Feurige Welt
1933
Agni Yoga
Feurige Welt
Teil Eins
Zeichens des Agni Yoga
Ur ist die Wurzel vom Licht des Feuers. Seit undenklichen Zeiten hat dieses strahlende Prinzip die Herzen vieler Völker angezogen.
Wenden wir uns daher von den Bündnissen der Vergangenheit den künftigen Errungenschaften zu.
Feurige Welt
1. Das Naturelement Feuer, das alles durchdringende, das schöpferische, das lebenspendende wird am wenigsten beachtet und geschätzt. Das menschliche Bewusstsein stellt viele leere und unbedeutende Überlegungen an, doch der wunderbarsten entzieht es sich. Die Menschen feilschen im Basar, doch sie haben kein Verlangen danach, ihre Hände nach dem Schatz auszustrecken. Vieles, was über das Herz gesagt wurde, ist mit besonderer Feinheit auch für die Feurige Welt anzuwenden. Die Antriebskraft des Feuers ist genauso gewaltig wie die Struktur eines Kristalls. Nicht zufällig wurden von Hellsehern Globen und Kristaliek verwendet. Für die Läuterung des Bewusstseins bedarf es der Lebensfunken; die Regenbogenflamme bestätigt das Streben des Geistes. Viele Anwendungsarten vom Wirken des Feuers erweisen sich als die erstaunlichsten Daseinsbedingungen. Angefangen von den für das offene Auge sichtbaren gewöhnlichen Lichtbildungen bis zu den komplexen Feuern des Herzens werden wir in das Reich der Feurigen Welt geführt.
2. Die feurige Zeichen beachtend, kann man bestimmte Unterteilungen der Menschen verzeichnen. Manche streben ewiglich und können ohne diese erhebende Tätigkeit nicht existieren - seid versichert, dass sie
dem Naturelement Feuer angehören. Sogar wenn sie irrten, könnten sie nicht untätig bleiben. Beobachtet sie, und ihr werdet unfehlbar die feurige Kraft entdecken. Doch sucht das schöpferische Feuer nicht in der Trägheit der Erde, in den wallenden Wogen des Wassers, in den Stürmen der Luft. Wir wollen die feurigen Menschen nicht wallend herausstreichen, doch es muss wahrhaftig gesagt werden, dass sie die Welt bewegen. Man sollte nicht vergessen, dass es diesen Menschen leicht fällt, mit allen anderen in Verbindung zu sein. Man spricht zu Recht vom Feurigen Engel mit versengten Flügeln. Eilt er herbei die Welt zu retten, so schlagen seine phosphoreszierenden Flügel an die Felsen der Erde - sie versengen und schwächen den Engel. Auf diese Weise zeigt sich der markante Unterschied zwischen der irdischen und der Feurigen Welt.
Das irdische Auge, mag es auch äußerst fein sein, nimmt für gewöhnlich die feinstofflichen Erscheinungen gar nicht auf. Andererseits wiederum erkennt die Feinstoffliche Welt nicht die feurigen Bewohner, zu denen das flammende Herz einen führen kann. Auf diese Weise kann man die Verehrung des Feuers verstehen. Für eine natürliche Affinität mit der Welt des Feuers bedarf es der menschlichen Bestrebungen. Ihnen wohnt seit alters gleichsam ein Widerschein des Höchsten Feuers inne. Es ist, als drängten sie diesen Funken, sich von der Berührung mit anderen Elementen zurückzuhalten; und jene Elemente lieben diese feurigen Bereiche nicht. Jedoch ohne Berührung mit dem Feuer kann der irdische Pfad nicht durchschritten werden; daher ist es gut, seine wesentliche Natur zu kennen.
3. Es sollte aufgezeigt werden, dass die feurige Anspannung auf alle Funktionen des Körpers einwirkt. Man darf nicht vergessen, dass, während das Feuer des Raumes
Wunden zu heilen vermag, es auf der anderen Seite die Gewebe beeinträchtigen kann. Seien wir daher vorsichtig.
4. Man könnte meinen, die Feuertaufe wäre bereits deutlich erklärt worden. Feurige Zungen erschienen über Menschenhäuptern, aber man will die bestehende Wirklichkeit nicht wahrhaben. Man täuscht Ehrfurcht vor den Schriften vor, versäumt es aber, sie im Leben anzunehmen. Nicht alle könnten die von euch gesehene nichtversengende Flamme annehmen und ruhig beobachten, doch sie war mit allen Eigenschaften des Feuers, ausgenommen jener des Versengens, völlig real. Doch man muss ein offenes Herz haben, um der Flamme gegenüberzustehen. Die Menschen griffen nach der groben Erscheinung in Form von Elektrizität, doch ohne die feurigen Eigenschaften des menschlichen Organismus anzuwenden, können sie in der Verfeinerung der Erscheinung nicht vorankommen. Für die Menschheit naht ein neues Morgenrot, sobald das Verstehen des Feuers ins Leben tritt.
5. Wenn wir vom nichtversengenden Feuer sprechen, dürfen wir auch das versehrende Feuer nicht vergessen. Wenn die Nonne stöhnt: "Ich brenne, ich brenne!", weiß ihr kein Arzt zu helfen. Der Arzt verordnet vielleicht gar kaltes Wasser, vergessend, dass Öl im Wasser nicht untergeht. Feuer kann nur durch Feuer besänftigt werden, mit anderen Worten, durch die Energie des Herzens, die bei so genanntem Magnetismus fließt. Wir behandeln Zentrenbrand mit einem Strom; solche Brände können in verschiedenen Zentren auflodern. Doch die Hauptgefahr liegt tatsächlich nahe dem Herzen, dem Solarplexus und dem Kehlkopf. Diese Zentren, als die synthetischsten, können den unerwartetsten Angriffen ausgesetzt sein. Wer jemals das innere
Feuer erlebt hat, begreift die Gefahr des Zentrenbrandes. Er weiß, welche Agonie auszustehen ist, wenn die Feuer durchbrechen. Meist ist der Mensch dafür nicht verantwortlich, ausgenommen vielleicht durch Gereiztheit. Oft brechen die Feuer durch äußere Einwirkungen aus, und im Falle eines verfeinerten Zustandes des Organismus aus kosmischen Gründen. Ermüdung des Herzens öffnet wirklich dem Feind die Tore. Auf diese Weise kann sich das schöpferische Feuer in eine zerstörende Flamme verwandeln. Man muss das bedenken, weil die Brände in kleinen Ausmaßen beginnen. Man sollte auch bedenken, dass die Anwendung der feurigen Energie Sorgfalt erfordert. Der Schaden, die feurige Energie anderer grundlos auszunutzen, ist groß. Ein Archat kann nie ein Vampir sein - das ist ein Grundgesetz des Lebens. Weise ist deshalb das Gesetz ewigen Gebens. Es mag scheinen, als hätten Opfer und Feuer nichts gemein; jedoch von der feurigen Aufopferung wird in allen Bündnissen gesprochen.
6. Man muss besondere Vorsicht walten lassen. Ihr seht, dass sich sogar die Moral eines Volkes ändert. Unwissenheit wirkt daher auf den Druck der Atmosphäre. Man muss bemerken, dass Unwissenheit die Grundlagen der Finsternis klar bestätigt. Man kann sich vorstellen, wie ein unentwickeltes Hirn herabsetzt, wenn das Herz schweigt. Die Moral der Völker sinkt wie ein verdorrter Apfelbaum. Folglich ist die Gefahr feurigen Epidemien jetzt groß.
Die Chaldäer1 teilen alle Krankheiten nach den Naturelementen ein; und sie waren der Wahrheit sehr nahe, denn der Zustand sowohl des kosmischen als auch des menschlichen Organismus hängt hautsächlich von den Naturelementen und Gestirnen ab.
7. Bedenkt doch nur, dass jeder von uns
das Eine für das gesamte Weltenall unveränderliche Feuer in sich trägt. Niemand will sich vorstellen, dass der universelle Schatz in ihm ruht. Die Naturelemente sind nicht gleich im gesamten Kosmos; die Veränderung ihrer Eigenschaften erlaubt uns nicht, ihnen Gleichheit zuzuschreiben. Doch allein das Feuer des Herzens verbindet durch seinen Magneten alle Weltstrukturen. Über diesen Vorzug muss man nachdenken. Es ist nötig, diesen Schatz im ganzen Aufbau des Lebens nutzbar zu machen. Es gibt nur ein Lichtfeuer in der ganzen Welt. Wir können begreifen, dass das Feuer auf allergrößte Entfernungen hin in Erscheinung tritt. Darin liegt nichts Übernatürliches oder Geheimnisvolles. Selbst der kleine Schüler hat bereits von dem alles durchdringenden Feuer gehört, nur hat er seine Anwendung noch nicht erkannt.
8. Das Erscheinen von verschiedenen Feuern steht zur Weseneinheit des Feuers nicht im Widersprich. Allein der Anspannungsrhythmus verändert die Farbe der sichtbaren Flamme von Silber über Rotgold bis zum intensiven Rubinrot. Das infolge Anspannung in Erscheinung tretende Rubinrot ist selten, denn nicht jedes Herz kann diese Anspannung ertragen.
9. Um das Feuer anzunehmen und es als Pfad zur Hierarchie, den Pfad der Liebe und des Mitleids, gelten zu lassen, muss man sich unwiderruflich mit seinem ganzen Herzen behaupten. Nur so werden die winzigen Sternchen zu flammenden Giganten.
10. Daher seien auch die schweren Zeiten gesegnet. Gerade in solchen Zeiten lernen wir das Bedeutende vom Mittelmäßigen unterscheiden. In der Tagen der Selbstzufriedenheit wird unsere Wachsamkeit getrübt, jedoch diese Eigenschaft ist besonders nötig, wenn man sich den feurigen Sphären nähert. Daher sind Bedrücktheit und Anspannung so wertvoll. Sie stärken nicht nur Wachsamkeit und Antriebskraft, sondern
bringen auch Feuer aus unserem Innern hervor. Das Feuer der Tara sei uns besonders nahe. Lieben wir daher das Unerwartete als die Quelle neuer Freude. Wahrhaftig, das beste Feuer wird durch Freude entfacht. Daher sind schwierige Zeiten nur für die Unwissenden ein Schrecken, für die Wissenden sind sie einfach ein Born von Ereignissen. Die Feuer bringen sogar entfernte Tätigkeiten nahe. Manchen wird das Gesagte als kalte Abstraktion erscheinen, aber das ist ein Zeichen eines kalten Herzens, dessen Feuer erloschen ist. Ihr kennt bereits die Glut des Herzens, und ihr schätzt den unerwarteten Boten. Deshalb ist es so wichtig, den Herrschern zu folgen; man muss finstere Beschlüsse überflügeln. Nur das Feuer der Herrscher wird Wagemut entfachen. Daher muss jedes Wort über die Herrschern geschätzt werden. Mag es auch unwissentlich ausgesprochen werden, es birgt dennoch das Prana des Wagemuts. Mögen Worte über die Herrscher in allen Teilen der Welt erklingen. Sie sind vor Heiligenschreinen entzündete Kerzen. Sie sind Lampen Lebendigen Feuers - ein Schutz vor allen Krankheiten. Feierlichkeit ist wie ein Schlüssel zum Schloss.
11. Bei starken feurigen Erscheinungen kann man einen Wesenszug von der Grundeigenschaft des Feuers bemerken. Die umgebenden Gegenstände erscheinen wie durchsichtig. Ihr könnt dies bezeugen. Feuer verwandelt scheinbar alle feurigen Substanzen und enthüllt die allem Bestehenden zugrunde liegende leuchtende Materie. Das gleiche kann vom Magneten eines feurigen Herzens gesagt werden; er enthüllt auf seine Weise die feurige Natur all dessen, was sich ihm naht. Auf diese Weise kann man über das feurige Herz feurige Eigenschaften beobachten. Man muss solch ein Herz nur finden, und
es mit großer Vorsicht für dieses Experiment gebrauchen. Bei solchen Experimenten muss man daran denken, dass das Freilegen leuchtender Materie unter groben umgebenden Bedingungen äußerst gefährlich sein kann. Die Gefahr des vollkommenen Samadhi ist von der gleichen Eigenschaft des Feuers abhängig. Widersetzt euch dennoch nicht den feurigen Erscheinungen, wenn sie das Herz nicht belasten. In den Jahren des Armageddon sind die Erscheinungen allerdings höchst verworren, weil die Rhythmen des Raumfeuers und des unterirdischen Feuers gestört sind. Solche Rhythmusstörungen werden gewöhnlich nicht in Betracht gezogen, und dadurch wird der kosmische Aufruhr noch verstärkt.
12. Die nahenden feurigen Wellen sind äußerst erschreckend, wenn man nichts über sie weiß und sie nicht mit den Feuern seines Herzens aufnimmt.
13. Ihr habt von gewissen Kindern gehört, die durch undurchsichtige Körper hindurch sehen können. Sucht die Lösung in der karmischen feurigen Natur. Das ist tatsächlich ein ganz eigenes physisches Phänomen und ist für die höheren feurigen Errungenschaften für gewöhnlich nicht förderlich. Hatha Yoga kräftigt einzelne Zentren, und man kann nur bedauern, dass diese teilweisen Anstrengungen nicht zu Raja Yoga und Agni Yoga führen. Daher sind physische und feurige Übungen schädlich, sie stören das umgebende Gleichgewicht. Dem Feuer, als dem höchsten Naturelement, muss man sich durch höheres Bewusstsein nähern. Nur über dieses höhere Bewusstsein kann man das Feuer verstehen und lieb gewinnen.
14. Blut, Blut - rufen die Völker in West und Ost.
Nie dagewesene Zeiten! Das rettende Feuer verwandelt sich durch Unwissenheit in einen Verzehrer!
15. "Umgib dich mit Feuer und werde unverletzlich", so lautet ein sehr altes Gebot. Doch bei zunehmender Abgestumpftheit vergaßen die Menschen allmählich, von welchem Feuer die Weisen sprachen. Das Feuer wurde zu einem physischen Begriff, und es traten magische Feuerzirkel in Erscheinung. Auf diese Weise setzen die Menschen ihre wesentliche Natur immer herab. Tatsächlich ist jedes lebendige Feuer heilkräftig, doch kein Harz kann mit dem Feuer des Herzens verglichen werden. Man möge sich wenigstens an die Eigenschaft des irdischen Feuers erinnern, doch wahrhaftig, es ist wieder die Zeit angebrochen, zur ursprünglichen Quelle zurückzukehren; sonst kann die Grenze, an der sich die Menschheit bereits befindet, nicht überschritten werden. Die irdischen Kräfte sind von der Menschheit erschöpft und angespannt worden, und die Höchsten Mächte werden alarmiert. Allein das feurige, erleuchtete Bewusstsein kann die zerstörte Brücke des Aufstiegs wiederherstellen.
16. Kann man, dem feurigen Naturelement angehörend, in ein Geschöpf anderer Energien verwandelt werden? Unmöglich. Doch einer, der einem anderen Naturelement angehört, kann in ein feuriges Wesen verwandelt werden, weil Feuer allgegenwärtig ist. Gewiss, diese Sprünge sind nicht leicht. Es bedarf großer geistiger Anstrengung, das Herz für die Vereinigung mit der höheren Energie umzuwandeln. Aber die Feurigen Tore sind nicht verschlossen -"Klopfet an, und es wird euch aufgetan". So rufen alle Lehren zur Feuertaufe auf.
17. Das Wesen feuriger Immunität wurde von Zoroaster2 beschrieben. Er wies darauf hin, dass die Menschen aus jeder Pore der Haut feurige Strahlen hervorrufen könnten, um alles Böse hinwegzufegen. Ein von einem Schutzpanzer umgebener Mensch kann
keiner Ansteckung unterliegen. Diese Widerstandskraft kann durch Einheit mit der Hierarchie verstärkt werden. Auf diese Weise wird das Herz wie eine alle Mikroben verzehrende Sonne.
18. Selbstverständlich existieren Krebsbazillen Sie können vor allem vom Feuer des Herzens entdeckt und getötet werden. Wenn der Mangel an psychischer Energie ihre Entwicklung fördert, so tötet sie das Feuer des Herzens, dieser höchste Bewusstseinsausdruck. Tatsächlich kann alles, was durch die höhere Energie leicht verzehrt wird, bis zu einem gewissen Grad auch durch physisches Feuer gemildert werden. Die Wurzeln vieler Pflanzen enthalten wirksame Feuer des Pflanzenreiches, die dort von Nutzen sein können, wo die Feuer des Herzens noch untätig sind.
19. Ihr wisst bereits um die Bedeutung des dreißigsten Lebensjahres für feurige Erscheinungen, doch man sollte den Organismus bis zum siebenten Lebensjahr besonders hüten. Bei Kindern, auch bei den höchstentwickelten, sollte man der Natur niemals Gewalt antun - Feuer duldet keinen Zwang. Man muss die Tür offnen können, aber jede Gewalt kann einen nicht gutzumachenden Schaden anrichten. Andererseits sollte man das Streben des Kindes nicht übermäßig erleichtern, da übertriebene Hilfe Schwächlinge schafft. Deshalb ist der Goldene Pfad geboten. Daher erfordert Feuer vorsichtige Handhabung in allen seinen Erscheinungen. Hellsehen und Hellhören sind dem Wesen nach Feuer-Sehen und Feuer-Hören. Feuer wird bei allen erhebenden Tätigkeiten als Mittler gebraucht. Sechshundertmahl sprachen Wir vom Herzen, also sind Wir bereit, sechshundertsechsundsechzigmal über die Bedeutung des Feuers zu sprechen, und gelte es nur zu erklären,
dass Feuer eine Siegesleiter ist. Ohne sich dem Feuer zuzuwenden, können die Menschen nicht leben; sowohl in der irdischen als auch in der Feinstofflichen Welt wenden sie sich an die höhere Fürbitte. Doch Wir sprechen nicht von Feueranbetung; denn es wird Unwissende und Fanatiker geben, die versuchen werden, diese sinnlose Anklage zu erheben. Ich spreche von der höchsten Errungenschaft, die unseren feinstofflichen Körper zur Feurigen Welt führen wird.
20. Jeder Steuermann wird euch sagen, das Ruder nicht zu stark zu wenden. Doch man sollte sogar noch eindringlicher über das menschliche Bewusstsein sprechen; dieser Kristall bildet sich langsam, aber jeder Augenblick der Aufschichtung ist eine räumliche Freude. Jedem ist ein Herzschlag eigen, doch selten wird die feurige Substanz beobachtet. Deshalb sprechen Wir nicht überall über das Feuer, ausgenommen da, wo Feuer bereits aufgespeichert wurde.
21. Das menschliche Auge nimmt die stärksten elektrischen Schwingungen nicht wahr. Das gleiche trifft auf die feurigen Abstufungen zu. Übrigens stört dieser Umstand immer die Lehre des Feuers. Die geringeren Erscheinungen der feurigen Energien werden gespurt und auf diese Weise zugegeben, aber höhere und feinere Erscheinungen werden für den modernen Apparat und für das Bewusstsein, das sich dem Naturelement Feuer nicht karmisch näherte, unwahrnehmbar. Aber die Zeitgenossen geben die Unvollkommenheit des Apparates und vor allem ihre eigene Unerfahrenheit nicht gern zu. Der Mangel an solchem Zugeständnis wird zu einem großen Hindernis, und anstatt voranzukommen, muss wertvolle Zeit dafür aufgewendet werden, das Verstehen der Natur des Feuers einzuprägen.
Jedoch bei diesen Wiederholungen über den Begriff Feuer vollzieht sich eine untilgbar ins Gehirn eingeschriebene nützliche Aufspeicherung. Was auch immer geschieht, mögen jene, die nicht über das Herz empfangen können, über das Gehirn aufnehmen. Unsere Pflicht ist es, die kürzesten Wege anzubieten, aber es wird auch die Geduld aufgebracht, den längsten Wegen zu folgen. Die grundlegende Forderung ist Standhaftigkeit, wenn ihr selbst in eurem Herzen erkennt, dass es keinen anderen Weg gibt; deshalb wird die Feinstoffliche Welt nur durch Feuer erreicht. So besteht die Kenntnis unserer Wesensnatur nicht allein im Wissen, sondern auch im Fühlen.
22. Die höchsten Feuerströme nicht wahrzunehmen, gleicht bis zu einem gewissen Grad einem Priester, der durch tägliche Berührung an den Strom des Allerheiligsten gewöhnt. Es ist bekannt, dass Heilige, oder von Feuerströmen umgebene erhabene Geister, diese höchste Erscheinung nicht wahrnehmen. In der Tat, jene, die in der Feinstofflichen Welt leben, nehmen deren Besonderheiten nicht wahr; ebenso wenig halten jene, die sich mit dem Feuer vereinen, diesen Zustand für außergewöhnlich. Ein Virtuose erachtet es nicht als außergewöhnlich, dass er schön spielt; das ist für ihn schon etwas Gewohntes. So senkt sich auch die Feurige Welt auf irdische Zustände hernieder, und jene, die mit ihr verbunden sind, verlieren das Gefühl der Fremdheit.
23. Wenn wir uns den Feuererscheinungen nähern, müssen wir verschiedene Abstufungen ins Auge fassen. Das so genannte Durchschreiten des Feuers ist höchst unterschiedlich. Die niedersten Typen von Fakiren reiben ihren Körper mit Mineralstaub vermengter Asche ein und erlangen auf diese Weise eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Feuer. Natürlich, diese äußere, rein physische Wirkung ist von keinem Interesse. Yogis
durchschreiten Feuer, indem sie als Gegenwirkung die Herzenergie hervorrufen. Bei diesem Vorgang entströmt das innere Feuer den Poren der Haut, und da es mächtiger ist als das irdische Feuer, bildet es einen starken Schutzpanzer. Solche Yogis können auch jene ohne Schaden durch das Feuer geleiten, die sie begleiten mochten. Um dies zu erwirken, umgibt der Yogi die ihn Begleitenden mit seiner Energie, vorausgesetzt, dass sie ihr Bewusstsein völlig in das Herz des Yogi übertragen können. Dieser Zustand völliger Bewusstseinsübertragung in das Herz des Führers ist ein allgemeiner Wesenszug feuriger Taten.
24. Man wird einwenden, dass sich das Naturelement Feuer zu sehr der Beobachtung entzieht. Antwortet, dass Feuer sogar sichtbarer in Erscheinung tritt als andere Naturelemente! Ist Erde oder Wasser bei Beobachtung des menschlichen Organismus sichtbarer? Feuer ist leichter feststellbar: in der Körpertemperatur, im Puls und besonders in jenem Beben, das alle feurigen Erscheinungen begleitet. Dies ist kein Beben der Angst, sondern die Vereinigung mit dem Puls des Naturelementes. Ruft die Verbindung mit der Erde oder dem Wasser solch ein Beben hervor? Doch Feuer erzeugt sogar in geringem Ausmaß ein besonderes Gefühl. So möge man nicht von der Unerreichbarkeit des welträumlichen Feuers sprechen.
25. Es ist besonders wertvoll, im eigenen Herzen die Vereinigung mit der feurigen Essenz zu erkennen. Im Mittelalter würde man natürlich das Feuer des Scheiterhaufens hinzugefügt haben. Doch sogar in jenen Zeiten fanden sich tapfere Menschen, die sich nicht fürchteten von dem zu sprechen, was sie wahrgenommen und in sich gefühlt haben.
26. Die Feurige Schlange,
die sich in Form der Schlange Moses, ähnlich der arabischen Zahl Acht, über dem "Kelch" erhebt, weist auf die Anspannung des "Kelches" hin, denn der "Kelch" ist mit Feuer gefüllt. Die Aufspeicherungen und Ablagerungen im "Kelch" bilden die Feurige Substanz. So sind wir vor allem Feurige Wesen. Allein mit solcher Überzeugung beginnen wir das Wachsen der so genannten Feurigen Schwingen zu beleben.
Sind diese Klopftöne nicht nach Einlass suchende Feurige Tropfen? Sind sie nicht den Rhythmus verstärkende Feurige Wellen? Möge jede Mahnung an das Feuer der Sättigung mit Feierlichkeit dienen.
27. Beobachtungen von Menschen, die den Aufbau der Flamme lieben, gibt ständig Anlass zu neuen Schlussfolgerungen. Uns dem Feuer nähernd, beginnen wir den alle Verbindungen herstellenden Energierhythmus zu erkennen. Man sollte dieses Element mit vollem Verständnis lieb gewinnen, mit anderen Worten, mit Gedanken in Harmonie mit dem Raum. Wenn wir gern irdische Gnomen bleiben möchten, möge daran erinnert werden, dass die besten Gnomen dem Feuer dienen. So sollte man begreifen, dass sogar die niedersten Bewusstseine emporgezogen werden. Sogar die alten Märchen sprechen von Gnomen, die ohne Hinwendung zu den Feurigen Wesenheiten nicht bestehen können. So versuchten die Alten, dem Bewusstsein der Kinder feurige Vorstellungen einzuprägen. Die heutige Wissenschaft bringt in der Theorie über Kalorien3 und Astrochemie das gleiche Wissen von dem Großen Feuer. Aber der außerordentliche Wesenszug der feurigen Erscheinungen erlaubt es dem Durchschnittsmenschen noch nicht, den Begriff Feuer in sein Alltagsleben einzuführen, so dass Feuer in den Grenzen unerwünschter Abstraktion bleibt. Diese Beschränkung muss überwunden werden; Ich spreche als Arzt.
Ich bestätige, dass, indem man dem Feuer dient, alle finsteren Abgründe überquert werden können! Wenn sogar Flugzeuge ein Spezialgas benötigen, wie weit nötiger ist die höchst feinstoffliche Energie für die Erhebung des Geistes?!
28. Alle Errungenschaften und heroischen Taten sind durchaus feurige Taten. Die höhere Energie trägt die Menschen über den Abgrund. Es kann die Frage gestellt werden: "Nimmt die feurige Energie am Aufkommen von Verbrechen teil?" Gewiss, die gleiche Energie kann das blutige Messer zücken; deshalb raten Wir, das Feuer der Segnung nicht in die Flamme der Vernichtung zu verwandeln. Abgesehen vom persönlichen Schaden, infiziert die zerstörende Flamme den umgebenden Raum. Darüber hinaus wird durch die zersetzenden Wirbel der niederen Schichten die Flamme des Übels entfacht. Seit langem heißt es, dass die Sünder das Feuer der Hölle selbst schüren. Die Menschen sind für das Ausmaß des Bösen selbst verantwortlich. Der Großteil des Bösen wird gar nicht erkannt, weil die Menschen nicht erkennen wollen, woher die unheilvollen Brandwunden kommen. Ihr seid in verschiedenen Ländern auf verschiedene Vorstellungen über die Hölle gestoßen. Wenn solche Formen auf der Erde verkörpert werden, bestehen sie auch in der Feinstofflichen Welt. Wie sehr muss man daher alles Hässliche auf Erden vermeiden! Das Feuer der Segnung schafft die herrlichsten Verwandlungen. So lasst uns tätige und segensreiche Schmiede sein. Die segensreichen Feuer werden von den Wirbelwinden der fernen Welten hoch empor getragen.
Einst gab es eine Feuerprobe. Wer erprobt wurde, musste sich dem Feuer nähern. Berührte das Feuer die Wahrheit. stieg die Flamme empor, doch eine Lüge ließ die Flamme abweichen. Mit allen ihren Unvollkommenheiten
zeugt diese Prüfung von den Möglichkeiten der Einwirkung des Feuers.
29. Ihr habt Unsere Apparate zum Zusammendrücken des Feuers gesehen. Die ausbrechende Flamme weist auf den ungeheuren Druck hin. Die feurige Essenz steht unter dem Druck vieler Atmosphären; um in eine Flamme auszubrechen, muss die Verdichtungsmasse bewältigt werden. Sobald sich die Flamme gebildet hat und ausbricht, weist das darauf hin, dass der Druck und die Kraft der Flamme außergewöhnlich sind.
30. Sogar der kaltblütigste Mensch wird erschrecken, wenn er sich jenseits der drei Dimensionen befindet und sein Herz unvorbereitet vor der nächsten Erkenntnis steht. Man kann nicht von einem Zustand in den anderen springen ohne feurig gestählt zu sein. Daher ist es unmöglich, ohne rechtzeitige Verfeinerung des Herzens die Schönheit und Feierlichkeit der Feinstofflichen Welt in sich aufzunehmen. Man kann vor den herrlichsten Kunstwerken verständnislos im Finsteren verweilen, doch die Finsternis befindet sich in einem selbst! Das räumliche Feuer kann nur mit dem Feuer des Herzens entzündet werden. Es wurde oft gesagt, dass sich das Große Feuer durch unsere Herzen offenbart. Wer in Finsternis weilt, der möge sich deshalb nur selbst tadeln. Aber es ist erschreckend, in der Finsternis der vierten Dimension zu weilen, denn ohne Erleuchtung durch das Feuer des Herzens werden alle nachfolgenden Dimensionen zu unheilvollen Schreckgespenstern.
31. Natürlich, der Speichelfluss sowie verschiedene Schmerzen der Nervenzentren entsprechen verschiedenen Graden kosmischer Perturbationen. Aber es erhebt sich die Frage, ob diese Zeichen die Strahlenbrechung kosmischer Ereignisse sind, oder solche der Zusammenarbeit
mit Weltenergien. Man muss das letztere annehmen. Der verfeinerte Mikrokosmos wird ein wahrer Mitarbeiter des Makrokosmos sein. Es heißt, dass Abraham vor dem Herrn einherschritt. Verstehen wir dies als völlige Mitarbeit. Aus dieser Ganzheit wird auch die Erfüllung des Daseinsgesetzes geboren.
32. Für ein feinfühliges Herz ist es schwierig, in den niederen Schichten zu leben. Bis zu einem gewissen Grad erweisen sich die Höhen als hilfreich; doch das zwischenzeitliche Losreißen des Herzens von seiner feurigen Heimat währt dennoch zu lange. Doch diese verunreinigten Schichten müsste es nicht geben - die Menschen schufen sie; daher müssen sie bestrebt sein, sie zu reinigen. Künstliches Ozon ist von geringer Hilfe. Prana wird vom höchsten Feuer gereinigt, und nur diese Eigenschaft macht es schöpferisch. Jedoch bemüht euch, sogar in den Ebenen, sogar auf den Stadtplätzen, so tief als möglich einzuatmen, bevor ihr einen Entschluss fasst. Vielleicht wird euch bei diesem Einatmen über alle Schranken hinweg ein Pranateilchen der Segnung erreichen. So wollen wir nirgends verzweifeln, sondern überall eine letzte Anstrengung unternehmen. Man kann beobachten, dass aufrichtiges herzliches Einatmen einem aufrufenden Posaunenschall gleichkommt. So lasst uns nicht vergessen, dass die besten Erscheinungen des menschlichen Organismus nicht nur in ihren chemischen Reaktionen mächtig sind, sondern auch ihre physische Kraft viele Schichten durchdringt. Lasst uns keiner Weise den durch den Willen des reinen Herzens geschaffenen heiligen Mikrokosmos herabsetzen.
33. Mögen jene, die in Gedanken eilen können, ohne Verzug handeln. Man muss sich an die Tatsache gewöhnen, dass jeder
Gedanke eine Handlung mit Feuer darstellt. Daher ist es beschämend, einen unwissenden und unbedeutenden Gedanken zu hegen.
34. Lasst uns wie jene sein, die den großen Advent erwartet; lauschen wir den Schritten und verstehen wir es, unsere Herzen der Hilfe der Welt darzubieten. Lassen wir Verwirrung und Verneinung nicht zu, denn die Feuerzeugen dieser Eigenschaften werden sich gegen uns richten.
35. Auf dem großen Pfad ist es besser verleumdet zu werden als die Entscheidung der Herrscher zu hindern. Lernen wir es, uns darüber zu freuen, verleumdet zu werden, denn wir kennen keinen feurigen Pfad ohne diesen Teppich der Verleumdung.
36. Möge Meine Forderung nach Kampf niemanden verwirren. Jene, die stille stehen, sind der Gefahr tausendmal mehr ausgesetzt als jene, die streben. Jedoch es muss mit dem Herzen und in Gedanken gestrebt werden und nicht nur mit den Füßen.
37. Das so genannte Wahrheitskraut gibt es wirklich. Es ist eine Zusammensetzung von sieben Pflanzen, welche die steuernden Zentren öffnet, worauf der Mensch seine Gedanken frei ausspricht. Das ist kein Haschisch, sondern ein Beweis der ältesten Heilfaktoren. Ursprünglich ist es zur Krankheitsbestimmung verwendet worden; denn niemand kennt die Ursachen dessen, was in seinem Organismus vor sich geht, besser als der Mensch selbst. Doch das innere Bewusstsein kann diese verborgenen Ursachen nicht ohne besonderen Einfluss enthüllen. Später jedoch verwendeten Regenten und Gerichtshöfe das Mittel als Wahrheitsbeweis und führten damit das Naturelement des Zwanges ein. Aber alles Erzwungene und Künstliche widerspricht den Grundlagen des Daseins.
38. Die Menschen beklagen sich oft darüber, dass sie von der Erde aus nicht erreichbaren Feinstofflichen
Welt getrennt sind. Jedoch die ayurvedischen4 Überlieferungen haben gegen diese irdische Absonderung vorgesorgt. Es gibt einen Pflanzenextrakt, der, wenn in die Haut eingerieben, es ermöglicht, sich der Feinstofflichen Welt zu nähern, er erleichtert ihre Sichtbarkeit und Fühlbarkeit. Doch dafür ist völliges Loslösen des Bewusstseins von der Erde erforderlich. Darüber hinaus ist solch ein Zwang bei der Erneuerung der Welt unstatthaft. Wir wollen die Bedeutung des Herzens und des Feuers in keiner Weise herabsetzen. Können kleine Wurzeln bei den Flügen des Geistes von Nutzen sein?
39. Wenn wir alle Einzelheiten unseres Lebens sammeln, werden wir unzählige Beweise der Feinstofflichen Welt finden. Wir werden auch finden, dass in den meisten Fällen die Stimmen der Feinstofflichen Welt die Erde nicht erreichen, genauso wie unsere Stimmen taube Ohren nicht erreichen. In der Tat, dieser Vergleich wird deutlich, wenn wir erkennen, dass die Rufe der Feinstofflichen Welt die Erde nicht erreichen. Nichts kommt der Verzweiflung der Feinstofflichen Welt gleich, wenn ihre Warnungen nicht das Ziel erreichen. Die Feinstoffliche Welt will unserer Welt auf ihre Weise helfen. Aber wahre Zusammenarbeit kann nur durch Herzensbildung und durch Verstehen der Eigenschaft des Wesens des Feuers erlangt werden.
40. Ihr staunt über die vielen Hinweise in den alten Arzneibüchern und in verschiedenen überlieferten medizinischen Aufzeichnungen für die Herstellung von Salben, mit denen man den Organismus in einen transzendentalen Zustand versetzen kann. Ihr fühlt, dass dies weder etwas mit Geisterbeschwörung noch mit Hexerei zu tun hat, sondern ein eigenartiges Suchen nach der Zukunft ist. Daher ist es klar, dass unsere fernen Vorfahren um die Zukunft mehr besorgt und bedacht waren als unsere derzeitigen Gelehrten.
Für uns wird die Zukunft entweder in die Grenzen des Höllenfeuers, oder in den Bereich einer elektrischen Erscheinung verweisen. Die mächtige lebensschaffende Potenz des Feuers bleibt unerkannt: die glänzenden, strahlenden Erscheinungen werden nicht begriffen, und selbst die Hierarchie des Lichts wird entweder als Gespenst, oder Kobold angesehen. Es gibt viele, die der Zukunft ausweichen wollen, indem sie es vorziehen, sich als Staub zu bezeichnen. Dennoch schaudern sogar die Gelehrten bei der Frage, ob sie das Feuer durchschreiten wollen.
Nichtsdestoweniger, wie oft wurden wir jenseits des dreidimensionalen Zustandes geführt! Wenn wir in Gedanken versunken sind, empfinden wir da Zeit oder Temperatur? Wir sind uns der unzähligen Minuten, die in einem Augenzwinkern verschmelzen, oder zur Ewigkeit werden, völlig unbewusst! Solche Experimente vollziehen sich täglich, und jeder kann von wunderbaren Phänomenen Zeuge sein!
41. Der Begriff Schambala ist mit feurigen Erscheinungen wirklich untrennbar verbunden. Ohne die Anwendung des geläuterten Feuers ist es unmöglich, sich den höheren Begriffen zu nähern. In der ganzen Welt werden die Menschen unterteilt in jene, die Schambala als das Höchste Maß erkennen, und in jene, die die Zukunft leugnen. Möge das Wort Schambala auch nur wenigen bekannt sein, jeder hat seine Sprache, aber das Herz ist eins. Jedem, der bereit ist zum Licht zu schreiten, muss besorgte Aufmerksamkeit geschenkt werden. Das Herz muss jede auf das Gute gerichtete Erscheinung umfassen. Doch unter der Flammenden Kuppel sind alle gleich.
42. Ihr schreibt mit Rauch Worte in den Himmel. Vielleicht ist euch nicht bekannt, dass die Chaldäer, wenn die Fristen nahten,
auf ihren Zikkuraten5 in den Raum schreiben. Auf diese Weise wurde die Zusammenarbeit mit den Gestirnen hergestellt, und chemische Strahlen verstärkten eiligst die irdischen Entschlüsse; auf der anderen Seite haben Wissenschaftler ihre Erfindungen in den Raum gestellt.
43. Die Schwierigkeit im Verstehen ist bis zu einem bestimmten Grad auf die Unzulänglichkeiten der irdischen Sprache zurückzuführen. Alle Symbole und höheren Begriffe sind bis zu einem sinnwidrigen Grad herkömmlich geworden. Als der Mensch etwas jenseits der Grenzen des Alltagslebens entdeckte, begann er darüber in vagen und ungewöhnlichen Bezeichnungen zu sprechen, die für seinen Mitmenschen etwas völlig anderes bedeuteten. Hinzu kamen die Anomalien des Sehens, Geschmacks und Hörens, was ein völliges Durcheinander schuf. Als der Mensch versuchte, den höchsten Hierarchischen Begriff zum Ausdruck zu bringen und erreichte bloß äußerste Verwirrung. Beachtet, dass jeder, der über einen transzendentalen Begriff spricht, die unerwartesten Auslegungen trifft. Die Menschen sprechen oft von ein und demselben, aber in solch unterschiedlichen Bezeichnungen, dass keine Möglichkeit besteht, diese Begriffe mit Worten in Einklang zu bringen. In solch einem Fall ermüdet euch nicht im Wortstreit, sondern verharrt schweigend in herzlicher Besorgtheit. Lasst die feurige Energie arbeiten, sie wird mindestens einen engen Zugang finden. So denkt unter allen Umständen daran, dass ihr über einen Vorrat der alles durchdringenden Energie verfügt.
44. Denkt auch daran, dass, wenn das Herz entflammt ist, die feurige Energie unaufhörlich wächst und arbeitet. Auf diese Weise ist es leichter, die bereits erwähnte Teilbarkeit des Geistes zu verstehen. Die Flamme ist ohne Schaden teilbar,
und sie ist weder an Raum noch an Zeit gebunden. Werdet ihr also in verschiedenen Ländern gleichzeitig gesehen, braucht euch das nicht zu überraschen, denn dies ist bloß eine der Eigenschaften der feurigen Anspannung.
Allerdings ruft diese feurige Anspannung im Sonnengeflecht einen Druck hervor. Man muss erkennen, dass die Vereinigung des Herzfeuers mit dem Raumfeuer alle Zentren anspannt.
45. Arbeitet wie Bildhauer. Ihre Hände wissen, wie sie den Stein anzufassen haben, um die Form nicht zu entstellen. So weiß übrigens auch jeder, wie viel Nahrung er benötigt. Die Überfüllung des Magens wird sicherlich nicht das richtige Maß sein. Im Gegenteil - der Bedarf wird nicht nach irdischen Maßen bestimmt. Das Herzfeuer gibt dem Bewusstsein das Zeichen. So möge man sich freuen, dass die richtigen Maße im feurigen Wissen zu finden sind.
Ich denke an einen Brunnen für die Aufbewahrung der Schätze; denn seit undenklichen Zeiten war ein Schatz immer in den Tiefen verborgen. Auch Wir sehen, dass Errungenschaften in den Tiefen des Herzens verwahrt und wahrhaftig vom Feuer umgeben sind.
46. Die Berührung des Bildhauers kann mit Worten nicht beschrieben werden. Er selbst wird nicht genau sagen können, warum er gerade solch einen tiefen Schlag ausführte. Gleicherweise sollt ihr Gefühlswissen mit Wirklichkeit in Beziehung bringen. Die Lehre macht es möglich, jenes als Wirklichkeit zu erwägen, das gestern noch unbekannt war.
47. Die Annäherung der Feinstofflichen Welt an die irdische ist eine von den großen feurigen Aufgaben. In dieser Richtung wird unmerklich viel getan. Aber außerdem ist es notwendig, dieses Bewusstsein in den Gemütern der Menschen zu stärken. Man sollte ihre Wirklichkeit bestätigen und
sie aus der Kategorie eines Märchens entfernen. Es genügt nicht, dass irgendwo schon Ergebnisse erzielt wurden, denn die geringste Verbesserung erfordert bewusste Annahme. Wenn dies sogar bei alltäglichen Entdeckungen sichtbar wird, wie stärker wird es dann gefühlt, wenn es den Menschen selbst betrifft! Es ist schwierig für den Menschen, sogar im Kleinsten voranzuschreiten! Rar sind Helden, die ihr Blut für das Wohl ihres Nächsten vergießen, jedoch dieser innere Impuls erfüllt den Organismus mit neuen Kräften. Auch die Umwandlung des physischen Körpers sollte als eine Form des Heldentums verstanden werden. Sie muss als Ermutigung dazu dienen, zu erkennen, dass die Erfahrung solcher Annäherung bereits ausgezeichnete und fühlbare Ergebnisse gezeitigt hat. Die Menschen müssen sich an die Tatsache gewönnen, dass die Vervollkommnung der Daseinszustände beschleunigt werden muss; aber das darf keinen Krämpfen gleichen. Im Gegenteil, die Menschen sollten sich nicht mit den überholten Bräuchen zufrieden geben; sie sollten es lernen, sich am Neuen zu erfreuen. Die Freude über das Neue sind bereits Schwingen zur Zukunft.
48. Seine Taten mit jenen der Mitarbeiter zu messen, ist ebenfalls eine feurige Eigenschaft. Zündet jemand eine Lampe an, so will er nicht das Haus in Brand stecken. Im Gegenteil, jeder sucht für die Lampe einen sicheren Platz. Feurigkeit bedeutet nicht Wahnsinn. Es ist schrecklich, dauernd unwissende Gespräche über den chaotischen Zustand des Feuers mit anzuhören. Man muss verstehen, dass dieses Naturelement die höchste Angemessenheit, gründliche Umsicht und Vorsicht erfordert. Vor allem verhält sich jeder Agni Yogi weise in der Verteilung dieser Substanz. Er wird eher sparsam als verschwenderisch sein. Als treuer Hüter
weiß er, dass die höchste Substanz durch erhabene Arbeit und Leid geläutert ist. Er weiß, dass jede Feurige Energie einem seltenen Segen gleichkommt. Das Raumfeuer verlangt nach Offenbarung, und er versteht den Wert dieses Findens. Nur dann kann er mit dem Feuermeer betraut werden.
Deshalb bitte Ich alle Mitarbeiter, streng umsichtig zu sein. Auf diese Weise werden sie den im Herzen wachsenden Schatz bewahren. Es ist am besten, ihn nicht in den finsteren Abgrund zu streuen, wo jede Fackel für zerstörenden Brand genutzt wird. Die Säule der Angemessenheit muss auch im Feuer gewahrt werden.
49. Niemand sollte sich dem Feuer in Furcht nahen. Niemand sollte sich ihm mit Hass nahen, denn Feuer ist Liebe!
50. Jede Bestrebung kann auf dreierlei Weise vollzogen werden: durch äußere Muskelanstrengung, äußerlich durch ein Nervenzentrum, oder durch die feurige Energie des Herzens. Die erste Bestrebung ist tierisch, die zweite menschlich und die dritte eignet der Feinstofflichen Welt. Die dritte Bemühung könnte weit öfter genutzt werden, wenn die Menschen die Begriffe Herz und Feuer bewusst anwendeten. Aber leider erfolgt diese Anspannung nur in Ausnahmefällen. Natürlich, wenn eine Mutter ihr Kind rettet, handelt sie jenseits irdischer Zustände. Wenn sich ein Held der Rettung der Menschheit hingibt, vermehrt er seine Kraft zehnfach. Aber dieses unbewusste Entflammen kommt selten vor. Wir wachsen über das beständige Wachsen der Kräfte durch das Erkennen der vorherbestimmten Kräfte.
Es ist nicht schwierig, das Bewusstsein zu entfachen und umzuwandeln, wenn ihm ständig Beachtung geschenkt wird. Beständigkeit ist ebenfalls eine Eigenschaft des Feuers. Überall, unter allen Umstanden, ist das Wesen des Feuers das Gleiche. Feuer kann nicht aus irgendwelchen Elementen, irgendwelchen Zusammensetzungen gebildet werden; man kann Feuer nur offenbaren. Ebenso kann man sich der Feurigen Welt nähern. Die erstaunlichsten Erneuerungen vollziehen sich durch feurige Erscheinungen. Die irdische Welt wird nur durch Feuer erneuert. Die Menschen glauben an das Licht des Feuers. Die Menschen erblinden der Erde willen und erneuern sich durch Feuer. Man kann viele Beispiele von Welt-Umwälzungen durch Feuer anführen. Ohne die Erscheinungen des Feuers könnt ihr sogar den Pfad der Erneuerung nicht betreten. Viele werden bei dem Wort Erneuerung bloß spotten, jedoch sogar die Schlange erneuert ihre Haut. Daher ist es gut, sich bewusst der Feurigen Welt zu nähern.
51. Es ist nicht erschreckend, dass die Meere ihr Bett verlagert. Sollten die Menschen nicht vor allem im Gedanken beweglich sein? Die Fähigkeit, sein Wesen in den Gedanken zu versetzen, wird einen Kanal zur Feurigen Welt bieten.
52. Man sollte sich an die Tatsache gewöhnen, dass Schläfrigkeit viele möglichen Ursachen hat. Es ist weise zu verstehen, dass die Tätigkeit bestimmter Zentren besonders transzendental ist und dazu neigt, Schläfrigkeit hervorzurufen. Aber Wir wissen, wie bedeutsam der Zustand des Halbschlafes sein kann. Vertreibt Schläfrigkeit nicht.
53. Ein nachdenklicher Arzt könnte in Bezug auf feurige Krankheiten die Frage stellen, "ob man sie als ganz eigene Krankheiten bezeichnet,
oder ob sie unter den meisten Krankheiten verbreitet sind?" Letzteres kommt der Wahrheit näher. Feuer kann alle Krankheiten verschlimmern, weshalb man dem Zustand feurigen Strebens große Beachtung schenken sollte. Außerdem muss daran erinnert werden, dass eine feurige Erscheinung nicht bloß durch Wasser oder Kälte gelindert werden kann, sondern eher durch die dem Feuer überall widerstehende psychische Energie. Diese Energie, als eine Art Feuerverdichtung, kann das überschüssige Feuer aufsaugen. Daher wende man die Aufmerksamkeit wieder der psychischen Energie zu, wenn wir über das Herz, die Feurige Welt und unsere Bestätigung vom Vorhandensein der Feinstofflichen Welt sprechen. Lest ihr vom verzehrenden inneren Feuer, so denkt an die Wirkung der psychischen Energie. Sie kann auf dreierlei Weise in Erscheinung treten: durch Autosuggestion, durch physische Untätigkeit, oder durch die höchste Wirkung auf Entfernung. Jedoch die Ärzte übersehen oft, dass nicht die Arznei, sondern irgendein äußerer Umstand hilft. Wir erinnern an einen bemerkenswerten Fall, wo ein Arzt über mächtige psychische Energie verfügte, jedoch alle seine Erfolge hartnäckig der Medizin zuschrieb. Es lässt sich leicht ermessen, wie sehr sich solche Erfolge vermehren würden, wenn der Arzt begreifen würde, worin seine Kraft besteht. Nur verwechselt die Herzenergie nicht mit äußerem Magnetismus und so genannten Hypnose. Diese beiden Erscheinungen sind künstlich und deshalb vorübergehend. Die Herzenergie wird nicht gewaltsam angewendet, sondern muss durch Kontakt mit dem Strom übertragen werden. Gelänge es dem Arzt und dem Patienten, vor allem physischen Mitteln,
ihre Herzenergie gleichzeitig hervorzurufen, die Wirkung würde in vielen Fällen sofort einsetzen und einen Heilerfolg bewirken.
54. Ich bitte, nicht zu vergessen, dass die Feurige Welt keinen Aufschub duldet. Sie im Bewusstsein zu bestätigen, ist schon ein Schritt der Annährung.
55. Kann man Bekundungen von Feuer nicht im Weltgeschehen wahrnehmen? Beachtet die Beziehungen der Völker, den Magnet der Ideen, die Verbreitung von Gedanken und alle Zeichen öffentlicher Meinung. Dieses Aufleuchten der Flamme wird durch keine Kommunikationsmittel hervorgerufen, sondern durch etwas, was darüber hinausreicht.
56. Freude und Mut sind unerlässlich, doch ohne Feuer bildet sich diese Eigenschaft nicht. Verstand kann einen aller Freude berauben und auf diese Weise die Tore zur Zukunft verschlissen. Aber ein feuriger Weitblick fällt nicht vom Himmel, er muss entdeckt werden. Diese Entdeckungsmethode muss in der Kindheit beginnen. Wir sehen, wie Kinder bereits die schwierigsten Aufgaben des Geistes innerlich annehmen. Sogar alle von den Älteren bereiteten Hindernisse dienen bloß dazu, ihr Gefühlwissen zu kristallisieren. Doch Kristallisation ist eine feurige Tätigkeit. Die besten Kristallschichten bilden sich durch Feuer. So bildet sich auch das unbezwingliche Herz durch feurige Einwirkung. Das ist kein Symbol, sondern eine rein laboratorische Schlussfolgerung. Jedoch wie fern stehen die Menschen den feurigen Erwägungen!
57. Nicht allein über Feuer müssen wir nachdenken. Ereignisse jagen vorwärts wie eine Meereswelle. Ihr versteht richtig, dass die finstere Kraft jedes wohltätige Unternehmen umgibt. Wir bemerken, dass sich jede gewöhnliche
Tätigkeit sofort in Böses verwandelt. Daher sollte man alle geistigen Mücken loswerden und alles Gewöhnliche durch Ungewöhnlichstes ersetzen. Für Ungewöhnlichkeit sollte sozusagen sogar ein Preis verliehen werden. Ungewöhnlichkeit sollte man nicht von der alten Welt erhoffen. Jenseits der gewöhnlichen Zustände sollte man die unverhofftesten Winkel berühren. Daher freue Ich Mich, wenn man sich mit neuen Elementen befasst.
58. Lungenpest in bestimmten Formen ist ein auffallender Beweis für eine feurige Epidemie. Sie suchte von Zeit zu Zeit die Erde heim, das Bewusstsein für mögliches Elend vorbereitend. Eine merkwürdige Hustenart, von der ihr gehört habt, ist für diese Krankheit kennzeichnend.
Überall tritt sie auf, bei Kindern und bei Erwachsenen, ja sogar bei Tieren. Aber die Menschen wollen diese Vorstufe des schrecklichen Elends nicht wahrnehmen. Sie schreiben sie leichtfertigerweise den verschiedensten Krankheiten zu, nur um nicht an das Ungewöhnliche denken zu müssen. Alle auf diese Weise Erkrankten sollen isoliert und die Toten sofort verbrannt werden. Menschen, denen es an psychischer Energie mangelt, können dieser Ansteckung leicht erliegen. Sie kann sich durch verschiedene hinzukommende innere und äußere Umstände verschlimmern. Das Schwarzwerden oder Entzündungen der Haut deuten auf Pocken oder auf Scharlach hin; denn die meisten feurigen Erscheinungen äußern sich auf der Haut. Lernt es, diesen ungewöhnlichen Erscheinungen Beachtung zu schenken. Moschus und heiße Milch mit Speisesoda sind gute Verhütungsmittel.
Kalte Milch wird von den Geweben nicht aufgenommen, dagegen dringt heiße Milch mit Speisesoda in die Zentren ein. Oft versuchen die Menschen, Fieber durch kalte Umschläge zu heilen, jedoch lediglich Senfpflaster und heiße Kompressen bringen unerwartete Besserung. Wir lehnen Schröpfgläser und Blutegel entschieden ab; denn sie wirken auf das Herz und können gefährlich sein.
Wir entsenden oft Menschen für gefährlichste Aufgaben, doch zugleich achten Wir auf ihre Gesundheit. Es ist unweise, eine nützliche Substanz zu zerstören.
59. Dem Feuer wohnt für Schönheit inne; es entwickelt Schöpferkraft und überträgt unvergängliche Aufzeichnungen in die Schatzkammer des "Kelches". Daher schätzen Wir diese unvergänglichen Errungenschaften mehr als alles Zerstörbare. Helft deshalb dem menschlichen Denken, dem Unvergänglichen zuzustreben.
60. Wer nicht zur Erneuerung des Denkens beiträgt, ist kein Freund der Neuen Welt. Oftmals habt ihr bemerkt, dass Verbesserung und Verfeinerung, nach Menschlichen Maßstäben gemessen, unmerklich vor sich gehen. Es ist schwierig, das allmähliche Wachsen eines Pflanzenstengels wahrzunehmen; jedoch die schöne Blüte unterscheidet sich sehr auffallend vom Samen. Gleich erstaunlich sind menschliche Umgestaltungen; gerade diese feurige Blüten, die seltensten von allen, erhalten das Gleichgewicht der Welt.
61. Es ist unmöglich, nicht zu bemerken, wie unvermutet der Plan der Ereignisse abrollt. Sie zu beachten, bildet allein die ganze Epoche des Feuers.
62. Feuer muss lebendig sein. Untätigkeit ist dem Feuer nicht eigen. Energie erzeugt Energien.
Besonders schädlich ist es, den Menschen von seiner gewohnten Arbeit loszureißen. Selbst bei der niedrigsten Arbeit entwickelt der Mensch feurige Energie. Nehmt die Arbeit und er Wird unvermeidlich dem Kräfteverfall unterliegen , mit anderen Worten: das Feuer des Lebens wird in ihm erlöschen. Sie altern nicht wegen Zunahme an Jahren, sondern infolge Erlöschens des Feuers. Glaubt nicht, dass das Erlöschen des Feuers für die Umgebung keinen Schaden verursacht. Der Schaden entsteht nämlich dadurch, dass der vom Feuer eingenommene Raum plötzlich der Verwesung anheim fällt. Diese Verwesung des Lebens widerspricht dem Gesetz des Seins. Im Gegenteil, die menschliche Gesellschaft sollte in allem, was sie umgibt, das Feuer erhalten. Das Feuer der Druiden erinnerte an die Aufrechterhaltung des Lebensfeuers. Das Feuer darf nirgends, sogar nicht im Kleinsten, ausgelöscht werden. Deshalb zerstört den Festtag des Geistes nicht, auch wenn ihr seine Sprache nicht begreifen könnt, das wird euch morgen verständlich sein. Doch erloschenes Feuer kann nicht wieder die gleiche Anwendung finden.
63. Der Festtag des Geistes ist von allmenschlichem Wert; er ist ein aufgebauter Schatz. Möge diesen würdigen Aufbau niemand stören. Unter den unstatthaften Verletzungen des Karma wird Stören des Festtages des Geistes als sehr ernst angesehen. Andererseits ist ein dem Festtag des Geistes gesandtes Lächeln die flammendste Blume der Herzensdarbietung.
64. Man muss sich bewusst sein, wie schwierig verschiedenen Strome zu erkennen. Viele könnten die verschiedenen verzweigten Ströme und Rhythmen nicht erkennen. Ich lobe Urusvati für die Beachtung der Ströme, nur so kann man Wahrnehmungen aufspeichern.
In zwei Jahren wird es möglich sein, einen der kompliziertesten Ströme zu übermitteln, der ohne frühere Aufspeicherungen nicht ausgehalten werden könnte.
65. Der Strom der vergangenen Nacht zählt zu dem höchst spannungsgeladenen Feurigen Einwirkungen - zu den so genannten doppelten Pfeilen. Auch der frühere schwere Strom Mahawan hatte für diese neue Anspannung Bedeutung. Er wird als besonderer Schutz gegen ernste Einwirkungen gesendet. So vermag man sich feurig zu wappnen, vorausgesetzt, dass der Geist selbst solch eine Rüstung annimmt. Für das Erkennen der Feurigen Welt ist diese Annahme wesentlich, denn wenn es Widerstand gibt, können die Tore nicht geöffnet werden.
66. Über den Feldern und Wäldern gibt es viele Feuer, aber die Menschen erachten sie als übernatürlich. Das kann nur durch Mangel an Vorstellung erklärt werden.
67. Neben Unserer Bestätigung bemerken sogar die Menschen selbst das Untergehen bestimmter Kontinente. Es wird dem jedoch keine Bedeutung beigemessen. Auch das ist auf Unwissenheit zurückzuführen.
68. Seid standhaft, standhafter als ein Fels. Das wunderbare Feuer wird durch die Standhaftigkeit des Geistes verstärkt.
69. Die Beobachtungsfähigkeit ist eine der grundlegenden feurigen Eigenschaften, aber sie wird nicht leicht erreicht. Sie wird so langsam erworben wie Bewusstsein. Ihr habt richtig bemerkt, dass Bewusstsein durch das Leben selbst gestärkt wird; gleicherweise wird Beobachtung gestärkt. Es kann weder abstraktes Bewusstsein noch theoretische Beobachtungen geben. Doch menschliche Geistesabwesenheit ist ungeheuerlich, sie schafft eine scheinbar unreale Welt. In ihrem
Egoismus sehen die Menschen nur ihre eigenen Gespenster. Bei solchen Verblendungen kann es kein Gespräch über die Beobachtungen mit allen Mitteln in den Schulen eingeführt werden, sogar für kleine Kinder. Eine der Beobachtung gewidmete Lehrstunde wird ein wahrer Lebensunterricht und für den Lehrer wird diese Stunde ein Unterricht in Findigkeit sein. Beginnt mit der Verfeinerung der Beobachtungsfähigkeit bei Gegenständen des Alltags. Es wäre ein Fehler, die Schuler zu schnell auf höhere Begriffe hinzulenken. Ist der Schüler zu Beginn imstande, den gewohnten Inhalt eines Raumes zu beobachten, wird dies schon eine Errungenschaft sein. Für ein unachtsames Auge ist das nicht so leicht, wie es scheit. Nachher kann man die Fähigkeit durch eine Reihe von Experimenten beschleunigen, um Eindrücke zu schaffen. Wir können vorschlagen, dass der Schüler durch einen unbekannten Raum läuft und dennoch konzentriert beobachtet. So wird es möglich sein, Blindheit zu beseitigen und die Kühnheit wahren Sehens zu festigen. Es muss ein Programm von Experimenten für alle Sinne erstellt werden. So kommt feurige Tätigkeit in einer einfachen Übung zum Ausdruck. Kinder lieben solche Aufgaben. Solche Bewusstseinsübungen tragen in die höheren Sphären. Die üblichsten Bräuche können die Schwelle zum Schwierigsten werden. Stellt euch die Begeisterung eines Kindes vor, wenn es ausruft: "Ich habe mehr gesehen!" In diesem "mehr" kann eine ganze Stufe enthalten sein. Mit gleichem freundvollem Ausruf wird das erste wahrgenommen feurige Sternchen begrüßt werden. So beginnt wahre Beobachtung.
