Feurige Welt


Feurige Welt

1935


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"AGNI JOGAS" IZDEVUMS
Riga, Elizabetes iela 21-a, dz. 7


AGNI YOGA

Feurige Welt

Teil Drei


    Die überirdischen Zeichen bestätigend, können wir nun beginnen, uns der Feurigen Welt zu nähern. Wir haben wiederholt auf die Dringlichkeit der Entwicklung der für den irdischen Bereich notwendigen Eigenschaften hingewiesen. Die Lehre setzt sich immer entlang zwei Richtlinien fort; sobald sich diese treffen, bilden sie die vollendete Linie der Errungenschaft. Da schon viele für den irdischen Bereich notwendige Eigenschaften schwer zu erlangen sind, können die überirdischen Zustände abstrakt erscheinen, doch sie sind bestehende Wirklichkeit. Wer gewohnt ist, in planetarem Ausmaß zu denken, der weiß, wie wirklich das Leben in der Welt des Feuers ist - in der Welt des Strahlens, in der Welt der Errungenschaft.
    So lasst uns den dritten Teil der "Feurigen Welt" beginnen.


Feurige Welt

Teil Drei

    1. Man sollte die Feurige Welt nicht nur mit der Unbegrenztheit in Einklang bringen, sondern sollte sich auch streng an Hierarchie halten. Die Schönheit der Feurigen Welt wird durch die ins Unbegrenzte Licht emporführenden, Hierarchischen Stufen gekrönt.
    Wenn nur wenige die Stufen des Lichts bewusst ersteigen, sollte einen das nicht betrüben. Diese Giganten sind von solchen Magneten umgeben, dass sie andere, die den schwierigen Pfad nicht kennen und unfreiwillig mitgezogen werden, anziehen.

    2. Die neue Stufe emporsteigend, sammelt ihr selbst Kraft. Nur sehr wenige können auf dem Pfad des Lichts wandeln und sich erfreuen, da jede Bestrebung zu den Herrschern gelenkt wird. Wird der anvertraute Schatz erkannt, können wahre Schwingen des Geistes wachsen.

    3. Viel Heiliges und Großes wird nach außen nicht unbedingt als solches sichtbar werden. Die Ausmaße erreichen ihre wahre Größe im Bewusstseinsinneren. Man kann verschiedene Zustände voraussehen, doch man kann nicht vorher wissen, auf welche Weise und wann der Bote erscheint. Die Menschen verhindern durch ihre eigenen, herkömmlichen Maßstäbe transzendentale Erscheinungen. Denkt nicht, dieses Wort wäre veraltet, denn wahrhaftig, stärker als je zuvor wird das Strahlen des Geistes geleugnet. Jedoch ohne Sonne kann weder der Makrokosmos


noch der Mikrokosmos bestehen. Ihr wisst, dass der Lauf der Gestirne keinesfalls günstiger sein könnte. Man kann Jahrhunderte auf solche Konstellationen warten, aber gerade jetzt sind es keine Jahrhunderte, sondern nur einige Jahre reichen aus, um die neuen Grenzlinien für die Menschheit zu bestimmen. Nicht viele nehmen diesen Kosmischen Aufbau wahr; umso mehr müssen die wenigen die durch die Gestirne angedeuteten, auffallenden Ereignisse völlig begreifen. Die Größe der Stunde muss vollends erkannt werden, und dafür ist Feierlichkeit geboten. Wohl euch, wenn ihr sie fühlen könnt!

    4. Es ist richtig anzunehmen, dass zwischen der irdischen Ebene und der Feurigen Welt Koordination besteht, aber die Ursachen der ganzen Entwicklung sind nicht erkennbar. Die zeitweilige Wehmut auf der irdischen Ebene möge daher als Schwelle zur großen Freude betrachtet werden. Man kann in Stille eine feurige Welle in den irdischen Bereich senden, doch in den fernen Welten wird Donner vernommen. Deshalb werden alle Dimensionen durch verschiedene Wellenstärken erreicht. Wahrhaftig, alle schöpferischen Energien wirken sowohl auf der irdischen Ebene als auch in der Feurigen Welt. Es besteht eine Führung der Ströme, die Menschen aber können die weitreichende Bedeutung einer Tat nicht immer begreifen.

    5. Auf der irdischen Ebene sind die Ursachen der Handlungen unbekannt. Nur dem Bewusstsein eines Adepten ist es möglich, das Wesentliche allen Geschehens zu verstehen. Auf diese Weise kann die Menschheit nur ein winziges Körnchen der Wahrheit in sich aufnehmen. Deshalb lasst uns mit tiefer Verehrung über das Feurige Gesetz sprechen.

    6. In den Tätigkeiten der Feinde kann man einen überflüssigen Energieaufwand beobachten. Verwirrt, können sie die Tatsachen nur in einem Zerrspiegel reflektiert wahrnehmen. Daher nehmen sie, gelenkt von einem bösen Willen,


einen unrichtigen Blickpunkt ein. Nur die Anhänger der Hierarchie des Guten können alle Energien im Kanal des Guten nutzbar machen. In der Tat, allein das feurige Bewusstsein kann den Horizont der Welt einnehmen; deshalb entgleiten dem Feind die Ereignisse, welche die alten Aufspeicherungen hinwegfegen. Die Voraussicht kann wirklich nur vom Blickpunkt der Erbauer erfolgen. Daher ist von den Lichtträgern die Feurige Welt erwählt worden.

    7. Ich gebe dem Schüler folgendes Geleitwort mit auf den Weg. "Dem Gebet möge lauten: Dir, o Herrscher, will ich in allem dienen, immer und überall. Möge mein Pfad eine Heldentat der Selbstlosigkeit sein." Erkennt der Schüler in seinem Herzen die Freude des Pfades, eines Pfades ohne Schwierigkeit, weil sich alles in die Freude des Dienens verwandelt, dann können ihm die Großen Tore erschlossen werden. Inmitten der höheren Vorstellungen muss der Schüler in seinem Herzen an die Berichte des Lichts denken. Inmitten der entsetzlichen Erscheinungen muss der Schüler an die Berichte der Finsternis denken. Auf dem Schild des Lichts ist eingeschrieben: "Herrscher, ich komme allein, ich komme in einer geoffenbarten Heldentat. Ich werde das Ziel erreichen, ich werde es erreichen!" Und auf dem Schild des Lichts steht eingeschrieben: "Ehrlichkeit, Hingabe und Selbstverleugnung." Doch furchtbar sind die Berichte der Finsternis. Möge die Hand des Schülers es unterlassen, auf diesen bleibenden Schriftrollen Lüge, Scheinheiligkeit, Verrat und Ichsucht einzuschreiben.

    8. Unter den für den Aufstieg besonders schädlichen Erscheinungen sei halber Dienst erwähnt. Man kann nicht vorankommen, ohne diese fürchterliche Halbheit zu verwerfen. Es muss daran erinnert werden, dass der Schüler, sobald er einen Lehrer erwählt hat, immer mit Bedacht auf die schädlichen Folgen der Halbheit handeln muss.


Nicht nur ein offensichtlicher Verrat, gegen den man mit dem Schwert offen ankämpfen kann, ist gefährlich, sondern diese schädlichen Schliche der Halbheit sind nachteilig. Das Bewusstsein der Menschen muss auf den Pfad der Ehrlichkeit gelenkt werden. Die Menschen müssen verstehen, dass aufrichtiges Dienen das Wichtigste ist. Womit kann man das Wachsen des Geistes festigen, womit kann man Hingabe zur Hierarchie bekunden, womit kann man das Bewusstsein läutern? Durch dieses eine Gesetz des aufrichtigen Dienstes. Lasst uns auf diese Weise immer an die Schädlichkeit der Halbheit denken. Die Berichte der Finsternis beinhalten alle halben Entscheidungen und Taten; deshalb sollte man auf dem feurigen Pfad an die Folgen der Halbheit denken. Ware es möglich, alle Berichte der Feinstofflichen Welt zu offenbaren, die Menschheit wäre entsetzt über die grauen Schatten, die Zerstörung, Halbheit, Verrat, das Aufwiegeln zum Streit, Gotteslästerung, Unduldsamkeit und Ichsucht umgeben. Daher lasst uns auf dem feurigen Pfad an die Halbheit und ihre unterminierende Wirkung denken.

    9. Quellen, die auf feinstoffliche Energien ansprechen, sind sehr feinfühlig. Daher ist jene Qualität, die sich meistens in reinen Strömungen offenbart, so wichtig. Genauso unterschiedlich wie die Ergebnisse bei chemischen Versuchen durch Anwendung verschiedener Gefäße, Substanzen und Verbindungen, sind die Erscheinungen feinstofflicher Aufnahmefähigkeit. Ein von Imperil erfüllter Organismus wird nur einen kleinen Teil der Sendung aufnehmen. Ein von Ichsucht durchdrungener Organismus wird eine entsetzliche Färbung verleihen, welche die Sendung entstellt. Ein mit Feindseligkeit erfüllter Organismus wird die entstellte Sendung zu einem Nachbarn tragen.


Auf diese Weise hängt die Entstellung beim Empfang einer Sendung von bestimmten Eigenschaften des Empfängers ab. Ihr fragt mit Recht, warum Wir solchen Entstellungen kein Ende bereiten. Weil es durch Menschenhand erstellte schriftliche Berichte gibt, welche die Mahatmas des Ostens so ungeheuerlich darstellen, dass dieses einer Verwünschung vor der Nachtruhe gleichkommt. So denken jene, die den Nächsten verdammen wollen. In der Tat, die Menschen schreiben den Mahatmas sogar Verleumdung zu. Die Menschen schreiben Uns alle ihre irdischen Eigenschaften zu.

    10. Lasst uns weiter über Sendungen und den Empfang berichten. Einem feurigen Geist wird die Fähigkeit verliehen, feinstoffliche Energien aufzunehmen. Nur das feurige Bewusstsein ist imstande, einen Strom feinstofflicher Energien zu leiten. Deshalb müssen die Berichte mit sehr viel Unterscheidungskraft genau geprüft werden. Weil die Menschen gewöhnt sind, das Höchste auf einer niederen Ebene wahrzunehmen, sind die Bildnisse der Herrscher so entstellt worden. In der Tat, die Menschen sind gewohnt zu denken, das Höhere sollte dem Niederen dienen, aber sie erkennen nicht, dass nur das Verstehen des Dienstes einem das Recht für ein offenkundiges Glied der Kette verleiht. So bringt falsches Verstehen der Sendungen jene Ergebnisse hervor, die den Raum verunreinigen. Uns sind Fälle bekannt, wo die Höheren einen Schüler Mahatma nannten, doch einige Empfänger der grauen Vielseitigkeit entstellten diese bedeutende Sendung bis zur Hässlichkeit. Deshalb wollen Wir vor jeder Entstellung und allen falschen Berichten aufrichtig warnen. Wenn Wir einen Schüler Mahatma nennen, bestätigen Wir eine große Potentialität. Aber was enthüllt ein Medium oder ein mit Imperil vergifteter Empfänger? Daher ist es so notwendig, die profanen menschlichen Handlungen zu läutern


und diese Berichte in Zukunft zu vernichten. In der Feurigen Welt kann nur das feurige Bewusstsein ein wahrer Empfänger Unserer Sendungen sein.

    11. Die Geschichte vermerkt alle falschen Propheten und Betrüger. Doch auf all die geistigen Betrüger und falschen Quellen wurde nicht genügend hingewiesen. Könnte im Fundament des Staates das geistige Prinzip verankert werden, wäre es möglich, allen schädlichen Wirkungen falscher Quellen zu folgen. Man möge verstehen, dass die Berichte der Finsternis alle falschen Quellen und die bösen Absichten der Betrüger beinhalten. Mit Recht wurde gefragt, warum die Höhere Lehre geschmäht wird. Dafür gibt es nur eine Antwort: Die Betrüger leben in Maja. Und um ein Körnchen für das Allgemeinwohl zu erlangen, ist es notwendig, Toleranz zu üben. Mit Sorge vergeben Wir diesen Betrügern, denn sie leben in Maja und werden in Maja hinübergehen. Das trifft auch für die Verzerrung der Sendungen zu.

    12. Unter den Verleumdern der Lehre sollte man einer besonderen Art von Menschen, die sich selbst die Verpflichtung auferlegten, Hüter der Wahrheit zu sein, Beachtung schenken. Denn es ist das Vorrecht des feurigen Bewusstseins, die Wahrheit zu offenbaren. Die selbsternannten Hüter der Wahrheit sind sehr beflissen, nur das für Wahrheit gelten zu lassen, was ihnen angenehm erscheint. Daher gibt es so viele Verleumder der Lehre und aller hellen Vorhaben. Es ist richtig, auf den von solchen Wahrheitshütern verkündeten Fluch und deren Verwünschungen hinzuweisen. Wie viel Schönes wurde durch diese finsteren Bemühungen zunichte gemacht! Wieso können diese finsteren Kräfte Unseren Weisungen nicht standhalten? Weil Unsere Lehre allumfassend, alldurchdringend und elementaren Ursprungs ist. Die Finsternis bekämpft vor allem die Quelle, die der Hierarchie


des Lichts nahe steht. Wenn Wir alle falschen Quellen aufdecken werden, wird man sich davon überzeugen, wie sehr sie vom menschlichen Bewusstsein unterstützt werden. Die Säer von Zweifel und Entstellungen verkünden dauernd das Verbot der Wahrheit und allen Lichts. Doch auch die Feurige Welt hat ihre Feurigen Hüter. Wehe den falschen Hütern, und wehe jenen, die den Raum mit falschen Lehren verunreinigen. Wehe jenen, die in unwürdiger Weise der Welt eine Darstellung der Hierarchie gegeben haben und geben, welche die Leuchtenden Bildnisse herabsetzt. Daher lasst uns die Entstellungen bekämpfen!

    13. Gewaltig ist die Schaffenskraft der Läuterung des Bewusstseins. Überall gibt es solche Aufspeicherungen! Ohne Läuterung des Bewusstseins kann die Menschheit nicht vorankommen. Und Wir können nur retten, wenn das Bewusstsein geläutert wurde. Deshalb verstärken Wir alle Unsere Energien so sehr.

    14. Man fragt, warum Wir den falschen Quellen nicht Einhalt gebieten; warum Wir nicht jene entlarven, die die Sendungen entstellen? Würde man den Strom, in dessen Kielwasser die Menschheit vorantreibt, gewaltsam aufhalten, dann würden sich Entstellungen in Brutalität verwandeln. So fließt der üble freie Wille wie Lava und verschlingt jene, die sich gegen das Gute auflehnen, wie die Geschichte beweist. Gewaltmaßnahmen können für die Menschheit gewiss keinen rechtschaffenen Weg bahnen. Somit können die ganzen feinstofflichen Energien nur von einem feurigen Bewusstsein aufgenommen werden. Daher ist Duldsamkeit wahrhaftig das Los des feurigen Bewusstseins. Allerdings sollte man läutern, wo immer es Anhäufungen von Schmutz gibt, und das Los des feurigen Bewusstseins ist es, die Berichte aus dem Raum zu läutern. Unter den vielen Seiten der menschlichen Schriften wird man


jene schädlichen Berichte beachten müssen, welche sogar den Verstand wohlgesinnter Menschen trübten. Daher sollte man auf dem Pfad zur Feurigen Welt die große Bedeutung der Aufnahmefähigkeit für höhere Energien und feinstoffliche Sendungen verstehen.

