Feurige Welt


Feurige Welt

1933


Agni Yoga

Feurige Welt

Teil Eins

Zeichens des Agni Yoga



    Ur ist die Wurzel vom Licht des Feuers. Seit undenklichen Zeiten hat dieses strahlende Prinzip die Herzen vieler Völker angezogen.
    Wenden wir uns daher von den Bündnissen der Vergangenheit den künftigen Errungenschaften zu.


Feurige Welt



    1. Das Naturelement Feuer, das alles durchdringende, das schöpferische, das lebenspendende wird am wenigsten beachtet und geschätzt. Das menschliche Bewusstsein stellt viele leere und unbedeutende Überlegungen an, doch der wunderbarsten entzieht es sich. Die Menschen feilschen im Basar, doch sie haben kein Verlangen danach, ihre Hände nach dem Schatz auszustrecken. Vieles, was über das Herz gesagt wurde, ist mit besonderer Feinheit auch für die Feurige Welt anzuwenden. Die Antriebskraft des Feuers ist genauso gewaltig wie die Struktur eines Kristalls. Nicht zufällig wurden von Hellsehern Globen und Kristaliek verwendet. Für die Läuterung des Bewusstseins bedarf es der Lebensfunken; die Regenbogenflamme bestätigt das Streben des Geistes. Viele Anwendungsarten vom Wirken des Feuers erweisen sich als die erstaunlichsten Daseinsbedingungen. Angefangen von den für das offene Auge sichtbaren gewöhnlichen Lichtbildungen bis zu den komplexen Feuern des Herzens werden wir in das Reich der Feurigen Welt geführt.

    2. Die feurige Zeichen beachtend, kann man bestimmte Unterteilungen der Menschen verzeichnen. Manche streben ewiglich und können ohne diese erhebende Tätigkeit nicht existieren - seid versichert, dass sie


dem Naturelement Feuer angehören. Sogar wenn sie irrten, könnten sie nicht untätig bleiben. Beobachtet sie, und ihr werdet unfehlbar die feurige Kraft entdecken. Doch sucht das schöpferische Feuer nicht in der Trägheit der Erde, in den wallenden Wogen des Wassers, in den Stürmen der Luft. Wir wollen die feurigen Menschen nicht wallend herausstreichen, doch es muss wahrhaftig gesagt werden, dass sie die Welt bewegen. Man sollte nicht vergessen, dass es diesen Menschen leicht fällt, mit allen anderen in Verbindung zu sein. Man spricht zu Recht vom Feurigen Engel mit versengten Flügeln. Eilt er herbei die Welt zu retten, so schlagen seine phosphoreszierenden Flügel an die Felsen der Erde - sie versengen und schwächen den Engel. Auf diese Weise zeigt sich der markante Unterschied zwischen der irdischen und der Feurigen Welt.
    Das irdische Auge, mag es auch äußerst fein sein, nimmt für gewöhnlich die feinstofflichen Erscheinungen gar nicht auf. Andererseits wiederum erkennt die Feinstoffliche Welt nicht die feurigen Bewohner, zu denen das flammende Herz einen führen kann. Auf diese Weise kann man die Verehrung des Feuers verstehen. Für eine natürliche Affinität mit der Welt des Feuers bedarf es der menschlichen Bestrebungen. Ihnen wohnt seit alters gleichsam ein Widerschein des Höchsten Feuers inne. Es ist, als drängten sie diesen Funken, sich von der Berührung mit anderen Elementen zurückzuhalten; und jene Elemente lieben diese feurigen Bereiche nicht. Jedoch ohne Berührung mit dem Feuer kann der irdische Pfad nicht durchschritten werden; daher ist es gut, seine wesentliche Natur zu kennen.

    3. Es sollte aufgezeigt werden, dass die feurige Anspannung auf alle Funktionen des Körpers einwirkt. Man darf nicht vergessen, dass, während das Feuer des Raumes


Wunden zu heilen vermag, es auf der anderen Seite die Gewebe beeinträchtigen kann. Seien wir daher vorsichtig.

    4. Man könnte meinen, die Feuertaufe wäre bereits deutlich erklärt worden. Feurige Zungen erschienen über Menschenhäuptern, aber man will die bestehende Wirklichkeit nicht wahrhaben. Man täuscht Ehrfurcht vor den Schriften vor, versäumt es aber, sie im Leben anzunehmen. Nicht alle könnten die von euch gesehene nichtversengende Flamme annehmen und ruhig beobachten, doch sie war mit allen Eigenschaften des Feuers, ausgenommen jener des Versengens, völlig real. Doch man muss ein offenes Herz haben, um der Flamme gegenüberzustehen. Die Menschen griffen nach der groben Erscheinung in Form von Elektrizität, doch ohne die feurigen Eigenschaften des menschlichen Organismus anzuwenden, können sie in der Verfeinerung der Erscheinung nicht vorankommen. Für die Menschheit naht ein neues Morgenrot, sobald das Verstehen des Feuers ins Leben tritt.

    5. Wenn wir vom nichtversengenden Feuer sprechen, dürfen wir auch das versehrende Feuer nicht vergessen. Wenn die Nonne stöhnt: "Ich brenne, ich brenne!", weiß ihr kein Arzt zu helfen. Der Arzt verordnet vielleicht gar kaltes Wasser, vergessend, dass Öl im Wasser nicht untergeht. Feuer kann nur durch Feuer besänftigt werden, mit anderen Worten, durch die Energie des Herzens, die bei so genanntem Magnetismus fließt. Wir behandeln Zentrenbrand mit einem Strom; solche Brände können in verschiedenen Zentren auflodern. Doch die Hauptgefahr liegt tatsächlich nahe dem Herzen, dem Solarplexus und dem Kehlkopf. Diese Zentren, als die synthetischsten, können den unerwartetsten Angriffen ausgesetzt sein. Wer jemals das innere


Feuer erlebt hat, begreift die Gefahr des Zentrenbrandes. Er weiß, welche Agonie auszustehen ist, wenn die Feuer durchbrechen. Meist ist der Mensch dafür nicht verantwortlich, ausgenommen vielleicht durch Gereiztheit. Oft brechen die Feuer durch äußere Einwirkungen aus, und im Falle eines verfeinerten Zustandes des Organismus aus kosmischen Gründen. Ermüdung des Herzens öffnet wirklich dem Feind die Tore. Auf diese Weise kann sich das schöpferische Feuer in eine zerstörende Flamme verwandeln. Man muss das bedenken, weil die Brände in kleinen Ausmaßen beginnen. Man sollte auch bedenken, dass die Anwendung der feurigen Energie Sorgfalt erfordert. Der Schaden, die feurige Energie anderer grundlos auszunutzen, ist groß. Ein Archat kann nie ein Vampir sein - das ist ein Grundgesetz des Lebens. Weise ist deshalb das Gesetz ewigen Gebens. Es mag scheinen, als hätten Opfer und Feuer nichts gemein; jedoch von der feurigen Aufopferung wird in allen Bündnissen gesprochen.

    6. Man muss besondere Vorsicht walten lassen. Ihr seht, dass sich sogar die Moral eines Volkes ändert. Unwissenheit wirkt daher auf den Druck der Atmosphäre. Man muss bemerken, dass Unwissenheit die Grundlagen der Finsternis klar bestätigt. Man kann sich vorstellen, wie ein unentwickeltes Hirn herabsetzt, wenn das Herz schweigt. Die Moral der Völker sinkt wie ein verdorrter Apfelbaum. Folglich ist die Gefahr feurigen Epidemien jetzt groß.
    Die Chaldäer1 teilen alle Krankheiten nach den Naturelementen ein; und sie waren der Wahrheit sehr nahe, denn der Zustand sowohl des kosmischen als auch des menschlichen Organismus hängt hautsächlich von den Naturelementen und Gestirnen ab.

    7. Bedenkt doch nur, dass jeder von uns


das Eine für das gesamte Weltenall unveränderliche Feuer in sich trägt. Niemand will sich vorstellen, dass der universelle Schatz in ihm ruht. Die Naturelemente sind nicht gleich im gesamten Kosmos; die Veränderung ihrer Eigenschaften erlaubt uns nicht, ihnen Gleichheit zuzuschreiben. Doch allein das Feuer des Herzens verbindet durch seinen Magneten alle Weltstrukturen. Über diesen Vorzug muss man nachdenken. Es ist nötig, diesen Schatz im ganzen Aufbau des Lebens nutzbar zu machen. Es gibt nur ein Lichtfeuer in der ganzen Welt. Wir können begreifen, dass das Feuer auf allergrößte Entfernungen hin in Erscheinung tritt. Darin liegt nichts Übernatürliches oder Geheimnisvolles. Selbst der kleine Schüler hat bereits von dem alles durchdringenden Feuer gehört, nur hat er seine Anwendung noch nicht erkannt.

    8. Das Erscheinen von verschiedenen Feuern steht zur Weseneinheit des Feuers nicht im Widersprich. Allein der Anspannungsrhythmus verändert die Farbe der sichtbaren Flamme von Silber über Rotgold bis zum intensiven Rubinrot. Das infolge Anspannung in Erscheinung tretende Rubinrot ist selten, denn nicht jedes Herz kann diese Anspannung ertragen.

    9. Um das Feuer anzunehmen und es als Pfad zur Hierarchie, den Pfad der Liebe und des Mitleids, gelten zu lassen, muss man sich unwiderruflich mit seinem ganzen Herzen behaupten. Nur so werden die winzigen Sternchen zu flammenden Giganten.

    10. Daher seien auch die schweren Zeiten gesegnet. Gerade in solchen Zeiten lernen wir das Bedeutende vom Mittelmäßigen unterscheiden. In der Tagen der Selbstzufriedenheit wird unsere Wachsamkeit getrübt, jedoch diese Eigenschaft ist besonders nötig, wenn man sich den feurigen Sphären nähert. Daher sind Bedrücktheit und Anspannung so wertvoll. Sie stärken nicht nur Wachsamkeit und Antriebskraft, sondern


bringen auch Feuer aus unserem Innern hervor. Das Feuer der Tara sei uns besonders nahe. Lieben wir daher das Unerwartete als die Quelle neuer Freude. Wahrhaftig, das beste Feuer wird durch Freude entfacht. Daher sind schwierige Zeiten nur für die Unwissenden ein Schrecken, für die Wissenden sind sie einfach ein Born von Ereignissen. Die Feuer bringen sogar entfernte Tätigkeiten nahe. Manchen wird das Gesagte als kalte Abstraktion erscheinen, aber das ist ein Zeichen eines kalten Herzens, dessen Feuer erloschen ist. Ihr kennt bereits die Glut des Herzens, und ihr schätzt den unerwarteten Boten. Deshalb ist es so wichtig, den Herrschern zu folgen; man muss finstere Beschlüsse überflügeln. Nur das Feuer der Herrscher wird Wagemut entfachen. Daher muss jedes Wort über die Herrschern geschätzt werden. Mag es auch unwissentlich ausgesprochen werden, es birgt dennoch das Prana des Wagemuts. Mögen Worte über die Herrscher in allen Teilen der Welt erklingen. Sie sind vor Heiligenschreinen entzündete Kerzen. Sie sind Lampen Lebendigen Feuers - ein Schutz vor allen Krankheiten. Feierlichkeit ist wie ein Schlüssel zum Schloss.

    11. Bei starken feurigen Erscheinungen kann man einen Wesenszug von der Grundeigenschaft des Feuers bemerken. Die umgebenden Gegenstände erscheinen wie durchsichtig. Ihr könnt dies bezeugen. Feuer verwandelt scheinbar alle feurigen Substanzen und enthüllt die allem Bestehenden zugrunde liegende leuchtende Materie. Das gleiche kann vom Magneten eines feurigen Herzens gesagt werden; er enthüllt auf seine Weise die feurige Natur all dessen, was sich ihm naht. Auf diese Weise kann man über das feurige Herz feurige Eigenschaften beobachten. Man muss solch ein Herz nur finden, und


es mit großer Vorsicht für dieses Experiment gebrauchen. Bei solchen Experimenten muss man daran denken, dass das Freilegen leuchtender Materie unter groben umgebenden Bedingungen äußerst gefährlich sein kann. Die Gefahr des vollkommenen Samadhi ist von der gleichen Eigenschaft des Feuers abhängig. Widersetzt euch dennoch nicht den feurigen Erscheinungen, wenn sie das Herz nicht belasten. In den Jahren des Armageddon sind die Erscheinungen allerdings höchst verworren, weil die Rhythmen des Raumfeuers und des unterirdischen Feuers gestört sind. Solche Rhythmusstörungen werden gewöhnlich nicht in Betracht gezogen, und dadurch wird der kosmische Aufruhr noch verstärkt.

    12. Die nahenden feurigen Wellen sind äußerst erschreckend, wenn man nichts über sie weiß und sie nicht mit den Feuern seines Herzens aufnimmt.

    13. Ihr habt von gewissen Kindern gehört, die durch undurchsichtige Körper hindurch sehen können. Sucht die Lösung in der karmischen feurigen Natur. Das ist tatsächlich ein ganz eigenes physisches Phänomen und ist für die höheren feurigen Errungenschaften für gewöhnlich nicht förderlich. Hatha Yoga kräftigt einzelne Zentren, und man kann nur bedauern, dass diese teilweisen Anstrengungen nicht zu Raja Yoga und Agni Yoga führen. Daher sind physische und feurige Übungen schädlich, sie stören das umgebende Gleichgewicht. Dem Feuer, als dem höchsten Naturelement, muss man sich durch höheres Bewusstsein nähern. Nur über dieses höhere Bewusstsein kann man das Feuer verstehen und lieb gewinnen.

    14. Blut, Blut - rufen die Völker in West und Ost.


Nie dagewesene Zeiten! Das rettende Feuer verwandelt sich durch Unwissenheit in einen Verzehrer!

    15. "Umgib dich mit Feuer und werde unverletzlich", so lautet ein sehr altes Gebot. Doch bei zunehmender Abgestumpftheit vergaßen die Menschen allmählich, von welchem Feuer die Weisen sprachen. Das Feuer wurde zu einem physischen Begriff, und es traten magische Feuerzirkel in Erscheinung. Auf diese Weise setzen die Menschen ihre wesentliche Natur immer herab. Tatsächlich ist jedes lebendige Feuer heilkräftig, doch kein Harz kann mit dem Feuer des Herzens verglichen werden. Man möge sich wenigstens an die Eigenschaft des irdischen Feuers erinnern, doch wahrhaftig, es ist wieder die Zeit angebrochen, zur ursprünglichen Quelle zurückzukehren; sonst kann die Grenze, an der sich die Menschheit bereits befindet, nicht überschritten werden. Die irdischen Kräfte sind von der Menschheit erschöpft und angespannt worden, und die Höchsten Mächte werden alarmiert. Allein das feurige, erleuchtete Bewusstsein kann die zerstörte Brücke des Aufstiegs wiederherstellen.

