Feurige Welt
1934
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"AGNI JOGAS" IZDEVUMS
AGNI YOGA
Feurige Welt
Teil Zwei
Die Menschen haben für gewöhnlich keine Vorstellung davon, wie die gegebene Lehre genutzt werden soll. Wenn sie eine scheinbar bekannte Formel vernehmen, erklären sie hochmütig: "Wieder etwas, was allen bekannt ist!" Sie bemühen sich nicht zu prüfen, inwieweit diese bekannte Formel von ihnen erkannt und befolgt worden ist. Sie denken nicht daran, dass die nützliche Lehre nicht um der Neuheit willen, sondern zur Gestaltung eines würdigen Lebens gegeben wurde.
Die Lehre des Lebens ist kein Sammelwerk ungehörter Utopien. Die Menschheit ist sehr alt, und im Lauf von Zeitaltern sind mannigfache Funken der Weisheit über die Erde ausgegossen worden, doch jede Runde hat ihren Schlüssel.
Sollte jemand den gegenwärtigen Schlüssel als vertraut erkennen, so möge er frohlocken und für eine Weisung dankbar sein. Das scheint einfach zu sein, doch in Wirklichkeit erweist es sich als sehr schwierig. Die Menschen lieben es, Neuigkeiten zu hören und Spielzeuge zu erhalten, doch wenige sind bereit, ihr Bewusstsein zu verfeinern.
Es kann nicht sein, dass von einem Naturelement in der Lehre nicht gesprochen wurde! Das Feuer wurde tausendmal erwähnt, aber jetzt ist der Hinweis auf das Feuer keine Wiederholung mehr, es ist eine Warnung vor Ereignissen, die das Schicksal des Planeten betreffen. Nicht viele Menschen werden sagen können, sie hätten sich in ihrem Herzen für die Feuertaufe vorbereitet, obwohl die ältesten Lehren vor der unvermeidlichen Epoche des Feuers warnten.
Feurige Welt
Teil Zwei
1. Nun lasst uns die Bedingungen der Feurigen Welt noch eingehender studieren. Die Teilbarkeit des Geistes kann viele Fragen aufwerfen. Man mag sicherlich darüber nachdenken, inwieweit der Chemismus der Himmelskörper die abgetrennten Teile des Geistes beeinflusst. Bei langen Flügen in weite Fernen können Teile des Geistes den verschiedensten Einflüssen ausgesetzt sein. Wahrhaftig, sogar die feurigen Körper können verschiedene Einflüsse nicht vermeiden, jedoch ein aufgeschlossenes Bewusstsein wird immer helfen, die besseren Schwingungen zu finden. Vom irdischen Bewusstseinszustand her ist es schwierig, die abgetrennten Teile des Geistes zu steuern; und diese Boten des Geistes passen sich den örtlichen Bedingungen meist von selbst an. Deshalb können sie manchmal sehr deutlich vernehmbar und manchmal in allen Erscheinungen sehr verworren sein. Solch ein Zustand wird weder vom Geist des Senders noch von dem des Empfängers geschaffen, sondern durch den Chemismus der Ströme. Sogar die Feurigsten Wesenheiten sind den kosmischen Strömen ausgesetzt. Dies setzt ihre erhabene Natur in keiner Weise herab, sondern bestätigt nur die unabänderlichen Gesetze. Man muss von der Herrlichkeit des Universums so sehr durchdrungen sein, dass man die Gesetze der Großen Himmelskörper annimmt.
Betrachtet man voll Bewunderung die geschnitzten chinesischen Elfenbeinkugeln, kann man sich vorstellen, welch gewaltiger Willensanspannung es zur Verdichtung der Massen für die Bildung von Himmelskörpern bedarf!
2. Zu erkennen, dass es notwendig ist, die erlangte Annahme des Gesetzes nicht abzumindern, wird schon Freude des Geistes bedeuten. Zu begreifen, wie sehr die Großen Planetengeister die Disziplin achten, wird schon Freude des Geistes bedeuten. Das feurige Wesen in sich selbst zu erkennen, wird bereits die Freude des Geistes sein. Doch die äußerst große Verantwortung dieses Wesens zu verstehen, wird Mut sein.
Ich bestätige, dass es für Uns keine größere Freude gibt, als zu sehen, wie ihr diese Eigenschaften des Geistes annehmt. Das feurige Bewusstsein ist bereits der feinste Chemismus; er bekundet sich am stärksten in den interplanetaren Räumen. Wo sich der physische Körper bereits erschöpft fühlt, beginnt der feurige Atem. Deshalb werden die Wesenheiten in zwei Typen eingeteilt - die einen gedeihen in den Tiefen der niederen Schichten, die anderen sind zu den Gipfeln bestrebt.
3. Feuriges Heilen durch ferne Ströme ist unverkennbar, aber die Menschen werden dies dennoch zu leugnen suchen. Die gröbste Form der Elektrizität wird angenommen, doch die Strome höchster Spannung werden belächelt. Jedoch nützliche Menschen haben diese wohltuenden Schwingungen öfter als einmal fühlen können. Die seit langem aufgezeigten Rhythmen verbrauchen sicherlich nicht viele andere Schwingungen, angefangen vom stark wirkenden bis zum feinsten Erbeben.
Ich möchte nun auf einen sehr wichtigen Umstand hinweisen. Beim Aufprall dieser kosmischen Ströme hat sogar der menschliche Wille große Bedeutung. Wer diese Ströme nicht aufnehmen will, der wird nur eine sehr mäßige Einwirkung erfahren, aber bereitwillige Aufnahme wird eine sehr schnelle Wirkung auslösen. Natürlich kann es auch einen dritten Umstand geben; wenn die Verbindung mit der Hierarchie stark und bewusst ist, dann werden sowohl der Sender als auch der Empfänger die denkbar beste Wirkung erzielen. Nicht ohne Grund habe Ich eure Aufmerksamkeit auf diese sich gegenseitig entlastende Energie gelenkt. Das wird Energie sparen helfen, und das ist besonders jetzt, wo es so viele Querströme gibt, wichtig.
Man kann sich leicht der Fälle erinnern, als unter der Einwirkung nützlicher Ströme der Empfänger immer wieder sagte: "Mein Bett wird stark erschüttert, sicherlich vom Erdbeben!" Durch solch leichtfertige Ablehnung schwächen die Menschen den Einfluss wirksamster Energien.
Möge das feurige Heilen die Menschen veranlassen, über jene nachzudenken, die Ihre besten Kräfte für das Wohl der Menschheit aufbieten.
4. In der Feurigen Welt gibt es keine Schatten. Es ist nicht schwierig, sich das vorzustellen, da dies bei entsprechender Anordnung der Lichtquellen sogar auf Erden möglich ist. Die Leuchtkraft aller Teile der Feurigen Welt erzeugt ein immerwährendes Strahlen. Auf diese Weise ist auch das Bewusstsein dauernd wach, denn hier gibt es keinen Schlaf. Solche Spannung kommt zustande, wenn das innere Feuer mit dem kosmischen völlig
übereinstimmt, und in voller Harmonie wird die Spannung nicht gespürt.
Es ist völlig richtig, die Sphärenmusik den Gesang des Feuers zu nennen. Sind die feurigen Schwingungen nicht harmonisch? Und wird dieses Klingen nicht von Strahlungen genährt? Auf diese Weise klingen auch wir, wenn wir Agni den "Hüter der Tore" nennen und die unbeschreibliche Verbindung verstehen. Man kann auch hier, wenn auch nur für einen Augenblick, klingen, dann schwinden alle irdischen Gewohnheiten. So muss man alle Funken der Feurigen Welt im Herzen bestätigen. Mögen die irdischen Gewohnheiten durch die Feurige Wahrheit ersetzt werden.
5. Lasst uns an die Legende vom "Ursprung der Berge" erinnern. Als der Planetare Schöpfer sich anschickte, die Erde zu formen, richtete Er Seine Aufmerksamkeit auf die Fruchtbarkeit der Ebenen, um die Menschen mit einem friedfertigen Ackerbau zu versorgen. Aber die Mutter der Welt sagte: "Wahrhaftig, die Menschen werden in den Ebenen Brot und Handel finden, doch wenn Gold die Ebenen verunreinigen wird, wohin sollen sich dann die Reinen im Geiste begeben, um Kraft zu sammeln? Man gebe ihnen entweder Schwingen oder Berge, um dem Gold entfliehen zu können." Und der Schöpfer antwortete: "Es ist zu früh, den Menschen Schwingen zu geben, sie würden Tod und Verderben bringen. Doch lasst uns ihnen Berge geben. Mögen einige auch Angst vor ihnen haben, für andere werden sie die Rettung sein." Auf diese Weise unterscheiden sich die Menschen in solche der Ebenen und in solche der Berge.
Man möge sich dieser Legenden, welche die Verseuchung des Planeten voraussagten, nun erinnern. In der Tat, warum erforschen die Menschen den Chemismus der Luft so wenig? Sogar mit irdischen Apparaten kann man die Verdichtung zerstörender Substanzen feststellen.
Gewiss, diese Ströme können nicht immer aufgespürt werden, genauso wie das Photographieren der Erscheinungen der Feinstofflichen Welt nicht immer gelingen wird, aber mit Geduld kann vieles aufgezeichnet werden. Die Feurige Welt ist für irdische Beobachtungen nicht leicht zugänglich.
6. Lasst uns an die Legende vom "Ursprung des Blitzes" erinnern. Die Mutter der Welt sagte zum Schöpfer: "Wenn sich die Erde in dunkle Schleier der Bosheit hüllt, wie werden die heilsamen Tropfen der Seligkeit durchdringen?" Und der Schöpfer sagte: "Es mögen sich Feuerströme sammeln, welche die stärksten Schichten zu durchdringen vermögen." Die Mutter der Welt sagte: "Wahrhaftig, die Funken Deines Geistfeuers können Errettung bringen, aber wer sammelt und bewahrt sie zum nötigen Gebrauch?" Der Schöpfer antwortete: "Die Baume und die Kräuter werden Meine Funken bewahren, doch fallen die Blätter ab, dann mögen der Deodar und seine Schwestern das ganze Jahr hindurch ihre Feueraufspeicherungen bewahren." So widerspiegelt sich die Verbindung mit der Höheren Welt in verschiedenen Legenden. Überall wurde die Besorgtheit um die Menschheit und sämtliche Geschöpfe hervorgehoben. Die alten Priester haben ebenfalls über die gerechte Verteilung des schöpferischen Feuers gewacht.
Heute nimmt der Mensch Kreuzungen bei Früchten und Pflanzen vor, ohne richtige Überwachung; doch in langwierigen Experimenten sollte beobachtet werden, wie die feurige Substanz am besten bewahrt bleibt. Man darf in die Schöpferkraft der Natur nicht leichtfertig eingreifen. Die besten Ratschläge können von der Feurigen Welt gegeben werden, doch diese Segnungen sollte man suchen.
7. Jetzt seid ihr nicht mehr erstaunt, dass die Schlacht
so lange währt, denn die Bewusstseinserweiterung übersteigt die Grenzen des Wesens. Es wäre wirklich leichtfertig anzunehmen, dass Er, Der sich gegen das Licht auflehnte, ein Schwächling sei. Man muss verstehen, dass die Kräfte des Lichts nicht aus Schwäche davon Abstand nehmen, den Feind zu vernichten, sondern aus dem Wunsche heraus, das Gleichgewicht des Planeten nicht vorzeitig zu stören. Nur wenige können erkennen, dass die Macht des Schöpfers des Planeten physische Zustände in Betracht zieht. Doch man erkennt bereits, dass die harmonischen Schwingungen zerstört wurden und dass der Planet von Hitze- und Kälte-Konvulsionen erschüttert wird. Deshalb rate Ich zum Gleichgewicht des Geistes. Wo die Grundlage angegriffen wird, bedarf es besonderer Geistesgegenwärtigkeit
Sogar in volkstümlichen Büchern könnt ihr über die Klimaveränderungen und über die Veränderungen von Kontinenten und Strömen lesen. Möge es darin auch viele Ungenauigkeiten geben, die Wissenschaft der Himmelskörper jedoch ist genau. Man möge nicht denken die Prophezeiungen wären falsch, denn sie kommen aus der Feurigen Welt.
8. Agni Yoga erfordert besondere Findigkeit. Er kann nicht durch physische Übungen bekundet werden, wie dies in unterschiedlichem Grad bei anderen Yoga-Systemen geschieht. Man würde meinen, dass ein Naturelement wie Feuer den physischen Gesetzen nicht minder unterworfen sein sollte als andere Naturelemente. Aber das Wesen des Agni unterliegt feinstofflichsten Gesetzen, die sich physisch nicht in Worte kleiden lassen. Deshalb muss die ganze verfeinerte Findigkeit aufgewendet werden, um den feurigen Zeichen zu folgen. Auf diese Weise kann man wahrnehmen, dass von der Hierarchie oft feurige Zeichen gesandt werden, doch die Menschen versuchen gar nicht sie wahrzunehmen und anzuwenden. Das feurige Bündnis liegt selbst
dem menschlichen Leben zugrunde - Empfängnis, Geburt sowie alle Vorgänge unterliegen dem Agni und erwecken bei Offenbarung des Unnennbaren keine Verwunderung. Man kann um die mechanischen Bauwerke umherirren, aber Fortschritt in die Zukunft ist nur durch Erkenntnis von Agni möglich. Wenn ganze Kontinente sterben, wie können dann neue Wohnstätten ohne neue Energien gefunden werden? Das geistige Bewusstsein muss für große Umwälzungen vorbereitet werden - das ist am besten; doch wenn die Menschen von vergangenem schwarzem Hass erfüllt der letzten Trennlinie nahen, werden sie bloß Pulvermagazinen gleichen. So lasst uns findig über Agni nachdenken.
9. Es ist nicht unnütz, den Menschen aufzuzeigen wie nachlässig sie waren, nicht beständig an die Zukunft zu denken. Die Legende vom Gold1 wurde schon erwähnt; sie berichtet von der Zeit, in der der Gedanke an das Gold überhand nehmen wird sowie vom Nahen des Feuers - dem Gegensatz des Goldes. Die Menschen haben oft über die feurige Zerstörung des Planeten gelesen. Vor zweitausend Jahren wurde verkündet, dass Feuer die Erde verzehren wird. Und vor vielen Tausenden von Jahren warnten die Patriarchen die Menschheit vor der feurigen Gefahr. Die Wissenschaft hat es versäumt, vielen Anzeichen Beachtung zu schenken. Keiner ist gewillt, im planetaren Ausmaß zu denken. Daher sprechen Wir noch vor der Schreckenszeit. Man kann der letzten Stunde nicht mehr entrinnen. Es kann Hilfe gewährt werden, doch Hass wird kein Heiler sein.