70. Flüge in die Feinstoffliche Welt können schwierig sein; sogar ein erfahrenes Bewusstsein kann auf Hindernisse stoßen.
Heute widerfuhr Ur.6 solch eine Schwierigkeit. Sie musste sich anstrengen, um chemische Schichten, die sich durch astrochemische Verschmelzungen bilden, zu durchdringen. Die Tage vor und nach dem Vollmond sind für Flüge ungünstig. Der so genannte Mondspiegel kann hinderlich sein und erfordert eine kräftige Beharrlichkeit.
71. Jeder Hammerschlag lässt Feuer in Erscheinung treten, aber auch jeder Schwertschlag liefert ein feuriges Schauspiel. Lasst uns die Arbeit des Hammers billigen und vor dem Erheben des Schwertes warnen. Lasst uns jede Berührung des Feuers erkennen. Nehmen wir jeden Beweis des gewaltigen Naturelements mit äußerster Verantwortung an. Das in Erscheinung getretene Feuer kehrt nicht wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurück; es wird in einem besonderen Zustand unter den feurigen Erscheinungen bleiben. Es wird entweder Leben schaffen, oder zerstören, entsprechend der Absicht dessen, der es aussendet. Deshalb unterstreiche Ich die Bedeutung des Feuers, dieses untrennbaren Weggenossen. Man sollte den Menschen die Bedeutung der Naturelemente mit verschiedensten Mitteln einprägen. Sie haben vergessen, dass ihr Leben mit den verantwortlichsten Taten erfüllt ist. Worte und Gedanken lösen feurige Wirkungen aus; jedoch die Zunge fährt fort zu schwatzen und der Gedanke den Raum zu verletzen. Denkt über diese feurige Erschaffung nach! Brüstet euch nicht mit totem Wissen, solange ihr fortfahret, Verleumdungen gegen das Höchste auszuspeien. Denkt daran, dass euch diese Verleumdungen immer begleiten werden! Die Welt erbebt von den Flammen der Bosheit. Ihre Urheber hoffen auf Untergang der anderen, aber sie selbst werden vom Aussatz zugrundegehen.
72. Vor euch bekundet sich eine andere Erscheinung hohen Grades: das Kundalini regt sich von seinem Grund bis zum allerhöchsten Gelenk. Die Kehlkopfdrüsen sind stark entzünden, aber dieser physische Aspekt ist für die feurige Einwirkung unerlässlich. In diesem Zustand wirkt das Kundalini auf weiteste Entfernung. Ihr erkennt, wie notwendig gerade jetzt diese Gegenwirkung von Ur. ist. Ohne diese feurige Tätigkeit wäre kein Sieg errungen worden. Aber die Schlacht ist wirklich schwierig, und die Angriffswellen mehren sich. Deshalb lasst uns sehr vorsichtig sein. Lasst uns aufmerksam sein, wohlwollend und sehr behutsam.
73. Ton and Färbe zählen zu den hauptsächlichen feurigen Erscheinungen. So sind die Sphärenmusik und das Leuchten der Raumfeuer die höchsten Erschwingungen des Feuers. Daher ist es unmöglich, dauernd die Sphärenklänge zu hören oder die funkelnden Feuer wahrzunehmen. Solch eine Frequenz von Emotionen würde den irdischen vom feurigen Körper in zu hohem Grade trennen. So würde das für die Ewigkeit so notwendige Gleichgewicht nicht geschaffen werden. Freilich sollten wir unsere vier Körper im Bewusstsein trennen, damit ihre Funktionen aufgeteilt werden können. Die Störung des Gleichgewichts führt zur vorzeitigen Zerstörung des niederen Körpers.
74. Es gibt keinen Grund anzunehmen, die schwarze Magie nehme gegenwärtig besonders in Tibet stark zu. Gewiss, sie hat sich dort Stark verbreitet, aber das ist nur eine Phase ihrer weltweiten Entwicklung. Man kann sich nicht vorstellen, wie sehr sich dieses schwarze Netzwerk ausbreitet. Man kann sich die große Verschiedenheit seiner Beteiligten nicht vorstellen.
Man kann nicht alle einander aufrechterhaltenden ungeahnten Verbindungen aufdecken. Kann man sich mit der Tatsache abfinden, dass Staatsoberhäupter, Prälaten, Freimaurer, Meuterer, Richter, Verbrecher, Ärzte, Kranke und Gesunde, alle auf dem gleichen schwarzen Feld tätig sind? Die Schwierigkeit, sie zu entlarven ist, dass man keine bestimmte Organisation aufzeigen kann, alles basiert auf einzelnen Persönlichkeiten, welche die verschiedensten Tätigkeiten ausüben.
75. Die Verbündeten der schwarzen Logen erkennen einander genau. Es gibt wirklich unverkennbare Zeichen. Wenn ihr eine unmenschliche Grausamkeit bemerkt, seid sicher, dass dies ein Zeichen der Finsteren ist. Jede Lehre des Lichts ist in erster Linie eine Entwicklung der Menschlichkeit. Bedenkt dies entschieden, denn nie zuvor hatte die Welt diese Eigenschaft so sehr nötig. Menschlichkeit ist die Schwelle zu allen anderen Welten. Menschlichkeit ist die Grundlage des Gefühlswissens. Menschlichkeit sind die Schwingen der Schönheit. Das Wesen der Menschlichkeit ist die Substanz des "Kelches". Lasst uns deshalb vor allem auf Erden in Menschlichkeit kleiden und sie als Waffe gegen die finstere Kräfte erkennen. Eine feurige Erscheinung wird das Herz über Menschlichkeit heimsuchen. So werden wir erneut erkennen, wie sehr das Fernste das Nächste ist. Wir erkennen einander auch durch Menschlichkeit. Auf diese Weise werden wir in dieser Stunde der Gefahr für das Dringendste arbeiten.
76. Der innere Lotos kann sowohl offen als auch geschlossen beobachtet werden. Wenn die purpurne, schützende Aura erforderlich ist, kann man sehen, wie sich
die Blätter des Lotos zusammenziehen und von den Ablagerungen der Blutgefäße bedeckt werden. Bei solch einer Erscheinung erkennt ein erfahrener Yogi, dass große Gefahr nahe ist. Wie sich in der Natur, lange vor Aufkommen der Wolken, die Blumenblätter stärker der Sonne zuwenden, oder sich in der Abenddämmerung unverzüglich zusammenfalten, so spürt auch der Feurige Lotos das Nahen kosmischer Stürme. Und bei der Entwicklung des Yoga kann man eine ähnliche Anspannung auch im äußeren Lotos bemerken. So nennt man die kreisförmige Drehung des Kundalini, welche die Hauptzentren berührt und gleichsam den äußeren Lotos der Verteidigung bildet. Dieser besonderen Anspannung gehen für gewöhnlich Pfeile voraus, über die wir bereits gesprochen haben. Der äußere Lotos wird auch Panzer genannt. Wir betrachten seine Bildung nicht nur als Zeichen der Gefahr, sondern auch als Erreichen eines Yoga-Grades.
77. Die von euch wahrgenommene Abwesenheit hat natürlich keine physische, sondern eine yogische Bedeutung. Sie wird durch eine dringende Notwendigkeit, ohne Verzögerung in fernen Ländern zu erscheinen, hervorgerufen. An solche Aufrufe sollte man sich gewöhnen, wenn es überall so viel Spannung gibt. Denn nur der Blinde kann glauben, dass es morgen wie gestern sein wird!
78. Man kann beobachten, dass sich bestimmte Blumen am Abend nicht nur schließen, sondern sich sogar zu Boden senken. So ist es auch mit dem inneren Lotos.
79. Es könnte gefragt werden, in welchem Verhältnis Unsere Lehren zu jenen von Uns bereits über Blavatsky gegebenen stehen. Antwortet, dass jedem Jahrhundert, nach der Offenbarung detaillierter Auslegung, ein abschließender Höhepunkt verliehen wird, der
die Welt wirklich in Richtung Menschlichkeit bewegt. So schließt Unsere Lehre die "Geheimlehre" von Blavatsky mit ein. Gleicherweise gipfelte das Christentum auf der Weltweisheit der klassischen Epoche, und die Gebote Moses gipfelten auf jenen des alten Ägyptens und Babylons. Jedoch die Bedeutung der im Brennpunkt stehenden Lehren muss verstanden werden. Es ist zu hoffen, dass die Menschen Unsere Bücher nicht nur lesen, sondern sie ohne Verzug annehmen; denn Ich spreche kurz darüber, woran erinnert werden muss. Wenn Ich von der Notwendigkeit der Erfüllung Meiner Weisungen spreche, bitte Ich euch, sie mit äußerster Genauigkeit zu erfüllen. Ich kann klarer sehen, und ihr müsst lernen, die Weisungen, die euer Bestes im Auge hat, zu befolgen. Ein Mensch kam nur unter den Zug, weil er die Gleise betrat, doch er wurde vorher gewarnt und hätte das nicht tun sollen.
80. Im Volk heißt es, vor einem Krieg, oder einer Katastrophe brechen Waltbrände sowie andere Feuersbrüste aus. Ob das immer zutrifft oder nicht, ist unwichtig; bedeutsam ist, dass der Volksglaube die feurige Spannung vor Weltumwälzungen bemerkt. In der Volksweisheit nimmt das Feuer einen beachtenswerten Raum ein. Der Herr such das Volk im Feuer heim. Dasselbe Feurige Element wurde zum Höchsten Gericht erwählt. Die Läuterung vom Bösen vollzieht such durch Feuer. Missgeschicke sind von Bränden begleitet. So kann man diese feurigen Pfade im ganzen Denkverlauf eines Volkes wahrnehmen. Das Volk entzündet Ampeln und trägt Fackeln beim Gottesdienst. Im Volksverstehen hat das Element Feuer eine feierliche Bedeutung. So lasst uns nicht aus Aberglauben schöpfen, sondern aus dem Herzen des Volkes.
81. Aufrichtiges Streben nach Selbstvervollkommnung ist nicht Ichsucht, sondern hat universelle Bedeutung. Der Gedanke an Besserung betrifft einen nicht allein. Solch einem Gedanken wohnt die Flamme inne, an der sich viele Herzen entzünden sollen. Wie sich Feuer unfehlbar entzündet, wenn es an einen mir entzündbarer Substanz angefüllten Ort gebracht wird, so durchdringt der feurige Gedanke den Raum und zieht unvermeidlich suchende Herzen an.
82. Die Verantwortung des entflammten Herzer, groß. Es übermittelt Rhythmen und Strome der Hierarchie entlang. Deshalb sollten jene, die ein so angespanntes Herz umgeben, es nicht belasten; das sollte als die Grundlage des Daseins verstanden werden.
83. Die finsteren Kräfte haben den Planeten in solch einen Zustand versetzt, dass keine irdische Lösung seine übliche Prosperität wieder herstellen kann. Niemand kann die irdischen Maßnahmen von gestern als für morgen geeignet ansehen. Daher muss die Menschheit erneut den Sinn ihres vorübergehenden Aufenthalts im irdischen Zustand verstehen. Nur durch seine grundlegende Daseinsbestimmung im Fleische und durch Kenntnis von der Feinstofflichen und der Feurigen Welt kann man sein Dasein festigen. Man sollte nicht glauben, dass das geschäftliche Trugbild, selbst vorübergehend, ein sicheres Dasein verbürgen kann. Das Leben wurde in Geschäft verwandelt, aber welcher Lehrer des Lebens war je ein Geschäftsmann? Ihr kennt das große Symbol der Vertreibung der Geldwechsler aus dem Tempel, doch ist nicht die Erde selbst ein Tempel? Ist nicht Maha Meru7 der Fuß
des Gipfels des Geistes? So können die Erdbewohner auf die vorherbestimmten Gipfel hingewiesen werden.
84. Vergessen wir nicht, dass jeder Augenblick der Neuen Welt gehören muss. Beachtet, dass Wir beim Aufzählen der Welten scheinbar die Welt des Gedankens weggelassen haben. Das ist kein Zufall. Die Gedankenwelt stellt eine lebendige Verbindung mit der Feinstofflichen und der Feurigen Welt dar. Sie gibt den unmittelbaren Antrieb zur Feurigen Welt. Es gibt keinen Gedanken ohne Feuer, und das Feuer verwandelt sich in einen schöpferischen Gedanken. Die Erscheinung des Gedankens wird schon verstanden; lasst uns auch das Große Feuer - Oum8 - erkennen!
85. Die Tätigkeit des Feuers kann sich unterschiedlich äußern. Heute wird für Konzentration, um feinstoffliche Eindrücke hervorzurufen, häufig eine Kristallkugel verwendet, aber das ist bereits eine spätere Form. Im antiken Osten wurde ein Block Bergkristall verwendet und über ein abgedecktes Feuer gestellt. Hernach wurde die Struktur der feurigen Schaffenskraft ins Leben gerufen, und sie zog die Erscheinungen des räumlichen Feuers herbei. So kann man bemerken, wie sehr die alte Kraft feuriger Beobachtung entartete.
86. Man kann auch beobachten, dass sich bei gewissen Menschen Sachen rasch abnutzen, andere hingegen sie gleichsam erhalten. Irrtümlich sagen die Leute: "Bei ihm brennt alles". In Wirklichkeit ist es gerade umgekehrt. Achtet auf Personen, die erhaltend wirken. Sie stehen dem Feuer nahe. In der Tat, das Feurige Prinzip bewahrt die dauerhafte Eigenschaft der Dinge. Ich sprach bereits über die Einwirkung der psychischen Energie der Arbeiter auf die Qualität ihrer Produktion.
Auch darin werden wir die Mitwirkung des Feuers sehen. Die psychische Energie ist ein feuriger Beweis für das Einströmen der welträumlichen Feuer.
87. Man kann die Lehre des Feuers dem Alltag zugrunde legen. Solange wir in trügerischen Verlockungen umherirren, werden wir in der einzigen Lebensgrundlage nicht gefestigt werden, und daher dem Aufstieg nicht näher kommen. Ich denke an jene Unschlüssigen, die nicht nur ihren Pfad verlieren, sondern auch den Fortschritt ihrer Nächsten hemmen. Der Unschlüssige vergeudet nicht nur seine Schätze, sondern plündert auch die der anderen. Es ist entsetzlich zu sehen, wie der Zweifel allen feurigen Grundlagen widerspricht. Beachtet dabei, dass der Unschlüssige meist nicht an sich zweifelt, sondern nur an den anderen, und so trägt er zur Zersetzung bei.
88. Man sollte nicht meinen, dass nur karmische Bedingungen Unschlüssigkeit aufkommen lassen. Oft muss der Grund in Besessenheit gesucht werden. Der Unschlüssige glaubt, selbst vorsichtig voranschreiten zu müssen, als käme diese Besorgtheit allein für ihn selbst in Betracht! Die Vergangenheit vieler Unschlüssiger wäre lehrreich für die Schulen.
89. In den Schulen sollte nicht nur über Helden gelesen werden, sondern auch Beispiele vom Schicksal einiger unbekannter Unschlüssiger wären lohnend. Die lebhafte Flamme der Heldentat würde durch Vergleich mit dem Schicksal der Auslöscher noch mehr lodern.
90. Zurückgewiesene Möglichkeiten können nicht nur moralisch, sondern auch chemisch untersucht werden. Wahrhaftig, welche Worte reichen aus, um die Zerstörung einer bereits gebildeten Einwirkung zu beschreiben, wenn die durch große und langwierige Arbeit gesammelte wertvolle feurige Energie
unwissend zerstreut wird? Doch diese für eine bestimmte Verbindung hervorgerufenen feurigen Teilchen bleiben für lange Zeit unharmonisch, und es ist doppelte Anstrengung nötig, sie wieder zum Schaffen zu nutzen. Ich wiederhole, dass es unzulässig ist, den geistigen Festtag in ein bereits entfaltetes integriertes Bewusstsein einzumengen. Entstammt nicht der Beweis von Karma diesen gleichen, unvernünftigen Bereichen unzulässig.
91. Sammeln wie gedanklich alle feurigen Annäherungen; prüfen wir die Zeichen der Eingebung oder Erleuchtung. Wir werden übereinstimmende, wirklich jenseits der allgemeinen Grundlage liegende, hinweisende Zeichen finden. Und so muss es sein; das Feuer des Herzens kommt mit dem Raumfeuer in Berührung. Nur so kann das Entstehen, oder richtiger gesagt, die Befruchtung der Schaffenskraft des Gedankens bewirkt werden. Darüber hinaus muss dem gesamten Apparat, der die Berührung mit dem Feuer herstellt, die höchste Achtung gezollt werden. Die zartesten goldenen Netzwerke der Nerven sind dem Auge fast unwahrnehmbar. Man muss mit dem dritten Auge in sie eindringen, um sich ihrer für immer zu erinnern und von Ehrfurcht vor ihnen erfüllt zu sein.
92. Das gesehene goldene Netzwerk bildet die Grundlage des "Kelches"; man kann sich die Feinheit des inneren Apparates vorstellen. So kann Verfeinerung den Gedanken auf die Rücksichtnahme unter menschlichen Wesen lenken. Die Menschen sollten einander nicht beleidigen. Im Namen des Feuers sollte es keine Beleidigung geben. Nicht jede Anspannung wird mit einem Hammer erwirkt. Es sind auch
kleine Geräte und vorsichtige Berührungen notwendig. Wieder eine alte, aber bisher kaum angewandete Wahrheit.
93. Im Allgemeinen können nur wenige das Lodern des flammenden Herzens verstehen. Jedoch jene, die diese Feuer der Erleuchtung schauten, wissen, wie lebendig diese Erscheinung ist. Der Feuerträger selbst bemerkt diese plötzlichen Lichter, aber für die Anwesenden erlauben oder verhindern es viele Umstände, das wunderbare Feuer zu sehen. Ohne Zweifel beeinflusst die Beschaffenheit der Anwesenden den Charakter der Erscheinung selbst. Man kann sich leicht solch eine Menge Auslöscher vorstellen, dass sogar der Lichtstern bloß ein Schimmer ist. Aber manchmal entzündet ein einfaches, jedoch sehr schönes Herz neue Kraft des Feuerträgers. Neben menschlichen Einwirkungen und Bedingungen der Feinstofflichen Welt üben zahlreiche Naturerscheinungen Einfluss aus. So kann sich bei einem Gewitter die Leuchtkraft in dem Augenblick verstärken, wenn die Elektrizitätsmengen auch die inneren Feuer verstärkt. Wasser von bestimmter mineralischer Beschaffenheit kann ebenfalls die innere Strahlung fördern. Natürlich, die schlimmste Atmosphäre ist die muffige, giftige Luft ungelüfteter Häuser. Wenn nämlich diese Luft Brutstätte von Krankheit sein kann, so kann sie weit mehr die Ausstrahlungen des Herzens unterdrücken! Die Leuchtkraft erfolgt häufiger als man denkt, doch Vorurteil und Sophisterei werden immer ihre eigenen Schlüsse ziehen. Das Unheil liegt darin, dass die Menschen nicht frei urteilen können. Die berüchtigte Befreiung, von der die Menschen so gern sprechen, wird in erster Linie keine Hörigkeit der Meinungen sein.
94. Wenn Ich zur "Hilfe durch Gedanken" aufrufe, hege Ich besonderes Vertrauen. Nicht jeder kann gebeten werden,
in Gedanken zu helfen. Die Güte des Gedankens und die Konzentration der Herzenergie müssen gegeben sein. Solche auserlesene Gedanken sind wie ein starkes Radio. Man muss sich völlig hingeben können und darf die Gedanken nicht mit belanglosen Gefühlen belasten. Es bedarf eines Hurrikans, um die Botschaften zu überbringen, auch Standhaftigkeit äußerst notwendig. Es ist irrig anzunehmen, der Gedanken wäre nur für den irdischen Plan wichtig; vielleicht ist er für die Feinstoffliche Welt sogar wichtiger, um eine mächtige Zusammenarbeit zu schaffen. Bei der Spannung der Welt kann das Gleichgewicht oft gerade durch Gedanken hergestellt werden.
95. Die Einwirkungen der von euch bemerkten Ströme haben eine zweifache Bedeutung - sie gleichen die kosmischen Erschüttrungen aus und verstärken die Kraft der Sendungen. Das ist so genannte psycho-physische Therapie. Bei der Verdichtung der Finsternis sind solch starke Ströme nützlich.
96. Heldentat sollte das Gesprächthema jedes bedeutsamen Tages sein. Man sollte Heldentat als etwas Herbeigerufenes betrachtet und nicht müde werden, über sie zu sprechen oder nachzudenken. Durch die Herabsetzung der Heldentat wird Missgeschick geschaffen. Es ist, als zwänge man ein großes Tempelbild durch eine enge Tür und zerbräche bei diesem Anprall die wertvollsten Ornamente.
Es ist gefährlich, an einem bedeutsamen Tag Klage zu führen. Wie kann man verständlich machen, dass solch grobe Arten einem Hammerschlag auf Seiten eines gestimmten Instruments gleichen? Der Mensch, der die verderblichsten Aussprüche gebraucht, fügt wie ein Kind hinzu "Nun, der Himmel ist nicht eingestürzt!" Er kann
das Zerreißen der inneren Fäden, die keine Kraft wieder zu knüpfen vermag, nicht wahrnehmen; so wird oft nichtwiedergutzumachender Schaden angerichtet. Doch jedes Herz, das die Feuer Erkannt hat, wird den Begriff Heldentat bestätigen, weil ohne sie das Leben beschränkt und unerträglich ist. Doch lasst uns die Heldentat aller drei Welten auf uns nehmen.
97. Schambala offenbart sich in Bezug auf die Begriffe eines Jahrhunderts unter den verschiedensten Aspekten. Es ist richtig, alle Zyklen der Legenden Asiens zu studieren. Auf diese Weise kann man so weit wie möglich die ältesten Lehren, die mit Sibirien in Zusammenhang stehen - als den unbekanntesten und archaischsten Teil des Kontinents - zurückverfolgen.
Der Zusammenhang der Hieroglyphen mit den Inschriften auf den Osterinseln9 ist unbestritten. So wird die Offenbarung einer neuen, mit den ältesten Quellen vollends übereinstimmenden Verbindung der Völker enthüllt. So seht ihr wieder einmal, wie die Annalen die wahren historischen Fakten bewahrten, aber die Mensche nehmen sie nur schwer an. Ihr habt gerade bemerkt, dass die Angaben über Kalachakra mit Schweigen übergangen wurden; das beruht nicht nur auf Unkenntnis, sondern auch auf einer Abscheu, die Grundlagen zu berühren. Mit gleichem Schaudern meidet die Menschheit alle Quellen des Wissens - dies bezieht sich auf alle Welten - und genauso schaudern werden die Menschen über die Welt des Feuers.
98. Versucht, die Menschen nach ihren Naturelementen einzuteilen. Nicht nur nach der Beschaffenheit des Blutes, sondern auch nach der Beschaffenheit der Nervensubstanz wird eine direkte Reaktion im Einklang mit den Naturelementen zu bemerken sein.
99. Bei jeder Krankheit kann man den Gedanken als Heilmittel oder Erleichterung anwenden, aber solch ein Gedanke
sollte die Krankheit mit ganzer Kraft, ohne Zögern und Verzug, aus dem Organismus vertreiben. Wenn solch eine Kraft jedoch fehlt, ist es allgemeinen besser, nicht an die Krankheit zu denken, sondern es dem niederen Manas zu überlassen, den inneren Kampf auszutragen. Äußerst schädlich ist es, in Gedanken zu Schwanken und sich einen Sieg der Krankheit vorzustellen. In solchen Fällen ist es gut, die Aufmerksamkeit des Patienten von seinem Zustand abzulenken. Wenn Menschen vom schlechten Ausgang ihrer Krankheit sprechen, ziehen sie ihn herbei. Die ungefährlichste Krankheit kann gefährlichste Ausmaße annehmen, wenn sie vom Gedanken genährt wird. In den Krankenhäusern sollten Beobachtungen angestellt werden, inwieweit der Gedanke den Krankheitsprozess beeinflusst. Sogar das Heilen von Wunden hängt von der psychischen Energie ab. So kommen wir wieder zu dem durch den Gedanken geschaffenen Feuer. Alle Heilungen durch Strahlen, Wärmebehandlungen sowie die Anwendung von Licht bekunden an sich die gleichen feurigen Einwirkungen, sind aber im Vergleich mit der Gedankenkraft schwach. Daher ist der für das Leben wichtigste Rat, den feurigen Gedanken zu entwickeln.
100. Es ist richtig, im irdischen Dasein die Bedeutung der Synthese zu erwägen. Beim Erreichen der höheren Sphären der Feinstofflichem Welt sollte die ganze Kraft des Bewusstseins bewahrt bleiben. Diese Möglichkeit bietet sich jedoch nur einem synthetischen Bewusstsein. Man sollte sich auch die schnellste Orientierung zu eigen machen, und was könnte besser dazu beitragen als Synthese? Die Menschen sprechen von Wachsamkeit, denken jedoch bei dieser Qualifikation nur an Wachsamkeit in eine Richtung. Aber sogar vertraute Schildwachen sind umgekommen, weil sie nur in eine Richtung bestrebt waren. Können
wir den ganzen Reichtum der Natur schätzen, wenn unser Auge nicht an Beweglichkeit gewohnt ist?
101. Wo es Hass gibt, da gibt es keine Rechtfertigung. Ich rufe auf zum Edelmut und nicht zur Schlaffheit. Für den Dienst des Lichts möge man allem entsagen, doch der gute Wille muss im Feuer getestet werden. Dies muss mit den Seiten des Herzens begriffen werden. Doch begegnet ihr einem Tiger, so denkt nicht daran, ihm zu helfen; es gibt eine Grenze der Abscheulichkeit.
102. Der Gedanke eignet in seiner Zeit- und Raumlosigkeit der Feinstofflichen Welt, doch auch in diesem Aufbau müssen noch unerforschte Möglichkeiten erkannt werden. Der feurige Gedanke dringt tiefer ein als jener der Feinstofflichen Welt; weshalb der feurige Gedanke die höhere Schaffenskraft wahrheitsgetreuer offenbart. Bei Aufmerksamkeit kann jeder diese zwei Gedankenschichten unterscheiden. Bei der gewohnten Denkrichtung wird uns oft ein Strom bewusst, ein so genannter zweiter Gedanke, der den ersten erhellt und verstärkt. Das ist keine Spaltung des Denkens, sondern im Gegenteil, es ist ein Zeichen dafür, dass innere Zentren mitzuwirken beginnen. Dieser flammende Prozess hat in der indischen Metaphysik eine besondere Bezeichnung, doch wir wollen auf dieser nicht beharren, denn es würde zu Streitgesprächen und westlichen Beweisführungen kommen. Solche Streitgespräche sind nicht vom Nutzen - alles, was notwendig ist, ist einfach an die Tatsache zu erinnern, dass Denken mit der Feurigen Welt zusammenhängt. Sogar Kinder rufen aus: "Es ging mir ein Licht auf" oder "Es fällt mir ein!" So werden die Augenblicke richtiger und plötzlicher Entscheidungen bezeichnet! Man denke daran, wie Kowalewskaja10 mathematische Aufgaben löste. Solch feuriger Zustand ist für die Verbindung mit
der Feurigen Welt charakteristisch. Ihr wisst, dass es über die feinstofflichen Gedanken hinaus tiefgründige Gedanken gibt, die manchmal von Gedanken der Feinstofflichen Welt schwierig zu trennen sind. Beim gegenwärtigen Zustand unseres Planeten ist dies unmöglich. Allein die Erfahrung dieser zweifachen Gedankenrichtung sollte uns die Teilung der Welten bewusst werden lassen.
103. Gewiss, wir befassen uns manchmal mit fernen Erinnerungen, aber es kann auch Fälle feuriger Erleuchtung geben. So war es in dem Fall, an den ihr euch erinnert habt. Die Feurige Welt übermitteln uns Blitze der Erleuchtung, ähnlich der groben Blitze eines Gewitters. Genauso wie ein Gewitter die Erde mit gereinigtem Prana versorgen, so ergießen sich ständig die Einwirkungen der Feurigen Welt. Es ist schade, dass es so wenige Empfänger gibt, doch ginge man dazu üben, das Bewusstsein zum Verkehr mit der Feurigen Welt zu erziehen, könnte sich solch ein Empfänger natürlich behaupten. Doch das Einfachste für alle Welten ist, mit der Hierarchie fest verankert zu sein.
104. Grausamkeit ist der Tod des Herzens. Tote Herzen erfüllen die Welt mit Verwesung.
105. Wer Gedankenschichten unterscheiden kann, der wird auch verschiedene Tätigkeitsarten wahrnehmen. Zuerst scheint die ganze Tätigkeit auf dem irdischen Plan vor sich zu gehen. Später, inmitten so genannter Träume, trennt sich das Gefühlswissen ab, als wäre es eine unabhängige Tätigkeit, die nicht nur auf dem irdischen Plane vor sich geht. So kommt die erste Erkenntnis, dass andere Welten in unser Dasein treten. Dann können in vollem Wachzustand
kurze Abwesenheiten beobachtet werden, die mit keinerlei Krankheiten in Zusammenhang stehen. Auf diese Weise lässt sich die Verbindung der Welten und unsere Teilnahme in ihnen noch gründlicher erforschen. Es fällt dem Bewusstsein nicht leicht, sich die unsichtbaren Welten vorzustellen; wegen unserer dichten Hülle erkennen wir nur schwer alle die Möglichkeiten, die außerhalb unseres Sehvermögens liegen. Man sollte sich daran gewöhnen, an die wirklich existierenden Welten in ihrer Ganzheit zu denken. Die Feinstoffliche Welt stellt nicht nur unseren Seinszustand dar, sondern sie ist an sich eine ganze Welt mit ihren eigenen Möglichkeiten und Hindernissen. Das Leben in der Feinstofflichen Welt ist von dem irdischen nicht weit entfernt, es verläuft jedoch auf einer anderen Ebene. Alles, was man sich erarbeitet hat, geht dort nicht verloren, im Gegenteil, die Früchte der Arbeit vermehren sich. Wenn es jedoch hier schwer fällt, ein klares Bewusstsein zu bewahren, so ist dies dort noch schwerer, weil man einer Menge Evolutionsordnungen begegnet, die uns neu sind. Daher muss man besonders das Gebot, ein klares Bewusstsein zu bewahren, beachten. Dies wird als wahre Synthese bezeichnet. Und wenn Bewusstsein für die Feinstoffliche Welt so sehr nötig ist, wie dringend nötig ist es dann für die Feurige Welt!
106. Der Schmelzmeister beriet den neuen Arbeiter, wie er sich dem feurigen Schmelzofen zu nähern habe. Doch des Arbeiters einziges Interesse galt der chemischen Zusammensetzung der Flamme. Der Meister sagte zu ihm: "Du wirst lebendig verbrennen, bevor du die Flamme erreichst. Die Kenntnis der chemischen Formel wird dich nicht retten. Lass mir dir die richtige Kleidung anlegen, wechsle dein Schuhwerk, schütze deine Augen und achte auf die richtige Atmung. Zuerst beachte alle plötzlichen Übergänge und Schwankungen von Hitze und Kälte. Ich kann die feurigste Arbeit für dich anziehend gestalten. Du wirst die Blitze und
das Leuchten der Feuer lieb gewinnen. Die Anspannung der Flamme wird für dich kein Schrecken, sondern das Beben der Ekstase sein, und die richtige Aufnahme des Feuers wird dein Wesen Stärken." Diesen Rat kann man jedem erteilen, der über die Feurige Welt nachzudenken beginnt. Am Anfang lasst uns völlig ergeben sein und jenen Grad der Liebe pflegen, die wie ein unauslöschliches Licht wirkt. Die irdische Welt beruht auf Handarbeit, doch an die Gedankenschaffenskraft heranzutreten ist weit anziehender.
107. Ein chinesischer Philosoph, der die furchtbaren Erscheinungen der niederen Schichten der Feinstofflichen Welt kannte, beschloss, ihre Eindrücke abzutöten. Zu diesem Zweck füllte er sein Schlafzimmer mit den hässlichsten Bildern. Er hoffte, dass ihm inmitten dieser abstoßenden Masken nichts Schlimmeres widerfahren könne. Solche Methoden sind unwürdig, obwohl sie bei den Menschen in dieser oder anderer Form beliebt sind. Wir hingegen lehren, das Auge für das Abstoßende unempfänglich zu machen. Außerdem ist es unmöglich, sich die ganze Skala der durch menschliche Laster geschaffenen Abscheulichkeiten vorzustellen. Sogar hier in der irdischen Welt sind wir oft entsetzt über unmenschliche Gesichter, doch stellen wir uns die Erscheinungen vor, in die sich diese verwandeln, wenn sie ihr wahres Wesen enthüllen! Und hier erleben auch Wir oft die Angriffe dieser finsteren Wesenheiten. Sie versuchen, alles für sie Gefährliche zu vernichten. Sie versuchen, einen im Schlaf zu schwächen, um bei gestörtem Gleichgewicht leichter zu verletzen. Man sollte diese finsteren Ausgeburten nicht als abergläubische Phantasie betrachten. Jeder Wissenschaftler muss die Tiefe der Seinsperspektive erkennen. Der Wissenschaftler hat die Unberechenbarkeit von Kleinstorganismen erfasst, er hat die Gebeine
von Riesentieren gesehen, und er kann noch mehr erkennen, wenn er in die unermesslichen Weiten der Höhlen des Himalaja eindringt. So misst der Wissenschaftler ins Unbegrenzte und berechnet unendliche Größen durch einfache mathematische Lösungen. Das heißt, dass gerade der Wissenschaftler die unendliche Zahl feuriger Formationen zugeben muss. Doch man muss seine Vorstellung vom groben arithmetischen Nullen her auf die Unbegrenztheit richten, denkend, dass es keine Leere gibt.
108. Bittet Ur. über die Vielfalt der von ihr gesehenen Feuer zu berichten. Mögen alle diese Strahlen, Sterne, feurige Lotasse, Blumen und alle anderen Erscheinungen der Feurigen Welt leben und bestätigt werden. Es ist unmöglich, mit irdischen Bezeichnungen die Beschaffenheit dieser feurigen Visionen zu beschreiben. Jenseits bestimmter Grenzen enthüllt sich der Feurige Bereich wie eine Vision. Er kann weder zeitlich festgelegt noch kann die Ursache dieses unerwarteten Ereignisses festgestellt werden, denn das Feurige Naturelement befindet sich völlig jenseits irdischer Dimensionen. Aber wenn wir ihn, sowohl in seinen gröberen als auch in seinen höchst feinstofflichen Erscheinungen, sehen können, bedeutet das, dass sogar unser fleischliches Wesen die höhere Sphäre vorwegnehmen kann. Feurige Kommunikation ist unvergesslich, wenn sie einmal erlebt wurde. So lasst uns Mut fassen für den Aufstieg.
109. Die drei Dimensionen sind des Dämons Fesseln, wie jemand sagte. Wirklich, der, welcher das menschliche Bewusstsein an drei Dimensionen fesselte, war ein echter Kerkermeister. Wie konnte es möglich sein, die andere schöne, höhere Dimension zu verheimlichen?! Die ersten Fragen der Kinder gehen oft über die herkömmlichen
Beschränkungen hinaus. Die Alte Weisheit hat nie auf drei Dimensionen beharrt. Erst mit der allmählichen Verrohung der Menschheit hat sich diese Beschränkung des Verstandes bemächtigt. Es ist bemerkenswert, dass sich die Menschen beim Erlöschen des Lichts ihres Herzens mit Beschränkungen zu befassen beginnen. Man kann zahlreiche historische Beispiele über diese Selbsterniedrigung anführen. Doch das menschliche Bewusstsein zieht es vor, die Grundlagen der Selbstvervollkommnung zu ignorieren. Auf diese Weise sucht es die wertvollsten Möglichkeiten zu verbergen.
110. Das Erkennen feurigen Einwirkungen ist nach den Sinnen eingeteilt. Der erste Eindruck ist jener der Vision mit ihren ganzen feurigen Verschiedenheiten. Hinzu gesellt sich das Hören der Sphärenmusik, von Glocken und Klängen der Natur. Dann kommt die Verfeinerung des Tastgefühls mit den Empfindungen von Rhythmus, Hitze und Kälte. Das Schwierigste von allem sind die Empfindungen des Geruchs und des Geschmacks. Jedoch Ur. kann einen Menschen auf weite Entfernung riechen. Ur. kennt nun auch etwas anderes, sehr Schwieriges, den Geschmack eines in der Feinstofflichen Welt vorhandenen Metalls wahrzunehmen, was bereits von einer außergewöhnlichen Feinstofflichkeit zeugt. Doch man sollte nicht nur die Kraft besitzen, solche Sinneswahrnehmungen zu erkennen, man sollte sie beachten. Solches Erkennen ist sehr selten, doch wenn man die dreidimensionale Grenze überschreitet, ist es erreichbar.
111. Sich der Feurigen Welt nähernd, muss man sich die Eigenschaft der Standhaftigkeit fest zu eigen machen. Diese ist im Zusammenhang mit der Beweglichkeit keine leicht zu ereichende Eigenschaft. Die Eigenschaft besagt weder, dass man nur an ein und derselben Brotrinde nagen, noch in derselben Mausefalle hin und her huschen soll. Es ist nicht leicht, diese
Eigenschaften im Geiste zu bestätigen, solange die dreidimensionalen Grenzen nicht aufgegeben werden.
112. Es wurde richtig beobachtet, das der Organismus drei Jahre braucht, um sich von Fleischnahrung auf vegetarische Kost umzustellen. Wenn für rein physische Bedingungen solch eine Frist verstreichen muss, so ist für die Umwandlung des Bewusstseins keine geringere Frist erforderlich, wenn nicht karmische Bedingungen besondere Möglichkeiten vorsehen. Das Bewusstsein umwandeln heißt, eine besondere Welt betreten; es heißt, eine besondere Bewertung allen Geschehens zu erlangen; es heißt, voranzuschreiten, ohne zurückzublicken; es heißt, alles Klagen zu unterlassen und guten Willen zu erwerben. Scheint es nicht seltsam, dass man für Ernährung neben dem Zeitabschnitt den ethischen Gütebegriff schätzen muss? Aber zum Glück wird darin jeder Arzt für uns eintreten, weil Güte das beste Mittel für die Verdauung ist. Die Menschen lieben es, wenn geistige Grundlagen mit Ratschlägen für die Ernährung unterstützt werden.
113. Ein Prinzip ermöglicht es, uns von den aufeinander folgenden Stufen desselben ordnungsgemäßen Vorgangs eine Vorstellung zu bilden. Jeder lernt schwimmen, sobald er das Naturelement in seinem Bewusstsein bezwingt. Diesem Prinzip folgend, vermag ein Mensch auf dem Wasser zu liegen und mit einer bestimmten Übung auf dem Wasser sitzen. Weiter fortschreitend, kann der Yogi auf dem Wasser stehen. Allerdings sind solches Stehen sowie die Levitation bereits feurige Tätigkeiten. Ihr kennt Levitation, und ihr erinnert euch, welch feuriger Anspannung es zuvor bedurfte. Aber Levitation ist nicht so schwierig, denn
das Naturelement Feuer ist dem der Luft verwandt. Doch bei geringstem Zweifel wird der Mensch, trotz aller körperlichen Vollkommenheit, augenblicks untergehen oder niederfallen. Die Wirkung des Zweifels ist die treffendste.
114. Das Umherschwärmen finsteren Wesenheiten sollte euch nicht überraschen. Ein Löwe in eurem Blumengarten würde zweifellos das Haus in Aufruhr versetzen. Für die Finsteren seid ihr dieser Löwe in ihrem Hinterhof. Das Züchten ihrer Disteln kostete sie keine geringe Anstrengung, und dann plötzlich erscheint ein ungeladener Löwe! Freilich, manchmal müssen einem alle diese Arbeiten menschlichen Hasses leid tun. Doch dafür ist das Freisein vom Zweifel stärker als alle finsteren Fallen.
115. Vor den menschlichen Augen vollziehen sich viele geistige Tätigkeiten physiologischer Auswirkungen, jedoch die Menschen wollen sie nicht bemerken. Auch beim Besuch der Feinstofflichen Welt, wo diese Erscheinungen weit ausgeprägter sind, kann man das gleiche beobachten. Die Auflösung des Astralkörpers hängt von feuriger Berührung ab. Nähert sich ein feuriges Wesen bestimmten Schichten der Feinstofflichen Welt, kann man Zeuge einer auffallenden Erscheinung sein. Die feurige Substanz ist ein so genannter Prüfstein. Einige feinstofflicher Körper verstärken ihre feurige Eigenschaft, sobald sie berührt werden, während sich andere augenblicks auflösen. Dieser Prozess geht seht schnell vor sich, wie es beim Feuer eben ist. So gibt es neben einer Reihe bemerkenswerter Aufstiege verdiente Rückschläge. Nicht nur in der Feurigen Sphäre können feurige Eigenschaften zutage treten, sondern auch bei feurigen irdischen Inkarnationen. Man sollte sich allmählich
mit dem Gedanken vertraut machen, dass es sogar hier auf Erden Erscheinungen der höchsten feurigen Eigenschaften geben kann. Man sollte dies nicht nur deshalb zugeben, weil es unabänderlich ist, sondern auch wegen der Verschiedenheit der Erscheinungen des Wesens. Mansche können nicht zugeben, dass der ausgetretene feinstoffliche Körper eine rein physische Tätigkeit, wie Schreiben, ausüben kann, aber ihr wisst, dass dies möglich ist, und Ich brauche euch davon nicht zu überzeugen. Natürlich, für solch eine Tätigkeit ist feurige Energie erforderlich.
116. Um die feurige Energie, die wir der Abkürzung halber Agni nennen werden, zu lenken, bedarf es der Anstrengung. Diese Anstrengung ist in Wirklichkeit weder physischer oder gar feinstofflicher Art. Im Osten verstehen die Menschen diese blitzschnelle Eigenschaft. In der westlichen Sprache gibt es für diesen äußerst feinstofflichen Begriff überhaupt keine Bezeichnung. Deshalb ist es so schwierig, über die Feurige Welt zu sprechen. Auch in die östlichen Sprachen scheint dieser Begriff manchmal als überholt, weil er für das derzeitige Bewusstsein ungeeignet ist. Deshalb wurden viele Zeichen des Tao11 zu einer äußeren Darstellung herabgewürdigt.
117. Wie viele erhabene Gespräche werden geführt! Welche Fülle von Zeichen Höheren Wissens ergießt sich in das menschliche Leben und wird wie Hülsen verschmäht! Wer denkt denn mutig an das Morgen? Im Gegenteil, das Morgen bleibt für gewöhnlich eine Brutstätte des Schreckens, in die das Bewusstsein versinkt. Die Wunder jeden Tages müssen beachtet werden. Lasst uns von der Wiege an den Pfad des Vertrauens und der Selbstvervollkommnung wandeln.
118. Der Pfad des guten Willens sollte wirklich erweitert werden.
Er hat sich als das Wesentliche unseres Wesens bestätigt. Vergessen wir diesen Talisman auch nicht für eine Stunde. Er ist wie der euch bekannte wundervolle Stein. Vergessen wir die Eigenschaft des Steines nicht, und bestätigen wir ihn als unser Banner.
119. Alles, was Lebenskraft besitzt, sollte willkommen geheißen werden. Man sollte jeden Funken willkommen heißen, aus ihm erwächst Feuer. Daher seid gütig!
120. Der Gebrauch von Alkohol und Opium sind hässliche Versuche, sich der Feurigen Welt zu nähern. Wenn Samadhi eine natürliche Erscheinung Höheren Feuers ist, dann ist die Flamme des Alkohols der Zerstörer des Feuers. Gewiss, Narkotika erwecken Illusionen einer feurigen Annäherung. aber in Wirklichkeit werden sie für lange Zeit zu Hindernissen für die Beherrschung der wahren Energie Agni. Nichts bringt später, in der Feinstofflichen Welt, solches Elend wie diese unnatürliche Versuche, ohne vorbereitende Reinigung Feuer zu erwecken. Man kann sich vorstellen, dass in der Feinstofflichen Welt ein Trinker nicht nur durch das Verlangen nach Alkohol gequält wird, sondern noch mehr unter dem auf unnatürliche Art in Erscheinung getretenen Feuer leidet, das anstatt ihn zu stärken, die Gewebe frühzeitig verzehrt. Ganz anders vollzieht sich die Verbrennung des feinstofflichen Körpers beim Übergang in die Feurige Welt; er flammt auf wie eine abgetragene Hülle, begleitet von einem befreienden Gefühl. Doch wie alles in der Natur, muss sich dies nur in Übereinstimmung mit dem Grundgesetz vollziehen, ohne jedwede Gewalt.
121. Gewalt ist die Geißel der Menschheit. Sie
entspringt der Unwissenheit, denn sogar ein Mensch, der wenig nachdenkt, fühlt angesichts des Unnatürlichen Entsetzen in seinem Herzen.
Von jedwedem offenbaren Entsetzen lasst uns der Freundlichkeit zuwenden. Obwohl Wir nicht müde werden, über die Freundlichkeit zu sprechen, ist das dennoch für viele die letzte Möglichkeit, ihn zu erkennen. Beachtet das Wort LETZTE!
122. Sogar bei physischen Krankheiten sucht nach einer psychischen Ursache. Die Völker haben über diese Einflüsse viele Aussprüche ersonnen; sie sagen "Des Herzens wegen hat sich das Auge getrübt", oder "Vor Anstrengung verlor er seine Zähne", oder "Vom Denken hat sich seine Brust gespalten" - so denken die Menschen über die Hauptursache der Krankheit. Und ein besonderer Arzt erkennt, wie schwierig ein geistiger Zustand zu heilen ist. Es kann bestätigt werden, dass jede Krankheit schneller vorübergeht, wenn sie keine psychische Ursache hat. Die gleichen Völker schrieben dem Feuer verschiedene heilende Eigenschaften zu. Sogar Einschnitte mit glühendem Metall wurden vorgenommen. So wurde die feurige Desinfizierung sogar im ursprünglichen Bewusstsein bestätigt.
123. Der Zustand der Erleuchtung wird "feurige Hilfe" genannt. Diesem Bewusstseinzustand sollte man sich mit allen verfeinerten Gefühlen nähern. In der Tat, man wird bemerken, dass Ich manchmal fast über das gleiche spreche, aber dieses "fast" umfasst eine vollständige Windung der Spirale. Wenn ihr alle diese "fast" vergleicht, so könnt ihr die Aufschichtungen des Bewusstseins erkennen. Es ist nicht ganz leicht, sich den Rhythmus dieser individuell verschiedenen
Schichten zu eigen zu machen. Jedoch durch viele Beobachtungen wird man begreifen, welch feinstoffliche Substanz unser Bewusstsein ist. In der Tat, Ich betone die Verfeinerung der Aufschichtungen des Bewusstseins. Die Menschen stellen sich Feuer oft als etwas Ungestümes, etwas Unfassbares, fast Schreckliches vor; damit pflanzen sie selbst feuriges Unkraut. "Wie der Ruf, so die Antwort".
124. Es ist nicht leicht, vom Staub der Zwietracht getrübte Augen zu heilen. Ein Benetzen mit wahrem Edelmut ist das erste Hilfsmittel. Beachtet, dass dies auch für viele andere Leiden gilt.
125. Die Lage in der Welt ist schwierig; überall gibt es eine Art Erstarrung. Die Menschen verschanzen sich im Morast, während als Mahnung vor dem Kommenden ganze Berge bersten.
126. Anstelle des Diplodokus12 hüpfen Kängurus; anstelle des Pterosauriers13 fliegen Fledermäuse; anstelle des Drachens huschen Eidechsen. Was bedeutet das? Kann es Degeneration sein? In Wirklichkeit ist es nur eine Anpassung. Ähnliche wäre die Keule des Herkules14 heute nur eine Museumsseltenheit. So sollte auch im Leben Evolution nicht als das Ballen der Faust, sondern als Verdichtung des Geistes verstanden werden. Wenden wir uns vom Schwingen der Keule einem neuen Verstehen des Alltagslebens zu. Das Naturelement Feuer ist erhaben, jedoch dies muss sogar im Alltagsgebrauch erfahren werden. Es ist nicht richtig, Helden nur in eine Toga zu kleiden, sie anderer Gewänder beraubend. Man sollte Evolution vom Leben, inmitten des Lebens und für das Leben annehmen. Die Schönheit der Evolution ist keine Abstraktion, denn jene Abstraktion ist ein Trugschluss. Man sollte sich dieser Evolutionsvorstellung als Lebensfähigkeit durchaus erinnern;
auf diese Weise werden wir den schwierigsten Formel näher kommen, in denen das Symbol Om keine Inschrift, sondern der Ausdruck des höchsten Bestandteils sein wird. Lasst uns unser Bewusstsein in diese Richtung schulen.
127. Man sollte nicht glauben, dass es für Krankheiten, die tausenderlei Ursachen haben können, ein Allheilmittel geben kann. Es können eigene therapeutische Abteilungen, die zum Teil einer beträchtlichen Anzahl von Krankheitsursachen entsprechen, errichtet werden. So muss verstanden werden, dass es ein Allheilmittel nicht geben kann, weil der Ursprung von Krankheiten gänzlich verschieden ist. Ebenso ist es bei den Yogasystemen unmöglich, für alle ein Mittel anzuwenden. Und dennoch werden bei Methoden erwähnt und die Anwesenden im Glauben irregeführt, dass die Vorschrift für alles und alle gelte. Nur eine sehr aufmerksame Untersuchung des Geisteszustandes des in Frage kommenden Individuums wird den richtigen Anhaltspunkt der für ihn geltenden Weidungen geben. Die Verschiedenheit der Organismen in Betracht zu ziehen, wäre im Hinblick auf die geistige Beschaffenheit eine primäre Angelegenheit, aber die Menschen lieben Panazeen so sehr. Doch es gibt nur eine Panazee - die Hebung des Bewusstseins!
128. Viele Tiere leben bis zu dreihundert Jahren. Aber sollte ein Mittel zur Verlängerung ihres Lebens gefunden werden, wenn auch nur für fünf Jahre, wäre das für die Evolution von keinem Nutzen. Das Leben des Geistes ist die Evolutionsgrundlage.
129. Wenn nun über Feuerwirbel gesprochen wird, werden viele den Sinn missverstehen, während andere meinen werden,
wir beziehen uns auf grobe elektrische Erscheinungen. Dennoch sollte man über diese feinstoffliche feurige Tätigkeit gründlich nachdenken. Ihr habt gerade gesehen, dass bloß ein Kratzer feuriges Brennen verursachte. Solch eine Erscheinung rührt nicht von physischer Infektion her. Ein Feuerwirbel berührte das verletzte Gewebe. Es können ähnliche, den äußeren feurigen Anspannungen entsprechende Erscheinungen beobachtet werden. Das verletzte Gewebe mit sämtlichen Nervenenden dient als Magnet für die feurigen Wellen. In der Tat, Menschen, die eine starke Herzenergie besitzen, können die Wellen angespannten Feuers stärker anziehen. Deshalb empfehle Ich in solchen Fällen feuchte Umschläge, aber keine alkoholischen Präparate. Bei der Anspannung des Feuers muss Alkohol, der die feurigen Wellen konzentriert, gemieden werden. Viele Trinker könnten einen lehrreichen Beweis über feurige Wellen, die solche Leiden verursachen, liefern! Natürlich spreche Ich jetzt nicht von den Nervenbränden, die nur wenige bemerkt haben. Auf keinen Fall dürfen in solch angespannter Zeit die Feuerwirbel übersehen werden.
130. Die gleichen Wirbel und Spiralen werden durch unordentliche Bestrebungen umgebender Menschen geschaffen, wenngleich nicht in böser Absicht. Auch ihr kennt die Wirkungen des Strebens inkarnierter und feinstofflicher Körper. Sie erkennen nicht, dass sie in ihrer Anspannung beinahe zu Vampiren werden. Außerdem muss man die Sendungen des Intellekts von jenen des Herzens unterscheiden. Das öftere Erwähnen eines Namens hat fast keinen Einfluss, doch eine vom Herzen kommende Sendung kann durch ihr quälendes Streben
wie eine würgende Spirale wirken. Es kann wirklich gesagt werden: "Erwürgt nicht, wenngleich es zu eurem Besten ist."
131. Bei den Sendungen guter Gedanken muss man sich die blitzschnelle Eigenschaft dieser Pfeile zu eigen manchen. Dafür sollte man das Bewusstsein nicht für längere Zeit belasten. Der Feurige Dynamo arbeitet wie Licht im ganzen Raum. Man muss sich an diese Arbeit gewöhnen, wenn der Kontakt mit der Hierarchie dauerhaft ist.
Sieht man einen schwarzen Stern, so deutet das auf eine sehr große Gefahr hin. In allem können solche Zeichen gegeben werden. Ein niederes Bewusstsein erkennt nicht alle Störungen, aber ein entwickeltes Bewusstsein versteht die Bedeutung des Aufrührens der Gewässer durch die Schwerter der Engel.
132. Ohne Grund sprechen westliche Ärzte von der Schwierigkeit, mit Uns zusammenzuarbeiten. Wir waren nie gegen experimentelle Methoden. Im Gegenteil, wir heißen jedes vorurteilslose Handeln willkommen. Wir billigen es, wenn ein Mitglied der Britischen Medizinischen Gesellschaft von sorgfältigen Forschungsmethoden spricht. Wir sind bereit, dem russischen Gelehrten bei seiner Arbeit über die Immunisierung und Unsterblichkeit zu helfen. Wir freuen Uns, wenn der japanische Chirurg sich astrologischer Daten bedient. Wir bieten dem lettischen Arzt beim Erforschen der Anzeichen in den Augen bei Besessenheit Unsere Hilfe an. Wir sind bereit, jedem zu helfen und freuen Uns mit jedem. In der Tat, Wir bestehen unablässig auf Beobachtungen, und Wir verweisen in jeder Hinsicht auf Aufmerksamkeit. Wir sprechen über Wirklichkeit; Wir bestätigen die Sinnwidrigkeit der Abstraktion. So ist es Unser Wunsch, dass Ärzte und Gelehrte des Westens Unsere Zusammenarbeit gerecht erwägen.
Man muss begreifen, dass die Zeit gekommen ist, durch Ablegen der Hüllen die Fakten zu klären. Es ist Zeit einzusehen, dass in den abgesonderten Hinterhöfen noch viel Aberglauben heranwächst. So gehört es zum Aberglauben, alles zu verurteilen, was "nicht von einem selbst ist". Die Freiheit des Denkens wird in der Tat die Zierde wahren Wissens sein.
133. Ist es nicht notwendig, jedes Mal wenn ihr euch versammelt, um über Feuer zu sprechen, an die Freiheit des Denkens zu erinnern? Werdet ihr nicht auf Gerechtigkeit bestehen, wenn ihr euch auf Erkenntnis bezieht? Ruft ihr kein mitleidiges Lächeln hervor, wenn ihr die unsichtbare Feurige Welt erwähnt?
134. Im fleischlichen Zustand ist die Feurige Welt, mit seltenen Ausnahmen, unsichtbar, doch in der Feinstofflichen Welt kann ein feuriger Nebel gefühlt werden. Freilich, wenn sich ihm niedere Wesenheiten nähern, empfinden sie ein besonderes Schmerzgefühl, wie vor dem Unerreichbaren. Den niederen Wesenheiten erscheinen die Söhne des Feurigen Nebels, als wären sie mit Feurigen Strahlen ausgerüstet, die nichts anderes sind als die Ausstrahlungen ihrer Gliedmaßen. Es ist notwendig, dass sich der herkömmliche Begriff Nebel in den eines harmonischen feurigen Weltenalls verwandelt, doch dafür muss das Bewusstsein umgewandelt werden. Wie viele Erschütterungen müssen erfahren werden, damit die Vergegenwärtigung des Daseins das Bewusstsein in völlige Furchtlosigkeit erhebt! Man muss sich von der Furcht vor dem Nebel befreien und sollte durch aufrichtiges Denken und sich entfaltendes Vorstellungsvermögen über die Ungeheuer des Aberglaubens hinweg voranschreiten.
135. Gedankenschaffenskraft und Suggestion sind völlig
verschieden, wenngleich sich beide auf feurige Manifestationen beziehen. Suggestion ist ein Erzwingen des Feuers, während Gedankenschaffenskraft eine Manifestation des Grundgesetzes ist. Als Wir mit einem bestimmten Sahib15 darüber sprachen, sein Heim mit Unserer Aura zu sättigen, hatten Wir natürlich Gedankenschaffenskraft und keine Suggestion im Sinn, die Wir gern den unbedeutenden Hypnotiseuren überlassen. Gedankenschaffenskraft ist weit stärker als jede Suggestion. Suggestion ist vor allem vergänglich; sie wirkt auf die Aura ein und schafft Karma, während Gedankenschaffenskraft die Aura sättigt und die selbständige Tätigkeit nicht hemmt. In der Tat, der von Gedankenschaffenskraft erfüllte Raum sammelt die feurige Macht. Die Unverletzlichkeit von Karma bleibt eine der feinstofflichsten Bedingungen überhaupt. Es ist eine schwierige Aufgabe, zu geben, zu helfen und gar zu führen, ohne die Persönlichkeit zu verletzen. Jeder sieht sich dieser Lösung gegenüber. Die Gedankenschaffenskraft, frei von Ichsucht, weist den Weg aus diesen Irrgärten. Güte, Herzlichkeit und Zusammenarbeit leisten ebenfalls Hilfe, doch der Nebel der Unstetigkeit ist ein besonders schlechter Führer.
136. Unflätigkeit und Streit finden schon das Lob der Finsternis. Der tödliche Dolch steckt nicht im Gürtel, sondern ist die spitze Zunge. Man wird manchmal verstehen müssen, dass sowohl das Gesprochene als auch das Gedachte untilgbar sind. Jeder, der an Gutes denkt, kann sich darüber freuen, und umgekehrt.
137. Fügt dem Schreiben an den lettischen Augenarzt hinzu: Er darf bei den Beobachtungen der Augen der Besessenen die Tatsache nicht außer acht lassen, dass sich ein festgestelltes Symptom ändern kann. Bei Annäherung der feurigen Energie verschwindet
das Symptom scheinbar. Der eingetretene Geist kann zu rasen beginnen oder ausziehen - das Symptom mitnehmend. Deshalb sollte die Untersuchung zuerst ohne Übertragung der feurigen Energie durchgeführt werden, da der eingetretene Geist sonst ausgetrieben wird. Solch ein Tat ist an sich ausgezeichnet, obliegt aber nicht dem Augenarzt. Die gleiche Reaktion wird manchmal bei Hautkrankheiten beobachtet, die sich unter dem Einfluss der feurigen Energie verändern und sogar verschwinden. Wir wollen nicht vergessen, dass sich Bessenheit manchmal in Hautkrankheiten, oder in Gesichtskrämpfen äußert. Jedoch der lettische Augenarzt verdient Lob, denn es ist nicht leicht, die Kristalle des braunen Gases wahrzunehmen.
