen?
Wohin entschwand mein Lächeln?
Und welche Falten legten sich auf meine Stirne?
Wo ist das frohe, leuchtende Wort, mit welchem ich das Licht begrüßen werde?
Ist das nachahmungswürdig?
Ich rufe und bestätige die Liebe.
Ich habe gesprochen.
Schätzet nicht die so genannten Besserwisser!
Nehmt an das Wissen des berufnen Lehrers.
Ich habe gesprochen.
Die Worte des Lehrers entfernen das Schloss.
Leg dein Herz auf den Morgenstrahl des Lichtes und Ich werde dich beschirmen.
Öffne das Auge der Welle und Ich werde dich behüten.
Für Mich ist es beglückend, den geistigen Schatz zu schirmen.
[265. 1922] Juli 13.
Es naht die Zeit, in der vollendet ist der Neue Tempel.
Wende dich ehrerbietig hin zum Tempel, und wenn Ich mit dir um den Bau herumgehe,
Werden wir dem Schöpfer ein Gebet darbringen.
Und je nach Arbeit und Verdienst werden wir den Lohn zuteilen.
Wir werden den verkauften glücklichen Glauben vereinigen.
Wir werden neue Zeichen senden und die Segel setzen.
Begreifet, Gottes Dienste sind nicht käuflich.
Das Gold hat die Religion erstickt.
Der goldne Schild hat keinen Wert von Dauer.
Ich rufe die Weisen.
Neue und Brauchbare werden sich sammeln, und der Baum der Eintracht wird erblühen.
[266. 1922] Juli 14.
Man wird fragen: Wo sind denn eure Beweise?
Gibt es doch jetzt so viele falsche Propheten.
Antwortet: wir urteilen nur nach Taten.
Wir berücksichtigen nur die Ergebnisse.
Denn ein falscher Prophet führt zur Lüge hin.
Die Lüge endet im Bösen, und so könnt ihr des Drachens Spur verfolgen.
Deshalb vermerken Wir nur Taten.
Der Lehrer kennt unsren Weg genau, darum ergeben wir uns Seinem Willen und hören nicht mehr auf die Stimme der Versuchung.
Urteilet nur nach Taten.
Ich habe gesprochen.
[267. 1922] Juli 15.
Mit der Sichel ernte ab das Feld
Und bring mit Sorgfalt jede Ähre in die Scheune.
Reines Korn soll mit dem Atem beleben.
Der Rest wird im Lagerfeuer verbrennt.
So suchen Wir der Zukunft Banner aus.
Ich habe gesprochen.
Nichts wird ohne Grund zerstört.
An jeden richtet sich der Ruf.
Doch taube Ohren vernehmen nicht der Engel Posaunen.
Noch schwerer als einstmals die Mauern Jerichos zerfällt das Gebäude der Alltäglichkeit.
Sind eure Ohren frei von altem Kehricht?
Ich habe gesprochen.
Was soll mit Drohenden geschehen?
Was mit den Sitzenbleibern?
Was soll man denn mit jenen machen, die behaupten, die Zukunft schon zu kennen?
Zur Zeit gibt es viele Besserwisser, doch Ich sage diesen:
Öffnet die Ohren und waschet eure Hände, bevor ihr mit dem Geschrei beginnt.
Ich sage es, Ich sage es, Ich habe es ihnen gesagt.
Ich SELBST bezeuge es.
Dem Treiben werde Ich ein Ende setzen, wenn die Zeit dafür gekommen ist.
Doch nun gehet,
Meine Hand wacht über euch.
Ja, ja.
Umgeben von Gefängnissen, umgeben von Mord,
Umgeben von Schweigen, umgeben von Aufruhr,
Umgeben von diesem und von jenem,
Denket an Mich.
Die Kraft ist stets mit euch.
Schüler, sag, fürchtet denn die Muschel den samtenen Wellenschlag?
Drum fürchte auch du den Schlag der Wellen nicht.
[268. 1922] Juli 16.<br>
Ich denke, der Geist findet sich überall zurecht.
Wie der Leuchtturm dem Seemann Tag und Nacht zur Rettung leuchtet,
So sollten Meine Kämpfer umso mehr vom rettenden Feuer entflammt sein!
Das Feuer der Tätigkeit entzündet andre Feuer.
[269. 1922] Juli 17.
Ihr wisst bereits: Güte und Verstand allein führen nicht zu Uns - Geistigkeit ist unentbehrlich.
Doch diese Eigenschaft kommt erst im Augenblick der geistigen Bereitschaft.
Nichts kann das Erreichen des geistigen Pfades mehr beschleunigen.
Sogar ein Ruf kann fruchtlos sein, suchet darum nicht krampfhaft Anhänger.
Empfanget aber dafür behutsam alle Anklopfenden.
Es ist beschämend, das Klopfen eines Herzens zu verschlafen. Besser ist ein Misserfolg, als einem beschwingten Wunsche kein Gehör zu schenken.
Schüler, wozu Gedanken, die nicht erfüllbar sind?
Verschwende keine Kräfte zum Erschlaffen deines Geistes.
Mein Lotos ist für die Besucher Meines Gartens eine Freude.
Kinder: Taten, Taten, Taten!
Wohlwollende Gedanken bringen die Seele des Lehrers in freudevolle Schwingung.
Denket daran, die Seele eures geistigen Lehrers ist zugleich euer Haus.
Vergesst Ihn nicht beim Streben nach Seligkeit.
Im Namen der Menschheit sage Ich euch:
Der Lehrer ist bei euren Türen,
Doch haltet diese offen.
Sehnt euch nach Ihm, Er wird auf euren Ruf hin reagieren,
Wie eine Blume auf den Kuss der Morgensonne.
Schreite in Meinem Namen durch das Leben und du wirst siegen über alle Finsternis.
Die Regenwolke wird euch nicht durchnässen und selbst die sengendste Sonne keine Qual verursachen.
Ich bin euer Verteidiger, euer Freund und Vater.
Kinder, Kinder, liebe Kinder!
Glaubt nicht, dass Unsre Bruderschaft durch undurchdringliche Mauern vor der Menschheit verborgen ist.
Der Schnee des Himalaja, der Uns verdeckt, ist nur ein Hindernis für Neugierige, doch nicht für jene Forscher, die nach Wahrheit suchen.
Unterscheidet zwischen suchenden Forschern und solchen, die voll Zweifel sind.
Versenkt euch auch in Unsre Arbeit, dann will Ich helfen auf dem Pfad zu Unsrer Welt.
Wir senden euch diese Botschaft.
Mögen selbst Steine auch die Wahrheit künden.
Mögen Baum und Gräser den Ruhm der Schöpfung preisen.
Doch dem Menschen überlasst die Tat;
Denn in der Tat zeigt sich die Frucht des Strebens.
Vögel erinnern sich nicht ihrer und der anderen Taten,
Deshalb kehren sie zurück in ihre alten Nester.
So lasst die Menschen ruhig ihre Fehler auch vergessen und sie zum Pfad der Großen Stille und zum Heil bestrebt sein.
Das Große Schweigen gleicht dem Brausen eines Meeres und der Stille des verlassnen Hauses.
Wir fassen die Beschlüsse, und im Strahl der Morgensonne senden Wir euch Unser Wort.
Nicht im Traum, nicht im Verlangen,
Sondern in der Einheit des Geistes; Glückseligkeit erfühlend, schreitet als Unsre Sendboten und überbringet Unsre Nachricht.
Verurteilet nicht, handelt vielmehr.
Sinnieret nicht, sondern schaffet und forschet.
Ich Selbst bin euer Helfer.
Ja, ja, ja.
Ich habe gesprochen.
Meidet jene, die nicht hören wollen!
Weichet jenen aus, die nicht sehen! Ja!
Seid beherrscht!
[270. 1922] Juli 18.
Verstehe und bemerke!
Kenne euren Pfad!
Herrscher, gib Kraft meinem Herzen und Macht meiner Hand,
Denn ich bin Dein Diener.
In Deinen Strahlen werde ich die ewige Wahrheit des Seins begreifen.
In Deiner Stimme werde ich den Wohlklang der Welt vernehmen.
Herrscher, Dir schenke ich mein Herz,
Bringe es dar zur Errettung der Welt."
Verstehe die große Wahrheit der ewigen Bande des Vaters zum Sohne und des Sohnes zu seinem Sohne.
Die Früchte und Blumen Meines Gartens sind für alle erreichbar.
Seid Hüter Meines Gartens.
An Meine Tore werde Ich euch stellen,
Und in Meinem Namen sollt ihr dann verkünden.
Mein Wort, es sei mit euch.
[271. 1922] Juli 19.
Wir verleihen ein hellhöriges Ohr, und euer Sehnen kann Unsre Stimme dann erreichen.
Unser Strahl weist wie ein Leuchtturm aus der Finsternis den Weg, und diesem Führer folgend, erreicht das Schiff den Hafen.
Zwielicht sollte es für euch nicht geben.
Man wird fragen: Worin besteht das Streben nach Vollkommenheit?
Antwortet: In der Liebe, in der Schönheit und in der Tat - diese drei Wege genügen.
Wenn ihr euch schon unter einem Baum geborgen fühlt,
Und unter einem Felsen sicher,
Wie sicher werdet ihr erst unter Meinem Strahle sein!
Im Schweigen und im Rufen ereicht ihr Unsren Gipfel.
Im Nebel scheint der Strahl des Leuchtturms trübe,
Doch Unser Strahl bleibt hell in eurer Mitte, er leuchtet immer.
Ihr nehmt Uns auch im Schweigen wahr.
[272. 1922] Juli 20.
Man wird fragen: Warum gleicht euer Buch nicht andern Büchern?
Antwortet: Dort lehrt man vorwiegend die Stille,
Bei Uns jedoch erklingt der Ruf zur geistigen Schlacht.
Allein im Lehren und im Verbessern ertönt der Ruf zum Kampfe und zur Tat.
Jede Zeit erfordert Neuerungen.
Der Geist zeigt dir, wie man den Abgrund überqueren muss.
Hilfe wird euch, die ihr euch stürzen,
Hilfe wird euch, die ihr Zeit und Körper vergessen habt.
Hilfe wird euch, die ihr mitklingen.
Ein aufmerksames Auge wacht über euch.
Adler segeln als Boten herbei,
Und Schildkröten bringen zum Geschenk den Schild.
Wunder, Wunder, Wunder geschehen.
Und die Kämpfer werden die Weisung vernehmen.
[273. 1922] Juli 21.
Ich werde denen, die anklopfen, sagen: Ihr könnt auf eurem Wege einem mit Geistigkeit gefüllten Kelch begegnen, erkennet ihn!
Habt ihr ihn dann erkannt, so seid bestrebt, ihn zu erreichen.
Denkt daran, dass Geistigkeit wie eine Flamme sich entzündet und einem kraftvollen Magneten gleicht.
Deshalb weist auch das für euch bestimmte Glück nicht ab.
Wir können rufen, doch werden Wir den Ruf nicht wiederholen.
Man muss in Freiheit seinen Weg beschreiten können.
Zu allen, die sich in den von Menschenhand geschaffenen und engen Kellern niedergeschlagen fühlen, spreche Ich:
"Kommt alle, die Freude ihr ersehnt, das Fest, es ist bereitet."
Ich habe gesprochen.
Ich sage euch, lasst eures Herzens Flamme mit des Mitleids Feuer lodern.
Verborgen ist im Mitleid eine große Perle des Geheimen Wissens.
Alle Bodhisattvas, Heiligen und Glaubenshelden strebten auf diesem Pfade.
Denkt an die Legende von den sieben Toren.
Der Dornenpfad ist nicht für alle voller Dornen.
Es gibt Seelen, denen die Dornenkrone begehrenswerter scheint als eine Kaiserkrone,
Und das härene Gewand kostbarer als der königliche Purpur.