10. Beachtet die so genannten Übergangszustände des Organismus. Der Zustand zwischen Schlaf und Wachsein bietet ein sehr bedeutsames Beobachtungsfeld. Man kann bemerken,
wie ins irdische Denken Fragmente eines Gedankens anderer Rangordnung eindringen; die Gegenstände scheinen zu schwingen, und die irdische Wahrnehmung ändert sich. Wenige lassen den Gedanken zu, dass diese andere Aufnahmefähigkeit das Denken der Feinstofflichen, ja sogar der Feurigen Welt ist. Da die offenbarte Welt schwindet, erwacht die Stimme der Feinstofflichen Welt. Bei verschiedenen Übergangszuständen können die Blitze der Höheren Welten wahrgenommen werden. Deshalb sollte man die besonderen Klänge aufmerksam beachten. Unter irdischen Bedingungen sollte man in diese Erscheinungen nicht eindringen, denn dafür ist in erster Linie Ausgeglichenheit wichtig, aber im Gefäß eines erweiterten Bewusstseins müssen Erscheinungen aller drei Welten Platz finden. Nur auf diese Weise werden wir zum Verstehen des feurigen Gedankens gelangen. Feuer als sichtbares Naturelement verhindert oft das Erkennen des feurigen Gedankens, aber die Erscheinung Agni ist kein Zündholz. Jedoch jede feurige Erscheinung widerspiegelt sich in erster Linie im Denkvorgang. Inzwischen wendet eure Aufmerksamkeit dem Ursprung des sichtbaren Feuers zu - die leuchtende Energie ballt sich und wirbelt, so dass man sogar in einer kleinen Flamme das Eindringen einer von außen kommenden Energie wahrnehmen kann. Den Augenblick des Verschmelzens des inneren mit dem äußeren Feuer könnte man als Widerschein der Schönheit bezeichnen.
11. Manche Blinde nehmen das Feuer anstatt durch Licht durch Klang wahr. Manche ziehen das Erkennen durch Klang dem durch Hitze vor. Nicht nur mit Blinden, sondern auch an Menschen mir verbundenen Augen können lehrreiche Experimente durchgeführt werden. Allerdings behindert eine Binde im Allgemeinen
die Empfänglichkeit, weshalb die Aussagen die Blinden überzeugender sein werden. Um so mehr, als sie ein feineres Gehör besitzen. Sie können sogar der Klang einer Kerzenflamme feststellen. Wir haben unsere Sinne insgesamt in vieler Hinsicht verfeinert, aber die physische Verkümmerung eines Sinnes schärft einen anderen. Die sehenden Menschen vernehmen den Gesang des Feuers im Ofen, im Lagerfeuer, in der Feuerbrunst - mit andern Worten in der gröbsten Erscheinungsform. Außerdem unterscheiden die Menschen selten den Klang des Feuers vom Knistern des Brennmaterials. Dennoch lässt sich der Klang des Feuers erkennen.
Chinesen versuchten, den Feuerklang mit Streichinstrumenten wiederzugeben. Der Herrscher des Feuers musste in seinem Tempel von Feuerklängen begleitet werden. Ebenso musste der Herrscher der Gewässer von kristallenen Instrumenten begleitet werden. Solch eine Verfeinerung ist jetzt natürlich verloren gegangen, aber sie zeugte von großer scharfsinniger Beobachtung der Klänge in der Natur. Es ist zweckmäßig, sich sogar jener Kulte zu erinnern, die auf feinsten Schwingungen beruhten. Wahrhaftig, nicht kalte Überlegungen, sondern das Beben des Herzens wird die feurige Verfeinerung näher bringen. Außerdem sollte nicht Feueranbetung, sondern die Ehrfurcht vor Agni, als der beginnenden Verbindung mit der Höheren Welt, die Grundlage sein.
12. Ihr versteht Unsere Anspannung, wenn die Äußerung des Verstandes einem tobenden Feuer gleicht, doch Unsere Feinde verlassen sich auf die Beschränkungen physischer Möglichkeiten. Deshalb muss man ihnen mit aller Geduld umso stärker entgegentreten. Wahrhaftig, es ist schwierig,
Heilige zu finden, die nicht von besonderen Krankheiten befallen waren. Sie konnten oft gar nicht verstehen, warum sie solche Schmerzen zu erdulden hatten, doch auf dem direkten Pfad kann die feurige Spannung nicht vermieden werden. Könnte es anders sein, wenn die Füße auf der Erde sind und der Kopf in der Feurigen Welt ist?
13. Man sollte nicht nur Unsere, sondern auch die schwarze Bruderschaft beachten. Es ist falsch, die Stärke der finsteren Kräfte zu unterschätzen. Sehr oft kommt ihr Sieg infolge solcher Sorglosigkeit zustande. Die Menschen sagen sehr oft "Sie sind es nicht wert, an sie zu denken". Aber man sollte an alles Bestehende denken. Wenn sich die Menschen vor Dieben und Mördern schützen, sollten sie sich um so eher die Meuchelmörder des Geistes abschirmen. Man sollte ihre Stärke richtig einschätzen, um ihnen besser entgegentreten zu können. Furchtlos besuchte Ur[usvati] die Finsteren. Sie sah viele verschiedener Grade, und in ihrer Kühnheit sprach sie zu ihnen. Es gibt in der Tat ein solches Maß an Mut, das sogar die Macht der Finsternis verstummen lässt. Freilich, man wird die Finsteren nie überzeugen können, doch man kann sie lahmen und beträchtlich schwächen. Deshalb ist es so wichtig, sich der Finsternis wirksam zu widersetzen. Aus totem Staub wird nur Staub geboren. Zur Reinigung des Heims werden verschiedene Besen gebraucht. Und findet man einen Skorpion im Haus, wird man ihn sofort entfernen.
Ur[usvati] besuchte eine ordentliche Sitzung der Finsteren, und solch eine Sitzung konnte für viele herkömmliche menschliche Versammlungen lehrreich sein. Ur[usvati] sprach mit Recht als Unsere Botin, und in einer solchen Bestätigung liegt eine große Macht. Man darf die Kraft nicht zurückhalten, wenn der Geist um seine Waffe weiß.
Die Finsteren diskutieren besonders dann heftig, wenn sie sehen, dass sich die Ereignisse nicht zu Gunsten ihres Herrschers gestalten. Die Kräfte des Lichts hindern sie daran, euch zu vernichten. Es scheint, als wäre es nicht schwierig, friedvolle Menschen zu vernichten, aber über allen finsteren Mitteln steht die Geistesmacht. Mit Recht sagte Ur[usvati] zu ihnen: "Ihr haltet Satan für unbesiegbar, doch vor euch allen zeuge ich für seine Niederlage." So möge man von den Absichten der Finsteren und Unserer Macht Kenntnis nehmen.
Aber jene, die glauben, dass Visionen und Träume von Verdauungsstörungen verursacht werden, können die wertvollsten Zeichen der Wirklichkeit leicht verschlafen. Nur jene, welche die Kräfte ihrer Gegner kennen, können Sieg erhoffen. Welcher Zucht und Einigkeit bedarf es, um solch mächtiger Versammlungen Herr zu werden! Man muss den ganzen geistigen Mut aufbringen, um kleine Dinge zu beseitigen und ihnen ein Ende zu setzen!
14. Zur Zeit, wo der eine seine Seele für das Wohl der Welt opfert, sitzt der andere auf dem Wasser. Während der eine sein Herz zur Rettung seiner Nächsten darbietet, tappt der andere zwischen den Phänomenen der Feinstofflichen Welt umher. Die Heiligen des Großen Dienstes sind frei von Psychismus, weil sie im Geiste ständig zur Hierarchie bestrebt sind und ihr Herz auf den Schmerz der Welt erklingt. Psychismus ist ein Fenster zur Feinstofflichen Welt, doch der Lehrer sagt dem Schüler: "Wende dich nicht so oft dem Fenster zu, schaue in das Buch des Lebens!"
Psychismus erweist sich oft als entkräftender Einfluss, doch der Große Dienst liegt im Gefühlswissen. Daher warnen wir vor Psychismus, vor dem Zurückblicken ohne entscheidendes Ziel für die Zukunft.
Die geistig schwachen Psychisten sind oft ein schmackhaftes Gericht für die Satanischen.
Wahrhaftig, im Großen Dienst liegt das Gefühl großer Verantwortung. Doch an diesen Kelch sollte man sich gewöhnen, weil es keinen kürzeren Weg gibt, als ihn zu leeren. Das Herz, das zur Hierarchie bestrebt ist, fühlt, wie notwendig und heilsam der Kelch des Opfers ist! Für manche ist er nur ein Gegenstand des Spottes und der Verdammung, doch für andere ist er ein kostbarer Schatz. Es ist Unser Wunsch, wahres Gefühlswissen zu entwickeln.
15. Nichts kann so sehr vom Pfad ablenken wie die Zurückweisung des Gefühlswissens. Aber der Einsatz des Gefühlswissens beginnt mit der Hingabe an die Hierarchie. Allein echte Hingabe wird einen daran hindern, das Gefühlswissen durch persönlichen Egoismus zu beflecken. Allein Hingabe wird lehren, die Weisungen des Lehrers nicht zu entstellen. Ich werde nicht müde über wahre Hingabe zu sprechen, weil die Menschen diesen Begriff oft durch grausamsten Fanatismus ersetzen. Deshalb erscheint die Feurige Welt als geboten.
16. Wie im Himmel, so auf Erden. Wahrhaftig, eine Seinsgrundlage durchdringt alles Bestehende. Gerade diese Grundlage sollte der Menschheit helfen die Hierarchie der Unbegrenztheit zu verstehen. Wer will es bezweifeln, dass in jedem irdischen Objekt ein Wille zum Ausdruck kommt? Ohne Wille kann ein irdisches Objekt weder geschaffen noch in Bewegung gesetzt werden. So ist es auf Erden und auch in der Höheren Welt. Wie der Bestand des Planeten als irdische Festung eines Willensimpulses bedarf, so ist es begreiflich, dass
ganze Systeme von Himmelskörpern seiner bedürfen. Solcher Wille wird weit eher vom erweiterten Bewusstsein begriffen. Aber sogar der durchschnittliche menschliche Wille kann als Beispiel des Mikrokosmos dienen. Man braucht keine weithergeholte besondere Berechnung anzustellen - nimmt man den menschlichen Willen in seiner höchsten Anspannung als Einheit an, dann lässt sich der Kraftimpuls des planetaren Willens ermessen. Man kann sich beim Berechnen des Willensimpulses eines ganzen Systems unzählige Ziffern stürzen. Solch eine Frage wäre eine Einführung in die Größe des Unnennbaren. Die Beachtung der Willenskraft ist sehr von Nutzen, wenn der Gedanke diese kosmische Energie in Bewegung setzt Die Wohnstätte des Agni ist die Esse Kosmischer Kraft. Man sollte sich bei der Berechnung der Größe nicht von den unzähligen Stellen überwältigen lassen. Zahlen sind lediglich ein Ausdruck dessen, was uns bewusst ist, doch das feurige Herz kann ohne Zahlen, dem angenommenen Pfad der Größe entlang, dem zustreben, wo das Wort nichtig ist.
17. Rhythmus ist der Vorfahr der Zusammenarbeit. Von Alters her erkannten die Menschen die Bedeutung rhythmischer Chorgesänge, musikalischer Bewegungen; auf diese Weise hat das Bewusstsein über die Triebkraft der Gemeinschaftsarbeit Wissen gespeichert. Die Menschen wussten seit langem, dass Rhythmus gemeinschaftliche Feuer entzündet und Reizbarkeit sowie Zwietracht verhindern hilft. Er bestätigt gleiche Bestrebungen, weshalb Musik vor Gemeinschaftsarbeit das Zeichen der Einigkeit ist. Es ist bedauerlich, dass der modernen Musik so oft der Rhythmus fehlt. Vielleicht dient sie dem Ursprung viele geistiger Geschwüre, doch die Frage der Harmonie ist ungewöhnlich schwierig.
Mangel an Rhythmus bedeutet Uneinigkeit; grober Rhythmus jedoch stumpft ab. So wird allein ein feuriges Bewusstsein nach Verfeinerung verlangen. Man kann über viele Dinge nachdenken, doch man wird immer auf das feurige Verstehen zurückkommen. Die Wohnstätte des Agni wird nicht vom Verstand erschlossen, sondern durch die Harmonie des Rhythmus. Genauso wie manchmal ein Gefäß nicht mit Gewalt geöffnet werden kann, sondern durch Rhythmus. Allein der echte Rhythmus bringt uns voran und bewahrt uns vor Verzögerung. Denn wir kennen das ganze nachteilige Ergebnis der Verzögerung, sowohl in der Bewegung als auch im Geiste. Es ist unzulässig, einen gestörten Rhythmus zu haben, zuweilen einen verzögerten und ein andermal einen beschleunigten. Auf diese Weise erfolgt ein ungeheurer und nutzloser Kräfteverschleiß. Wer im feurigen Rhythmus voranzuschreiten begann, wird nicht abgleiten. Gerade dieser Rhythmus rettet vor kummervollen Grübeleien und führt im Geiste voran; beschränken wir daher die Wirksamkeit des Rhythmus nicht allein auf äußere Bewegung, führen wir ihn ins geistige Leben ein.
18. Manchmal vernehmen die Menschen in sich ein Singen. Solch ein Gesang ist niemals disharmonisch. Man kann sich freuen, wenn solche Schwingungen sein Wesen anregen. Ihnen wohnt der Keim der Heldentat inne.
19. Die große Hitze hat nicht nur physische Ursachen, sondern rührt auch von einer chemischen Verdichtung her, die sich als Vorbote der Feurigen Epoche über dem Planeten sammelte. Die Menschen messen solchen Zeichen keine Bedeutung bei, und doch liegt es vor allem an ihnen, die Lage zu verbessern. Böses ist ein Verdichter des starken Chemismus. Die Menschen wollen es nicht glauben, dass ihr inneres Laboratorium kosmische Bedeutung hat. Sie grübeln
über viel Nutzloses, aber an ihre eigene Bedeutung und Verantwortlichkeit wollen sie nicht denken. Natürlich, die chemische Hitze ist bisher nur vorübergehend und wird von Kälte abgelöst. Man kann sich vorstellen, was sich die Menschen für das nächste Vierteljahrhundert bereiten! Es ist noch Zeit nachzudenken und die Atmosphäre wieder gesundzumachen.