138. Wenden wir uns zum letzten Mal der Freundlichkeit als Lebensgrundlage zu. Freundlichkeit ist keine verblümte Arglist. Freundlichkeit ist keine Verschleierung. Freundlichkeit ist keine falsche Maske. Freundlichkeit ist keine leutselige Grimasse. Freundlichkeit muss als ein vom Herzen kommendes Gefühl verstanden werden, frei von Scheinheiligkeit. Es gibt viele Irrtümer in Bezug auf den den Begriff Freundlichkeit, denn die Menschen haben sich daran gewöhnt, sich sogar selbst zu täuschen. Doch da die Eigenschaft der Freundlichkeit für die Feurige Welt unerlässlich ist, muss sie echt sein. Feuer duldet vor allem kein Schanken. Daher muss man die Eigenschaft der Freundlichkeit in ihrer Ganzheit verstehen. Freundlichkeit sollte nicht als eine Art Errungenschaft angesehen werden. Man sollte der Eigenschaft der Freundlichkeit kein Lob sprechen, denn von einem erweiterten Bewusstsein ist sie untrennbar. Wie kann man sich die Umbildung des Feurigen Nebels in
eine ganz schöne Welt vorstellen, ohne die Kraft aufzubringen, seine Gedanken von kleinen Splittern zu reinigen?! Sein wir uns bewusst, wie unbedeutend diese Splitter sind! Uns es ist nicht schwierig, sich von ihnen zu befreien; man muss sie nur im Bewusstsein nur aufspüren. Seien wir nicht besorgt, wenn die Menschen im allgemeinen Freundlichkeit nicht erwidern können, sie ist in jedem von uns zur Genüge vorhanden, nehmen wir deshalb das gleiche von anderen an. Doch verstehen wir diese feurige Eigenschaft nicht als schwachen Willen, Unterwürdigkeit, oder bedauerliche Scheinheiligkeit!
139. Wieder wurde auf die niederen Schichten der Feinstofflichen Welt hingewiesen, um sich noch mal zu überzeugen, wie nahe diese den der physischen Welt gleichenden Schichten sind. Es ist bedauerlich, dass die die Menschen so unvorbereitet in die Feinstoffliche Welt eintreten; sie bringen ihre niederen Gewohnheiten mit und sie vergeuden ihre Gedankenkräfte für unvollkommene Formen. Die Gedankenschaffenskraft ist in der Feinstofflichen Welt auf allen Gebieten entwickelt. Es ist schwierig, sich auch nur vorzustellen, für welche Trugbilder dieser wertvolle Kraft verausgabt wird! Man sollte den Menschen raten, sich daran zu gewöhnen, zumindest ein wenig an das Schöne zu denken, um hässliche Erscheinungen zu vermeiden. Es gibt viele herrliche Schöpfungen und beachtenswerte Naturerscheinungen, man muss sie aber bemerken. Ein finsterer Gemütszustand ist die Quelle allen Missgeschicks. Sogar die niederen Schichten der Feinstofflichen Welt unterscheiden sich in der Klarheit der Trugbilder. Doch wo Streben vorhanden ist, da gibt es keine verworrenen Träume, und alle Einzelheiten werden klar eingeprägt. Doch welche Gefahr besteht, wenn das Streben gemein oder banal ist!
140. Die Wissenschaft hat bereits das Vorhandensein besonderer Organismen festgestellt, die ohne Empfangsgeräte ferne
Rundfunkstationen hören können. In der Tat, diese Erscheinung eines feurigen Zustandes enthüllt Wege zur Anerkennung der Möglichkeit des Gedankenempfanges auf Entfernung. Wird das Gesetz der Tonwellen verstanden, kann man dieses Prinzip ergründen. Es ist ein Glück, dass sogar die derzeitige furchtsame Wissenschaft die Unverkennbarkeit solch natürlicher Möglichkeiten zugibt. Doch es ist bedauerlich, dass sich die Wissenschaft nicht der Mühe unterzieht, solche Individuen zu untersuchen. Man kann die Erklärung vernehmen, dass "mit Ausnahme dieser phänomenalen Fähigkeit der Organismus völlig normal sei." Das lässt auf eine äußerst unwissende Beobachtung schließen. Das heißt, der Arzt untersuchte solch einen phänomenalen Menschen genauso nachlässig wie einen Rekruten vor einem Marsch. Wir wollen dem Arzt nicht nahe treten, weil er oft nicht über den Raum verfügt, dir geziemende Beobachtung vorzunehmen. In der Tat, die Lebensbedingungen erschweren die ganze Arbeit eines feinstofflichen Wesens. Versucht bei Forschungsinstituten anzuklopfen, und ihr werdet einem völlig feindlichen Strom von Erfordernissen begegnen, sie die Fähigkeit eines Suchenden übersteigen. Es ist notwendig, diese Sachlage zu ändern, denn wo wäre es sonst möglich, verschiedene Erscheinungen, die eine feurige Grundlage haben, zu erforschen? Bemüht euch, die Mittel zu finden, notwendige Erscheinungen zu erforschen, und ihr werdet sehen, wie feindselig eure Zuhörer sein werden; sie werden euch an die Inquisition erinnern. Als ob es nicht ihre Aufgabe wäre, dem äußerst Nützlichen zu dienen, sondern Möglichkeiten zunichte zu machen! So war es, so ist es, und die Menschen wünschen, dass es immer so bleibe. Wäre es anders, gäbe es kein Armageddon. Man sollte aus vollem Herzen begreifen, wie viele feinstofflichste Bedingungen es gibt, welche
die wichtigen Veränderungen des ganzen Lebens bestimmen können. Jedoch wie notwendig ist es, anzuklopfen, um eingelassen zu werden, auszuharren, sich dem Spott auszusetzen, um das zu enthüllen, was gewissermaßen für alle offen steht. Golgatha16 wird durch Unbegreiflichkeit und Unwissenheit errichtet.
141. Sogar ein Wilder kann im Flugzeug fliegen, glauben wir jedoch nicht, dass es früher besser war. Ich zeigte euch das Klischee vom Dreißigjährigen Krieg,17 damit ihr begreifen könnt, dass sogar in verhältnismäßig fortgeschrittenen Ländern Rohheit und Unwissenheit herrschten. Man könnte Berichte vom gebildeten Rom, von Ägypten und Babylon anzuführen, die das Herz schaudern ließen. Daher sollten alle, die in die Zukunft schauen, fortfahren, um Einlass anzuklopfen.
Ebenso muss man sich daran gewöhnen, die Hierarchie nicht zu überlasten und einander nicht zu verletzen. Ich habe euch aufgerufen, Verstehen dieses Gesetzes zu bekunden, aber oft sind die Ohren sehr taub!
142. Ein Dämon beschloss, einen heiligen Eremiten in eine hilflose Lage zu versetzen. Zu diesem Zweck stahl er einige der heiligsten Gegenstände und sie dem Einsiedler mit den den Worten an: "Willst du diese annehmen?" Der Dämon hoffte, der Eremit werde die Geschenke nicht annehmen und die heiligen Gegenstände auf diese Weise verraten; nähme er sie jedoch an, würde er mit dem Dämon gemeinsame Sache machen. Als dieser abscheuliche Besucher seinen Vorschlag unterbreitete, tat der Eremit weder das eine noch das andere. Er erhob sich entrüstet, befahl mit der ganzen Kraft seines Geistes dem Dämon, die Gegenstände auf den Boden zu stellen und sagte: "Finsterer Geist, du wirst diese Gegenstände nicht wieder erhalten, du wirst weggehen, vernichtend, denn mein Befehl kommt von Oben!" So
müssen die Finsteren vertrieben werden, und ist das Vertrauen durch die Hierarchie gestärkt, vermag keine finstere Kraft die Flamme des Geistes zu hemmen. Erachten wir diese Legenden nicht als unnötig. Die Dämonen haben vielerlei Gestalt, und jeder Arbeiter des Lichts ist Angriffen ausgesetzt.
143. Kopfschmerzen können viele Ursachen haben, aber sie können auch daher rühren, wenn Gedankensendungen von irgendwoher nicht empfangen werden; dies kann auch wie Nadelstiche im Herzen verspürt werden. Daher bin Ich besorgt, dass dieser Schaden nicht aufkommt. Unmerklich bildet sich bei manchen Menschen der Brauch der Verneinung, und es ist gleichsam ihre Gewohnheit, beleidigt zu sein. Aufgrund dieser Verirrungen machen sich die Menschen für Gedankensendungen unempfänglich. In diesem Zustand prallt infolge behindernder Verstimmung der gütigste Gedanke ab. Darüber hinaus kann der Gedanke zurückkehren und dem Sender Schaden bereiten. Man sollte jeden bitten, keinen Schaden zu verursachen. Außerdem ist die Einstellung "Rühr mich nicht an" äußerst kleinlich und wird von einem unterentwickelten Bewusstsein genährt. So gibt es im Alltagsleben den Brauch der Verstimmung. Sie muss erkannt und wie ein äußerst schädliches Insekt verjagt werden. Kleinliche irdische Gefühle verwandeln sich in eine Feurige Gehenna.18
144. Vieles schweift vor allem dort umher, wo es einen Magneten gibt. Der Lehrer warnt, dass heutzutage die ungewöhnlichsten Zusammenstöße erwartet werden können, da die Schichten der Feinstofflichen Welt äußerst überfüllt sind. Die Feinstoffliche Welt wurde von den Menschen mit Massen angefüllt, deren Lebenszeit vorzeitig beendet wurde. Niemand dachte daran, welche Folgen das für die Menschen selbst hat. Man kann unmöglich ungestraft Millionen Menschen hinschlachten, ohne ein äußerst schwieriges Karma heraufzubeschwören.
Wenngleich dieses Karma kein persönliches ist, so ist das umso schlimmer, weil es das Karma von Völkern und des ganzen Planeten verstärkt. Was über Friedensstifter gesagt wurde, ist umso wahrer, da dank ihnen eine richtige Einstellung zur Zukunft aufkommt. Die niederen Schichten der Feinstofflichen Welt dürfen nicht mit den Schrecken unvollendeten Karmas angefüllt werden. Man sollte nicht glauben, dies hatte für den Zustand des Planeten keine Auswirkung. Doch die Hauptursache ist, dass man an die Feinstoffliche Welt überhaupt nicht denkt. Schrecklich ist die Absonderung; in der Tat, die finstere Kraft jubelt über jede Entfremdung.
145. Beachten wir jede Regung. Unser Organismus weist auf viele Tatsachen hin, welche die Feinstoffliche und die physische Welt betreffen. Man kann bemerken, wie sehr ein Flug in die Feinstoffliche Welt das Bewusstsein verändert. Es ist, als würde es durchsiebt, und sogar unsere vertrauten Aussprudle bleiben mit dem irdischen Bewusstsein. Diese Beobachtung ist sehr schwierig zu begreifen. Umso mehr freue Ich Mich, wenn jemand dies nicht nur bemerkt, sondern sich auch des Gefühls erinnert, wie ihm sogar ein vertrauter Ausspruch entglitt. Das besagt nicht, dass ein bereits entwickeltes Bewusstsein in der Feinstofflichen Welt verloren geht; es erweist sich sogar als klarer, aber es ist, als gelangte es durch ein feines Sieb, in dem die feinstoffliche Substanz zurückbleibt. Aber diese Beobachtung bedarf einer gut entwickelten Scharfsicht. Ihr tut auch gut daran, euch Augenblicke des Entrücktseins zu merken. Mit der Zeit werdet ihr erkennen, wo es eurer Gegenwart bedurfte. Nicht allein in der Feinstofflichen Welt, sondern auch hier auf Erden gehen der Wechsel und der Beistand des Bewusstseins vor sich. Ihr könnt sicher sein, dass, sobald sich das Entrücken sein immer und immer wieder einstellt, es heißt, dass ihr von großen Ereignissen erfahren werdet; von Zusammenstößen,
bei denen Bewusstseine verwirrt werden und der Hilfe bedürfen. Es ist wirklich notwendig, diese Augenblicke der Mitarbeit zu beachten. Um seine Nahestehenden zu retten, nehmen die Menschen manchmal Zuflucht zur Blutübertragung; sollten sie denn ihren Nahestehenden nicht feuriges Bewusstsein spenden?
146. Ebenso sollte man es lernen, Arbeit nicht unproduktiv aufzuwenden. Gedankliche Verworrenheit veranlasst die Menschen, wichtige Überlegungen außer acht zu lassen. Beachtet, wie zwei euch zugegangene Briefe ihrer Hauptinhalte entbehrten; Ich tadle nicht so sehr die Schreiber als jene, die sie verwirrten. Solch eine Missachtung der Hauptaussage ist schon ein nicht wiedergutzumachender Schaden. Wer das Bewusstsein seines Mitmenschen verwirrt, ist ein Verführer. Er bereitet sich selbst keine Freude, im Gegenteil, sein Leben wird verfinstert, denn sein Bewusstsein ist von der Hauptaussage abgeschweift. Die Hauptaussage zu erkennen und auf dem Pfad zu bleiben, bedeutet, zum Sieg voranzuschreiten. Doch sich in einen Abgrund von Ungewissheit zu stürzen, heißt das nicht, ein Stein um den Hals seines Nächsten zu sein?
147. Der Hauptaussage und dem Staub auf der Schwelle angemessen zu sein ist jene Prüfung, die jeder klar vor sich haben muss. Niemand hat das Recht, ein Herz zu durchbohren oder Kopfschmerzen zu verursachen, während unersetzbare Schätze vorbeiziehen! Die Menschen halten das, was sie nicht beachten, nicht für unersetzbar.
148. Man kann ein geschlossenes, unbekanntes Buch lesen. Ihr habt dies gesehen. Man kann nach Willen zu wissen, wie viel Uhr es ist, indem man mental einen Blick auf eine Uhr wirft. So kann man das Raumfeuer veranlassen, alle Hindernisse zu beseitigen.
Die Menschen nennen diese Erscheinung Hellsehen, doch richtiger ist es, sie feurige Transvision zu nennen. Man kann jedoch bemerken, dass diese feurige Möglichkeit nicht immer die gleiche ist. Ebenso kann sich zeigen, dass große Erschütterungen diese Fähigkeit genauso verstärken wie völlige Ruhe. Doch es gibt einen gewissen Zwischenzustand des Geistes, der unser Bewusstsein wie eine Wolke einhüllt - dies ist die Verwirrung des Geistes. Es ist die gleiche Unstetigkeit, welche die Wolke des Zweifels aufkommen lässt. Die Klarheit des Empfangs verblasst nicht allein infolge Verwirrung des Empfängers selbst, sondern auch durch jene in seiner Nähe und die durch Karma an ihn Gebundenen.
149. Sobald man die Aura wird photographieren können, wird man ein bedeutsames Phänomen feststellen können. Die Aura weist bei völliger Ruhe die gleiche Intensität auf wie bei großer Erschütterung. Andererseits jedoch erinnern die Wellen der dazwischenlegenden Einwirkungen an das Schütteln eines staubigen Sackes. Das ist der Grund, warum Ich euch vor den geringfügigen Unstetigkeiten und vor Zwietracht so sehr behüte. Man kann sich die grauen Flecken der Zwietracht vorstellen, die wie ein Vorhang das Licht der Möglichkeiten verhüllen
150. Man darf die Arbeit des Feuers nicht als etwas Psychisches ansehen. Erachtet Feuer als etwas Physisches. Es wird für das Durchschnittsbewusstsein leichter sein, auf diese Weise zu denken.
151. Genauso wie gegensätzlichen Auren, kann Schlaf die gegensätzlichsten Gründe haben. Er kann ein nebeliger Ruhezustand sein, oder er kann anstrengende Arbeit des feinstofflichen Körpers bedeuten. Wenn neben nächtlichem Schlaf auch während des Tages
Entrückung erforderlich ist, so heißt das, dass die Arbeit groß ist. Oft ist diese unmerkliche Arbeit von weltweiter Bedeutung. Regierungen wünschten sich bestimmt ganz besonders solche Mitarbeiter, aber infolge der menschlichen Unzulänglichkeiten verstehen sie es gar nicht, sie zu finden. Ergibt sich jedoch solche eine Möglichkeit, ergreift sie tierische Angst, und sie erklären: "Sehr gefährliche Leute!" So ist jeder Begriff, der die Grenzen gröbster materieller Herkömmlichkeiten übersteigt, von einer tierischen Angst begleitet. Man muss sich mit der Tatsache trösten, dass es immer so war.
152. Wer immer sich nicht an die Bedingungen der Lehre des Wissens halten kann, lebt in Angst. Man muss die Aura der Angst sehen, um zu verstehen, wie unsinnig dieses Gefühl ist. Solch eine Aura ist nicht nur aufgewühlt, sondern wie gefroren erstarrt, und der Schwingungen beraubt hängt sie gleich dem Joch eines Verbrechers. Man sollte sich dem Photographieren der Ausstrahlungen zuwenden. Sogar phosphoreszierende Fische können leicht photographiert werden.
153. Der Frage über die Geburt, die mit der Feurigen Welt eng zusammenhängt, werden wir uns später zuwenden. Doch jetzt werde Ich auf die Frage über das Licht in der Feinstofflichen Welt antworten. In der Tat, die transzendentale Natur vermittelt einen entsprechenden Aspekt zum ganzen Welteninhalt. Als ihr Dokiud19 besuchtet, habt ihr genügend Licht wahrgenommen. Doch bestimmte Bereiche der Feinstofflichen Welt fallen wegen ihres Zwielichts auf. Das Licht ist in uns selbst, und wir erschließen ihm den Weg. So haben auch die Bewohner der Feinstofflichen Welt, die das Licht ersehnen, daran keinen Mangel. Die Spießbürger, denen das Bedürfnis nach Licht fremd ist, verweilen im Zwielicht. Das weist auf die unbeschränkte Gedankenschaffenskraft hin. Jene
Sonne, die wir auf Erden unter einem Aspekt wahrnehmen, kann sich unter der Macht der Gedankenschaffenskraft in viele Zustände verwandeln. Wer das Licht herbeisehnt, verschafft ihm Zutritt, doch wer ins Zwielicht des Gedankens versinkt, erhält das, worauf er sich beschränkt. Deshalb sprechen wir so oft über die Klarheit des Bewusstseins, über die Uneingeschränktheit des Gedankens und über das Erfassen. Solch eine Angleichung des Organismus an die Zukunft zeitigt die wünschenswertesten Resultate. Wie viele Bewohner der Feinstofflichen Welt betrachten den umgebenden Feurigen Nebel und bedauern betrübt etwas, das verloren ging!
154. Wenn Ich sage, dass die Feinde des Guten Niederlage erleiden werden, denke Ich an die Wirklichkeit. Man kann sehen, wie Menschen, welche die Verbindung mit der Hierarchie eingebüßt haben, ihre Stellung verlieren und in Vergessenheit geraten. Ihr habt gesehen, wie man abgleiten kann, nicht durch das Schwert des Engels, sondern durch Volksentscheid. So geschieht es, wenn das schon Nahe, bereits Gegebene, nicht angenommen wird. Man darf nicht warten, bis der Bote sich vom Klopfen die Hand wundschlägt, man muss das Herzverstehen rechtzeitig aufbieten. Die Fäden zur Hierarchie können nicht ungestraft gelöst werden. Unsertwegen ziehen die Wolken auf! So beachtet diese feurigen Zeichen im Leben.
155. Bei großer feuriger Anspannung sollte man sich vor Hautverletzungen hüten. Eine feurige Verbindung unnatürlicher Art verursacht besonderes Brennen. Dieses Phänomen kann für Ärzte von Interesse sein. Und sogar Kratzwunden sollten von geistiger Seite her betrachtet werden. Psychische Energie ist tätig, doch die besondere feurige Anspannung muss in Betracht gezogen werden. Ebenso erfolgt jeder Vulkanausbruch
infolge besonderer Druckverhältnisse. Die Erscheinung feuriger Anspannungen äußert sich in vielen Lebensphasen. Wieder erhoben sich wie feurige Geschwüre neue Inseln im Stillen Ozean.
156. Mit Bedauern beobachten Wir, wie sehr eine grausame Tat viele schon vorbereitete Erscheinungen zunichte macht. Über solche Verschwendungssucht kann man sich nur wundern!
157. Wonach sollen streben, nach dem Endlichen oder nach dem Unendlichen? Der Aufenthalt auf der Erde ist von kurzer Dauer; befristet sind auch die Feinstoffliche Welt und die Welt der Gedanken; doch außerhalb zeitlicher Begrenzungen besteht die Feurige Welt, das heißt, dass man zu ihr streben sollte. In den Welten mit begrenztem Aufenthalt wird die feurige Rüstung erworben. Die irdische Welt ist wie eine Sackgasse - entweder Aufstieg oder Vernichtung. Sogar die Feinstoffliche Welt wird einen strebsamen Geist nicht zufrieden stellen; alle anderen Leben sind nur Vorbereitungen für die allumfassende Feurige Welt. Einen schwachen Geist erschreckt die Weite der Feurigen Welt, doch Geister, denen der Aufstieg angeboren ist, können frohlocken. Die physischen Formen sind schön, aber die Sphärenmusik ist unvergleichlich. Doch über dieses feinstoffliche Leuchten erhebt sich die Feurige Herrlichkeit! Das Ozon hier auf Erden erscheint als ein Bote von Oben, doch es ist die gröbste Erscheinung der Atmosphäre. Das irdische Himmelblau ist erhaben, doch verglichen mit der feurigen Strahlung ist es wie Wolle. So können jene, welche die Feurige Welt betraten, die Erdenluft nicht atmen. Nirwana ist wahrhaftig feuriger Aufstieg. In jeder Lehre finden wir ein Symbol dieses feurigen Aufstiegs. Der Heilige Sergius empfing das feurige Sakrament. Auf diese Weise wird anschaulich das Zeichen
höheren Möglichkeiten gegeben. Es kommt die Zeit, und sie ist schon nahe, in der die Menschen es nicht verstehen werden, die feurigen Möglichkeiten anzunehmen. In ihrer Verwirrung werden sie vergessen, dass feurige Verbindung geboten wurde. Anstatt von der Kraft des Feuers erfüllt zu sein, werden sie sich des Widerstandes befleißigen. Deshalb wiederhole Ich die Notwendigkeit der Feurigen Einheit und erinnere daran. Viele gefährliche chemische Zusammensetzungen werden Bestürzung hervorrufen. Gerade die Überfüllung der Feinstofflichen Welt weist darauf nih, wie krank der Planet ist. Da diese Gefahr sichtbar wurde, ist es Unsere Pflicht, zu warnen.
158. Psychische Energie oder anders gesagt feurige Energie oder Agni kommt in jedem Lebewesen zum Ausdruck. Jeder kann in sich grobstoffliche, feinstoffliche und feurige Elemente unterscheiden. Wo immer die Erscheinung der psychischen Energie fühlen, dort gibt es schon den feurigen Bereich. Aus diesen Bruchstücken kann sich die ganze feurige Weltvorstellung bilden. Jeder kann bei aufmerksamer Beobachtung der Reflexe seines Wesens viele Wesenszüge des feurigen Bereiches wahrnehmen. Dies sollte beachtet werden; denn auf solche Weise betrachten wir die Feurige Welt nicht mehr als etwas Abstraktes. Solch eine Vorstellung über die Feurige Welt ist besonders schädlich, weil die ganzen abstrakten Auslegungen nicht der Evolution dienen.
159. Wir können in unseren Eigenschaften die Merkmale der Feinstofflichen Welt erkennen; sie werden nicht immer mit der psychischen Energie zusammenhängen. Doch viele Erinnerungsbilder, viele Abneigungen und Zuneigungen können Produkte der Feinstofflichen Welt sein. Ebenso
können sich Erinnerungen an unbekannte Personen oder Orte, die man zuvor nie gesehen hat, als nicht von der physische Welt erweisen.
160. Ebenso kann man die Feinstoffliche Welt in abgesonderten Fakten als eine ganze Weltanschauung erkennen; doch dafür bedarf es der Aufmerksamkeit oder vielmehr jener Verfeinerung, die man Kultur nennt.
161. Ihr habt richtig bemerkt, dass inneres Unbehagen besonders verderblich ist. Man kann alle Prozesse gewinnen, man kann neuen Freunden begegnen, aber innere Verkommenheit kann den besten Freund verjagen. Pfefferstaub reizt jeden zum Niesen. Genauso kann sich Imperil verbreiten. Ihr habt es des öfteren erlebt, wie neue Umstände eintraten, die jedoch bewältigt werden mussten. So muss man ein für alle Mal die Ansteckung durch Imperil begreifen! Es ist unzulässig, sich der Zersetzung gegenüber leichtfertig zu verhalten! Dieser Prozess wirkt ansteckend wie Lepra. Es kann entweder Stärkung einsetzen oder Zersetzung, eine dritte Möglichkeiten gibt es nicht. Eine Stärkung zu erzwingen, kann nicht befürwortet werden. Man kann niemandem durch Zwang von Lepra retten. Man kann niemanden durch Gewalt von Imperil fernhalten. Freundlichkeit ist nicht Gewalt. Wachstum des Herzens kommt nicht von der Knute, und der Garten der Schönheit kann nur durch schöne Taten wachsen. Beleidigungen der Hierarchie ist nicht gutzumachen.
162. Ein Sadhu20 wies auf eine Mangofrucht und sagte: "Hier gibt es drei Welten - erstens die Haut, die wertlos ist; dann das Fruchtfleisch, das vergänglich jedoch nahrhaft ist; uns schließlich der Same, der in Ewigkeit bewahrt werden kann." Die Haut ist dünn, das Fruchtfleisch kernig, und mächtig ist der Same. Das Ei stellt einen ähnlichen Vergleich dar.
Die Schale ist vergänglich, das Eiweiß ist nahrhaft, obgleich nicht für die lange; und dann der feurige Dotter. Der Mensch stellt die Synthese aller Naturreiche dar, außerdem ist das Symbol der drei Welten überall sichtbar. So ist der Brauch, sich an einem Festtag gefärbte Eier zu schenken, eine sehr alte symbolische Handlung. Die Menschen wollten einander an den Pfad der drei Welten erinnern, an den Pfad des Aufstiegs und der Auferstehung. Vergessen wir daher nicht, dass der Pfad sogar durch einfache Gegenstände gekennzeichnet wurde.
163. Völlig begreiflich ist der Wunsch, zu erfahren, warum uns beim Besuch der Feinstofflichen Welt die Vielfarbigkeit der Auren nicht erstaunt. Fürs erste transportiert das Bewusstsein viele Eindrücke, doch maßgebend ist, dass es dort eine synthetische Harmonie gibt. Man kann in der Tat den grad der Erleuchtung erkennen, und die Strahlung selbst kann, genauso wie in der grobstofflichen Welt, gedanklich hervorgerufen werden. Es wäre unerträglich, wenn die ganze Feinstoffliche Welt in vielfarbigen Regenbogen erbebte. Sogar auf Erden kann der Regenbogen manchmal aufreizend sein. Doch die Feinstoffliche Welt leuchtet wirklich in völliger Harmonie. Wir sprechen nicht von den niederen Schichten, in denen keine Harmonie anzutreffen ist.
164. Ebenso sollte man sich die Wesenheiten der Feurigen Welt nicht ständig von Feuerzungen umgeben vorstellen. Feuer kann kristallisieren, doch sein üblicher Zustand kann als Licht bezeichnet werden. Diese Mitteilungen sind einfach, doch es ist gut, sie zu erwähnen, um die üblichen Missverständnisse zu beseitigen.
165. Die feurige Aura kann als echtes
Merkmal der Feurigen Welt betrachtet werden. Wir müssen uns an die Tatsache gewöhnen, dass wir inmitten des Lebens auf Zeichen dieser Spannungen stoßen. Grobe Beispiele sind der Zitteraal und andere Tiere, die Elektrizität abgeben. Doch es gibt wirklich einige Menschen, die, abgesehen davon, dass sie über Elektrizität verfügen, eine solche Ladung dieser Energie in sich haben, dass sie bei Berührung Schläge und Funken auslösen. Das ist nicht Besonderes, doch es ist lehrreich zu beobachten, wie die Grundenergie gespeichert ist.
166. Es sollte daran erinnert werden, wie genau jeder Hinweis von Ur. ist und auch daran, dass jedes ihrer Gefühle eine Grundlage hat. In den Gefühlen werden nicht nur feurige Eruptionen und Erdbeben, sondern sogar ferne Wirbelstürme registriert; und diese Wahrnehmungen sind unfehlbar; denn das feurige Bewusstsein berührt alles feinfühlig; auch gibt es keine Irrtümer im Beurteilen der Menschen; denn dem feurigen Bewusstsein offenbart jeder sein Wesen.
167. Wo ist jener kleine Wurm, der den Hebel der Ereignisse bewegen kann? Wo ist der kleine Wurm, der bereits Zusammengefügtes auflösen kann? Man braucht nach keinem Berg von Gutem suchen, er kann sich als Sandkorn offenbaren. Man sollte nicht nur vor einer schwarzen Wolke Schutz suchen. Übel schleicht sich leichter ein als der kleinste Wurm. Unter allen Umständen ist es notwendig, auch kleine Maßstäbe anzulegen. Das Atom ist klein, aber es hat viele Bestimmungen. So nähern wir uns dem Feuer, und die Grenzlinie zwischen Brandwunden und der behaglichen Wärme für den Frierenden ist schmal. Ich bemühe Mich, euch mit allen Gleichnissen Kenntnis über die Feinstofflichkeit des feurigen Naturelements zu vermitteln.
168. Die Gegenpole von Feuer sind Erde und Wasser. Leider sind diese beiden Naturelemente zu fühlbar und
lenken auf diese Weise von feuriger Aufnahmefähigkeit ab. Deshalb ist es für die Menschen so schwierig zu begreifen, dass Feuer nicht von gleich bleibendem Zustand ist, es ist ewiglich entweder in Evolution oder in Involution, und beide Bewegungen unterliegen dem Gesetz der Progression.
169. Wieder einmal sehen wir uns einer Reihe bedrohlicher Ereignisse gegenüber. Wieder erinnere Ich euch an das Löwenherz. Ich spreche nicht von Fehlschlägen, weil ernste Ereignisse folgenreich sind. Seid über die Spannung und über besondere, wechselnde Wellen nicht erstaunt. Man muss um das Auftreten von Rhythmusstörung wissen. Wo immer alles gut verläuft, werdet ihr kaum beteuern, dass ihr an Mir, der einzigen Stütze, festhaltet. Befolgt Meine Weisungen auf das Genaueste. Genauigkeit ist wichtig, denn kleine Risse sind sehr gefährlich. Man muss durchhalten mit dem Löwenhertz. Glauben wir nicht, die Feinde seien schwach, denn sie sind stark; jedoch Ich spreche nicht, um euch zu ängstigen, sondern nur, um das Löwenherz zu festigen.
170. Einst ergriff ein Herrscher nach einer Ratsversammlung eine Tonvase und zertrümmerte sie vor den Augen aller. Als man ihn um den Sinn dieses Tuns fragte, sagte er: "Ich gemahne euch an die Nichtwiedergutmachung." Sogar wenn wir den einfachsten Gegenstand zerbrechen, verstehen wir Nichtwiedergutmachung, jedoch noch weniger sind gedankliche Taten wiedergutzumachen! Wir haben uns daran gewöhnt, uns mit groben Begriffen zu umgeben, und sie haben alle höheren Begriffe verdrängt. Dächten Herrscher öfter an die Nichtwiedergutmachung gedanklicher Beschlüsse, sie würden viele Missgeschicke verhüten. Ein des geistigen Prinzips der Selbstvervollkommnung unkundiger Herrscher
kann die vielen ihm anvertrauten Bewusstseine nicht führen. Ein Herrscher ist ein lebendiges Beispiel. Ein Herrscher ist, wer die Pfade in allen Welten legt. Er schafft die Grundlage für Wohlstand, doch es wird nicht allein Wohlstand auf der materiellen Ebene sein. So wird der kein wahrer Herrscher sein, für den Feuer nur am Ende eines Zündholzes existiert. Sein Gesichtkreis wird dem seiner Vorstellung gleichen.
171. Die Notwendigkeit feurigen Wissens wird genauso wie die Vorstellung im Bereich aufgespeicherter Lebenserfahrungen liegen. In der Tat, die Erinnerung an die Feurige Welt ist unvergleichlich seltener als feinstoffliche Eindrücke. Oft finden die Menschen für feurige Eindrücke keine Worte. Die Menschen denken für gewöhnlich nicht in ihrer Gemütsverfassung, sondern beschränken ihr Denken auf die herkömmlichen Worte anderer und führen auf diese Weise tote Worte in den Gedankenbereich ein.
172. Der Orkan, die Wirbelwinde und ähnliche Zerstörungen erinnern an irreparable zerbrochene Vasen. Deshalb muss man sein Denken mit der Hierarchie vereinen. Nur so wird die Erde nicht unter den Füßen versinken. Ich bestätige, dass die irdische Grundlage allmählich endgültig ihren Sinn verliert. Die Menschen werden begreifen, wie sehr die Zustände der Welt sie zu den nächsten Stufen treiben!
173. Das Herz, der Kelch, der Solarplexus sind wahrlich kosmische Barometer. Man muss die Spannung in der Welt begreifen, deshalb spreche Ich über das Bewahren des Großmuts, als die Grundlage guter Gesundheit. Man muss begreifen, wie sehr das Herz des Großmuts bedarf. Es gibt viele schwarze Sternchen, als wären sie Zeichen des Angriffs der Finsternis.
174. Jener Übergangszustand, der uns mit der Hierarchie verbindet, wird der "Funke der Weisheit" genannt. Das ist weder Leere noch Teilnahmslosigkeit, noch Gewalt, sondern ein vollbewusstes Öffnen des Herzens.
175. Was besonders wichtig ist, das wird im Denken gewöhnlich völlig vernachlässigt. Die realsten Umstände werden nicht erfasst. Die Menschen wollen nicht bemerken, wie ihre Fähigkeiten für die Beobachtung der Gefühle jenseits des Physischen schwindet. Indes kann man sogar bei gewöhnlichem Husten, Gähnen oder Niesen einen besonderen Zustandes jenseits des Physischen wahrnehmen. Wir wollen gar keine weiteren, noch kompliziertere Anspannungen aufzählen, doch wer immer das vorher erwähnte Gefühl hatte, sich jenseits des physischen Zustandes zu befinden, kann bereits beginnen, Erscheinungen der anderen Ebenen zu sammeln.
176. Ihr seht euch der Anspannung des Zentrums der Synthese - des Kehlkopfs - gegenüber. Man muss begreifen, wie viele verschiedene Anspannungen sich vereinen müssen, um auf das Zentrum der Synthese zu stoßen. Zu dieser Anspannung muss man sich sehr vorsichtig verhalten, denn sie wirkt auf das Herz. In solch einem Zustand sollte man die Kehlkopfmuskeln, wenigstens von außen her, schützen und sie nicht durch Sprechen anstrengen.
177. Gönnt sich ein Archat Erholung? Ihr wisst bereits, dass Arbeitswechsel Erholung bedeutet, doch die wahre Erholung eines Archaten ist der Gedanke an das Schöne. Inmitten verschiedenartigen Schaffens ist der Gedanke an das Schöne die Brücke, die Kraft und der Strom des Wohlwollens. Wägen wir einen bösen Gedanken mit einem guten ab, und wir werden uns davon überzeugen, dass der schöne Gedanke mächtiger ist. Untersuchen wir verschiedene Gedanken organisch,
und wir werden feststellen, das ein schöner Gedanke eine Schatzkammer der Gesundheit ist! Im schönen Denken schaut ein Archat die Leiter des Aufstiegs. In diesem wirksamen Denken besteht des Archaten Erholung. Worin sonst können wir daran denken, wenn wir besonders bedrückt sind. Wenn sich überall die Riegel der Ichsucht schließen, wenn Feuer in der Finsternis verlöschen, ist dann nicht die Zeit, über das Schöne nachzudenken? Wir erwarten ein Wunder, wir sind bestrebt, das Schloss aufzubrechen, aber die Leiter des Archaten besteht nur im Schönen. Beschmutzen wir sie nicht, schmälern wir diesen Pfad nicht! Nur damit werden wir das anziehen, was so wundervoll erscheint. Und liegt das Wunder nicht im unlösbaren Band mit der Hierarchie? Dieses Band birgt die Allheilmittel für alles. Bei geringster Bestrebung scheinen alle Hindernisse beseitigt, doch die Erfüllung dieser Bedingung ist für die Menschen ungeheuer schwierig! Warum haben sie die Schwingen der Schönheit beschnitten?
178. Nur durch bewusstes Streben kann die menschliche Evolution voranschreiten. Erwägt ihr besondere Maßnahmen für die Evolution, so ist es notwendig, die ganze Mitarbeit aufzubieten. Ein Lehrer sagt dem Schüler: "Du wirst die Aufgabe nicht lösen, solange du nicht den Wunsch hegst, es zu lösen." So muss man auch im Leben den freien Wunsch hegen, mit der Evolution voranzuschreiten. Jeder verstehe das auf seine Weise, doch positive Tätigkeit in Gedanken gehört bereits dem feurigen Bereich an.
179. Träume sind von vielen Seiten untersucht worden, dennoch bleibt das, was von größter Bedeutung ist, gewöhnlich unbeachtet. Nächtlicher Lärm, schlechte Verdauung, Gereiztheit
und viele oberflächliche Einflüsse werden nicht übersehen, dagegen werden alle Widerspiegelungen der Feinstofflichen Welt, alle Wirkungen der Gedanken auf Entfernung und schließlich alle Hierarchischen Warnungen sowie die feurigen Empfindungen außer acht gelassen. Man muss ein äußerst verkümmertes Vorstellungs- und Wahrnehmungsvermögen haben, um diese Grundlagen der Träume nicht zu beachten. Der Materialist richtete seine Aufmerksamkeit nicht nur auf die oberflächlichen Traumdaten, sondern dieser Beobachter war auch von beschränkter Natur. Materialismus kann als Streben nach Wirklichkeit betrachtet werden, doch weder nach Herabsetzung noch nach Beschränkungen. Das Träumen hat während des irdischen Lebens überaus große Bedeutung. Fast die Hälfte des Lebens in Verbindung mit der Feinstofflichen, ja sogar mit der Feurigen Welt verbracht. Einem Zustand, der dem Wachsein gleichkommt, sollte man Achtung zollen. Man kann nicht Überessen als die Hauptursache hinstellen. Man muss gewissenhaft und nicht geringschätzig an die vorher erwähnten vier Grundlagen denken. Auf diese Weise wird man vieles wahrnehmen, was lehrreich und schön ist.
180. Hierarchische Träume können an vieles, was sich bereits im Raum gebildet hat, gemahnen. Wenn es daher notwendig erscheint, an die Dringlichkeit zu erinnern, alle Angaben zu sammeln, kann das Symbol eines suchenden Menschen gesehen werden. Vergessen wir nicht, dass der Hinweis immer sehr behutsam erfolgt, um Karma nicht zu verletzen.
181. Oft ist es notwendig, an sich bereits gestaltende Ereignisse zu erinnern. Das ist keine Ermutigung, sondern eine Feststellung der Tatsache. Die Menschen werden viel häufiger geführt als sie denken. Aber noch häufiger denken sie überhaupt nicht,
da sie von einem Strom von Vorurteilen fortgerissen werden. Dennoch können Wir eine Vision oder einen Traum immer dorthin senden, wo es um das allgemeine Wohl geht. Gegenwärtig braucht die Welt ganz besonders solche Hinweise, sonst könnte die Verwirrung der Geister den Hauptweg verschließen.
182. Verwirrung der Geister hindert die Menschen, an die Feurige Welt zu denken. Der entartete Materialismus hat tatsächlich das Denken von der Materie - als Quelle des Lichts - abgelenkt. Der Geist wurde zurückgewiesen und die Materie vergessen, übrig blieb der Basar! Die Menschen halten das Gesagte für eine Übertreibung, doch hier ein einfaches Beispiel: Entsendet einen Boten mit einer Bitte nach Gutem und einen mit der Bitte nach Bösem und vergleicht die Ergebnisse. Die Antworten prüfend, werdet ihr begreifen, warum Eile vonnöten ist.
183. Seelenlose Wesen sind allen bekannt. Das ist keine Redewendung, sondern eine chemische Realität. Man könnte fragen, inkarnieren diese Menschen in diesem beklagenswerten Zustand? Die Frage zeugt vom Mangel an Grundwissen. Niemand kann ohne Vorrat an feuriger Energie inkarnieren. Ohne die Fackel Agni betritt niemand die physische Welt. Agni findet in verschwenderischer Weise seinen Ausdruck in allen Wundern der Natur. Um Agni zu verschwenden ist es durchaus nicht nötig, gewaltige Verbrechen zu begehen. Wir wissen zur Genüge aus verschiedenen Lehren, dass sogar Räuber sich bekehrten. Agni wird meist im Alltagsleben verschwendet, wenn der Geist schlummert. Durch unbedeutende Tätigkeiten wird die Aufspeicherung von Agni unterbunden. Man muss begreifen, dass die Segnung des Agni natürlich wächst, aber wenn Finsternis den Vervollkommnungsprozess verdeckt, dann schwindet das Feuer - obwohl es chemisch
nachgewiesen werden kann - unmerklich vom unwürdigen Empfänger. Herrlich ist das Gesetz ewiger Bewegung, ob Evolution oder Involution Herrlich ist das Gesetz, das jedem inkarnierten Wesen die Möglichkeit bietet, Agni ewiglich in sich zu haben - als Licht in der Finsternis. Herrlich ist das Gesetz, das ungeachtet des Karma, jedem Wanderer Licht spendet. Herrlich ist das Gesetz, nach dem in einem schon vom siebenten Lebensjahr an das Wachstum des feurigen Gartens beginnt. Mögen diese ersten Blüten auch klein sein, mögen sie in ganz winzigen Gedanken erblühen, sie werden ein wahrer Beginn der künftigen Denkrichtung sein. Wie viele herrliche Gedanken werden im Herzen eines Siebenjährigen geboren, solange die nebelhaften Bildnisse der Feinstofflichen Welt aus dem Gehirn und dem Herzen noch nicht geschwunden sind! Verschwendung kann auch dann einsetzen, wenn der Boden der Pflanze sich als verrottet erweist. Im Falle solcher Erschöpfung kann man viel helfen, oder wie bereits vor langem gesagt wurde "Feuer spenden". Dieses Spenden findet selbst in kleinsten Handlungen statt. So habe Ich bereits dreimal an Brosamen erinnert. Aus diesen Funken erwachsen riesige Feuer.
184. Stellt euch seelenlose Menschen nicht als Ungeheuer vor. Auf verschiedenen Gebieten erlangen sie sogar mechanischen Vorrang, doch das Feuer hat sie verlassen und ihre Werke verfinsterten.
185. Gewiss, jedem steht es frei, sein Schicksal zu bestimmen, ja sogar seine endgültige Auflösung. Doch seelenlose Wesen sind sehr ansteckend und schädigend. In solch einem erloschenen Zustand tritt leicht Besessenheit ein. Erachtet es nicht als Übertreibung, dass fast die Hälfte der Bevölkerung des Planeten
dieser Gefahr ausgesetzt ist. Freilich, die Grade sind unterschiedlich, jedoch sobald die Zersetzung einsetzt schreitet sie rasch voran. Das gleiche kann man bei vergangenen Kulturen beobachten. Die Feuer Geistes verlöschten wie rauchige Scheiterhaufen, und jeder Rauch ist giftig, wenn keine nützliche Substanz beigemengt wird.
186. Die Verbindung mit der Feurigen Welt bietet nicht nur für künftige Leben Nutzen, sondern auch für gegenwärtige. Nicht umsonst wurde gesagt, dass ein feuriger Wunsch erfüllt wird. Betrachten wir das nicht als geheime, trügerische Vermutung, nehmen wir es als Wirklichkeit an. Feuriges Denken kristallisiert die entsprechenden Sphären dermaßen, dass der Gedanke an sich schon eine Bestätigung ist. In der Tat, rechnen wir nicht mit irdischen Fristen, denn die räumlichen Feuer sind zeitlos. Teilen wir Leben nicht, denn Leben ist ewig. Doch der feurige Wunsch wird erfüllt werden. Auf diese Weise gestalteten sich aufgezeigte Bildnisse bereits zu unwandelbaren Fundgruben. Betrachten wir diese feurigen Wünsche in vollem Bewusstsein, und seien wir nicht oberflächlich, wenn wir uns mit diesem Wesen des Daseins befassen.
187. Oftmals habe Ich vom Schaden des Trennens gesprochen. Wenn Leben ewig ist, wenn wir einander nicht durch herkömmliche Töne, sondern durch etwas jenseits der Sprache verstehen, dann sind wir verpflichtet, diese Kraft in Richtung Vereinigung anzuwenden. Wer trennt, hat Unrecht. Wer Trennung duldet, hat Unrecht. Es ist richtig, dass jene die Besten sind, die zusammenhalten. Es ist nicht die Zeit, uns nach Art der Höhlenbewohner als erwählte Arbeiter zu rühmen. Alle, der ganzen Linie der Hierarchie entlang, sind Arbeiter, doch möge niemand die Erfüllung der feurigen Wünsche verhindern.
188. Sogar für eine einfache Untersuchung durch Strahlen schreibt der Arzt eine besondere Diät vor. Jedoch um wie viel feinstofflicher ist die Verbindung mit dem Feurigen Bereich. Man muss sich nicht nur durch die Ernährung vorbereiten, sondern auch durch andere äußere und innere Mittel. Die Forderung der Ernährung ist nicht kompliziert. Die Hauptsache ist, Blut zu meiden, denn es ist ein Element, das dem verfeinerten Organismus ungeeignete Emanationen zuführt. Doch sogar im äußersten Notfall kann Blut gemieden werden, indem mau getrocknetes oder geräuchertes Fleisch zu sich nimmt. Ebenso sollte man sich beim Planen Getreide- und Pflanzennahrung vom Zustand seines Organismus leiten lassen. Selbst ohne Yoga-Kenntnisse kann jeder verstehen, dass jede Übertreibung schädlich ist. Jeder weiß, dass Rohkost sehr vitaminreich ist. Doch alle diese Bedingungen, ebenso übermäßiges Pranayama, können nicht mit dem Erfassen des Herzens verglichen werden. Ihr selbst wisst, wie die Feuer aufblitzen und wie einen die schönsten Gedanken leiten. Vielleicht habt ihr des öfteren von Sadhu-Räubern gehört; und sie zählen gewiss sehr eifrig ihr Pranayama. Ihr habt auch von bestimmten Rishis21 gehört, die nicht davor zurückschreckten, sogar unter den schwierigsten Bedingungen Menschen zu helfen. Es ist besonders empfehlenswert, sich an jedem Gedenktag der Aneignung des Herzfeuers zu erinnern. Alle übrigen Bedingungen werden der eigentlichen Würdigung des Herzens gemäß befolgt. Das Herz wird sich nicht mit fremdem oder tierischem Blut anfüllen, denn die Eigenschaft des Herzens nimmt es nicht auf. Das feurige Herz wird nicht mit üblen Reden erstickt, weil dies seiner Natur widerspricht. So lasst uns das natürliche Entflammen der Feuer begrüßen und immer dazu beitragen.
189. Gleichmaß wird vom Herzen erkannt. Für den Ausdruck des Maßes sind Worte nutzlos. Dennoch kennt jedes entwickelte Herz das Maß jeder Anwendung.
190. Die Neue Ära kann nur mittels Kultur aufgebaut werden. Deshalb wird Kultur als die einzige Verteidigung gegen den Verfall verkündet. Jetzt sollte man nur dieser Richtung entlang streben. Unser Befehl ist, keine Gelegenheit zu versäumen, die Menschen an die Kultur zu erinnern. Obgleich Wir als Fanatiker dieses Themas gelten, werden die Menschen dennoch aufhorchen und sich daran gewöhnen. Auf diese Weise führen Wir Denkmodelle ein.
191. Wir sprachen von Feierlichkeit, Freundlichkeit, Großmut - lasst uns das Quadrat mit Dankbarkeit vollenden. Vom Geringsten an leuchten die Funken der Dankbarkeit der ganzen Linie der Hierarchie entlang. Wertvoll sind diese Feuer!
192. Sogar wenn jemand durch Zufall Gutes tut, lobt ihn. Spendet Lob für jede Krume Gutes. Für den, der in der Finsternis aufschreit, ist es gleichgültig wer das Licht bringt. Die Ausweitung des Gesichtsfeldes bedeutet Lichtbringen. Diese Tat ist für beide segensreich; für den Überbringer und für den Lichtempfänger. Für den Überbringer bedeutet das Überbringen von Licht Erweiterung. Aus einer Flamme wurden zwei. Das heißt, Gutes wurde vollbracht.
193. In menschlichen Händen gleicht Segen der Abendlampe. Finsternis bricht an, doch die Lampe steht bereit, und eine erfahrene Hand entzündet sie. Doch wiederum sage Ich: Lobt jede gute Tat, sie ist eine Offenbarung des Großmuts. Möge jeder Funke Gutes zu einer Flamme entfachen. Obwohl Gutes größtenteils zufällig getan wird,
ist es dennoch gut. Es wäre zuviel, immer eine bewusst gute Tat zu fordern; möge die Finsternis sogar durch trübe Lichter zerstreut werden. Sogar mit einem Lichtfunken wird absolute Finsternis nicht länger währen. Hinter dem Gedanken, dem Wort und der Tat steht schon Licht. So wird jeder, der den Lichtfunken zu finden vermag, schon ein heller Mitarbeiter sein.
194. Beim Erkennen der Feurigen Welt muss man das Unbedeutende für immer vergessen, weil es nicht besteht. Wie ein Arzt beim Zusammenstellen eines Heilmittels nichts als unbedeutend erachtet, so ist auch das Stäubchen Schießpulver in einem Pulverturm von nicht geringer Wirkung. Wir verfeinern uns durch die Lebensbeispiele. Welchen Nutzen hat Bildung, wenn das Gehirn listig und die Zunge falsch bleiben? Man kann die Menschen nach der Verfeinerung des Herzens einteilen, aber nicht nach der Falschheit des Bewusstseins. Glaubt nicht, Falschheit des Bewusstseins hätte für die Feurige Welt keine Bedeutung. So kommen wir wieder von der Moral zur Chemie.
195. Jeder Arzt wird euch sagen, dass ein Gemisch von besten Bestandteilen oft sogar ein zerstörendes Ganzes ergeben kann. Auf allen Gebieten ist Mischen sehr gefährlich. Durch Mischen traten manchmal hässliche Komplikationen zutage. Wie vorsichtig muss man dem Pfad des Bewusstseins folgen, um seine Füße nicht auf verschiedenen Pfaden vorzufinden! Das Ziel des Lebens ist es, sich mit allen Bereicherungen des Bewusstseins in der Feurigen Welt vorzufinden.
196. Man sollte nicht meinen, ein Archat könnte in seinem Bewusstsein den Führenden Willen auch nur für einen Augenblick außer acht lassen. Er wird zum einfachen Sterblichen, wenn Er nicht immer feierlich den Kelch der Heldentat trägt. Die Macht Seines Herzens ermattet, sobald Er nicht mehr
den Hierarchischen Faden in Seiner Hand spürt. In dieser Erkenntnis ewiger Wachsamkeit besteht die Einmaligkeit eines Archaten. Wenn Ich von Wachsamkeit spreche, so lehre Ich euch die Grundlagen der Erkenntnis. Doch diese Feierlichkeit ist bei der Verwirrung der Atmosphäre nicht leicht. Es ist nicht leicht, bestrebt wachsam zu sein, wenn der Staub der Zersetzung umherwirbelt. Man kann nicht genau das gleiche fordern, wenn die Erde erschüttert wird.
In der Tat, nur ein Archat kann in der Verwirrung die Menschheit retten.
197. Die neue Rasse kann in verschiedenen Erdteilen geboren werden. Seid nicht erstaunt, wenn auf den unerwartetsten Stellen vereinzelt Offenbarungen zutage treten; denn auch Magnete werden auf die von Menschheit unvermutetste Weise ausgelegt. Jedoch beim Auslegen von Magneten werden viele Umstände in Betracht gezogen. So erstreckt sich das Netzwerk der entstehenden Rasse auf weite Grenzgebiete. Doch ein Teil der Welt bestimmt das Schicksal des Jahrhunderts. Ich werde jenen Teil der Welt nicht nennen, doch die Geschichte der ganzen Entwicklung hat ihn hinreichend gekennzeichnet.
198. Die Menschen erkennen nicht selten Bruchstücke der Sphärenmusik, genauso wie sie die Schwingungsunterschiede des Lichts erkennen; und nur ein unrichtiges Verhalten allem gegenüber hindert sie, sich darauf zu konzentrieren. So beginnt der verhexte Kreis der Unaufrichtigkeit. Die Erscheinung der Wirklichkeit wird der Kategorie des Unzulässigen zugeordnet. Es ist traurig ansehen zu müssen, wie Menschen sich ihrer besten Erscheinungen schämen. So verletzen sie nicht nur ihre eigene Bedeutung, sondern werden auch zu Schöpfern der Hässlichkeit
in der Feinstofflichen Welt. Jene Menschen, welche die Wirklichkeit zurückgewiesen haben, tragen das ständige Brandmal einer Lüge.
199. Man muss seinen Kopf in trügerische Herkömmlichkeit vergraben, weil man fürchtet, sogar sich selbst gegenüber zu bekennen, was man sieht und hört. Es erfordert keine Gelehrsamkeit, um ehrlich und ohne Ichsucht das zu bewerten, was vor sich geht.
200. Man sollte nicht vergessen, wie viele Steine auf den Pfad des Aufstiegs geworfen werden. Nur ein erfahrenes Bewusstsein wird angesichts eines Nebenpfades die Sicht nicht verlieren. Unaufhaltsames Streben muss auch die ganze Findigkeit umfassen. Manchmal geben Wahnsinnige in ihren Bestrebungen ein Beispiel von Findigkeit. Es hat Anschein als würde der Intellekt einen Wanderer nicht aufhalten!
201. Nicht allein durch Gesang und den Rhythmus der Musik wird Schwingung erzeugt, sondern auch durch jede Maschine, die mit feurigen Energien in Berührung kommt. So ist auch jede Anspannung, oder besser gesagt, Erschütterung ein Leiter der gleichen Erscheinung von Agni. Man muss sich daher angewöhnen, den Funken in jeder Anspannung zu erkennen und anzuerkennen. Es ist nicht nötig, den krankhaften Menschen, die Anstrengungen meiden, nachzueifern. Man sollte jede feurige Schwingung, als reinigendes Prinzip, begrüßen. Was gewöhnliche Menschen als ruhiges Leben verstehen, ist nicht als ein Erlöschen des Feuers. Sie haben sogar ganze Systeme ersonnen, um das Feuer von Kindheit an zu ersticken.
202. Streben in Richtung des felsigen Pfades wird nicht äußerlich erworben, es wächst von innen her, allein über aufgespeicherte Erfahrung. Man muss die völlige Unanfechtbarkeit und Ewigkeit des Lebens kennen, um furchtlos voranzuschreiten. Man muss
die Unzerstörbarkeit seines Wesens begreifen, um diesen Wert auf die Waage zu legen. Es kann nur ein unveränderlicher Wert angenommen werden; auf diese Weise werden wir es lernen, diesen Wert zu behüten und ihn zu bestätigen. Man darf nicht meinen, dass den Wert des Geistes viele verderben könnten. So sei es. Denn wir tragen die Arche der Monade, wissend, dass sie der Welt durch Erhebung von Nutzen sein wird.
203. Das Neue kann für den Archaten nicht neu sein. So vieles hat sich vor Seinen Augen ereignet. Es ist lehrreich zu beobachten, wie in verschiedenen Epochen das gleiche Wissen und die gleichen Entdeckungen nicht nur verschiedenen benannt werden, sondern auch in entgegengesetzter Weise ins Leben treten. So lassen sich viele wörtliche Widersprüche erklären.
204. Tiefes Atemholen ist ein Zeichen besonderer Anspannung. Deshalb darf man eine Erschütterung nicht bloß als Missgeschick und Leid betrachten. Des öfteren habt ihr gehört, dass vor einem epileptischen Anfall oder vor bestimmten anderen Krankheiten es zu Augenblicken der Ekstase gekommen ist. Doch das ist bloß der Bewusstseinübergang in eine feurige Erscheinung. Daher würden Mönche und Sadhus dieses feurige Gefühl keinen Schatz eintauschen.
205. Das Wissen über Vitamine ist ein Zeichen des kommenden Zeitalters. Doch der physischen Substanz der Vitamine sollte man bewusst psychische Energie hinzufügen; und dann werden zahlreiche Fragen physischen und geistigen Heilens gelöst sein. So kann man anfangen, das Zusiechnehmen von Vitaminen mit einem entsprechenden Gedanken zu begleiten. Sogar bei den einfachsten physischen Handlungen kann man die Einwirkung des Gedankens bemerken. Ein Beispiel: Man werfe einen Ball mit gleicher physischer Anstrengung,
wird aber die Anstrengung von unterschiedlichen Gedanken begleitet, wird die dem Ball verliehene Kraft natürlich verschieden sein. Daraus ist zu ersehen, wie sehr wir sogar unsere gewöhnlichen Handlungen entweder hindern oder fördern können. Ähnliche Versuche müssen in den Schulen eingeführt werden, um an einfachen physischen Apparaten die Kraft des Gedankens zu demonstrieren. Die Vitamine selbst gehören dem Bereich der psychischen Energie an, anders ausgedrückt, sie gehören der feurigen Sphäre an, das heißt, dass ihre Verschmelzung mit dem feurigen Gedanken die mächtigste Verbindung ergibt.
206. Unter den nützlichen Entdeckungen muss man jene des feurigen Bereiches erkennen. Ihre Wechselbeziehung kann zu sehr wertvollen Ergebnissen führen. Sie werden in Richtung neuer Verfeinerung führen und aufzeigen, wie viele nützliche Substanzen aus Unwissenheit aus dem Gebrauch verdrängt werden.
207. Die Wurzel des Gefühls ist seine Grenzenlosigkeit. So wird man verstehen, warum Ich davon spreche, dem Gefühl näher zu kommen und es ständig zu vertiefen. Bedenkt, dass die feurige Annäherung keine Grenzen kennt, sie übersteigt unsere Dimensionen! Solch ein Umstand muss völlig wissenschaftlich angenommen werden. Noch kürzlich behauptete man, das Atom wäre unteilbar, doch wie es sich erwies, ist diese Begrenzung nur relativ. So kann man sich dem Gedanken über die Unbegrenztheit anschließen. Doch wie wir bereits übereinkamen, ist Substanz Gefühl und umgekehrt. Beginnen wir also, Gefühl als Unbegrenztheit zu verstehen. Mit anderen Worten, Gefühl wird uns zu den Feurigen Toren führen.
208. Ihr seid erstaunt, dass vor dem Erdbeben
Maßnahmen getroffen wurden, um die Herzkrämpfe zu vermeiden. Lenkt nicht vor allem das Gefühl solche Telegraphie? Genau genommen, die Lebenssubstanz des Gefühlswissens erfordert keinen herkömmlichen Apparat. Doch allerdings ist es notwendig, diese Substanz wechselseitig zu nähren. Die Gedanken von Ur. waren wirklich die beste Nahrung für diese Leitung.
209. Wie könnte sich jemand die Wirklichkeit der Feurigen Welt vorstellen, wenn es ihm an Gefühlswissen fehlt? Aber diese Eigenschaft muss mit ganzer Hingabe gepflegt werden; und diese Hingabe muss genau im Herzen sein, nicht auf dem Papier. Die Annahme der Feurigen Welt erfordert auch Mut, denn jeder unwissende Gedanke lehnt sich in erster Linie gegen die Feuer des Herzens auf.
210. Die Tatsache, dass wenigstens einige den Sinn des Lebens verstehen und die Feurigen Welten anerkennen, tröstet Uns. Rechnet nicht irgendwo mit Massen, doch denkt zugleich an ganze Völker. Die Brennpunkte des Daseins treten auf unerforschlichen Wegen in Erscheinung.
