Feurige Welt
1934
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"AGNI JOGAS" IZDEVUMS
AGNI YOGA
Feurige Welt
Teil Zwei
Die Menschen haben für gewöhnlich keine Vorstellung davon, wie die gegebene Lehre genutzt werden soll. Wenn sie eine scheinbar bekannte Formel vernehmen, erklären sie hochmütig: "Wieder etwas, was allen bekannt ist!" Sie bemühen sich nicht zu prüfen, inwieweit diese bekannte Formel von ihnen erkannt und befolgt worden ist. Sie denken nicht daran, dass die nützliche Lehre nicht um der Neuheit willen, sondern zur Gestaltung eines würdigen Lebens gegeben wurde.
Die Lehre des Lebens ist kein Sammelwerk ungehörter Utopien. Die Menschheit ist sehr alt, und im Lauf von Zeitaltern sind mannigfache Funken der Weisheit über die Erde ausgegossen worden, doch jede Runde hat ihren Schlüssel.
Sollte jemand den gegenwärtigen Schlüssel als vertraut erkennen, so möge er frohlocken und für eine Weisung dankbar sein. Das scheint einfach zu sein, doch in Wirklichkeit erweist es sich als sehr schwierig. Die Menschen lieben es, Neuigkeiten zu hören und Spielzeuge zu erhalten, doch wenige sind bereit, ihr Bewusstsein zu verfeinern.
Es kann nicht sein, dass von einem Naturelement in der Lehre nicht gesprochen wurde! Das Feuer wurde tausendmal erwähnt, aber jetzt ist der Hinweis auf das Feuer keine Wiederholung mehr, es ist eine Warnung vor Ereignissen, die das Schicksal des Planeten betreffen. Nicht viele Menschen werden sagen können, sie hätten sich in ihrem Herzen für die Feuertaufe vorbereitet, obwohl die ältesten Lehren vor der unvermeidlichen Epoche des Feuers warnten.
Feurige Welt
Teil Zwei
1. Nun lasst uns die Bedingungen der Feurigen Welt noch eingehender studieren. Die Teilbarkeit des Geistes kann viele Fragen aufwerfen. Man mag sicherlich darüber nachdenken, inwieweit der Chemismus der Himmelskörper die abgetrennten Teile des Geistes beeinflusst. Bei langen Flügen in weite Fernen können Teile des Geistes den verschiedensten Einflüssen ausgesetzt sein. Wahrhaftig, sogar die feurigen Körper können verschiedene Einflüsse nicht vermeiden, jedoch ein aufgeschlossenes Bewusstsein wird immer helfen, die besseren Schwingungen zu finden. Vom irdischen Bewusstseinszustand her ist es schwierig, die abgetrennten Teile des Geistes zu steuern; und diese Boten des Geistes passen sich den örtlichen Bedingungen meist von selbst an. Deshalb können sie manchmal sehr deutlich vernehmbar und manchmal in allen Erscheinungen sehr verworren sein. Solch ein Zustand wird weder vom Geist des Senders noch von dem des Empfängers geschaffen, sondern durch den Chemismus der Ströme. Sogar die Feurigsten Wesenheiten sind den kosmischen Strömen ausgesetzt. Dies setzt ihre erhabene Natur in keiner Weise herab, sondern bestätigt nur die unabänderlichen Gesetze. Man muss von der Herrlichkeit des Universums so sehr durchdrungen sein, dass man die Gesetze der Großen Himmelskörper annimmt.
Betrachtet man voll Bewunderung die geschnitzten chinesischen Elfenbeinkugeln, kann man sich vorstellen, welch gewaltiger Willensanspannung es zur Verdichtung der Massen für die Bildung von Himmelskörpern bedarf!
2. Zu erkennen, dass es notwendig ist, die erlangte Annahme des Gesetzes nicht abzumindern, wird schon Freude des Geistes bedeuten. Zu begreifen, wie sehr die Großen Planetengeister die Disziplin achten, wird schon Freude des Geistes bedeuten. Das feurige Wesen in sich selbst zu erkennen, wird bereits die Freude des Geistes sein. Doch die äußerst große Verantwortung dieses Wesens zu verstehen, wird Mut sein.
Ich bestätige, dass es für Uns keine größere Freude gibt, als zu sehen, wie ihr diese Eigenschaften des Geistes annehmt. Das feurige Bewusstsein ist bereits der feinste Chemismus; er bekundet sich am stärksten in den interplanetaren Räumen. Wo sich der physische Körper bereits erschöpft fühlt, beginnt der feurige Atem. Deshalb werden die Wesenheiten in zwei Typen eingeteilt - die einen gedeihen in den Tiefen der niederen Schichten, die anderen sind zu den Gipfeln bestrebt.
3. Feuriges Heilen durch ferne Ströme ist unverkennbar, aber die Menschen werden dies dennoch zu leugnen suchen. Die gröbste Form der Elektrizität wird angenommen, doch die Strome höchster Spannung werden belächelt. Jedoch nützliche Menschen haben diese wohltuenden Schwingungen öfter als einmal fühlen können. Die seit langem aufgezeigten Rhythmen verbrauchen sicherlich nicht viele andere Schwingungen, angefangen vom stark wirkenden bis zum feinsten Erbeben.
Ich möchte nun auf einen sehr wichtigen Umstand hinweisen. Beim Aufprall dieser kosmischen Ströme hat sogar der menschliche Wille große Bedeutung. Wer diese Ströme nicht aufnehmen will, der wird nur eine sehr mäßige Einwirkung erfahren, aber bereitwillige Aufnahme wird eine sehr schnelle Wirkung auslösen. Natürlich kann es auch einen dritten Umstand geben; wenn die Verbindung mit der Hierarchie stark und bewusst ist, dann werden sowohl der Sender als auch der Empfänger die denkbar beste Wirkung erzielen. Nicht ohne Grund habe Ich eure Aufmerksamkeit auf diese sich gegenseitig entlastende Energie gelenkt. Das wird Energie sparen helfen, und das ist besonders jetzt, wo es so viele Querströme gibt, wichtig.
Man kann sich leicht der Fälle erinnern, als unter der Einwirkung nützlicher Ströme der Empfänger immer wieder sagte: "Mein Bett wird stark erschüttert, sicherlich vom Erdbeben!" Durch solch leichtfertige Ablehnung schwächen die Menschen den Einfluss wirksamster Energien.
Möge das feurige Heilen die Menschen veranlassen, über jene nachzudenken, die Ihre besten Kräfte für das Wohl der Menschheit aufbieten.
4. In der Feurigen Welt gibt es keine Schatten. Es ist nicht schwierig, sich das vorzustellen, da dies bei entsprechender Anordnung der Lichtquellen sogar auf Erden möglich ist. Die Leuchtkraft aller Teile der Feurigen Welt erzeugt ein immerwährendes Strahlen. Auf diese Weise ist auch das Bewusstsein dauernd wach, denn hier gibt es keinen Schlaf. Solche Spannung kommt zustande, wenn das innere Feuer mit dem kosmischen völlig
übereinstimmt, und in voller Harmonie wird die Spannung nicht gespürt.
Es ist völlig richtig, die Sphärenmusik den Gesang des Feuers zu nennen. Sind die feurigen Schwingungen nicht harmonisch? Und wird dieses Klingen nicht von Strahlungen genährt? Auf diese Weise klingen auch wir, wenn wir Agni den "Hüter der Tore" nennen und die unbeschreibliche Verbindung verstehen. Man kann auch hier, wenn auch nur für einen Augenblick, klingen, dann schwinden alle irdischen Gewohnheiten. So muss man alle Funken der Feurigen Welt im Herzen bestätigen. Mögen die irdischen Gewohnheiten durch die Feurige Wahrheit ersetzt werden.
5. Lasst uns an die Legende vom "Ursprung der Berge" erinnern. Als der Planetare Schöpfer sich anschickte, die Erde zu formen, richtete Er Seine Aufmerksamkeit auf die Fruchtbarkeit der Ebenen, um die Menschen mit einem friedfertigen Ackerbau zu versorgen. Aber die Mutter der Welt sagte: "Wahrhaftig, die Menschen werden in den Ebenen Brot und Handel finden, doch wenn Gold die Ebenen verunreinigen wird, wohin sollen sich dann die Reinen im Geiste begeben, um Kraft zu sammeln? Man gebe ihnen entweder Schwingen oder Berge, um dem Gold entfliehen zu können." Und der Schöpfer antwortete: "Es ist zu früh, den Menschen Schwingen zu geben, sie würden Tod und Verderben bringen. Doch lasst uns ihnen Berge geben. Mögen einige auch Angst vor ihnen haben, für andere werden sie die Rettung sein." Auf diese Weise unterscheiden sich die Menschen in solche der Ebenen und in solche der Berge.
Man möge sich dieser Legenden, welche die Verseuchung des Planeten voraussagten, nun erinnern. In der Tat, warum erforschen die Menschen den Chemismus der Luft so wenig? Sogar mit irdischen Apparaten kann man die Verdichtung zerstörender Substanzen feststellen.
Gewiss, diese Ströme können nicht immer aufgespürt werden, genauso wie das Photographieren der Erscheinungen der Feinstofflichen Welt nicht immer gelingen wird, aber mit Geduld kann vieles aufgezeichnet werden. Die Feurige Welt ist für irdische Beobachtungen nicht leicht zugänglich.
6. Lasst uns an die Legende vom "Ursprung des Blitzes" erinnern. Die Mutter der Welt sagte zum Schöpfer: "Wenn sich die Erde in dunkle Schleier der Bosheit hüllt, wie werden die heilsamen Tropfen der Seligkeit durchdringen?" Und der Schöpfer sagte: "Es mögen sich Feuerströme sammeln, welche die stärksten Schichten zu durchdringen vermögen." Die Mutter der Welt sagte: "Wahrhaftig, die Funken Deines Geistfeuers können Errettung bringen, aber wer sammelt und bewahrt sie zum nötigen Gebrauch?" Der Schöpfer antwortete: "Die Baume und die Kräuter werden Meine Funken bewahren, doch fallen die Blätter ab, dann mögen der Deodar und seine Schwestern das ganze Jahr hindurch ihre Feueraufspeicherungen bewahren." So widerspiegelt sich die Verbindung mit der Höheren Welt in verschiedenen Legenden. Überall wurde die Besorgtheit um die Menschheit und sämtliche Geschöpfe hervorgehoben. Die alten Priester haben ebenfalls über die gerechte Verteilung des schöpferischen Feuers gewacht.
Heute nimmt der Mensch Kreuzungen bei Früchten und Pflanzen vor, ohne richtige Überwachung; doch in langwierigen Experimenten sollte beobachtet werden, wie die feurige Substanz am besten bewahrt bleibt. Man darf in die Schöpferkraft der Natur nicht leichtfertig eingreifen. Die besten Ratschläge können von der Feurigen Welt gegeben werden, doch diese Segnungen sollte man suchen.
7. Jetzt seid ihr nicht mehr erstaunt, dass die Schlacht
so lange währt, denn die Bewusstseinserweiterung übersteigt die Grenzen des Wesens. Es wäre wirklich leichtfertig anzunehmen, dass Er, Der sich gegen das Licht auflehnte, ein Schwächling sei. Man muss verstehen, dass die Kräfte des Lichts nicht aus Schwäche davon Abstand nehmen, den Feind zu vernichten, sondern aus dem Wunsche heraus, das Gleichgewicht des Planeten nicht vorzeitig zu stören. Nur wenige können erkennen, dass die Macht des Schöpfers des Planeten physische Zustände in Betracht zieht. Doch man erkennt bereits, dass die harmonischen Schwingungen zerstört wurden und dass der Planet von Hitze- und Kälte-Konvulsionen erschüttert wird. Deshalb rate Ich zum Gleichgewicht des Geistes. Wo die Grundlage angegriffen wird, bedarf es besonderer Geistesgegenwärtigkeit
Sogar in volkstümlichen Büchern könnt ihr über die Klimaveränderungen und über die Veränderungen von Kontinenten und Strömen lesen. Möge es darin auch viele Ungenauigkeiten geben, die Wissenschaft der Himmelskörper jedoch ist genau. Man möge nicht denken die Prophezeiungen wären falsch, denn sie kommen aus der Feurigen Welt.
8. Agni Yoga erfordert besondere Findigkeit. Er kann nicht durch physische Übungen bekundet werden, wie dies in unterschiedlichem Grad bei anderen Yoga-Systemen geschieht. Man würde meinen, dass ein Naturelement wie Feuer den physischen Gesetzen nicht minder unterworfen sein sollte als andere Naturelemente. Aber das Wesen des Agni unterliegt feinstofflichsten Gesetzen, die sich physisch nicht in Worte kleiden lassen. Deshalb muss die ganze verfeinerte Findigkeit aufgewendet werden, um den feurigen Zeichen zu folgen. Auf diese Weise kann man wahrnehmen, dass von der Hierarchie oft feurige Zeichen gesandt werden, doch die Menschen versuchen gar nicht sie wahrzunehmen und anzuwenden. Das feurige Bündnis liegt selbst
dem menschlichen Leben zugrunde - Empfängnis, Geburt sowie alle Vorgänge unterliegen dem Agni und erwecken bei Offenbarung des Unnennbaren keine Verwunderung. Man kann um die mechanischen Bauwerke umherirren, aber Fortschritt in die Zukunft ist nur durch Erkenntnis von Agni möglich. Wenn ganze Kontinente sterben, wie können dann neue Wohnstätten ohne neue Energien gefunden werden? Das geistige Bewusstsein muss für große Umwälzungen vorbereitet werden - das ist am besten; doch wenn die Menschen von vergangenem schwarzem Hass erfüllt der letzten Trennlinie nahen, werden sie bloß Pulvermagazinen gleichen. So lasst uns findig über Agni nachdenken.
9. Es ist nicht unnütz, den Menschen aufzuzeigen wie nachlässig sie waren, nicht beständig an die Zukunft zu denken. Die Legende vom Gold1 wurde schon erwähnt; sie berichtet von der Zeit, in der der Gedanke an das Gold überhand nehmen wird sowie vom Nahen des Feuers - dem Gegensatz des Goldes. Die Menschen haben oft über die feurige Zerstörung des Planeten gelesen. Vor zweitausend Jahren wurde verkündet, dass Feuer die Erde verzehren wird. Und vor vielen Tausenden von Jahren warnten die Patriarchen die Menschheit vor der feurigen Gefahr. Die Wissenschaft hat es versäumt, vielen Anzeichen Beachtung zu schenken. Keiner ist gewillt, im planetaren Ausmaß zu denken. Daher sprechen Wir noch vor der Schreckenszeit. Man kann der letzten Stunde nicht mehr entrinnen. Es kann Hilfe gewährt werden, doch Hass wird kein Heiler sein.
10. Beachtet die so genannten Übergangszustände des Organismus. Der Zustand zwischen Schlaf und Wachsein bietet ein sehr bedeutsames Beobachtungsfeld. Man kann bemerken,
wie ins irdische Denken Fragmente eines Gedankens anderer Rangordnung eindringen; die Gegenstände scheinen zu schwingen, und die irdische Wahrnehmung ändert sich. Wenige lassen den Gedanken zu, dass diese andere Aufnahmefähigkeit das Denken der Feinstofflichen, ja sogar der Feurigen Welt ist. Da die offenbarte Welt schwindet, erwacht die Stimme der Feinstofflichen Welt. Bei verschiedenen Übergangszuständen können die Blitze der Höheren Welten wahrgenommen werden. Deshalb sollte man die besonderen Klänge aufmerksam beachten. Unter irdischen Bedingungen sollte man in diese Erscheinungen nicht eindringen, denn dafür ist in erster Linie Ausgeglichenheit wichtig, aber im Gefäß eines erweiterten Bewusstseins müssen Erscheinungen aller drei Welten Platz finden. Nur auf diese Weise werden wir zum Verstehen des feurigen Gedankens gelangen. Feuer als sichtbares Naturelement verhindert oft das Erkennen des feurigen Gedankens, aber die Erscheinung Agni ist kein Zündholz. Jedoch jede feurige Erscheinung widerspiegelt sich in erster Linie im Denkvorgang. Inzwischen wendet eure Aufmerksamkeit dem Ursprung des sichtbaren Feuers zu - die leuchtende Energie ballt sich und wirbelt, so dass man sogar in einer kleinen Flamme das Eindringen einer von außen kommenden Energie wahrnehmen kann. Den Augenblick des Verschmelzens des inneren mit dem äußeren Feuer könnte man als Widerschein der Schönheit bezeichnen.
11. Manche Blinde nehmen das Feuer anstatt durch Licht durch Klang wahr. Manche ziehen das Erkennen durch Klang dem durch Hitze vor. Nicht nur mit Blinden, sondern auch an Menschen mir verbundenen Augen können lehrreiche Experimente durchgeführt werden. Allerdings behindert eine Binde im Allgemeinen
die Empfänglichkeit, weshalb die Aussagen die Blinden überzeugender sein werden. Um so mehr, als sie ein feineres Gehör besitzen. Sie können sogar der Klang einer Kerzenflamme feststellen. Wir haben unsere Sinne insgesamt in vieler Hinsicht verfeinert, aber die physische Verkümmerung eines Sinnes schärft einen anderen. Die sehenden Menschen vernehmen den Gesang des Feuers im Ofen, im Lagerfeuer, in der Feuerbrunst - mit andern Worten in der gröbsten Erscheinungsform. Außerdem unterscheiden die Menschen selten den Klang des Feuers vom Knistern des Brennmaterials. Dennoch lässt sich der Klang des Feuers erkennen.
Chinesen versuchten, den Feuerklang mit Streichinstrumenten wiederzugeben. Der Herrscher des Feuers musste in seinem Tempel von Feuerklängen begleitet werden. Ebenso musste der Herrscher der Gewässer von kristallenen Instrumenten begleitet werden. Solch eine Verfeinerung ist jetzt natürlich verloren gegangen, aber sie zeugte von großer scharfsinniger Beobachtung der Klänge in der Natur. Es ist zweckmäßig, sich sogar jener Kulte zu erinnern, die auf feinsten Schwingungen beruhten. Wahrhaftig, nicht kalte Überlegungen, sondern das Beben des Herzens wird die feurige Verfeinerung näher bringen. Außerdem sollte nicht Feueranbetung, sondern die Ehrfurcht vor Agni, als der beginnenden Verbindung mit der Höheren Welt, die Grundlage sein.
12. Ihr versteht Unsere Anspannung, wenn die Äußerung des Verstandes einem tobenden Feuer gleicht, doch Unsere Feinde verlassen sich auf die Beschränkungen physischer Möglichkeiten. Deshalb muss man ihnen mit aller Geduld umso stärker entgegentreten. Wahrhaftig, es ist schwierig,
Heilige zu finden, die nicht von besonderen Krankheiten befallen waren. Sie konnten oft gar nicht verstehen, warum sie solche Schmerzen zu erdulden hatten, doch auf dem direkten Pfad kann die feurige Spannung nicht vermieden werden. Könnte es anders sein, wenn die Füße auf der Erde sind und der Kopf in der Feurigen Welt ist?
13. Man sollte nicht nur Unsere, sondern auch die schwarze Bruderschaft beachten. Es ist falsch, die Stärke der finsteren Kräfte zu unterschätzen. Sehr oft kommt ihr Sieg infolge solcher Sorglosigkeit zustande. Die Menschen sagen sehr oft "Sie sind es nicht wert, an sie zu denken". Aber man sollte an alles Bestehende denken. Wenn sich die Menschen vor Dieben und Mördern schützen, sollten sie sich um so eher die Meuchelmörder des Geistes abschirmen. Man sollte ihre Stärke richtig einschätzen, um ihnen besser entgegentreten zu können. Furchtlos besuchte Ur[usvati] die Finsteren. Sie sah viele verschiedener Grade, und in ihrer Kühnheit sprach sie zu ihnen. Es gibt in der Tat ein solches Maß an Mut, das sogar die Macht der Finsternis verstummen lässt. Freilich, man wird die Finsteren nie überzeugen können, doch man kann sie lahmen und beträchtlich schwächen. Deshalb ist es so wichtig, sich der Finsternis wirksam zu widersetzen. Aus totem Staub wird nur Staub geboren. Zur Reinigung des Heims werden verschiedene Besen gebraucht. Und findet man einen Skorpion im Haus, wird man ihn sofort entfernen.
Ur[usvati] besuchte eine ordentliche Sitzung der Finsteren, und solch eine Sitzung konnte für viele herkömmliche menschliche Versammlungen lehrreich sein. Ur[usvati] sprach mit Recht als Unsere Botin, und in einer solchen Bestätigung liegt eine große Macht. Man darf die Kraft nicht zurückhalten, wenn der Geist um seine Waffe weiß.
Die Finsteren diskutieren besonders dann heftig, wenn sie sehen, dass sich die Ereignisse nicht zu Gunsten ihres Herrschers gestalten. Die Kräfte des Lichts hindern sie daran, euch zu vernichten. Es scheint, als wäre es nicht schwierig, friedvolle Menschen zu vernichten, aber über allen finsteren Mitteln steht die Geistesmacht. Mit Recht sagte Ur[usvati] zu ihnen: "Ihr haltet Satan für unbesiegbar, doch vor euch allen zeuge ich für seine Niederlage." So möge man von den Absichten der Finsteren und Unserer Macht Kenntnis nehmen.
Aber jene, die glauben, dass Visionen und Träume von Verdauungsstörungen verursacht werden, können die wertvollsten Zeichen der Wirklichkeit leicht verschlafen. Nur jene, welche die Kräfte ihrer Gegner kennen, können Sieg erhoffen. Welcher Zucht und Einigkeit bedarf es, um solch mächtiger Versammlungen Herr zu werden! Man muss den ganzen geistigen Mut aufbringen, um kleine Dinge zu beseitigen und ihnen ein Ende zu setzen!
14. Zur Zeit, wo der eine seine Seele für das Wohl der Welt opfert, sitzt der andere auf dem Wasser. Während der eine sein Herz zur Rettung seiner Nächsten darbietet, tappt der andere zwischen den Phänomenen der Feinstofflichen Welt umher. Die Heiligen des Großen Dienstes sind frei von Psychismus, weil sie im Geiste ständig zur Hierarchie bestrebt sind und ihr Herz auf den Schmerz der Welt erklingt. Psychismus ist ein Fenster zur Feinstofflichen Welt, doch der Lehrer sagt dem Schüler: "Wende dich nicht so oft dem Fenster zu, schaue in das Buch des Lebens!"
Psychismus erweist sich oft als entkräftender Einfluss, doch der Große Dienst liegt im Gefühlswissen. Daher warnen wir vor Psychismus, vor dem Zurückblicken ohne entscheidendes Ziel für die Zukunft.
Die geistig schwachen Psychisten sind oft ein schmackhaftes Gericht für die Satanischen.
Wahrhaftig, im Großen Dienst liegt das Gefühl großer Verantwortung. Doch an diesen Kelch sollte man sich gewöhnen, weil es keinen kürzeren Weg gibt, als ihn zu leeren. Das Herz, das zur Hierarchie bestrebt ist, fühlt, wie notwendig und heilsam der Kelch des Opfers ist! Für manche ist er nur ein Gegenstand des Spottes und der Verdammung, doch für andere ist er ein kostbarer Schatz. Es ist Unser Wunsch, wahres Gefühlswissen zu entwickeln.
15. Nichts kann so sehr vom Pfad ablenken wie die Zurückweisung des Gefühlswissens. Aber der Einsatz des Gefühlswissens beginnt mit der Hingabe an die Hierarchie. Allein echte Hingabe wird einen daran hindern, das Gefühlswissen durch persönlichen Egoismus zu beflecken. Allein Hingabe wird lehren, die Weisungen des Lehrers nicht zu entstellen. Ich werde nicht müde über wahre Hingabe zu sprechen, weil die Menschen diesen Begriff oft durch grausamsten Fanatismus ersetzen. Deshalb erscheint die Feurige Welt als geboten.
16. Wie im Himmel, so auf Erden. Wahrhaftig, eine Seinsgrundlage durchdringt alles Bestehende. Gerade diese Grundlage sollte der Menschheit helfen die Hierarchie der Unbegrenztheit zu verstehen. Wer will es bezweifeln, dass in jedem irdischen Objekt ein Wille zum Ausdruck kommt? Ohne Wille kann ein irdisches Objekt weder geschaffen noch in Bewegung gesetzt werden. So ist es auf Erden und auch in der Höheren Welt. Wie der Bestand des Planeten als irdische Festung eines Willensimpulses bedarf, so ist es begreiflich, dass
ganze Systeme von Himmelskörpern seiner bedürfen. Solcher Wille wird weit eher vom erweiterten Bewusstsein begriffen. Aber sogar der durchschnittliche menschliche Wille kann als Beispiel des Mikrokosmos dienen. Man braucht keine weithergeholte besondere Berechnung anzustellen - nimmt man den menschlichen Willen in seiner höchsten Anspannung als Einheit an, dann lässt sich der Kraftimpuls des planetaren Willens ermessen. Man kann sich beim Berechnen des Willensimpulses eines ganzen Systems unzählige Ziffern stürzen. Solch eine Frage wäre eine Einführung in die Größe des Unnennbaren. Die Beachtung der Willenskraft ist sehr von Nutzen, wenn der Gedanke diese kosmische Energie in Bewegung setzt Die Wohnstätte des Agni ist die Esse Kosmischer Kraft. Man sollte sich bei der Berechnung der Größe nicht von den unzähligen Stellen überwältigen lassen. Zahlen sind lediglich ein Ausdruck dessen, was uns bewusst ist, doch das feurige Herz kann ohne Zahlen, dem angenommenen Pfad der Größe entlang, dem zustreben, wo das Wort nichtig ist.
17. Rhythmus ist der Vorfahr der Zusammenarbeit. Von Alters her erkannten die Menschen die Bedeutung rhythmischer Chorgesänge, musikalischer Bewegungen; auf diese Weise hat das Bewusstsein über die Triebkraft der Gemeinschaftsarbeit Wissen gespeichert. Die Menschen wussten seit langem, dass Rhythmus gemeinschaftliche Feuer entzündet und Reizbarkeit sowie Zwietracht verhindern hilft. Er bestätigt gleiche Bestrebungen, weshalb Musik vor Gemeinschaftsarbeit das Zeichen der Einigkeit ist. Es ist bedauerlich, dass der modernen Musik so oft der Rhythmus fehlt. Vielleicht dient sie dem Ursprung viele geistiger Geschwüre, doch die Frage der Harmonie ist ungewöhnlich schwierig.
Mangel an Rhythmus bedeutet Uneinigkeit; grober Rhythmus jedoch stumpft ab. So wird allein ein feuriges Bewusstsein nach Verfeinerung verlangen. Man kann über viele Dinge nachdenken, doch man wird immer auf das feurige Verstehen zurückkommen. Die Wohnstätte des Agni wird nicht vom Verstand erschlossen, sondern durch die Harmonie des Rhythmus. Genauso wie manchmal ein Gefäß nicht mit Gewalt geöffnet werden kann, sondern durch Rhythmus. Allein der echte Rhythmus bringt uns voran und bewahrt uns vor Verzögerung. Denn wir kennen das ganze nachteilige Ergebnis der Verzögerung, sowohl in der Bewegung als auch im Geiste. Es ist unzulässig, einen gestörten Rhythmus zu haben, zuweilen einen verzögerten und ein andermal einen beschleunigten. Auf diese Weise erfolgt ein ungeheurer und nutzloser Kräfteverschleiß. Wer im feurigen Rhythmus voranzuschreiten begann, wird nicht abgleiten. Gerade dieser Rhythmus rettet vor kummervollen Grübeleien und führt im Geiste voran; beschränken wir daher die Wirksamkeit des Rhythmus nicht allein auf äußere Bewegung, führen wir ihn ins geistige Leben ein.
18. Manchmal vernehmen die Menschen in sich ein Singen. Solch ein Gesang ist niemals disharmonisch. Man kann sich freuen, wenn solche Schwingungen sein Wesen anregen. Ihnen wohnt der Keim der Heldentat inne.
19. Die große Hitze hat nicht nur physische Ursachen, sondern rührt auch von einer chemischen Verdichtung her, die sich als Vorbote der Feurigen Epoche über dem Planeten sammelte. Die Menschen messen solchen Zeichen keine Bedeutung bei, und doch liegt es vor allem an ihnen, die Lage zu verbessern. Böses ist ein Verdichter des starken Chemismus. Die Menschen wollen es nicht glauben, dass ihr inneres Laboratorium kosmische Bedeutung hat. Sie grübeln
über viel Nutzloses, aber an ihre eigene Bedeutung und Verantwortlichkeit wollen sie nicht denken. Natürlich, die chemische Hitze ist bisher nur vorübergehend und wird von Kälte abgelöst. Man kann sich vorstellen, was sich die Menschen für das nächste Vierteljahrhundert bereiten! Es ist noch Zeit nachzudenken und die Atmosphäre wieder gesundzumachen.
20. Es gibt viele Gründe, warum die Menschen die Feinstoffliche Welt und die Ausstrahlungen des Lichts fürchten. Sie fühlen in ihrem innersten Wesen, dass in der Feinstofflichen Welt jede Absicht von einer sichtbaren Ausstrahlung begleitet ist, aber der Mensch selbst sieht seine eigene Ausstrahlung nicht. Wäre er von der Güte seiner Gedanken fest überzeugt, brauchte er nichts zu fürchten. Die meisten Gedankt jedoch sehr gewunden, und der Mensch irrt, infolge seiner irdischen Gewohnheit zu zweifeln, von den wahren Grundzügen des Denkens stark ab. Deshalb spreche Ich immer wieder von der Notwendigkeit des klaren Denkens. Man sollte von der Güte des eigenen Denkens so fest überzeugt sein, dass man sich nicht einen Augenblick durch sein eigenes Licht verwirren lässt. Das vom Herzen bestätigte, beharrliche Streben zum Guten vervielfacht die wunderschönen Lichter. Neben ihrer wesentlichen Eigenschaft bewirken diese Lichter eine Reinigung des Raumes. In der Feinstofflichen Welt rufen solch Wohltuende Strahlungen ein allumfassendes Lächeln hervor und tragen zur allgemeinen Freude bei. Festigt euch daher im Guten und denkt so, dass ihr euch vor niemandem schämen müsst. Betrachtet diese Worte nicht als eine Abstraktion. Die Feinstoffliche Welt bestätigt sie. Viele Bewohner der Feinstofflichen Welt bedauern es, dass ihnen auf der Erden niemand von diesen unsichtbaren Ausstrahlungen, die so schön sein sollen, erzählt hat.
21. Viele möchten belehrt werden, wie sie sich beim Übergang in die Feinstoffliche Welt verhalten sollen, doch sie wissen nicht, wie sie fragen sollen, ohne sich lächerlich zu machen. Doch die Schriften mögen in die ganze Welt hinausgehen; man möge sie lesen, wenn auch insgeheim. Mögen sie des Tags verlacht und des Nachts gelesen werden. Man kann diese Irrtümer verzeihen, denn niemand hat diesen Menschen eine einfache Formel mit auf den Weg gegeben. Manche erschreckten sie, andere schläferten ihr Bewusstsein ein, andere führten sie von der Wahrheit weg, doch niemand zeigte ihnen den schönen Übergang zu den Gipfeln des Daseins. Wir wollen nicht tadeln, aber gerade in letzter Zeit gab es besonders viel Verwirrung in der Welt. Freilich, die Tatsache des Vorhandenseins der Feinstofflichen Welt hat sich im Bewusstsein etwas gestärkt, aber dennoch wissen die Menschen mit diesen Fakten nichts anzufangen, oder sie mit den Lebensgewohnheiten in Einklang zu bringen. Sie versuchen, an dem, was sich laut verkündet, schweigend vorbeizugehen.
So lasst uns sowohl am Morgen als auch am Abend mit dem Gedanken an den Übergang in die Schöne Welt vertraut werden. Möge sie schön sein für uns.
22 Radsch-Agni - so wird das Feuer genannt, das ihr Begeisterung nennt. Es ist wirklich ein den ganzen umgebenden Raum reinigendes, herrliches und mächtiges Feuer. Von diesem Feuer wird der aufbauende Gedanke genährt. Im silbernen Licht des Feuers Radsch-Agni wachst der Gedanke des Großmuts. Aus derselben Quelle fließt die Hilfe für den Nächsten. Die mit Radsch-Agni strahlenden Schwingen kennen keine Grenze, keine Beschränkung. Glaubt nicht, dieses Feuer könnte in einem bösen Herzen entfacht werden. Man muss in sich die Fähigkeit entfalten, die Quelle solchen Entzückens ins Leben zu rufen. Zuerst
muss man in sich die Gewissheit erlangen, dass sich das Herz dein Großen Dienst darbietet. Dann sollte man bedenken, dass der Ruhm des Schaffens nicht einem selbst, sondern der Hierarchie des Lichts gebührt. Dann kann man durch die Unbegrenztheit der Hierarchie erhoben werden und sich in der für alle Welten nötigen heldenhaften Errungenschaft selbst behaupten. Auf diese Weise wird Radsch-Agni nicht für einen selbst, sondern im Großen Dienst entfacht. Begreift, dass die Feurige Welt ohne dieses Feuer nicht bestehen kann.
23. Bei den Flügen in die Flughöhe ergeben sich viele Experimente. Vielleicht fühlen die Forscher in der Tiefe ihrer Seele, dass die großen Höhen sehr wichtige Aufklärung geben können. Jedoch außer mit physikalischen Instrumenten müssen sie sich auch mit psychischer Energie ausstatten; nur dann erden solche Experimente wirklich eine neue Vorstellung bieten. Die Erforscher der Höhen und Tiefen müssen psychisch gerüstet sein. Nur bei solcher Kombination wird auch die Arbeit von der physischen Seite her besondere Bedeutung erlangen.
24. Ihr tut gut daran, es den Menschen zu überlassen, sich zu entscheiden. Man kann eine nutzvolle Richtung aufzeigen, doch jedweder Zwang ist schon gesetzwidrig. Vor allem sollte man die Feuer nicht gewaltsam entfachen. Die Feurige Welt kann nur über das eigene Herz erreicht werden. Niemand wurde je gewaltsam in das Feurige Reich geführt. Die Menschen erkennen oft die Grenze der Gewalttätigkeit nicht. Manche neigen zur Gewalt, andere suchen sie - beides widerspricht dem Wesen des Feuers.
25. Beachtet die Verdichtung der Atmosphäre. Ungewöhnlich sind diese niederen dichten Schichten. Wirklich die Planetenkruste
ist im Absterben - der segensreichen Einflüsse beraubt. Man muss sich beeilen, einen neuen, reinen Zustand einzuleiten.
26. Man kann verschiedene, ihrem Wesen nach unterschiedliche Typen von Menschen beobachten. Die einen denken nicht an die Zukunft, sie erfüllen gleichsam durchaus in diesem irdischen Leben ihren Zweck. Andere streben mit ihrem ganzen Geiste voran; für sie bedeutet irdisches Leben kein Ende. Mögen sie auch nicht sehr verfeinert sein, so fühlen diese Menschen mit dem Herzen, dass alles vor ihnen liegt. Befasst euch mit den letzteren, denn ungeachtet ihrer Fehler sind sie dennoch in die Zukunft bestrebt und gehören so schon der Wahrheit an. Ihr wisst, dass Agni in den Herzen jener lebt, die die Zukunft lieben. Wenngleich sich ihr Agni noch nicht bekundet, ist sein Potential unerschöpflich. Ebenso betrachtet mitleidig jene Menschen als krank, die die Zukunft nicht kennen. Und wirklich, ihre Aura wird nicht leuchten, denn sie ist der Strahlung der Materia Lucida beraubt. Viele Menschen haben sich solch eine Beschränkung geschaffen, dass sie sich nicht einmal durch ihre stumpfe Nervensubstanz offenbaren können. Wie Imperil die Regung der feurigen Substanz hemmt, so trübt beschränktes Denken die kostbare Substanz. Diese Krankheiten kann man durch hypnotische Suggestion heilen.
27. Wie gezeigt wurde, lassen sich auch Pflanzen beeinflussen, aber dafür muss man große Geduld aufbringen, weil jeder atmosphärische Strom die Übertragung der feurigen Energie beeinträchtigen kann. Aber könnte meinen, dass der kosmische Chemismus den menschlichen Organismus nicht beeinflusst?!
Denn es wurde richtig bemerkt, dass sich unter dem Druck kosmischer Ströme sogar der Duft der Blumen verändern kann. Seid nicht erstaunt, dass die ganze Natur darauf anspricht, was der Mensch nicht wahrhaben will. Die Bewusstseinsverfeinerung hängt in erster Linie von der Beobachtung der Umwelt ab.
28. Salamander haben als Wesen des niederen Feuers keine helle [Farben]. Als Ich euch einen Salamander zeigte, wollte Ich euch eine Vorstellung von den Kreaturen der feurigen Tiefen vermitteln. Ich habe euch bereits die unterirdischen und unterseeischen Wesen gezeigt, aber man muss auch über den Umfang des Feuers unterrichtet sein. Man kann die ganze Verschiedenartigkeit der Feurigen Wesen besser verstehen, wenn man nicht nur die Höchsten, sondern auch die tiefsten wahrgenommen hat.
29. Gewiss, die Milz kann operiert werden. Der Organismus kann physisch eine Zeitlang sogar ohne sie existieren, doch das wird bloß eine physische Lösung sein. Bis jetzt haben sich die Menschen nicht um die Auswirkungen auf den feinstofflichen Körper gekümmert. Indes sollte das Organ, das mit dem feinstofflichen Körper verbunden ist, sehr geschont, aber nicht zerstört Werden. Das gleiche gilt für die Entfernung des Blinddarms; der Mensch kann ohne ihn nicht nur leben, sondern nimmt sogar an Gewicht zu, jedoch eine der Hauptfunktionen der psychischen Energie ist gestört. Der Blinddarm nimmt die psychischen Elemente der Speisen auf. Mancher mag sogar ohne solche Naturelemente leben, aber warum den Organismus solcher Helfer berauben? Alle physischen Operationen am Herzen zeigen, wie sehr die Ärzte den psychischen Aufgaben fern stehen. Deshalb sollten dringend alle
physischen Operationen vermieden werden, wenn dabei nicht die für den feinstofflichen Körper notwendigen Bedingungen beachtet werden. Unvermeidbare Operationen sollten von entsprechenden Suggestionen begleitet sein, damit die Teile des feinstofflichen Körpers die Lage einnehmen können. Man sollte sich mit dem feinstofflichen Körper in Verbindung setzen. Hat der Gedanke zufolge Suggestion den feurigen Selbstschutz gestärkt, dann können viele üble Folgen vermieden werden. Eines solchen Selbstschutzes bedarf es vor allem gegen Infektionen. Gelänge es, während der Operation die erforderlichen Vorgänge zu suggerieren, würde die Hilfe des feinstofflichen Körpers zum erwünschten Resultat erheblich beitragen. Solche Suggestionen können alle Funktionen des Organismus regeln, aber ohne diese Unterstützung ist es traurig zu sehen, wie die feinstofflichen Körper verstümmelt werden.
Ein Chirurg im alten China bewirkte vor der Operation gewöhnlich den Austritt des feinstofflichen Körpers der Patienten und befahl ihm nachher durch Suggestion, sich dem neuen Organ anzupassen. Daher sollte man nicht nur die physischen Bedingungen in Betracht ziehen.
30. Manche Menschen könnten meinen, die Herrscher hätten es leicht, wenn Sie die Grenzen irdischer Lasten überschritten haben! Doch wer das sagt, kennt das Ausmaß der Wirklichkeit nicht. Wie auf Erden, so im Himmel. Den irdischen Lasten entronnen stellen sich unvergleichliche kosmische Sorgen ein. Wahrhaftig, wenn es auf Erden schwer ist, so ist es im Himmel umso schwerer Abgesehen von den Augenblicken im Dewachan, wo Illusion die morgige Arbeit verbergen kann. Aber das Wirken inmitten des Chaos kann nicht leicht sein. Ihr leidet durch die Finsternis und das Chaos. An allen Stätten ist es
von vielen Arten der Finsternis und des gleichen Chaos her gleich schwer. Doch ihr fühlt glücklicherweise nur die Angriffe des Chaos und seht nicht seine düsteren Regungen. Wahrhaftig, für die Menschen ist es infolge ihrer Unwissenheit und ihrer sklavischen Unterwürfigkeit der Finsternis gegenüber schwierig. Aber weit schwieriger ist es, wenn man sieht, wie sich die bewegende Masse der Materie in Chaos verwandelt. Wenn das zerstörende unterirdische Feuer die Erdkruste vorzeitig zu durchbrechen sucht oder Gasschichten den Raum vergiften, dann übersteigt die Schwierigkeit jedwede irdische Vorstellung. Keine Lasten, sondern allein Gegenüberstellung helfen jetzt, über die Schwierigkeiten zu sprechen. Denn Unwissende meinen, dass Hymnen und Harfen das Los der Himmelsbewohner wären. Solcher Irrtum muss zerstreut werden. Nirgends gibt es Hinweise darauf, dass es nur auf Erden schwierig ist; zum Vergleich muss gesagt werden: Wird hier jemand von Teufeln belästigt, so wird der Erzengel vom Satan selbst bedroht. Auf diese Weise müssen Tätigkeit sowie die immerwährende Schlacht mit dem Chaos verstanden werden. Man muss das als den einzigen Pfad erkennen und wachsen, um ihn als das Zeichen des Vertrauens des Schöpfers lieb zu gewinnen.
31. Man muss sich an die Tatsache gewöhnen, dass jede Unserer Botschaften etwas Unerlässliches vermittelt. Sei es ein Wort oder ein Buchstabe des Alphabets; doch wird es vermittelt, so bedeutet das, dass es notwendig ist. Die Menschen selbst sprechen einen Befehl oft mit einem einzigen Wort aus, oft aber verbinden sie ihn mit etwas Dauerhaftem. Auf diese Weise ist es auch vom Wachturm aus nur möglich, einen Buchstaben zu übermitteln. Die volle Bedeutung gibt es nur in Unseren Telegrammen.
32. Der Wirbelwind entsteht nicht erst, wenn er bereits tobt. Wir nehmen den Blitz wahr, wenn seine Spannung entsteht. Auf diese Weise fühlen Wir die Entstehung der Wirbelwinde.
Mögen sie an jenen, die sie nicht wahrnehmen sollen, unbemerkt vorbeiziehen. Möge der Lauf des Schicksals auch wie ein unterirdischer Strom sein, jedoch nicht alle nahe liegenden Fälle ziehen ohne Folgen vorbei. Möge das Vorherbestimmte sich gestalten.
33. Man muss verstehen, geistige Menschen zu ermutigen. Gewiss, sie vollbringen heroische Taten nicht aufgrund von Ermutigung, aber sie bedürfen dennoch der Gewähr über ihre geistige Richtung. Jeder Regent muss nicht allein die Kraft des Tadels kennen, er muss auch das Wohl der Ermutigung verstehen. Letzteres ist schwieriger, aber welcher Segnung geht davon aus, wenn der Regent weiß, was jeder für das Erblühen seines Lotos benötigt. Es mag viele Einsiedler geben, aber ihre segensreiche Anspannung wird das Höchstmaß an Energie nicht erreichen, wenn die umgebenden Kräfte feinselig sind. Deshalb muss das Herz im Streben gestärkt werden, um das Allerbeste zu erkennen.
34. Eine Mutter sprach mit ihrem Sohn zuweilen über die Bedeutung der Höchsten Seligkeit und der ewigen Verbindung mit den Höheren Kräften. Eines Tages beobachtete der Junge sehr aufmerksam auf dem Fensterbrett einen kleinen Vogel und flüsterte seiner Mutter zu: "Er wacht darüber, dass ich nichts Böses sage." So kann der Gedanke über die erhabene Verbindung aufkommen.
35. Für einen Gelehrten besteht kein Grund zu meinen, dass die von den Fingerspitzen ausstrahlende Substanz bloß giftig wäre. Es kommt ganz auf den Geisteszustand an. Das Imperil eines nervösen Beobachters liefert allerdings giftige Ablagerungen, wenn er dem Geisteszustand seines Organismus keine Beachtung schenk. Die Fähigkeit, die unterschiedlichen Nervenzustände
zu erkennen, wird den Wissenschaftlern eine unvergleichliche Möglichkeit bieten. Denn sogar die Lichtausstrahlung der Fingerspitzen variiert. Und jede Lichtausstrahlung beruht auf Chemismus.
36. Nach einem neuen Kataklysmus wird die Menschheit den Pfad der Zusammenarbeit betreten. Doch man sich vorstellen, was zwei feindliche Nachbarn durchstehen müssen, bevor sie darangehen, an gegenseitigen Nutzen zu denken. Die Bedrückung des einen bereitet dem anderen nur Freude. Das heißt, dass beide leiden müssen. Die List der finsteren Kräfte wird den besonders Schlauen helfen sich zu schützen. Die Offenbarung der Gerechtigkeit ist sehr schwierig, wenn die Motive nicht in Betracht gezogen werden.
37. Die nächtliche Erscheinung hatte zweierlei Bedeutung. Erstens zeigte sie, inwieweit Gedanken in der Feinstofflichen Welt in Erfüllung gehen, wenn sich das Bewusstsein erweitert. So rief der Gedanke an eine Zunahme der Größe augenblicklich das Wachstum des feinstofflichen Körpers hervor. Aber dem physischen Körper ist das wenig zuträglich, weshalb es erforderlich war einzuwirken, um den feinstofflichen Körper anzupassen. Solche Einwirkung kommt selten vor, und ebenso selten ist solch eine Erscheinung des feinstofflichen Körpers, weshalb darüber berichtet werden sollte. Es veranschaulicht, wie Gedanken in der Feinstofflichen Welt verwirklicht werden. Im irdischen Zustand ist die Gedankenschaffenskraft der Feinstofflichen Welt schwierig zu erkennen, aber bei einem bestimmten Entwicklungsgrad ist die Wahrnehmung und sogar die Übermittlung des feinstofflichen Bewusstseins ins physische Gehirn möglich. Bei solch einem Vorgang müssen bestimmte Zentren berührt werden, gleichsam als würde solch eine Massage die zwei Körper wieder gleichschalten.
Man kann gelegentlich viele bedeutsame Erscheinungen beobachten. Natürlicherweise ergibt sich bei der Rückkehr des feinstofflichen
Körpers ein gewisses Ausatmen. Ihrem Grad entsprechend lässt sich auf die Eile der Rückkehr des feinstofflichen Körpers schließen. Ein starkes Ausatmen weist darauf hin, dass es ein eiliger Flug war, aber solche Eile bringt meist Erschöpfung mit sich.
Ihr habt auch die Auswirkungen der Verbesserungen der Ströme richtig bemerkt; doch sogar solche Beobachtungen sind nur einem feinen Bewusstsein zugänglich. Dafür, dass man den höheren Strom nicht bemerkt, kann man keine Erklärung abgeben, doch das entwickelte Bewusstsein wird in so einem Fall Dankbarkeit in den Raum senden. Wahrhaftig, jeder Ausdruck des Dankes hat eine große Wirkung! Die Menschen müssen dieses Gesetz als lebendige Verbindung mit den Höheren Welten annehmen.
38. Jede Botschaft muss nicht nur wohltätig, sondern auch anziehend sein. Man kann beobachten, dass viele junge Leute nicht in die Fußtapfen ihrer Väter und Mütter treten. Neben karmischen Gründen kann man bemerken, dass die Tätigkeiten der Erwachsenen nicht anziehend wirken. Das gleiche lässt sich in Bezug auf Religionsformen beobachten. Religion, als die Verbindung mit der Höheren Welt, muss sich vor allem anziehend gestalten. Furcht wirkt nicht anziehend. Gewalt stößt ab, doch das wahre Verstehen der Höheren Welt muss Anziehungskraft bekunden. Man kann sich in allem über das Höchste freuen. Sogar der Schwachsinnige wird sich vom Höchsten nicht abwenden. Um das Höchste zu trüben, muss eine Reihe abstoßender Taten begangen werden. Wer diese Abscheulichen auch sein mögen, sie sind auf jeden Fall Gotteslästerer. Sobald sie das Herrliche besudeln, sind sie Diener der Finsternis.
Die Antwort liegt weder in Dogmen noch in Symbolen - man kann die herrlichsten Zeichen entehren. Wie soll man dann jene nennen, welche die Kleinen von der Wohnstätte Gottes hinweglocken? Verführer und Kerkermeister sind beide, die das Gebet zum Höchsten missachten. Wurde jemals gesagt, dass man mit seinen Eltern nur mit deren eigenen Worten sprechen soll? So ist es auch im Gebet zum Höchsten - wer kann sein Herz zwingen, es mit fremden Worten zu lobpreisen? Wer Gebete, Hymnen und Lieder verfasst, singt mit dem eigenen Herzen. Man kann den Geist nicht daran hindern, mit eigenen Schwingen aufzusteigen. Wohin und wie werden jene ohne Flügel fliegen? Und wird jener, der auch nur die kleinste Feder abbricht, nicht dafür die Verantwortung tragen? Wenn es eines Gesanges bedarf, so ist es der Gesang des Herzens, und in diesem Gesang wird das ganze Schaffen erklingen. Jeder Gegenstand wird in den Lobgesang zum Höchsten einstimmen. Wer seinem Nächsten hilft, einen noch anziehenderen Lobgesang anzustimmen, wird ein Schöpfer des Guten sein. Kein Dogma kann verbieten, mit dem Höchsten Aussprache zu halten. Je schöner diese geführt wird, desto näher wird Er uns sein. Doch wenn man der Hilfe bedarf, genügt der Ruf - "Hilf"! Aber selbst dieses einfache Wort braucht Anziehungskraft.
Fanatikern, von denen ihr schon viel gehört habt, fehlt gerade diese Anziehungskraft. Wie viel Finsternis und Abstoßendes haben sie schon gesät! Gibt es eine Sprache, in der man nicht beten kann? Das Gebet des Geistes findet Ausdruck in allen Sprachen, gleicherweise kann das Herz in der eigenen Sprache singen, wenn nur die Anziehungskraft erklingt.
39. Gewiss, ihr hört die Menschen
über die Nutzlosigkeit des Gebetes klagen. Sie sagen: "Wozu Einsiedler und Klöster, wenn die Welt im Unglück versinkt?" Jedoch niemand will daran denken, wohin die Welt ohne Gebet käme! Deshalb sollten alle Lästerungen über die Taten des Geistes eingestellt werden. Woher käme sonst das Gefühl der Verbundenheit mit dem Höchsten, wenn nicht vom Gebet? Mögen jene, die verurteilen, sich doch erinnern, ob ihre Herzen beim Ausdruck des Entzückens nicht erbebten? Der Ausdruck des Geistes führte an die Möglichkeit der Errungenschaft heran. Wahrhaftig, die Brücke zur Höchsten Welt sollte man hüten.
40. Außer der Energieentleerung gehören auch die Anzeichen des Entrückseins sowie Schwindelgefühle zu den Einwirkungen des Feuers. Ebenso sind neuralgische Epidemien und scheinbarer Rheumatismus nichts anders als Tätigkeiten der feurigen Zentren unter dem Druck des räumlichen Feuers. Die Menschen werden nicht so bald gewillt sein, diese Epidemien vom Standpunkt des Feuers aus zu erforschen. Im Allgemeinen lieben sie die Zergliederung, die Synthese hingegen fällt ihnen schwer. Jedoch es ist an der Zeit, die Aufmerksamkeit jenen Krankheiten zuzuwenden, die der Suggestion unterliegen. Man muss sich im Geiste jene Ursachen klar vor Augen führen, die körperliche Schmerzen bewirken, doch unter dem Einfluss der Suggestion schwindet. Warum sind physische Empfindungen psychischem Einfluss unterworfen? Wir werde feststellen, dass ein Naturelement der entscheidende Faktor ist, nämlich das Feuer, das sowohl den psychischen als auch den physischen Bereich durchdringt. Sogar die Meningitis2 reagiert auf Suggestion. Diese scheinbar unheilbare Krankheit weicht vor der Macht des Feuers. Suggestion ist vor allem eine feurige Konzentration. Ein Mensch, der solch eine feurige
Reaktion auslöst, ruft damit eine Spannung der kranken Organe hervor. Deshalb sollte die Macht der hypnotischen Suggestion stark entwickelt werden, doch sie muss unter staatlicher Kontrolle stehen - einer ähnlichen Kontrolle wie bei den ägyptischen Priestern, denen es gestatten war, Suggestion auszuführen. Doch bei den Tempelzusammenkünften mussten sie über ihre Tätigkeit in vollem Umfang Rechenschaft geben.
41. Manche Kinder haben die Gewohnheit, in Mußestunden Sachen zu zerschlagen. Manchmal ist es vielleicht ein gewöhnlicher Teller, ein anderes Mal, aus der gleichen Regung heraus, eine kostbare Schale. Man muss daher seine Gedanken dem Wichtigsten zuwenden und alles Kleinliche beiseite lassen. Die Absicht, Schaden zuzufügen, wenngleich einen geringen, ist schon verbrecherisch. Gegenwärtig, wo uns entscheidende Ereignisse bevorstehen, ist nicht die Zeit, uns mit unbedeutenden Dingen abzugeben. Man muss daran denken, dass die entscheidendste Zeit anbricht.