20. Es gibt viele Gründe, warum die Menschen die Feinstoffliche Welt und die Ausstrahlungen des Lichts fürchten. Sie fühlen in ihrem innersten Wesen, dass in der Feinstofflichen Welt jede Absicht von einer sichtbaren Ausstrahlung begleitet ist, aber der Mensch selbst sieht seine eigene Ausstrahlung nicht. Wäre er von der Güte seiner Gedanken fest überzeugt, brauchte er nichts zu fürchten. Die meisten Gedankt jedoch sehr gewunden, und der Mensch irrt, infolge seiner irdischen Gewohnheit zu zweifeln, von den wahren Grundzügen des Denkens stark ab. Deshalb spreche Ich immer wieder von der Notwendigkeit des klaren Denkens. Man sollte von der Güte des eigenen Denkens so fest überzeugt sein, dass man sich nicht einen Augenblick durch sein eigenes Licht verwirren lässt. Das vom Herzen bestätigte, beharrliche Streben zum Guten vervielfacht die wunderschönen Lichter. Neben ihrer wesentlichen Eigenschaft bewirken diese Lichter eine Reinigung des Raumes. In der Feinstofflichen Welt rufen solch Wohltuende Strahlungen ein allumfassendes Lächeln hervor und tragen zur allgemeinen Freude bei. Festigt euch daher im Guten und denkt so, dass ihr euch vor niemandem schämen müsst. Betrachtet diese Worte nicht als eine Abstraktion. Die Feinstoffliche Welt bestätigt sie. Viele Bewohner der Feinstofflichen Welt bedauern es, dass ihnen auf der Erden niemand von diesen unsichtbaren Ausstrahlungen, die so schön sein sollen, erzählt hat.
21. Viele möchten belehrt werden, wie sie sich beim Übergang in die Feinstoffliche Welt verhalten sollen, doch sie wissen nicht, wie sie fragen sollen, ohne sich lächerlich zu machen. Doch die Schriften mögen in die ganze Welt hinausgehen; man möge sie lesen, wenn auch insgeheim. Mögen sie des Tags verlacht und des Nachts gelesen werden. Man kann diese Irrtümer verzeihen, denn niemand hat diesen Menschen eine einfache Formel mit auf den Weg gegeben. Manche erschreckten sie, andere schläferten ihr Bewusstsein ein, andere führten sie von der Wahrheit weg, doch niemand zeigte ihnen den schönen Übergang zu den Gipfeln des Daseins. Wir wollen nicht tadeln, aber gerade in letzter Zeit gab es besonders viel Verwirrung in der Welt. Freilich, die Tatsache des Vorhandenseins der Feinstofflichen Welt hat sich im Bewusstsein etwas gestärkt, aber dennoch wissen die Menschen mit diesen Fakten nichts anzufangen, oder sie mit den Lebensgewohnheiten in Einklang zu bringen. Sie versuchen, an dem, was sich laut verkündet, schweigend vorbeizugehen.
So lasst uns sowohl am Morgen als auch am Abend mit dem Gedanken an den Übergang in die Schöne Welt vertraut werden. Möge sie schön sein für uns.
22 Radsch-Agni - so wird das Feuer genannt, das ihr Begeisterung nennt. Es ist wirklich ein den ganzen umgebenden Raum reinigendes, herrliches und mächtiges Feuer. Von diesem Feuer wird der aufbauende Gedanke genährt. Im silbernen Licht des Feuers Radsch-Agni wachst der Gedanke des Großmuts. Aus derselben Quelle fließt die Hilfe für den Nächsten. Die mit Radsch-Agni strahlenden Schwingen kennen keine Grenze, keine Beschränkung. Glaubt nicht, dieses Feuer könnte in einem bösen Herzen entfacht werden. Man muss in sich die Fähigkeit entfalten, die Quelle solchen Entzückens ins Leben zu rufen. Zuerst
muss man in sich die Gewissheit erlangen, dass sich das Herz dein Großen Dienst darbietet. Dann sollte man bedenken, dass der Ruhm des Schaffens nicht einem selbst, sondern der Hierarchie des Lichts gebührt. Dann kann man durch die Unbegrenztheit der Hierarchie erhoben werden und sich in der für alle Welten nötigen heldenhaften Errungenschaft selbst behaupten. Auf diese Weise wird Radsch-Agni nicht für einen selbst, sondern im Großen Dienst entfacht. Begreift, dass die Feurige Welt ohne dieses Feuer nicht bestehen kann.
23. Bei den Flügen in die Flughöhe ergeben sich viele Experimente. Vielleicht fühlen die Forscher in der Tiefe ihrer Seele, dass die großen Höhen sehr wichtige Aufklärung geben können. Jedoch außer mit physikalischen Instrumenten müssen sie sich auch mit psychischer Energie ausstatten; nur dann erden solche Experimente wirklich eine neue Vorstellung bieten. Die Erforscher der Höhen und Tiefen müssen psychisch gerüstet sein. Nur bei solcher Kombination wird auch die Arbeit von der physischen Seite her besondere Bedeutung erlangen.
24. Ihr tut gut daran, es den Menschen zu überlassen, sich zu entscheiden. Man kann eine nutzvolle Richtung aufzeigen, doch jedweder Zwang ist schon gesetzwidrig. Vor allem sollte man die Feuer nicht gewaltsam entfachen. Die Feurige Welt kann nur über das eigene Herz erreicht werden. Niemand wurde je gewaltsam in das Feurige Reich geführt. Die Menschen erkennen oft die Grenze der Gewalttätigkeit nicht. Manche neigen zur Gewalt, andere suchen sie - beides widerspricht dem Wesen des Feuers.
25. Beachtet die Verdichtung der Atmosphäre. Ungewöhnlich sind diese niederen dichten Schichten. Wirklich die Planetenkruste
ist im Absterben - der segensreichen Einflüsse beraubt. Man muss sich beeilen, einen neuen, reinen Zustand einzuleiten.
26. Man kann verschiedene, ihrem Wesen nach unterschiedliche Typen von Menschen beobachten. Die einen denken nicht an die Zukunft, sie erfüllen gleichsam durchaus in diesem irdischen Leben ihren Zweck. Andere streben mit ihrem ganzen Geiste voran; für sie bedeutet irdisches Leben kein Ende. Mögen sie auch nicht sehr verfeinert sein, so fühlen diese Menschen mit dem Herzen, dass alles vor ihnen liegt. Befasst euch mit den letzteren, denn ungeachtet ihrer Fehler sind sie dennoch in die Zukunft bestrebt und gehören so schon der Wahrheit an. Ihr wisst, dass Agni in den Herzen jener lebt, die die Zukunft lieben. Wenngleich sich ihr Agni noch nicht bekundet, ist sein Potential unerschöpflich. Ebenso betrachtet mitleidig jene Menschen als krank, die die Zukunft nicht kennen. Und wirklich, ihre Aura wird nicht leuchten, denn sie ist der Strahlung der Materia Lucida beraubt. Viele Menschen haben sich solch eine Beschränkung geschaffen, dass sie sich nicht einmal durch ihre stumpfe Nervensubstanz offenbaren können. Wie Imperil die Regung der feurigen Substanz hemmt, so trübt beschränktes Denken die kostbare Substanz. Diese Krankheiten kann man durch hypnotische Suggestion heilen.
27. Wie gezeigt wurde, lassen sich auch Pflanzen beeinflussen, aber dafür muss man große Geduld aufbringen, weil jeder atmosphärische Strom die Übertragung der feurigen Energie beeinträchtigen kann. Aber könnte meinen, dass der kosmische Chemismus den menschlichen Organismus nicht beeinflusst?!
Denn es wurde richtig bemerkt, dass sich unter dem Druck kosmischer Ströme sogar der Duft der Blumen verändern kann. Seid nicht erstaunt, dass die ganze Natur darauf anspricht, was der Mensch nicht wahrhaben will. Die Bewusstseinsverfeinerung hängt in erster Linie von der Beobachtung der Umwelt ab.
28. Salamander haben als Wesen des niederen Feuers keine helle [Farben]. Als Ich euch einen Salamander zeigte, wollte Ich euch eine Vorstellung von den Kreaturen der feurigen Tiefen vermitteln. Ich habe euch bereits die unterirdischen und unterseeischen Wesen gezeigt, aber man muss auch über den Umfang des Feuers unterrichtet sein. Man kann die ganze Verschiedenartigkeit der Feurigen Wesen besser verstehen, wenn man nicht nur die Höchsten, sondern auch die tiefsten wahrgenommen hat.
29. Gewiss, die Milz kann operiert werden. Der Organismus kann physisch eine Zeitlang sogar ohne sie existieren, doch das wird bloß eine physische Lösung sein. Bis jetzt haben sich die Menschen nicht um die Auswirkungen auf den feinstofflichen Körper gekümmert. Indes sollte das Organ, das mit dem feinstofflichen Körper verbunden ist, sehr geschont, aber nicht zerstört Werden. Das gleiche gilt für die Entfernung des Blinddarms; der Mensch kann ohne ihn nicht nur leben, sondern nimmt sogar an Gewicht zu, jedoch eine der Hauptfunktionen der psychischen Energie ist gestört. Der Blinddarm nimmt die psychischen Elemente der Speisen auf. Mancher mag sogar ohne solche Naturelemente leben, aber warum den Organismus solcher Helfer berauben? Alle physischen Operationen am Herzen zeigen, wie sehr die Ärzte den psychischen Aufgaben fern stehen. Deshalb sollten dringend alle
physischen Operationen vermieden werden, wenn dabei nicht die für den feinstofflichen Körper notwendigen Bedingungen beachtet werden. Unvermeidbare Operationen sollten von entsprechenden Suggestionen begleitet sein, damit die Teile des feinstofflichen Körpers die Lage einnehmen können. Man sollte sich mit dem feinstofflichen Körper in Verbindung setzen. Hat der Gedanke zufolge Suggestion den feurigen Selbstschutz gestärkt, dann können viele üble Folgen vermieden werden. Eines solchen Selbstschutzes bedarf es vor allem gegen Infektionen. Gelänge es, während der Operation die erforderlichen Vorgänge zu suggerieren, würde die Hilfe des feinstofflichen Körpers zum erwünschten Resultat erheblich beitragen. Solche Suggestionen können alle Funktionen des Organismus regeln, aber ohne diese Unterstützung ist es traurig zu sehen, wie die feinstofflichen Körper verstümmelt werden.
Ein Chirurg im alten China bewirkte vor der Operation gewöhnlich den Austritt des feinstofflichen Körpers der Patienten und befahl ihm nachher durch Suggestion, sich dem neuen Organ anzupassen. Daher sollte man nicht nur die physischen Bedingungen in Betracht ziehen.
30. Manche Menschen könnten meinen, die Herrscher hätten es leicht, wenn Sie die Grenzen irdischer Lasten überschritten haben! Doch wer das sagt, kennt das Ausmaß der Wirklichkeit nicht. Wie auf Erden, so im Himmel. Den irdischen Lasten entronnen stellen sich unvergleichliche kosmische Sorgen ein. Wahrhaftig, wenn es auf Erden schwer ist, so ist es im Himmel umso schwerer Abgesehen von den Augenblicken im Dewachan, wo Illusion die morgige Arbeit verbergen kann. Aber das Wirken inmitten des Chaos kann nicht leicht sein. Ihr leidet durch die Finsternis und das Chaos. An allen Stätten ist es
von vielen Arten der Finsternis und des gleichen Chaos her gleich schwer. Doch ihr fühlt glücklicherweise nur die Angriffe des Chaos und seht nicht seine düsteren Regungen. Wahrhaftig, für die Menschen ist es infolge ihrer Unwissenheit und ihrer sklavischen Unterwürfigkeit der Finsternis gegenüber schwierig. Aber weit schwieriger ist es, wenn man sieht, wie sich die bewegende Masse der Materie in Chaos verwandelt. Wenn das zerstörende unterirdische Feuer die Erdkruste vorzeitig zu durchbrechen sucht oder Gasschichten den Raum vergiften, dann übersteigt die Schwierigkeit jedwede irdische Vorstellung. Keine Lasten, sondern allein Gegenüberstellung helfen jetzt, über die Schwierigkeiten zu sprechen. Denn Unwissende meinen, dass Hymnen und Harfen das Los der Himmelsbewohner wären. Solcher Irrtum muss zerstreut werden. Nirgends gibt es Hinweise darauf, dass es nur auf Erden schwierig ist; zum Vergleich muss gesagt werden: Wird hier jemand von Teufeln belästigt, so wird der Erzengel vom Satan selbst bedroht. Auf diese Weise müssen Tätigkeit sowie die immerwährende Schlacht mit dem Chaos verstanden werden. Man muss das als den einzigen Pfad erkennen und wachsen, um ihn als das Zeichen des Vertrauens des Schöpfers lieb zu gewinnen.
31. Man muss sich an die Tatsache gewöhnen, dass jede Unserer Botschaften etwas Unerlässliches vermittelt. Sei es ein Wort oder ein Buchstabe des Alphabets; doch wird es vermittelt, so bedeutet das, dass es notwendig ist. Die Menschen selbst sprechen einen Befehl oft mit einem einzigen Wort aus, oft aber verbinden sie ihn mit etwas Dauerhaftem. Auf diese Weise ist es auch vom Wachturm aus nur möglich, einen Buchstaben zu übermitteln. Die volle Bedeutung gibt es nur in Unseren Telegrammen.
32. Der Wirbelwind entsteht nicht erst, wenn er bereits tobt. Wir nehmen den Blitz wahr, wenn seine Spannung entsteht. Auf diese Weise fühlen Wir die Entstehung der Wirbelwinde.
Mögen sie an jenen, die sie nicht wahrnehmen sollen, unbemerkt vorbeiziehen. Möge der Lauf des Schicksals auch wie ein unterirdischer Strom sein, jedoch nicht alle nahe liegenden Fälle ziehen ohne Folgen vorbei. Möge das Vorherbestimmte sich gestalten.
33. Man muss verstehen, geistige Menschen zu ermutigen. Gewiss, sie vollbringen heroische Taten nicht aufgrund von Ermutigung, aber sie bedürfen dennoch der Gewähr über ihre geistige Richtung. Jeder Regent muss nicht allein die Kraft des Tadels kennen, er muss auch das Wohl der Ermutigung verstehen. Letzteres ist schwieriger, aber welcher Segnung geht davon aus, wenn der Regent weiß, was jeder für das Erblühen seines Lotos benötigt. Es mag viele Einsiedler geben, aber ihre segensreiche Anspannung wird das Höchstmaß an Energie nicht erreichen, wenn die umgebenden Kräfte feinselig sind. Deshalb muss das Herz im Streben gestärkt werden, um das Allerbeste zu erkennen.
34. Eine Mutter sprach mit ihrem Sohn zuweilen über die Bedeutung der Höchsten Seligkeit und der ewigen Verbindung mit den Höheren Kräften. Eines Tages beobachtete der Junge sehr aufmerksam auf dem Fensterbrett einen kleinen Vogel und flüsterte seiner Mutter zu: "Er wacht darüber, dass ich nichts Böses sage." So kann der Gedanke über die erhabene Verbindung aufkommen.