    15. Unter den Empfängern der Lehre gibt es viele Kanäle, jeder Kanal hat sein besonderes Merkmal und seine Bestimmung. Aber das Gedankenmeer der Lehre kann nur über die ihnen allen am nächsten liegende Quelle gegeben werden. Es gibt viele Zweige und Mittel für die Verbindung, und besondere Eigenschaften der Kanäle zeigen die Grenzen der Empfänger an. Als Hauptverbindung zwischen den Höheren Kräften und der Welt wirken jene feurigen Empfänger, die das Gedankenmeer der Lehre fassen können. Es ist weder schwierig zu erforschen, wie weit diese Hierarchie-Inspirationen fortgeschritten sind, noch ist es schwierig herauszufinden, wie weit die Träger des Feurigen Bewusstseins fortgeschritten sind. Deshalb sollte man beobachten und obendrein eine Heldentat des Lichts über die offenkundigen Grenzen setzen. In dieser Heldentat kann wahrhaftig das feurige Verstehen der Menschheit bestätigt werden.

    16. In den Tagen des Armageddon sind alle Energien äußerst angespannt. Es erfordert große Anstrengung, alle Möglichkeiten des Wirkens für das Gute zu nutzen. Wahrhaftig, alle Kosmischen Kräfte sind tätig, um die notwendigen Bedingungen zu schaffen. Wie kann das Bewusstsein ohne Anstoß, ohne Bestrebung nach Änderung der gegenwärtigen Lebensweise erwachen? Natürlich tragen die Baumeister die ganze Last der Ereignisse, und es ist wichtig zu erkennen, wie gewaltig die Schlacht des Armageddon und die Aufbautätigkeit für den erhabenen Plan sind. Deshalb lasst uns alle jene segnen, die Hindernisse schaffen, denn auf diese Weise entfalten sich unsere Energien


und werden mit der Aufbautätigkeit des Lichts vereint. Man könnte fragen, ob nicht Kataklysmen vermieden werden können? Ob nicht Furcht und Unheil vermieden werden können? Ob nicht Elend vermieden werden kann? Dann müssen wir an die räumlichen Ansammlungen und menschlichen Ausgeburten erinnern, die gesühnt werden müssen. Daher sind die Kräfte des Lichts um die große feurige Umwandlung besorgt. Somit sollte man auf dem Weg zur Feurigen Welt daran denken, dass sich zur Zeit des Armageddon eine Reinigung des Raumes vollzieht.

    17. In der Epoche, in der eine Trennlinie zwischen Schöpfern und wahren Suchenden auf der einen Seite und den Verneinern der Wahrheit auf der anderen Seite sichtbar wird, ist es besonders wichtig, die Lebenskraft der Lehre zu offenbaren. Der eine anerkennt die Gegenwart, die Vergangenheit und die Zukunft; ein anderer sieht alles in der Brechung der Maja; ein anderer will durch Verneinung der Hierarchie eine höhere Offenbarung erlangen; ein anderer betrachtet sich als Wanderer ohne Führer - so vielfarbig sind die Grünassen des Geistes. Deshalb sollte man dauernd über die schöpferischen Ursprünge sprechen und das menschliche Bewusstsein durch die Lebenskraft der Lehre umwandeln. Wir richten alle Unsere Anstrengungen auf die Erneuerung des Geistes. Diese feurige Umwandlung ist der Schlüssel für Unsere Arbeit. In der Epoche feuriger Erneuerung sollte man die Lebenskraft der Lehre offenbaren; denn die Verneinung der Gesetze verdunkelt das Denken des einzelnen, so dass sich Zersetzung einschleichen kann. Auf diese Weise muss die Menschheit erkennen, welcher Mut aufzubringen ist, die Umwandlung zur Feurigen Welt in all seiner Wirklichkeit auf sich zu nehmen.

    18. Die Menschheit denkt über die Entartung vieler Völker nicht nach. Es gibt böswillige Völker, die vor den Augen der Welt sichtlich verdorben sind und zerfallen.


Die Menschen mit Schwänzen widerspiegeln die Richtung. Die Entartung eines Volkes lässt sich sogar am Körperbau erkennen: sowohl Kiefer, Backenknochen, Arme, Beine, Ohren als auch andere Anzeichen widerspiegeln den Prozess. Ein böswilliges Volk wird auch zum Nährboden von Krankheiten des Geistes und Körpers. Doch bei feuriger Schaffenskraft und Umwandlung des Geistes wird den Menschen die Potentialität des Fortschritts und der Entwicklung einer Nation enthüllt werden. Wer nicht die Feuertaufe annimmt, wer nicht dem Ursprung des Lichts folgt, der gelangt ins Chaos der Zersetzung. Man kann die Verrohung beobachten und bestätigen, dass allein die Feurige Welt die notwendige Reinigung bietet.

    19. So wie der Gipfel nicht für alle Platz bietet, ebenso wird jeder, der ihn ersteigt, erkennen, dass der Aufstieg nicht mit einer schweren Last vonstatten gehen kann. Darüber hinaus ist auf dem Gipfel kein Platz für Überflüssiges. Der aufsteigende Geist muss stets daran denken, dass er sich von den Bindungen des Alltagslebens lösen muss. Die Abhänge sind steil, und man sollte daran denken, dass nur der Fuß des Berges breit ist. Am Fuße ist Raum für weltliche Dinge, doch der Gipfel ist spitz und für den ganzen menschlichen Besitz zu klein. Irdisches Geschehen wird am klarsten vom Gipfel aus gesehen, weshalb jeder an den Gipfel denken, aber auch die steilen Abhänge nicht vergessen sollte. Bei einem mutigen, entschlossenen und tatkräftigen Aufstieg sollte man daran denken, dass der Gipfel selbst zwar klein, aber das Blickfeld unermesslich ist. Je höher man aufsteigt, umso weiter und überwältigender ist die Sicht; und je überwältigender die Sicht, desto stärker die Verschmelzung zur Einheit. Lasst uns auf diese Weise an das für den Aufstieg gegebene Geleitwort denken.


    20. Wahrhaftig, je höher, umso wirksamer die Verschmelzung zur Einheit. Genauso, wie sich ein Wanderer auf seinem Weg zur Bergspitze von der Anziehung der Welt unter sich löst, ebenso ist der Wanderer im geoffenbarten Feurigen Recht von allen vom Leben aufgebürdeten, belastenden Erinnerungen befreit.

    21. Die Lehre wird zum Zweck der Bestätigung feuriger Enthüllungen sowie zum Zweck der Erfüllung höchster Gesetze in endloser Folge gegeben, und sie kann nach dem Prinzip der herrschenden Magnetpole nur einem feurigen Geist übergeben werden, der bereits Tausende von Jahren an die Hierarchie angeschlossen war. Die angespannte feurige Tätigkeit erstreckt sich auf Tausende von Jahren. Die Bewusstseinsverschmelzung wird in einer Zeitspanne von Tausenden von Jahren geschmiedet. Der vereinte Pfad wird in Tausenden von Jahren gestaltet und vorbereitet. In einem Großen Dienst werden in Tausenden von Jahren Herzen verschmolzen. Unabänderlich ist das Kosmische Gesetz, und man sollte begreifen, dass die Folge der Lehre Zeitalter hindurch bestätigt ist. Es gibt viele, die in dieses große Recht einzugreifen versuchen, doch ein Kosmisches Recht wird einem Schöpfer in der Feurigen Welt verliehen. Deshalb muss die Menschheit ihr Bewusstsein läutern, um das große Recht der Folge zu verstehen.

    22. Wahrhaftig, beim Aufstieg des Geistes sollte man als Ziel das Symbol des Gipfels annehmen. Jeder Schüler sollte daran denken, dass das Umgehen des Gipfels den Wanderer vom Pfad wegführt. Jede übermäßige Last wird den Wanderer behindern. Der Gipfel ist spitz, und jedes unnötige Festhalten an der irdischen Welt lässt den Wanderer anhalten. Es ist schwierig, am Abhang anzuhalten; lasst uns daher an den Gipfel denken, wenn wir zum Aufstieg antreten. Es ist schwierig, den Gipfel zu erreichen, wenn der Geist nicht die Grundsätze


der Hierarchie erfasst. Auf diese Weise gibt es auf dem Feurigen Pfad weder Einsamkeit noch Leere, nur ein Loslösen von der irdischen Welt und eine unwiderstehliche Anziehung zur Feurigen Welt.

    23. Die Welt strebt nach krönender Vollkommenheit. Vielfältig sind die Pfade des Suchens. Der nächste Pfad zur Vollkommenheit ist jener der Schönheit. Religion führte zum Streben nach Nirwana, doch es ist durch irreführende Begriffe entstellt. Viele Sucher wurden irregeleitet, weil sie die Begriffe Karma und Reinkarnation missverstanden. Wer nach Vollkommenheit strebte, hätte die machtvollen Gesetze des Seins durch Schönheit finden können. Würde man jedoch allen entstellten Lebenserscheinungen Schönheit verleihen, könnte man zum Gesetz der Vollkommenheit gelangen. Nehmen wir die unausgeglichenen Zustände aller ins Leben eingeführten Prinzipien und verleihen wir ihnen Schönheit, wir werden zum Gesetz des Seins gelangen. Wenn wir das Leben des Planeten mit all seinen Vorurteilen betrachten, sehen wir, dass wir unvermeidlich zur siegreichen Krönung durch Schönheit gelangen müssen. Man sollte sich mit der Erkenntnis der siegreichen Krönung vertraut machen. Solches Denken wird einen zur Feurigen Welt führen.

    24. Einer der großen Begriffe, der oft falsch ausgelegt wird, ist der erhabene Begriff der Demut. Er wurde als Nichtwidersetzung gegen das Böse ausgelegt, als Gutherzigkeit, als Mitleid; doch nur wenige betrachteten Demut als Selbstverleugnung. Denn allein Selbstverleugnung und Selbstaufopferung können zum Verstehen von Demut führen. Wahrhaftig, Wir sehen die Giganten des Geistes und die Helden, die sich ganz den demütigen Aufgaben zum Wohl der Menschheit hingeben. Wir kennen große Experimente, die demütig in den irdischen Laboratorien


ausgeführt wurden. Wir kennen die großen feurigen Experimente jener, die ihr Leben gänzlich und demütig dem Wohl der Menschheit widmen. Wir kennen Erscheinungen auf dem Pfad zur Feurigen Welt, welche die ganze Umgebung inspirieren. Wahrhaftig, mannigfaltig ist die durch Selbstaufopferung und Selbstverleugnung bekundete Demut. Heldentum ist ein Beweis von verschiedenartiger Demut. Auf diese Weise sind die Berichte aus dem Raum voll von großen Taten der Demut. Unschätzbar sind diese feurigen Flüge des Geistes. Wahrhaftig, auf diese Weise leeren die Helden der Demut den Giftbecher für das Wohl der Menschheit.

    25. Als die höchste Demut und die höchste Selbstverleugnung sollte das Bildnis Jener geachtet werden, die den vollen Kelch der Selbstverleugnung tragen. Sie tragen eine schwere Last im Herzen. Sie sind der Wucht der durch die Menschheit verursachten Spannung ausgesetzt. Sie tragen die Last der ganzen Zwiespältigkeit. Solche Demut ist Erlösung. Wer wird sich der Heldentat, den Giftbecher zu leeren, gänzlich hingeben? Wer wird den Feurigen Schild für das Wohl der Menschheit auf sich nehmen? Wer wird sich entschließen, die feurigen Energien aufzunehmen? Wer wird für die ganze Kosmische Anspannung Verständnis aufbringen? Wahrhaftig, der, der mit den Höheren Kräften im Einklang steht. Die Menschheit ist gewohnt, Gutes zu fordern, doch sehr selten denkt der Mensch ans Geben. Daher wird die Demut eines den feurigen Kelch tragenden Heiligen als die höchste Demut angesehen. Der feurige Kelch enthält die Substanz der Rettung des Geistes der Menschheit und des Sühneopfers. Daher lasst uns daran denken und Verstehen bekunden.

    26. Für solch feurige Demut muss der Geist in Tausenden von Jahren gestählt werden und in ständiger Heldentat leben.


Auf diese Weise findet das letzte Aufgebot für den Planeten statt, und in diesem großen Kampf offenbaren Wir Unsere Macht. Deshalb ist Unsere Demut so feurig. Für einen feurigen Geist ist es nicht leicht, Demut zu bekunden. Der feurige Geist ist wie eine Esse, wie eine lodernde Fackel, und Selbstverleugnung sowie Selbstaufopferung sind sein Los auf der letzten Stufe. Deshalb ist das letzte Verweilen auf der Erde so schwer. Jede Schwelle bedeutet einen qualvollen Schritt. Auf diese Weise schmieden Wir die große Zukunft.

    27. Die Herrschaft des Geistes und die Herrschaft des Herzens werden so wenig verstanden, so dass es notwendig erscheint, für den Fortschritt der Menschheit diese Begriffe zu erweitern. Oft verursacht Unkenntnis dieser großen Prinzipien eine Störung des irdischen Gleichgewichts. Das beste Beispiel ist die Kluft zwischen Ost und West. So versteht man im Osten nicht, dass Vorherrschaft des Geistes keine Untätigkeit bedeutet und Vorherrschaft des Herzens keine Willenlosigkeit. Und der Westen zerstörte beide Begriffe und bestätigte die Vorherrschaft der Materie als Lebensgrundlage. Wenn der Geist und das Herz nicht überragen, kann man nicht vorankommen. Man sollte in den täglichen Gebrauch den Ausdruck vergeistigter Materie aufnehmen. Dann werden Geist, Herz und Materie ins Leben eingehen. Die Feurige Welt bestätigt die Herrschaft des Geistes in ihrer ganzen Kosmischen Tragweite. Würden die Wissenschaftler die große Bedeutung der Herrschaft des Geistes verstehen, könnten der Menschheit viele nutzbringende Erforschungen übergeben werden! Aber die Leseraten anerkennen die gewaltigste Kraft - die Herrschaft des Geistes nicht. Deshalb muss jede feinstoffliche Annäherung an die Wissenschaft, an die Kunst, als wahres feuriges Denken geschätzt werden. Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt an die Vorherrschaft des Geistes denken!