42. Es ist durchaus nicht leicht, sich der Zukunft zuzuwenden. Es klingt einfach, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und in die Zukunft zu schauen. Es ist beides, einfach und schön; doch wie werden wir die Freudenfeuer der Vergangenheit entzünden, und wo werden wir die die Zukunft erleuchtenden Feuer finden? Die Heldentat des Geistes wird eingeben, diese Grenzen und Maßstäbe zu finden. Wie aber kann die Heldentat in die Werktagszwänge eingeführt werden? Glücklicherweise ist jedes Herz ein für Heldentat offenes Behältnis. Zu allen Zeiten unterteilte sich die Bevölkerung in Siedler und Nomaden. Die Nomaden zogen, angetrieben von der Kraft des Suchens nach Errungenschaft, weiter; für sie gab es kein ständiger Platz. Aber die Zukunft ließ sie die Kraft nach Errungenschaft aufbringen. Dieses Herzenstreben ist in jedem menschlichen Leben eingelagert. Inmitten
der sich aus heroischer Errungenschaft ergebenden Eile muss die in die Zukunft führende Rastlosigkeit gefunden werden. Nur so kann man den Fesseln der Vergangenheit entkommen. Ich sagte euch bereits, dass man in der Feinstofflichen Welt Rückerinnerungen meiden soll. Sie gleichen Fesseln! Hingegen muss man sich schon hier das Streben in die Zukunft aneignen. Das besagt nicht, dass man die Vergangenheit nicht kennen sollte; gerade Wissen ist gesegnet, aber man darf nicht im Staub der Vorväter stecken bleiben. Schreiten wir zu den neuen Welten voran, ohne das Gedächtnis zu verlieren und uns zu beschränken. Die Freiheit des Bewusstseins lässt Helden erstehen. Zucht des Geistes stärkt den Weisen, und bloß der Unwissende versteht die Zukunft als neue Liegestatt. Am besten ist es, sich Bewegung und Flüge vorzustellen.
43. Wir können uns über den Übergang in die Höhere Welt freuen, und auch der Übergang der Gegenstände schöpferischer Kunst stellt solch eine Stufe dar. Auf diese Weise wird sogar solch eine Zerstörung in Nutzen verwandelt. Es gibt das Martyrium des Menschen und der Tiere und Pflanzen, und auch das Martyrium von Gegenständen. Der kürzeste Pfad des Martyriums ist überall sichtbar. Man kann diese Parallelen in allen Naturreichen beobachten. Der Pfad des Martyriums ist sowohl körperlich als auch geistig der kürzeste Pfad. Martyrium wird die "Feurige Brücke" genannt. Aber im Kampf müssen alle Möglichkeiten genutzt werden. Auf diese Weise nehmt ihr sowohl kleine als auch große Umstände wahr.
44. Ich lenke euch auch aus physischen Gründen in die Zukunft. Man darf nicht vergessen, dass in der Feinstofflichen Welt sowohl Hitze als auch Kälte empfunden werden können; doch beide Empfindungen sind normalerweise nicht notwendig, sie stammen aus den nicht ausgelebten mitgebrachten irdischen Teilchen.
Das Streben in die Zukunft ist die beste Befreiung von der irdischen Hülle. Auf diese Weise kann man von neuem überzeugt werden, dass der Gedanke rein physische Folgen mit sich bringt. In der Feinstofflichen Welt ist es natürlich unumgänglich, sich von den irdischen Gefühlen zu befreien. Empfindet man sie noch, so heißt das, dass irdische Teilchen den Aufstieg behindern. In der harmonischen Feinstofflichen Welt gibt es keine irdischen Gefühle. Einfach gesprochen, ihre Bewohner verschwenden ihre Energie nicht für die Empfindungen, die auch im irdischen Zustand so starkes Belasten verursachen. Man kann das Bewusstsein für die Befreiung von allerart unnötigen Überbleibseln vorbereiten. Denn auch auf Erden sagen die Menschen bei bestimmten Erinnerungen: "Hitze überkommt mich", oder "Kalte durchdringt mein Herz"! Wenn ein Gedanke auf Erden eine physische Sinnesempfindung auszulösen vermag, so erfolgt das in der Feinstofflichen Welt wahrhaftig in weit stärkerem Maße. Nur die Zukunft kann von der Last der Empfindungen befreien. Und es ist nicht sehr schwierig, sich das Denken an die Zukunft anzueignen, wenn das Streben zum Höchsten schon erwacht ist. Auf diese Weise nützt bei allen Taten das Verstehen der Zukunft. Die vielen Rückblicke, das Bedauern, Kränken sowie andere unnötige Dinge der Vergangenheit weisen den sich schon gebildeten Magnetismus der Zukunft bloß zurück. Der Magnetismus der Zukunft ist eine gewaltige Bewegungskraft und muss als absolute Wirklichkeit verstanden werden.
45. Der Aquarius-Zyklus3 wirkt tatsächlich schon, und zwar zugleich mit dem Ausklingen des Fischezeitalters. Der Beginn und das Ende der Zyklen verlaufen meist sehr allmählich, und auf diese Weise wird der sich harmonisch gestaltende Evolutionsprozess bestätigt.
Gäbe es zwischen diesen wesenseigenen besonderen Faktoren scharfe Grenzen, würden Zerstörung und Kataklysmen aufkommen. Und so hat der Aquarius schon eine beträchtliche Bewusstseinsverschiebung mit sich gebracht, doch eine Steigerung würde für den nötigen Aufbau einen vernichtenden Aufruhr auslösen. Sogar ein unvorbereitendes Auge kann den wechselnden Einfluss der Fische und des Aquarius bemerken. Aber die Menschheit, die in ihrem Bewusstsein davon absolut keine Kenntnis genommen hat, darf sich nicht auflehnen.
46. Die irdische Welt erweist sich ihrem Wesen nach als Gegensatz zur Feinstofflichen Welt, weil jeder chaotische Zustand den feinstofflichen Aufbau bedroht. Der gleiche Unterschied besteht zwischen der Feinstofflichen und der Feurigen Welt, da die Ablagerungen der ersteren nicht dem Wesen des Feuers entsprechen. Daher stößt jeder feurige Gedanke sowohl in der feinstofflichen als auch in der irdischen Welt auf Widerstand. Doch diesen Zustand kann man nur durch feurige Anspannung überwinden; denn das Feuer des Geistes verzehrt das Chaos und bewirkt seine Umwandlung. Wo sich der Verstand mit dem Chaos auseinanderzusetzen sucht, wird kein Feuer hingelenkt. Das Feuer des Herzens durchdringt das Chaos und verwandelt es in eine nutzvolle Substanz. Das Laboratorium des Herzens ist machtvoll, und selbst der Gedanke muss durch Feuer geläutert werden.
47. Auf die Anwendung der psychischen Energie wurde in verschiedenen Schulen unterschiedlich hingewiesen. Die einen schlugen vor, die Energie dauernd anzuspannen, während andere es vorzogen, diesen Strom zu unterbrechen, indem sie die Energie zur Untätigkeit zwangen. Ist
das Bewusstsein entwickelt, unterscheiden sich die zwei Methoden ihrem Wesen nach nicht voneinander. Bei einem gehobenen Bewusstseinszustand erhält die Energie dauernd Impulse, und wenn sie untätig zu sein scheint, ist sie bloß in die Tiefen des Bewusstseins untergetaucht. Solche scheinbaren Gegensätze werden bei der "Tätigkeit des Verstandes"4 offenbar. Die einen halten das Aussprechen bestimmter Worte für wesentlich, die anderen übertragen diese Gedankentätigkeit in den Rhythmus des Herzens. Beide Arten sind gleichermaßen nützlich, wenn der Geist schon erhaben ist. Bei der Erhebung des Geistes muss man auch auf die gleichmäßige Herzenswärme achten. Man muss Erschütterungen vermeiden, da sie unnötig und schädlich sind. Man kann die Gewissheit erlangen, dass das Herz im ständigen Dienst der Hierarchie steht. Das bringt das Herz nicht von der Verantwortung für die Alltagsfragen ab. Solch verwobene Gegensätze verändern den Rhythmus des Herzen nicht. Ich lenke die Aufmerksamkeit auch auf die Verhältnisse des Alltags, weil sich der Führer mit jedem Lebensspender befassen muss.
48. Manche könnten fragen, warum Ich von einem Führer und nicht von einem Herrscher spreche? Der Unterschied zwischen beiden ist gewaltig. Der Begriff Herrscher setzt das Vorhandensein sowie das Herrschen über bereits Bestehendes voraus; doch der Führer offenbart die Zukunft, in des Wortes genauer Bedeutung. Er hat nicht etwas bereits Aufgebautes in Empfang genommen; er führt, und jede seiner Taten drängt voran. Der Herrscher kennt das bereits Aufgebaute und Vollbrachte; doch der Führer sieht sich nicht dem was bereits bestätigt ist, gegenüber und muss das Volk zum Berg der Vervollkommnung führen. Wenn die Last des Herrschers groß ist, dann ist die Verantwortung des Führers noch größer; und deshalb errichten die Höchsten Mächte ihren Altar dort,
wo es Zeichen solcher Führerschaft gibt. Gerade der Führer muss zwischen Scheinheiligkeit und Aufrichtigkeit unterscheiden. Die Tugend des Herzens unterscheidet sich sehr von erzwungener Unterwürfigkeit. Der Führer besitzt die Kraft, diese Eigenschaft zu erkennen.
Viele haben darüber gelesen, wie David die Höchsten Mächte befragte. Er nahm Zuflucht zu dieser Quelle, um unnötige Irrtümer zu vermeiden. Es gibt viele solcher Beispiele in der Geschichte verschiedener Volker. Jeder kennt sie. Man braucht sich nicht in die alten Zeiten zu versetzen, diese Zeichen der Verbindung und des Großen Dienstes sind in jüngsten Ereignissen sichtbar. Aber wir wissen auch, dass es für die Hohe Verbindung eines reinen Herzens bedarf. An dieser Verbindung kann nichts Unreines teilnehmen, deshalb muss das Zeichen der Reinheit des Herzens das Symbol des Führers sein. Nicht nur in Taten, sondern auch in Gedanken bringt der Führer das Wohl des Volkes. Er weiß, dass er damit betraut wurde, einen vollen Kelch zu überbringen. Er weicht nicht durch nutzlose Irrwege von seinem Pfade ab, Er wird den anvertrauten Kelch nicht verschütten. Auf diese Weise ist der Begriff Führer ein Zeichen der Zukunft.
49. Das Lesen wertvoller Schriften ist von strahlenden Funken begleitet. Das Herz kann in der Freude des Geistes nicht schweigen. Diese Zeichen unterscheiden sich je nach Erfordernis.
50. Denkt daran, wie sehr die Menschen des Begriffs Führer bedürfen. Sie wünschen sich jemanden, der vor dem Höchsten für sie Bürge ist. Sie begreifen, dass man den Pfad nicht ohne Vermittlung finden kann, doch sie wissen, dass der Führer erscheint. Wenn ihn keine irdischen Erscheinungen zurückhalten, kann der Führer
nichts hindern. Das reine Streben des Führers kann vor der bestimmten Frist nicht zurückgehalten werden.
51. Es ist schon bekannt, dass ein Zittern des Schreckens eine Zusammenziehung der Hautnerven im Genick bewirkt. Doch die Menschen vergessen, dass die Nervensubstanz der Wirbelsäule zur Wiederherstellung des verwirrten Bewusstseins eine Art Pfeil aussendet. Man könnte glauben, dass das Zittern im Hinterkopf ein Ausdruck des Schreckens sei, indes ist es bloß ein schützender Pfeil.
52. Es gibt viele Krämpfe im Innern des Planeten. Der vulkanische Gürtel verschiebt sich beträchtlich. Wie Sonnenflecken irdisches Geschehen beeinflussen, so bewirken giftige Gase eine nicht geringe irdische Erschütterung. Die Menschen beachten die Wirkung von Erdbeben auf das menschliche Bewusstsein zu wenigen. In der Nähe von Erdbebenzentren erbebt nicht nur das Bewusstsein, sondern durch dieses Geschehen erfolgt auch eine starke Vergiftung des Raumes. Nur Unwissende können sagen - "Was habe ich mit den Gasen in Chile, oder in Sibirien zu tun?" Unwissende wollen nicht in weltweitem Maßstab denken, doch jeder, der bereits an die Feurige Welt denkt, versteht die Bedeutung unterirdischer Gase und jenseitiger Strahlen.
53. Ein unverletzlicher Panzer kann sowohl aus Metall als auch aus Seide bestehen, doch der beste Panzer ist der feurige. Kann der Führer auf dem bestimmten Weg ohne feurigen Panzer voranschreiten? Wie könnten dann alle Pfeile der Bosheit und die Schwerter des Hasses abgewehrt werden? Viele Führer fühlten sogar in ihrem irdischen Bewusstsein, dass sie der feurige Panzer beschützte. Ganze Bücher könnten über den Magnetismus des vorgesehenen Führers geschrieben werden. Man kann beobachten, dass
weder die äußere Erscheinung noch die Stimme, noch Reichtum die Menschen überzeugen, sondern etwas anderes. Schon öfter sprach Ich über das Feuer des Herzens. Gerade dieser Panzer ist ein Magnet, der anzieht und beschützt. Wie es heißt: "Ich will alle Pfeile in meinem Schild auffangen." Aber dieser Schild muss geschmiedet werden. Dieser Schild kann nur von Oben offenbar werden. Doch wie viele Gedanken und Gespräche müssen vorausgeschickt werden, damit die Verbindung hergestellt und der feurige Panzer geschmiedet wird! Man sollte weder einen Tag noch eine Stunde verlieren, um die Verbindung ins Leben zu rufen und währen zu lassen. Fälschlich denken die Menschen, die Wissenschaft schließe die Höhere Welt aus; sie kann irdische Bezeichnungen ändern, doch das Wesen der Grundlage bleibt die Dreieinigkeit. Umso mehr weiß der Führer, worin das Wesentliche besteht. Vielleicht wird er dieses Unaussprechliche Wort nicht verheißen, aber er wird es in seinem Herzen fühlen. Dieses Wort wird dem Führer helfen, die universelle Weltvorstellung nie zu verlieren, nur diese wird ihm willfährig den wunderbaren Panzer verleihen.
54. Flammarion5 wendet seine Gedanken dafür auf, den feinstofflichen Körper eines Planeten zu schaffen. Und ein Planetenkörper wird tatsächlich durch Gedanken geschaffen, aber die Entstehung des Planeten erfolgt nicht von der Feinstofflichen, sondern von der Feurigen Welt aus. Ist das Feurige Samenkorn gebildet, dann kann auch der Gedanke der Feinstofflichen Welt von Nutzen sein. Viele feurige Samenkörner wirbeln durch den Raum. Viele Himmelskörper sind in feinstofflicher Form schon vorhanden. Wahrhaftig, der Raum ist nicht nur angefüllt, sondern sogar überladen. Auf diese Weise ist die Vernichtung von Welten, die jede Sekunde vor sich geht, in Wirklichkeit bloß die Entstehung bereits gebildeter neuer Körper. Aber es ist wesentlich, zu begreifen, dass
dieses Keimen eines feurigen Gedankens bedarf. Seid zur Feurigen Welt bestrebt, um am höheren Schaffen teilzuhaben. Es ist ein Irrtum zu glauben, sie wäre unzugänglich. Genau genommen sollte jedes entwickelte Bewusstsein zur Schaffensfreude bestrebt sein. Dieses Streben ist an sich schon der Beginn der Mitarbeit. Wenngleich der Gedanke Flammarions kein vollendetes Ergebnis zeitigen kann, so ist dieser Gedanke dennoch unermesslich, edel und verdient es, dass er uns erfreut. Flammarion war stets bestrebt, seine Kenntnisse zu erweitern. Auf diese Weise erlangten selbst seine Fehler einen nützlichen Aspekt; außerdem ließ er seinen Geist nicht vertrocknen und konnte noch als junger Geist die Erde verlassen. Während einige in der Feinstofflichen Welt an Mord denken, träumt der Wissenschaftler von einer herrlichen Schöpfung.
55. Ein gegenteiliges Beispiel ist, wenn der Geist infolge Unverständnis der Lehre vertrocknete, dann kann man sagen: "Genug des Jammerns und Kränkens; ihr hattet genügend Zeit, euer Bewusstsein zu erweitern; ihr hättet die himmlischen Welten beobachten und die Quelle der Lehren begreifen können; statt dessen habt ihr lieber irdische Kränkungen mir euch herumgetragen. Was bedeutet euch die Lehre und die Weisheit der Zeitalter, wenn eure Gedanken, anstatt sich auszuweiten, in Beleidigtsein einschrumpfen? Niemand hat euch gekränkt, ihr selbst kränktet euch." Auf diese Weise häufen sich in der Feinstofflichen Welt kleinliche Gedanken. Man es nur bedauern, dass so viel Energie für Streit und gegenseitige Herabsetzung verschwendet wird. Aber sollte man fragen, inwieweit diese Gedanken der Feinstofflichen Welt chemisch schaden, kann man nur sagen, dass kleinliche, lieblose Gedanken giftige Gase erzeugen. Man darf nicht
an sich denken, denn wie sehr können die Menschen einander sogar in der Feinstofflichen Welt schaden. Aber liebevolle Gedanken und Streben nach Schönem helfen rasch voranzukommen.
56. Der Gedankenwille ist die einzige Grundlage alles Bestehenden, deshalb muss die Gedankenenergie sehr sorgfältig erforscht werden.
57. Ihr werdet Menschen begegnen, die sagen werden - hinweg mit Führern, hinweg mit Lehrern, hinweg mit Leitern! Seid gewiss, dass sie Parasiten sind, die sich von Aufruhr und Zerfall nähren. Falschheit und Unterdrückung sind dem Wesen der Parasiten eigen. Sie horten insgeheim Reichtümer und sind nicht abgeneigt, Luxus zu ernten. Danach sollte man alle erkennen: Jene, die von Natur aus Erbauer sind, und jene, die Zerstörer sind. So ist es recht, mit jenen u weilen, die die Freude der Arbeit kennen. Sie kennen auch die Führenden Mächte und verehren den Lehrer, denn ohne Natur ist auf Mitarbeit ausgerichtet.
58. Es geschehen wirklich Wunder, und es lohnt, ein Leben im Erkennen der Wunder zu führen. Viele bereite Verbindungen scheitern an stumpfen Verneinungen und schmachvoller Blindheit des Bewusstseins.
59. An Haupt- und Mittelschulen muss es für beide Geschlechter die gleiche Erziehung geben. Man kann einem Kind keine Spezialisierung zumuten, wenn es seine eigene Veranlagung noch nicht zu erkennen vermag. Erst an höheren Schulen sollten die Lehrpläne den Fähigkeiten der Studenten gemäß erstellt werden. Auf diese Weise kann man die Ausbildung der Kinder, die ihre eingelagerten Fähigkeiten noch nicht zum Ausdruck bringen können, ausrichten. Es ist wichtig, dass sich der Lehrplan dem Geschlecht nach nicht unterscheidet.
Dies allein wird ein äußerst schädliches Verhalten dem Geschlecht gegenüber beseitigen.
60. Aufgabe einer wahren Schule ist es, das Bewusstsein in die Zukunft zu lenken. Es scheinen nur wenige zu verstehen, dass das Ausrichten des Bewusstseins in die Zukunft der Bildung eines leitenden Magneten gleichkommt. Das erfolgt, wenn das Bewusstsein völlig in die Zukunft bestrebt ist. Man könnte meinen, dass viele zuweilen an die Zukunft denken, doch sie tauchen nachher wieder in die Vergangenheit unter. Man sollte nicht nur einzelne Gedanken auf die Zukunft richten, sondern das Bewusstseinswesen sollte auf den Schlüssel der Zukunft abgestimmt werden. Solch eine Umwandlung kann man nicht erzwingen; man kann sie nur erreichen, wenn man die Zukunft immer stärker lieb gewinnt. Aber nur wenige lieben die Zukunft. Das Land der Arbeitsfreude, der Vervollkommnung der Arbeitsqualität kann in die Zukunft verlegt werden. Pflicht des Führers ist es, das Volk in die Zukunft zu lenken.
61. In den Schulen muss die Denkkunst entwickelt werden. Jede Kunst bedarf der Übung. Ebenso muss Denken durch die Praxis gestärkt werden. Aber solches Vertiefen sollte weder mühsam noch langweilig sein, weshalb der Lehrer solch eines Lehrfaches wahrhaftig erleuchtet sein muss. In der Geschichte der Menschheit kann festgestellt werden, dass durch die Denkunfähigkeit das schrecklichste Elend aufkam. So gibt es viele Beispiele dafür, dass verkrampftes Denken und ungezügelte Gefühle ganze Völker in den Abgrund führten. Andererseits haben Denkträgheit und Geistschwäche angehäufte Möglichkeiten zunichte gemacht. Der Führer
muss selbst ein Beispiel ständiger Erweiterung des Denkens geben, um der Vorausschau nähe zu kommen. Natürlich resultiert Vorausschau aus der Verbindung mit der Hierarchie. Doch die Verbindung selbst erfordert wachsames Denken und klares Streben. Die Denkkunst sollte nicht als okkulte Konzentration verstanden werden. In der Denkkunst und in der Bewusstseinserweiterung liegt nichts Geheimnisvolles. Allein die erhabene Eigenschaft des Bewusstseins wird den Pfad des Denkers bestätigen. Und niemand wird sagen, dass der Denker von besonderer Art sei. Jedes Kind kann dem Denken zugewandt werden. Daher muss die Denkkunst als die Gesundheit des Volkes angesehen werden.
62. Die evolutionären Weltvorgänge müssen in den Schulen sehr anziehend dargestellt werden. Ein Vaterland ist das Ergebnis eines Weltprozesses und muss einen genau bestimmten Platz und Bedeutung einnehmen. Jedermann muss den wahren Wert seines Landes kennen, aber es darf kein in der Einöde wachsender Baum sein. Es muss mit vielen Nationen zusammenarbeiten. Auch der Glaube an die Höhere Gerechtigkeit ergibt sich aus der Kenntnis der Wirklichkeit. Mögen die Vorgänge in der Welt lebendige Interpreten finden. Man muss darum besorgt sein, dass diese großen Völkerpfade nicht aus Unwissenheit entstellt werden.
63. Jede Vereinigung kann sich nur auf gemeinschaftlicher Basis bilden. Elemente der Eroberung, der Unterdrückung oder Herabsetzung auch nur zuzulassen heißt, dass sich diese abscheulichen Schattenbilder früher oder später in zerstörende Ungeheuer verwandeln werden.
Deshalb kann in den Aufbau des Bollwerks kein Gewaltakt eingeführt werden. In der Zusammenarbeit kann die Macht der Freude gefunden werden; doch solch eine Zusammenarbeit bedarf der Denkkunst. Wer wird die Kräfte für produktive Arbeit spenden? Allein der, der fähig ist, den Nutzen der Zusammenarbeit zu erkennen Er muss sich diese gemeinsame Arbeit vorstellen können; doch wie ihr wisst, muss Vorstellungsvermögen gepflegt werden. Aufgabe jeder Schule ist es, gutfundiertes Vorstellungsvermögen zu erschließen.
64. Die Meinung, die Lymphe der Medien wäre eine mechanische Verbindung zur Astralwelt, stimmt. Aber auf Mechanik beschränkt, ist Medialität nie vor äußerem Einfluss geschützt. Ebenfalls richtig ist, dass die Kräfte der Finsternis ihre ganze Findigkeit aufbieten, um in irdischen Sphären zu verbleiben.
65. Sogar des Tags kann man ein Gefühl des Entrücktseins empfinden. Dieser Zustand sollte sehr aufmerksam beachtet werden. Er weist darauf hin, dass der feinstoffliche Körper für ferne Arbeit zum Teil ausgetreten ist. Es tritt Schwindelgefühl auf und Spannung im Zentrum der Glocke. Das ist darauf zurückzuführen, weil der feinstoffliche Körper nur zum Teil anwesend und dem besonderen Druck des feurigen Geisteskorns ausgesetzt ist. In diesem Zustand sollte man sich nicht anstrengen. Es ist nützlich, sich eine Zeitlang mit geschlossenen Augen ganz ruhig zu verhalten. Man kann dem tätigen feinstofflichen Körper auch gedanklich Ströme zusenden. Darüber hinaus sollte man sich weder mit Geographie noch mit der Ferne belasten, sondern sollte sich ganz gelassen dem feinstofflichen Körper widmen.
Wenn es viele dichte Ströme gibt, darf man sich nicht übermüden. Nicht allein schwere Ströme ermüden, sondern auch eine verstärkte Erfolgssendung kann belastend sein. Schläge auf die Aura können ganz verschiedene Ursachen haben. Nicht umsonst bestand bei den alten Priestern die Gewohnheit, das Herz mit der linken Hand zu bedecken - als Blitzableiter, weil die Finger die Schläge stark abwehren.
66. Man darf nicht meinen, die Klänge der fernen Welten wären etwas kaum Vorstellbares. Vor allem werden sie ertönen, weil der Strom Schwingung erzeugt. Man sollte sich an solche Klänge gewöhnen. Man kann begreifen, dass die so genannte Sphärenmusik ziemlich oft den Klängen der fernen Welten nahe kommt. Die Sphärenmusik ist jedenfalls schon eine Verbindung zwischen den Welten, denn diese Schwingung erreicht unverändert die entferntesten Planeten.
67. Man muss dem Ursprung verschiedener Epidemien Beachtung schenken. Das Auftreten dieser oder jener Epidemie widerspiegelt sich allgemein in bewussten Kräften. Die Vergiftung dringt tiefer ein als man denkt und regeneriert und schafft neue Mikroben. Sowohl physische als auch psychische Epidemien sind sehr schädlich. Viele Degenerationen ganzer Familien gehen von solch regenerierten Mikroben aus.
68. Überesst euch nicht, mit anderen Worten, seid vorsichtig mit Nahrungsmitteln. Krankheiten können sich besonders entwickeln, wenn es schwierige Ströme gibt. Man möge auch die Krankheiten der Pflanzen und Tiere beobachten und festhalten, wie schwierig sich ihre Heilung gestalten kann. Deshalb sollten nicht nur menschliche Krankheiten, sondern die Krankheiten der ganzen Welt die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler erregen.
69. Gewisse Insekten und Reptilien ziehen es vor, zugrunde zu gehen, lediglich um beißen und sich ihres Giftes entledigen zu können. Ähnlich sind die Diener der Finsternis bereit, die unangenehmsten Folgen auf sich zu nehmen, wenn sie nur gütiges Unheil stiften können. Man muss entschieden an diese Urheber des Übels denken, die sich für eine böse Tat oft sogar selbst nicht schonen. Viele Beispiele können aufgezeigt werden, wo unter dem Einfluss finsterer Kräfte eine geplante Schandtat ausgeführt worden ist, die dem Übeltäter selbst von keinem Nutzen sein konnte. Die Laster der Finsteren müssen ausgeführt werden. So findet man zum Beispiel in der Nähe bestimmter Plätze Leichen von Menschen und Tieren. Die Finsteren wissen, dass zur Anziehung der Kräfte der niederen Sphären Zersetzung notwendig ist, und sie ordnen daher solche Zentren der Verwirrung und des Zerfalls an. Aus diesem Grund habe Ich seit langem den Rat gegeben, im Hause weder faulendes Fleisch noch in Zersetzung übergehende Pflanzen, noch abgestandenes Wasser zu halten. Die Menschen achten selten auf solche Gefahren, die sogar von derzeitigen Ärzten bestätigt werden.
70. Man muss immer auf der Schwelle der Zukunft stehen. Der Mensch ist in jedem Augenblick neu. Man kann sich nicht in der Vergangenheit behaupten, weil sie nicht mehr besteht. Der Mensch kann die Vergangenheit kennen, aber wehe dem, der die Maßstäbe der Vergangenheit anwenden will. Vergangenheit und Zukunft sind unvereinbar. Die Weisheit der Erkenntnis neuer Verbindungen vereinigt die Vergangenheit mit der Zukunft. Es ist nicht leicht, beständig und mutig zu erkennen, dass jeder Augenblick die Welten erneuert; doch aus dieser Quelle wird
unerschöpflicher Mut geboren. Es kann eine Ratsversammlung weiser Menschen einberufen werden, doch wer im Geiste senil ist und sein Gesicht der Vergangenheit zuwendet, der möge fernbleiben. Das Licht der Zukunft ist das Licht der Hierarchie.
71 Bestechlichkeit muss mit allen Mitteln ausgemerzt werden, doch man kann sich nicht auf Strafmaßnahmen verlassen. Sie helfen wenig. In den Ethikstunden der Schulen muss der Gedanke gestärkt werden, dass Bestechlichkeit des Menschen unwürdig ist. Man sollte sehr streng darauf achten, wo solche Symptome von Bestechlichkeit auftreten. Nicht minder schändlich als Bestechlichkeit ist mangelndes Pflichtbewusstsein. Aber diese Übeltat wird so früh in sich aufgenommen, dass man sie schon von klein auf bekämpfen muss. Kinder mögen an die Arbeit der Erwachsenen gewöhnt werden. Die Arbeitsqualität wird das Pflichtbewusstsein wecken. Jedwede Nachlässigkeit, Vergesslichkeit und Ausflucht können nur im eigenen Herzen verurteilt werden.
72. Wahrhaftig, Mut wird durch die unlösbare Verbindung mit der Hierarchie geschaffen. Mut kann zwar im Geisteskorn verankert sein und sich aber nicht als Waffe des Lichts offenbaren. Doch versetzen wir uns im Bewusstsein völlig in den Bereich, wo es weder Furcht noch Bedrückung gibt, dann sind wir gegen jedweden Schmutz gefeit. Man sollte wissen, wo seine Stärke liegt und sollte sich beeilen, sie da ohne Ausflucht anzuwenden. So kann Mut gefestigt werden.
73. Infolge Bewusstseinsbeschränkung begehen die Menschen meist den Fehler anzunehmen, dass ein Gegenstand nur in einer Form bestehen kann. Deshalb können sie sich nicht vorstellen, dass die Menschen in alten Zeiten
mehrere Energien beherrschten, sie aber verschiedentlich nutzten. Die Menschen vergessen auch, dass sie bei einem Wohnungswechsel selbst viele Gegenstände zunichte machen. Auf diese Weise haben auch die weisen Lehrer Maßnahmen getroffen, vorübergehend das geheim zu halten, was vor gegebener Zeit nicht enthüllt werden kann. Könnten neu Endeckungen vor der bestimmten Zeit enthüllt werden? Durch solche willkürlichen Versuche könnten die ganzen Grundfesten erschüttert werden. Hat nicht die Hierarchie an allen Entdeckungen Anteil? Wisst ihr nicht, dass viele Entdeckungen als schädlich vernichtet wurden, weil sie unzeitgemäß waren? Die Führende Hand wacht über die Leitung der Möglichkeit für das Gute.
74. Seit langem weiß man, dass die Menschen persönlich oder in Gedanken miteinander bekannt werden können. Letztere Bestätigung ist auch gegenwärtig von Nutzen.
75. Übermäßig wüten Hitze und Feuer, uns daran erinnernd, dass vor Kriegen und Umwälzungen Feuersbrünste überhand nehmen.
76. Wahrhaftig, Luxus muss der neuen Aufbauordnung weichen, umso mehr als Luxus weder mit Schönheit noch mit Wissen verwandt ist. Doch gewunden sind die Grenzlinien des Luxus. Man kann sie nicht durch Gesetz festlegen. Jedwede Plattheit, als Begleiterscheinung des Luxus, muss völlig ausgemerzt werden.
77. Um in den Schulen das Erkennen der Schönheit anzuregen, sollte das Studium über die Schönheit des Lebens eingeführt werden. In diesem Lehrfach sind Geschichte der Kunst und der Wissenschaft zu unterrichten; es darf aber nicht allein Begriffe der Vergangenheit umfassen,
sondern muss auch Hinweise auf die derzeitigen Errungenschaften beinhalten. Der Lehrer dieses Faches muss wahrhaft erleuchtet sein, um die dem Keim der Unwissenheit innewohnende Blindgläubigkeit zu vermeiden.
78. Die Welt lebt im Mysterium, und das Höchste Mysterium ist unenthüllbar. Ähnlich gibt es in jeder Anspannung ein mysteriöses Element. Die Menschen fühlen in ihrem Herzen die Grenze dieses Mysteriums und wissen sie zu achten. Ein Mysterium darf man nicht ergründen, sondern man muss es achten. Darin liegt die Rechtfertigung der menschlichen Persönlichkeit.
79. Man kann davor warnen, dass jeder bewusste Kontakt mit den Kräften der Feinstofflichen Welt gefährlich sein kann. Sucht ein feinstoffliches Wesen bei einem Erdbewohner Belehrung, so sind die Absichten fraglich, denn in der Feinstofflichen Welt ist es leicht, erhabene Belehrung zu erhalten.
80. Jenen, die den Begriff Führer nicht annehmen können, wollen wir sagen: Jedes eurer Worte setzt das Vorrecht von etwas oder jemandem voraus. Ihr selbst merkt es gar nicht, dass eure sämtlichen Bestätigungen auf irgendeiner von jemandem festgestellten Entdeckung benähen. Es gibt keinen Menschen, der, ohne belehrt worden zu sein, vorangekommen wäre. Man darf in seinem Herzen nicht stolz werden. Das Verstehen der Hierarchie wird die Erscheinung des Führers erkennen helfen, der in Bezug auf die Höheren kein Führer, sondern ein Nachfolger ist. Unter dem Einfluss der Unwissenheit suchen die Menschen manchmal die Seile zu durchtrennen, doch jeder Seemann wird euch sagen, dass die Maste bersten, wenn die Elemente die menschlichen Kräfte überwältigen. Derselbe Seemann weiß, dass ohne Maste und Taue Seereise verhängnisvoll verläuft.
Das heißt, dass die Unausweichlichkeit der Hierarchie im ganzen Weltenall durch Erziehung bestätigt werden sollte.
81. Nahen großartige Ereignisse, sind unerhörte Spannungen unvermeidlich. Das Lenken und Koordinieren von Ereignissen ist infolge der Vergiftung bestimmter atmosphärischer Schichten außerordentlich schwierig. Manche Ereignisse reifen wie Früchte unter den senkenden Strahlen der Sonne, doch andere werden schimmlig wie bei feuchtem Wetter gelagerte Dinge. Denkt daran, dass man die Fristen nicht verschieben kann. Solche Gewalt kann kosmische Kataklysmen verursachen. Jeder muss seiner Fähigkeit gemäß wirken, den Großen Dienst im Auge behaltend.
82. Feurige Funken vom Feuerstein erinnern uns an die Funken der Anspannung. In den kritischen Augenblicken der Schlacht kann es viele funkenspühende Schläge geben. Wenn die Naheständen in die Schlacht hineingezogen werden, bekommen sie solche feurigen Ströme starker zu spüren als andere. Wenn Ich zur Vorsicht mahne, so heißt das, dass es starke Angriffe gibt, oder dass die Schlacht selbst angespannt ist. Die Angriffe wirken in erster Linie auf die entwickelten Zentren. Man kann solche Einwirkungen nicht vermeiden. Die Heiligen litten vor allem unter solchen Anspannungen. Doch das Schwierigste hat auch seine gute Möglichkeit. Gerade die Anspannung der Schlacht oder das Leiden unter Angriffen verfeinert die Zentren mehr als alles andere. Jeder, der im Großen Dienst voranschreitet, begrüßt diese Anspannung als Schwingen des Lichts. Man kann fühlen, dass der obere Teil der Wirbelsäule unter dem Druck ziemlich stöhnt; doch das kommt vom Tragen der irdischen Last - der Last des Atlas. Man möge
den Ärzten raten, den Zentren und dem Herzen mehr Aufmerksamkeil zu schenken.
83. Wer seinen Nächsten zur Feuertaufe aufruft, nimmt schon am Großen Dienst teil. Wer am Tragen des Kreuzes der Wahrheit Anteil nimmt, wird nicht schwach werden. Wer die Nöte der Welt versteht, hat seinen Aufstiegspfad verkürzt. Wer die Bedeutung des Herzens als Wohnstätte des Agni erkennt, ist schon auf dem wahren Pfad.
84. Der mündliche Befehl besteht im Leben nach wie vor, obgleich die Menschheit über Tausende Schriftsprachen verfügt. Dafür gibt es drei Gründe: Erstens, nicht immer kann der Befehl schriftlich übergeben werden; zweitens, die Menschen schenken den Schriftstücken wenig Beachtung, und drittens erfolgt die Offenbarung der Höchsten Bündnisse nie schriftlich - deshalb flüstern die Lippen von Herz zu Herz die Höchsten Gebote. Diese einfachen Überlegungen müssen festgehalten werden; denn wer die Hierarchie nicht kennt, der wird die Heiligkeit des Befehls nicht begreifen. Es bedarf vieler Belehrungen über die Naturgesetze, um die ganze Schönheit des Gesetzes der Anziehung, auf dem die Grundgesetze der Hierarchie beruhen, zu verstehen. Unwissende Menschen verstehen nicht, dass Sklaverei der Finsternis, Freiheit aber dem Licht innewohnt.
85. Wahrhaftig, die Achtung vor dem Geist wird zunehmen. Gottlosigkeit muss ausgerottet werden. Feststeht, dass es besser ist, auch nur Fragmente der Kenntnis der Hierarchie - wenn auch in konventioneller Form - festzuhalten, als in den Abgrund des Chaos gestützt zu werden. Als die Menschen von
der Unerreichbarkeit des Höchsten erfuhren, begannen sie, ganz allgemein alles Unsichtbare abzulehnen. Deshalb wird Gottlosigkeit, die offensichtlich den Aspekt des Satanismus angenommen hat, auf meinen Befehl hin verurteilt. Man kann solche Involution nicht länger dulden.
86. Viele Verbrecher werden sich unter Suggestion der Arbeit zuwenden. So wie Trunksucht und andere Laster, können andere verbrecherische Leiden durch einen Willensbefehl geheilt werden. Man darf auch nicht vergessen, dass viele Verbrechen unter dem Einfluss von Besessenheit begangen werden; folglich sollten solche Menschen geheilt und nicht bestraft werden. Bei solchen Behandlungen hat eine systematisch ansteigende Arbeit entschieden maßgebende Bedeutung; denn die Quälgeister hassen jede Arbeit. Sie suchen das Opfer ins Chaos zu stürzen, doch Arbeit ist schon eine Gegenmaßnahme. Man sollte sich nicht mit dem Gedanken quälen, woher die starken suggestiven Kräfte kommen werden. Es gibt ihrer viele, doch sie sind gespalten. Wenn das "Institut der Psychische Energie" errichtet sein wird, werden sich viele brauchbare Mitarbeiter finden. Man sollte nicht vergessen, dass zwecks Überprüfung von Daten ein Institut für Astrologie sehr nützlich wäre. Es ist nicht lange her, da schämten sich die Regierungen, sowohl den Himmelskörpern als auch menschlichen Kräften Beachtung zu schenken, doch die psychische Energie muss die Aufmerksamkeit aufgeklärter Menschen auf sich ziehen.
87 Die Menschen erinnern sich nicht ohne Grund an alte Prophezeiungen über Veränderungen des Firmaments. Die Störung des Gleichgewichts des Planeten kann sich tatsächlich in vielen dreifachen Erscheinungen auswirken. Nicht nur, dass neue Himmelskörper sichtbar werden können, sondern auch der ganz Chemismus
der Gestirne kann sich verändern, und dies wird sich schließlich auf die Erdbewohner stark auswirken. Auf diese Weise bereiten sich bedrohliche Ereignisse vor, während sich die Menschen ihrer Basare und Jahrmärkte erfreuen. Deshalb muss man unablässig über die Lebendige Ethik sprechen. Die Heilige Ethik wird in lächerliche Umgangsformen verwandelt und ist zu einem gedruckten Etikett geworden.
88. Die Wissenschaft über atmosphärische Einflüsse muss erheblichen Veränderungen untergezogen werden. In den gegenwärtigen Apparaten kann man unerklärliche Schwankungen bemerken, die den übrigen Anzeigen scheinbar nicht entsprechen. Solche Spuren astraler Wirbel wirken sich auf die Erde sehr bedeutend aus. Außerdem werden auf diese Weise die Beziehungen zur Feinstofflichen Welt bestätigt. In der Tat, unter den Spannungen der Feinstofflichen Welt können derartige Druckverhältnisse entstehen, dass ihr Widerhall sogar offenbarte Materie in Bewegung setzt. Solche Wellen widerspiegeln die Zentren Anzeichen großen Druckes erkennen ließen. Man muss dies mit der Einwirkung ferner Ereignisse in Beziehung bringen, die ebenfalls starke Schwingungsspannungen hervorrufen. Doch die astralen Wirbel werden noch weniger beachtet als Telepathie. Die Wissenschaftler wollen nicht zugeben, dass in ihren physischen Überlegungen ein Faktor der jenseitigen Welt Bedeutung haben könnte. Aber die Einwirkung solcher Wirbel gleicht manchmal fast einem Blitzschlag. Ich will die Tatsache nicht verhehlen, dass starke abkühlende Ströme angewendet werden müssen, um der Einwirkung
solcher Wirbel entgegenzuwirken. Wir stehen auf Wache und sind bereit, Strahlen zu senden, doch es gibt einen nie dagewesenen Druck der Ströme der Feinstofflichen Welt. Man kämpft mit den Kräften der Finsternis und man muss ein gutes Vorstellungsvermögen haben, um sich vom Ausmaß dieser Schlacht ein Bild zu machen.
89. Der Führer muss immer darauf bedacht sein, dass von ihm niemand bedrückende Ausstrahlungen empfängt. Doch solche Bedachtheit kann nur erreicht werden, wenn die Hingabe an die Hierarchie gegeben ist, wenn die Verbindung ins Herz eingedrungen ist. Solchen Ursprungs ist jener Großmut, der die schwierigsten Tore öffnet. Man muss das Bild des Hierarchen vor sich haben, um in allen Fällen eine Grundlage der Freundlichkeit zu finden. Man muss das Feurige Schwert des Erzengels kennen, um die Grenze der Gerechtigkeit zu erkennen. Wer kann sagen, wann sämtliche Maßnahmen des Großmuts erschöpft sind? Der Hierarch allein kann solch eine Entscheidung auf sich nehmen.
90. Man kann verantwortliche Stellungen nicht mit verbitterten Menschen besetzen. Gegen eine solche Eigenschaft muss man sich sorgsam verwahren, denn Verbitterung ist Beschrankung. Gewiss, bis zu einem bestimmten Grad können sowohl Beschränkung als auch Verbitterung geheilt werden. Beide Eigenschaften unterliegen der Suggestion, aber diese Umwandlung erfordert Zeit. Von Verbitterung geht schrecklicher Schaden aus. Sie wirkt als unüberwindliches Hindernis auf sämtliche Tätigkeiten eines von ihr befallenen Menschen ein.
91. Bei Annäherung an die Feurige Welt muss man durch die Macht des Geistes die Stufe der Abwehr der finsteren Kräfte durchschreiten. Ein aufsteigender Mensch fühlt
den Angriff der ungezügelten Naturelemente weit stärker. Ohne zu magischen Gewalten Zuflucht zu nehmen, muss er sich dem Angriff der Finsteren allein durch seinen Geist widersetzen. Von dieser Stufe wird in allen Lehren unter verschiedenen Bezeichnungen gesprochen. Man muss darauf gefasst sein, auf verschiedene listige Schliche zu stoßen, aber man sollte sich nicht Unwissende zum Beispiel nehmen und solchen unvermeidlichen Begegnungen auszuweichen suchen. Man kann daran erinnern, dass über allen Formeln die Macht des Geistes steht. Man braucht sich mit ihr nur über das Herz mit dem Hierarchen zu vereinen, um unverwundbar zu werden. Man darf nicht denken, dass man vom Hierarchen im Stich gelassen wird, doch es muss daran erinnert werden, dass geraten wird, von einer bestimmten Stufe an seine eigene Kraft aufzubieten. Auf diese Weise sollte man jedem Angriff mutig entgegentreten und sogar dem schrecklichsten nicht ausweichen. Denkt daran, dass jeder Ruckzug Hilflosigkeit bekundet. Sogar die jüngsten Neophyten wissen, dass man bei notwendigem Stellungswechsel angesichts des Feindes voranschreiten muss. Das ist keine Magie, sondern nur die Erkenntnis der Macht des Blickes.
92. Man sollte daran denken, dass das Neue Firmament sichtbar werden kann. Erst kürzlich erwähnte Ich, dass sich ein neuer Himmelskörper nähert, der aber noch nicht wahrgenommen Werden kann. Man darf nicht vergessen, dass die von der Menschheit ausgestrahlte Energie für die richtige Bewegung des Planeten erforderlich ist. Doch wird diese Energie vergiftet, schwächt sie das Schutznetz des Planeten und stört auf diese Weise das Gleichgewicht vieler Himmelskörper. Die Schwingungswellen ändern sich und der Planet verliert zum Teil seinen Selbstschutz. Damit ist die Menschheit selbst der Meister ihres Schicksals. Doch tritt die verderbliche
Periode der so genannten Gottlosigkeit ein, dann wird die in die höheren Schichten gesandte Energiemasse gewöhnlich zerstreut und zum Material für das braune Gas.
93. Die Menschheit will die Macht ihrer eigenen Strahlung nicht erkennen. Sie hält trübe fest am Ausspruch über Gottes Ebenbild, versteht aber nicht die Energieeinheit aller Welten. Die Bildung einer selbst schwachen Energievereinigung kann eine Schutzwaffe für den Planeten bieten.
94. Das Herz ist in seiner vollen Bedeutung ein Umwandler und Verdichter. Diese Vorgänge können oft so stark sein, dass menschliche Kraft nicht ausreicht, diese Anspannung zu zügeln und auszuhallen. Von alters her stammt das Gebet, in seinem Geiste Gott ergeben zu sein. Man sollte diese Ergebenheit des Geistes wirklich verstehen. Spürt ihr eine unerträgliche Herzensqual, übertragt sie gedanklich dem Herrscher. Auf diese Weise könnt ihr euch im Herzen mit der Unversiegbaren Quelle - der Hierarchie - vereinen. Solch ein Akt wird vor allem nötig sein, wenn es auf dem ganzen Planeten eine große Anspannung gibt. Man muss auf verschiedene Einwirkungen gefasst sein, sowohl auf kosmische als auch auf menschliche. Das Festhalten des Herzens an der Hierarchie ist ein immerwährender Vorgang, doch zur Zeit weisen Wir auf besondere Fälle hin, wann es notwendig erscheint, das Herz durch besondere Bewusstseinsklarheit mit der Erscheinung der Hierarchie zu stärken. Viele werden nicht verstehen, wie man das Herz durch den Gedanken stärken kann, weil für sie das Herz nur ein physisches Organ ist. Doch wer Unsere Ströme je fühlte, der wird die Bedeutung dieser Verbindung verstehen. Die Welt erlebt solch eine Anspannung, dass es
angebracht ist, an die Notwendigkeit der Bereitschaft für solche Verbindungen zu erinnern. Die Feurige Welt muss in vollem Bewusstsein erweckt werden. Nötigenfalls kann man sich sogar mündlich an den Herrscher wenden. Es gibt auf allen Stufen der Hierarchie die gleiche Übertragung und Verbindung. Und wie herrlich ist diese Leiter Unermesslicher Hilfe!
95. Der Rhythmus der Ereignisse kann oft von vielen nicht wahrgenommen werden, und Ich meine hier nicht nur die Ereignisse der Menschheit, sondern auch jene der Natur. Plötzliche starke Klimaveränderungen erwecken nicht die Aufmerksamkeit der Menschen, doch solche Umstürze können nicht von der Geheimpolizei aufgehalten werden. Sie finden dennoch statt und wirken auf das Gehirn ein. Natürlich, Wir wissen um das Leben von Ideen, denen keine Generation Einhalt gebieten kann, doch die Menschen glauben nicht an Ideen!
96. Die Erkenntnis der Höheren Kräfte wird weder in Schulen gelehrt noch von außen eingegeben, sondern sie lebt genau im Herzen und bildet den Eckstein der Lebenserinnerung an die Feinstofflichen Welt. Man kann sagen, gesegnet ist, wer sich das Herrlichste in seinem Herzen bewahrte! Die Umnebelung der Menschheit kommt daher, weil das Notwendigste vergessen wird. Die Nacht ist für die Erhebung des Geistes gegeben, der Mensch aber sagte in seiner Unwissenheit, dass der Schlaf dem Tode ähnlich sei. Es ist lächerlich, ein wundervolles Mysterium mit Auflösung gleichzusetzen. Von klein auf sollte man davon sprechen, dass der Schlaf die Verbindung mit Engeln darstellt. Wo sich Worte erübrigen, beginnt die Erkenntnis über das Herz.
97. Es muss eine wachsame Aufsicht geben, doch sie darf nicht den Anschein von Misstrauen erwecken.
Überwachung muss in Mitarbeit und gegenseitige Information verwandelt werden. Vertrauensmaßnahmen und Qualitätsverbesserung müssen von oben herab bis hinunter eingeführt werden. Viele nützliche Maßnahmen sind allein wegen verhasster Aufsicht verurteilt und zunichte gemacht worden. Gewiss, die Ursache solchen Mangels an Zweckdienlichkeit ist Unwissenheit. Sobald die Menschen die Feinstoffliche und Feurige Welt erkennen, werden sie die unbegrenzten Beziehungen begreifen. Wer steht wirklich außerhalb der Hierarchie? Nur Unwissende oder Betrüger können die Hierarchie unter verschiedenen Namen unverständlich schildern. Doch sie selbst werden die Freiheit der Hierarchie nicht atmen, sondern das Brandmal der Sklaverei tragen. Man muss sich von jedweder Habsucht und Knechtschaft befreien. Von klein auf sollte die Freiheit der Geisteszucht hervorgehoben und die volle Würde sowie Ehre erweckt werden. Ohne Ehre kann der Mensch nicht ehrlich sein. Man sollte nicht meinen, Sklaverei könne von der Hierarchie gebilligt werden. Im Gegenteil, die Feurige Welt sucht keine Sklaven, sondern Mitarbeiter. Erachtet die Verfeinerung des Herzens als den Maßstab der Ehre. Vergessen wir nicht, dass dem alltäglichsten Leben die Grundzüge der Weltgröße zugrunde liegen.
98. Man muss um die Hierarchie bemüht sein. Hierarchie ist nicht Gewaltherrschaft, sondern das Bollwerk der Liebe. Nur aus Liebe wird jene Verehrung geboren, die Disziplin schafft. Aber wenige lieben ihren Helfer, das heißt, die Unwissenheit ist groß.
99. So schwierig es oft ist, sich auf einen Gedanken zu konzentrieren, genauso ist es nicht leichter, einen Gedanken loszuwerden. Jedoch auch diese Eigenschaft muss erworben werden. Arzte
haben Zwangsgedanken beobachtet. Solch ein Zustand kann sich nicht nur durch Besessenheit ergeben, sondern auch durch Trägheit der Gehirnzentren. Man muss sich eines so genannten nutzlos aufdrängenden Gedankens entledigen können. Dazu diene folgende kleine Übung: Einen Gedanken bewusst ausschalten, als ob man das Gehirn massierte. Viele Menschen begreifen nicht, wovon Wir sprechen, doch solche Unbeweglichkeit des Gehirns muss durch verschiedene Aufgaben aufgerüttelt werden, so dass ein vorhergehender Gedanke in keiner Weise auf den nachfolgenden abfärbt. Solch eine Färbung beraubt gewöhnlich die Neubildung der Genauigkeit.
100. Beobachtet man nörgelnde Gedanken, wird man finden, dass sie meist von alltäglicher Natur sind. Man kann sie als Ergebnis der Erde bezeichnen, doch trotz ihrer geringen Bedeutung suchen sie mit den größten Ideen zu wetteifern. Man sollte sein Gehirn von diesen ungebetenen Gästen völlig reinigen. Wahrhaftig, für alles kommt die Zeit. Man kann große Fortschritte machen, doch man sollte daran denken, dass kleine Würmer einen sehr starken Baum durchbohren können. Sie lieben es vor allem, das feste Vertrauen zu untergraben. Neben Misstrauen können auch trübe Gedanken eindringen. Das Vertrauen einzubüßen ist furchtbar, das kommt dem Verlust der Verbindung gleich. Wenn sich anstatt Verbindung plötzlich dumpfe Leere auftut, ist das sicherlich ein Abgrund!
101. Man tut gut daran, alle verwesenden Substanzen aus dem Haus zu schaffen. Gleich schädlich wie faulendes Fleisch und abgestandenes Wasser sind faulende Früchte und welkende Blumen. Ist jemand dabei, welke
Blumen zu entfernen, so kann man beobachten, dass sein Gefühlswissen leblose Pflanzen nicht allein aus Gründen des Schönheitsgefühls entfernt, sondern auch in Kenntnis des Gesetzes der Feinstofflichen Welt. Da sich niedere Wesenheiten von Verwestem nähren, begnügen sie sich in Ermangelung verfaulter Lebensmittel mit Pflanzen. Wem sein Geist das richtige Verhalten zur Umgebung eingibt, den kann man loben.