35. Für einen Gelehrten besteht kein Grund zu meinen, dass die von den Fingerspitzen ausstrahlende Substanz bloß giftig wäre. Es kommt ganz auf den Geisteszustand an. Das Imperil eines nervösen Beobachters liefert allerdings giftige Ablagerungen, wenn er dem Geisteszustand seines Organismus keine Beachtung schenk. Die Fähigkeit, die unterschiedlichen Nervenzustände
zu erkennen, wird den Wissenschaftlern eine unvergleichliche Möglichkeit bieten. Denn sogar die Lichtausstrahlung der Fingerspitzen variiert. Und jede Lichtausstrahlung beruht auf Chemismus.
36. Nach einem neuen Kataklysmus wird die Menschheit den Pfad der Zusammenarbeit betreten. Doch man sich vorstellen, was zwei feindliche Nachbarn durchstehen müssen, bevor sie darangehen, an gegenseitigen Nutzen zu denken. Die Bedrückung des einen bereitet dem anderen nur Freude. Das heißt, dass beide leiden müssen. Die List der finsteren Kräfte wird den besonders Schlauen helfen sich zu schützen. Die Offenbarung der Gerechtigkeit ist sehr schwierig, wenn die Motive nicht in Betracht gezogen werden.
37. Die nächtliche Erscheinung hatte zweierlei Bedeutung. Erstens zeigte sie, inwieweit Gedanken in der Feinstofflichen Welt in Erfüllung gehen, wenn sich das Bewusstsein erweitert. So rief der Gedanke an eine Zunahme der Größe augenblicklich das Wachstum des feinstofflichen Körpers hervor. Aber dem physischen Körper ist das wenig zuträglich, weshalb es erforderlich war einzuwirken, um den feinstofflichen Körper anzupassen. Solche Einwirkung kommt selten vor, und ebenso selten ist solch eine Erscheinung des feinstofflichen Körpers, weshalb darüber berichtet werden sollte. Es veranschaulicht, wie Gedanken in der Feinstofflichen Welt verwirklicht werden. Im irdischen Zustand ist die Gedankenschaffenskraft der Feinstofflichen Welt schwierig zu erkennen, aber bei einem bestimmten Entwicklungsgrad ist die Wahrnehmung und sogar die Übermittlung des feinstofflichen Bewusstseins ins physische Gehirn möglich. Bei solch einem Vorgang müssen bestimmte Zentren berührt werden, gleichsam als würde solch eine Massage die zwei Körper wieder gleichschalten.
Man kann gelegentlich viele bedeutsame Erscheinungen beobachten. Natürlicherweise ergibt sich bei der Rückkehr des feinstofflichen
Körpers ein gewisses Ausatmen. Ihrem Grad entsprechend lässt sich auf die Eile der Rückkehr des feinstofflichen Körpers schließen. Ein starkes Ausatmen weist darauf hin, dass es ein eiliger Flug war, aber solche Eile bringt meist Erschöpfung mit sich.
Ihr habt auch die Auswirkungen der Verbesserungen der Ströme richtig bemerkt; doch sogar solche Beobachtungen sind nur einem feinen Bewusstsein zugänglich. Dafür, dass man den höheren Strom nicht bemerkt, kann man keine Erklärung abgeben, doch das entwickelte Bewusstsein wird in so einem Fall Dankbarkeit in den Raum senden. Wahrhaftig, jeder Ausdruck des Dankes hat eine große Wirkung! Die Menschen müssen dieses Gesetz als lebendige Verbindung mit den Höheren Welten annehmen.
38. Jede Botschaft muss nicht nur wohltätig, sondern auch anziehend sein. Man kann beobachten, dass viele junge Leute nicht in die Fußtapfen ihrer Väter und Mütter treten. Neben karmischen Gründen kann man bemerken, dass die Tätigkeiten der Erwachsenen nicht anziehend wirken. Das gleiche lässt sich in Bezug auf Religionsformen beobachten. Religion, als die Verbindung mit der Höheren Welt, muss sich vor allem anziehend gestalten. Furcht wirkt nicht anziehend. Gewalt stößt ab, doch das wahre Verstehen der Höheren Welt muss Anziehungskraft bekunden. Man kann sich in allem über das Höchste freuen. Sogar der Schwachsinnige wird sich vom Höchsten nicht abwenden. Um das Höchste zu trüben, muss eine Reihe abstoßender Taten begangen werden. Wer diese Abscheulichen auch sein mögen, sie sind auf jeden Fall Gotteslästerer. Sobald sie das Herrliche besudeln, sind sie Diener der Finsternis.
Die Antwort liegt weder in Dogmen noch in Symbolen - man kann die herrlichsten Zeichen entehren. Wie soll man dann jene nennen, welche die Kleinen von der Wohnstätte Gottes hinweglocken? Verführer und Kerkermeister sind beide, die das Gebet zum Höchsten missachten. Wurde jemals gesagt, dass man mit seinen Eltern nur mit deren eigenen Worten sprechen soll? So ist es auch im Gebet zum Höchsten - wer kann sein Herz zwingen, es mit fremden Worten zu lobpreisen? Wer Gebete, Hymnen und Lieder verfasst, singt mit dem eigenen Herzen. Man kann den Geist nicht daran hindern, mit eigenen Schwingen aufzusteigen. Wohin und wie werden jene ohne Flügel fliegen? Und wird jener, der auch nur die kleinste Feder abbricht, nicht dafür die Verantwortung tragen? Wenn es eines Gesanges bedarf, so ist es der Gesang des Herzens, und in diesem Gesang wird das ganze Schaffen erklingen. Jeder Gegenstand wird in den Lobgesang zum Höchsten einstimmen. Wer seinem Nächsten hilft, einen noch anziehenderen Lobgesang anzustimmen, wird ein Schöpfer des Guten sein. Kein Dogma kann verbieten, mit dem Höchsten Aussprache zu halten. Je schöner diese geführt wird, desto näher wird Er uns sein. Doch wenn man der Hilfe bedarf, genügt der Ruf - "Hilf"! Aber selbst dieses einfache Wort braucht Anziehungskraft.
Fanatikern, von denen ihr schon viel gehört habt, fehlt gerade diese Anziehungskraft. Wie viel Finsternis und Abstoßendes haben sie schon gesät! Gibt es eine Sprache, in der man nicht beten kann? Das Gebet des Geistes findet Ausdruck in allen Sprachen, gleicherweise kann das Herz in der eigenen Sprache singen, wenn nur die Anziehungskraft erklingt.
39. Gewiss, ihr hört die Menschen
über die Nutzlosigkeit des Gebetes klagen. Sie sagen: "Wozu Einsiedler und Klöster, wenn die Welt im Unglück versinkt?" Jedoch niemand will daran denken, wohin die Welt ohne Gebet käme! Deshalb sollten alle Lästerungen über die Taten des Geistes eingestellt werden. Woher käme sonst das Gefühl der Verbundenheit mit dem Höchsten, wenn nicht vom Gebet? Mögen jene, die verurteilen, sich doch erinnern, ob ihre Herzen beim Ausdruck des Entzückens nicht erbebten? Der Ausdruck des Geistes führte an die Möglichkeit der Errungenschaft heran. Wahrhaftig, die Brücke zur Höchsten Welt sollte man hüten.
40. Außer der Energieentleerung gehören auch die Anzeichen des Entrückseins sowie Schwindelgefühle zu den Einwirkungen des Feuers. Ebenso sind neuralgische Epidemien und scheinbarer Rheumatismus nichts anders als Tätigkeiten der feurigen Zentren unter dem Druck des räumlichen Feuers. Die Menschen werden nicht so bald gewillt sein, diese Epidemien vom Standpunkt des Feuers aus zu erforschen. Im Allgemeinen lieben sie die Zergliederung, die Synthese hingegen fällt ihnen schwer. Jedoch es ist an der Zeit, die Aufmerksamkeit jenen Krankheiten zuzuwenden, die der Suggestion unterliegen. Man muss sich im Geiste jene Ursachen klar vor Augen führen, die körperliche Schmerzen bewirken, doch unter dem Einfluss der Suggestion schwindet. Warum sind physische Empfindungen psychischem Einfluss unterworfen? Wir werde feststellen, dass ein Naturelement der entscheidende Faktor ist, nämlich das Feuer, das sowohl den psychischen als auch den physischen Bereich durchdringt. Sogar die Meningitis2 reagiert auf Suggestion. Diese scheinbar unheilbare Krankheit weicht vor der Macht des Feuers. Suggestion ist vor allem eine feurige Konzentration. Ein Mensch, der solch eine feurige
Reaktion auslöst, ruft damit eine Spannung der kranken Organe hervor. Deshalb sollte die Macht der hypnotischen Suggestion stark entwickelt werden, doch sie muss unter staatlicher Kontrolle stehen - einer ähnlichen Kontrolle wie bei den ägyptischen Priestern, denen es gestatten war, Suggestion auszuführen. Doch bei den Tempelzusammenkünften mussten sie über ihre Tätigkeit in vollem Umfang Rechenschaft geben.
41. Manche Kinder haben die Gewohnheit, in Mußestunden Sachen zu zerschlagen. Manchmal ist es vielleicht ein gewöhnlicher Teller, ein anderes Mal, aus der gleichen Regung heraus, eine kostbare Schale. Man muss daher seine Gedanken dem Wichtigsten zuwenden und alles Kleinliche beiseite lassen. Die Absicht, Schaden zuzufügen, wenngleich einen geringen, ist schon verbrecherisch. Gegenwärtig, wo uns entscheidende Ereignisse bevorstehen, ist nicht die Zeit, uns mit unbedeutenden Dingen abzugeben. Man muss daran denken, dass die entscheidendste Zeit anbricht.
42. Es ist durchaus nicht leicht, sich der Zukunft zuzuwenden. Es klingt einfach, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und in die Zukunft zu schauen. Es ist beides, einfach und schön; doch wie werden wir die Freudenfeuer der Vergangenheit entzünden, und wo werden wir die die Zukunft erleuchtenden Feuer finden? Die Heldentat des Geistes wird eingeben, diese Grenzen und Maßstäbe zu finden. Wie aber kann die Heldentat in die Werktagszwänge eingeführt werden? Glücklicherweise ist jedes Herz ein für Heldentat offenes Behältnis. Zu allen Zeiten unterteilte sich die Bevölkerung in Siedler und Nomaden. Die Nomaden zogen, angetrieben von der Kraft des Suchens nach Errungenschaft, weiter; für sie gab es kein ständiger Platz. Aber die Zukunft ließ sie die Kraft nach Errungenschaft aufbringen. Dieses Herzenstreben ist in jedem menschlichen Leben eingelagert. Inmitten
der sich aus heroischer Errungenschaft ergebenden Eile muss die in die Zukunft führende Rastlosigkeit gefunden werden. Nur so kann man den Fesseln der Vergangenheit entkommen. Ich sagte euch bereits, dass man in der Feinstofflichen Welt Rückerinnerungen meiden soll. Sie gleichen Fesseln! Hingegen muss man sich schon hier das Streben in die Zukunft aneignen. Das besagt nicht, dass man die Vergangenheit nicht kennen sollte; gerade Wissen ist gesegnet, aber man darf nicht im Staub der Vorväter stecken bleiben. Schreiten wir zu den neuen Welten voran, ohne das Gedächtnis zu verlieren und uns zu beschränken. Die Freiheit des Bewusstseins lässt Helden erstehen. Zucht des Geistes stärkt den Weisen, und bloß der Unwissende versteht die Zukunft als neue Liegestatt. Am besten ist es, sich Bewegung und Flüge vorzustellen.
43. Wir können uns über den Übergang in die Höhere Welt freuen, und auch der Übergang der Gegenstände schöpferischer Kunst stellt solch eine Stufe dar. Auf diese Weise wird sogar solch eine Zerstörung in Nutzen verwandelt. Es gibt das Martyrium des Menschen und der Tiere und Pflanzen, und auch das Martyrium von Gegenständen. Der kürzeste Pfad des Martyriums ist überall sichtbar. Man kann diese Parallelen in allen Naturreichen beobachten. Der Pfad des Martyriums ist sowohl körperlich als auch geistig der kürzeste Pfad. Martyrium wird die "Feurige Brücke" genannt. Aber im Kampf müssen alle Möglichkeiten genutzt werden. Auf diese Weise nehmt ihr sowohl kleine als auch große Umstände wahr.
44. Ich lenke euch auch aus physischen Gründen in die Zukunft. Man darf nicht vergessen, dass in der Feinstofflichen Welt sowohl Hitze als auch Kälte empfunden werden können; doch beide Empfindungen sind normalerweise nicht notwendig, sie stammen aus den nicht ausgelebten mitgebrachten irdischen Teilchen.
Das Streben in die Zukunft ist die beste Befreiung von der irdischen Hülle. Auf diese Weise kann man von neuem überzeugt werden, dass der Gedanke rein physische Folgen mit sich bringt. In der Feinstofflichen Welt ist es natürlich unumgänglich, sich von den irdischen Gefühlen zu befreien. Empfindet man sie noch, so heißt das, dass irdische Teilchen den Aufstieg behindern. In der harmonischen Feinstofflichen Welt gibt es keine irdischen Gefühle. Einfach gesprochen, ihre Bewohner verschwenden ihre Energie nicht für die Empfindungen, die auch im irdischen Zustand so starkes Belasten verursachen. Man kann das Bewusstsein für die Befreiung von allerart unnötigen Überbleibseln vorbereiten. Denn auch auf Erden sagen die Menschen bei bestimmten Erinnerungen: "Hitze überkommt mich", oder "Kalte durchdringt mein Herz"! Wenn ein Gedanke auf Erden eine physische Sinnesempfindung auszulösen vermag, so erfolgt das in der Feinstofflichen Welt wahrhaftig in weit stärkerem Maße. Nur die Zukunft kann von der Last der Empfindungen befreien. Und es ist nicht sehr schwierig, sich das Denken an die Zukunft anzueignen, wenn das Streben zum Höchsten schon erwacht ist. Auf diese Weise nützt bei allen Taten das Verstehen der Zukunft. Die vielen Rückblicke, das Bedauern, Kränken sowie andere unnötige Dinge der Vergangenheit weisen den sich schon gebildeten Magnetismus der Zukunft bloß zurück. Der Magnetismus der Zukunft ist eine gewaltige Bewegungskraft und muss als absolute Wirklichkeit verstanden werden.
45. Der Aquarius-Zyklus3 wirkt tatsächlich schon, und zwar zugleich mit dem Ausklingen des Fischezeitalters. Der Beginn und das Ende der Zyklen verlaufen meist sehr allmählich, und auf diese Weise wird der sich harmonisch gestaltende Evolutionsprozess bestätigt.