211. Ich begrüße es, wenn ihr die Beweise der psychischen Energie und der entsprechenden Drüsen sammelt. Dabei muss man die zeitliche Aufeinanderfolge der Mitteilungen beachten. In dieser Reihenfolge kann man den beabsichtigen Rhythmus erkennen. Es ist kein Zufall, dass verschiedenen Menschen in verschiedenen Ländern Hinweise gegeben werden. Der Wechsel der Wellen von Ost und West ist ebenfalls kein Zufall. Das vergessene Gebiet wird allmählich von neuem erobert werden. Wieder nähern wir uns den Grundlagen des Daseins. Gerade auf diese Weise werden das Leben wieder als einen Vorgang der Selbstvervollkommnung verstehen
und sowohl die ethischen als auch die wirtschaftlichen Forderungen lösen. Daher ist es so wichtig, alle über psychische Energie gemachten Angaben aus verschiedenen Quellen sorgfältig zu sammeln, ohne sich durch ihre scheinbaren Widersprüche einschüchtern zu lassen. Nichts hat so viel Anlass zu Kontroversen gegeben wie die psychische Energie. Diese Blumen des Daseins können nur von geübter Hand gesammelt werden, eine andere könnte unter den Zeichen aller Zeitalter und Völker schwanken. Es gab kein Volk, das nicht von Agni geträumt hätte und dafür die beste Harmonie erntete. Ein einseitiges Bewusstsein stolpert unvermeidlich über Dogmen und wird durch Sophisterei erschreckt. Jedoch Sophia ist nicht Sophisterei, und ein Versuch ist kein Vorurteil - so kann man eine brauchbare Sammlung anlegen.
212. Ich begrüße es, dass das Kalachakra jetzt zusammengestellt wird. Diese Feurige Lehre ist von Staub bedeckt, aber sie sollte verkündet werden. Nicht Vorstand, sondern Weisheit gab diese Lehre. Sie sollte nicht den Händen unwissender Vertreter überlassen werden. Viele Wissensgebiete sind im Kalachakra vereint: nur der unvoreingenommene Geist kennt sich in diesen Aufschichtungen aller Welten aus.
213. Anschwellen und Empfindlichkeit der Drüsen ist besonders während der Schulzeit zu bemerken. Die Ärzte bemühen sich auf verschiedene Art, diese Erscheinungen nach innen zu vertreiben, oder die Drüsen zu entfernen. Aber kaum jemand dachte darüber nach, dass die besondere Empfindlichkeit der Drüsen auf durch neue Anspannung des Gehirns und des Herzens hervorgerufene feurige Erscheinungen zurückzuführen ist. Weder Verkühlung noch die stickige Atmosphäre der Wohnräume rufen die Anspannung der Drüsen hervor, sondern die neue Tätigkeit der feurigen Zentren. Eine ähnliche Anspannung
äußert sich nicht selten auf der Hautoberfläche. Die Behandlung durch reine Luft verringert allerdings die Spannung, denn die feurige Eigenschaft des Prana stellt den unausgeglichenen Zustand der Drusen wieder her, eine feurige Harmonie schaffend. Doch jedes gewaltsame Entfernen eines feurigen Apparates hat zweifellos eine gewaltige Wirkung für die Zukunft, weil damit die Feinfühligkeit der Aufnahmefähigkeit vermindert wird.
214. Im Altertum erachtete man es als nützlich, auf, die Drüsen Wurzeln von der Pflanzenfamilie igniridaceae22 aufzulegen, doch das ist eine sehr primitive Heilweise, denn die feurige Eigenschaft dieser Pflanzen kann nützlicher genutzt werden. Sie liefern einen wertvollen Extrakt zur Steigerung der feurigen Tätigkeit. Offensichtlich wollten die Alten Gleiches mit Gleichem heilen. Dienlich sind auch Wermut und Rosenöl, die beruhigend wirken, obgleich nicht so schnell. Gewiss, Pflanzen mit feurigen Eigenschaften bieten viele Anwendungsmöglichkeiten und zählen zu den kräftigenden Heilmitteln.
215. Das Missgeschick der Menschen liegt darin, dass sie, das Erste verschmähend, nach dem Zweiten zu greifen pflegen. Doch der Zutritt zu den höheren Energien verpflichtet, das Grundlegende zu verstehen.
216. Es ist wichtig, an die Tätigkeit des Verstandes zu erinnern, der, in die Ferne schweifend, Nahe liegendes außer acht lässt. Bei der Verwirrung des Verstandes ist diese unentschuldbare Nachlässigkeit dem Nahe liegenden gegenüber besonders augenscheinlich.
217. Bei der feurigen Anspannung ist es von besonderem Nutzen, zusammenzukommen und dem Feuer eine neue Richtung zu verleihen. Doch die Menschen mögen sich nur treffen, wenn sie nicht gereizt sind.
Auf diese Weise sind die Augenblicke des Schweigens wie Balsam der Ruhe, durch welche ein nahe stehendes Herz gestürzt werden kann.
218. Natürlich, das rote Licht spendet keine Ruhe. Man muss bemerken, wie angespannt der Raum ist. Würden die Regierungshäupter nur verstehen, dass kosmische Zustände bestimmte Bedeutung haben! Doch leider, sogar die wenigen astrologischen Leistungen sind von sinnwidrigen Erklärungen umgeben! Wie in allem, sollte man zum Einfachsten und Genauesten zurückkehren. Alle Lehren sind von willkürlichen Feststellungen durchtränkt. Die Vergangenheit muss wie von einem redlichen Historiker ausgelegt verstanden werden.
219. Welcher der herkömmlichen Menschentypen zeugt von einem feurigen Herzen? Die gewohnte Denkart könnte dies vom Sanguiniker oder im äußersten Fall vom Choleriker annehmen, doch dies ist eine irrige Ansicht. Das feurige Herz ist seinem Wesen nach synthetisch und kann nicht den rein herkömmlichen Einteilungen angepasst werden. Es kann nur bestätigt werden, dass der Hypochonder das feurige Wesen nicht widerspiegelt. So muss man sich das feurige Herz als ein allumfassendes Gefäß vorstellen. Die Feuer eines solchen Herzens werden auch nicht einheitlich sein. Wer kann das Budhi auf die blaue Flamme begrenzen? Man könnte Fragen, welche Schattierung diese schwingende blaue Farbe besitz? In jeder Skala wird es einen vom äußeren und inneren Chemismus abhängigen blauen Ton geben. So lasst uns auch Farbblindheit nicht vergessen, die weitgehend entwickelt ist. Auf diese Weise wird das feurige Herz in einem Gesetz den der Herrlichkeit des Kosmos gebührenden ganzen Reichtum finden.
220. Lernen Wir zu unterscheiden, dann werden wir großzugig. Keine beschränkte Person kann geistig reich werden, doch für die Farbblindheit des Nächsten sollte man Mitgefühl aufbringen. Denn bis hinauf zu den höchsten Stufen unterliegt jeder solchen Verschiedenheiten. Verlangen wir nicht, dass alle Menschen gleich denken. Es ist gut, wenn sie zwischen Licht und Finsternis unterscheiden können. Doch feinstoffliche Schwingungen werden nicht leicht wahrgenommen.
221. Das innere Feuer sollte vor allem beim Essen nicht angespannt werden. Nicht ohne Grund ziehen es manche Menschen vor, das Essen schweigend einzunehmen. In der Tat, über das ganze Alltagsleben sind notwendige Mitteilungen verstreut. Die Menschen nutzen selten heilsame Wahrheiten. So kaufen die Menschen zum Beispiel nicht nur gern viele Sachen, sondern sie allen Sachen sehr komplexe Aufschichtungen vorhanden sind. Der alte Brauch, neue Sachen zu beräuchern, hatte einen offensichtlichen Grund. Jedoch dieser Brauch war nicht so sehr eine Vorkehrung gegen die physische als gegen die feinstofflichen Aufschichtungen mit allen ihren psychischen Wirkungen.
222. Solange die Menschen im Zustand des dichtphysischen Bewusstseins verharrt, können die Methoden herkömmlicher Experimentalmedizin kaum geändert werden. Erst wenn man das Bewusstsein zur psychischen Energie hinlenkt, kann der Sinnlosigkeit der Vivisektion Einhalt geboten werden. Versuche mit lebenden Pflanzen, im Verein mit der Anwendung der psychischen Energie, werden die Denkrichtung in einen neuen Kanal leiten; doch auf jeden Fall findet jede Auflehnung gegen die Vivisektion bereits Unsere Billigung. Solche Proteste zeugen von der Kenntnis
über die Erscheinungen der Feinstofflichen Welt und einem Verständnis dafür, dass Vivisektionen zu neuen Infektionsherden werden können. In Zukunft wird eine hinreichende Vorbeugung, zusammen mit der Anwendung der psychischen Energie Krankheiten überhaupt nicht aufkommen lassen. Doch einstweilen müssen die Grausamkeiten der Vivisektion so weit wie möglich eingestellt und über die psychische Energie gesprochen werden. Durch solch stetige Mahnung wird die Energie selbst stärker hervortreten. Denn feuriges Denken ist auch ein Entzünden der Fackeln.
223. Neues Denken bedeutet nicht, alles Alte zu verwerfen. In der Tat, es wird der beste Freund von allem bisher Entdeckten sein. Solches Denken weist eine unverstandene Formel nicht bloß deshalb ab, weil sie im Moment nicht klar erscheint. Unser Freund wird eine unklare Formel behutsam beiseite legen. Oft steckt hinter der Unklarheit keine verborgene Errungenschaft, sondern sie ist auf eine Unzahl vergänglicher Spracheigentümlichkeiten zurückzuführen. Nicht jede Sprache bleibt erhalten, schon im Laufe eines Jahrhunderts ändert sich der Sinn der Ausdrucksweisen, was eine zunehmende Kompliziertheit der Denkart mit sich bringt. Bedauern wir nicht fließende Gewässer, sondern vergessen wir nicht, mit neuen Augen auf alte Errungenschaften zu blicken. Eine große Zahl einzelner alter Bezeichnungen mag fremd erscheinen, weil sie fremden Mundarten eingefugt wurden und oft in der Aussprache entstellt werden. Im Altertum sanken die Menschen diese bedeutenden Wörter, um sie auswendig zu lernen, doch der Rhythmus ist als etwas Unnötiges verloren gegangen. Jedoch mit dem Verlust des Rhythmus haben die Menschen auch die Bedeutung der Schwingungen vergessen. Neues Denken vergisst die Grundgesetze nicht.
224. Sanftmütigkeit ist eine der feurigen Eigenschaften. Doch was haben die Menschen aus dieser Eigenschaft gemacht? Sanftmütigkeit birgt nicht Schlaffheit, sondern volle Gerechtigkeit. Das feurige Herz begreift genau, wie unzulässig Bosheit ist. Es kennt die Schaffenskraft, die Bosheit als unwürdiges Mittel ausschließt. Sanftmütigkeit empfindet auch Zweckdienlichkeit, das heißt, das höhere Maß an Gerechtigkeit. Über das Gerechtigkeitsgefühl haben Wir vieles gesagt, doch es ist so grundlegend, dass es bei jeder Erklärung bestätigt werden sollte. Was wird sonst das persönliche Gefühl ausgleichen, wenn von einem Blutschleier her zum Licht aufgeblickt werden muss? Nicht ohne Grund sagen die Menschen von einem ungerechten Richter, dass seine Augen blutüberschwemmt sind. Auf diese Weise müssen wir bei Gesprächen über feurige Einwirkungen die feurigen Strome unserer Nervenzentren ständig regulieren. Durch jede Erwähnung des Feuers erfährt dieses schon eine bestimmte Spannung. Wer deshalb feurig denken will, der muss auch die feurige Verantwortung kennen. Solche Verantwortung ist äußerst schwerwiegend, denn sie schließt die gegensätzlichsten Keime mit ein. Denn von den unterirdischen Feuern bis zum höchsten Licht erstreckt sich ein weites Gebiet!
225. Im Kampf kann es einen Augenblick der Erholung und Wechselbeziehung geben. Ihr habt etwas wie prickelnde Ströme verspürt. Die Ströme sind nicht prickelnd, doch sie scheinen so, infolge des Widerstandes, von dem die irdischen Schichten erfüllt sind. Diese Pfeile der Dämonen verdecken die Sonne. Wir müssen alle Energien verstärken, weshalb Wechselbeziehung besonders nötig ist.
226. Bei der Gedankenübertragung geht die Schwierigkeit
nicht so sehr vom Sender aus, als vom Empfang. Das Senden geht durch Anspannung des Herzens und des Willens vor sich, daher hängt es gänzlich vom Sender selbst ab. Doch der Empfänger befindet sich gewöhnlich in einem anderen Zustand. Er kann nicht nur gedanklich überlastet, sondern sein Gedanke und sein Bewusstsein können entrückt sein. Darüber hinaus können die unverhofftesten Ströme den Raum kreuzen und auf diese Weise einen Teil der Sendungen entstellen. Um dieses Hindernis wenigstens teilweise zu vermeiden, lehren Wir Umsicht und Wachsamkeit. Gewöhnt sich das Bewusstsein an diese Zustände, bleibt der Empfänger angespannt und geöffnet. Diese Methode steter Wachsamkeit ist nicht allein die Unsrige, sie wurde bereits im fernen Altertum angewendet. Jede Einweihung in die Mysterien umfasste die Frage: "Ist dein Ohr geöffnet?" Solches Geöffnetheit weist vor allem auf die Fähigkeit hin, kühne Wachsamkeit aufrechtzuerhalten. Der Umstand sich kreuzender Ströme wurde durch Streben zum Hierarchen, mit dem ein Kontakt hergestellt wurde, vermieden. Freilich, es kann schädigende Versuche geben, die Ströme absichtlich zu unterbinden oder sich in sie einzumengen. Außerdem können die bereits erwähnten Luftleitungen das Abhören durch gegenseitiges Streben vermeiden - das kommt einem Galvanisieren der Leitung gleich. So kann man allmählich viele nützliche Dinge erlangen. Darüber hinaus lasst uns nicht vergessen, dass diese Errungenschaften unausrottbar sind.
227. Die Menschen dürfen nichts Verdorbenes in ihrem Hause halten. Gärung und abgestandenes Wasser ziehen unliebsame Wesenheiten an. Sobald man
mit dem Photographieren von Wesenheiten der Feinstofflichen Welt mehr vertraut sein wird, wird es möglich sein, mittels Film den Unterschied der Umgebung von einem Stück Käse, Fleisch und einer frischen Rose festzustellen. Abgesehen von logischen Argumenten, kann man wirklich sehen, dass die vom Fleisch angezogenen Gestalten abstoßend sind. Diese Liebhaber von Verwestem folgen dem für sie leckeren Gericht sogar bis zum Munde. Auch vor dem Photographieren von Auren kann man durch Aufnahmen von Gegenständen und ihrer Umgebung Erfahrung sammeln. Das Experiment erfordert wie immer Geduld und Ausdauer. Es sollte mit anschaulichen Gegenständen begonnen werden. Von den reinen Wohlgerüchen muss man der Rose der Vorzug geben, sie enthält ein sich sehr langsam verflüchtigendes Öl. Aber man sollte nicht übersehen, die Blumen zu pflücken bevor die Verwesung einsetzt! Ich verweise auf Rosen, weil ihnen die meiste feurige Energie innewohnt. So stehen die Rosenliebhaber der feurigen Energie nahe. Die Wesenheiten, die sich von Verwestem nähren, meiden die Wohlgerüche feuriger Energie. Man muss diese Weisung ganz einfach und genauso wie eine Information aus der Arzneimittelkunde annehmen.
228. Sowohl bei der Erforschung des Gewichtsverlustes als auch der Gewichtszunahme wird Handauflegen angewandt; das heißt, dass die Hände bestimmte feurige Energie übertragen. Doch das ist nur eine der bestimmten feurigen Stufen, die nächstfolgende ist die Übertragung derselben Energie durch den Blick, wobei die Frage der Entfernung zweitrangig ist. So kann man auf Entfernung das Gewicht eines Gegenstandes erhöhen oder verringern. Wäre das nicht eine wirklich angenehme Beschäftigung für einen Kaufmann? Deshalb ist es gut, dass beim derzeitigen Zustand der Menschheit das Erscheinungstreten solcher Energien nicht alltäglich ist.
Man könnte viele Experimente aufzeigen, die das irdische Alltagsleben erleichtern könnten; doch in der Tat, die Menschen würden sie anwenden, um die Zahl der Morde zu erhöhen. Indes klopfen die feurigen Energien an ihre Gefängnistüren. Die Frist naht, wo sie entweder vernünftig angewendet, oder andernfalls als feurige Krankheiten, oder als kosmische Kataklysmen hernieder strömen werden. Drei Möglichkeiten bieten sich der Menschheit. Es liegt an ihr, eine zu wählen, die ihrem Bewusstseinszustand entspricht. Wahlfreiheit wird immer gewährt. Niemand kann leugnen, dass vor der Weltkatastrophe viele Warnungen erteilt wurden. Sogar kurzsichtige Menschen bemerkten sie, aber Wahnsinn blendete die meisten. Dies trat vor den Augen der lebenden Generationen in Erscheinung, jedoch sie sind nicht einsichtiger geworden. Zehn Millionen Opfer füllten die Schichten der Feinstofflichen Welt. Die Menschen beteten fürs Morden, dachten aber nicht an die Sühne für die Verletzung der Daseinsgesetze! Anstatt vernünftigen Verstehens sind die Menschen erneut zu töten bereit; sie denken nicht daran, dass als natürliche Auswirkung des Naturgesetzes feurige Energien den Planeten überfluten werden. So muss es für jene wenigen, die willens sind, an die Zukunft zu denken, im "Feurigen Buch" niedergeschrieben werden.
229. Wenn gefragt wird, ob die Welten bewohnbar sind, antwortet bejahend. Freilich, vom irdischen Gesichtspunkt aus gibt es nicht überall ein Verweilen, doch im Sinn des Daseins sind die Welten bewohnbar. Wirklich, alle diese unterschiedlichen Entwicklungsgrade sind einander nicht immer zugänglich. Es wird jedoch kein großer Fehler sein, zu sagen, dass
der ganze geoffenbarte Raum bewohnbar ist. Das Mikroskop weist auf Leben auf dem ganzen Planeten hin; dasselbe Gesetz wird auch im Raum befolgt. Wenden wir uns wieder dem Schaden des Tötens zu. Jede Explosion stört das Gleichgewicht vieler für uns unsichtbarer Wesenheiten. Nicht Millionen, sondern unzählige Milliarden nehmen Schaden durch Krieg. Man darf die ganzen atmosphärischen Störungen durch Gase und Explosionen nicht übersehen. Das ist nicht Okkultismus, sondern wissenschaftlich gesunder Menschenverstand. Daher möge die Menschheit an die Rückschläge denken!
230. Der Gedanke an den Rückschlag oder an Karma sollte einen nicht entkräften, sondern zu schönen Taten anregen.
231. Wahrhaftig, Feuer ist ein Vereiniger. Wo das Feuer schwindet, tritt augenblicks Zersetzung ein. Freilich, Zersetzung speichert durch Gärung neues Feuer, doch das Stellt schon eine eigene Vereinigung von Teilchen dar. Ähnlich sollte über jede Handlung nachgedacht werden. Es ist nicht unrichtig zu sagen, dass der Gedanke ohne Feuer Auflösung bewirkt. Wenn Ich über Vereinigung spreche, setze Ich auch feurige Vereinigung voraus. Wie der Gießer die richtige Metallmenge für eine Figurengruppe kennt, so wirkt Feuer auf das Vereinigen von Menschen. Diese Vereinigung kann als die Schöpfung einer gigantischen Figur mit der ganzen Kraft eines Riesen dargestellt werden. Und wir müssen um die Bildung dieser Gemeinschaften des Geistes bestrebt sein. Betrachten wir sie nicht als künstliche Golems.23 Das Ungeheuer Golem verblieb ohne das Feuer des Geistes, und deshalb zerstörte es sich selbst.
Der Geist ist ein feuertragender Magnet, und man kann ihm einen Teil der höheren Energien angedeihen lassen.
232. Sie werden kommen - die Verlöscher; sie werden kommen - die Verderber; sie werden kommen - die Verleumder; sie werden kommen - die Gewaltigen der Finsternis. Bereits eingesetzte Zersetzung kann nicht aufgehalten werden. Doch der Weise blickt nicht zurück; denn er weiß, dass Feuer, sobald es herbeigerufen wurde, unversiegbar ist. Nicht ohne Grund beauftragte Ich euch, wiederholt über die Weisungen zu sprechen. Wiederholung an sich stärkt schon die Grundlage.
233. Es ziemt nicht, zu trödeln, wenn sich die Wolken zusammenballen. Ich erinnere euch daran, dass die Hauptgrundlage der einzige Anker ist. Es ziemt nicht, sich umzuschauen, wenn der Weg über einen Abgrund führt. Der Rettung wegen muss man sich einfach vereinigen.
234. Wenn wir alle Himmelskörper aufzählen, wenn wir alle nichtgeoffenbarten Tiefen ermessen, werden wir damit die gegenwärtige Stunde nicht verbessern. Mit mutigem Herzen muss man die quälende Finsternis kennen, die naht, sobald die Feuer erlöschen. Nach der Meinung vieler ist Einheit ein unnötiger Anachronismus. Man meint, Individualität bliebe durch Uneinigkeit bewahrt - das ist die Logik der Finsternis. Jedoch manchmal finden die Menschen bei gefährlicher Epidemien Heilung, indem sie sich an einfache Mittel erinnern. So einfach sind die Mittel der Vereinigung. Das trifft die Finsternis sichtlich. Daher möge der Speer über dem Drachen nicht schlummern.
235. Die feurige Bestätigung vollzieht sich nicht im süßem Schlummer, sondern bei Sturm und Blitz. Wer es lernt, inmitten von Blitzen Ruhe zu fühlen, kann leicht über die Feurige Welt nachdenken, es ist notwendig, an die Welt des Lichts zu denken, Gedanken sollten in ihre Höhen gesandt werden.
So kann man gedanklich nicht nur am irdischen Kampf, sondern auch am Kampf der Feinstofflichen Welt teilnehmen. Wahrhaftig, irdische Zerstörungen sind nichts im Vergleich zur Zerstörung der Feinstofflichen Welt. Eine Unzahl der besten Vorhaben verschwindet zusammen mit abscheulichen Anhäufungen. Zudem werden besonders jene Bewohner mit einbezogen, die Aktivität bekunden. Es gibt deren viele, sowohl in den niederen als auch in den höheren Schichten. Das durchbrechende Feuer wird von all jenen empfunden, die sich nicht an den feurigen Zustand gewöhnt haben. Wenn Ich daher rate, an die Feinstoffliche Welt zu denken, empfehle Ich etwas sehr Nützliches; und wenn Ich rate, an die Feurige Welt zu denken, empfehle Ich etwas Unerlässliches. Das Bejahen eines feurigen Gedankens ist bereits ein Erreichen der Unbesiegbarkeit. Wie die Glieder eines Panzerhemdes nach und nach zusammengefügt werden, so wächst unsichtbar allmählich das feurige Gefieder.
236. Man kann sich einen Augenblick ohne die Naturelemente Erde, Wasser oder gar ohne Luft vorstellen, aber ein Augenblick ohne Feuer ist undenkbar. Außergewöhnlich ist der Aufbau, wenn das Fundamentalste unsichtbar bleibt, aber bereit ist, sich überall auf die einfachste Weise zu offenbaren. Gelehrte wollen das Naturelement Feuer nicht voll annehmen, jedoch jede Teilung desselben belastet bloß die Zukunft.
237. Meint ihr nicht, wenn euch Wörter entfallen, es sei darauf zurückzuführen, dass ein beträchtlicher Teil eurer feurigen Energie anderswohin gerichtet ist? Es sollte einen nicht erstaunen, wenn die feurige Energie stark verausgabt wird, wenn Menschen sich in weitentfernten Ländern aufhalten. Die feurige Substanz des Moschus kann
diese Verausgabung schwer wettmachen. Beim Gedanken an ferne Tätigkeit nimmt das Aussenden von Energie zu. Man kann verworren denken, wie in einem schläfrigen Zustand; durch diesen schwachen Druck wird kaum Energie erzeugt; doch die Gedankenkraft ist wie der Hebel einer Pumpe, und die Funktion des Pumpenkolbens wird eine ferne Errungenschaft erzeugen.
238. Man muss verstehen, welch große Errungenschaft es ist, inmitten eines Angriffs das Gleichgewicht zu bewahre; Ich lobe dies.
239. Der Mensch kann mittels seines feurigen Wesens unterirdische Minen und Gewässer aufspüren. Diese okkulte Eigenschaft ist bereits ein angenommener Faktor. Da solch eine Anwendung feuriger Energie möglich ist, bedeutet das, dass es auch viele andere Erscheinungen von Agni geben kann. Verbindungen feuriger Energie mit Klang, Farbe oder anderen feurigen Bereichen des einen großen Fohats bürgen für die Erneuerung der ganzen Weltvorstellung. Mögen die Menschen einfach den Strömen des feurigen Uruvela24 nahen. Jedermann besitz die Feurige Energie bis zu einem bestimmten Grad. Die Anwendungen von Fohat sind vielfältig; nicht nur Menschen des feurigen Naturelements, sondern auch die den anderen Naturelementen Zugehörigen können aus dem Kelch des Fohates schöpfen. Wie die Gedankenexperimente auf Pflanzen beachtenswerte Ergebnisse zeitigen, so können auch Beobachtungen über die Wirkungen des Gedankens auf eine Flamme angestellt werden. Unter einem Strom feurigen Gedankens kann eine Flamme sich zu- oder abwenden. Die ägyptischen Mysterien wiesen auf die besondere Gedankenkraft hin, die über eine Flamme ausgesendet würde. Dieser Rat beruhte auf der Erkenntnis der Feurigkeit des Gedankens. So kann man die Aufmerksamkeit der Menschen auf die Sphären von Fohat lenken.
240. Der eine empfängt aus einem Feurigen Kelch; ein anderer schlürft einen Becher feurigen Weines. Der erstere ist im Geist entzückt, der zweite schaudert vor der Flamme und geht zugrunde. Der erstere kann endlos empfangen, der zweite erreicht rasch die Grenze der Vergiftung. Liegt die Lösung nicht im Geiste? Die Qualität des Gedankens verwendet das Feuer zum Guten. Trunkenheit lässt sich als Entartung des heiligen Feuers erklären. Am allerwenigsten lässt sich Feuer mit Egoismus vereinbaren.
241. Kann ein auf Erden Inkarnierter gedanklich in der Feinstofflichen Welt schaffen? Ja, besonders, wenn Agni tätig ist. Man kann Pflanzen züchten und veredeln; man kann konstruktive Formen schaffen; man kann an einer Unzahl von Verbesserungen teilnehmen, vorausgesetzt, dass sie nicht hässlich sind. Ur. hat einen von ihr gepflanzten Baum gesehen. So kann man aus schwachen, gebrechlichen Formen Starkes und Dauerhaftes schaffen. Auf diese Weise bereiten wir im irdischen Dasein die künftigen schönen Gärten. Der Gedanke schafft in seiner ganzen Aufbautätigkeit auch unser eigenes künftiges Glück. Auf diese Weise erheben wir uns in Gedanken über die Grenzen der Erde hinaus.
242. Licht aus Finsternis - diese Wahrheit erscheint weiterhin vielen als Paradoxon. Diese vielem haben nie Licht wahrgenommen und begreifen nicht, dass Höheres Licht dem Sehvermögen nicht zugänglich ist, weder dem irdischen noch dem feinstofflichen; sogar seine Funken ermüden die Augen. H.25 wurde von Wellen dieser Funken eingehüllt, und die Augen von Urusvati waren besonders ermüdet. H. bedurfte dieser Einhüllung, es war ein Experiment einer Gedankensendung auf große Entfernung. So übersenden Wir Weisungen, aber infolge verschiedener Spannungen wird vieles verstümmelt.
Es kann bestätigt werden, dass Gereiztheit zehnfache Energie erfordert, und solche Funkenbündel können einem den Kopf abtrennen. Wenn Ich euch deshalb rate, euch der Gereiztheit zu enthalten, bedeutet das, dass Wir die besten Ergebnisse suchen. Feurige Energie übersteigt jeden Glauben. Die Menschen widersetzen sich dieser Macht und richten damit viel Elend an. Die Erscheinung des Einhüllens mit feurigen Funken hat viele verschiedene Gründe. Die feurige Rüstung schützt vor feindlichen Pfeilen.
243. Man darf dem Feuer nicht mit eigennützigen Zielen nahen. Ein schlichtes Gebet nach Vervollkommnung öffnet die besten Tore. Ebenso trägt schlichtes, ehrliches Verhalten zur Erkenntnis der wahren Rhythmen des Kosmos bei. Es ist leicht, für kosmischen Rhythmus Eigennutz einzusetzen, doch das Band mit der Hierarchie führt zur Erkenntnis der Wahrheit. Erfahrung im Schönen hält einen in den Grenzen der Glaubwürdigkeit. Wenn die irdische Welt so reich ist, wenn die Feinstoffliche Welt noch reicher ist, wenn die Feurige Welt so herrlich ist, dann bedarf es der Erfahrung im Schönen. Allein Beobachtungsschärfe hilft Schönheit zu bestätigen. Es ist ein Irrtum zu meinen, dass vergängliche Kunstmethoden die einzige Beurteilungsgrundlage bilden könnten. Wirklich, allein die Beobachtungsfähigkeit, die das dritte Auge nährt, bietet eine auch für die Feinstoffliche Welt geeignete, feste Grundlage zur Schaffenskraft.
244. Schaffenskraft in der Feinstofflichen Welt unterscheidet sich beträchtlich von irdischen Bedingungen. Man ist gezwungen, sich an die so genannte Gedanken-Schaffenskraft zu gewöhnen. Freilich, der Gedanke kann in seinen Verwicklungen sehr verworrene und flimmernde Umrisse entstehen lassen. Stabile Formen sind nicht nur von der Willenskraft abhängig, sondern auch
von früheren Beobachtungen. Wie aus Mineralien in einem feurigen Prozess harmonische Kristalle entstehen, so ist auch für Schaffenskraft Feurigkeit nötig. Sie wird, wie alles andere, allmählich gesammelt und gehört zu den untilgbaren Aufspeicherungen, deshalb ist es für sie nie zu spät.
245. Ihr schätzt Scharfsinn bei den Mitarbeitern, genauso ist es in der ganzen Kette der Hierarchie. Wissen allein wird nicht die viele Erfahrungen aufgespeicherte Wachsamkeit des Geistes bieten. Was in allen Lebenslagen möglich und was nicht möglich ist, kann nicht niedergeschrieben werden. Wissen allein ist eine tödliche Gefahr, doch seine Anwendung ist eine feurige Kunst. Deshalb schätzen Wir so sehr bereiten Scharfsinn, jenes Gefühlwissen, das einem eingibt, wann der Schlüssel im Schloss nicht umzudrehen ist. Wer solches Gefühlwissen aufgespeichert hat, der wird weder bewusst noch unmittelbar zum Verräter. Wer den Schlüssel nicht dem Bewusstseinsniveau gemäß preisgibt, der handelt wie ein Verräter. Weder List noch Fälschung zu bemerken, heißt, nicht urteilsfähig sein. Erst nächsten Tag zu erkennen hat wenig Wert. Solches Verstehen wird einen nicht hindern, in den Abgrund zu stürzen, jedoch wie feinfühlig muss die Aufspeicherung des Scharfsinns sein! In jeder Schule muss die Entwicklung schnellen Denkens gelehrt werden; wie könnte man ohne sie die Flamme durchschreiten?
246. Ihr habt von der Tatsache gelesen, dass bereits seit siebzehn Jahren täglich Erdbeben stattfinden - diese wissenschaftliche Mitteilung ist nicht ganz richtig. Bereits seit achtzehn Jahren bebt die Erde ununterbrochen.
Man muss alle Einzelheiten der Fristen der nahenden feurigen Entscheidung bestätigen. In der Tat, das Ansteigen der Wellen der Beben der Erde überblickend, sollte man wachsam sein und überdenken, ob alles in Ordnung ist. Doch durch den seismographischen Anzeiger wird dem Zustand der Welt nicht geholfen. Sogar wenn einmal alle seismographischen Anzeiger bersten würden, wäre dies keine Hilfe, und außerdem, welche Zeitung würde dann über dieses Bersten berichten?! Mit einem Wort, von Menschen geschaffene Ereignisse sind von größerer Bedeutung als man meint. So zählt achtzehn Jahre zurück, und ihr werdet ein bedeutendes und äußerst abscheuliches Ereignis gewahren.
247. Die Beben der Erde werden stärker; fragt jene, die einen doppelten Puls besitzen, wie sehr er anstieg. Zweifellos steigert und verstärkt sich alles, was mit der feurigen Energie in Beziehung steht. Die Menschen verstärken diese Bereiche durch ihre Lebens- und Denkweise. Nichts erregt das feurige Naturelement so sehr wie unordentliches Denken. Früher hat man die Menschen wenigstens manchmal denken gelehrt. Nicht selten weckte das Skandieren und Erinnern an die Lebensgesetze den Gedankenstrom. Doch das Aufkommen von Begierden und Ichsucht kann zu unordentlichem Denken führen. Inmitten dieser einzelnen Bruchstücke wird chaotische Raserei erzeugt. Warum Zerstörung heraufbeschwören?!
248. Bei den Experimenten der Gedankenübertragung kann man beobachten, wie sehr der von außen kommende Gedanke über das Gehirn weg gleitet. Eine der Eigenschaft der feurigen Energie ist der Antrieb im Einklang mit der Natur des Feuers. Deshalb ist es schwer, eine Mitteilung von außen im Gedächtnis zu behalten. Man sollte sich wegen dieser feurigen
Gewohnheit nicht tadeln, sondern sollte die Eigenschaften des Feuers beachten. In der Tat, Wachsamkeit in Gedanken ist eine Hilfe, jedoch unter irdischen Bedingungen kann man die feurigen Verbindungen nicht aufrechterhalten. Es ist nicht nur schwer, sich an von außen kommende Gedanken zu erinnern, sondern es ist auch schwer, bestimmte gleichzeitige Sendungen auseinander zu halten. Und auch in solch einem Fall ist der Faden mit der Hierarchie eine Hilfe, denn ein einziges starkes Streben bringt gleichsam den ganzen Akkord in Einklang.
249. Über einen Rishi wurde berichtet, dass er sogar bei Erwähnung von Bösem Schmerz verspürte. Man sollte solch einen Rishi nicht als Tagedieb ansehen, sondern eher über seine Abwendung vom Bösen erstaunt sein. In der Tat, jeder, der das Feuer erkennt, empfindet Böses besonders stark als unmittelbaren Gegenpol seines Wesens. Man muss, Ich sage man muss, diesen Widerstand gegen das Böse, den Widersacher des Fortschritts, in sich entwickeln. Man muss, Ich sage man muss, diese den Fortschritt zum Guten der Evolution behindernde Grenze erkennen. Man kann über die Kompliziertheit solcher Grenzen hören, doch die Offenbarung des Feuers wird enthüllen, wo es Evolution gibt und wo die Gebrechlichkeit der Zersetzung. Die Feurige Welt ist ein wahres Symbol ununterbrochener Entwicklung.
250. Wenn wir uns für einen Augenblick Raum aus bestehenden feinen Blättern Papier vorstellen, und ihn der Tätigkeit des Radios oder des Fernsehens aussetzen, dann werden wir auf jedem Blatt eine perforierte Zeichnung eingezeichnet finden; ganze Porträts werden auf den Raumschichten abgedruckt sein. Auf genau diese Weise bleiben auf der Akasha-Schicht Abdrücke. Wir klagen manchmal gern darüber, dass wir längere Zeit nicht das sehen, was wir gern möchten, doch wir überlegen nicht,
dass ein Bild aus verschiedenen Gründen nicht in den Raum eingeprägt werden darf. Nicht von Menschenhand geschaffene Bilder werden wie Papierblätter vom Wirbelwind getragen; weshalb man sich an den Gedanken gewöhnen muss, dass alles untilgbar ist. Nur so ist es möglich, sich zu seiner Umgebung wirklich vorsichtig und behutsam zu verhalten. Man darf nicht meinen, man könne dem Gesetz, das sogar bei einfachen physischen Anwendungen erkennbar ist, entfliehen. Man kann sich leicht vorstellen, wie ein räumlich übermitteltes Porträt an jedem beliebigen Punkt der Übertragung abgefangen werden kann. Ihr wisst genug über physische Teraphime; dies bedeutet, dass es auch feinstoffliche Teraphime geben kann. Deshalb muss nicht nur im Heim, sondern auch im Raum alles Wertvolle behütet werden. Es können schützende Luftleitungen geschaffen werden, doch sie verzehren eine Menge Energie. Lernen wir es also, den wertvollen Begriff wirklich zu hüten.
251. Jeder physische Apparat hat in der Feinstofflichen Welt sein völliges Ebenbild. Darüber hinaus kann leicht wahrgenommen werden, wie einfach es ist, die Kraft eines Apparates durch Erwecken von Agni zu steigern. Auf diese Weise können viele Experimente, die sich als erfolglos erwiesen, erneut durchgeführt werden. Die Experimente Keely's26 und sogar der Apparat Edison's27 blieben für die Feinstoffliche Welt unvollendet, weil die Energie Agni nicht angewendet wurde; in dem einen Fall wegen Argwohn aus der Umgebung, im anderen wegen persönlichen Unglaubens. Es heißt, dass sogar eine Kerze nicht ohne Glauben angezündet wird.
252. Die Menschen können schwer erkennen, dass man nicht von jedem Flug zurückkehren kann - so wenig stellen sie
sich die Wirklichkeit vor. Es ist unerlässlich, in den Annalen der Alchemie und in Chroniken die Vergangenheit zu studieren. Sobald Agni erfasst wurde, widerspiegelte sich dies in der Wissenschaft und auch in Staatsangelegenheiten. Man darf nicht glauben, Agni wäre nur ein Fabrikinspektor, es ist die treibende Kraft aller Gedanken der Menschheit. Es muss nicht nur gehütet, sondern auch wirklich geschätzt werden.
253. Man sollte nicht glauben, die unheilvolle Lage der Menschheit könnte sich bessern, solange die Menschen nicht den drohenden Vulkan beachten und sich nicht der psychischen Energie zuwenden. Die Verlagerung des Golfstromes ist nur eines der vielen schlimmen Vorzeichen, viele andere, näher liegende, können gefunden werden.
254. Dem Bewusstseinsniveau seiner Zuhörer gemäß zu sprechen, bedeutet, schon auf einer höheren Stufe zu sein. Verschiedene Dogmen sind vor allem deshalb schädlich, weil sie, ungeachtet der Bewusstseinshöhe, eine starre Formel bringen. Wie viele Verneinungen, wie viel Ärger und Verwirrung entstehen bloß infolge unterschiedlichen Bewusstseinsgrades! Und nicht nur der Grad, sondern auch die Verfassung des Bewusstseins ist oft der entscheidende Faktor. Über den Schaden der Reizbarkeit, die das Bewusstsein trübt, wurde zur Genüge gesprochen, doch neben diesem Hauptfeind muss man an die kleinen Ablenkungen des Gedankens denken. Man muss sich angewöhnen, vom Hauptgedanken ungetrübten Daseins getragen zu werden. So wird die wahre Evolution einsetzen, wenn die Lehrer es lernen, die Schüler in der Schule ihrem Bewusstsein gemäß zu behandeln. Es ist unmöglich, die Menschen bloß nach Alter oder Stand einzuteilen. Wir beobachten ständig, dass bestimmte Kinder sich der Sprache der Erwachsenen bedienen und dass ältere Menschen, manchmal
in Regierungsstellen, nur kindliche Ausdrucke verstehen können. Das Himmelreich ist nicht für die letztgenannten Kinder! Das neue Bewusstsein kommt nicht von mechanischen Formeln. So muss man lernen, dem Bewusstsein des Zuhörers gemäß zu sprechen. Das ist nicht leicht, doch esist eine gute Schulung des Scharfsinns. Darüber hinaus gehört auch das zu den feurigen Beschäftigungen.
255. Die feurige Spannung des Raumes verursacht unausbleiblich besondere Müdigkeit der Augen. Man muss die Arbeit der Augen unterbrechen, und sie für die kurze Zeit schließen. Es können auch warme Kompressen gemacht werden, doch die Augen für kurze Zeit zu schließen, ist sehr hilfreich. In der Epoche des Feuers ergeben sich viele neue Umstände. Man muss diese neuen Faktoren in allen Lebensumständen in Betracht ziehen. Der Hauptfehler besteht darin, die äußeren Bedingungen der Natur für etwas Unbewegliches zu halten. Freilich, für viele Generationen schien der Mond unverändert geblieben zu sein, aber dennoch konnte einmal in ihm eine substantielle Veränderung bemerkt werden. Eine Tischlampe kann einmal umfallen, jedoch diese Möglichkeit besteht immer. So darf man nicht vergessen, in Verbindung mit der Anspannung des feurigen Naturelements nützliche Vorbeugungsmaßnahmen zu treffen.
256. Die Menschen sind immer darum besorgt, keine Lampe umzustoßen. In dieser Besorgtheit liegt eine gewisse Achtung vor dem Feuer. Furcht vor Feuer ist nur eine grobe Bestätigung der Achtung. Zweifellos haben die Menschen ein besonderes Gefühl der Achtung vor dem Naturelement Feuer nicht eingebüßt.
Das Inerscheinungtreten dieses wundervollen Naturelementes hat immer ein besonders erhebendes Gefühl bewirkt.
257. Argwohn ist an sich eine Herausforderung. Es kann bewusste Herausforderung geben, doch die Herausforderungen durch Argwohn sind besonders verworren. Abgesehen von allen Lebensschwierigkeiten führt Argwohn zur Empfindlichkeit für Ansteckung. Wie viele Epidemien breiten sich bloß durch Argwohn aus! Karmische Krankheitskeime werden durch Argwohn hervorgerufen. Die Grenzlinie zwischen Furcht und Argwohn ist fast nicht zu unterscheiden. Ein Wächter muss wachsam, darf jedoch nicht argwöhnisch sein. Durch Argwohn wird kein Gleichgewicht geschaffen. Mut sucht nach der Ursache, doch beargwöhnt nicht. Deshalb ist Argwohn vor allem Unwissenheit.
258. Der Astrologie wird derzeit viel Aufmerksamkeit geschenkt. Auch die Wissenschaft nimmt schließlich die kosmischen Gesetze wahr. Doch man kann bemerken, dass sich sogar bei genauen Berechnungen oft Ungenauigkeiten ergeben. Man sollte wissen, worauf diese Schwankungen zurückzuführen sind. Wir dürfen nicht übersehen, dass der Planet gerade jetzt in schwere Schichten gehüllt ist; durch solch eine gesättigte Atmosphäre können chemische Strahlen gebrochen werden. Die Relativität von Schlussfolgerungen ergibt sich aus dieser nie dagewesenen Lage. Das gleiche kann auf anderen Gebieten beobachtet werden. Die Behauptung von der Haltlosigkeit aller Berechnungen rührt von der Unwilligkeit her, der Wirklichkeit Beachtung zu schenken. Die Menschen wollen alles ihrem eigenen Verstehen anpassen. Ihr habt einmal gesehen, wie sich die Menge ihren Weg ins Theater erzwang,
obgleich die Bühne schon in Flammen stand. So ist es in allem. Es ist wahr, dass der abgeschlagene Kopf eines Hundes zu bellen vermag, doch der menschliche Geist verstummt. Solch eine Irrationalität und ein Mangel an Gleichgewicht herrschen! Die Zeit ist gefährlich; mit Recht überkommt einen Wehmut!
259. Wahrlich, die Annäherung der Welten ist unumgänglich. Man sollte das Bewusstsein für diese Unumgänglichkeit wenigstens ein klein wenig vorbereiten. Die Menschen müssen bereit sein, den verdichteten Körpern im Leben ohne erzwungene Magie zu begegnen; doch dafür muss man aufhören, das feurige Herz als Abstraktion anzusehen.
260. Ich habe gerade einen Schüler Bechterews28 beobachtet, der mit Gedankenübertragung auf Entfernung experimentierte, doch er konnte sogar die einfachste Bedingung nicht meistern. Er konnte Anspannung nicht von Reizbarkeit unterscheiden, die seinen Apparat hemmte. Obwohl er meinte, sich anzuspannen, war er in Wirklichkeit durch die Befürchtung, das Experiment könnte misslingen, nur gereizt. Während er theoretisch richtig dachte, konnte er seine Gefühle nicht auseinander halten. Darüber hinaus hindert Pseudo-Materialismus, der annimmt, dass unter allen Umständen alles für jeden geeignet sei. Sicherlich, das wird nach der Evolution von weiteren zwei Rassen möglich sein, aber jetzt kommt es einer Elefantenlast auf dem Rücken einer Küchenschabe gleich. Die Auffassung über die psychische Energie ist völlig verworren. Möge man sie auch als materialistischen Hammer bezeichnen, doch man möge sie wenigstens anerkennen. Die Benennung hat nichts zu sagen! Selbst wenn man viele Namen anführt, so wird deshalb ihre Grobheit nicht verringert! Die zunehmende Vergröberung der psychischen Energie ist die schrecklichste Epidemie.
261. Im Altertum schob man den menschlichen Hass einer winzigen Natter zu, doch keiner Riesenschlange. Messet Böses nicht nach seiner Länge. Wahrhaftig, die winzige Natter entspricht dem Bösen mehr, da verhältnismäßig größere Zerstörung von ihr ausgeht. Verlassen wir uns nicht auf äußere Maße; Böses sucht über winzige Wesenheiten zu unterminieren. Ebenso beginnt Zerfall mit dem Kleinsten. Man kann beobachten, dass sich das Wesen eines ganzen Volkes innerhalb einer Generation verändern kann. Wenn die Natter des Verrats ihr Nest baut, bedarf es keiner langen Zeitspanne. Es ist erstaunlich, wie vor unseren Augen die Würde eines ganzen Volkes zusammenbricht; doch der menschliche Geist erfasst ein solch auffallendes Ereignis meist nicht. Ein einziges zurückgewiesenes Wort könnte dafür der Grund gewesen sein, und dennoch führte es zu Verrat. Wenn wir uns die Ereignisse am Ende des achtzehnten und in der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts ins Gedächtnis rufen, sind wir über die Ähnlichkeit mit einem kürzlichen Ereignis erstaunt. So ändert sich der Charakter ganzer Länder.
262. Kürzlich konnte bemerkt werden, dass Menschen Radiowellen oft ohne Empfangsgerät empfangen. Obwohl dies für wissenschaftliche Beobachtungen von Nutzen sein kann, sind Wir andererseits über dieses Vermengen der Ströme nicht erfreut. Möge sich die Menschheit die Übertragung und den Empfang von Gedanken aneignen; doch es ist nicht nützlich, die feurige Substanz mit sich einmengenden gröberen Strömen zu vermengen. Freilich, solch eine Erscheinung weist darauf hin, wie sehr sich das feurige Naturelement in der Menschheit schon kräftigte; doch es ist von keinem Nutzen, wenn es unerkannt in unerwünschte Bereiche einbricht.
In der Tat, diese Einbrüche können solche Ausmaße annehmen, dass sie zerstörend werden. Ich bestätige, dass gerade durch solche Störungen feurige Epidemien entstehen können. Wenn Ich vom Gleichgewicht und von Zweckmäßigkeit spreche, so mochte Ich damit an die Harmonie des ganzen Lebens erinnern.
263. Mit jedem Tag nimmt die Spannung in der Natur und bei den Menschen zu. So kann man sich vorstellen, was in den Tälern vor sich geht, wenn sogar auf den Höhen besondere Maßnahmen erforderlich sind. Wahrhaftig, es ist eine Zeit der Zerstörung, doch ihr kennt das Allheilmittel.
264. "Ich selbst, ich selbst, ich selbst", ruft das Kind, unwillig darüber, dass Erwachsene in seine Beschäftigung einmengen. Erinnern sich der Geist und das Herz bis zum siebenten Lebensjahr nicht zuweilen an das Bündnis eigener Errungenschaft auf Erden? Später trüben sich diese weisen Erinnerungen und kehren sich nicht selten ins Gegenteil. "Man möge für mich arbeiten - oben und unten!" - so spricht der Mensch, der die Selbstvervollkommnung vergessen hat. Doch das Kind erinnert sich und verteidigt seine Selbständigkeit. Wenn ein anderes Kind flüstert: "Wie kann ich es anstellen, es zu erreichen?", so ist es für neue Erfahrungen und Eroberungen des Geistes bereit. Doch es genügt nicht, wenn Kinder solche Worte aussprechen, sie müssen beachtet und geschätzt werden. Feurige Aufmerksamkeit sollte diese Rufe und Gelübde der Feinstofflichen Welt bemerken. Ein kleines Kind stellt fest: "Endlich bin ich geboren." In dieser Bestätigung des Strebens nach Inkarnation bekundet sich die Feinstoffliche Welt. Man kann viele Beispiele nennen, wo nicht nur kleine Kinder, sondern sogar Neugeborene unverhofft Worte von ungeheurer Bedeutung aussprachen
und nachher in ihren normalen Zustand fielen. Man muss in sich ein feuriges Gedächtnis entwickeln und um seine Umgebung besorgt sein. So sammelt man die wertvollste Information.
265. Wo immer sich Wahrheit offenbart, wird sie als solche bestehen bleiben. Alles, was an der Annahme in ihrer vollen Wirklichkeit hindert, sollte zurückgewiesen werden. Zu solcher Ehrlichkeit muss man sich durchringen.
266. Darüber, dass Feuer das höchste Element ist, sollte man nicht lachen. Unbesonnenes Gelächter sowie Scherze zersetzen nur das Bewusstsein. Schließlich übersieht man die Grenze, wo Feierlichkeit und Streben beginnen.
267. Rufen wir bei Kindern verschiedene Beweise von Scharfblick ins Gedächtnis, so lässt sich das kaum auf eine mechanische Zellentheorie zurückführen. Bei den Menschen schwindet erst später die Wahrnehmung sowohl ihrer Vergangenheit als auch ihrer Bestimmung. Wie oft sind Erwachsene von Kindern gerettet worden! Wie oft getrauten sich Kinder nicht, ihre Wissensgefühle zum Ausdruck zu bringen! Falsche Schüchternheit wird durch die Hässlichkeit der Umgebung geschaffen. Ein verfeinerter und erhabener Geist erstarrt vor den eiternden Wunden der Vorurteile. Wie oft verbieten Erwachsene jegliche Improvisation, vergessend, dass diese der Gesang des Geistes ist! Mag die Technik auch unvollkommen sein, doch wie viele schöne Samen können durch solche Äußerungen des Herzens eingepflanzt werden!
268. Verschiedene Grimoires29 verwendeten Klopfzeichen bei Beschwörung. Freilich, sogar solch niederen Formeln wohnt die Wahrheit inne, dass sich Elementale30 auf rufende Klopfzeichen eher melden. Jedoch das Gesetz ist überall dasselbe. Ihr wisst, wie sehr Wir jedwede Magie ablehnen. Doch sogar bei der Hinwendung an die Hierarchie des Lichts liegt die Bedeutung im Anruf durch Gebet. Man sollte daran denken, dass sogar irdische Mächte unangesprochen nicht antworten. Genau ein solcher, ganz stofflicher Strom bildet sich bei bewusster Anrufung der Hierarchie. Man sollte nicht meinen, Feuer wäre bei solcher Anrufung unwesentlich; denn das lebendige Feuer ist der beste Läuterer. Doch wenn das Feuer des Herzens lodert, bedarf es keines Hilfsmittels.
269. Allem liegt Wahlfreiheit zugrunde. Keinerlei Zwang sollte den Pfad versperren, doch es ist statthaft, jedem eine Fackel auf die lange Reise mitzugeben. Allein Aufklärung kann einem helfen, Wahlfreiheit zu begreifen, deshalb ist Aufklärung die Daseinsbestätigung. In jeder Schule sollte von klein auf gelehrt werden, Wirklichkeit mit dem Wesen des Vorherbestimmten zu vereinen. Nur so können wir unser Dasein mit Selbstvervollkommnung verbinden. Wahlfreiheit, Aufklärung, Selbstvervollkommnung sind die Pfade des Feuers. Nur feurige Wesenheiten können diese Pfeiler des Aufstieges wahrnehmen. Doch jedermann muss durch diese Tore geführt werden, andernfalls entstehen verderbliche Störungen, die im Verein mit dem Chaos der Naturelemente den Planeten erschüttern. So gesellen sich
zum Aufruhr der Naturelemente ungezügelte menschliche Verwirrungen hinzu. Ich erachte es für notwendig, wiederholt über die alle evolutionären Unternehmen vernichtende Verwirrungen zu sprechen.
270. Der gerettete Mensch will in der Regel seinen Erretter nicht kennen. Wer das Feuer empfangen hat, ist bestrebt, davonzueilen, ohne zu bedenken, dass Finsternis ihn verschlingen kann.
271. Unter dem Wasser wird kein Feuer entfacht. Heldentat wird nicht im Treibhaus des Komforts errungen. Lasst uns inmitten menschlicher Bürden fragen, ob dies nicht schon eine Heldentat ist? Lasst uns inmitten der Bedrückung fragen, ob sie uns nicht zu den Toren der Heldentat drängt? Lasst uns inmitten von Explosionen fragen, ob wir nicht ausreichend Kraft in uns aufbringen, von selbst auszusteigen? So lasst uns jeder Erscheinung prüfen, ob sie zur Heldentat führt! So lasst uns auf alles achten, was uns zur Heldentat führt. Wer kann genau voraussehen, welcher Rückschlag neue Umstände herbeiführt? Aber ohne Schläge kommt eine Sache nicht voran. Diese Schläge auf die Materie werden "Herzsteine der Heldentat" genannt. Nur jene, die das Wesen des Schöpferischen verstehen, werden erkennen, dass das Gesagte nicht bloß der Ermutigung dient, sondern die genaue Bestätigung des Gesetzes ist. Man kann das Gesetz zum Missgeschick wenden, doch richtiger ist es, die von den Grundsätzen des Seins ausgehende Nützlichkeit zu begreifen.
272. Jede Aufnahmefähigkeit ist schon ein Annahme des Feuers. Energieanspannung ist die Umwandlung eines unbestimmten Naturelements in wirksame Schwingungen. Echte Aufnahmefähigkeit ist immer positiv, weil die feurige Energie dann unmittelbar wirkt. Jede ungesetzliche Abweichung und Zerstörung
wecken das so genannte schwarze Feuer. Es hat eine eigentümliche Ähnlichkeit mit dem Venenblut. Venöser Aderlass hatte seine Berechtigung. Das schwarze Feuer konnte dadurch abgeschwächt werden. Glücklicherweise erfordert das Feuer des Lichts keine solch groben Maßnahmen. Je natürlicher sich das Feuer entzündet, um so segensreicher ist es. Daher die Schlussfolgerung, dass das Feuer der Liebe das vollkommenste ist. Ihr wollt den Hierarchen schützen, und ihr tut es weder aus Furcht noch aus Eigennutz, sondern aus Liebe. Liebe durch Furcht oder Eigennutz zu ersetzen, endet im schwarzen Feuer. Zum gleichen Ergebnis kommt es im Fall eines anderen unwürdigen Ersatzes. Jedes Feuer ist magnetisch, deshalb sollte man den Magnetismus des schwarzen Feuers sehr behutsam meiden. Er verwandelt die Teilchen dichter Emanationen nicht, sondern wirkt gerade umgekehrt, so den Raum belastend. Das kann besonders im Fall von Blutsverwandtschaft schädlich sein, wenn die grobstofflichen, unverbrauchten Teilchen so leicht angezogen werden und bereits geschwächte Organe überanstrengen können. Es ist daher von keinem Nutzen, das schwarze Feuer zu entzünden.
273. Das Studium gegenseitigen Umgangs der Menschen ist eine wahre Sozialwissenschaft. Die in der Soziologie studierten Beziehungen der Menschen untereinander enthüllen nicht alle Wechselbeziehungen. Die Soziologen studieren nicht die Erscheinungen geistiger Einwirkungen. Sie überlassen das der Psychologie. Doch diese Wissenschaft studiert in ihrer Oberflächlichkeit gewöhnlich einzelne Individuen, wogegen es notwendig erscheint, die Erscheinungen des Gesellschaftswesens zu studieren, denn der geistige Einfluss ist außerordentlich machtvoll, und seine Verbindung mit kosmischen Vorgängen fuhrt zur Lösung vieler Probleme. Man sollte
in der Menge emsig Vergleiche anstellen und es lernen, ihr Tun dem Resonator der Natur gegenüberzustellen. Man sollte diese mächtigen Faktoren nicht übersehen. Es genügt nicht, die Wirkung von Gewehrsalven zu kennen, das ist zu primitiv. Weit wichtiger ist es, die Wirkungen der Blicke der Menge oder ihre Ausrufe zu kennen. Man sollte erkennen, dass diese Wellen den ganzen feurigen Strömen entlang ferne Ufer erreichen. So kann man die Ursache vieler unerwarteter Ereignisse herausfinden, doch das erfordert Beobachtung.
274. Wer würde glauben, dass der "Kelch" eines Yogi sehr viele heilsame Ströme aussenden kann - für fern und nah? Diese Ausstrahlungen sind sehr schmerzhaft wie von innen ausgehende Nadelstiche. Der "Kelch" kann nicht umhin, seine Aufspeicherungen für das Wohl der Nächsten auszusenden. Es ist unklug, diese Segensvermittlungen als schmerzlos zu erachten. Wenn beide Prinzipien, das grobstoffliche und das feinstoffliche, wirken, muss es Anspannung geben. Doch der Geist ist bereit, diese Anstrengungen zu bewältigen. Man muss wissen, dass solche Übertragungen die Feurige Welt stärken. Zusammenarbeit mit solch Feurigen Graden ist nicht leicht!
275. Man sollte den Prophezeiungen aus dem Volk, die kosmische Erscheinungen voraussagen, Beachtung schenken. Sehr oft kann man auf richtige Angaben stoßen. Jedoch es können viele andere Umstände dazwischentreten.
276. Sollte ein eiliger Wanderer nach der Zeit fragen, könnte ein Herz wohl kaum so grausam sein, ihn bewusst zu belügen. Dem reinen Streben wohnt feurige Überzeugung inne. In der Tat, Streben ist jene reine Kraft, die vor den Schlägen des Hasses bewahrt.
Wenn Wir daher den erhabenen Begriff Agni aussprechen, wird damit Streben in seinem vollen Umfang verstanden. In der Vorstellung der Menschheit wächst die Feurige Welt gemeinsam mit der gedanklichen Heldentat. Doch versucht nicht, ein Herz, welches das Feuer nicht kennt, von der Feurigen Welt zu überzeugen. Solcher Zwang wird nur zum schwarzen Feuer führen. Könnten wir die Diener der Finsternis zählen, die durch verschiedene Zwänge geschaffen wurden, wir würden über die ungeheure Menge entsetzt sein. Man muss äußerstes Feingefühl besitzen, um zu wissen, wann der Schlüssel im Schloss das zweite und dritte Mal umgedreht werden kann. Weder Dogma noch Chemie können sagen, wann das heilige Wort "erlaubt" ausgesprochen werden kann. Aber das Feuer des Herzens weiß, wann Karma und das Bewusstsein eines Bruders nicht überlastet werden; denn die Offenbarung von Agni darf nicht belasten.
277. Jeder wird beipflichten, dass Bücher nicht zuviel einleitendes Material enthalten sollten. Doch sogar durchschnittliche Baumeister bejahen, dass die Baustelle zuerst gereinigt und das notwendige Material herbeigeschafft werden muss. Ihr selbst wisst, was es bedeutet, die Baustelle redlich zu säubern: man muss wahrhaftig Gestrüpp des Neides, des Zweifels und allerlei Kehricht ausmerzen. Man muss die ganze Duldsamkeit und Edelmütigkeit aufwenden, um sich unter der Last des Unkrauts nicht zu beugen. Natürlich werden sich alle Kräfte der Finsternis und der Unwissenheit mit besonderer Vehemenz gegen das Feuer auflehnen. Deshalb wird jedes Buch über die aufeinander folgenden Lebensstufen nicht kurz gefasst sein. Der letzte Teil solch eines Buches möge getrennt erscheinen, sonst wird jeder das Ende vor dem Anfang lesen wollen. Diese Gewohnheit ist besonders den Dienern
der Finsternis angenehm. So schaffen sie Triebsand für die Schwächlinge.