102. Dem Vertrauen konträr ist Niedergeschlagenheit. Gerade Misstrauen gebiert diese schreckliche Viper. Doch Vertrauen erweckt die feurigsten, die göttlichsten Triebkräfte des Geistes. In der Stunde des Vertrauens können sich den Menschen die Wesenheiten der Feurigen Welt nähern, und die wundervolle Begeisterung schafft die schönsten Annäherungen. Vertrauen muss gepflegt werden, da die Menschen sonst in Trägheit versinken. Vertrauen ist Gefühlswissen, es kann keinen Verrat geben, wenn wir die Richtung unseres Strebens kennen. Wir freuen Uns, wenn Wir einen Menschen treffen, der das Feuer des Vertrauens bewahrt. Viele herrliche Schöpfungen entstehen, wenn die durch Feuer gereinigten Tore des Vertrauens offen stehen.
103. Als euch Städte genannt wurden, in denen sich die Riten schwarzer Magie besonders entfalten, war damit nicht gesagt, dass das nicht auch für andere Plätze zutrifft. Im Gegenteil, es gibt viele schwarze Logen, doch manche von ihnen sind ohne besondere Riten direkt dem Bösen ergeben. Aber in jüngster Zeit kann man eine Wiederbelebung der ältesten schwarzen Messen wahrnehmen. Unter ihnen gibt es sehr schädliche, die durch ihren Rhythmus zur Vernichtung führen können. Die schwarzen Logen begreifen meist nicht, welchen kosmischen
Schaden sie anrichten. In ihrer Unwissenheit glauben sie, dass sie nur in die gewünschte Richtung Schaden verursachen, aber in Wirklichkeit berühren sie ganze Schichten der Atmosphäre. Vor allem gegenwärtig, da die feurige Zeit naht und schon viele Störungen des Gleichgewichts sichtbar sind, ist der durch finstere Beschwörungen angerichtete Schaden besonders schrecklich. Der Unwissende wirkt auch hier durch offenbare Zerstörungen.
104. Die schwarzen Logen müssen sehr vorsichtig vernichtet werden. Es ist eine Tatsache, dass sie nicht nur als Oasen bestehen, sondern sichtbar in die angesehensten Kreise eingedrungen sind. Deshalb ist es so schwierig, das Übel auszurotten. Doch die Menschen, die sich auf der Seite des Lichts wähnen, helfen zu wenig mit, weil es ihnen an Vertrauensentfaltung ermangelt. Man kann Falle direkten Verrats nennen, welche die Menschen als Vertrauen betrachten; so verwirrt sind die Begriffe.
105. Wenn ihr ein Haus betretet und auf der Gästetafel eine Viper bemerkt, was würdet ihr tun? Würdet ihr Über die Sache nachdenken, wahrend die Schlange euren Freund angreift, oder würdet ihr euch entschließen, sie sofort zu vernichten? Wir sagen - rettet euren Freund vor dem Bösen. Verdüstert euren Kopf nicht mit Verwirrung, sondern wirkt für das Gute. Man kann einen Menschen und eine Schlange nicht auf die gleiche Stufe stellen. Man kann das niedere Bewusstsein nicht mit dem Bewusstseinstempel gleichsetzen. Wenn wir zu unterscheiden aufhören, wo bleibt dann unsere Verantwortung der Welt gegenüber? Wer die Schlange schont und den Freund verliert, der ist kein Held. Wer seiner Pflicht ausweicht, indem er Entschuldigungen vorbringt, der ist kein Held. Wer das Große vom Kleinen nicht zu unterscheiden vermag, der ist kein Held.
Wem der Maßstab des Herzens verloren ging, der ist kein Held. Der Führer kennt den Maßstab des Herzens und den feurigen Entschluss.
106. Treten wir an das Schwierigste heran, vor dem alle bisherigen Schwierigkeiten als segensreiche Augenblicke erscheinen werden. Das Schwierigste ist der Segen der Feurigen Welt. Dieser Eintritt ist so schwierig, dass es scheint, als könnte sogar unsere kleinste Zelle diese Welt der Ekstase nicht ertragen. Es heißt, wenn alle Hüllen fallen und allein das Strahlen der Kühnheit verbleibt, dann durchschreitet das herrliche Feuer die Tore - dem Körper aber wird kein Eintritt gewährt. Doch um solche Kühnheit zu entfachen, lassen uns angesichts des Schwierigsten Ekstase bewahren. Deshalb denkt darüber nach, wie ihr euch das Dasein in der Feurigen Welt vorstellen möchtet. Gewiss, in der Feurigen Welt ist der Gedanke schöpferisch, doch in der Feurigen Welt ist er schneller als der Blitz und übersteigt alle irdischen Maßstabe, dort herrscht das Siebente Licht.
107. Das Siebente Licht ist das umfassendste, deshalb wird jedwedes irdische Erfassen schon ein Weg dahin sein, wo jeder Geist strahlend leuchtet. Die Zersetzung vom Erfassen und Entzücken bildet das Haupthindernis für schnellen Fortschritt. Man muss das Vorhandensein der unbegrenzten Hierarchie der Welten studieren. Möge Kindern die Schönheit der Unbegrenztheit zumindest angedeutet werden. Zuerst wird das Wort ausgesprochen, doch nachher der Begriff geboren werden. Die Offenbarung der Feurigen Welt führt zum herrlichen Entzücken.
108. Die vollkommenste Maschine kann vom kleinsten Stein angehalten werden; je feiner die Maschine, umso empfindlicher ist sie für einen Fremdkörper. Trifft dies nicht auch für
das Herz zu? Deshalb ist es wichtig, den Herzensstrom zu hüten. Ist der Strom nach oben bestrebt, drängen sich Myriaden kleiner Sendungen heran, um ihn zu unterbinden. Nicht nur bewusste und böswillige Sendungen regen sich, sondern auch chaotische Teilchen suchen den emporsteigenden Strom aufzuhalten. Wissen wir jedoch davon, dann wird unser Bewusstsein die ungebetenen Gäste nicht zulassen. Im Großen wie im Kleinen muss man auf der Hut sein, damit Feinde den Strom nicht unterbinden können. Sogar geringstes Misstrauen oder Bedauern lässt den Strom abschweifen. Außerdem ergibt sich ein anderer Schaden. Wenn der Kontakt hergestellt ist, macht die Abweichung von nur einem Grad auch den hohen Strom ungleichmäßig. Man muss begreifen, dass solche Stromstörungen in vieler Hinsicht gefährlich sind. Alle Nervenzentren reagieren auf diese Ströme. Jede Abweichung stört die Tätigkeit bestimmter Zentren. Deshalb muss man sich zu diesen Herzensströmen vorsichtig verhalten.
109. Die Relativität ist unbegrenzt - dasselbe Gesetz gilt für das Wissen. Niemand in den Welten kann sich mit seinem Wissen zufrieden geben. Neuerwerb steigert progressiv die Erkenntnis über den Wissensmangel. Den Kleinmütigen mag das unbegrenzte Wissen schrecken, doch wir begreifen, dass man dem Gesetz nicht entrinnen kann und arbeiten täglich sehr, um uns an dieser Unbegrenztheit zu erfreuen.
110. Freude an der Heldentat ist ein herrlicher Schild. Ihr wisst bereits, dass durch Freude und Vertrauen Abgründe überschritten wurden. Genauso freuen muss man sich über die nächste nahende Heldentat. Nicht nur der Mut,
sondern besonders die Freude macht euch unverwundbar. Sogar große Heldentaten wurden durch Freude und Vertrauen erleichtert.
111. Zwischen der Feurigen und der irdischen Welt lässt sich ein schwacher Vergleich anstellen. Die Wesenheiten der Feurigen Welt treffen bei ihren seltenen Erscheinungen alle Vorsichtsmaßnahmen, um das irdische Gleichgewicht nicht zu stören, und die irdischen Menschen treffen bei Annäherung solcher Wesenheiten Schutzmaßnahmen für das Herz. Jedoch trotz aller Schutzmaßnahmen vermag das Herz die feurige Spannung nicht zu ertragen, so dass weder die höheren Maßnahmen von oben noch jene von unten diese Welten vereinen können. Die ungewöhnlichsten Fälle von Verbindung können altem Karma zugeschrieben werden, wenn während irdischer Leben eine sehr lange Zusammenarbeit für das Gute bestand. Solch eine Zusammenarbeit ist für die Ewigkeit wichtig. Im Falle einer Vereinigung wird die Zusammenarbeit gestärkt. Mit dem Blick in die Zukunft stellt jede segensreiche Zusammenarbeit eine weise Tat dar.
112. Der Wille lässt sich durch ein ganz mechanisches Hilfsmittel verstärken, was durch viele Beispiele und Vorschriften bezeugt werden kann; doch Wir raten, den Willen durch die Verbindung mit der Hierarchie zu stärken. Man kann sogar sagen, dass sie überhaupt das einzige Mittel für den geistigen Aufstieg ist. Auch der mechanische Pfad führt dahin, doch über unnötigen Zeit- und Kraftaufwand. Die Verbindung mit der Hierarchie über das Herz befreit von Tantras und Magie. Natürlich, kleine fremde Behinderungen können der Verbindung schaden, aber vergessen wir nicht, welchen Gefahren der Magier und der Tantriker ausgesetzt sind. Auf keinen Fall aber ist der weise,
der vom eigenen, abgesonderten Willen träumt; der Wille wächst und schwingt in den Höheren Schatzkammern. Und wer ohne Verbindung mit den Höheren Welten um seinen individuellen Willen bemüht ist, befindet sich nicht auf dem rechten Pfad.
113 Um die in Vergessenheit geratene Hierarchie wieder zu beleben, sollte man ihre Zweckdienlichkeit von allen Seiten her, vom Höchsten bis zum Niedersten, wahrnehmen. Auf diese Weise kann man den üblichen Fehler der Menschen vermeiden, welche die Hierarchie scheinbar anerkennen, doch sie bei der geringsten eigenen Unbequemlichkeit sofort leugnen. Solche Vergehen verhindern, sich neues Bewusstsein einzuprägen.
114. Es wurde richtig bemerkt, dass Furcht die letzte Prüfung ist; nach Überwindung von Reizbarkeit, Zweifel und Versuchungen bleiben die Schrecken der niederen Sphären. Aber durch Festigung der Verbindung mit der Hierarchie können diese abscheulichen Schauspiele das Herz nicht mehr angreifen. Man kann sich über die Versuche, einem Schrecken einzuflößen, sogar freuen, weil sie die letzten Schranken darstellen.
115. Wären die Menschen fähig, sich über die Beschaffenheit eines Tages Rechenschaft zu geben, sie könnten vielen Schwierigkeiten entgehen. In der Tat, Astrologie ist eine sehr exakte Wissenschaft, und sie erfordert äußerst genaue Korrelation. Es ist offensichtlich, dass astrologische Angaben auf Ort und Zeit begrenzt sind. Das ist völlig begreiflich, wenn wir uns den Plan der sich kreuzenden Ströme vorstellen. Doch über allen möglichen Ungenauigkeiten unserer astrologischen Auslegungen steht der große Anzeiger - das Herz. Diese zwei Quellen müssen vereint werden. Mögen die genauesten
Berechnungen der Astrologie mit dem Herzen verbunden werden. Das Herz wird in seiner lautlosen Sprache genau sagen, wo die auszulebende Bedrängnis oder die zu nutzende Freude liegt. Doch möge sich weder die Weisheit des Herzens in Aberglauben verwandeln noch die Tabelle des Astrologen zum trockenen Gerippe werden. Viele kleine Umstände schwingen im Raum, und nur das feurige Herz kann das unsichtbare Netzwerk der Ursachen begreifen. Die Strahlen der Gestirne durchstreifen Völker, Rassen, Individuen. Man kann die Unabänderlichkeit des Chemismus der Konstellationen erkennen, doch solch unterschiedlicher Zusammenfluss muss sehr sorgfältig untersucht werden. Das Herz kann helfen, aber sogar beim Gefühlswissen wird es von der Hierarchie gelenkt. Mit Recht wenden sich die Menschen der Wissenschaft der Astrologie zu, doch ohne das feurige Herz können sie in ein undurchdringliches Dickicht geraten. So lasst uns an das Herz denken, anders gesagt, an die Hierarchie.
116. Wahrhaftig, die höchste Magie ist nichts angesichts der Feurigen Welt. Man kann sich davon überzeugen, dass Magie mit den finsteren Kräften wetteifern kann, doch Feurige Wesenheiten sind sogar für die höhere Magie eine Überraschung. Ihr verehrt den Heiligen Sergius, doch gab Er sich je der Magie hin? Er hat sogar "Tätigkeit des Verstandes"4 nicht erlaubt und hatte dennoch feurige Visionen. Er gab sich allein der Arbeit hin, als Erhebung des Herzens. Darin überragte Er viele geistige Pilger. Wir sprechen über das Herz, doch gerade Er fand zu dieser Kraftquelle. Sogar Schrecken überwand Er nicht durch Beschwörungen, sondern durch das Herzensgebet.
117. "Tätigkeit des Verstandes"4 ist eine große Sache, jedoch nichts sollte begrenzt werden. Unbegrenztheit selbst weist auf das unerschöpfliche Licht hin. Man berechne den Inhalt jeder menschlichen Zelle, und man wird über die Unermesslichkeit des Raumes erstaunt sein. Auf diese Weise sollte man sich der Quelle, die selbst durch Unbegrenztheit keine Furcht einflößt, zuwenden. Dieser Funke wohnt im Herzen. Weder der Arzt noch der Baumeister, noch der Gelehrte können das Gefühlswissen des Herzens entbehren.
118. Es kann vier Arten von Arbeit geben: Arbeit mit Widerwillen, die zur Zersetzung führt; unbewusste Arbeit, die den Geist nicht stärkt; hingebungsvolle und Hebgewordene Arbeit, die gute Ernte einbringt, und schließlich die nicht bloß bewusste, sondern im Lichte der Hierarchie geheiligte Arbeit. Der Unwissende könnte vermuten, dass immerwährende Verbindung mit der Hierarchie einen vom Streben zur Arbeit selbst abhalten könnte, doch das Gegenteil ist der Fall. Dauernde Verbindung mit der Hierarchie steigert die Qualität der Arbeit. Nur die ewige Quelle vertieft die Bedeutung der Vervollkommnung. Dieses feurige Arbeitsmaß muss festgelegt werden. Gerade die Annäherung an die Feurige Welt verlangt als nahe liegende Stufe die Anerkennung irdischer Arbeit. Wenige Arbeiter erkennen den Wert ihrer Arbeit, doch wäre der Schaffende zur Hierarchie bestrebt, er würde augenblicks auf eine höhere Stufte rücken. Die Fähigkeit, der heiligen Hierarchie in seinem Herzen eine Wohnstätte zu errichten, ist auch "Tätigkeit des Verstandes"4, doch solch eine Wirkung wird durch Arbeit erlangt. Wendet man die Zeit nicht allein für sich auf, kann man bei der Arbeit mit
der Hierarchie verbunden sein. Möge der Herrscher im Herzen leben. Möge Er so unveräußerlich werden wie das Herz selbst. Möge der Name des Herrschers in jedem Atemzug gewärtig sein. Möge jeder Arbeitsrhythmus im Namen des Herrschers erklingen! Auf diese Weise sollte sich jeder, der an die Feurige Welt denkt, zu leiten verstehen. Kann ich den Herrscher belügen? Kann ich dem Herrscher etwas verbergen? Kann ich in Gegenwart des Herrschers Verrat begehen? Auf diese Weise möge jene Überlegung einen nur stärken und vor dem Übel des Kleinmuts und der finsteren Gedanken bewahren.
119. Versteht es, auf eure Umgebung nutzvoll einzuwirken, um Licht in die Finsternis zu bringen. Wer wollte nicht erwachen, wenn abscheuliches Geheul das Gleichgewicht des Planeten stört? Man sollte darüber nachdenken, woher sich die Finsternis einschleicht. Zuerst löst das Erscheinen von Banditen einen Aufschrei aus, doch dann regt sich der Mensch, um seine Arbeit und alles damit zusammenhängende Schöne zu schützen. Die Toten schweigen, jedoch sogar Schweigen kann Energie speichern.
120. Wenn Sklaverei, die Schande der Welt, um sich greift, dann ist ein Epochewechsel zu erwarten. Könnte man annehmen, dass sich der Advent Maitreyas erst in Vierhunderttausend Jahren vollzieht? Verwirrung ist oftmals bloß durch Worte verursacht worden. Man kann sich nicht vorstellen, dass die Erde weitere tausend Jahre in Finsternis versunken bleibt. Man stelle sich das Vorrücken des Bösen vor! Deshalb kann das heftigste Armageddon als Rettung betrachtet werden. Der Weise kann nicht umhin, Geistespein zu empfinden.
121. Die Welt ist nach schönen Prinzipien gebildet. Die Auffassung, der Welt zu entsagen, ist unrichtig. Der himmlischen Schönheit kann man nicht entsagen. Die ganze Welt ist
dem Menschen gegeben worden. Es wäre daher weit richtiger, von der Erforschung der Bedeutung der Dinge zu sprechen. Wenn sich die Frage nach der Entsagung erhebt, trifft man auf äußerst entstellte Begriffe, die schädlichsten Taten, doch es ist unzulässig, einen schonen Begriff - die Welt - zu missbrauchen, eine Verallgemeinerung dieser Verabscheuungen der Unwissenheit zu beschreiben! Weltliche Angelegenheiten müssen nicht unwürdig und beschämend sein. Hohe Bewusstseine haben sich um die Welt bemüht. Es ziemt nicht, ihnen die Entstellungen der Unwissenden zuzuschreiben! Studiert man die Grundlagen der Feurigen Welt, dann ist es vor allem notwendig, im Verstehen vieler Begriffe Übereinstimmung zu erzielen. Kann man Schwelgerei, Verderbtheit, Diebstahl oder Verrat überhaupt als weltliche Angelegenheit bezeichnen? Sie stehen sogar unter dem Verhalten der Tiere. Tiere kennen das erforderliche Maß, doch wenn der Mensch das rechte Maß verlor, so deshalb, weil er die Welt aufgab und in die Finsternis versank. Wer unwürdig von der Welt spricht, kann Rechtes von Falschem nicht unterscheiden. Wie könnte er das Gesegnete Feuer begreifen? Er würde allein bei dem Gedanken an die Feurige Welt schaudern. Raten wir daher den Freunden, allmählich die Welt vom Chaos zu unterscheiden. Ich rate den Freunden, damit zu beginnen, über das feurige Naturelement als Gegenstand kommender Offenbarung zu sprechen.
122. Die auf dem Saturn in Erscheinung tretenden Flecken weisen nur auf kosmische Sprengungen hin, die einen nie dagewesenen Chemismus zur Erde senden. Es gibt viele ähnliche Erscheinungen, über die die Gelehrten noch gar nicht zu sprechen wagten. Die Kräfte des Raumes sind rastlos; man sollte nicht meinen, dass es schon morgen ein Kataklysmus gäbe, doch man kann
sich vergegenwärtigen, dass sich dem kranken Planeten neue Chemismen nähern.
123. Geistige Heldentat wird den Kräften des Chaos entgegengestellt. Man kann sich freuen, wenn sogar eine sich abzeichnende Heldentat naht. Man kann sich freuen, wenn der Lehrer auf die Möglichkeit einer Heldentat hinweist.
124. Neue planetare Chemismen haben eine ungeheure Bedeutung. Man kann sich vorstellen, dass der Chemismus des Saturns eine bestimmte Art von Wesenheiten anzieht. Wer weiß, welche Strafe für jene vorbereitet wird, die dem Satan dienen? Ihr kennt seit langem die alte Legende über Satan.6 Beachtet, dass die Wut derer, die ihm dienen, schon an Wahnsinn grenzt. So ist der Fleck auf dem Saturn für manche eben bloß ein Fleck, aber für andere ist er eine Bestätigung der alten Legende. Viele Offenbarungen beziehen sich auf Armageddon.
125. Viele wertvolle Begriffe wurden entstellt. Wenn Ich sage: "Seid nicht zu sehr um das Morgen bekümmert", so heißt das nicht, dass Ich euch rate, ein Faulpelz zu sein. Das ganze Denken muss auf die Zukunft gerichtet sein; man sollte für die Zukunft arbeiten, doch die Sorge über die heilige Zukunft sollte über die Hierarchie gelenkt werden. Dann wird der Gedanke an das Morgen eine richtige Überlegung erfahren. Furcht vor dem Morgen gleicht der Abnahme der Hände und Füße. Anstatt einen Flug in die Zukunft zu wagen, sind die Menschen von Furcht ergriffen und hemmen ihren Fortschritt. Aber ohne Hierarchie kann man tatsächlich in Schrecken versinken, als stürzte man in ein stürmisches Meer. Auf diese Weise wird die durch die Hierarchie geläuterte Sorge keine irdische sein, obgleich sie Tatkraft und Nützlichkeit bewahrt. Außerdem ist solch geweihte Nützlichkeit frei von jedwedem Eigennutz.
Die Sorge um das Gemeinwohl führt zur Vereinigung mit der Hierarchie. Diese Beurteilung ist wiederum keine abstrakte Ethik, sondern der Pfad zur Feurigen Welt. Die Menschen sollten auch im irdischen Zustand jedes Samenkorn wählen, das zu einer Pflanze für den Verbindungsfaden heranwächst. Für Feurige Wesenheiten ist es nicht leicht, in die irdischen Schichten einzudringen. Sollte unser Bewusstsein nicht schon hier das fleischliche Gewand durchdringen? Es gibt viele Strebende, jedoch wenige werden von dem zur Hierarchie hingezogenen Gefühlswissen gestärkt.
126 Lasst uns darüber nachdenken, inwieweit Gehorsam schon Zusammenarbeit bedeutet. Die sich in die Höchsten Wohnstätten erstreckende Zusammenarbeit ist keine Last. Fanatiker werden in solch unbegrenztem Streben Hochmut argwöhnen, aber der Kopf des Fanatikers berührt mit verschiedenen Behauptungen dieselbe große Unbegrenztheit. Daher sei den Fanatikern geraten sich vor Aberglauben zu bewahren. Lassen wir uns deshalb von solchen Stimmen nicht verwirren, stärken wir uns durch den Begriff Hierarchie - als Lebensprinzip an sich.
127 Wir sprechen hier über das Höchste Prinzip. Doch gerade jetzt werden in der Welt Dinge niedrigster Ordnung geschaffen. Auf diese Weise lässt sich der Wahnsinn ganzer Völker erkennen. Gerade jetzt finden sechs Kriege statt, aber die Menschen nehmen sie nicht wahr. Gerade jetzt häuft sich das Böse zu einem Explosivstoff. Aber die Menschen bemerken den Vulkan nicht. Sogar die klügsten Regenten sind durch diese Erscheinungen nicht erschreckt und meinen, dass alles irgendwie gut gehen wird.
128. In allem ist eine Energieerneuerung erforderlich. Die mächtigsten Erscheinungen bedürfen höherer Ströme.
Aufgabe der Schulen ist es, in den Studierenden das Verständnis für die Einheit der Elemente zu entwickeln. Bisweilen dachte man, die Zusammensetzung der Luft wäre überall dieselbe. Bis zum heutigen Tag denken die Menschen so, andernfalls hatten sie entsprechende Maßnahmen getroffen. Die Menschen trinken Wasser und sagen, es sei eben Wasser, und Feuer sei eben Feuer. Doch sogar das Feuer konnte vom Standpunkt der Feurigen Welt aus erforscht werden. Angefangen mit der Verschiedenartigkeit elektrischer Erscheinungen kann man bis zum Leuchten von Gegenständen und Tieren gelangen. Bei einigen Fischarten findet man interessante Grade von Leuchtkraft. Wenn wir die Zusammensetzung dieser Leuchtkraft untersuchen, finden wir neben den gewöhnlichen Prozessen besonders bei Tiefseelebewesen etwas Unbeschreibliches. Bei diesen unter hohem Druck stehenden Organismen äußert sich eine der Eigenschaften des feinstofflichen Feuers. Auf diese Weise kann man gegensätzliche Vergleichswerte feststellen. Bei Luftverdünnungen und ätherischen Explosionen leuchten gleiche Differenzierungen von Fohat auf. Die Wesen der mittleren Schichten halten den Druck der Meerestiefen nicht aus, ebenso können sie sich nicht den Ätherschwingungen anpassen; dennoch können gewisse Hinweise für derartige Beobachtungen, die man bereits durchführt, gemacht werden. Mit Sorge verfolgten Wir zwei Wissenschaftler: der eine stieg in die Tiefen, der andere in die Höhen. Beide hatten nutzvolle Aufgaben zu lösen, doch keiner von ihnen hat die Erforschung des Feuergrades als Element in Betracht gezogen. Damit waren ihre Versuche natürlich unzulänglich. Beachtenswert waren die Tiefen und noch mehr die Höhen; denn der Grundgedanke des Strebens war richtig. Allmählich können ausreichende Schutzvorrichtungen geschaffen werden, doch wendet man sich nicht
der Frage des räumlichen Feuers zu, dann werden wieder wertvolle Möglichkeilen verloren gehen. Im feurigen Körper beobachten wir sehr vieles, doch nur mit Hilfe der Hierarchie. Doch es wäre äußerst angebracht, wenn sich Wissenschaftler der Frage des räumlichen Feuers zuwendeten; sie würden durch Hinweise sogar auf den Druck des feurigen Naturelementes stoßen. Unsere Schüler ertragen diesen Druck durch die vorbeugenden Maßnahmen des Herzens; doch für die Massen bedarf es der Hinweise aus verschiedenen Quellen. Die Massen werden durch das feurige Naturelement umkommen. Warum bemühen sie sich nicht, über dieses Naturelement etwas zu erfahren?
129. Ich rate zu keinen mittelmäßigen Maßnahmen. Den vorübergehenden Zustand als Vollendung zu bestätigen, widerspräche der Evolution. Wird in einem Gebet von ewiger Ruhe der Heiligen gesprochen, so weist beides auf Unwissenheit hin, sowohl in Bezug auf die Ruhe als auch in Bezug auf die Heiligen. Ihr wisst, dass Ruhe ein rein zeitlicher Zustand und zudem relativ ist. Die so genannten Heiligen kennen keine Ruhe. Man kann sagen, dass der verwendete Ausdruck relativ ist, aber die Menschen verstehen unter einem Ruhezustand Erholung. Doch spräche man zu den Menschen von Anspannung in der Feurigen Welt, würden nur sehr wenige eine solche Eigenschaft des höheren Zustandes begreifen. Sprechen Wir von einem Zustand dauernder Explosion während höchster Anspannung, wird die Vorstellungskraft solche Anspannung nicht anerkennen wollen - so sagen Wir nicht Anspannung, sondern Herrlichkeit! Der Pfad zu solch einer Herrlichkeit führt über das Schöne. Entfaltet der Mensch in sich keine Bestrebung zum Schönsten, verschließt er sich die Augen; denn das Höchste kann weder geschildert werden
noch ist es vorstellbar. Die Erscheinung des Herrlichen ist absolut unbegrenzt. Halten wir uns aber an kein Mittelmaß von Schlaf und Ruhe. Ich bestätige, dass die Ruhe kein offenbartes Universum geben würde.
130. Wer würde Zugang zu einer Grube erbitten, als wolle er durch die ganze Dicke des Planeten hindurch? Der strahlende Himmel muss sogar den im Geiste Verwirrtesten anziehen.
131. Wer die Lehre studiert, der möge sich des öfteren auf deren Verstehen prüfen. Nicht bloß jene, die mit dem Studium beginnen, sondern alle müssen ihrem Bewusstsein Beachtung schenken. Es heißt, dass das Bewusstsein zur Schwerkraft der Involution neigt, aber das besagt bloß, dass das Bewusstsein, als feinstofflichste Substanz, immer gespeist werden muss.
132. Die mächtigsten Avatare7 tragen keine Zeichen irdischer Auszeichnung, doch sie behaupten sich durch Offenbarungen geistiger Schaffenskraft. Die Tatsache, dass starke Geister von ihren Zeitgenossen nicht anerkannt werden, sollte einen nicht überraschen. So soll es sein, denn ihre Maßnahmen beziehen sich auf die Zukunft. Über die Annäherung an die nächstfolgende Lebensstufe kann nur zum Teil ein Gesetzbuch aufgestellt werden. Bedenkt, dass die Menschen nicht erkennen können, dass die höchste Errungenschaft in der Entwicklung des Herzens besteht. Zusammenarbeit und enges Zusammenleben beruhen auf dem Herzen. Es scheint, dass diese einfache Wahrheit nicht erkannt werden kann. Mechanisierung verhindert das grundlegende Eindringen in die Feurige Welt.
133. Bestimmte Metalle lassen sich leicht verbinden, andere hingegen stoßen einander ab. Man sollte diese Richtlinien von Gut und Böse beachten. Beide Seiten schaffen
völlig verbundene Ketten. Doch bei einer Regierung liegt das Haupthindernis im mechanischen Vermengen gegensätzlicher Prinzipien; daraus ergibt sich eine vorzeitige Auflösung. Das Herz und die Verbindung mit der Hierarchie werden eingeben, wo es die Verbindungsglieder geben könnte. Der Mensch bedarf des Gleichgewichts zwischen Herz und Verstand. Zusammenarbeit ist Bestätigung des Gleichgewichts. Die heilige Zahl des Pythagoras ist das Gleichgewicht der Schönheit. Vieles von diesem Grundsatz ist für die gegenwärtige Zeit unanwendbar geworden. Es ist eine schwere Aufgabe, zu den Menschen über Gleichgewicht zu sprechen.
134. Wettstreit ist ein schwieriger Begriff. Nur das feurige Herz versteht es, sowohl auf der lichten als auch auf der finsteren Seite das rechte Maß anzulegen. Reines Verstehen der Selbstvervollkommnung erleuchtet Wettstreit. Doch ist das Bewusstsein wild und ungezügelt, führt Wettstreit zur gegenseitigen Zerstörung. Wettstreit ist von Neid umgeben. Er führt zu den raffiniertesten Verbrechen. Zusammenarbeit muss den Ausgleich missverstandenen Wettstreits schaffen. Es ist nicht leicht, sich für vernünftigen Wettstreit die Grenze zu setzen. Das Wort Wettstreit an sich ist schon gefährlich; in ihm kommt Eifersucht zum Ausdruck, anders gesagt, bestechliche Hingabe. Deshalb ist es gut, den Begriff Wettstreit, wo immer möglich, mit jenem der Vervollkommnung zu ersetzen. Viele Begriffe müssen in ihrer gegenwärtigen Benennung revidiert werden. Man muss anerkennen, dass eine richtige Glaubensgeschichte die Wurzeln von vielen entstelltesten Begriffen enthüllen würde. Man sollte darum besorgt sein, dass die Sprache nach den Grundideen erklingt und so klar wie möglich
zugeschnitten ist. Man kann die Sprache mit neuen Definitionen bereichern, aber sinnloses Geschwätz wird von keinem Nutzen sein. Jeder Buchstabe bedeutet durch seinen Klang eine Schwingung der Zentren. Es ist töricht, nutzlos die Harmonie zu stören. Wendet eure Aufmerksamkeit der Klangfülle der alten Ortsnamen zu. Die neuen Orte erzeugen nicht immer die gleiche nutzvolle Schwingung. Die alten Namen hatten eine zeitlose Bedeutung. Oft kann selbst die Philologie die von mächtigen Völkern eingesetzten Wurzeln nicht entdecken. Umso sorgfältiger müssen wir dann ein zwar unbekanntes, aber unsere Herzen zum Klingen bringendes Erbe beachten.
135. Es sei an folgendes Märchen erinnert: Ein Denker überbrachte einigen Leuten in einem verschlossenen Kästchen ein wunderbares Heilmittel. Niemand von den Leuten konnte sich entschließen, dieses Kästchen zu öffnen, denn ihrem Wesen nach urteilend, vermuteten sie darin eine Viper oder etwas Giftiges. So kann man den schönsten Schatz darbieten, aber die Menschen werden ihn für Gift halten. Das heißt, die Menschen nehmen einen Schatz, getrieben von Ängsten vor Unglück, in Empfang. Was muss dann geschehen, wenn Satan das Misstrauen so fest eingeimpft hat?
136. Gesegnet seien jene, die auch nur einmal darüber nachdachten, welche Möglichkeiten sich ihnen für den Dienst bieten. Ein solcher Gedanke öffnet schon die ersten Tore zur Feurigen Welt. Wer immer in seinem Stolz meint "Er werde es allein erreichen", der dient bloß seinem eigenen Ich. Welche Absonderung erklingt im Prahlen des Ichs! Welche Einöde ist der Kerker der Ichsucht! Wie freudvoll hingegen ist der Gedanke
"Auch das kann ich Dir noch darbieten, Herrscher!" Für solch eine Herzensdarbietung gibt es keine Beschränkungen! Wird das Herz nicht erhoben, indem es den Schatz der Darbietungen zu finden sucht? Die feinstofflichsten Gedanken umgeben solche Bittgebete. Die Herzensdarbietung ist wirklich ein Gebet. Sie öffnet viele Tore. Nicht im Bewusstsein seiner eigenen Verdienste, sondern sich selbst ganz darzubieten hilft, über die Schwelle zu treten. Vollendete Darbietung führt an allen schrecklichen Erscheinungen vorbei. Zu den auf der Schwelle Verweilenden kann man sagen: "Meine Zeit erlaubt es nicht, den Blick euch zuzuwenden." Auf diese Weise bringt die Darbietung Erleichterung.
137. Es ist wirklich unstatthaft, Karma willkürlich oder gewaltsam ändern zu wollen. Die Herren des Karma fügen jede Gewalt dem Kelch der Verurteilung hinzu; doch Sie können Karma erleichtern, wenn es endlose Vervollkommnung und Darbietungen gibt. Seien wir bereit, das Bestmögliche zu vollbringen, erleichtern wir uns auf diese Weise den Pfad zur Feurigen Welt. Es liegt nicht an uns, zu ermessen, was das Beste ist, jedoch der Herzenswunsch führt zu den leuchtenden Toren. Weist jeden selbstsüchtigen Gedanken von euch und überlasst es dem Herzen, dem kürzesten Weg entlang zu führen. Das Herz wurde als der im Brennpunkt stehende Magnet zur Feurigen Welt verliehen. Nicht ohne Grund sind sowohl auf Erden als auch in der Feinstofflichen Welt viele Herzen bedrückt. Gewiss, das Herz ist feuriger Natur und grämt sich über alle Hindernisse, die es davon abhalten, in die Heimat zurückzukehren.
138. Es ist richtig, sich vom Spiritismus fernzuhalten. Die Finsteren wählten diesen Weg, damit das Böse durchdringe und verbreitet werde. Man kann alles in Lauterkeit überdenken, aber ein trübes Bewusstsein findet in allem den Weg in die Finsternis.
Vor allem jetzt ist es notwendig, jeden dunklen Kanal zu meiden. Man muss ganz dem Lichte zustreben. Ich versichere, dass es jetzt notwendig ist, sich im Herzen zustärken, denn die Zeit ist von Gift erfüllt.
139. Wer würde schweigen, wenn Gotteslästerung begangen wird? Jedes lebendige Herz wird sagen: "Wir sind nicht mit euch, Gotteslästerer!" Gotteslästerung ist eine gefährliche Krankheit. Doch darin, dass sie eine Krankheit ist, liegt keine Rechtfertigung; denn diese Krankheit ist äußerst schändlich. Ein lebendiges Herz wird sich der Seuche der Gotteslästerung auf jeden Fall widersetzen. Man denke an die heldenhaften Widersetzungen von Seiten der Kinder, sofern ihre Herzen rein sind.
Gesegnet sei, wer sich der Gotteslästerung widersetzt!
140. Es ist nicht nur notwendig zu erkennen, dass es keine Leere gibt, sondern auch, für das uns umgebende Leben Verständnis aufzubringen. Das Leben, als das Verbindende und sich gegenseitig Nährende zu verstehen, führt zur Erkenntnis der Allgegenwart der psychischen Energie. An den kleinsten Beispielen unvollendeter Mikroorganismen kann man eindrucksvoll die völlige Sättigung studieren. Verschiedene Ströme, Strahlen und Chemismen durchdringen eine Unzahl von Wesenheiten, und die psychische Energie hält sie nicht nur nicht zurück, sondern sie übermittelt sie sogar weiter. Sprechen wir von der reinsten Luft, oder gar vom reinsten Prana, so setzen wir nichtsdestoweniger alles darin Enthaltene voraus - die darin enthaltenen verschiedenen Spannungen. Eine solche Vorstellung physischer Sättigung wird zur Erkenntnis der Höheren Welten beitragen. Wahrhaftig, alles lebt und offenbart gleichzeitig Energie. In dieser einfachen Sachlage
besteht die Möglichkeit der Umwandlung alles Bestehenden. Tod wird zur Umstellung und Leben unvermeidlich zur Zusammenarbeit. Die ganze Annäherung an die Feurige Welt besteht in der Anwendung von übereinstimmenden Eigenschaften. Es ist traurig zu sehen, wie sich die Menschen beschränken und das Universum zu entstellen suchen. Vielleicht werden Überproduktion, Wettstreit und Entstellung des Lebenssinns die Menschheit in eine Sackgasse führen, und dann wird sie genötigt sein, diesem Einhalt zu gebieten und nachzudenken. Wenn alle Beschränkungen aufgehoben werden, wird die Anerkennung der Höheren Welten Fortschritte machen. Zur Feurigen Welt aufrufend, müssen wir als Vergleich zu Mikroorganismen Zuflucht nehmen und die Menschen auf diese Weise veranlassen, über ein stets erfülltes Leben nachzudenken. Wahrhaftig, es ist leichter mit dem Herzen denken, über alle Mikroorganismen hinaus. Zu solch einer Lösung muss aufgerufen werden.
141. Man kann beobachten, wie heftig die Menschen jetzt gegen den Begriff Führer Einspruch erheben, ihn aber gleichzeitig inbrünstig erwarten. Es ist lehrreich, den Zwiespalt der Gehirn- und Herzensvorgänge zu beobachten. Das Gehirn folgt dem herkömmlichen Denken und wiederholt Singsang-Formeln. Doch das Herz, selbst wenn es schwach und unausgeglichen, bewahrt Körnchen der Wahrheit. Wo das Gehirn in Verneinung Stärke findet, erbebt das Herz indes, obgleich zaghaft, in der Freude, der Findung der Lösung nahe zu sein. Menschen, die gegen eine Aufbaubewegung Einwand erheben, haben dafür ihrerseits meist nichts zu bieten. In der Tat, solche Widersacher finden sich unter den ersten, die einem Führer folgen. Sie werden zwar über Misshelligkeit flüstern, jedoch willig und genau
einen Befehl ausführen. Sie werden die Hierarchie nicht aufgrund ihrer sklavischen Natur anerkennen, sondern der Arbeit ihres Herzens wegen. Das heißt, dass es im Augenblick der Gefahr notwendig ist, das Gleichgewicht rund um eine Autorität aufrechtzuerhalten. Deshalb möge sich der Führer von diesen gespenstischen Stimmen nicht verwirren lassen.
142. Warum gibt es so viele Prüfungen, wenn das Herz geistige Umwandlung vollbringen kann? Die Antwort ist einfach - das Herz wurde vernachlässigt und im Leben nicht genutzt. Auf diese Weise müssen viele Menschen ihr Bewusstsein durch Prüfung verbessern. Wenn ihr Diener anheuert, prüft ihr sie entweder durch eine bestimmte Aufgabe, oder ihr vertraut ihnen, indem ihr ihnen in die Augen geschaut habt. Auf diese Weise kann in einem Blick auch das Herz überzeugend aufblitzen. Verstand jedoch kann die Augen den Zinnschalen gleichsetzen. Ratet daher, bei jeder Möglichkeit auf die Strahlung der Augen zu achten.
143. Was bedeutet Liebe zum Guten? Man muss begreifen, dass dies nicht allein das Vollbringen guter Taten umfasst, sondern auch die Fähigkeit, vom Guten entzückt zu sein. Die letzte Bedingung wird gewöhnlich nicht angenommen und bleibt unverstanden; sie muss dem Menschen anerzogen und eingeprägt werden. Nur das Entzücktsein vom Guten spendet Herzenswärme. Die Liebesäußerung zum Guten enthüllt viele sich diesbezüglich aufdrängenden Einzelheiten des Guten. Es werden nutzvolle Vergleiche, die das Herz verfeinern können, übersehen. Solche Verfeinerung wird vor der Zufügung von Beleidigung bewahren. Wer beleidigt, der hat sich die Feurigen Tore schon verschlossen; er suchte menschliche Würde herabzusetzen und setzte sich auf diese Weise vor allem selbst herab. Als Ich über die Feurige Welt sprach, waren als feste Grundsätze für den Aufstieg natürlich
in erster Linie Liebe zum Guten verstehen. Und wie schön ist es, sich über das Gute freuen zu können! Wie auserlesen ist es, die Lotosblätter des Guten zu erkennen! Und wir freuen Uns über jeden solchen Ausdruck der Freude. Denn solche Freude am Guten ist rein! Auf diese Weise möge sich jeder, der von der Feurigen Welt träumt, vor allem mit Liebe zum Guten ausstatten.
Die Zeiten sind derart angespannt, dass Ich eine Weisung geben möchte: "Möge sich jeder, der beleidigt, selbst anklagen, da Wir ihn nicht schützen werden." Es gibt genug Erschwernisse. Wir müssen die Energie gerecht abwägen. Möge jeder sein eigenes Herz fragen, wo die Grenze der Beleidigung ist? Es ist unzulässig, die Kräfte durch gegenseitige Kränkungen zu missbrauchen.
144. Dem Bewusstsein angemessene Eigenschaften bieten die Möglichkeit, die Feurige Welt zu betreten. Auf diese Weise muss neben Liebe zum Guten Abneigung gegen das Böse vorhanden sein. Liebe zum Guten allein, ohne Abneigung gegen das Böse, wird nicht echt sein. Die Abneigung gegen das Böse ist eine höchst wirksame Eigenschaft, sie ist der Prüfstein gegen das Böse. Der Verstand kann Böses nicht hinreichend erkennen. Es gibt Überlegungen, in denen sich eine Viper verbirgt. Aber das Herz, das sich vom Bösen abgestoßen fühlt, irrt nicht. Die Nervenzentren sträuben sich gegen die Berührung mit dem finsteren Prinzip. Es ist unmöglich, dieses Zeichen des Herzens nicht zu beachten; und dann entfaltet sich die Widersetzung gegen das Böse. Man kann beobachten, dass der Herzensstrom die strahlende Rüstung augenblicks stärkt. Zu solch einem Krieger kann man sagen: "Wahrlich, Bruder, du hast dich gerüstet." Oder wie ein Einsiedler, der sich mit einem ein wildes Tier witternden Hund verglich, sagte: "Obgleich das Auge noch nicht sieht
und das Ohr noch nicht hört, empfindet das Herz schon und wappnet sich; denn für das reine Herz ist Böses unerträglich." Böses kann sich in viele Gewänder kleiden, aber ein wachsames Herz kann keine Maske täuschen. Auf diese Weise lasst uns die für die Feurige Welt notwendigen Eigenschaften studieren.
145. Manchmal seht ihr euch in einem genauen Ebenbild lebendig vor euch. Solch eine Vision veranschaulicht, dass das Auge nur eine Akkommodation ist und das Sehvermögen in den Nervenzentren ruht. Solch eine Anspannung des Zentrums kann ebenfalls als eine feurige Eigenschaft angesehen werden. In der Feurigen Welt gibt es eine Vision des Geistes, die keiner Anpassung des Auges bedarf. Inhaber des feurigen Auges zu werden ist leichter, wenn man bereits im irdischen Zustand fähig war, Blitze solch geistiger Scharfsicht wahrzunehmen.
146. Wunscherfüllungen finden häufiger statt, als man denkt. Doch man muss solch eine Erfüllung anerkennen. Man muss solch eine Regung gleich zu Beginn wahrnehmen. Es gibt viele Fälle, in denen Menschen den Beginn von Wunscherfüllungen ungestüm unterbinden. Auch in dieser Beziehung kann man raten, Reizbarkeit und Zweifel zu vermeiden. Wie die Wolken die Sonne verhüllen, so unterbricht Reizbarkeil die Leitung des Herzens.
147 In allen Dingen sind neben vollkommenen auch chaotische Teilchen zu finden. In jeder Sache kann man entweder die vollkommenen oder die chaotischen Teilchen zur Wirkung bringen. Neben magischen Anrufungen, gegen die Wir des Öfteren gesprochen haben, führt jeder Mensch durch die Herzenergie
laufend Anrufungen durch. Denkt ein Mensch an die Unbequemlichkeit eines Gegenstandes, wird dieser tatsächlich unbequem. Denkt ein Mensch hingegen an einen schönen Gegenstand, beginnen dessen vollkommene Teilchen zu wirken. Unwissende Leute schreiben solch eine Erscheinung der Autosuggestion zu, doch jene, die über das Wesen der Dinge Bescheid wissen, verstehen dies als Gedankenmagnetismus. Natürlich, er äußert sich in verschiedenen Graden, doch immer kann man beobachten, dass der Gegenstand durch den menschlichen Gedanken gleichsam belebt wird. Der Mensch muss diese natürliche Kraft jedoch erkennen, um sie in allen Lebenslagen segensreich anzuwenden. Auf diese Weise empfehlen bekannte Yogis ihren Schülern oft, mit den Gegenständen zu sprechen. Worte sind Schiffe der Gedanken. Solange wir nicht gelernt haben, mit den Gegenständen umzugehen, werden wir die für die Feurige Welt notwendige Gedankenkraft nicht begreifen. Betrachtet es als Glück, dass es möglich ist, sich auch im irdischen Gedanken den richtigen Umgang mit Gegenständen anzueignen.
Ist es nicht schön, dass selbst die unbegabtesten Menschen die schönen Teilchen hervorrufen und den Fluss der chaotischen zum Stillstand bringen können? Man möge verstehen, dass unsere Sinne auch durch Anerkennung von Leben in allem Bestehenden, an dem wir teilnehmen, geschärft werden können.
148. Erinnerungsgegenstände nehmen leicht die Bedeutung von Talismanen an. Auch Gedenktage erweisen sich als nützlicher Rhythmus. Man muss verstehen, dass Erinnerungsgegenstände Wellen von Liebe hervorrufen und eine Reinigung der Aura herbeiführen.
149. Vergesslich wie der Mensch einmal ist, vergisst er seine eigene Bestimmung. Die Legende über den tierischen Zustand
ist nicht ohne Grund erwähnt worden. Dem Menschen sind viele Vorbilder gegeben worden, um ihn in guten Zeiten zu warnen, aber nie zuvor gab es so viele tierische Menschen. Und ihr Äußeres enthüllt das innere Geschwür bloß. Die Lehre ruft die Menschen auf, sich selbst zu helfen und ihre eigene Natur zu achten. Doch das tiefste, finsterste Geschwür ist in jenen vorhanden, die auf Satan vertrauen! Es ist schwierig sich vorzustellen, wie viele Menschen sich satanischen Riten hingeben! Ganze Schulen befleißigen sich, solch schädliche Grundsätze zu verbreiten. Es wurde euch bereits vieles über Schreckenstaten berichtet doch nehme Ich neue Vergehen wahr, kann ich nicht umhin, euch nochmals zu warnen. Wundert euch nicht über Schwindelgefühle und Kopfschmerzen; jedes Teilchen eurer Energie ist angespannt und steht Wache; denn ihr habt euch vor vielen Geschossen zu schützen. Von den Finsteren wird eine nie dagewesene Nekromantie angewandt, um die niedersten Geister heraufzubeschwören; gleichgültig gegenüber den Folgen wollen sie sich eben für eine Stunde stärken. Doch gewiss, ein Gegenschlag rückt an!
150. Man muss genau unterscheiden, mit wem man arbeiten kann, doch hat man eine Auswahl von Mitarbeitern getroffen, sollte man sie nicht an die Vergangenheit erinnern. Wer weiß, was in der Vergangenheit geschehen sein könnte! Meistens werden die Menschen in den Fallstricken der Vergangenheit verfinstert. In der Tat, sie hindern das Wesen des einzelnen, sich gänzlich der Zukunft zuzuwenden. Und welch kleine irdische Steine der Vergangenheit hindern einen, auf dem Pfad schnell voranzukommen! Aber man sollte sich den eiligen Pfad aneignen, es gibt keinen anderen. Viele Unglückliche und Leidende zählen die Augenblicke - Hilfe erwartend. In der Tat, sollten wir uns da nicht beeilen?
151. Zwischen Widerspruch und besonderer Arbeitsweise sollte man genau unterscheiden. Schaft jemand linkshändig, so wird die Bedeutung seiner Errungenschaft der rechtshändig geleisteten Arbeit nicht nachstehen. Doch die Menschen sind in herkömmlichen Maßstäben verstrickt; sie können sogar jetzt nicht begreifen, worin der Wert der Arbeit liegt, und jede ungewohnte Methode erweckt sofort ihren Argwohn. Welch nagende Eigenschaft ist der Argwohn, er hat mit der Feurigen Welt nichts gemein! Das Aufkommen von Argwohn stellt den Menschen unter das Tier, denn letzteres behält seine Instinkte, Argwohn hingegen zerfrisst alle Gefühle. Er ist in der Tat ein Überbleibsel aus der finsteren Vergangenheit. Glücklicherweise ist er durch Suggestion zu heilen; doch man sollte diese Ansteckung nicht verniedlichen.
152. Man muss den Pfad der Feurigen Welt lieb zu gewinnen. Jedes Streben ist nutzlos, wenn es nicht durch Liebe behütet wird. Gerade das Feuer der Liebe steht in seinem Chemismus der Feurigen Welt am nächsten. Lasst uns daher sogar in schwierigen Tagen Ströme der Liebe schaffen. Selten begreifen die Menschen, dass Liebe tatsächlich ein feuriges Prinzip ist. Meistens unterdrücken die Menschen die heilsamsten Eigenschaften der Liebe. Gerade durch diese Eigenschaften besiegt der Mensch die Finsternis am leichtesten. Wir wollen keine Beispiele anführen, sondern bloß die Heilkraft der Liebe hervorheben. Die Menschen fühlen sich durch Heilkraft besonders angesprochen. Sie träumen von einem Lebenselixier, doch ihr armseliges Vorstellungsvermögen reicht über das Erdenleben nicht hinaus. Doch lasst uns nicht vergessen, dass Vorstellungsvermögen eine Eigenschaft der Feurigen Welt ist.
153. Nicht allein zeitweilige Abwesenheit, sondern auch andere ihr verwandte Erscheinungen kann man bemerken. Zum Beispiel: ein Mensch legt sich mit einem bestimmten Gedanken schlafen und erwacht mit dem daran anknüpfenden Wort. Das heißt, sein Geist weilte auf einer völlig anderen Ebene, und nachher konnte sein irdisches Bewusstsein wieder an das bestimmte Wort anknüpfen. Das heißt, dass in der Feinstofflichen Welt eine völlig andere Bewusstseinsebene gebraucht wird. So muss es sein. Doch bewahren die Menschen auch dort das irdische Bewusstsein, dann wird ein solch plumpes Denken sogar schädlich sein.
Man stelle sich vor, ein Mensch tritt aus einem dunklen und stickigen Raum in einen wundervollen Garten. Wenn solch eine einschneidende Veränderung sein Denken nicht erneuert, so erweist er sich als höchst unempfindlich. Solche Persönlichkeiten findet man unter den seelenlosen Menschen. Doch wie widerwärtig sind sie inmitten einer schönen, erhebenden Umgebung - wie ein Schmutzfleck! Doch sogar irdischer Schmutz ist schwierig zu entfernen; deshalb sind Wir bemüht, das Bewusstsein über die Feinstofflichen Welt in die Feurige zu versetzen. Oft steht solche Bestrebung mit den Kräften des einzelnen nicht im Einklang, doch sogar im schlimmsten Fall erhebt sie in die Sphären der Feinstofflichen Welt. Jedoch Krämer verlangen sehr viel, damit sie wenigstens etwas empfangen. Ein schwacher Trost! Um in der Feinstofflichen Welt ein wenig voranzukommen, möge das Bewusstsein von Herrlichsten Garten angezogen werden. Das ist Unser Befehl - ohne jedwede Geringschätzung.
154. Ihr habt gelesen, dass die Alten bei Verbindung mit Höheren Kräften ihren Kopf mit einem Umhang bedeckten, und wie es heißt, war dieses Gewebe aus roter Wolle.
Vielleicht habt ihr auch gehört, dass die Ohren mit roter Watte verstopft wurden. Solche mechanische Mittel hatten ihre Bedeutung, sie dienten als Schutz gegen Strahlungen und verdichteten die Energie. Doch wir wollen zu keinem Hilfsmittel mechanischer Art Zuflucht nehmen, da in Zukunft die höchste Bedeutung in der direkten Verbindung mit der Hierarchie liegt. Nur das in Liebe gehüllte Herz verbindet uns mit den Höheren Kräften. Der Mantel der Liebe ist der heiligste.
