[Russisches Original. Seite 6.
Leeres Blatt.]
BAND ZWEI
[Russisches Original. Seite 8.
Leeres Blatt.]
Wenn man euch fragt, wer euch die Lehre gab. Antwortet:
"Der Mahatma des Orients!"
Wenn man euch fragt, wo Er lebt. Antwortet: "Die Wohnstätte des Lehrers soll weder bekannt gegeben, noch ausgesprochen werden. Eure Frage zeigt, wie weit ihr vom Verständnis der Lehre entfernt seid. Selbst vom menschlichen Standpunkt aus müsstet ihr begreifen, wie unangebracht eure Frage ist."
Man wird euch fragen: "Wann werde ich zum großen Dienen geeignet sein?" Antwortet: "Von dieser Stunde an und fürderhin!"
Man wird fragen: "Wann soll man zur Arbeit bereit sein?" Saget: "Verlieret keine Stunde!"
"Wann wird der Ruf erfolgen?" Antwortet: "Seid selbst im Schlafe wachsam!"
"Und wie soll man arbeiten?" Saget: "Steiget die Qualität eurer Arbeit!"
__________
Disziplin des Geistes ist erforderlich, sonst werdet Ihr nicht frei. Dem Sklaven wird sie zum Gefängnis, dem Freien zu einem wunderbaren, heilsamen Garten.
Wem die Zucht des Geistes eine Fessel ist, dem werden die Tore verschlossen bleiben. In Fesseln kann man die Stuten nicht emporsteigen. Betrachtet einen disziplinierten Geist als Flügel. Wer in der Zucht des Geistes Erleuchtung für die künftige Welt sieht, der ist schon vorbereitet.
Wer durch Evolution gereift ist, wird behutsam ans Ziel gelangen. Freundvoll wird er des Pfades Staub abzuschütteln. Wesentlich ist es, er wird keine Furcht kennen. Und, die Überflüssiges ablegt, wird er die Einfachheit erlangen.
Es ist begreiflich, dass das Bewusstwerden der Evolution ein beglückender Vorgang ist.
Man wird euch wiederum fragen: "Warum bekommt man zu Beginn des Pfades soviel Angenehmes und vieles wird vergeben?" - "Weil am Anfang alle inneren Feuer angefacht werden und der Gerufene wie eine Fackel einherschreitet. An ihm liegt es, die Beschaffenheit seines Feuers zu bestimmen."
Wer die Disziplin des Geistes übt, wird eine Verbesserung des Feuers wahrnehmen und sich dem Allgemeinwohl widmen. Das Ende des Pfades kann durch Tausende von Feuern für das Allgemeinwohl erleuchtet sein. Diese Tausende von Feuern werden den Regenbogen der Aura entzünden. Deshalb ist die Disziplin des Geistes Flügel.
TEIL EINS
V
1. Einst hielt man hundert Krieger bereits für eine Macht. Später waren tausend schon ein Herr.
Allmählich haben Hunderttausende die Welt erobert.
Dann erhoben sich Millionen, doch auch sie konnten die Bahn des Geistes nicht verändert.
Also, Ich werde 1.000000000 unter dem Banner des Geistes sammeln, dies wird das Zeichen Meines Heeres sein.
Denket nach, wann diese Offenbarung sich erfüllen wird,
Und sieben Banner werden bestätigt werden!
2. Der Geist ist nur dann vollkommen, wenn er das Universum erkennt. Dies geschieht oft, doch wir können unser Bewusstsein nicht immer im Verkehr mit der Wahrheit festigen.
Der Himmel erscheint wie lebendig, und wir sagen: "Fliegen schwärmen umher." So werden feinste Berührungen wie unsichtbare Flügel empfunden.
Die Leere ist die Schatzkammer des Ursprungs, und ihr erfühlt den Pfad des Anfangs.
3. Denket jeden Tag darüber nach, wie Mein Werk vollendet werden könnte.
Unterrichtet die Nachfolger, lehret sie die Schönheit. Schärfet ihre Augen.
Wozu Jahre, wenn man in Wochen vollenden kann?
Es ist leichter, einen einzigen Schock zu ertragen, als die Gedanken vermodern zu lassen.
Deshalb sage Ich: "Schreitet voran, dann werde Ich eure Kräfte vermehren."
4. Ich werde senden - erfüllet Meinen Willen.
Berühret das Irdische behutsam; wenn man sich auf dem Pfad befindet, sind Leckerbissen nicht vonnöten.
5. Bei der Arbeit an sich selbst muss man der Lüge Schild verkaufen.
6. Nun will Ich vom reinen und behutsam durchschrittenen Karma sprechen: Berühret die geteerten Knoten des Schicksals vorsichtig. Gefährlich ist es, bereits verhärtete, verflossene Ereignisse, die ihr hinter euch herschleppt, zu berühren. Deshalb warne Ich: Nichterfüllung der Weisungen und Missachtung des Uranfangs schaden mehr, als es scheint. Den Strom des Karma kann man mit der Decke des Verstehens verhüllen, doch zerstört sie nicht durch Dummheit oder Grausamkeit, denn dies ist unter Unsrem Schild verboten. Ich wiederhole: Bleibt auf dem aufgezeigten Pfad.
7. Zu wem sollen Wir denn sprechen? Ein Maultier kann einen Karren ziehen. Ist es möglich, dass des Menschen Geist den Körper nicht zwingen wird, sich an der Arbeit zu erfreuen?
Der Maulesel beeilt sich, seinen Reiter vor Unwetter zu schützen.
Ist es möglich, dass der menschliche Geist sich durch den Strom von Karma beunruhigen lässt?