278. Der Arzt sollte nicht überrascht sein, wenn er beobachtet, dass Symptome der Besessenheit epidemische Ausmaße annehmen. Sie sind zahlreicher als sich der menschliche Verstand vorstellt. Überdies sind die Abarten der Besessenheit höchst verschieden. Sie reichen von einer fast unmerklichen Verschrobenheit bis zur Gewalttätigkeit. Ich lobe den Arzt, der einen Zusammenhang mit Geschlechtskrankheiten feststellte. Freilich, dies ist einer der Kanäle der Besessenheit. Man kann feststellen, dass die Mehrheit der an Geschlechtskrankheit Leidenden zu Besessenheit neigt. Jedoch in der Annahme, dass mit der Heilung der Geschlechtskrankheit auch die Austreibung des bösen Geistes verbunden ist, zeigt sich der Arzt zu optimistisch. So kann auch äußerste Gereiztheit einen Besitzergreifer einladen, doch man erwarte nicht, dass ihn das erste Lächeln vertreiben wird. Eine solche Beobachtung umfasst eine ganze Wissenschaft. Der Arzt hat Recht, wenn er nicht nur Irrenhäuser, sondern auch Gefängnisse besuchen will. Es wäre nicht unangebracht, die Börsen aufzusuchen, oder das Deck eines sich in Gefahr befindlichen Schiffes. Man kann chronische, sich hinziehende oder vorübergehende Symptome bemerken. Auch der Schweiß kann untersucht werden. Viele Merkmale werden dem Beobachter allmählich klar werden. Unter ihnen werden Einzelheiten der Feinstofflichen Welt aufgespürt werden. Eines jedoch bleibt unbestritten: die Austreibung des Besitzergreifens hängt nicht von physischen Methoden ab. Allein Agni, allein die reine Energie kann sich diesem menschlichen Elend widersetzen.
Ich wiederhole das Wort Elend, denn es ist dem Ausmaß der Seuche angemessen. Viele Ärzte werden Agni als Aberglauben betrachten und den Glauben an Besessenheit als Unwissenheit. Die Menschen schreiben ihre eigenen Eigenschaften so oft anderen zu; doch zugleich werden die bösen Geister aller Grade durch diese Untersuchungen beunruhigt.
279. Öfter als einmal haben Wir auf die Erwünschtheit von Flügen in die Feinstoffliche Welt hingewiesen. Doch es können Umstände solcher Anspannung auftauchen, die Uns veranlassen, zur Vorsicht zu mahnen. Mit den besten Absichten können Flüge für manche unerträglich werden. Bei Rückkehr in den physischen Körper ist das feinstoffliche Wesen etwas geschwächt, und jeder boshafte Angriff kann Schaden anrichten.
280. Der Arzt muss auch gewarnt werden, mit Besessenen vorsichtig zu sein. Wenn man sich dem Besessenen nähert, sollte man daran denken, sogar die Vermutung einer Besessenheit nicht zu stark zu hegen. Man darf nicht übersehen, dass ein Besitzergreifer, sobald er Verdacht schöpft, dass seine Anwesenheit entdeckt wurde, für Gedanken sehr empfänglich ist. Er kann seinen Groll darüber in verschiedener Weise kundtun. Durch Ausmerzen einer Besessenheit kann man sich viele Feinde schaffen: deshalb sollte man Beobachtungen anstellen, ohne die Tatsache persönlich zu enthüllen.
281. Äußerst lehrreich unter den feurigen Erscheinungen sind die bei der Arbeit von den Fingerspitzen ausgehenden Strahlen. Um die schreibende Hand kann man Lichtwellen sehen. Darüber hinaus wechseln sie je nach dem Inhalt des Schreibens. Auf diese Weise kann man eine äußerst wichtige Erscheinung bemerken: die sichtbare Mitwirkung des Feuers und die Veränderung der Agni-Energie in Übereinstimmung mit dem inneren Wert der Arbeit.
Gewiss, ihr habt nicht nur Farbwellen bemerkt, sondern auch leuchtende Gebilde, die beim Lesen eines Buches zutage traten. Diese Boten des Lichts können sowohl von außen als auch von innen kommen, doch beide dienen als Beweis der Tätigkeit der feurigen Energie. Viele können diese Sterne sehen, doch sie verstehen es nicht, ihnen Aufmerksamkeit zuzuwenden. Dies führt uns wieder zu der Feststellung, dass ein krampfhafter Impuls, in Bezug auf seine endgültig konzentrierte Wirkung auf die Arbeit, nicht mehr Bedeutung hat als Schlaf. Allein konzentrierte Aufmerksamkeit und Ausdauer, ohne Entmutigung, führen zum Erkennen der offenbaren Gesetze. Möge niemand denken, die Möglichkeit wäre nicht geboten worden, sondern eher, dass sie nicht angenommen wurde.
282. Zweifellos besteht eine Verbindung zwischen der arbeitenden Hand und dem "Kelch", der über die Strahlung in Erscheinung tritt. Wird solch eine Verbindung wahrgenommen, kann zu dieser Beobachtungsfähigkeit beglückwünscht werden. Gleichermaßen schätze Ich die Beobachtungen des Kampfes zwischen Licht und Finsternis; die Sterne des Lichts und jene der Finsternis sind völlig sichtbar und deuten auf eine kosmische Schlacht hin. Man kann voraussehen, dass im Lauf der Zeit für viele Erscheinungen eine astrochemische Grundlage gefunden wird. Und jede Aufzeichnung hierüber wird ein großer Dienst für die Zukunft sein.
283. Sagt dem Arzt auch, dass nicht jede Besessenheit unbedingt von der Finsternis kommt. Es kann Beeinflussungen aus den mittleren Sphären der Feinstofflichen Welt geben, die im Glauben des Besitzergreifers auf das Gute ausgerichtet sind, obwohl keine besonders guten Resultate erlangt werden. Die Besitzergreifer sind solch niederen Grades, und die für sie erreichbaren Vehikel sind von keiner hohen Entwicklung, so dass es zur Spaltung des Denkens, Unausgeglichenheit und zum Verlust der Selbstbeherrschung kommt. Es gibt viele solche Menschen
mit schwachem Willen; in Wirklichkeit schwächen einander zwei Willen. Solchen Menschen kann man nur helfen, indem man ihnen eine Arbeit zuteilt, die sie lieben, doch in sehr reichlichem Maße. Der Besitzergreifer wird verdrießlich, dass er bei solch konzentrierter Arbeit nicht in Erscheinung tritt, denn jeder Besitzergreifer ist bemüht, sein eigenes Ich zum Ausdruck zu bringen. So kann der Arzt verschiedene Arten von Besessenheit beobachten, doch im Prinzip sind solche Epidemien im menschlichen Entwicklungsprozess ganz unzulässig. Darüber hinaus hilft die Vorstellung des Guru sehr, sich vor Besessenheit zu schützen. Im Falle von Willensschwäche bietet der Lehrer seine überschüssige Kraft auf, um den fremden, feindlichen Einfluss zu verhindern. Natürlich, der Lehrer mit einem hohen Bewusstsein kann feinfühlig feststellen, wann seine Hilfe nötig ist. In der Tat, solche Führung hat nichts mit Zwang zu tun.
284. Feuriges Streben kann alle Diagnosen erleichtern, denn nichts vermag die feinstofflichen Grenzlinien, für die es sogar keine wörtlichen Erklärungen gibt, besser festzustellen. Nicht ohne Grund heißt es, dass wir uns zur feurigen Höhe erheben sollten, wo es keiner Worte mehr bedarf.
285. Es ist wirklich lehrreich, die feurigen Erschütterungen des Planeten zu beobachten, besonders wenn ihr die außergewöhnlichen Einflüsse kennt. Man kann auf die Bewegungen des Feuers genauso hinweisen wie man die Gedanken der Menschen verfolgen kann.
286. Der Agni Yogi ist nicht nur ein magnetischer Brennpunkt, sondern er verbessert auch den Gesundheitszustand eines Ortes. So nehmen der Raja Yogi und der Agni Yogi die Ströme des Raumes auf sich. Es ist keine Übertreibung, zu behaupten, dass Yoga die Gesundheit des Planeten wiederherstellt. Man muss
sich beeilen, die Bedeutung der geistigen Vervollkommnung zu erkennen. Allein durch solche Erkenntnis kann man die anstrengende Aufgabe des Yogi erleichtern, bei der ihn jeder belasten, doch nur wenige ihm helfen können. Man sollte wenigstens die Stufe einfacher Achtung vor dem Ungewöhnlichen erlangen. Niemanden kümmert es, zu bedenken, wie leicht er durch seinen negativen, boshaften Angriff Leiden verursachen kann. Jeder unwissende Mensch kommt einem Diener der Finsternis gleich.
287. Freilich, Armageddon lässt nicht nach, denn auch die finstere Kraft selbst bringt manchmal eine Menge von neuen listigen Kniffen hervor. Wir wollen wegen der vielen, vielen Angriffe nicht klagen. Es kann nicht anders sein. Die Fähigkeit, sich an die Gefahr zu gewöhnen, ist eine mächtige Waffe gegen die Feinde. Wahrlich, jeden Augenblick sind die Menschen in Gefahr. Es ist eine große Illusion zu meinen, dass sich alles in Sicherheit wiegt. Maja erscheint den Menschen in der Maske der Friedfertigkeit, doch gerade der Yogi fühlt, dass das Kreuz des Daseins unabänderlich aufrecht steht. Nur die Aufnahme des Kreuzers und der Aufstieg zum Berg, wo es sogar fünfbeinige Kälber gibt, nur solche Mut wird einen über den Abgrund tragen. Vergessen wir nicht, dass Ich Vorsicht geboten habe, weil sie eine Eigenschaft des Mutes ist.
288. Der Lehrer freut sich über die Möglichkeit der Zusammenarbeit. Die Ablehnung kollektiver Arbeit bedeutet Unwissenheit. Nur eine erhabene Individualität wird in sich das Maß kollektiver Begriffe finden. Solange die Persönlichkeit die Gemeinschaftsarbeit scheut, ist sie noch keine Individualität und verharrt noch in der stickigen Atmosphäre der Ichsucht. Allein die wahre Erkenntnis der Unzerstörbarkeit
der Freiheit gestattet den Anschluss an kollektive Arbeit. Nut durch solch wahre gegenseitige Achtung können wir die Erkenntnis harmonischer Arbeit, anders gesagt, das wirksame Gute erlangen. In diesem Guten wird das Feuer des Herzens entzündet; daher ist jede harmonische Arbeit so freudvoll. Solche Arbeit steigert die psychische Energie außerordentlich. Möge das Werk sich wenigstens in kurz vereinter Arbeit vollziehen; wenn auch zuerst in kurzen Zeitabschnitten, doch es muss in völligem Einklang und auf Erfolg bedacht sein. Am Anfang ist infolge Mangel an Einigkeit Ermüdung unvermeidlich, doch später wird die aufeinander abgestimmte kollektive Kraft die Energie verzehnfachen. So kann man sogar in kleinen Kerngruppen den Prototyp des Weltfortschritts vorantreiben.
289. Sonnenvögel steigen nicht zur Erde hernieder. In diesem Mythus wird auf die Trennung der Feurigen Welt von den irdischen Zuständen hingewiesen. Man kann sehen, dass die Menschen das feurige Naturelement seit alters besonders verehrten. In der Tat, mit welcher Sorgfalt muss man jede feurige Erscheinung betrachten! Inmitten des alltäglichsten Lebens kann man die Funken des höheren Feuers erkennen. Das bedeutet, dass um jeden solchen Funken eine gereinigte Atmosphäre entsteht; weshalb es besonders abscheulich ist, diese Lichtschimmer auszulöschen. Sie blitzen unerwartet auf, doch das Verlöschen solcher Lichter ruft Folgen besonderer Unbeständigkeit hervor. Es ist wahr gesagt worden, dass es besser ist, nicht geboren zu sein, als die Abscheulichkeiten zu vermehren.
290. Arbeit ist die beste Reinigung von allen Abscheulichkeiten. Arbeit schafft den mächtigen Faktor
Schweiß, der sogar als Mittel zur Fortpflanzung des Menschen aufrückte. Der Schweiß wurde sehr wenig erforscht; er wurde selten im Vergleich mit der Persönlichkeit des Menschen studiert und kaum in Bezug auf die verschiedenen Naturelemente. Sogar ein unerfahrener Beobachter wird die vielen verschiedenen Veränderungen des Schweißes bemerken. Wirklich, es ist leicht zu bemerken, dass eine feurige Natur wenig Schweiß absondert, auf jeden Fall alkalisiert sie ihn. Andererseits sind Naturen der Erde und des Wassers stark mit Schweiß gesättigt. So kann man bemerken, mit welcher Weisheit auf eine der frühesten Evolutionen der Menschheit hingewiesen wurde.
291. Man sollte sich von den verschiedenen Stadien menschlicher Evolution nicht abwenden. Von unserem Standpunkt aus mag vieles seltsam erscheinen, doch bedenken wir, dass sich alle Zustände relativ geändert haben. Dann gelangen wir zu einem, obwohl unbekannten, doch nicht sehr fremden Gesichtspunkt. Es ist trügerisch, sich das Leben in allen Welten mit unserem gegenwärtigen Verstehen vorzustellen. Wir vergessen sehr leicht das Gestern und stellen uns das Morgen sehr dürftig vor, so dass viele unserer Urteile den Herbstblättern gleichen. Es ist angebracht, seine Unbedeutsamkeit gegenüber jedem kosmischen Gesetz zu fühlen. Jedoch für die Annäherung an die Feurige Welt werden feurige Schwingen verliehen.
292. Die Schwierigkeit besteht überall und immer darin, dass, sobald sich die Umstände etwas bessern, eine finstere Hand kleine zottige Knäuel zu werfen sucht. Man kann genau sehen, wie kleine schädliche Ritzen erscheinen. Doch in einer Esse mit starkem Druck kann sogar einer kleinen Ritze zerstörendes Gas entströmen. Man kann im Leben
Zeuge von Experimenten höherer Chemie sein. Daher ist es so wichtig, zu beobachten.
293 Heilen durch Suggestion wurde feuriges Streben genannt. Freilich, diese Heilmethode entwickelt sich jetzt immer mehr. Deshalb sollte man den durch unkundige Anwendung der feurigen Energie möglichen Schaden verhüten. Suggestion kann Schmerzen lindern, doch wenn jene, die Suggestion anwenden, den Ursprung der Krankheit nicht kennen. kann diese Suggestion mit schädlichen Narkotika verglichen werden. Anders ist es hingegen, wenn ein erfahrener Arzt Suggestion anwendet; er lindert nicht nur den Schmerzreflex, sondern auch den Verlauf der Krankheit und kann den entsprechenden Organen suggerieren, ihre normale Funktion wieder aufzunehmen. Ein weiser Arzt wird auch Astrologie nicht ablehnen. Man möge lachen soviel man will, doch ein wissenschaftlich erstelltes Horoskop hilft die Krankheit zu ermitteln und Nebenumstände zu begünstigen. Man sollte der Astrochemie volle Aufmerksamkeit zuwenden und die Macht der Suggestion zu verstehen. Wenn Suggestion sich der feurigen Energie bedient, wie tief und stark ist dann der durch Feuer ausgeübte Einfluss! Man muss die jetzt von Hypnotiseuren gebrauchte Gewohnheit beschränkter Befehle und Verbote aufgeben. Allein die Kenntnis des Organismus und aller Umstände erlauben es dem Arzt, sein Befehl allen betroffenen Teilen zuzusenden. Die geschwächten Organe können wieder bedeutend hergestellt werden, wenn sie auf das Feuer des Herzens gerichtet und damit vereint werden. Jeder Arzt muss die Suggestionkraft in sich entwickeln.
294. Es ist ganz unsinnig, wenn ein Arzt
einem unkundigen Hypnotiseur gestattet, seine Patienten zu behandeln. Eine grobe Kraft kann den Gesamtverlauf der Krankheit nicht verfolgen. Es geht nicht bloß darum, einen Patienten einzuschläfern, es sollten alle Umstände in Wechselbeziehung gebracht und die gesamten Kanäle der Krankheit verfolgt werden. Jedes Wort, jeder Tonfall der Suggestion hat feurige Bedeutung. Deshalb kann nur ein erleuchteter Geist die Gesetze und Methoden der Suggestion erfassen. Nur solch ein Geist wird die ganze Verantwortung für das Einwirken der feurigen Energie erkennen.
295. Ihr wisst, dass bei Suggestion weder Handbewegungen ausgeführt werden sollten noch der Patient angestarrt werden soll. Im Allgemeinen ist es nicht notwendig, dem Patienten gar in die Augen zu sehen; denn die Willensübertragung sollte von Herz zu Herz erfolgen. Erst nachher sollte man seinen Willen vom Zentrum aus in die nötige Richtung lenken. Für den unter Suggestion stehenden Patienten ist es absolut zwecklos zu wissen, was vor sich geht. In der Tat, die Vorbereitung zur Suggestion ruft oft unerwünschten Widerstand hervor. Außerdem, obwohl der Patient glaubt, er wäre bereit, sich der Behandlung zu unterziehen, wird sich sein Manas gegen das Eindringen sträuben. Je langer sich die Bewusstseine anpassen, um so wirksamer wird die Suggestion sein. Das Experiment sollte jedoch nicht im Voraus bekannt gemacht werden; jede Heilung sollte unerwartet vor sich gehen. Doch die physischen Bedingungen müssen günstig sein. Die Temperatur sollte durchschnittlich, das heißt mäßig sein, damit weder Kälte noch Hitze zu Gereiztheit führen. Die Luft muss rein sein, und es ist ein leichter Duft von Rosen oder Eukalyptus im Raum zu empfehlen. Unauffällig sollte Vorsorge getroffen werden, dass sich der Patient möglichst bequem in einen Armstuhl lehnen kann. Ein Bett ist weniger geeignet.
Alles unvorhergesehene und Lärmende sollte ferngehalten werden, damit es zu keiner Erschütterung kommt. Man darf nicht vergessen, dass sich der feinstofflicher Körper während der Suggestion in einem Zustand außerordentlicher Anspannung befindet und den Körper zu verlassen sucht. Deshalb muss ihm dies äußerst vorsichtig verwehrt werden. Selbstverständlich dürfen die Befehle nicht mündlich, sondern nur gedanklich erteilt werden. Die Hypnotiseure des Westens lachen über die Idee, Befehle gedanklich zu erteilen; sie sind die Meinung, dass Worte und Finger den Willen beherrschen könnten. Doch lassen wir ihnen diesen westlichen Irrtum. Bei manchen primitiven Stämmen versetzte man dem Patienten mit einer Keule einen Schlag auf die Stirn. Solch ein Akt machte den Willen ebenfalls gefügig. Doch wo es die Lehre des Herzens und des Feuers gibt, muss es andere Methoden geben.
296. Natürlich, es gibt Menschen, die einwenden werden, der Keulenschlag wäre eine unmittelbare Methode und deshalb zulässig; doch diese feurige Einwirkung ist etwas Verborgenes und unstatthaft. Bei solcher Beweisführung wäre jede Person, die an das Gute denkt, schon gefährlich, doch der Mörder ist nur eine Widerspiegelung der Gesellschaftsordnung. Viele Menschen denken so und verhindern damit alles Feinstoffliche. Doch die Keule ist nicht mehr von Nutzen; die feinstofflichsten Lösungen und Achtung vor dem menschlichen Herzen sind notwendig.
297. Zigeuner verwenden Arzneien mit einer Beschwörung, im Glauben, dass die Arznei nur auf diese Weise wirksam sei. Und so behaupten sich Unsere Überlieferungen aus dem Himalaja durch viele Generationen von Auswanderern. Freilich, wenn wir die Wirkung von Medizinen, die gern, mit jenen die mit Widerwillen genommen werden vergleichen,
wird der Unterschied überraschend sein. Sogar die stärksten Medizinen können fast gegensätzliche Wirkungen hervorrufen, wenn sie von entsprechender Suggestion begleitet werden. Man kann ein bedeutendes Buch über die Relativität von physischen Einwirkungen schreiben. Man kann aus verschiedenen Bereichen Tatsachen sammeln, um zu beweisen, dass unter den entscheidenden Faktoren die physischen kaum wichtig sind. So sollte man Schritt um Schritt die Regungen des Agni verfolgen. Man braucht nicht sogleich in komplizierte Formeln einzudringen, sondern kann von den treffenden Beweisen des Alltags ausgehen. Wenn Naturheilkundige begreifen, worin das beherrschende Prinzip des Erfolgs liegt, sollte ein gelehrter Arzt die bestimmenden Faktoren sogar besser erkennen. Nur auf diesem Wege werden sich Vergangenheit und Zukunft treffen.
298. Agni ist ewig! Die feurige Energie ist unvergänglich! Volkssprichwörter künden oft von ewigen Freuden und Leiden. Die in den Raum gesandte Unzerstörbarkeit von Freude und Leid wurde ganz wissenschaftlich beobachtet. Viele tragen das Leid eines anderen, und viele greifen nach der ihnen nicht gebührenden Freude. So muss man immer an das ewige Säen denken. Wenn der Gedanke nicht kraftvoll ist, kann er von den Raumströmen aufgesaugt werden; doch die Substanz des Leides, oder jene der Freude ist fast so unzerstörbar wie das feurige Samenkorn. Es ist nützlich, den Raum mit Freude zu erfüllen und sehr gefährlich, den Himmel mit Leid zu bedecken. Doch wo kann man den Hort der Freude finden? Sicherlich nicht auf dem Markte, sondern nahe dem Lichtstrahl, in der Freude der Hierarchie. Der Anstieg von Leid ist einer der Gründe
feuriger Epidemien, doch sobald die Physiologie die Menschen über die schwächenden Folgen des Leides aufklärt, wird die Suche nach Freude einsetzen. Der Fels der Freude wird sich allmählich behaupten und als erhabene Feierlichkeit, als der heilsamste Faktor erkannt werden. Nicht ohne Grund haben Wir auf den Nutzen der Anwesenheit von gesunden Menschen hingewiesen. Freude ist die Gesundheit des Geistes.
299. Man muss die Fähigkeit entwickeln, eine fremde Stimmung zu verstehen. Das ist nicht Gedankenlesen, sondern Gefühlswissen vom Wesen des Nächsten. Es ist leichter, das Ferne zu beobachten, wenn man um das Nahe liegende weiß. Viele stehen auf der Schwelle solchen Gefühlswissens, doch Verkrampfung in Ichsucht hält sie davon ab, ihre Umgebung zu verstehen.
300. Dahineilende Pilger nennt man jene, die die erhabenen Pfade erkannt haben. Nur im Erkennen der Kürze des irdischen Pfades können wir die Erhabenheit der Unbegrenztheit begreifen und den Vervollkommnungsprozess des Geistes erlernen. Es gibt keine wie immer geartete Sicherheit, und die Illusion der Sicherheit ist ein sehr unheilvolles Gespenst. Jedoch ohne sich auf die irdische Welt zu stützen, sollte man jede Krume von ihr schätzen lernen. Möge uns jede Regung des Feuers an diese das Gleichgewicht erhaltende Macht erinnern. Wenn der Planet durch das innere Feuer ausgeglichen wird, wird auch jedes Individuum im Feuer des Herzens Halt finden.
301. Lichtblitze vor geschlossenen Augen brauchen einen nicht zu überraschen. Die Propheten sprachen: "O Herr, ich sehe keine Finsternis!" Das ist kein Zeichen von Hingabe, sondern ein wissenschaftlicher Beweis vom Entflammen der Zentren. Man findet auf dieses Licht ständig Bezugnahmen. Nicht nur im Altertum sollte man nach diesem Licht suchen, sondern man sollte auch
die Blinden und Kinder darüber befragen. Ein Dichter könnte ein Lied darüber schreiben, wie sich der Himmel geschlossenen Augen enthüllt.
302. Es ist nützlich, nicht nur zu verschiedenen Stunden, sondern auch in verschiedenen kosmischen Anspannungen photographische Aufnahmen zu machen. Wann sonst könnte man die Flecken absoluter Finsternis wahrnehmen, wenn nicht im Augenblick der Anspannung. Wann könnte man die komplexesten Einwirkung einfangen, wenn nicht hei der Unausgeglichenheit der Naturelemente? Auf dem Film widerspiegelt sich unsere eigene Schwankung, aber man kann auch Abdrücke von verschiedenen feinstofflichen Erscheinungen festhalten. Man kann mit den einfachsten Zuständen beginnen, denn es ist notwendig, unter verschiedenen Umständen zu arbeiten.
303. Zukunftsträume sind weit verbreitet. Zu Tausenden werden Prophezeiungen ausgestreut, und Menschen in verschiedenen Ländern gewöhnen sich an bestimmte Fristen. Auf diese Weise wird der Lauf der Evolution bestätigt. So werden auch die furchterregenden Fristen ins Gedächtnis gerufen. Man kann sagen, nie zuvor musste die Menschheit so sehr ihr Los werfen. Man kann die Willensfreiheit nicht mehr verletzen als es derzeit geschieht. Ihr selbst seht, wie auf die ungewöhnlichste Weise an die Fristen erinnert wird, aber blind sind jene, die nicht sehen wollen. Ihr seht selbst auch, wie schwierig es ist - sogar als rettendes Heilmittel - feierliche Einheit herzustellen. Jedoch ihr seht auch, dass sehr viele Zerstörungen gemildert werden könnten. Da, wo ein Schlag hatte stattfinden sollen, gibt es nur eine leichte Erschütterung. Aber verharrt nicht im Glauben eines sicheren Daseins. Alles ist unbeständig, fest ist allein die Leiter der Hierarchie.
304 Die Menschen sprechen gern von Evolution und Involution, meiden es aber, diese Begriffe an sich anzuwenden. Ihre eigene Evolution vernachlässigend, ziehen die Menschen ähnliche unbedeutende Helfershelfer aus der Feinstofflichen Welt herbei! Die Feinstoffliche Welt strebet wirklich zu irdischen, aber in voller Übereinstimmung. Würden also die Menschen zur Evolution Streben, würden sie evolvierende Wesen anziehen. So läge die Verbesserung der Weltzustände in den Händen der Menschheit selbst. Auf diese ruft jedes Streben zum Guten nicht nur in der Feinstofflichen, sondern auch in der Feurigen Welt Widerhall hervor. Käme solches Streben aus irgendeinem Grund nicht zum Ausdruck, bliebe es dennoch in vollem Ausmaß in Raum. Das Potential des Guten ist wie eine Lichtsäule. Ein Zimmermann, Schuhmacher oder Arzt können gleichermaßen an das Gute denken. Ausdauer und Standhaftigkeit im Guten bedeutet schon Sieg. Manche mögen die im Aschram verbrachte Zeit als Gefangenschaft betrachten, aber für die Entwicklung des Geistes ist sie der heilsamste aller Aufenthalte. Ihr wisst, die Zeit fliegt, und in diesem Flug gewöhnt man sich an die Unbegrenztheit.
305. Gewiss, Energieabfluss kann sogar Schwindelgefühl verursachen, besonders wenn die Übertragungen auf weite Entfernungen durchgeführt werden; dann setzt einen Art Trägheit ein. Die Schwerkraft wird so stark empfunden, dass es besser ist, in diesem Zustand keine stehende Haltung einzunehmen.
306. Im Alltagsleben kann man vieles wahrnehmen, was den Gepflogenheiten der Feinstofflichen und der Feurigen Welt eignet. Die Menschen können in zwei Typen eingeteilt werden: der eine hinterlässt nie Schmutz,
und bereitet er sich für eine Reise vor, bringt er alles in Ordnung und reinigt alles, damit kein anderer mit dem Unrat belastet wird; der andere aber denkt nicht an die Folgen und hinterlasst Haufen von Schmutz. Ihr könnt sicher sein, dass der zweite der Feurigen Well fern steht. Ihr könnt ebenfalls sicher sein, dass der erstere feuriger Natur und ein Reiniger ist, wie das Feuer selbst. Man sollte auch die Art und Weise beachten, auf die ein Mensch an kleinen Raststätten vorübergeht. Wer seinen Auftrag kennt, der eilt dahin, und wird höflich zu allem sein, was ihm begegnet. Der andere bringt es fertig, bei jedem Anhalten Verwirrung zu stiften und die Umgebung zu stören. Der erstere ist erfahren, hat viele Inkarnationen durchschritten und versteht, dass ein Nachtlager nicht sein Vaterhaus ist. Der zweite kann wahre Werte nicht erkennen und wird auf seinem Weg bei jedem Basar anhalten. So offenbaren die Menschen ständig ihr Wesen. Nur ein erfahrener Wanderer weiß, dass ein Nachtlager kein Bestimmungsort ist, und er begreift, dass mit Dingen, die der nachfolgenden Karawane nützlich sein können, behutsam umzugehen ist. Er wird nicht das ganze Brennholz aufbrauchen, sondern wird an die anderen denken. Er wird nicht den Brunnen verunreinigen, da er auch anderen von Nutzen ist. So kann man beobachten, wo Licht und wo Finsternis ist.
307. Kann man sich vorstellen, dass Menschen nur daran denken, was nützlich ist? Natürlich kann man das, schädliche und unbeherrschte Gedanken sind vor allem nutzlos. Man kann sich nutzbringende Gedanken angewöhnen, und solch eine Übung wird die beste Vorbereitung für die Feurige Welt sein. Die Gewohnheit, gute Gedanken zu hegen,
wird nicht schnell erlangt; sie führt jedoch zur Feurigen Erkenntnis. So nähern wir uns der Feurigen Welt nicht, indem eine besondere Welt in Erscheinung tritt, sondern durch die Güte unserer täglichen Arbeit.
308. Selbstvervollkommnung ist Licht, Genusssucht ist Finsternis. Man kann sein Leben so gestalten, als sollte jeder Tag das Ende sein, aber man kann sein Leben so erleuchten, dass jede Stunde ein Anfang ist. So können wir unser irdisches Dasein sichtbar umgestalten. Nur auf diese Weise werden die Fragen der Zukunft und der Sinn der feurigen Vervollkommnung wahrnehmbar. Man sollte den Mut finden, sein Leben nach neuen Erkenntnissen zu ändern. Im großväterlichen Bett zu sterben, möge als mittelalterliche Auszeichnung gelten. Wir empfehlen sogar, diese Betten ins Museum zu tragen. was auch hygienischer wäre. Dennoch sollten wir das Morgen nicht durch gestrige Maßstäbe begrenzen; denn wie sonst konnten wir uns der Erkenntnis der Feurigen Welt nähern, die unsere Großväter für Höllenfeuer hielten? Jetzt hingegen, wo das Licht und die Herrlichkeit des Feuers nach Gebühr gewürdigt werden, können wir geistig ein sehr reiches Morgen haben.
309. Zwei Wochen habt ihr die unterirdischen Erschütterungen gespürt. Stellt euch vor, welch beweglichen Zustand die Erde entwickelt. Keine menschliche Findigkeit kann die Naturelemente aufhalten, aber wenn ihr eine klare Vorstellung von der Feinstofflichen und der Feurigen Welt habt, kann keine irdische Erschütterung das unveräußerliche strahlende Morgen verhüllen.
310. Der Weiße Adler vom Osten - damit enthüllen Wir ein neues Bewusstsein. Ohne den Osten ist nichts möglich.
Die Menschheitsgeschichte ist entweder vom Osten, oder für den Osten geschaffen worden. Man kann sich die Unermesslichkeit des kulturellen Aufbaus, dessen Tempel so gewaltig ist, nicht vorstellen.
311. Ratet den jungen Gelehrten, aus den ältesten Lehren alles über das Feuer zu sammeln. Mögen die Puranas Indiens, die Fragmente der Lehren Ägyptens, Chaldäas, Chinas, Persiens und unbedingt alle Lehren der klassischen Philosophie nicht übersehen werden. Natürlich auch nicht die Bibel, die Kabbala und die Lehren Christi - sie alle werden reichhaltiges Material liefern. Ebenso lassen sich die Behauptungen der neuesten Zeit zu den wertvollsten Erklärungen von Agni hinzufügen. Solch eine Zusammenfassung ist nie gemacht worden. Aber kann man in die Zukunft schreiten, ohne die Zeichen von Jahrtausenden gesammelt zu haben?
312. Beweise durch die neuesten Forschungen sollten geschätzt werden. Wenn die Menschen beginnen, in die höchsten Schichten aufzusteigen und in die unterirdischen Höhlen einzudringen, kann man synthetische Schlussfolgerungen erhoffen. Lasst die Wirkungen der niederen Schichten der Atmosphäre nicht unbeachtet. Man sollte tatsächlich die gesamte Relativität, welche die Schlussfolgerungen nur bereichern kann, wortgetreu in Betracht ziehen. Es ist notwendig, dass wir inmitten dieser ganzen Relativität sogar für halbverbrannte Schlacke Verwendung finden. Wo auch immer das Feuer tätig war, kann alles wertvolle Beobachtungen bieten.
313. Ohne das feurige Naturelement studiert zu haben, kann sich niemand eine richtige Meinung über die Weltentstehung bilden. Das käme dem Unterfangen eines Architekten gleich, einen Steinbau zu errichten, ohne das Wesen des Steins und die Festigkeit des Baumaterials studiert zu haben.
Aber der gegenwärtige Geisteszustand ist von einer rettenden Synthese sehr weit entfernt.
314. Die unterirdische Spannung ist nicht vorbei. Es ist Uns gelungen, die Erschütterungen in leichte Beben aufzulösen. Im Allgemeinen sollte man an diese Strategie, das Böse aufzuspalten, denken. Oft ist es unmöglich, die zusammengeballte Spannung des Bösen zu verhindern. Dann bleibt nur noch die Möglichkeit, diese Spannung der Finsternis aufzuspalten.
315. Die chinesische Heilmethode der entsprechenden Zentren mittels Akupunktur, von der ihr kürzlich gelesen habt, ist kein Heilen, sondern nur eine vorübergehende Erleichterung. Die alten Ägypter erzielten die gleiche Wirkung durch Druck auf die entsprechenden Zentren. Und sogar die jetzt üblichen Schröpfglaser und heißen Breiumschlage gehören zur gleichen Kategorie. So sollte man im ganzen Leben Reizung durch entsprechende Hilfsmittel ausschalten. Die Lehre des alten China berichtet auch über den Heilungsprozess durch Steigerung der Lebenskraft. Gerade China schätzte Ginseng und längeres Einnehmen von Moschus. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn sich die neueste medizinische Forschung den Aspekten der höheren Lebenskraft zuwendet. Ebenso kann man die Feurigkeit der Erscheinungen der Lebenskraft wahrnehmen. Mögen die besten Ärzte den feurigen Ursprung der pflanzlichen und der tierischen Lebensspender erkennen lernen. Solche Experimente sollten nicht hinausgeschoben werden; wenn feurige Epidemien drohen, lässt uns nicht vergessen, dass Gleiches mit Gleichem geheilt wird.
316. Warum wundert man sich, dass die Enthüllung einer Vision gedämpftes Licht erfordert? Es ist ganz klar, dass scharfes
Licht das Ansteigen des inneren Lichts nicht zulässt. Jedoch allein das Streben nach Selbstvervollkommnung bietet eine feste Grundlage. Deshalb waren in den alten Zeiten die Einweihungen in die Mysterien mit einem längeren Verweilen im Dunkeln verbunden, bis das durch seine innere Schau die Hindernisse der Dunkelheit bewältigte.
317. Nicht allein die bedrohliche Ausmaße erreichende menschliche Arbeitslosigkeit, sondern auch die Trägheit der Natur muss schließlich Beachtung finden. Man braucht nur zu beachten, wie schnell blühende Vegetation durch tote Sandwüsten verdrängt wird. Der schleichende Tod auf der Erdkruste sollte als Selbstmord und nicht als Misswirtschaft bezeichnet werden. Sandwüsten, Gletscher, Erdrutsche sagen keine brillante Zukunft voraus. Es ist unmöglich, das Heilen der Natur zu beschleunigen, sogar wenn sich die Menschen einer gesunden Denkrichtung zuwenden. Es wird Dekaden dauern, die Gesundheit der zerstörten Erdkruste wiederherzustellen. Aber für solch besonders segensreiche Maßnahmen bedarf es der menschlichen Zusammenarbeit. Aber gewahren wir Zeichen solch gemeinsamer Arbeit? Ist der menschliche Geist nicht von Zerstörung und Zwietracht beherrscht? Trifft nicht jedes Bemühen um die Einheit auf Gespött? Die Menschen wollen nicht an die Wirklichkeit der Zukunft denken. Wir sprechen vom großen Agni, jedoch kaum tausend Gemüter wagen es, an seine Unaufschiebbarkeit zu denken.
318. Man sollte den anrückenden Ereignissen Beachtung schenken. Man sollte sich bewusst sein, dass die Menschheit eine Periode dauerhafter Kriegführung betritt. Solche Kriege sind verschieden, aber ihre einzelne Basis ist die gleiche - Feindschaft
überall und in allem. Niemand denkt darüber nach, welch verheerender Weltenbrand geschaffen wird, wenn sich um den ganzen Planeten Menschenmengen in einem Kreis der Zerstörung vereinen. Das ist die wahre Schlange, die weit verheerender ist als Lawinen und Gletscher. Glaubt nicht, das sei ein Schreckgespenst. Nein, jeder Tag liefert Beweise der Zerstörung. Der Koschej31 schläft nicht, aber Leichtfertigkeit versucht, die Augen des einzelnen von dem Weltenbrand abzulenken.
319. Waffenkriege, Handelskriege, Arbeitslosenkriege, Wissenskriege, Religionskriege - vielfältig sind die Kriege, und irdische Grenzen haben bereits ihre Bedeutung verloren! Das planetare Leben wird in unzählige Grenzen aufgeteilt.
320. "Tausendblätter" war der alte Name für einen Absud aus wilden Feldkräutern. Seine Bedeutung lag im Glauben, die Feldflora an sich sei schon ein umfassendes Allheilmittel. Gewiss, solch eine Verbindung von Pflanzenkräften ist sehr beachtenswert; denn wer sonst als die Natur kann besser harmonische Nachbarn zusammenstellen! Das Maß und die Anwendung liegen in den Händen des Menschen. Wahrlich, jede Symphonie der Pflanzenwelt erstaunt einen durch ihre Übereinstimmung. Die Schöpferkraft ist reich, sowohl äußerlich als auch innerlich, aber in der Regel verletzen die Menschen brutal diesen kostbaren Schleier der Mutter der Welt. Der Ausplünderung wegen ziehen sie das knochige Grinsen des Totenschädels im Sand vor. Politische Wirtschaftlichkeit sollte auf dem Verstehen der Naturschätze und ihrer weisen Nutzung beruhen, sonst wird der Staat auf Sand bauen. So kann man in allem den goldenen Mittelweg, den wahren Pfad der Gerechtigkeit, studieren. Die Menschen
sind selbst entsetzt, wenn die Uranfänge bersten. Sie werden durch Albinos aufgeschreckt, jedoch das ist nur eine Verletzung des feurigen Prinzips. Man kann Zeuge ähnlicher Zerstörungen in allen Naturreichen sein. Sie sind nicht nur eine Abscheulichkeit, sondern auch ansteckend und schaden einander. Man muss dauernd medizinischen Rat einholen, aber ist nicht das feurige Naturelement eine mächtige Heilkraft? Feuer ist die Bestätigung des Lebens.
321. Man muss die Menschen dahin bringen, ihre eigenen Schätze zu erhalten. Die armseligste Person auf Erden ist oft ein planetarer Verschwender. Sobald die Neuen Welt einzieht, wird sie die Liebe zu den Naturschätzen offenbaren, und diese werden die beste Emulsion der Lebenssubstanz bieten. Viele werden aus den Städten in die Natur ziehen müssen, aber sicherlich nicht zu Sanddünen! In allen Teilen der Welt haben sich Sandmeere gebildet. Ähnlich ist das Bewusstsein der Menschheit in Körner der Bosheit zerbröckelt. Jede Wüste war einst eine Blumenwiese. Nicht die Natur, sondern der Mensch selbst rottete die Blumen aus. Möge der Gedanke an das Feuer die Menschen veranlassen, an die Wirtschaftlichkeit zu denken.
322. Viele möchten Einzelheiten über die Feinstoffliche Welt wissen, aber viele werden sehr bestürzt sein. Die Wahrnehmbarkeit der Feinstofflichen Welt ist relativ, sie hängt von der Bewusstseinsentwicklung ab. Man kann vom Licht entzückt sein, oder man kann im Nebel umherirren. Man kann durch Willenskraft schöne Bauten errichten, oder man kann auf Kehrichthaufen verweilen. Man kann sich augenblicks die Sprache des Geistes aneignen, oder man kann taub und stumm bleiben. Jeder empfangt nach seinen Taten.
Jeder empfindet seinem Bewusstsein gemäß. Die Feinstoffliche Welt ist ein Zustand wahrer Gerechtigkeit. Man kann bemerken, dass sogar ein einfältiges Bewusstsein vorankommt, wenn es in Liebe erleuchtet ist. Die geschäftlich gefärbten Emotionen der Erdbewohner bringen wenig der Liebe Vergleichbares mit. Liebe bleibt oft unerkannt. Aber in der Feinstofflichen Welt ist Liebe der Schlüssel für alle Schlösser. Für viele Menschen ist Vorstellung eine unerreichbare Abstraktion, aber in der Feinstofflichen Welt ist jedes Körnchen gespeicherter Vorstellung ein Pfad zu Möglichkeiten. Für Erdbewohner bilden Beleidigung, Bitternis und Rachsucht die Grundlagen der Galle und Leber; aber in der Feinstofflichen Welt fallen sogar für ein durchschnittliches Bewusstsein diese Schändlichkeiten ab wie nutzlose Hüllen. Deshalb behaupten Wir das feurige Bewusstsein, damit man sogleich in die höheren Sphären gelenkt wird. Man sollte wirklich mit allen erhabenen Mitteln nach feurigem Bewusstsein streben.
323. Euer Urteil über die Notwendigkeit, aus den eiternden Städten auszuziehen und die Bevölkerung des Planeten verhältnismäßig zu verteilen, ist richtig. Da die Menschheit grundsätzlich ein Feuerträger ist, wie kann man dann nicht verstehen, wie äußerst notwendig die weise Verteilung dieses Naturelementes ist? Man muss verstehen, dass die Krankheit des Planeten in hohem Grade vom menschlichen Gleichgewicht abhängt. Es geht nicht an, ungeheure Weiten zu verlassen und sich in brudermörderischer Überfüllung an infizierten und blutgetränkten Plätzen zusammenzurotten. Nicht ohne Grund schlugen die alten Führer ihre Zelte auf jungfräulichem Boden auf. Heute fördert die Wissenschaft selbst das normale Bevölkern freier Räume.
Niemand wird vergessen oder ausgeschlossen werden, und die zur Mitarbeit aufgerufenen Kräfte der Natur werden den kranken Zustand der Erde neu beleben. Nur dann kann man hoffen, dass die Arbeit geschätzt wird und dass anstatt gedungenen Arbeitern Mitarbeiter geboren werden. Auch das menschliche Denken wird sich einer Erneuerung unterziehen, wenn der Brennpunkt des Gedankens sogar auf eine Arbeitsverteilung über das ganze Antlitz der Erde gerichtet ist. Man sollte dies als Gewähr für die einzige Lösung betrachten. Andernfalls werden die Menschen nur das Joch abschütteln, ohne die in ihrem Herzen wohnende Wahrheit zu finden. Diese Wahrheit ist feurig!
324. Sicherlich wird sich die Frage stellen, warum im Altertum die Gefahr der Überbevölkerung nicht auftrat. Erstens war die Bevölkerungszahl verhältnismäßig gering; darüber hinaus dürfen wir das Schicksal von Atlantis, Babylon und anderen einst überfüllten Plätzen, die in Ruinen darniederliegen, nicht außer acht lassen. Die Menschheit erinnert sich nur an einzelne dieser Grabstätten, aber die kosmischen Gesetze wurden öfter als einmal wirksam. Man sollte daher nicht erstaunt sein, dass durch die Verseuchung der niederen Schichten die kosmische Spannung ansteigt.
325. Wenn wir über die Feurige Welt sprechen, sollten wir irdischen Lösungen nicht ausweichen. Der feurige Zustand übersteigt den irdischen so sehr, um eine Vereinigung mit dem Feuer zu ermöglichen Zustand übersteigt den irdischen so sehr, dass es des besten irdischen Gleichgewichts bedarf, um eine Vereinigung mit dem Feuer zu ermöglichen. Viele irdische Zustände müssen in Einklang gebracht werden, damit der Gedanke den feurigen Körper begreifen kann. Mögen die Priester gelehrter und die Gelehrten geistiger werden. Durch diese Bemühungen kann, wenngleich in bescheidenem Maße, ein wichtiger Pfeiler für die nötige Brücke errichtet werden. Der Begriff
Brücke ist seit alters geboten, jetzt aber gebieterisch geworden.
326. Gewisse Aufwiegler hoffen, durch bewussten Umsturz alles für ihren Besitz sichern zu können. Diese Gedanken sind für Plünderung und Zerstückelung äußerst bezeichnend. Es ist völlig unzulässig, zu denken, man könnte zum Zweck von Plünderung und Zerstörung das feurige Naturelement herbeiziehen. Ich wiederhole, das sind die Wege der Unwissenheit, die aufgegeben werden müssen. Jeder, der einen Baum fällt, möge augenblicks einen anderen an seine Stelle pflanzen. Der Gärtner möge mit einer Hand ernten, mit der anderen säen. Die einfachsten Regeln gegen Plünderung müssen in den ersten Stunden in der Schule gelehrt werden. Der Lehrer muss den Geist für die feurigsten Aneignungen vorbereiten. Nur durch ständige Bestätigung der Wege der Zukunft kann man die Krieger des Geistes vorbereiten.
327. Jemand wollte etwas über die höchsten Welten wissen, selbst aber lebte er wie ein Schwein. Unterminieren der Wurzeln ist mit Aufwärtsstreben unvereinbar. Für Schweine der Schweinestall.
328. Die Lehre muss primär zum Aufwärtsstreben anregen. So ist es leichter, vom Feuer zu sprechen, das als das Höchste verstanden werden muss. Es ist lehrreich, die Kleinkinder zu befragen, wie sie sich das Feuer vorstellen. Man kann die überraschendsten Antworten erhalten, aber diese werden voller Bedeutung sein. Nur Erwachsene ordnen dem Feuer eine sklavische Stellung zu.
329. Kürze der Formeln ist das Geheiß des Feuers. Man sollte sich die heilige Kürze zu eigen machen. Man erachte sie nicht als leicht erreichbar. In ihr kommen
Zweckdienlichkeit, Besorgtheit, Achtung und scharfsinnige Kraft zum Ausdruck. Keine langwierige Formel, sondern ihr Wesen wird ausgesandt. Man kann Macht in einem einzigen Wort konzentrieren und auf diese Weise die Wirkung vervielfachen. Nicht der Wasserfall, sondern der Blitz ist das Symbol des Befehls. Viel innere Arbeit ist erforderlich, um das Bündigste und Überzeugendste hervorzubringen. Daher bestanden alte Beschwörungen aus kurzen Anrufungen. Man kann solch einen Pfeil mit einer Handgeste begleiten, aber solch eine Geste ist nicht wesentlich, obwohl sie für einen selbst ein mächtiger Antrieb sein kann.
330. Musik ist für jedes feurige Säen notwendig. Man sollte gute Musik wählen, sie vereinheitlicht unsere Emotionen. Aber man sollte die Musik nicht geistesabwesend an seinen Ohren vorbeiziehen lassen. Oft sehen sich die Menschen einem großen Phänomen gegenüber, und dennoch verfehlen sie, das Lauteste zu hören und das Glänzendste wahrzunehmen. Die Menschen sondern sich oft völlig von ihrer Umgebung ab, aber es wird ihnen nicht klar, dass gerade diese Eigenschaft sehr wertvoll ist, wenn sie weise verstanden wird.
331. Es ist Pflicht des Lehrers die Beschaffenheit der Gedanken der Schüler zu verfolgen. Nicht Kniffe des Geistes, sondern die Gedankenrichtung liefert den Beweis des Fortschritts. Dieses Verstehen der Gedanken anderer ist nicht übernatürlich, sondern wird von vielen Bewegungen und Blicken abgeleitet. Allein bei geringer Aufmerksamkeit wird der Lehrer das Feuer der Augen wahrnehmen. Dieses Aufleuchten ist sehr bedeutsam und liefert einem weisen Arzt den ganzen Bericht des inneren Zustandes.
332. Man sollte nicht nur auf den Advent des verdichteten feinstofflichen Körpers warten, sondern sollte mit all seinen Kräften danach
streben, sich der Feinstofflichen Welt bewusst zu werden. Die Feinstoffliche Welt sollte nicht nur erkannt werden, sondern wir müssen derart von Wagemut erfüllt sein, dass wir zur Wahrnehmung der Feurigen Kräfte gelangen. Wir sollten mit dem Gedanken vertraut werden, dass es uns früher oder später beschieden ist, die Feurigen Ufer zu erreichen. Lernen wir es daher, das größte Netz auszuwerfen, um den besten Fang zu machen! Nicht nur in Träumen, sondern auch wirklich inmitten der Alltagsarbeit müssen wir unsere Gedanken zu den fernen feurigen Erscheinungen lenken. Andernfalls werden wir in der Feinstofflichen Welt noch Schwierigkeiten haben, das feurige Strahlen zu erkennen. Nicht nur das Auge, sondern auch das Bewusstsein muss sich an das Licht gewöhnen. Am meisten leiden die Menschen unter der Unfähigkeit, nach vorn zu streben. Ein beschränktes Bewusstsein schaut nur zurück, weshalb es oft beginnt zurückzugehen. Das Himmelreich, das Feurige Reich, wird im Sturm genommen - diese Wahrheit wird seit langem verkündet, aber wir haben sie vergessen und haben jede kühne Bestrebung aufgegeben. Viele wertvolle Weisungen sind vermischt worden. Die Menschen haben den in Beziehung zur Hierarchie so nötigen Begriff Demut entstellt. Die Menschen haben sich aus eigener Bequemlichkeit über ihn hinweggesetzt. Es wurde keine Untätigkeit geboten, denn man muss mit aller Kühnheit und in Arbeit dem Feuer, dem Schönen, zustreben. Es gibt nichts auf Erden, das wert wäre, dafür die Feirige Welt aufzugeben.
333. Alle irdischen Gefühle steigen umgewandelt in die Feurige Welt auf. Nicht nur Sehen und Hören bestehen geistig, sondern auch der Geschmacksinn gewinnt eine neue Anwendung. Viele chemische Zusammensetzungen können ohne Geschmacksinn nicht erkannt werden; und im Schöpfungsprozess werden zwecks Wechselbeziehung alle
Sinnesorgane benötigt. Deshalb ist es notwendig, bereits auf Erden die Sinne zu verfeinern. Um seinen Geschmacksinn zu verfeinern, lebte ein gewisser Einsiedler nur von Kräutern und Blättern. Fragte ihn ein Vorübergehender nach dem Grund, antwortete er: "Um dich noch mehr lieben zu können." So ist jede Feinstofflichkeit im Erkennen der Grundsätze von Nutzen.
334. Lasst uns über die Feinstoffliche und die Feurige Welt so sprechen, als wären wir dort gewesen. Mögen all diese Gespräche auch besonderem Spott ausgesetzt sein, dessen ungeachtet wird es Bewusstseine geben, die in diese Richtung streben. Auf diese Weise werden wir jene ausfindig machen, deren Herz bebend von der Feurigen Welt, der Welt der Schönheit, flüstert.
335. Kann Wissen der Zukunft als Hexerei betrachtet werden? Kann Erkenntnis des Unausweichlichen Magie sein? Jede Religion, als Verbindung mit dem Höchsten, findet Worte über den unbeschreiblichen Übergang in die Feinstoffliche Welt. Das irdische Bewusstsein behält ohnehin alle Sinne bei, die man in der Feinstofflichen Welt vorfindet, obgleich in umgewandelter Form. Der genaue Augenblick des Übergangs in die Feinstoffliche Welt ist von einem Schwindelgefühl begleitet, wie bei der Ohnmacht, oder am Beginn eines epileptischen Anfalls. Die darauf folgenden Gefühle hängen ganz von der Vorbereitung des Bewusstseins oder vielmehr des feurigen Egos ab. Ist das Bewusstsein trüb oder düster, können die Sinne nicht in den neuen Zustand übergeleitet werden. In diesem Fall tritt eine Art Vergessenheit oder schlaftrunkenes Umherirren ein. Dieser Zustand ist unangenehm. Ich spreche allerdings nicht vom düsteren Zustand der Verbrecher und der moralisch Entarteten - ihre Qual ist unbeschreiblich! Aber hier ziemt es, von den leuchtenden Möglichkeiten zu sprechen.
Wenn Agni durch Wissen oder heldenmütiges Gefühl im Leben erweckt wurde, vollzieht sich die große Umwandlung beim Hinübergehen augenblicklich. Wie eine wahre Fackel weist Agni den Weg; es trägt uns wie leuchtendes Helium empor in die vorherbestimmte Sphäre. Wenn auch im irdischen Leben unsichtbar, wird Agni in der Feinstofflichen Welt doch zum leitenden Prinzip. Es erleuchtet nicht nur den Weg in der Feinstofflichen Welt, sondern dient auch als Verbindung zu den Feurigen Wesenheiten. Ohne Agni ist es unmöglich, das Licht der Feurigen Welt zu empfangen. Mangel an geoffenbartem Feuer macht die umherirrenden Geister blind. Mit dem Feuer sehen wir, und mit der Flamme steigen wir auf. Es gibt keine anderen Antriebskräfte, gesegnet seien daher die Feuer-Erkenner!
336. Wenn jede Zelle ein ganzes Universum in sich birgt, dann ist in jedem menschlichen Wesen in Unbegrenztheit das Urbild des Schöpfers zu sehen. Wie notwendig ist es, den Heiligen Geist verehren zu lernen! Man kann Ihm die erhabensten Namen verleihen. Man kann sein Herz mit Ihm auch namenlos erfüllen, wenn alle Namen sich aus einem übervollen Kelch ergießen. Aber Schmähung ist unstatthaft; denn sie zerreißt den Faden des Lichts. Die Bejahung der Lehrerschaft ist als natürliche Stufe zur Erkenntnis des Agni notwendig.
337 Warum erscheinen Feurige Wesenheiten den Erdbewohnern denn so selten? Auch dafür gibt es eine wissenschaftliche Erklärung. Der Erhabene sagte: "Rühre mich nicht an!"32 So einfach wurde das Wesen der Beziehung zwischen der Feurigen und der irdischen Welt ausgedrückt. Für irdische Empfindungen gleicht die Feurige Welt einem mächtigen Dynamo. Der irdische Leib verbrennt
bei Berührung mit einem Feurigen Wesen. Nicht nur eine direkte Berührung, sondern schon eine Annäherung kann das Herz des Inkarnierten zum Stillstand bringen. In eine leichtentzündbare Wohnung darf man keine brennende Fackel hineintragen. Sogar jeder irdische Arzt weiß, wie viel elektrische Kraft ein menschliches Herz ertragen kann; die Intensität der feurigen Kräfte ist jedoch unvergleichlich höher als die der gewöhnlichen Elektrizität. Selbst die Erscheinung des Fohat kann nicht immer gesehen werden! Wie selten können dann erst Strahlende Gäste erscheinen! Undisziplinierte Menschen versuchen, entweder den Erschienenen zu berühren, oder sie erschrecken und werden dadurch vom Feuer verzehrt. Vergessen wir nicht, dass die Furcht das Herz verbrennen kann. Sogar bei weißer Magie, bei positiven Anrufungen, muss der Rufende einen Kreis um sich ziehen, um sich vor den feurigen Strömen abzuschirmen. Gewiss kann ein Herz, welches das Feuer erkennt, dieses allmählich in sich aufnehmen.
338. Es ist schwierig, sich von der Erde aus der Feurigen Welt zuzuwenden. Doch ebenso schwierig ist es, sich aus der Feinstofflichen Welt den irdischen Sphären zu nähern! Dieses Eintauchen kann mit der Arbeit eines Tauchers verglichen werden. Wie der Taucher einen schweren Taucheranzug anlegen muss, um dem Druck des Meeres standzuhalten, so muss sich der der Erde Nahende in einen dichten Körper hüllen. Der Zustand des neugeborenen Kindes ist sehr weise geplant, weil es diese Weise die Erdenschwere allmählich annehmen kann. Mehr als eine Periode von sieben Jahren ist erforderlich, um irdische Dasein zu meistern. Deshalb sollte man die Kinder sorgsam behüten.
339. Die Finsteren schlafen nicht. Sie unterhalten mit ihrer Hierarchie eine weit stärkere Einheit
als die so genannten Krieger des Lichts. Die Finsteren wissen, dass ihre Rettung nur in der Finsternis liegt, doch die "Leuchtkäfer" flattern meistens umher, diskutieren viel und lieben ihre Hierarchie nur wenig.
340. Folgt Mir. Strebt zu Mir. Nur so könnt ihr die Zukunft verstehen. Was könnte man den Kräften des Lichts vorziehen? Man kann seinen Glauben als unwandelbare Kraft erneuern. Wertlos ist der Glaube, der einen nicht in seinem ganzen Leben leitet. Ich habe auf die Länder verwiesen, die ihren Pfad verloren haben; die Maschine läuft noch, aber ohne Erneuerung des Bewusstseins hat das Dasein den Sinn verloren. Neues Bewusstsein kann nur vom Geiste her kommen. Die neue Kraft kann sich nur durch Wissen über die Höheren Welten festigen. Die Aufspeicherung solchen Wissens wird das Leben stärken. Man kann das Wichtigste abweisen, wenn man versäumt, an die Zukunft zu denken! Man muss alle Übergänge als Verbesserung annehmen. Ein einziger Gedankenflug kann uns über den Abgrund tragen. Sogar das scheinbar Unausweichliche hängt von der Beschaffenheit des Gedankens ab. Die Bejahung des Gedankens kann sogar die Wiederkehr zur Erde verändern. Die Feinstoffliche Welt wird allgemein als passiver Zustand angesehen, aber sie muss nicht bloß passiv, sie kann ebenso gut aktiv sein. Wenn es heißt: "Wie oben, so unten", so besagt das, dass es auch dort Zustände für höhere Errungenschaften gibt. Wir sollten nicht nur nach Mittelmäßigkeit urteilen. Wenn die Durchschnittsperiode zwischen Inkarnationen ungefähr siebenhundert Jahren beträgt, so kann es auch Zeitspannen von sieben oder gar drei Jahren geben. Selbst karmische Bedingungen unterliegen dem Hammer des Willens. Der Gedanke selbst ist der beste feurige Führer. Der Gedanke ist unvernichtbar! Sogar auf
Erden verliert ein vom Glauben und Gedanken erfüllter Mensch an Gewicht. Der Gedanke führt auch zu den Höheren Welten. Hat der Mensch das Gleichgewicht verloren, braucht er eine Atempause. Diese Atempause dient der Sammlung des Willens. Ohne Willen gibt es keinen Glauben. Auf diese Weise rüsten Wir die Menschen mit Waffen des Lichts aus.
341. Aus der Feinstofflichen Welt sind irdische Umrisse für gewöhnlich nur trübe wahrnehmbar. Die Ursache liegt nicht allein in der Dichte der irdischen Atmosphäre, sondern auch im Widerwillen zu beobachten. Wer sehen will, kann sehen. Auch im irdischen Zwielicht muss man die Sehkraft anstrengen, mit anderen Worten, den Gedanken auf die Sicht konzentrieren.