    16. Kann man, dem feurigen Naturelement angehörend, in ein Geschöpf anderer Energien verwandelt werden? Unmöglich. Doch einer, der einem anderen Naturelement angehört, kann in ein feuriges Wesen verwandelt werden, weil Feuer allgegenwärtig ist. Gewiss, diese Sprünge sind nicht leicht. Es bedarf großer geistiger Anstrengung, das Herz für die Vereinigung mit der höheren Energie umzuwandeln. Aber die Feurigen Tore sind nicht verschlossen -"Klopfet an, und es wird euch aufgetan". So rufen alle Lehren zur Feuertaufe auf.

    17. Das Wesen feuriger Immunität wurde von Zoroaster2 beschrieben. Er wies darauf hin, dass die Menschen aus jeder Pore der Haut feurige Strahlen hervorrufen könnten, um alles Böse hinwegzufegen. Ein von einem Schutzpanzer umgebener Mensch kann


keiner Ansteckung unterliegen. Diese Widerstandskraft kann durch Einheit mit der Hierarchie verstärkt werden. Auf diese Weise wird das Herz wie eine alle Mikroben verzehrende Sonne.

    18. Selbstverständlich existieren Krebsbazillen Sie können vor allem vom Feuer des Herzens entdeckt und getötet werden. Wenn der Mangel an psychischer Energie ihre Entwicklung fördert, so tötet sie das Feuer des Herzens, dieser höchste Bewusstseinsausdruck. Tatsächlich kann alles, was durch die höhere Energie leicht verzehrt wird, bis zu einem gewissen Grad auch durch physisches Feuer gemildert werden. Die Wurzeln vieler Pflanzen enthalten wirksame Feuer des Pflanzenreiches, die dort von Nutzen sein können, wo die Feuer des Herzens noch untätig sind.

    19. Ihr wisst bereits um die Bedeutung des dreißigsten Lebensjahres für feurige Erscheinungen, doch man sollte den Organismus bis zum siebenten Lebensjahr besonders hüten. Bei Kindern, auch bei den höchstentwickelten, sollte man der Natur niemals Gewalt antun - Feuer duldet keinen Zwang. Man muss die Tür offnen können, aber jede Gewalt kann einen nicht gutzumachenden Schaden anrichten. Andererseits sollte man das Streben des Kindes nicht übermäßig erleichtern, da übertriebene Hilfe Schwächlinge schafft. Deshalb ist der Goldene Pfad geboten. Daher erfordert Feuer vorsichtige Handhabung in allen seinen Erscheinungen. Hellsehen und Hellhören sind dem Wesen nach Feuer-Sehen und Feuer-Hören. Feuer wird bei allen erhebenden Tätigkeiten als Mittler gebraucht. Sechshundertmahl sprachen Wir vom Herzen, also sind Wir bereit, sechshundertsechsundsechzigmal über die Bedeutung des Feuers zu sprechen, und gelte es nur zu erklären,


dass Feuer eine Siegesleiter ist. Ohne sich dem Feuer zuzuwenden, können die Menschen nicht leben; sowohl in der irdischen als auch in der Feinstofflichen Welt wenden sie sich an die höhere Fürbitte. Doch Wir sprechen nicht von Feueranbetung; denn es wird Unwissende und Fanatiker geben, die versuchen werden, diese sinnlose Anklage zu erheben. Ich spreche von der höchsten Errungenschaft, die unseren feinstofflichen Körper zur Feurigen Welt führen wird.

    20. Jeder Steuermann wird euch sagen, das Ruder nicht zu stark zu wenden. Doch man sollte sogar noch eindringlicher über das menschliche Bewusstsein sprechen; dieser Kristall bildet sich langsam, aber jeder Augenblick der Aufschichtung ist eine räumliche Freude. Jedem ist ein Herzschlag eigen, doch selten wird die feurige Substanz beobachtet. Deshalb sprechen Wir nicht überall über das Feuer, ausgenommen da, wo Feuer bereits aufgespeichert wurde.

    21. Das menschliche Auge nimmt die stärksten elektrischen Schwingungen nicht wahr. Das gleiche trifft auf die feurigen Abstufungen zu. Übrigens stört dieser Umstand immer die Lehre des Feuers. Die geringeren Erscheinungen der feurigen Energien werden gespurt und auf diese Weise zugegeben, aber höhere und feinere Erscheinungen werden für den modernen Apparat und für das Bewusstsein, das sich dem Naturelement Feuer nicht karmisch näherte, unwahrnehmbar. Aber die Zeitgenossen geben die Unvollkommenheit des Apparates und vor allem ihre eigene Unerfahrenheit nicht gern zu. Der Mangel an solchem Zugeständnis wird zu einem großen Hindernis, und anstatt voranzukommen, muss wertvolle Zeit dafür aufgewendet werden, das Verstehen der Natur des Feuers einzuprägen.


Jedoch bei diesen Wiederholungen über den Begriff Feuer vollzieht sich eine untilgbar ins Gehirn eingeschriebene nützliche Aufspeicherung. Was auch immer geschieht, mögen jene, die nicht über das Herz empfangen können, über das Gehirn aufnehmen. Unsere Pflicht ist es, die kürzesten Wege anzubieten, aber es wird auch die Geduld aufgebracht, den längsten Wegen zu folgen. Die grundlegende Forderung ist Standhaftigkeit, wenn ihr selbst in eurem Herzen erkennt, dass es keinen anderen Weg gibt; deshalb wird die Feinstoffliche Welt nur durch Feuer erreicht. So besteht die Kenntnis unserer Wesensnatur nicht allein im Wissen, sondern auch im Fühlen.

    22. Die höchsten Feuerströme nicht wahrzunehmen, gleicht bis zu einem gewissen Grad einem Priester, der durch tägliche Berührung an den Strom des Allerheiligsten gewöhnt. Es ist bekannt, dass Heilige, oder von Feuerströmen umgebene erhabene Geister, diese höchste Erscheinung nicht wahrnehmen. In der Tat, jene, die in der Feinstofflichen Welt leben, nehmen deren Besonderheiten nicht wahr; ebenso wenig halten jene, die sich mit dem Feuer vereinen, diesen Zustand für außergewöhnlich. Ein Virtuose erachtet es nicht als außergewöhnlich, dass er schön spielt; das ist für ihn schon etwas Gewohntes. So senkt sich auch die Feurige Welt auf irdische Zustände hernieder, und jene, die mit ihr verbunden sind, verlieren das Gefühl der Fremdheit.

    23. Wenn wir uns den Feuererscheinungen nähern, müssen wir verschiedene Abstufungen ins Auge fassen. Das so genannte Durchschreiten des Feuers ist höchst unterschiedlich. Die niedersten Typen von Fakiren reiben ihren Körper mit Mineralstaub vermengter Asche ein und erlangen auf diese Weise eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Feuer. Natürlich, diese äußere, rein physische Wirkung ist von keinem Interesse. Yogis


durchschreiten Feuer, indem sie als Gegenwirkung die Herzenergie hervorrufen. Bei diesem Vorgang entströmt das innere Feuer den Poren der Haut, und da es mächtiger ist als das irdische Feuer, bildet es einen starken Schutzpanzer. Solche Yogis können auch jene ohne Schaden durch das Feuer geleiten, die sie begleiten mochten. Um dies zu erwirken, umgibt der Yogi die ihn Begleitenden mit seiner Energie, vorausgesetzt, dass sie ihr Bewusstsein völlig in das Herz des Yogi übertragen können. Dieser Zustand völliger Bewusstseinsübertragung in das Herz des Führers ist ein allgemeiner Wesenszug feuriger Taten.

    24. Man wird einwenden, dass sich das Naturelement Feuer zu sehr der Beobachtung entzieht. Antwortet, dass Feuer sogar sichtbarer in Erscheinung tritt als andere Naturelemente! Ist Erde oder Wasser bei Beobachtung des menschlichen Organismus sichtbarer? Feuer ist leichter feststellbar: in der Körpertemperatur, im Puls und besonders in jenem Beben, das alle feurigen Erscheinungen begleitet. Dies ist kein Beben der Angst, sondern die Vereinigung mit dem Puls des Naturelementes. Ruft die Verbindung mit der Erde oder dem Wasser solch ein Beben hervor? Doch Feuer erzeugt sogar in geringem Ausmaß ein besonderes Gefühl. So möge man nicht von der Unerreichbarkeit des welträumlichen Feuers sprechen.

    25. Es ist besonders wertvoll, im eigenen Herzen die Vereinigung mit der feurigen Essenz zu erkennen. Im Mittelalter würde man natürlich das Feuer des Scheiterhaufens hinzugefügt haben. Doch sogar in jenen Zeiten fanden sich tapfere Menschen, die sich nicht fürchteten von dem zu sprechen, was sie wahrgenommen und in sich gefühlt haben.

    26. Die Feurige Schlange,


die sich in Form der Schlange Moses, ähnlich der arabischen Zahl Acht, über dem "Kelch" erhebt, weist auf die Anspannung des "Kelches" hin, denn der "Kelch" ist mit Feuer gefüllt. Die Aufspeicherungen und Ablagerungen im "Kelch" bilden die Feurige Substanz. So sind wir vor allem Feurige Wesen. Allein mit solcher Überzeugung beginnen wir das Wachsen der so genannten Feurigen Schwingen zu beleben.
    Sind diese Klopftöne nicht nach Einlass suchende Feurige Tropfen? Sind sie nicht den Rhythmus verstärkende Feurige Wellen? Möge jede Mahnung an das Feuer der Sättigung mit Feierlichkeit dienen.

    27. Beobachtungen von Menschen, die den Aufbau der Flamme lieben, gibt ständig Anlass zu neuen Schlussfolgerungen. Uns dem Feuer nähernd, beginnen wir den alle Verbindungen herstellenden Energierhythmus zu erkennen. Man sollte dieses Element mit vollem Verständnis lieb gewinnen, mit anderen Worten, mit Gedanken in Harmonie mit dem Raum. Wenn wir gern irdische Gnomen bleiben möchten, möge daran erinnert werden, dass die besten Gnomen dem Feuer dienen. So sollte man begreifen, dass sogar die niedersten Bewusstseine emporgezogen werden. Sogar die alten Märchen sprechen von Gnomen, die ohne Hinwendung zu den Feurigen Wesenheiten nicht bestehen können. So versuchten die Alten, dem Bewusstsein der Kinder feurige Vorstellungen einzuprägen. Die heutige Wissenschaft bringt in der Theorie über Kalorien3 und Astrochemie das gleiche Wissen von dem Großen Feuer. Aber der außerordentliche Wesenszug der feurigen Erscheinungen erlaubt es dem Durchschnittsmenschen noch nicht, den Begriff Feuer in sein Alltagsleben einzuführen, so dass Feuer in den Grenzen unerwünschter Abstraktion bleibt. Diese Beschränkung muss überwunden werden; Ich spreche als Arzt.


    Ich bestätige, dass, indem man dem Feuer dient, alle finsteren Abgründe überquert werden können! Wenn sogar Flugzeuge ein Spezialgas benötigen, wie weit nötiger ist die höchst feinstoffliche Energie für die Erhebung des Geistes?!

    28. Alle Errungenschaften und heroischen Taten sind durchaus feurige Taten. Die höhere Energie trägt die Menschen über den Abgrund. Es kann die Frage gestellt werden: "Nimmt die feurige Energie am Aufkommen von Verbrechen teil?" Gewiss, die gleiche Energie kann das blutige Messer zücken; deshalb raten Wir, das Feuer der Segnung nicht in die Flamme der Vernichtung zu verwandeln. Abgesehen vom persönlichen Schaden, infiziert die zerstörende Flamme den umgebenden Raum. Darüber hinaus wird durch die zersetzenden Wirbel der niederen Schichten die Flamme des Übels entfacht. Seit langem heißt es, dass die Sünder das Feuer der Hölle selbst schüren. Die Menschen sind für das Ausmaß des Bösen selbst verantwortlich. Der Großteil des Bösen wird gar nicht erkannt, weil die Menschen nicht erkennen wollen, woher die unheilvollen Brandwunden kommen. Ihr seid in verschiedenen Ländern auf verschiedene Vorstellungen über die Hölle gestoßen. Wenn solche Formen auf der Erde verkörpert werden, bestehen sie auch in der Feinstofflichen Welt. Wie sehr muss man daher alles Hässliche auf Erden vermeiden! Das Feuer der Segnung schafft die herrlichsten Verwandlungen. So lasst uns tätige und segensreiche Schmiede sein. Die segensreichen Feuer werden von den Wirbelwinden der fernen Welten hoch empor getragen.
    Einst gab es eine Feuerprobe. Wer erprobt wurde, musste sich dem Feuer nähern. Berührte das Feuer die Wahrheit. stieg die Flamme empor, doch eine Lüge ließ die Flamme abweichen. Mit allen ihren Unvollkommenheiten


zeugt diese Prüfung von den Möglichkeiten der Einwirkung des Feuers.

    29. Ihr habt Unsere Apparate zum Zusammendrücken des Feuers gesehen. Die ausbrechende Flamme weist auf den ungeheuren Druck hin. Die feurige Essenz steht unter dem Druck vieler Atmosphären; um in eine Flamme auszubrechen, muss die Verdichtungsmasse bewältigt werden. Sobald sich die Flamme gebildet hat und ausbricht, weist das darauf hin, dass der Druck und die Kraft der Flamme außergewöhnlich sind.

    30. Sogar der kaltblütigste Mensch wird erschrecken, wenn er sich jenseits der drei Dimensionen befindet und sein Herz unvorbereitet vor der nächsten Erkenntnis steht. Man kann nicht von einem Zustand in den anderen springen ohne feurig gestählt zu sein. Daher ist es unmöglich, ohne rechtzeitige Verfeinerung des Herzens die Schönheit und Feierlichkeit der Feinstofflichen Welt in sich aufzunehmen. Man kann vor den herrlichsten Kunstwerken verständnislos im Finsteren verweilen, doch die Finsternis befindet sich in einem selbst! Das räumliche Feuer kann nur mit dem Feuer des Herzens entzündet werden. Es wurde oft gesagt, dass sich das Große Feuer durch unsere Herzen offenbart. Wer in Finsternis weilt, der möge sich deshalb nur selbst tadeln. Aber es ist erschreckend, in der Finsternis der vierten Dimension zu weilen, denn ohne Erleuchtung durch das Feuer des Herzens werden alle nachfolgenden Dimensionen zu unheilvollen Schreckgespenstern.