Im Walde sucht nach Meinen Zeichen,
In den Bergen lauschet Meinem Ruf,
Im Rauschen eines Bergquells vernehmt Mein Flüstern.
Ja, ist denn dies ein menschliches Gemurmel?
Nein, es ist das Brausen eines Meeres oder der Donner in den Bergen.
Ich frage dich, wo ist denn deine Schleuder, um den Feind zu schlagen?
Sei zum Kampf bereit.
Ich bin mit dir.
[274. 1922] Juli 22.
Man muss sich stets der Funken Unsrer Kraft erinnern, Tote werden sie erwecken.
Doch wie der Johanniskäfer allmählich seine Leuchtkraft einbüßt, so erlöscht auch Unser ausgesandter Funke.
Denkt an die Stimmung vor der Dämmerung.
Des Morgens Kühle labt erfrischend das Gemüt.
Eilet, um davon Gebrauch zu machen.
O Erblühen der Lotosblume!
Traum der auserwählten Träume, Perle mit sieben Blättern,
In Dir ist das Wissen des Weltalls tief verborgen.
In Dir ist das Streben geboren, die Geheimnisse zu erkennen.
Gefäß der verborgenen Geheimnisse!
Der große Heiler der Welt.
Seele, die über die weltlichen Schrecken wachsam ist.
In Deinen Strahlen badet sich Dein treuer Diener, Dich zu seinem Eigentum erwählend.
O Herrscher der Himmlischen Tore!
Errichte auf dem höchsten Gipfel Deinen Thron.
Von dort kannst Du der Menschen Sorgen besser sehen.
O Herrscher, genannt der Mitleidige!
Blick auf Deine Söhne in der irdischen Finsternis.
Finsternis, Finsternis, Finsternis.
Licht, Licht, Licht.
Ohne Finsternis gäbe es kein strahlendes Licht,
Denn sichtbar wird das Licht nur in der Finsternis.
Wo Er - der Herrscher - sich befindet, da gibt es weder Licht noch Finsternis, denn dort ist alles eins.
Das ist das Geheimnis der Geheimnisse, Verborgenstes im Verborgenen.
Von Menschen unerkannt, bleibt Es stets klar,
Vom menschlichen Verstand begriffen, trübt sich sein Glanz.
So verlangt es das Gesetz.
Schreitet hinter des Herrschers Banner.
[275. 1922] Juli 23.
Über Wüsten, Meere und Berge setzt ihr euch in einem Atemzug hinweg.
Und da stehen wir uns nun gegenüber, von Angesicht zu Angesicht.
Verschwunden sind dann Raum und Zeit und offenbar wird auch die Macht des Wissens.
Ist es denn leicht, mit Schwingen aufzusteigen?
Ich sage, es ist für jene leicht, die ihre Flügel kennen.
Doch jene, die der Erde süßes Leben lieben, sie werden auch nicht fliegen können.
Wohin denn sollen sie vor ihrem Abgott fliehen?
So werdet ihr am Leben die Nichtigkeit der irdischen Wünsche sehen.
Es ist einfach, denn alles ist einfach.
Erhebt euch durch Gedanken, erhebt euch durch Bejahung, erhebt euch auch durch Liebe.
Bald werdet ihr die Freude am Fliegen kennen lernen,
Und dadurch auch des Lebens Abgrund überwinden.
Ein leuchtend Farbenwunder wird am Sternbild Kreuz des Südens5 dann erstrahlen.
Alles ist erreichbar.
[276. 1922] Juli 24.
Wollt ihr denn leiden, indem ihr euren Körper martert?
Warum denn das Geschenk zerstören, das euch der Schöpfer gab?
So suchet neue Wege!
O Du, Schöpfer der Welt. O Du, Himmlische Höhe,
Ruhm vom Ruhm der Herrlichkeiten,
Großer, Ungeoffenbartes im Anfang,
Geoffenbartes am Ende.
Ja - ja - ja.
Wo ist der Anfang, wo das Ende?
Ihr erkennet eure Streben.
Klopfet an die Tür, das Schloss ist nicht versperrt.
Der Meister erwartet euch im Inneren des Hauses.
Genießet nicht die Speisen vom Tisch des Herrn,
Achtet vielmehr auf Seine Worte.
Du kannst dein Kostbarstes verschenken, man wird darauf nicht achten.
Doch bereue nicht.
Wanderer, du musst die Dinge lassen, die dich behindern.
Je mehr du abgibst, umso leichter kommst du auf deinem Pfade vorwärts.
Danke jenen, die dir etwas abgenommen haben.
Sie halfen dir und zeigten Fürsorge für dich.
Wer ohne Lasten geht, ereicht den Gipfel leichter.
Auf diese Weise werdet auch ihr es lernen, den Gipfel zu erreichen.
Danket deshalb den Undankbaren.
Ich habe gesprochen. Ich sende euch den Segen.
[277. 1922] Juli 25.
Arbeitet. Der Weg ist für die Arbeit frei.
In euren Händen liegen größte Möglichkeiten.
Meine Krone sei mit euch, denn Ich gab euch den Lorbeer.
Erwartet keine Belohnung -
Belohnung ist nicht für euch.
Mitarbeiter, beschreitet tapfer euren Weg,
Ohne an Gefahren oder Freuden des nächsten Tags zu denken.
Erinnert euch daran, was Ich euch sagte.
Esset nicht die Speisen vom Tisch des Herrn, auch wenn Er sie euch anbietet.
Nehmt nur das, was zum Wohle eures Werkes dient.
Belohnung kommt, aber Erwartung bringt keine Ergebnisse.
Dachte denn Christus am Kreuze an die Rettung Seiner Seele?
Auch im Kleinsten bemühet euch, Ihm gleich zu sein.
Mitleid, Mitleid, Mitleid.
Wiederholt flehen wir euch an - habt Mitleid!
Wenn aus eurer Hülle, die zur Zeit noch unvollkommen ist, der Glanz des Geistes strahlt -
Fühlt ihr da nicht Kraft und Freude?
Ergießt sich dann nicht alle euere Wesen in die freudigste Arbeit eures Geistes?
In diesem Augenblick bin Ich euch nahe.
Und euer Ohr vernimmt das Rascheln Meiner Schritte.
[278. 1922] Juli 26.
Du, der du ein feines Ohr besitzest,
Du, der du ein offenes Auge hast,
Du, der du Mich wahrnimmst,
Sei gesegnet.
Mein Name ist für dich ein Talisman.
Und des Himmels Weiten mögen dir gewogen sein.
Heil dir.
Gleich einem Falken richte deine Augen in die Ferne.
Durch Schönheit werdet ihr Uns näher kommen.
Verstehet und behaltet.
Ich habe euch beauftragt, Schönheit zu verkünden.
Der eine spricht von Liebe,
Der andere von Taten,
Ihr aber sprechet auch von Schönheit.
Wenn ihr Tore öffnen wollt, dann bedient euch Meines Zeichens.
Ich sagte Schönheit.
Auch im Kampfe und im Siege sprach Ich von Schönheit.
Selbst Misserfolge werden verhüllt durch Schönheit.
Auch die Berge erblühen in Schönheit.
Lasst die Kinder - diese Blumen - zu kommen!
Und verneiget euch vor Ihm, der euch die Schönheit der Großen Welt vermittelt!
Verstehet: es gibt keine Sachen, noch Entscheidungen, noch Stolz, noch Buße; es gibt nur sie - die Schönheit.
Mit ihr schreitet voran.
In Schönheit will Ich jene bei Mir empfangen, die in Mein Haus gelangten.
Sie nähern sich bereits.
[279. 1922] Juli 27.
Eure Freude ist auch Unsre Freude.
Wenn die wunderbare Blume der Zärtlichkeit auf Erden wird erblühen,
Dann wird ein neuer Stern erstrahlen in der Unbegrenztheit.
Unzählbar sind doch die Sterne.
Die Milchstraße des Glückes verbindet alle Welten.
Herrscher, der Vogel der Glückseligkeit möchte an meinem Fenster singen.
Ich werde seine Worte nicht verstehen.
Und dennoch will ich es versuchen.
Zur Morgenstunde werde ich ein Wort begreifen.
Mein Herz wird singen dann: Du bist erhört, erhört, erhört.
Könnte ich wirklich durch ein einziges Wort, durch eine Zärtlichkeit von Dir Erhörung gefunden haben, von Dir,
Der das Gewebe der ewigen Welt und ihren Glanz gewoben hat?
Mein Sohn, die Zärtlichkeit, sie ist ein Teil der Wahrheit.
Und Wahrheit liegt in der schönen und guten.......
Verstehe dies, Mein Sohn, zur Mitternacht.
Am Morgen werde Ich an deine Türe wieder klopfen.
Noch einen Tag und eure Blume wächst.
Ihr sprecht gelassen Worte über den Bau des Tempels aus.
Ich sehe ein Lächeln und höre sogar ein Lachen.
Ein Segen ist es, wenn ihr aufbaut, wenn ihr Steine zusammentragt und diese mit einem Lächeln auch zusammenfügt.
Freude den Welten.
Ich habe gesprochen.
[280. 1922] Juli 28.
Wasserfälle, Gräser, Vögel und sogar der Wind singen mir zu.
Und in meiner Bewegung entsteht ein neues Lied.
Ich gehe unbeschwert,
Doch wenn der Wind verstummt, die Vögel wandern und die Gräser welken, was soll ich denn dann tun, Mein Herrscher?
Dann blick auf Mich.
Wenn Berge hohe Gipfel werden und mich die Abgründe zu neuen Felsen führen,
Und alle Wüsten ich durchwandere und alle Berge auch erstiegen habe, was werde ich dann sehen, Herrscher?
Du wirst Mich sehen.
Ketten gibt es des Glückes und Ketten auch der Knechtschaft.
Schwer schleppt der Sklave hinter sich die Ketten her. Auch des Glückes Ketten können mit Gelächter klirren.
Wie soll ich, Herrscher, diese Ketten unterscheiden können?
Mit einem hellhörigen Ohr.
[281. 1922] Juli 30.
Wer mit Uns geht, hat oft auch Zeiten des Kampfes zu bestehen, doch weiß er, dass er immer siegen wird.
Aufmerksamkeit schenkt allen Rufenden, wie schön ist das!
Sie empfinden nicht nur Schönheit, sondern wollen sie dies teilen.
Teilen ist das Pfand des Sieges!
Die Worte, die den Zugang ebnen, sind immer einfach.
Doch gibt es nur sehr wenige, die sie verwenden.
Wir nehmen wahr das Fest der Arbeit.
Um euch zu reinigen, werft in die Flamme Vorurteil und Hindernisse.
Wie hell beleuchtet doch ein Feuer den Weg am Felsen!
Anstrengung öffnet neue Tore.
[282. 1922] Juli 31.
Wes Klopfen höre Ich?
Bist du es, Flüchtling?
Nun, Ich sage dir:
Du bist vor mir so sorgfältig geflohen,
Genauso, wie du früher Meine Häuser gebaut hast.
Du hast versucht, dich zu verbergen in des Tempels Heiligtum.
Auch hinter des Thrones Stufen hast du dich versteckt.
Und nicht zuletzt hast du versucht, dein Äußeres zu ändern, verhülltest dich im Zelte mit dem Vorhang.
Und wolltest mit Musik dich trösten.
Wohin bist du nicht überall entflohen?
Nun stehst du neuerdings vor Mir,
Ich sage dir: Du bist zu Mir gekommen,
Und hast die Tür zu Mir gefunden.
Du hast erkannt, wie glanzlos dein Geist geworden und wie die Freude dir entschwunden ist.
Du hast erkannt, dass der, der anklopft, wieder aufgenommen wird und dass man ihn erhört.
Gefunden hast du jetzt die bessre Tür und siehst, dass jedes Fliehen sinnlos ist.
Und nehme Ich den Anklopfenden auf und sage ihm:
Ich habe deine Freude aufbewahrt.