155. Weiß ein Mensch, wann er seine beste Tat vollbringt? Wer kann sagen, welches seiner Worte den meisten Einfluss ausübte? Welche Person kann sagen, welcher ihrer Gedanken die höchsten Sphären erreichte? Niemand kann dies von sich wissen. Vielleicht würde solche Kenntnis das Streben nach Entwicklung unterbrechen, denn sie könnte Stolz hervorrufen. Der Gedanke erreicht manchmal wirklich die Höheren Sphären und verweilt wie ein Tautropfen nahe dem Altar. Aber eine Selbstbewertung solch eines Gedankens nach irdischen Maßstäben ist unmöglich. Die Menschen weisen auch sehr oft jene Gedanken geringschätzig ab, die den Höchsten Herzen Freude bereiten. So lasst uns die besten Gedanken in den Raum senden. Wir brauchen uns nicht mit dem Bewusstsein unserer Flüge zu schmücken. Mögen sie das Herz als tägliche Nahrung für die Wahrnehmung der Feurigen Welt stärken
156. Was ist Schwermut? Viele verwechseln sie mit Autosuggestion, doch letztere ist nur die Folge der ersteren. Schwermut ist an sich sehr ansteckend und vernichtend. Physiologisch kann sie als Zersetzung
der Herzenergie bezeichnet werden. Solch ein Vorgang unterbricht die schützende Arbeit der Nervenzentren. Der Eintritt des Feindes in das Bollwerk ist keine Sache der Autosuggestion, sondern er ist weit schlimmer, anstatt Widerstand zu leisten, öffnet der Verteidiger des Bollwerks dem Feind die Tore. Schwermut ist schwierig zu heilen, da sie nicht immer der Suggestion unterliegt. Der Zersetzungsvorgang kann durch Suggestion nicht verdrängt werden. Das verletzte Nervengewebe muss geheilt werden. Hier kann Stärke nur durch Heldentat der Nerven aufgebaut werden. Folglich müssen schwermütige Personen völlig Unerwartetem gegenübergestellt werden, um die wirksamsten Einwirkungen zu erzeugen und eine unmittelbare Anspannung des Nervengewebes zu schaffen. Solch eine Anspannung wirkt auf die Nervenzentren wie eine Gymnastik. Ruhe und Schonung der Nervenzentren sind nicht immer nützlich, ungeachtet der üblichen Ratschläge herkömmlicher Ärzte. Im Gegenteil, die alte Weisheit besagt: "Wenn du Angst hast, sollst du doppelt erschreckt werden. Bist du frei von Angst, wirst du die Feurigen Tore schauen." Schwermut darf nicht mit Zweifel verwechselt werden. Freilich sind beide Schwestern einer Mutter - der Unwissenheit. Schwermut ist eine gewisse, zurechtgelegte Denkart, während Zweifel ein finsteres Hindernis darstellt. Es ist schwierig zu sagen, welche der beiden Vipern schädlicher ist. Man sollte sich von Schwermut, dem Hindernis zur Feurigen Well, befreien. Vieles wird fälschlich für verwandt gehalten. Denkt über verschiedene Feinheiten von Begriffsbestimmungen nach. Wer weiß, welche von ihnen die weiteste Sicht in der Erkenntnis von Ursache und Wirkung erschließen wird?
157. Sicherlich, Grausamkeit muss ausgerottet werden, nicht allein grausame Handlungen, sondern auch grausame Gedanken. Letztere sind schlimmer als eine Handlung. Es ist vordringlich, dass der Staat Maßnahmen trifft, das Entstehen von Grausamkeiten von klein auf zu verhindern. Die Menschheit muss von dieser unmenschlichsten, stumpfen und unheilvollen Finsternis niederen Denkens wie von Lepra befreit werden. Kinder sind so lange nicht grausam, solange sie nicht die erste grausame Handlung sehen, die den Strom finsteren Chaos enthüllt. Nur wenige sind bereit, sich dem Strom der Finsternis zu widersetzen. Solche Bewusstseinsaufspeicherung ist selten. Man kann nicht annehmen, dass diese Errungenschaft jeder besitzt; im Gegenteil, doch man sollte der niederen Stufe gemäß Maßnahmen treffen. Lasst uns auch nicht in unüberlegter Weise das hohe Gebot wiederholen "Du sollst nicht töten", sondern lasst uns darüber nachdenken, womit am meisten getötet wird, mit der Hand, mit dem Wort oder mit dem Gedanken? Man sollte daran denken, dass die Menschen gedanklich immer zum Mord bereit sind.
158. Ihr selbst wisst, dass der Pfad der Selbstlosigkeit der sicherste ist. Lasst uns an die Gefahren denken, denen wir durch Edelmut entronnen sind. Vielleicht kennen wir die Grenzen und Ausmaße solcher Gefahren gar nicht. Aber das Herz ist Zeuge dafür, dass gerade der gute Wille in den schwierigsten Stunden eine Hilfe war.
159. Der Vergleich der Eigenschaft der Gedankensubstanz mit jener der Gase ist richtig. Jedes Gas hat außer seiner bereits enthüllten Eigenschaften viele andere, die sich für die Erforschung mittels physischer Apparate eignen. Niemand wagt zu behaupten, wann die Wirkung eines Gases schwand, es lässt sich nur feststellen, dass unser Apparat die Wirkungen der Gase nicht mehr registriert. Aber
niemand kann sagen, in welchem Ausmaß das Gas den Raum verwandelt, in den es eindringt, und inwieweit es die menschlichen Wesen beeinflusst. Ebenso wenig kann das Feld der Gedankenausdehnung absolut bestimmt werden. Ähnlich kann niemand physisch bestimmen, inwieweit der Gedanke das Leben beeinflussen kann. Es ist erstaunlich, dass das Leben einer stark gehassten Person manchmal gleichsam keiner Gefahr ausgesetzt ist. Dafür gibt es viele Gründe. Vielleicht ist diese Person für das Karma eines ganzen Landes notwendig. Vielleicht ist der Gedanke nicht stark genug und unrhythmisch. Und schließlich wird vielleicht die Gedankenaufspeicherung nicht augenblicks, sondern morgen zu wirken beginnen. Auch in diesem Fall sind irdischer Maßnahmen relativ. Der Gedanke wird vor allem durch Unkenntnis des Karma geschwächt. Es bedarf viele Anstrengungen von Seiten der Menschen um das schöne Gesetz von Ursache und Wirkungen im Gedächtnis zu behalten. Ein Rat kann erteilt werden: niemals auf böswillige Ratschläge hören!
160. An vielen Beispielen lasst sich erkennen, wie weise die Hierarchischen Kräfte des Fortschritts verteilt sind. Ihr seht selbst, wie ein von euch verehrter Berufener im Ashram verblieb, weil Seine geistigen Kräfte nahe dem Herd der Aufspeicherungen entflammten. Nur der Unwissende wird glauben, dass Er bloß aus irdischen Erwägungen nicht auf dem Schlachtfeld erschien. Wer eine Vorstellung von geistigen Kräften hat, wird zustimmen, dass es allein weise ist, sie bewusst anzuwenden. Auf diese Weise lasst uns die Zweckmäßigkeit erkennen; ihrer bedarf es auf dem Pfad zur Feurigen Welt in hohem Maße.
161. Verehrung des Lehrers ist ein Heilmittel gegen alle Leiden. Seid ihr ernsthaft krank, so wendet euch dem Herrscher zu.
162 Es fällt euch schwer, die Redewendung "Er wurde damit völlig erfüllt" zu übersetzen. Ihr habt Recht, in den dem Sanskrit fern stehenden Sprachen ist es nicht leicht, besonders in Bezug auf die Höhere Welt, den entsprechenden Ausdruck zu finden. Man müsste sagen: "Er wurde entflammt" oder gar "Er entbrannte", um den Begriff der Verzückung nicht zu entwürdigen. Bei den Begriffsbestimmungen gibt es viele Missverständnisse. Ausdrücke, die das Hohe anstreben, sind davon besonders betroffen; nur Menschen, die selbst bestrebt sind, verstehen sie anzuwenden, doch deren gibt es wenige. Deshalb beginnen sich die Sprachen unbedeutenden Begriffen zuzuwenden; sie bereichern sich mit mechanischen Ausdrücken, doch es wird gar nicht darauf Bedacht genommen, den Gleichklang mit den Höheren Welten zu finden. Wendet eure Aufmerksamkeit den neu geprägten Worten zu. Ist es durch sie nicht möglich, die Bewusstseinsebenen abzuschätzen! Denn man sollte die Höheren Welten auch mit erlesenen Ausdrücken verehren, so dass die Feurige Welt auch im irdischen Klang verherrlicht wird. Auf diese Weise lasst uns wiederholen, dass die Jugend Zeit finden mäße, sich im Denken zu erheben. Aus der Eigenschaft des Denkens wird das Wort geboren.
163. Es sollte einen nie betrüben, die Weisungen der Hierarchie auszuführen. Viele Fruchte werden durch Betrübnis bitter. Es ist in vielem notwendig, dem höheren Verstehen näher zu kommen. So sollte man zum Beispiel das Gefühl der Entfernung überwinden. Für den Geist ist es gewiss nicht vorhanden, und wenn wir unser Bewusstsein in die geistige Sphäre versetzen, dann stellt sich auch unser Gefühl entsprechend um. Mit anderen Worten, es erweitert sich. Und zudem verleiht die Verbindung mit der Hierarchie gewissermaßen einen neuen Notenschlüssel für
unser ganzes Tun. Auf diese Weise lasst uns näher sein, noch näher, damit sich keine Viper einschleichen kann.
164. Beachtet, dass die Menschen dem Denken und Handeln gemäß zu unterscheiden sind. Die Menschen sollten nach ihren Werken beurteilt werden; doch man muss bedenken, dass allein Übereinstimmung im Denken, im Wort und in der Tat sich als Hilfe zur Annäherung an die Feurige Welt erweist. Man muss über alle giftigen Gase dahin gelangen. So viele Bewusstseine müssen zusammengeführt werden, um Abweichung vom Pfad zu vermeiden. Es werden viele Stimmen rufen und viele Worte erklingen, aber man sollte nicht zurückblicken. Man sollte sich an eine Richtung halten und das Vorherbestimmte nicht eintauschen. Auf diese Weise lasst uns dieses Gesetz im ganzen Leben befolgen. Wer meint, anders handeln zu können, der irrt; im Großen wie im Kleinen gibt es nur ein Gesetz - einen Rhythmus. Lasst uns daher voranschreiten, ohne betrübt zu sein.
165. Arger ist eine Weltplage. Sie wirkt auf die Leber und erzeugt bestimmte Bazillen, die sich mit höchst ansteckender Wirkung ausbreiten. Wenn Kaiser Akbar8 bei jemandem Ärger bemerkte, ließ er Musiker kommen, damit ein neuer Rhythmus die Ansteckung zunichte mache. Diese Tat zeitigte sogar physisch segensreiche Ergebnisse.
166. Druckt man auf die Augen oder reibt sie, so erscheinen Farben, die ganz grob an das Strahlen der Zentren erinnern. Wenn eine grobe Berührung sichtbares Leuchten erzeugen kann, dann kann die Berührung einer höheren Energie sicherlich schöne Farben des Geistes vermitteln. Vom Groben bis zum Höchsten ist es notwendig, die Sättigung mit räumlichem Feuer zu erkennen. Man sollte mit der bewussten Annahme
der räumlichen Zugänglichkeit vertraut werden. Jedoch sollte man sich solch einer Verschmelzung anpassen. Vergessen wir nicht, dass zur Verbesserung des Lebens und zur Verfeinerung des Bewusstseins alte Offenbarungen gegeben wurden. Auf diese Weise wurde die Verbindung mit den Höheren Welten direkt aufrechterhalten. Doch später erfolgte ein Abbruch, und es begann das Suchen nach mechanischen Mitteln, mit der Absicht, die Lösung der Verbindung doch nicht vollends aufzugeben. Man sollte bedenken, dass im Kali Yuga solche Methoden unwirksam wurden und sogar ein Vermischen mit den niederen Schichten der Feinstofflichen Welt stattfand. Doch Satya Yuga erfordert seinem ganzen Wesen nach die Verbindung mit den Höheren Welten. Deshalb sollte man sich in Vorbereitung auf Satya Yuga wieder der direkten Verbindung mit den Höheren Welten zuwenden, die wahre Ethik anwendend. Sie ist für vorgesehene Entdeckungen, die einem tierischen Bewusstsein nicht gegeben werden können, notwendig. Ich werde nicht müde, immer wieder davon zu sprechen, denn jeder Herd der Erleuchtung des Geistes ist wichtig. Welchen Pfad zur Feurigen Welt konnte es sonst geben, wenn nicht über die Grundsätze der Ethik? Hatha Yoga führt sicherlich nicht zur Feurigen Welt. Genug der Vorbereitungen - man sollte den Höheren Welten eiligst zustreben. Möge jede unserer Zellen Abermillionen Leitungen beinhalten. Die feinstofflichsten Apparate wurden nicht für die Schlafsucht gegeben. Nicht des Zweifels wegen wurden Berechnungen angestellt, die solch riesenhafte Zahlen beinhalten. Sicherlich erinnern sie an die Unbegrenztheit und die Sättigung alles Bestehenden. Auf diese Weise lasst uns von Gedanken über das Raumfeuer durchdrungen sein, über die Möglichkeilen unseres Wesens. Satya Yuga kann nicht ohne Feurige Zeichen nahen.
Was das Nahen von Satya Yuga betrifft, so lasst uns nicht vergessen, dass die Zerstörung alle Maße des Gleichgewichts übersteigt. Die Menschen ahnen nicht, wie sehr die irdischen Leitungen bereits gestört sind. Sie wollen nicht verstehen, dass diese kosmische Störung durch ihre Schuld erfolgt. Sie betrachten sich als Lehrer des Wissens, doch das einfache Gesetz des Guten überzeugt sie nicht.
167. Betrachtet zwei Steine in ihrem Urzustand; sie sind kalt, sie sind in ihrem unbedeutenden Leben erstarrt, doch aus ihnen können auch Feuerfunken sprühen. Das Herz eines Menschen ist nicht schlechter als ein Stein. Sogar der geringste Gedanke eines Menschen ist in seiner Wirkung stärker als ein Mineral. Ich spreche davon, weil es lehrreich ist zu beobachten, wie der Gedanke bei der verborgensten Erinnerung Feuerfunken wachruft. Der völlig unvorhergesehene Gedanke erweckt ganze Gebilde aus dem Gedächtnisspeicher, ganze Epochen, an denen wir teilgenommen haben. Dies ist ein Ablauf von deutlich verwandten feurigen Inhalten. In der Tat, der Funke kann mit augenblicklicher Schnelligkeit verwandte Teile von den verwahrten Schätzen hervorholen. Man kann staunen, wie sicher die Schätze im "Kelch" verwahrt sind - jederzeit bereit, hervorgeholt zu werden. So feinstofflich und schnell kann nur feurige Energie wirken. Die feurigen irdischen Erscheinungen geben ein Bild von der Anspannung der Feurigen Welt. Wenn hier auf Erden etwas durch Schnelligkeit und Genauigkeit in Staunen versetzt, wie kühn und behände ist dann die Feurige Welt! Würden die Menschen die Feurige Welt bloß nicht vergessen - es könnte eine Verbindung hergestellt werden. Bedenkt den Bewusstseinszustand, wenn an so nahe liegende
Grundsätze erneut erinnert werden muss! Lasst uns dennoch sagen: Seien wir von Geduld erfüllt. Es heißt: Bestätigung der Wahrheit festigt die Brücke.
168. Im Allgemeinen ist Nahrung in der üblichen Menge nicht erforderlich. Sehr weise wird gesagt, dass Essen die Fesseln des Teufels sind. Viele Generationen waren mit Gefräßigkeit behaftet. Deshalb bedarf es der Umsicht, Gegenmaßnahmen zu treffen. In letztlicher Analyse sterben mehr Menschen durch Überessen als an Hunger. Zur Überwindung des Atavismus bedarf es eines allmählichen Vorgangs. Man kann Überessen nicht sofort abschaffen, doch es kann darauf hingewiesen werden, dass jedes unnötige Essen schädlich ist.
169. Der Ruf des Herzens wird allgemein als abstrakter Begriff verstanden, doch Ur[usvati] ist anderer Meinung; denn sie hat das Klingen des Herzens in seiner großen Anspannung gehört und kennen gelernt. Es gibt tatsächlich ein solches Klingen, als Ausdruck einer mächtigen Energie. Die gefährlichsten Angriffe der Finsternis scheitern an dieser Energieanspannung. Doch es ist nicht oft möglich, solch einen erstaunlichen Grad an Bestrebung zu erreichen. Das feurige Herz weiß, wann es erforderlich ist, die ganze psychische Energie aufzurufen. Vom Sonnengeflecht und vom "Kelch" sammelt sich ein mächtiger Energiestrom. Vor solcher Entladung weichen die stärksten bösen Sendungen. Wir freuen Uns immer beim Anblick eines solch wachsamen Herzens; denn der Angriff erfolgt immer unerwartet, und die Kraftansammlung ist nur durch große Wachsamkeit möglich. Oft wird diese kühne Wachsamkeit durch Mattigkeit getrübt, was auf die Anwesenheit von finsteren Kräften hinweist. Doch ein flammendes Herz
weicht solchen giftigen Chemismen nicht. Doch denkt daran dass böse Kräfte doppelte, wiederholte Schlage senden, da sie ihre Wirkung auf unvorbereitete Organismen kennen.
Verstärkt eure Wachsamkeit ganz besonders nach dem ersten Versuch.
170 Viele meinen, dass wissenschaftliche Daten sie vor kosmischen Erscheinungen schützen könnten. Man wird euch über das Wissen von Verfinsterungen erzählen, man wird über Sonnenflecken berichten, sogar über das Erscheinen von Kometen sowie kürzlich entdeckte Strahlen; aber man kann das Erscheinen von Meteoren, die gigantische Ausmaße annehmen können, nicht voraussagen. Doch wenn die Menschen vom Entdecken riesiger Bruchstücke von Raumkörpern wissen, so können sie sich gleichermaßen die möglichen verheerenden Folgen vorstellen, welche die feurigen Körper ins Gedächtnis rufen sollten.
171. Die Menschen beklagen sich, dass ihnen das Bild der Feurigen Welt nicht klar erscheint. Lasst uns nicht darüber urteilen, wessen Fehler das ist. Wir schlagen ihnen vor, sich über die Feurige Welt ein Bild nach eigener Vorstellung zu machen. Möge solch eine Vergegenwärtigung auch ärmlich und unklar sein, doch immerhin wäre sie wenigstens ein Beginn. Sie kann auf diese Weise als Anfang gewertet werden, doch es ist schlimm, wenn nichts vorhanden ist, worauf man aufbauen kann. Solch ein Gleichgültigkeitszustand wird mit der Zeit immer schlimmer und zieht wie ein Stein zu Boden. Niemand kann die Grenzen des Bewussteins willkürlich überschreiten. Der Weg der Mitte ist vortrefflich, wenn er auch erhaben ist, aber viele können, die erhabenen Begriffe des Weges der Mitte überhaupt nicht verstehen und verwechseln ihn mit dem Weg der Plattheit.
172. Infolge unbeständigen Denkens nehmen die Manschen weder die Freude noch die Gefahr wahr. Doch wir wollen sie bitten,
immer darüber nachzudenken, wann das Herz über Bedrohungen flüstert, und wann es in neuer Freude erbebt. Man sollte sich auch darüber nicht wundern, dass sich die finsteren Kräfte den heiligsten Orten nähern können. Doch ihr habt solches Erscheinen bereits mitgemacht und wisst, dass völlig Furchtlosigkeit die Grundbedingung dafür ist, welchem Übel auch immer Einhalt zu gebieten. Doch seien wir ehrlich gegen uns selbst, um festzustellen, wo Angst herrscht und wo sie vertrieben wurde. Angst ist eine Waffe der Finsternis.
173. Man möge nicht glauben, das Unsichtbare könne geleugnet werden. Es heißt, dass es keine Handlung gibt, die nicht Folgen hätte, doch dies trifft besonders auf Verneinungen zu. Man mag sich oft fragen, warum die Evolution der Welt so langsam vor sich geht? Verneinung erweist sich als eine der Hauptursachen, denn sie ist tödlich. Sie unterbindet genauso wie der Zweifel alle vorgesehenen Möglichkeiten; die Menschen, die der Verneinung frönen, müssen schließlich deren Folgen ausleben. Wahrlich, Verneinung gleicht einem Mühlstein um den Hals. Darüber ist in der Lehre genug gesagt worden. Doch besonders jetzt ist die Erde mit Verneinungen verseucht. Möge die Masse der Menschen auch der Meinung sein, Verneinung wäre nur vernünftige Kritik, doch Verneinung ist kein Urteil, sie gleicht einem Hindernis für die Wärme eines Kaminfeuers! Sie unterdruckt, aber sie erhebt nicht. Nur Bewusstseinserweiterung kann einen Verneiner beschämen, doch gewöhnlich endet ein derart erstarrter Zustand mit schwerer Erkrankung. In vielen Fällen sollte sich der Arzt mit seinem Patienten vor der Behandlung aufmerksam unterhalten, um dessen Denkart zu ergründen. Jede durch Verneinung entstehende Krankheit
bedarf der Suggestion, um den zerstörenden Vorgang zum Stillstand zu bringen. Manche mögen die Tatsache seltsam finden, dass Behandlung von Krebs und Tuberkulose mit Suggestion beginnen müsste. Ärzte, die keine Suggestionskraft besitzen, werden in jeder Weise protestieren und höchst empört sein, wenn sie hören, dass Krankheiten der Leber, des Magens, der Nieren, des Zahnfleisches sowie Rheumatismus sehr stark vom Bewusstseinszustand abhängen und in erster Linie eine Suggestionsbehandlung erfordern. Das bedeutet, dass Suggestion und Autosuggestion ernsthaft zu erwägen sind. Beide Prozesse sind von feuriger Bedeutung. So steht Verneinung im Widerspruch zur Feurigen Welt.
174. Nicht selten offenbaren Kinder gutes Denken über dir Feurige Welt. Bemüht euch, sie in diesem Denken zu ermutigen, indem feinstoffliches Verstehen angewendet wird; denn sonst kann man sie entweder entfremden, oder ihnen die eigene, persönliche Vorstellung aufdrängen. Mögen Kinder aus ihrer eigenen Schatzkammer schöpfen; sie ist immer bereit, die wichtigsten Einzelheiten zu enthüllen. Die Wissenschaft kann wertvolle Angaben von den Kindern erhalten, doch davon wird zuwenig Gebrauch gemacht. Die Menschen beschimpfen die Kinder und wollen nicht verstehen, dass durch grobe Berührung sehr geschadet werden kann.
175. Die junge Generation neigt oft zur Rohheit. Solch eine Lage ist höchst beklagenswert, da es der Anspannung der besten Kräfte bedarf. Es ist höchst notwendig, zu wiederholen, dass jedwede Rohheit für die Evolution ungeeignet ist. Da es so viele kosmische Gefahr müssen die Menschen verstehen, dass Rohheit Unwissenheit bedeutet.
176. Beobachtet man die beklagenswerten Folgen der Verneinung, so sollte man gewisse wohlgesinnte Menschen dafür nicht tadeln, dass sie in erste Linie ihre eigene Kraft aufwenden, bevor sie die Hierarchie bemühen. Zuweilen zeigt sich, dass die Menschen aus Selbstvertrauen handeln, wenn sie wirklich mit Verehrung zur Hierarchie erfüllt und vor allem bestrebt sind, ihre eigenen Kräfte aufzuwenden, um jede Unze Höherer Energie zu bewahren. Sie sprechen sogar den Namen des Lehrers nicht aus und hüten insgeheim ihr Mantram. Man sollte sich zu den verschiedenen Arten der Verehrung sehr behutsam verhalten. Man sollte alles bejahen, was dem Lichte zustrebt. Wir lehnen allein Verneinung ab. In der Tat, das ganze Dasein des Menschen, der denkt und dem die feinstofflichsten Apparate verliehen sind, ist ein wahres Wunder, das es ohne Vergangenheit und folglich ohne Zukunft nicht geben könnte. Die Feurige Welt ist die vorherbestimmte Zukunft. Wer auf dem Pfade wird zögern, wenn er die große Bestimmung kennt? Wer wird die gegenwärtige Inkarnation nicht achten, wissend, dass sie dem Aufstieg dient? Wer wird die Feinstoffliche Welt verachten, wissend, dass man dort in Gedanken geprüft wird? Auf diese Weise wurde unserem kurzen Aufenthalt hier für einen raschen Fortschritt zur Feurigen Welt die beste Hilfe zuteil. Auf irgendeine Art sollte man die dringenden Lebensfragen mit den höchsten Beschlüssen vereinen. In Wirklichkeit ist das Erdenleben raschen Erkenntnissen hinderlich. Die Menschen träumen davon, das hiesige Leben mechanisch zu verlängern, anstatt freudvolle Bereitschaft zur Entfaltung zu bringen, sich dem Ziele zu nähern. Der Lehrer führt das Bewusstsein des Schülers
auf den kürzesten Pfad zur Erreichung der Feurigen Welt. Der Lehrer bestätigt all das, was nützliche Bewusstseine indirekt näher bringt oder gar vereint, damit jede Tätigkeit das notwendige Maß an Annäherungsbedingungen in sich birgt.
177. Beim Übergang in die Feinstoffliche Welt flammen alle Betrachtungsweisen des Eigentumsgefühls auf, das die Menschen, die durchaus nicht schlecht sein müssen, quält. Man sollte diesen Umstand unverdrossen im Gedächtnis behalten und sich in der Erkenntnis festigen, dass es keinen irdischen Besitz gibt. Vieles ist über persönlichen Besitz gesagt worden, doch nur der feurige Zustand kann die Illusion dieses Eigentumsgefühls unter Beweis stellen. Nur wenn das Bewusstsein unser einziger Besitz ist, fühlen wir die Aufstiegsfreiheit. Es ist sehr schwierig, den Aufstieg, der über die mittleren Ebenen der Feinstofflichen Welt hinausgeht, ins Gleichgewicht zu bringen. Dort denken die Menschen gar nicht daran, sich von aller Art Besitz zu trennen, denn sie bestehen in der Tat nur durch diese Anziehungskraft. Doch wenn eine höhere Erscheinung ihr Bewusstsein ein wenig hebt, setzt ein unglaublicher Widerstreit ein. Deshalb sollte man bereits hier im irdischen Zustand begreifen, worin die nutzlose Bürde besteht. Das sollte nicht der Feinstofflichen Welt, sondern der höheren Welt wegen geschehen.
178. Manche mögen sich wundern, warum die Zeichen aus der Feinstofflichen Welt so merkwürdig sind, und warum sie ein Überlegen und eine Deutung erfordern. Der Grund dafür ist das Karmagesetz. Gerade das Überlegen und das Deuten wecken Selbsttätigkeit und erleichtern auf diese Weise das Karma sogar und schaffen keines. Das heißt, je stärker die Aufmerksamkeit und Findigkeit, umso leichter
können die gegebenen Zeichen gedeutet werden. Die hohen Wesenheiten wollen auf vieles Große hinweisen, aber die gedankliche Zerstreutheit der Menschen verhindert es, dass diese wertvollen Ratschläge sie erreichen. Nicht nur bei Sendungen aus der Feinstofflichen Welt, sondern auch im irdischen Dasein sind Gleichnisse als Mittel indirekten Hinweises verwendet worden. Aber die Geschichte liefert viele Beispiele, nach denen die dringendsten Ratschläge nicht angenommen wurden. Nicht ohne Grund wurde im Altertum die Aufmerksamkeit so stark entwickelt, es gab dafür sogar ein eigenes Lehrfach. Doch heute verstehen nur wenige die Bedeutung der Wachsamkeit, für die anderen sind stärkste Führung und wiederholte Belehrungen, die auf das Karma keine Auswirkung haben können, erforderlich. Doch nur das feurige Herz wird den verborgenen Sinn der feinstofflichen Zeichen begreifen. Mögen die Mitarbeiter die Tatsache erfassen, dass jedes Zeichen seine Bedeutung hat. So viele Hohe Wesenheiten senden Bitten, in der Hoffnung, dass sie verstanden werden. Es gab ganze Epochen, in denen das feinstoffliche Verstehen sich festigte und schärfte, aber nachher verdichtete sich erneut ein blutiger Nebel, und die verfeinerten Empfindungen wurden grob. Gerade jetzt werden von den finsteren Kräften viele Übertragungsversuche aus den besten Schichten der Feinstofflichen Welt vereitelt.
179. Ich beauftrage euch zu bezeugen, dass die Feurige Welt mit allen ihren Daseinsmerkmalen besteht. Feurige Blüten zeichnen sich durch ihre Strahlen ab, aber im Aufbau können sie mit Rosen verglichen werden; kleine Wirbelringe bilden gewissermaßen eine Verbindung mit Blumenblattern. Ähnlich ruft der Ozon im höheren Zustand den Duft von Immergrün hervor. Das Strahlen der Auren ist mit Wolkenbogen vergleichbar, und es gibt Strahlen wie Ströme und Wasserfalle.
Auf diese Art wird der Weise in den höheren Formen Ähnlichkeiten mit irdischen Bildern finden. Er wird das irdische Dasein dabei nicht erniedrigt finden, denn in allen Seinszuständen gibt es dieselbe Grundenergie. Der Weise wird in einem irdischen Körper nicht das genaue Gegenstück Gottes suchen, denn erst der Feurige Körper wird in den gleichen Funken wie die Höheren Wesenheiten erstrahlen. Sollte man in den Schulen nicht aufzeigen, worin wir der Gottheit gleichen und auf diese Weise die alten Bündnisse rechtfertigen, welche die Menschen zur Zielscheibe des Spottes machten? Der höchste Begriff muss in allem bereinigt werden. Man darf sich nicht fürchten voranzuschreiten und wo immer es möglich ist, das Bewusstsein heben helfen. Die Lehre bedarf jener, die Zeugnis ablegen. Sie gibt allen Antwort, ohne Unterschied des Glaubens und der Nationalität. Über alle möge die eine Sonne scheinen. Auf wissenschaftlichem Weg ist es nicht schwierig, über Einheit zu sprechen. Mögen schöne Wechselbeziehungen die unterschiedlichsten Elemente vereinen.
180 Verwechselt Müdigkeit nicht mit Anspannung. Beide Zustände können, trotz ihrer völligen Verschiedenheit, ähnliche Symptome aufweisen. Doch Müdigkeit muss durch Arbeitswechsel überwunden, während Anspannung wirklich verstärkt werden muss. Es wäre ein Fehler, die Anspannung zu zerstreuen. Man muss diese Erscheinung der feurigen Kraft als kostbare Gabe nähren. Jede Anspannung schärft das Bewusstsein. Jede Müdigkeit macht stumpf, doch in beiden Fällen sollten wir nicht vergessen, Moschus einzunehmen. Ur[usvati] hat weise eine Verbindung aus Moschus, Soda und Baldrian zusammengestellt. Sicherlich, die ganz rasche Aufnahme von Moschus in Verbindung
mit Soda, und seine anhaltende Wirkung durch Baldrian ist nützlich. Alle drei Ingredienzien sind feuriger Natur. Nicht ohne Grund wurde Soda in alten Zeiten als Asche des göttlichen Feuers bezeichnet; Sodahalden galten als Lagerstätten der Devas. Baldrian in Verbindung mit Moschus ist besonders wirksam, während Moschus das Feuer entzündet, erhält es Baldrian in einem Gleichgewichtszustand. Bei Müdigkeit wird dieses feurige Heilmittel aufgesogen, um die Nervenzentren zu beleben. Doch bei einem hohen Grad an Bestrebung ist eine langsame Verbrennung nötig, um Erschütterungen und Explosionen zu vermeiden. Doch über allen lebenspendenden Mitteln steht die Verbindung mit der Hierarchie. Moschus kann eintrocknen, aber die Verbindung mit der Hierarchie wird die Kraft erneuern und damit einen unerschöpflichen Vorrat bieten.
181. Neue Kreise von Schülern müssen über das Herz angezogen werden. Wir erachten nicht allein die direkte Übermittlung der Lehre als Errungenschaft, sondern auch die indirekte Sättigung des Raumes durch sie. Wo die Lehre keinen Einlass findet, sollte sie nicht aufgedrängt werden.
182. Kann der Körper verwundet werden? Wie auf Erden, so im Himmel. Folglich kann der feurige Körper genauso verwundet werden wie der irdische. Beobachtet den Vorgang einer Verwundung des irdischen Körpers, und ihr werdet einen genauen Vergleich mit dem feinstofflichen und dem feurigen Körper haben. Beobachtet, wie ein Messer in den physischen Körper eindringt, wie es das Gewebe und den Blutkreislauf beschädigt; dann folgen örtlicher Brand und Zersetzung; aber die Lebensenergie behalt die Oberhand, und langsam setzt Heilung ein. Doch oft verbleiben eine örtliche Atrophie und
eine Narbe, die nicht verschwindet. Genau der gleiche Prozess findet im feurigen Körper statt, doch an die Stelle des Messers kann ein Gedanke treten, und anstatt einer Narbe wird es eine Verdichtung der feurigen Energie geben. Aber die Heilung geht sehr langsam vor sich, und die dafür erforderliche Energie wird den anderen Zentren entzogen. Jeder Organismus besitzt einen feurigen Körper, und solange er die Feurige Welt nicht erreicht hat, ist er Verwundungen ausgesetzt. Nur wenn der feurige Körper geläutert wurde und in die Esse räumlichen Feuers strömt, wird er für Verwundung nicht mehr empfänglich sein. Doch Ich versichere euch, die Narben bleiben für lange Zeit. Ich bestätige, dass der feurige Körper sowohl äußerlich als auch innerlich abgetötet werden kann. Selbstmord des grobstofflichen Körpers ist der Prototyp der Selbstverwunderung des feurigen Körpers. Auf diese Weise kann man von den überaus irdischen Handlungen eine Wechselwirkung in allen Zuständen finden.
183. Vieles ist über das Leben der Feinstofflichen Welt gesagt worden. Die Darstellungen scheinen sich oft zu widersprechen, doch ziehen wir wieder irdische Beispiele heran. Die Verschiedenartigkeit irdischer Situationen ist erstaunlich, nur unentwickelte Augen können die vielen feinstofflichsten Erscheinungen nicht erkennen. Wenn Wir von irdischen Situationen sprechen, haben Wir meist nur gleichartige Gruppen im Sinn, denn Wir können nicht den ganzen Komplex willentlicher Schaffenskraft aufzählen. Deshalb werden Unsere Erklärungen vom Gesprächsthema und vom Bewusstsein Unserer Zuhörer abhängig sein. Ebenso werden sich unter den echtesten Schilderungen der Feinstofflichen Welt immer Gruppen finden, die Unseren Ausführungen sehr nahe kommen. In diesem Sinne lasst uns die verschiedenen
Beobachtungsarten der Mitteilung über die Feinstoffliche Welt nicht kritisieren. Wenn die irdische Welt eindrucksvoll ist, so sind die Höheren Welten fortschreitend majestätisch und vielfältig.
184. In allem gibt es eine kreisende Bewegung. Nicht nur in der direkten physischen Welt gibt es Wirbelringe, sondern auch in allen Gedankenformen. Man kann beobachten, wie jeder Aufgabenkreis dem Gipfel zustrebt. Wir haben zwecks Krafterneuerung bereits zum Arbeitswechsel geraten. Solche Manwantaras können sogar bei den kleinsten Aufgaben beobachtet werden; sie haben die gleiche Bedeutung wie die Manwantaras der Welt. Auf diese Weise kann man neben täglicher Arbeitskreisen auch in ganzen Tätigkeitsperioden das Inerscheinungtreten des Kreises wahrnehmen. Genau genommen wird einem das feurige Herz eingeben, wann solch ein Kreis vollzogen und eine neue Erscheinung in Angriff zu nehmen ist. Man sollte eine Vollziehung nicht überlasten. Jedoch noch schlimmer ist es, einen Kreis künstlich, durch Zwang aufs Leben, zu vollziehen. Auf diese Weise kann man in der Geschichte verfolgen, wie sich Tätigkeitskreise bilden. In solchen Wirbelringen kommt das feurige Prinzip zum Ausdruck. Man muss für solch einen Aufbau in der Feurigen Welt vorbereitet sein und sollte nicht glauben, die Feurige Welt sei schon ein vollendeter Zustand. Weltensysteme, die wir nur zum geringsten Teil wahrnehmen, stellen eine unerschöpfliche Verschiedenartigkeit von Zuständen dar. Von hier aus können wir diese Zustände nicht erforschen, aber es ist nützlich, über sie zu träumen. Jeder Traum ist schon eine Erkenntnis.
185. Das Übel ist wirklich eingetreten. Die Menschen fragen, worin Gottes Zorn bestehe? Er besteht in dem Übel, dass sich Menschen von Gott abwenden - sie werden
entweder im Handeln, in Gedanken oder in schweigender Angst zu Verrätern. Lasst uns nicht alle Betrachtungsweisen solchen Verrats nennen; er verseucht den Planeten und offenbart eine unverkennbare Eigenschaft. Die Menschheit sollte sich nicht wundern, wenn Kalamitäten bevorstehen. Möge der Mensch nachsinnen, ob er immer in Lauterkeit vor Gott handelte? Hat er sich immer der Gotteslästerung enthalten, und konnte er sich von bösen Gedanken freihalten? Auf diese Weise können die Menschen nicht sagen, dass sich die Macht Gottes nicht offenbart. Er straft nicht, doch Er kann sich abwenden, und dann wird sich Gold in ein verzehrendes Feuer verwandeln! Dann wird sich das Gleichgewicht in Chaos verwandeln, und die Macht der Erde kann versiegen.
Es gibt überall sehr viel Gotteslästerung. Die Verhöhnung des Göttlichen Prinzips ist erschreckend! Die Menschen haben zu denken aufgehört, und sogar ihr Kirchgang ist oft nicht mehr als ihr Verderb.
186. Feurige Funken leuchten auch von Tieren. Darin kann man ein bemerkenswertes Gesetz wahrnehmen. Die Tiere empfangen besonders durch den Kontakt mit Menschen feurige Funken. Ebenso nährt der Mensch seinen feurigen Körper durch Verbindung mit der Hierarchie. Das Bewusstsein des einzelnen muss zur Erkenntnis der überzeugenden Kraft der Jakobsleiter gelangen; alle von rechtem Streben erfüllten Geschöpfe können den Zugang zu ihr finden!
Segensreich ist der Gedanke an das Gute. Es gab nie einen Gedanken an das Gute, der nicht die besten Fruchte zeitigte. Doch das Einlesen der Früchte erfordert Übung und Mühe. Manchmal ist das Ernten mühsamer als das Säen.
187. Wie gesagt wurde, geht auch in der Feinstofflichen Welt jetzt ein heftiger Kampf vor sich, der sogar schrecklicher ist als der irdische. Man kann verstehen, dass eine Niederlage in der Feinstofflichen Welt unzulässig ist. Solch eine Niederlage würde eine Kette von Welten durchbrechen und wäre für Satan höchst erwünscht. Deshalb hebt die Lehre so sehr das Herz hervor, um die Menschen wenigstens ein wenig für die Zusammenarbeit vorzubereiten.
188. Die Natur der Dinge muss an den grundlegenden Gegenständen gelehrt werden. Sie muss in der ganzen Wirklichkeit schön beschrieben werden; die Kontinuität der Welten muss mit allen wissenschaftlichen Vergleichen veranschaulicht werden. Religion wird solcher Auslegung der Grundlagen nicht nur nicht widersprechen, sondern im Gegenteil, sie wird ihr durch ihre ältesten Vorstellungen dienlich sein. Das Studium der Natur der Dinge dient als die Schwelle zum Verstehen der lebendigen Ethik. Man muss erkennen, warum Ehre, Würde und alle anderen hohen menschlichen Eigenschaften unerlässlich sind. Kinder sollten schon von klein auf über die Feinstoffliche und die Feurige Welt unterrichtet werden; sie müssen das Prinzip der Hierarchie und das des Guten verstehen lernen. Je früher sie an Hierarchie und die anderen Wahrheiten erinnert werden, umso leichter werden sie früheres Wissen heben. Der Gottesbegriff muss in seiner ganzen Größe auf der Grundlage der Hierarchie erklärt werden. Nur auf diese Weise kann sich der Höchste Begriff vom Abstrakten lösen und mit dem ganzen Dasein verschmelzen.
Der Führer und die Regierung müssen es verstehen, die Erkenntnis der Höheren Vertretung zu stärken. Es ist notwendig, dass die Schulen das Dasein
in seiner ganzen Größe anziehend darstellen.
189. Unter den feurigen Zeichen gibt es die besondere Fähigkeit, benötigte Sachen leicht aufzufinden. Man muss nur an sie denken, sie werden gleichsam herbeigezogen und entdeckt. Bereits im Altertum hieß es: "Entzünde die Fackel des Herzens und finde das Benötigte." Das Symbol ist nur zu wahr, denn das Feuer des Herzens entzündet das umgebende Feuer und schafft eine magnetische Leitung. Auch in Büchern kann Gesuchtes gefunden werden, wenn es mit dem gleichen Feuer beleuchtet wird. Je stärker solch eine Fähigkeit beachtet wird, desto stärker wird sie sich entfalten. Das feurige Naturelement will beachtet werden.
190. Gefahr ist eine Verdichtung der Spannungsschwingungen. Die Menschen sind von vielen Gefahren umgeben, aber nur wenige werden bemerkt. Wenn der Führer sagt: "Lebt mit der Gefahr", so könnte er stattdessen wohl sagen: "Beachtet die Gefahren und schreitet auf diese Weise voran." Die Gefahr kann nicht vermieden werden, aber es ist schön, aus Gefahren einen Teppich von Heldentaten zu weben. Der Führer weiß, dass er mit einem Auftrag betraut ist, und Gefahren sind bloß die Triebkräfte; deshalb denkt der Führer gar nicht an Gefahren. Jedweder Gedanke an Gefahr ist schädlich. Denken wir nicht an Gefahren, sonst stärken wir ihre Schwingungen und stören damit unser Gleichgewicht. Die Kräfteerhaltung darf nicht durch Furcht und Verwirrung unterbunden werden. Seien wir wachsam und um die beste Ausführung des Auftrages besorgt. Doch Gefahren können unsere Aufmerksamkeit nicht belasten. Der Lehrer sollte in erster Linie
darauf bestehen, dass sich der Schüler vom Gespenst der Gefahren befreit. Der Schüler sollte immer darauf bedacht sein, keinen Tropfen der höheren Energie nutzlos zu verausgaben. Der Gedanke an Gefahr greift unsere Zentren an und verzehrt in ungebührlicher Weise unsere kostbare Energie. Der Gedanke an Gefahr wirkt sogar auf den Puls; doch das Herz wird durch den Wunsch, den Auftrag gut auszuführen, gestärkt. Auf diese Weise lasst uns auf die wirksamste Art handeln.
191. Beim Eintritt ins Mönchsleben werden gewöhnlich alle Schwierigkeiten dieses Pfades aufgezeigt. Manche würden sagen, dass er leicht sei; andere würden warnen und sagen, dass er schwierig sei. Man kann sagen, dass er für Menschen mit feurigem Herzen leicht ist, doch für das gewöhnliche Bewusstsein ist es besser, vor seiner Schwierigkeit zu warnen. Wenn jemand durch einfache Warnung vor Schwierigkeit flieht, dann ist er, abgesehen von anderem, für beharrliche Arbeit ungeeignet. Man sollte keine sichtlich ungeeigneten Menschen zusammenführen. Furcht vor Arbeit ist schon Verrat.
192. Die alexandrinischen Philosophen pflegten zu sagen: "Tadelt die Welt nicht, denn sie wurde durch einen erhabenen Gedanken geschaffen Die Schöpfung ist nicht schuld, sondern unsere Vorstellung von ihr." Wir können unsere Gedanken entweder dem Guten oder dem Bösen entlang lenken. Wir könnten das beste Tier in eine böse Kreatur verwandeln. Unser Bewusstsein ist gedanklich einerseits von Grausamkeit, andererseits von Furcht erfüllt. Wir können einen bösen Blick senden. Wir können eine segensreiche Pflanze in die giftigste und schädlichste verwandeln. Die Gedanken der alten Philosophen drangen in die Religion ein. Clemens
von Alexandrien wusste, wie Menschen selbst die erhabene Schöpfung entwürdigen. Sogar jetzt können die Menschen beobachten, wie Böses die harmlosesten Wesen verwandeln kann. In der Tat, jeder Tierbändiger kann sagen, wie gerade das Gute seiner Arbeit oft dienlich war. Doch er weiß auch, dass neben dem Guten auch Maßnahmen zum Selbstschutz vorhanden sein müssen, die sich je nach dem Charakter des Tieres unterscheiden. Solch eine Wissenschaft kann zielstrebig genannt werden. Wir können die Welt nicht kritisieren, ohne darnach zu denken, warum Übel in sie eindringen durfte. Auf diese Weise werden auch Schutzmaßnahmen nicht vom Bösen, sondern vom Guten ausgehen. Jedem Führer sei geraten, nicht die Bündnisse der alten Philosophen zu vergessen.
193. Euch ist zur Genüge die Mittelmäßigkeit bestimmter Charaktere bekannt. Was kann man tun, wenn in weiteste Kreise Mittelmäßigkeit eingedrungen ist? Jene scheinbaren Verfechter des Guten geben sich geistig der Mittelmäßigkeit hin. Man sieht, dass die Finsteren unter dieser Unvollkommenheit nicht oft zu leiden haben. Da gibt es eine Geschichte von einem Teufel, der einem Engel begegnete. Der Engel sagte: "Deine Diener sind bitter." Aber der Teufel antwortete: "Meine sind bitter. Deine sind sauer, wir müssen uns beide nach süßen umsehen", und der Engel war beschämt, denn Er konnte nicht beweisen, dass sie nicht sauer geworden wären. So wurde es lange zuvor von Menschen beobachtet.
194. Ihr werdet vielen wiederholt sagen müssen, dass Unsere Heilmittel als Ergänzung zur psychischen Energie gut sind. Manche physischen Heilmittel können nicht das ersehnte Ergebnis hervorbringen, doch psychische
Energie wird durch Verbindung mit der Hierarchie gestärkt. Auf diese Weise wird der kluge Arzt vor allem dafür sorgen, psychische Energie zu erkennen und wird darauf achten, dass sie mit den Höheren Kräften in Einklang steht. Die Aufmerksamkeit ausschließlich physischen Eigenschaften zuzuwenden, hat für die Zukunft keine Bedeutung. Wenn Wir schon über die Feurige Welt sprechen, so bedeutet dies, dass es Zeit ist, voranzukommen. Es ist unmöglich, auf dem Niveau der Übergangszeit, in der alle Grundlagen des Daseins vergessen wurden, stehen zu bleiben. Ich behaupte, dass jeder Arzt selbst darauf achten und fühlen muss, inwieweit er bereit ist, sein Bewusstsein zu erneuern, ansonsten wird er keine passenden Worte für jene finden, die zu ihm kommen. Er wird unfähig sein, die wirklichen Krankheitsursachen zu finden. Er wird seinen selbstsicheren Einfluss nicht beibehalten können. Ich verlange nicht, dass jeder Arzt Hypnotiseur ist, doch er muss die geistige Welt des Patienten verstehen, um über das Wesentliche des Falles sprechen zu können. Die Lehre muss Wege erschließen und darf nicht bloß eine Apotheke sein. Bietet den Menschen die Möglichkeit, zu beobachten und zu entdecken, sonst ergeben sich Ruckwirkungen auf das Karma.
195. Es muss sich eine neue Überlieferung über die Bedeutung des Herzens bilden, da sich die Menschen am allerwenigsten darum sorgen. Es müssen Institutionen für das Studium des Herzens errichtet werden, mit allem über dieses Daseinszentrum niedergeschriebene Wissen. Alle alten Kulte, die sich vom Wissen über das Herz herleiten, müssen studiert werden, und äußere Heilmittel allein sind hier keine Hilfe. Vergessen wir nicht, dass im Altertum zur Wiederbelebung eines stillstehenden Herzens Suggestion angewandt wurde. Es gibt viele
Überlieferungen von Wiederbelebung, die auf dieser Tätigkeit beruhen. Freilich, für das erneute Einsetzen der Herztätigkeit sind ein starker und beherrschter Wille sowie die notwendige Zeit erforderlich. Es muss festgehalten werden, wie viele Minuten verstreichen müssen, bevor die Herztätigkeit wieder einsetzen kann. Doch das wird äußerst verschieden sein, denn der tatsächliche Austritt des feinstofflichen Körpers erfolgt ganz individuell. Es gibt viele Gründe dafür, einschließlich des physischen Zustandes sowie der Beschaffenheit des feinstofflichen Körpers. Der Arzt sollte diese Verschiedenheit der Zustände kennen.
196. Die Körperbewegungen des Menschen müssen sinnvoll sein. Kinder sollten nicht nur in Gymnastik und Rhythmus unterrichtet werden, sondern auch über den Sinn der Bewegungsökonomie. Wenn die Menschen die Feurige Welt und die Ausstrahlungen begreifen, werden sie nicht sinnlos mit den Armen und Beinen herumfuchteln, den Kopf schütteln und zappeln. Könnten sie sich ihr aurisches Ei vorstellen, sie wurden es nicht unnütz durch ungebührliche Erschütterungen stören. Könnten sich die Menschen den sie tatsächlich umgebenden Feuerring vorstellen, sie würden sich nicht sinnlos verbrennen. Besonders unentschuldbar sind so genannte nervöse Bewegungen. Sie weisen auf einen völlig ungeschulten Willen hin. Jeder Arzt muss solche Gewohnheiten seiner Patienten beachten. Allein durch die Bewegungen des Menschen können viele Krankheiten ermittelt werden. Man kann ihn von den abscheulichsten Angewohnheiten befreien, wenn man diese Bewegungen beachtet und ihn auf deren Schädlichkeit für den feinstofflichen Körper aufmerksam macht. Auf diese Weise kann ein Arzt
ohne physische Medikamente eine sehr nützliche Tätigkeit ausüben.
197. Wer sagte, dass Moschus bloß ein Anregungsmittel sei? Er kann ausgleichend wirken, die Grundenergien in Bewegung setzend. Es ist bedauerlich, wenn solch vielfältige, kraftvolle Wirkungen auf eine einzige abgemindert werden. Je armseliger die Vorstellung von ihm, desto gröber die Aufnahme. Dies bezieht sich auf viele aufgezeigte Heilmittel. Niemand denkt an dir Bedeutung des Baldrians für die Synthese. Niemand will verstehen, dass Pfefferminze ein Freund des Lebens ist und eine beruhigende Wirkung die erregten Zentren ausübt. Niemand will die Wirkung von Milch in Verbindung mit Soda bemerken. Weit ist das Beobachtungsfeld für offene Augen.
Minze kann auch als Zimmerpflanze gehalten werden, denn die Ausstrahlungen ihrer lebenden Blätter sind sehr feinstofflich und ähneln jenen der Rose. Wo man Blumen halten kann, erübrigen sich Öle. Auf diese Weise ist das Lebendigste und Natürlichste das Beste von allem. Lasst uns nicht vergessen, dass Minze und Rosen ausgezeichnete Desinfektionsmittel sind.
198. Die Feurige Welt verlangt in erster Linie die Unterscheidung der kleinen Wahrheiten von der Großen Wahrheit. Nichts führt die Menschen so sehr vom Pfade weg wie eine kleine Wahrheit. Sie picken sich kleine Bruchstücke heraus, ohne über das Vorausgehende und Nachfolgende nachzudenken. Solche Teilwahrheiten stehen einer Lüge nicht nach, doch die Bedeutung der Feurigen Welt liegt in der Erhabenheit der Wahrheit. Darauf muss man mit allen Mitteln vorbereiten; man kann nicht annehmen, dass das Verstehen der Erhabenheit der Wahrheit von selbst kommt. Das Bewusstsein muss für
das Erfassen solcher Dimensionen vorbereitet werden. Das ist durchaus nicht leicht. Man kann sehen, wie falsch die einfachsten Wörter verstanden werden. Es ist sogar schwierig, sich vorzustellen, wie sehr der Sinn des gewöhnlichsten Wortes entstellt werden kann. Aber man sollte die vielen unterschiedlichen Begriffe prüfen. Nur die Annahme höherer Dimensionen wird den Höheren Ruf: Radsch, Radsch, Radsch9 erwecken! Das dreifache Erfassen kann zu den höheren Sphären führen. Radsch kennt weder Rache noch Tadel. Radsch ist großmütig, da es in die Zukunft weist. Radsch will das Gute, denn es ist schöpferische Liebe. Solcher Maßstab schützt vor der kleinen Wahrheit, die dem Bösen, dem Zweifel und der Verdammung nahe kommt. Wenn ihr auf diese Weise den Geist stählen wollt, könnt ihr das alte Mantram - Radsch, Radsch, Radsch - sprechen!
199. Wenn Ich euch an das alte Mantram erinnere, so heißt das, dass eine große Wahrheit enthüllt und nach großen Maßstäben gehandelt werden muss. Nicht durch Worte wird man gerettet, sondern durch deren Anwendung. Darin, dass es schon eines großen Maßstabes bedarf, liegt keine geringe Wahrheit. Möge der Gedanke, dass Radsch schon ausgesprochen wurde, freudvoll stimmen!
200. Man kann sich von jedem Pfad des Bösen dem Guten zuwenden. Solche Möglichkeiten sind im Hinblick auf die Frage des Fortschritts sehr zu schätzen. Wahrhaftig, jedes längere Verweilen im Bösen führt in raschem Verlauf weg vom Guten. Auf diese Weise kann man dorthin, wo man gestern vom Streitwagen des Bösen abspringen konnte, heute nicht mehr zurückkehren. Daran muss man jeden erinnern, der meint, man könnte die Last des Bösen jederzeit abwerfen. Seine Substanz ist sehr klebrig
und von kleinen Wahrheiten, von denen Wir gesprochen haben, überwuchert.