    31. Natürlich, der Speichelfluss sowie verschiedene Schmerzen der Nervenzentren entsprechen verschiedenen Graden kosmischer Perturbationen. Aber es erhebt sich die Frage, ob diese Zeichen die Strahlenbrechung kosmischer Ereignisse sind, oder solche der Zusammenarbeit


mit Weltenergien. Man muss das letztere annehmen. Der verfeinerte Mikrokosmos wird ein wahrer Mitarbeiter des Makrokosmos sein. Es heißt, dass Abraham vor dem Herrn einherschritt. Verstehen wir dies als völlige Mitarbeit. Aus dieser Ganzheit wird auch die Erfüllung des Daseinsgesetzes geboren.

    32. Für ein feinfühliges Herz ist es schwierig, in den niederen Schichten zu leben. Bis zu einem gewissen Grad erweisen sich die Höhen als hilfreich; doch das zwischenzeitliche Losreißen des Herzens von seiner feurigen Heimat währt dennoch zu lange. Doch diese verunreinigten Schichten müsste es nicht geben - die Menschen schufen sie; daher müssen sie bestrebt sein, sie zu reinigen. Künstliches Ozon ist von geringer Hilfe. Prana wird vom höchsten Feuer gereinigt, und nur diese Eigenschaft macht es schöpferisch. Jedoch bemüht euch, sogar in den Ebenen, sogar auf den Stadtplätzen, so tief als möglich einzuatmen, bevor ihr einen Entschluss fasst. Vielleicht wird euch bei diesem Einatmen über alle Schranken hinweg ein Pranateilchen der Segnung erreichen. So wollen wir nirgends verzweifeln, sondern überall eine letzte Anstrengung unternehmen. Man kann beobachten, dass aufrichtiges herzliches Einatmen einem aufrufenden Posaunenschall gleichkommt. So lasst uns nicht vergessen, dass die besten Erscheinungen des menschlichen Organismus nicht nur in ihren chemischen Reaktionen mächtig sind, sondern auch ihre physische Kraft viele Schichten durchdringt. Lasst uns keiner Weise den durch den Willen des reinen Herzens geschaffenen heiligen Mikrokosmos herabsetzen.

    33. Mögen jene, die in Gedanken eilen können, ohne Verzug handeln. Man muss sich an die Tatsache gewöhnen, dass jeder


Gedanke eine Handlung mit Feuer darstellt. Daher ist es beschämend, einen unwissenden und unbedeutenden Gedanken zu hegen.

    34. Lasst uns wie jene sein, die den großen Advent erwartet; lauschen wir den Schritten und verstehen wir es, unsere Herzen der Hilfe der Welt darzubieten. Lassen wir Verwirrung und Verneinung nicht zu, denn die Feuerzeugen dieser Eigenschaften werden sich gegen uns richten.

    35. Auf dem großen Pfad ist es besser verleumdet zu werden als die Entscheidung der Herrscher zu hindern. Lernen wir es, uns darüber zu freuen, verleumdet zu werden, denn wir kennen keinen feurigen Pfad ohne diesen Teppich der Verleumdung.

    36. Möge Meine Forderung nach Kampf niemanden verwirren. Jene, die stille stehen, sind der Gefahr tausendmal mehr ausgesetzt als jene, die streben. Jedoch es muss mit dem Herzen und in Gedanken gestrebt werden und nicht nur mit den Füßen.

    37. Das so genannte Wahrheitskraut gibt es wirklich. Es ist eine Zusammensetzung von sieben Pflanzen, welche die steuernden Zentren öffnet, worauf der Mensch seine Gedanken frei ausspricht. Das ist kein Haschisch, sondern ein Beweis der ältesten Heilfaktoren. Ursprünglich ist es zur Krankheitsbestimmung verwendet worden; denn niemand kennt die Ursachen dessen, was in seinem Organismus vor sich geht, besser als der Mensch selbst. Doch das innere Bewusstsein kann diese verborgenen Ursachen nicht ohne besonderen Einfluss enthüllen. Später jedoch verwendeten Regenten und Gerichtshöfe das Mittel als Wahrheitsbeweis und führten damit das Naturelement des Zwanges ein. Aber alles Erzwungene und Künstliche widerspricht den Grundlagen des Daseins.

    38. Die Menschen beklagen sich oft darüber, dass sie von der Erde aus nicht erreichbaren Feinstofflichen


Welt getrennt sind. Jedoch die ayurvedischen4 Überlieferungen haben gegen diese irdische Absonderung vorgesorgt. Es gibt einen Pflanzenextrakt, der, wenn in die Haut eingerieben, es ermöglicht, sich der Feinstofflichen Welt zu nähern, er erleichtert ihre Sichtbarkeit und Fühlbarkeit. Doch dafür ist völliges Loslösen des Bewusstseins von der Erde erforderlich. Darüber hinaus ist solch ein Zwang bei der Erneuerung der Welt unstatthaft. Wir wollen die Bedeutung des Herzens und des Feuers in keiner Weise herabsetzen. Können kleine Wurzeln bei den Flügen des Geistes von Nutzen sein?

    39. Wenn wir alle Einzelheiten unseres Lebens sammeln, werden wir unzählige Beweise der Feinstofflichen Welt finden. Wir werden auch finden, dass in den meisten Fällen die Stimmen der Feinstofflichen Welt die Erde nicht erreichen, genauso wie unsere Stimmen taube Ohren nicht erreichen. In der Tat, dieser Vergleich wird deutlich, wenn wir erkennen, dass die Rufe der Feinstofflichen Welt die Erde nicht erreichen. Nichts kommt der Verzweiflung der Feinstofflichen Welt gleich, wenn ihre Warnungen nicht das Ziel erreichen. Die Feinstoffliche Welt will unserer Welt auf ihre Weise helfen. Aber wahre Zusammenarbeit kann nur durch Herzensbildung und durch Verstehen der Eigenschaft des Wesens des Feuers erlangt werden.

    40. Ihr staunt über die vielen Hinweise in den alten Arzneibüchern und in verschiedenen überlieferten medizinischen Aufzeichnungen für die Herstellung von Salben, mit denen man den Organismus in einen transzendentalen Zustand versetzen kann. Ihr fühlt, dass dies weder etwas mit Geisterbeschwörung noch mit Hexerei zu tun hat, sondern ein eigenartiges Suchen nach der Zukunft ist. Daher ist es klar, dass unsere fernen Vorfahren um die Zukunft mehr besorgt und bedacht waren als unsere derzeitigen Gelehrten.


Für uns wird die Zukunft entweder in die Grenzen des Höllenfeuers, oder in den Bereich einer elektrischen Erscheinung verweisen. Die mächtige lebensschaffende Potenz des Feuers bleibt unerkannt: die glänzenden, strahlenden Erscheinungen werden nicht begriffen, und selbst die Hierarchie des Lichts wird entweder als Gespenst, oder Kobold angesehen. Es gibt viele, die der Zukunft ausweichen wollen, indem sie es vorziehen, sich als Staub zu bezeichnen. Dennoch schaudern sogar die Gelehrten bei der Frage, ob sie das Feuer durchschreiten wollen.
    Nichtsdestoweniger, wie oft wurden wir jenseits des dreidimensionalen Zustandes geführt! Wenn wir in Gedanken versunken sind, empfinden wir da Zeit oder Temperatur? Wir sind uns der unzähligen Minuten, die in einem Augenzwinkern verschmelzen, oder zur Ewigkeit werden, völlig unbewusst! Solche Experimente vollziehen sich täglich, und jeder kann von wunderbaren Phänomenen Zeuge sein!

    41. Der Begriff Schambala ist mit feurigen Erscheinungen wirklich untrennbar verbunden. Ohne die Anwendung des geläuterten Feuers ist es unmöglich, sich den höheren Begriffen zu nähern. In der ganzen Welt werden die Menschen unterteilt in jene, die Schambala als das Höchste Maß erkennen, und in jene, die die Zukunft leugnen. Möge das Wort Schambala auch nur wenigen bekannt sein, jeder hat seine Sprache, aber das Herz ist eins. Jedem, der bereit ist zum Licht zu schreiten, muss besorgte Aufmerksamkeit geschenkt werden. Das Herz muss jede auf das Gute gerichtete Erscheinung umfassen. Doch unter der Flammenden Kuppel sind alle gleich.

    42. Ihr schreibt mit Rauch Worte in den Himmel. Vielleicht ist euch nicht bekannt, dass die Chaldäer, wenn die Fristen nahten,


auf ihren Zikkuraten5 in den Raum schreiben. Auf diese Weise wurde die Zusammenarbeit mit den Gestirnen hergestellt, und chemische Strahlen verstärkten eiligst die irdischen Entschlüsse; auf der anderen Seite haben Wissenschaftler ihre Erfindungen in den Raum gestellt.

    43. Die Schwierigkeit im Verstehen ist bis zu einem bestimmten Grad auf die Unzulänglichkeiten der irdischen Sprache zurückzuführen. Alle Symbole und höheren Begriffe sind bis zu einem sinnwidrigen Grad herkömmlich geworden. Als der Mensch etwas jenseits der Grenzen des Alltagslebens entdeckte, begann er darüber in vagen und ungewöhnlichen Bezeichnungen zu sprechen, die für seinen Mitmenschen etwas völlig anderes bedeuteten. Hinzu kamen die Anomalien des Sehens, Geschmacks und Hörens, was ein völliges Durcheinander schuf. Als der Mensch versuchte, den höchsten Hierarchischen Begriff zum Ausdruck zu bringen und erreichte bloß äußerste Verwirrung. Beachtet, dass jeder, der über einen transzendentalen Begriff spricht, die unerwartesten Auslegungen trifft. Die Menschen sprechen oft von ein und demselben, aber in solch unterschiedlichen Bezeichnungen, dass keine Möglichkeit besteht, diese Begriffe mit Worten in Einklang zu bringen. In solch einem Fall ermüdet euch nicht im Wortstreit, sondern verharrt schweigend in herzlicher Besorgtheit. Lasst die feurige Energie arbeiten, sie wird mindestens einen engen Zugang finden. So denkt unter allen Umständen daran, dass ihr über einen Vorrat der alles durchdringenden Energie verfügt.

    44. Denkt auch daran, dass, wenn das Herz entflammt ist, die feurige Energie unaufhörlich wächst und arbeitet. Auf diese Weise ist es leichter, die bereits erwähnte Teilbarkeit des Geistes zu verstehen. Die Flamme ist ohne Schaden teilbar,


und sie ist weder an Raum noch an Zeit gebunden. Werdet ihr also in verschiedenen Ländern gleichzeitig gesehen, braucht euch das nicht zu überraschen, denn dies ist bloß eine der Eigenschaften der feurigen Anspannung.
    Allerdings ruft diese feurige Anspannung im Sonnengeflecht einen Druck hervor. Man muss erkennen, dass die Vereinigung des Herzfeuers mit dem Raumfeuer alle Zentren anspannt.

    45. Arbeitet wie Bildhauer. Ihre Hände wissen, wie sie den Stein anzufassen haben, um die Form nicht zu entstellen. So weiß übrigens auch jeder, wie viel Nahrung er benötigt. Die Überfüllung des Magens wird sicherlich nicht das richtige Maß sein. Im Gegenteil - der Bedarf wird nicht nach irdischen Maßen bestimmt. Das Herzfeuer gibt dem Bewusstsein das Zeichen. So möge man sich freuen, dass die richtigen Maße im feurigen Wissen zu finden sind.
    Ich denke an einen Brunnen für die Aufbewahrung der Schätze; denn seit undenklichen Zeiten war ein Schatz immer in den Tiefen verborgen. Auch Wir sehen, dass Errungenschaften in den Tiefen des Herzens verwahrt und wahrhaftig vom Feuer umgeben sind.

    46. Die Berührung des Bildhauers kann mit Worten nicht beschrieben werden. Er selbst wird nicht genau sagen können, warum er gerade solch einen tiefen Schlag ausführte. Gleicherweise sollt ihr Gefühlswissen mit Wirklichkeit in Beziehung bringen. Die Lehre macht es möglich, jenes als Wirklichkeit zu erwägen, das gestern noch unbekannt war.

    47. Die Annäherung der Feinstofflichen Welt an die irdische ist eine von den großen feurigen Aufgaben. In dieser Richtung wird unmerklich viel getan. Aber außerdem ist es notwendig, dieses Bewusstsein in den Gemütern der Menschen zu stärken. Man sollte ihre Wirklichkeit bestätigen und


sie aus der Kategorie eines Märchens entfernen. Es genügt nicht, dass irgendwo schon Ergebnisse erzielt wurden, denn die geringste Verbesserung erfordert bewusste Annahme. Wenn dies sogar bei alltäglichen Entdeckungen sichtbar wird, wie stärker wird es dann gefühlt, wenn es den Menschen selbst betrifft! Es ist schwierig für den Menschen, sogar im Kleinsten voranzuschreiten! Rar sind Helden, die ihr Blut für das Wohl ihres Nächsten vergießen, jedoch dieser innere Impuls erfüllt den Organismus mit neuen Kräften. Auch die Umwandlung des physischen Körpers sollte als eine Form des Heldentums verstanden werden. Sie muss als Ermutigung dazu dienen, zu erkennen, dass die Erfahrung solcher Annäherung bereits ausgezeichnete und fühlbare Ergebnisse gezeitigt hat. Die Menschen müssen sich an die Tatsache gewönnen, dass die Vervollkommnung der Daseinszustände beschleunigt werden muss; aber das darf keinen Krämpfen gleichen. Im Gegenteil, die Menschen sollten sich nicht mit den überholten Bräuchen zufrieden geben; sie sollten es lernen, sich am Neuen zu erfreuen. Die Freude über das Neue sind bereits Schwingen zur Zukunft.

    48. Seine Taten mit jenen der Mitarbeiter zu messen, ist ebenfalls eine feurige Eigenschaft. Zündet jemand eine Lampe an, so will er nicht das Haus in Brand stecken. Im Gegenteil, jeder sucht für die Lampe einen sicheren Platz. Feurigkeit bedeutet nicht Wahnsinn. Es ist schrecklich, dauernd unwissende Gespräche über den chaotischen Zustand des Feuers mit anzuhören. Man muss verstehen, dass dieses Naturelement die höchste Angemessenheit, gründliche Umsicht und Vorsicht erfordert. Vor allem verhält sich jeder Agni Yogi weise in der Verteilung dieser Substanz. Er wird eher sparsam als verschwenderisch sein. Als treuer Hüter


weiß er, dass die höchste Substanz durch erhabene Arbeit und Leid geläutert ist. Er weiß, dass jede Feurige Energie einem seltenen Segen gleichkommt. Das Raumfeuer verlangt nach Offenbarung, und er versteht den Wert dieses Findens. Nur dann kann er mit dem Feuermeer betraut werden.
    Deshalb bitte Ich alle Mitarbeiter, streng umsichtig zu sein. Auf diese Weise werden sie den im Herzen wachsenden Schatz bewahren. Es ist am besten, ihn nicht in den finsteren Abgrund zu streuen, wo jede Fackel für zerstörenden Brand genutzt wird. Die Säule der Angemessenheit muss auch im Feuer gewahrt werden.