Empfange dein Gefäß und arbeite!
[283. 1922] August 1.
Freude! Es gibt kein Glück der Gegenwart.
Es gibt nur ein vergangenes und ein zukünftiges Glück.
Vergangenheit entfernt.
Zukunft bringt näher.
Und Ich erschloss euch nun das Glück der Zukunft.
Freude! Es soll nichts geben, was euch entfernen könnte.
Lebt in der Stunde nun des künftigen Glücks.
Freude!
[284. 1922] August 3.
Lernet den Schild beschützen.
Durch Findigkeit erreicht ihr euer Ziel.
Schwierig ist das Neue, doch untauglich das Alte.
Lasst die Berge klar erscheinen.
Man kann sich weder selbst freisprechen, noch wird uns eine Ausflucht helfen.
Nur schöpferische Arbeit führt zum Sieg.
Erfasset Arbeit stets im weiteren Sinne.
Ein Schneesturm nimmt die Sicht, der Geist wird dadurch aber nicht erschüttert.
[285. 1922] August 4.
Hütet den Geist.
Die Tat beweist die Treue.
[286. 1922] August 5.
Wo ist das Gebet?
Wo ist das Mantram, wo die Beschwörung, wo der Anruf?
Sprechen will ich mein Gebet, das Angesicht zur Sonne hingewendet.
Wenn meine Augen das Licht des Weltalls nicht ertragen können, so will ich sie verschließen.
Erfüllt vom Glanz der Sterne will ich sagen:
Hier sehe ich meinen Pfad und ihn entlang strebe ich mit meinem ganzen Wesen.
Der Feinde wehrend und dem Besitz entsagend komme ich zu Dir.
Mein Wort an Dich ist mein Gebet zugleich.
Ich spreche es am Tage, bei der Arbeit und des Nachts, wenn ich erwache und meine Augen die Grenze zwischen Erde und Himmel nicht mehr unterscheiden können.
Wie zahlreich waren meine Vorbereitungen, wie überlegte ich, wie strengte ich mich an, bis ich Dir sagen konnte:
Ich liebe Dich, o Herr!
Das ist mein ganzes Beten.
Lang habe ich mich vorbereitet und lang habe ich gesucht nach einem Mantram, es ist ganz kurz: "Wende Dich nicht ab, Mein Herr!"
Das ist mein einziges Gebet.
Und jetzt beschwör ich Dich: "Herrscher, verlass mich nicht, immer werde ich Dich finden, denn ich kenne alle Deine Häuser, Du bist in allem!"
Verzeihe, Herrscher, mein Gebet ist einfach,
Mein Mantram kurz und meine Bitte klingt gewagt,
Doch ich kann von Dir mich nicht mehr trennen und Deinen Anblick nicht entbehren.
Mein Ohr hört Deinen Schritt,
Sogar im Mund verspüre ich Deinen Göttlichen Geschmack,
Denn Du bist meine Nahrung.
Wird mein Gebet Erhörung finden, Herrscher?
Ich fürchte, meine Bitte könnte Dir missfallen, Und mein Mantram Dir nicht annehmbar erscheinen,
Doch ich werde Dein Gewand fest mit meinen Händen halten.
Ach Herr, Ich will es wagen.
Und durch Kühnheit werde ich ein Meer voller Glückseligkeit gewinnen, denn ich wünsche es.
Also sprach: Schaffet, begreifet und reiniget die Türen.
Wenn man euch stößt, schreitet mit einem Lächeln weiter.
Der Wissende gelangt ans Ziel.
[287. 1922] August 7.
Sie brüsten sich mit dem Empfang Unsrer Lehre, doch legten sie nicht eine einzige schlechte Angewohnheit ab.
Ihre Schritte sind voll Zweifel, und ihre Worte mit Verrat gesättigt.
Sie baden sich im Hof in einer Pfütze und halten diese für den Ozean.
Hütet euch besonders vor Verrat!
[288. 1922] August 9.
Die Neuen werden sich durch Taten offenbaren.
Erheben werden sie den Schild der Schönheit und öffnen dann mit Liebe den Anklopfenden die Türe.
Den Blinden wird der Boden unter ihren Füßen bald versinken und die Tauben werden umgestoßen werden.
Ich sende euch des Lebens Wasser, damit ihr Augen und Ohren darin baden könnt.
Ein Wunder wird geschehen, und der Schönheit Brücke wird den neuen Weg euch zeigen.
Ich habe gesprochen.
[289. 1922] August 26.
In antiken Kulturen kann man Überreste geistiger Lehren finden.
Sogar der alte Reigen zeigt Spuren noch von Geistigkeit.
In die Mitte eines Kreises wurde die auserwählte Frau - seltener der auserkorne Mann - gestellt.
Um sie herum vollzog man rituelle Tänze und sang dazu.
Im Kreise stand die Auserwählte, scheinbar unbeweglich,
Doch alle Bewegungen und Wendungen waren ihr zugedacht.
Sie brachten den Sinn sämtlicher Bestrebungen zum Ausdruck.
So ist es auch mit des Geistes Lehre.
Der Schüler empfängt die Freude der Erleuchtung.
In ihm erwacht der Drang zum Suchen,
Und dann wird er das Eis der Einsamkeit verspüren.
Und schließlich muss er noch die Last des Mittelpunktes tragen.
Allein und stumm, Und scheinbar ohne Hilfe nimmt er die Lasten aller dann auf sich.
Genau so ruhig, wie in der großen Einsamkeit
Wartet er und nimmt bereitwillig die Bitten auf, die zu ihm dringen.
Wie eines Hauses Fundament lässt schweigend er sich dann umkreisen.
Verzehnfachend die Hände,
Vergrößernd noch das Herz,
Muss er im Geiste über allen stehen,
Die sich an ihn gewendet haben.
Doch fürchtet er sich nicht, er weiß, dass seine Zeit sich nähert.
Die Anklopfenden, die Drohenden und jene, die belasten, sie alle werden kommen.
Und er muss sie empfangen.
Zeitweilig wird er von ihnen eingekreist, und sie versperren ihm den Ausgang.
Doch die Prüfung währt nicht ewig.
Nahe liegt die Möglichkeit des nächsten Pfades.
Und darin liegt das Wesen der Last des Mittelpunktes.
Wie tut es wohl, wenn Freundeshände sich entgegenstrecken
Und wenn der Reigen sich zusammenflicht aus guten Wünschen.
[290. 1922] September 3.
Suchet den Abend nicht am Mittag.
Ackersmann, sprich hinterm Pfluge kein Gebet der Ruhe!
[291. 1922] September 4.
Von der Liebe sage Ich - bei reinen Seelen strebet sie nach oben, Mitleid aber ist nach unten hin gerichtet.
Man soll Gott lieben, Er ist ein wunderbarer Märtyrer für schöpferisches Denken zum Wohle unserer Welt.
Man kann vertrauensvoll und auch verwegen an Seinen Tempel klopfen.
Geschieht dies Klopfen voll bewusst, erhaltet ihr als Antwort neue Kräfte, auch wenn sie nicht gleich wahrgenommen werden.
[292. 1922] September 7.
Viel Unverstand findet sich im Meer der Menschen.
Der Mensch kann ihn erkennen und muss ihn durch des Geistes Feuer zu beheben trachten.
Feurige Tätigkeit im Leben verleiht dem Geiste Flügel.
Tief im Meere gibt es Salz, doch nur die Strömung fördert es zutage.
Obwohl das Ei der Nachtigall den Embryo des Sängers schon in sich birgt, erschallt erst später sein Gesang.
Glückliche Sänger, singt laut zur Herrlichkeit des Lächelns Unsres Schöpfers.
Es gibt weder Kleine, noch Große.
Gefühle, in den Raum gesandt, kehren gleich einem Bumerang zum Ausgangspunkt zurück.
[293. 1922] September 17.
Habt Vertrauen zu den Neuen!
Der Lehrer hat die Kraft, den Schild zu halten, bis das Glück erreicht ist.
Der Lehrer spürt die Hand, wenn sie um Hilfe bittet.
Der Lehrer ist bereit zu helfen.
Der Lehrer kann euch Neues senden.
Der Lehrer kann die Lehre geben.
Der Lehrer sieht in Kühnheit eine Heldentat.
Der Lehrer stärkt die Energie der Treuen.
[294. 1922] September 19.
Man besang die Helden im Altertum; warum soll jetzt beim Rassenwechsel nicht neuerdings die Heldentat erstrahlen?
Der Schild der Bruderschaft beschützt den Suchenden, der nach dem Lichte strebt.
Eure besten Bestrebungen werden wie Samenkörner von Uns genährt.
Beglückend sind der Schönheit Wege. Die Not der Welt muss bald beseitigt werden.
Des Neuen Lebens Wunder ist in Lumpen eingehüllt, und dennoch lebt es.
Fürchtet nicht des Lebens Abschaum; wenn das Wasser im Kessel kocht, treibt es den Schmutz nach oben.
Auf dem Pfad der Heldentat, da gibt es keine Furcht,
Denn des Herzens Feuer erleuchtet hell den Pfad der Wahrheit.
Die Wahrheit der Ewigkeit besteht in der Schönheit des Geistes.
Der Geist erkennt, was Schönheit ist.
[295. 1922] September 20.
Der Menschheit neue Runde wird keine Sorgen kennen.
Mit einem Lächeln wird das Kind das Schwert zum Kampf erheben.
Das Volk wird eine Ikone aufheben.
Ich gehe durch die Wüste und trage den mit einem Schild bedeckten Kelch.
Weshalb liegt Staub am Opferplatz?
Wo der Tempel wird errichtet, da kann es weder Spiel noch Unterhaltung geben.
Wo die Macht der Schönheit übermittelt wird, dort gibt es weder Eifersucht noch Eigennutz.
Beseitigt den Kehricht!
Ich bestehe drauf, dass in den Ritzen nichts Hässliches und Schädliches versteckt sein darf.
Schützet den Kelch!
[296. 1922] September 21.
Wenn ihr euch beeilt, werdet ihr den Staub vermeiden.
Nichts darf vernachlässigt zurückgelassen werden.
[297. 1922] September 23.
DAS BUCH DES OPFERS
Mit welcher Kraft werdet ihr euch behaupten?
Wie könnt ihr Unser Werk vollenden?
Durch die von Uns verliehene Macht.
Soll über Macht auch Ich noch sprechen,
Wenn alles Törichte und Eitle nach ihr bestrebt ist?
Und dennoch sage und behaupte Ich:
Unsre Macht ist eine andre -
Unsre Macht, sie liegt im Opfer!
Mit wenigen Worten will Ich dies erklären:
Als der Regent Kurnowuu6
Die Goldnen Tore einst errichtete,
War Sein Sinnen auf den Tempel hin gerichtet,
Doch Er hat Sein Opfer dargebracht.
Als Salomon die Macht der Schönheit suchte,
Und Ihm durch Sulamith
Das Symbol der überirdischen Wahrheit ward enthüllt,
Blieb er dennoch König und vollendete Sein Opfer.
Als Tibets geistiger Lehrer, Allal-Ming7,
In die Berge wollte, wo Ihm zum ersten Mal der Herr erschien,
Blieb Er trotzdem im Tale
Und nahm den Kelch des Opfers in Empfang.
Als der Scheich Rossul-Ibn-Ragim8 bestrebt war,
Die Macht dem Sohn zu übergeben,
Hörte Er auf eine höhere Stimme,
Und gab alles ab, um zu erreichen.
Als der Lehrer Origenes
Geist und Körper hingeben wollte,
Um das Vermächtnis Christi zu lehren,
Behielt Er dennoch die Last des Lehrens bei.
Als Sergius von Radonega
Den Thron des kirchlichen Oberhauptes ausschlug,
Als Er es lernte, mit Tieren zu sprechen,
Errichtete Er dennoch weiterhin Gemeinschaftshäuser
Und scharte Schüler noch um Sich.