    28. Der Mensch selbst bestätigt die sein Wesen beherrschende Macht. Diese Macht besteht aus den Grundeigenschaften des Geistes. Die Menschen leben unter der Herrschaft verschiedener Kraftfelder. Man unterscheidet Aufbau- und Zerstörungsbereiche. Jene, die unter der Macht der Schönheit leben, fühlen sich zur Aufbautätigkeit hingezogen. Sie schaffen durch ihre eigene Kraft die Herrschaft des Geistes. Sie erneuern das Leben durch Schönheit. Jedoch wie schrecklich ist das Leben jener, die von der Macht der Zerstörung leben! Gewiss, wenn man von der Macht der Zerstörung spricht, sollte man an die Macht der Ichsucht denken, die der Macht der Schönheit entgegengesetzt ist. Auf diese Weise sollte man klar erkennen, dass sich der Mensch entweder in einen Abgrund stürzt oder sich in die Unbegrenztheit erhebt. Die Herrschaft des Geistes und des Herzens ist ein gewaltiges kosmisches Gesetz. Deshalb wirkt die Feurige Welt durch die Macht des Geistes.

    29. Heute, an Unserem Tag, werde Ich euch sagen, wie die Macht der Schönheit zur Feurigen Vollendung aufruft. Schaffenskraft durch die Macht Kosmischer Liebe ist unbegrenzt. Der Raum erklingt in der Bestätigung des Gesetzes der Kosmischen Liebe. Die Strahlen werden zur machtvollen Einheit verwoben. Allein durch vereinte Strahlen war es möglich, dass Wir so viele Erdbeben zum Stillstand brachten. Auf diese Weise erweist sich für die Welt das Experiment des Agni Yoga als eine feurige Umwandlung. Jedoch für die Höhere Welt gilt das Wissen des kosmischen Gesetzes, wonach das Experiment des Agni Yoga eine Vorbereitung für die Annahme des Strahles des großen Kosmischen Rechts darstellt. Auf diese Weise gibt die Feurige Welt das Wesen des Kosmischen Rechts zu erkennen.


    30. Nur ein erweitertes Bewusstsein kann die gewaltige Schaffenskraft des unsichtbaren Kosmischen Strahles verstehen. Die Macht dieses Strahles ist das Gesetz der Feurigen Welt. Die Schwingungen von Strahlen wurden gezeigt. Auf diese Weise bringen zum Beispiel Willensanspannung, Bestrebtheit des Geistes, Freude sowie alle anderen Erscheinungen des Geistes und des Herzens ihre eigenen Strahlen hervor. Dabei sollte man bedenken, dass die Substanz der Ausstrahlungen den Kosmischen Strahl nicht ersetzt, denn dieser Strahl beinhaltet die ganze innere Wirkungskraft. Bewusst gelenkte Strahlen stellen eine kosmische Macht dar. Welch gewaltige Aufbautätigkeit konnte durch edle Anspannung des Geistes und Reinheit des Herzens vollbracht werden! Wie machtvoll wären daher die vereinten Strahlen gewesen! Doch richtet sich der Geist nicht auf die Erhabenheit der Kosmischen Ursprünge, kann er die Kraft des Kosmischen Strahles nicht empfangen. Eine große Zukunft kann nur durch Empfang des Kosmischen Strahles verwirklicht werden.

    31. Ich werde über den gewaltigen Kosmischen Strahl in Zusammenhang mit der Vereinigung sprechen. Auf der letzten irdischen Stufe, vor der siegreichen Krönung, vollzieht sich eine Übereinstimmung der feurig umgewandelten Zentren mit dem Kosmischen Strahl. Jede sichtbare Anspannung hat ihre entsprechende kosmische Bestimmung. Auf diese Weise werden die Zentren zur Annahme des gewaltigen Kosmischen Strahles, der für das endgültige Verlassen der Erde alle Körper vorbereitet, vom Feuer durchtränkt. Der feinstoffliche, der physische und der Astral-Körper nehmen auf diese Weise das gleiche Bild der Schönheit an. Das ist die größte Tat des Kosmischen Strahles, und das Feurige Recht zieht diesen geheimnisvollen Kosmischen Strahl an.


Darin besteht das höchste kosmische Mysterium und die erhabenste Offenbarung des Kosmos!

    32. Der Kampf des Geistes ist ein Schritt zur Besserung. Bei Stagnation des Geistes und bei Andauern von Eigendünkel und Selbstrechtfertigung kann der Geist nicht vorankommen. Deshalb setzt die Feuertaufe das Ringen des Geistes voraus. Natürlich führt verstärktes Suchen zum Kampf des Geistes. Man kann beobachten, wie Menschen sich im Geiste erheben oder erstarren. Man kann beobachten, wie ein Geist, der über eine volle Synthese verfügt, sich in sein Suchen vertieft und dennoch nicht die Eigenschaft der Vollkommenheit offenbart. Man kann auch in einem Spezialisten eine Person wahrnehmen, die in ihren Arbeiten Selbstbestätigung findet und ein Gefühl gekrönter Vollkommenheit. Dies bewahrheitet sich auch in der so genannten "Geschäftstüchtigkeit" im Gegensatz zum freien Gedankenschwung und zur Schaffenskraft. Daher ist es so wichtig, die Menschen in ihrer Potentialität zu erkennen, denn nicht immer ist ein Genius für jene, die durch Eigendünkel eingeengt sind, sichtbar. Deshalb ist es notwendig, Achtung vor der Arbeit und vor der Forschung nach jenen zu bekunden, die Synthese besitzen. Auf dem Pfad zur Feurigen Welt sind Synthese und der Kampf des Geistes erforderlich.

    33. Beim Ringen des Geistes sollte besonders das Gefühl des Unbefriedigtseins beachtet werden. Natürlich kann der Geist, der Synthese besitzt, seine Stärke bestätigen. Doch gerade diese feurigen Empfänger kennen kein Gefühl des Befriedigenseins. Auf diese Weise kann man im Leben oft beobachten, dass Herkömmlichkeit die Träger der Synthese nicht annimmt. Die Menge schätzt immer nur den Beweis. Man kann nur bedauern, dass sich die Menschen so beschränken, indem sie sich so enge Grenzen setzen. Man kann


jene bedauern, welche die Schaffenskraft des Gedankens nicht verstehen wollen. Ihr habt über den Gedanken und das Gefühlswissen richtig gesprochen. Über das ganze Samadhi hinaus herrscht der Gedanke. Je höher, umso machtvoller. Je feuriger der Gedanke, umso nutzbringender die Offenbarung. Wahrhaftig, der Gedanke ist allmächtig und unbegrenzt.

    34. Mitten im feurigen Ringen offenbart der Geist Sehnsucht. Besonders auf der letzten Stufe kennt der Geist dieses Ringen. Sehnsucht ist eine Erscheinung der Feinstofflichen Welt, und Unbefriedigtseins ist Wissen der Zukunft. Bei der Teilung des Geistes ist dieses Gefühl besonders stark.

    35. So viel wird über Zusammenarbeit gesprochen, aber so wenig wird begriffen! Sie ist einer der am meisten missverstandenen Begriffe, weil in einer menschlichen Gemeinschaft die Idee vereinter Arbeit so entstellt wird. Das Leben in der Gemeinschaft von Mitarbeitern kennt keinen Zwang der Gefühle, der Verpflichtungen, keine Nötigungen, sondern nur Bestätigung vereinter Arbeit im Namen des Guten. Würde die menschliche Gesellschaft das Gesetz vereinter Arbeit als Lebensgesetz annehmen, könnte das menschliche Bewusstsein sehr geläutert werden! Denn der Rhythmus einer gemeinsamen Aufgabe kann verschiedene in ihren Eigenschaften unterschiedliche Fachleute und Individuen vereinen. Das Gesetz ist einfach, aber wie sehr ist es von Verzerrungen umgeben! Die Bekundung der Geistesverwandtschaft des Menschen hat viele Ursachen, sowohl geistige als auch karmische, aber unter dem Arbeitsstrahl vermag sich eine Gemeinschaft mittels des Gesetzes der Zusammenarbeit zu organisieren. Deshalb ist es notwendig, die Mitglieder der Gemeinschaft durch Arbeit und die Bekräftigung, dass jeder Mitarbeiter ein Teil des Ganzen ist, heranzubilden; jedoch


falsches Denken über das Persönliche sollte vermieden werden. Solche Auslegung kann einer Gemeinschaft helfen, zu einem einzigen Kanal zu werden. Durch Bewusstseinserweiterung und feinfühliges Verstehen, dass es unzulässig ist, das Herz eines anderen Wesens zu missbrauchen, können viele bedauerliche Geschehnisse vermieden werden. Daher sollten die Mitglieder der Gemeinschaft auf dem Weg zur Feurigen Welt verstehen, dass man nur durch das Gesetz Gemeinsamer Arbeit vorankommen kann - es gibt keine andere Maßnahme! Feinstofflichkeit wird nur durch Feinstoffliches erreicht; und die feinstofflichen Fäden des Herzens erklingen nur in einer Anspannung von vielen Tausenden von Jahren. Deshalb mögen die Mitglieder der Gemeinschaft vor allem diesen einzigen Pfad erkennen. Gerade das Gesetz vereinter Arbeit gestattet keinen Eingriff in das Herz des Nächsten.

    36. In der Gemeinschaft sollte man an die Heiligkeit der Gefühle denken. Man sollte vor allem daran denken, dass es unzulässig ist, in einem Arbeitskameraden das feinstoffliche Gefühl erzwingen zu wollen. Man sollte durch äußere Forderungen im Herzen keine feinstofflichen Schwingungen entfachen. Nur ein inneres, verdientes Handel erzeugt eine entsprechende Schwingung. Selten ist dieses geistige Leben inmitten erstickender irdischer Schwingungen zu finden. Jedoch diese Erscheinung - wenn Geist mit Geist in Harmonie erklingt - ist wunderbar! Vor allem bei Entwicklung des Gemeinschaftsbewusstseins sollte man Verständnis für Zusammenarbeit aufbringen. In diesem Verstehen kann die Gemeinschaft erstarken, und der Wurm des Selbstmitleids wird verkümmern. Daher geben Wir den Schülern den Rat, sich in der Freude an der Arbeit zu festigen, ohne in das Herz des Nächsten einzudringen. Seit langem heißt es: "Liebe lässt sich nicht erzwingen!" Das ist auch eine kosmische Regel. Aber den Pfad der Zusammenarbeit kann man in hohem Maße bereinigen. Daher mögen sich die Schüler


die wirkliche Zusammenarbeit als wichtigen Schritt im täglichen Leben der Gemeinschaft, vor Augen halten!

    37. Die Errungenschaft des Geistes besteht darin, dass er inmitten von irdischen Schwierigkeiten und Kämpfen höheres Streben entfaltet. Der Geist kann sich nicht inmitten von Wohlstandsverhältnissen entfalten. Deshalb mögen die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft ihre Geisteskraft und die Kraft ihres Strebens inmitten der Alltagsarbeiten und Schwierigkeiten erproben. Wie könnte man ohne geistige Arbeit den höchsten Zustand erreichen, die Verfeinerung des Bewusstseins erlangen? So viel segensreichen Kummer gibt es auf dem Pfad der Bewusstseinsläuterung! Jede Tat, die den Geist von irdischen Begierden befreit, ist eine höhere Bestätigung. Der Weg zur Feurigen Welt führt über geistige Arbeiten, über irdische Entbehrungen; und höchste Errungenschaft erlangt man durch Abkehr von irdischen Erscheinungen im Suchen nach höheren. Wenn es daher heißt: "Die Errungenschaft des Geistes wird jenen zuteil, die das Ringen und die Suche nach Wissen kannten", so deutet das auf eine feurige Errungenschaft hin. Daran lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt denken.

    38. Der machtvollste Pfad des Geistes offenbarer Wechselwirkung ist der, der einen feinstofflichen Energiestrom erkennen lässt. Die feinstofflichste Wechselwirkung erlangt man durch geistiges Verstehen. Die Kraft der Wechselwirkung geistigen Verstehens ist mit nichts vergleichbar. Gewiss, beim geistigen Aufbau muss man von vielen Kanälen Gebrauch machen, doch man sollte zwischen Kanälen, die vom äußeren Willen und solchen, die von innen her gelenkt werden, unterscheiden. Die erhabene Quelle geistigen Verstehens ist die feinstofflichste und höchste Bestätigung. Die äußere Quelle ist einfach ein Kanal, durch den sogar eine Willenslähmung gesendet werden kann. Nur gibt es so viele ungenaue Berichte,


weil man den Willen nicht zu oft lahmen darf. Außerdem sind diese Kanäle sehr einseitig, während sie in der kosmischen Struktur einer einzigen Retorte gleichen. Daher ist es sehr wichtig, die Macht geistigen Verstehens zu erkennen. Sowohl Medien als auch andere Quellen empfangen nur die den Raum füllenden Teilsendungen. Die Sorge der Hierarchie drückt sich in Sendungen an die Mitglieder der Gemeinschaft aus, doch wenn diese das für die Gemeinschaft Gesandte nicht übermitteln, ist der Kanal unrein. Würde denn die Hierarchie für ein einziges Mitglied der Gemeinschaft Visionen senden? Wiederum ist der Kanal unrein. Deshalb ist es so schwierig, das Bewusstsein zu erweitern.

    39. Das Wesen feurigen Fortschritts wird durch verschiedene Bestätigungen des Geistes erlangt. Der Hauptfaktor ist die Entwicklung von Selbsttätigkeit. Selbstaktivität beinhaltet Liebe zur Hierarchie, Verantwortungsgefühl sowie wahres Verstehen des Dienstes. Wenn Wir daher von Selbsttätigkeit sprechen, so sollte begriffen werden, dass sie alle Eigenschaften höherer Bestätigung mit einbezieht. Ist ein Mitglied der Gemeinschaft bestrebt, Selbsttätigkeit zu entwickeln, so wird sein Tätigkeitsfeld unbegrenzt sein. Hierarchie wird zum feurigen Antrieb aller seiner Taten. Keine Angriffe, seien es nahe oder ferne, erschrecken das Mitglied der Gemeinschaft, weil er den feurigen Dienst kennt. Deshalb ist es so wichtig, sein Bewusstsein von Ichsucht zu reinigen; aber Mitglied der Gemeinschaft muss bereit sein, alle Schwierigkeiten auf sich zu nehmen, wissend, dass der Dienst für die Hierarchie die höchste Errungenschaft ist.

    40. Erst nach langem Suchen finden wir das, was dem Geist und dem Herzen gehört. Nur langwieriges Suchen führt zur Krönung.


    41. Feuriges Bewusstsein beinhaltet als bestimmte Schulung des Geistes das Königliche des Geistes, als bestätigte Synthese und als Offenbarung umfassenden Verstehens. Somit fürchten nur Sklaven des Geistes alles Feurige, weil sie jede Offenbarung des Feuers versengt. Man kann beobachten, wie königlich das offenbarte Mitglied der Gemeinschaft fortschreitet, erleuchtet vom Feuer des Bewusstseins. Es sollten nicht nur die Errungenschaften sichtbaren Heldentums beachtet werden, sondern auch der erhabene königliche Pfad des Geistes im Alltagsleben. Es ist unmöglich, sich in der Potentialität des königlichen Feuerträgers zu irren. Wir kennen diese großen Helden, die den Raum und die ganze Umwelt mit ihrem Feuer sättigen und andere zur Heldentat inspirieren. Auf diese Weise müssen im Leben die feinstofflichen Tätigkeiten des königlichen Geistes beobachtet werden. Man sollte Heldentum des Geistes feinstofflich verstehen, denn wir nehmen das feurige Heldentum des Geistes nicht immer wahr; und der Ausgangspunkt des Heldentums wird dem Auge eines gewöhnlichen Menschen nicht immer enthüllt. Wie herrlich ist der Pfad des königlichen Geistes.