    49. Niemand sollte sich dem Feuer in Furcht nahen. Niemand sollte sich ihm mit Hass nahen, denn Feuer ist Liebe!

    50. Jede Bestrebung kann auf dreierlei Weise vollzogen werden: durch äußere Muskelanstrengung, äußerlich durch ein Nervenzentrum, oder durch die feurige Energie des Herzens. Die erste Bestrebung ist tierisch, die zweite menschlich und die dritte eignet der Feinstofflichen Welt. Die dritte Bemühung könnte weit öfter genutzt werden, wenn die Menschen die Begriffe Herz und Feuer bewusst anwendeten. Aber leider erfolgt diese Anspannung nur in Ausnahmefällen. Natürlich, wenn eine Mutter ihr Kind rettet, handelt sie jenseits irdischer Zustände. Wenn sich ein Held der Rettung der Menschheit hingibt, vermehrt er seine Kraft zehnfach. Aber dieses unbewusste Entflammen kommt selten vor. Wir wachsen über das beständige Wachsen der Kräfte durch das Erkennen der vorherbestimmten Kräfte.


Es ist nicht schwierig, das Bewusstsein zu entfachen und umzuwandeln, wenn ihm ständig Beachtung geschenkt wird. Beständigkeit ist ebenfalls eine Eigenschaft des Feuers. Überall, unter allen Umstanden, ist das Wesen des Feuers das Gleiche. Feuer kann nicht aus irgendwelchen Elementen, irgendwelchen Zusammensetzungen gebildet werden; man kann Feuer nur offenbaren. Ebenso kann man sich der Feurigen Welt nähern. Die erstaunlichsten Erneuerungen vollziehen sich durch feurige Erscheinungen. Die irdische Welt wird nur durch Feuer erneuert. Die Menschen glauben an das Licht des Feuers. Die Menschen erblinden der Erde willen und erneuern sich durch Feuer. Man kann viele Beispiele von Welt-Umwälzungen durch Feuer anführen. Ohne die Erscheinungen des Feuers könnt ihr sogar den Pfad der Erneuerung nicht betreten. Viele werden bei dem Wort Erneuerung bloß spotten, jedoch sogar die Schlange erneuert ihre Haut. Daher ist es gut, sich bewusst der Feurigen Welt zu nähern.

    51. Es ist nicht erschreckend, dass die Meere ihr Bett verlagert. Sollten die Menschen nicht vor allem im Gedanken beweglich sein? Die Fähigkeit, sein Wesen in den Gedanken zu versetzen, wird einen Kanal zur Feurigen Welt bieten.

    52. Man sollte sich an die Tatsache gewöhnen, dass Schläfrigkeit viele möglichen Ursachen hat. Es ist weise zu verstehen, dass die Tätigkeit bestimmter Zentren besonders transzendental ist und dazu neigt, Schläfrigkeit hervorzurufen. Aber Wir wissen, wie bedeutsam der Zustand des Halbschlafes sein kann. Vertreibt Schläfrigkeit nicht.

    53. Ein nachdenklicher Arzt könnte in Bezug auf feurige Krankheiten die Frage stellen, "ob man sie als ganz eigene Krankheiten bezeichnet,


oder ob sie unter den meisten Krankheiten verbreitet sind?" Letzteres kommt der Wahrheit näher. Feuer kann alle Krankheiten verschlimmern, weshalb man dem Zustand feurigen Strebens große Beachtung schenken sollte. Außerdem muss daran erinnert werden, dass eine feurige Erscheinung nicht bloß durch Wasser oder Kälte gelindert werden kann, sondern eher durch die dem Feuer überall widerstehende psychische Energie. Diese Energie, als eine Art Feuerverdichtung, kann das überschüssige Feuer aufsaugen. Daher wende man die Aufmerksamkeit wieder der psychischen Energie zu, wenn wir über das Herz, die Feurige Welt und unsere Bestätigung vom Vorhandensein der Feinstofflichen Welt sprechen. Lest ihr vom verzehrenden inneren Feuer, so denkt an die Wirkung der psychischen Energie. Sie kann auf dreierlei Weise in Erscheinung treten: durch Autosuggestion, durch physische Untätigkeit, oder durch die höchste Wirkung auf Entfernung. Jedoch die Ärzte übersehen oft, dass nicht die Arznei, sondern irgendein äußerer Umstand hilft. Wir erinnern an einen bemerkenswerten Fall, wo ein Arzt über mächtige psychische Energie verfügte, jedoch alle seine Erfolge hartnäckig der Medizin zuschrieb. Es lässt sich leicht ermessen, wie sehr sich solche Erfolge vermehren würden, wenn der Arzt begreifen würde, worin seine Kraft besteht. Nur verwechselt die Herzenergie nicht mit äußerem Magnetismus und so genannten Hypnose. Diese beiden Erscheinungen sind künstlich und deshalb vorübergehend. Die Herzenergie wird nicht gewaltsam angewendet, sondern muss durch Kontakt mit dem Strom übertragen werden. Gelänge es dem Arzt und dem Patienten, vor allem physischen Mitteln,


ihre Herzenergie gleichzeitig hervorzurufen, die Wirkung würde in vielen Fällen sofort einsetzen und einen Heilerfolg bewirken.

    54. Ich bitte, nicht zu vergessen, dass die Feurige Welt keinen Aufschub duldet. Sie im Bewusstsein zu bestätigen, ist schon ein Schritt der Annährung.

    55. Kann man Bekundungen von Feuer nicht im Weltgeschehen wahrnehmen? Beachtet die Beziehungen der Völker, den Magnet der Ideen, die Verbreitung von Gedanken und alle Zeichen öffentlicher Meinung. Dieses Aufleuchten der Flamme wird durch keine Kommunikationsmittel hervorgerufen, sondern durch etwas, was darüber hinausreicht.

    56. Freude und Mut sind unerlässlich, doch ohne Feuer bildet sich diese Eigenschaft nicht. Verstand kann einen aller Freude berauben und auf diese Weise die Tore zur Zukunft verschlissen. Aber ein feuriger Weitblick fällt nicht vom Himmel, er muss entdeckt werden. Diese Entdeckungsmethode muss in der Kindheit beginnen. Wir sehen, wie Kinder bereits die schwierigsten Aufgaben des Geistes innerlich annehmen. Sogar alle von den Älteren bereiteten Hindernisse dienen bloß dazu, ihr Gefühlwissen zu kristallisieren. Doch Kristallisation ist eine feurige Tätigkeit. Die besten Kristallschichten bilden sich durch Feuer. So bildet sich auch das unbezwingliche Herz durch feurige Einwirkung. Das ist kein Symbol, sondern eine rein laboratorische Schlussfolgerung. Jedoch wie fern stehen die Menschen den feurigen Erwägungen!

    57. Nicht allein über Feuer müssen wir nachdenken. Ereignisse jagen vorwärts wie eine Meereswelle. Ihr versteht richtig, dass die finstere Kraft jedes wohltätige Unternehmen umgibt. Wir bemerken, dass sich jede gewöhnliche


Tätigkeit sofort in Böses verwandelt. Daher sollte man alle geistigen Mücken loswerden und alles Gewöhnliche durch Ungewöhnlichstes ersetzen. Für Ungewöhnlichkeit sollte sozusagen sogar ein Preis verliehen werden. Ungewöhnlichkeit sollte man nicht von der alten Welt erhoffen. Jenseits der gewöhnlichen Zustände sollte man die unverhofftesten Winkel berühren. Daher freue Ich Mich, wenn man sich mit neuen Elementen befasst.

    58. Lungenpest in bestimmten Formen ist ein auffallender Beweis für eine feurige Epidemie. Sie suchte von Zeit zu Zeit die Erde heim, das Bewusstsein für mögliches Elend vorbereitend. Eine merkwürdige Hustenart, von der ihr gehört habt, ist für diese Krankheit kennzeichnend.
    Überall tritt sie auf, bei Kindern und bei Erwachsenen, ja sogar bei Tieren. Aber die Menschen wollen diese Vorstufe des schrecklichen Elends nicht wahrnehmen. Sie schreiben sie leichtfertigerweise den verschiedensten Krankheiten zu, nur um nicht an das Ungewöhnliche denken zu müssen. Alle auf diese Weise Erkrankten sollen isoliert und die Toten sofort verbrannt werden. Menschen, denen es an psychischer Energie mangelt, können dieser Ansteckung leicht erliegen. Sie kann sich durch verschiedene hinzukommende innere und äußere Umstände verschlimmern. Das Schwarzwerden oder Entzündungen der Haut deuten auf Pocken oder auf Scharlach hin; denn die meisten feurigen Erscheinungen äußern sich auf der Haut. Lernt es, diesen ungewöhnlichen Erscheinungen Beachtung zu schenken. Moschus und heiße Milch mit Speisesoda sind gute Verhütungsmittel.


Kalte Milch wird von den Geweben nicht aufgenommen, dagegen dringt heiße Milch mit Speisesoda in die Zentren ein. Oft versuchen die Menschen, Fieber durch kalte Umschläge zu heilen, jedoch lediglich Senfpflaster und heiße Kompressen bringen unerwartete Besserung. Wir lehnen Schröpfgläser und Blutegel entschieden ab; denn sie wirken auf das Herz und können gefährlich sein.
    Wir entsenden oft Menschen für gefährlichste Aufgaben, doch zugleich achten Wir auf ihre Gesundheit. Es ist unweise, eine nützliche Substanz zu zerstören.

    59. Dem Feuer wohnt für Schönheit inne; es entwickelt Schöpferkraft und überträgt unvergängliche Aufzeichnungen in die Schatzkammer des "Kelches". Daher schätzen Wir diese unvergänglichen Errungenschaften mehr als alles Zerstörbare. Helft deshalb dem menschlichen Denken, dem Unvergänglichen zuzustreben.

    60. Wer nicht zur Erneuerung des Denkens beiträgt, ist kein Freund der Neuen Welt. Oftmals habt ihr bemerkt, dass Verbesserung und Verfeinerung, nach Menschlichen Maßstäben gemessen, unmerklich vor sich gehen. Es ist schwierig, das allmähliche Wachsen eines Pflanzenstängels sich sehr auffallend von Samen. Gleich erstaunlich sind menschliche Umgestaltungen; gerade diese feurige Blüten, die seltensten von allen, erhalten das Gleichgewicht der Welt.

    61. Es ist unmöglich, nicht zu bemerken, wie unvermutet der Plan der Ereignisse abrollt. Sie zu beachten, bildet allein die ganze Epoche des Feuers.

    62. Feuer muss lebendig sein. Untätigkeit ist dem Feuer nicht eigen. Energie erzeugt Energien.


Besonders schädlich ist es, den Menschen von seiner gewohnten Arbeit loszureißen. Selbst bei der niedrigsten Arbeit entwickelt der Mensch feurige Energie. Nehmt die Arbeit und er Wird unvermeidlich dem Kräfteverfall unterliegen , mit anderen Worten: das Feuer des Lebens wird in ihm erlöschen. Sie altern nicht wegen Zunahme an Jahren, sondern infolge Erlöschens des Feuers. Glaubt nicht, dass das Erlöschen des Feuers für die Umgebung keinen Schaden verursacht. Der Schaden entsteht nämlich dadurch, dass der vom Feuer eingenommene Raum plötzlich der Verwesung anheim fällt. Diese Verwesung des Lebens widerspricht dem Gesetz des Seins. Im Gegenteil, die menschliche Gesellschaft sollte in allem, was sie umgibt, das Feuer erhalten. Das Feuer der Druiden erinnerte an die Aufrechterhaltung des Lebensfeuers. Das Feuer darf nirgends, sogar nicht im Kleinsten, ausgelöscht werden. Deshalb zerstört den Festtag des Geistes nicht, auch wenn ihr seine Sprache nicht begreifen könnt, das wird euch morgen verständlich sein. Doch erloschenes Feuer kann nicht wieder die gleiche Anwendung finden.

    63. Der Festtag des Geistes ist von allmenschlichem Wert; er ist ein aufgebauter Schatz. Möge diesen würdigen Aufbau niemand stören. Unter den unstatthaften Verletzungen des Karma wird Stören des Festtages des Geistes als sehr ernst angesehen. Andererseits ist ein dem Festtag des Geistes gesandtes Lächeln die flammendste Blume der Herzensdarbietung.

    64. Man muss sich bewusst sein, wie schwierig verschiedenen Strome zu erkennen. Viele könnten die verschiedenen verzweigten Ströme und Rhythmen nicht erkennen. Ich lobe Urusvati für die Beachtung der Ströme, nur so kann man Wahrnehmungen aufspeichern.


In zwei Jahren wird es möglich sein, einen der kompliziertesten Ströme zu übermitteln, der ohne frühere Aufspeicherungen nicht ausgehalten werden könnte.

    65. Der Strom der vergangenen Nacht zählt zu dem höchst spannungsgeladenen Feurigen Einwirkungen - zu den so genannten doppelten Pfeilen. Auch der frühere schwere Strom Mahawan hatte für diese neue Anspannung Bedeutung. Er wird als besonderer Schutz gegen ernste Einwirkungen gesendet. So vermag man sich feurig zu wappnen, vorausgesetzt, dass der Geist selbst solch eine Rüstung annimmt. Für das Erkennen der Feurigen Welt ist diese Annahme wesentlich, denn wenn es Widerstand gibt, können die Tore nicht geöffnet werden.

    66. Über den Feldern und Wäldern gibt es viele Feuer, aber die Menschen erachten sie als übernatürlich. Das kann nur durch Mangel an Vorstellung erklärt werden.

    67. Neben Unserer Bestätigung bemerken sogar die Menschen selbst das Untergehen bestimmter Kontinente. Es wird dem jedoch keine Bedeutung beigemessen. Auch das ist auf Unwissenheit zurückzuführen.