201. Menschen, die den Großen Dienst auf sich nehmen, können als "Himmlische Steine" bezeichnet werden. Ihr Streben erfüllt sie mit Licht. Sie durchdringen die niederen Schichten und bergen in ihrem Innern einen Diamanten. Doch es ist nicht leicht, wie ein Diamant zu sein; man muss sich im Licht behaupten, um die Finsternis zu besiegen. Der Große Dienst kennt keine Ruhe: der Geist wird durch unablässiges Hintreten* gestärkt. Viele kleine, errichtete irdische Wahrheiten müssen von der Kuppel des Edelmutes überdeckt werden. Man muss unter der von der Hierarchie ausgehenden Obhut des Lichts stehen und die Feinstoffliche sowie die Feurige Welt nach der Natur der Dinge in sich aufnehmen. Von einer Grube aus kann man die Sonne nicht wahrnehmen; dennoch erforschen die Menschen die Sterne von einem Brunnen aus. Auf dem Pfad des Dienens können sich die unverhofftesten Dinge ereignen, doch der erfahrene Führer wird nicht vergessen, dass jeder weltliche Verlust im Räume vergolten wird.
202. Nirgends denken die Menschen über die lebendige Ethik nach. Sie denken, sie könnten ihr Leben in gewohnter Weise vorübergehen lassen, jedoch von Tag zu Tag wird deutlicher, dass die Menschen nur mittels jenes Glaubens, der alle Religionssysteme übertrifft, gerettet werden können. Es gibt wenige solcher Glaubensbekenntnisse, und versuchen wir nicht Tausende aufzuzählen, wenn es nur zehn gibt. Solche Pfade der Erkenntnis des Höchsten sind außergewöhnlich.
203. Die drei Welten sind einander weit näher als man denkt. Man kann sehen, wie übereinstimmende Schwingungen Zusammenarbeit schaffen. Ihr wisst, dass bestimmte uns nahe stehende Individuen aus der Feinstofflichen Welt die gemeinsame Aufgabe unterstützen. Es ist gar nicht so lange her, als sie infolge unterschiedlicher
Schwingung außerstande waren, dem gemeinsamen Ziel zu dienen; doch jetzt machen eure Schwingungen und ihre Bemühungen um die Gemeinschaft sie zu nützlichen Mitarbeitern. Auf diese Weise wird gemeinsame nützliche Arbeit geleistet. Das ist umso nützlicher, als auch die Gegner ähnliche Mitarbeiter haben. Es ist sicherlich erfreulich, jede Bereicherung des Bewusstseins wahrzunehmen. Ur[usvati] sah, dass die Atmosphäre anfangs trüb war und sich im Lauf der weiteren Zusammenkünfte aufhellte; und einen Tag zuvor bemerkte Ur[usvati] ganz bewusste Zusammenarbeit. Solch eine Erleuchtung erfolgt sehr schnell, jedoch dafür ist ein Ashram wichtig. Wahrlich, Ashram haben sowohl für die irdische als auch für die Feinstoffliche Welt eine große Bedeutung. Ashrams können als Magnete und Ozonerzeuger bezeichnet werden. Mit Herzenergie erfüllt sein, bietet für vieles eine Leitung. Wenn Ich Mich deshalb geistig um eine reine Atmosphäre bemühe, bin Ich auf ein sehr wichtiges Ergebnis bedacht. Ohne geistige Aufspeicherung hat der Befehl, alles auf sich zu nehmen, keinen Sinn. Dieser Befehl kann nur dort erteilt werden, wo das Herz mit der Feinstofflichen und der Feurigen Welt verbunden ist. Jene, denen der Auftrag erteilt wurde, kann ein solches Band im derzeitigen irdischen Kampf stärken. Die Ströme sind zu verworren, um ihnen mit irdischen Kräften zu widerstehen. Doch ihr kennt das Band mit den zwei Welten. Gerade diese Verbindung verleiht die nötigen Kräfte, den unverhofftesten Pfad zu durchschreiten. Versäumt es daher nicht, auf euch aufzupassen, um nicht unnötige Energie abzugeben. Man sollte auf keinen Fall von der inneren Konzentration abgelenkt werden. Die Ereignisse der ganzen Welt stellen einen bedrohlichen Zustand dar.
204. Man könnte fragen, wie oft die Lehre gelesen werden soll? Antwortet: Es ist unmöglich, für Liebgewonnenes Grenzen zu setzen.
Man kann sie auswendig lernen, und dennoch wird man das Bedürfnis haben, sie wieder zu lesen. Wenn wir sie auswendig lernen, legen wir einen bestimmten Rhythmus fest, jedoch neues Lesen kann neue Erleuchtung bringen. Es wird nicht nur das Verstehen vertiefen, sondern auch die wechselnde Beleuchtung des Buches kann zu einer neuen Annäherung führen. Wenn Ich daher sage: Lest die Lehre sowohl am Morgen als auch am Abend, so denke Ich an verschiedene Zeitumstände. Eine Sache prägt sich am Morgen ein, während eine völlig andere von den abendlichen Feuern begriffen wird. Versteht dies wörtlich. Der Abend- und der Morgengedanke sind sehr verschieden. Man sollte beide vergleichen. Wenn der Abendgedanke durch das Lampenlicht erweitert wird, so glüht der Morgengedanke durch die Berührung mit der Feinstofflichen Welt. Der Morgengedanke ist nicht nur infolge der Nachtruhe stark, sondern auch durch Berührung mit feinstofflichen Energien. Der Abendgedanke ist jedoch durch die dem lebendigen Feuer verwandte völlige Verzückung gekennzeichnet. Viele meinen, sie kennen die Lehre schon, sobald sie sie einmal gelesen haben. Doch die besten Gebote bleiben unbefolgt, weil die Menschen nicht gewillt sind, ihre vielfarbige Darstellung zu verstehen. Auf diese Weise prüft den Kristall der Lehre in der Sonne und im Lichte des Feuers.
205. Das Wort Chor wird als Ausdruck des Gleichklangs mehrerer Stimmen gebraucht; doch es kann einen Energiechor geben, einen Herzenschor, einen Feuerchor. Die Lehre muss eure Aufmerksamkeit auf das Chorprinzip lenken, welches das individuelle Prinzip überhaupt nicht beeinträchtigt. Man sollte Mitarbeit in sich entwickeln, um die Möglichkeiten direkt zu vermehren. Auf diese Weise seid darum besorgt, das Chorprinzip mit der Aufbautätigkeit zu verbinden. Die Menschen begreifen, dass ein Chor
alle Arten von Mitwirkenden erfordert. Nur sehr erfahrene Führer verstehen, warum auch Mitwirkende gebraucht werden, die zwar nicht sehr aktiv sind, jedoch Originalität und Harmonie mitbringen können. Der Lehrer freut sich über jede Originalität, in ihr bildet sich ein neun Aspekt des Feuers.
206. Lasst uns beobachten, wie die Völker die Bedeutung des Wissens wahrnehmen können. Wir bemühen Uns, dass das Wissen auf ungewöhnlichem Pfad voran schreitet, um dem menschlichen Vorstellungsvermögen Anstoß zu geben. Es ist wirklich nicht leicht, die Vorstellung vergangener Inkarnationen zu wecken; nur ein reines Bewusstsein, das durch den Übergang nicht verwirrt ist, offenbart stetige Vorstellung - immer neu und unermüdlich.
207. Die größten irdischen Kataklysmen wurden durch Tiefseebeben ausgelöst. Vergessen wir nicht, dass, während die Berggipfel eine Höhe von dreißig tausenden Fuß erreichen. Meerestiefen dieses Maß sogar überschreiten. Man kann sich vorstellen, wie weit eine Tiefe von siebzig tausenden Fuß reicht. Das Verschwinden von Seen ist nicht so gefährlich, doch das Ansteigen des Meeresspiegels sollte beachtet werden. Dieses Schicksal ist der Erde des Öfteren widerfahren, doch die Menschen denken nicht in planetarem Ausmaß. Gerade jetzt kann eine gewisse Ähnlichkeit mit vergangenen Geschehnissen beobachtet werden. Das fehlende Gleichgewicht zwischen den Feuern und den Gewässern stellt ein Problem gründlicher Erforschung dar. Mancher wird darüber nachdenken, und viele werden spotten.
208. Oft haben die Lehren davor gewarnt,
über die Toten zu urteilen. Unter den vielen Gründen dafür gibt es einen, der eng mit irdischen Tätigkeiten zusammenhängt. Wir haben bereits über Mitarbeiter aus der Feinstofflichen Welt gesprochen. Es ist schwierig, von hier aus zu beurteilen, wer schon eine Fähigkeit für Mitarbeit entwickelt hat. Man kann sich vorstellen, wie ungerecht es wäre, solch einen Mitarbeiter zu tadeln, denn die Verurteilung stößt natürlich ab. Es gibt viele solche Helfer, und man sollte sie schätzen. Wenn das Vorstellungsvermögen entwickelt ist, kann sich solche Mitarbeit leicht weiter entwickeln.
209. Das Bild der heutigen Wirklichkeit wird immer unansehnlicher. Man muss die Zeiten, in denen es keine Gotteslästerung gab, äußerst schätzen. Hat diese Viper nicht die gegenwärtigen bestehenden Verhältnisse vergiftet! Es belastet uns sehr, mit ansahen zu müssen, wie sinnlos die Menschen ihr Leben beschränken, ohne an das große Wunder zu denken, das jeder in sich trägt. Jedem wurde dieses Wunder zugemessen. Jeder hat den gleichen Herzbeutel - man verwahre darin den Schatz!
210. Der Funke der Unsterblichkeit wird von gewissen Menschen zu Recht in verschiedene Zentren verlegt: jeder wird auf seine Weise Recht haben. Freilich, in jedem Zentrum gibt es solch einen Funken, doch die Bedeutung der Zentren kann je nach den Bedingungen des Zeitalters variieren. Nur das Herz bleibt unverändert, und nur der Kelch steht dem Herzen an Bedeutung nahe; die übrigen Zentren und Drüsen können von den kosmischen Strömen abhängig sein. Die Menschen irren nicht nur in der Beurteilung der Zentren, sondern lassen auch nirgends eine bewegliche Zweckmäßigkeit zu. Doch die Bedeutung der psychischen Energie ändert sich nicht nur den Epochen
gemäß, sondern auch nach den Rassen, den Nationalitäten, ja sogar den Generationen. Scheinbar wiederholt sich ein Ding, aber mittlerweile ist der Mensch durch neue Antennen mit dem Höchsten in Berührung gekommen. Auf diese Weise kann man die Beobachtung machen, dass bei mehrbeinigen Insekten, trotz des Verlustes von Beinen, ihre Lebensfähigkeit nicht schwindet. Sicherlich, bei einem feurigen Bewusstsein gibt es keinen solchen Zentrenschwund. Daher gelangen wir wieder zur Feststellung, wie nützlich das feurige Bewusstsein ist. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass Feuer sowohl für die irdische als auch für die Feurige Welt von Nutzen ist.
Man fragt, welches Zentrum derzeit besonders wichtig ist? Jetzt ist die Zeit der Synthese, deshalb lasst uns alles vom Herzen aus beginnen. Gerade das Herz steht über allem. Deshalb lasst uns den Kehlkopf, den Kelch und das Sonnengeflecht von der Führung des Herzens nicht trennen. Der Kehlkopf ist das Instrument der Synthese, doch seine Umwandlung und Anwendung finden im Herzen statt.
211. Ihr habt schon gesehen, dass Tausende von Menschen durch einen einzigen Wirbelsturm umkommen können. Ist es möglich, dass das Auftreten unheilvoller Stürme die Menschen nicht zum Nachdenken zwingt, woher diese Unausgewogenheit kommt und dass nicht nur Wirbelstürme und Erdbeben, sondern auch Überschwemmungen höchste Ausmaße annehmen? Es ist eine Tatsache, dass bereits Millionen Menschen umgekommen sind. Doch das Bewusstsein verschlechtert sich mehr und mehr. Es wäre redlich, die Menschen zu fragen, wie viele Zehnmillionen Opfer erforderlich sind, bevor eine Bewusstseinsumwandlung zu erkennen ist!
212. Es erfordert Mut, wenn sogar in der Atmosphäre eine nie dagewesene Spannung wahrzunehmen ist.
Man kann trotz äußeren kühlen Wetters gleichsam eine gewisse Hitze verspüren. Sogar die Einwirkung kühler Ströme befreit nicht vom plötzlichen Auftreten innerer Hitzen. Man muss beachten, dass diese innere Hitze für die atmosphärische feurige Spannung charakteristisch ist. Auf diese Weise nehmen weder die Schultern noch der Kehlkopf, noch Kundalini, sondern das Herz die Ströme äußeren Feuers auf.
213. Man sollte sich mit allen Mitteln das Grundgesetz zu eigen machen, dass der Lehrer zwar die Richtung weist, jedoch keine Einzelheiten festlegt. Diese muss man suchen und bei der Arbeit finden. Besonders falsch wird die Erhabenheit des zur Entdeckung führenden Gesetzes des Strebens verstanden. Nicht nur jetzt, sondern sogar in besseren Jahren forderten die Menschen immer vollendete Formeln, obwohl sie sie selbst nicht überdachten.
Wie lehrreich waren doch die Prüfungen, bei denen ein Schüler nach dem Anfangsbuchstaben das erforderliche Wort finden musste. Doch nach solch einem vereinten Bewusstsein werden nicht viele suchen. Es muss aufgezeigt werden, wie sehr solches Suchen die Führung stärkt. Der Lehrer ruft nicht zum fertigen Mahl, aber Er kennt Stellen im Wald, wo man reife Beeren sammeln kann. Zu dieser Stelle segensreicher Ernte ruft der Führer, und Er bedauert es, wenn der Schüler es vorzieht, unsaubere Beeren am Markte zu kaufen. Auf diese Weise durchflutet Führung das Herz, wenn die besorgte Hand unmerklich auf den besten Pfad lenkt.
214. Man muss es lernen, keine Aufklärungen zu fordern, wenn Ich in Symbolen spreche. Wenn es
der Symbolsprache bedarf, so heißt es, dass gerade jetzt die gewöhnlichen Kommunikationsmittel nutzlos wären. Dann sage Ich: Notiert das Symbol und behaltet es ist zur Stunde der Anwendung im Gedächtnis. Ebenso beachtet den Hinweis auf bestimmte Länder, was besagt, dass Wir die Aufmerksamkeit auf sie lenkten. Solche Wegweiser sind eine Hilfe auf dem Pfad. Auf diese Weise wird eine schreckliche Zeit von gesundenden Feuer erfüllt, ohne das Karma zu belasten. Es ist nicht gut, wenn die Führer auf das Karma des Schülers Druck ausüben muss. Man muss wachsen, um die beim Nahen von Ereignissen im Herzen aufflammenden heilsamen Marksteine lieb zu gewinnen.
215. Über Symbole kann man sprechen und schreiben, aber das heißt nicht, dass ein Lehrer sie in eine gewöhnliche Sprache übertragen muss. Wir kommen mit notwendigen Warnungen nie zu spät. Ebenso werden bald die Namen der Länder vor euch auftauchen, und ihr werdet deutlich erkennen, wie sehr Wir diese Ereignisse als notwendig und lehrreich erachten. Doch vergesst nicht, dass Ur[usvati] ein Herz von hoher feuriger Stufe besitzt, das sehr klar wahrnimmt. Man kann annehmen, dass Ereignisse unter Druck stehen, wenn Ur[usvati] im Herzen und im Solarplexus Anspannung verspürt
216. Oftmals haben Philosophen bestätigt, dass Menschenansammlungen nur zulässig sind, wenn sie einem hohen moralischen Zweck dienen. Offensichtlich ist dieser Ausspruch unserer Zeit fremd. Eine Menschenansammlung endet jetzt für gewöhnlich in Entstellung der einfachsten Regeln. Betrachten wir die feinstoffliche und feurige Umgebung solcher Volksaufläufe. Betrachten wir sie, und wir werden entsetzt sein, dass unharmonischer Rhythmus bloß den niederen
Wesenheiten Zutritt verschafft und die feurigen Sendungen in versengendes Feuer verwandelt. Wenn es für einen wohltätigen Besucher schwierig ist, sich durch die tierische Masse seinen Weg zu bahnen, dann werden feinstoffliche Wesenheiten wie trockene Blatter in einem Wirbelwind hinweggefegt.
Man muss die Zeit abwarten, bis in Vorträgen über Psychologie Ratschläge über die Reaktion von Massen erteilt werden. Die Menschen möchten an die Leitung teilzunehmen, aber sie wollen nicht eigenen Wille zu erziehen.
217. Ihr habt heute über physische Heilmittel geschrieben, doch für die Masse sind sogar Fässer wertvollster Substanzen nutzlos. Man kann alle Ärzte der Welt bitten, mit einer Mission der Vergeistigung des Herzens zu beginnen. Jeder Arzt hat zu verschiedenen Heimen Zutritt. Er sieht verschiedene Generationen, und seinen Worten wird viel Aufmerksamkeit geschenkt. Ihm, der Anordnungen trifft, wäre es ein leichtes, zugleich wertvollste Ratschläge zu erteilen. Er hat das Recht, alle Einzelheilen der moralischen Verhältnisse der Familie zu erfahren. Er kann Ratschläge geben, welche die Bewohner veranlassen, über mehr als bloß über die Verdauung nachzudenken. Er kann sogar anordnen, denn hinter ihm steht die Angst vor dem Tod. Der Arzt ist heiligste Person in einem Hause, wo es einen Kranken gibt. Und da sich die Menschheit um eine Menge von Krankheiten bemüht hat, kann der Arzt viele wertvolle Warnungen erteilen. Hätten wir doch erleuchtete Ärzte! Derzeit gibt es nur wenige! Umso mehr schätzen Wir erleuchtete Ärzte, wenngleich sie immer bedroht sind, aus den Ärztevereinigungen ausgeschlossen zu werden! Überall, wo Wahrheit herrscht, ist Heldentum nötig.
218. Ur[usvati] hat Unsere Feurige Arbeit gesehen und sich daran beteiligt. Auf diese Weise beobachten Wir
die feurigen Anspannungen nicht nur, sondern kontrollieren sie auch. In verschiedenen Stockwerken Unseres Turmes sind Beobachtungszentren untergebracht. Es wurden viele Kräfte gesammelt, um dem feurigen Angriff zu widerstehen. Satan ist äußerst bemüht, der Erde ein Ende zu bereiten, um seine Kräfte auf die Feinstoffliche Welt zu konzentrieren, die nicht auf die gleiche Weise wie die Erde vernichtet werden kann. Auf diese Weise liefert der Besitzer der Erde diese jetzt dem Verrat aus. Er ist ein schlechter Besitzer, indem Er sich solch einen Charakter aneignete. Uns verursacht Er doppelte Arbeit, weil er die Feuer des Chaos schürt. Ur[usvati] hat nicht wenige Apparate gesehen; doch über ihnen allen steht die psychische Energie, und deshalb gehen Wir gerade jetzt mit ihr so behutsam um.
219. Sehr oft ergaben sich infolge der Relativität der Begriffsbestimmungen, die im Laufe von Jahrhunderten Änderungen erfuhren, Missverständnisse. Die ältesten Schriften erfuhren viele Änderungen, da sie durch die Hände fremder Übersetzer gingen. Das ist eine bekannte Tatsache, aber dennoch wird das alles kaum in Betracht gezogen. Um den vollen Sinn wahrzunehmen, wende man sich der einen Quelle zu - der Hierarchie. Ist der Übersetzer und Ausleger in Verbindung mit der Hierarchie, dann wird sein relatives Verstehen zur rechten Zeit einsetzen. Es ziemt nicht, die heiligen Bündnisse mit schmutzigen Händen zu berühren. Jedwede Gotteslästerung wird verurteilt, doch besonders abscheulich ist es, wenn ein Vertreter eines Religionssystems Gotteslästerung begeht. Leider sind solche Fälle wiederholt vorgekommen. Unter den Vertretern der Religionssysteme gibt es nicht wenige Atheisten. Können sie über die lebendige Ethik sprechen? Die Wahnsinnigen wollen sogar über das künftige Leben
nicht nachdenken. Man kann sich all das Entsetzen in einer Versammlung, an der Gotteslästerer teilnehmen, vorstellen! Die Feurige Welt ist für sie bloß eine Komödie.
Mögen Unsere Freunde nicht versäumen, wo immer es möglich ist, über die Feurige Welt zu sprechen. Gewiss, außer vom geistigen Standpunkt aus kann es auch eine wissenschaftliche Annäherung geben. Zudem mögen Unsere Freunde selbst mehr über die Feurige Welt nachdenken; solche Gedanken sind wie Gebete.
220. Feurige Arbeit ist wirklich voller Gefahren. Ur[usvati] hat bereits erfahren, wie feurige Spannung wirkt. Weder im irdischen noch im feinstofflichen Körper kann man diese Spannung lange aushalten. Außerdem richten Wir den Brennpunkt des Wirbels auf Uns, so dass der abgeschossene Pfeil ein Spannungszentrum trifft. Diese Methode der Einstellung wenden wir überall an. Auf ihr beruht auch die "Tactica Adversa"; aus ihr triefen die euch bekannten Schweißtropfen. Aber in allem ist Konzentrieren dem Zerstreuen vorzuziehen.
Die Apparate, die Ur[usvati] gesehen hat, haben eine ungeheure Kraft; es sind Verdichter feuriger Spannung. Daher stammt die Idee der Swastika. Gelehrte müssen auf die alten Zeichen zurückgreifen, in ihnen finden sich viele Hinweise auf viele Unserer Apparate.
Im Falle einer solch besonderen Frage, wie jener der Erde, stellt Chaos eine große Gefahr dar.
221. Die Fäden des Geistes sind weiter gespannt als angenommen wird. Ich sage wiederholt - schreibt die Empfindungen und die Bestrebungen des Geistes nieder, wenn auch nur kurz. Aus solchen Niederschriften können bedeutsame Schlussfolgerungen gezogen werden. Ebenso können die Ärzte von diesem wertvollen Material Gebrauch machen.
Freilich können solche Aufzeichnungen nicht immer zum Vergleich herangezogen werden; denn viele mögen vielleicht nicht übereinstimmen, doch Einzelheiten können jemandem helfen, die psychische Energie zu erkennen. Dafür sind keine eigenen Vorlesungen an Universitäten erforderlich. Die psychische Energie wirkt besonders frei, wenn der Mensch von innigem Streben entflammt ist. Maßstab der psychischen Energie ist reines Streben. Nicht Magie, sondern reines, menschliches Streben wird eine wunderbare Welt entstehen lassen.
222 Ur[usvati] hat wieder an feuriger Arbeit teilgenommen. Das innere Feuer ist bis zu einem wahrnehmbaren Grad auch äußerlich in Erscheinung getreten. Es ist sichtbar, dass jede Annäherung an die verstärkte Energie die physischen Organe belastet. Nur selbstaufopfernde Geister können Hilfe leisten. Man muss verstehen, dass die außergewöhnliche Spannung auf den Aufruhr der Naturelemente hinweist. Man muss alle Kräfte zusammenraffen, um den Gleichklang mit den Feurigen Kräften zu bewahren. Wahrhaftig, es gibt viele schwarze Sterne. Jeder Tag dient nur dazu, die Ereignisse zu verwirren.
223. Am meisten von allem beunruhigt Mich die Unausgeglichenheit der Welt. Die Besessenheit nimmt zu und es droht die Gefahr des Irrsinns. Viele Länder werden im wahrsten Sinn des Wortes von Irrsinnigen regiert. Nie zuvor gab es eine derartige Besessenheit der Massen. Es ist unbegreiflich, warum die Wissenschaftler solch einem Elend keine Beachtung schenken. Die Menschen begehen millionenfach Morde. Ist es möglich, dass diese Pflanzstätte der Besessenheit niemand erkennt?
224. Erforscht und unterscheidet zwei Gedankenformen. Jedermann weiß, dass bei klarem Denken zuweilen
verworrene, schwankende Gedankenformen auftreten. Mancher wird empfehlen, dieses unklare Beflecken des Denkens nicht zu beachten, andere jedoch werden vorschlagen, solche Besucher zu untersuchen. Solche Gedankenformen zu beachten, kann ein Fortschritt sein. Sie kommen von außen, ein Grund mehr, sie nicht zu verwerfen. Wer weiß, vielleicht werden sie uns absichtlich zugesandt und erscheinen bloß unseres Verhaltens wegen unklar. Deshalb ist es besser, sich Mühe zu geben, sogar flüchtige Gedanken nicht abzuweisen. Wenn unser Herz entflammt ist, empfindet es rasch den Wert solcher Sendungen.
225. Es ist ein Irrtum zu glauben, Entzündungen der Nase, der Kehle und der Lunge wären bloß Erkaltungserscheinungen. Solche Spannungen rühren auch von Raumfeuern her. Zweifelsohne können Entzündungen der Nase und der Kehle durch Suggestion geheilt werden. Der gleichen Ursache sind viele Fälle des so genannten Heuschnupfens zuzuschreiben, der ebenfalls oft durch Suggestion geheilt werden kann. Auch viele Hautkrankheiten können auf die gleiche Weise geheilt werden. Oft haben Hautentzündungen keine äußeren Ursachen, sondern entstehen infolge unausgeglichener feuriger Ströme. Es ist bedauerlich, dass die Ärzte diese Seite menschlicher Leiden nicht beachten. Sie anerkennen nur gelegentlich die nervlichen Ursachen, doch dann versuchen sie, diese mit Brom zu betäuben, während Suggestion ein besseres Ergebnis zeitigen könnte. Lasst uns nicht vergessen, dass Suggestion zuweilen zur schnellen Schließung von Wunden angewandt wurde, um auf diese Weise die Mitarbeit des ganzen Organismus anzuregen. Auf diese Weise sollte man beim Gespräch über
die Feurige Welt manchmal auch die Entzündungen der Nase und des Kehlkopfes nicht vergessen. Man muss die Ärzte bitten, alle Methoden der Suggestion zu studieren.
226. Träume verbinden uns mit der Feinstofflichen Welt, und auf die gleiche Weise muss es Wechselbeziehungen zwischen der Feinstofflichen und der Feurigen Welt geben. Sie bestehen auf ihre eigene Art; doch solche Beruhrungen mit der Feurigen Welt werden uns nicht immer bewusst. Man muss über ein entwickeltes Bewusstsein verfügen, um von solch einem Samadhi nicht geblendet zu werden. Schon auf Erden muss man sich für die feurige Annäherung vorbereiten. Der Gedanke kann die Vorstellung vom Feuer völlig natürlich gestalten. Mit Hilfe solch einfacher und natürlicher Vorstellung wird die Annäherung ohne irgendwelche Schwierigkeiten bestätigt werden.
227. Gedankenbeherrschung besteht nicht nur aus vertieftem und konzentriertem Denken. Man muss auch wissen, wie man sich von unzeitgemäßen und herabziehenden Gedanken befreit; auf diese Weise wird der beherrschende Gedanke bestätigt. Es ist nicht leicht, sich von von außen zufliegenden Gedanken zu befreien; und es ist schwierig, traurige und belastende Grübeleien abzuwehren. Doch auf die gleiche Art sollte man fähig sein, Gedanken weiterzusenden und jene, die wertlos sind, zurückzulassen. Die Menschen werden von ihren Gedanken meist versklavt, und nichts behindert den Fortschritt mehr als bedrückende unbewegliche Gedanken. Oft werden solch schwere Gedanken von außen zugesandt, und viele wachsame Augen harren in Bosheit auf die Energieunterdrückung. Lernt es, diese sichtbare Last unverzüglich abzuwenden, sie ist
eine der schlimmsten Erscheinungen der Maja. Es vergeht kaum ein Tag, an dem sich Maja nicht wandelte. Auf diese Weise lasst uns in der Gedankenbeherrschung zweifach wachsam sein.
228. Gewöhnlich bemerken die Menschen sogar die Wende der Umstände nicht. Gestern war eure Aufmerksamkeit auf die Tatsache gelenkt worden, dass die Menschen nicht begreifen wollen, was sie selbst schaffen! Die Leiter ist langst errichtet, doch der Mensch wirft sich dennoch ins Nichtige, denn erdenkt an eine frühere Leiter. Es scheint unmöglich, den Menschen die Wirklichkeit zu beweisen. Die einfachsten und schönsten Lösungen werden mit Schweigen übergangen und nur deshalb zurückgewiesen, weil man meint, dass irgendwo noch Großvaters Leiter besteht. Sie besteht längst nicht mehr, doch das alltägliche Bewusstsein will solche Wirklichkeit nicht wahrhaben.
Möge die Herrlichkeit der Feurigen Welt die Menschen zu den Stufen der Wirklichkeit führen!
229. Richtiges Verhalten ist von der Annahme und ausgezeichneten Beziehungen noch weit entfernt. Man kann an ein altes Märchen erinnern: Ein Großvater stellte für seinen Enkel, der zur See fuhr, ein unversenkbares Gewebe her. Doch der Enkel bedeckte das Dach damit. Auf diese Weise sank er bei aufkommendem Sturm mit seinem Schiff zu Boden, und die Hilfe seines Großvaters war vergeblich.
Der Mensch setzt oft der Kuh den Sattel auf und wundert sich, dass ihn andere auf Pferderücken überholen. Über solch nutzlose Verausgabungen kann man nur mitleidig lächeln.
230. Streben wird als wahrer Wert geschätzt. Keiner, der von Herzen bestrebt ist, wird vergessen. Von äußerster Wichtigkeit ist sein eigenes Bewusstsein reinen Strebens, aber es gibt wenige,
die reines Streben nachweisen können. Auf diese Weise kann man die Menschen nach ihrem Streben auswählen. Die Energie reinen Strebens ist völlig gleichartig, und die Träger dieser Energie bilden wirklich einen Körper des Universums. Sie können auf den verschiedensten Gebieten arbeiten, und dennoch wird die Essenz der entfachten Energie dieselbe sein. Deshalb werden die Menschen nicht nach physischen Berufen unterteilt, sondern nach der Spannkraft des Strebens. Wisset, dass die Unterteilung in Nationalität keine Bedeutung hat. Der feurigen Substanz können weder Rasse noch Alter etwas bedeuten. Wo das Herz entflammt ist, suchen die Menschen Verbindung und Austausch, doch sie kennen nicht die Grundlage, Verbindungen zu knüpfen. Manchmal fürchten sie einander zu verbrennen, vergessend, dass sich gleiche Energien nicht gegenseitig gefährden.
231. Man sollte sich angesichts menschlicher Finsternis nicht übermäßig grämen. Würden Wir Uns im Verhältnis zu dieser Finsternis grämen, Wir könnten nicht bestehen. Es ist traurig, mit ansehen zu müssen, wie Menschen ihren Pfad behindern, doch im Laufe von Jahrtausenden lernt man, gegenüber den Eigenschaften der Unvollkommenheit Gelassenheit zu bewahren. In der Tat, solche Eigenschaften sind besonders unerklärlich, weil die Zeit so kurz ist. Doch lasst uns der Hierarchie ergeben sein.
232. Das Anschwellen und die Entzündung der Drusen weisen auf den Widerstand gegen die finsteren Kräfte hin. Offensichtlich bietet die Entzündung der Drüsen und aller Zellgewebe eine Hilfe, wie das Aufstellen der Stacheln eines Igels. Solch starke Spannung darf einen nicht erstaunen, wenn jeder Tag von Wahnsinn erfüllt ist.
233. Der Führer grämt sich nicht über scheinbare Misserfolge,
da er weiß, dass jeden Abgrund eine Menge Gutes füllen kann. Er bemerkt jedes Abschweifen vom Pfad, jedoch das bietet ihm nur eine weitere Möglichkeit, ein neues Gebiet aufzusuchen. Ebenso wird Gutes in den Händen des Führers zur wirklichen Lichterscheinung. Der Trost liegt nicht darin, dass kein Misserfolg möglich ist, sondern darin, dass jede gute Errungenschaft einen neuen Fortschritt bedeutet.
Ich rate euch, die Zeichen der Finsternis nicht zu zählen, sie führen bloß zur Unklarheit. Es gibt nur ein Licht - Licht kann Maßstab und Unterstützung sein. Die Feurige Welt wurde durch Licht geschaffen, und der Gedanke entsteht durch Feuer.
234. Die Gehirnsubstanz denkt nicht. Es ist an der Zeit zu erkennen, dass der Gedanke in den feurigen Zentren geboren wird. Der Gedanke ist etwas Wägbares, aber Unsichtbares; und man muss verstehen, dass ein Hebel keine Esse ist. Viele Wahrheiten begehren schon Einlass, doch nur das Denken an die feurigen Zentren kann zur richtigen Auslegung beitragen.
235. Man muss beachten, dass durch eine einzige unrichtige Vorstellung ganze Länder ins Schwanken geraten können. Man kann sich nicht dadurch rechtfertigen indem man sagt, dass jemand etwas nicht wusste. Für gewöhnlich kann die Beweise erbracht werden, dass solches Wissen an alle Türen klopfte, auf allen Tafeln aufschien und oftmals erwähnt wurde. Es ist unbillig, Unaufmerksamkeit sowie die Unwilligkeit, tiefer nachzudenken, rechtfertigen zu wollen.
Neue Unterdrückungen sind nichts anderes als ein nicht überzeugendes Verhalten des Führers. Oft kennen die Menschen den wirklichen Grund nicht, doch sie fühlen in ihrem Herzen, dass etwas vor sich geht,
was sie nicht überzeugt. Ein Führer muss sich vor allem davor hüten, Überzeugungskraft einzubüßen.
236. Lasst uns die Begeisterung des Geistes bestätigen. Vom Geist erfüllt zu sein heißt, sich unmittelbar mit der Hierarchie verbinden. Man sucht alle Arten von Magie, sogar "Tätigkeit des Verstandes"4, anzuwenden, um Höhere Verbindung zu erlangen. Doch die neue Annäherung an das Höchste führt zum Vorbild der Asketen, die vor allem über das Herz direkte Verbindung erlangten. Wir hören von Propheten und Heiligen, die nie dem Wahnsinn verfielen, sondern jedes ihrer Worte war ein Wort des Bündnisses.
Wenn ihr Mich fragt, welche Methoden unserer Zeit angemessen sind, so sage Ich: "Ihr musst euch für direkte Verbindung vorbereiten. Alle herkömmlichen Maßnahmen sind an sich schon mittelmäßig. Jetzt, wo die feurigen Energien so verstärkt wurden, hilft dieses Feuer dem Herzen, das Höhere Gebot zu verstehen. Dieses Gebot wird direkt mitten im Leben unterbreitet. Dann sagen Wir: "Lauscht und befolgt!"
Jede Epoche äußert sich auf ihre Weise. Man sollte sich nicht an alte Methoden klammern, wenn man neues Verstehen anwenden kann. Auch in den Alten Bündnissen gab es Propheten, die immer vom Geist erfüllt waren. Und viel später wurden Formeln, Zahlen und Rhythmen studiert. Doch manche haben zu sehr an Beschwörungen grenzende Methoden in Betracht gezogen und auf diese Weise das Höhere Prinzip herabgesetzt. Besonders gegenwärtig, bei der Seuche von Besessenheit, müssen die Menschen die Herzensverbindung suchen.
237. Entzug des Segens war ein Akt des ältesten Patriarchats. Er ist weit entfernt vom späteren Kirchenbann. Der Bannfluch ist ein Ergebnis der Unwissenheit, während der sehr alte Akt den Abbruch der Verbindung mit der Hierarchie vorsah. Die Verbindung mit der Hierarchie ist ein wirklicher Segen mit allen seinen Auswirkungen. Die Unwissenden werden sagen: "Wir haben oft das Höchste gelästert und dennoch leben wir; kein Feuer hat uns versengt und nichts bedrohte uns." Dann lasst uns sie auf öffentliche Plätze führen, wo blinde Bettler im Schmutz umherkriechen und ihnen sagen: "Hier seid auch ihr." Dann lasst uns sie in Gefängnisse führen, in Bergwerke, zu Brandstätten und zu Hinrichtungen und sagen: "Ist es möglich, dass ihr euch nicht erkennt? Ihr habt den Faden mit dem Höchsten getrennt und euch selbst in den Abgrund gestürzt." Es ist nicht notwendig, mit Drohungen zu schrecken, das Leben selbst ist voll von Beispielen solchen Entsetzens. Denkt daran, dass der Druck des Feuers zwar unsichtbar ist, aber seinen Auswirkungen kann nichts entrinnen. Auf diese Weise sieht man, dass sogar die Alten die Gerechtigkeit des Gesetzes begriffen und wussten, dass ein Verletzen der Grundprinzipien so gewaltig und schrecklich ist, dass die Auswirkung nicht sofort gesehen werden kann.
238. Die Feurige Sonne ist unsichtbar, ebenso unsichtbar sind große Himmelskörper. In den Schulen sollte erklärt werden, wie nichts sagend unser Gesichtskreis ist. Auf diese Weise kann man die Menschen davon überzeugen, dass sie im Wesen des Herzens zwar göttlich, im Körper aber allen Beschränkungen ausgesetzt sind. Nur auf diese Weise werden Kinder erkennen, womit sie sich befassen müssen. Sie sind darüber, was in der Brust offenbar wird und ständig schlägt, sehr verwirrt.
239. Man kann beobachten, dass sogar eine kleine finstere Wesenheit viele machtvolle Mitarbeiter um sich vereinigen kann. Man sollte keine Gelegenheit versäumen, finstere Brutstätten auszurotten.
240. Ein Bewusstsein, das zu Uns bestrebt ist, wird unaufhörlich verfeinert. Der Verfeinerungsprozess wird zum täglichen Gesetzbuch. Kann man sich vorstellen, dass sich die feinstofflichste Energie in ein Chaos verwandeln könnte? Überall wurde gesagt: "Wer zu Mir kommt, wird auch in Mir wohnen." Dies muss wörtlich verstanden werden. Die feinstofflichste Energie kann sich niemals in einen formlosen Zustand verwandeln; deshalb bin Ich um die Bewusstseins Verfeinerung besorgt! Die Schwierigkeit infolge Grobheit beweist nur, dass die Herzenergie noch nicht jene Höhe erreicht hat, auf der sie nicht mehr vom Versinken in die Wellen des Chaos bedroht ist. Man muss den Verfeinerungsprozess beschleunigen. Jedes Geschwür beginnt mit der kleinsten Zersetzung des Gewebes. Ein Tropfen Harz vermag das kranke Gewebe zu heilen, doch bei einem vernachlässigten Geschwür kann selbst ein ganzer Tiegel Harz keine Hilfe mehr bringen. Schafft Verfeinerung inmitten des Lebens! Warum nur in Worten, oder in Blicken, wenn die Herzenergie gerade in Gedanken vermehrt wird? Das Kostbarste wird nur für die Rückgabe gesammelt. Wer würde nicht wirklich die beste Qualität geben wollen? Nur ein Betrüger wird versuchen, etwas Ungeeignetes oder Nutzloses anzubieten. Man muss seine Gedanken überwachen, um den höchsten Wert auszusenden. Ich spreche keinesfalls abstrakt.
Über euch senden Wir Gedanken der Freundlichkeit, und es wurde bereits
viel Ungutes abgewendet. Auf diese Weise wurde ein Berg der Freundlichkeit geschaffen, dessen Gipfel weite Sicht bietet. Man kann vielen zum Allheilmittel Freundlichkeit raten. Wir werden nicht müde, immer wieder über dieses Heilmittel des Geistes und des Körpers zu sprechen. Eines Tages werden auch die Ärzte Freundlichkeit als mächtiges Gegenmittel verordnen. Lasst uns nicht vergessen, dass Bosheit die Gifte zur Wirkung bringt, während Freundlichkeit ihnen widersteht.
241. Was ihr Mir zuführt, das wächst wie ein blühender Garten. Die Früchte reifen, doch man sollte keine Würmer an sie heranlassen.
242. Man sollte nicht überrascht sein, wenn Wir einen Namen aussprechen und damit den Raum mit einer Nachricht erfüllen. Wir bekräftigen Unsere Beschlüsse im Raum. Wer die Verbindung mit der Hierarchie verstanden hat, muss auch die Tatsache annehmen, dass der Beschluss der Welt das Füllen des Raumes bedingt. Freilich, dafür ist nicht allein die irdische Welt maßgebend, sondern alle drei Welten. Auf diese Weise werden sogar scheinbar positivste irdische Regeln zunichte gemacht, wenn sie von den zwei Höheren Welten nicht angenommen werden. Ebenso müssen die finsteren Kräfte manchmal benachrichtigt werden, und ihr Wehklagen verstärkt den Schall der Nachricht bloß. Solch ein Ruf ertönt in allen Welten und setzt neue Energien in Bewegung. Natürlich müssen jene, die solch eine Kundgebung betrifft, vorsichtig sein, weil rings um sie ein Wirbel errichtet wurde.
243. Die Hauptgefahr liegt in der ungeheuren Abweichung der Bewusstseine. Während die einen fast an die Atomenergie heranreichen, haben andere sogar
den Daseinszustand des Höhlenmenschen noch nicht erlangt. Solch ein Unterschied erzeugt Aufruhr der Ströme und erschwert den Fortschritt. Es ist leichter, Troglodyten10 voranzubringen als solche verschiedenartigen Massen. Das ist der Grund, warum der Fortschritt und die Bewusstseinserweiterung so schwierig geworden sind.
244. Der Duft des Deodar ist nicht nur angenehm sondern belebt auch den Atem und vertreibt finstere Wesenheiten. Viele Öle wirken reinigend, aber nicht alle haben Einfluss auf die Feinstoffliche Welt. Der Deodar ist in der Feinstofflichen Welt von Bedeutung und steht für gewöhnlich mit den Aufenthaltsorten der Rishis in Zusammenhang. Sie wissen, dass der Deodar die Eigenschaft besitzt, böse Wesenheiten zu vertreiben.
245. Unsere Hilfe erstreckt sich in die wesentlichsten Richtungen. Es wäre irrig zu denken, die kleinsten Einzelheiten könnten Unsere Energie herbeiziehen. Freilich, Wir beschützen immer, aber es wäre töricht zu denken, dass jedes Niesen auf Unseren Befehl erfolgt. Man muss erkennen, wo es die wesentlichsten Lebensströme gibt; nur auf diese Weise kann man die Grundsätze der Verbindung achten lernen. Genauso verhalten Wir Uns zu den Höchsten. Abschätzung und Achtung der Energie ist ein Zeichen des Verstehens der Unbegrenztheit. Denkt gründlich darüber nach, weil gerade bei der derzeitigen feurigen Arbeit Unsere Grundsätze verstanden werden müssen. Wäre es vernünftig, seine Waffe zu strecken, ehe der Schlag erfolgte? Kann man das eingestellte Fernrohr verschieben, ohne die Sicht zu beeinträchtigen? Der gleichen Sorgfalt bedarf es, wenn Wir mit der Zusammenarbeit vertraut machen. Beachtet, wie Ich die Bedingungen unserer gemeinsamen Arbeit allmählich vertiefe. Keine Wiederholung
ist unbesonnen. Wir fordern, was angemessen verlangen kann. Wir betreten allmählich gefährliche Sphären, und nur auf diese Weise ist Sieg zu erhoffen.
246. Der Gelehrte hat beinahe Recht, wenn er dem Chemismus eines Organismus Leben zuschreibt, doch er übersieht den Kristall der psychischen Energie. Freilich, diese feinstofflichste Substanz ist eben ein Chemismus eigener Art, und der Zugang zu ihr ist ein besonderer. Ordentliche Gelehrte übersehen unter vielen richtigen Schlussfolgerungen das Wichtigste - weniger des Widerspruchs wegen als aus Unfähigkeit, sich solche Begriffe vorzustellen. Ihr habt es erlebt, wie sich zwei Ärzten die größte Gelegenheit für unwiederholbare Beobachtungen bot. Ihr habt gesehen, dass sie diese Möglichkeiten nicht zu schätzen wussten und dass sie von der Hauptsache abschweiften, indem sie geistlose Formeln stammelten. Mitarbeit beruht auf gegenseitiger Besorgtheit und Herzensarbeit.
247. Jene im Großen Dienst Uneingeweihten können über die Schwierigkeit solch einer Heldentat sogar klagen, während jene, die mit ihr schon verbunden sind, sich ein Dasein ohne sie nicht vorstellen können. Es erscheint gleichsam eine erschreckende Leere, wenn es für die eigenen Kräfte keine Verwendung für das Allgemeinwohl gibt. Ohne Verbindung mit der Hierarchie bricht von allen Seiten eine schreckliche Finsternis herein. Ohne den Großen Dienst verliert das Leben selbst, wie eine welkende Blüte, seinen Sinn. Die Feurige Welt ist unberührbar, und die lautere Vorstellung von ihr scheint anstatt anziehend eher bedrohlich zu sein. Gleichgewicht wird durch große Maßstäbe errichtet, aber die Bestätigung des Schildes der Hierarchie erfolgt, sobald man sich dem Großen Dienst verschrieben hat. Der Geist entscheidet über sein eigenes Schicksal. Der Geist bestimmt selbst
ganz bedingungslos sein Opfer. Das Ausmaß des Opfers wird im Herzen bestimmt. Niemand kann eine Ausweitung des Opfers erzwingen, doch die Freude ist groß, wenn ein Opfer nicht verringert wird. Der Lehrer rät, das vom Herzen freiwillig auf sich genommene Opfer seinen Fähigkeiten gemäß zu erkennen. Wie groß ist das Gesetz solch guten Willens! Es bestimmt die Zukunft vom Kleinen zum Großen, ja bis zu großen Ereignissen!
248. Lesen ohne Mitwirkung des Herzens, sogar Auswendiglernen, nutzt nur wenig. Sogar mittels einer Tabelle lässt sich festhalten, wie sehr die Beteiligung des Herzens wahres Verstehen weckt. Möge das nicht abstrakt verstanden werden. Die Beschaffenheit des Pulses zeigt auf, wie sehr die Beteiligung des Herzens zur Aufnahmefähigkeit beiträgt. Solch eine Auffassung bringt einen der Feurigen Welt näher. Es ist langweilig, sich das an Herzensqualität mangelnde Stammeln anzuhören; besonders seit die Anzahl gedruckter Bücher ein erschreckendes Ausmaß annimmt. Noch nie unterschied sich die Qualität so sehr von der Quantität! Auch darin offenbart sich ein Zeichen von Herzlosigkeit. Wir spornen jedes Lodern des Geistes an. Das flammende Herz ist eine Fackel der Feurigen Welt. Man sollte sich angewöhnen, sich in den Sinn des Gesagten zu versenken, und dafür sind Übersetzungen in verschiedene Sprachen nützlich. Dabei wird ein genaues Verstehen entwickelt. Der Lehrer muss einen Begriff von verschiedenen Seiten her beleuchten, so dass er alle Bewusstseinsbereiche des Schülers berührt. Obgleich es wichtig wäre, können viele Begriffe beim erstmaligen Lesen unmöglich erfasst werden. Man muss sich ihnen wiederholt zuwenden, wie gesagt, beim Morgenlicht und in der Abenddämmerung. Sogar die Nacht wird einen Strahl des Verstehens übermitteln. Ihr habt selbst
gesehen, welch seltsame Meinungen sich die Menschen über das Gelesene bilden. Hören sie vom Messias, denken sie bloß, ob er nicht ein Dämon sei. Lesen sie über das Herz, ängstigen sie sich, ob es nicht Zauberei sei. Das heißt, dass sie mit Dämonen und Zauberei sehr vertraut sind. Ein im Herzen reiner Mensch wird nicht zuallererst an die Finsternis denken.
249. Nicht Magie, sondern Inspiration Gottes ist in den alten Bündnissen geboten worden. Als die Höhere Verbindung abbrach, verwendeten die Menschen eigenwillig Magie aus der irdischen Welt als Mittel zum Erzwingen der Verbindung. Doch wie alles Erzwungene, endet Magie in den finstersten Erscheinungen. Die feine Grenzlinie zwischen schwarzer und weißer Magie ist schwer zu ermessen. Deshalb sollte auf dem Pfad der Zukunft jedwede Magie unterlassen werden. Man darf nicht vergessen, dass die alten Methoden der Magie mit anderen Lebensformen verbunden waren. Gewiss, Magie gründet auf genauer Erfüllung technischer Bedingungen, doch da alle Lebensformen geändert wurden, mussten sich zwangsläufig auch alle magischen Wirkungen entsprechend ändern. Das ist der Grund, warum derzeitige Magie in Geisterbeschwörung und andere niedere Erscheinungen versank. Wer die Technik der Formel studiert, vergisst leicht zu bedenken, dass sie für eine ganz andere Verwendung niedergeschrieben wurden. Man vergisst außerdem völlig, dass die höheren Formeln und alle Bedingen überhaupt nicht niedergeschrieben wurden; falls aber vermerkt, dann in solchen Symbolen, deren Bedeutung jetzt völlig verschleiert ist. Auf diese Weise führen zeitgenössische Studien über Magie entweder zu sinnloser Gelehrsamkeit,
oder man verfällt der schwarzen Messe. Deshalb brauchen Wir so strenge Worte und raten, sich von Magie abzuwenden. Überlassen wir Sie den finsteren Geisterbeschwörern. Es gibt zuviel Besessenheit auf Erden. Der einzige Pfad zur Höheren Verbindung führt über das Herz. Zwang darf diesen feurigen Pfad nicht beflecken. Können die Menschen wirklich meinen, dass die Beschwörung niederer Wesenheiten ungestraft bleiben kann? Und welche Lebensverbesserung kann solch eine Beschwörung bieten? Niemand kann auf einen Nutzen durch Geisterbeschwörung hinweisen noch auf ein Herz, das durch sie aufgestiegen wäre. Man muss sich dem kurzen und höheren Pfad zuwenden, der Gesundheit des Geistes verleiht und von dem die körperliche Gesundheit ausgeht. Die Ablehnung der Magie wird sich als weißer Stein auf dem Pfad der Welt erweisen.
250. Verzweiflung ist in erster Linie Unwissenheit. Ich sage das nicht zur Ermutigung, sondern für den Fortschritt. Viele schöne Aufbauten wurden durch unangebrachte Verzagtheit zunichte gemacht. Sie befällt einen Menschen immer am Vorabend vollendeter Errungenschaft, als hätte jemand gleichsam die Feuer vorübergehend ausgelöscht; doch der Schüler kennt solche Einschüchterungen nicht.
251. Die Abkehr von Magie ist keine Verhinderung der Erscheinung der Feinstofflichen Welt. Im Gegenteil, das Band mit der Höheren Welt kann durch Vermeiden jedweder Gewalt nur verstärkt werden. Genau gesagt, unwissendes Erzwingen kann die Harmonie der Verbindungen stören. Die Natur widersetzt sich im Großen und im Kleinen jeglicher Gewalt. Die wunderbare Annäherung an die Feinstoffliche Well und an die Feurige Welt zu studieren und zu erkennen, ist keine Magie.
Das Gebet des Herzens ist keine Magie. Das Streben des Geistes zum Licht ist keine Magie. Man muss sich vor jedweder Unwissenheit bewahren, denn sie ist eine Quelle der Lüge, und Luge ist die Schwelle zur Finsternis. Findet die Wahrheit in eurem Herzen, die Zuflucht zu dem einen Licht. Die Welt ist von Schrecken erfüllt. Beschreitet nicht den Pfad des Schreckens! Lasst euch durch Beispiele früherer Zeiten stärken. Die Heiligen selbst waren über das Herz mit der Feurigen Welt verbunden, mit dem Herzen, das jedem gegeben ist. Die Fähigkeit, die Stimme des Heizens zu vernehmen, führt bereits zur Wahrheit.
252. Das Volkssprichwort ist ein Licht im Fenster. Es hat keine unwahren Sprichwörter gegeben. Wertvoll sind die Niederschläge der Weisheit. Doch jetzt steht ihr vor einer äußerst verworrenen Zeit. Man muss allen Mut aufbringen, um jedem das rechte Wort zu sprechen. Die Zeit des Erwachens der Völker wird offenbar.
253. Nur das erfahrene Herz begreift die Maja nicht nur als Verzweiflung, sondern auch als Verzückung. Es ist nicht leicht aufzuzeigen, dass Verzückung und Frohlocken in ihrem Chemismus der Verzweiflung nahe stehen. Unbegründetes Frohlocken kann nicht mit der vom ganzen Herzen kommenden, mit dem Kosmos schwingenden, weisen Freude verglichen werden. Allgemein können die meisten Menschen das Verweilen auf Erden in dauernder Anspannung nicht ertragen. Doch man kann sich an die Bedingungen in bestimmten chemischen Laboratorien, wo der Neuling kaum zu atmen vermag und jene, die dort regelmäßig arbeiten, den Druck gar nicht wahrnehmen, gewöhnen. Solch ein Beispiel soll davon zeugen, dass es möglich ist, sich an ständige Wachsamkeit genauso zu gewöhnen wie an den Magnet der Anspannung. Wer den Fuß auf die Aufstiegsleiter setzt, für den ist
die Anfangsstufe schwer. So geht Maja über in bewusste Erkenntnis der kosmischen Anspannung.
254. Es gibt tatsächlich viele, die jedes nützliche Beginnen zunichte machen mochten. Es ist schwierig zu sagen, wer die gefährlicheren sind, die Finsteren oder die Fanatiker? Oft ist das Herz der letzteren sogar noch unzugänglicher. Sich das Erbe anderer aneignend, haben sie sich als erbarmungslose Bedrohung der ganzen Menschheit erwiesen. Seid nicht überrascht, wenn sie nach den besten Symbolen greifen und sie entstellen. Fanatiker wurden nicht ohne Grund Verstümmler genannt. Eine ihrer kennzeichnenden Eigenschaften ist der Mangel an Schönheitssinn. Aus Mangel an Schönheitssinn und nicht aus Bosheit können sie die schönsten Dinge schwärzen. In der Tat, solche Vergehen schaffen eine sehr finstere Schicht, aber es gibt viele Unmenschen, und sie erschweren den Pfad des Wissens.