    42. Wie unterschiedlich wird die Offenbarung des Heldentums gewöhnlich verstanden. Man sollte daran denken, dass ein Held nicht immer durch Posaunenschall verkündet wird. Ein Held des Geistes schreitet nicht im weltweiten Glanz einher, sondern leert wahrhaftig den Giftbecher. Oft wird jenen, die mehr fordern, mehr gegeben, um ihr Verlangen zu stillen; doch irdische Gaben erweisen sich nicht als höhere Gaben. Wahrhaftig, ein Geistesheld wandelt auf einem anderen Pfad. Seine Last wird die Last der Welt sein; und wie wundervoll ist die in Stille und Einsamkeit ungestüm voranschreitende Erscheinung des Geisteshelden. Die feurige Schaffenskraft des Geisteshelden ist nur


mit dem Feuer der höchsten Anspannung vergleichbar, denn die höhere Flamme ist unsichtbar. Die Strahlen der geistigen Schöpfer werden vom Raum spürbar verstärkt. Ist das Bildnis des Gebenden nicht ein Bildnis des wunderwirkenden Herzens? Daran lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt denken!

    43. Das Herz eines Helden kennt die Selbstaufopferung im Namen des Gemeinwohls. Es kennt die Selbstentsagung und den Großen Dienst. Der Pfad des Helden ist nicht immer mit Girlanden menschlicher Dankbarkeit bestreut. Der Pfad des Helden verläuft auf dornigen Wegen. Deshalb sollte man den Pfad der Selbstentsagung immer achten, denn jeder Fortschritt auf dem Antlitz der Erde, der sich als Heldentum des Geistes erweist, bürgt für neues Beginnen. Wie viele Geisteshelden wandelten als Fackelträger den Pfad der Menschheit! Für die Augen der Unwissenden bleiben diese Feuer des Geistes jedoch unbemerkt. Daher sollte man auf dem Pfad zur Feurigen Welt die Helden des Alltagslebens, die das Leben zu jeder Stunde mit einer Heldentat erfüllen, ehren. Die Arbeitsgemeinschaft sollte diese Helden heranbilden, denn nur aus den heldenhaften Eigenschaften des Geistes und des Herzens erwachsen die Säulen eines Volkes. Wer das Heldentum der Selbstentsagung kennt, der wird kein gelegentlicher Held der Stunde sein; die Aufzeichnungen des Raumes werden die Arbeiten des Geisteshelden für immer kennzeichnen.

    44. Würden die Menschen über die Evolutionsstufen tief nachdenken, sie kämen zu dem Schluss, dass die Gesetze unbegrenzt vielförmig sind. Es scheint so einfach zu sein, den Prozess des ganzen Wachstums und der Verfeinerung zu erforschen, doch die Menschheit bemerkt nur das,


was sie im Rahmen des Alltagsverstehens nachweisen kann.
    Können denn die Menschen in solch einem Fall die Erhabenheit der Gesetze erfassen, die den gesamten Kosmos im Gleichgewicht halten? Irdisches Maß ist für die Erhabenheit des Kosmos unanwendbar; und der Erfolgsmangel der ganzen Forschungen kann diesem Mangel an Verstehen zugeschrieben werden. Man kann das Unbegrenzte nicht begrenzen! Ist der Geist mit Verständnis für das Wesen des Feuers, seine unbegrenzte Macht und uneingeschränkten Eigenschaften erfüllt, kann Denken in die Tiefen des Kosmos eindringen. Könnte die Menschheit das Wesen sowie die Größe feuriger Aufbautätigkeit erfassen, führten alle Evolutionsstufen zur Bestätigung erhabener Gesetze. Alles Bewegliche wandert den spiralförmigen Pfad in Richtung großer Verfeinerung. Deshalb sollte man auf dem Pfad zur Feurigen Welt mit dem Wissen über die Unbegrenztheit der Gesetze vertraut sein.

    45. Könnte die Menschheit Evolution verstehen, würde sie in der Tat zum Erfassen des Feurigen Rechts gelangen. Allein das Feurige Recht kann kosmisch schöpferisch sein. Auf diese Weise können die Stufen machtvoller Evolution vollendet werden. Das ganze Gleichgewicht des Kosmos wird aufgrund der feurigen Vereinigung der Uranfänge aufrechterhalten.

    46. Obwohl die guten Auswirkungen von guten Vorsätzen, guten Gedanken und Taten schwer fassbar sind, ruft nach dem Kausalitätsgesetz dennoch alles eine Wirkung hervor. Dieses Gesetz ist unwandelbar und erhaben. Die Bestätigung der Kausalität bei jeder Tätigkeit führt zur Bewusstseinserweiterung; denn nicht Furcht, sondern das Erkennen der Taten weist die rechte Richtung. Wie herrlich ist das Gesetz,


das allem Guten und jedem schöpferischen Anfang Leben verleiht! In der Tat, der Aufbau des Weltenalls wird mit allen Anfängen jede Stunde verherrlicht. Wahrhaftig, die Helden des Geistes wissen, dass sie ihr tägliches Streben mit dem Lebensaufbau verbindet. Auf diese Weise kann das Kausalitätsgesetz das Denken zum Verstehen der Unbegrenztheit der Feurigen Welt führen, wenn der Geist fühlt, dass er als die Wirkung einer Ursache und als die Ursache einer neuen Wirkung Glied einer Kosmischen Kette ist. Durch dieses einfache Verstehen des Gesetzes von Ursache und Wirkung wird der Mensch vieles erkennen können. Auf dem Pfad zur Feurigen Welt lasst uns an die ewige Bewegung unserer Taten denken.

    47. Wie erhaben ist das Gesetz der Kausalität! Es beinhaltet die Antwort auf jede Frage. Der menschliche Verstand ist über das Elend bestürzt, doch das Kausalitätsgesetz führt ihn zum Karmagesetz. Der Mensch ist über das Elend aufgebracht, doch das Kausalitätsgesetz weist ihn auf seine Quellen hin. Der Mensch ist über seltsame Störungen des Gleichgewichts bestürzt, doch das Kosmische Gesetz beschwört Höhere Gerechtigkeit. Wer sich in seinem Geiste nach dem Kausalitätsgesetz richtet, der ist schon mit der Wahrheit verbündet. Würden die Schulen und die Kirchen das Kausalitätsgesetz verkünden, befände sich das Bewusstsein auf einer höheren Stufe; denn was von den Daseinsgrundlagen getrennt ist, kann nicht fortschreiten. Es ist richtig zu behaupten, dass ein Uranfang ohne das Feuer des Seins nicht bestehen kann; und Kosmischer Aufbau geht in gleicher Weise vor sich und vereint das, was von Rechts wegen zusammengehört.


Auf diese Weise wird im Kosmos alles vereint. Das Kausalitätsgesetz muss in seiner ganzen Macht angenommen werden.

    48. Wie sehr begrenzt der Mensch das Feurige Recht! Er versteht gar nicht, dass er gegen die Daseinsbehauptung selbst vorgeht. Wie viele herrliche offenbarte Gesetze sind dem Menschen verborgen! Auf diese Weise muss jedes heilige Prinzip gehütet werden. Die Enthüllung steht nahe bevor, doch es ist schwierig, das Bewusstsein zu erweitern. So wird das Heilige von jenem Geist erkannt, der dem Feurigen Gesetz nahe steht. Vereinigung ist Bestätigung des Kosmischen Kausalitätsgesetzes. Ein feuriger Wirbel erzeugt eine mächtige räumliche Anspannung, deshalb sind alle menschlichen Berechnungen unzuverlässig. In der Tat, das der Menschheit Übergebene entspricht ihrem Bewusstsein; das ist der Grund, warum Wahrheit verborgen ist; doch im Raum herrscht die Bestätigung des Feurigen Rechts. Deshalb hüten wir, die Archate, im Herzen heilig das Gesetz des Kosmischen Rechts.

    49. Seit undenklichen Zeiten war der Kelch das Symbol des Dienstes. Die Gaben Höherer Kräfte werden im Kelch gesammelt und aus dem Kelch gespendet. Das Symbol des Kelches galt immer als Selbstaufopferung. Wer auch immer den Kelch trägt, ist ein Träger der Heldentat. Jede erhabene Tat kann als Zeichen des Kelches gedeutet werden. Alles Höchsterhabene, alles für das Wohl der Menschheit, bedarf dieses Zeichens. Der Kelch des Grals und der Kelch des Herzens, die sich dem Höheren Dienst gewidmet haben, sind höchst Kosmische Magnete. In diesem erhabenen Symbol widerspiegelt sich das Herz des Kosmos. Alle Heldengestalten des Geistes können als Träger des Kelches bezeichnet werden. Im Kelch des feurigen Geistes widerspiegelt sich das ganze Universum. Der Kelch


beinhaltet die Aufspeicherungen von Jahrhunderten, die um das Geisteskorn gesammelt wurden. Der Kelch muss als großes Symbol im Alltagsleben bestätigt werden. Kleinen Kindern und Jugendlichen sollte gelehrt werden, an den Kelch zu denken. Man sollte die ganze Vielfalt der Formen des großen Symbols des Kelches begreifen.

    50. Im durch das Gesetz Kosmischen Rechts vereinten Leben kann man verfolgen, dass zur Erlangung des großen Kosmischen Rechts der Giftbecher geleert wird. Der Geist trägt alle bestätigten Kelche durch Selbstaufopferung. Dem Geist wird als Krönung durch das Feurige Recht der große Kelch der Schönheit enthüllt. Es ist wahrhaftig eine große Zeit, denn auf der letzten Stufe werden die letzten Energien verstärkt. Mit Recht wurde gesagt: "Das Herz wird es nicht mehr aushalten, falls die Anziehung oft wiederholt wird." Auf der letzten Stufe leert das Herz des Archaten den Kelch des Verzichts. Unser Lebenskelch ist gefüllt und offenbart den Pfad zu Unserem Kosmischen Dasein.

    51. Was über die Massen und ihre Unkenntnis der Staatskunst gegenüber gesagt wurde, war richtig. Man muss dieser Tatsache hinzufügen, dass es an Volksführern mangelt. Im Volk muss das Verantwortungsgefühl entwickelt werden, damit die Stimme des Volkes tatsächlich eine Stimme der Gemeinschaft wird. Die Entwicklung des Gefühls der Führerschaft ist entartet! Die Seele des Volkes ist verborgen, und der Vertreter des Staates muss die ganze Synthese des Volkes besitzen. In Zukunft wird das Erscheinen solch willkürlicher Führer, wie sie den Planeten überschwemmten, nicht zugelassen werden können. Das Recht auf Führerschaft gebührt dem Geist,


der mit den Kräften des Lichts in Verbindung steht. Daher kann es nach dem Höheren Gesetz keine gelegentlichen Führer geben. Sobald sich das Bewusstsein erweitert, wird das erhabene Gesetz der Führerschaft bestätigt werden können. Das Gesetz der Führerschaft sollte auf allen Gebieten nach feinstofflichem Verstehen Anwendung finden. Auf diese Weise muss Staatskunst im ganzen Lebensaufbau zutage treten. Die Verletzung des Volksgefühls durch Erklärungen des Führers zieht ernste Folgen nach sich. Daher ziemt es, die große Führerschaft, der das Sonderrecht des Staatsgeistes des Volkes verliehen wird, zu ehren. Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt den Führer ehren.

    52. Am wenigsten von allem begreifen die Menschen Erfolg. Wird der Erfolg einer von der Hierarchie anvertrauten und mit Hilfe der Hierarchie erfüllten Aufgabe von dem in Ichsucht befangenen Geist seinem eigenen Verdienst zugeschrieben, wird dieser gewöhnlich zum Kummer des Geistes. Wenn ein Mitglied der Gemeinschaft für die Erfüllung der ihm anvertrauten Arbeit Verehrung fordert, versperrt er damit die Wiedergabe im Raum. Die Lebensabläufe, die in ihrem irdischen Glanz vorbeiziehen, enthüllen so viele armselige Geister! Ein Mitglied der Gemeinschaft, das der Gemeinschaft die Ansicht vorbringt, dass die Hierarchie im Einklang mit der Bestätigung des erfolgreichen Mitgliedes der Gemeinschaft handeln wird, setzt den Hierarchen in der Tat herab. Wie schwierig ist es, unter den Mitgliedern der Gemeinschaft den wahren Begriff Erfolg einzuführen! In der Tat, allein Demut des Geistes und das Gefühl der Dankbarkeit werden geschätzt. Wer bot denn alle Möglichkeiten? Wer hat denn die Richtung gewiesen? Wer offenbarte denn alles Gute? Allein der Hierarch, allein der Führer, allein die Kräfte des Lichts! Erfolgreiches Mitglied der Gemeinschaft, prüfe deinen Panzer,


auf jedem Teil steht Hierarchie eingeschrieben! Weder ich selbst noch mein, sondern Dein, o Herrscher! Daher sollte man auf dem Pfad zur Feurigen Welt daran denken, dass Demut die Gefährtin des Erfolgs ist. Mitglied der Gemeinschaft, täusche kein Glück vor, denn feurige Energien sind feinstofflicher Art, und grobem Geltungsbedürfnis wohnen keine Feuer inne. So lasst uns an Demut denken, wenn wir wirklich erfolgreich sein wollen.

    53. Ihr habt richtig über Grobheit gesprochen, und wie machtlos sind die feinstofflichen Energien gegen Grobheit. Auf Säulen der Grobheit kann kein Aufbau bestehen. Deshalb wird keine von Grobheit durchdrungene Erscheinung von Dauer sein, der Rückfall ist unvermeidlich. Wo der Wurm der Grobheit jede Grundlage zernagt, tritt völlige Zersetzung ein. Jede menschliche Tat unterliegt dieser Gefahr. Möge eine grobe Tat auch mit Tausenden Gelüsten bemäntelt werden, sie lässt sich vor den Wiedergaben des Raumes nicht verhehlen. Jede Regierung sollte dafür sorgen, dass dieser Gräuel ausgemerzt wird. Jede Gemeinschaft muss diese Geißel bekämpfen. Keine eng verbundene Gemeinschaft kann in ihrer Mitte Spuren von Grobheit erkennen lassen. Das in Grobheit erzogene Volk muss sich einer feurigen Wandlung unterziehen; und wer solche Zersetzung zugelassen hat, wird karmisch dafür verantwortlich sein. Gleichfalls werden sich die in Grobheit lebenden Mitglieder der Gemeinschaft einer besonderen Läuterung zu unterziehen haben. Wahrhaftig, Grobheit ist eine entsetzliche Seuche, die in der Umwelt Zersetzung entstehen lässt. Demnach kann keine Regierung erfolgreich sein, die ein Nährboden für Mikroben der Grobheit ist. Ebenso wird jenes Mitglied der Gemeinschaft keinen wahren Erfolg erringen,


dessen Geist von Grobheit befallen ist. Daran lasst uns beim Aufbau auf dem Pfad zur Feurigen Welt denken.