Gäbe es zwischen diesen wesenseigenen besonderen Faktoren scharfe Grenzen, würden Zerstörung und Kataklysmen aufkommen. Und so hat der Aquarius schon eine beträchtliche Bewusstseinsverschiebung mit sich gebracht, doch eine Steigerung würde für den nötigen Aufbau einen vernichtenden Aufruhr auslösen. Sogar ein unvorbereitendes Auge kann den wechselnden Einfluss der Fische und des Aquarius bemerken. Aber die Menschheit, die in ihrem Bewusstsein davon absolut keine Kenntnis genommen hat, darf sich nicht auflehnen.
46. Die irdische Welt erweist sich ihrem Wesen nach als Gegensatz zur Feinstofflichen Welt, weil jeder chaotische Zustand den feinstofflichen Aufbau bedroht. Der gleiche Unterschied besteht zwischen der Feinstofflichen und der Feurigen Welt, da die Ablagerungen der ersteren nicht dem Wesen des Feuers entsprechen. Daher stößt jeder feurige Gedanke sowohl in der feinstofflichen als auch in der irdischen Welt auf Widerstand. Doch diesen Zustand kann man nur durch feurige Anspannung überwinden; denn das Feuer des Geistes verzehrt das Chaos und bewirkt seine Umwandlung. Wo sich der Verstand mit dem Chaos auseinanderzusetzen sucht, wird kein Feuer hingelenkt. Das Feuer des Herzens durchdringt das Chaos und verwandelt es in eine nutzvolle Substanz. Das Laboratorium des Herzens ist machtvoll, und selbst der Gedanke muss durch Feuer geläutert werden.
47. Auf die Anwendung der psychischen Energie wurde in verschiedenen Schulen unterschiedlich hingewiesen. Die einen schlugen vor, die Energie dauernd anzuspannen, während andere es vorzogen, diesen Strom zu unterbrechen, indem sie die Energie zur Untätigkeit zwangen. Ist
das Bewusstsein entwickelt, unterscheiden sich die zwei Methoden ihrem Wesen nach nicht voneinander. Bei einem gehobenen Bewusstseinszustand erhält die Energie dauernd Impulse, und wenn sie untätig zu sein scheint, ist sie bloß in die Tiefen des Bewusstseins untergetaucht. Solche scheinbaren Gegensätze werden bei der "Tätigkeit des Verstandes"4 offenbar. Die einen halten das Aussprechen bestimmter Worte für wesentlich, die anderen übertragen diese Gedankentätigkeit in den Rhythmus des Herzens. Beide Arten sind gleichermaßen nützlich, wenn der Geist schon erhaben ist. Bei der Erhebung des Geistes muss man auch auf die gleichmäßige Herzenswärme achten. Man muss Erschütterungen vermeiden, da sie unnötig und schädlich sind. Man kann die Gewissheit erlangen, dass das Herz im ständigen Dienst der Hierarchie steht. Das bringt das Herz nicht von der Verantwortung für die Alltagsfragen ab. Solch verwobene Gegensätze verändern den Rhythmus des Herzen nicht. Ich lenke die Aufmerksamkeit auch auf die Verhältnisse des Alltags, weil sich der Führer mit jedem Lebensspender befassen muss.
48. Manche könnten fragen, warum Ich von einem Führer und nicht von einem Herrscher spreche? Der Unterschied zwischen beiden ist gewaltig. Der Begriff Herrscher setzt das Vorhandensein sowie das Herrschen über bereits Bestehendes voraus; doch der Führer offenbart die Zukunft, in des Wortes genauer Bedeutung. Er hat nicht etwas bereits Aufgebautes in Empfang genommen; er führt, und jede seiner Taten drängt voran. Der Herrscher kennt das bereits Aufgebaute und Vollbrachte; doch der Führer sieht sich nicht dem was bereits bestätigt ist, gegenüber und muss das Volk zum Berg der Vervollkommnung führen. Wenn die Last des Herrschers groß ist, dann ist die Verantwortung des Führers noch größer; und deshalb errichten die Höchsten Mächte ihren Altar dort,
wo es Zeichen solcher Führerschaft gibt. Gerade der Führer muss zwischen Scheinheiligkeit und Aufrichtigkeit unterscheiden. Die Tugend des Herzens unterscheidet sich sehr von erzwungener Unterwürfigkeit. Der Führer besitzt die Kraft, diese Eigenschaft zu erkennen.
Viele haben darüber gelesen, wie David die Höchsten Mächte befragte. Er nahm Zuflucht zu dieser Quelle, um unnötige Irrtümer zu vermeiden. Es gibt viele solcher Beispiele in der Geschichte verschiedener Volker. Jeder kennt sie. Man braucht sich nicht in die alten Zeiten zu versetzen, diese Zeichen der Verbindung und des Großen Dienstes sind in jüngsten Ereignissen sichtbar. Aber wir wissen auch, dass es für die Hohe Verbindung eines reinen Herzens bedarf. An dieser Verbindung kann nichts Unreines teilnehmen, deshalb muss das Zeichen der Reinheit des Herzens das Symbol des Führers sein. Nicht nur in Taten, sondern auch in Gedanken bringt der Führer das Wohl des Volkes. Er weiß, dass er damit betraut wurde, einen vollen Kelch zu überbringen. Er weicht nicht durch nutzlose Irrwege von seinem Pfade ab, Er wird den anvertrauten Kelch nicht verschütten. Auf diese Weise ist der Begriff Führer ein Zeichen der Zukunft.
49. Das Lesen wertvoller Schriften ist von strahlenden Funken begleitet. Das Herz kann in der Freude des Geistes nicht schweigen. Diese Zeichen unterscheiden sich je nach Erfordernis.
50. Denkt daran, wie sehr die Menschen des Begriffs Führer bedürfen. Sie wünschen sich jemanden, der vor dem Höchsten für sie Bürge ist. Sie begreifen, dass man den Pfad nicht ohne Vermittlung finden kann, doch sie wissen, dass der Führer erscheint. Wenn ihn keine irdischen Erscheinungen zurückhalten, kann der Führer
nichts hindern. Das reine Streben des Führers kann vor der bestimmten Frist nicht zurückgehalten werden.
51. Es ist schon bekannt, dass ein Zittern des Schreckens eine Zusammenziehung der Hautnerven im Genick bewirkt. Doch die Menschen vergessen, dass die Nervensubstanz der Wirbelsäule zur Wiederherstellung des verwirrten Bewusstseins eine Art Pfeil aussendet. Man könnte glauben, dass das Zittern im Hinterkopf ein Ausdruck des Schreckens sei, indes ist es bloß ein schützender Pfeil.
52. Es gibt viele Krämpfe im Innern des Planeten. Der vulkanische Gürtel verschiebt sich beträchtlich. Wie Sonnenflecken irdisches Geschehen beeinflussen, so bewirken giftige Gase eine nicht geringe irdische Erschütterung. Die Menschen beachten die Wirkung von Erdbeben auf das menschliche Bewusstsein zu wenigen. In der Nähe von Erdbebenzentren erbebt nicht nur das Bewusstsein, sondern durch dieses Geschehen erfolgt auch eine starke Vergiftung des Raumes. Nur Unwissende können sagen - "Was habe ich mit den Gasen in Chile, oder in Sibirien zu tun?" Unwissende wollen nicht in weltweitem Maßstab denken, doch jeder, der bereits an die Feurige Welt denkt, versteht die Bedeutung unterirdischer Gase und jenseitiger Strahlen.
53. Ein unverletzlicher Panzer kann sowohl aus Metall als auch aus Seide bestehen, doch der beste Panzer ist der feurige. Kann der Führer auf dem bestimmten Weg ohne feurigen Panzer voranschreiten? Wie könnten dann alle Pfeile der Bosheit und die Schwerter des Hasses abgewehrt werden? Viele Führer fühlten sogar in ihrem irdischen Bewusstsein, dass sie der feurige Panzer beschützte. Ganze Bücher könnten über den Magnetismus des vorgesehenen Führers geschrieben werden. Man kann beobachten, dass
weder die äußere Erscheinung noch die Stimme, noch Reichtum die Menschen überzeugen, sondern etwas anderes. Schon öfter sprach Ich über das Feuer des Herzens. Gerade dieser Panzer ist ein Magnet, der anzieht und beschützt. Wie es heißt: "Ich will alle Pfeile in meinem Schild auffangen." Aber dieser Schild muss geschmiedet werden. Dieser Schild kann nur von Oben offenbar werden. Doch wie viele Gedanken und Gespräche müssen vorausgeschickt werden, damit die Verbindung hergestellt und der feurige Panzer geschmiedet wird! Man sollte weder einen Tag noch eine Stunde verlieren, um die Verbindung ins Leben zu rufen und währen zu lassen. Fälschlich denken die Menschen, die Wissenschaft schließe die Höhere Welt aus; sie kann irdische Bezeichnungen ändern, doch das Wesen der Grundlage bleibt die Dreieinigkeit. Umso mehr weiß der Führer, worin das Wesentliche besteht. Vielleicht wird er dieses Unaussprechliche Wort nicht verheißen, aber er wird es in seinem Herzen fühlen. Dieses Wort wird dem Führer helfen, die universelle Weltvorstellung nie zu verlieren, nur diese wird ihm willfährig den wunderbaren Panzer verleihen.
54. Flammarion5 wendet seine Gedanken dafür auf, den feinstofflichen Körper eines Planeten zu schaffen. Und ein Planetenkörper wird tatsächlich durch Gedanken geschaffen, aber die Entstehung des Planeten erfolgt nicht von der Feinstofflichen, sondern von der Feurigen Welt aus. Ist das Feurige Samenkorn gebildet, dann kann auch der Gedanke der Feinstofflichen Welt von Nutzen sein. Viele feurige Samenkörner wirbeln durch den Raum. Viele Himmelskörper sind in feinstofflicher Form schon vorhanden. Wahrhaftig, der Raum ist nicht nur angefüllt, sondern sogar überladen. Auf diese Weise ist die Vernichtung von Welten, die jede Sekunde vor sich geht, in Wirklichkeit bloß die Entstehung bereits gebildeter neuer Körper. Aber es ist wesentlich, zu begreifen, dass
dieses Keimen eines feurigen Gedankens bedarf. Seid zur Feurigen Welt bestrebt, um am höheren Schaffen teilzuhaben. Es ist ein Irrtum zu glauben, sie wäre unzugänglich. Genau genommen sollte jedes entwickelte Bewusstsein zur Schaffensfreude bestrebt sein. Dieses Streben ist an sich schon der Beginn der Mitarbeit. Wenngleich der Gedanke Flammarions kein vollendetes Ergebnis zeitigen kann, so ist dieser Gedanke dennoch unermesslich, edel und verdient es, dass er uns erfreut. Flammarion war stets bestrebt, seine Kenntnisse zu erweitern. Auf diese Weise erlangten selbst seine Fehler einen nützlichen Aspekt; außerdem ließ er seinen Geist nicht vertrocknen und konnte noch als junger Geist die Erde verlassen. Während einige in der Feinstofflichen Welt an Mord denken, träumt der Wissenschaftler von einer herrlichen Schöpfung.
55. Ein gegenteiliges Beispiel ist, wenn der Geist infolge Unverständnis der Lehre vertrocknete, dann kann man sagen: "Genug des Jammerns und Kränkens; ihr hattet genügend Zeit, euer Bewusstsein zu erweitern; ihr hättet die himmlischen Welten beobachten und die Quelle der Lehren begreifen können; statt dessen habt ihr lieber irdische Kränkungen mir euch herumgetragen. Was bedeutet euch die Lehre und die Weisheit der Zeitalter, wenn eure Gedanken, anstatt sich auszuweiten, in Beleidigtsein einschrumpfen? Niemand hat euch gekränkt, ihr selbst kränktet euch." Auf diese Weise häufen sich in der Feinstofflichen Welt kleinliche Gedanken. Man es nur bedauern, dass so viel Energie für Streit und gegenseitige Herabsetzung verschwendet wird. Aber sollte man fragen, inwieweit diese Gedanken der Feinstofflichen Welt chemisch schaden, kann man nur sagen, dass kleinliche, lieblose Gedanken giftige Gase erzeugen. Man darf nicht
an sich denken, denn wie sehr können die Menschen einander sogar in der Feinstofflichen Welt schaden. Aber liebevolle Gedanken und Streben nach Schönem helfen rasch voranzukommen.
56. Der Gedankenwille ist die einzige Grundlage alles Bestehenden, deshalb muss die Gedankenenergie sehr sorgfältig erforscht werden.
57. Ihr werdet Menschen begegnen, die sagen werden - hinweg mit Führern, hinweg mit Lehrern, hinweg mit Leitern! Seid gewiss, dass sie Parasiten sind, die sich von Aufruhr und Zerfall nähren. Falschheit und Unterdrückung sind dem Wesen der Parasiten eigen. Sie horten insgeheim Reichtümer und sind nicht abgeneigt, Luxus zu ernten. Danach sollte man alle erkennen: Jene, die von Natur aus Erbauer sind, und jene, die Zerstörer sind. So ist es recht, mit jenen u weilen, die die Freude der Arbeit kennen. Sie kennen auch die Führenden Mächte und verehren den Lehrer, denn ohne Natur ist auf Mitarbeit ausgerichtet.
58. Es geschehen wirklich Wunder, und es lohnt, ein Leben im Erkennen der Wunder zu führen. Viele bereite Verbindungen scheitern an stumpfen Verneinungen und schmachvoller Blindheit des Bewusstseins.
59. An Haupt- und Mittelschulen muss es für beide Geschlechter die gleiche Erziehung geben. Man kann einem Kind keine Spezialisierung zumuten, wenn es seine eigene Veranlagung noch nicht zu erkennen vermag. Erst an höheren Schulen sollten die Lehrpläne den Fähigkeiten der Studenten gemäß erstellt werden. Auf diese Weise kann man die Ausbildung der Kinder, die ihre eingelagerten Fähigkeiten noch nicht zum Ausdruck bringen können, ausrichten. Es ist wichtig, dass sich der Lehrplan dem Geschlecht nach nicht unterscheidet.
Dies allein wird ein äußerst schädliches Verhalten dem Geschlecht gegenüber beseitigen.