255. Es heißt, der Steinmetz wäre nur dazu da, Steine zusammenzufügen; könnte er aber einen Menschen retten, dürfte er das nicht? Es gibt sicherlich nicht nur Steine in der Welt, sondern auch Herzen!
256. Gebete enthalten oft die demütigen Bitten "Schau auf mich hernieder", oder "Wende Deinen Blick mir zu". Solche Worte sprechen in Bezug auf die Bedeutung des Blickes ein großes Wissen aus. Ein Blick kann nämlich sogar die Zusammensetzung der Aura verändern. Nicht nur der Gedanke, sondern auch der ganze Chemismus des Blickes hat eine feurige Auswirkung. Jene, die das wissen, bitten die Höheren Kräfte, auf sie herabzublicken, weil dieser magnetische Chemismus von allumfassendem Wohlwollen erfüllt ist. Lasst uns nicht vergessen, dass jeder Blick
des Menschen die entsprechend gleiche Bedeutung hat; je mehr der Blick vom Gedanken gesättigt ist, umso kraftvoller ist er. Diese Sättigung ist keine direkte Suggestion, besser ist es, sie als Sättigung des Raumes zu bezeichnen, denn solcher Chemismus ist wesentlich weitreichender, als man annehmen kann. Die Bedeutung des Blickes kann bewiesen werden, sobald Strahlungen photographiert werden. Dann wird man du Einwirkung sinnloser Blicke und die von Gedankensendungen beobachten können. Es ist eine Freude zu sehen, wie tröstende Blicke die Aura heilen können. Und diese andauernde Einwirkung kann zu einer ungeheuren Verbesserung des ganzen Daseins führen. Lasst uns nicht vergessen, dass die Anwesenheit einer bestimmten Person zur beträchtlichen Verbesserung der Aura einer ganzen Versammlung führen kann. Solche Menschen können Leuchttürme der Rettung genannt werden. Sogar wenn sie keine Energie aussenden, durchdringt ihr Od11 dennoch die ganze Umgebung. Solch natürliche Vermittler guter Gesundheit müssen äußerst geschätzt werden.
257. Jedwede Ausrottung der Zauberei ist eine gute Tat. Vor allem deshalb, weil solche Einwirkung eine große Gefahr birgt. Man muss nicht nur Mut besitzen, sondern auch Geistesgegenwart, um in jedem Fall richtig vorzugehen. Zuerst muss man den magischen Zirkel vernichten. Doch solch eine Kontaktaufnahme erfordert eine noch größere feurige Anspannung als sie vom Beschwörer angewandt wird. Die Kenntnis der Kräfteanpassung wird durch Gefühlswissen erlangt. Man kann die stärkste Flamme nicht berühren, ohne verbrannt zu werden; doch gewinnt die feurige Energie die Oberhand, wird es keine schlimmen Auswirkungen geben.
258. Vielleicht habt ihr schon gehört, dass weise Menschen in einer gefahrvollen Stunde manchmal "Freude, Freude" ausgerufen haben. Dieser Ausruf konnte kein Selbstbetrug sein. Sie wussten um die Schatzkammer der Freude und schöpften aus dieser gleichsam die zur Heldentat nötige Entflammung ihrer Gefühle. Geister sind überflüssig, wo eine heilige Verbindung mit der Hierarchie besteht. Man kann aus der Schatzkammer unversiegbare Kräfte schöpfen, doch sie sollten flammend geweckt worden. Niemand kann der Freude über die Heldentat widerstehen. Man sollte sich nie dem Zwang hingeben. Freude jedoch ist Vollendung. Auf diese Weise lässt sie uns veredeln wie kostbare Blüten, doch lasst sie uns nicht schmälern durch den Verdacht, dass sie ein Trugbild wäre. Nein, wir wissen, wie Freude über den Kanal Kundalini erklingt. Wir können oft nicht in Worte kleiden, woher diese Freude als Vorbote aufsteigt, aber sie sucht uns auf dem leichtbeschwingten Strahl der Hierarchie heim. Wer weiß, aus welch Unbegrenzter Quelle der Ruf der Freude ertönt? Wie viele wissen, dass die Zeit zur Offenbarung der Freude schon gekommen ist? Doch das Gesetz ist unabänderlich, und deshalb ist Freude eine besondere Weisheit. Wie lange vorher wurde dies schon gesagt! Doch in spiraliger Entfaltung wird es allmählich wirklich und begreiflich. Ebenso wachsen das Herz, das Bewusstsein und die feurige Weisheit. Wir sehen nicht, wie das Gras wächst, doch wir nehmen den Beweis des Wachsens wahr. So verhalt es sich auch mit der Freude zur Heldentat.
259. Ihr habt bereits von gewissen leeren Grabstätten gehört. Ihr habt von einem sehr Brauch gehört, wonach Scheintote durch einen anderen Leichnam ausgetauscht wurden. Man darf nicht vergessen, dass man im Laufe von Jahrhunderten viele
ungewöhnliche Taten vollbrachte und nicht nur einmal ein Leben abgebrochen wurde. Die Menschen sind in die Geheimnisse des Daseins eingeweiht worden, und viele Namen wurden an leere Grabstätten geschrieben! Auf diese Weise werden abseits von den eingeschlagenen Geschichtspfaden unergründliche Heldentaten vollbracht. Man muss sich im Bewusstsein an vieles gewöhnen, was nicht von irdischen Gesetzen beherrscht wird. Wer kann beweisen, wie Ereignisse zustande kommen? Es lassen sich nur einige wenige äußere Zeichen vermerken, der wirkliche Kanal des Lebens aber ist in staatlichen Archiven nicht verzeichnet. So staunen die Menschen, wenn ein laut Grabinschrift Verstorbener zehn Jahre später wieder auftaucht und von vielen Menschen identifiziert wird. Gewiss, es ist nicht leicht, unbestreitbare Beweise zu übersehen. Aber ehrliche Beobachter können glaubwürdige Beweise vieler solcher Ereignisse sammeln. Es gibt nämlich eine Geschichte der äußeren und eine der inneren Welt. Das ist weder Zauberei noch Magie, sondern der Pfad der Höheren Welt.
260. Beherzigt Meinen Hinweis, dass Ereignisse durch besondere Maßnahmen zustande kommen. Man sollte die Aufbautätigkeit nicht durch Vorstellungen gewöhnlicher Freude oder Leid schwächen.
261. Es ist ein Irrtum zu meinen, die Kräfte der Finsternis würden nur schwache Stellen angreifen. Sehr oft bedrängt Chaos wohlerwogen die stärksten Festungen. Ebenso sind Brandungen ungestümer, wenn sie gegen Klippen schlagen. Deshalb müssen alle Mauern geschützt werden, sowohl die niederen als auch die hohen. Vergessen wir das nicht, denn die Menschen glauben oft, die schwachen abschirmen zu müssen und geben die starken preis. Überall gibt es Einschüchterungen durch Chaos - und die Spannungen werden verdreifacht. Lest jedem,
der das Gefühl des Schutzes nicht schätzt, vom Niedergang großer Völker vor.
262. Ja, ja, ja, wenn sich die Menschen nicht der Hierarchie-Inspiration zuwenden, wird es viele Feuersbrünste geben. Infolge der mechanistischen Weltvorstellung sind Gleichgewicht und Harmonie gestört. Vor einem halben Jahrhundert waren Wir über die übermäßige Zunahme an physischem Wissen besorgt. Wahrhaftig, in dieser Richtung ist viel erreicht worden, aber gleichzeitig ist das geistige Bewusstsein hinter dem physischen zurückgeblieben. Inmitten der Anhäufungen von Formeln ging die Ethik verloren. Maschinen lockten den Menschen von der Denkkunst ab. Jetzt bracht man keine Roboter mehr! Für das Gleichgewicht der Welt ist das Herz erforderlich, und in diesem Erlass hegt unaufschiebbare Rettung. Böser Wille drückt auf die irdische Aura.
263. Der erfahrene Hausherr findet auch für abseits Stehendes Verwendung. Der gegenwärtige Baumeister muss diese Heldentat auf sich nehmen. Sie ist besonders schwierig, denn es ist nicht leicht, Roboter zu verwenden, wenn die Hauptforderung in der Erkenntnis der Grundlagen besteht.
264. Viele begreifen nicht, dass der Yogi besonders auf seine Gesundheit achten muss. Aus Unwissenheit bilden sich viele ein, dass ein Yogi gesundheitlich gefeit ist und ihm physisch nichts widerfahren kann. Nach Meinung vieler verspürt er weder Kälte noch Hitze. Indes wird ein Brückenpfeiler von den Wellen weit stärker umspült als Morast. Der Sand des Morastes ist der Wasserbewegung nicht so stark ausgesetzt wie der sich den Strömen widersetzende Pfeiler. Deshalb ist es unvernünftig zu glauben, der Yogi
bliebe durch die durch Unwissenheit ausgeloste starke Belastung verschont. Gewiss, er wird seine eigene Anspannung nicht kundtun, doch sie ist genauso stark wie das Feuer seines Herzens. Das einfache Gesetz der Wechselwirkung ist auch hier mit voller Kraft wirksam. Sollte jemand fragen, ob gegen den Druck kein Widerstand geleistet wird, so ist diese Annahme richtig. Wenn wir wissen, wofür wir unsere Kraft brauchen, müssen wir sie umso mehr zu erhalten trachten.
265. Seien wir bestrebt, das Notwendigste zu erkennen. Den Grad der Notwendigkeit zu bestimmen, ist eine Eigenschaft des Führers. Man sollte aus vielen gleichzeitigen Überlegungen ein Mosaik aufeinander folgender Ordnung gestalten können. Weder Logik noch Verstand, noch Regeln, sondern das Feuer des Herzens erhellt den Pfad einer solchen Handlungsweise. Mit vollem Herzen sollte man erkennen, wo der Übergang angebracht ist, um nicht an den Nachbarn anzustoßen. Das Herz wird anzeigen, wann der Druck nicht überfordert werden darf. Solche Kraftproben nennt man Schwingen der Gerechtigkeit.
266. Obwohl es keine Leere gibt, fühlen die Menschen dennoch oft etwas Ähnliches wie Leere. Was kann solch ein banges Gefühlwissen bedeuten? Es ist natürlich begründet. Die Menschen vergiften mit ihrem Denken ihre Umgebung und verwandeln sie in Chaos. Das so genannte Gefühl der Leere ist wirklich ein Fühlen des Chaos. Chaos an sich ist überhaupt keine Leere, aber dieses steht dem menschlichen Bewusstsein derart fern, dass seine Annäherung schon einen Verlust des führenden Prinzips darstellt. Solch ein tödliches Prinzip wird als Leere empfunden, der keine geringe Gefahr innewohnt;
das Gleichgewicht ist gestört, und es werden Selbstmord sowie andere Wahnsinnstaten begangen. Weder Leere noch Chaos, sondern unbedeutendes Denken verursacht die sinnlose Vergiftung der Atmosphäre. Außerdem verderben solche Denker ihre Umgebung und treffen auf diese Weise ihre Nächsten. Wahrhaftig, der Mensch kann nur aufgrund eines bestimmten Denkniveaus sozial werden.
267. Seid nicht betrübt, wenn die Lehre den verschiedensten Quellen zugeschrieben wird, sogar dem Gesetzbuch unbekannter Schreiber. Vielleicht wird sie euch selbst zugeschrieben, und solch ein Umstand wird einer der besten sein. Man sollte diesen Erdichtungen gar nicht nachspüren. Es gab auf der Welt nie Einstimmigkeit. Möge das getan werden, was von höchster Wichtigkeit ist. Mögen sich die Massen die für die Verbesserung des Lebens notwendigen Weisungen einprägen. Seid über die einzelnen Meinungen betrübt. Selbst wenn der Name der Bruderschaft nicht ausgesprochen wird, möge jeder seinem Bewusstsein gemäß annehmen. In der Tat, die Mittel zur Übermittlung der Weisungen liegen jenseits des Menschenverstandes. Aber alles geschieht so, wie es erforderlich ist.
268. Es ist äußerst bedauerlich, dass sich die Menschen durch dauernde Unzufriedenheit schaden. Die unheilvolle Störung des Gleichgewichts macht sich bis in den fernen Raum bemerkbar. Man kann beobachten, wie selbst vernünftige Menschen das Schicksal dennoch beklagen. Auch irdischer Reichtum kann ihre Unzufriedenheit nicht bannen. Gewiss, über den geistigen Reichtum denken die Menschen für gewöhnlich nicht nach.
269. Der eigenartige Ausdruck, den ihr auf Porträts beobachtet habt, gehört in den Bereich der Hierarchie-Inspiration.
Bereits im fernen Altertum wurde dieses geistige Durchdrungen erkannt. Im alten Ägypten wurden Porträts als ferne Verbindungsmittel verwendet. Ebenso dienen Heiligenbilder der geistigen Verbindung. Aber diese natürliche Bekundung sollte einfach als ein weiteres Körnchen Wissen verstanden werden und nicht als Magie oder Zauberei. Für geistiges Wissen kann niemand eine Grenze ziehen und es einschränken. Niemand besitzt solch eine Vorstellung, um zu erkennen, wo das Energiemaß unterbunden werden könnte. Daher sollte man alle verstandenen Einzelheiten von Bekundungen gewissenhaft vormerken. Man muss sich über jede solche Erkenntnis freuen, denn die feurigen Leuchttürme führen zur Feurigen Welt. Folglich sollte man auf solchen Pfaden äußerst wachsam sein. Man muss die Wirklichkeit nehmen, wie sie ist. Weder Misstrauen noch Trägheit, sondern das gütige Auge und das offene Herz führen zum Verstehen der neuen Erscheinungen der Feurigen Welt. Beachtet, wie sehr sich der Ausdruck des Bildes veränderte, und mit der Zeit könnt ihr diesen mit den Ereignissen vergleichen. Es ist allerdings notwendig, Beobachtungen an Menschen anzustellen, die für euch besondere Bedeutung haben und die ihr kennt. Die Erscheinung solcher Ausdrucksveränderungen wurde bei den Ägyptern der Spiegel der Seele genannt.
270. Wer kann sagen, wo das Unaussprechliche beginnt? Wer wagt es, etwas zu ermessen, was nicht auszusprechen erlaubt ist? Doch das Herz kennt die Gotteslästerung und weiß sich davor zu schützen. Man muss
solch einem Zeichen des Herzens lauschen können. Beharrlich und geduldig müssen die Zeichen des Herzens erkannt werden. Man muss sich der Hierarchie zu wenden können. Man muss erkennen, dass es keinen anderen Pfad gibt. Es heißt: Geben wir uns im Geiste dem Herrscher hin, doch es heißt nicht: Überlasten wir den Herrscher.
271. Die Funken des Fohat weisen auf den Spannungsgrad hin, denn es gibt eine in der ganzen Welt sichtbare, nie gewesene Spannung. Ihr kennt den Grad der Zusammenstöße nicht und könnt euch ihn nicht vorstellen.
272. Ihr habt gesehen, dass Ringe je nach dem Zustand des Trägers und den umgebenden Umständen die Farbe wechselten. Man konnte wahrnehmen, dass diese Verfärbung nicht von der Beschaffenheit des Metalls selbst ausging. Das heißt, dass sich auf dem Ring ein äußerer Chemismus ablagerte, doch sogar auf diese Weise konnte ein solches Phänomen nicht ohne feurige Energie zustande kommen. Natürlich, sobald es möglich war, diese äußere Wirkung auf das Herz zu übertragen, wurde das alte Phänomen unnötig. Es konnte veranschaulicht werden, was in den ältesten Schriften erwähnt ist, doch hatte das Herz den feurigen Pfad der Hierarchie-Inspiration betreten, brauchte keine Energie verausgabt werden. So muss man sich auch bei allen anderen Energieerscheinungen sofort der Höheren Verbindung zuwenden, sofern es der Körperzustand erlaubt. Die Aufgabe des Lehrers besteht in erster Linie in der schnellen Erhebung zum Grad der Hierarchie-Inspiration.
273. Man sieht, dass die feurige Energie alle anderen Energien überragt. Ich meine, dass ohne vorhergehenden feurigen Impuls keine physische Energie in Erscheinung treten kann. Deshalb ist jede Annäherung
an die Feurige Welt zwar eine wünschenswerte, aber schwierige Einstellung.
274. Sowohl übertriebene Magerkeit als auch Fettleibigkeit sind für den geistigen Aufstieg gleichermaßen schädlich. Sie reduzieren beide die psychische Energie. Der mittlere Pfad bietet die besten Bedingungen. Die Menschen geben anstatt dem natürlichen Streben den unpassenden Extremen den Vorzug. Die Schöpferkraft des Kosmos duldet keine Unausgeglichenheit. Es ist bekannt, dass das Chaos dem Druck der Gleichgewichtsstärke weicht, aber dieses Gesetz muss im ganzen Leben eingeführt werden. Wir sind der Mikrokosmos und müssen uns allen Bedingungen des Makrokosmos unterwerfen. Jedoch von solchen Lebensbedingungen werden wenige Menschen sprechen! Deshalb erschüttert solch eine Unausgeglichenheit die Erde.
Wir haben oft vor der Möglichkeit einer feurigen Epidemie gewarnt, sie hat schon begonnen. Die Ärzte haben sie natürlich nicht bemerkt; denn sie tritt auf verschiedene Art in Erscheinung. Die Veränderung bei vielen Krankheitssymptomen erregt ihre Aufmerksamkeit nicht. Die menschliche Beurteilung hält stark an den von jemandem gelegentlich entdeckten trügerischen Formen fest. Den Gesichtskreis der Menschen zu ändern, ist am schwierigsten, aber man sollte daran erinnern, dass die Pflichten zu erfüllen sind. Oft senden Wir großmütige Gedanken dorthin, wo man sie gar nicht vermutet. Doch mit der Zeit bringt auch solch ein unerwartetes gutes Heilmittel Hilfe.
275. Man kann staunen, wie sehr Menschen sogar aus harmlosen Philosophien bloße Arglist schöpfen. Der niedrige Bewusstseinszustand,
der nur Schmutz aufnehmen kann, ist erstaunlich. Haben die Menschen vergessen, dass jede Philosophie vor allem Arglist verbietet?
276. Das Höchste ist Hierarchie-Inspiration; sie geleitet durch das ganze Leben. Wo es die Flamme der Verbindung gibt, bedarf es keiner Rituale. Der Herd des Feuers sollte behütet werden. Schon die Alten kannten das Symbol des nie verlöschenden Feuers. Das Leben muss vom Lodern erfüllt sein. Zuerst dachte der Mensch an sich, dann an andere, danach aber wurde sein Wirken zum Nutzen alles Bestehenden. Er denkt nicht mehr an die Nützlichkeit, sondern atmet sie und spendet Leben im Unbegrenzten Raum.
277. Nicht nur Santonin, sondern auch einige andere pflanzliche Substanzen helfen, die Merkmale der Aura zu sehen. Jedoch solche mechanische Einwirkungen sind unerwünscht. Jedes Gift, das lange angewendet wird, kann sich nur auf die Nervenzentren auswirken. Als wir auf das feurige Herz zu sprechen kamen, stellte sich diese Erkenntnis der Strahlungen ganz natürlich ein. Außerdem ist es sehr angebracht, die Qualität der Aura zu fühlen. Da viele Tönungen stark vermengt erscheinen, führt gerade ihr Aussehen nicht zum Erkennen ihres Wesens. So kann manchmal eine blaue Aura einer unerwünschten gelben Strahlung ausgesetzt sein, was ein grünliches Licht ergibt; doch solch eine Zusammensetzung kann von einer reinen grünen Synthese unterschieden werden. Ähnlich kann durch eine Beimischung von Karmesin Violett entstehen. Auf diese Weise bedeutet das Aussehen allein wenig. Man muss das Wesen dessen, was vor sich geht, über das Herz wahrnehmen. So kann es zum Beispiel vorkommen, dass sich die Strahlung infolge Krankheit trübt;
aber das feurige Bewusstsein wird begreifen, dass die Natur der Strahlung nicht schlecht ist und sich nur wegen Krankheit vorübergehend änderte. Genauso kann es vorkommen, dass die Strahlung einem äußeren Einfluss ausgesetzt ist, wie es bei Besessenheit geschieht. Auch hier wird nur das feurige Bewusstsein die wahre Ursache erkennen. Wenn Ich daher von der künftigen Auraphotographie spreche, darf man nicht vergessen, dass es auch dazu eines feurigen Gefühlswissens bedarf.
278. Die Lehre muss vor allem auf Gerechtigkeit bedacht sein. Man muss bedenken, dass es Falle geben wird, bei denen die Einzelheiten des Sichtbaren im Licht feuriger Wirklichkeit betrachten werden müssen. Es gibt viele Fälle, nach denen es möglich ist, von fernen Vorbildern auf äußere Einflüsse zu schließen.
279. Gerade durch Räuchern mit Deodar kann man das Bewusstsein beträchtlich reinigen. Gleichfalls steht Morua auf der Wacht und lässt keine ungebetenen Gäste ein.
280. Schätzt Menschen, die nicht nur reden, sondern auch handeln. Seid fähig, Taten zu erkennen. die Bedrängnisse dieser Zeit rühren von Zerrüttung her. Die Ursache solcher Zerrüttung ist in ihrer Nichtigkeit lächerlich - die Zusammen arbeit der Herzen ist verloren gegangen. Die Menschen versammeln sich zum Gebet, vergessen aber, sich auf das Dienen einzustellen. Indes ist solch eine Bedingung unerlässlich und leicht erfüllbar, dafür ist es nur notwendig, sich gegenseitig zu helfen. Eine ungewöhnliche Geisteshaltung zu wahren bedeutet, zur Feurigen Welt voranschreiten. Unter den üblichen Lebensverhältnissen ist solch eine Geisteshaltung nicht leicht, aber gerade sie darf nicht beiseite gelassen werden. Man sollte
den Tempel nur mit Gebet betreten. Im Gebet wird das Dasein erhoben und verbessert; deshalb müssen sowohl jedes Gebet als auch jede Erhebung besser sein als die vorhergehenden. Jede Stufe der geistigen Leiter muss durchschritten werden. Wie herrlich ist die Leiter zur Feurigen Welt, die im Jahr dreihundertsechsundsechzig Tages- und dreihundertsechsundsechzig Nachtstufen hat! Jede Stufe unterscheidet sich von der anderen, und jede möge besser sein als die vorhergehende. Freude an der Lehre - ist das nicht eine echte Zierde einer Stufe? Jede Freude an der Lehre birgt schon eine neue Erkenntnis. Diese Freude verleihende Stufe lässt sich oft nicht mit Worten ausdrücken. Sie ist unbestritten; und wahrhaftig, welcher Berg wird im freudigen Gebet erklommen! Durch Freude werden Schmerzen gelindert, durch Freude wird die Aufgabe erfolgreich. Niemand und nichts kann dieser Freude Einhalt gebieten. Auf diese Weise wird uns das Vorrecht des Erfolgs zuteil. Das gleiche sei allen gewünscht, denn auf der Leiter des Geistes gibt es kein Gedränge. Jeder möge sich über die lautere Schönheit einer neuen Stufe freuen. Warum sollte jemand zurückgehen? Denn es ist schwierig und mühsam, das zu verlieren, was bereits überschritten wurde. Sturz ist immer unheilvoll, sogar für den Körper. Man kann sich vorstellen, wie vernichtend er für den Geist ist - für das feurige Wesen! Berührung mit dem Feuer schafft bereits eine besondere Art von Zellgewebe, das emporlodert und auf dem abwärts führenden Pfad verascht wird. Die Leiter des Aufstiegs ist das Maß des Edelmuts, folglich möge täglich Edelmut errungen werden.
281. Angst vor der Zukunft ist ein Weltübel. Sie dringt unter verschiedenen Begriffen ins Leben ein.
Er zersetzt allmählich den Geist und tötet das Herz. Solch eine Angst ist von Grund aus falsch. Die Menschen wissen, dass keine ihrer Lebenslagen beständig ist, folglich wäre es vernünftig, unverzüglich etwas für die Zukunft vorzubereiten. Aber formlose und unbewegliche Faktoren des Chaos heften das Bewusstsein an trügerische Plätze. Man muss seine Erkenntnis der Wirklichkeit stärken, um die Lüge der Maja zu erkennen und zu verstehen, dass, wenn wir uns der Wohnstätte des Feuers nahern, die Wahrheit nur in der Zukunft liegt. Es ist unbeschreiblich, wie die Menschen ihre Angst vor der Zukunft zu verbergen suchen. Sie versuchen zu beweisen, dass man nicht über die Zukunft, sondern über die Vergangenheit nachdenken soll. Schändlich meiden sie alles, was an den Fortschritt in die Zukunft erinnert. Sie vergessen, dass diese Haltung zu einer gefährlichen Vergiftung des Raumes führt. Selbst an den reinsten Plätzen können solche vergiftete Wellen beobachtet werden. Die Menschen vergifteten sich auch gegenseitig, aber der heilsamste und schönste Gedanke ist der an die Zukunft. Er entspricht der Feurigen Welt.
282. Für die Hierarchie-Inspiration ist der als das Siegel des Hierarchen benannte Strom sehr nützlich. Er kann im Nacken gespürt werden und leuchtet wie ein weißer Strahl. Durch Kenntnis der Hierarchie-Inspiration ist es möglich, sich dieser Empfindung zu besinnen.
283. Ein feinstofflicher Klang ist wie die Sprache der Feinstofflichen Welt. Er wird ohne grobe irdische Schwingungen wahrnehmbar. Genauso wird die Sphärenmusik auf unsere feinstofflichen Schwingungen abgestimmt, und auf diese Weise wird ein Gefühl für das Schöne erlangt.
284. Die Menschen verstehen für gewöhnlich nicht, dass eine große Offenbarung weit fühlbarer ist als eine kleine. Für die erhabene Offenbarung ist weit mehr psychische Energie erforderlich, folglich sind jeder trübe Gedanke, jede Gereiztheit sowie Misstrauen besonders schädlich. Wenn die Welt neue Zustände erhofft, muss besondere Feinfühligkeit bekundet werden.
285. Die Lehre sollte in verschiedenen Zuständen gelesen werden, denn die Wirkung wird nicht immer die gleiche sein. Bei Bestürzung wird die Lehre Ruhe vermitteln, bei Niedergeschlagenheit Trost und im Zweifel Bestätigung; doch um die Wirklichkeit der Lehre in sich aufzunehmen, muss man seine gelegentlichen Gefühle unterdrucken, indem man in die Schatzkammer der Hierarchie eindringt. Die Lehre wurde nicht bloß des Trostes wegen gegeben, sondern für den Fortschritt auf der Leiter des Aufstiegs. In der Tat, bei den besonderen Weltzuständen ist ein tieferes Verstehen besonders schwierig. Die Welt schwankte des Öfteren an der Grenzlinie zwischen Technik und Geist. Die gegenwärtige Zeit ist die gleiche, verstärkt durch die Angriffe der finsteren Kräfte. Mannigfaltig ist der Markt materiellen Plunders; man muss vor allem alles abschätzen, um neue Werte zu setzen. Auf diese Weise wird die Fähigkeit der Bewusstseinsmäßigen Umwertung die Schwelle der Zukunft sein. Zulassung heißt Anerkennung, und die Menschheit hat viele finstere Gäste zugelassen. Solche Einladungen wiegen beim Übergang sehr schwer. Man muss das Herz bitten, seine Stimme für die Erneuerung der Welt zu erheben.
286. Der Mensch ist gut, der Gutes schafft. Gutes schaffen bedeutet eine bessere Zukunft. Man kann seinem Nächsten Gutes tun, um sein Dasein zu verbessern.
Ganze Nationen können durch heldenhafte Taten erhoben werden. Man kann äußerst nutzbringende Entdeckungen ins Leben einführen, welche die Zukunft umgestalten müssen. Schließlich kann das Denken des Volkes verbessert werden, und darin wird die Synthese des Guten liegen. Wie schön ist Gedanken-Schaffenskraft, die nicht auf Böses ausgerichtet ist. Sobald ein Volk das ganze Übel der Verurteilung begreift, erschließt es neue Tore zur Zukunft. Auf diese Weise wird viel Zeit frei für Erkenntnis, für die Denkkunst, für das Schaffen von wahrem Guten, und dabei werden die besten Feuer des Herzens entfacht. Solche Feuer werden nicht im Bösen entzündet. Solche Güte wird die Gesundheit behüten und die Atmosphäre im hohen Grade reinigen. Es ist lächerlich zu denken, das Gute wäre Abstraktion oder persönliches Verdienst. Es ist die Rettung der Zukunft, denn ohne das Gute gibt es keinen Aufstieg. Auf diese Weise ist jeder Gedanke an das Gute schon ein Lichtpfeil. Er hat schon irgendwo Uneinigkeit ausgemerzt, denn jedwede böswillige Uneinigkeit ist ein Stürzt ins Chaos. Deshalb lehrt, an das Gute zu denken!
287. Wir hören oft über Schmerzen alter Wunden klagen. Das physische Gewebe ist zusammengewachsen, die Wunde ist scheinbar verheilt, und dennoch schmerzt sie noch. Man hört auch, dass nur Suggestion in solchen Fällen helfen kann. Könnte denn der feinstoffliche Körper schmerzen, wenn er nicht beschädigt worden wäre? Eine Wunde kann körperlich verheilen, und dennoch spürt der feinstoffliche Körper noch den Schmerz. Freilich, wenn das Bewusstsein des Menschen entwickelt ist, kann er durch seinen eigenen Befehl den feinstofflichen Körper gesunden lassen. Aber in anderen Fällen ist Suggestion erforderlich,
die im Einklang mit dem physischen Vorgang auf den feinstofflichen Körper einwirkt. Auf diese Weise werden jene, welche den Aufbau des Organismus kennen, das Befinden aller ihrer Körper verbessern können.
288. Wieder weisen laufende Ereignisse auf die Bedeutung des Gedankens hin. Ihr habt gesehen, dass Luxus schon verworfen wurde. Ihr habt gesehen, dass Magie verurteilt wurde und das Denken auf Hierarchie-Inspiration gelenkt wird. Diese zwei Richtungen sind für die Finsteren sehr verderblich. Ohne Luxus und ohne Zauberei sind sie wesentlich geschwächt. Aber ihnen blieb noch eine dritte Möglichkeit, die Verwirrung der schwachen Geister. Es ist äußerst beklagenswert, dass schwache Geister keine vernünftigen Grundsätze in sich aufnehmen. Ihre Unbeständigkeit verzehrt viel Energie; deshalb lenken Wir Unsere Aufmerksamkeit auf das Wichtigste, um die Energie auf das Unumgängliche zu konzentrieren. Ihr kennt Unser Banner. Mögen es jene tragen, die fähig sind. Deshalb lasst uns vor allem anderen Duldsamkeit üben und die Finsternis zum Dienen veranlassen.
289. Gesegnet ist, wer in seinem Herzen augenblicks das unentbehrliche Vorhandensein der Hierarchie erkennt. Doch sind die Augen des Herzens verschlossen, dann weist auf die Nachfolge in allem Bestehenden hin. Beginnt mit Dingen des alltäglichen Lebens und schreitet fort zu den Fundamenten des Weltenalls. Bleibt einer für dieses Wissen taub, heißt das, dass er ein Finsterer ist. Man sollte daran denken, dass das Gesetz der Finsternis auf Verneinung beruht. Man darf nicht vergessen, dass bei allen Völkern die Vorstellung der Nachfolge herrschte, und auf diese Weise stiegen sie auf zur Hierarchie.
290. Wahrhaftig, Ägypten war bis zur Zeit Salomons groß an Errungenschaften. Und Buddha empfing in gewissem
Sinn den Kelch von Ägypten. So haben sich die Fundamente der Weisheit auf ganz harmonische Weise gebildet. Sicherlich hatten auch die Weden eine Verbindung mit früheren Rassen. Oft wachsen die Bündnisse auf evolutionäre Weise, aber manchmal wird der Vorgang infolge der Verstrickung des Karma involutionär. Aber obendrein gab es immer einen Nachfolgerang; und gerade er führte zur Ausgeglichenheit der Völker. Verneinung der Nachfolge ist Unwissenheit. Der ganzen Lebensqualität, der wirklichen Erkenntnis des Pfades, wurde als Fortsetzung die unbegrenzte Nachfolge zugrunde gelegt.
291. Es ist lobenswert, dass der Arzt die Spannung in den Ohren als eine feurige Erscheinung erkannt hat. Ebenso sollte er die Spannung in den Augen und das Pulsieren in den Gliedmaßen eingeschätzt haben. Man kann viele neue Rhythmen beobachten, die den feurigen Energien vorausgehen. Es ist notwendig, dass Ärzte gewisse Krankheitserscheinungen zu beachten beginnen.
292. In ursprünglichen Religionsformen wurde vor allem Gottesfurcht gelehrt. Auf diese Weise wurde ein Gefühl suggeriert, das für gewöhnlich in Auflehnung endet. Sicherlich, wer mit der Höheren Welt in Berührung kommt, den überkommt ein Beben, aber diese unvermeidliche Empfindung hat nichts mit Furcht zu tun. Furcht unterbindet die schöpferische Energie, Furcht ist Erstarrung und ist der Finsternis Untertan, während Hinwendung zur Höheren Welt Begeisterung hervorruft und
die Kräfte zum Ausdruck des Schönen vermehrt. Solche Eigenschaften werden nicht durch Furcht, sondern durch Liebe geboren; aus diesem Grund lehrt höhere Religion nicht Furcht, sondern Liebe. Nur auf diesem Wege können die Menschen die Verbindung mit der Höheren Welt erlangen. Die Ketten der Furcht sind der Sklaverei eigen, doch das Schaffen von Schönem ist keine Sklaverei, sondern Verehrung durch Liebe. Lasst uns darüber Vergleiche anstellen, was aus Furcht geschieht und was aus Liebe getan wird. Der Schatz des Geistes stammt nicht aus dem Kerker der Furcht. Deshalb lasst uns den Menschen raten, zu lieben und das Gefühl der Ergebenheit zu starken. Niemand kann einen Platz verteidigen, der ihm Furcht einflößt, doch Heldentat wird im Namen der Liebe vollbracht. Wendet diesen Maßstab für die Tore der Feurigen Welt an.
293. Die alten Weisen wählten nicht ohne Grund die Beschäftigung mit Kunst und Handwerk. Jeder musste sich Handfertigkeit aneignen. Sie sahen dann ein Konzentrationsmittel. Auf diese Weise stärkte jeder in seinem Streben nach Vervollkommnung den Willen und die Aufmerksamkeit. Auch an den wenigen uns zugegangenen Gegenständen kann man eine hohe Qualität an Kunstfertigkeit wahrnehmen. Gerade jetzt ist die Zeit gekommen, sich wieder der handwerklichen Arbeit zuzuwenden. Man kann die geistigen Beschränkungen nicht in die Grenze der Maschinen bannen. Man muss sich die Zeit nehmen, wertvolles Kunsthandwerk zu schaffen, das die Vorstellungskraft neu beleben wird. Gerade Qualität und Vorstellungskraft sind auf den Stufen der feurigen Errungenschaft verbunden.
294. Es eben notwendig, die Quellen des Altertums zu begreifen. Wird ihre Bedeutung enthüllt, dann wird es auch neue Entdeckungen geben. Es kann vieles entdeckt werden, aber ein wildes
Bewusstsein darf nicht die Schätze berühren. Weisen wir die Logik der Evolution nicht ab.
295. Das Übel des Unglaubens überschwemmt die Welt. Solches Übel ist äußerst grausam, denn es streitet direkt mit dem Daseinsbestand. Es reizt sich selbst und macht in Falschheit alle Möglichkeiten zunichte.
296. Hierarchie-Inspiration senkt sich herab durch eine einzige grundlegende Bedingung. Weder Konzentration noch Willensbefehl, sondern Liebe zur Hierarchie stellt unmittelbare Verbindung her. Wir können dieses führende Gesetz nicht besser und genauer zum Ausdruck bringen als durch einen Zustrom von Liebe. Deshalb ist es so zeitgemäß, sich von zwingender Magie abzuwenden und in seinem ganzen Wesen von Liebe erfüllt zu sein. Durch den Sinn für Schönheit kann man so leicht an das Daseinsprinzip herankommen. Genau gesagt, inmitten der Zersetzung des Planeten muss man sich dem äußerst gesundheitspendenden Prinzip zuwenden. Und was kann starker verbinden als das Mantram "Ich liebe Dich, o Herr!" In solch einem Ruf ist es leicht, einen Strahl der Erkenntnis zu empfangen. Beachtet dies.
297. Oft werden die Menschen fragen, wie sie sich zu den letztwilligen Verfügungen der Verschiedenen verhalten sollen. Oft entsprechen solche Verfügungen nicht den Überzeugungen der Vollstrecker. Ausgenommen bei brudermörderischen Verfügungen, kann vorgeschlagen werden, alles auszuführen. Man sollte nicht das Karma eines anderen übernehmen, zumal die Hinübergegangen in der von ihnen eingeschlagenen Richtung weiterhin Energie entwickeln. Es ist wahrlich schwierig, eine Überzeugung zu ändern, die drüben in der Feinstofflichen Welt weiterwirkt. Für die Harmonie der Ströme ist es deshalb überaus nützlich, Testamente zu erfüllen.
298. Würde man sich der Mühe unterziehen, ein Schema über irdische Gewohnheiten zu erstellen, es ergäbe sich ein eigentümliches Bild vom Leben auf dem Planeten. Viele Gewohnheiten überleben Rassen und sogar ganze Epochen. Sogar eine Änderung aller Lebensverhältnisse hat auf die durch Eigensinn gebildeten Gewohnheiten keinen Einfluss. Man kann staunen, wie alt die Gewohnheiten der Trägheit sind und dass sie von Gesellschaftsformen unabhängig sind. Deshalb spreche Ich so oft über die Fähigkeit, Gewohnheiten ablegen zu können. Dieser Rat gilt für den Pfad zur Feurigen Welt.
299. Also, man kann überall drei Pfade wahrnehmen - den leichten, den schwierigen und den schrecklichen. Der erste gestaltet sich in Erkenntnis aller erfolgreichen, nutzvollen und guten Verbindungen. Der zweite, wenn bestimmte gute Verbindungen durch äußerst störende und schädliche Strukturen verdeckt werden. Solch ein Pfad ist schwierig und gleicht einem Lauf mit verbundenen Augen. Der dritte Pfad, auf dem Unwissenheit in die Finsternis der Zerstörung lockt, ist wirklich schrecklich. Aber diese schrecklichen Menschen haben nicht das Recht, andere zu tadeln; sie haben ihre Augen und Ohren selbst verschlossen. Sie haben die Hilfe abgelehnt und in ihrem Denken Chaos zugelassen. Deshalb mögen die Erbauer dem ersteren Pfad folgen.
300. Kann Licht mit der Finsternis ein Bündnis eingehen? Es müsste sich selbst auslöschen, um sich mit dem gegensätzlichen Prinzip zu verbünden. Möge keinem Hellen Führer einfallen, die Verlöscher und Gegner des Lichts in sein Lager aufzunehmen. Licht kann Finsternis nicht verherrlichen; gleicherweise kann Finsternis das Licht nicht vermehren. Folglich sind solche Bündnisse wiedernatürlich.
301 Die Mitteilung über die Sprache der Gestirne muss sehr genau verstanden werden. Man kann die besten Verbindungen haben und sie dennoch nicht nutzen. Man sollte aber auch, indem man die Zeichen beachtet, Gefährlichstes meiden und eifriges Streben zur Hierarchie bekunden. Aus dieser Quelle kann man nutzbringende Weisheit schöpfen, die das Karma erleichtern kann.
302. Der Ratschluss der Feurigen Welt ist, sowohl Licht und Finsternis zugleich zu verstehen als auch die Übereinstimmung der Gestirne mit Unserer Quelle. Wer Licht aus Finsternis erhofft, ist zu bedauern. Er kann inmitten der Dunkelheit den Schatz nicht abwägen. Glaubt nicht, solch eine Belehrung wäre abstrakt, im Gegenteil, jeden Tag ergeben sich Verbindungen zwischen Licht und Finsternis Führt solch einen Verbündeten der Finsteren vor, niemand wird ihn spüren, nur ein Hund wird die Finsternis anknurren. Man kann irren, aber es ist unentschuldbar, nicht auf einen Rat zu hören. Wir halten guten Willen nicht zurück, aber warum sich ohne Rettungsring aufs stürmische Meer begeben?
303. Beachten wir jene, die nur kommen, um Neues zu fordern. Kann dem, der nur fordert, aber nichts von der Harmonisierung der Zentren weiß, das Neue gegeben werden? Kann dem, dem der Enthusiasmus fehlt, das Neue gegeben werden? Kann dem, der die Freude nicht kennt, das Neue gegeben werden? Kann dem, der sich nicht von Bosheit befreite, das Neue gegeben werden? Kann dem, den der Neid verzehrt, das Neue gegeben werden? Kann dem, der vor Furcht erblasst, das Neue gegeben werden? Kann dem Widersacher der Wahrheit das Neue gegeben werden?
Kann dem im Herzen Zornigen und Toten das Neue gegeben werden? Viele kommen und fragen: "Wo ist denn das Neue? Wir sind bereit, es mit Füßen zu treten. Unser Denken ist bereit, es abzulehnen. Es ist unser Wunsch, das zu vernichten, was immer ihr sagt" - solche Worte erfüllen die Erde. Die Diener der Finsternis lauschen, um zu verneinen, sich anzuschleichen und zu schmähen. Das verneinende Urteil hat sich im Herzen der Diener der Finsternis schon eingenistet. Auf diese Weise muss oft aufgezeigt werden, wie sich die Kälte der Verneinung heranschleicht.
304. Die erste Bedingung des Fortschritts ist, wesentliches Wissen nicht preiszugeben. Man muss sich auf das Wesen seines Zuhörers einstellen, um seine Absichten nicht zu missverstehen. Man könnte für viele Zeitalter die Früchte des Verrats säen, der besonders das Leben in der Feurigen Welt beeinflusst. Die Menschen müssen die Tatsache begreifen, dass für die Erkenntnis das Fluidum der Annahme notwendig ist. Zurückweisung, Ablehnung und Schmähung taugen nicht für die Pfade der Feurigen Welt.
305. Viele Ereignisse füllen den Raum. Man kann sehen, wie einige dahin eilen, wo es keine Möglichkeit gibt, sie zu sehen. Ihr wisst bereits, dass sich die menschlichen Möglichkeiten von den zu beachtenden kosmischen Möglichkeiten unterscheiden. Ihr wisst bereits, dass die Verwobenheit der Ereignisse den Wurfgeschossen der Alten gleicht.
306. Man könnte fragen - worin der Hauptschaden der schwarzen Magie besteht? Kann, abgesehen von persönlicher Verletzung, auch kosmischer Schaden angerichtet werden? Gerade so ist es! Die niederen Beschwörungen richten durch das Vermengen der Elemente und die Beschwörung von Chaosteilen den meisten Schaden an. Man muss
sich vorstellen, dass auf diese Weise Wesenheiten der niederen Schichten in verbotene Sphären Zutritt erhalten und in weitem Maße fortfahren, Schaden anzurichten. Deshalb müssen umfangreiche Maßnahmen getroffen werden, um den ohnehin kranken Planeten zu schützen. Magie muss allgemein gemieden werden.
307. Der von der schwarzen Magie angerichtete Schaden kann durch bewussten Widerstand in beträchtlichem Maße abgeschwächt werden. Wenn das Herz einen Angriff verspürt und sich schwarze Sternchen zeigen, muss man sich gelassen und furchtlos der Hierarchie zuwenden. Viele Angriffe können sofort abgewendet werden; aber es wäre ein Fehler, die dem Herzen eigenen Zeichen nicht zu beachten.
308. Worin liegt der wesentliche Nutzen beim Aussenden von Gedanken? Neben dem Aussenden von Gedanken für gute Werke liegt der Nutzen hauptsächlich darin, den Raum mit Gutem zu stärken. Solch eine Sättigung des Raumes ist ein gewaltiger Schutz für die Gesundheit des Planeten. Man sollte es sich daher zu eigen machen, täglich öfters gute Gedanken als räumliche Pfeile auszusenden. Die Gedanken können Einzelpersonen gelten oder unpersönlich sein. Die Bekundung von Gutem ist von großem Wert, denn es geht im Raume nicht verloren.
309. Ebenso kann jeder Wanderer den Raum mit nutzbringenden Verbindungen bereichern. Sogar im Altertum gingen die Mitglieder einer Gemeinschaft nach Ablauf einer gewissen Frist für eine Zeitlang ihre getrennten Wege. Solch ein sich ausbreitendes fluidales Netz hat eine ungeheure rettende Bedeutung.
Man soll nicht bloß Gedanken, sondern auch psychische Energie auf weite Entfernung aussenden. Die Alten nannten solch ein fluidales Netzwerk das Gewebe der Mutter der Welt. Wenn das Haupt der Gemeinschaft bekannt gab, dass die Frist der Abreise gekommen sei, freuten sich die Mitarbeiter, denn das deutete auf ein starkes Netz psychischer Energie hin.
310. Alles von höherer Bedeutung muss der Tätigkeit ununterbrochen zugrunde liegen. Der höheren Tätigkeit ziemt Anziehungskraft. Lasst uns auf diese Weise unser Herz entsprechend der Macht der Anziehung ausstatten. Nichts anderes ist der großen Tat vergleichbar. Man muss sich daran gewöhnen, vom Verstehen des Allgemeinwohls angezogen zu werden: darin wird das Gesetz des Herzens enthalten sein. Ähnlich werden alle physischen Gesetze durch anziehende Tätigkeit gestärkt
311. Bei der höheren Tätigkeit wird es nichts Widerwärtiges geben; überlassen wir diese Eigenschaften den Naturelementen des Chaos. Begreifen wir, dass auch Elektrizität, bei der es sowohl positive als auch negative Erscheinungen gibt, nicht widerwärtig ist; denn die Energie ist schon von höherer Dimension. Die Lehre über Austausch und Zusammenarbeit wird nicht widerwärtig sein. Ein widerwärtiger Gedanke ist bereits eine einschränkende Grundlage. Ein unzulässiger Gedanke steht im Widerspruch zur Feurigen Welt.
312. Sogar unsichtbare feurige Erscheinungen lassen irdische Wesenheiten erbeben. Ströme und Strahlen der Feurigen Welt erregen sogar verfeinerte Wesen. Sogar eine unsichtbare Erscheinung ist für das Herz schon unerträglich. Wie stark wirkt sie dann,
wenn sie sich, dem Gesetz des inkarnierten Seins nähernd, in einen sichtbaren Zustand versetzt? Diese Wechselwirkung muss gründlich erkannt werden. Sogar stärkste Geister fielen in Ohnmacht, sind ergraut, wurden blind oder taub, und ihre Glieder erstarrten. Die Erscheinung Feuriger Wesenheiten sollte unser Bewusstsein nicht zerstören. In naher Zukunft werden die Menschen über ihr Bewusstsein ihre Körper zur Aufnahmefähigkeit von höheren Energien erziehen. Auf diese Weise werden die Menschen allmählich eine Widerstandsfähigkeit gegen feurige Epidemien entwickeln.
313. Ein König ließ einst einen Lehrer rufen, um mit ihm weise Gespräche zu führen. Der Lehrer betrachtete den Herrscher aufmerksam und begann von der Schönheit seiner Krone zu sprechen, von ihrem Glanz und den natürlichen Farben der Steine, vom erhabenen Symbol, das den Goldreif zierte, welches er mit der Anziehungskraft eines Magneten verglich. Zum Erstaunen der Schüler, die den Lehrer begleiteten, und zum Wohlgefallen des Herrschers beschränkte sich das Gespräch nur auf die Bedeutung der Krone. Nachher fragten die Schüler den Lehrer, warum er zum König nicht über das Prinzip des Weltenalls gesprochen habe. Der Lehrer antwortete: "Das Bewusstseinsniveau muss der Maßstab sein. Hätte ich über das Prinzip des Weltenalls gesprochen, hätte das den König bestenfalls gelangweilt und schlimmstenfalls in grundlose Verzweiflung gebracht. Beides wäre schädlich gewesen. Aber es zeigte sich, dass für den König seine Krone der wertvollste Schatz ist, weshalb es sehr nützlich war, sie emporzuheben und ihn an die Bedeutung der Krone der Welt zu erinnern. Besinnt euch immer auf das Beste, was euren Zuhörern eignet. Sogar wenn es ein gewöhnlicher Gegenstand ist, ist es dennoch
angebracht, seine höchste Bedeutung herauszufinden. Nur so werdet ihr anziehend und fähig sein, den Pfad der Zukunft zu erschließen. Unfähig, ja sogar verbrecherisch ist der Lehrer, der sich nicht dem Bewusstseinszustand seiner Zuhörer anpasst." Wir sollten uns besonders an dieses Gleichnis erinnern, wenn wir versuchen, über die Feurige Welt zu reden. Jedwede herausfordernde Schmähung des Höheren Prinzips schafft ein schweres Karma.
314. Standfest ist, wer sich dem Höchsten hingibt. Sobald Schwanken auftritt, bedeutet das, dass keine wahre Vorstellung über das Höchste vorhanden ist. Der Geist, der sich die Feurige Größe nicht vorstellen kann, kann nicht zum Höchsten aufsteigen. Lasst uns wiederholen, dass jedwede Furcht vor Feuer schon geistige Blindheit bedeutet.
315. Man sollte viele scheinbar unterschiedliche Begriffe in Wechselbeziehung bringen können. Auf diese Weise scheinen Hierarchie und Selbsttätigkeit für jene, die sie nicht begreifen, widersprechende Begriffe zu sein; während Hierarchie gerade die Entwicklung der Selbsthilfe erfordert. Wer Selbsttätigkeit nicht begreift, kann sich der Hierarchie nicht nähern. Auf den Stufen des Aufstiegs werden Selbsthilfe und Findigkeit die erste Bedingung sein. Auf die Hilfe der Hierarchie sollte man sich erst stützen, wenn man seine Selbsthilfe voll erschöpft hat. Jeder weiß, dass sich der Mensch, der ein entsprechend umfangreiches Wissen erworben hat, selten an den Lehrer wenden wird, weil er sich auf die Stufe des Mitarbeiters erhoben hat. Das Bündnis der Selbsttätigkeit muss als Zeichen des Vertrauens verstanden werden. Außerdem vermag gerade der zuverlässigste Mitarbeiter durch vollkommene Erkenntnis der Hierarchie Achtung zu erweisen. Auf diese Weise können wir dem Höchsten durch
Selbsttätigkeit dienen. Weil die Menschen dieses Bündnis nicht verstanden haben, begannen sie Blutopfer darzubieten. Doch könnte vergossenes Blut von Nutzen sein? Der Austausch von Herzenergie stärkt die Zusammenarbeit; deshalb wird Hierarchie durch Selbsttätigkeit der richtige Aufstieg zur Feurigen Welt sein.
316. Freilich, man sollte kosmische Zustände mit Unseren Methoden verbinden. Wenn Wir auf diese Weise für die Abschaffung der Magie eintreten, wollen Wir helfen, den natürlichen Weg zu gehen.
317. Es ist gut, wenn ihr es versteht, Wirkungen und Gegenwirkungen zu entwickeln. Wirklich, die Tätigkeiten weiten sich mit jedem Tag aus und beziehen neue Schichten mit ein. Gleicherweise ist es gut zu verstehen, wie sehr der Fürst dieser Welt in allen Teilen der Welt Vorkehrungen für einen neuen Kampf trifft. Daher sollte jede Hingebung geschätzt werden. Es gibt zu wenig Hingabe in der Welt, jede derartige Bekundung muss angespornt werden.
318. Zweifellos wird man fragen: "Wo ist die Aufklärung über die Feurige Welt; die Lehre über die Ethik schildert uns nicht das Naturelement Feuer!" Solche Menschen werden nie begreifen, dass der erste Schritt zur Annäherung an die Feurige Welt in der Aneignung der Lebensgrundlagen besteht. Nur ein Unwissender verlangt nach der chemischen Zusammensetzung eines Feurigen Wesens. Doch das verfeinerte Bewusstsein weiß, dass die psychische Energie zum Verstehen der Feurigen Welt führt. Nur das Herz gibt einem ein, wie man über einen glatten Felsen die Höhen erklimmen kann.
319. Sogar in der angespanntesten Lage kann man wiederhergestellt und gefestigt werden. Oft kräftigt sich
eine zwischen den Steinen eingezwängte Pflanze weit mehr als eine im fetten Boden. In einer bedrängten Lage dringen bloß die Wurzeln in die Spalten und kräftigen sich gegen Wirbelwinde. Der Holzfäller wundert sich, wieso der Baum an einem so unzugänglichen Platz Wurzeln schlug? Natürlich, gegen den Holzfällers.