    54. Lasst Uns erklären, wie Duldsamkeit zu verstehen ist. Wenn Wir über höhere Duldsamkeit sprechen, meinen Wir, dass die Hierarchie Nachsicht üben kann, denn das Herz des Hierarchen ist allumfassend, es fühlt alles und kennt alle Impulse und Absichten und prüft alles, das Gute und das Böse. Der Höhere Geist steigt in Seiner Nachsicht herab in die Bewusstseinsphäre des Schülers und hebt durch Seine Nachsicht und Duldsamkeit den Schüler empor. Doch das Mitglied der Gemeinschaft darf die Hinweise auf die Duldsamkeit nicht so auffassen. Für den seiner Umwelt gegenüber unduldsamen Schüler kann die notwendige Eigenschaft nicht Nachsicht genannt werden. Wird ihm die Entwicklung dieser wunderbaren Eigenschaft der Duldsamkeit aufgezeigt, bedeutet das, dass er jedweden Tadel ausschalten muss. Die Weisung über Duldsamkeit besagt nicht, einen Bruder, ein Mitglied der Gemeinschaft dauernd zu befehligen; sie besagt nicht, dass der Geist, der sich auf solcher Höhe befindet, die Umgebung verurteilen kann. Die Weisung über Duldsamkeit muss im Schüler vor allem Verständnis für die Tatsache aufbringen, dass der Geist von Ichsucht befreit werden muss, weil Ichsucht die schrecklichsten Ungeheuerlichkeiten in sich birgt. Daher kann allein der von Ichsucht freie Geist eines Schülers Nachsicht üben. Auf dem Pfad zur Feurigen Welt sollte man die wahre Bedeutung der Duldsamkeit verstehen.

    55. Kühnheit des Geistes ist der Beginn des Aufstiegs. Die Bekundung wahrer Kühnheit lässt den Geist sowohl den Maßstab als auch die Richtung für alle Taten erkennen, weil Kühnheit keinen Kleinmut zulässt.


Kühnheit merzt jede Neigung zu Verrat aus. Wer jemals im Geiste wahre Kühnheit erkannte, kennt die Schönheit des Dienstes. Der Kühne kennt den Pfad der Errungenschaft und fürchtet nichts. Sein Leben ist erfüllt von Hingabe zur Hierarchie. Jedes Mitglied der Gemeinschaft möge über die Schönheit feuriger Kühnheit nachdenken, denn sie befreit den Geist von allen weltlichen Fesseln. Der Kühne fürchtet die Einsamkeit nicht, denn er fühlt im Geiste die Verbindung mit der Hierarchie des Lichts. Der Kühne weiß, dass die Freude des Geistes allein der Errungenschaft innewohnt. Der Kühne bedarf keiner menschlichen Anerkennung, denn seine Errungenschaft ist eine durch Arbeit und Streben selbst geflochtene Krone. Allein die Geisteshelden kennen wahre Errungenschaft. Auf diese Weise wird der Kühne von Ichsucht frei sein. Er kennt den wahren Dienst für das Wohl der Menschheit. Auf dem Pfad zur Feurigen Welt lasst uns an die Kühnheit denken.

    56. Wenn die Mitglieder der Gemeinschaft von persönlichen Gefühlen überschattet sind, ist ohne die stärkste Energieaufwendung von Seiten der Hierarchie weder Fortschritt noch Aufbau möglich. Die Mitglieder der Gemeinschaft müssen an das erste Gesetz denken, das die erste Stufe bezeugt - die Ausrottung persönlicher Rachegefühle; denn das Rachegefühl ist eine machtvolle Erscheinung gewissenloser Ichsucht. Aufgrund persönlicher Rache kann das Mitglied der Gemeinschaft gar den größten Wert aufgeben. Wenn ein Mitglied der Gemeinschaft infolge Ichsucht die Bestätigung außer Acht lässt, die er in seinem Geiste schmieden muss, um den Dienst nicht zu vergessen, kann unauslöschlicher Schaden eintreten. Der primitive Mensch lebt mit der Rache und glaubte an sie, doch das Bewusstsein


erweiterte sich, und der Mensch kann nicht mehr in solch dunklen Vorstellungen verweilen. Wem der Sinn von Karma vertraut ist, der kann verstehen, dass ein Mensch nur an sich selbst Rache nimmt. Durch Ichsucht und Vergehen am Herzen seines Nächsten kann ein Mitglied der Gemeinschaft nicht als solcher bestätigt werden. Ein erfolgreiches Mitglied der Gemeinschaft darf Achtung nicht erzwingen, sondern muss sie verdienen. Ein König des Geistes muss sich vor allem im kleinen Lebenskreis als solcher zeigen. Die sich entfaltenden Ausmaße nehmen hier ihren Anfang; und der Geist kann, sich mit allen Kronen menschlichen Ruhmes zierend, dennoch ein Bettler bleiben. Daran mögen jene denken, die an Ichsucht und Eigendünkel kranken. Für den Pfad zur Feurigen Welt sind diese Fesseln ungeeignet.

    57. Würde die Menschheit allem Positiven die gleiche Beachtung schenken wie allem Negativen, dann könnte im kosmischen Aufbau weit mehr zutage treten. So sind zum Beispiel Manie, Besessenheit und der unheilvolle Gebrauch von Hypnose, wenngleich nur teilweise verstanden, ins Bewusstsein eingepflanzt worden. Doch positive Erscheinungen werden kaum erkannt. Man ist gewohnt, die Tatsache anzunehmen, dass die unter dem Einfluss von Manie und Besessenheit wirkenden Menschen eine Kraft erlangt haben, die sich in der Tat äußert. Warum kann denn das Bewusstsein nicht auf den höchst machtvollen Einfluss des Geistes gerichtet werden? Die Kenntnis vom Magnetismus des Geistes muss ins Alltagsleben eingeführt werden. Alle negativen Kräfte zusammen genommen können nicht der Macht des Magneten des Geistes gleichgesetzt werden. Auf dem Pfad zur Feurigen Welt muss man den Magneten des Geistes schätzen lernen.

    58. Der Mensch kann leicht die rechte Bewusstseinsebene wieder erlangen, wenn der Geist mit großer Achtung vor der Unsichtbaren Welt erfüllt ist. Alle Verneinungen


rühren von den zerstörerischen Gedanken über das Unsichtbare her. Würden die Menschen sich angewöhnen, an die Feinstoffliche Welt und den großen Magneten des Geistes zu denken, verstünde jeder Geist, wie wichtig es ist, Vorkehrungen für die Aura zu treffen. Solange man alle Erscheinungen des Magneten des Geistes als Suggestion betrachtet, gehen tatsächlich die größten Taten des Menschen verloren. In der Tat, die Geistesführer wirken weder durch Suggestion noch durch Hypnose, und der starke Glaube an die Hierarchie ist keine Illusion, sondern das Leben in der Feinstofflichen Welt. Das Inerscheinungtreten von Nachfolgern und Schülern ist auf den Geistesmagneten des Hierarchen zurückzuführen. In diesem Sinn lasst uns alle Kleinmütigen und Besessenen, die sich nicht scheuen, Gotteslästerung und Verrat zu begehen, daran erinnern. Nichts ist bedauerlicher als Unkenntnis über die Hierarchischen Daseinsprinzipien. Lasst uns auf dem Weg zur Feurigen Welt Verständnis für den Geistesmagneten aufbringen.

    59. Der weitverbreitetste Kult ist der Kult der Selbstgefälligkeit. Die Verfechter dieses Kultes haben nie vor etwas Halt gemacht, und ihre Angriffsarten sind genauso verschieden wie zahlreich. In den Zerrspiegeln dieser Verfechter des Bösen kann man bemerken, wie ungeheuerlich gute Unternehmungen entstellt werden. Wahrhaftig, diese Anhänger der Selbstgefälligkeit schrecken vor nichts zurück, angefangen von den kleinsten Handlungen gefälliger Ichsucht bis zum Plündern der Höchsten Gaben. Selbstgefälligkeit kann eine ganz unverhoffte Schaustellung bieten; so legt zum Beispiel ein Scheinnachfolger gegen eine räumliche Entscheidung sein Veto ein. Man kann die von Selbstgefälligkeit herrührenden Entstellungen nicht alle aufzählen. Wer wird die aufopfernde Arbeit auf sich nehmen? Er, der die Himmlischen Kräfte auf Erden vertritt; er, der den feurigen Kult der Entsagung kennt;


er, der den Kosmischen Dienst kennt. Mitglied der Gemeinschaft, bringt für den Schaden der Selbstgefälligkeit Verständnis auf! In diesem Sinn möge der erfolgreiche Mitarbeiter auf dem Pfad zur Feurigen Welt daran denken. Aufopfernde Arbeit ist die Krone des Geistes.

    60. Religion und Wissenschaft dürfen ihrem Wesen nach nicht getrennt werden. Feinstoffliches Studium der Materie und des Atoms führt zu dem Schluss, dass Lebensenergie keine Elektrizität ist, sondern Feuer. Auf diese Weise verschmelzen Wissenschaft und Religion zu einem einzigen Prinzip. Materie erweist sich als feurige Substanz, und kein bedachter Geist wird leugnen, dass die höhere Kraft Feuer ist. Weder kann Wissenschaft den Begriff der Göttlichkeit des Feuers zerstören, noch kann Religion der Wissenschaft ein Verbot über die von ihr angestellten feinstofflichen Untersuchungen auferlegen. Auf diese Weise werden das Verstehen sowie die Harmonie der Begriffe Religion und Wissenschaft bestätigt. Zwischen Wissenschaft und Religion kann eine feinstoffliche Parallele gezogen werden, die alle höheren Stadien enthüllen wird. Deshalb sollten Gelehrte über feinstoffliche, okkulte Aufnahmefähigkeit verfügen. Doch über diese göttliche, sich von innen und nicht von außen entwickelnde Aufnahmefähigkeit kann nur ein verfeinerter Organismus verfügen. Deshalb werden große Entdeckungen zum Wohle der Menschheit nicht von riesigen Laboratorien ausgehen, sondern vom Geist jener Gelehrten enthüllt werden, die über die Synthese verfügen. Wir Brüder der Menschheit sehen die Ergebnisse, die das ganze Suchen dem richtigen Kanal entlang lenken. Gewiss, die Gabe der Synthese wird nicht immer verliehen, doch jene selbstlosen Kämpfer, welche die Gabe der Synthese besitzen,


bedürfen keiner Spezialisierung. Wir sehen und sagen aus der geistigen Synthese der Kämpfer große Ergebnisse voraus. Auf dem Pfad zur Feurigen Welt muss man die Träger der Synthese achten.

    61. Eine Flussmündung wird von vielen Kanälen gespeist. Dem Fluss fließen Gewässer aus den Bergen zu, die er durch viele Kanäle trägt und schließlich das Meer damit anfüllt. Oft ist die Flussmündung verborgen und unsichtbar, oft ist sie unauffällig und eng; oft befindet sie sich unterirdisch, doch welcher Art die Flussmündung auch sein mag, sie speist die Meeresströme. Das Herz nimmt im Leben eine ähnliche Rolle ein, es kann ebenso mit einer Flussmündung verglichen werden, obgleich seine Funktion zur Bildung der Synthese nicht immer sichtbar ist. Obwohl die Synthese vielleicht nicht offenbar scheint, so ist es dennoch unmöglich, den Kraftstrom der weiten Flussmündung aufzuhalten; ebenso unmöglich ist es, die schöpferische Kraft der Synthese des Herzens zu unterbinden; denn die Elemente dieser Synthese werden durch die Pfade feinstofflicher Energien gespeist, und das sich aus der Synthese ergebende Ausströmen der feinstofflichen Energien ist ebenfalls ein höchst feinstofflicher Vorgang. Die Teilbarkeit des Geistes veranschaulicht am besten diesen feinstofflichen Vorgang. Die Teilbarkeit des Geistes steht mit der Teilbarkeit von Energien in Zusammenhang; und vollzieht sie sich auf hoher Ebene, kann sie auch die Teilbarkeit der Zentren mit einbeziehen. Eine Zentrengruppe wirkt auf der irdischen Ebene, die andere gibt feinstoffliches Fluidum an die Feurige Welt ab. Bei der Umwandlung der Zentren muss immer an diese machtvolle Teilbarkeit des Geistes gedacht werden.
    Gewaltig ist die Arbeit der feinstofflichen Energien der Zentren, und sie kann nicht aufgehalten werden. Man kann nur einen Vorgang durch einen anderen ersetzen. Wenn der hohe Agni Yogi seine Energien für die Aufgabe großen kosmischen Aufbaus aufbietet, so ist hierin


eine große feurige Umwandlung enthalten. Dabei können auf der physischen Ebene Erscheinungen nicht klar zutage treten, und der hohe Agni Yogi kann seinen eigenen Gedanken lauschen, denn sein Bewusstsein übermittelt Eindrücke aus der Feinstofflichen Welt und über sein Wirken in ihr. Diese Gedanken sind gleichsam Erinnerungen an die schöpferische Tätigkeit der Zentren und des Geistes. Man sagt "plötzlich blitzte ein Gedanke auf", doch Wir sagen "der Geist hat sich erinnert". Auf diese Weise kann man die Arbeit eines hohen Agni Yogi bestätigen. Auf dem Pfad zur Feurigen Welt muss man daran denken, dass die Synthese einer Flussmündung gleicht und jede Spezialisierung einem Kanal.

    62. Wie kann die Vorstellungskraft richtig beschrieben werden? Für gewöhnlich halten die Menschen die Vorstellungskraft für ihre eigene Erfindung von Formen, doch die Vorstellungskraft selbst hat ihre Wurzeln und Unterschiede. Der Kern der Vorstellungskraft ist im "Kelch" zu finden als die Aufspeicherung vieler Leben. Die Vorstellungskraft wird jedoch nicht nur durch die Erinnerungen an vergangene Leben, sondern auch durch die gegenwärtige Tätigkeit gespeist. Nimmt der Geist am Leben der fernen Welten teil - in der Feinstofflichen Welt oder in der Astralwelt - dann widerspiegeln sich die Erinnerungen dieser Erfahrungen häufig als Vorstellungskraft. Gelehrte erhalten oft Formeln oder Weisung über eine Verbindung mit der Feinstofflichen Welt. Auch der Gedanke und die Bestrebung werden durch die Feinstofflichen Sphären entfacht. Doch ein Geist, der die Synthese besitzt, schöpft nicht allein aus der Schatzkammer des "Kelches", sondern ist auch ein wahrer Mitarbeiter Kosmischer Kräfte. Wie viele unerklärliche Fälle von unauslöschlicher Vorstellung gibt es, und wie viele unerklärliche Erscheinungen von Herzenspein! Wenn für einen Aufbau Kraft aufgewendet und die Teilbarkeit


des Geistes wirksam wird, ist Herzenspein für gewöhnlich unvermeidlich. Darüber hinaus erweist sich das Herz als der machtvollste Speicher der Hilfe für andere. Es gibt überzeugende Beispiele großer Heiliger, die nah und fern mit segensreichen Strömen nähren. Der Agni Yogi ist solch ein nährender Vermittler. Auf dem Pfad zur Feurigen Welt lasst uns gegenüber dem Herzen, das die feurige Pein kennt, feinfühlig und behutsam sein.