60. Aufgabe einer wahren Schule ist es, das Bewusstsein in die Zukunft zu lenken. Es scheinen nur wenige zu verstehen, dass das Ausrichten des Bewusstseins in die Zukunft der Bildung eines leitenden Magneten gleichkommt. Das erfolgt, wenn das Bewusstsein völlig in die Zukunft bestrebt ist. Man könnte meinen, dass viele zuweilen an die Zukunft denken, doch sie tauchen nachher wieder in die Vergangenheit unter. Man sollte nicht nur einzelne Gedanken auf die Zukunft richten, sondern das Bewusstseinswesen sollte auf den Schlüssel der Zukunft abgestimmt werden. Solch eine Umwandlung kann man nicht erzwingen; man kann sie nur erreichen, wenn man die Zukunft immer stärker lieb gewinnt. Aber nur wenige lieben die Zukunft. Das Land der Arbeitsfreude, der Vervollkommnung der Arbeitsqualität kann in die Zukunft verlegt werden. Pflicht des Führers ist es, das Volk in die Zukunft zu lenken.
61. In den Schulen muss die Denkkunst entwickelt werden. Jede Kunst bedarf der Übung. Ebenso muss Denken durch die Praxis gestärkt werden. Aber solches Vertiefen sollte weder mühsam noch langweilig sein, weshalb der Lehrer solch eines Lehrfaches wahrhaftig erleuchtet sein muss. In der Geschichte der Menschheit kann festgestellt werden, dass durch die Denkunfähigkeit das schrecklichste Elend aufkam. So gibt es viele Beispiele dafür, dass verkrampftes Denken und ungezügelte Gefühle ganze Völker in den Abgrund führten. Andererseits haben Denkträgheit und Geistschwäche angehäufte Möglichkeiten zunichte gemacht. Der Führer
muss selbst ein Beispiel ständiger Erweiterung des Denkens geben, um der Vorausschau nähe zu kommen. Natürlich resultiert Vorausschau aus der Verbindung mit der Hierarchie. Doch die Verbindung selbst erfordert wachsames Denken und klares Streben. Die Denkkunst sollte nicht als okkulte Konzentration verstanden werden. In der Denkkunst und in der Bewusstseinserweiterung liegt nichts Geheimnisvolles. Allein die erhabene Eigenschaft des Bewusstseins wird den Pfad des Denkers bestätigen. Und niemand wird sagen, dass der Denker von besonderer Art sei. Jedes Kind kann dem Denken zugewandt werden. Daher muss die Denkkunst als die Gesundheit des Volkes angesehen werden.
62. Die evolutionären Weltvorgänge müssen in den Schulen sehr anziehend dargestellt werden. Ein Vaterland ist das Ergebnis eines Weltprozesses und muss einen genau bestimmten Platz und Bedeutung einnehmen. Jedermann muss den wahren Wert seines Landes kennen, aber es darf kein in der Einöde wachsender Baum sein. Es muss mit vielen Nationen zusammenarbeiten. Auch der Glaube an die Höhere Gerechtigkeit ergibt sich aus der Kenntnis der Wirklichkeit. Mögen die Vorgänge in der Welt lebendige Interpreten finden. Man muss darum besorgt sein, dass diese großen Völkerpfade nicht aus Unwissenheit entstellt werden.
63. Jede Vereinigung kann sich nur auf gemeinschaftlicher Basis bilden. Elemente der Eroberung, der Unterdrückung oder Herabsetzung auch nur zuzulassen heißt, dass sich diese abscheulichen Schattenbilder früher oder später in zerstörende Ungeheuer verwandeln werden.
Deshalb kann in den Aufbau des Bollwerks kein Gewaltakt eingeführt werden. In der Zusammenarbeit kann die Macht der Freude gefunden werden; doch solch eine Zusammenarbeit bedarf der Denkkunst. Wer wird die Kräfte für produktive Arbeit spenden? Allein der, der fähig ist, den Nutzen der Zusammenarbeit zu erkennen Er muss sich diese gemeinsame Arbeit vorstellen können; doch wie ihr wisst, muss Vorstellungsvermögen gepflegt werden. Aufgabe jeder Schule ist es, gutfundiertes Vorstellungsvermögen zu erschließen.
64. Die Meinung, die Lymphe der Medien wäre eine mechanische Verbindung zur Astralwelt, stimmt. Aber auf Mechanik beschränkt, ist Medialität nie vor äußerem Einfluss geschützt. Ebenfalls richtig ist, dass die Kräfte der Finsternis ihre ganze Findigkeit aufbieten, um in irdischen Sphären zu verbleiben.
65. Sogar des Tags kann man ein Gefühl des Entrücktseins empfinden. Dieser Zustand sollte sehr aufmerksam beachtet werden. Er weist darauf hin, dass der feinstoffliche Körper für ferne Arbeit zum Teil ausgetreten ist. Es tritt Schwindelgefühl auf und Spannung im Zentrum der Glocke. Das ist darauf zurückzuführen, weil der feinstoffliche Körper nur zum Teil anwesend und dem besonderen Druck des feurigen Geisteskorns ausgesetzt ist. In diesem Zustand sollte man sich nicht anstrengen. Es ist nützlich, sich eine Zeitlang mit geschlossenen Augen ganz ruhig zu verhalten. Man kann dem tätigen feinstofflichen Körper auch gedanklich Ströme zusenden. Darüber hinaus sollte man sich weder mit Geographie noch mit der Ferne belasten, sondern sollte sich ganz gelassen dem feinstofflichen Körper widmen.
Wenn es viele dichte Ströme gibt, darf man sich nicht übermüden. Nicht allein schwere Ströme ermüden, sondern auch eine verstärkte Erfolgssendung kann belastend sein. Schläge auf die Aura können ganz verschiedene Ursachen haben. Nicht umsonst bestand bei den alten Priestern die Gewohnheit, das Herz mit der linken Hand zu bedecken - als Blitzableiter, weil die Finger die Schläge stark abwehren.
66. Man darf nicht meinen, die Klänge der fernen Welten wären etwas kaum Vorstellbares. Vor allem werden sie ertönen, weil der Strom Schwingung erzeugt. Man sollte sich an solche Klänge gewöhnen. Man kann begreifen, dass die so genannte Sphärenmusik ziemlich oft den Klängen der fernen Welten nahe kommt. Die Sphärenmusik ist jedenfalls schon eine Verbindung zwischen den Welten, denn diese Schwingung erreicht unverändert die entferntesten Planeten.
67. Man muss dem Ursprung verschiedener Epidemien Beachtung schenken. Das Auftreten dieser oder jener Epidemie widerspiegelt sich allgemein in bewussten Kräften. Die Vergiftung dringt tiefer ein als man denkt und regeneriert und schafft neue Mikroben. Sowohl physische als auch psychische Epidemien sind sehr schädlich. Viele Degenerationen ganzer Familien gehen von solch regenerierten Mikroben aus.
68. Überesst euch nicht, mit anderen Worten, seid vorsichtig mit Nahrungsmitteln. Krankheiten können sich besonders entwickeln, wenn es schwierige Ströme gibt. Man möge auch die Krankheiten der Pflanzen und Tiere beobachten und festhalten, wie schwierig sich ihre Heilung gestalten kann. Deshalb sollten nicht nur menschliche Krankheiten, sondern die Krankheiten der ganzen Welt die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler erregen.
69. Gewisse Insekten und Reptilien ziehen es vor, zugrunde zu gehen, lediglich um beißen und sich ihres Giftes entledigen zu können. Ähnlich sind die Diener der Finsternis bereit, die unangenehmsten Folgen auf sich zu nehmen, wenn sie nur gütiges Unheil stiften können. Man muss entschieden an diese Urheber des Übels denken, die sich für eine böse Tat oft sogar selbst nicht schonen. Viele Beispiele können aufgezeigt werden, wo unter dem Einfluss finsterer Kräfte eine geplante Schandtat ausgeführt worden ist, die dem Übeltäter selbst von keinem Nutzen sein konnte. Die Laster der Finsteren müssen ausgeführt werden. So findet man zum Beispiel in der Nähe bestimmter Plätze Leichen von Menschen und Tieren. Die Finsteren wissen, dass zur Anziehung der Kräfte der niederen Sphären Zersetzung notwendig ist, und sie ordnen daher solche Zentren der Verwirrung und des Zerfalls an. Aus diesem Grund habe Ich seit langem den Rat gegeben, im Hause weder faulendes Fleisch noch in Zersetzung übergehende Pflanzen, noch abgestandenes Wasser zu halten. Die Menschen achten selten auf solche Gefahren, die sogar von derzeitigen Ärzten bestätigt werden.
70. Man muss immer auf der Schwelle der Zukunft stehen. Der Mensch ist in jedem Augenblick neu. Man kann sich nicht in der Vergangenheit behaupten, weil sie nicht mehr besteht. Der Mensch kann die Vergangenheit kennen, aber wehe dem, der die Maßstäbe der Vergangenheit anwenden will. Vergangenheit und Zukunft sind unvereinbar. Die Weisheit der Erkenntnis neuer Verbindungen vereinigt die Vergangenheit mit der Zukunft. Es ist nicht leicht, beständig und mutig zu erkennen, dass jeder Augenblick die Welten erneuert; doch aus dieser Quelle wird
unerschöpflicher Mut geboren. Es kann eine Ratsversammlung weiser Menschen einberufen werden, doch wer im Geiste senil ist und sein Gesicht der Vergangenheit zuwendet, der möge fernbleiben. Das Licht der Zukunft ist das Licht der Hierarchie.
71 Bestechlichkeit muss mit allen Mitteln ausgemerzt werden, doch man kann sich nicht auf Strafmaßnahmen verlassen. Sie helfen wenig. In den Ethikstunden der Schulen muss der Gedanke gestärkt werden, dass Bestechlichkeit des Menschen unwürdig ist. Man sollte sehr streng darauf achten, wo solche Symptome von Bestechlichkeit auftreten. Nicht minder schändlich als Bestechlichkeit ist mangelndes Pflichtbewusstsein. Aber diese Übeltat wird so früh in sich aufgenommen, dass man sie schon von klein auf bekämpfen muss. Kinder mögen an die Arbeit der Erwachsenen gewöhnt werden. Die Arbeitsqualität wird das Pflichtbewusstsein wecken. Jedwede Nachlässigkeit, Vergesslichkeit und Ausflucht können nur im eigenen Herzen verurteilt werden.
72. Wahrhaftig, Mut wird durch die unlösbare Verbindung mit der Hierarchie geschaffen. Mut kann zwar im Geisteskorn verankert sein und sich aber nicht als Waffe des Lichts offenbaren. Doch versetzen wir uns im Bewusstsein völlig in den Bereich, wo es weder Furcht noch Bedrückung gibt, dann sind wir gegen jedweden Schmutz gefeit. Man sollte wissen, wo seine Stärke liegt und sollte sich beeilen, sie da ohne Ausflucht anzuwenden. So kann Mut gefestigt werden.
73. Infolge Bewusstseinsbeschränkung begehen die Menschen meist den Fehler anzunehmen, dass ein Gegenstand nur in einer Form bestehen kann. Deshalb können sie sich nicht vorstellen, dass die Menschen in alten Zeiten
mehrere Energien beherrschten, sie aber verschiedentlich nutzten. Die Menschen vergessen auch, dass sie bei einem Wohnungswechsel selbst viele Gegenstände zunichte machen. Auf diese Weise haben auch die weisen Lehrer Maßnahmen getroffen, vorübergehend das geheim zu halten, was vor gegebener Zeit nicht enthüllt werden kann. Könnten neu Endeckungen vor der bestimmten Zeit enthüllt werden? Durch solche willkürlichen Versuche könnten die ganzen Grundfesten erschüttert werden. Hat nicht die Hierarchie an allen Entdeckungen Anteil? Wisst ihr nicht, dass viele Entdeckungen als schädlich vernichtet wurden, weil sie unzeitgemäß waren? Die Führende Hand wacht über die Leitung der Möglichkeit für das Gute.
74. Seit langem weiß man, dass die Menschen persönlich oder in Gedanken miteinander bekannt werden können. Letztere Bestätigung ist auch gegenwärtig von Nutzen.
75. Übermäßig wüten Hitze und Feuer, uns daran erinnernd, dass vor Kriegen und Umwälzungen Feuersbrünste überhand nehmen.
76. Wahrhaftig, Luxus muss der neuen Aufbauordnung weichen, umso mehr als Luxus weder mit Schönheit noch mit Wissen verwandt ist. Doch gewunden sind die Grenzlinien des Luxus. Man kann sie nicht durch Gesetz festlegen. Jedwede Plattheit, als Begleiterscheinung des Luxus, muss völlig ausgemerzt werden.
77. Um in den Schulen das Erkennen der Schönheit anzuregen, sollte das Studium über die Schönheit des Lebens eingeführt werden. In diesem Lehrfach sind Geschichte der Kunst und der Wissenschaft zu unterrichten; es darf aber nicht allein Begriffe der Vergangenheit umfassen,
sondern muss auch Hinweise auf die derzeitigen Errungenschaften beinhalten. Der Lehrer dieses Faches muss wahrhaft erleuchtet sein, um die dem Keim der Unwissenheit innewohnende Blindgläubigkeit zu vermeiden.
78. Die Welt lebt im Mysterium, und das Höchste Mysterium ist unenthüllbar. Ähnlich gibt es in jeder Anspannung ein mysteriöses Element. Die Menschen fühlen in ihrem Herzen die Grenze dieses Mysteriums und wissen sie zu achten. Ein Mysterium darf man nicht ergründen, sondern man muss es achten. Darin liegt die Rechtfertigung der menschlichen Persönlichkeit.
79. Man kann davor warnen, dass jeder bewusste Kontakt mit den Kräften der Feinstofflichen Welt gefährlich sein kann. Sucht ein feinstoffliches Wesen bei einem Erdbewohner Belehrung, so sind die Absichten fraglich, denn in der Feinstofflichen Welt ist es leicht, erhabene Belehrung zu erhalten.
80. Jenen, die den Begriff Führer nicht annehmen können, wollen wir sagen: Jedes eurer Worte setzt das Vorrecht von etwas oder jemandem voraus. Ihr selbst merkt es gar nicht, dass eure sämtlichen Bestätigungen auf irgendeiner von jemandem festgestellten Entdeckung benähen. Es gibt keinen Menschen, der, ohne belehrt worden zu sein, vorangekommen wäre. Man darf in seinem Herzen nicht stolz werden. Das Verstehen der Hierarchie wird die Erscheinung des Führers erkennen helfen, der in Bezug auf die Höheren kein Führer, sondern ein Nachfolger ist. Unter dem Einfluss der Unwissenheit suchen die Menschen manchmal die Seile zu durchtrennen, doch jeder Seemann wird euch sagen, dass die Maste bersten, wenn die Elemente die menschlichen Kräfte überwältigen. Derselbe Seemann weiß, dass ohne Maste und Taue Seereise verhängnisvoll verläuft.
Das heißt, dass die Unausweichlichkeit der Hierarchie im ganzen Weltenall durch Erziehung bestätigt werden sollte.