320. Jedermann spürt eine innere Erleichterung, wenn er weiß, dass er richtig handelt. Dieses Gefühl lässt sich als bewusster Reflex der Nervenzentren erklären, oder wie es heißt, als Gewissen. Doch lasst uns nicht vergessen, für solch einen Zustand auch kosmische Gründe in Betracht zu ziehen. Rechtes Handeln wird in Zusammenarbeit mit der Feurigen Welt erfolgen; daraus ergibt sich eine Wechselwirkung, und die feurigen Zentren des Organismus erklingen mit dem erhabenen Gedanken des Raumes. Auf diese Weise ist jedes rechte Handeln nicht nur für einen selbst segenreich, sondern erweist sich auch als räumliche Tat. Die Feurige Welt erfreut sich des rechten Handelns.
321. Jene räumliche Verurteilung, die als Gegenwirkung auf schlechte Taten folgt, nannte man ernst "Zephiroth Herim". Die Menschen, die diese Begriffsbestimmung festlegten, wussten vom Band des Feuers mit unserem Dasein. Sie wussten, dass abgesehen vom Karmagesetz jede Tat das feurige Naturelement berührt. Es kann ganze Aufbauspiralen beeinträchtigen und sofortigen Rückschlag herbeiführen. Deshalb hat die Theorie der Widervergeltung neben ethischen Gründen auch eine durchaus chemische Grundlage.
322. Der rechte Pfad ist deshalb gut, weil er in allen seinen Dimensionen nutzbringend ist. Man sollte gar nicht nachsinnen,
wo die Grenze des Pfades liegt. Man kann sich in jeder Dimension bessern.
323. Schickt sich ein Taucher an, ins tiefste Wasser zu steigen, bekümmert ihn die obere Wasserschicht nicht. Für die tieferen Schichten hingegen muss er den vollen Druck in Betracht ziehen. So muss man sich auch im Verkehr mit Völkern eine Vorstellung vom niedersten Bewusstsein machen. Jeder, der über die Feurige Welt nachdenkt, muss das Denken des halbtierischen Bewusstseins verstehen können. Man sollte das Verständnis für das niedere Bewusstsein nicht verwerfen. Im Gegenteil, man muss sich mit ganzer Findigkeit rüsten, um sogar im tierischen Brüllen eine menschliche Note zu erhaschen.
Sich an ein anderes Bewusstsein nicht anpassen können, ist äußerst gefährlich. Wie viel Unglück entstand durch Worte, die in einem unrichtigen Augenblick ausgesprochen wurden! Bekundet Findigkeit!
324. Ein von Verfolgern eingeholter Bote warf sich an der breitesten Flussstelle mit samt seinem Pferd ins Wasser. Im Glauben, dass der Bote ertrunken sei, hielten die Verfolger inne, dieser aber ritt am anderen Ufer aus dem Wasser. In ihrer Hast suchten die Verfolger eine enge Stelle zu überqueren, an der sie jedoch im Strom versanken. Wahrhaftig, Enge birgt Gefahr. Diese Überlegung sollte in allem angestellt werden. Nach dem Trugbild der Erleichterung zu suchen, führt zu keiner Errungenschaft. Das Schwierigste ist auch am schwierigsten zu erreichen. Die Menschen wollen nicht verstehen, dass beharrliches Suchen mächtige Energien wachruft. Streben wir deshalb nicht nach dem engen Prinzip, sondern bevorzugen wir das weite.
325. In der Tat, Feierlichkeit muss gepflegt werden. Die Fähigkeit, seine Gefühle
nach oben lenken zu können, wird Feierlichkeit und einen feurigen Strom verleihen. Empfindet man einen heilsamen Strahl, ist man von der Feurigen Welt nicht weit entfernt. Beharrlichkeit im Denken an die Feurige Welt erneuert schon unsere Natur. Wir fühlen solch eine Erneuerung meist nicht. Nur bei verworrenen Ereignissen beobachten wir, dass wir uns ihnen gegenüber völlig anders verhalten. Bei der Spaltung der Welt werden wir empfinden, was wir bedauern und was uns freut.
326. Bei der einfachsten Handarbeit und in der Musik kann man lehrreiche Erfahrungen sammeln. Manchmal, wenn bloß ein Finger nicht genau an der richtigen Site angelegt wird, geht auf diese Weise der volle Ton verloren; doch sogar dann bedeutet so eine falsche Anwendung nicht, dass der Fehler nicht gutzumachen wäre. Manche Zentren harmonisieren sich rasch, andere hingegen erfordern aus vielen Gründen eine langwierige Zusammenarbeit. Geduld, die große Stütze des Erfolgs wird in solcher Anspannung der Zentren geprüft. Oft dienen gerade die langsamen Anpassungen dem Guten; sie verbinden nicht nur die Zentren zusammen, sondern sammeln gleichsam auch die Energie für der Zukunft. So ist Geduld eine Zierde des Herzens. Wer in Geduld unerfahren ist, wird sich der Feurigen Welt nicht anpassen können.
327. Es wurde bereits gesagt, dass Gotteslästerung abzulehnen ist, aber man sollte erkennen, dass jedwede Art von Gotteslästerung unzulässig ist. Manchmal befreien sich die Menschen nur im engen Kreis von Begriffen der Gotteslästerung, ihre Zungen aber begehen ihre Nachbarn betreffende schlimme Verleumdungen. Wer kann sagen, welch erhabene
Herzensverbindungen durch diese üblen Schmähungen berührt werden? Deshalb muss Schmähung als unwürdige und schädliche Tat aus dem Leben völlig verbannt werden.
328. Der Mensch kann sich nicht mit beiden Beinen gleichzeitig fortbewegen. Solcher Wechsel der Hebelkraft möge der Veranschaulichung der Notwendigkeit des Energiewechsels dienen. Genau so muss man sich angewöhnen, die Zentrentätigkeit zu wechseln. Es können nicht alle Zentren gleichzeitig zu wechseln. Es können nicht alle Zentren gleichzeitig erklingen; wahrhaftig, ihr Fortschritt hängt vom Tätigkeitswechsel ab. Das Schweigen eines Zentrums bedeutet aber nicht seinen Tod, sondern es erneuert sich wie ein Mensch im Schlaf, in Verbindung mit den höheren Welten.
329 Sogar im gewöhnlichen Briefwechsel stoßt man auf herkömmliche Ausdrücke, die nur von dem verstanden werden, der mit dem Schriftwechsel vertraut ist. So können einen auch bei Prophezeiungen unbekannte Ausdrücke überraschen. Ruft man sich aber die Zeit und alle Prophezeiungen ins Gedächtnis, so wird einem klar, dass es für unsere Zeit herkömmliche Ausdrucke sind, denn mit den Zeitaltern haben sich viele Begriffe und Ausdrücke geändert. Man muss sich solch eine Umsichtigkeit einprägen, um nicht der Unwissenheit zu verfallen.
330. Es heißt, die Wissenschaft der Gestirne ist genau, solange die Gestirne existieren. Doch vergessen wir dabei die Relativität nicht. Neben dem Chemismus der Strahlen der Gestirne selbst muss man verstehen, dass beim Durchgang der Himmelskörper und der Wellen kosmischen Staubes die Atmosphäre stark schwingt. Deshalb muss der Astrologe auch Astrophysiker und Astronom sein. Zudem muss er die irdischen Bedingungen kennen,
die den Strahlen der Gestirne entgegenwirken. Nur bei Beachtung dieser Bedingungen werden seine Schlussfolgerungen von Irrtümern frei sein.
331. Sollten die Menschen mit allen sie umgebenden Gefahren vertraut sein? Man kann sich den Zustand eines Menschen vorstellen, der weiß, dass er von vielen Skorpionen und Schlangen umgeben ist, oder von vielen tödlichen Fliegen und Spinnen - eine beklagenswerte Lage ergibt sich. Diese wird besonders gefährlich, wenn der Mensch um diese Gefahren weiß, und dadurch werden sie ihm näher gebracht. Deshalb ist Gefühlswissen das Beste, da es den sichersten Pfad entlangführt und nicht mit vielen nutzlosen Lasten beschwert. Daher wird das dem Gefühlswissen innewohnende feurige Prinzip Schwingen der Rettung genannt.
332. Vergleicht das Feuer eines Schmelzofens mit den Flammen einer wütenden Feuersbrunst; vergleicht harmonisches Wirken mit den Naturelementen des Chaos. Ruft alle heilsamen Rhythmen wach, um einhelliges Wirken zu bekunden. Deshalb muss in den Schulen der Rhythmus der Harmonie entwickelt werden. Wir haben des Öfteren an das harmonische Zusammenwirken bei gymnastischen Übungen erinnert. Nicht nur für den Krieg, sondern auch für geistige Verteidigung bedürfen die Massen der Disziplin. Es ist schlecht, die Massen zur Bestialität zu verleiten: doch Rhythmus bringt Harmonie in die Menschenansammlungen. Vergessen wir dabei die feurigen Vorbilder nicht. Gerade das feurige Prinzip lebt durch einen besonderen Rhythmus.
333. Vorurteil sollte man sowohl im Großen wie im Kleinen vermeiden. Viele Möglichkeiten sind durch Vorurteil unterbunden worden. Wahrhaftig, die feurige Energie ist für Vorurteil sehr empfindsam. Doch ist man
mit dieser Energiebeschaffenheit vertraut, kann man dem Vorurteil mittels Suggestion entgegenwirken.
334. Wahrhaftig, die Trennung der Weltenkette ist schrecklich. Niemand denkt nach kosmischem Maßstab, aber man sollte an die Pfade feinstofflichen Fortschritts denken. Man sollte sich dauernd der Tatsache bewusst sein, dass sich der Gedanke unaufhörlich fortbewegt, wenn das Denken sorgfältig gewahrt wird. Und die Vereinigung mit der Hierarchie bedeutet, dass man im Vorwärtsschreiten nicht allein gelassen wird. Auf die Frage, ob wir nicht im Stich gelassen werden, antworte Ich: "Wahrlich, wenn das Herz mit der Hierarchie verbunden ist, werden wir nicht im Stich gelassen. Wir können in der Feinstofflichen Welt vorwärts schreiten, wenn die Führende Hand nicht abgewiesen wird".
335. Es wurde gesagt, die Menschheit muss den Luxus meiden. Nicht ohne Grund haben sich die Menschen von selbst von diesem Begriff getrennt. Luxus ist weder Schönheit noch Geistigkeit, noch Vervollkommnung, noch Aufbau, noch Wohlwollen, noch Mitgefühl. Er kann durch keinen guten Begriff ersetzt werden. Luxus bedeutet Zerstörung der Erfindungskraft und der Möglichkeiten. Luxus ist Auflösung, denn jeder Aufbau ohne Rhythmus bedeutet bloß Zerstörung. Man kann deutlich genug sehen, wie der weltliche Luxus bereits erschüttert wurde, doch wie bei einem Heilverfahren muss eine harmonische Zusammenarbeit gefunden werden, um die Welt von dem Laster des Luxus zu befreien. Egoismus wird den Einwand erheben, dass Luxus ein verdienter Überfluss sei. Man wird auch sagen, Luxus wäre majestätisch. Das ist eine Verleumdung, Luxus war immer ein Zeichen des Verfalls und Verdunkelung des Geistes. Die Ketten des Luxus sind auch die Feinstoffliche Welt besonders schrecklich. Dort sind Fortschritt und
stete Vervollkommnung des Gedankens erforderlich. Die Last [des Luxus] führt nicht zu den nächsten Toren.
336. Ein guter Gedanke ist die ursprüngliche Basis der guten Tat. Der Gedanke geht der Tat voraus, deshalb lasst uns das Wesen des Guten nach den Feuern des Gedankens erwägen. Glaube ohne Werke ist tot, denn solcher Glaube ist blindes Vertrauen, aber kein guter Gedanke. Auch der finstere Gedanke strahlt. Ihr kennt die schwarzen Flecken mit roter Strahlung und wisst, dass die glühenden Lichtblitze mit den finsteren Ausstrahlungen kämpfen. Der finstere Gedanke führt zu den ungeheuerlichsten Taten. Ein gewisser König befahl, ein Heiligenbild mit Hörnern aus Diamanten zu versehen, um seine uneingeschränkte Macht des freien Willens zu veranschaulichen. Ein gewisser Wahnsinniger versah seine Stiefel mit einem Heiligenbild, und wie es schien ereignete sich auf diesem nichts, doch er konnte die davon ausgehende Zerstörung in der Feinstofflichen Welt nicht sehen. Er war selbst von seinem Wahnsinn überzeugt. Man kann das Unwägbare nicht mit irdischen Maßen messen.
337. Wenn Hierarchie-Inspiration den Gedanken auf unbestimmte Gegend oder Stelle lenkt, so bedeute dass Umstände großer kosmischer Bedeutung schon im Entstehen sind. Vielleicht ist solch ein Wahrnehmungsort durch die irdische Sachlage nicht erklärbar. Vielleicht befindet sich vom irdischen Gesichtspunkt aus ein solches Land in keinem ansprechenden Zustand, aber das höhere Gesetz bestimmt bereits die Stelle besonderer Anspannung. Obwohl die irdischen Augen noch nichts sehen, lenkt Hierarchie-Inspiration das Bewusstsein schon dahin, wo die Strahlung Höheren Lichts angeordnet wurde. Auf diese Weise leuchtet über eurem Gefühlswissen die Hierarchie-Inspiration. Sie scheint
dem Sichtbaren oft zu widersprechen, doch sie spricht das Wort der Feurigen Welt. So ist es auch mit dem Empfinden, von dem heute gesprochen wurde. Hierarchie-Inspiration lenkt dorthin, wo der Gipfel schon leuchtet.
338. Wir freuen Uns besonders, wenn jemand den Pfad erkennt, den er mit Unserer Hilfe zurückgelegt hat. Dies ist eines der Hierarchie nahestehendsten Gefühle. Es können viele Zeichen Unserer Vereinigung erkannt werden. Jede Beobachtung dieser Art wird die Brücke in die Feurige Welt stärken.
339. Jeder gute Gedanke ist ein mächtiger Hebel, sowohl für den Empfänger als auch für den Sender. Die Menschen bevorzugen Sendungen der sachlichen Dinge, erkennen aber nicht, dass irdische Sendungen sowohl zum Licht als auch zur Finsternis führen können. Die Wirkungen irdischer Sendungen hängen von der Bewusstseinshöhe des Empfängers ab. Geistige Sendungen aber können zu keinem Irrtum führen. Ihr Weg führt nicht zur Finsternis; doch sie können auf irdische Umstände einen günstigen Einfluss ausüben. Die Lehre befasst sich vor allem mit gedanklichen Sendungen. Sie haben, als feurige Tätigkeiten, eine große Bedeutung für das Gleichgewicht des Raumfeuers. Die Lehre muss also davor warnen, dass chaotisches Denken der Umgebung nicht nutzen kann. Doch wir müssen darauf bedacht sein, dass die Energie nicht streng in eine Richtung, sondern für den ganzen weiten Raum genutzt wird. Lasst uns nicht vergessen, dass Feuer als allgegenwärtiges Naturelement Schwingungen augenblicklich überträgt; und niemand kann das Ausbreiten feinstofflichster
Energien verhindern. Immer wieder muss über den vorsichtigen Umgang mit Energien gesprochen werden. Urteilen wir nicht wie Menschen, die nicht gewillt sind, nach einem höheren Niveau als dem der Erdkruste zu denken. Wenn wir der Feurigen Welt zustreben, müssen wir die Symptome solch eines Zustandes erkennen.
340. Jeder muss sich mit ganzer Aufmerksamkeit von einem Denken lossagen, das ihn an das gewöhnliche Leben der Alltagsgewohnheiten binden könnte. Mittel und Gelegenheit sollten nicht in Alltagsgewohnheiten gesucht werden. Man wird beobachtet haben, in welch ungewöhnlicher Art Wir aufbauen. Doch gerade jetzt muss man mit noch mehr Ungewöhnlichkeit überraschen. Betrachtet sie als Mittel zum Erfolg. Die Menschen haben einen engen Raum eingenommen, man sollte ihren Vorurteilen nicht folgen. Diese müssen ganz unverhofft bezwungen werden.
341. Der weise Führer hört seinen Gesprächspartner zuerst an und äußert erst dann seine Meinung. Er hört ihn nicht nur an, um das Wesen seines Gedankens kennen zu lernen, sondern auch, um herauszufinden, welcher Sprache sich der Redner bedient. Letzterer Umstand ist von keiner geringen Wichtigkeit. Es ist keine große Errungenschaft, wenn der Gesetzgeber seine Gesetze allein versteht. Es ist notwendig, dass die Daseinsgrundlagen für jeden nach seinem eigenen Verstehen erklingen. Auf diese Weise gehört die Kunst, sich die Sprache des Partners anzueignen, zur hohen Bewusstseinsentwicklung. Sie wird durch Hierarchie-Inspiration beherrscht oder durch bewusste Verfeinerung der Aufmerksamkeit. Sie wird keinen Hochmut beinhalten, sondern wird am Verstehen des Gesprächspartners interessiert sein. Viele nützliche Überlegungen werden durch einen einzelnen Ausdruck abgemindert, aber das feurige Auge erkennt diese Samenkörner der Wahrheit.
342. Man kann tatsächlich beobachten, dass
von durchaus nicht guten Menschen viel Nützliches vollbracht wird. Dafür gibt es viele Gründe. Vor allem Karma, dann der Beistand der Hierarchie, die jede Möglichkeit nutzt, eine segensreiche Lage zu schaffen. Deshalb habe Ich oft scheinbar zufällig auf Menschen hingewiesen, und man sollte nicht erstaunt sein, dass solche Menschen an sich zwar unwesentlich sind, aber das hervorbringen können, was bereits Jahrhunderte vorher zum Senden vorbereitet war.
343. Schon der Gedanke, dass etwas unmöglich ist, entstammt dem finsteren Prinzip. Jedwede Niedergeschlagenheit des Geistes muss zunichte gemacht werden, weil dieser Weg nicht zur Wahrheit führt. Menschen verschiedenster Nationalität bringen gleichermaßen Freude und Leid zum Ausdruck Das heiß, dass der Pfad erschlossen ist.
344. Wie wird denn das Herz standhalten, das alle geschaffenen Schrecken kennt? Wie wird das Herz schlagen, wenn es das Wehklagen vieler Herzen vernimmt? Weder die Vergangenheit noch die Gegenwart werden es befähigen, der ganzen drückenden Last der Welt standzuhalten. Allein die Zukunft in ihrer ganzen Feurigkeit wird zu den neuen Ufern führen. Nur wenn wir den Rettungsanker nach vorn auswerfen, können wir landen. Je weiter wir den Anker auswerfen, umso leichter und lebhafter werden wir unser Bewusstsein in die Feurige Welt versetzen. Um der Rettung dieser Welt willen können wir das Bewusstsein verbessern, das Herz erleuchten und an das Gute denken. Nichts anderes kann den Menschen sicher durch den ganzen Schreckensbereich führen. Die Menschen begreifen die vielen geschaffenen Missgeschicke nicht. Das Absterben der psychischen Energie macht die Menschen für die Wirklichkeit unempfindlich. Unempfindlichkeit für die Wirklichkeit ist
eine der schrecklichsten Epidemien. Die Menschen wenden sich vom Geschehen ab und glauben auf diese Weise, ein für den Körper angenehmes Dasein verlängern zu können. Sie verstehen gar nicht, über die Zukunft nachzudenken. Doch ohne Zukunft sind Helden und Erneuerung undenkbar. Deshalb lasst uns bei jeder Gelegenheit auf die Feurige Welt, das Ziel des Daseins, hinweisen.
345. Niemand kann genau sagen, ob einer gestorben ist oder uns nur verlassen hat. Es gibt viele leere Grabstätten und viele Holzeinäscherungen anstelle des Körpers. Daher sollte man das Bündnis mit der Hierarchie als die Erscheinung eines Steuermannes verstehen. Selbst wenn heute etwas Unaussprechbares erscheint, möge man begreifen, dass das Steuer in Mächtigen Händen ist.
346. Es gibt zwei Arten von Menschen in der Welt. Für die einen zieht sich die Zeit unerträglich lange hin, für die anderen fliegt sie sehr, sehr schnell dahin. Beachtet die letzteren, in ihnen entwickeln sich Zeichen der Feinstofflichen und der Feurigen Welt. In ihnen entwickeln sich die Möglichkeiten für ewige Arbeit. Kann angesichts ewiger Arbeit noch ein Sinn für Langeweile vorhanden sein? Zum Gluck kann man sich schon im physischen Körper vom Druck der Zeit befreien. Nicht nur an ständige Arbeit ist zu denken, sondern auch daran, sein Bewusstsein in die Zukunft zu versetzen, so dass für hinderliche Gedanken keine Zeit bleibt.
347. Es ist wundervoll, inmitten irdischen Lebens die Zeichen der Feinstofflichen Welt wahrzunehmen. Wie ein Reiter auf seinem Weg anhält, um die Wegzeichen zu erkunden, so verfährt der, dessen Herz für das künftige Leben schlägt. Allein die Vorstellung vom Pfad ist für den irdischen Aufenthalt angemessen.
348. Wer sät wird ernten. Nichts kann das Gesetz der Gerechtigkeit ändern. Es kann nicht nach irdischen Maßstäben angewendet werden, aber die Saat muss der Bewusstseinsstarke gemäß ausgelebt werden. Es ist beklagenswert, dass sogar Menschen, die vom Karma wissen, sich dennoch ständig ein derart schlechtes schaffen. Diese Menschen, obwohl sie von den Höheren Welten wissen, wenden trotzdem für alles irdische Maßstäbe an: für die Zeit, für die Aufnahmefähigkeit und für die Absichten. Deshalb ist es oft so schwierig, das Karma zu erleichtern, wie sehr es andererseits möglich wäre. Die Menschen scheinen allem, was für sie gut ist, entgegenzuwirken.
349. Als erstaunliche Tatsache wurde vermerkt, dass sich Glück erzwungenermaßen einstellt. So hieß es im Altertum, doch den gleichen, unveränderten Ausspruch hört man auch heute. Allein durch stete Wiederholung kann man die Ausmaße der Drei Welten bekräftigen.
350. Es ist unzulässig, die Grundsätze der Zusammenarbeit selbst indirekt zu verletzten. Zusammenarbeit sollte durch folgende Begriffe ergänzt werden: Lehrtätigkeit, Führung, Achtung seines Nächsten, Achtung vor sich selbst und den Nachfolgenden. Gerade jetzt darf die Bedeutung der Zusammenarbeit als Mittel zur Bewusstseinserweiterung nicht geschmälert werden. Man muss Zusammenarbeit, als Garantie allgemeinen Erfolgs, lieb gewinnen.
351. Arglist, Zweifel, Missvertrauen, Unduldsamkeit, Faulheit und andere Eingebungen der Finsternis trennen die irdische Welt von den Höheren Sphären. Anstatt den Weg des Guten einzuschlagen, versuchen die Menschen die Ekstase des Geistes durch verschiedene Narkotika zu ersetzen, die das Vorhandensein der jenseitigen Welt vortäuschen sollen. Beachtet, dass in vielen Religionsformen
als spätere Zusätze sehr kluge Zusammensetzungen von Narkotika zu dem Zweck eingeführt wurden, um das Bewusstsein über den irdischen Zustand künstlich zu erheben. In der Tat, die Verfehlung solcher Gewaltmaßnahmen ist groß, sie führen nicht nur nicht an die Welten heran, sondern im Gegenteil, sie verfremden und verrohen das Bewusstsein. Gleicherweise ist das irdische Leben mit dauernden Vergiftungen durchdrungen, mit denen die Menschen einander so liebevoll aufwarten. Lehrer aller Zeiten wiesen der Menschheit den reinen Pfad des Geistes, der zur Verbindung mit den Höheren Welten führt, aber nur wenige wählten den Pfad, den ihnen ihr Herz offenbarte. Besondere Aufmerksamkeit muss der Befreiung von Vergiftungen zugewendet werden. Ein beträchtlicher Teil des Bodens der Erde ist bereits verseucht - ebenso ihre Oberfläche. Neben den Narkotika haben die Menschen offensichtlich schreckliche Substanzen erfunden, die anstatt der Gesundheit zu dienen den geistigen Tod herbeiführen. Eine Unmenge von giftigen Ausdünstungen erstickt die Städte. Die Menschen beschäftigen sich mit der Herstellung von Substanzen, die weit gefährlicher sind als Narkotika. Narkotika schaden den Süchtigen selbst, aber tödliche Gase quälen alles, was lebt. Man kann Rauschgifte nicht streng genug verdammen, aber weit mehr noch diese mörderischen Erfindungen. Einstmals verfielen die Menschen zuweilen in den Fehler, trügerische Ekstase herbeizuführen, aber heute schämen sie sich nicht, im Namen der Wissenschaft den Intellekt und den Geist ihrer Nächsten zu töten.
352. Jeder wissenschaftlichen Erfindung sollte Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die Wissenschaftler müssen vor allem
für die Unschädlichkeit einer neuen Substanz verantwortlich sein. Im täglichen Gebrauch werden außer Metalle in reinem Zustand auch solche bestimmten Zusammensetzungen eingeführt. Dafür haben seit ältesten Zeiten viele Legierungen die menschliche Aufmerksamkeit erregt. Wahrhaftig, viele Gebrauchsmetalle bestimmter Zusammensetzung rufen tödliche Wirkungen hervor.
Wahrhaftig, in Zukunft wird das Wissen vielseitig sein!
353. Zur Frage über Narkotika kann man hinzufügen, dass sie durch eine allmähliche ansteigende Verwendung wirkliche Fesseln der Finsternis sind und den Menschen in eine ausweglose Lage bringen. Ein Sklave der Narkotika, selbst wenn er sich davon befreien möchte, kann es nicht, ohne sich zu schaden. Die Steigerung des Verbrauchs ist tödlich, doch auch die Entwöhnung kann tödlich sein. Wahrhaftig, inbrünstige Suggestion oder Autosuggestion kann einen rettenden Ausweg bieten. Doch gute Suggestion und die Finsternis der Berauschung wohnen für gewöhnlich nicht unter einem Dach.
354. Die Menschen sind unfähig, an die Zukunft zu denken, weil sie meistens unter dem Bann des Trugbildes der Vergangenheit stehen. Stellt euch einen Menschen vor, der erst viele Tage später unangenehme Nachricht über etwas erhält, was bereits lange vorher geschah. Dieses Ereignis ist längst vergangen, der Mensch hat das Geschehen längst überlebt, und dennoch versinkt er in die Vergangenheit und verliert die Verbindung mit der Zukunft. Der Baum der Zukunft muss natürlich wachsen und sollte durch das Versenken in die Vergangenheit nicht geschwächt werden. In den Schulen muss dem Studium über die Zukunft Aufmerksamkeit geschenkt werden. Jeder Führer wird
in seinem Bereich an die Zukunft denken, andernfalls ist er kein Führer.
355. Es wurde bereits erwähnt, dass manche Völker sich bei der Begrüßung beriechen. Welch eine hundeähnliche Sitte wird man sagen. Aber selbst in dieser abschreckenden Gewohnheit ist eine Erinnerung an die psychische Energie verborgen, die angewendet wurde, als Menschen durch Beriechen, Berühren, Hören und Sehen das Wesen des Neulings feststellten. Verblieben ist die heutige Sitte des Händeschüttelns, die von den anderen seltsamen Sitten nicht weit abweicht. Die Menschen haben den Magnetismus und die geistige Ansteckung vergessen. Sie sprechen viel über Hygiene, überlegen aber nicht, dass die Berührung selbst Bedeutung hat. Besonders jetzt, bei der Anspannung der feurigen Energie, muss man sehr achtsam an jeden geschaffenen Strom denken.
356. Zu erkennen, dass die Lehre das Bewusstsein verwandelt, ist schon ein wesentliches Erfassen, doch um auf das Bewusstsein einzuwirken, sollte man den Pfad der Hierarchie immer wieder bejahen. Man muss sich vor dem Bild des Hierarchen ein würdiges Verhalten angewöhnen. Damit sage Ich: Es ist nötig, sich mit unablässigem Gebet zu umgürten.
Solch ein Gebet ist jetzt, wo die Erde durch Schrecken erschüttert wird, notwendig.
357. Aufbautätigkeit, Streben nach Sieg ist schon ein Bündnis mit dem Rhythmus der Höheren Welt. Jedem Samenkorn ist der Sieg eingelagert. Das Samenkorn ist seinem Wesen nach ewig. Es wechselt von einer Form in die andere, doch es bewahrt ein unauslöschliches Wesen. Behütet und ehrt jedes Samenkorn, jedes Lebenskorn, ihm wohnt die höchste feurige Energie inne.
Sogar bei den glänzendsten wissenschaftlichen Forschungen werden die Menschen diese nicht finden. Sie ist durch feurige Maßstäbe messbar, und allein das feurige Herz vermag den Puls des Lebenskorns zuweilen zu erfassen. Doch wenn wir davon sprechen, dass das Lebenskorn nicht mit irdischen Maßstäben entdeckt werden kann, so wollen wir damit die Wissenschaftler durchaus nicht betrüben, denn ihnen verbleibt die Beobachtung. Die Wissenschaft des Samenkorns kann großen Nutzen bringen. Man sollte sich mit der Tatsache zufrieden geben, dass die Entdeckung des Lebenskorns im grobstofflichen Zustand zur Vernichtung der Welt führen würde. Die Wechselbeziehungen des Gleichgewichts wären gestört, und keine irdische Kraft könnte sie wiederherstellen. Doch sobald die Menschen die Feinstoffliche Welt begreifen und die Lehre über die Feurige Welt annehmen, werden sie auf dem Weg zum Sieg über das Fleisch viele Stufen vorankommen.
358. Hierarchie-Inspiration muss das ganze Leben erfüllen. Das heißt nicht, sich vom irdischen Dasein lossagen, nein, Hierarchie-Inspiration sollte zum einzigen Lebensausdruck werden. Wenn der Hierarch auf das Nahen feurigen Bewusstseins hinweist, dann stimmen jedes gesprochene Wort und jeder Gedanke mit der höheren Erklärung überein. Man muss im Leben darauf achten, zu einem wahren Urteil zu gelangen, und das fehlerfreie Verstehen wird entsprechend gestärkt werden.
359. Wahrhaftig, Hierarchie-Inspiration sagt: "Die Schläfrigkeit eines Siegers ist eine Art von schrecklichster Zerstörung". Mit dem Rhythmus schwingen und ihn nicht bestätigen, ist eine Übertretung des Gesetzes. Sieg muss zu einem harmonischen, gesetzhaften Aufbau führen. Sieg ist nicht Durchbruch, sondern Aufbau in voller Gesetzmäßigkeit. Beachtet das durch wahren Sieg verliehene Gleichgewicht. Gefahr ist der Freund des Sieges.
Wenn ihr das heute nicht versteht, werdet ihr es morgen begreifen. Das feurige Herz wird durch Gefahren gestärkt. Auf diese Weise lasst uns den Sieg des Guten in all seiner Herrlichkeit verstehen.
360. Der spiralförmige Aufbau liegt allen Strömen zugründe; im ganzen Dasein kann man die gleiche spiralförmige Grundlage wahrnehmen. Nehmen wir als Beispiel die Erkenntnis der Lehre. Wenn versucht, die Lehre nur einmal zu lesen, wird er daraus wenig Nutzen ziehen. Nur bei wiederholtem Lesen kann man den spiralförmigen Aufbau wahrnehmen. Die Lehre kehrt scheinbar zu denselben Themen zurück und berührt sie beinahe. Aber die Spirale des Stroms führt empor und verleiht ein neues Bewusstseinskorn. Das feurige Bewusstsein bestätigt unauslöschliche Erkenntnis.
361. Bestimmte Yogis meinen, die Sekretionen des Speichels und des Magensaftes besitzen reinigende Wirkung und seien deshalb nützlich. Bis zu einem bestimmten Grad haben sie Recht. Bei feuriger Anspannung wird durch die Energie des Feuers die Drüsenabsonderung verdreifacht. Auf diese Weise wird unter dem Druck des Feuers eine dreifache Drusenabsonderung bewirkt, und viele Giftstoffe werden abgeführt. Daher kann feurige Energie auch bei kosmischen Erschütterungen von Nutzen sein.
362. Die Unwissenden meinen, der Strahlende erscheine, um Sich an der Finsternis zu rächen. Aber Licht tötet Finsternis gar nicht. Richtiger ist, dass Finsternis durch Annäherung an das Licht verwirrt und vernichtet wird. Es ist sehr wichtig zu begreifen, dass sich die Finsternis selbst vernichtet, wenn sie dem Licht naht. Das muss der Führer bedenken, wenn die Unwissenden von Rache sprechen.
363. Auch die Vorstellung einer sofortigen Belohnung kann nur
der Unwissenheit entspringen. Wo sind denn die Stunden und Augenblicke der Ewigkeit, nach denen Teile von der Flamme ermessen werden können? Es kann kein geistiges Streben geben, dass eine Forderung nach Belohnung erkennen lässt. Wer kann das Wirken von Karma verhindern? Der Verlauf des Karma muss als Annäherung von Vergeltung und Möglichkeiten verstanden werden.
364. Kriegerische Finsternis ist allen Völkern unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt. In der endgültigen Analyse bleibt Finsternis die schrecklichste Form von Avidya.12 Aber sie ist sehr gefahrvoll, wenn sie zu wirken beginnt. Man muss ihren Angriffen mutig entgegentreten und bis zu ihrer Vernichtung tatkräftig ausharren. Es heißt: Finsternis ist wie ein Teppich zur Feurigen Welt. Doch um den finsteren Bereich rascher zu durchschreiten, sollte man im Herzen entflammt sein. Auf diese Weise wird die Feurige Welt das Ziel des Sieges über die Finsternis sein. Wenn die Finsternis gefahrvoll ist, dann muss auch das Ziel erhaben sein.
365. Trotz aller Errungenschaften der Wissenschaft fällt es den Menschen besonders schwer, die Tatsache zu begreifen, dass der Raum vollkommen angefüllt ist. Sie sprechen von Mikroben, von Wesenheiten, die nicht zu erfassen sind, und dennoch ist es ihnen fast unmöglich, sich einen angefüllten Raum vorzustellen. Erinnert man sie, dass die so genannte Luft mit Kreaturen verschiedener Entwicklungsgrade angefüllt ist, betrachten sie es als ein Märchen. Ebenso schwierig ist es für den Menschen sich vorzustellen, dass jeder seiner Atemzuge, jeder seiner Gedanken seine Umgebung verändert. Einige werden verstärkt und herangezogen, andere verbrennen oder werden von Wirbelströmen davongetragen. Der Mensch will nicht verstehen, dass ihm starke Energien verliehen wurden. Er ist wahrhaftig der König der Natur und der Herrscher unzähliger
Legionen von Wesenheiten. Mit Hilfe starker Mikroskope kann den Kindern in der Schule veranschaulicht werden, wie angefüllt der Raum ist. Sie müssen mit der Wirkung der psychischen Energie vertraut gemacht werden. Der Blick eines entwickelten Menschen wirkt auf Wesenheiten. Sogar unter der Linse eines Mikroskops werden kleine Wesen unruhig, weil sie die Strahlen der Augen spüren. Ist dies nicht ein Hinweis dafür, dass sich das lebendige Auge vom toten unterscheidet? Auf dem feurigen Pfad ist es notwendig sich vorzustellen, wie angefüllt der Raum ist.
366. Besondere Verwirrung herrscht über die Frage des Darbringens von Opfern. Einst gelangten die Menschen in solch einen Wahnsinnszustand, dass die von ihnen dargebrachten Opfer entweiht wurden. Doch kann man sich einen Gott vorstellen, der des Blutvergießens bedarf? In den Grundgesetzen wird von Opfern gesprochen, und erst später gelangten die Menschen durch Irrtümer und geistigen Verfall zu Blutopfern. An das Opfer wurde immer erinnert, doch worin kann ein für den Höchsten Geist würdiges Opfer bestehen. Wahrlich, nur im reinsten geistigen Streben! Solch eine Verbindungsgrundlage ist das beste Pfand für aufrichtige Verehrung. Solch ein Opfer, das die besten Blüten des Herzens auf dem Altar des Höchsten darbieten, ist eine Lebensnotwendigkeit. Doch bis zum heutigen Tag meinen die Menschen, der Splitter eines nutzlosen Steines sei wertvoller als die schöne Blume des Herzens. Über diese Frage nachzudenken, ist auf den Wegen zur Feurigen Welt sehr von Nutzen.
367 Auch Menschen auf einer mittelmäßigen Stufe
wissen in einer groben und ungeordneten Art vieles. Es ist besonders gefährlich, dass die Menschen weniger den Gegenstand und seine Bedeutung erfassen, sondern eher, von wem die Mitteilung stammt und ihren Grund. Auf diese Weise entsteht das höchst gefährliche Vorurteil. Doch sogar Wölfe können übermitteln! Auf einer langen Reise müssen viele Erwägungen angestellt werden. Darüber nachzudenken, ist auf den Wegen zur Feurigen Welt ebenfalls von Nutzen.
368. Wenn Ich sage: "Sei vorsichtig"! - so heißt das, dass man die ganze Wachsamkeit des Geistes aufbringen muss. Es ist unklug, nur in einer Richtung zu streben, dadurch beschränkt man sich bloß! Die Schlacht erfordert in allem Wachsamkeit. Alte Krieger pflegten dem Feind zu sagen: "Wenn du mich tötest, um so schlimmer für dich. Im Himmel ist das Schlachtfeld günstiger für mich, und dort werde ich dich besiegen." Auf diese Weise sprachen die Alten vom ewigen Leben und vom Karma.
369. "Wir sterben nicht, sondern wandeln uns", kann man klarer über das ewige Leben sprechen? "Der weise Mensch kommt über den Höheren Pfad zu Mir", so überzeugend wurde der Lebensweg bestimmt. Ungerecht ist die Bemerkung, in den Bündnissen wäre nichts vom Leben der Feurigen Welt erwähnt. Es gibt viele klare Hinweise, aber die Menschen umgehen sie. Kann das immerwährende, lebendige Naturelement Feuer dem Begriff Tod oder Tödlichkeit entsprechen? Auf diese Weise nachzudenken, ist auf den Wegen zur Feurigen Welt von Nutzen.
370. Der Wanderer erklärt, dass er zum Herrscher Selbst geht. Freilich, über solch einen Beschluss staunen die Menschen, aber sie schätzen solche Standhaftigkeit. Man muss sich das höchste Ziel vor Augen halten, nur dann erscheint der Weg
nicht abschreckend. Man muss im ganzen Dasein der höchsten Eigenschaft stattgeben. Man muss höhere, allein den Höchsten Kräften würdige Maßstäbe anlegen. Nur eine geschulte und gestählte Vorstellung gewährt den Zugang zur Feurigen Welt. Und solche Überlegung ist auf den Wegen zur Feurigen Welt von Nutzen.
371. Wenn wir auf den wahren Pfad zu sprechen kommen, fühlen wir die Kraft der Freude. Unser Herz freut sich, denn es fühlt das für uns wahre Streben. Es kann einen sehr verbittern, wenn man jenseits anwendbarer Überlegungen umherirrt. Doch wenn sich das Bewusstsein die Wahrheit vorstellt, ist es von Freude erfüllt. Solche Freude wird weise sein, denn sie beruht auf Hierarchie-Inspiration. Und solche Überlegung wird auf den Wegen zur Feurigen Welt von Nutzen sein.
372. Genauso wie ein nach vorn ausgeworfener Anker führt das Gefühl der Hierarchie-Inspiration auf den rechten Pfad. Ebenso richtig ist es, an neue Menschen zu denken. Wenn Tiger am Wege lauern, ist es besser, diesen Weg nicht zu beschreiten. Wahrhaftig, es gibt viele Wege, aber die Menschen fürchten sich sogar, an einen neuen Weg zu denken. Viele neue Menschen nahen und wachsen. Wenn daher gestern keine neuen Menschen zu sehen waren, so heißt das nicht, dass sie nicht morgen erscheinen werden.
373. Inmitten des feurigen Pfades ist der Mensch gedanklich nach Beschleunigung bestrebt. Viele irdische Hindernisse, Anziehungen und Verlockungen werden von den finsteren Kräften in die Wege geleitet, doch versenkt sich der Mensch in Hierarchie-Inspiration, ruft er aus: "Es möge schneller gehen!" Seine Kraft wird erneuert,
und ohne zurückzublicken eilt er ungestüm zur Feurigen Welt. Und solche Überlegung ist auf den Wegen zur Feurigen Welt von Nutzen.
374. Man kann nicht einige gute Taten vollbringen und sie dann mit einer Gotteslästerung zudecken. Diese Gotteslästerung wird der Feuerauslöscher genannt, sie wird zur finsteren Flamme und verschlingt die leuchtende Aura. Sagt den Freunden, dass die Grenzlinie zwischen Schmähung und Gotteslästerung sehr fein ist. Schmähung seines Nächsten muss aus dem Alltagsleben verbannt werden; dieses Vergehen führt wahrhaftig zur Lästerung des Höchsten. Wer imstande ist zu ermessen, der wird den kosmischen Schaden der Schmähung verstehen.
375. Die Feurige Welt ist ebenso angefüllt wie andere Sphären. Dort treffen sich Wesenheiten feuriger Grade unterschiedlicher Entwicklungsstufen zur Zusammenarbeit. Während es ihnen im inkarnierten Zustand unter der Einwirkung des Chaos fast völlig an Zusammenarbeit ermangelte, während es in der Feinstofflichen Welt Gruppenzusammenarbeit gibt, zeichnet sich die Feurige Welt durch vollständige Zusammenarbeit aus. Und solch eine Überlegung ist auf den Wegen zur Feurigen Welt von Nutzen.
376. Aus den nützlichen Überlegungen bildet sich perfekte Errungenschaft. In erster Linie wird man sich entschieden für jedes chaotische Denken schämen. Es wird unmöglich sein, allem Guten entgegenzuwirken, ganz gleich in welcher Ausdrucksform. Es gibt einen feinen Unterschied in den Ausdrücken, und wir müssen ihn als Spinnwebe im Licht sehen. Es ist eine Freude, wenn man fähig ist, sein Denken zu verfeinern.
377. Äußerlich erwogene asketische Übungen
sind nichts anderes als Eitelkeit und Selbstverehrung. Denkt daran, dass sich ein von euch verehrter Heiliger für die Augen der Neulinge äußerlich nicht unterschied. Auf diese Weise veranschaulichte Er, dass die äußere Erscheinung nicht der feurige Körper ist. Und solche Überlegung ist auf dem Pfad zur Feurigen Welt von Nutzen.
378. Die Erklärung vieler mit magischen Methoden verbundener Erscheinungen enthüllt, dass der Wille zwecklos verausgabt wurde. Wir besitzen eine lange Liste derer, die die Naturelemente stören, ohne das Allgemeinwohl im Geringsten zu fördern. Einige von ihnen ersetzen künstliche Methoden mit guten Gedanken, aber viele erweisen sich bloß als Reizerreger der Naturelemente. Jedoch eine solche Gesetzesüberschreitung fugt nicht allein dem Menschen selbst Schaden zu, sondern stört auf weite Entfernungen auch die Harmonie des Raumes. Sogar ein einfacher Bogenschützer im Walde kann nicht garantieren, dass sein Pfeil niemanden verletzen wird. Und solche Überlegung ist auf dem Pfad zur Feurigen Welt von Nutzen.
379. Einst ordnete Akbar im Staatsrat an, ihm das Gesetzbuch vorzulegen. Auf dem Buch lag ein Skorpion. Die Versammlung wurde unterbrochen, und die Ratsherren starrten auf das kleine, giftige Insekt, bis die Diener es töteten Akbar bemerkte: "Der winzigste Bösewicht kann den Entscheid über die Staatsgesetze verengern". Auf diese Weise kann auch auf dem Pfad zur Feurigen Welt die unbedeutendste Einzelheit schaden. Allein das Herz kann den feinen Punkt vom Gleichgewicht des Strebens und der Vorsicht bestimmen. Wenn beim Anblick eines nichtigen Skorpions der Verstand einer ganzen Gruppe von Staatsmänner verstummt,
dann könnte eine Kobra eine Armee zum Rückzug zwingen. Wenn im Herzen eines Kriegers kein Feuer des Glaubens und des Strebens brennt, dann kann ihn eine Maus erschrecken.
380. Wahrhaftig, es ist schwieriger einen Gedanken loszuwerden als hervorzubringen. Zuerst wird der Gedanke als Versuch Platz greifen, dann gestärkt und verdichtet werden, und erst danach kann man prüfen, ob man den Gedanken loswerden kann; letzteres ist sogar physiologisch nicht ganz leicht. Der Gedanke schafft eine besondere, feurige Substanz. Seine Kristallisierung bedingt daher eine Auflösung, und dieser Prozess erfordert neuerdings feurige Energie. So genannte sich aufdrängende Gedanken sind oft das Ergebnis eines feurigen Aufflammens, das im weiteren Verfahren nicht ausgeglichen werden kann. Dem Gedanken gelang es, sich zu kristallisieren, aber die zusätzlich benötigte feurige Energie wurde nicht aufgebracht. Deshalb wird das Loswerden eines Gedankens als ungeheuer notwendiger Anzeiger der Umwandlung der feurigen Energie gesehen. Durch das Loswerden von sich aufdrängenden Gedanken kann einem Großteil von Argwohn, Neid und Rache Einhalt geboten werden. Der sich aufdrängende Gedanke richtet auch im Raum wirkliches Unheil an. Sind diese Gedanken auf eine selbstlose Tat gerichtet, so ist es gut; schaden oder zerstören sie jedoch, so ist es unwürdig, im Raum solch einen Kanal zu graben. Oft werden lästige Gedanken nicht laut ausgesprochen, weshalb es schwierig ist, auf sie suggestiv einzuwirken. Lernt man es, einen Gedanken loszuwerden, so kann das auf dem Weg zur Feurigen Welt eine große Hilfe sein.
381. Die Unfähigkeit, lästige Gedanken loszuwerden, kann in Bezug auf die Feinstoffliche Welt geringen Schwierigkeiten bereiten. Stellen wir uns vor, welch unklare, vielleicht auch unliebsame Verdichtungen aus der Feinstofflichen Welt dadurch zutage treten können; ihre Folgen treffen die Vorstellungskraft und erzeugen einen Gedanken. Gerade die Substanz eines solchen Gedankens wird diese Wesenheiten noch stärker anziehen und ihnen zur Verdichtung verhelfen. Der Gedanke ist natürlich Nahrung. Nämlich auf diese Weise bilden sich die so genannten Gespenster. Sich aufdrängende Gedanken helfen ihnen zur Verdichtung, und die Menschen können sie nicht loswerden, weil sie vor allem ihre eigenen Gedanken nicht loswerden können.
382. Gedankenbeherrschung ist eine feurige Tätigkeit. Die Gedankenkonzentration und ihre Projektion ist eine feurige Tätigkeit. Doch um einen Gedanken loszuwerden, ist eine weit stärkere feurige Energie erforderlich. Wir haben von großen Heiligen gelesen, die den irdischen Luxus verachteten und sich von irdischen Aufspeicherungen befreiten; doch sie mussten zuerst ihre eigenen Gedanken beherrschen. Durch langwierige Prüfungen lernten sie, Gedanken hervorzurufen und sie wieder loszuwerden. Wenn Wir von Beweglichkeit sprechen, so ist es notwendig vor allem die Beweglichkeit des Gedankens ins Auge zu fassen. Und solch eine Überlegung ist auf dem Pfad zur Feurigen Welt von Nutzen.
383. Der Mensch, der nicht an das Höchste denkt, wird zu einem Kriechtier. Körperlich, geistig und gedanklich voranschreitend, lenkt das Bewusstsein zur Feurigen Welt. Man muss dieses Wissen der Fortbewegung erwerben,
um unermüdlich und unersättlich den Aufstieg zu erreichen. Sogar in der mittleren Sphäre der Feinstofflichen Welt verstehen es die Bewohner nicht, emporzustreben. Sie haben es sich nicht angewöhnt an solche Bestrebung zu denken. Sie müssen lernen ihr Bewusstsein aufzubauen, doch das ist nicht leicht und hätte viel früher geschehen sollen. Daher raten Wir über diese auf dem Pfad zur Feurigen Welt nützliche Eigenschaft nachzudenken.
384. Warnungen sind auf alle Fälle nützlich. Irdische Krankheiten sollte vorgewarnt werden. Es ist unmöglich, den Menschen ein Allheilmittel zu bieten, wenn die Lebensverhältnisse nicht bereinigt werden. Die Menschen träumen von der Befreiung von Krebs, diesem geistigen Skorpion, aber sie unternehmen nichts, sein Entstehen zu verhindern. Ihr wisst bereits, dass das euch gegebene Mittel eines der besten gegen Krebs ist, aber man muss sich auch vegetarisch ernähren und darf sich nicht den Reizmitteln Rauchen und Weine hingeben; außerdem muss man Imperil vertreiben, und dann wird das aufgezeigte Mittel ein guter Schild sein. Doch die Menschen wollen sich für gewöhnlich nicht von allen zerstörenden Exzessen lossagen und warten, bis sie der Skorpion sticht. Ebenso verbreiten sich andere schreckliche Krankheiten, weil die finsteren Tore für sie offen gehalten werden.
385. Bei Gedankenübertragung auf Entfernung wurde eine sehr bezeichnende Erscheinung beobachtet. Der Gedanke kann in einer Sprache gesandt und in einer anderen empfangen werden. Ist das nicht ein Beweis dafür, dass sich die psychische Energie nicht des Buchstabens mittels der Gehirnvorgänge bedient, sondern eben der feurigen Energie des Herzens?! Ferner muss beachtet werden, dass es nicht nur möglich ist, den Gedanken
in einer anderen Sprache auszusprechen, sondern dass auch die vom Bewusstsein ausgehenden Ausdrucke am gebräuchlichsten sind. Von Seiten unerfahrener Beobachter mag solch eine Verschiedenheit des Wortlautes oft die Anerkennung der Gedankenübertragung erschweren. Doch beachtet, dass der Gedankengang dem Sinn und nicht dem Wortlaut nach erfolgt.
386. Übelkeit und Ausscheidung werden von Yogis als Selbstschutz gegen Vergiftung angesehen, die nicht allein von der Nahrung, sondern auch durch feindliche Ströme kommen kann. Zweifellos können solche Ströme auf einen Menschen einwirken und ähnliche Wirkungen auslösen wie physische Ursachen.
387. Oft können gelegentliche Erschütterungen verloren gegangene Sinne, wie die Sehkraft, das Gehör, oder andere Sinnesorgane wieder herstellen. Bringt einen das nicht auf den Gedanken, dass der Kristall des Imperils sowie andere Ablagerungen plötzlich aus dem Organismus gedrängt werden? Auf diese Weise werdet ihr verstehen, warum im Altertum zur Behandlung bestimmter Krankheiten und Lahmungen manchmal Erschütterungen angewendet wurden!
388. Die Relativität von Namen wird nur nach gründlichem Studium des Themas verstanden. Manchmal wird ein räumlicher Prozess gleichsam mit einem Personennamen bezeichnet. Doch menschliche Tätigkeit ist der feurigen Energie vergleichbar. Wahrhaftig, die beiden Vorgänge sind ihrem Wesen nach nicht zu unterscheiden. Das ist der Grund, unwissende Verneiner die Lehren oft der Überladung mit heiligen Dingen bezichtigen, während sie gleichzeitig ihre eigene Rede mit überflüssigen, herkömmlichen Abkürzungen und geprägten Worten spicken.
389. Geistige Trägheit ist meist ein sehr hemmender Zustand. Man kann geistig ganz fähige Menschen treffen,
die gleichzeitig aus purer Trägheit dennoch absolut rückwärtsgehen. Jedermann kann sehen, wie die besten Möglichkeiten einfach aus Denkträgheit vom Wirbelwind davongetragen werden. Solche Überlegung ist auf dem Pfad zur Feurigen Welt von Nutzen
390. Wir haben oft auf den Verlust des Gleichgewichts in den Verhältnissen der Erde hingewiesen. Wenn die Menschen diesen Veränderungen der immer mehr zunehmenden, niedagewesenen Kälte und Hitze keine Beachtung schenken, dann werden sie sehr wahrscheinlich bald feurigen Aufruhr erfahren müssen
391. Meist durchschreiten die Menschen einen Raum, in dem elektrische Leitungsdrähte gespannt sind, sehr vorsichtig. Wer aber empfindet die Ströme des Raumes, die unendlich stärker sind als eine zu einem geringen Teil gefesselte Energie? Wenn das feurige Herz sagt - heute sind die Ströme sehr schwer, oder leicht, so sollte diese Aufnahmefähigkeit beachtet werden. Solche ein Fühlen ist völlig real, genauso real wie das Heilen durch Ströme auf weite Entfernungen. Nur wer die Wirkung der Ströme auf Entfernung erfahren hat, begreift ihr Vorhandensein. Doch zu viele Menschen weisen vor allem durch geistige Trägheit diese Gefühle ab. Und solche Überlegung ist auf dem Pfad zur Feurigen Welt von Nutzen.
392. Ein bestimmter Klostervorsteher, der die Mönche auf die Reise schickte, ermunterte sie immer mit den Worten: "Wieder erfährt unser Kloster Verbreitung." Er wusste, dass dabei keine geistige Entfremdung eintreten kann und durch solche Reisen das Kloster an Verbreitung gewinnt. Denkt auf diese Weise daran, wenn einige Brüder neuerlich einen Marsch antreten.