    63. Wahrhaftig, Göttliche Kraft senkt sich in Fülle auf die Erde nieder und wird im individuellen menschlichen Geist göttlich empor geleitet. Diese göttliche Verbindung ist eine Erscheinung der Vereinigung von Welten, eine Vereinigung des Geistes, eine Vereinigung von Karma. Auf der irdischen Ebene können viele Verbindungen wahrgenommen werden. Viele göttliche Funken wurden ausgestreut, doch eine göttliche Verbindung währt ewig. Die Quelle Ewiger Verbindung ist der Geist und seine Tätigkeiten, die durch das machtvoll in Erscheinung tretende Kosmische Gesetz verpflichten.

    64. Wenn das Göttliche die Sphären vereint, sind alle Energien in höchster Anspannung. Alle großen Ereignisse können nur in großer Anspannung vonstatten gehen. Ebenso können alle kosmischen Umwandlungen - physische, geistige und planetare - nur bestätigt werden, wenn alle feurigen Energien empfangen werden. Es lässt sich wissenschaftlich nachweisen, dass alle Ereignisse unter hoher Anspannung vor sich gehen, dass Licht und Schatten sich voneinander abheben. Bekundet die Menschheit zuwenig Einsicht für den Pfad des Guten, kann sogar über das offenbare Wirken des Bösen auf große Kämpfe und die Heldentaten hingewiesen werden. Wahrhaftig, der Pfad des Guten lässt sich durch das Wirken der Finsternis verfolgen! Allein die Erkenntnis des Gleichgewichts muss


die Menschheit zum Verstehen des großen Kosmischen Gesetzes führen. Allein die Vereinigung Erhabener Hoher Kräfte kann Gleichgewicht bewirken. Denn wir wissen, wie die Anziehung der Gestirne wirkt: ihre Energien verdichten sich gegenseitig. Das Weltenall ist eine Einheit; Makro- und Mikrokosmos sind eins. Und der offenbare Geist spannt seine Kräfte in gleichem Maße für die Zerstörung und für den Aufbau an. Nicht weniger machtvoll kann der Geist als Schöpfer wirken; und die schöpferischen Kräfte werden durch die Kräfte der Höheren Welten angespannt. Auf diese Weise sind Makro- und Mikrokosmos verbunden.

    65. Die gesamte Staatskunst und Gesellschaftsordnung können nach dem kosmischen Gesetz bestätigt werden. Die Wissenschaft weist in allem die Richtung, und es bedarf nur der feinfühligen Anwendung, um die vielen Formen für den Aufbau zu enthüllen. Würde die Menschheit anstatt vermeintlicher Neuerungen und neuer Erlasse ihre Aufmerksamkeit den kosmischen Gesetzen zuwenden, könnte das Gleichgewicht hergestellt werden, das jetzt immer mehr und mehr gestört wird, angefangen von dem Gesetz der Empfängnis bis zum kosmischen Ende. Die bestätigten Gesetze sind eins. Auf allen Ebenen kann Einheit bestätigt werden. Der Evolutionspfad zieht sich wie ein Faden durch alle physischen und geistigen Grade. Deshalb könnten im Staat und in der Gesellschaftsordnung alle kosmischen Gesetze für die Formvollendung Anwendung finden. Auf dem Pfad zur Feurigen Welt sollte man von der Kraft der Einheit im Kosmos erfüllt sein.

    66. Bei der Anpassung der Bestätigung kosmischer Gesetze für die Staats- und Gesellschaftsordnung sollte man das Gesetz der Anziehung, Abstoßung


und Kohäsion ins Auge fassen. Der ganze Aufbau unterliegt diesem einen Gesetz. Die Menschen sollten nach der Beschaffenheit ihrer Auren eingestuft werden. Der harmonische Auren vereinende Strahl erlangt verstärkte Anziehungskraft, doch unharmonische Verbindungen bewirken Abstoßung. Die Auswirkungen solcher Verbindungen können mit Gasen verglichen werden. Ebenso, wie nicht verbundene Moleküle gegen die Wände eines Gefäßes drücken, so stoßen sich unharmonische Auren gegenseitig ab, und das solche Gase enthaltende Gefäß kann bersten. Beim Aufbau des Staates und der Gesellschaft sollte man das Wirken der kosmischen Gesetze in Betracht ziehen. Zwei harmonische Auren können eine Neue Welt aufbauen. Zwei harmonische Auren können die Gewähr für den Erfolg sein, denn die von der Vereinigung der Strahlen ausgehende Wirkung kann zum Fortschritt jeder Unternehmung führen. Lasst uns die Harmonisierung und Vereinigung der Auren bestätigen. Und denken wir auf dem Pfad zur Feurigen Welt daran, wie machtvoll die Strahlen vereinter Auren sind. Mögen die Mitarbeiter über das große Gesetz der Vereinigung nachdenken. Ichsucht, Grobheit, Selbstbemitleidung, Eigendünkel erzeugen nichts als Abstoßung gleich jener von gasförmigen Substanzen.

    67. Der Sinn des Lebens wird im menschlichen Bewusstsein bestätigt, sobald der Mensch seine Rolle im Kosmos erkannt hat. Dann wird die Welt als Tätigkeitsfeld im Namen des Wohles der Menschheit bestimmt. Sobald der Geist die Wahrheit erfasst hat, dass Makro- und Mikrokosmos untrennbar miteinander verbunden sind, wird eine bewusste Verbindung hergestellt, die eine Zusammenarbeit


mit den kosmischen Energien ermöglicht. Doch wie hilflos sind die Menschen in einer von den kosmischen Strömen getrennten Lebensweise! In der Tat, das Leben verwandelt sich, wenn der Geist das führende Prinzip der Hierarchie erfasst und bewusst aufsteigt. Nur wenn die Menschheit fähig ist, die führende Hierarchie bewusst anzunehmen, wird sie ihre wahre Rolle im Kosmos erkennen. Jedes nach oben führende Glied ist einem anderen Glied angeschlossen. Wie arm ist die Menschheit, wenn in ihrem Bewusstsein die Vorstellung der erhabenen kosmischen Gesetze nicht bestätigt wird! Nur die vom Geist ausgehende Schaffenskraft wird die Welten enger zusammenführen. Auf dem Pfad zur Feurigen Welt lasst uns an das verbindende Gesetz der Hierarchie denken.

    68. Beim Verlassen der irdischen Sphäre wird der Geist im Bewusstsein der in seinem Leben vorherrschenden Errungenschaften gestärkt. Das Leben eines Menschen hat gleichsam seine Leitmotive, und diesen Gesängen, oder Wehklagen gemäß wird der Geist gestärkt. Die Errungenschaften des Geistes führen nach oben, und der Geist, der die leuchtende Heldentat des Dienstes erkannt hat, freut sich immer beim Verlassen der irdischen Sphäre. Der Geist überwindet sogar die physischen Schmerzen aller irdischen Leiden. Indem sich der Geist von der Erde löst, bestätigt er das von ihm erstrebte Band mit den Höheren Welten. Die Aufstiegsleiter wird nach der Hingabe zur Hierarchie erbaut. Doch dem in den Grenzen der Ichsucht verharrenden Geist bleibt der Pfad des Kummers. Dann ist die Loslösung schrecklich, und der Geist ist für lange Zeit an die irdische Sphäre gebunden. Viele Herzen, die die Macht des Dienstes erkannt haben, sind zu den Höheren Welten bestrebt. Dem ergebenen Schüler wird ein Strahl der Hilfe gesandt.


    Auf dem Pfad zur Feurigen Welt lasst uns beim Loslösen von der irdischen Sphäre mit Freude an den Dienst für das Licht denken.

    69. Es ist richtig, daran zu denken, sich von Dogmen zu reinigen, die vom rechten Denken wegführen. Die Begriffe Fegefeuer und Hölle können durch die Bestätigung des Lebens der Feurigen Welt ersetzt werden. Es gibt kein machtvolleres Fegefeuer als das irdische Leben, in dem das ganze Potential des Geistes angespannt wird. Ebenso gibt es keine machtvollere Hölle als die irdischen Vergiftungen des Geistes. Das Fegefeuer auf Erden als den zur Feinstofflichen und Feurigen Welt führenden Beginn zu bestätigen, ist Aufgabe der Bewusstseinsläuterung. Alle Bestrebungen der Menschheit nach Wissen über die Unsichtbare Welt sollten das Bewusstsein anregen, daran zu denken, dass die Läuterung dem irdischen Pfad entlang zur Feurigen Welt führen wird. Allein die Vorstellung über die Einheit des Pfades wird die Menschen dazu bewegen, in Schönheit zu leben und aus diesem Leben als Wanderer zu scheiden, der seine Reise fortsetzt. Sobald die Welt dieses unlösbare Band mit der Feinstofflichen Welt erfasst, wird das Fegefeuer seinen rechtmäßigen Platz einnehmen. Deshalb ist es so wichtig, dass die Endlosigkeit des Lebens, gleichsam als Fortsetzung im Großen Lebensrad, erkannt wird. Die Offenbarung der Aufspeicherung des Kelches verleiht dem Geist in der Feurigen Welt große Macht; ebenso wie der finstere Pfad ein finsteres Dasein auferlegt.
    Lenken wir die Gedanken der Menschen auf die Vorstellung des Fegefeuers auf Erden.

    70. Das durch Hierarchie-Inspiration gelenkte Bewusstsein ist wie eine wunderbare Widerspiegelung der Höheren Kräfte. Wie ein wunderbarer Widerhall ist das Lauschen des Herzens. Der Geist,


der sich als wahrer Mitarbeiter und Helfer der Kosmischen Kräfte erweist, sollte als Heilige Quelle angesehen werden. Es gibt viele Kanäle, die nur auf eine Saite zurückhallen können. Wir sehen, wie einseitiges Denken nur jene Ströme aufnimmt, die mit dem Wesen des Kanals in Einklang stehen. Wir sehen, wie unreine Kanäle verschiedene Vergiftungen herantragen. Wir sehen, wie Menschen Buchseite und Schriftstücke mit ihrem Selbstbetrug anfüllen. Wir sehen, wie sie sich das Kosmische Recht anmaßen. Wir sehen, wie das Feurige Recht umgangen und verletzt wird. Neben den Schriftrollen und Gesetzestafeln des reinen Geistes werden Wirbelringe der Zerstörung in den Raum getragen. Seite an Seite mit feurigen Herzen sehen Wir Horden von Selbstbetrügern, und aufgrund des Kosmischen Gesetzes kann der Hand des Karmas nicht Einhalt geboten werden. Vor allem schreibt sich jedes unbedeutende Bewusstsein einen königlichen Geist zu. Es ist traurig, in die irdischen Wiedergaben Einblick zu nehmen. Jedes feurige Herz ist bestrebt, die Wiedergaben zu säubern.
    Daran lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt denken.

    71. Unter den Feurigen Dienern der Menschheit sollte man besonders jenen Beachtung schenken, die sich der selbstlosen Arbeit widmen. Der Geist dieser Diener der Menschheit gleicht einer feurigen Fackel, denn sein Wirkungsvermögen enthält alle Eigenschaften, die die Menschheit zu erheben vermögen. Nur ein machtvolles Bewusstsein kann selbstlose Arbeit auf sich nehmen. Jede Aufgabe eines Dieners der Menschheit widerspiegelt die Qualität seines Geistes. Ist der Geist zum großen Diener der Menschheit ausersehen, so verfügt er über


die ganze Synthese. Doch die Menschen wissen sehr wenig über diese Feurigen Diener, die sich aus freiem Entschluss in der Einsamkeit behaupten, indem sie der gewaltigen, durchdringenden Universellen Kraft dienen. Wie viele machtvolle Erscheinungen könnten bei jeder individuellen Heldentat beobachtet werden! Auf diese Weise wissen jene, die die selbstlose Arbeit auf sich nehmen, dass auch die Söhne der Vernunft selbstlose Arbeit verrichten. Jede Offenbarung eines Feurigen Dieners der Menschheit erweist sich als Schöpferkraft zum Wohle der Menschen. Man muss für das Opfer Verständnis aufbringen. Dem Feurigen Diener wohnen alle segensreichen Impulse inne, ein vollendetes Streben zur Erfüllung des machtvollen Willens der Söhne der Vernunft. Doch die Kraft des Feurigen Dieners muss erhalten werden.
    Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt die selbstlose Arbeit verstehen!

    72. Wahrhaftig, der menschliche Geist ist ein Leiter der höheren Energien. Als ein starker Strom vollführt der Geist als Bestätigung des Höheren Willens verschiedene Tätigkeiten. Wie könnten sonst alle Erscheinungen der verschiedenen Ebenen verbunden werden? Nur die Durchsetzung des Geistes erweist sich als Bindeglied. Deshalb müssen das Herz und die Hand des führenden Lehrers alle für den Aufstieg notwendigen Faktoren kennen. Unter den feurigen Begriffen muss vor allem die Erhabenheit des Bindegliedes der Welten gefühlt werden. Aus den Händen des führenden Lehrers empfängt der Schüler Belehrung über seine Vereinigung mit der Macht des Feuers. Aus dem Herzen des führenden Lehrers empfängt das Mitglied der Gemeinschaft das feurige Bewusstsein. Nur der Geist des Menschen kann die Welten wirklich vereinen. Auf diese Weise


lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt dem irdischen Lehrer, der das Samenkorn des Höchsten einpflanzt, feurige Verehrung darbieten.

    73. Das Samenkorn, das einem starken Geist Leben vermittelt, ist wahrhaftig jenes Erbe, das allein durch das Hierarchische Prinzip übermittelt wird. Alle, die sich durch einen anerkennenden Plan behaupten wollen, müssen sich unverzüglich dem Prinzip der Feurigen Führung anschließen. Das Samenkorn wird als erhabene feurige Annäherung übergeben. Der Wanderer, der sich der Bestimmung zur feurigen Heldentat bewusst wird, muss das Gesetz der kosmischen Erbfolge anerkennen. Kosmische Gesetze erweisen sich als Lebensgrundlage, und nichts lebt, dessen Grundlage nicht vom Feuer durchpulst ist. Nur wer fähig ist, dem feurigen Prinzip zuzustreben, wird die Schönheit der feurigen Aufnahmefähigkeit begreifen. Durch Erkenntnis der Vereinigung mit den Höheren Kräften kann man verfolgen, wie das Herz die Strahlen der Hierarchie aufnimmt. Auf diese sich als feurige Schwingung erweisenden Strahlen können nur die Nahestehenden widerklingen. Bei Übermittlung und Empfang sollte man an das Gesetz denken, dass von dem auf der feurigsten Stufe stehenden Geist jede Schwingung aufgenommen werden kann. Auf dem Pfad zur Feurigen Welt muss man daran denken, dass die Selbstoffenbarung als Vermittler die eigenen Energien mit der Hierarchie verbindet. Solches Verstehen führt zur Einheit des Geistes, der in seiner eigentlichen Natur eins ist.