Als Akbar, genannt der Große,
Den Grundstein zur Vereinigung der Kirchen legte,
War Sein Geist zum Baume der Erkenntnis hin bestrebt,
Wo Ihm Erleuchtung kam,
Und dennoch blieb Er noch auf Seinem Throne.
Die Heldentat erkennend,
Die Macht des Opfers sehend,
Werdet ihr den Sieg bestätigen und sagen: "Herr, lass diesen Kelch an mir vorübergehen!"
Und dies bedeutet, dass ihr bereits schon fähig seid zum Schaffen,
Und euer Geist bereits unüberwindbar wurde.
Behaltet in Erinnerung dies Buch des Opfers.
Es öffnet euch die Tore zur Bereitschaft und Vollendung.
Wenn ihr bereit seid, werdet ihr Wissen erlangen,
Denn alles wird euch enthüllt, geboten und gesagt.
Öffnet nur die Ohren und behaltet alles im Gedächtnis.
Es ist wesentlich, dass ihr leset und wiederholet,
Denn oft verdunkelt Euer Körper des Geistes Wissen.
Und den vorherbestimmten Brand bemerkend,
Werdet ihr sagen: Deshalb habe ich meine Habe gestern noch in Sicherheit gebracht.
Und den Blitz erblickend, werdet ihr aus Ehrfurcht euer Haupt verneigen vor dem Willen Unsres Herrn.
Ich habe gesprochen, Ich habe befohlen - hütet es!
[298. 1922] September 25.
Zündet mit Liebe das Licht der Schönheit an und kündet der Welt durch eure Taten des Geistes Rettung!
[299. 1922] September 26.
So ist es auch, wenn der Geist des Dienens sich bewußt wird.
Es wachsen neue Schwingen und ringsumher, da singt die Luft der Nacht.
Der Weg des Lichtes offenbart sich den erstaunten Augen,
Und der vernünftige Entschluss errichtet dann die Stufen für den Tempel der Einen Wahrheit.
Schärfet das Denken, reinigt die Ohren, badet die Lippen,
Und ihr werdet selbst Zeugen euerer eigener Unvernunft sein.
[300. 1922] September 29.
Lehret Meinen Weg.
Lasst andere die menschliche Natur erkennen,
Dann werden sie den Zweck des Dienens auch begreifen.
Verstehen werden sie die Freude an dem Schönen,
Erfassen werden sie das Einfache, welches das Leben in ein Wunder wandelt.
Unser Schild ist unsichtbar, doch des Nachts empfindet ihr des Tages Flüstern.
Wir kennen keine verworreneren Zeiten als diese jetzt beim Rassenwechsel.
Man muss mit seinen Kräften haushalten können. Wer eines Tropfens wegen gleich einen ganzen Eimer ausleert, ist kein gewandter Chemiker.
Ja, die unsichtbare Schlacht war nie so groß.
Jetzt ist die ganze Bahn der Erde mit hineinbezogen.
Nehmt die irdische Verwirrung nicht zu leicht.
Die Kräfte sind so angespannt, dass eine Flut von Zeichen auf die Erde sich ergießt.
Wenn Ich morgen das Buch der Freude geben werde,
So vergesset nicht den Ruf der Schlacht!
[301. 1922] September 30.
DAS BUCH DER FREUDE
Kann ein Baum fest stehen?
Er kann, er kann, er kann,
Wenn die Wurzeln tief in der Erde liegen und nicht sichtbar sind.
Ich habe euch über die Schönheit gesagt,
Ich habe über die Liebe gesagt,
Ich habe über die Tat gesagt,
Ich habe über die Treue gesagt,
Ich habe über die Bereitschaft und das Mitleid gesagt,
Ich habe euch das Fenster hin zur Schlacht gezeigt,
Ich habe auch auf die Kühnheit hingewiesen,
Und schließlich habe Ich euch zum Großen Dienen gerufen.
Doch, wo ist das Gewand, um mit diesem des Tempels Stufen zu ersteigen?
Wo ist das würdige Gewebe,
Um die Nacktheit und die Schatten unserer Leiber zu bedecken?
Im ganzen Universum pulsiert das Kleid des Lebensanfangs.
Überall in aller Welt ist dieses wertvolle Kleid zu finden.
Und es bebt und schwingt und klingt die Freude!
In diesem Gewande werdet ihr die Stufen übersteigen.
Mit diesem Kleide werdet ihr den Körper bedecken.
Sie zerreißen das Gewand des Herrn.
Sie lachen über dessen Fetzen.
Doch die Tochter der Welt und die Mutter des Weltalls werden die Teile des Gewandes wieder zusammenfügen.
Und bereitwillig nahet ihr, um euer Kleid zu empfangen.
Wo ist die Macht und wo das Opfer, wenn es keine Freude gibt?
Und wo sind Mitleid und Ergebenheit?
Wo ist die Liebe zu der Schöpfung,
Wenn die Schultern nicht geschmückt sind mit dem Gewebe der Mutter der Welt?
Und wenn ihr den Tempel der Schönheit errichtet
Und auf dem Wege zu ihm den Garten der Freude entstehen lasset,
So benennet diesen mit Meinem Namen, denn Ich sagte euch:
Freuet euch, Kinder!
Und die Grenzen der Macht und des Opfers überschreitend,
Uns in den Strahl der Freude kleidend,
Werden Wir am nächsten Tag über das Gebet noch sprechen.
Dieses Buch der Heldentat und des Gebetes wird die erste Trilogie beenden.
Freuet euch, freuet euch, freuet euch!
Und saget ihnen:
Wir kennen den Kampf,
Und deshalb ist Freude in Uns.
Wir kennen das Dienen,
Und deshalb ist das freudige Antlitz auch Unser Gesicht.
Ich sende Freude und Wohl und Wahrheit, denn darin ist alles.
[302. 1922] Oktober 3.
Den Zerstörern muss man die Kraft des Aufbaues entgegenhalten.
Verstehet es, Neue zum Aufbau herbeizurufen.
Arbeitet für die Vereinigung.
Ich sage euch: schützet den Schild und habt Vertrauen, denn Mein Zeichen ist bereits erschienen.
Gekommen ist das Glück, Ich spüre es, weist es nicht zurück,
Die Schwingen tragen das Glück der Offenbarung Unserer Entschlüsse in die Welt.
Achtet auf die Offenbarungen.
Mein Schild ist fest.
[303. 1922] Oktober 4.
Wir bringen die Bestätigung für die Gebote der Propheten.
Auf reinen Stufen führen Wir, und niemand wird bereuen, dass er der neuen Rasse sich genähert hat.
Die oberste Bedingung der neuen Rasse ist es, ins Leben Geist hineinzutragen,
Dadurch werden die in Jahrhunderten gesammelten Fragmente an ihren Platz kommen zu stellen.
Der Strahl des Verstehens des herrlichen Lebens wird einfach leuchten.
Mit einem neuen Fluge wird der Geist die Welt einkreisen.
Wenn auch die Zeit sehr schwierig ist, so ist sie dennoch ohne Beispiel.
Wolken ringsumher, doch Mein Strahl behütet euch.
[304. 1922] Oktober 14.
DAS BUCH DES GEBETS
Kämpfer, willst du wirklich mit Speer und Schwert ins Heiligtum des Tempels treten?
Freund, ich bin zu einer Heldentat ins Leben ausgezogen, wie könnte ich die Waffen jetzt im Stiche lassen?
Kämpfer, Ich werde deine Rüstung auf den Stufen des Tempels aufbewahren.
Freund, ich bin gekommen, mein Hab und Gut zu weihen, wie kann ich dieses jetzt verlassen?
Vater, vernichte meine Hand, wenn diese sich zu einer ungerechten Tat erhoben hat.
Vater, verbrenne mein Gehirn, wenn dieses mit verlogenen und treulosen Gedanken spielt.
Vater, schlage mich zur Gänze nieder, wenn zum Bösen ich mich wende.
Mein Sohn, Ich werde deine Hand nicht niederschlagen.
Mein Sohn, Ich werde dir kein Leid zufügen, wenn du zu einer Heldentat ins Leben ausgezogen bist.
Inmitten der Errungenschaften verharre eine Zeit in der Stille deines Geistes.
In dieser Zeit will Ich dein ganzes Wesen leise berühren.
Der Augenblick des Großen Schweigens führt zur Erkenntnis des gewünschten Dienens.
Vater, von nun an will ich meine Psalmen kürzen
Und langer Loblieder entsagen.
Die Heldentat soll mein Gebet jetzt sein
Und schweigend will ich sie beginnen.
Brüder, bei allem, was ihr anfangt, beachtet den Moment des Schweigens.
In diesem Augenblick berühret euch der Bote Meiner Weisung.
Und während ihr Gebet und Heldentat in Schönheit ausschmückt
Und an die Macht des Opfers glaubt, werdet ihr in den Tempel eingehen.
Ende der Trilogie.
[305. 1922] Oktober 18.
Ich werde eure Gefühle ins Leben übertragen. Deshalb achtet auf die Ereignisse.
Man muss den Zufall verstehen und von einer Weisung unterscheiden können.
Neue Möglichkeiten wachsen aus dem Begreifen des Geoffenbarten.
So soll der Aufbau sich vollziehen, ohne die gegebnen Steine zu verlieren.
Das Werk lenkt die Erbauer, nicht die Hoffnung.
Die Resonanz der Stimmgabel übertönt die Heiserkeit der menschlichen Gebrechen.
[306. 1922] Oktober 25.
In der Morgendämmerung werden Wir Unser Banner hissen.
Und mit dem Licht des Heiligen Bündnisses werden Wir die Schilder des Orients erleuchten.
Wir zeigen auch das Banner, das durch Unsren Schild behütet wird.
Und die Stimme wird das Werk des Alltags übertönen.
Wir wollen über wichtige Dinge sprechen:
Versteckt euch nur nicht hinter der Wolke des Alltagsstaubes.
[307. 1922] Oktober 26.
Ein reiner Geist liebt die Stunde der Verehrung und sammelt oft verstreute, geistige Körner.
Das Auge sieht Unsre Hilfe, das Ohr vernimmt sie auch, und der Verstand begreifet sie.
Ein gefallner Geist erhebt sich nicht so leicht vom Staube.
Man muss den Leuten, die sinken, die Hände reichen, und der Glanz des Lächelns möge nicht verlöschen, denn göttlich ist die geistige Wärme.
[308. 1922] Oktober 28.
Ja - Ja - Ja.
Ich habe euch gerufen.
Ich habe als die Meinen euch bezeichnet.
Und am Gürtel klirren Meine Schlüssel zu den Türen des Vertrauens. Vielen haben sich diesen Toren genähert!
Versuchten auch den Schlüssel umzudrehen,
Doch sie wussten nicht, wie man die Türen öffnen muss.
Versäumtes wiederholt sich nicht.
Wenn ihr euch dem Türschloss nähert,
Ruft nicht jene, die bereits vorübergingen,
Ruft auch nicht solche, die Unwissenheit bekundeten.
An jeder Straßenkreuzung erwarten Neue euch.
Und jeder Stein des Baues trägt Mein Zeichen.
Wenn ihr aufsteigt und euch dem Turme nähert,
Prüft sein Fundament, umreißet auch die Felsen unter ihm,
Denn von diesem Turm aus seht ihr in die Ferne, ihr Baumeister!
Ich spreche kurz, damit ihr es erlernet,
Das von Mir Gesagte euch zu merken und auch zu behalten, zu behalten, zu behalten.
Ich habe gesprochen.
[309. 1922] November 1.
Das Geheimnis wird erst bei gegebner Sicherheit gelüftet.
Es ist nicht richtig, den Menschen mehr Vertrauen zu schenken als sie ertragen können.
Die schwere Last gewährt oft nur einen Blick auf den Rücken.
[310. 1922] November 4.