342. Auf seinen Reisen sagte Apollonius von Tyana zu seinen Schülern: "Lasst uns hier verweilen. An diesem Ort gefällt es mir." Aus diesen Worten erkannten seine Schüler, dass an dieser Stelle ein Magnet verborgen war, oder der Lehrer einen Magneten vergraben wollte. Das Aufspüren von Magneten hängt mit dem besonderen Kraftstrom von Agni zusammen. Die Wissenschaft kann diese magnetischen Wellen im Laufe der Zeit erforschen, denn sie werden auch in Jahrhunderlen nicht erschöpft sein. Gleich Meilensteinen wurden Magnete an Plätzen von besonderer Bedeutung ausgelegt. Wenn ein Pflüger etwas Heimaterde bei sich trägt, so erinnert das an den alten Brauch, als unwiderlegbares Zeichen eine Handvoll Erde darzubieten. Und jetzt wisst ihr auch, dass etwas Erde zum Gedächtnis Überbracht wurde. Ihr Los ist nicht einfach, ein Böser wollte sie verstreuen, aber eine gütige Hand verbarg den Schatz absichtlich, und er blieb vergessen. Jedoch der diesem Darbieten anhaftende Gedanke besteht und ist wirksamer als man meinen könnte: so lebt der Gedanke weiter. Ein durch Gedanken magnetisierte Gegenstand besitzt wirkliche Macht. Auf diese Weise sollte man,
ohne Aberglauben, sondern ganz wissenschaftlich, die Aufschichtungen der Gedanken studieren - sie sind die Arbeit des Feuers.
343. Gesellschaften für Psychische Forschung33 könnten von Bedeutung sein, doch sie beschränken sich auf die niederen Ebenen. Sie begnügen sich mit Nekromantie, obwohl sie die geistigen Lebensaspekte erneuern könnten. Wir verurteilen diese Gesellschaften nicht, denn sie müssten mit dem Niederen und Unbedeutenden beginnen, doch nach einem halben Jahrhundert sollte ein Streben zu den höheren Welten erkennbar sein. Jedoch das ist kaum sichtbar.
344. Zuweilen ist es nützlich, ruhig dazusitzen und seine Geist in die Unbegrenztheit zu lenken. Ein Schauer von den fernen Welten überkommt einen. Wir selbst müssen die Ströme herbeiziehen, sonst könnten sie vorbei gleiten, ohne eine Spur zu hinterlassen. Der Gedanke zieht wie ein Magnet positive Ströme an und wehrt negative ab wie ein Schild.
345. Der Lehrer kann seinen Schüler fragen: "Was machst du, was wünschst du dir, was quält dich, was erfreuet dich?" Diese Fragen besagen nicht, dass der Lehrer den Geisteszustand des Schülers nicht kennt. Im Gegenteil, mit vollem Wissen will der Lehrer erfahren, was der Schüler selbst für das wichtigste hält. Aus Mangel an Erfahrung mag der Schüler auf den unbedeutendsten aller Umstände hinweisen. Daher fragt der Lehrer nicht bloß aus Höflichkeit, sondern, um das Bewusstsein seines Schülers zu prüfen. Deshalb sollte man die Antworten an den Lehrer sorgfältig abwägen. Nicht die so genannten Annehmlichkeit, sondern die ständige Bewusstseinsentwicklung ist das Anliegen des Lehrers.
346. Der Schüler muss auch an die Teilbarkeit
des Geistes denken. Er muss im Bewusstsein so bestrebt sein, dass er im Geiste die Anwesenheit des Lehrers erkennt. Jene, die sich die Nähe des Lehrers vorstellen, haben nicht ganz Unrecht. Das ist besser, als den Lehrer leichtfertig ganz zu vergessen. Jene, die Worte des Lehrers auswendig lernen, haben nicht so Unrecht. Auch in die Schule werden Textstellen auswendig gelernt, um das Gedächtnis zu stärken. Ebenso wird die Lehre, wenn sie im Herzen brennt, durch bündige unwiderrufliche Formeln gefestigt. Für manche ist es leichter, genaue Ausdrücke aufzunehmen. Hindert niemanden daran, den Pfad seines Karma zu beschreiten. Wenn individuelle Feuer sichtbar werden, ist es besser nicht zu nötigen.
347. Einer möchte den leichtesten Weg, ein anderer zieht den schwierigsten vor. Einer kann nicht reden, doch er steht fest auf der Wacht; ein anderer ist beredt und folgt dem Flug seiner Worte. Einige fühlen die wichtigsten Erscheinungen, doch es gibt andere, die es vorziehen erfolglos zu bleiben. Endlos könnte man Unterschiede aufzählen, doch nur das Feuer des Herzens wird die Verschiedenartigkeit der Wesenszüge der Persönlichkeit rechtfertigen! So werden wir nie müde, über die Verschiedenartigkeit zu sprechen. Der Gärtner weiß, wie er seine Pflanzen zusammensetzen muss, sonst wäre er nicht der Meister des Gartens.
348. Es ist offensichtlich, dass die Menschen eine Veränderung der bestehenden Zustände wünschen. Ein Herrscher bat, einen zufriedenen Menschen zu suchen. Nach langem Suchen ist schließlich einer entdeckt worden - er war taub, stumm und blind!
349 Technokratie sollte als der Winkelzug der Finsteren betrachtet werden. Die Finsteren lenkten die Menschen oft zu mechanischen Lösungen, in der Hoffnung, die Aufmerksamkeit der Menschheit zu fesseln, nur um sie von der Vergeistigung abzuhalten. Indes können die Lebensprobleme
allein durch Bewusstseinserweiterung gelöst werden. Man kann sehen, wie leicht mechanische Hypothesen die Hoffnungen der Menschheit bestricken. Eine solche war auch die Maja der Alten, die durch die leichteste Erschütterung gestört werden konnte.
350. Gedankenhygiene muss sowohl auf der geistigen als auch auf der irdischen Ebene angewendet werden. Es müssen durch feurige Medizinen Experimente an den Denkprozessen durchgeführt werden. Man sollte die Wirkung des Phosphors oder des Dunstes von Eukalyptus auf das Denken beachten. Man sollte prüfen, inwieweit Moschus das Denken verbessern kann. Alle Angaben für die verschiedenen Harzöle sollten gesammelt werden. Schließlich muss an alle der Feurigkeit nahe stehenden Zusammensetzungen gedacht werden. Diese Experimente sollten mit Menschen mit starkem feurigem Denken durchgeführt werden. Solche Experimente werden einen nicht nur an Vitamine erinnern, sondern auch an Agni. Die Anstrengungen der Ärzte, sich nicht nur auf innere Heilmittel zu konzentrieren, sondern auch auf die Wirkungen des Geruchssinns werden die nötigen Ergebnisse zeitigen. Die Menschen sind ernsthaft krank. Die finsteren Kräfte bemühen sich, mit allen Arten von Narkotika zu verführen, aber die engen Lebensgrenzen werden nicht durch Betäubung des Intellekts erweitert. Gerade jetzt ist geistige Wachsamkeit nötig. Man muss diese Wachsamkeit als einen den Menschen ziemenden Zustand lieb zu gewinnen.
351. Auf dem Planeten sind viele kleine Zirkel verstreut. Die schwarzen Logen wissen, wie sie es anstellen müssen. Die Diener des Lichts aber schaden einander oft sogar durch Zerrüttung. Die schwarzen Logen lassen Fremde nicht an sich herankommen, doch die Diener des Lichts sind zufolge ihrer Gutmütigkeit, besser gesagt Unwissenheit, oft bereit, den gefährlichsten Verräter aufzunehmen. Die die besten Kräfte lähmende Gleichgültigkeit muss vertrieben werden.
Wahrlich, man wird nicht so sehr von Feinden entkräftet, wie durch Gleichgültigkeit der Freunde. Wie kann man Feurigkeit verstehen, wenn man träge und gleichgültig ist? Gleichgültigkeit widerspricht den Eigenschaften des Feuers. Vor der Bedrückung solch untätiger Menschen muss man sich in acht nehmen, obgleich man sie gelegentlich beschämen und in ihnen wenigstens Empörung hervorrufen kann. Tödliches Zurückziehen des Geistes ist der Abschied vom Leben.
352. Grämen wir uns nicht, wenn wir Gleichgültigkeit gewahren; sie beweist nur die Schlussfolgerung, dass es unstatthaft ist, in solch einem schädlichen, armseligen Zustand zu verharren. Wir stellen sogar in einer Stunde der Erschöpfung das Bemühen um die Einigkeit nicht ein. Manchmal gelingt es sogar nicht, einander ganz nahe stehende Menschen zu einigen. Das macht nichts, mögen sie vorübergehend in getrennten Heimen bleiben; mögen sie bloß die Feuer nicht auslöschen. Daher muss man wachsam sein, damit die Feuer nicht verlöschen.
353. Ein gewisser Guru blieb in seiner Höhle, ohne sich sehen zu lassen. Und als ihn seine Schüler baten, sich zu zeigen, antwortete er: "Toren, ist es nicht zu eurem Guten, wenn ich mich verborgen halte? Denn ich will durch mein Erscheinen unter euch keine Zwietracht aufkommen lassen. Doch nehmt ihr mich als einen an, der nicht existiert, werden eure Feuer vielleicht stärker lodern." Sogar durch solche Mittel sorgt sich der Guru um das Entfachen der Feuer, damit das Herz entflammt wird.
354. Sehr oft erhob sich die Frage, welcher Gedanke wirksamer sei, der stille oder der ausgesprochene. Es mag tatsächlich scheinen, als könnte die Anwendung mündlicher Formeln Kraft verleihen. Durch Äußerlichkeiten beeindruckte Menschen stellen sich vor, dass ein Wortgefüge die Wirksamkeit des Gedankens verstärkt. Dies ist jedoch nur Herkömmlichkeit,
und Wörter werden der Sache nicht dienen. Der wortlose Gedanke ist weit mächtiger, er bekundet einen reinen Feuergrad. Man kann beobachten, dass ein unausgesprochener Gedanke von dem durch die Sprache befangenen Zustand völlig frei bleibt. Er nähert sich der feurigen Sprache und vermehrt so seine Kraft. Wir senden feurige Gedanken, sie werden feurig verstanden. Dieses Verstehen kann Gefühlswissen genannt, sein Ursprung aber kann als die Sprache des Feuers bezeichnet werden. Wir empfangen ein so genanntes Funktelegramm aus der Feinstofflichen Welt, aber aus ihren höheren, feurigen Sphären. Die Feurige Welt ist hauptsächlich in uns selbst, wenn wir nur ihre Wohnstatt kennen! So sollte man, wenn man zweifelt, ob man mit der Feurigen Welt verbunden sein kann, überall an ihr Vorhandensein denken. Jedoch der Strom muss über das Herz und nicht über das Gehirn hergestellt werden. Man kann dauernd mit der Feinstofflichen Welt Verbindung aufnehmen, aber die Feurige Welt erfordert eine besonders gute Geistesverfassung. Wörtliche Hüllen werden uns der Feurigen Welt eher entfremden als uns an sie heranbringen.
355. Rhythmus oder Melodie? Genau genommen ist es der Rhythmus, der Schwingungen schafft. Wie ihr wisst besteht die Sphärenmusik aus Rhythmus. Das Feuer wohnt dem Rhythmus inne, aber nicht der zusammengestellten Melodie. Es kann allerdings gute Zusammenklange geben, wenn die Melodie zum Rhythmus wird. Man sollte die Verbindung von Rhythmus und Feuer gründlich verstehen.
356. Zweifel ist der Haupteingang für die Finsteren. Wenn sich der Zweifel zu regen beginnt, lässt das Feuer nach, und weit öffnen die Pforten für die schwarzen Einflüsterer. Man muss die Harmonie vermehren
und sich sogar an einer Henne, die ein Ei legt, erfreuen können. Überflügeln wir also den Feind im Großen und im Kleinen.
357. Es gibt viele, die bestimmte Fragen stellen möchten, sich aber schämen. Zum Beispiel möchten sie gern wissen, ob durch Annährung an die Feurige Welt ihre Gesundheit leidet. Als Antwort kann man an einen Philanthropen erinnern, der aus Furcht, er könnte in Berührung mit den Armen angesteckt werden, seine Almosen einstellte. Er war schließlich kein Philanthrop. Gleichfalls ist der kein Feuerträger, der die Feurige Welt fürchtet. Erachten wir daher die Feurige Welt als etwas Uranfängliches, Unveräußerliches, das sich im Mut und in der Freude des Herzens offenbart.
358. Pythagoras verbot seinen Schülern jedwede Spöttelei, weil sie vor allem die Feierlichkeit stört. Wer die Sonne mit einer Hymne begrüßt, bemerkt die kleinen Flecken nicht. Diesem Befehl wohnt die Bestätigung des Schönen inne. Möge den Finsteren das Schicksal des Spottes überlassen bleiben. Wer Spaßmacher nötig hat, wird sich unter den Weisen keine gute Erinnerung bewahren. Indem Pythagoras auf der Feierlichkeit der Hymne bestand, offenbarte er sich als Feuerträger. Nehmen wir uns ein Beispiel an solchen Feuerträger, die ihren vorgezeichneten irdischen Pfad in Schönheit durchschritten haben.
359. Man wird sagen: es ist verboten zu streiten; es ist verboten zu spotten; es ist verboten zu verraten; es ist verboten zu verleumden; es ist verboten einander zu schlagen; es ist verboten hochmütig zu sein; es ist verboten seiner Ichsucht zu frönen; es ist verboten sich Vorzugsrechte einzuräumen - was ist das für ein Leben? Fügen wir hinzu: Schmutz zu hinterlassen ist ebenfalls verboten, denn wer Schmutz hinterlässt, der wird ihn selbst wegräumen müssen.
360. Eine weitere Frage quält insgeheim gewisse Menschen. Sie möchten wissen, ob die Lehre beim Lesen der Heiligen Schriften hinderlich ist? Hier besteht kein Grund zur Besorgnis. Wir empfehlen besonders das aufmerksame Lesen dieser Bücher der Testamente. Wir lenken die Aufmerksamkeit der Menschen ständig auf die Notwendigkeit, sich mit der Bücher der Genesis vertraut zu machen. Wird darin nicht von der Feurigen Welt gesprochen? Darüber hinaus heißt es so schön und kurz: "Wir sterben nicht, sondern wandeln uns", oder "Wie im Himmel, so auf Erden". Solche Bündnisse konnten nur von einem Eingeweihten verkündet worden sein. Diese Heiligen Schriften bieten eine Fülle von Mitteilungen über die Erscheinungen des Feuers. Daher ist das eifrige Lesen dieser Bündnisse dringend nahe zu legen. So können auch die Chroniken der Leben der Heiligen zum Verstehen der Feurigen Welt beitragen. Die Bestätigung dieser Erscheinungen über viele Jahrhunderte muss die suchenden Wissenschaftler inspirieren. Ich wiederhole: Es ist traurig, die Abwendung der Wissenschaft von den höchsten Grundlagen des Daseins zu beobachten. Schließlich sind die Wissenschaftler im Zusammenhang mit der Geschichte verpflichtet, den Gesetzestafeln der Vergangenheit Beachtung und Achtung zu zollen. Jedoch nicht nur Wissenschaftler, sondern sogar Künstler hegten die Vorstellung, das Konzentrieren auf die Schätze der Heiligen Schriften zu meiden. Als ob solches Wissen dem anderen Wissen nachstünde! Aber eines erstaunt, nämlich, dass jene, die Uns über die Heiligen Schriften fragen, trotz Unseres Rates keine Zeit finden, sie zu lesen. Wer im Herzen entflammt ist, wird wegen einer ungelösten Frage nicht säumen.
361. Jene, die sich für längere Zeit im Voraus für eine bestimmte Nahrungsordnung festlegen, handeln unklug. Da Nahrung Brennstoff bedeutet, hängt sie vor allem vom jeweiligen Bedarf ab. Doch
dieser Bedarf richtet sich nach den kosmischen Strömen. Das Auftreten gewisser kosmischer Ströme kann fast davon abhalten, sich den Magen anzufüllen, oder umgekehrt. Bei Spannung der Ströme ist Nahrungsaufnahme besonders schädlich. Sie kann Erkrankungen der Leber und Nieren oder innere Krämpfe des Dünndarms verursachen.
362. Ihr habt von der Epidemie über das Stimmenhören gelesen. Der Organismus wirkt wie ein Radioempfänger. Solch akute Feinfühligkeit könnte von Nutzen sein, aber das Bedauerliche ist, dass, während bestimmte genaue kosmische Fristen nahen, das menschliche Bewusstsein weit zurückbleibt. Deshalb gibt es anstatt eines segensreichen Ergebnisses ein schädliches, das die Besessenheit fördert. Auch auf anderen Gebieten gibt es viele solche Entartungen, wenn das Bewusstsein, von Mechanisierung abgewürgt, in Wahnsinn versinkt.
363. In einer schwierigen Zeit ist es erforderlich, feierliche Laune zu haben. Man sollte nicht meinen, dass einem, weil man am Leben bleibt, die Zeit nicht angegriffen hätte. Man sollte weitsichtig sein.
364. Man sollte erkennen, welche Eigenschaften durch Bewusstwerden der Feurigen Welt stärker in Erscheinung treten. Unter ihnen fällt Gerechtigkeit besonders auf. Man kann diese Eigenschaft, die, wenn sich Gefühlswissen bekundet, als die größte erachtet wird, nicht in Worte fassen. Jenseits irdischer Gesetze wissen die Gerechten, wo die Wahrheit liegt. Das Gesetz führt zu vielen Ungerechtigkeiten, doch wer sich der Feurigen Welt bewusst ist, der weiß, wo die Wahrheit liegt; trotz des Augenscheinlichen fühlt er die Wirklichkeit. So verwandelt feuriges
Bewusstsein das Leben. Auch feuriges Märtyrertum verleiht das höhere Wissen. Auf diese Weise können wir auch andere unter dem feurigen Schauer aufkommende Eigenschaften des Geistes erkennen. Die Mäßigung ohne Feuer wird zur Durchschnittlichkeit, aber der durch Feuer gestärkte Goldene Pfad ist die beste Erklärung von Mäßigung. Ähnlich wird Mut ohne Feuer zur Unbesonnenheit, aber mit dem Feuer des Herzens strahlender Mut wird zur undurchdringlichen Mauer. In der Tat, Geduld, Mitleid und Freundschaft werden im feurigen Lichte andere Farben annehmen. Aber der Lehrer kann den Grad der Feurigkeit nur nach der Tat und durch Prüfung feststellen. Worte sind für solche Beteuerungen am wenigsten geeignet. Wie viele Worte reinigen die Schwellen der Gefängnisse, aber es gibt wenige Kerkermeister, die sich rühmen könnten, gerecht zu sein. Wie viele Worte gibt es auch über Geduld! Jedoch der erste Fehlschlag schafft die unduldsamsten Kannibalen; man braucht allerdings nicht zu erklären, dass sich beredter Mut in große Feigheit kehrt. Aber wer sich dem Feuer nähern will, muss alle seine Regungen beachten.
365. Berge wissenschaftlicher Schlussfolgerungen türmen sich auf, doch es ist schwierig, Menschen zu finden, die von ihnen nicht gefesselt wären. Die griechischen Philosophen kannten diese gefesselten Seelen. Sie wussten, wie beschränkt der Mensch handeln kann, wenn er auf einem kleinen Stück Boden zurückgelassen wird. Er gleicht einem Storch auf einem Bein! Für einen Storch, der sein Nest auf einem bestimmten Baum kennt und auf einem Bein steht, wären solche Kämpfe schwierig. Aber das Wissen vom Feuer erfordert beide Beine - mit anderen Worten, beide Naturen.
366. Ich besitze eine lange Liste von Menschen, die sich selber schaden.
Wie kann man sie auf alle versäumten Gelegenheiten aufmerksam machen? Die geringste Abweisung kann ungeheuere Folgen schaffen. Es kommt die Zeit, in der die Liste enthüllt wird, und das Erstaunen wird groß sein.
367. Man sollte an schädliche Gegenstände erinnern. Die Menschen sind manchmal gewillt, einem zum Zweck der Beeinflussung von Menschen hergestellten Teraphim Bedeutung beizumessen. Doch schließlich haften vielen Gegenständen beeinflussende Ablagerungen an. Es gibt nicht wenige Gegenstände, die in einer verhassten Stunde, bei Müdigkeit, im Entsetzen oder in Verzweiflung hergestellt wurden; sie tragen diese Sendungen mit sich in die Welt. Fallen sie aber einem Besitzer in die Hände, der sich unter den gleichen astrochemischen Umständen befindet, werden sie in Übereinstimmung mit der Botschaft, mit der sie durchtränkt wurden, wirksam. Die Soziologen bemühen sich, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Das ist richtig, aber zudem sollte das geistige Niveau der Schaffenden gehoben werden. Ganz gleich, ob sie große oder kleine Dinge herstellen, der giftige Stachel kann diese gleichermaßen durchdringen. Für natürlichen Magnetismus bedarf es keiner besonderen schwarzen Magie. Schwarzes Feuer erfüllt jedes böses Herz, lasst uns daher in Bezug auf Gegenstände sehr achtsam sein. Man mag sich daran erinnern, dass Apollonius von Tyana nie ihm unbekannte Gegenstände berührte. Er besah sie vorerst sorgfältig, insbesondere wenn sie alt waren. Als sich einer seiner Schüler einen Ring an den Finger stecken wollte, warnte ihn der Lehrer davor, Gift zu berühren. Im Ring verborgen wurde tödliches Gift entdeckt. Und Apollonius fügte hinzu: "Solches Gift ist weniger tödlich als Gift des Herzens." Man sollte die Aussprüche der Weisen nicht als alte
Symbole betrachten. Ihr Sinn ist oft wörtlich zu verstehen; sie müssen im Gedächtnis behalten und befolgt werden. Wir begeben uns in kein Geschäft, um mit Blattern infizierte Kleidung zu kaufen, doch diese Ansteckung ist nur ein Tausendstel der gegenwärtigen Verseuchung. Wie oft habe Ich festgestellt, dass die Gedankenaufspeicherungen weit giftiger sind als andere Gifte! Genauso untilgbar wie das auf einem Gefäß abgelagerte Feuer der Patina ist das die Oberfläche eines Gegenstandes durchdringende Feuer des Gedankens. Ein wertvoller Reiniger ist Eukalyptus, denn es enthält viel Feuer. Ebenso nützlich sind alle lebendigen Feuer. Rings um die Scheiterhaufen ist viel Ansteckung vernichtet worden.
368. Warum nehmen sogar in der Feinstofflichen Welt viele die Feurige Welt nicht wahr? Ihre Augen haben sich wenig angepasst. Sie haben zu Zeiten irdischer Inkarnation die Feurige Welt nicht beachtet; sie haben sie verhöhnt; sie lehnten alle höheren Feuer ab; sie weigerten sich, sie anzuerkennen und schämten sich jedes Gedankens über die Grundlagen des Daseins. Mit solcher Verneinung gingen sie hinüber in die Feinstoffliche Welt. Konnten ihre Augen ein Leuchten wahrnehmen, das für ihr Bewusstsein nicht existiert? Jeder empfängt nach seinen Verdiensten. Und diese Verdienste sind nicht schwierig zu erlangen, wenn sie bloß nicht durch Verneinung vereitelt werden. Die Feinstoffliche Welt verleiht ihre Gaben dem Bewusstsein gemäß. Aber wenn der Rüssel zu Boden gerichtet ist, wird da nicht ein Eber die nächste Errungenschaft sein?
369. Ihr habt für das Heilen des euch bekannten Falles von Tuberkulose eine ganz richtige Erklärung gefunden. Wirklich, viele Krankheiten, besonders bei Frauen, entstehen durch das Entflammen der Zentren. Aber dieser Brand kann gelöscht werden, indem das Bewusstsein in eine nutzbringende Richtung gelenkt wird. Es kann sein, dass das feurige Bewusstsein eine Zeitlang
anklopfte, die Funken des Fohat aber in den Bereich des Kelches eindrangen, ohne genutzt worden zu sein. Auf diese Weise beginnt der Zentrenbrand, und Tuberkulose ist das häufigste Resultat von nicht aufgenommenem Feuer. Die Aufnahme in das Bewusstsein bedeutet auch eine körperliche Aufnahme. Diese Verbindung des Bewusstseins mit dem Körper ist beispielsweise beim Feuer besonders bemerkenswert, das, wenn nicht erkannt, eine ganz sichtbare physische Zersetzung bewirkt. Deshalb ist es bei Krankheiten, besonders bei Erkältungen, nützlich, feuriges Pranayama zu üben. Diese Pranayama-Übung ist sehr einfach: gewöhnliches Einatmen durch die Nase und Ausatmen durch den Mund, wobei man das Prana zur kranken Stelle hinleitet. Doch um die Wirkung zu verstärken, sollte man bewusst daran denken, dass Raumfeuer eingeatmet und verbranntes Ur[usvati] ausgeatmet wird. Auf diese Weise ist wiederum Feuer das Heilmittel, und der Arzt kann den Zustand des Kranken noch dadurch erleichtern, indem er ihm klarlegt, wie einfach es ist, die Grundenergie anzuziehen. Glücklicherweise stärkt das Kranksein die Neigung zum Glauben, und ein Schwerkranker wird die Wahrheit über das Feuer bereitwilliger annehmen.
370 Der Zustand des Krankseins steigert die Arbeit des Geistes. Der Arzt kann in vielem erfolgreich einen Rat erteilen, der einen guten Verlauf der Krankheit bieten und das geistige Bewusstsein stärken wird. Es ist sehr wichtig, einen bestimmten Geisteszustand zu stärken. Zu diesem Zweck wurden bei Ritualen und Beschwörungen bestimmte Ausrufe angewandt, um gleichsam dem Moment des Kraftabstiegs Nachdruck zu geben.
371. Die verstärkte Aufnahme von Feuer erfordert eine gewisse Ruhe. Man kann die höhere Energie nicht auf einem tobenden Vulkan in sich aufnehmen. Deshalb muss man die Worte Salomons bestätigen: "Und auch das wird vorübergehen!"
372. Der Starrkrampf fällt unter die feurigen Erkrankungen. Man kann behaupten, dass sich solch eine Seuche genauso ausbreiten kann wie Krebs. Der Zustand kann sich in Bergluft bessern, aber vor allem ist es notwendig, die feurige Energie in sich aufzunehmen. Jede Erschütterung kann entweder Krebs oder Starrkrampf auslösen; das beweist, dass der Organismus in seinem Fundament so sehr aus dem Gleichgewicht geraten ist, dass die geringste Erschütterung, durch Öffnung aller Pforten, zur Krankheit führt. Der war ein großer Arzt, der vom Schatz des Bewusstseins sprach. Man sollte dringend eine feurige Prophylaxe einleiten. Heute hört man ihr von Krebs, morgen vielleicht von Starrkrampf, übermorgen von Kehlkopfkrämpfen, dann von Beulenpest, hernach von einer neuen Gehirnkrankheit. Auf diese Weise erdröhnt ein wahrer Schreckenchor, während die Menschen über die Ursache nachdenken. Sie würden sie allerdings lieber dem Gasolin34 zuschreiben als der Einwirkung des von ihnen weder verstandenen noch angenommenen Feuer.
373. Das feurige Verstehen der Bessenheit wird "Urumiya" genannt. Nicht allein der Mensch besitzt dieses Gefühlwissen; auch bestimmte den Menschen umgebende Tiere fühlen diesen furchtbaren Zustand. Pferde und Hunde empfinden die Nähe besessener Personen besonders stark und wehren sich gegen sie. Im alten China gab es eine besonders hach geschätzte, sehr feinfühlige Hunderasse, die sich für das Aufspüren von Besessenen als nützlich erwies. In früheren Zeiten war es auch Sitte, den Gästen die Pferde und Hunde vorzuführen, um gleichzeitig die Reaktion der Tiere zu beobachten. Viele Boten wurden auf diese Weise getestet. Man sollte beachten, dass auch Katzen Besessenheit spüren, aber gewöhnlich gerade umgekehrt.
Besessenheit versetzt sie in einen Freudezustand. Wenn beispielsweise eine Katze einen Besessenen oder seine zwingende Gegenwart wittert, versteckt sie sich nicht, sondern läuft fröhlich miauend umher, während ein Hund auffährt und sich zu verstecken sucht, oder solch eine Person angreift. Nicht allein zum Schutz sollte man "Urumiya" in sich entwickeln, sondern auch zu dem Zweck, den besitzergreifenden Geist auszutreiben. Häufig übt ein einfaches Gespräch über die Bedeutung des Agni einen Einfluss auf den besetzenden Quälgeist aus. Da er das Feuer fürchtet, gerät er allein durch die Erwähnung der feurigen Energie in Zorn und sieht sich veranlasst, auszuziehen.
374. "U[ru]miya" ist auch mit der Wissenschaft von Feuer verbunden. Die Fähigkeit, das Feuer zu lenken, liegt nicht auf dem Gebiet der Mechanik, sondern im Erkennen der durch Erfahrung in der Feinstofflichen Welt erworbenen höheren Energie. Ein neuer Pfeil wird nicht durch einen mündlichen Befehl fliegen; er bedarf des Feuers, für das kein Raum existiert. Freilich, sogar mächtige Pfeile können vom schwarzen Feuer abgewehrt werden, wenn die Wirkungen zusammentreffen. Dann ist es gut, entweder zu warten, oder sich zu verteidigen.
375. Das Geisteskorn und die Teilbarkeit des Geistes bieten die Erklärung über die Monade. Das Geisteskorn ist für das Leben unentbehrlich. Die Teilbarkeit des Geistes ermöglicht sowohl die Bereicherung als auch das Verstreuen der Monade. Man kann seinen Geist bewusst für das Gute der Welt teilen und seine abgetrennten Teile zur Heldentat aussenden. Daraus ergibt sich nur Bereicherung. Unwissenheit aber kann den Schatz verstreuen und zusammen mit einem schlummernden Korn zurücklassen. Daraus resultiert Seelenlosigkeit. Wahrhaftig, die in Unwissenheit verstreuten Teile des Geistes können zu besitzergreifenden Agenzien werden, und wehe dann dem schlafenden Herzen!
Um wieder zur Teilbarkeit des Geistes zurückzukehren - lasst uns daran denken, dass das Geisteskorn schlafen oder in Wachsamkeit erstrahlen kann. Nur durch dieses Licht wird der die freigewordenen Teile des Geistes an seinen Busen ziehende Magnet des Herzens geschaffen. Es ist ein ungeheurer Unterschied zwischen Freisetzung und Verlieren. Daher möge man daran denken, dass das schlummernde Geisteskorn, obgleich es Leben aufrechterhält, alle Eigenschaften der Seelenlosigkeit zulässt.
376. Lasst uns auch den verwirrenden Begriff Gruppenseele endgültig klären. Der Geist der Übereinstimmung kommt besonders stark in Tieren zum Ausdruck, bevor sich die Individualität verwirklicht. Doch es ist unrichtig, die übereinstimmenden Seelen als Gruppenseelen zu bezeichnen. Übersetzungen und Kommentare haben diese Verwirrung angerichtet. Platos Begriff von den Zwillingsseelen war nicht nur der Wahrheit naher, sondern auch schon ausgedruckt. Lasst uns daher diese irrige Bezeichnung - Gruppenseele - nicht anwenden; ersetzen wir sie durch die Bezeichnung geistige Übereinstimmung! Auch unter den Menschen erweist sich solch eine Übereinstimmung als wertvolle Errungenschaft; sie baut Individualität auf. Erschweren wir das nicht, was leicht verständlich ist. Vor einer langen Reise ist es notwendig, sich nur mit dem Wichtigsten auszustatten. Es wäre verhängnisvoll, sich mit kunstvollen Spitzen zu belasten und den Schlüssel zu den Toren unseres Vaterhauses zu vergessen. Unser Vater braucht weder Spitzen noch Fransen. Denkt an die einfachsten Pfade des Lichtes Agni. Natürlich sollte man beim Lesen von Büchern die früheren Gedanken kennen, aber für die Zukunft stattet euch mit der Lampe Agni aus.
377. Es gibt viele Anspannungen, und man kann sich über Heldentat freuen lernen. Heldentat ist unmöglich in Niedergeschlagenheit. Niedergeschlagenheit ist der Tod, sie ist wie ein durchlöcherter Geldbeutel!
In Niedergeschlagenheit geht das Wertvollste verloren; und deshalb ist es richtig, Niedergeschlagenheit Tod zu nennen. Erwacht der Mensch aus dem Schlaf zur Arbeit, so öffnet er der Heldentat die Tür. Wenn wir dem Sieg entgegen schreiten, müssen wir die Feuer mit besonderer Leuchtkraft entzünden. Denkt besonders in Zeiten der Bedruckung daran. Sie ist nichts anderes als die Bogensehne für den Pfeil.
378. Das reine Herz fühlt, wo es Anspannung gibt und wird, Bedrückung und die Feinde überwindend, voranschreiten.
379. Auch zu kleinen Kindern sollte man über die Feurige Welt sprechen. Aber zuerst sollte man ihnen sagen, dass es weder Leere noch Verlassenheit gibt. So kann man dem Thema Beschützer und Führer näher kommen. Kindern werden sich an den Gedanken gewöhnen, dass es nichts Verborgenes gibt. Solch eine Grundlage wird sie wirklich vor Furcht behüten. Es ist besonders schädlich, wenn Eltern aus Unwissenheit das Kind zu überzeugen suchen, sich nicht zu fürchten, weil es nichts gibt. Solche Saat der Verneinung kann das ganze Leben des Kindes verdunkeln und sein Bewusstsein schwächen. Das Kind weiß genau, dass überall etwas existiert. Es sieht viele Gestalten, sogar feurige. Es wird von unbekannten Kindern, die zum Spielen kommen, und von Erwachsenen besucht. Unwissende Ärzte werden diese Wahrnehmungsfähigkeit in Brom zu ertränken suchen, das heißt, ihre Flügel mit Blei beschweren. Aber Gifte werden nicht helfen! Nur feinfühlige Erklärung der Wirklichkeit wird den Kindern Gesundheit verleihen. Gleichermaßen sollte jedes Teilchen Wahrheit aufmerksam angehört werden. Der Lama sagt: "Man sollte jeden Tag beten, sonst ist es besser, überhaupt nicht zu beten." Und grundsätzlich wisst ihr, dass es so ist. Wirklich, man sollte die höheren
Schwingungen bewahren, indem man den verbindenden Rhythmus nicht verliert. Ihr kennt den Wert beständiger, rhythmischer Arbeit. Ihr wisst, wie sehr solch starker Antrieb die Tore erschließt.
380. Da Hatha Yoga bestimmte körperliche Übungen erfordert, kann die Frage auftauchen, ob solche Übungen auch für andere Yogasysteme erforderlich sind? Weder Archate noch Hohe geistig Schaffende haben Yogaübungen durchgeführt. Wahrlich, sie wurden vom Geiste heimgesucht, der nicht nur den Körper bezwingt, sondern auch alle Übungen des Fleisches ersetzt. Nur das geistige Bekenntnis kann alles andere aufwiegen.
381. Von den schwächeren Narkotika hütet euch besonders vor Brom. Es löscht die Feuer aus, doch es wird sehr oft in verschiedenen Zusammensetzungen angewendet. Baldrian hingegen entzündet die Feuer. Das Heilen mit Narkotika kommt dem Heilen mit Schlangengift gleich. Die Atlantier wandten Schlangengift an; doch man kann sich natürlich vorstellen, wie verhängnisvoll eine solche Behandlung oft war. Im Interesse der Volksgesundheit ist darauf zu achten, dass die Nahrungsmittel nicht verunreinigt werden. Übereifer Käse und andere Nahrungsmittel, die bereits vom Gift der Zersetzung befallen sind, dürfen nicht verwendet werden. Feuer braucht reines Brennmaterial.
382. Ich verhehle nicht die Tatsache, dass der Druck gewaltig ist. Man könnte schweigen darüber, aber für den bereits gestählten Geist ist es besser davon zu wissen und gute Gedanken auszusenden. Wertlos ist die befriedigende Sophisterei des Ausspruchs: "Meine unbedeutenden Gedanken sind nutzlos." Jeder Gedanke, wenn er ein Gedanke ist, ist von Nutzen.
383. Es ist schwierig, in sich die drei Grundprinzipien zu trennen. Sicherlich, die feurigen Bruchstücke könnten abgesondert werden.
Soll das so sein? Nur das Eintauchen in die Finsternis des Chaos schiebt das ganze Feurige Bildnis beiseite. Der Gedanke an die drei Prinzipien kann die Vorstellung von den freien Körpern bereichern; doch es ist eine Sache, mit dem Denken zu beginnen und eine ganz andere, fort zu fahren und sein Denken zu entwickeln. Der kosmische Aspekt des Seins scheint ein einfacher Gedanke zu sein, jedoch welch unablässige und fortlaufende Anstrengung muss geleistet werden, um ihm Schönheit zu verleihen. Im Zusammenhang mit Führung könnt ihr auf jeden Fall dieselbe Bedingung bemerken. Es reicht nicht aus, den Schüler zu leiten, sondern man muss ihn zu einer Errungenschaft führen. Kann man sogar im Haushalt sicher sein, dass ein Auftrag genau ausgeführt wird? Wie oft schickt sich ein Mensch an, einen Einkauf zu tätigen und kehrt ganz unerwartet mit leeren Taschen zurück! Ihr habt schon viele gesehen, die, nachdem sie vernünftig begannen, sich vom Pfade abwandten und alle ihre Errungenschaften in Brand steckten. Der Schaden solchen Verbrennens ist groß, nicht nur für sich selbst, sondern auch für jene, die karmisch mit einem verbunden sind. Man kann sich vorstellen, wie schrecklich es ist, ein bereits in sich aufgenommenes Körnchen Wahrheit abzuweisen! Solch ein zerstörerisches Losreißen rührt meist vom chaotischen Denken her. Solche Mitarbeiter sind sogar für Geschäftsaufträge wertlos. Sie ziehen aus, einen Turban zu kaufen und können ganz ohne Grund einen einzigen Pantoffel kaufen. Deshalb kann allein richtiges und standhaftes Denken die Finsternis des Chaos überwältigen.
384. Möge uns jedes Schwanken beschämen! Wie gefährlich ist es für den Feuerträger, zu stolpern!
385. Ein Pilot gibt sich selbst mit einer Rekordhöhe nicht zufrieden;
er sucht, noch größere Höhen zu erreichen. Unzufriedenheit ist die Pforte zur Unbegrenztheit. Unzufriedenheit sollte in vollem Maße geschätzt werden. Vergnügen ist der Nachbar der Selbstzufriedenheit, während Freude die Schwingen zur Unbegrenztheit sind. Die feurige Lehre muss jedes Entfachen der Feuer hüten und sich vor allen Auslöschern schützen. Selbstzufriedenheit ist das Zeichen von Mittelmäßigkeit und Unwissenheit. Nicht Selbstzufriedenheit, sondern Freude an ewige Arbeit ist das Los des Großen und Aufsteigenden. Heute mögen die Toren lachen, wenn Wir vom ewigen Aufstieg sprechen. Sogar das Grab wird den Toren vor Ewigkeit nicht verschonen. Nur an kindisches Hirn könnte nicht begreifen, dass das irdische Kleid keine Vollendung ist. Die Feuer rufen auf zum Unnennbaren, und sogar der Blinde sieht diese Lichter. Versäumt nicht, die Blinden über die Feuer zu fragen. Manche von ihnen sehen feurige Zeichen und verstehen ihren Zusammenhang mit dem Herzen. So führen die Rufe der Unzufriedenheit zur Feurigen Welt.
386. Unter den Verhütungsmitteln gegen Krebs und andere feurige Krankheiten kann man zu Baldrian raten. Ich spreche oft von diesem Stärkungs- und Verhütungsmittel, aber jede Prophylaxe setzt Regelmäßigkeit voraus, d.h. jeden Abend, ohne Unterlass, wie der tägliche Umlauf der Sonne.
387. System und Rhythmus haben eine entscheidende Bedeutung. Aus Biographien kann man entnehmen, wie Rhythmus den Geist und das Feuer stärkte. Natürlich, gegenwärtig wird viel vom Rhythmus gesprochen, aber er wird im Leben nicht befolgt. Das Denken ist äußerst chaotisch und die Lebensführung ungeordnet.
Die Alten führten mit ihren Pranayama-Übungen einen bestimmten Rhythmus ein, doch jetzt wird alles zugelassen, und der Mensch ist der Sklave von allem. Der Yoga des Feuers sollte wieder an die Bedeutung des Menschen erinnern.
388. Es ist sehr schlecht, von schwarzen Feuer der Bosheit erfüllt in die Feinstoffliche Welt hinüberzugehen; dies endet in Blindheit. Neben Blindheit beraubt solche Bosheit der Verständigungsmittel, mit anderen Worten, der Sprache des Geistes. Wenn Wir von der Unzuverlässigkeit der Bosheit sprechen, geben Wir den besten Rat; denn Bosheit ist keine menschliche Eigenschaft, sie ist die niederste Form von Unwissenheit. Durch Bosheit sinkt der Mensch in einen tierischen Zustand, mit allen seinen Folgen. Wenn deshalb ein von Bosheit erfüllter Mensch in die Feinstoffliche Welt hinübergeht, wird es für ihn besonders schwierig sein, aufzusteigen. Wenn allerart Leidenschaften den Aufstieg erschweren, brennt Bosheit wie rotglühendes Eisen alle Aufspeicherungen hinweg. Die Wesenheiten in den mittleren Sphären der Feinstofflichen Welt finden so lange nicht den Weg zur Läuterung, als sie ihre Blindheit nicht einen Bruchteil des zersplitterten geistigen Bewusstseins finden lässt. Der Rat zu gutem Willen muss oft für verschiedenen Menschen wiederholt werden. Mögen ihn auch die Kinder hören.
389. Guter Wille ist kein schwacher Wille. Sehr oft sagen sich die Menschen von einer Eigenschaft los und geben damit aber viele andere notwendige Eigenschaften auf. Man sollte mit schändlichen, veralteten Überresten nicht wertvolle Errungenschaften zunichte machen. So ist Bosheit unwürdig, aber Empörung des Geistes ist jener Aufstand der Naturelemente, der in den höchsten Bündnissen aufscheint. Geistige Schlacht hat nichts mit Bosheit zu tun. So durchdringt Licht die Finsternis nicht durch Bosheit.
390. Blindheit in der Feinstofflichen Welt ist schrecklich. Stellt euch vor, in ein halbdunkles Haus zu treten, in dessen Ecken unkenntliche Gebilde lauern, alles verschwommen und von unklaren Flecken umgeben. Sogar dort, wo keine besonderen Ungeheuer vorhanden sind, wird der Blinde und Boshafte schreckliche Formen sehen. Wirklich, anstelle von Feurigen Wesenheiten wird er verschwommene, für ihn unbedeutende zwei oder drei Funken wahrnehmen. So sollte man sich, fern von irdischen Vorstellungen, zu den fernen Welten erheben.
391. Die Menschen schaden sich oft selbst, weil sie sich sogar weigern, an die Feinstoffliche Welt zu denken, oder meinen, sie sei etwas Unbegreifliches. Man muss sich die Feinstoffliche Welt als den vollkommensten Zustand unserer erhabensten Gefühle vorstellen. Nur so kann man sich für einen besseren Aufenthalt in der Feinstofflichen Welt vorbereiten.
392. Wenden wir uns erneut den Folgen der Bosheit zu. Wenn ein halbblinder Maulwurf in der Feinstofflichen Welt seinen Weg ertastet, kann er in Entladungen des Fohat geraten. Diese starken Entladungen sind wie Blitze und sehr schmerzhaft. Ihr habt die elektrische Rüstung der geistigen Schlacht gesehen. Das Streben der psychischen Energie erschüttert das ganze Wesen. Man kann solch lebendigen Apparat weder berühren noch ihm gar näher treten. In Übereinstimmung mit solcher Spannung wird die ganze umgebende Sphäre entladen. Vernichtung oder äußerste Qual werden jeden sich nähernden Finsteren zurückstoßen. So muss man erneut wiederholen, dass Bosheit in Finsternis stürzt, und Finsternis ist voller gefährlicher Überraschungen.
393. Manchmal bietet der Lehrer in der Stunde der Gefahr Schutz, indem er die Gefahr auf sich nimmt, verdeckt er gleichsam mit Seinen Händen die angehäufte Finsternis. In solchen Stunden muss man besonders vorsichtig sein. Eine starke Anspannung ist nahe. Es ist gut, in dieser Zeit von besonderer Dankbarkeit gegenüber dem Lehrer erfüllt zu sein. Dieses Gefühl bewahrt in Verbindung mit Feierlichkeit vor allem Harmonie sowie die richtige Schwingung mit dem Lehrer. Der Schild des Lichts steht nicht immer zur Verfugung. Unwissenden meinen, die Welt wäre verpflichtet, ihnen das Leben zu erhalten, doch die Vernünftigen wissen, wie schwierig es ist, aus dem Chaos aufzubauen und tragen so ihren Stein zum Aufbau herbei.
394. Nur der Tor gerät in Verzweiflung. Jede Stunde bringt ihre Lehre, und deshalb muss man für jede Erfahrung dankbar sein. Die Nacht erlaubt es, ferne Welten und weite Entfernungen zu beobachten. Ähnlich bietet jede Tagesstunde Beobachtungsmöglichkeiten. Für solche Ansammlungen. muss man dankbar sein. Die Wissenschaft sucht die Lösung in den Drüsen, doch sie wagt es noch nicht, an die Feurige Welt zu denken.
395. Man sollte die kosmische Erscheinungen in Zusammenhang mit dem Leben auf Erden beobachten. Viele Ähnlichkeiten werden sichtbar. Ich lobe jene, die bemerken, was andere übersehen. Die gegenwärtige Zeit ist ernst. Man kann in verschiedenen Puranas über Fristen lesen. Wie einige Wissenschaftler astronomische Finsternis und Erdbeben errechnen können, so können andere Gelehrte andere Fristen errechnen - der Übergang vom Kali Yuga zum Satya Yuga ist mit beträchtlicher Genauigkeit beschrieben und der Ernst der Zeit aufgezeigt worden.
396. Wenn Ich auf die Wohltätigkeit der Dankbarkeit hinweise, will Ich damit nicht sagen, dass ihrer jemand bedarf, sondern, dass ihr der Chemismus der Seligkeit innewohnt.
Man muss den Chemismus verschiedener Gefühle untersuchen; solch Beobachtungen werden helfen, die psychische Energie zu finden. Nicht so sehr Vitamine, als die feurige Energie muss die Vorstellungskraft beschäftigen. Die Enthüllung des Wesens menschlichen Daseins kann nicht als etwas Okkultes betrachtet werden! Man sollte viele Geister für diese Forschungen heranziehen, sie werden dabei auch andere wertvolle Eigentümlichkeiten der Gefühle beobachten. So sollte man zuerst die Richtung der Evolution festsetzen. Es kann keine zwei Richtungen des Fortschritts geben. Es kann nur eine wahre Richtung geben. Daran sollte man erinnern, da viele Individualitäten mit dem allgemeinen Stimulus der Epoche verwechseln. Wenn die gegebene Epoche die Macht der psychischen Energie im Bewusstsein stärken muss, kann keine Maschine den gebieterischen Fortschritt der Welt verdecken.
397. Die Fähigkeit, die wahre Richtung zu erkennen. ist eine erhabene und feurige Eigenschaft. Man kann verstehen, dass solch eine Eigenschaft nicht leicht zu stärken ist. Sie erfordert nicht nur das Gespräch, sondern auch das aufmerksamste Lebensstudium. Niemand meint, mit einem Sprung, mit einem Satz, von tierischem Bewusstsein zum Gefühlwissen hüpfen zu können. Der tierische Instinkt ist der Keim des Gefühlswissens, aber die Kluft zwischen einem Hund, der seinen Herrn spürt, und einem Menschen, der die Feurige Welt kennt, ist gewaltig! Die Feurige Welt im irdischen Körper zu fühlen, bedeutet schon Erleuchtung.
398. Ferne sollte es allgemein verstanden werden, wenn Ich von Vorsicht spreche. Das Gefährlichste ist,
sich nur in eine Richtung zu begeben. Man kann zwar einen Beinbruch verhüten, sich aber das Genick brechen. Deshalb sind vorgefasste Meinungen äußerst schädlich. Die Menschen folgen gern vorgefassten Entscheidungen und berauben sich damit eines besseren Schicksals.
399. Evolution ist unabhängig und freiwillig, das ist Grundgesetz. Nicht nur die Grundelemente von Karma, sondern auch die Feurige Welt bilden eine Erscheinung bewusster Evolution. Man kann die Menschen nicht zwingen, geistig zu evolvieren. Ein schlummerndes Herz kann nicht zum Guten genötigt werden. Man kann aufzeigen, man kann Meilensteine setzen, aber das Bewusstsein knicken heißt, die Wurzel des künftigen Baumes abtöten. Millionen Jahre mögen lange erscheinen, aber es gibt weder Jahre noch Äonen. Die Menschen haben das Dasein in Sekunden aufgeteilt und sind zu Nullen abgesunken. Deshalb ist die Psychologie der Feinstofflichen Welt so wichtig, da es dort keiner Stunden bedarf und nur Ergebnisse vor Bedeutung sind. Die Menschen verhalten sich gegenüber den Weisungen der Lehre oft unwillig und fragen, warum das Buch nicht die vollendeten Formeln bringt? Aber solch eine Forderung zeugt von Unkenntnis der Grundlagen. Die Lehre weist die genaue Richtung und entzündet die Feuer auf dem ganzen Arbeitspfad. Nach diesen Leuchtfeuern kann man voranschreiten. Man kann bereits vollendete kosmische Lösungen finden. Man kann genaue Hinweise vernehmen, aber der Geist muss sie durch eigenen Willen in ein Mosaik zusammenfügen. Den Pfad bestätigen, das ist das Gebot des Großen Architekten. Wie in Legenden müssen wir unsere Ohren an den Boden legen, damit uns kein einziger Schritt oder Einziges Wispern entgeht. Obwohl die Menschen viel lesen, wenden sie nur wenig an. Jedoch die Fristen sind sehr nahe!
400. Die Menschen denken über Fristen nicht nach, sie verlassen sich auf den Mechanismus einer Uhr. Natürlich, der Kosmos ist von der Mechanik erfüllt, doch den ersten Platz unter den Hauptbewegern nimmt Agni ein.
401. Derjenige, der sagte, dass die Lichtblitze nichts anderes sind als gelenkte Gedanken, war der Wahrheit sehr nahe. In der Tat, räumliche Gedanken sind wie elektrische Entladungen und können beträchtliche Lichteffekte bewirken. Farbige Funken hängen auch von der Beschaffenheit der diese Entladungen hervorrufenden Energie ab. Wir können Gedanken projizieren, die nicht allein leuchtende Zeichen schaffen, sondern auch körperliche Empfindungen hervorrufen. Die Gedankenübertragung, die eine Empfindung auslöst, beweist nur, dass der Gedanke Energie ist. So sollte man sich von klein auf an die Gedankenenergie gewöhnen. Aber dazu muss die Schule von Wesen des Geistes lehren. Man kann bemerken, wie sehr sich die Menschheit in den letzten Jahren vom geistigen Prinzip entfern hat. Viele Bücher, welche die Menschen gerade auf das geistige Leben hinweisen sollten, erregten nicht einmal ihre Aufmerksamkeit. Aber so kann es nicht weiter gehen. Man muss die Menschen mit allen Mitteln an das Wesen des Geistes erinnern. Das Vorhandensein zahlreicher Sekten ist von keinem Nutzen, es führt die Menschen auf ziellose Wanderung. Das Charakteristische für das Kali Yuga ist die völlige Aufteilung des Organismus in seine Bestandteile. Aber die Gesegnete Mutter steigt auf im Morgenrot, um diese verstreuten Teile des einen Seins zu sammeln. Die Mutter Der Welt fesselt die Aufmerksamkeit der Völker und erwartet den Morgenstern.
402. Unverhofftheit lahmt alle menschlichen
Sinne. Hören, Sehen, Geruchs- und Tastsinn schwinden. Doch das ist nicht die Folge von Furcht, sondern nur die Abwendung vom vorgefassten Pfad. Wahrhaftig, von allen Naturelementen liefert Feuer die größten Überraschungsmomente. Die Menschen beschränken ihr Bewusstsein bloß auf einige Formeln des Agni. Deshalb werden alle anderen Varianten des Naturelementes Feuer vom Bewusstsein einfach nicht erfasst. Das heißt, dass es noch vieles gibt, was aufgenommen werden muss, und so kann sich das Unverhoffte in das Erwartete verwandeln. Man sollte sich ähnlich auch mit bisher unbekannten Lebenserscheinungen befassen. Man sollte sich geistig rüsten, damit einen in der Feinstofflichen Welt nichts überraschen kann. Viele hoffen, Verwandte und einen Führer zu treffen, sogar geistlose Filme haben öfter als einmal Eindrücke von solchen Begegnungen vermittelt. Aber in allen Welten ist es am besten, sich auf sein eigenes Bewusstsein und seine Stärke zu verlassen. Deshalb sollte man alles, was das beschränkte Bewusstsein erschüttern kann, ausschalten. Man muss sich davon befreien, vom Unverhofften erschüttert zu werden. Es gibt zahlreiche unverhoffte Begriffe, Formen und Zusammensetzungen, die das Bewusstsein schaudern lassen, aber je mehr wir zulassen und uns vorstellen, um so freier sind wir. Daher entwickelt eure Vorstellung in weltweitem Umfang. Die Menschen wollen es nicht glauben, dass das Unverhoffte, mit anderen Worten Unkenntnis, Nervenlahmung hervorruft. Wenngleich diese sehr kurz sein mag, hemmt eine solche Reaktion die Feuertätigkeit. Wo immer möglich, sollte man sich an das Unverhoffte gewöhnen. Diesen Rat sollte man sich besonders ins Gedächtnis rufen.
403. Her Mensch, der behauptet, dass Religion sein Verstehen trübe,
verleumdet die Religion und verflucht so den Geist. Selbstzufriedenheit ist keine Zierde.
404. Vielleicht ist das siebente Vitamin Feuer. Es hat sich zur Genüge herausgestellt, dass reine Luft eine weit bessere Nahrung ist als Stadtluft. Aber unter Reinheit muss eine besonders feurige Sättigung verstanden werden. Die Bergbewohner können längere Zeit ohne Nahrung leben und benötigen weniger Schlaf. Die Ernährung des Geistes oder Agni kann ihnen Sättigung gewähren, ohne daß schwere Nahrungsmittel erforderlich sind. Über die Nahrung durch Prana auf den Höhen sollten Studien angestellt werden.
405. Die Idee, wenigstens eine halbe Stunde täglich dem Gedanken zu widmen, ist gut. Ich meine nicht irgendeine besondere Konzentration. Es ist nützlich, über den besten Aspekt allen Geschehens nachzudenken. Sogar kleine, das Gute im Leben widerspiegelnde Zeichen bieten einen Lichtschimmer. Sie geben auch Anstoß zu Dankbarkeit und Großmut. Solche Feuer kommen einer Dosis Moschus gleich. Der Gedanke über das Gute ruft die erstrebte Nervenanspannung hervor. Auch die Nerven sollte man beschäftigen, aber nur Gutes wird die Nerven starken.
406. Das Magnetisieren von Wasser wird jetzt fast nicht mehr geübt, doch es ist nicht lange her, als es sowohl für gute als auch böse Zwecke genutzt wurde. Die Bedeutung solchen Magnetisierens ist offensichtlich, es weist wiederum auf die Feurigkeit solch eines Prozesses hin. Als vorbeugende Maßnahme wurde ein unbekanntes Getränk enthaltendes Gefäß mit der Hand abgedeckt, weil man meinte, auf der Maut könnten sich Spuren giftiger Bestandteile zeigen. Für das Magnetisieren verwendete man auch Eisen- und Lithiumwasser, alle Schwefelzusätze hingegen wurden gemieden.
In den ältesten Schriften gibt es Hinweise auf Gedankenübertragung durch Wasser und Salböl. Milch wurde wegen ihrer organischen Aufbaustoffe für das Magnetisieren nicht benutzt. Dies war ein Irrtum, denn die Milch von gesunden Kühen scheint für diese Zwecke sehr geeignet. Doch in alten Zeiten fürchteten die Menschen die Tollwut und mieden es deshalb, Milch zu magnetisieren.
407. Der Archat besitzt die Fähigkeit, seine Gefühle nicht abstumpfen zu lassen. Diese seltene Fähigkeit wird von ihm nur durch feurige Anspannung erworben. Das kann als unerschütterliche Askese bezeichnet werden. Sie zieht die Herzen der Menschen an. Der, von dem ihr kürzlich gelesen habt, kannte dieses äußerst verfeinerte Fühlen. Jeder, der sich ihm nahte, fühlte die unerschöpfliche Frische seines Herzens. Diese dauernde Verfeinerung wird durch keine besondere Technik, sondern durch einfaches Öffnen des Herzens erreicht. Er bemitleidete sich selbst nie, und dieser Wesenszug kam nicht vom Verstand, sondern wurde seine zweite Natur. Jedoch wie viele Priester haben zufolge des tödlichen Einflusses der Alltagsgewohnheit ihre Aufspeicherung verloren! Die Alltagsgewohnheit ist der grollte Prüfstein. Sie öffnet die Tore der Ewigkeit und bestätigt das Feuer.
408. Der Große Architekt baut ewiglich. Es ist töricht, anzunehmen, gewisse Teile des Weltenalls wären vollendet und verharrten in einem statischen Zustand. Der Ausdruck Evolution wird viel gebraucht, aber die Menschen haben in Wirklichkeit von diesem Prozess absolut keine Vorstellung. Es hat viele Argumente über die gesellschaftliche Struktur gegeben, aber immer hat man vermutet, die menschliche Gesellschaft bestehe aus etwas Unbeweglichem und Endgültigem. Die Legenden
von der Sintflut und der Eiszeit werden fast bloß symbolisch betrachtet; und es ist unschicklich, gar von Atlantis zu sprechen, trotz der Zeugnisse der griechischen Schriftsteller. Man kann sehen, wie das menschliche Bewusstsein allem ausweicht, was seinen geschaffenen Komfort bedroht. Gleicherweise wird der Begriff Evolution in eine Abstraktion gekehrt, um das Bewusstsein des versteinerten Herzens nicht im geringsten zu stören. Aber erweckt das Himmelsgewölbe nicht Gedanken an ewige Bewegung? Nur durch solch evolutionäre Vorstellungen vermag man die Schönheit der irdischen Pilgerfahrt, als den Aufenthalt zum Aufstieg, in sich aufzunehmen. Die Kürze des Pfades sollte einen nicht stören, im Gegenteil, sie sollte wie der Umlauf der Sonne Freude bereuen. Es ist dringend notwendig, zu erklären, wie sehr Evolution unaufhörlich in den Händen des Großen Architekten des Weltenalls ruht. Man sollte fühlen, dass sich der Planet im Raume befindet, genauso wie die Seeleute wissen, dass sich der riesige Ozean unter ihrem Schiff befindet. Zuerst erschreckt es die Seeleute, dass sie über dem Abgrund schweben, doch Wirklichkeit und Erfahrung gewöhnen sie an Wahrheit. Jeder Bewohner des Planeten befindet sich auf dem gleichen Schiff - unter ihm ist der Abgrund. Die Seeleute können sich auf ihr Schiff und die wissenschaftlichen Berechnungen nicht völlig verlassen, wäre dem so, gäbe es keine Schiffbrüche. Die Astronomie kennt einige Himmelskörper, aber sie kennt den Ausgangspunkt der Kometen nicht und sieht die gigantischen Meteore nicht voraus. Erst wenn sie erscheinen, werden die Menschen in Kenntnis gesetzt. Manchmal wird die Zerstörung ganzer Welten bemerkt, jedoch es geschieht öfter, ohne Aufmerksamkeit zu erwecken. Die Astronomie ist ein Nachtwächter! Aber wie steht es mit den Ereignissen am Tage? So bemerken wir nur
annährend die Hälfte des sichtbaren. So viel Unverhofftes bleibt dem schlafenden Herzen verborgen!