81. Nahen großartige Ereignisse, sind unerhörte Spannungen unvermeidlich. Das Lenken und Koordinieren von Ereignissen ist infolge der Vergiftung bestimmter atmosphärischer Schichten außerordentlich schwierig. Manche Ereignisse reifen wie Früchte unter den senkenden Strahlen der Sonne, doch andere werden schimmlig wie bei feuchtem Wetter gelagerte Dinge. Denkt daran, dass man die Fristen nicht verschieben kann. Solche Gewalt kann kosmische Kataklysmen verursachen. Jeder muss seiner Fähigkeit gemäß wirken, den Großen Dienst im Auge behaltend.
82. Feurige Funken vom Feuerstein erinnern uns an die Funken der Anspannung. In den kritischen Augenblicken der Schlacht kann es viele funkenspühende Schläge geben. Wenn die Naheständen in die Schlacht hineingezogen werden, bekommen sie solche feurigen Ströme starker zu spüren als andere. Wenn Ich zur Vorsicht mahne, so heißt das, dass es starke Angriffe gibt, oder dass die Schlacht selbst angespannt ist. Die Angriffe wirken in erster Linie auf die entwickelten Zentren. Man kann solche Einwirkungen nicht vermeiden. Die Heiligen litten vor allem unter solchen Anspannungen. Doch das Schwierigste hat auch seine gute Möglichkeit. Gerade die Anspannung der Schlacht oder das Leiden unter Angriffen verfeinert die Zentren mehr als alles andere. Jeder, der im Großen Dienst voranschreitet, begrüßt diese Anspannung als Schwingen des Lichts. Man kann fühlen, dass der obere Teil der Wirbelsäule unter dem Druck ziemlich stöhnt; doch das kommt vom Tragen der irdischen Last - der Last des Atlas. Man möge
den Ärzten raten, den Zentren und dem Herzen mehr Aufmerksamkeil zu schenken.
83. Wer seinen Nächsten zur Feuertaufe aufruft, nimmt schon am Großen Dienst teil. Wer am Tragen des Kreuzes der Wahrheit Anteil nimmt, wird nicht schwach werden. Wer die Nöte der Welt versteht, hat seinen Aufstiegspfad verkürzt. Wer die Bedeutung des Herzens als Wohnstätte des Agni erkennt, ist schon auf dem wahren Pfad.
84. Der mündliche Befehl besteht im Leben nach wie vor, obgleich die Menschheit über Tausende Schriftsprachen verfugt. Dafür gibt es drei Gründe: Erstens, nicht immer kann der Befehl schriftlich übergeben werden; zweitens, die Menschen schenken den Schriftstücken wenig Beachtung, und drittens erfolgt die Offenbarung der Höchsten Bündnisse nie schriftlich - deshalb flüstern die Lippen von Herz zu Herz die Höchsten Gebote. Diese einfachen Überlegungen müssen festgehalten werden; denn wer nicht die Hierarchie kennt, der wird die Heiligkeit des Befehls nicht begreifen. Es bedarf vieler Belehrungen über die Naturgesetze, um die ganze Schönheit des Gesetzes der Anziehung, auf dem die Grundgesetze der Hierarchie beruhen, zu verstehen. Unwissende Menschen verstehen nicht, dass Sklaverei der Finsternis, Freiheit aber dem Licht innewohnt.
85. Wahrhaftig, die Achtung vor dem Geist wird zunehmen. Gottlosigkeit muss ausgerottet werden. Feststeht, dass es besser ist, auch nur Fragmente der Kenntnis der Hierarchie - wenn auch in konventioneller Form - festzuhalten, als in den Abgrund des Chaos gestützt zu werden. Als die Menschen von
der Unerreichbarkeit des Höchsten erfuhren, begannen sie, ganz allgemein alles Unsichtbare abzulehnen. Deshalb wird Gottlosigkeit, die offensichtlich den Aspekt des Satanismus angenommen hat, auf meinen Befehl hin verurteilt. Man kann solche Involution nicht länger dulden.
86. Viele Verbrecher werden sich unter Suggestion der Arbeit zuwenden. So wie Trunksucht und andere Laster, können andere verbrecherische Leiden durch einen Willensbefehl geheilt werden. Man darf auch nicht vergessen, dass viele Verbrechen unter dem Einfluss von Besessenheit begangen werden; folglich sollten solche Menschen geheilt und nicht bestraft werden. Bei solchen Behandlungen hat eine systematisch ansteigende Arbeit entschieden maßgebende Bedeutung; denn die Quälgeister hassen jede Arbeit. Sie suchen das Opfer ins Chaos zu stürzen, doch Arbeit ist schon eine Gegenmaßnahme. Man sollte sich nicht mit dem Gedanken quälen, woher die starken suggestiven Kräfte kommen werden. Es gibt ihrer viele, doch sie sind gespalten. Wenn das "Institut der Psychische Energie" errichtet sein wird, werden sich viele brauchbare Mitarbeiter finden. Man sollte nicht vergessen, dass zwecks Überprüfung von Daten ein Institut für Astrologie sehr nützlich wäre. Es ist nicht lange her, da schämten sich die Regierungen, sowohl den Himmelskörpern als auch menschlichen Kräften Beachtung zu schenken, doch die psychische Energie muss die Aufmerksamkeit aufgeklärter Menschen auf sich ziehen.
87 Die Menschen erinnern sich nicht ohne Grund an alte Prophezeiungen über Veränderungen des Firmaments. Die Störung des Gleichgewichts des Planeten kann sich tatsächlich in vielen dreifachen Erscheinungen auswirken. Nicht nur, dass neue Himmelskörper sichtbar werden können, sondern auch der ganz Chemismus
der Gestirne kann sich verändern, und dies wird sich schließlich auf die Erdbewohner stark auswirken. Auf diese Weise bereiten sich bedrohliche Ereignisse vor, während sich die Menschen ihrer Basare und Jahrmärkte erfreuen. Deshalb muss man unablässig über die Lebendige Ethik sprechen. Die Heilige Ethik wird in lächerliche Umgangsformen verwandelt und ist zu einem gedruckten Etikett geworden.
88. Die Wissenschaft über atmosphärische Einflüsse muss erheblichen Veränderungen untergezogen werden. In den gegenwärtigen Apparaten kann man unerklärliche Schwankungen bemerken, die den übrigen Anzeigen scheinbar nicht entsprechen. Solche Spuren astraler Wirbel wirken sich auf die Erde sehr bedeutend aus. Außerdem werden auf diese Weise die Beziehungen zur Feinstofflichen Welt bestätigt. In der Tat, unter den Spannungen der Feinstofflichen Welt können derartige Druckverhältnisse entstehen, dass ihr Widerhall sogar offenbarte Materie in Bewegung setzt. Solche Wellen widerspiegeln die Zentren Anzeichen großen Druckes erkennen ließen. Man muss dies mit der Einwirkung ferner Ereignisse in Beziehung bringen, die ebenfalls starke Schwingungsspannungen hervorrufen. Doch die astralen Wirbel werden noch weniger beachtet als Telepathie. Die Wissenschaftler wollen nicht zugeben, dass in ihren physischen Überlegungen ein Faktor der jenseitigen Welt Bedeutung haben könnte. Aber die Einwirkung solcher Wirbel gleicht manchmal fast einem Blitzschlag. Ich will die Tatsache nicht verhehlen, dass starke abkühlende Ströme angewendet werden müssen, um der Einwirkung
solcher Wirbel entgegenzuwirken. Wir stehen auf Wache und sind bereit, Strahlen zu senden, doch es gibt einen nie dagewesenen Druck der Ströme der Feinstofflichen Welt. Man kämpft mit den Kräften der Finsternis und man muss ein gutes Vorstellungsvermögen haben, um sich vom Ausmaß dieser Schlacht ein Bild zu machen.
89. Der Führer muss immer darauf bedacht sein, dass von ihm niemand bedrückende Ausstrahlungen empfängt. Doch solche Bedachtheit kann nur erreicht werden, wenn die Hingabe an die Hierarchie gegeben ist, wenn die Verbindung ins Herz eingedrungen ist. Solchen Ursprungs ist jener Großmut, der die schwierigsten Tore öffnet. Man muss das Bild des Hierarchen vor sich haben, um in allen Fällen eine Grundlage der Freundlichkeit zu finden. Man muss das Feurige Schwert des Erzengels kennen, um die Grenze der Gerechtigkeit zu erkennen. Wer kann sagen, wann sämtliche Maßnahmen des Großmuts erschöpft sind? Der Hierarch allein kann solch eine Entscheidung auf sich nehmen.
90. Man kann verantwortliche Stellungen nicht mit verbitterten Menschen besetzen. Gegen eine solche Eigenschaft muss man sich sorgsam verwahren, denn Verbitterung ist Beschrankung. Gewiss, bis zu einem bestimmten Grad können sowohl Beschränkung als auch Verbitterung geheilt werden. Beide Eigenschaften unterliegen der Suggestion, aber diese Umwandlung erfordert Zeit. Von Verbitterung geht schrecklicher Schaden aus. Sie wirkt als unüberwindliches Hindernis auf sämtliche Tätigkeiten eines von ihr befallenen Menschen ein.
91. Bei Annäherung an die Feurige Welt muss man durch die Macht des Geistes die Stufe der Abwehr der finsteren Kräfte durchschreiten. Ein aufsteigender Mensch fühlt
den Angriff der ungezügelten Naturelemente weit stärker. Ohne zu magischen Gewalten Zuflucht zu nehmen, muss er sich dem Angriff der Finsteren allein durch seinen Geist widersetzen. Von dieser Stufe wird in allen Lehren unter verschiedenen Bezeichnungen gesprochen. Man muss darauf gefasst sein, auf verschiedene listige Schliche zu stoßen, aber man sollte sich nicht Unwissende zum Beispiel nehmen und solchen unvermeidlichen Begegnungen auszuweichen suchen. Man kann daran erinnern, dass über allen Formeln die Macht des Geistes steht. Man braucht sich mit ihr nur über das Herz mit dem Hierarchen zu vereinen, um unverwundbar zu werden. Man darf nicht denken, dass man vom Hierarchen im Stich gelassen wird, doch es muss daran erinnert werden, dass geraten wird, von einer bestimmten Stufe an seine eigene Kraft aufzubieten. Auf diese Weise sollte man jedem Angriff mutig entgegentreten und sogar dem schrecklichsten nicht ausweichen. Denkt daran, dass jeder Ruckzug Hilflosigkeit bekundet. Sogar die jüngsten Neophyten wissen, dass man bei notwendigem Stellungswechsel angesichts des Feindes voranschreiten muss. Das ist keine Magie, sondern nur die Erkenntnis der Macht des Blickes.
92. Man sollte daran denken, dass das Neue Firmament sichtbar werden kann. Erst kürzlich erwähnte Ich, dass sich ein neuer Himmelskörper nähert, der aber noch nicht wahrgenommen Werden kann. Man darf nicht vergessen, dass die von der Menschheit ausgestrahlte Energie für die richtige Bewegung des Planeten erforderlich ist. Doch wird diese Energie vergiftet, schwächt sie das Schutznetz des Planeten und stört auf diese Weise das Gleichgewicht vieler Himmelskörper. Die Schwingungswellen ändern sich und der Planet verliert zum Teil seinen Selbstschutz. Damit ist die Menschheit selbst der Meister ihres Schicksals. Doch tritt die verderbliche
Periode der so genannten Gottlosigkeit ein, dann wird die in die höheren Schichten gesandte Energiemasse gewöhnlich zerstreut und zum Material für das braune Gas.
93. Die Menschheit will die Macht ihrer eigenen Strahlung nicht erkennen. Sie hält trübe fest am Ausspruch über Gottes Ebenbild, versteht aber nicht die Energieeinheit aller Welten. Die Bildung einer selbst schwachen Energievereinigung kann eine Schutzwaffe für den Planeten bieten.
94. Das Herz ist in seiner vollen Bedeutung ein Umwandler und Verdichter. Diese Vorgänge können oft so stark sein, dass menschliche Kraft nicht ausreicht, diese Anspannung zu zügeln und auszuhallen. Von alters her stammt das Gebet, in seinem Geiste Gott ergeben zu sein. Man sollte diese Ergebenheit des Geistes wirklich verstehen. Spürt ihr eine unerträgliche Herzensqual, übertragt sie gedanklich dem Herrscher. Auf diese Weise könnt ihr euch im Herzen mit der Unversiegbaren Quelle - der Hierarchie - vereinen. Solch ein Akt wird vor allem nötig sein, wenn es auf dem ganzen Planeten eine große Anspannung gibt. Man muss auf verschiedene Einwirkungen gefasst sein, sowohl auf kosmische als auch auf menschliche. Das Festhalten des Herzens an der Hierarchie ist ein immerwährender Vorgang, doch zur Zeit weisen Wir auf besondere Fälle hin, wann es notwendig erscheint, das Herz durch besondere Bewusstseinsklarheit mit der Erscheinung der Hierarchie zu stärken. Viele werden nicht verstehen, wie man das Herz durch den Gedanken stärken kann, weil für sie das Herz nur ein physisches Organ ist. Doch wer Unsere Ströme je fühlte, der wird die Bedeutung dieser Verbindung verstehen. Die Welt erlebt solch eine Anspannung, dass es
angebracht ist, an die Notwendigkeit der Bereitschaft für solche Verbindungen zu erinnern. Die Feurige Welt muss in vollem Bewusstsein erweckt werden. Nötigenfalls kann man sich sogar mündlich an den Herrscher wenden. Es gibt auf allen Stufen der Hierarchie die gleiche Übertragung und Verbindung. Und wie herrlich ist diese Leiter Unermesslicher Hilfe!
95. Der Rhythmus der Ereignisse kann oft von vielen nicht wahrgenommen werden, und Ich meine hier nicht nur die Ereignisse der Menschheit, sondern auch jene der Natur. Plötzliche starke Klimaveränderungen erwecken nicht die Aufmerksamkeit der Menschen, doch solche Umstürze können nicht von der Geheimpolizei aufgehalten werden. Sie finden dennoch statt und wirken auf das Gehirn ein. Natürlich, Wir wissen um das Leben von Ideen, denen keine Generation Einhalt gebieten kann, doch die Menschen glauben nicht an Ideen!
96. Die Erkenntnis der Höheren Kräfte wird weder in Schulen gelehrt noch von außen eingegeben, sondern sie lebt genau im Herzen und bildet den Eckstein der Lebenserinnerung an die Feinstofflichen Welt. Man kann sagen, gesegnet ist, wer sich das Herrlichste in seinem Herzen bewahrte! Die Umnebelung der Menschheit kommt daher, weil das Notwendigste vergessen wird. Die Nacht ist für die Erhebung des Geistes gegeben, der Mensch aber sagte in seiner Unwissenheit, dass der Schlaf dem Tode ähnlich sei. Es ist lächerlich, ein wundervolles Mysterium mit Auflösung gleichzusetzen. Von klein auf sollte man davon sprechen, dass der Schlaf die Verbindung mit Engeln darstellt. Wo sich Worte erübrigen, beginnt die Erkenntnis über das Herz.