    68. Seid standhaft, standhafter als ein Fels. Das wunderbare Feuer wird durch die Standhaftigkeit des Geistes verstärkt.

    69. Die Beobachtungsfähigkeit ist eine der grundlegenden feurigen Eigenschaften, aber sie wird nicht leicht erreicht. Sie wird so langsam erworben wie Bewusstsein. Ihr habt richtig bemerkt, dass Bewusstsein durch das Leben selbst gestärkt wird; gleicherweise wird Beobachtung gestärkt. Es kann weder abstraktes Bewusstsein noch theoretische Beobachtungen geben. Doch menschliche Geistesabwesenheit ist ungeheuerlich, sie schafft eine scheinbar unreale Welt. In ihrem


Egoismus sehen die Menschen nur ihre eigenen Gespenster. Bei solchen Verblendungen kann es kein Gespräch über die Beobachtungen mit allen Mitteln in den Schulen eingeführt werden, sogar für kleine Kinder. Eine der Beobachtung gewidmete Lehrstunde wird ein wahrer Lebensunterricht und für den Lehrer wird diese Stunde ein Unterricht in Findigkeit sein. Beginnt mit der Verfeinerung der Beobachtungsfähigkeit bei Gegenständen des Alltags. Es wäre ein Fehler, die Schuler zu schnell auf höhere Begriffe hinzulenken. Ist der Schüler zu Beginn imstande, den gewohnten Inhalt eines Raumes zu beobachten, wird dies schon eine Errungenschaft sein. Für ein unachtsames Auge ist das nicht so leicht, wie es scheit. Nachher kann man die Fähigkeit durch eine Reihe von Experimenten beschleunigen, um Eindrücke zu schaffen. Wir können vorschlagen, dass der Schüler durch einen unbekannten Raum läuft und dennoch konzentriert beobachtet. So wird es möglich sein, Blindheit zu beseitigen und die Kühnheit wahren Sehens zu festigen. Es muss ein Programm von Experimenten für alle Sinne erstellt werden. So kommt feurige Tätigkeit in einer einfachen Übung zum Ausdruck. Kinder lieben solche Aufgaben. Solche Bewusstseinsübungen tragen in die höheren Sphären. Die üblichsten Bräuche können die Schwelle zum Schwierigsten werden. Stellt euch die Begeisterung eines Kindes vor, wenn es ausruft: "Ich habe mehr gesehen!" In diesem "mehr" kann eine ganze Stufe enthalten sein. Mit gleichem freundvollem Ausruf wird das erste wahrgenommen feurige Sternchen begrüßt werden. So beginnt wahre Beobachtung.

    70. Flüge in die Feinstoffliche Welt können schwierig sein; sogar ein erfahrenes Bewusstsein kann auf Hindernisse stoßen.


Heute widerfuhr Ur.6 solch eine Schwierigkeit. Sie musste sich anstrengen, um chemische Schichten, die sich durch astrochemische Verschmelzungen bilden, zu durchdringen. Die Tage vor und nach dem Vollmond sind für Flüge ungünstig. Der so genannte Mondspiegel kann hinderlich sein und erfordert eine kräftige Beharrlichkeit.

    71. Jeder Hammerschlag lässt Feuer in Erscheinung treten, aber auch jeder Schwertschlag liefert ein feuriges Schauspiel. Lasst uns die Arbeit des Hammers billigen und vor dem Erheben des Schwertes warnen. Lasst uns jede Berührung des Feuers erkennen. Nehmen wir jeden Beweis des gewaltigen Naturelements mit äußerster Verantwortung an. Das in Erscheinung getretene Feuer kehrt nicht wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurück; es wird in einem besonderen Zustand unter den feurigen Erscheinungen bleiben. Es wird entweder Leben schaffen, oder zerstören, entsprechend der Absicht dessen, der es aussendet. Deshalb unterstreiche Ich die Bedeutung des Feuers, dieses untrennbaren Weggenossen. Man sollte den Menschen die Bedeutung der Naturelemente mit verschiedensten Mitteln einprägen. Sie haben vergessen, dass ihr Leben mit den verantwortlichsten Taten erfüllt ist. Worte und Gedanken lösen feurige Wirkungen aus; jedoch die Zunge fährt fort zu schwatzen und der Gedanke den Raum zu verletzen. Denkt über diese feurige Erschaffung nach! Brüstet euch nicht mit totem Wissen, solange ihr fortfahret, Verleumdungen gegen das Höchste auszuspeien. Denkt daran, dass euch diese Verleumdungen immer begleiten werden! Die Welt erbebt von den Flammen der Bosheit. Ihre Urheber hoffen auf Untergang der anderen, aber sie selbst werden vom Aussatz zugrundegehen.


    72. Vor euch bekundet sich eine andere Erscheinung hohen Grades: das Kundalini regt sich von seinem Grund bis zum allerhöchsten Gelenk. Die Kehlkopfdrüsen sind stark entzünden, aber dieser physische Aspekt ist für die feurige Einwirkung unerlässlich. In diesem Zustand wirkt das Kundalini auf weiteste Entfernung. Ihr erkennt, wie notwendig gerade jetzt diese Gegenwirkung von Ur. ist. Ohne diese feurige Tätigkeit wäre kein Sieg errungen worden. Aber die Schlacht ist wirklich schwierig, und die Angriffswellen mehren sich. Deshalb lasst uns sehr vorsichtig sein. Lasst uns aufmerksam sein, wohlwollend und sehr behutsam.

    73. Ton and Färbe zählen zu den hauptsächlichen feurigen Erscheinungen. So sind die Sphärenmusik und das Leuchten der Raumfeuer die höchsten Erschwingungen des Feuers. Daher ist es unmöglich, dauernd die Sphärenklänge zu hören oder die funkelnden Feuer wahrzunehmen. Solch eine Frequenz von Emotionen würde den irdischen vom feurigen Körper in zu hohem Grade trennen. So würde das für die Ewigkeit so notwendige Gleichgewicht nicht geschaffen werden. Freilich sollten wir unsere vier Körper im Bewusstsein trennen, damit ihre Funktionen aufgeteilt werden können. Die Störung des Gleichgewichts führt zur vorzeitigen Zerstörung des niederen Körpers.

    74. Es gibt keinen Grund anzunehmen, die schwarze Magie nehme gegenwärtig besonders in Tibet stark zu. Gewiss, sie hat sich dort Stark verbreitet, aber das ist nur eine Phase ihrer weltweiten Entwicklung. Man kann sich nicht vorstellen, wie sehr sich dieses schwarze Netzwerk ausbreitet. Man kann sich die große Verschiedenheit seiner Beteiligten nicht vorstellen.


Man kann nicht alle einander aufrechterhaltenden ungeahnten Verbindungen aufdecken. Kann man sich mit der Tatsache abfinden, dass Staatsoberhäupter, Prälaten, Freimaurer, Meuterer, Richter, Verbrecher, Ärzte, Kranke und Gesunde, alle auf dem gleichen schwarzen Feld tätig sind? Die Schwierigkeit, sie zu entlarven ist, dass man keine bestimmte Organisation aufzeigen kann, alles basiert auf einzelnen Persönlichkeiten, welche die verschiedensten Tätigkeiten ausüben.

    75. Die Verbündeten der schwarzen Logen erkennen einander genau. Es gibt wirklich unverkennbare Zeichen. Wenn ihr eine unmenschliche Grausamkeit bemerkt, seid sicher, dass dies ein Zeichen der Finsteren ist. Jede Lehre des Lichts ist in erster Linie eine Entwicklung der Menschlichkeit. Bedenkt dies entschieden, denn nie zuvor hatte die Welt diese Eigenschaft so sehr nötig. Menschlichkeit ist die Schwelle zu allen anderen Welten. Menschlichkeit ist die Grundlage des Gefühlswissens. Menschlichkeit sind die Schwingen der Schönheit. Das Wesen der Menschlichkeit ist die Substanz des "Kelches". Lasst uns deshalb vor allem auf Erden in Menschlichkeit kleiden und sie als Waffe gegen die finstere Kräfte erkennen. Eine feurige Erscheinung wird das Herz über Menschlichkeit heimsuchen. So werden wir erneuet erkennen, wie sehr das Fernste das Nächste ist. Wir erkennen einander auch durch Menschlichkeit. Auf diese Weise werden wir in dieser Stunde der Gefahr für das Dringendste arbeiten.

    76. Der innere Lotos kann sowohl offen als auch geschlossen beobachtet werden. Wenn die purpurne, schützende Aura erforderlich ist, kann man sehen, wie sich


die Blätter des Lotos zusammenziehen und von den Ablagerungen der Blutgefäße bedeckt werden. Bei solch einer Erscheinung erkennt ein erfahrener Yogi, dass große Gefahr nahe ist. Wie sich in der Natur, lange vor Aufkommen der Wolken, die Blumenblätter stärker der Sonne zuwenden, oder sich in der Abenddämmerung unverzüglich zusammenfalten, so spürt auch der Feurige Lotos das Nahen kosmischer Stürme. Und bei der Entwicklung des Yoga kann man eine ähnliche Anspannung auch im äußeren Lotos bemerken. So nennt man die kreisförmige Drehung des Kundalini, welche die Hauptzentren berührt und gleichsam den äußeren Lotos der Verteidigung bildet. Dieser besonderen Anspannung gehen für gewöhnlich Pfeile voraus, über die wir bereits gesprochen haben. Der äußere Lotos wird auch Panzer genannt. Wir betrachten seine Bildung nicht nur als Zeichen der Gefahr, sondern auch als Erreichen eines Yoga-Grades.

    77. Die von euch wahrgenommene Abwesenheit hat natürlich keine physische, sondern eine yogische Bedeutung. Sie wird durch eine dringende Notwendigkeit, ohne Verzögerung in fernen Ländern zu erscheinen, hervorgerufen. An solche Aufrufe sollte man sich gewöhnen, wenn es überall so viel Spannung gibt. Denn nur der Blinde kann glauben, dass es morgen wie gestern sein wird!

    78. Man kann beobachten, dass sich bestimmte Blumen am Abend nicht nur schließen, sondern sich sogar zu Boden senken. So ist es auch mit dem inneren Lotos.

    79. Es könnte gefragt werden, in welchem Verhältnis Unsere Lehren zu jenen von Uns bereits über Blavatsky gegebenen stehen. Antwortet, dass jedem Jahrhundert, nach der Offenbarung detaillierter Auslegung, ein abschließender Höhepunkt verliehen wird, der


die Welt wirklich in Richtung Menschlichkeit bewegt. So schließt Unsere Lehre die "Geheimlehre" von Blavatsky mit ein. Gleicherweise gipfelte das Christentum auf der Weltweisheit der klassischen Epoche, und die Gebote Moses gipfelten auf jenen des alten Ägyptens und Babylons. Jedoch die Bedeutung der im Brennpunkt stehenden Lehren muss verstanden werden. Es ist zu hoffen, dass die Menschen Unsere Bücher nicht nur lesen, sondern sie ohne Verzug annehmen; denn Ich spreche kurz darüber, woran erinnert werden muss. Wenn Ich von der Notwendigkeit der Erfüllung Meiner Weisungen spreche, bitte Ich euch, sie mit äußerster Genauigkeit zu erfüllen. Ich kann klarer sehen, und ihr müsst lernen, die Weisungen, die euer Bestes im Auge hat, zu befolgen. Ein Mensch kam nur unter den Zug, weil er die Gleise betrat, doch er wurde vorher gewarnt und hätte das nicht tun sollen.

    80. Im Volk heißt es, vor einem Krieg, oder einer Katastrophe brechen Waltbrände sowie andere Feuersbrüste aus. Ob das immer zutrifft oder nicht, ist unwichtig; bedeutsam ist, dass der Volksglaube die feurige Spannung vor Weltumwälzungen bemerkt. In der Volksweisheit nimmt das Feuer einen beachtenswerten Raum ein. Der Herr such das Volk im Feuer heim. Dasselbe Feurige Element wurde zum Höchsten Gericht erwählt. Die Läuterung vom Bösen vollzieht such durch Feuer. Missgeschicke sind von Bränden begleitet. So kann man diese feurigen Pfade im ganzen Denkverlauf eines Volkes wahrnehmen. Das Volk entzündet Ampeln und trägt Fackeln beim Gottesdienst. Im Volksverstehen hat das Element Feuer eine feierliche Bedeutung. So lasst uns nicht aus Aberglauben schöpfen, sondern aus dem Herzen des Volkes.


    81. Aufrichtiges Streben nach Selbstvervollkommnung ist nicht Ichsucht, sondern hat universelle Bedeutung. Der Gedanke an Besserung betrifft einen nicht allein. Solch einem Gedanken wohnt die Flamme inne, an der sich viele Herzen entzünden sollen. Wie sich Feuer unfehlbar entzündet, wenn es an einen mir entzündbarer Substanz angefüllten Ort gebracht wird, so durchdringt der feurige Gedanke den Raum und zieht unvermeidlich suchende Herzen an.

    82. Die Verantwortung des entflammten Herzer, groß. Es übermittelt Rhythmen und Strome der Hierarchie entlang. Deshalb sollten jene, die ein so angespanntes Herz umgeben, es nicht belasten; das sollte als die Grundlage des Daseins verstanden werden.

    83. Die finsteren Kräfte haben den Planeten in solch einen Zustand versetzt, dass keine irdische Lösung seine übliche Prosperität wieder herstellen kann. Niemand kann die irdischen Maßnahmen von gestern als für morgen geeignet ansehen. Daher muss die Menschheit erneut den Sinn ihres vorübergehenden Aufenthalts im irdischen Zustand verstehen. Nur durch seine grundlegende Daseinsbestimmung im Fleische und durch Kenntnis von der Feinstofflichen und der Feurigen Welt kann man sein Dasein festigen. Man sollte nicht glauben, dass das geschäftliche Trugbild, selbst vorübergehend, ein sicheres Dasein verbürgen kann. Das Leben wurde in Geschäft verwandelt, aber welcher Lehrer des Lebens war je ein Geschäftsmann? Ihr kennt das große Symbol der Vertreibung der Geldwechsler aus dem Tempel, doch ist nicht die Erde selbst ein Tempel? Ist nicht Maha Meru7 der Fuß


des Gipfels des Geistes? So können die Erdbewohner auf die vorherbestimmten Gipfel hingewiesen werden.

    84 Vergessen wir nicht, dass jeder Augenblick der Neuen Welt gehören muss. Beachtet, dass Wir beim Aufzählen der Welten scheinbar die Welt des Gedankens weggelassen haben. Das ist kein Zufall. Gedankenwelt stellt eine lebendige Verbindung mit der Feinstofflichen und der Feurigen Welt dar. Sie gibt den unmittelbaren Antrieb zur Feurigen Welt. Es gibt keinen Gedanken ohne Feuer, und das Feuer verwandelt sich in einen schöpferischen Gedanken. Die Erscheinung des Gedankens wird schon verstanden; lasst uns auch das Große Feuer - Oum8 - erkennen!

    85. Die Tätigkeit des Feuers kann sich unterschiedlich äußern. Heute wird für Konzentration, um feinstoffliche Eindrücke hervorzurufen, häufig eine Kristallkugel verwendet, aber das ist bereits eine spätere Form. Im antiken Osten wurde ein Block Bergkristall verwendet und über ein abgedecktes Feuer gestellt. Hernach wurde die Struktur der feurigen Schaffenskraft ins Leben gerufen, und sie zog die Erscheinungen des räumlichen Feuers herbei. So kann man bemerken, wie sehr die alte Kraft feuriger Beobachtung entartete.