409. Notiert alle ungewöhnlichen Ereignisse. Nur durch solche Aufzeichnungen können viele beachtenswerte Erscheinungen bewahrt bleiben; andernfalls gehen sie im Staube der Gleichgültigkeit unter. Was wäre, wenn eure so wertvollen Biographen nicht niedergeschrieben worden wären? Sie wären euch jetzt nicht bekannt, und viele Inspirationen wären in eurem Herzen nicht aufgeflammt. Somit schämt euch nicht, das kurz niederzuschreiben, was euch besonders wichtig erscheint. Wäget nicht ab, ob es klein oder groß ist, sondern beurteilt es nach der Ungewöhnlichkeit. In der Tat, Ungewöhnlichkeit wird viele Beobachtungen der Feurigen Welt liefern. Jeder Funke von ihr ist an sich bedeutend.
410. Wer kann sich rühmen, das volle Maß des Strebens erreicht zu haben? Wahrlich, es gibt keinen solchen Toren. Jedes Herz begreift, worin der segensreiche Pfad feuriger Beschleunigung besteht. Das gesegnete Streben muss laufend auf menschliche Weise ins Gedächtnis gerufen werden. Wie schön ist es, ständig entflammt zu sein! Es gibt keinen solch dunklen Kerker, den das Feuer des Herzens nicht zu erhellen vermag. Seid daher in Schönheit entflammt!
411. Für die Feinstoffliche Welt ist die Sprache des Geistes wesentlich. Ihr Wesen liegt in der feinstofflichen Natur, aber sogar im irdischen Zustand kann man sie sich aneignen. Solch eine Orientierung ist einen nützliche feurige Prüfung. Die Schule muss durch Vorgabe eines Wortes die Findigkeit der Schüler prüfen, und später stellt sich die Aufgabe, auf einen Blick zu verstehen. Das letzte Experiment wird der Feinstofflichen Welt am nächsten stehen. Zudem kann man den Sinn der Relativität entwickeln, indem man den Gesprächpartner seiner Natur gemäß anspricht. So passt sich seines Partners am besten an,
indem er seine Bewusstseinshöhe in Betracht zieht. Jeder Schullehrer weiß, wie verschieden er sich ausdrücken muss, um sich seine Schüler zu Freunden zu machen. Aber außerhalb der Schule lernt man in jedem Heim, die Gedanken der Hausherrin zu erkennen. So treten inmitten des Alltags Wesenszuge feinstofflicher Ordnung in Erscheinung. Man muss sie nur bemerken, in sie eindringen und diese Beobachtungen erweitern. Jedoch dafür sollte man mit Achtung vor der Zukunft erfüllt sein und den grundlegenden Faktor der Feinstofflichen Welt - Agni - lieb gewinnen lernen. Ich bestehe auf dem Ausdruck "feurig lieben", nur so kann man das für die Erde so schwierige Naturelement in sich aufnehmen. Unsere Gespräche sollten in erster Linie zum Verstehen der Feinstofflichen Welt führen, da ihre Verklärung dem Leuchten der Feurigen Welt furchtlos näher bringt. Wir freuen Uns, wenn beim irdischen Aufenthalt die Dimensionen der Feinstofflichen Welt festgelegt werden. Dadurch bringen wir die Erde der Zusammenarbeit mit den fernen Welten näher, mit anderen Worten, wir nehmen am Evolutionsprozess teil.
412. Heutzutage sind Verneinungen an der Tagesordnung, jedoch niemand wird furchtlos die Feinstoffliche Welt betreten, ohne sich durch Baden in der Sphäre des Gefühlswissens zu reinigen. Früher wäre eine solche Denkart poetisch genannt worden, und niemand hätte ihr geringste Aufmerksamkeit geschenkt. Doch jetzt wird schon begriffen, dass die Formel Synthese eine große Hilfe sein wird. Zur Zeit eiligen Abschieds besteht das Lebewohl für die Wanderer nur aus einem dringenden Wort; deshalb senden Wir das Wort Agni.
413. Gedanken können mit Pilzen im Walde verglichen werden; sie müssen gesammelt werden. Geht jemand Pilze sammeln, so wird er keine Nüsse suchen.
So muss man zu jeder Stunde wissen, was das nächstliegende ist. Lasst uns verschiedene Erscheinungen in uns aufnehmen, denken wir aber an das Nächstliegende, und finden wir den kürzesten Weg zu ihm. Dieser wird Adamant sein.
414. Ich bestätige, dass man seine ganze Kraft und seinen Mut sammeln sollte. In der ganzen Welt greifen die Kräfte der Finsternis an. Könnten unter ihnen die Kräfte guten Willens kämpfen? Die Herzschmerzen rühren wirklich von den ausgesandten Gedanken her. Der Arzt kann es Verkrampfung der Schlagader nennen, ohne bestimmte wichtige äußere Gründe in Betracht zu ziehen. Kann man die Wirkungen feststellen, ohne die Ursachen zu kennen?
415. Es wirklich schwierig zu verstehen, warum Personen, die demselben Ziele dienen, einander herabsetzen. Auch in kleinem Maße sollte Gefühlswissen entwickelt werden. Aber gegenseitige Herabsetzung ist eine der schädlichsten Sünden. Ich kenne dafür keine bessere Erklärung als Sünde, so verheerend ist das Vorgehen gegenseitiger Vernichtung. Man kann dies als eine bestimmte Art von Besessenheit deuten, aber Schande jenen, die, nachdem sie sich dem Wissen der Grundprinzipien näherten, sich in einen derart niederen Zustand herabließen. Mögen die Herabsetzer und Vernichter über ihr eigenes Bewusstsein nachdenken. Sie sind von den Feuern des Herzens weit entfernt.
416. "Schweigt, o Saiten, damit mich eine neue Melodie erreichen kann" - heißt es in einer Hymne der griechischen Mysterien. Solche Neugeburt geistiger Harmonie ist keine Leere, wie es manchmal heißt. Das Herz öffnen, bedeutet nicht, es veröden, im Gegenteil, wenn das Echo
des letzten Klanges verhallt, möge sich das Streben des Geistes augenblicks verschärfen, um eine erhabenere Harmonie aufzunehmen.
417. Man sollte oft in die Stille gehen, um die Feuer zu stärken. Man kann sich einen astralen Wirbelwind vorstellen, der sogar die stärkste Flamme schwanken lässt. Dieser Angriff kommt nicht aus dem Innern der Flamme selbst, sondern von außen. Daher müssen wir sehr vorsichtig sein, denn der Druck ist groß.
418 Die Menschen erleben oft einen Zustand unerklärlicher Begeisterung oder Bedrückung. Sie führen das auf ihren Magen zurück als auf die Annäherung guter oder böser Kräfte. Jedoch diese Erscheinungen gibt es häufig, und sie können sehr stark sein. Die Menschen erleben oft eine Berührung oder einen stechenden Schmerz. Sie führen solche Erscheinungen auf Spinnweben oder Staub zurück, aber es kommt ihnen nicht in den Sinn, dass Wesenheiten der Feinstofflichen Welt sie berühren könnten. Ähnlich nehmen die Menschen oft Bewegungen und ein Rascheln wahr, denken aber an Mäuse oder Insekten, um alle Gedanken über Erscheinungen ferner Welten von sich zu weisen. Dieselben Menschen klagen darüber dass sich die Feinstoffliche Welt nicht offenbart. Aber die feinstofflichen Regungen gleichen eben keinen Hammerschlägen! Wie in allem anderen, sollte die Nähe der Feinstofflichen Welt anerkannt und furchtlos studiert werden. Wir dürfen das, dem wir gar keine Aufmerksamkeit schenken, nicht verurteilen. Sollten jedoch Menschen das Glück haben, ein feuriges Wesen zu schauen, werden sie zuerst an einen Dämon denken. So verdorben ist das derzeitige
Bewusstsein! Solch krasse Unwissenheit wird als Skeptizismus, kritische Beurteilung, oder Gelehrsamkeit bezeichnet, dabei wäre es weit genauer, sie einfach Stumpfheit zu nennen.
419. Die Vergeistigung des Gedankens ist wirklich eine feurige Eigenschaft. Sie gleicht dem Stählen einer für den Kampf gebrauchten Klinge. Es ist eine Sache, einen flüchtigen Gedanken wahrzunehmen, der obwohl nützlich, das Bewusstsein nur streift und im Raum schnell zerstreut wird. Aber es hat eine weit tiefere Bedeutung, wenn der Gedanke vom Herzen fest erfasst wird. Man kann diesen Vorgang sogar von rein physischem Gesichtspunkt her betrachten. Deshalb ist es nützlich, sich beim Empfang eines Gedankens folgenden Befehl zu erteilen: "Ich will diesen Gedanken meinem Herzen übertragen!" Dieser Rat wird dem Anfänger im Denken viel Disziplin verleihen. Zudem bleibt alles, was immer im Herzen bewusst verwahrt wird, im "Kelch".
420. Funken und andere Lichterscheinungen liefern ein völlig mit der Feinstofflichen Welt verbindendes Gewebe. Wenn die feurige Anspannung stark ist, kann man sogar von Mund und Augen ausgehende Funkenströme sehen. Man könnte fragen, ob dies elektrische Phänomene sind. Die Antwort lautet: Es sind eher Fohat-Phänomene, die als Energie der Feurigen Welt zu betrachten sind. So können jene, deren Augen und Ohren nicht mit dem Kehricht der Unwissenheit verstopft sind, nicht nur vieles aus der Feinstofflichen, sondern auch aus der Feurigen Welt wahrnehmen. Man darf nicht in Selbstunterschätzung denken, dass uns auf Erden die Feurige Welt unzugänglich wäre. Die Bündnisse berichten, dass sich bestimmte Menschen, ohne besondere
Gelehrsamkeit augenblicks und unmittelbar den Feurigen Gipfeln näherten. Jede Religionsform stellt solches fest.
421. Gelöbnisse unterschiedlichster Natur sind von verschiedenen Lehren gutgeheißen worden. Jedes Gelöbnis ist vom Standpunkt der Disziplin her äußerst nützlich. Für die Menschen ist es schwierig, daran zu glauben, wie notwendig solche Beherrschungsübungen für künftige Errungenschaften sind. Ein Gelöbnis verkürzt viele Pfade der Liederlichkeit. Mangelnde Urteilskraft und unverantwortliche Liederlichkeit haben in der Feinstofflichen Welt äußerst bedauerliche Folgen. Sie gleichen dem kindlichen Spiel mit dem Feuer. Man sollte stets die Gefahr der Liederlichkeit bedenken. Die Liederlichkeit erst in der Feinstofflichen Welt loswerden zu wollen, ist qualvoll. Es ist besser, sich hier durch verschiedene nützliche Gelöbnisse zu prüfen. Die Menschen befinden sich oft in einer lächerlichen Lage, wenn sie Gelöbnisse erst in Gefahr eiligst ablegen. Die Alten zeigten für Gelöbnisse im Namen des Höchsten mehr Verständnis; sie stärkten auf diese Weise ihren erhabenen und feierlichen Geisteszustand. Das war weder Aberglaube noch ein Handel mit den Höheren Kräften, sondern das zu neuer Freiheit führende Entzücken des Geistes.
422. Zu Recht habt ihr euch an den nützlichen Brauch der Burmesen erinnert, die Schwerkranken und die Sterbenden an ihre besten Taten zu erinnern. Sogar vom medizinischen Standpunkt aus sind solche Rückerinnerungen zweifellos segensreich Geistig gesehen beweist das natürlich, wie viele weise Bräuche es noch unter den verschiedensten Völkern gibt. Die Bräuche entstammen einem tiefen Wissen. Sie
zeugen von der Verbindung mit dieser Welt und weisen lebhaft darauf hin, wie aufmerksam man die Bräuche der Volker beachten sollte.
423 Genauso weise Überreste können in Gesängen gefunden werden. Die Koreaner singen von drei Wanderern, die den Himmel schauten. Einer sah ihn körnig, der andere in Tropfen, und der dritte schaute ihn feurig. Aber die Augen des ersteren waren mit Staub verhüllt, der zweite war erstarrt, und der dritte besaß ein helles und warmes Obdach. So verstand das Volk die drei Naturen und schilderte sie weise. Einen Wanderer erschreckte der Feurigen Himmel nicht, und Feuer beschützte ihn in der Finsternis.
Irdische Fesseln trüben die Augen, und einen Wanderer, der das Feuer nicht erkannt hat, macht die Feinstoffliche Welt schaudern.
424. Der Mensch sollte nicht meinen, dass sich nirgendwo etwas ereignet hat, weil ihm während des Tages nichts zustieß. Im Gegenteil, wenn die Konstellationen ungünstig sind, können Skorpione unverhofft aus Löchern auftauchen. Ein Tiger kann brüllen, Skorpione aber können lautlos stechen. Lasst uns in Gedanken um den Lehrer scharen.
425. Man sollte sein ganzes Bewusstsein in die Zukunft lenken. Selten bringt jemand den Mut auf, nicht in die Vergangenheit zurückzuschauen. Die Tatsache, sich unerschrocken nach der Zukunft zu sehnen, beweist, dass der Geist für feurige Erkenntnisse bereit ist. Nur solch ein erleuchtetes Bewusstsein wird seine Gedankenschaffenskraft auch in der Feinstofflichen Welt behalten. Nur solch unersättliche Gedankenschaffenskraft und das Streben nach fernen Flügen werden die feurige Annäherung gewähren. Der ganze Schrecken der finsteren Legionen kann angespanntes Streben in die Zukunft nicht besiegen. Mögen die Finsteren auch nahen, Licht wird seine führende Macht nicht verlieren.
Auf diese Weise dienen nützliche Taten auch dazu, unseren Nächsten zu helfen. Man sollte diese segensreichen Ratschläge nicht als moralische Vorschriften jenseits des Lebensbereiches betrachten. Sie stützen und lenken uns dem kürzeren Pfad entlang.
426. Die Fähigkeit, den Bereich der Finsteren und Kriechenden abzugrenzen, kann den unerschrockenen Ausblick festigen helfen. Durch Wiederholen Meines Namens als Mantram kann man die Finsteren fernhalten. Hieraus können wir verstehen, warum die Menschheit für ausgesprochene Worte verantwortlich ist. Wie das Aussprechen eines gütigen Begriffes einen ruhigen Zustand herbeiführt, so wird ein gegenteiliger Begriff Vorhandenes reizen, ärgern und herabsetzen. Die Menschen erfüllen die Welt mit boshaftesten Worten; werden sich daraus nicht Ströme des Bösen ergießen? Man muss die Achtung vor menschlicher Würde verloren haben, wenn man nicht erkennt, dass die Folgen bösen Redens schrecklich sind. Es wird dauernd gesagt, dass Böswilligkeit nach einem Jahrhundert Früchte trägt. Der Geschichtsschreiber kann die Ernte solch schwarzen Samens bezeugen.
427. Nicht viele streben nach Unserem bewussten Leben, aber glücklicherweise schafft die Minderheit. Daher wird Unsere Wohnstätte nicht von finsteren Massen gestört. Sie werden sagen, man hätte sie nicht belehrt - aber keiner von ihnen hat den Wunsch, zu studieren, sogar wenn es nur sieben Jahre währt. Die Menschen verabscheuen lange Perioden, weil sie nicht an die Unbegrenztheit denken können.
428. Verleumdung schadet vor allem den Verleumdern selbst. An diese Weisheit sollten die Menschen mit schlechten Gewohnheiten denken. Ein der Wirklichkeit entsprechender Gedanke bildet ein Vehikel für ein Elemental. Alles Würdige, Strenge und Lebendige neigt
zum schöpferischen Gedanken und wird seinen Schöpfer wohlwollend unterstützen. Aber die erfundene Verleumdung zieht eine Brut Elementale an, die, da sie keine Lebensgrundlage finden, über den Verleumder herfallen. Wenn Ich daher die Menschen warne, nicht der Gemeinheit der Verleumdung zu erliegen, will Ich wiederum keine moralische Vorschrift erteilen, sondern auf die sehr schmerzlichen Folgen hinweisen. Es ist äußerst unangenehm, sich in der Feinstofflichen Welt unter tobenden Elementalen vorzufinden. Schrecklich ist solch ein von eigenen böswilligen Gedanken erfüllter Strudel. Alle diese Kreaturen klammern und hängen sich an und werden zu einem realen physischen Gewicht. Gedanken ziehen wie Energietropfen kleine Elementale an. Der Wesenszug dieser Keime des Geistes ist sehr verschieden: abhängig von ihrem Wesen können sie vom Gedanken genährt fast zu unwahrnehmbaren Keimen verschiedener Erscheinungen werden. Sie können die Grundlage für Mineralien und sogar für Pflanzen bilden. Aber man kann sich klar vorstellen, wie diese jeder Lebensgrundlage entbehrenden Gedanken die niederen Schichten der Erde verunreinigen. Obwohl Meteorstaub für das Auge unwahrnehmbar ist, verursacht er ergiebige Ablagerungen. Man kann sich daher vorstellen, wie ungeheuer der Gedankenstaub ist und dass er eine sehr wesentliche Energiewirkung darstellt! Dieser Gedankenunrat verursacht die Krankheit des Planeten.
Ihr Säer von Bösem und Verleumdung, könnt ihr begreifen, welch stickigen Kerker ihr euch bereiten? Böse Gedanken finden ihren Herrn. So ein finsterer Herr kann seinen Ausgeburten nicht entfliehen. Trotz allem wird mancher
dies wahrscheinlich eher als erfundenes Schreckbild betrachten als anzuerkennen, dass der Gedanke eine ewige Energie ist.
429. Geist wurde sinnbildlich durch das Zeichen des Feuers dargestellt. Feuriges Denken ist das Herabkommen des Wissens aus der Feurigen Welt. Solch ein Herabkommen kennzeichnet die als Tage der Mutter Der Welt benannten großen Epochen. Selbst in der Geschichte der Erde lassen sich mehrere solcher Epochen nachweisen. Wird nicht die Zukunft zu solch einem Tag des Lichts, wen die Menschen die Nutzlosigkeit des Bösen erkennen?
430. Wegen der reinigenden Wirkung atmen manche Yogis Feuer ein. Das darf nicht wörtlich verstanden werden. Man kann Flammen nicht einatmen, aber feurige Ausstrahlungen sind nützlich. Für solches Einatmen wählt der Yogi einen stillen Platz und nimmt eine senkrechte Haltung des Wirbels ein. Vor sich zündet der Yogi ein Lagerfeuer aus Deodarholz an. Steht ihm kein Deodarholz zur Verfügung, nimmt er Balustengel - alles so geschlichtet, dass der Rauch von ihm abzieht. Dann vollführt der Yogi das übliche Pranayama, darauf achtend, dass die Ausstrahlungen des Harzes seinen Atem erreichen. Die Übung bewirkt zweierlei: Erstens eine Reinigung des Körpers, Zweitens das Stärken der Energie Agni. Nichts dient dem Entfachen des Agni so sehr wie die Eigenschaften des Deodar. Wie ihr wisst, können Insekten den starken Duft des Deodar-Harzes nicht aushalten. Ihr wisst auch, dass unvollkommene Wesenheiten sich dem Feuer dieses Holzes nicht nähern können. Deodare lieben gewöhnlich einen vulkanischen Boden, auf diese Weise zeigt sich eine bedeutende Verwandtschaft. Der vulkanische Boden mit seiner Vegetation sollte allgemein erforscht werden. Von den Yogis wird nicht nur das Einatmen von Feuer praktiziert,
sie schlafen sogar auf Deodar-Brettern, so dass das Rückgrat mit dem Herzen des Holzes in Berührung kommt. Verschiedene Berichte aus dem Altertum weisen darauf hin, wie eifrig die Menschen nach dem feurigen Naturelement suchten. Es sind Experimente notwendig, um den Wert von Deodar zu verstehen. Man sollte auch an die Bedeutung des Feuers erinnern, um den vulkanischen Boden zu verstehen.
In Südindien wurde zum feurigen Inhalieren auch Sandelholz verwendet.
431. Man kann beobachten, dass sich die Erscheinungen der Feinstofflichen und der Feurigen Welt unerwartet einstellen. Was heißt es dann, wenn wir in Erwartung oft eine Erscheinung gleichsam verhindern? Damit erweist sich der Unterschied zwischen den physischen und feurigen Energien. Physische Energien unterliegen oft den so genannten Erwartungen. Sie beginnen in Zwangsvorstellungen zu verfallen und anstatt dienlich zu sein, trüben sie die Annäherung des Feinstofflichen. Durch ihre Anstrengung in Erwartung beginnen die Menschen unbewusst sogar die Form und der Platz ihrer Vision vorzuschreiben, und auf diese Weise werden schädliche, sich kreuzende Ströme an das Ergebnis gebunden.
432. Man könnte auch fragen, warum Visionen mit besonderen Lebensmomenten zusammenfallen? Ist das eine Führung zurückzuführen, die vom Nahen der entscheidenden Stunde weiß, oder auf eine erhabene, geistige Verfassung, die zu sehen gestattet, was andernfalls ungesehen bliebe? Beides ist der Fall. Aber abgesehen von unserem Bewusstseinzustand, nähern sich bestimmte kosmische Ströme, welche die irdischen Schichten verwandeln. Sicherlich wirkt
nicht nur astraler Chemismus auf uns ein, sondern auch eine bestimmte höhere Energie, deren Ursprung unbegrenzt ist. Neti, Neti - das Unnennbare, führt uns, und oft werden wir von der Höchsten Macht berührt.
433. Wie kann man die Echtheit einer Lehre bestimmen? Viele schöne Worte können Mittelmäßiges verbergen; Wahrheit aber, wie bekannt, scheut keine Überprüfung. Im Gegenteil, wird Wahrheit untersucht, bringt sie näher und leuchtet auf. Daher kann jedem Erforscher der Lehre geraten werden: "Nähere dich mit ganzer Kraft, beobachte in vollem Maße, erforsche auf jedwede Weise, erkenne mit ganzem Mut, offenbare Unermüdlichkeit, und sei von jeder Findung der Wahrheit entflammt." Die Lehre kann nicht fehlerhaft sein. Sie kann von den Pfaden der Nützlichkeit und des Guten nicht abweichen. Man sollte nicht nur an Behauptungen glauben. Glauben ist das im Feuer des Herzens gestählte Erkennen der Wahrheit. Die Lehre ist unbegrenzt, andernfalls gäbe es den ganzen Begriff Unbegrenztheit nicht. Man sollte nach der Wahrheit streben. Wahrheit weist nicht ab, sie lenkt. In der Lehre kann es keine entstellten Begriffe geben. Seht im Pfad der Lehre die Bestätigung dessen, was über allem Zweifel erhaben ist. Man sollte sich der Wahrheit nicht auf Irrwegen nähern. Jedes Wort, jede Behauptung und jedes Gebot prüfend, schreitet voran. Ist die Lehre echt, wird jeder Schritt zu ihr erleuchten und erweitern. Geringschätzung, Verneinung und Demütigung sind schlechte Führer! Öfter werdet ihr die eitle Bemerkung eines Redners hören, dass allein die ihm bekannte Lehre wahr sei. Dann ist es angebracht, den Eitlen an die Erhabenheit der Unbegrenztheit zu erinnern,
an die Millionen Jahre irdischen Lebens, an die Milliarden Welten; er möge über die Unermesslichkeit der Wahrheit und über die ihr gebührende, vernünftige Erkenntnis nachdenken. Man könnte der Methode des Skeptizismus zustimmen, wenn sich nur etwas daraus ergäbe. In der Regel zernagt er das schöpferische Prinzip. Es ist ein unermüdlicher Geist notwendig, um in ständiger Progression voranzuschreiten. Nur solch ein Erfassen und eine Erweiterung werden die Duldsamkeit gegenüber allem durch Relativismus erfahrenen Unzulänglichen aufbringen. So sagt dem, der die Lehre bezweifelt: "Prüfe sie, sei in deinem Herzen entflammt, und erweitere deinen Geist."
434. Die Erkenntnis der Lehre als Halsband des Lichts bietet einen wertvollen Faden nach oben. Mögen die Milliarden Welten die Verwirrten vor der Gefahr der Zurückweisung bewahren.
435. Das Ende des Kali Yuga ist von Falschheit und Finsternis erfüllt. Man muss das erkennen, um nicht seine Kraft zu verlieren. Man kann den finsteren Tagen nicht entfliehen, und allein die Kenntnis ihrer Ursache wird mit der Geduld wappnen, sie zu überleben. Die Menschen wollen den Pfad der Wahrheit nicht vereinfachen, und Hindernisse wie Technokratie dienen nur dazu, die finstere Kette niederer Materie zu enthüllen. Lästerungen enthüllen in ihrer ganzen Schärfe, im Gegensatz zur Erkenntnis des Lichts, ebenfalls die Finsternis der Verneinung. In den Puranas könnt ihr über diese Zeichen lesen, deshalb kann auch die Erfüllung aller anderen Voraussagen erwartet werden. Wir alle müssen uns jetzt dem feurigen Naturelement anpassen, auch das wird in den Puranas ausgesagt. Ich erachte die Zeit als gekommen, alle Menschen zum Verstehen des Seins aufzurufen.
436. Woher rühren die Wellen plötzlicher Freude oder Wehmut? Diese werden als ursachenlos angesehen, während alles eine Ursache hat. Ich rate euch,
über solche Wellen, die andernfalls übersehen werden könnten, zu berichten. Jeder Mensch erzeugt mit jeder Regung ein bedeutendes Experiment, aber er weist diese Blitze der Erhabenheit leichtfertig ab. Freude und Wehmut sind nicht ursachenlos, und Berichte über diese Stimmungen werden einen daran erinnern, wann sie durch irdische Kommunikationen bestätigt werden. Die feurige Post wird durch irdische Botschaften bestätigt. Gewiss, viele Ursachen, nicht allein irdische, sondern auch solche aus der Feinstofflichen Welt, können sich auswirken, aber dennoch kann man eine bemerkenswerte Übereinstimmung von Ereignissen und Gefühlen wahrnehmen. So werden Erfahrungen gesammelt, die ein überzeugendes Ganzes bilden. Wahrlich, die größten Experimente führt der Mensch im Lebenslaboratorium durch.
437. Lasst uns etwas über Besessenheit niederschreiben, und sagt es dem Arzt. Es kommen tatsächlich Fälle vor, in denen der Eindringling den Besessenen dermaßen beherrscht, dass er ihn fast aus dem Körper drängt. Es kann auch Fälle geben, in denen der Besitzergreifer von der Lebenskraft seines Opfers derart gekräftigt wird, dass seine Austreibung den Tod des Opfers verursachen kann. Er hat sich der psychischen Energie des Besessenen dermaßen bemächtigt, dass dieser seine Lebensfähigkeit einbüßte. Darum müssen Austreibungen stets mit größter Vorsicht vorgenommen werden. Zuerst müssen die Nahrung und die psychische Energie des Patienten überwacht werden. Wird ein Verfall der Vitalität bemerkt, darf das geschwächte Herz nicht angestrengt werden. Am leichtesten erfolgt die Austreibung während eines Tobsuchtsanfalles. Die erweckte Energie hilft die eventuell eintretende Herzschwäche zu überwinden, die andernfalls in völligem Zusammenbruch enden könnte.
438. Wie in allem, ist die eigene feurige Desinfektion das beste Verhütungsmittel. Gerade Feuer bewahrt vor Besessenheit. Gerade Agni ist das Heilmittel gegen Krebs, Tuberkulose und alle anderen Krankheiten. Aber bevor sich die Menschen der Bedeutung von Agni bewusst werden, muss man zu pflanzlichen und mineralischen Hilfsmitteln greifen. Die einfachste, natürlichste und wesentlichste Eigenschaft des einzelnen scheint am meisten abgelehnt zu werden. Ihr wisst, wie jene, die sich der psychischen Energie erinnerten, vielen Krankheiten entgingen. Ihr habt es erlebt und euch davon überzeugt. Bei Annäherung der feurigen Energie ist es notwendig, dass sich die Menschen nicht schämen, das feurige Prinzip in sich selbst anzuerkennen. Dies wird die Pflege des Agni sein.
439. Man kann sich gar nicht vorstellen, wohin die Menschheit künftig steuert, wenn sie sich nicht durch Feuer reinigt! Das Streben zur Feurigen Welt wird den ersten Schimmer von Agni bieten. Bei einem einzigen Gedanken an die Feurige Welt werden viele schändliche Taten wie Hüllen abfallen. Keine äußeren Predigten können helfen, jene Besserung der Gesundheit zu erlangen, doch ein einziger innerer Funke. Aber es ist schwierig, das Bewusstsein auf eine entsprechende höhere Ebene zu heben. Wir wollen das Bewusstsein unermüdlich zu diesem ersten Schimmer der Erleuchtung antreiben, was folgt wird schon leichter sein.
440. Die Darbietung des Feuers ist das alte Symbol der Reinigung des Geistes. Das Geisteskorn selbst kann nicht befleckt werden, doch ein Schiff kann in seinem Lauf mit behindernden Muscheln bedeckt werden. Die Feurige Mutter erkennt, wann es notwendig erscheint das Samenkorn zu reinigen. Die neue Aussaat kann nur mit reinen Samenkörnern erfolgen. Wenn für den Sämann die Zeit naht, das Feld zu betreten, muss man helfen.
441. Die letzten Fristen werden oft von räumlichen Klängen begleitet. Dieses Klingen beweist, dass der Energiestrom einer durch Berührung mit einem Gegenstrom erklingenden Saite gleicht. Gewiss, ein solches Klingen weist auf Spannung hin. Bei solchem Klingen sollte man in erster Linie jedwedes belanglose Denken abweisen, um sich in voller Harmonie mit dem führenden Strom zu vereinen. Vielleicht rufen irdische Ereignisse solch eine Spannung hervor. Vielleicht nahen Ereignisse der Feinstofflichen Welt, und man muss bereit sein, sie wahrzunehmen. Doch öffnet sich das Ohr dem Klingen der fernen Sphären, dann ist das Bewusstsein auch schon so weit erweitert, dass es die Ereignisse werten kann. So schafft Agni und verwandelt alles Bestehende.
442. Eine der schwierigsten Eigenschaften ist, ein Geheimnis zu bewahren, das, um keinen Schaden anzurichten, nicht preisgegeben werden darf. Lehrreich dafür ist das Beispiel Äschylus.35 Die Naturelemente stürzten auf ihn, der sie aus ihrem Ordnungszustand drängte, nieder. Es ist unmöglich, solch einen leichtsinnigen Verräter zu retten. Ihr wisst, dass ähnlicher Verrat oft begangen wurde, im Kleinen wie im Großen; und das geschah oft nicht aus Bosheit, sondern aus Gedankenlosigkeit. Es ist einerlei, auf welche Weise der Käfig eines wilden Tieres geöffnet wird.
443. Die schwierigste, aber unerlässlichste Selbstdisziplin umfasst die Tätigkeit für das Wohl der Welt. Es ist nicht leicht, seine selbstsüchtigen Gedanken und Handlungen zu überwachen und sich vor ihnen zu befreien. Weiht sich die ganze Persönlichkeit jedoch der Welt, dann wird Disziplin nicht nur leicht, sondern gar nicht gefühlt. Einen Ausgangspunkt der Selbstverleugnung zu finden heißt, einen direkten
Pfad zur feurigen Welt herzustellen. Die Behauptung der Persönlichkeit mit all ihren astrochemischen Verpflichtungen ist kein das Streben zum Aufstieg behinderter Egoismus. Egoismus gehört der Erde an. In der Feurigen Welt besteht er nicht. Seine Überbleibsel wirken in der Feinstofflichen Welt wie Ketten. Es ist nicht schwierig zu erkennen, dass Egoismus nur im irdischen Zustand bestehen kann und für den feinstofflichen Aufstieg unanwendbar ist. Wenn Erdbewohner die Feinstofflichen Welt betreten, sind sie besonders erstaunt, dass es in den höheren Sphären der Feinstofflichen Welt keinen Egoismus gibt. Nichts kann mehr dazu beitragen, die irdischen Rechnungen zu beglichen, als die Befreiung vom Egoismus. Das Bewusstsein der Feurigen Welt enthüllt in einfachster Weise, wie nichtig die durch Egoismus verursachten Qualen sind. Das Licht der Feurigen Welt wirkt wie ein starkes Desinfektionsmittel. In dieser Strahlung sind die Kristalle des Fohat so stark konzentriert, dass jede Annäherung an diese Macht unsere psychische Energie reinigt. Ich meine, dass Selbstdisziplin zum Allgemeinwohl das nächstliegende Mittel für große Errungenschaften ist.
444. Lasst die Peiniger im Glauben, dass sie euch heftig quälten. Mögen sie sich an diesen Gedanken sogar ergötzen, jedoch mögen sie manchmal daran denken, was es heißt, seinen Mitmenschen zu schaden! Es ist nicht leicht, solche Mühlsteine um den Hals loszuwerden!
445. Der Lehrer muss daran erinnern, dass jeder seine eigene Last trägt. Eine Gleichstellung aller kann es nicht geben. Man kann nicht von allen die gleiche Eile verlangen und muss jeden ermutigen, der seine Last zu tragen weiß. Das ist für den Lehrer nicht leicht, und niemand
sollte glauben, dass ein Archat ausruht. Wenn die vorbestimmten Fristen nahen, wie konnte man sich da angenehme Erholung im irdischen Sinn vorstellen?
446. Es ist richtig anzunehmen, dass Verbesserung der chemischen Gestirnseinflüsse geschaffene Ursachen nicht aufheben. Man kann vieles gesät haben, doch der Blitz vernichtet nicht die ganze Ernte. So sollte man weder das Säen unterlassen noch sollte man sich zu stark auf einen Stab stützen, wenn man schnell dahineilt. Die Fähigkeit, voranzueilen, ist eine Angewohnheit aus früheren Erfahrungen.
447. Die Chakras oder feurigen Räder erinnern an die unzähligen Kreise des Anfangs und der Vollendung. Man sich vorstellen, dass das Gleichgewicht der Welten auf den feurigen Chakras beruht. Sie berühren sich, gehen ineinander über und bilden untrennbare Glieder. Ähnlich kann man sich vorstellen, dass die Chakras des Menschen seine feurige Natur bestimmen und die menschliche Wesenheiten in die Gesamtheit anderer feuriger Formationen eingliedern. Den Menschen stehen schon Strahlen zur Verfügung, die das Fleisch nicht aufnehmen. Genauso werden auch Strahlen entdeckt werden, welche die feurigen Zentren zeigen werden. Dieser wird verahnschauerlichen, dass die Chakras des Menschen den feurigen Gebilden des Weltenraumes entsprechen. Die Gestalt des feurigen Menschen verschmilzt mit dem Rhythmus des Weltenraumes. So lasst sich physisch veranschaulichen, wie sehr alles dem einen Gesetzt des Rhythmus unterliegt. Für das Gelingen solch lehrreicher Versuche ist es natürlich notwendig, die feurigen Chakras in sich zu entwickeln. Sie sind potenziell in jedem Organismus eingelagert, doch seelenlose Menschen
können von den erloschenen Feuern nicht den geringsten Schimmer auf die Leinwand projizieren.
448. Man sollte nicht meinen, dass Handlungen als solche niedriger waren als das Gefühl der Liebe. Man muss zwischen rhythmischen Fähigkeiten und den dem Rhythmus des Kosmos nicht entsprechenden egoistischen Handlungen streng unterscheiden. Egoismus ist Selbstisolation oder Ablehnung gegen Zusammenarbeit. Sogar große Geister vermochten oft nicht zu unterscheiden, wo es Egoismus des Fleisches und wo die Tat großer Zusammenarbeit gab. Wie könnten bei Vorhandensein von Egoismus des Fleisches die Chakras strahlen?
449. Ich bestätige die Nichtigkeit der Verbindungen mit den mittleren Sphären der Feinstofflichen Welt. Dadurch werden die dortigen Wesenheiten durch verschiedene Erinnerungen und irdische Fluida bloß verwirrt. Darüber hinaus können die Menschen von ihnen nichts lernen. Der Rhythmus des Weltenraumes kommt erst in den höheren Sphären zum Ausdruck.
450. Es ist schwierig, sich vorzustellen, dass inmitten solch einer Schlacht Berichte über die Feurige Welt gegeben werden können. Keine menschliche Vorstellung kann sich vom Chaos der kosmischen Schlacht ein Bild machen! Die Stetigkeit der Schlacht übersteigt die Stärke der menschlichen Natur. Die Menschen können sogar willentlich nicht erfassen, dass es über das Alltagsleben hinaus die Zusammenstöße solch mächtiger Energien gibt.
451. Das Nahen der feurigen und feinstofflichen Wesenheiten ruft ein Erbeben des Herzens und ein Gefühl von Kälte oder Wärme hervor. Aber wenn wir ständig von Wesenheiten der Feinstofflichen Welt umgeben sind, warum fühlen wir sie dann nur gelegentlich? Dem liegt das Gesetz und die Beschaffenheit des Gedankens zugrunde. Nähern sich diese Wesenheiten,
mit anderen Worten, denken sie an uns, dann spüren wir sie nicht nur mit unseren feurigen Zentren, sondern sogar körperlich. Man sagt "vor Schreck stehen mir die Haare zu Berge", aber das wird nicht durch Furcht verursacht, sondern allein durch eine besondere Energieeinwirkung, ähnlich der Elektrizität. Solch einem Gefühl liegt ebenfalls der Gedanke zugründe. Nicht Suggestion, sondern die Beschaffenheit des Gedankens erweckt diese Gefühle. Sogar ein physischer Blick veranlasst einen Mensch, sich umzuschauen. Wie weit mächtiger muss dann die feurige Energie die höheren Welten wirken! Das heißt, wie haben eine ganze Reihe nützliche Experimente und Beobachtungen vor uns, wie und auf welche Zentren die feurige Energie der Höheren Welt wirkt. Man sollte auch beachten, dass manchmal ein Kältegefühl auftritt, und ebenso sollte man beachten, ob eine ähnliche Empfindung nahe einer in Betrieb befindlichen Maschine verspürt wird. Die Wissenschaftler müssen dem Studium äußerer Einwirkungen auf den Gedanken Aufmerksamkeit schenken.
452. Nicht allein Gedanken rufen physischen Erscheinungen hervor, sondern auch zugesandte kondensierte Energie ruft starke Einwirkungen hervor. Ihr kennt bestimmt die Empfindungen von Lichterscheinungen. Das bedrückende Gefühl durch die schwarzen Sterchen, oder die von den blauen Sterchen ausgehende Ruhe, die völlig anders ist. Ihr wisst auch, dass solche Gefühle nicht von euch ausgehen, sondern aus dem Raum empfangen werden. Die Welt der Gedanken ist das Erbe der Zukunft. Die Erforschungen des Gedankens werden auch zur psychischen Energie führen. Man kann von verschiedenen Gesichtspunkten aus mit den Beobachtungen beginnen. Deshalb lenke Ich eure Aufmerksamkeit auf verschiedene Möglichkeiten, um dem einen Thema des lichttragenden Gedankens näher zu kommen.
453. Der Yogi Indiens sagt dem Wissenschaftler,
der die Frage der Selbsterhaltung studiert: Wahrlich, es ist höchste Zeit, die feurige Natur des Menschen zu studieren. Man sollte seit langem erkannt haben, dass nicht allein der Wille, sondern die feurige Energie den Menschen mit einem schützenden Schleier umgibt. Wahrlich, dies sollte in Laboratorien erforscht werden, doch solche Laboratorien müssen sich von jenen, die sich mit der Düngung des Bodens befassen, unterscheiden. Es ist höchste Zeit für die Wissenschaftler, zu erkennen, dass für feinstoffliche Experimente auch feinstoffliche Bedingungen erforderlich sind. Ebenso ist es an der Zeit, zu erkennen, dass diese Bedingungen nicht durch mechanische Entseuchung geschaffen werden. Jedes Experiment verlangt eine feurige, geistige Reinigung. Wahrlich, in der freien Natur und in Tempeln, wo die Ausstrahlungen nicht so verunreinigt sind, könnte vieles erreicht werden. Doch in gewöhnlichen Laboratorien, die gar nicht gelüftet werden und wo der Staub voll von giftigen Ablagerungen ist, kann wenig erreicht werden. Nicht ohne Grund fragten die Heiler, bevor sie mit dem Heilen begannen: "Glaubst du?" Im bejahenden Fall war die Heilung besonders erfolgreich. Doch der Heiler musste nicht nur den Glauben erwecken, sondern auch das Feuer der Zentren entfachen. Sobald die feurigen Zentren zu rotieren begannen, setzte eine beträchtliche Reinigung ein. So möge der Arzt nicht allein dem Willen Aufmerksamkeit schenken, sondern auch der grundlegenden psycho-feurigen Energie. Er möge daran denken, dass die umgebende Atmosphäre von ungeheuerer Bedeutung ist. Es scheint unpassend zu sein, dies zu erwähnen. aber nach Millionen Jahren irdischen Daseins wenden die Menschen ihrer Umgebung immer noch so wenig Aufmerksamkeit zu, wie sie dies wahrscheinlich einst in der Zeit der Höhlenbewohner taten.
454. Öfter als einmal wurde bei erfolgreicher Forschungsarbeit
der Fortschritt durch geringer Schwierigkeiten gestört. Unter diesen Schwierigkeiten hat der so genannte Widerwille eine besondere Bedeutung. Er rührt von verschiedenen Bedingungen her, sowohl von äußerem als auch von karmischen. Es ist schwierig, dieses Gefühl, das der Tätigkeit der feurigen Zentren gleichsam einstellt und sie der Kraft beraubt, mit Worten zu beschreiben. Zweifellos ist Widerwille der Furcht verwandt. Aber für den Aufstieg muss der Widerwille besiegt werden. In allen Mysterien gab es zur Überwindung des Widerwillens einen eigenen Ritus.
455. Ferner sei betont, dass die Menschen darüber nicht erstaunt sein sollen, dass sie selbst dem Mosaik den letzten Stein einfügen müssen. Dieses Gesetz ist insofern gerecht, als für gewöhnlich kaum der Wunsch aufkommt, den erstgegebenen Stein zu setzen. Vieles ist gegeben und vieles nicht angewendet worden. Es ist genau festgelegt worden, dass viele mechanische Formeln durch feurige Energie belebt werden müssen. Aber die Menschen nennen das nach wie vor fürchten sich sogar, an solche Experimente zu denken.
456. Gehen auf dem Wasser, oder Sitzen auf dem Wasser sowie das Durchschreiten von Feuer sind beachtenswerte Beweise der Gedankenkraft. Lasst uns erklären, wie das Sitzen auf dem Wasser erreicht wird. Natürlich muss der Körper durch vegetarische Ernährung sowie durch Entzücken des Geistes geläutert werden. Aber zudem sollte man schwimmen und auf dem Wasser schweben können, um sich noch stärker vor der Schlange des Zweifels zu schützen. Ein seichtes, ruhiges Wasser wählend, setzt sich der Yogi auf eine vorbereitete, leichte Stütze aus Holz, so dass ihm das Wasser bis zur Taille reicht. Dann konzentriert er sich
mit Hilfe des Rhythmus von Pranayama und erhebt seine Gedanken zu dem Höchsten - dem Unnennbaren. So können mehrere Tage zwischen Ausruhen und der Annäherung an seine geistige Erhebung zugebracht werden. Schwinden die Gedanken irdischer Anziehung, verliert der menschliche Körper seine Schwere. Der Yogi erhebt sich vom Wasser und die hölzerne Stütze flutet hinweg. Kann die ursprüngliche Höhe des Gedankens beibehalten werden, bleibt die Körperlage unverändert. Zudem kann man leuchtende Ausstrahlungen des Körpers wahrnehmen, die, wie eine alte Redensart besagt, den Menschen mit dem Himmel vereinen. Der einzige entscheidende Faktor bei diesem Experiment ist die Beschaffenheit der Gedanken. Ein unreiner Mensch vermag unmöglich auf dem Wasser zu sitzen, ebenso wenig kann die Unverletzlichkeit durch Feuer ohne bestimmten Rhythmus und Erhebung erreicht werden. Wer kann bestimmen, wie viel Zeit für vorbereitende Beherrschung des Körpers und des Geistes erforderlich ist, um solch eine Erhebung des Gedankens zu erlangen? Das Maß an Geduld, Ausdauer und Entschlossenheit unterscheidet sich unendlich, und außerdem sind bestimmte Einwirkungen kosmischer Verhältnisse Voraussetzung. Auch sollte man nicht lächeln, wenn es hießt, dass um den Vollmond die Bedingungen günstiger sind.
457. Es gibt eine Parabel über die Untersuchung von Schwierigkeiten, in der aufgezeigt wird, dass, obgleich die Menschen immer den leichtesten Weg einzuschlagen suchen, sich dieser als der schwierigste erweist. Darüber gibt es sowohl amüsante ais auch tragische Beispiele. Es hat sich ebenso gezeigt, dass die klügste Person über eine leichte Errungenschaft alle Einzelheiten aufzuzählen vermag, aber gerade jene vergisst,
die sich als die schwierigste erwies. Mit dem Körper allein kann man weder dem Feuer noch dem Wasser entkommen. man darf den feurigen Gedanken nicht vergessen.
458. Könnten die Menschen dich erkennen, wie sehr sie gedanklich verlieren, während sie dauernd erwerben könnten! Aber Finsternis lässt keine Vorstellungskraft aufkommen. Jedoch es ist schwierig, erst an Vorstellung zu denken, wenn wir uns bereits in der Feinstofflichen Welt befinden. Dort muss sie bereits angewendet und nicht erst geboren werden.
459. Man sollte begreifen, dass jeder Erfolg auf der Gedankenqualität beruht. Man sollte verstehen, dass Wir für Erfolg bürgen können, wenn der Gedanke Uns zufliegt.
460. Man sollte nicht darüber lachen, wenn gewisse Yogis bei Levitation ein kleines Schilfrohr oder eine Papierrolle verwenden. Sicherlich können die gleichen Resultate ohne diese physischen Hilfsmittel erzielt werden. Wenn jedoch jemand bei der Levitation eine Feder in der Hand zu halten wünscht, wollen wir ihn dieser kleinen Unterstützung nicht berauben; das Wesentliche liegt weder in der Feder noch in der Papierrolle, sondern im Gedanken - in der feurigen Energie. Es kann viele Symbole geben, die Energie hervorrufen, und jeder kann den nächstliegenden Leiter wählen. So benötigen die Zigeuner entweder Wasser oder flüssiges Wachs, doch das Wesentliche ist ihre psychische Energie, die bei dieser Rasse sehr stark ist. Man kann an ihnen sehr lehrreiche Beobachtungen anstellen: leider muss man ihre Ehrlichkeit scharf überwachen. Häufig ist die Energiesteigerung, die eine atavistische Aufspeicherung ist, mit einem mittelmäßigen Bewusstsein verbunden; doch der Arzt und der Wissenschaftler müssen alle Möglichkeiten erforschen. Ähnlich können viele
nordische Rassen interessantes Material liefern, besonders in Norwegen, Karelien, Schottland und auch die Eskimos. Für den Wissenschaftler sind natürlich sogar ursprüngliche Fünkchen dieser Energie von Wert.
461. Meteorische Mikroben sollten euch nicht überraschen. Die Feststellung, dass in allem Leben vorhanden ist, erweitert den Horizont bloß. Wenn eine Mikrobe aus dem Raum herbeifliegen kann, wie viele andere, neue Beobachtungen sind dann zu erwarten? Die ganze Feurigkeit des Raumes bietet neue Schlussfolgerungen über Feuer als Lebenssubstanz. Man muss die Wissenschaftler bitten, freundschaftlicher miteinander zu verkehren, damit die wertvollen Beobachtungen nicht durch Feindschaft und Ablehnung zerstreut werden.
462. Warum ist es so schwierig, Beobachtungen aus verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen in Wechselbeziehung zu bringen? Die Zeit naht, in der unter Wissenschaftlern verschiedener Wissenszweige völlige Übereinstimmung erforderlich sein wird. Es wird notwendig sein, Wiederentdeckungen alter Kulturen mit mechanischen und physischen Beobachtungen zu vereinen. Zusammen mit Skeletten von Riesen wird man Gegenstände finden, die die vielfältigsten Beobachtungen erfordern werden. Und schließlich wird in Zusammenhang mit seltsamen Veränderungen uns Planeten das alte Wissen der Sternkunde erforderlich sein. Um den Horizont neuer Forscher zu erweitern, ist eine vernünftige Einigkeit erforderlich.
463. Wie kann man die Unausgeglichenheit von Hitze und Kälte erklären? Man sollte sich nicht scheuen, über die feurigen Wellen zu sprechen; durch sie kann an die feurige Gefahr erinnern. Es gibt laufend Voraussagen aus völlig verschiedenen Richtungen, welche
die gleichen Fristen aufzeigen. Es ist kein Zufall, dass einander Fremde die gleichen Worte auszusprechen beginnen. Jedoch sollte man davon Abstand nehmen, in der Lache der Verneinungen zu fischen
464. Sowohl Stumpfheit als auch Widerwille müssen überwunden werden. Viele beachten diese unheilvollen Weggefährten nicht. Jedoch man kann klar verfolgen, dass nicht nur unbekannte Grunde, sondern auch die scheinbar harmlosesten Gebrauchsgegenstände den Strom der feurigen Energie unterbinden. Nicht nur Widerwille, sondern auch eine gewisse Art unmerklicher Stumpfheit hemmt die Anspannung bei der Arbeit. Der gewöhnlichste Gegenstand trübt scheinbar die Aufnahmefähigkeit des Gehirns und des Herzens. Manchmal reißen uns das Muster eines Gewebes, der Rhythmus eines Liedes, der Glanz eines Messers, das Klingen eines Metalls oder viele ähnliche fragmentarische Emotionen aus dem gewohnten Lauf der Bestrebung heraus. Woher kommt diese Stumpfheit! Woher stammen diese Widerhalle und Lichtblitze, sind es vielleicht entscheidende Faktoren in unserem Dasein? Verneinen wir die Aufspeicherungen der Vergangenheit nicht, sie liefern einen weiteren Beweis früherer Leben. Man sollte diese Rückerinnerungen völlig nüchtern betrachten und sie als Übung der Beobachtungsfähigkeit sogar notieren. Aber diese Einzelheiten aus der Vergangenheit sollten geistig nicht belasten. Man kann auch auf Gegenstände stoßen, die zum Streben Antrieb geben; über solche Gefährten ferner Pfade kann man sich freuen, aber auch sie dürfen unsere Aufmerksamkeit nicht zu lange in Anspruch nehmen. Voran, voran, immer voran! Jeder Augenblick der Stumpfheit ist eine Einbuße an Fortschritt. Wie oft wurde gesagt, dass Bewegung ein Schild gegen feindliche Pfeile ist! So schreiten feurig voran!
Möge euer Feuer ein Leuchtturm für eure Gefährten sein. Man sollte daran denken, dass man durch Gedanken Licht spenden muss.
465. Man sollte sich dem Spott, dem widerlichsten Gewürm, enthalten. Jeder Spott kommt auf uns zurück. Der unerbittlichste Bumerang ist die Demütigung seines Nächsten. Man kann sagen, dass bei Aufkommen von spott das Feuer von einem staubigen Schleier verdeckt wird. Man sollte über die Bedeutung von Schelte und Spott ernsthaft nachdenken. Spott verursacht Tod durch Steinigung. Und die Mutter des Spottes ist Gemeinheit.
466. Die epidemische Trockenheit der Kehle weist nicht allein auf die atmosphärische Trockenheit hin, sondern auch auf die feurige Spannung. Die Zeichen häufen sich, aber man beachtet sie erstaunlich wenig. Im Gegenteil, infolge oberflächlicher Unwissenheit werden die seltsamsten Erklärungen über sie gegeben. Leichtigkeit dieser Erklärungen beweist, dass die Menschenlieber in ihrer Illusion verharren als sich mit Wirklichkeit zu befassen.
467. Ein Sterbender, der darauf beharrt, dass es Leben nach dem Tode gibt, liefert wahrhaft typisches Beispiel für die Selbsttätigkeit der psychischen Energie. Er erteilt sich praktisch den Befehl, nicht mehr leben zu wollen, und die Folgen Befehls ereilen ihn. Es gibt viele ähnliche Falle, doch niemand beachtet diese treffenden Beispiele, die allgemeine Beachtung verdienen.
468. Der Verlust der Zusammenarbeit macht die Menschen völlig hilflos. Der Verlust rhythmischen Einklangs vereitelt alle Möglichkeiten neuer Errungenschaften. Ihr seht selbst, welche Schwierigkeiten durch Uneinigkeit entstehen. Solch ein Zustand ist sehr gefährlich.
469. Jeder, der sich der Feurigen Welt nähert, wird ihre Schönheit, ihr Licht und ihre Herrlichkeit bestätigt finden. Ferner wird durch das Gefühl der Einheit ein besonderes Entzücken wachgerufen. Das feurige Licht führt zur gegenseitigen Anziehung, mit anderen Worten, zur wahren Einheit. Das Fleisch hingegen gibt den Anstoß zu jeglicher Uneinigkeit. Diese Eigenschaft der physischen Welt verhindert es, auf dieser staubigen und nebeligen Oberfläche das Entzücken der Einheit zu erfassen. Deshalb sollte man seine Gedanken umso mehr auf die Feurige Welt richten, um sich das schon erschöpfte Gefühl der Einheit wieder einzuimpfen. Der ungenutzte Magnet sollte wieder aufgeladen werden. Sogar im täglichen Leben muss man den Magneten zu nutzen verstehen. Ebenso versinkt die ungenutzte Potenz des Feuers in die Tiefen und wird unzugänglich. man muss sie durch die besten Erinnerungen und die würdigste Vorstellungen zurückzurufen. Wahrhaftig, die feurige Herrlichkeit bedarf der verklärten Vorstellung. Man sollte begreifen, dass die grobstofflichen Formen keinerlei Vorstellung von der Feurigen Welt bieten können. Aber augenblickliche Erleuchtung kann für immer ein auf Einheit beruhendes unaussprechliches Gefühl bewahren.
470. Allen Bündnissen kann man entnehmen, dass in gewöhnlichen irdischen Symbolen die erhabenen Begriffe der Feurigen Welt verborgen sind. Muss eine Stadt unbedingt irdisch sein? Oder muss eine Kuh unbedingt an eine irdische Herde erinnern? Oder muss Milch nur von irdischer Beschaffenheit sein? Viele solche Andeutungen kann man in allen Lehren finden.
Der Grund hierfür liegt sowohl in der Unbeschreiblichkeit der Begriffe der Feurigen Welt als auch in der Tatsache, dass Schriftsteller und Leser die seinerzeitigen Begriffsbestimmungen, die im Lauf der Zeit verloren gingen, kannten.
471. Als die Menschen nach glänzenden Epochen den Schrecken des Fleisches verfielen, gingen die besten Benennungen verloren oder wurden fälschlich in andere Begriffe übersetzt. Man sollte die irdischen Wandlungen nicht übersehen und aus diesen Beispielen Nutzen ziehen. Grundsätzlich sind die mechanischen Begriffe dermaßen nichtig, dass man sich im Gebet dem Geisteskorn zuwenden sollte, das heller erstrahlt als die elektrischen Lampen. Man sollte das Gedenken an das Feuer nicht bloß als Märchen betrachten. Viele unter euch werden denken, Feuer sei nur eine Gewissenspein. Aber die Feurige Welt wird durch Freude erkannt!
472. Armselig ist ein Handwerksmeister, der vom Reichtum der Natur keinen Gebrauch macht. Für den geschickten Holzschnitzer ist ein krummer Baum ein wahrer Schatz. Ein geschickter Weber nutzt jede Stelle, um seinen Teppich zu verzieren. Der Goldschmied freut sich über jede ungewöhnliche Metalllegierung. Nur den mittelmäßigen Handwerker stört alles Ungewöhnliche. Nur eine armselige Vorstellung gibt sich mit den Beschränkungen durch andere zufrieden. Der wahre Meister entwickelt in sich großen Scharfsinn und Findigkeit. Der gesegnete Zauber seiner Fertigkeit bewahrt den Meister vor Entmutigung. Sogar die Nacht bringt dem Meister keine Dunkelheit, sondern allein eine Vielfalt von Formen des einen Feuers. Keiner kann einen Meister zu ziellosen Spekulationen verleiten; denn er kennt die Unerschöpflichkeit der Seinssubstanz. Im Namen dieser Einheit sammelt der Meister
jede Blüte und schafft eine ewige Harmonie. Er bedauert die Verschwendung jeden Materials. Jedoch Menschen, fern der Meisterschaft, verlieren die besten Schätze. Sie sprechen die schönsten Gebete und Anrufungen nach, doch diese zersplitterten und unerkannten Rhythmen werden wie Staub hinweg getragen Die Bruchstücke des Wissens verwandeln sich in toten Wüstenstaub. Das menschliche Herz kennt das Feuer, aber der Verstand sucht diese offenbare Weisheit zu trüben. Die Menschen sagen: "Der Zorn hat ihn verzehrt", oder "er welkt aus Neid dahin", oder "er war vom Wunsch entflammt". In vielen solchen Ausdrücken beweisen die Menschen treffend und klar ihre Kenntnis von der Bedeutung des Feuers. Doch diese Menschen sind keine Handwerksmeister und sind immer bereit, die für sie selbst so nötigen Perlen sinnlos zu verstreuen. Man kann die menschliche Freigebigkeit, welche die Schätze des Lichts verstreut, nicht begreifen. Die Menschen lassen keine Gelegenheit zur Verneinung verstreichen. Sie sind bereit, alle Feuer um sich herum auszulöschen, nur um zu erklären, in ihnen gäbe es kein Feuer. Jedoch die Feuer zu verlöschen und der Finsternis Eintritt zu gewähren, ist der Schrecken der Unwissenheit.
473. Ihr merkt, dass die Lichter des Raumes stärker sind als das Leuchten des Sonnenscheins. In der Finsternis ist es schwierig, Lichter abzuschätzen, aber durch Vergleich mit dem Sonnenlicht gewinnt man eine Vorstellung der Herrlichkeit der Feurigen Welt. Man muss begreifen, dass irdische Augen den höchsten Glanz nicht ertragen können, weshalb Wir sie durch Funken und Lichter für die Feurige Welt vorbereiten. Man sollte nicht wie ein Schwein seine Augen nur zu Boden richten.
474. Ihr bemerkt, dass Wir manchmal keine Namen aussprechen, sondern sie durch Symbole ersetzen. Was den Krieger betrifft,
so beziehen Wir Uns auf den kollektiven Begriff aller Streitkräfte. So darf man die Menschen sogar durch das Aussprechen ihrer Namen nicht belasten.