Wenn wir uns dem Berge nähern, finden wir ein Chaos vor von Steinen und von spitzen Felsen.
Dahinter befinden sich die steilen Felsenwände.
Nach diesen beginnen dann die Bergwiesen, die vom Schnee bewässert werden,
Doch hinter den Schneegipfeln seht ihr erst das Funkeln der weiten Ferne.
Ihr schreitet durch den Korridor des Lebens,
Und wirbelt auf den Staub mit euren Schritten.
Wie viele Lasten, wie viel Entsagung, wie viele Ängste!
Wo aber blieb der Schatz der Welt?
Wenn einen Edelstein ihr bei euch traget, oder die kostbarste der Perlen, werdet ihr auf sie vergessen?
Nein, ihr werdet sie behutsam tragen,
Das Versteck nachsehen, sorgfältig es verschließen,
Denn ihr verwahret ja den Schatz der Erde!
Welch eine Sorgfalt!
Ihr werdet fragen: Wie soll man sich denn mitten in den Spannungen des Lebens noch des Schatzes der Welt erinnern?
Ich lächle und sage: Es ist ganz einfach.
Nehmt von Meeresstrand ein glattes Steinchen auf,
Und traget es bei euch mit dem Gedanken, es wäre gar der Schatz der Welt!
Und wenn man euch bedrängt, und wenn der Staub bedecket eure Kleider.
So nehmt den auserwählten Stein in eure Hand,
Und denket an den Schatz der Welt, welch
Ich habe euch geboten, ans Ziel zu bringen.
Denkt daran, denkt daran, denkt daran!
Ich habe gesprochen.
[311. 1922] November 6.
Hirten haben Offenbarungen erhalten,
Könige nach ihnen auch verlangt,
Schriftgelehrte wiesen sie zurück
Und Regenten haben sie gefürchtet.
Die Stimme des Herrn überschattet alles, wenn Geistigkeit vorhanden ist.
[312. 1922] November 7.
Der Puls enthüllt der Schwingungen Synthese.
Jeder Organismus, einschließlich des Weltalls, hat seinen eigenen Puls.
Ein empfindliches Gerät wird sogar vom Pulsschlag eines Menschen angetrieben.
Der Atome Puls schafft eine universelle Energie, man kann sie leicht in eine Formel bringen.
Doch diese freizugeben, ist noch nicht gestattet, denn sie würde der Zerstörung dienen.
Deshalb spreche Ich vom Staub, tief dringt er ein und dient als Handschuh für die Feindeshand.
Die Menschen lassen warme und graue Handschuhe für den schwarzen Gast zurück.
[313. 1922] November 22.
Der Lärm der Erde erschüttert stark des Geistes Wachstum.
Doch ihr geht durch die Tore der Geduld.
Und durch Verstehen tretet ihr durch des Dienens Tore ein.
Hauptsache ist: Denkt Tag und Nacht an den Lotos des Vertrauens.
[314. 1922] November 24.
Leset nach und zählet, wie oft sich Christus in die Einsamkeit zurückgezogen hat.
Sogar Sein Geist benötigte des Prana.
Verfolget die Erscheinungen des Alltags, sie haben tiefere Bedeutung.
[315. 1922] November 25.
Höret!
Ich will, dass ihr am Tag der Großen Finsternis freudig und frohen Mutes zu Mir kommen könnt.
Wahrhaftig. -
Ich habe euch vieles anvertraut.
Ich habe euch Fristen und auch Warnungen gegeben.
Ich gebe euch die Möglichkeit des Sieges.
Und nicht zuletzt gab Ich euch das Geheimnis Unserer Entschlüsse preis.
Ihr könnt siegen und erleuchtet werden,
Doch gebt Mir eure Gaben.
Wenn du Angst hast,
Gib Mir die Angst.
Wenn jemand zweifelt,
Gib Mir den Zweifel.
Wenn sich jemand ärgert,
Gib Mir den Ärger.
Und wenn ihr eine Handvoll banaler Dinge Mir zu geben habt,
Werde Ich diese staubigen Spielsachen auch noch übernehmen,
Um sie in Meinem Turme umzuschmelzen.
Wahrlich, und sollt ihr euer Geschenk im Leben wieder haben wollen,
So denkt daran, was jener wert ist, der sein Geschenk zurückverlangt!
So habe Ich denn Angst, Zweifel und Ärger in Empfang genommen - das ist für Mich.
Für euch ist dann der Pfad zum Licht.
Denn Ich will, dass ihr am Tag der Großen Finsternis vor Sonnenaufgang freudig und frohen Mutes zu Mir kommen könnt.
[316. 1922] Dezember 2.
Ich kenne dich, der du an Meiner Türe kratzest,
Auf den Schultern eines Gastes hoffst du einzudringen in Mein Haus,
Ich kenne dich!
Du wurdest raffiniert und findig, sogar findiger als viele von den Meinen.
Du hast die Ordensspangen angelegt,
Die Kleidung dir zurechtgerichtet.
Du hast dir alle Meine Worte angeeignet,
Ich höre, du sprichst sogar schon über FREUDE.
Doch hier will ich dir Halt gebieten.
Du erdreistest dich nicht, Freude der Liebe auszusprechen.
Denn deine Freude liegt im Hass.
Doch hinter deinem Hass lauert des Zweifels widerlicher Schatten.
Und Zweifel eignet für den Schild sich nicht.
Ich werde alle deine Pfeile mit Meinem Schild auffangen.
Doch solltest du dich widerspenstig zeigen,
Will Ich dir einen einzigen Pfeil mit einem Lächeln senden.
[317. 1922] Dezember 6.
Die Wahrheit ringet sich empor aus einem Klageruf des Körpers.
Der Reiter spornt sein Ross an, doch Flügel tragen schneller.
[318. 1922] Dezember 8.
Warum ist denn die Erde so verwüstet?
Warum soll auch der Tempel noch vernichtet werden?
Der Zorn des Vaters geht vorbei.
Der Morgenvogel ist bereit, die Fristen zu verkünden.
Die Prophezeiungen erfüllen sich.
Verschüttet sind die Kelche der Erzengel.
Geheiligt sei des Herrschers Name.
Das Volk wird durch den Geist erstarken.
Einfach ist des Wunders Wesen:
Liebe und Schönheit sind ein Wunder.
[319. 1922] Dezember 9.
Wenn der ganze Himmel voll von Wolken ist
Und ringsherum die Blitze krachen,
Ist es da nicht besser,
Zu Hause zu bleiben?
Selbst wenn der Regen durch die Fensterläden dringt,
Wird es noch lange nicht gefährlich sein.
Ihr wisset:
Es gibt eine Erfahrung der Tat
Und eine Erfahrung des Schweigens.
Wenn Ich sage: Handelt!
So schöpfet aus die ganze Findigkeit der Tat.
Wenn Ich sage: Schweiget!
So sucht die ganze Findigkeit im Schweigen.
So wie Erfahrungen des Handelns lange sind, so sind Erfahrungen des Schweigens kurz.
Deshalb handelt durch Schweigen.
Doch wenn ihr trotzdem die Macht des Handelns offenbaren wollt - rufet die Kinder.
Und in Tätigkeit mit Kindern
Werdet ihr den ausgelegten Fangnetzen entgehen.
Kurz ist die Zeit,
Ihr aber kennt die Fristen.
Ich habe gesprochen.
[320. 1922] Dezember 12.
Die beste Arznei und Waffe ist das Bewusstsein Unsrer Obhut.
Wenn ihr euch im Bunde mit Uns festigt, werdet ihr unbesiegbar vorwärts schreiten.
Das Gesicht der Heldentat entfaltend, werdet ihr Giganten werden.
Die einen sind entsetzt, wenn sie Zerstörung sehen, andere hingegen freuen sich darüber.
Doch euch bedeutet jede eingestürzte Mauer nur einen Weg zum Licht.
[321. 1922] Dezember 13.
Ich werde Meinen Schild nur jenen offenbaren, die sich auf dem Weg befinden.
Ich werde ihn nur jenen zeigen, welche die Selbstsucht überwunden haben.
Ich werde ihn nur jene sehen lassen, welche die festgesetzte Frist einhalten.
Ich werde ihn nur jenen sichtbar machen, welche den Pfad des Dienens gehen.
Ich werde ihn nur jenen zeigen, die ihr Zelt mit Meinem Namen schmücken.
Ich werde ihn nur jenen sehen lassen, die ihren eigenen Schild ganz offen tragen.
Ich habe euch Meinen Willen offenbart, verletzt ihn nicht.
Ich führe euch, wendet euch nicht ab, zerreißt auch nicht der Heldentat Gewebe!
[322. 1922] Dezember 14.
Man soll nur in die Zukunft schauen.
Und deshalb ist es nötig, vor allem sich den Kindern zuzuwenden.
Bei ihnen liegt mit Recht der Anbeginn des großen Werkes.
Den neuen Weg aufzeigend, werdet ihr Vertrauen bei den Kindern finden.
[323. 1922] Dezember 18.
Inmitten von Beleidigungen durchschreitet euer Herz die Morgenröte.
Denk nach, verstehe, und wirf die Netze aus.
Vernimme den nie verstummenden Befehl!
Ein Wunder kann man nicht ungeschehen machen, noch kann man jene, die gerufen wurden, aus ihrem Haus vertreiben.
Und du, der du den Lauf der Sterne kennst, weiche von deinem Wege.
Ich kenne dich, Sämann unschlüssiger Gedanken.
Ich sage dir, lass fahren deine Dreistigkeit!
[324. 1922] Dezember 22.
Besser ist es, Entschlüsse auf den Morgen zu verlegen.
Voll von Prana ist der Morgen.
Sich nach Sonnenuntergang noch anzustrengen, ist sehr schädlich.
Der Abend ist die Zeit der Abgabe.
Der Morgen ist die Stunde der Erkenntnis.
[325. 1922] Dezember 23.
Wer sagt, dass man sinnlos entsagen muss?
Der Wahnsinn bleibt auch so bestehen.
Der eine denkt: Ich habe schon entsagt.
Der andre glaubt: Ich habe entsagt und mich genähert.
Der Dritte meint: Ich habe entsagt und mich bereits verdient gemacht.
Doch alle ihre Gaben befinden sich im Abgrund.
Wir können fremdes Gut nicht opfern.
Wir können nicht verschenken, was uns zur Aufbewahrung übergeben wurde.
Wenn ihr dem Freunde euren Besitz zur Aufbewahrung übergabt,
Und nach eurer Heimkehr diesen wieder fordert,
Was wird der Freund empfinden?
Freude über die Rückgabe,
Darum freuet euch und betet:
Herr, Du gabst mir Dein Glück zur Aufbewahrung,
Du lehrtest mich, es zu behüten.
Lehre mich jetzt, Mein Herrscher, wie ich das Aufbewahrte
Auf Deinen Ruf hin rückerstatten kann!
Freuet euch, denn Ich behüte.
[326. 1922] Dezember 30.
Wie auch die Elefanten, die einen Pfad quer durch den Wald legen,
Sträucher aus dem Weg räumen und Bäume zur Seite schieben,
So gehet beim Großen Dienen.
Verstehet euch deshalb, wie man kämpft.
Viele sind gerufen zur Erkenntnis,
Doch nur wenigen werden die Geheimnisse Unserer Entschlüsse offenbart.
Verstehet euch deshalb, wie man kämpft.
Ihr werdet sehen, wie Mein Schild beleidigt wird.
Und werdet erfahren, wie Meine Schätze gefälscht werden.
Und ihr werdet euer Schwert erheben.
Verstehet euch deshalb, wie man kämpft.
Hauptsache, vor Leichtsinn und Verrat sollt ihr euch hüten.
Aus Leichtsinn wird Verrat geboren.
1923
[327. 1923] Januar 1.
Zweifel zerstört die Waffen.
Und ein Stein, der locker ist, kann einen Turm ins Wanken bringen.