    86. Man kann auch beobachten, dass sich bei gewissen Menschen Sachen rasch abnutzen, andere hingegen sie gleichsam erhalten. Irrtümlich sagen die Leute: "Bei ihm brennt alles". In Wirklichkeit ist es gerade umgekehrt. Achtet auf Personen, die erhaltend wirken. Sie stehen dem Feuer nahe. In der Tat, das Feurige Prinzip bewahrt die dauerhafte Eigenschaft der Dinge. Ich sprach bereits über die Einwirkung der psychischen Energie der Arbeiter auf die Qualität ihrer Produktion.


Auch darin werden wir die Mitwirkung des Feuers sehen. Die psychische Energie ist ein feuriger Beweis für das Einströmen der welträumlichen Feuer.

    87. Man kann die Lehre des Feuers dem Alltag zugrunde legen. Solange wir in trügerischen Verlockungen umherirren, werden wir in der einzigen Lebensgrundlage nicht gefestigt werden, und daher dem Aufstieg nicht näher kommen. Ich denke an jene Unschlüssigen, die nicht nur ihren Pfad verlieren, sondern auch den Fortschritt ihrer Nächsten hemmen. Der Unschlüssige vergeudet nicht nur seine Schätze, sondern plündert auch die der anderen. Es ist entsetzlich zu sehen, wie der Zweifel allen feurigen Grundlagen widerspricht. Beachtet dabei, dass der Unschlüssige meist nicht an sich zweifelt, sondern nur an den anderen, und so trägt er zur Zersetzung bei.

    88. Man sollte nicht meinen, dass nur karmische Bedingungen Unschlüssigkeit aufkommen lassen. Oft muss der Grund in Besessenheit gesucht werden. Der Unschlüssige glaubt, selbst vorsichtig voranschreiten zu müssen, als käme diese Besorgtheit allein für ihn selbst in Betracht! Die Vergangenheit vieler Unschlüssiger wäre lehrreich für die Schulen.

    89. In den Schulen sollte nicht nur über Helden gelesen werden, sondern auch Beispiele vom Schicksal einiger unbekannter Unschlüssiger wären lohnend. Die lebhafte Flamme der Heldentat würde durch Vergleich mit dem Schicksal der Auslöscher noch mehr lodern.

    90. Zurückgewiesene Möglichkeiten können nicht nur moralisch, sondern auch chemisch untersucht werden. Wahrhaftig, welche Worte reichen aus, um die Zerstörung einer bereits gebildeten Einwirkung zu beschreiben, wenn die durch große und langwierige Arbeit gesammelte wertvolle feurige Energie


unwissend zerstreut wird? Doch diese für eine bestimmte Verbindung hervorgerufenen feurigen Teilchen bleiben für lange Zeit unharmonisch, und es ist doppelte Anstrengung nötig, sie wieder zum Schaffen zu nutzen. Ich wiederhole, dass es unzulässig ist, den geistigen Festtag in ein bereits entfaltetes integriertes Bewusstsein einzumengen. Entstammt nicht der Beweis von Karma diesen gleichen, unvernünftigen Bereichen unzulässig.

    91. Sammeln wie gedanklich alle feurigen Annäherungen; prüfen wir die Zeichen der Eingebung oder Erleuchtung. Wir werden übereinstimmende, wirklich jenseits der allgemeinen Grundlage liegende, hinweisende Zeichen finden. Und so muss es sein; das Feuer des Herzens kommt mit dem Raumfeuer in Berührung. Nur so kann das Entstehen, oder richtiger gesagt, die Befruchtung der Schaffenskraft des Gedankens bewirkt werden. Darüber hinaus muss dem gesamten Apparat, der die Berührung mit dem Feuer herstellt, die höchste Achtung gezollt werden. Die zartesten goldenen Netzwerke der Nerven sind dem Auge fast unwahrnehmbar. Man muss mit dem dritten Auge in sie eindringen, um sich ihrer für immer zu erinnern und von Ehrfurcht vor ihnen erfüllt zu sein.

    92. Das gesehene goldene Netzwerk bildet die Grundlage des "Kelches"; man kann sich die Feinheit des inneren Apparates vorstellen. So kann Verfeinerung den Gedanken auf die Rücksichtnahme unter menschlichen Wesen lenken. Die Menschen sollten einander nicht beleidigen. Im Namen des Feuers sollte es keine Beleidigung geben. Nicht jede Anspannung wird mit einem Hammer erwirkt. Es sind auch


kleine Geräte und vorsichtige Berührungen notwendig. Wieder eine alte, aber bisher kaum angewandete Wahrheit.

    93. Im Allgemeinen können nur wenige das Lodern des flammenden Herzens verstehen. Jedoch jene, die diese Feuer der Erleuchtung schauten, wissen, wie lebendig diese Erscheinung ist. Der Feuerträger selbst bemerkt diese plötzlichen Lichter, aber für die Anwesenden erlauben oder verhindern es viele Umstände, das wunderbare Feuer zu sehen. Ohne Zweifel beeinflusst die Beschaffenheit der Anwesenden den Charakter der Erscheinung selbst. Man kann sich leicht solch eine Menge Auslöscher vorstellen, dass sogar der Lichtstern bloß ein Schimmer ist. Aber manchmal entzündet ein einfaches, jedoch sehr schönes Herz neue Kraft des Feuerträgers. Neben menschlichen Einwirkungen und Bedingungen der Feinstofflichen Welt üben zahlreiche Naturerscheinungen Einfluss aus. So kann sich bei einem Gewitter die Leuchtkraft in dem Augenblick verstärken, wenn die Elektrizitätsmengen auch die inneren Feuer verstärkt. Wasser von bestimmter mineralischer Beschaffenheit kann ebenfalls die innere Strahlung fördern. Natürlich, die schlimmste Atmosphäre ist die muffige, giftige Luft ungelüfteter Häuser. Wenn nämlich diese Luft Brutstätte von Krankheit sein kann, so kann sie weit mehr die Ausstrahlungen des Herzens unterdrücken! Die Leuchtkraft erfolgt häufiger als man denkt, doch Vorurteil und Sophisterei werden immer ihre eigenen Schlüsse ziehen. Das Unheil liegt darin, dass die Menschen nicht frei urteilen können. Die berüchtigte Befreiung, von der die Menschen so gern sprechen, wird in erster Linie keine Hörigkeit der Meinungen sein.

    94. Wenn Ich zur "Hilfe durch Gedanken" aufrufe, hege Ich besonderes Vertrauen. Nicht jeder kann gebeten werden,


in Gedanken zu helfen. Die Güte des Gedankens und die Konzentration der Herzenergie müssen gegeben sein. Solche auserlesene Gedanken sind wie ein starkes Radio. Man muss sich völlig hingeben können und darf die Gedanken nicht mit belanglosen Gefühlen belasten. Es bedarf eines Hurrikans, um die Botschaften zu überbringen, auch Standhaftigkeit äußerst notwendig. Es ist irrig anzunehmen, der Gedanken wäre nur für den irdischen Plan wichtig; vielleicht ist er für die Feinstoffliche Welt sogar wichtiger, um eine mächtige Zusammenarbeit zu schaffen. Bei der Spannung der Welt kann das Gleichgewicht oft gerade durch Gedanken hergestellt werden.

    95. Die Einwirkungen der von euch bemerkten Ströme haben eine zweifache Bedeutung - sie gleichen die kosmischen Erschüttrungen aus und verstärken die Kraft der Sendungen. Das ist so genannte psycho-physische Therapie. Bei der Verdichtung der Finsternis sind solch starke Ströme nützlich.

    96. Heldentat sollte das Gesprächthema jedes bedeutsamen Tages sein. Man sollte Heldentat als etwas Herbeigerufenes betrachtet und nicht müde werden, über sie zu sprechen oder nachzudenken. Durch die Herabsetzung der Heldentat wird Missgeschick geschaffen. Es ist, als zwänge man ein großes Tempelbild durch eine enge Tür und zerbräche bei diesem Anprall die wertvollsten Ornamente.
    Es ist gefährlich, an einem bedeutsamen Tag Klage zu führen. Wie kann man verständlich machen, dass solch grobe Arten einem Hammerschlag auf Seiten eines gestimmten Instruments gleichen? Der Mensch, der die verderblichsten Aussprüche gebraucht, fügt wie ein Kind hinzu "Nun, der Himmel ist nicht eingestürzt!" Er kann


das Zerreißen der inneren Fäden, die keine Kraft wieder zu knüpfen vermag, nicht wahrnehmen; so wird oft nichtwiedergutzumachender Schaden angerichtet. Doch jedes Herz, das die Feuer Erkannt hat, wird den Begriff Heldentat bestätigen, weil ohne sie das Leben beschränkt und unerträglich ist. Doch lasst uns die Heldentat aller drei Welten auf uns nehmen.

    97. Schambala offenbart sich in Bezug auf die Begriffe eines Jahrhunderts unter den verschiedensten Aspekten. Es ist richtig, alle Zyklen der Legenden Asiens zu studieren. Auf diese Weise kann man so weit wie möglich die ältesten Lehren, die mit Sibirien in Zusammenhang stehen - als den unbekanntesten und archaischsten Teil des Kontinents - zurückzufolgen.
    Der Zusammenhang der Hieroglyphen mit den Inschriften auf den Osterinseln9 ist unbestritten. So wird die Offenbarung einer neuen, mit den ältesten Quellen vollends übereinstimmenden Verbindung der Völker enthüllt. So seht ihr wieder einmal, wie die Annalen die wahren historischen Fakten bewahrten, aber die Mensche nehmen sie nur schwer an. Ihr habt gerade bemerkt, dass die Angaben über Kalachakra mit Schweigen übergangen wurden; das beruht nicht nur auf Unkenntnis, sondern auch auf einer Abscheu, die Grundlagen zu berühren. Mit gleichem Schaudern meidet die Menschheit alle Quellen des Wissens - dies bezieht sich auf alle Welten - und genauso schaudern werden die Menschen über die Welt des Feuers.

    98. Versucht, die Menschen nach ihren Naturelementen einzuteilen. Nicht nut nach der Beschaffenheit des Blutes, sondern auch nach der Beschaffenheit der Nervensubstanz wird eine direkte Reaktion im Einklang mit den Naturelementen zu bemerken sein.

    99. Bei jeder Krankheit kann man den Gedanken als Heilmittel oder Erleichterung anwenden, aber solch ein Gedanke


sollte die Krankheit mit ganzer Kraft, ohne Zögern und Verzug, aus dem Organismus vertreiben. Wenn solch eine Kraft jedoch fehlt, ist es allgemeinen besser, nicht an die Krankheit zu denken, sondern es dem niederen Manas zu überlassen, den inneren Kampf auszutragen. Äußerst schädlich ist es, in Gedanken zu Schwanken und sich einen Sieg der Krankheit vorzustellen. In solchen Fällen ist es gut, die Aufmerksamkeit des Patienten von seinem Zustand abzulenken. Wenn Menschen vom schlechten Ausgang ihrer Krankheit sprechen, ziehen sie ihn herbei. Die ungefährlichste Krankheit kann gefährlichste Ausmaße annehmen, wenn sie vom Gedanken genährt wird. In den Krankenhäusern sollten Beobachtungen angestellt werden, inwieweit der Gedanke den Krankheitsprozess beeinflusst. Sogar das Heilen von Wunden hängt von der psychischen Energie ab. So kommen wir wieder zu dem durch den Gedanken geschaffenen Feuer. Alle Heilungen durch Strahlen, Wärmebehandlungen sowie die Anwendung von Licht bekunden an sich die gleichen feurigen Einwirkungen, sind aber im Vergleich mit der Gedankenkraft schwach. Daher ist der für das Leben wichtigste Rat, den feurigen Gedanken zu entwickeln.

    100. Es ist richtig, im irdischen Dasein die Bedeutung der Synthese zu erwägen. Beim Erreichen der höheren Sphären der Feinstofflichem Welt sollte die ganze Kraft des Bewusstseins bewahrt bleiben. Diese Möglichkeit bietet sich jedoch nur einem synthetischen Bewusstsein. Man sollte sich auch die schnellste Orientierung zu eigen machen, und was könnte besser dazu beitragen als Synthese? Die Menschen sprechen von Wachsamkeit, denken jedoch bei dieser Qualifikation nur an Wachsamkeit in eine Richtung. Aber sogar vertraute Schildwachen sind umgekommen, weil sie nur in ine Richtung bestrebt waren. Können


wir den ganzen Reichtum der Natur schätzen, wenn unser Auge nicht an Beweglichkeit gewohnt ist?

    101. Wo es Hass gibt, da gibt es keine Rechtfertigung. Ich rufe auf zum Edelmut und nicht zur Schlaffheit. Für den Dienst des Lichts möge man allem entsagen, doch der gute Wille muss im Feuer getestet Werden. Dies muss mit den Seiten des Herzens begriffen werden. Doch begegnet ihr einem Tiger, so denkt nicht daran, ihm zu helfen; es gibt eine Grenze der Abscheulichkeit.

    102. Der Gedanke eignet in seiner Zeit- und Raumlosigkeit der Feinstofflichen Welt, doch auch in diesem Aufbau müssen noch unerforschte Möglichkeiten erkannt werden. Der feurige Gedanke dringt tiefer ein als jener der Feinstofflichen Welt; weshalb der feurige Gedanke die höhere Schaffenskraft wahrheitsgetreuer offenbart. Bei Aufmerksamkeit kann jeder diese zwei Gedankenschichten unterscheiden. Bei der gewohnten Denkrichtung wird uns oft ein Strom bewusst, ein so genannter zweiter Gedanke, der den erster erhellt und verstärkt. Das ist keine Spaltung des Denkens, sondern im Gegenteil, es ist ein Zeichen dafür, dass innere Zentren mitzuwirken beginnen. Dieser flammende Prozess hat in der indischen Metaphysik eine besondere Bezeichnung, doch wir wollen auf dieser nicht beharren, denn es würde zu Streitgesprächen und westlichen Beweisführungen kommen. Solche Streitgespräche sind nicht vom Nutzen - alles, was notwendig ist, ist einfach an die Tatsache zu erinnern, dass Denken mit der Feurigen Welt zusammenhängt. Sogar Kinder rufen aus: "Es ging mir ein Licht auf" oder "Es fällt mir ein!" So werden die Augenblicke richtiger und plötzlicher Entscheidungen bezeichnet! Man denke daran, wie Kowalewskaja10 mathematische Aufgaben löste. Solch feuriger Zustand ist für die Verbindung mit


der Feurigen Welt charakteristisch. Ihr wisst, dass es über die feinstofflichen Gedanken hinaus tiefgründige Gedanken gibt, die manchmal von Gedanken der Feinstofflichen Welt schwierig zu trennen sind. Beim gegenwärtigen Zustand unseres Planeten ist dies unmöglich. Allein die Erfahrung dieser zweifachen Gedankenrichtung sollte uns die Teilung der Welten bewusst werden lassen.