    74. Unter den Anhängern der Lehre müssen vor allem jene Geister beachtet werden, die verantwortungsvolle Aufträge auf sich nehmen. Im Vergleich zur Spezialisierung


ist es weit verantwortungsvoller, die Synthese zu besitzen! Der bestätigte Führer kennt die ganzen Freuden, alle Inhalte der Synthese, doch gleichzeitig kennt er die Last aller geoffenbarten und nicht geoffenbarten Feuer. Dieses Erbe der Zeitalter ist als feurige Aufspeicherung im "Kelch" verwahrt, deshalb erscheinen die Träger der feurigen Synthese als Träger der Last von Jahrhunderten. Der Spezialist, der sich als steter Kanal für das Ausströmen seiner Energien erweist, wird selten belastet, doch wer das Feuer der Synthese besitzt, ist ein ungestümes Energiemeer. Das Karma des Trägers der Synthese ist sehr schön, doch die Last ist gewaltig. Jedes Erbe, selbst wenn es nicht offenbar wird, lebt und pulsiert im Geist. Ein Gefühl des Unbefriedigtseins und das Streben nach Vervollkommnung zeichnen den Träger der Synthese aus. Obgleich der Pfad der Spezialisierung nach außen hin schwer erscheint, überragt der Pfad des Trägers der Synthese in jeder Weise den Pfad des Spezialisten. Welches Suchen und wie viele selbstlose Heldentaten offenbart der Träger der Synthese im Alltagsleben! Wahrhaftig, jede Wachstumsphase auf dem Pfade des Synthese-Trägers ist eine Heldentat des Geistes. Auf dem Pfad zur Feurigen Welt ist es notwendig, die Heldentat des feurigen Synthese-Trägers zu erkennen. Lasst uns daran denken.

    75. Der überzeugendste Hinweis auf eine Heldentat ist Selbstlosigkeit. In der Tat, man muss diesen kosmischen Begriff in seiner ganzen Herrlichkeit verstehen. Die Macht der Selbstlosigkeit ziert den Geist nicht nur auf dem Schlachtfeld. Nur der selbstlose Geist ist in der Lage, den Lebenspfad ungestüm zu durchschreiten, alle Leben, wie auf einem Drahtseil zu überqueren, über alle Abgründe singend hinwegzugehen. Der ganze nach kosmischer Bestimmung verlaufende Aufbau


vollzieht sich in feuriger Bestrebung. Betrachten wir das Leben des Geisteshelden. Von klein auf kennt der Geist den Höchsten Führer. Das Erscheinen eines heiligen Beschützers ist Schicksal seines Lebens. Physische und geistige Überlegenheit trüben das Bewusstsein nicht. Selbsterziehung ist eine Erscheinung der Synthese. Die Erkenntnis der eigenen Überlegenheit hat dem Geist Festigkeit und Duldsamkeit gegenüber der Gesellschaft verliehen. Alle offenbaren Talente entfalteten sich durch Inspiration gegenüber den Reichen und Armen, den Suchenden und Erleuchteten. Der Geistesheld kennt schon den Höheren Beschützer, so dass er den anderen Kraft verlieh. Das Höhere Gesetz führte ihn ans Steuer, und sowohl sichtbar als auch unsichtbar wurde er zum feurigen Helden. Auf diese Weise ist der machtvolle "Löwe der Wüste" vorangeschritten. So wurde das erhabene Gesetz des Selbstverzichts gestärkt. Das Streben nach höherer machtvoller Zusammenarbeit bot den unmittelbaren Kontakt mit den kosmischen Kräften und mit der Höchsten Feurigen Bruderschaft. Diese unmittelbare Verbindung wurde nur nach Höherer Bestimmung gewährt. Kennt der Geist inmitten der Wirrnisse des Lebens die Richtung, dann hallen wahrhaftig die Welten wider. Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt Verständnis für wahre Selbstlosigkeit offenbaren.

    76. Die Zerstörung vieler Länder verstärkt sich mächtig; die gesamte irdische Schlacht ist von machtvollen Konflikten in den Höheren Welten begleitet. Wer von der Bedeutung des Karmas einer Nation weiß, erkennt, was vor sich geht. Man muss über diese, die Welt erschütternden Ereignisse nachdenken. Man kann leicht wahrnehmen, dass die dunklen Wolken viele Horizonte verdecken. In jeder dahinscheidenden Ordnung weisen Ereignisse auf die die Gegenwart ablösende Zukunft hin.


Kosmischer Magnetismus läutert und sammelt neue Kräfte. Über den verdrängten Ländern häufen sich Schatten der Finsternis. Wo das Gleichgewicht nicht innerhalb kurzer Frist hergestellt wird, dort sammeln sich Wolken, die über das Schicksal der finsteren Länder und das ihrer Führer entscheiden. Im Westen und im Osten verstärkt sich das Karma der Nationen. Vom Norden kommt ein Neues Licht. Der Süden erbebt vom unterirdischen Feuer. Auf diese Weise wird das Karma der Nationen getilgt. Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt daran denken, dass das Karma einer Nation durch mächtige Ereignisse getilgt wird.

    77. Man sprach nicht zufällig von merkwürdigen Fällen der Einwirkung von Lebensausstrahlungen auf alle den Menschen umgebende Gegenstände. Die alte Sitte Indiens, für jeden Erben einen neuen Palast zu bauen, entbehrt nicht eines tieferen Sinnes. Könnte der Menschheit gezeigt werden, wie viele blutige Schatten viele Throne umgeben, wie viel Entsetzen die Ahnenbilder umhüllen, wie viele Tränen an einem Halsschmuck hängen, wie viele Gespenster an den Wänden kleben, sie würde mit Achtung vor den Ausstrahlungen erfüllt sein. Denn, außer den physischen Einwirkungen von Ausstrahlungen kann ihre psychische Energie entweder aufbauend oder zerstörend sein. Wie kann ein neu erwählter Herrscher inmitten der finsteren Bedrückung vergangener Ausstrahlungen einen neuen Weg beschreiten? Durch dieses Erbe der Vergangenheit werden viele Missgeschicke verursacht. Wenn in alten Zeiten dem Toten die persönliche Habe mit ins Grab gegeben wurde, dachte man nicht nur an ein Leben jenseits des Grabes. Die alte Weisheit traf Maßnahmen für die Säuberung des Raumes! Ägypten kannte die Kraft des Gesetzes der Ausstrahlungen. Untersucht man die Ereignisse und die Aufeinanderfolge geschichtlicher Fakten, wird man sich leicht überzeugen, welche Zerstörungen


unter dem Einfluss der Ausstrahlungen stattfanden. Auf dem Pfad zur Feurigen Welt sollte man Vorsicht walten lassen und Ausstrahlungen genau unterscheiden. Wie wichtig es ist, jede gute Aufspeicherung zu bewahren!

    78. Beim Gedanken an die Überlieferungen sollte man sehr feinstofflich unterscheiden. Werden diese als Aufschichtungen der Vorfahren verstanden, dann gelangen wir tatsächlich zu den gleichen Ausstrahlungen, die von der gesamten Umwelt ausgehen; die Überlieferungen werden das Gepräge der Zeit beinhalten. Doch Evolution verlangt nach ständiger Erneuerung und Erweiterung. Es ist richtig, an die Spirale zu denken, denn ewiges Wachstum bestätigt Unbegrenztheit. Schaffenskraft wird durch fortlaufende Erneuerung verstärkt, und aus der schöpferischen Kraft der Verschiedenartigkeit strahlt wahrhaftig Unbegrenztheit. Auf diese Weise können Überlieferungen nicht als führendes Prinzip betrachtet werden. Gewöhnlich arten die so genannten von Menschen bestätigten Überlieferungen in Bräuche aus. Bräuche gehen in Gewohnheiten über. Auf diese Weise werden Gewohnheiten alle Aufschichtungen der Vergangenheit zum Ausdruck bringen. Wenn wir daher an die Feurige Welt glauben, sollten wir sämtliche Erneuerungen als Bewegung einer mächtigen Zeit in der Evolution betrachten. Auf diese Weise folgen Überlieferungen dem Lauf der Zeit, doch der ewige Atem des Fortschritts führt ins Unbegrenzte. Auf dem Pfad zur Feurigen Welt lasst uns daran denken, den Raum durch gewaltige, machtvolle Energien zu sättigen.

    79. Die bestehenden Lebensformen sind das Gepräge des Geistes der Völker. Den Niedergang oder Aufstieg eines Volkes kann man nicht nur aus historischen Fakten beurteilen, sondern auch nach den Begleiterscheinungen der Schaffenskraft. Wird der Geist von Grobheit


und Unwissenheit beherrscht, spiegelt sich dies in den Gesetzen und Lebensbräuchen wider. Nach dieser Übereinstimmung kann man alle Grundzüge der Zeit verfolgen. Gewiss, die gesetzten Lebensformen verleihen den verschiedenen Geschichtsepochen eine deutliche Färbung. Wodurch unterscheiden sich die ersten drei Jahrzehnte des zwanzigsten Jahrhunderts? Durch Kriege, Terror, Grausamkeiten, Verrohung und die schrecklichsten Verneinungen! Jedoch inmitten all dieser Finsternis kann man Lichtformen erkennen. Es ist unbedeutend, wenn diese gering in der Anzahl und über die Erdfläche verstreut sind. Das Gleichgewicht des Lichts wird nicht durch Quantität, sondern durch Potentialität, nicht durch Andrang, sondern durch Heldentum des Geistes geschaffen. So lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt von der Bedeutung erhabener Formen erfüllt sein, und lasst uns vor allem das Licht jener Augen schätzen, die der Menschheit die Macht der Schönheit bringen.

    80. Es gibt viele Zeichen, nach denen man die Treue des Schülers beurteilen kann. Eines der Zeichen ist die Beharrlichkeit, die vom Schüler auf allen Wegen bekundet wird, indem er in Stürmen und Wirbelwinden seine Standhaftigkeit beweist, indem er, ohne Anschläge und Steinhagel zu fürchten, auf dem aufgezeigten Pfad voranschreitet. Ein anderes Zeichen ist die Unbezwingbarkeit seines Glaubens, dass der von der Hierarchie aufgezeigte Pfad der einzig richtige ist. Im Suchen nach Zeichen der Treue sollte man auch beobachten, wie sich die gegenseitigen Beziehungen entwickeln. Man sollte verstehen, wie wichtig es ist, wenn sich aus zwei oder drei Mitarbeitern infolge feuriger Hochschätzung für die Hierarchie und füreinander ein fester Kern bildet. Durch diese Zeichen kann feurige Treue zur Hierarchie festgestellt werden. Treue unter Freunden und Mitarbeitern ist ein Pfand der Hingabe


an die Hierarchie. Ein Grundstock aus zwei oder drei Freunden oder Mitarbeitern kann die stärkste Stütze für große Werke sein. Zu Recht habt ihr von der verdienten Bevorzugung gesprochen, die Wir die Bande des Herzens und des Geistes nennen. Auf diese Weise wird die unvermeidlich nach oben führende Kette der Treue bestätigt. Auf dem Pfad zur Feurigen Welt sollte man die Schönheit der Treue erkennen. Dieser wundervolle Pfad schaltet jenes von Uns als geistige Bestechung und geistige Verderbtheit bezeichnete, wirksame Gift aus. Diese Geschwüre sind unvergleichlich schlimmer als physische Geschwüre. So lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt Treue schätzen.

    81. Beachten wir, wie die Richtung jener verläuft, die erst den Pfad des Dienstes betreten haben. Zuerst werden sie zum unsichtbaren, unbekannten Licht gedrängt, alle ihre Erwartungen werden verstärkt, das Suchen wird vollends angeregt, und der Geist ist feurig bestrebt. Im weiteren Verlauf wird persönliches Suchen bekundet, dann folgt ein Schwärm von Zweifel und Hoffnungen. Doch kann der Geist alle diese Angriffe der Finsteren überwinden, kann die Sicherheit der Bestrebung und des Aufstiegs bestätigt werden. Daran müssen die Führer des Geistes denken. Manchmal sind die offenbaren Feinde nicht so gefährlich wie die sich dem Licht anschließenden Anwärter; denn werden die Schrecken des Zweifels nicht überwunden, bleibt auch der Pfad des Lichts unerkannt. Wahrhaftig, man muss das ganze Licht erkennen, um die Stimme des Lichts von den Einflüsterungen der Finsternis unterscheiden zu können. Jeder wählt seine Art, die Feinde zu bekämpfen: manche bekunden Selbstverteidigung, andere sehen Gefahr voraus, und andere kämpfen mit den Feinden. Doch der Pfad jener, die sich erst dem Lichte angeschlossen haben, muss gelenkt


und überwacht werden, denn sind die Zweifel nicht voll ausgelebt, muss der Geist auf dem Pfad des Lichts geführt werden. Wahrhaftig, wie Ur[usvati] sagte, man muss alles aufs Spiel setzen. Lasst uns daher auf dem Pfad zur Feurigen Welt daran denken.

    82. Der Leitstern ist das in vielen Leben durch Taten bestätigte Karma. Jeder Wanderer weiß, wie schwierig es ist, das Meer zu durchschwimmen und über einen Abgrund zu springen. Der Leitstern wird jener Kahn sein, der einen inmitten der tobenden Naturelemente ans andere Ufer fährt. Es kann erforscht werden, wie der Leitstern führt, und wo sich jenes Ufer befindet, das den Wanderer aufnehmen wird. Der Kahn gewährt keine Bequemlichkeit; inmitten der Wirbelwinde des Lebens kann Bequemlichkeit nicht anhalten, denn die Bestätigung des Leitsterns schließt alle Grundlagen des Karmas mit ein. Die karmischen Lebensgrundlagen werden nach unbezwinglichen Prinzipien bestätigt, und sämtliche schöpferischen Aufspeicherungen werden ihre gesättigten Ströme offenbaren. Der Leitstern wird durch jene im Leben geoffenbarte Strahlung aufleuchten. Der Leitstern selbst ist die Ausstrahlung seines Geisteskorns. Der Leitstern lebt jeden Augenblick, in ihm spiegeln sich gleichsam alle Lebensenergien wider. Der Geist des Menschen widerspiegelt seinen Leitstern. Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt an den von den Kräften des Lichts geoffenbarten Pfad denken. Lasst uns auf diese Weise an den Leitstern denken.