[328. 1923] Januar 7.
Ich halte Meine Hand über den Standhaften.
Schwäche und Leichtsinn gebären den Verrat.
Verrat beurteilen Wir nicht nach seinen Ursachen, sondern nach seinen Folgen.
Jedermann ist frei in den Entschlüssen, doch das Gericht urteilt meistens nach den Taten.
Mit Grausamkeit dürft ihr nicht klopfen an das Tor zur Einweihung!
Man muss das Glück durch Arbeit festigen.
Die Stunde naht, wo das Gebot Erfüllung findet.
Die Stunde ist bestimmt, in welcher der Menschheit der Gesetze Schild geoffenbaret wird.
Und die nächtliche Bestätigung und das Verstehen des Tages bringen Freude.
Auch ist die Zeit gekommen, wo die Schriftenrolle ihr versteht.
Die Stunde des Beweises kommt.
Ich offenbarte die Schwingen des Erzengels.
Sie tragen die Inschrift des Friedens.
Die Himmlischen Kräfte legen mit Uns Zeugnis ab.
Es ist beschlossen worden, die Völker mit der neuen Auslegung des Begriffes Liebe vertraut zu machen.
[329. 1923] Januar 9.
Über die Neue Welt jetzt nachzudenken, ist wirklich an der Zeit.
Meine Lehre öffnet euch die Tür zur Tätigkeit.
Wie verrückt laufen jene Leute umher, die keine Ahnung von der Zukunft haben.
Die verurteilten Massen streben zur Vernichtung.
Ihr Weg führt in den Abgrund.
Beobachtet der Wahnsinnigen Bestrebung.
Es öffnet sich ein Abgrund neuer Verbrechen.
Die überbrachten Offenbarungen regen die Gehirne der Einfältigen nicht auf.
Für Dumme ist diese Zeit nichts sagend,
Doch schwer ist sie für jene, die das Licht wahrnehmen.
[330. 1923] Januar 12.
Ich bitte den Willen zu verschärfen, das hilft dem Flug der Pfeile.
Der Wille ist die Sehne für den Bogen des Bewusstseins.
[331. 1923] Januar 18.
Man muss die Zeit verstehen. Wenn die Berge beben, kann man sein gewohntes Antlitz nicht beibehalten.
[332. 1923] Januar 20.
Prüfet sogar die Steine, die unter euren Füßen klingen.
Denn auch auf diesen können Spuren Meines Kommens sein.
Wartende, Wartende,
Selbst ihr könnt die Stunde der Erscheinung übersehn.
Denn Warten ist nicht leicht;
Doch Ich will euch durch Zeichen Erleichterungen geben.
Nachts werde Ich nicht kommen.
Und in den Stunden, wo der Sonne Strahlen eure Erde nicht berühren, gebt eurem Geist die Möglichkeit, ruhig in das Haus des Schöpfers einzutreten.
Ich sage euch, wie man am Tage warten muss.
Nicht mit Hymnen und Entzückung wartet,
Strengt euch vielmehr durch Arbeit in Meinem Namen an.
Nicht im Schlafe und nicht beim Essen,
Sondern bei der Arbeit werde Ich Meine Geliebten rechtfertigen.
Am Morgen, ein Gebet, das aus sieben Worten besteht, aussprechend, füget noch hinzu:
"Hilf uns, an Deinem Werke nicht vorbeizugehen!"
Und Meinen Namen wiederholend und euch an Meiner Arbeit festigend, werdet ihr Meinen Tag erreichen.
Leset Meine Worte und behaltet sie.
In diesen schweren Tagen werdet ihr euch mit Arbeit verteidigen und durch die Tat erheben. In Meinem Namen werdet ihr erreichen.
Ich habe gesprochen.
[333. 1923] Januar 21.
Nicht die Fabrik, sondern die Werkstatt des Geistes wird die Welt erneuern.
Und die von Menschen aufgeklebten Tapeten, die des Lebens Poren verschließen, werden von einem Strom ernsthaften Segens hinweggeschwemmt.
[334. 1923] Januar 27.
So werdet ihr Mich also bei der Arbeit finden.
Doch wo sind die Beweise eurer Arbeit -
Eure Schnelligkeit, Entschlossenheit und Selbstlosigkeit?
Schnell und entschlossen kann man auch in einen Abgrund stürzen,
Doch euer Pfad führt zu den Gipfeln.
Und deshalb füget Weisheit noch hinzu.
Und morgens, wenn ihr den Tag beginnt,
Macht euch die Frage zur Gewohnheit:
Was kann ich noch zusätzlich zur anvertrauten Arbeit leisten,
Damit Mein Name in alle eure Taten eindringt,
Doch nicht als Hindernis, sondern als Bestätigung,
Weder ablehnend, noch auch erschwerend, sondern als Teil eurer entschlossenen Gedanken?!
Und so werdet ihr, weise in der Arbeit, Den Schild Meines Namens erfassend, Alles besiegen, was euch am Weg des Aufstiegs hindern könnte.
Dies sei Mein Rat zum unverzüglichen Beginn der Tätigkeit.
Genauso sage Ich eindeutig und einfach: Leset und begreifet Meine Lehre noch mehr, ohne die Fristen zu versäumen.
[335. 1923] Januar 29.
Denkt daran, wie notwendig es ist, sich an die Weisungen zu halten -
Besonders zur Stunde der Erschütterung der Welt.
Zählt die Tage, bis ihr unversehrt den großen Brand durchschreitet.
Ich reiche euch die Hand und will euch, ohne dass ihr Schaden leidet, führen.
Drum seid vernünftig und weiset Meine Hand nicht ab.
Nach Meiner Weisung werdet ihr selbst das Ausmaß des Brandes ermessen können.
Beschämend ist es, die Annäherung der Neuen Welt nicht zu bemerken.
Unwürdig ist es, den Galgenstrick mit sich zu schleppen.
Lasst darum die neue Sonne in eurem Hause scheinen.
[336. 1923] Januar 30.
Lange zieht man den Schweif des Ungehorsams nach.
[337. 1923] Januar 31.
Weder Liebe zum Vaterland, noch Taten des Mutes -
Sie gehen, offenbarend die Bosheit.
Reine Sitten wurden vom Feuer vernichtet.
Die Hand kann nur eine Kanone halten.
Doch wozu ist das Antlitz Gottes?
Ihm gebührt die Neue Schönheit.
[338. 1923] Februar 1.
Der Unversehrte wird mit Dankbarkeit an das Geschehne denken
Und der Mächtige mit erhobnem Schwerte in die Zukunft blicken.
Der Weise wird die künftige Sendung wahrnehmen.
Der geistig Schöne wird mit dem Wohlklange der Welt mitschwingen.
Suchet den Aufschwung und den Niedergang des Geistes im Beben des Planeten zu erklären.
Die Welt ist in der Übereinstimmung des Geistes einig.
Das Geschenk der Wahrnehmung ist allen vernünftigen Wesen eigen.
Obwohl Wir alle diese Ströme kennen, bezeichnen Wir sie nicht als drückend.
Wir suchen neue Arbeit hinter den Grenzen dieses Bereiches.
Nachts der Mond, am Tag die Sonne.
Sogar der Einfältige richtet sein Leben nach diesen Himmelskörpern ein.
Unermesslich ist die Welt und vielschichtig sind des Lichtes Farben.
Eingetaucht in diese Harmonie, singt der Geist das Lied der allen Herzen.
Freut euch deshalb, wenn ihr es fühlen könnt.
Dieser Empfindung bar bleibt ein Geist, der schläft.
[339. 1923] Februar 3.
Ehret den Ursprung.
In den großen und den kleinen Bruderschaften wird alles durch die älteren Geschwister übergeben.
Es können Belehrungen und Eingebungen sein,
Doch alle Taten entspringen einer Quelle.
Erwartet nicht Geschenke, sammelt vielmehr des Geistes Schätze.
Die Perlen der ganzen Welt kann Ich euch bieten,
Doch was werdet ihr mit diesem Schatze machen?
Ihr werdet für diesen nur den härtesten, den kältesten und einen toten Platz aussuchen, und das Geschenk wird dann zugrunde gehen.
Anders wäre es, wenn ihr mit Meiner Hilfe eine Perlenkette menschlicher Seelen mit eigner Hand auffädeln würdet und deren Wert und Größe selbst einschätzen lerntet.
Suchet Neue - sie sind bestimmt und werden euch geschickt.
Doch weist ihr Klopfen nicht zurück.
Jede Stunde Meines Werkes muss man schätzen.
Und tastend muss die Tür zum Licht gefunden werden.
[340. 1923] Februar 5.
Des Führers Hand muss man durch Taten ehren.
Durch Bewusstwerden des Schildes werdet ihr eure Macht vermehren.
Am Scheidewege angelangt, wählt nur den neuen Pfad.
Mein Urteil ist schon fertig; wendet dennoch alle Findigkeiten auf und meidet die Verausgabung von Energie.
Mit Bächen füllet sich der Fluss, doch darf man ihn dann nicht verschmutzen.
Der Wolken gibt es bereits genug, man soll sie nicht vermehren.
Ihr könnt verstehen - einfach ist die Wahrheit.
Lernet dem Lehrer zuzuhören.
[341. 1923] Februar 9.
Vor allem, handelt nie im Zorne, nur die Empörung des Geistes ist gerechtfertigt.
Des Zornes Feuer frisst bloß Löcher in der Welt Gewebe.
Doch wenn ihr aus Empörung eures Geistes handelt, dabei den Namen des Herrn und die Macht eures Lehrers verteidigt,
Werden sogar Schläge berechtigt sein.
Unterscheidet deshalb zwischen des Zornes Feuer und der reinen Flamme der Empörung des Geistes.
[342. 1923] Februar 12.
Weisheit wächst nicht in Jahrhunderten, sondern in Stunden.
Wenn Länder blitzartig verschmelzen,
Wenn Gefängnismauern bersten - bleibet standhaft.
[343. 1923] Februar 13.
Wenn ihr euch die Begeisterung eines freien Geistes ins Gedächtnis rufen könntet,
Würdet ihr frohlocken und nicht weinen!
Ein mit Hass erfüllter Geist kann nicht aufsteigen,
Doch die befreite Güte fliegt in den Glanz des Lichtes.
[344. 1923] Februar 16.
Freude des Geistes können nur jene nicht ertragen, die einen Stein im Herzen haben.
Schwingen des Glückes sind nur dem verliehen, der in Gedanken sich erhebt.
Nutzlos sind Regimenter und selbst Massen - mit einem einzigen Flug des Geistes kann man das Ziel erreichen.
Einigkeit besiegt die Horden.
[345. 1923] Februar 18.
Ihr werdet den Pfad bewältigen, denn ihr seid am Dienst entflammt.
Kraft will Ich euch senden, denn eure Weg ist lang und bei den fremden Toren liegen viele Steine.
Ihr habt bereits die Farbe Meines Strahls gesehen, und ihr, die ihr mit Mir geht, habt schon die Himmelskörper besiegt.
Einigkeit ist eine große Macht.
[346. 1923] Februar 19.
Ist dir der große Pfad bestimmt, so musst du Abweichungen vermeiden.
[347. 1923] Februar 26.
Jeder trägt für sich und ganz auf seine Art über den Geist den Kelch zum Ziel.
Freunde, denket daran, wie wir Ort und Zeit im Leben wechseln.
Im Dienste für das Wohl der Menschheit ist es nötig, die Orte zu wechseln, denn dicht ist der Atem der Menschen.
Euer Buch wird vielen Freude machen, doch kann sogar der Drucker einen Kummer bringen, denn zahlreich sind die Verdrießlichkeiten.
Visionen sind nur Einzelheiten, und mit dem Telefon wird keine Welt erbaut.
Das Feuer einträchtiger Herzen zu schauen, die des Schöpfers Auftrag erfüllten, gibt eine herrliche Empfindung.