    103. Gewiss, wir befassen uns manchmal mit fernen Erinnerungen, aber es kann auch Fälle feuriger Erleuchtung geben. So war es in dem Fall, an den ihr euch erinnert habt. Die Feurige Welt übermitteln uns Blitze der Erleuchtung, ähnlich der groben Blitze eines Gewitters. Genauso wie ein Gewitter die Erde mit gereinigtem Prana versorgen, so ergießen sich ständig die Einwirkungen der Feurigen Welt. Es ist schade, dass es so wenige Empfänger gibt, doch ginge man dazu üben, das Bewusstsein zum Verkehr mit der Feurigen Welt zu erziehen, könnte sich solch ein Empfänger natürlich behaupten. Doch das Einfachste für alle Welten ist, mit der Hierarchie fest verankert zu sein.

    104. Grausamkeit ist der Tod des Herzens. Tote Herzen erfüllen die Welt mit Verwesung.

    105. Wer Gedankenschichten unterscheiden kann, der wird auch verschiedene Tätigkeitsarten wahrnehmen. Zuerst scheint die ganze Tätigkeit auf dem irdischen Plan vor sich zu gehen. Später, inmitten so genannter Träume, trennt sich das Gefühlswissen ab, als wäre es eine unabhängige Tätigkeit, die nicht nur auf dem irdischen Plane vor sich geht. So kommt die erste Erkenntnis, dass andere Welten in unser Dasein treten. Dann können in vollem Wachzustand


kurze Abwesenheiten beobachtet werden, die mit keinerlei Krankheiten in Zusammenhang stehen. Auf diese Weise lässt sich die Verbindung der Welten und unsere Teilnahme in ihnen noch gründlicher erforschen. Es fällt dem Bewusstsein nicht leicht, sich die unsichtbaren Welten vorzustellen; wegen unserer dichten Hülle erkennen wir nur schwer alle die Möglichkeiten, die außerhalb unseres Sehvermögens liegen. Man sollte sich daran gewöhnen, an die wirklich existierenden Welten in ihrer Ganzheit zu denken. Die Feinstoffliche Welt stellt nicht nur unseren Seinszustand dar, sondern sie ist an sich eine ganze Welt mit ihren eigenen Möglichkeiten und Hindernissen. Das Leben in der Feinstofflichen Welt ist von dem irdischen nicht weit entfernt, es verläuft jedoch auf einer anderen Ebene. Alles, was man sich erarbeitet hat, geht dort nicht verloren, im Gegenteil, die Früchte der Arbeit vermehren sich. Wenn es jedoch hier schwer fällt, ein klares Bewusstsein zu bewahren, so ist dies dort noch schwerer, weil man einer Menge Evolutionsordnungen begegnet, die uns neu sind. Daher muss man besonders das Gebot, ein klares Bewusstsein zu bewahren, beachten. Dies wird als wahre Synthese bezeichnet. Und wenn Bewusstsein für die Feinstoffliche Welt so sehr nötig ist, wie dringend nötig ist es dann für die Feurige Welt!

    106. Der Schmelzmeister beriet den neuen Arbeiter, wie er sich dem feurigen Schmelzofen zu nähern habe. Doch des Arbeiters einziges Interesse galt der chemischen Zusammensetzung der Flamme. Der Meister sagte zu ihm: "Du wirst lebendig verbrennen, bevor du die Flamme erreichst. Die Kenntnis der chemischen Formel wird dich nicht retten. Lass mir dir die richtige Kleidung anlegen, wechsle dein Schuhwerk, schütze deine Augen und achte auf die richtige Atmung. Zuerst beachte alle plötzlichen Übergänge und Schwankungen von Hitze und Kälte. Ich kann die feurigste Arbeit für dich anziehend gestalten. Du wirst die Blitze und


das Leuchten der Feuer lieb gewinnen. Die Anspannung der Flamme wird für dich kein Schrecken, sondern das Beben der Ekstase sein, und die richtige Aufnahme des Feuers wird dein Wesen Stärken." Diesen Rat kann man jedem erteilen, der über die Feurige Welt nachzudenken beginnt. Am Anfang lasst uns völlig ergeben sein und jenen Grad der Liebe pflegen, die wie ein unauslöschliches Licht wirkt. Die irdische Welt beruht auf Handarbeit, doch an die Gedankenschaffenskraft heranzutreten ist weit anziehender.

    107. Ein chinesischer Philosoph, der die furchtbaren Erscheinungen der niederen Schichten der Feinstofflichen Welt kannte, beschloss, ihre Eindrücke abzutöten. Zu diesem Zweck füllte er sein Schlafzimmer mit den hässlichsten Bildern. Er hoffte, dass ihm inmitten dieser abstoßenden Masken nichts Schlimmeres widerfahren könne. Solche Methoden sind unwürdig, obwohl sie bei den Menschen in dieser oder anderer Form beliebt sind. Wir hingegen lehren, das Auge für das Abstoßende unempfänglich zu machen. Außerdem ist es unmöglich, sich die ganze Skala der durch menschliche Laster geschaffenen Abscheulichkeiten vorzustellen. Sogar hier in der irdischen Welt sind wir oft entsetzt über unmenschliche Gesichter, doch stellen wir uns die Erscheinungen vor, in die sich diese verwandeln, wenn sie ihr wahres Wesen enthüllen! Und hier erleben auch Wir oft die Angriffe dieser finsteren Wesenheiten. Sie versuchen, alles für sie Gefährliche zu vernichten. Sie versuchen, einen im Schlaf zu schwächen, um bei gestörtem Gleichgewicht leichter zu verletzen. Man sollte diese finsteren Ausgeburten nicht als abergläubische Phantasie betrachten. Jeder Wissenschaftler muss die Tiefe der Seinsperspektive erkennen. Der Wissenschaftler hat die Unberechenbarkeit von Kleinstorganismen erfasst, er hat die Gebeine


von Riesentieren gesehen, und er kann noch mehr erkennen, wenn er in die unermesslichen Weiten der Höhlen des Himalaja eindringt. So misst der Wissenschaftler ins Unbegrenzte und berechnet unendliche Größen durch einfache mathematische Lösungen. Das heißt, dass gerade der Wissenschaftler die unendliche Zahl feuriger Formationen zugeben muss. Doch man muss seine Vorstellung vom groben arithmetischen Nullen her auf die Unbegrenztheit richten, denkend, dass es keine Leere gibt.

    108. Bittet Ur. über die Vielfalt der von ihr gesehenen Feuer zu berichten. Mögen alle diese Strahlen, Sterne, feurige Lotasse, Blumen und alle anderen Erscheinungen der Feurigen Welt leben und bestätigt werden. Es ist unmöglich, mit irdischen Bezeichnungen die Beschaffenheit dieser feurigen Visionen zu beschreiben. Jenseits bestimmter Grenzen enthüllt sich der Feurige Bereich wie eine Vision. Er kann weder zeitlich festgelegt noch kann die Ursache dieses unerwarteten Ereignisses festgestellt werden, denn das Feurige Naturelement befindet sich völlig jenseits irdischer Dimensionen. Aber wenn wir ihn, sowohl in seinen gröberen als auch in seinen höchst feinstofflichen Erscheinungen, sehen können, bedeutet das, dass sogar unser fleischliches Wesen die höhere Sphäre vorwegnehmen kann. Feurige Kommunikation ist unvergesslich, wenn sie einmal erlebt wurde. So lasst uns Mut fassen für den Aufstieg.

    109. Die drei Dimensionen sind des Dämons Fesseln, wie jemand sagte. Wirklich, der, welcher das menschliche Bewusstsein an drei Dimensionen fesselte, war ein echter Kerkermeister. Wie konnte es möglich sein, die andere schöne, höhere Dimension zu verheimlichen?! Die ersten Fragen der Kinder gehen oft über die herkömmlichen


Beschränkungen hinaus. Die Alte Weisheit hat nie auf drei Dimensionen beharrt. Erst mit der allmählichen Verrohung der Menschheit hat sich diese Beschränkung des Verstandes bemächtigt. Es ist bemerkenswert, dass sich die Menschen beim Erlöschen des Lichts ihres Herzens mit Beschränkungen zu befassen beginnen. Man kann zahlreiche historische Beispiele über diese Selbsterniedrigung anführen. Doch das menschliche Bewusstsein zieht es vor, die Grundlagen der Selbstvervollkommnung zu ignorieren. Auf diese Weise sucht es die wertvollsten Möglichkeiten zu verbergen.

    110. Das Erkennen feurigen Einwirkungen ist nach den Sinnen eingeteilt. Der erste Eindruck ist jener der Vision mit ihren ganzen feurigen Verschiedenheiten. Hinzu gesellt sich das Hören der Sphärenmusik, von Glocken und Klängen der Natur. Dann kommt die Verfeinerung des Tastgefühls mit den Empfindungen von Rhythmus, Hitze und Kälte. Das Schwierigste von allem sind die Empfindungen des Geruchs und des Geschmacks. Jedoch Ur. kann einen Menschen auf weite Entfernung riechen. Ur. kennt nun auch etwas anderes, sehr Schwieriges, den Geschmack eines in der Feinstofflichen Welt vorhandenen Metalls wahrzunehmen, was bereits von einer außergewöhnlichen Feinstofflichkeit zeugt. Doch man sollte nicht nur die Kraft besitzen, solche Sinneswahrnehmungen zu erkennen, man sollte sie beachten. Solches Erkennen ist sehr selten, doch wenn man die dreidimensionale Grenze überschreitet, ist es erreichbar.

    111. Sich der Feurigen Welt nähernd, muss man sich die Eigenschaft der Standhaftigkeit fest zu eigen machen. Diese ist im Zusammenhang mit der Beweglichkeit keine leicht zu ereichende Eigenschaft. Die Eigenschaft besagt weder, dass man nur an ein und derselben Brotrinde nagen, noch in derselben Mausefalle hin und her huschen soll. Es ist nicht leicht, diese


Eigenschaften im Geiste zu bestätigen, solange die dreidimensionalen Grenzen nicht aufgegeben werden.

    112. Es wurde richtig beobachtet, das der Organismus drei Jahre braucht, um sich von Fleischnahrung auf vegetarische Kost umzustellen. Wenn für rein physische Bedingungen solch eine Frist verstreichen muss, so ist für die Umwandlung des Bewusstseins keine geringere Frist erforderlich, wenn nicht karmische Bedingungen besondere Möglichkeiten vorsehen. Das Bewusstsein umwandeln heißt, eine besondere Welt betreten; es heißt, eine besondere Bewertung allen Geschehens zu erlangen; es heißt, voranzuschreiten, ohne zurückzublicken; es heißt, alles Klagen zu unterlassen und guten Willen zu erwerben. Scheint es nicht seltsam, dass man für Ernährung neben dem Zeitabschnitt den ethischen Gütebegriff schätzen muss? Aber zum Glück wird darin jeder Arzt für uns eintreten, weil Güte das beste Mittel für die Verdauung ist. Die Menschen lieben es, wenn geistige Grundlagen mit Ratschlägen für die Ernährung unterstützt werden.

    113. Ein Prinzip ermöglicht es, uns von den aufeinander folgenden Stufen desselben ordnungsgemäßen Vorgangs eine Vorstellung zu bilden. Jeder lernt schwimmen, sobald er das Naturelement in seinem Bewusstsein bezwingt. Diesem Prinzip folgend, vermag ein Mensch auf dem Wasser zu liegen und mit einer bestimmten Übung auf dem Wasser sitzen. Weiter fortschreitend, kann der Yogi auf dem Wasser stehen. Allerdings sind solches Stehen sowie die Levitation bereits feurige Tätigkeiten. Ihr kennt Levitation, und ihr erinnert euch, welch feuriger Anspannung es zuvor bedurfte. Aber Levitation ist nicht so schwierig, denn


das Naturelement Feuer ist dem der Luft verwandt. Doch bei geringstem Zweifel wird der Mensch, trotz aller körperlichen Vollkommenheit, augenblicks untergehen oder niederfallen. Die Wirkung des Zweifels ist die treffendste.

    114. Das Umherschwärmen finsteren Wesenheiten sollte euch nicht überraschen. Ein Löwe in eurem Blumengarten würde zweifellos das Haus in Aufruhr versetzen. Für die Finsteren seid ihr dieser Löwe in ihrem Hinterhof. Das Züchten ihrer Disteln kostete sie keine geringe Anstrengung, und dann plötzlich erscheint ein ungeladener Löwe! Freilich, manchmal müssen einem alle diese Arbeiten menschlichen Hasses leid tun. Doch dafür ist das Freisein vom Zweifel stärker als alle finsteren Fallen.

    115. Vor den menschlichen Augen vollziehen sich viele geistige Tätigkeiten physiologischer Auswirkungen, jedoch die Menschen wollen sie nicht bemerken. Auch beim Besuch der Feinstofflichen Welt, wo diese Erscheinungen weit ausgeprägter sind, kann man das gleiche beobachten. Die Auflösung des Astralkörpers hängt von feuriger Berührung ab. Nähert sich ein feuriges Wesen bestimmten Schichten der Feinstofflichen Welt, kann man Zeuge einer auffallenden Erscheinung sein. Die feurige Substanz ist ein so genannter Prüfstein. Einige feinstofflicher Körper verstärken ihre feurige Eigenschaft, sobald sie berührt werden, während sich andere augenblicks auflösen. Dieser Prozess geht seht schnell vor sich, wie es beim Feuer eben ist. So gibt es neben einer Reihe bemerkenswerter Aufstiege verdiente Rückschläge. Nicht nur in der Feurigen Sphäre können feurige Eigenschaften zutage treten, sondern auch bei feurigen irdischen Inkarnationen. Man sollte sich allmählich


mit dem Gedanken vertraut machen, dass es sogar hier auf Erden Erscheinungen der höchsten feurigen Eigenschaften geben kann. Man sollte dies nicht nur deshalb zugeben, weil es unabänderlich ist, sondern auch wegen der Verschiedenheit der Erscheinungen des Wesens. Mansche können nicht zugeben, dass der ausgetretene feinstoffliche Körper eine rein physische Tätigkeit, wie Schreiben, ausüben kann, aber ihr wisst, dass dies möglich ist, und Ich brauche euch davon nicht zu überzeugen. Natürlich, für solch eine Tätigkeit ist feurige Energie erforderlich.