393. Tropfen des Segens fallen in den Kelch der Herzensfreude. Kann es eine größere Freude geben als die Erfüllung eines Auftrages der Bruderschaft? Auf diese Weise müssen es sowohl jene verstehen, die hervortreten als auch jene, die zurückbleiben, um den Ashram zu hüten. Sehr wichtig ist die aus der Macht des Segens erwachsende Lebenskraft.
394. Nur ein Blinder sieht nicht die Hast der Ereignisse. Ihr habt von einer seltenen Gestirnskonjunktion gelesen. Aber weit bedeutender ist der bei solch seltener Erscheinung entstehende Chemismus. Die Völker ändern vielleicht ihre Denkart, jedoch seltenen Erscheinungen oder gar Phänomenen schenken sie keine Aufmerksamkeit.
395. Karma ist Tätigkeit, anders kann es nicht bezeichnet werden. Manche meinen, Karma als Wirkung erklären zu können, doch das käme einer Vergeltung gleich und würde das Gesetz abmindern. Wer auf dem rechten Pfad wandert, der wird sein Ziel erreichen. Jedwede Abweichung wird vom direkten Pfad wegfuhren. und dann beginnen die Menschen vom schweren Karma zu sprechen.
Wahrhaftig, wenn ein Wanderer ins Dickicht gerät, muss er in Verfolgung seiner ursprünglichen Tat viele Hindernisse überwinden. Karma ist das Ergebnis der Tat und ist selbst Tätigkeit. Und solch eine Überlegung ist auf dem Pfad zur Feurigen Welt von Nutzen.
396. Schlaf bietet die Möglichkeit, sich mit den Höheren Sphären zu verbinden. Schlaf beweist, dass die Menschen ohne diese Verbindung nicht leben können. Schlaf als körperliches Ausruhen zu erklären, ist zu einfach. Ohne Schlaf können die Menschen gewöhnlich nur sehr kurze Zeit bestehen.
Das Denken verfällt in einen sehr krankhaften Zustand, es erscheinen Halluzinationen, Starrheit und andere Anzeichen eines unnatürlichen Daseins. Der Organismus verlangt nach dem lebenspendenden Austausch, findet aber nicht den ihm bestimmten Weg. Wie Wir sagten, Schlaf auf den Höhen, wo die Verbindungsströme besonders nahrhaft sind, kann kurz sein. Die Menschen erinnern sich zuweilen an Begegnungen in den höheren oder niederen Sphären. Der grobstoffliche Körper kann solche Verbindungen behindern. Aber der Schlaf an sich ist jedoch ein Geschenk des ewigen Lebens. Und solch eine Überlegung wird auf dem Pfad zur Feurigen Welt eine Hilfe sein.
397. Die Konjunktion der Planeten: Mond, Venus und Saturn ist wirklich selten. Gerade solch eine Konjunktion erzeugt einen Chemismus von außergewöhnlicher Kraft und man möge daran denken, dass Wir aufzeigten, wie nützlich die Gestirne für die Tätigkeiten der Welt sind.
398. Menschen, die über die Feinstoffliche Welt hinaus in Richtung Feurige Welt streben, haben Recht. Wir sprechen dauernd von der Feinstofflichen Welt, lenken jedoch mit allen Mitteln zur Feurigen Welt. Ein Mensch, der sich in seinen Überlegungen auf die Feurige Welt vorbereitet, wird sich auch in der Feinstofflichen Welt zu den Höheren Sphären erheben. Wir selbst steigen auf oder fallen; doch sind unsere Gedanken der Feurigen Welt verwandt, dann werden wir von ihr magnetisch angezogen. Und sind unsere Gedanken gar mit der Hierarchie verschmolzen, dann wird die Brücke des großen Wagemuts Wirklichkeit.
399. Fühlt das feurige Herz, dass irgendwo Schaden angerichtet wird, irrt es nicht. Es macht nichts,
denn der Schädling schadet sich in erster Linie selbst. Über Karma ist hinreichend gesprochen worden. Man muss sehen, wie sich eine persönliche Untat in ein räumliches Übel verwandelt.
400. Alle Körper sind vom Ewigen Feuer erfüllt und werden mit der höheren feurigen Energie vereint. Auf diese Weise wird der Universelle Saft immer wieder umgearbeitet. Diese geheimnisvolle, sich stets erneuernde Substanz kann anders nicht benannt werden. Auf diese Weise dient alles Offenbarte der Erneuerung der Ewigen Substanz. Der Kreis versinnbildlicht auf die beste Art das Zusammenwirken von Energien.
401. Für den Schlaf bedarf es einer gewissen Ruhe. Das Bedürfnis für diesen vorübergehenden Zustand beweist, wie sehr unser Organismus nach der Veränderung eines Zustandes verlangt.
402. Ihr habt bemerkt, dass Wir bestimmte Namen nicht aussprechen. Das hat verschiedene Gründe und hängt von den Strömen ab. Man lässt auch einen Drachen nicht jeden Tag steigen.
403. Manche Menschen schreiten in vollem Vertrauen in die Zukunft. Woher wird solch ein unbezwingliches Vertrauen geschöpft? In erster Linie aus der Verbindung mit der Hierarchie. Doch auch das Verstehen der Gestirne stärkt das Bewusstsein. Darüber hinaus gibt es einen dritten nicht minder bedeutsamen Umstand. Die drei Welten bestehen wahrhaftig durch völliges Zusammenwirken. Vieles auf Erden Begonnene findet den Höheren Welten seinen Ursprung. Ihr kennt irdischen Terafime, ebensolche kann es in der Feinstofflichen und in der Feurigen Welt geben. Nicht selten sind ganze Bauwerke,
vor ihrer irdischen Verwirklichung, in den Höheren Welten geschaffen worden. In den alten Bündnissen lesen wir von Himmlischen Städten; sie werden in Wirklichkeit tatsächlich in verschiedenen Sphären erbaut, und auf diese Weise wird eine magnetische Anziehung geschaffen. Die Menschen vermuten oft gar nicht, dass ihre Terafirne in verschiedenen Formen schon bestehen. Solche Bilder werden zuweilen von Hellsehern aufgenommen und irrtümlich auf die sichtbare irdische Ebene übertragen, während die irdische Widerspiegelung erst später gebildet wird. Doch eine Tatsache ist unbestritten, gerade das Vorhandensein solcher Terafime stärkt das Bewusstsein des Menschen. Kann es nicht sein, dass bestimmte Städte schon bestehen und bestimmte Menschen darin wohnen? Man soll so sicher in die Zukunft schreiten, als stünden die Umrisse der Stadt vor dem irdischen Auge.
404. Wahrhaftig, sowohl im Geiste als auch unter irdischen Umständen bedarf es der besonderen Vorsicht. Man muss sich so verhalten, als stünde eine Feuersbrunst bevor. In den Händen liegt die Bestätigung der Zukunft. Jegliche Vorsicht wird als eine weise Tat gewertet. Ich habe gesprochen.
405. Besonders wichtig ist jedwede Wirtschaftlichkeit, sowohl in Dingen als auch im Geiste. Man kann nicht jeden Strömungsverlauf berücksichtigen. Wirklich alles ist zeitbedingt, der Geist jedoch wird inmitten von Wirbeln gestählt.
406. Die auf persönlichem Gefühl beruhende Zusammenarbeit währt nicht. Außer der Achtung vor der Arbeit ist die Verehrung der Hierarchie unerlässlich. Unter dem Wirbel persönlicher Gefühle werden die Menschen wie Stehaufmännchen hin und her geworfen,
rempeln einander an und sind von krampfhaften Handlungen eingenommen. Jedoch keine Arbeit duldet ihrem Wesen nach Verkrampfungen. Arbeit ist eine feurige Tätigkeit, das Feuer aber darf nicht zu Verkrampfungen führen. Darüber hinaus können äußerliche persönliche Gefühle das Wahrnehmen neuer Möglichkeiten behindern. Wie viele herrliche Tätigkeiten haben infolge vergänglicher persönlicher Vorspiegelungen Schaden genommen! Und solch eine Überlegung ist auf dem Pfad zur Feurigen Welt von Nutzen.
407. Persönliche Äußerungen sollte man genauso aufgeben wie schädliche Gewohnheiten. Ein im Feuer der Hierarchie gestähltes Gefühl wird nicht falsch sein. Lernt auf diese Weise, Gefühle auf der genauesten Waage zu wägen. Es braucht viel Geduld, um ohne Einbuße das Gefühl und das Herz auf der Waage der Hierarchie auf ihren Wert zu prüfen.
408. Hat sich der Organismus bereits an vegetarische Nahrung gewöhnt, sollte man nicht wieder zur Fleischnahrung zurückkehren. Ausnahmen gestattet nur der Hunger, aber meistens kann eine Handvoll Mais oder Reis beschafft werden. Die Menschen ahnen oft nicht, wie die Fleischnahrung die Aura verengt und missgestaltet. Hat sich der Organismus ganz auf Pflanzennahrung umgestellt, kann Störung besonders gefühlt werden. Die Menschen unterscheiden sich in Bezug auf die Beschaffenheit der Nahrung oft kaum vom Tier. Solch eine Überlegung ist auf dem Pfad zur Feurigen Welt von Nutzen.
409. Wohl dem, der sich durch Lebenserfahrung und Verehrung der Hierarchie vom Gefühl persönlichen Eigentums befreit hat. Wahrlich, er hat seinen Pfad verkürzt. Doch lässt die grobe, irdische Hülle die Befreiung bewusstseinsmäßig noch nicht zu, dann sollte man des Besitzes nicht
zwangsweise beraubt werden. Solch ein Zwang bewirkt nur Hartnäckigkeit und Bosheit. Nur durch persönliches Beispiel und Einbeziehung der Lehre können die Menschen zum baldigen wahren Verstehen des Lebens bewegen werden.
Wanderer, erkennst du, welch herrliche Errungenschaft dich erwartet, wenn du dich beschwingt der Feurigen Wohnstätte näherst und die Ewige Flamme nichts versengt?
410. Hört, doch verurteilt nicht! Oft macht gerade der Abfluss des Giftes den Menschen frei für den neuen Pfad. Nicht in Verneinung, sondern in Anziehung besteht die Hilfe der Lehre.
411. Der Pfad des Gleichgewichts wird durch Überlegung erreicht. Man sollte den Menschen oft wiederholen, dass weder Lesen noch Verstehen die Überlegung ist. Überlegung muss man sich angewöhnen. Äußeres Erkennen muss den Anstoß zum feurigen Prozess der Überlegung geben. Feuer ist starke Ausgeglichenheit. Dem Pfad des Gleichgewichts, auf dem es weder Wanken noch Zweifel, sondern nur den Großen Dienst gibt, muss man sich völlig bewusst nähern.
412 Über seine Stellung in der Feurigen Hierarchie sollte man nicht mutmaßen. Wir arbeiten alle im Bereich des Lichts. Irdische Maßstäbe vermögen die Dimensionen auf dem Pfad zur Feurigen Welt nicht zu ermessen. In jedem ist ein feuriges Teilchen eingelagert, doch wie und wo es sich umgestaltet, ist nicht Sache irdischer Mutmaßung. Jedoch wir fühlen deutlich, wenn etwas von uns Vollbrachtes der Feurigen Welt würdig ist. Auf diese Weise muss jeder mit diesem Gefühl im Einklang stehen. Damit wird er ein wahrer Mitarbeiter sein.
413. Neue Spannungen treten auf. Die Feinde ersinnen neue Tricks, doch seien wir wie ein Fels, dann werden wir den Sieg erringen. Man mag sich freuen, wenn jeder Angriff neue Freunde bringt. Solche Freunde sind unauffällig, doch sie können mit dem Zement eines Bauwerks verglichen werden.
414. Ein angesteckter Mensch empfindet seine Ansteckung lange Zeit nicht. Wenn das für eine physische Krankheit zutrifft, dann ist dieser Inkubationsprozess bei Geisteskrankheiten umso verständlicher. Man kann über die Tatsache staunen, dass Ärzte den Ursprung einer Geisteskrankheit nicht zu beachten suchen; dadurch ist es für sie umso schwieriger, alle feurigen Prozesse zu beobachten. Doch wenn Arzte solche grundlegenden Zustände verneinen, wohin sollen sich dann die Menschen wenden, um die Gründe ihres nie dagewesenen Gefühls zu erfahren? Gleichermaßen findet man weder bei Gelehrten noch Schullehrern Hilfe; auf diese Weise bleiben die Menschen über den so wichtigen Störungsbeginn des Körpers und Geistes ohne Rat.
415. Heilender Beistand auf Entfernung muss zu einer Steigerung des Blutkreislaufes und der Spannung führen. Man sollte erkennen, dass Sendungen eine besonders feurige Energie erfordern; doch wird solch eine Sendung eingestellt, dann macht sich im ganzen Organismus eine übermäßige Spannung bemerkbar. Heilen ist eine völlig selbstlose Tätigkeit.
416. Mächtige künstliche Blitze können die niederen Schichten der Atmosphäre reinigen. Die Spannung darf nicht zu stark sein, denn die Materie muss gereinigt und darf nicht zersetzt werden. Zersetzung würde bedeuten, dem Chaos mit all seinen Folgen Zugang zu verschaffen.
417. In den alten Prophezeiungen heißt es: "Würde sich alles verfinstern, dann bildeten sich die Menschen ein, es sei ihnen alles erlaubt." Wirklich, Finsternis treibt die Menschen zum Wahnsinn. Wagemut ist nicht Wahnsinn. Wer wagt, der ist sich der gebotenen Möglichkeiten bewusst; der Wahnsinnige aber widersetzt sich dem Daseinsgesetz. Zwischen Wahnsinn und Wagemut ist die Grenze sehr fein. Um diese Grenzlinie wahrzunehmen, bedarf es der Fackel des Herzens. Wurde der Bereich des Wahnsinns einmal betreten, dann gibt es kaum ein Zurück zum weisen Wagnis. Rishis wagten, Heilige wagten, doch sie ließen keinen Wahnsinn zu; denn er ist vor allem abscheulich. Er führt zur Besessenheit mit all ihren finsteren Folgen. Wie abscheulich ist der Anblick, wenn das besitzergreifende Wesen das feinstoffliche Vehikel aus dem Körper zu drängen sucht! Es gibt keinen abscheulicheren Anblick, als wenn zwei feinstoffliche Körper um eine irdische Hülle streiten.
418. Heldentat und Erprobung haben eine tief wissenschaftliche Bedeutung. Das feurige Naturelement bedarf des Druckes; bei Anspannung bringt es Funken hervor, und deshalb ist Arbeit eine feurige Tätigkeit. In der Tat, Heldentat, als die Krone der Arbeit, ist die strahlendste feurige Anspannung. Lasst uns die Arbeit in ihrer ganzen Bedeutung begreifen, sowohl die geistige als auch die körperliche. Den Grad jeder Arbeit zu achten, zeugt von einem der Feurigen Welt gebührenden Erfassen.
419. Warum fühlen die Menschen physisch nur manchmal die Anwesenheit feinstofflicher Wesen? Sie sind von ihnen umgeben, jedoch sie fühlen sie selten. Hier berühren wir eine höchst beachtenswerte Tatsache. Die menschlichen Wesen
fühlen es, wenn feinstoffliche Bewohner ihr Bewusstsein berühren: sie wünschen es entweder, oder ihre Auren sind verwandt. Dann erleben die Menschen jenes Erbeben, das sich für die Unwissenden in Entsetzen verwandelt, für die Wissenden jedoch die Anregung des feurigen Naturelementes bedeutet. Einige Menschen erkennen von klein auf bewusst dieses sogar als heilig bezeichnete Erbeben.
420. Visionen im Schlaf erlangen Bedeutung, sobald die Verbindung mit den Höheren Welten erkannt wird. In der Tat, wenn der Mensch begriffen hat, dass er sich während des Schlafes in der Feinstofflichen Welt aufhält, weiß er, dass er sich durch diesen Zustand an sehr wichtige und erhabene Verbindungen erinnern kann. In keinem Buch über die Feinstoffliche und die Feurige Welt sollte versäumt werden, diese Vereinigungen durch Visionen im Schlaf zu erwähnen.
421 Der Yogi kann ohne äußere Ursachen Hitze und Kälte verspüren. Solch transzendentales Empfinden bezieht sich auf die Feinstoffliche Welt. Für einen Bewohner der Feinstofflichen Welt genügt es, an Hitze, Kälte oder andere Gefühle zu denken, und die Gedankenenergie wird diese augenblicklich hervorrufen. Auf diese Weise stellt der Gedanke ein Laboratorium für alle Einwirkungen dar. Deshalb bestehen Wir so sehr darauf, auf dem Pfad zur Feurigen Welt die Gedanken zu überwachen.
422. Vergeblich klagen die Menschen über das Getrenntsein von der Feinstofflichen Welt. Viele sehen die feinstofflichen Bewohner. Viele erfassen die jenseitige Sprache. Viele spüren die überirdischen Düfte. Man kann unzählige Erscheinungen nennen, sowohl unter den Menschen als auch unter den Tieren. Nur starrsinniges Vorurteil
hindert die Menschen am Erkennen der Wirklichkeit. Wie viele Menschen wurden durch Hinweise aus der Feinstofflichen Welt gerettet! Wie viele Staatsangelegenheiten wurden nach Hinweisen aus dem Jenseits entschieden! Nicht nur frühere Epochen liefern Beispiele dafür, auch die jüngste Vergangenheit kann unbestreitbare Tatsachen solch fortdauernder Verbindungen liefern. Die Erde kann von den anderen Welten nicht getrennt werden. Sogar die irdischen, grobstofflichen Sinne vermitteln entgegen allem Aberglauben der Unwissenden, die Gefühle der Feinstofflichen Welt. Sobald sich das Bewusstsein verfeinert hat, wird man wertvolle Annäherungen erwarten können, die ganz natürlich sein werden.
423. Rings um vergossenes Blut können merkwürdige Phänomene beobachtet werden. Tiere spüren das Blut nicht nur, sondern geraten in Aufruhr und Schrecken. Man kann bemerken, dass sogar eingetrocknetes Blut die gleichen Symptome wie frisches Blut erkennen lässt. Gerade die feurigen Emanationen des Blutes sind ungewöhnlich stark. Nicht zufällig verlangten die wildesten Opferungen nach Blut als Erregungsmittel zur Berauschung. Ebenso wird für die schwarze Messe Blut als starkes Erregungsmittel gebraucht. Für solche Zwecke werden Tiere benutzt. Die sich daraus ergebende Geruchsverstärkung für den Unsichtbaren ist ganz gewaltig, umso mehr als Blut viele niedere Wesen anzieht.
424. Die Lichter der Mutter der Welt gleichen den Säulen des Nordlichts. Dieses Phänomen, bei dem der Mikrokosmos Mensch mit dem Makrokosmos verglichen werden kann, ist sehr selten. Ur[usvati] hat solch eine Erscheinung gesehen. Diese war eine Reaktion auf den Druck der Weltenergie.
425. Manchmal gelangen die Menschen zu solch einem Gipfelpunkt von Absurdität, dass sie jeden Gedanken über das künftige Leben als das Ende irdischen Daseins betrachten. Gleichzeitig aber säumen sie nicht, ihre irdischen Angelegenheiten für viele Jahre im Voraus zu regeln. Solche Handlungsweisen deuten nur darauf hin, wie trüb der Gedanke an das künftige Leben ist. Demzufolge dringen die Bündnisse, Offenbarungen sowie die wissenschaftlichen Errungenschaften nicht ins Bewusstsein ein.
Die Menschen werden neue Heilmittel von euch fordern, neue Hinweise über Ernährung, bloß des körperlichen Wohlergehens wegen, doch nicht für eine bessere eigene Zukunft, die eines ständigen und sorgsamen Aufbaus bedarf. Die Menschen sind unwillig sich vorzustellen, dass ihr irdisches Leben kürzer ist als der kürzeste Aufenthalt eines Eisenbahnzuges. Der ehrenwerte Wanderer ist darum besorgt, bei seiner kurzen Übernachtung den Wirt nicht zu belästigen, denn sein Bewusstsein ist auf das Ziel seiner Wanderung gerichtet. Aber Wanderer auf dem Großen Pfad denken oft nur ans Nachtquartier, ihre Bestimmung gleichgültig vergessend. Kleinliches Denken ist dem Großen Pfad nicht angemessen! Deshalb wird der feurige Pfad der Pfad des Bewusstseins der Zukunft sein. Der vom Gedanken an den ewigen Pfad erleuchtete Wanderer kann freudvoll voranschreiten. Auf jedem solchen Marsch muss ein Teilchen ewigen Feuers mit sich getragen werden. Der Feurigen Welt sollte man sich mit ungeteiltem Entschluss, in vollem Wunsch und mit ganzem Herzen nähern.
426. Wir wollen erneut über die Feurige Welt sprechen. Sollte man um sie ringen oder sie allmählich lieb gewinnen? Kann man um etwas ringen, das alles Bestehende erfüllt? Wird solch ein Kampf nicht die sinnloseste Tat sein?
Wird Liebe zur Feurigen Welt nicht den mächtigsten Magneten bieten? Wenn Liebe im irdischen Dasein das höchste schöpferische Prinzip ist, dann ist sie in den Höheren Welten um so mächtiger.
427. Der Pfad freudvoller Heldentat ist hundertfach kürzer als der Pfad trauervoller Pflichten. Wie unerschütterlich muss dieses Gebot von den Wanderern des feurigen Marsches im Gedächtnis behalten werden! Nur das Zeichen der Heldentat erhebt sie über die Gefahr, aber die Bedeutung der Heldentat muss als Freude des Geistes im Herzen geschätzt werden. Der beste Pfad bleibt unentdeckt, wenn das Auge nicht dem Stern der Heldentat folgt. Sogar die Dunkelheit muss von dem einen Licht erleuchtet werden. Nichts, niemand wird je gezwungen, in die Finsternis zurückzukehren.
428. Tagesträume müssen in beherrschtes Denken verwandelt werden. Die alten Weisen rieten den Müttern, Märchen über Helden an ihre Kinder weiterzugeben und sie mit den besten Gesängen großer Taten vertraut zu machen. Kann denn die Menschheit diese weiser Bündnisse heute ablehnen? Die Feurige Welt steht vor allem für Helden und Heiligen.
429. Die Menschen verurteilen die Lehre, weil sie keinen Mitmenschen verurteilt. Man kann sich vorstellen, wie viele neue Zuhörer durch Tadel seines Nächsten zu gewinnen wären! Solch eine Beschrankung ist der dunkelste Schleier auf dem Pfad des Fortschritts.
430. Es gibt derart unwissende Menschen die zur gesamten Lebensformel nur sagen - ist das alles? Jedoch sie selbst befolgen nicht den Bruchteil eines Rates. Wo das Herz schweigt und versteinerte,
da hilft keine Erklärung. Es ist schrecklich, wenn Menschen als Hilfe nur nach Gauklertricks verlangen. Das Bewusstsein solcher Menschen steht unter dem eines Wilden. Nichts Reines und Führendes durchdringt die Kruste des Chaos. Die Menschen sind nicht gewillt darüber nachzudenken, mit welch verderblicher Aura sie sich umgeben.
431. In Durchsetzung ihres Willens erlangen die Menschen verschiedene Errungenschaften. Wer immer sich angewöhnte, an eine Abfallgrube zu denken, wird sie unfehlbar finden. Herrlich ist das Gesetz, dass der Gedanke den Menschen leitet. Ein schöner Gedanke führt auf keinen finsteren Weg.
432. Überlegungen über die Lehre zu schreiben, ist nützlich. Den Mitarbeitern möge vorgeschlagen werden, sich mit solchen Arbeiten vertraut zu machen. Sie können ihnen vertraute Aussprüche der Lehre wählen und anderen Bündnissen gegenüberstellen. Auf diese Weise kann die Prägung durch die Zeit auf ein und dieselben Wahrheiten beobachtet werden. Die Aufgabe, diese Evolution zu erforschen, stellt an sich eine sehr nützliche Arbeit dar. Wir sind gegen Verurteilung, doch die Gegenüberstellung ist gewissermaßen das Polieren des Steines. Mit Liebe zum Thema kann man neue Vergleiche anstellen und herrliche Berührungspunkte finden. Solche Überlegungen sind wie die Blumen einer Wiese.
433. Mit jedem Augenblick kann das Leben neu beginnen. Es kann kein veraltetes Leben geben, es sei denn in unserer Vorstellung. Doch wozu bilden und erneuern wir unser Denken? Wohl für ein neues Leben. Verstehen wir das nicht als persönliche Vorstellung, als Egoismus. Solch ein Leben der Ichsucht käme der Liebedienerei gleich. Aber niemand kann aufsteigen, der kriecherisch ist. Ein neues Leben
im Namen des Guten wird in Zusammenarbeit aufgebaut. Solch ein Leben entzündet viele Feuer. Vergessen wir nicht, dass der gute Gedanke auf seinem Wege viele Leben anfeuert. Den Raum mit üblem Denken vergiften, stellt nichts Neues dar. Doch Selbstlosigkeit des Herzens richtet das Denken auf das Entzünden von neuen Fackeln. Es ist sicher ein weises Gesetz, dass der gute Gedanke das Aufflammen neuer Feuer hervorruft. Das Inerscheinungtreten der neuen, ewigen Funken der Feurigen Welt bedeutet wahrhaftig ein neues Leben.
434. "Jetzt dienen mit uns die Himmlischen Mächte unsichtbar an"13 - ein neues Verstehen über das Vorhandensein des Unsichtbaren Raumes ist schon ein Schritt in Richtung Wirklichkeit. Solange die Unsichtbare Welt nicht in unserem Bewusstsein ersteht, können wir uns unserer Erkenntnis nicht rühmen. Hüten wir uns daher vor allem davor, was unsere Gedanken vom Wohle für andere zurückhält. Der Feurige Gedanke wird dem wohlwollenden Denken zugänglich sein.
435. Fine der rühmlichen feurigen Taten ist, den Schmerz seines Nächsten auf sich zu nehmen. Das feurige Herz lodert wie ein Leuchtturm und nimmt die Gebrechen der Umgebung auf sich. Es wird unter solch einer Behandlung nicht leiden, wenn die Aura des Kranken dem Retter keine finsteren Pfeile sendet. Denn durch solch unverdiente Erwiderung kann sogar ein starkes feuriges Herz geschwächt werden. Umso mehr, als es nicht leicht ist, die Schmerzen des anderen im Feuer des eigenen Herzens zu versengen. Besonders schwierig ist es, wenn solche Schmerzen von unwürdigen Handlungen herrühren. Und solche Überlegung ist auf dem Pfad zur Feurigen Welt von Nutzen.
436. Sprechen wir erneut über die Bedingungen, die das Einnehmen von Medizinen erleichtern. Es wurde bereits bemerkt, dass in der Vergangenheit gewisse Völker Medizinen mit Hilfe des Gesanges eingenommen haben, andere unter Wehklagen, oder mit Beschwörungsformeln. Abgesehen von der Bedeutung der Beschwörungsformel ist es äußerst wichtig zu beachten, dass der Rhythmus je nach Krankheit geändert werden musste. Heutige Ärzte sollten dieses Mittel zur besseren Aufnahme von Medizinen studieren. Nicht allein Suggestion, sondern auch die Beschaffenheit des Rhythmus kann ein gutes Ergebnis bewirken. Verneinen wir das alte Erbe nicht.
437. Zu den visuell schönsten feurigen Tätigkeiten gehören die Konvergenz und Divergenz von Auren. Dieser Vorgang kann mit der Schönheit der Nordlichter verglichen werden; und darin kommen viele psychologische Momente zum Ausdruck. Man kann beobachten, wie behutsam sich die Ausstrahlungen nahen, wie das Schutznetz als einleitender harmonischer Widerhall pulsiert und aufblitzt, oder wie es sich verfinstert. Das ganze und komplette Leben vom Chemismus und Magnetismus umgibt den Menschen. Wir erwarten die Zeit, in der die Menschen geduldig beginnen, die Aura zu photographieren. Dann wird man die Lichtbewegung auf einer Filmleinwand beobachten können, man wird sehen, wie sich die Bewegungsfolge der Aura widerspiegelt. Ihr wisst, dass für erfolgreiches Photographieren viele feinstoffliche Bedingungen erfüllt werden müssen. Oft kann sogar ein physisch unbequemer Raum gute Ergebnisse geben. Ihr habt unter gewöhnlichen Bedingungen ausgezeichnete Aufnahmen von feinstofflichen Wesenheiten gemacht. Ihr wisst auch, dass das Photographieren misslang, als ihr euch entschlossen habt,
die physischen Bedingungen zu ändern. Der Hauptfaktor des Erfolgs beruht auf den inneren, unsichtbaren Zuständen. Man muss große Geduld aufbringen und sich jedweder Gereiztheit und Wankelmütigkeit enthalten. Jedwedes feurige Chaos verdunkelt den Film bloß. Ebenso wird es keine besonders klaren Visionen geben, wenn eine verwirrte Geistesverfassung besteht. Doch wird die völlige Harmonie erlangt, wird das Photographieren leicht sein. Viele äußere Bedingungen können einen Einfluss ausüben, deshalb ist darauf zu achten, dass, nachdem sich die erforderliche Schwingung bereits gebildet hat, keine neu hinzukommenden Gegenstände in den Raum gebracht werden. Ebenfalls störend sind ungehörige Ausrufe. Das Hauptelement ist Geduld.
438 Bei feurigen Tätigkeiten sollten nicht nur auffallende Phänomene beachtet werden, sondern auch die vielen vorübergehenden, kaum merklichen Erscheinungen. Oft muss den letzteren äußerste Beachtung geschenkt werden. Das Wesen eines Menschen wird nicht so sehr durch Phänomene geformt als durch ständige feurige Wellen. Wenn die Menschen nur Phänomene erwarten und die kaum wahrnehmbaren Empfindungen ablehnen, werden sie gelegentlich erschüttert werden, aber keine feurige Stetigkeit des Bewusstseins erlangen. Die Lehre darf die Nervenzentren nicht mit Erschütterungen belasten. Im Gegenteil, nur wenn sich die Menschen des Vorhandenseins ihrer wohlwollenden Schwingungen bewusst sind, wird es einen unerschütterlichen Aufstieg geben. Mögen die Menschen den Gedanken an die Feurige Welt lieb zu gewinnen. Mögen solche Ratschläge der Tagesinhalt sein. Ohne Liebe und den Herzensimpuls kann man von der Macht dieses Naturelementes nicht angezogen werden.
439. Das menschliche Feuer bekundet sich nicht
ohne Erkenntnis der Verantwortung. Solche Erkenntnis wird jene dem Wissen entsprechend verfeinerte Besorgtheit und Behutsamkeit beinhalten. Für ein verfeinertes Bewusstsein kann es weder direkte noch indirekte Gotteslästerung geben. Falschheit entspricht nicht dem Feuer der Wahrheit. Tätigkeiten und Sorgen sollten einen nicht vom Gedanken an die Hierarchie und an die erhabene und nahe Feurige Welt ablenken.
440. Man kann bemerken, dass während eines Erdbebens die Kehle austrocknet. In dieser Erscheinung zeigt sich die Spannung des Feuers. So tauchen im Leben viele Zustände auf, man muss sie nur beachten.
441. Jeder Lehrer muss zuhören können. Das ist für die Behandlung vieler Krankheiten notwendig. Der Abfluss aller schädlichen Substanzen muss gefördert werden. Der Lehrer sieht, wenn das verlöschende Feuer von der Hülle grauer Asche befreit wird. Gesundes Feuer hinterlässt keine Asche. Es verwandelt das ins Ewige Überwechselnde vollständig. So muss auch der Gedanke durch Feuer gereinigt werden. Der Mensch muss jeden Tag an etwas Ewiges denken. Solche Überlegung wird auf dem Pfad zur Feurigen Welt von Nutzen sein.
442. Jemand sagt, dass er kosmisches Bewusstsein erlangen möchte; möge er lieber an die Läuterung seines Herzens denken. Er möge sich nicht so sehr als Eroberer des Kosmos sehen als vielmehr bestrebt sein, sein Bewusstsein vom Staube zu säubern. Man kann nicht hinter die Grenzen gelangen, ohne den Wunsch zu hegen, bei der Annäherung gewandelt zu werden. Wahrhaftig, der Bäcker darf weder im geistigen noch im materiellen Sinn
nur daran denken, wie er selbst satt wird.
443. Der erfahrene Arzt empfiehlt dem Genesenden, nicht an seine vergangene Krankheit zu denken; er drängt ihn an die Zukunft und an günstige Umstände zu denken. Auf diese Weise wird die Erinnerung an die vergangene Krankheit nicht nur physisch, sondern auch geistig verbannt. Die gleiche einfache Methode sollte man in allen Lebenslagen anwenden. Besonders bei feurigen Tätigkeiten, wenn das Feuer infolge Finsternis pulsiert, sollte man nicht an die Finsternis und ihre Einwirkung auf das Feuer denken. Hinwendung an die Zukunft wird das Herz entflammen. Allein um der Zukunft willen kann das Bedrückendste zerstreut werden. Narren sprechen vom endlichen Leben. Kann ewiges Leben denn enden? Es müssen viele schreckliche Dinge geschehen, um das Leben zu entweihen! Sogar wilde Tiere wagen nicht, zum Staub des Abgrundes zurückzukehren.
444. Tapferkeit und Vorsicht sollten Verbündete sein. Sonst werden sich Tapferkeit in Wahnsinn und Vorsicht in Feigheit verwandeln. Menschen, die sich die ganze Kompliziertheit feuriger Wellen vorstellen können, wissen den Rat zur Vorsicht zu schätzen. Der Yogi wird völlige Vorsicht nie außer Acht lassen; sie bekundet Achtung vor dem großen Naturelement sowie Verehrung der Feurigen Welt. Man kann verstehen, dass notwendig ist, die äußerste Vorsicht walten zu lassen, wenn man die Reihen der feinsten Gefäße durchschreitet. Wenn diese Werke feuriger Arbeit solche Behutsamkeit erfordern, erweitern die feurigen Wellen selbst den Pfad unserer Herzensbeobachtung.
445. Verrat und Gotteslästerung sind
die schrecklichsten psychischen Krankheiten und fast unheilbar. Einmal ein Verräter, immer ein Verräter. Nur die stärkste feurige Erschütterung vermag solch ein infiziertes Gehirn zu reinigen. Wenn solch ein verbrecherischer Zustand von Besessenheit herrührt, so ist auch dieser Grund kein tröstlicher. Kann man sich mit einem Verräter oder einem Gotteslästerer eine Zusammenarbeit vorstellen? Sie sind wie eine Seuche in einem Haus. Sie gleichen einem stinkenden Leichnam. Daher hat die Feurige Welt für Verräter und Gotteslästerer keinen Trost übrig.
446. Man kann bemerken, dass sich die Feinstoffliche Welt der irdischen nähert. Sogar an feurigen Sendungen für die Erde mangelt es nicht; jedoch das Bewusstsein der Menschen kann vom Empfang dieser Erscheinungen oft weit entfernt sein. Das Wort wird ausgesprochen, doch das Bewusstsein schweigt. Nicht einmal Ruhelosigkeit tritt vor großen Ereignissen auf. Der todähnliche Bewusstseinszustand ist erschütternd! Man kann verstehen, wie stufenweise die nachfolgende Lehre gegeben werden muss! Bereitschaft, die Lehre im Leben zu befolgen, ist nur in seltenen Fällen zu bemerken, doch die feurigen Erscheinungen warten nicht; ohne vom menschlichen Bewusstsein umgewandelt worden zu sein, fließen sie in gefährliche Kanäle.
Wir wünschten, dass das jetzige Geschehen die Menschen vom Irrsinn abhalte. Planeten sprechen mit blutigen Strahlen, doch auch diese alte Wissenschaft ist in den Händen der Zerstörer tot. Wertvolle Geister leiden unter den Wellen des Irrsinns und der Unwissenheit. Für die Erfindungen der Wissenschaft ist Leichtsinn unangebracht. In der Tat, jeder dem es beliebt kann sich einen Abgrund schaffen. Doch Irrsinnige haben kein Recht, Wertvolle mit sich zu ziehen. Zudem ist
die letzte Gestirnskonjunktion sehr ernst. Man muss mit den feurigen Kräften sehr vorsichtig umgehen.
447. Der Keim des Geistes beginnt wirklich nicht in der menschlichen Evolution; seine Bekundung bezieht sich auf einen unbeschreiblichen feurigen Prozess. Aus diesem Grund verwendet für den Menschen den Ausdruck "Im Geiste entflammt". Genau genommen wurde der Mensch mit dem Entzünden des allen schöpferischen Erscheinungen innewohnenden Feuers betraut. Man sollte daran denken, dass der Mensch mit mächtigen Energien betraut wurde, doch wer nie im Geiste entflammt, der erfüllt seine Bestimmung nicht. Gerade Selbstvervollkommnung wird in erster Linie durch die im Bewusstsein bekundete Geistigkeit erreicht. Ohne Geistigkeit zu bekunden, kann es keine Annäherung an die Feurige Welt geben. Daran müssen wir denken.
Manche meinen, Geistigkeit bestünde im Lesen geistiger Bücher. Es gibt viele solche Leser, doch wenige verwirklichen das Gelesene.
448. Helft allen, die nach Vervollkommnung streben. Erkennt, wo es Streben gibt und wo mögliche Fehlerhaftigkeit. Erkennt, wo es Liebe zum Aufstieg gibt und wo Rastlosigkeit des Zweifels. Wer Zweifel zum Dogma erhebt, der ist ein falscher Lehrer. Misstrauen ist nicht die erstrebte Zucht des von Wahrheit entflammten Geistes.
449. Man sollte darauf achten, dass bei besonders ernsten Konjunktionen der Konstellationen starke Geister erscheinen. In der Geschichte kann man verfolgen, dass aus der Feurigen Welt systematisch machtvolle Helfer entsandt werden, welche die Lasten der Welt auf sich nehmen und
Magnete für die Zukunft setzen. Man muss die Geschichte des Planeten in allen Wissenszweigen von verschiedenen Seiten her studieren. Man sollte die gewundenen Wege der Menschheit als eine mit den Grundgesetzen des Universums in Zusammenhang stehende Wissenschaft erkennen. Ohne Verzug sollte das Studium des Chemismus der Gestirne eingeführt werden. Schon häufte sich viel wertvolles Material an, das die Verbindung unter den Welten erneut bestätigte.
450. Es muss entschieden verstanden werden, was Wir unter Vorsicht meinen. Die Unwissenden könnten glauben, Vorsicht sei Untätigkeit oder trübsinnige Furcht, im Gegenteil, Vorsicht bedeutet verstärkte Tätigkeit, Wachsamkeit und Mut. Es bedarf der äußersten Vorsicht, wenn feurige Wellen hervorgerufen werden. Solchen Anspannungen kann man mit Hilfe des Magneten der Hierarchie widerstehen. Wenn Ich zur Vorsicht mahne, ist es notwendig, das Herz entflammt der Hierarchie zuzuwenden.
451. Es mag die Menschen erstaunen, dass eine für Erdbeben besonders gefährdete Stelle vom Feuer unbeeinflusst bleibt. Mögen sie darüber nachdenken.
452. Ist das vielleicht Aberglaube, wenn ein Mensch alles beachtet, was um ihn herum vorgeht? Ist er nicht damit zu rechtfertigen, dass er allmählich alles unsichtbare Geschehen schätzen lernt? Wenn alle Zahlen schwanken und es keine konstante Größe gibt, wie aufmerksam sollte man sich dann zur Vielfältigkeit der kosmischen Erscheinungen verhalten! Gerade diese unberechenbare Verschiedenartigkeit ist den individuellen Erfahrungen des Geistes dienlich. Was heute unmöglich erscheint, das wird dank des neuen Chemismus der Gestirne morgen begriffen werden.
Indien erlebte gerade eine nie dagewesene Umwälzung. Man kann erwarten, dass sich an bestimmten Stellen der Boden nicht so schnell beruhigen wird. Bei den Erschütterungen gab es einige Visionen der Feinstofflichen Welt. Die Erschütterung der Atmosphäre schuf für das Erscheinen feinstofflicher Körper günstige Wellen. Obgleich diese Erscheinungen von kurzer Dauer sind, ist solch eine Beobachtung dennoch von Nutzen. Ebenso kann man unter den gewöhnlichsten Zuständen besondere Schwingungen und Widerhalle beobachten. Alle diese feinstofflichen Erscheinungen sollte man unterscheiden können.
453. Über jede neue Lebensstufe kann man sich freuen. Eine neue Verbindung von Elementen erzeugt eine feurige Verfeinerung. Die finsteren Kräfte erleben nie die Freude der Vereinigung mit der Hierarchie. Der eine betrachtet jede Stunde als die letzte, doch der andere ist sich jeder Stunde neu bewusst, als wäre sie die erste. Solches Verhalten ist feurig.
454. Von der Menschheit wurden viele Gesetzesverordnungen ersonnen, jedoch die unabänderlichste - jene des kosmischen Rechts - wurde nicht ausgesprochen. Es ist leicht zu sehen, wie oft dieses Gesetz befolgt wird und das Leben steuert. Man kann oft bemerken, wie etwas für menschliche Gesetze Unmögliches dennoch vollbracht wird. Die Wertlosigkeit aller menschlichen Vorsichtsmaßregeln ist oft erstaunlich sichtbar. Man kann nicht umhin zu fühlen, dass etwas über und jenseits der irdischen Beurteilungen die Umstände lenkt; dieses Etwas beinhaltet den Willen, den kosmischen Chemismus und den unabänderlichen Magneten. Das kosmische Gesetz führt bestimmte Menschen an Weltprobleme heran. Sie können sich manchmal nicht erklären, wie unverhofft sich Einzelheiten gestalten. Doch sie erkennen,
dass ihr Herz entflammt ist. Auf diese Weise ist es gewissermaßen mit etwas Unabänderlichem verbunden. Im Einklang mit diesem unabänderlichen Gesetz kann man den gefährlichsten Abgrund überqueren. Solch eine volle Autorität kann als Hierarchisch bezeichnet werden; doch fügen wir den Chemismus der Gestirne hinzu sowie die Beschreibung der fernen Welten, und wir erhalten das kosmische Recht.
455. Fühlen wir den Kosmischen Lotos, müssen wir im vollen Bewusstsein des Auftrags voranschreiten. Wir müssen genau verstehen, dass das Feuer unseres Mikrokosmos mit dem erhabenen Feuer des Makrokosmos im Einklang steht. Kann denn die Verpflichtung Feurigen Dienstes gering sein?
456 Es kann beobachtet werden, wie die Organismen der Menschen auf die Anspannung der Natur ansprechen, so dass feurige Menschen manchmal bluten, um sich von der Anspannung entsprechend zu lösen. Es sei daran erinnert, dass auf alten Bildern oft Fürsprecher der Menschheit zu sehen sind. Solch eine Heldentat von Selbstlosigkeit ist nicht erdichtet. Der Pfad der Feurigen Welt führt über die Diamanten der Selbstlosigkeit.
457. Teilt alles in vier Teile: Der erste gelte dem Höchsten, der zweite dem Allgemeinwohl, der dritte eurem Nächsten, der vierte euch selbst. Jedoch es schlägt die Stunde, in der es nur noch drei Teile gibt, denn der vierte wird vom zweiten verschlungen. Solch eine Aufteilung wird als feurig bezeichnet. Allein das Herz kann ihre Grenzen bestimmen. Doch die Reihenfolge möge feurig eingeschrieben werden.
458. Im alten Ägypten unterschied man zwischen
guten und hässlichen Tränen. Erstere kommen vom Entzücken, von Liebe, von Heldentat, die zweiten von Schwermut, von Bosheit, von Neid. Vor kurzem wandte ein Wissenschaftler seine Aufmerksamkeit dem Unterschied in Bezug auf den Impuls in der Zusammensetzung von Tränen zu. Die Absonderungen sind ihrem Wesen nach tatsächlich sehr unterschiedlich, wenn infolge gegensätzlicher Gefühle schädliche oder gute Bestandteile mit eingebracht werden. Doch Tränen als eine äußerst reine Erscheinung, können sehr nützliche Beobachtungen bieten. Gewiss, solche Beobachtungen erfordern Zeit und Geduld.
459. Ihr habt dunkle Flecken im Raum gesehen. Ebenso sind euch trübe Formationen bekannt, die sich gewissermaßen aus räumlicher Verbrennung ergeben. Ihr kennt auch die strahlenden räumlichen Gebilde. Alles wird lebendig und feurig umgewandelt; ebenso vibrieren die eigenen Sinne. Der erfahrene Betrachter weiß, dass sich seine Sicht zuweilen trübt und dann wieder klärt. Das gleiche geschieht mit dem Gehör-, dem Geruchs-, dem Geschmacks- und dem Tastsinn. Auf diese Weise kann in allen unseren Funktionen völlige Beweglichkeit beobachtet werden. In der Tat, solch eine feurige Empfänglichkeit der Nerven für den Makrokosmos stellt einen verfeinerten Zustand dar, doch nur wenige ziehen solch eine Übereinstimmung mit der Außenwelt in Betracht. Unvollkommenheit des Bewusstseins verhindert alle Beobachtungen.
460. Einer der ältesten Aussprüche - mittels Feuer zu sehen - wurde falsch ausgelegt. Die Menschen verstanden ihn im physischen Sinn. So begannen sie, eine Feuerwand zu errichten, um Hellsehen zu entwickeln. Doch für einen natürlichen Aufstieg sind solche
künstliche Methoden nicht nur überflüssig, sondern sie hindern sogar. In der Tat, man sollte die irdischen Dinge mit dem Feuer des Herzens betrachten, nur eine solche Ansicht kann die Fesseln der Maja zunichte machen. Doch feurige Anspannung erfordert Zeit, Geduld und Hingabe. Ich erwähnte dieses Beispiel, um aufzuzeigen, in welchem Ausmaß die alte Weisheit verdreht wurde, indem sie in den groben Formen der Magie ausgedrückt wurde.
461. Es ist gut, wenn ihr die Bedeutung von Soda nicht vergesst. Nicht ohne Grund wurde Soda die "Asche des Göttlichen Feuers" genannt. Es gehört zu jenen weit verbreiteten Heilmitteln, die der ganzen Menschheit zur Nutzung gegeben wurden. Man sollte sich des Sodas nicht nur bei Krankheiten erinnern, sondern auch im Wohlbefinden. In Verbindung mit feurigen Wirkungen dient es als Schild gegen die zerstörende Finsternis. Doch der Körper sollte allmählich daran gewohnt werden. Soda sollte jeden Tag mit Wasser oder Milch eingenommen und den Nervenzentren bewusst zugeleitet werden. Auf diese Weise kann man allmählich Immunität erlangen.
462. Es möge beachtet werden, dass Ich empfehle, euch gedanklich auf bestimmte Individuen zu konzentrieren; aber man sollte nicht meinen, das könnte sich nur auf diese Personen auswirken. Blitze wirken auf eine bestimmte Raumweite; auf diese Weise überfliegen auch Gedankenblitze einen großen Raum und treffen auf viele Umstände. Die zentrale Person wird den Brennpunkt bilden, doch von keinem geringen Nutzen wird die Einwirkung auf die Umgebung sein. Ein Wohlgedanke ist eine Pflanzstätte des Guten.
463. So lasst uns jedwedes Wohlstandsgefühl verbannen
und die ganze Wachsamkeit erwecken, indem wir erkennen, wie ungebührlich der Gedanke an Wohlstand in der Unbegrenztheit ist; möge Wachsamkeit für uns zum ewigen Gebet werden. An die Feurige Welt denkend, sollte man sich vor allem dieser Begriffe bewusst werden. Auf diese Weise möge jede Schrift über die Feurige Welt mit dem Rat zu unaufhörlicher Wachsamkeit enden.
464. Die Menschen versinken so sorglos in die Alltagsgewohnheiten, dass für sie sogar das Eindruckvollste verblasst. Undankbarkeit, Trägheit, Unwilligkeit mit dem Herz zu verantworten - das alles erwächst aus der Finsternis des Daseins. Doch der Feurige Pfad ist vom Feuer des Herzens erleuchtet.
465. Ihr denkt richtig über Dankbarkeit. Der beste Ausdruck der Dankbarkeit ist die Erkenntnis der Größe des Auftrags. Der Dienst ist so erhaben, dass jeder Schritt schon eine Heldentat darstellt. Mit jedem Tag, mit jedem Gedanken wird etwas Bedeutendes vollbracht. Eine erhabene Erscheinung erweckt innere Feierlichkeit. In dieser Feierlichkeit äußert sich auch Dankbarkeit. Feierlichkeit ist einer der besten Magneten. Lasst uns daher an das Höchste denken, denn mit diesem Maßstab kann alles andere überdeckt werden.
466. Die feurigen Pfade studierend, sollte man daran denken, dass die Geschichte die Tatsachen äußerst entstellt. Gewiss, bis zu einem gewissen Grad könnte man sie rekonstruieren, doch solch ein unparteiisches Verhalten existiert praktisch nicht. Wenn Fragen über bestimmte historische Gestalten auftauchen, können sie meist nicht beantwortet werden, weil die sie umgebenden Umstände entstellt wurden. Ebenso ist es unmöglich,
auf bestimmte medizinische und wissenschaftliche Methoden hinzuweisen, weil sie von den ungewöhnlichsten Umständen umgeben waren. Deshalb gibt es vieles, was für die Bewusstseinsschulung notwendig ist, und diese geht sehr langsam vor sich. Deshalb betonen Wir nachdrücklich, sich Geduld und Sorgsamkeit anzugewöhnen.
467. Wirklich, Feuer kann in keinem unbeweglichen Zustand verharren. Wenn Wir von der Spirale des Aufstiegs sprechen, so haben Wir einen feurigen Aufbau im Sinn. Die Bewegung kann nicht angehalten werden, denn das wäre mit dem räumlichen Feuer unvereinbar. Die Menschen schreiben dem Feuer viele Eigenschaften zu, aber der Hauptzustand bleibt unbeachtet. Feurige Führerschaft ist die Grundlage des hellenden Naturelements. Man muss daran erinnern, dass die Flamme nach oben gerichtet ist, sie kann ihren Pfeil nicht nach unten richten. Daher können sich auch die Anhänger der Feurigen Welt nicht nach unten begeben. Wenn Wir ein Absinken bemerken, so besagt das, dass das Feuer des Herzens ermattet. Mögen vor euch Vorbilder strahlenden Feuers erstehen! Über solche Fackeln, die von der Erde bis zur Feurigen Welt reichen, kann man schöne Zeugnisse erwählen. Lasst uns nicht ermatten, denn das ziemt dem Feuer nicht. Lasst uns weder eine feurige Bedeutung noch die von euch gesehenen und gefühlten Zeichen herabsetzen. Lasst uns feurig voranschreitend den Freunden beistehen, denn Nichtbestätigung der Höheren Welt bedeutet Selbstvernichtung. Und lasst uns die Feurige Welt als das Nächste, das Führendste, das Flammendste betrachten. Es ist unumgänglich, an die Feurige Welt, als unsere Bestimmung, zu denken.
468. Die Abgabe psychischer Kraft erfolgt
freiwillig und unfreiwillig. Hohe Geistwesen säen unaufhörlich Gutes. Dabei darf man nicht vergessen, dass für ein verfeinertes Bewusstsein eine gewisse Müdigkeit unvermeidlich ist. Solche Müdigkeit macht sich verschieden bemerkbar, doch für gewöhnlich schlägt sie sich auf physische Organe nieder, die für Krankheiten besonders anfällig sind. Deshalb raten Wir zur weisen Vorsicht. Es ist schwierig, den psychischen Kraftstrom anzuhalten, doch immer ist es nützlich, die physischen Kräfte zu schonen. Man sollte den Strom des Guten nicht unterbrechen, doch Vorsicht wird zur Stärkung dieses segensreichen Stromes beitragen. Der feurige Pfad muss durch kluge Umsicht behütet werden. Wir haben schon viele feurige Eigenschaften erörtert, aber so viele sind verblieben. Nur der Unkluge wird das nächste Buch aufschlagen, ohne die vorhergehenden in sich aufgenommen zu haben.
469. Der Silberne Lotos des feurigen Herzens wird sogar den erhabenen Geistwesen nicht oft offenbart. Doch einzelne Blätter des Feurigen Lotos können gesehen werden, und ihnen gemäß lasst uns die ganze Blume sammeln. Doch wird dieses feurige Wunder gar einmal erweckt und vom Herzen geschaut, dann führt von dieser Stunde an der Herzenspfad empor zur ewigen Errungenschaft. Ist der Aufstieg auch äußerst steil - Wir reichen jenen, die sich aufzusteigen entschlossen haben, ein Handseil.
470. Frohlocken ist ein Pfand der Freude. Wir wissen wie wertvoll jeder geringste Ausdruck von Freude ist, in ihr ist eine Stufe des Sieges - Vidzhaja!14
Möge der Pfad siegreich sein!
Wanderer, sammle alle Gedanken über die Annäherung an die Feurige Welt.
Wanderer, begreife, dass es keinen anderen Pfad geben kann.
Wanderer, du musst die Feurige Welt als etwas Wirkliches und Leben Nährendes erfassen.
Wanderer, begreife, dass dein irdisches Leben der allergeringste Teil deines Daseins ist.
Wanderer, nimm die Führende Hand an. Wanderer, fürchte dich nicht, auf die Tore des Lichts zu schauen!
Dir übergebene Überlegungen reinigen dein Bewusstsein. Dir gesandte Gedanken machen dich zum Mitarbeiter feuriger Errungenschaften.
Nähere dich auf diese Weise dem dritten Teil des Pfades zur Feurigen Welt!