[348. 1923] Februar 27.
Kostbar ist des Herzens Flamme - Ebbe und Flut lenken die Umlaufbahn der Erde.
In beiden Naturerscheinungen wirkt derselbe Tropfen.
Schlecht ist abgestandnes Wasser, ohne Bewegung zersetzt es sich und spendet keine Energie.
[349. 1923] März 2.
Energie dort nochmals aufzuwenden, wo der Schlag bereits erfolgte, wäre nutzlos.
Es ist nicht beschlossen worden, die Bruderschaft genauer zu beschreiben.
Kann man denn einem Blinden die Blüten eines Apfelbaumes oder die Höhe eines Turmes begreiflich machen?
Wo sich ein Herz verzehrt, da sind die Saiten abgerissen.
[350. 1923] März 3.
Worin erkennt ihr die Güte eurer Arbeit?
Wenn eure Taten für die ganze Welt von Nutzen sind, dann sind sie gut.
Womit werdet ihr eurer Werke Qualität beweisen?
Wenn eure Taten der ganzen Menschheit nützen, dann sind sie wertvoll.
Verstehet es, zwischen den Taten Erholung auch zu finden.
Erholung bedeutet Sammlung neuer Kräfte.
Fürchtet euch nicht; gut Geplantes wird von Dauer sein.
Lästert und fluchet nicht, denn schmerzhaft schlägt der Flüche Hagel auf jenes Haupt zurück, das sie gesendet hat.
Vor Verrätern schützet Meinen Namen und Meine Arbeit, denn ihr werdet oft Gelegenheit erhalten, Verleumdungen ein Ende zu bereiten.
Dies ist die Zeit zum Handeln - Unser Vertrauen ist mit euch.
[351. 1923] März 5.
Man muss den Menschen ihren Unverstand verzeihen.
Selbst gute Menschen sind oftmals schuld an Irrtümern.
Wesentlich ist es, gegen die Fehler von Anfängern Nachsicht zu zeigen.
[352. 1923] März 6.
Meidet jene Plätze, wo Ärger und Uneinigkeit herrschen.
Menschliche Vorstellung ist nebelhaft.
Lernt es, über Hände hinwegzuschreiten, die abwärts ziehen.
Wer sich in ein Boot setzt, denkt nicht mehr an den Hausschlüssel.
[353. 1923] März 7.
Versäumtes kehrt nicht wieder.
Die Nacht denkt ihrer Art entsprechend.
[354. 1923] März 10.
Ich gebe euch die Lehre, Mitteilungen über Karma und nicht zuletzt auch Weisungen.
Die Lehre eignet sich für alle Menschen, für alle Wesen.
Je mehr ihr sie begreift, umso wahrer wird sie für euch.
Mitteilungen über Karma geben wir aus Sorge und aus Liebe.
Wir warnen rechtzeitig und geben euch die Möglichkeit, dem Karma wissend zu begegnen.
Wundert euch nicht, wenn euch des Karma Zeichen nicht immer klar genug erscheinen.
Stets sind die Weisungen verständlich und müssen sofort zur Durchführung gelangen.
[355. 1923] März 13.
Ich will euch eure Krankheit nennen - sie heißt: Okkultes Fieber, eine Erscheinung, die Uns bekannt ist.
Durch Ermüdung und Veränderung im Organismus wird sie noch verstärkt.
Man muss behutsam diese Zeiten überstehen.
Während der Schlacht umgab Ich euch mit einer dichten Aura.
Diese gleicht dem Chloroform; nachher muss man sich ausruhen.
[356. 1923] März 14.
Schreitet nun voran gleich Elefanten, wissend, dass die Strahlen Meiner Obhut und Meiner Liebe euch umgeben.
Denkt an alles Gute und verachtet Hindernisse.
Wahrlich, da ihr die Lawinen der Zeichen kennt, erkläre Ich in Eile.
Und wenn ihr, Kämpfer für das Licht, in der Schlacht habt Schrammen abbekommen, heilt sie behutsam, ohne mutlos zu werden.
[357. 1923] März 17.
Schon habt ihr begonnen, über die Erde hinauszufliegen,
Schon habt ihr begonnen, die Weiten der Meere überwunden.
Ihr kennt bereits die Freude schöpferischer Tätigkeit.
Ihr singt auch von der Begeisterung, die durch die Verschönerung des Lebens entsteht.
Es ist auch vieles schon vollendet worden.
Meine Freunde! Warum wollt ihr euch nicht entschließen, das ganze Leben als Helden zu durchschreiten?!!!
Und wenn Ich sage - ihr könnt euch auch erholen,
Bedeutet dies, dass Ich dafür den Zeitpunkt kenne, denn Ich behüte euch.
Ich habe gesprochen.
[358. 1923] März 19.
Beunruhigt man denn einen Gast, den man erwartet, mit persönlichen Wünschen?
Wir beeilen uns, die Tore aufzuschließen, um dem Ersehnten Eintritt zu gewähren.
Lasst Unwissende den Raum beschwören,
Doch jene, die Einsicht erhalten haben, werden das Ereignis unterstützen.
Die Hand wird oftmals dargeboten, doch die Blinden versuchen sie zurückzuweisen.
Deshalb ist die Unterbrechung der Geburt der Kinder schlimmer noch als Mord.
Auch schickt es sich nicht, einen Berg verschiedner Wünsche anzuhäufen.
Vor Ankunft eines Gastes ist es besser, das Haus zu lüften, in Ruhe ein Gebet zu sprechen und die Augen nur auf Schönes hin zu richten.
Unnötig sind Anordnungen und Grübeleien - der Geist kommt frei.
Die Last der Erde muss man abnehmen.
Schichten von Ausdünstungen umgeben jede Wiege.
Gesegnet ist die Mutter, die dem Licht den Schleier öffnet und die erste Blume darbringt.
In Ruhe und in Schönheit und mit einem Lächeln erwartet alle Neuen, die Eintritt in die Welt begehren.
[359. 1923] März 21.
Die geistige Hilfe ist am stärksten.
[360. 1923] März 22.
Wie Blumen wachsen die Erkenntnisse und die Lösungen der Fragen über alles Sein.
Bei neuen Erkenntnissen schmerzt das Herz besonders, doch dieser Schmerz verwandelt sich an reiner Stätte dann in Wissen.
Die Müdigkeit verfliegt und die Erkenntnisse des Geistes werden sich gleich Ähren aus der Saat erheben.
Jenseits des Astralen befinden sich die Sphären der Erkenntnis einer leichten Verbindung mit den Plänen der Evolution.
Die Legende von der Entrückung9 kann wissenschaftlich begründet werden.
[361. 1923] März 24.
Vier Menschen-Typen begegnet ihr im Leben jetzt.
Die ersten kämpfen unter Unsrem Schild,
Die zweiten kämpfen ohne Schutz, doch beenden sie bereits den Strom von Karma.
Die dritten träumen noch, geblendet von dem dunklen Schleier ihres Schicksals.
Die vierten sind des Lichtes Feinde.
Die ersten werden euren Ruf vernehmen.
Die zweiten werden in Erwartung beben,
Die dritten werden stumpf sich von euch wenden,
Die vierten werden eurem Pfeil mit ihrem Pfeil begegnen.
Wiederholet darum nicht die Lehre.
Jedes Wort, es wird auf reifen Boden fallen und das Vorherbestimmte angenommen werden.
Weiset nicht zurück und verneinet nicht.
Jedes Urteil gleicht schon einer Tat.
Kann man einen Brand noch leugnen, wenn das Feuer hell auflodert?
Doch decket zu das Feuer und seine Kraft wird schwinden.
Ebenso gewinnt ihr nichts durch Widerspruch,
Doch bedecket die Verneinung mit Unsrer Lehre, und die ganze Stadt des Feindes wird von der Kuppel Unsrer Bruderschaft umgeben sein, denn dieses Dach wird alles fassen!
Ich gebe euch ein Obdach, Ich schenke euch viel Energie, Ich weise euch den Pfad der Schönheit.
Ich habe gesprochen.
[362. 1923] März 28.
Die Prüfung der Menschen währt fast ohne Ende.
Sie muss so lange stattfinden, bis fest sie im Gehirn verankert ist.
Auf die Stirne kann man leichter mit der Hand hinschreiben.
Wahrheit ist besser als Einbildung.
Erhaben ist die Wahrheit der Künftigen Welt.
[363. 1923] März 29.
Damit sich die neuen Schüler Meine Gebote besser aneignen können, muss das bisher Gegebene streng wiederholet werden.
Jeder Stein, der auf euch geworfen wurde, erhöht auch euren Turm.
[364. 1923] März 30.
Nur die Zeit vertieft das Wissen.
[365. 1923] März 31.
Am heiligen Abend des Großen Feiertags im Namen des Allgemeinen Symbols spreche Ich zu euch:
Ihr seid zugelassen zum Aufbau einer Neuen Welt, euch sage Ich: Stärket die Augen, damit sie nicht erblinden, wenn Ich den Saum des Vorhangs in die Zukunft lüfte.
Wenn Verlegenheit euch überkommt, erhebt den Schild der Treue, denn dieser wird euch retten. Wiederholet Meine Weisungen. Ich sage euch, ruft sie euch ins Gedächtnis.
Ich habe hingewiesen.
Ich fühle, dass ihr begreifet: Ich spreche über ernste Dinge.
Ich kann die Hand über Meine Auserwählten halten.
Ich will den Schild erheben.
Denar10, Kind des Fluches, versperre nicht den Weg zum Lichte.
Denar, schmälre nicht die reine Offenbarung.
Überseht die Wolken nicht; das Leben ist für jene voller Freude, die Schwingen haben.
Mein Lächeln behütet euch.
[366. 1923] April 1.
Sicher ist der Sieg der Treue.
In die Ferne schauend, siehst du auch die Nähe.
[367. 1923] April 2.
Ich lehre euch, den fremden Herzen allmählich Unsren Triumph zu zeigen.
Rein halte Ich ein wunderbares Kreuz über eurem Haupte.
Der Lehrer sieht im Spiegel ein Bild von allen euren Unternehmungen.
Müdigkeit umgibt euch wie ein Rauch.
Die Strahlen der Entschlossenheit dringen durch den Schleier über euren Schultern.
Eure Häupter sind geschmückt mit Silberstrahlen.
Fremde Auren drängen sich an euren Füßen, gleich Pfeilern einer Brücke.
Mut zwingt fremde Auren mit purpurroten Pfeilen nieder.
Die blaue Flamme eures Herzens fegt hinweg den Rauch der Müdigkeit.
Immer weiter geht die Arbeit und der Strahlen Ende liegt sehr hoch.
[368. 1923] April 3.
Ich, Ich, Ich lese eure Gedanken jeden Tag.
Der Lehrer prüft das Schaffen der geliebten Schüler.
Und wenn Müdigkeit die Lippen nicht verschließt, fließt die Rede wie ein Strom im Himalaja.
[369. 1923] April 4.
Reine Gedanken wird der Abgrund nicht verschlingen.
Mitleid, weitreichendes, beschützt, doch muss man Liebe senden.
Geduld wird euch hinübertragen,
solange sich die selbstaufopfernden Heldentaten des Geistes in den Wohlgeruch von Freesien11 verwandelt haben.
Des Meisters Wunder mehren sich.
Mitten im Garten der Liebe wächst die Erleuchtung des Geistes.
Ermüdet Mich jetzt, belastet Mich mehr, die Last der Welt hinzufügend, Ich aber werde die Kräfte noch vervielfältigen.
Vor allem die Kraft Meiner Tochter auch vermehren, denn sie kommt in Meinen Garten.
Hörst du?
Die Last, sie wird erblühen als Rose und das Gras, es wird sich kleiden in den morgendlichen Regenbogen.
Darum ermüdet Mich.
Da Ich in dem wunderbaren Garten wandle, fürchte Ich die Lasten nicht.