475. Verbindungen im Geiste bilden einen bedeutsamen Teil des irdischen Daseins, und sie gehören zweifellos der feurigen Natur an. Sie kommen nicht nur während des Schlafens vor, sondern auch in unserem Wachstand fühlen wir zahlreiche Reflexe solcher Verbindungen. Niemand, sogar die am gröbsten Person, würde leugnen, dass sie mitunter gewisse Kontakte oder Gedanken-Suggestion von außen gespürt hat. Der Lehrer muss aufzeigen, dass solche Kontakte aus vielen Quellen empfangen werden können, entweder über die Verbindung zur Hierarchie, aus der Feinstofflichen Welt, oder von Erdbewohnern. Es ist für einen von außen kommenden Gedanken sehr bezeichnend, dass er sehr leicht vergessen wird. Nicht ohne Grund riet die alte Weisheit, nach solchen Gedanken einen Schluck kalten Wassers zu trinken, so wie eine geschmolzene Substanz der Kühlung bedarf, um die Form zu bewahren. Diese alte Weisheit entbehrt nicht die Grundlage. Der von außen kommende Gedanke entflammt scheinbar die Zentren und sollte sozusagen einprägt werden, um ihn in die übliche Energie umzuwandeln. Dasselbe gilt für die Träume und Visionen. Wir erhalten nicht nur feurige Impulse von außen, auch unser feinstofflicher Körper spannt sein ganzes feuriges Wesen an, um die Wahrnehmungen zu verdichten und die Überzeugung zu verstärken. Man kann beobachten, wie die Feurige Wahrnehmung höchst charakteristische Einzelheiten sammelt. Zuweilen ist man erstaunt den Beobachtungsgrad und die leuchte Beweglichkeit des feurigen Auges im Vergleich zum
irdischen Auge. Alle möglichen Träume und Empfindungen, die niedergeschrieben werden, zeugen, mit welchem Scharfsinn die Einzelheiten gesammelt wurden. Die feurige Schöpferkraft verdichtet oft Einzelheiten; sie lügt nicht, sondern vereinigt alle gleichartigen Teile. Deshalb empfehlen Wir ernsthaft, den feurigen Empfindungen angespannte Aufmerksamkeit zu schenken; in ihnen liegt Wahrheit, gestaltet vom Feuer, dem Genius. Es mag Jahrzehnte dauern, um mit dem Intellekt das wahrzunehmen, was die feurige Erleuchtung fast augenblicklich vollbringt.
476. Das feurige Bewusstsein bietet jene zur Wahrheit führende unbezwingliche Zuversicht. Wahrheit an sich ist positiv. Wo Feuer schafft, gibt es keine Ablehnung. Man muss die Zustände der Welt dem Niveau des feurigen Bewusstseins gemäß aufnehmen. Die Lebensverhältnisse sind dem feurigen Bewusstsein oft hinderlich. Es ist schwierig, das Gewand der Aufbautätigkeit mit der Herkömmlichkeit in Einklang zu bringen. Der Lebensablauf mit seinen vielen Einzelheiten behindert die feurige Aufnahmefähigkeit. Aber wer auch nur einmal mit der Feurigen Welt in Berührung kam, für den werden alle Hüllen belanglos. So darf man, von höherer Ebenen geleitet, sich durch die Unvollkommenheit seiner Umgebung nicht beeinträchtigen lassen. Aber für jene, die nicht gut sind, müssen alle guten Maßnahmen aufgewendet werden. Feurige Erkenntnis ist keine Ichsucht.
477. Es ist ganz natürlich, dass der feurigen Wahrnehmung ein Erdbeben vorausgeht, das an sich das Ergebnis feuriger Spannung und Entladung ist. Die Annahme, dass Meteore
Erdbeben verursachen, ist zu einseitig; es gibt viele Ursachen, die im Firmament Zerstörung bewirken.
478. Es gibt feuriges Atmen, denn der feurige Körper lebt. Das Aufleuchten dieses feurigen Atems kann im irdischen Körper selten wahrgenommen werden, aber der geläuterte Körper kann solcher Seufzer manchmal verspüren. Sie können am Scheitel, im Herzen oder in anderen Zentren gefühlt werden; man kann gleichsam eine Ausdehnung dieser Zentren spüren. Das kann sogar Schwindelgefühl oder Übelkeit verursachen, weil sich die grobstoffliche Welt solch einer Erscheinung der Feurigen Welt nicht leicht anpassen kann. Auch bei Fällen von Herzerweiterung kann es feuriges Atmen geben. Oft erweitert sich das Herz, verliert aber den Rhythmus und kann sich nicht normal zusammenziehen. Bei Levitation ist feuriger Atem von größter Wichtigkeit, er befreit den Körper von den physischen Zuständen. Hier befassen wir uns mit dem Gedanken als feuriges Produkt. Ihr selbst wisst, dass bei Levitation in euch erst aufkam, als das ganze Wesen zur Hierarchie bestrebt war. Yoga empfiehlt immer wieder: "Denkt nur an das Höchste, soweit es dein Bewusstsein erfassen kann. Stelle dir dieses Höchste als die beste Erscheinung vor. Stelle dir dieses Höchste als Unbeschreibliches Licht vor. Spanne dein Bewusstsein für etwas vollkommen Fühlbares an. Offenbare das beste Verhalten. Sammle alle Schätze des Guten, denn die Stimme der Stille sagt: "Im Guten steigen wir auf!" Wiederum seht, wie klar die im Leben anzuwendenden Weisungen der Alten waren.
Man kann den Wissenschaftler immer wieder raten, die alten Lehren aufmerksam zu lesen.
479. Wer würde glauben, dass der menschliche Organismus nicht nur auf planetare Störungen, sondern auch auf die Ströme des ganzen Sonnensystems reagiert? Es wäre unklug, dies zu leugnen und den Menschen der Zusammenarbeit mit den fernen Welten zu berauben. Unsere Aufgabe ist es, die Menschen daran zu erinnern, dass sie, als höchste Erscheinung der offenbarten Welt, Zentren für die Vereinigung der Welten sein können. Nur wenn sich die Menschen diesen Gedanken einprägen, können sie zu wahrem Fortschritt gelenkt werden.
480. Die Menschen vom höheren Denken fernzuhalten, kommt einem Mord gleich. Das ist keine Übertreibung, denn Grobheit und die Senkung des Denkniveaus führen schließlich zur Ernüchterung und Vernichtung. Wenn daher festgestellt wird, dass ein lichtvoller Gedanke einer Tempelsäule gleicht, kann man begreifen, dass feurige Erleuchtung ewiges Leben verleiht.
481. Die Zustände der Welt haben sich nicht gebessert. Nicht ohne Grund seid ihr voller Erwartung. Das Geschwür reift. Wir sind wachsam, und wer mit Uns ist, wird gerettet. Aber mit Uns sein heißt, die Lehre kennen; kennen heißt anwenden!
482. In Tibet werden Pferde mit Leopardenfleisch gefüttert, um sie wild zu machen. Die Kshatriyas von Rajputana verlegen sich auf Fleischnahrung, um ihren kriegirischen Geist zu bewahren. Allein diese zwei Beispiele weisen auf die Bedeutung des Fleischessens hin. Nicht wegen Verfeinerung der Sinne schlachten die Leute eine Unmenge Vieh; gleich den Höhlenbewohnern sind sie beriet, Bären zu verzehren. Man muss erkennen, dass die Massenschlächterei von Tieren vollkommen bewusst geschieht. Die Menschen wissen, dass Gemüse und Obst mehr Lebensenergie spenden
als eine Schale Blut, ziehen es aber dennoch vor, mit blutigem Fleisch bedient zu werden und ergötzen sich in hohem Maße an dieser Rohheit. Es gibt keinen anderen Namen für diesen Wahnsinn des Blutverzehrens. Die Menschen wissen genau, dass eine Handvoll Weizen oder Gerste ausreicht, das Leben zu erhalten, aber ihr animalischer Instinkt versucht, sie in den tierischen Zustand zurückzuziehen. Versuchen Tiere nicht, einander an die Gurgel zu springen? Verleitet die Finsternis die Menschen nicht zu den niedrigsten Handlungen? Vergessen wir nicht, dass Massenmord, ob im Krieg oder im Schlachthaus, die Atmosphäre gleichermaßen verunreinigt und die Feinstoffliche Welt entweiht. Man muss erkennen, dass jedes bewusste Töten die ganze umgebende Atmosphäre erschüttert. Außerdem stärken alle diese Handlungen die Kräfte der Finsternis und des Chaos, indem sie den Rhythmus stören. Jedwedes Stören der Feinstofflichen Welt muss vermieden werden. Wir gestatten Pflanzennahrung, Mehlspeisen, Milch und Eier, doch so frisch wie möglich und weich genossen. Ihr selbst wisst, wie abstoßend der Anblick von Fleisch für den Organismus ist, der sich bereits an Pflanzennahrung gewöhnt hat. So muss man sich in der Praxis Verfeinerung angewöhnen und daran denken, dass sogar ein Elefant seine Kraft allein durch Pflanzennahrung vermehrt. Man sollte nicht glauben, die Leute wären aus Armut gezwungen, Fleisch zu essen. Vegetarische Nahrung ist leicht zu beschaffen, zudem werden viele sehr nahrhafte Kräuter und Wurzeln nicht genutzt. Von manchen Tieren könnte man viel lernen, sie wissen über die natürliche Ernährung besser Bescheid als der Mensch - der Fleischesser. Fühlt euch nicht betroffen, wenn der Blutliebhaber vegetarische Kost verhöhnt,
nur merkt euch ihn gut, denn er der Finsternis nahe steht. Viele Leute haben kein Verlangen nach Fleisch und werden nur durch hässliche häusliche Verhältnisse dazu gezwungen. Von diesen sprechen Wir nicht. Wir bedauern die bewussten Vampire und Leichenverzehrer. Daher seid einfacher, und verfeinert eure Nahrung.
483. Die Schöpferkraft der Gedanken im Bereich der Feinstofflichen Welt möge uns daran erinnern, welch ein Verstärker vor uns liegt. Wahrhaftig, wer im Guten hinübergeht, vermehrt das Gute und wer im Bösen hinübergeht, wird zur Quelle des Bösen. Auf diese Weise können wir unsere Energien unbegrenzt vermehren. Darum sind wir verpflichtet, unseren Organismus zu verfeinern, damit er zu einem würdigen Gefäß wird. Und diese Taten können sowohl in Palästen als auch in Hütten vollbracht werden. So führt nur das erhabene Bewusstsein der offenbarten Feurigen Welt zum Pfad der Einheit.
484. Zur Frage der Ernährung sollte vermerkt werden, dass es notwendig ist, täglich Rohkost oder Obst zu essen; ebenso ist rohe Milch von gesunden Kühen der gekochten vorzuziehen sowie Vollkornbrot. Auf diese Weise nimmt man ausreichend Vitamine zu sich, ohne das Übermaß der Nahrung sichtbar zu vermehren. Daher sollte man sich mit dem Gedanken an das Essen nicht belasten, da solch ein Gedanke oft viele wertvolle Bestrebungen trübt. Wer das Gleichmaß zwischen physischen und geistigen Bedürfnissen gefunden hat, beginnt schon die Höhere Welt zu verstehen.
485. Das Überwachen der Gedankenqualität in Bezug auf verschiedene physische Umstände führt zum feurigen Verstehen vieler Dinge. Vergleichen wir das Denken eines Bergmannes
in einem tiefen Schacht mit jenem eines Fliegers in höchster Höhe seines Fluges, so werden wir in der Denkart, sowohl was die Methode als auch die Stärke betrifft, einen beachtlichen Unterschied feststellen. Es wäre wert, das Denken eines gebückten Schnitters mit jenem eines Reiters zu vergleichen. Gedanken ein und derselben Ordnung werden ganz unterschiedlich in ihnen wirken. Physische Zustände wirken gleichsam als Begleiter zur Melodie des Geistes. Beim Aufbau muss man seine ganze Vorstellung pflegen, um die Harmonie so vieler verschiedener Umstände herauszufinden. Das feurige, kollektive Bewusstsein der Völker ist dafür ein lehrreiches Schauspiel.
486. Wenn Ich zur Vorsicht rate, habe Ich verschiedene Zustände im Sinn. Der Gesundheitszustand steht mit vielen kosmischen Ursachen in Zusammenhang. Man sollte ihn daher nicht allein auf Erklärung oder Verdauungsstörung zurückzuführen. Der Chemismus der Gestirne gleicht einer beträchtlichen Dosierung von Medizinen und anderen Zusammensetzungen, die den Organismus merklich beeinflussen können. Ebenso können Nervenschmerzen nicht nur auf Besessenheit, sondern auch auf Einwirkungen von Raumströmen zurückzuführen sein. Warum denn über die vielen Nervenkrankheiten überrascht sein? Ich habe schon oft auf den Schrecken solcher Seuchen hingewiesen. Sie sind ansteckend und unter den vielen Arten liegt ihnen eines zugrunde, nämlich die Verletzung des feinstofflichen Körpers. Jetzt kann man wiederum verstehen, warum es so notwendig ist, unverzüglich mit dem Studium der feurigen Energie zu beginnen.
487. Geschichtliche Taten von großer Bedeutung werden oft in Übereinstimmung mit visionär gegebenen Weisungen vollbracht. Die Unsichtbare Regierung hat ihre Entscheidungen öfter getroffen als die Menschen vermuten. Die Höheren Wesenheiten, oder uns nahe stehende Abgeschiedene,
überbringen die Botschaften nahe bevorstehender Fristen. Es ist zu bedauern, wenn solche Visionen und Heimsuchungen geheim gehalten werden, es sei denn, dass Verschwiegenheit angeordnet wurde. Das feurige Siegel auf den Lippen ist äußerst sicher. Jedoch man kann der Nachkommenschaft die Wahrheit in Memoiren überliefern, die viele Herzen erheben werden. Ihr selbst kennt bereits eine ganze Reihe historischer Ereignisse, die auf Warnungen und Weisungen beruhen. So kann man bis zur heutigen Zeit eine Reihe von Ereignissen des Altertums verfolgen, die scheinbar mit einem führenden Gedanken verkettet waren. Es ist richtig, diese feurigen Enthüllungen zu sammeln, sie werden ein ganzes zwischenweltliches System offenbaren. Man muss historische Fakten gründlich untersuchen, um den weisen Aufbau noch bewusster zu verstehen. Ich empfehle, alle bekannten stattgefundenen, oder mit höheren Visionen in Zusammenhang stehenden, geschichtlichen Ereignisse aufzuzeichnen.
Bei dieser Arbeit werden viele weitere Fakten gefunden werden, denn der strebende Gedanke ist wie ein Magnet.
488. Vielen ist das scheinbar ohne sichtbaren Grund ausgelöste innere, vage Erbeben bekannt. Kaum jemand denkt daran, dass er von einem mächtigen Gedankenstrom berührt werden könnte. Vielleicht ist sein Empfänger nicht auf diesen Rhythmus abgestimmt, oder die Energie an sich erschüttert seinen Solarplexus. So viele feurige Empfindungen streifen den Körper des Menschen, als wollen sie sich bemerkbar machen.
489. In den Schulen sollte darauf aufmerksam gemacht werden, dass vor dem dreißigsten Lebensjahr nicht alle Zentren für höhere Manifestationen aufnahmebereit sind. Für die Jugend ist es notwendig zu wissen, wie
weise ist es, Körper und Geist für den Aufstieg vorzubereiten. Die Lehrer müssen Führer im Leben sein. Das Abstrakte muss Wirklichkeit werden und das ganze Leben stärken. Viele reine Geister sind bereit, sich in bewusster Arbeit zu vereinen, doch sie suchen den richtigen Anschluss. Die Lehrer mögen daran denken, dass der Pfad der Verneinung der verderblichste ist.
490. Es kann nicht bezweifelt werden, dass bei Gedankentätigkeit der Aufwand an innerer Energie weit größer ist als bei physischer Arbeit. Diese Tatsache möge in den Grundlagen der Kultur verankert werden. Ebenso ist es an der Zeit, zu erkennen, dass Vitamine und viele andere Substanzen nur dann wirksam werden, wenn sie mit der feurigen Energie des Menschen in Berührung kommen. Auch diese verspätete Entdeckung möge zum Zeugnis für die feurige Energie des Menschen werden. Das Streben entlang dem Pfad der Entdeckung der Eigenschaften der menschlichen psychischen Energie wird den Lebensaufbau bieten. Man sollte aufmerksam beobachten, in welchem Grad der Mensch selbst sogar die stärksten Substanzen umwandelt. Vergleichen wir die Wirkungen von Medizinen, die in gläubigem Vertrauen eingenommen werden, mit solchen, wo dies mit Abscheu erfolgt. Wir haben es oft erlebt, dass eine unter suggestivem Einfluss eingenommene Medizin eine gegenteilige Wirkung auslöste; dass Wasser die mächtigsten Eigenschaften medizinischer Bestandteile annahm. Doch kein äußerer Wille bewirkte diese Verwandlungen. Der Wille lenkte die feurige Energie bloß, und im Schmelztiegel des Feuers erfolgte die Umwandlung. Wir müssen begreifen, dass wir durch das Verstehen der feurigen Energie selbst unsere Macht bejahen. Es kann nicht deutlicher gesagt werden, als dass der Mensch als Ebenbild des Höchsten geschaffen wurde,
womit auf das Vorhandensein der höheren Energien hingewiesen wird. Aber es wurde nicht gesagt, dass der Mensch diese Energien nur durch künstliche Übungen nutzen kann. In der menschlichen Natur sind Energien eingelagert, die unter den natürlichen Daseinsbedingungen wirken müssen. Das führt uns wieder zum Lebensaufbau. Da Magie der künstlichen Mittel bedarf, ist sie für die Lebenserneuerung ungeeignet. Die natürliche Entwicklung des Geistes und die Erkenntnis der Feurigen Welt werden die einfachste Lösung für die Bestrebung der Menschheit sein. So heißt es auch mit Recht, dass Luxus der Gegensatz von Schönheit ist. Luxus ist eine Art Magie, aber wo es Schönheit gibt, bedarf es keiner Magie.
491. Durch das Versagen des Menschen, die ihm innewohnenden Kräfte zu erkennen, entsteht Niedrigkeit. Niedrigkeit ist ansteckend; sie besteht seit Generationen, sie tötet das Wesen auf der Lebensschwelle. Durch Niedrigkeit wird jener allgemeine Zustand bestätigt, der die Persönlichkeit und die menschlichen Errungenschaften zunichte macht. Aufbautätigkeit ist der Niedrigkeit besonders verhasst. In der Tat, für Niedrigkeit ist die Feurige Welt ein entsetzliches Schreckgespenst.
492. Es gibt viele Ereignisse, aber versteht es, inmitten dieser vielen Meinungsverschiedenheiten an den einen Plan zur Erreichung der Neuen Welt zu erinnern. Viele Menschen wollen nicht erkennen, dass sie am Weltenaufbau teilhaben können. Mögen sie für den für sie unsichtbaren Tempel Steine beitragen.
493. Ihr habt von vielen Erdbeben und
unzähligen auf die Erde niedergegangenen Meteoriten gehört, aber Erdbeben werden meist bedingt registriert. In bestimmten Zonen werden sie mit äußerster Genauigkeiten registriert. Meeresbeben jedoch werden nur annährend registriert, obwohl sie sich als besonders gefährlich erweisen. Ebenfalls gibt es im Zusammenhang mit den niedergehenden Meteoriten nur Näherungswerte. Freilich, viele Meteoriten fallen ins Meer, aber das erfolgt aufgrund des Magnetismus. So ziehen Eisen und andere Metalle Meteoriten an, vor allem, wenn sich diese Lagerstätten noch im Urzustand befindet ihr kosmischer Magnetismus noch nicht schwand. Die Bedingungen kosmischer Magnetisierungen zeigen sich erfolgreich bei den Menschen, die die Metalle und das Wasser finden können.36 Die Existenz solcher Menschen ist von alters her bekannt gewesen. Zum Glück leugnet die gegenwärtige Wissenschaft diese Fakten nicht. Damit hat die Wissenschaft bereits eine der Eigenschaften der feurigen Energie bestätigt. Doch es ist äußerst bemerkenswert, dass diese Menschen die unterirdischen Wasser und Metalle genau aufspüren. Solcher Mensch wird weder auf einen Wassertank noch auf ein Stahlgehäuse ansprechen. Dieser Magnetismus wird dem feurigen Kanal entlang gelenkt und spricht grundsätzlich auf den Urzustand einer Substanz an. Dieser ist auch die Ader aller feurigen Verbindungen. Natürlichkeit und Unmittelbarkeit bilden das Wesen der feurigen Energie. Wer nie an Feuer denkt und nie Feuer wahrnimmt, verschließt sich auf diese Weise den Zugang zur Feurigen Welt. Ich wiederhole, dass es in der Feinstofflichen Welt schwierig und qualvoll ist, sich des Feuers bewusst zu werden, wenn im irdischen Zustand
auf irgendeine Weise nicht wenigstens die Annäherung an die Höhere Welt gefunden wurde. Weise ist gesagt: "Wer zu seinen Vätern gehen will, der wird zu ihnen gelangen." Aber damit wird nur der niedere Zustand festgestellt. Warum sich der vorbestimmten schönen Sphären berauben?
494. Erschöpfung und Hunger bieten Beispiele der Macht der feurigen Energie. Vergleich einen vor Hunger sterbenden Menschen, der unvermeidlich sein Ende kommen sieht, mit einem, der sich einer Hungerkur unterzieht. Beachtet, wie lange der zweite seine Kraft bewahrt und wie rasch der erstere verfällt. Nur die zur Entfaltung gebrachte feurige Energie erhält den zweiten, der sich heilen will, aufrecht. Beachtet auch ein Experiment mit Erschöpfung - wer Agni in Bewegung setzt, kennt keine Ermüdung, doch wer auf seine Ermüdung achtet, bricht zusammen. Die Menschen bezeichnen solche Wirkungen als Autosuggestion, aber worauf wirkt diese? Sie ruft feurige Energie hervor, sie setzt die untätigen Feuerräder in Bewegung, und allein diese führen zu solch einem Sieg der Nervenzentren. Die irdische Nahrungsaufnahme kann stark vermindert werden, wenn Agni entflammt ist - der Körper wird nur wenig verlangen. Man sollte nicht meinen, dass solch feuriges Entzücken nur bestimmten Rishis möglich ist. Jeder, der sich der Macht von Agni bewusst ist, kann auf ganz natürliche Weise von dieser unerschöpflichen Energie schöpfen. Das Wesentliche ist, im Kleinen zu beginnen und seine inneren Impulse zu überwachen. Es bedarf keiner besonderen Laboratorien, um sich unter verschiedenen Lebensumständen zu prüfen.
495. Der Lehrer kann die Wesensart des Schülers erkennen.
Untauglich ist der Lehrer, der alle Schüler gleichmachen will; damit erniedrigt er sich selbst und begeht einen nicht wiedergutzumachenden Fehler, indem er das Karma dessen, der sich ihm zuwandte, verletzt.
496. Gerechtigkeit ergibt sich vor allem aus Beobachtung. Man sollte alle Eigenschaften des Schülers in Betracht ziehen und abschätzen, inwieweit er fähig ist, neue Vorzüge zu erfassen. Jedes Versäumnis, einen Vorzug zu erfassen, führt zu schrecklichen Lebensentstellungen. Das Kriterium wird die Entwicklung der feurigen Energie sein. Ein im Herzen entflammter Mensch wird nie ein Schmarotzer sein. Solch eine Auffassung über das Schmarotzertum wird die ganze Denkrichtung zunichte machen. Es wird keine Schmarotzer geben, es wird keine Arbeitslosen geben.
497. Die Geschichte der Verneinungen beweist, dass sich die Menschen vor allem gegen Erscheinungen der Feurigen Welt aufgelehnt haben. Dies mag Furcht vor dem Unbekannten gewesen sein. Vielleicht war es die gewohnte Auflehnung der Unwissenheit. Vielleicht war es das Spiegelbild der eingegebenen Verwirrung, die alles herabsetzt. Eins jedoch steht fest, dass die Menschen in sämtlichen Lebensbereichen versucht haben, alles zu verneinen, was mit den feurigen Energien zusammenhängt. Die Zahl der Märtyrer für die Feurige Welt übersteigt die Zahl jener, die für die Wahrheit gelitten haben. Neben der Geschichte des Märtyrertums muss die Geschichte der Verneinungen geschrieben werden. Dazu ist es notwendig, sowohl im Bereich der Religion als auch unter den wissenschaftlichen Entdeckungen aufzuspüren, wie jeder Schritt zur Erkenntnis des Feuers mit größtem Mut gegen die Unwissenheit erkämpft wurde. Nichts erforderte so viel Selbstaufopferung wie die Bestätigung der Feurigen Welt. Sogar die gewöhnlichste Lichterscheinung ruft schon
einen Ausbruch des Misstrauens hervor. Jede noch so klare Erscheinung wird auf die unsinnigste Weise gedeutet. Gerade das Feuer als höchstes Element wird vom menschlichen Bewusstsein sehr schwer erfasst. Außer der Unwissenheit gibt es dafür noch viele andere Ursachen. Menschen, die sich mit Finsternis umgeben, gehen in Finsternis in die Feinstoffliche Welt hinüber. Feurige Lichtblicke sind für sie so unbedeutend, und der Wunsch aufzusteigen so gering, dass das Licht für sie unerreichbar bleibt. So wandeln sie in der Finsternis umher und bekämpfen das Licht.
498. Wenn das Feurige Auge seine Aufmerksamkeit auf einen bedeutenden Gegenstand konzentriert, projiziert es einen Lichtstrahl. Wenngleich dieser Strahl nicht immer äußerlich sichtbar ist, so erweckt er durch seinen Magnetismus dennoch die Aufmerksamkeit der Umgebung. Solches Magnetisieren eignet der Feurigen Welt. Dies ist keine dem Willen aufgezwungene Suggestion, sondern magnetische Führung, die sich fast völlig an die Gesetze des allgemeinen Magneten hält. So durchdringen die großen Gesetze das Leben, und es ist zu begrüßen, wenn sie zum Guten führen.
499. Liegt der Furcht vor dem Feuer nicht die Tatsache zugrunde, dass das physische Auge nur seinen zerstörerischen Aspekt wahrnimmt, während er seine feurige Schaffenskraft im dichtphysischen Zustand nicht erkennt? Man muss den Menschen mit eigener Überzeugung kundtun, dass aufgrund ihres ganzen Wesens ihr einziger Pfad in Richtung Feuer liegt. Kann ein Arzt, der seinem Patienten gegenüber Abneigung verspürt, ein guter Arzt sein? Oder wird der Krieger, dessen Geist vor Furcht erbebt, siegreich sein? Wir sollten uns daher die höchste Aufgabe stellen, und auf diese Weise werden wir der Übergangsstufen nicht gewahr werden. Jedes
Naturelement schließt vor allem Furcht aus. Die Furcht augenblicks zu bewältigen, bedeutet nicht, sie auszumerzen. Wir dürfen nicht wie kleine Kinder heute mutig sein, morgen aber vor Furcht über ein nichtiges Phantom zittern. Auch dem Verwöhnten dürfen wir nicht gleichen, der heute ein kühnes Abenteuer sucht und sich morgen in Federkissen vergräbt. Stehen wir nicht unter der Drohung von morgen, denn von allen Naturelementen duldet vor allem Agni keine Furcht. Wir dürfen Agni nicht als Zerstörer verstehen, sondern als Schöpfer. In diesen zwei Aspekten von Agni liegt der wahre Prüfstein unserer Natur.
500. Besonders schwierig ist es, den Menschen zu erklären, dass es in besonders schweren Tagen keine überragenden Ereignisse geben kann und dass die erfolgverheißendsten astrologischen Daten auch von Missgeschick begleitet sein können. Die Menschen werden solche Vergleiche als Sinnwidrigkeit von astrologischen Gesetzen betrachten. Sie vergessen, dass die Ernte nach der Saat eingelesen wird. Vielleicht können die besten astrochemischen Ströme das Ausmaß der Wirkung relativ abmindern, über jede Ursache hat ihre unerbittliche Wirkung. Deshalb muss man in ernsten Tagen äußerster Vorsicht, Feierlichkeit und Großmut walten lassen.
501. Denkt im höchsten Wohlwollen an das Feuer. Man muss seinen Geist auf die Spannung des Naturelements abstimmen. Man kann sehen, dass die feurige Spannung an verschiedenen Stellen unterschiedlich in Erscheinung tritt. Nur ausgesprochenen Nichtwissern entgeht diese Erscheinung.
502. Wachträume stellen die Wirkung der feurigen Energie auf den "Kelch" dar. Sie sind keine Krankheitserscheinungen, sie sind die Boten des Nahens
der feurigen Energie. Ähnlich beginnen die Einzelheiten der Feinstofflichen Welt in Erscheinung zu treten. Sie können segensreich verlaufen, aber bei Verdichtung der feurigen Atmosphäre können sie Wahnsinn verursachen. Die beste Kur wird sein, die Ursache dieser Erscheinung zu erklären, mit anderen Worten, in Erkenntnis des Agni Yoga. Offensichtlicher Bedarf zwingt Uns, Unsere Ratschläge für weite Anwendung darzubieten. Noch bis vor kurzem wäre die Möglichkeit, dass Wachträume in Epidemien ausarten könnten, als absurd angesehen worden. Jetzt aber werden sogar durchschnittliche Krankenhausärzte vor die Notwendigkeit gestellt, die Massenerscheinungen solch ungewöhnlicher Symptome zu studieren. Ebenso werden sich im Leben allmählich andere unbegreifliche Symptome der neuen Zustände des Organismus einstellen. Ist es möglich, dass sich die Menschen auf die neuen Zustände nicht vorbereiten wollen? Solche Unwissenheit erinnert an die Geschichte jenes Kindes, das die Fähigkeit besaß, in Finsteren zu sehen, dessen Mutter aber die Ärzte bat, das Kind von dieser Anomalie zu heilen. Die Tätigkeit der feurigen Zentren wurde unter den Menschen öfter bewiesen. Es ist unklug, diese Gaben, welche die Lösung der unmittelbaren Zukunft bieten, zurückzuweisen.
503. Vorahnung von Ereignissen stellt eine äußerst wichtige Form unserer feurigen Aufnahmefähigkeit dar. Man kann oft ganz nähe liegende Ereignisse und sogar Tätigkeiten des Alltags voraussehen, aber oft kann man über eine weitreichende Leitung die entfernten Ereignisse wahrnehmen. Es gibt viele Gründe für solche Regellosigkeiten. Wenn uns die feurige Vorahnung vor dem Morgen warnt, kann das nicht schaden, und es tut sich keine Kluft auf, wenn vor dem dritten Auge die ferne Zukunft ersteht.
Die feurige Kraft kennt keine Entfernung, sie ist wie ein Beobachter auf einem Gipfel, der sieht, wie sich die Pfade unten auf der Erde treffen. Wenn die Weltweite Regierung die ferne Zukunft voraussieht, so können unsere schwachen Augen Lichtblicke dieser Feierlichkeit und Beschaulichkeit sollte sie nicht unmittelbar und nach irdischer Art erörtern, man muss sie hüten wie einen anvertrauten heiligen Schatz!
504. In der Tat - "Besiegt die Gottlosen!" Man kann sich freuen, wenn dieser Erlass verstanden und angewendet wird. Man muss ein gut entwickeltes Bewusstsein haben, um die jetzige Gottlosigkeit zu begreifen und die Waffe des Lichts kennen, mit der Finsternis geschlagen wird. Man kann sich freuen, wenn Finsternis das Licht vermehrt. Sogar Finsternis selbst schafft Unsichtbares Licht. Es heißt, dass für den Yogi der Mond am Tage und die Sonne des Nachts scheinen. Sammelt so viel Licht um euch, dass es für Finsternis kein Raum gibt.
505. Die Befreiung von Furcht erfolgt nicht, indem man im Einzelfall davon überzeugt ist. Im Gegenteil, solche Suggestionen verdrängen das Gefühl nach innen, und es wird sich bei nächster Gelegenheit mit voller Kraft wieder einstellen. Außerdem wird sich der Schreck dem Druck der künstlichen Suggestion gemäß steigern. Gebannte Furcht ist ein äußerst gefährlicher Gefangener, und sich von Furcht zu befreien, ist wichtig - so verkünden es alle Lehren. Furcht kann durch Vergleiche ausgemerzt werden. Weist einen vom Feuer bedrohenden Menschen auf den Schrecken hin, sich Raubtieren gegenüber zu sehen, und er wird sagen: "Wilden Tieren wüsste ich zu entkommen, aber wie ich diesem Brand entkommen?" So
sammelt alle möglichen Fälle von Furcht, und sie werden nacheinander abfallen wie welke Blätter. Ebenso sollte man völlige Relativität aufbieten, um sich an die Unbegrenztheit der Feurigen Welt zu gewöhnen. Die Anziehung an die Erdkruste schafft eine trügerische Sicherheit; das erklärt das Haften der menschlichen Wesen an der irdischen Welt. Es ist völlig richtig, dass man gerade hier viele Gefühle vertiefen und die Grundlage zur Aufnahmefähigkeit schaffen sollte, um den feurigen Wellen leichter folgen zu können. Aus diesem Grund ist irdische Spezialisierung nicht so wertvoll wie die Aufnahmefähigkeit und das Erfassen. Ist es nicht erstaunlich, dass sich die Trennlinien der Sphären der Feinstofflichen Welt nicht mit den auf Erden herkömmlichen Klassenordnungen decken? In der Feinstofflichen Welt kann man auf eine sehr unverhoffte Auswahl von Nachbarn treffen. Solch eine Überraschung droht nur jenen, die mit irdischen Überbleibseln belastet hinübergehen. Doch wer seine geistigen Kriterien verfeinert hat, dessen Erwartungen werden sich erfüllen.
506. Man kann sich freuen, wenn die Schönheit der Umrisse der Feinstofflichen Welt erfasst wird. Man kann die Menschen überzeugen, dass Gedankenschaffenskraft nicht nur persönliche Formen gestalten kann, sondern auch solche, die die besten Herzen anzuziehen und zu entzücken vermögen. Die Fähigkeit mittels des Gedankens zu schaffen, wird auch auf Erden entwickelt, doch wie erhaben wird solche Schaffenskraft sein, wenn die Menschen erkennen, dass sie nicht für die Erde schaffen, sondern für die Sphären höchster Erhabenheit!
507. Seien wir himmelwärts strebende Pfeile einer feurigen Bogensehne. Möge der Gedanke in jedem irdischen Gegenstand die in Unbegrenztheit mögliche schöne Schau des geistigen Wesens aufspüren. Scheuen wir daher davor zurück, in die Welt der Schönheit unwürdige Gedanken zu senden.
Jeder Tag sollte ein Urbild schöner Erhabenheit offenbaren. Die Menschen scheuen sich, unwürdige Gedanken laut auszusprechen, warum sollte man dann den Raum mit unwürdigen Gedanken füllen? Die Gegebenheit eines Weltenbrandes möge erneut an die Qualität des Gedankens mahnen.
508. Ja, ja, ja, die Samenkörner des Guten bleiben im Geist zurück, aber sie werden nicht zur Genüge beachten. Die Menschen denken an Aufspeicherungen, haben aber ihre geistige Kenntnis nicht bewahrt; sie sind bestrebt, irdische Güter zu sammeln. In den Tiefen ihres Geistes wissen die Menschen von Flügen in die Unbegrenztheit, aber da sie die Bedeutung der fernen Welten vergessen haben, irren sie ziellos auf der Erdkruste umher. Man sollte nicht gegen irdische Güter als Schöpfungsprodukt sprechen, man sollte nicht gegen die der höchsten Schulung dienenden Reisen sprechen - das gesamte irdische Dasein muss vom Standpunkt der Höheren Welt aus betrachtet werden. Kann man im irdischen Leben nur nützliche Tätigkeiten vollführen? Gewiss, man kann. Es ist leicht, sich das ganze Leben als ununterbrochenen Strom zum Nutzen anderer vorzustellen. Santana37 ist kein sinnloses Rollen von Steinen. Es ist wie ein die angrenzenden Felder nähernder Strom, wie ein den Herd reinigender Bach, wie ein Regen, der die ausgestreuten Samenkörner sprießen lässt. Man braucht somit kein Weiser zu sein, um sich ein auf allen Gebieten nützliches Leben vorzustellen. Wenn die feurigen Wellen die Menschen zwingen werden, Sicherheit in den Türmen des Geistes zu suchen, dann werden sie mit Abscheu jede nutzlose Inkarnation bedauern. In Verzweiflung werden sie Krumen positiven Denkens zu sammeln suchen.
Was nützen dargebotene Ratschläge keine kostbare Energie zu verstreuen! Man muss an das Nahen äußerst ungewöhnlicher Zeiten denken. Weder Rohheit noch Raub, noch Verrat, noch Lüge werden einem helfen, den feurigen Wellen zu widerstehen. Nicht so sehr Scham als Leiden werden zwingen, Rettung zu suchen.
509. Die Fähigkeit, zwischen Großem und Kleinem zu unterscheiden, wird im selben Feuer des Herzens geschmiedet. Glaubt nicht, dass Schriften nur Erhabenes berichten. Man muss die Quelle dieser Schriften erkennen! Es gibt nicht wenige falsche, obgleich anziehende Behauptungen, die mit der Vernichtung der Welt zusammenhängen. Man muss seine Beobachtung aufbieten, um zu erkennen, wie die Schlangen der Finsternis sich einschleichen, um das Denken zu beschmutzen. Schmutz kommt nicht vom Licht.
510. Ich spreche erneut vom Verstehen der Stunde der Heldentat. Ich werde nicht müde zu wiederholen, dass man erhaben denken muss, um sich über den Staub zu erheben.
511. Einer, der an Bescheidenheit und Demut denkt, ist fürwahr weder bescheiden noch demütig. Natürliche Tugenden benötigen keine erzwungenen Überlegungen. Aus solcher Pseudo-Bescheidenheit und solcher Pseudo-Demut wurde viel Selbstgefälligkeit geboren. Alle mit Feurigkeit zusammenhängenden Eigenschaften bedürfen der Unmittelbarkeit. Wenn ein Mensch keine Achtung vor der Hierarchie erlangte, kann ihm kein Befehl die Schönheit dieses Strebens fühlen lassen. Äußere Umstände werden das Samenkorn des Strebens zermalen. Die Menschen unterliegen einem großen Trugschluss, wenn sie meinen, dass Denken an das Höchste die äußeren Umstände ihres Lebens verändert. Ein euch bekannter Schuhmacher hätte sein Handwerk aufgeben können, aber er zog es vor, sich im Rhythmus
der Vergangenheit, in dem seine höchsten Gedanken aufkamen, zu festigen. Das ist keine Unbeweglichkeit, sondern Bewahrung des bereits geschaffenen wertvollen Rhythmus. Man kann beobachten, dass äußere Umstände Denkanstoß sein können. Diese Erwägung ist bei feurigen Errungenschaften sehr nützlich. Ein Musiker trennt sich sogar auf Reisen nicht von seinem Instrument. Der Grund dafür liegt nicht allein im Mechanisch-Technischen, sondern der Virtuose bewahrt auf diese Weise, bewusst oder unbewusst, einen bereits geschaffenen Rhythmus. Stetigkeit in der Arbeit ist für den Gleichklang der Zentren genauso notwendig wie Pranayama. Aber ein erfahrener Arbeiter wird nicht an den Nutzen seiner geleisteten Arbeit denken. Für ihn bedeutet Arbeit Nahrung; er kann ohne sie nicht leben. Der Arzt möge darüber Beispiele zitieren. In Zusammenhang mit Agni ist unregelmäßige, unrhythmische Arbeit besonders schädlich, und ein Rhythmus muss ganz ungezwungen zur Gewohnheit werden. Dann kann man erwarten, dass Agni in der Tat zur selbsttätigen Rüstung wird. Die Eigenschaft der Selbsttätigkeit ist eine feurige Errungenschaft. Sie kommt nicht von außen, sondern nur gemeinsam mit der Bewusstseinserweiterung. Ohne Festigung des Bewusstseins kann sich keine Selbsttätigkeit bilden.
Mut kommt nicht vom Auftrag; er wächst von innen, mit dem Gefühl, der Kern der Spirale zu sein. Schlägt der Mut bereits Wurzeln, kann ihn nichts entwurzeln. Es ist schön, das Vorhandensein eines Werdegangs zu erkennen, bei dem wie ein mächtiger Baum heranwachsende Eigenschaften erworben werden können.
512. Das Feuer auf dem Berg weist auf die Spannung der Atmosphäre hin. Nicht ohne Grund nennen die Menschen diese Feuer "Boten".
Die Spannung äußert sich in einem silbernen Licht. Viele werden sogar solch eine sichtbare Erscheinung leugnen. Viele sprechen von Halluzinationen, vergessend, dass solch reale Einzelheiten, wie das Leuchten einer Wolke, keine Einbildung sein können. Es ist erstaunlich zu sehen, dass man sogar die einfachsten Erscheinungen feuriger Ordnung leugnen kann. Die Bewegung des Feuers könnte durch keine Illusion vorausgehen werden. Fürwahr, diese Feuer sind Boten.
513. Ein Neophyt fragte einen Rischi, der zu ihm über Agni sprach: "Wenn ich das Wort Agni ständig wiederhole, wird es mir dienlich sein?" Der Rischi antwortete: "Gewiss, dieser Begriff ist dir so fremd geworden, dass dein Wesen sogar durch den Ton auf die große Daseinsgrundlage erklingen wird." Auf gleiche Weise wiederholen Wir die verschiedenen Eigenschaften sowie Vergleiche des großen Agni. Mögen die Menschen diesen Klang in den "Kelch" aufnahmen! Mögen sie von seinem Widerhall durchdrungen sein, so dass er für sie unveräußerlich wird. Wenn sie sogar beim Übergang in einen anderen Seinszustand den Begriff Agni aussprechen, wird das für sie eine Hilfe sein, da sie dem Feuer nicht fremd gegenüber stehen werden. Die Feinstoffliche Welt wird helfen, das Verstehen der höheren Prinzipien stark zu empfinden, aber man kann sich ihnen nicht in Feindseligkeit und Verneinung nähern. Aufgabe des ersten Buches über die Feurige Welt ist es, die Menschen an die Kenntnis von Agni zu gewöhnen und sie zu festigen. Mögen sie erkennen, wie unterschiedlich von alters her bis heute der Begriff Feuer aufgefasst wurde. Mögen die Funken dieser Feuer des Herzens viele geheimnisvolle Erscheinungen sowie die von alten
Menschen überlieferten Legenden ins Gedächtnis rufen. Man muss seinem Bewusstsein ein anziehendes, aufbauendes Bild einprägen. Man sollte es als seinen zu den Höhen führenden Besitz betrachten. Deshalb ist sogar der wiederholte Klang von Agni von Nutzen.
514. Die Menschheit stellt wirklich den so genannten Zement des Planeten dar, sie hilft die vom Chaos bedrohten Teile zusammenzuhalten. Eine unbevölkerte Welt zerfällt leicht. Aber in Erfüllung dieser Mission darf der Mensch nicht hochmütig werden, er muss sich als wachsamer Hüter fühlen. Wahrlich, nur wer mit der Rüstung Agni gewappnet ist. kann seine Bestimmung umso vollkommener vollenden! Agni darf in keinem untätigen Zustand verharren. Das Naturelement Feuer ist das aktivste, das schnellste, das großräumigste und offenbart sich in der Anspannung des Gedankens. Bewahrt der Mensch nicht den Planeten durch den Gedanken? Die wertvollsten Substanzen durch werden vom Gedanken geschaffen. Vergleich die Größe des Gedankens mit der Abgeschmacktheit. Ich bezeuge, dass die Menschen einen Gedankenschatz sammeln können, der im Rhythmus mit dem Kosmos die Neue Ära schaffen wird.
515. Die Volker hoffen, das Fehlen von Agni durch grobe Gewalt ersetzen zu können. Aber weder rohe noch gemeine Gewalt kann das Feuer des Lichts entzünden. Mit der Abminderung von Agni kann man in den Herzen der Menschen zugleich eine nie dagewesene Härte beobachten. Ist es nicht erwiesen, dass einem zur Findung der psychischen Energie keine Gewalt helfen kann? Außerdem entfernt jede Gewaltanwendung, sei sie persönlicher oder völkischer Natur, die Menschen von der Entdeckung der psychischen Energie. Das heißt, dass die Menschen anstatt
in dringender Zusammenarbeit zur Entdeckung der psychischen Energie die Kraft für die Zerstörung des Planeten aufwenden. Dies ist bedauernswert und unwürdig!
Man möge Mein Erscheinen dort nicht erhoffen, wo Hass und Mangel an Verständnis herrschen. Wir stehen auf der Großen Wacht!
516. Manche müssen die nützlichen Ratschläge auswendig lernen, während andere die Lebensgrundlagen mit ihrem Herzen verstehen; beide brauchen einen Lehrer. Die ersteren müssen lernen, aber auch die letzteren müssen sich behaupten. Manche bewähren sich von klein auf in bester Weise in menschlichen Belangen, wahrend andere eine mühsame Schule durchmachen müssen, um unheilvolle Handlungen zu vermeiden. Beide brauchen die Lehre als Mahnung an die Daseinszustände. Es ist erstaunlich, wie genau sich manche an Augenblicke ihrer Vorleben erinnern, während anderen die Rückerinnerung an ihre früheren Aufspeicherungen völlig verloren ging. Eine karmische Ursache kann solch einen markanten Unterschied im Verstehens des Lebens nicht völlig erklären. Freilich, der entscheidende Faktor solchen Verstehens liegt nicht in den Umständen früherer Leben, sondern in der Aufnahme von Agni. Die Menschen nennen solche Weisheit Talent, aber es ist kein besonderes Talent, Agni entflammt zu halten. Nur das Entflammen der Zentren ruft ein dauernd wachsames Bewusstsein hervor. Sogar eine Teilerscheinung von Agni bewahrt die Aufspeicherungen. Agni ist kein Zwangsherr, sondern ein Freund. Es muss erklärt werden, dass der Aufstieg des Geistes in der Tat eine Manifestation von Agni ist.
517. Man sollte sich über menschlichen Hass
widerspiegelnde Schriften nicht grämen, die Finsternis ist groß! Man kann die hellsten Kräfte aufbieten, die Finsteren aber werden sogar die besten Erscheinungen trüben. Die Finsteren können nur trüben. Werden sie aufgefordert, es besser zu machen, geraten sie in Zorn, weil sie sich zum Ziel gesetzt haben, die Dinge nicht besser, sondern schlechter zu machen. Man kann bemerken, wie böse Kräfte unter verschiedenen Masken ins Leben eindringen. Man sollte sich nicht mit dem Gedanken trösten, die Finsteren könnten sich nicht nähern, sie werden jedes Staubkörnchen nutzen, um sich zu verbergen. Wo sie sich selbst nicht zu nahen wagen, nehmen sie Zuflucht zu einem Skorpion. Die Finsteren sind sehr erfinderisch. Deshalb muss man sich äußerste Wachsamkeit aneignen.
518. Heilen durch Raumströme ist besonders für die Nervenzentren wirksam. Deshalb rate Ich, den Organismus vor organischer Verletzung zu bewahren. Die Nervenzentren nehmen wie feurige Gefäße die Übertragungen von Agni leicht auf. Aber man sollte solche Einwirkungen vor allem durch Reizbarkeit nicht unterbinden, sie versperrt wie ein Todesschild alle Kanäle. Ihr wisst bereits, dass Ich vor der im Leben tödlichen Gefahr der Gereiztheit gewarnt habe. Solch verbitterte Aufschreie werden übers Meer getragen, und der Edelmütige muss seine Verantwortung erkennen. Gerade Großmut wird vor Reizbarkeit bewahren.
519. Es ist wirklich höchst erstaunlich, wenn ein mechanischer Gigant dem feurigen Herzen einen Schlag zu versetzen sucht, doch damit trägt er die Steine für sein eigenes Grab herbei. Dieses Beispiel wiederholt sich oft, aber man sollte sich bei jeder Gelegenheit über den Sieg von Agni freuen. Die Menschen erflehen ein Wunder, aber
sie sind von unzähligen Wundern umgeben. Sie müssen bloß ihre Augen von Reizbarkeit säubern.
520. Die durch Beschädigung der Aura ausgelöste Anfechtbarkeit ist schrecklich. Man kann sich vorstellen, dass ein Einbruch in die Aura zur Verstümmelung ihres ganzen Aufbaues führt. Durch Erschütterung der Aura eintretende Schläfrigkeit ist auf die konsequent vermehrte Tätigkeit der nach gerichteten Strahlung der feurigen Energie zurückzuführen. Beim Genesungsprozess befindet sich der Organismus, insbesondere die Herztätigkeit, in einem depressiven Zustand. Aus diesem Grund rate Ich sowohl bei eigenen Tätigkeit als auch bei Gegenschlägen zur Vorsicht. Warum sollte man im Kampf die Herzen der Freunde belasten? Um zu enthüllen, wie sich die Störung der Ausstrahlungen auf das Herz wirklich auswirkt, könnten viele Experimente durchgeführt werden. Die Menschen nehmen den ihnen gegebenen Rat für zu beachtende Vorsicht im Bezug auf ihre Ausstrahlungen ungern an, doch sogar bevor die Ausstrahlungen photographiert werden, weiß die Wissenschaft bereits, dass von jedem Gegenstand eine Strahlung ausgeht. Man sollte vor dem menschlichen Organismus volle Achtung haben und verstehen, dass jede Erschütterung primär dem Astralkörper schadet. Wenn außerdem Organismen für lange Zeit in Eintracht zusammengearbeitet haben, können sie einander umso stärker verletzen. Und solch eine Verletzung wird sich nicht nur gegenseitig, sondern auch auf andere, auf ihnen Nahestehende, auswirken. Deshalb sollte man sehr ernsthaft alle Streitigkeiten unterlassen. Man kann sich die dunkle Legion, die bei jedem Einbruch in die Aura angreift, vorstellen. Allein das Schutznetz
verhindert den Angriff der finsteren Kräfte. Mit jedem Einbruch in die Aura ist man von Besessenheit bedroht. Deshalb lasst uns umso vorsichtiger sein.
521. Ein Seufzer galt früher als eine Antwort an Gott. Konzentration der feurigen Energie bewirkt diesen Krampf. Beachtet, dass Mörder und Schwerverbrecher nie seufzen. Diese Spannung tritt nur in Verbindung mit höheren Gefühlsregungen ein. Über das Seufzen könnte ein Buch geschrieben und aufgezeigt werden, dass es dem Gebet sehr nahe kommt. Auf die gleiche Weise können alle segensreichen Reflexe ausgewählt werden. Es besteht kein Grund, sie für sittliche Abstraktionen zu halten; es ist besser, sie als Gesundheitsgrundlagen anzunehmen.
522. Ziemt es der Menschheit, sorglos zu sein? Manche verwechseln Sorglosigkeit mit dem Verlassen auf die Hierarchie. Sie meinen, weil sie hier geboren wurden, müsste jemand für sie verantwortlich gemacht werden. Aber der große Dienst bedeutet große Besorgtheit. Man kann sich weder einen Tag noch eine Stunde vorstellen, in der ein Mensch sorglos sein, das heißt auf das Denken verzichten könnte. Daher darf Fürsorge nicht als verzehrende Last angesehen werden, sie ist eine auszeichnende Eigenschaft des Menschen. Unter den Vorrechten der Bodhisattvas ist Besorgtheit um alles Bestehende der Edelstein ihrer Krone. In gleicher Weise sollte man Besorgtheit als das Entfachen des Feuers willkommen heißen. Nicht kleinliche Überlegungen, sondern der Gedanke äußerster Besorgtheit schlägt die Funken des Lichts aus dem Herzen. Es ist unklug, den Sorgen auszuweichen, denn man muss mit den Feuern des Geistes voraneilen. Jene, die Sorgen fürchten, bekunden nur dürftige Aufspeicherungen. Der erfahrene Wanderer sagt: "Belastet mich mit Sorge, wenn ich den Herrlichen Garten betrete." Der Mensch,
dem die Gabe des Denkens verliehen wurde, hat nicht die letzte dieser Verantwortungen übernommen. Es heißt, das Lächeln eines Reichen ist von geringerem Wert, aber der Arme, der sein Lächeln bewahrte, wird zum Gefährten Gottes. Auf diese Weise versteht das Volk den Wert eines Lächelns inmitten von Sorgen. Ich rate euch, zu erkennen, dass die Sorgen nicht verringert werden können. Nur so erkennen wir, dass Freunde eine besondere Weisheit ist.
523. Den Wanderer, der sein Heim schon sieht, kann nichts verwirren. Was kann denn das zur Feurigen Welt strebende Bewußtsein hindern? Nichts kann einen Menschen davon abhalten, sich die größte Aufgabe zu stellen. Nur so kann Sorge sich erhellen und der Gedanke mit Feierlichkeit erfüllt werden. Nur so konnen wahre Werte erwählt werden, die einen befähigen, ungehindert zur Hierarchie zu gelangen.
524. Das Vorhandensein der Feurigen Welt bezweifeln heißt die Triebkraft anhalten; deshalb schaut nicht zurück. Möge das Voranschreiten wie ein Strom fortlaufend Anziehungskraft entfalten. Wie ein fallender Gegenstand eine ungeheure Geschwindigkeit entwickeln kann, so kann ein beschleunigtes Voranschreiten eine in eine bestimmte Richtung ziehende magnetische Kraft erzeugen. Knurrend kommt man nicht weit, doch der feurige Gedanke trägt einen über das Unerwartete hinaus. Nehmt das Wachsen des Bewusstseins wahr. Gewiss, das ist schwieriger als das Wachsen des Haares oder Grases wahrzunehmen. Aber der Heuschober zeugt vom Wachsen des Grases. Auf diese Weise kann auch das Bewusstsein wertvolle Vorräte schaffen.
525. Das Wohl der Volker baut sich rund um eine Persönlichkeit auf. Darüber gibt es in der Geschichte auf den verschiedensten Gebieten zahlreiche Beispiele. Viele
werden diese sichtbaren Beweise der Persönlichkeit selbst zuschreiben. Doch so denken die Kurzsichtigen, die Weitsichtigen verstehen, dass solch eine Sunthese nichts anderes ist als die Manifestation der Macht der Hierarchie. Wirklich, bei allen solchen Erscheinungen wählt die Hierarchie einen Brennpunkt, auf den der Strom gelenkt werden kann. Außerdem besitzt die Persönlichkeit dieses Ranges ein Feuer, das die Verbindung bewusst oder unbewusst erleichtert. Doch unentbehrlich ist eine bestimmte Eigenschaft von selten des Volkes selbst - Vertrauen und Anerkennung der Macht. Deshalb spreche Ich bei verschiedenen Anlässen so oft über die Bedeutung der Autorität. Diese Eigenschaft ist so notwendig wie ein Bindeglied einer feurigen Maschine. Ihr seht selbst, wie Völker durch Bestätigung eines Führers voranschreiten. Ihr seht selbst, dass es keinen anderen Weg gibt. Daher muss das Bindeglied zur Hierarchie erkannt werden. Man sollte nicht kurzsichtig sein.
526. Natürlich, ihr habt den Zustand zwischen Schlaf und Erwachen wahrgenommen. Es ist besonders bemerkenswert, dass sich bei der geringsten Bewegung eine Art Schwindelgefühl einstellt. Doch in bequemer Körperlage ist eine Verminderung des Gewichts spürbar. Dieser Zustand ist keine Einbildung. Man kann in der Tat die Gewichtsveränderung auf der Waage überprüfen. Das Schwindelgefühl selbst entsteht, weil zu der Zeit der feinstoffliche Körper vorherrscht. Die Lehre der Alten sagt: "Während der Rückkehr in seinen irdischen Körper spürt der Mensch für einen Augenblick die Feinstoffliche Welt." Dasselbe geschieht während einer geistigen Ekstase und bei Beginn eines epileptischen Anfalls. Aber die Verminderung des Gewichts äußert sich anders bei einem Medium, weil hier äußere Naturelementare
Energien mitwirken. Die Erscheinung der Feurigen Welt ist uns besonders nahe, wenn der feurige Körper unsere Gefühle inmitten irdischer Verhältnisse umwandelt; deshalb können wir bestätigen, dass die Zustände der drei Welten auch im irdischen Leben in Erscheinung treten können.
527 Eine scheinbar einfache Erscheinung verdient Beachtung: Wenn zehn Menschen für sich ihre Tapferkeit erproben, werden sie feststellen, dass die Summe ihrer individuellen Anstrengungen geringer ist als das Gesamtergebnis vereinter Anstrengung. Dieses geheimnisvolle Etwas ist die Krone der Zusammenarbeit. Wieder berühren wie den feurigen Bereich. Nur vereinte rhythmische Anstrengung hebt die feurigen Vorräte. Ist solch eine wertvolle, berechenbare Stärkung nicht ein Beweis feuriger Energie? Die Wissenschaftler mögen sogar die geringsten Angaben über die Erscheinung der feurigen Energie sammeln. Sie mögen dieses Etwas nicht als mystischen, sondern als realen und wachsenden Begriff betrachten.
528. Wieso konnten die Priester Ägyptens annehmen, dass das Feuer des Blitzes einen besonderen Magnetismus besitzt? War es Aberglaube oder Wissen? Warum wurde das Wissen der Priester als so wohlbegründet erachtet? Jedoch die durch Forschung bewiesenen Fakten bestätigen die Feurigkeit dieser Lehrer Ägyptens. Sind die ägyptischen Priester nicht durch Versuche auf den Magnetismus des Blitzfeuers gestoßen? Bei solch mächtigen Entladungen kann man sich einen besonders verdichteten Zustand der feurigen Energie vorstellen. Gewiss, solch eine Spannung kann gefährlich sein, aber richtig gelenkt kann sie zur Reinigung der Energie führen.
529. Es ist ein allgemeiner Fehler der Menschen,
nach Abgang von der Schule das Lernen aufzugeben. Die Pythagoreer und ähnliche philosophische Schulen der Griechen, Inder und Chinesen liefern hinreichende Beispiele für die Fortsetzung des Studiums. Die Bildung auf die Pflichtschulen zu beschränken zeugt wahrhaftig von Unwissenheit. Die Pflichtschulen sind nur die Schwelle zur wirklichen Erkenntnis. Wenn wir die Menschen in drei Kategorien einteilen: in solche, die überhaupt keine Schulbildung haben, solche, deren Bildung mit der Pflichtschule endet, und solche, die sich weiterbilden, so wird die Anzahl der letzteren erstaunlich gering sein. Dies beweist vor allem Gleichgültigkeit gegenüber künftiger Leben. Durch ihren geistigen Verfall werden die Menschen sogar gegenüber ihrer eigenen Zukunft gleichgültig. Hier müsste ein Bericht erstellt werden, dass es im gegenwärtigen bedeutenden Jahr notwendig erscheint, die Menschen daran zu erinnern, was vor tausend Jahren als wichtig erschien. Neben der Grundausbildung sollte die Weiterbildung der Erwachsenen gefördert werden. Auf der Erde verweilen mehrere Generationen gleichzeitig, und sie alle stehen dem Streben in die Zukunft, der sie nicht entfliehen können, gleichgültig gegenüber. Solche Leichtsinnigkeit ist erstaunlich! Lernen ist zur leeren Hülle geworden. Jedoch für einen einfachen Feiertag lieben es die Menschen, sich gut zu kleiden. Ist es möglich, dass sie nicht daran denken, dass es ihnen obliegt, sich für die feierliche Wohnstätte der Feurigen Welt ein Lichtgewand zu sichern? Man sollte sich weder an Frömmigkeit noch am Aberglauben erfreuen, sondern an der Erleuchtung, und das nicht allein im Lernen an den Schulen für Kinder, sondern auch in Gemeinschaften für Erwachsene.
530. Es ist richtig, von der Krankheit des Planeten zu sprechen. Es ist richtig, die Wüste als die Schande der Menschheit zu verstehen.
Es ist richtig, an die Natur zu denken. Es ist richtig, an die Aufgabe zu denken, mit der Natur zusammenzuarbeiten. Es ist richtig zu erkennen, dass mit dem Plündern der Natur die Schätze des Volkes verschwendet werden. Es ist richtig, sich an der Natur zu erfreuen - als dem Zufluchtsort vor feurigen Epidemien. Wer nicht an die Natur denkt, kennt die Wohnstätte des Geistes nicht.
531. Die menschliche Energie muss mit Kosmischem Feuer in Berührung kommen. Die menschliche Energie ist tief in die grobstofflichen Schichten eingetaucht, und jedes Durchsto&szli