97. Es muss eine wachsame Aufsicht geben, doch sie darf nicht den Anschein von Misstrauen erwecken.
Überwachung muss in Mitarbeit und gegenseitige Information verwandelt werden. Vertrauensmaßnahmen und Qualitätsverbesserung müssen von oben herab bis hinunter eingeführt werden. Viele nützliche Maßnahmen sind allein wegen verhasster Aufsicht verurteilt und zunichte gemacht worden. Gewiss, die Ursache solchen Mangels an Zweckdienlichkeit ist Unwissenheit. Sobald die Menschen die Feinstoffliche und Feurige Welt erkennen, werden sie die unbegrenzten Beziehungen begreifen. Wer steht wirklich außerhalb der Hierarchie? Nur Unwissende oder Betrüger können die Hierarchie unter verschiedenen Namen unverständlich schildern. Doch sie selbst werden die Freiheit der Hierarchie nicht atmen, sondern das Brandmal der Sklaverei tragen. Man muss sich von jedweder Habsucht und Knechtschaft befreien. Von klein auf sollte die Freiheit der Geisteszucht hervorgehoben und die volle Würde sowie Ehre erweckt werden. Ohne Ehre kann der Mensch nicht ehrlich sein. Man sollte nicht meinen, Sklaverei könne von der Hierarchie gebilligt werden. Im Gegenteil, die Feurige Welt sucht keine Sklaven, sondern Mitarbeiter. Erachtet die Verfeinerung des Herzens als den Maßstab der Ehre. Vergessen wir nicht, dass dem alltäglichsten Leben die Grundzüge der Weltgröße zugrunde liegen.
98. Man muss um die Hierarchie bemüht sein. Hierarchie ist nicht Gewaltherrschaft, sondern das Bollwerk der Liebe. Nur aus Liebe wird jene Verehrung geboren, die Disziplin schafft. Aber wenige lieben ihren Helfer, das heißt, die Unwissenheit ist groß.
99. So schwierig es oft ist, sich auf einen Gedanken zu konzentrieren, genauso ist es nicht leichter, einen Gedanken loszuwerden. Jedoch auch diese Eigenschaft muss erworben werden. Arzte
haben Zwangsgedanken beobachtet. Solch ein Zustand kann sich nicht nur durch Besessenheit ergeben, sondern auch durch Trägheit der Gehirnzentren. Man muss sich eines so genannten nutzlos aufdrängenden Gedankens entledigen können. Dazu diene folgende kleine Übung: Einen Gedanken bewusst ausschalten, als ob man das Gehirn massierte. Viele Menschen begreifen nicht, wovon Wir sprechen, doch solche Unbeweglichkeit des Gehirns muss durch verschiedene Aufgaben aufgerüttelt werden, so dass ein vorhergehender Gedanke in keiner Weise auf den nachfolgenden abfärbt. Solch eine Färbung beraubt gewöhnlich die Neubildung der Genauigkeit.
100. Beobachtet man nörgelnde Gedanken, wird man finden, dass sie meist von alltäglicher Natur sind. Man kann sie als Ergebnis der Erde bezeichnen, doch trotz ihrer geringen Bedeutung suchen sie mit den größten Ideen zu wetteifern. Man sollte sein Gehirn von diesen ungebetenen Gästen völlig reinigen. Wahrhaftig, für alles kommt die Zeit. Man kann große Fortschritte machen, doch man sollte daran denken, dass kleine Würmer einen sehr starken Baum durchbohren können. Sie lieben es vor allem, das feste Vertrauen zu untergraben. Neben Misstrauen können auch trübe Gedanken eindringen. Das Vertrauen einzubüßen ist furchtbar, das kommt dem Verlust der Verbindung gleich. Wenn sich anstatt Verbindung plötzlich dumpfe Leere auftut, ist das sicherlich ein Abgrund!
101. Man tut gut daran, alle verwesenden Substanzen aus dem Haus zu schaffen. Gleich schädlich wie faulendes Fleisch und abgestandenes Wasser sind faulende Früchte und welkende Blumen. Ist jemand dabei, welke
Blumen zu entfernen, so kann man beobachten, dass sein Gefühlswissen leblose Pflanzen nicht allein aus Gründen des Schönheitsgefühls entfernt, sondern auch in Kenntnis des Gesetzes der Feinstofflichen Welt. Da sich niedere Wesenheiten von Verwestem nähren, begnügen sie sich in Ermangelung verfaulter Lebensmittel mit Pflanzen. Wem sein Geist das richtige Verhalten zur Umgebung eingibt, den kann man loben.
102. Dem Vertrauen konträr ist Niedergeschlagenheit. Gerade Misstrauen gebiert diese schreckliche Viper. Doch Vertrauen erweckt die feurigsten, die göttlichsten Triebkräfte des Geistes. In der Stunde des Vertrauens können sich den Menschen die Wesenheiten der Feurigen Welt nähern, und die wundervolle Begeisterung schafft die schönsten Annäherungen. Vertrauen muss gepflegt werden, da die Menschen sonst in Trägheit versinken. Vertrauen ist Gefühlswissen, es kann keinen Verrat geben, wenn wir die Richtung unseres Strebens kennen. Wir freuen Uns, wenn Wir einen Menschen treffen, der das Feuer des Vertrauens bewahrt. Viele herrliche Schöpfungen entstehen, wenn die durch Feuer gereinigten Tore des Vertrauens offen stehen.
103. Als euch Städte genannt wurden, in denen sich die Riten schwarzer Magie besonders entfalten, war damit nicht gesagt, dass das nicht auch für andere Plätze zutrifft. Im Gegenteil, es gibt viele schwarze Logen, doch manche von ihnen sind ohne besondere Riten direkt dem Bösen ergeben. Aber in jüngster Zeit kann man eine Wiederbelebung der ältesten schwarzen Messen wahrnehmen. Unter ihnen gibt es sehr schädliche, die durch ihren Rhythmus zur Vernichtung führen können. Die schwarzen Logen begreifen meist nicht, welchen kosmischen
Schaden sie anrichten. In ihrer Unwissenheit glauben sie, dass sie nur in die gewünschte Richtung Schaden verursachen, aber in Wirklichkeit berühren sie ganze Schichten der Atmosphäre. Vor allem gegenwärtig, da die feurige Zeit naht und schon viele Störungen des Gleichgewichts sichtbar sind, ist der durch finstere Beschwörungen angerichtete Schaden besonders schrecklich. Der Unwissende wirkt auch hier durch offenbare Zerstörungen.
104. Die schwarzen Logen müssen sehr vorsichtig vernichtet werden. Es ist eine Tatsache, dass sie nicht nur als Oasen bestehen, sondern sichtbar in die angesehensten Kreise eingedrungen sind. Deshalb ist es so schwierig, das Übel auszurotten. Doch die Menschen, die sich auf der Seite des Lichts wähnen, helfen zu wenig mit, weil es ihnen an Vertrauensentfaltung ermangelt. Man kann Falle direkten Verrats nennen, welche die Menschen als Vertrauen betrachten; so verwirrt sind die Begriffe.
105. Wenn ihr ein Haus betretet und auf der Gästetafel eine Viper bemerkt, was würdet ihr tun? Würdet ihr Über die Sache nachdenken, wahrend die Schlange euren Freund angreift, oder würdet ihr euch entschließen, sie sofort zu vernichten? Wir sagen - rettet euren Freund vor dem Bösen. Verdüstert euren Kopf nicht mit Verwirrung, sondern wirkt für das Gute. Man kann einen Menschen und eine Schlange nicht auf die gleiche Stufe stellen. Man kann das niedere Bewusstsein nicht mit dem Bewusstseinstempel gleichsetzen. Wenn wir zu unterscheiden aufhören, wo bleibt dann unsere Verantwortung der Welt gegenüber? Wer die Schlange schont und den Freund verliert, der ist kein Held. Wer seiner Pflicht ausweicht, indem er Entschuldigungen vorbringt, der ist kein Held. Wer das Große vom Kleinen nicht zu unterscheiden vermag, der ist kein Held.
Wem der Maßstab des Herzens verloren ging, der ist kein Held. Der Führer kennt den Maßstab des Herzens und den feurigen Entschluss.
106. Treten wir an das Schwierigste heran, vor dem alle bisherigen Schwierigkeiten als segensreiche Augenblicke erscheinen werden. Das Schwierigste ist der Segen der Feurigen Welt. Dieser Eintritt ist so schwierig, dass es scheint, als könnte sogar unsere kleinste Zelle diese Welt der Ekstase nicht ertragen. Es heißt, wenn alle Hüllen fallen und allein das Strahlen der Kühnheit verbleibt, dann durchschreitet das herrliche Feuer die Tore - dem Körper aber wird kein Eintritt gewährt. Doch um solche Kühnheit zu entfachen, lassen uns angesichts des Schwierigsten Ekstase bewahren. Deshalb denkt darüber nach, wie ihr euch das Dasein in der Feurigen Welt vorstellen möchtet. Gewiss, in der Feurigen Welt ist der Gedanke schöpferisch, doch in der Feurigen Welt ist er schneller als der Blitz und übersteigt alle irdischen Maßstabe, dort herrscht das Siebente Licht.
107. Das Siebente Licht ist das umfassendste, deshalb wird jedwedes irdische Erfassen schon ein Weg dahin sein, wo jeder Geist strahlend leuchtet. Die Zersetzung vom Erfassen und Entzücken bildet das Haupthindernis für schnellen Fortschritt. Man muss das Vorhandensein der unbegrenzten Hierarchie der Welten studieren. Möge Kindern die Schönheit der Unbegrenztheit zumindest angedeutet werden. Zuerst wird das Wort ausgesprochen, doch nachher der Begriff geboren werden. Die Offenbarung der Feurigen Welt führt zum herrlichen Entzücken.
108. Die vollkommenste Maschine kann vom kleinsten Stein angehalten werden; je feiner die Maschine, umso empfindlicher ist sie für einen Fremdkörper. Trifft dies nicht auch für
das Herz zu? Deshalb ist es wichtig, den Herzensstrom zu hüten. Ist der Strom nach oben bestrebt, drängen sich Myriaden kleiner Sendungen heran, um ihn zu unterbinden. Nicht nur bewusste und böswillige Sendungen regen sich, sondern auch chaotische Teilchen suchen den emporsteigenden Strom aufzuhalten. Wissen wir jedoch davon, dann wird unser Bewusstsein die ungebetenen Gäste nicht zulassen. Im Großen wie im Kleinen muss man auf der Hut sein, damit Feinde den Strom nicht unterbinden können. Sogar geringstes Misstrauen oder Bedauern lässt den Strom abschweifen. Außerdem ergibt sich ein anderer Schaden. Wenn der Kontakt hergestellt ist, macht die Abweichung von nur einem Grad auch den hohen Strom ungleichmäßig. Man muss begreifen, dass solche Stromstörungen in vieler Hinsicht gefährlich sind. Alle Nervenzentren reagieren auf diese Ströme. Jede Abweichung stört die Tätigkeit bestimmter Zentren. Deshalb muss man sich zu diesen Herzensströmen vorsichtig verhalten.
109. Die Relativität ist unbegrenzt - dasselbe Gesetz gilt für das Wissen. Niemand in den Welten kann sich mit seinem Wissen zufrieden geben. Neuerwerb steigert progressiv die Erkenntnis über den Wissensmangel. Den Kleinmütigen mag das unbegrenzte Wissen schrecken, doch wir begreifen, dass man dem Gesetz nicht entrinnen kann und arbeiten täglich sehr, um uns an dieser Unbegrenztheit zu erfreuen.
110. Freude an der Heldentat ist ein herrlicher Schild. Ihr wisst bereits, dass durch Freude und Vertrauen Abgründe überschritten wurden. Genauso freuen muss man sich über die nächste nahende Heldentat. Nicht nur der Mut,
sondern besonders die Freude macht euch unverwundbar. Sogar große Heldentaten wurden durch Freude und Vertrauen erleichtert.
111. Zwischen der Feurigen und der irdischen Welt lässt sich ein schwacher Vergleich anstellen. Die Wesenheiten der Feurigen Welt treffen bei ihren seltenen Erscheinungen alle Vorsichtsmaßnahmen, um das irdische Gleichgewicht nicht zu stören, und die irdischen Menschen treffen bei Annäherung solcher Wesenheiten Schutzmaßnahmen für das Herz. Jedoch trotz aller Schutzmaßnahmen vermag das Herz die feurige Spannung nicht zu ertragen, so dass weder die höheren Maßnahmen von oben noch jene von unten diese Welten vereinen können. Die ungewöhnlichsten Fälle von Verbindung können altem Karma zugeschrieben werden, wenn während irdischer Leben eine sehr lange Zusammenarbeit für das Gute bestand. Solch eine Zusammenarbeit ist für die Ewigkeit wichtig. Im Falle einer Vereinigung wird die Zusammenarbeit gestärkt. Mit dem Blick in die Zukunft stellt jede segensreiche Zusammenarbeit eine weise Tat dar.
112. Der Wille lässt sich durch ein ganz mechanisches Hilfsmittel verstärken, was durch viele Beispiele und Vorschriften bezeugt werden kann; doch Wir raten, den Willen durch die Verbindung mit der Hierarchie zu stärken. Man kann sogar sagen, dass sie überhaupt das einzige Mittel für den geistigen Aufstieg ist. Auch der mechanische Pfad führt dahin, doch über unnötigen Zeit- und Kraftaufwand. Die Verbindung mit der Hierarchie über das Herz befreit von Tantras und Magie. Natürlich, kleine fremde Behinderungen können der Verbindung schaden, aber vergessen wir nicht, welchen Gefahren der Magier und der Tantriker ausgesetzt sind. Auf keinen Fall aber ist der weise,
der vom eigenen, abgesonderten Willen träumt; der Wille wächst und schwingt in den Höheren Schatzkammern. Und wer ohne Verbindung mit den Höheren Welten um seinen individuellen Willen bemüht ist, befindet sich nicht auf dem rechten Pfad.
113 Um die in Vergessenheit geratene Hierarchie wieder zu beleben, sollte man ihre Zweckdienlichkeit von allen Seiten her, vom Höchsten bis zum Niedersten, wahrnehmen. Auf diese Weise kann man den üblichen Fehler der Menschen vermeiden, welche die Hierarchie scheinbar anerkennen, doch sie bei der geringsten eigenen Unbequemlichkeit sofort leugnen. Solche Vergehen verhindern, sich neues Bewusstsein einzuprägen.
114. Es wurde richtig bemerkt, dass Furcht die letzte Prü