Ich denke nach, Ich denke nach, Ich denke nach.
[370. 1923] April 6.
Von der Tanne könnt ihr lernen - sie bleibt dieselbe im Sommer und im Winter.
[371. 1923] April 7.
Man wird kommen und sagen: Wir wissen. Dann sollt ihr antworten: Gut, wenn ihr schon wisst, dann geht nach Hause.
Nun, sie werden noch zudringlicher werden und sagen: Wir wissen auch, wer hinter euch steht.
Sagt ihnen: Gut, doch wenn ihr wirklich wüsstet, würdet ihr ganz anders sprechen.
Dann werden sie noch einmal kommen und auf des Tempels Stufen mit dem Würfel spielen und euer Lob bestimmen.
Saget: Entfernt euch Leute, sonst wird euch noch der Blitz hier treffen.
Doch dann wird einer kommen und zu euch sagen: Ich bin unwissend und hier ist meine Habe, was soll ich damit tun?
Sagt diesem: Tritt über unsre Schwelle, wir werden auch für dich einen Platz an unsrer langen Tafel finden.
Denn wenn du noch nicht weißt, so sollst du wissend werden.
Deshalb sage Ich euch: Ermüdet Mich, belastet Mich mit den ganzen Lasten der Welt.
Ich werde nicht ermüden, Ich kenne keine Müdigkeit, denn Ich vertreibe sie.
Nochmals bitte Ich euch: ermüdet Mich, denn anders kann man den herrlichen Garten nicht erreichen.
Ich habe gesprochen.
[372. 1923] April 8.
Lächelt über jede Herabwürdigung - es ist ein wahres Zeichen eines Wunders.
[373. 1923] April 9.
Suchet das Licht durch Aufzeigen der Finsternis.
Die Reinen werden für den Schild Verständnis zeigen, denn die Gottheit ist mit Uns.
Tropfen der heiligen Welt dringen durch ihre ewigen Offenbarungen zu uns hindurch.
Bedenket, dass der Schatz der Tropfen und die Funken des Bewusstseins Himmel und Erde mit einer neuen Brücke verbinden werden.
Im Glanz der Funken festigend, finden Wir ein Lächeln.
Meisterschaft zeigt sich im Siege über das niedre Ich.
Sich selbst besiegend, steigt der Sieger auf.
Und deshalb kündet Sieg,
Denn Gott ist mit Uns.
Ein reiner Magen verträgt das Wunder leichter.
Die Liebe der Welt zeigt sich am bester hinter einer reinen Stirn.
Schätze das Essen gering und meide Streitigkeiten.
[374. 1923] April 11.
Allein durch ein einziges Wort sind tückische Reiche erschaffen worden.
Kann denn die Schöpfung Gottes zögern,
Wenn alle Himmlischen Kräfte sich erhoben?
Auf Befehl des Höchsten durchdringen Strahlen die Sphäre der Sonne.
Die Wellen des Planetenmeeres hüllen ein den Lauf der Sterne!
Schrecklich ist die Zeit und dennoch herrlich!
[375. 1923] April 12.
Ein neues Banner erfordert neue Menschen.
[376. 1923] April 14.
In dieser Zeit wird jener, der sich unwissend näherte, bereits bei Tische sitzen und sich mit Wissen füllen.
Alles ist voll Zeichen und Annäherungen.
Wenn ihr einen Passanten beauftragt, eine Botschaft, in das Nachbarhaus zu tragen, so sagt ihr diesem:
Freund, bring bitte unsren Freunden diese Botschaft.
Und häufig kennt ihr diesen Boten nachher gar nicht mehr.
So ist es auch im Leben - achtet darauf, was man euch bringt, und lasst euch nie verwirren vom Äußeren des Boten, besonders, wenn ringsum alles voller Zeichen ist.
Wahrlich, ihr seid glücklich, die ihr die Zeichen der nahen Fristen kennt.
Und deshalb wartet und freuet euch.
[377. 1923] April 16.
Lange ein Flüchtling zu sein, ist unbefriedigend.
Wir zahlen teuer für die Eigenliebe.
[378. 1923] April 18.
Warum sollen Wir Uns für einen Vulkan von Leidenschaften halten,
Wenn die Freesie Unsre Lieblingsblume ist?
Überlasst dem Feind die rote Glut, Uns sind der Gipfel Diamanten näher.
Ihr seht seine Streiche.
Ach, wie er sich abmüht; wie soll man ihn zur Überzeugung bringen, dass sein Gebäude nichts andres als ein Kerker ist, und dass Gefangene fortwährend auf ihre Flucht bedacht sind?
Macht es denn Freude, Gefangene hinter sich einher zu schleppen?!
Übrigens, in dieser Streitfrage hat er eine andre Meinung.
Seine Lehre haben die offenbarten Alberiche12 angenommen.
[379. 1923] April 20.
Unerlässlich ist das Opfer - die Flamme des Opfers gleicht dem Ozon.
Sogar die Wilden bringen ein Brandopfer, um das Symbol der Tat zu vertiefen.
[380. 1923] April 21.
Im Namen der Ewigen Bewegung,
Im Namen der Einzigen Kraft
Wiederhole Ich:
Wie der Bäume Wurzeln sich allmählich in der Erde festigen,
So vertieft sich euer Wissen nur mit der Zeit.
Deshalb kennet die Fristen, damit ihr nicht vorzeitig handelt.
Sowohl ein allzu früher Schritt als auch ein zu spätes Handeln sind im Enderfolge gleich.
[381. 1923] April 22.
Wahrlich, Ich sage euch: "Selbst Krümel sind beim Großen Dienen nützlich."
Aus den Geschenken Meiner Geistigen Lehre von gestern kann man einen ganzen Korb voll gemeinsamer Arbeit sammeln.
Schützt euch nur mit Meinem Namen,
Andere Schanzen werden euch nicht nützen.
Es ist gut, dies rechtzeitig zu verstehen.
Ich rief euch zum Aufbau, streckte Meinen geliebten Schildträgern die Hand entgegen und zeigte ihnen den geistigen Pfad. Mögen sie der Führenden und Rettenden Hand gedenken.
[382. 1923] April 23.
Schreitet mutig voran.
[383. 1923] April 24.
Weise wollen Wir zum Besten alles wenden.
[384. 1923] April 25.
Ich rufe die Töchter auf; mögen sie den herrlichen Garten anlegen, mögen sie helfen, ihn mit neuen Blumen anzupflanzen.
Ich fühle - rasch wird man die junge Saat des Lebens der Neuen Welt wachsen sehn.
[385. 1923] April 26.
Die Welt zeigt dieses Wunder der Erneuerung des Lebens.
In den Erscheinungen des Alltags spüret Meine Hand.
Es ist beglückend, die wie Schilder aufgestellten Wunder wahrzunehmen.
Ich bestätige ernst und strenge Meine Worte.
[386. 1923] April 27.
Wer verbergen kann, wird leichter finden.
Man kann die Welle nur durch rechtzeitiges Ausgießen von Öl besänftigen.
[387. 1923] April 28.
Wenn ein Mädchen Abende und Nächte danach strebt, Nutzen der Welt zu bringen.
Wenn es vom unaussprechlich Schönen und Erhabenen träumt, ist das nicht lebensnah?
Wenn diese Träume herrlich waren, wird dann nicht auch die Antwort auf sie schön sein?
Warum das Leben ändern wollen?
Wozu Altes zerstören, wenn schon ein einziger Seufzer uns ein Wunderland enthüllt?
Der Kerker schien dir immer schrecklich.
Es dünkte dir unmöglich, dass je die eiserne Tür geöffnet werden könnte, doch hier gebe Ich dir Meinen Schlüssel.
Verstehe diesen umzudrehen, wie Ich es oft schon zeigte, nicht mehr und auch nicht weniger als nötig.
Liegt denn die Heldentat so fern? Wir brauchen weder wilder Tiere - noch Gerichte - noch Krieger. Die Heldentat ist nahe!
Du drohest mit dem Stab und forderst auf die Welt zum Kampfe - hier kommt die Welt zu dir, schärfe den Stab.
Nutzlos sind falsche Eide und Verzweiflung des Geistes.
Heilig kannst du den Eid der Wahrheit sprechen.
Dir, Sehende, Dir gebe Ich. Füge dem Trank einen Tropfen Meines Werkes bei, und tauche in den Wein des Wissens das Brot der Heldentat; den Ankommenden gib dadurch Nahrung.
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Freudvoll steiget die neuen Stufen dieser Zeit empor.
Man wird fragen: Wie soll man durch das Leben schreiten?
Antwortet: Wie auf einer Saite über einem Abgrund -
Schön, behutsam und doch eilig!
Erläuterung der Fußnoten:
* Drei Punkte, die ein gleichseitiges Dreieck bilden, sind ein Zeichen des Mahatmas Morya. Bei der Formatierung der ersten Herausgabe dieses Buches wurde diesen Zeichen irrtümlicherweise in die Auslassungspunkte verwandelt. Diesen Fehler wurde im Buch "Erleuchtung" verbessert: sehen Sie z.B. den Paragraf 224 (II.VIII.15) des russischen Originals.
1. Das Noumenon (gr. "das Gedachte") - das mit dem Geist zu Erkennende, im Gegensatz zu dem mit den Augen zu Sehende (Plato).
2. "Tshur ist hier gemeint im Sinn von Überbleibsel oder des überholten Bewusstseins. Tshur könnte auch Kobold bedeuten, folglich jede Art von Aberglauben und Vorurteilen. Der Sinn liegt darin, dass man sich die kommende Neue Welt nicht mit dem alten Bewusstsein zu eigen machen kann, - mit alter Unwissenheit und allen ihren Erscheinungen" (H.I.Roerich. Briefe.Brief vom 19 November 1937).
3. Sankt Ursula - Märtyrerin, nach der Legende (10.Jahrhundert) eine britische Königstochter, die auf der Rückkehr von einer Wallfahrt nach Rom bei Köln von den Hunnen mit ihren Gefährtinnen umgebracht worden sein soll.
4. Antonius - Antonius der Große, der "Vater des Mönchtums", Geburtsort: Kome (heute Keman, Mittelägypten), 251/252-356; lebte als Einsiedler in der Wüste und prägte als Vorbild das asketische Leben der Einsiedler.
5. Kreuz des Südens (lateinisch Crux) - Sternbild des südlichen Himmels, nur sichtbar südlich vom 26. Grad südlicher Breite; seine vier hellsten Sterne bilden ein schiefes Kreuz.
6. Kurnowuu war ein Kaiser des uralten Mexikos.
7. Allal-Ming - Im Gedichtbuch "Blumen des Moryas" (1924, Paris) von N.K.Roerich wurde im Gedicht "Belehrungen für den Jäger, der in den Wald eingeht" diesen Name als "Allal-Ming-Schri-Ischwara aus Tibet" erwähnt.
8. Rossul-Ibn-Ragim - ein geistiger Lehrer des Sufismus (asketisch-mystische Richtung des Islam).
9. Die Entrückung - Religionsgeschichte: die Versetzung eines Menschen an einen anderen irdischen oder himmlischen Ort, ohne dass der Tod dazwischentritt. Beispiele sind im Alten Testament die Entrückung des Propheten Elias (2.Könige 2,1 folgende), im griechischen Mythos die des Ganymed in den Olymp.
10. Denar - mittelalterliche Münze.
11. Freesie - eine Blume, botanischer Name: Fressia, Pflanzenfamilie: Iridaceae, Blütengestalt: Freesien werden ca. 40 cm hoch. Die angenehm duftenden Blüten gibt es in den wunderbarsten Pastellfarben.
12. Alberiche - Alberich (niederdeutsch "Elfenkönig"), Zwerg der germanischen Heldensage. Nach dem "Nibelungenlied" verliert er Tarnkappe und Nibelungenhort an Siegfried.