    116. Um die feurige Energie, die wir der Abkürzung halber Agni nennen werden, zu lenken, bedarf es der Anstrengung. Diese Anstrengung ist in Wirklichkeit weder physischer oder gar feinstofflicher Art. Im Osten verstehen die Menschen diese blitzschnelle Eigenschaft. In der westlichen Sprache gibt es für diesen äußerst feinstofflichen Begriff überhaupt keine Bezeichnung. Deshalb ist es so schwierig, über die Feurige Welt zu sprechen. Auch in die östlichen Sprachen scheint dieser Begriff manchmal als überholt, weil er für das derzeitige Bewusstsein ungeeignet ist. Deshalb wurden viele Zeichen des Tao11 zu einer äußeren Darstellung herabgewürdigt.

    117. Wie viele erhabene Gespräche werden geführt! Welche Fülle von Zeichen Höheren Wissens ergießt sich in das menschliche Leben und wird wie Hülsen verschmäht! Wer denkt denn mutig an das Morgen? Im Gegenteil, das Morgen bleibt für gewöhnlich eine Brutstätte des Schreckens, in die das Bewusstsein versinkt. Die Wunder jeden Tages müssen beachtet werden. Lasst uns von der Wiege an den Pfad des Vertrauens und der Selbstvervollkommnung wandeln.

    118. Der Pfad des guten Willens sollte wirklich erweitert werden.


Er hat sich als das Wesentliche unseres Wesens bestätigt. Vergessen wir diesen Talisman auch nicht für eine Stunde. Er ist wie der euch bekannte wundervolle Stein. Vergessen wir die Eigenschaft des Steines nicht, und bestätigen wir ihn als unser Banner.

    119. Alles, was Lebenskraft besitzt, sollte willkommen geheißen werden. Man sollte jeden Funken willkommen heißen, aus ihm erwächst Feuer. Daher seid gütig!

    120. Der Gebrauch von Alkohol und Opium sind hässliche Versuche, sich der Feurigen Welt zu nähern. Wenn Samadhi eine natürliche Erscheinung Höheren Feuers ist, dann ist die Flamme des Alkohols der Zerstörer des Feuers. Gewiss, Narkotika erwecken Illusionen einer feurigen Annäherung. aber in Wirklichkeit werden sie für lange Zeit zu Hindernissen für die Beherrschung der wahren Energie Agni. Nichts bringt später, in der Feinstofflichen Welt, solches Elend wie diese unnatürliche Versuche, ohne vorbereitende Reinigung Feuer zu erwecken. Man kann sich vorstellen, dass in der Feinstofflichen Welt ein Trinker nicht nur durch das -Verlangen nach Alkohol gequält wird, sondern noch mehr unter dem auf unnatürliche Art in Erscheinung getretenen Feuer leidet, das anstatt ihn zu stärken, die Gewebe frühezeitig verzehrt. Ganz anders vollzieht sich die Verbrennung des feinstofflichen Körpers beim Übergang in die Feurige Welt; er flammt auf wie eine abgetragene Hülle, begleitet von einem befreienden Gefühl. Doch wie alles in der Natur, muss sich dies nur in Übereinstimmung mit dem Grundgesetz vollziehen, ohne jedwede Gewalt.

    121. Gewalt ist die Geißel der Menschheit. Sie


entspringt der Unwissenheit, denn sogar ein Mensch, der wenig nachdenkt, fühlt angesichts des Unnatürlichen Entsetzen in seinem Herzen.
    Von jedwedem offenbaren Entsetzen lasst uns der Freundlichkeit zuwenden. Obwohl Wir nicht müde werden, über die Freundlichkeit zu sprechen, ist das dennoch für viele die letzte Möglichkeit, ihn zu erkennen. Beachtet das Wort LETZTE!

    122. Sogar bei physischen Krankheiten sucht nach einer psychischen Ursache. Die Völker haben über diese Einflüsse viele Aussprüche ersonnen; sie sagen "Des Herzens wegen hat sich das Auge getrübt", oder "Vor Anstrengung verlor er seine Zähne", oder "Vom Denken hat sich seine Brust gespalten" - so denken die Menschen über die Hauptursache der Krankheit. Und ein besonderer Arzt erkennt, wie schwierig ein geistiger Zustand zu heilen ist. Es kann bestätigt werden, dass jede Krankheit schneller vorübergeht, wenn sie keine psychische Ursache hat. Die gleichen Völker schrieben dem Feuer verschiedene heilende Eigenschaften zu. Sogar Einschnitte mit glühendem Metall wurden vorgenommen. So wurde die feurige Desinfizierung sogar im ursprünglichen Bewusstsein bestätigt.

    123. Der Zustand der Erleuchtung wird "feurige Hilfe" genannt. Diesem Bewusstseinzustand sollte man sich mit allen verfeinerten Gefühlen nähern. In der Tat, man wird bemerken, dass Ich manchmal fast über das gleiche spreche, aber dieses "fast" umfasst eine vollständige Windung der Spirale. Wenn ihr alle diese "fast" vergleicht, so könnt ihr die Aufschichtungen des Bewusstseins erkennen. Es ist nicht ganz leicht, sich den Rhythmus dieser individuell verschiedenen


Schichten zu eigen zu machen. Jedoch durch viele Beobachtungen wird man begreifen, welch feinstoffliche Substanz unser Bewusstsein ist. In der Tat, Ich betone die Verfeinerung der Aufschichtungen des Bewusstseins. Die Menschen stellen sich Feuer oft als etwas Ungestümes, etwas Unfassbares, fast Schreckliches vor; damit pflanzen sie selbst feuriges Unkraut. "Wie der Ruf, so die Antwort".

    124. Es ist nicht leicht, vom Staub der Zwietracht getrübte Augen zu heilen. Ein Benetzen mit wahrem Edelmut ist das erste Hilfsmittel. Beachtet, dass dies auch für viele andere Leiden gilt.

    125. Die Lage in der Welt ist schwierig; überall gibt es eine Art Erstarrung. Die Menschen verschanzen sich im Morast, während als Mahnung vor dem Kommenden ganze Berge bersten.

    126. Anstelle des Diplodokus12 hüpfen Kängurus; anstelle des Pterosauriers13 fliegen Fledermäuse; anstelle des Drachens huschen Eidechsen. Was bedeutet das? Kann es Degeneration sein? In Wirklichkeit ist es nur eine Anpassung. Ähnliche wäre die Keule des Herkules14 heute nur eine Museumsseltenheit. So sollte auch im Leben Evolution nicht als das Ballen der Faust, sondern als Verdichtung des Geistes verstanden werden. Wenden wir uns vom Schwingen der Keule einem neuen Verstehen des Alltagslebens zu. Das Naturelement Feuer ist erhaben, jedoch dies muss sogar im Alltagsgebrauch erfahren werden. Es ist nicht richtig, Helden nur in eine Toga zu kleiden, sie anderer Gewänder beraubend. Man sollte Evolution vom Leben, inmitten des Lebens und für das Leben annehmen. Die Schönheit der Evolution ist keine Abstraktion, denn jene Abstraktion ist ein Trugschluss. Man sollte sich dieser Evolutionsvorstellung als Lebensfähigkeit durchaus erinnern;


auf diese Weise werden wir den schwierigsten Formel näher kommen, in denen das Symbol Om keine Inschrift, sondern der Ausdruck des höchsten Bestandteils sein wird. Lasst uns unser Bewusstsein in diese Richtung schulen.

    127. Man sollte nicht glauben, dass es für Krankheiten, die tausenderlei Ursachen haben können, ein Allheilmittel geben kann. Es können eigene therapeutische Abteilungen, die zum Teil einer beträchtlichen Anzahl von Krankheitsursachen entsprechen, errichtet werden. So muss verstanden werden, dass es ein Allheilmittel nicht geben kann, weil der Ursprung von Krankheiten gänzlich verschieden ist. Ebenso ist es bei den Yogasystemen unmöglich, für alle ein Mittel anzuwenden. Und dennoch werden bei Methoden erwähnt und die Anwesenden im Glauben irregeführt, dass die Vorschrift für alles und alle gelte. Nur eine sehr aufmerksame Untersuchung des Geisteszustandes des in Frage kommenden Individuums wird den richtigen Anhaltspunkt der für ihn geltenden Weidungen geben. Die Verschiedenheit der Organismen in Betracht zu ziehen, wäre im Hinblick auf die geistige Beschaffenheit eine primäre Angelegenheit, aber die Menschen lieben Panazeen so sehr. Doch es gibt nur eine Panazee - die Hebung des Bewusstseins!

    128. Viele Tiere leben bis zu dreihundert Jahren. Aber sollte ein Mittel zur Verlängerung ihres Lebens gefunden werden, wenn auch nur für fünf Jahre, wäre das für die Evolution von keinem Nutzen. Das Leben des Geistes ist die Evolutionsgrundlage.

    129. Wenn nun über Feuerwirbel gesprochen wird, werden viele den Sinn missverstehen, während andere meinen werden,


wir beziehen uns auf grobe elektrische Erscheinungen. Dennoch sollte man über diese feinstoffliche feurige Tätigkeit gründlich nachdenken. Ihr habt gerade gesehen, dass bloß ein Kratzer feuriges Brennen verursachte. Solch eine Erscheinung rührt nicht von physischer Infektion her. Ein Feuerwirbel berührte das verletzte Gewebe. Es können ähnliche, den äußeren feurigen Anspannungen entsprechende Erscheinungen beobachtet werden. Das verletzte Gewebe mit sämtlichen Nervenenden dient als Magnet für die feurigen Wellen. In der Tat, Menschen, die eine starke Herzenergie besitzen, können die Wellen angespannten Feuers stärker anziehen. Deshalb empfehle Ich in solchen Fällen feuchte Umschläge, aber keine alkoholischen Präparate. Bei der Anspannung des Feuers muss Alkohol, der die feurigen Wellen konzentriert, gemieden werden. Viele Trinker könnten einen lehrreichen Beweis über feurige Wellen, die solche Leiden verursachen, liefern! Natürlich spreche Ich jetzt nicht von den Nervenbränden, die nur wenige bemerkt haben. Auf keinen Fall dürfen in solch angespannter Zeit die Feuerwirbel übersehen werden.

    130. Die gleichen Wirbel und Spiralen werden durch unordentliche Bestrebungen umgebender Menschen geschaffen, wenngleich nicht in böser Absicht. Auch ihr kennt die Wirkungen des Strebens inkarnierter und feinstofflicher Körper. Sie erkennen nicht, dass sie in ihrer Anspannung beinahe zu Vampiren werden. Außerdem muss man die Sendungen des Intellekts von jenen des Herzens unterscheiden. Das öftere Erwähnen eines Namens hat fast keinen Einfluss, doch eine vom Herzen kommende Sendung kann durch ihr quälendes Streben


wie eine würgende Spirale wirken. Es kann wirklich gesagt werden: "Erwürgt nicht, wenngleich es zu eurem Besten ist."

    131. Bei den Sendungen guter Gedanken muss man sich die blitzschnelle Eigenschaft dieser Pfeile zu eigen manchen. Dafür sollte man das Bewusstsein nicht für längere Zeit belasten. Der Feurige Dynamo arbeitet wie Licht im ganzen Raum. Man muss sich an diese Arbeit gewöhnen, wenn der Kontakt mit der Hierarchie dauerhaft ist.
    Sieht man einen schwarzen Stern, so deutet das auf eine sehr große Gefahr hin. In allem können solche Zeichen gegeben werden. Ein niederes Bewusstsein erkennt nicht alle Störungen, aber ein entwickeltes Bewusstsein versteht die Bedeutung des Aufrührens der Gewässer durch die Schwerter der Engel.

    132. Ohne Grund sprechen westliche Ärzte von der Schwierigkeit, mit Uns zusammenzuarbeiten. Wir waren nie gegen experimentelle Methoden. Im Gegenteil, wir heißen jedes vorurteilslose Handeln willkommen. Wir billigen es, wenn ein Mitglied der Britischen Medizinischen Gesellschaft von sorgfältigen Forschungsmethoden spricht. Wir sind bereit, dem russischen Gelehrten bei seiner Arbeit über die Immunisierung und Unsterblichkeit zu helfen. Wir freuen Uns, wenn der japanische Chirurg sich astrologischer Daten bedient. Wir bieten dem lettischen Arzt beim Erforschen der Anzeichen in den Augen bei Besessenheit Unsere Hilfe an. Wir sind bereit, jedem zu helfen und freuen Uns mit jedem. In der Tat, Wir bestehen unablässig auf Beobachtungen, und Wir verweisen in jeder Hinsicht auf Aufmerksamkeit. Wir sprechen über Wirklichkeit; Wir bestätigen die Sinnwidrigkeit der Abstraktion. So ist es Unser Wunsch, dass Ärzte und Gelehrte des Westens Unsere Zusammenarbeit gerecht erwägen.


Man muss begreifen, dass die Zeit gekommen ist, durch Ablegen der Hüllen die Fakten zu klären. Es ist Zeit einzusehen, dass in den abgesonderten Hinterhöfen noch viel Aberglauben heranwächst. So gehört es zum Aberglauben, alles zu verurteilen, was "nicht von einem selbst ist". Die Freiheit des Denkens wird in der Tat die Zierde wahren Wissens sein.

    133. Ist es nicht notwendig, jedes Mal wenn ihr euch versammelt, um über Feuer zu sprechen, an die Freiheit des Denkens zu erinnern? Werdet ihr nicht auf Gerechtigkeit bestehen, wenn ihr euch auf Erkenntnis bezieht? Ruft ihr kein mitleidiges Lächeln hervor, wenn ihr die unsichtbare Feurige Welt erwähnt?

    134. Im fleischlichen Zustand ist die Feurige Welt, mit seltenen Ausnahmen, unsichtbar, doch in der Feinstofflichen Welt kann ein feuriger Nebel gefühlt werden. Freilich, wenn sich ihm niedere Wesenheiten nähern, empfinden sie ein besonderes Schmerzgefühl, wie vor dem Unerreichbaren. Den niederen Wesenheiten erscheinen die Söhne des Feurigen Nebels, als wären sie mit Feurigen Strahlen ausgerüstet, die nichts anderes sind als die Ausstrahlungen ihrer Gliedmaßen. Es ist notwendig, dass sich der herkömmliche Begriff Nebel in den eines harmonischen feurigen Weltenalls verwandelt, doch dafür muss das Bewusstsein umgewandelt werden. Wie viele Erschütterungen müssen erfahren werden, damit die Vergegenwärtigung des Daseins das Bewusstsein in völlige Furchtlosigkeit erhebt! Man muss sich von der Furcht vor dem Nebel befreien und sollte durch aufrichtiges Denken und sich entfaltendes Vorstellungsvermögen über die Ungeheuer des Aberglaubens hinweg voranschreiten.

    135. Gedankenschaffenskraft und Suggestion sind völlig


verschieden, wenngleich sich beide auf feurige Manifestationen beziehen. Suggestion ist ein Erzwingen des Feuers, während Gedankenschaffenskraft eine Manifestation des Grundgesetzes ist. Als Wir mit einem bestimmten Sahib15 darüber sprache