    83. Die Brücken zwischen den Welten widerspiegeln sämtliche das Leben des Universums sättigenden Energien. Diesen Leitungen entlang fließen, als gegenseitige Sättigung, alle Lebensströme. Wo es angespannte Tätigkeit des Geistes gibt, vollzieht sich ein starker Energieaustausch.


Man kann sich der Formel paralleler Bewegung bedienen, die starke Sendungen von der Erde und zu ihr voraussetzt. Die feurigen Ströme können jedoch die mit stickigem Gas verunreinigten irdischen Sphären nicht durchdringen. Laufend kann beobachtet werden, wie eine irdische Zone gleichsam ihrer eigenen Auflösung überlassen ist. Das bedeutet Vernichtung der Zone durch eigene Gase. Kann kein Lebensaustausch mit den überirdischen Schichten stattfinden, dann ist das Resultat Selbstvernichtung. Auf diese Weise beinhalten die Aufschichtungen der Sphären sowohl die Energien des Lebens als auch jene des Todes. Lasst uns daher auf dem Pfad zur Feurigen Welt die Tatsache des Energieaustausches in Betracht ziehen.

    84. Um die höheren Energien der überirdischen Sphären besser aufzunehmen, müssen die Zentren vergeistigt werden. Beim Verlassen der irdischen Sphären muss sich der Geist von niederen Ausstrahlungen befreien. Jede unnütze Hülle, die der Geist in die Feinstoffliche Welt hin übernimmt, verursacht unsagbare Pein. Bei einem gut entwickelten Bewusstsein geht eine Läuterung vor sich, die den Geist von der Hülle befreit. Doch der Geist, der beflissen an seinen irdischen Gewohnheiten festhält, erlebt in der Feinstofflichen Welt alle Schwächen, denen er auf dem irdischen Plan zu unterliegen gewohnt war. Ebenso wie beim Bergsteigen verursacht in der Feinstofflichen Welt jede unnütze Last Atemnot. Es ist äußerst qualvoll, Unausgelebtes, das in der Feinstofflichen Welt zur Last wird, mit sich zu schleppen. Am schmerzlichsten von allem ist das Empfinden der eigenen Grobheit. Selbst in den niederen überirdischen Schichten empfindet man die Last der eigenen Grobheiten. Oft


hört man Wehklagen aus den überirdischen Schichten; es sind die Hilferufe der Geister, die sich von ihren Lasten noch nicht befreien konnten. Es ist verwerflich, die Feinstoffliche Welt ebenso leichtfertig zu verunreinigen wie die irdische. Jedoch grobe Aufspeicherungen bilden gleichsam für immer sichtbare, untilgbare Ablagerungen. So ist Verfeinerung der Zentren der Pfad des Aufstiegs in die Höheren Sphären. Diese Erwägung ist auf dem Feurigen Pfad unerlässlich.

    85. Die Vereinigung der Welten muss als Übereinstimmung verstanden werden. Nichts kann ohne gegenseitige Übereinstimmung gegeben oder empfangen werden. Die überirdische Welt spiegelt sämtliche irdischen Ausstrahlungen wider. Man darf nicht dem Irrtum verfallen anzunehmen, dass es in den überirdischen Sphären, wo alles feinstofflicher, alles verfeinert wird, einen Zustand der Erschlaffung gäbe. Und das Gesetz der Übereinstimmung sollte als die Grundlage der Beziehungen zwischen den Welten verstanden werden. Nach oben zu ist alles feinstofflicher und feinfühliger, nach unten zu grobstofflicher und unempfindlicher. Daher muss die Formel des Verkehrs zwischen den Welten als Übereinstimmung verstanden werden. Was der Geist in der irdischen Sphäre mit Leichtigkeit erträgt, kann in der Feinstofflichen Welt unerträglich sein. Da der Geist im Streben seine innere Kraft bestätigt, wird er in der Feinstofflichen Welt mit allen feinstofflichen Energien gesättigt. So wird zum Beispiel ein in wahrem Suchen angespannter Geist, der von seinem reinen Streben keinen Gebrauch machen kann, in den feinstofflichen Sphären nutzvolle Schaffenskraft finden. Auf diese Weise lenkt Übereinstimmung alle angespannten Energien. Beklagenswert ist das Dasein jener, die von niederen Gefühlen beherrscht sind. Grobheit, Ichsucht, Eigendünkel, und bestimmte andere bezeichnende menschliche Laster


tragen in den überirdischen Sphären Früchte in Form von schrecklichen karmischen Schlägen. Auf dem Pfad zur Feurigen Welt lasst uns an das große Gesetz der Übereinstimmung denken.

    86. Durch die Feuertaufe drängt es den Geist in die seinen Fähigkeiten entsprechenden Sphären. Der Vollzug der feurigen Umwandlung bietet den Menschen alle Möglichkeiten zum Aufstieg in die höheren Sphären. Dort, wo alles durch das feurige Element angespannt ist, muss man für die Angleichung an das höhere Feuer gesättigt sein. So sollte jede Stufe der Feuertaufe feierlich vollzogen werden. Jede Stufe wird neue überirdische Sphären enthüllen. Auch das Karma eines Volkes kann bei dem ihm beschiedenen Fortschritt über eine feurige Umwandlung führen. Bei der Nachfolge der Herrscher werden auf dieser erhabenen Wanderung alle in Spannung versetzt. Gewiss, wenn die Stunde der irdischen und überirdischen Schlacht heranrückt, werden die Kräfte in gegenseitiger Feuriger Anspannung vereint. Die irdischen und die jenseitigen Energien sind Funken des Einen Feuers. Auf diese Weise findet jede auf das Gute gerichtete Tat in der Feinstofflichen Welt ihre feurige Enthüllung. Oft kann das Gleichgewicht richtig als Vereinigung der zwei Welten bezeichnet werden. Inmitten irdischer Zerstörungen erweist sich die Macht der Feinstofflichen Welt als ein von der Hierarchie des Guten gesandter Rettungsanker. Bringen wir auf dem Pfad zur Feurigen Welt für die Feuertaufe Verständnis auf.

    87. Wahrhaftig, die Unsichtbare Welt erklärt alles sichtbar - vom Nichtgeoffenbarten zum Geoffenbarten, vom Geoffenbarten zum Feinstofflichen. Auf diese Weise werden sämtliche Energien von dem Einen Feuer gesättigt. So erweist sich die Umwandlung des Geoffenbarten


durch Feuer als der ewige Evolutionsprozess der Welten. Das auf Erden unsichtbare Wirken ist genauso lebendig wie die irdischen Geschehnisse und kann die Verbindungen zwischen den Welten bestätigen. Oft sind jene, die sich dem Lichte angeschlossen haben, darüber verwirrt, dass die schweren Prüfungen nicht enden. Doch darauf kann man antworten, dass jeder Vorgang in der Unsichtbaren Welt Spannung hervorruft, die durch die Kräfte des Lichts und durch die Horden der Finsternis geoffenbart werden. Die Menschheit erweist sich dann als nutzvoller Leiter, wenn die Kraft des Geistes die Macht des Lichts anziehen kann. Doch für einen schwankenden Geist ist es nicht leicht, die Horden der Finsternis zu überwältigen. Daher lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt daran denken, dass der Geist Kräfte aus der Feinstofflichen Welt und aus verschiedenen Sphären herbeizieht.

    88. Auf den Stufen des Feurigen Bewusstseins wird die kosmische Einsamkeit besonders deutlich empfunden. Wenn der Geist alle unbegrenzten Freuden der Feurigen Welt kennt, aber dennoch inmitten irdischer Stürme weilt, fühlt er die in den irdischen Schichten zutage tretenden Unvollkommenheiten besonders stark. Kosmische Einsamkeit ist ein Gefühl des "Löwen der Wüste". Sich im Geist von der Erde zu lösen, bringt alle Anzeichen kosmischer Einsamkeit ans Licht. Wenn sich daher die Welten im Feurigen Bewusstsein vereinen, dann ist es schwer, alle Erscheinungen der irdischen Sphären zu ertragen. Zu Recht heißt es, dass der Geist ohne den Körper leben kann, denn ein missgestalteter Körper kann eine leuchtende Seele bergen, aber ein Körper kann, trotz aller äußeren Vollkommenheiten, keinen Geist enthalten, der nicht den Aufspeicherungen der Vergangenheit entspräche. Es ist richtig, dass Krankheiten oftmals ein Segen sind, denn sie vereinen den Geist


mit der Feinstofflichen Welt. Auf diese Weise beruht jede Erscheinung auf zwei Prinzipien, die sowohl den Maßstäben der Feinstofflichen als auch denen der irdischen Welt entsprechen. In der Tat, diese Maßstäbe scheinen oft gegensätzlich proportioniert zu sein. Denken wir auf dem Pfad zur Feurigen Welt daran, dass es für das feinstoffliche Verstehen der Maßstäbe der Ereignisse bedarf.

    89. Die planetaren Fristen stimmen mit allen überirdischen Fristen überein. Der finstere Zustand des Planeten erfordert alle Kräfte für die Erhaltung des Gleichgewichts. Es ist leicht, an die Zukunft zu denken, wenn der Geist die Verbindung der beiden Welten kennt, wenn der Geist in seinen Bestrebungen in Richtung Feurige Welt Erfolg verzeichnet. Es kann keine Anspannung geben, die dem Geist nicht die Größe der offenbaren Zukunft enthüllte. In der Feinstofflichen Welt vollziehen sich Ereignisse, die für die Erscheinungen auf Erden hilfreich sind. Besonders angespannt sind die der Erde nahen Schichten. Ganze Heerscharen werden für Ereignisse gesammelt. Ganze Völker rüsten sich gegen die Kräfte der Zerstörung. Die Überirdische Welt wird dem Planeten nicht ihre Hilfe verwehren. So mobilisieren auch die Mutter der Welt, die Hierarchie des Guten und die Feurigen Vertreter ihre Lager. Wahrhaftig, es ist eine gewaltige Zeit, die über das Schicksal der Erde entscheidet - die Himmlischen Kräfte durchdringen den Weltenraum. Daher lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt daran denken.

    90. Es ist schwierig, das Bewusstsein jener zu stillen, die meinen, der Pfad des einzelnen könne ohne Höhere Führung durchschritten werden. Alle diese kurzsichtigen Personen anerkennen die Hierarchie nicht, weil sie die Bestätigung der Führung als Willenszwang erachten. Unter ihnen gibt es viele erwiesene Gottesleugner,


die einen feurigen Glauben an eine Höhere Führung als unheilvoll erachten. Man kann sehen, wie alle Grundsätze der Hierarchie entstellt werden. Wie kann man das Bewusstsein aufklären, wenn sich der Geist vom Licht entfernt und nur sein beschränktes Leben anerkennt? Bei einem feurigen Aufbau sollte man diese beschränkten Feuerauslöscher fühlen. Bewusstsein ist eine Lebenserscheinung, deshalb schafft jeder gedanklich erfasste Aufbau seine eigenen Formen. Die Feinstoffliche Welt wird tatsächlich aufgrund aller Übereinstimmungen mit der Kosmischen Schaffenskraft geschaffen. Die überirdischen Sphären widerspiegeln deutlich das irdische Wesen. Der Mensch sollte gegenüber dem Kosmos bewusste Verantwortung tragen. Daher lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt danach streben, die Verantwortung für das Schaffen von Formen zu erkennen.

    91. Kühnheit ist die den Dienst krönende Heldentat des Schönen. Die Krönung ist die Offenbarung Kosmischer Annäherung. Die Grundlage Kosmischer Annäherung kann sich als Vereinigung Höherer Kräfte erweisen. Eine herrliche Krone ist der Stirn bestimmt; sie wurde in Tausenden von selbstlosen Heldentaten gestaltet. Die Krone der Heldentat wird vom Herzen geformt, und der beschwingte Geist schafft sein eigenes, empor führendes Karmas. Auf dem karmischen Pfad sickern die Funken der Schaffenskraft nur schwer durch, und noch weniger wird die Wahrheit karmischen Wirkens verstanden. Das, was Karma heißt, kommt nicht von außen. Jede Zelle birgt Karma, und der Geist trägt seine Errungenschaft und seine Rüstung.
    Ein sonnengleiches Karma umfasst alle feurigen Heldentaten. Die schöpferische Kraft solch sonnengleichen Herzens birgt gleichsam alle


Qualen und Kämpfe des Geistes in sich. Doch das sonnengleiche Herz erkennt seine Zugehörigkeit zum Strom des Kosmischen Bewusstseins. Die Krone des sonnengleichen Herzens ist wahrhaftig eine feurige Heldentat.

    92. Das Prinzip von Gut und Böse besteht auf allen Ebenen, mit dem Unterschied, dass sich in Richtung der Sphären der Feinstofflichen Welt alle Äußerungen verstärken. Allein die Prinzipien der Aufbautätigkeit spenden dem Geist jene sich ergebende Kraft, die als bewusstes Streben zum Guten bestätigt wird. Die Diener der Finsternis werden unvermeidlich von den niederen Schichten angezogen. Alte Bündnisse sprechen von jenen, die im Reich des Geistes weilen und jenen, die unter der Erde wohnen. Man mag sich wundern, warum die irdischen Schichten und die Erde selbst so stark von den Kräften des Bösen bevölkert sind. Diese Horden sind durch die Anziehung nach unten zu erklären. Jede Bestrebung in Richtung Feurige Welt ist darauf gerichtet, den Geist in der Feinstofflichen Welt zu halten, aber die Geistwesen, die in völliger Selbstlosigkeit als Lichtträger wirken, eilen zur Erde, um sie zu retten. Auf Erden gibt es ganze Länder, die von Zerstörern überflutet sind. Die Erde gleicht mit ihren giftigen Ausstrahlungen diesen Brutstätten der Finsternis. Wundert euch deshalb nicht, dass Teile der Welt von finsteren Wesenheiten bevölkert sind.

    93. Der Aufbau neuer Fundamente umfasst die Herstellung des Gleichgewichts sowie das Zusammenwirken von Wissenschaft, Kunst und Leben. Denn Gleichgewicht muss auf der Übersicht aller Bestätigungen beruhen. Daher benötigt die Welt eine große Offenbarung des Gleichgewichts. Die Zusammenarbeit muss sich


nach neuem Verstehen sämtlicher feinstofflichen Prinzipien der Hierarchie vollziehen. Man kann sogar voraussehen, dass eine Umwandlung aller Behauptungen vor sich gehen wird; dass es in der Wissenschaft keine starke Trennung von Geist und Materie geben wird. In der Tat, wenn sich das Geistige und das Physische vereinen, wird es möglich sein, nach neuen Prinzipien aufzubauen. Durch das Zusammenwirken der Zentren, ihrer Funktionen und Eigenschaften, wird es möglich sein, sich Wissen über den Körper zu verschaffen. Solch eine Vereinigung sämtlicher Funktionen führt zur wirklichen Lebenskenntnis. So sollte man zum Beispiel die verschiedenen Ausscheidungen der Nier