8. Man soll an die Offenbarungen des Lehrers denken; der Schild muss rein gehalten werden. Ihr werdet Meinen vollen Schutz erhalten. Ich werde alle Möglichkeiten bieten, doch haltet die Verbindung aufrecht. Inmitten der törichten Menge verhüllt des Geistes Feuer. Lest Mein Buch und seid durch des Elends Stimme nicht erschreckt, denn der Bände sieht nicht, was euch enthüllet wird. Doch zu eurem Nutzen sage Ich, rufet öfters Meinen Namen. Glaubt ihr denn, dass es Vergnügen bereitet, tote Länder zu schauen? Beobachtet den Niedergang der Welt der Lüge.
Lüge, Lüge, Lüge gehe zugrunde!
9. Die Lehre sollte besser verstanden und findig angewendet werden.
Lächelt den kleinen Steinen zu.
VI
[10.] 1. Der Lehrer weist euch darauf hin: Fühlt die Faden, die euch wunderbar verbunden haben. Eure Schuhe sind mit wunderbaren Bändern für den langen Weg geschnürt.
Ebenso wie es in der Vergangenheit geschah, wird auch die Zukunft festlegen werden.
Man kann Begegnungen nicht ausweichen, die vorher bestimmt sind.
Nicht vorausberechenbar sind die Sendungen im Buch des Lebens.
Es ist vorbereitet worden, aber zerreißet Mein Gewebe nicht.
Der Wirbelwind der Unvernunft trägt die besten von Mir gesandten Entwürfe davon.
Man soll die Schätze, die der Welt geoffenbart wurden, nicht verstreuen.
Minderjährigkeit kann nicht immer zur Entschuldigung herangezogen werden.
Es ist besser, nach der ersten Schlacht einen Sieg zu feiern,
Als ins Grab zu sinken.
Deshalb sage Ich: Schreitet verein voran und decket euch mit einem Schild.
Möge jeder seinen Atem reinigen, ohne Staub des Ärgers zu erzeugen.
Indem ihr Blumen der Hingabe sammelt, begreifet ihr die Nützlichkeit Meines Pfades.
Führe Ich euch mit Zwang? Zwang ist Uns nicht eigen.
Doch wenn wir vereint gehen, wie sollte man da keinen Rat erteilen!
Deshalb sage ich, denket besser nach und stolpert nicht.
[11.] 2. Auf Unseren Waagen wiegt das geistige Streben am meisten. Der Erfolg im Leben festigt sich nur durch die Kraft des Gebetes der Heldentat.
Die Lehre des Geistes bildet einen Panzer für den Körper.
Die Blitze der Welt verspürend, beginnet mit einem neuen Buch für den kommenden Winter. Ich lehre, die Zukunft weise zu begreifen.
Erfolg muss Meine Schüler begleiten.
Ihr könnt weise Meinen Meilensteinen folgen.
[12.] 3. Opfer, Opfer, Opfer; nachher das Empfangen und zuletzt der Jubel des Geistes.
[13.] 4. Jeder hat sein Ziel. Ich zeige das Tor,
das für den Geist geeignet ist. Indem man es durchschreitet, wird man die verwandelte Welt betreten, in der man dem Verstand in jedem Lande eine Wohnung gibt. Der Geist lernt fliegen, wenn das Leid die Sehkraft schärft.
Der Strahl des Bewusstseins der Unendlichkeit erleuchtet das Heil, das euch gesandt wurde.
Es gibt einen irdischen Weg und einen geistigen Pfad der Schwingen. Untersuchet und wählet.
[14.] 5. Ringsum sind Wolken, doch der Morgenstern geht dennoch auf.
[15.] 6. Jede Minute, in der der Geist verstanden wird, legt einen Diamanten in die Schatzkammer der Möglichkeiten.
[16.] 7. Durch Krankheit verstärken sich oft die Errungenschaften.
Der heilige Franziskus und die heilige Therese waren häufig krank. Pythagoras war herzleidend. So verloren die besten Lauten ihre Saiten.
[17.] 8. Die Weisheit der Mütter sieht die okkulten Bedingungen bei der Geburt des Kindes voraus. Der Geist der Mutter weiß, wie der Feind versucht, dem neuen Wanderer zu schaden. Während der Schwangerschaft ist es leichter, Gift zu senden. Es ist leicht, den Ärger der Mutter zu schüren und das Heim mit dem Staub der Unzufriedenheit zu füllen.
Die Mütter versuchen weise, ihre Augen auf das Antlitz eines Heiligen zu richten, oder sich durch den Anblick der Natur zu erbauen.
[18.] 9. Indem wir abgeben, erhalten wir. Den Besitz verachtend, empfangen wir himmlische Kleidung.
[19.] 10. Die Form wird vom Inhalt belebt und nicht vergessen.
[20.] 11. Dorinosimo1, kühn erhebet euren Schild.
Um eines bitte Ich euch: Schwächt eure Kraft nicht durch Besitz von Gold. Meine Lehre liebt kein Gold.
[21.] 12. Es kann keine Gnade geben, wenn das Gesetz von Karma bis zum letzten Punkt erfüllt werden muss. Das Karma holt einen ein, doch kann seine Wirkung durch freiwillige Opfer für unbekannte Menschen gemildert werden.
[22.] 13. Säet besser, Sämänner! Bald wird die Erde bereit sein! Wenn der Welt nicht durch eine besondere Offenbarung geholfen wird, kann sie der Härte nicht widerstehen.
[23.] 14. Ich werde jene in Mein Haus rufen, die Ich nahen sehe.
Ein ruhendes Schwert erfüllt den Geist mit Schmerz.
[24.] 15. Verrichtet erfolgreich das Mir angenehme und für euch vorteilhafte Werk, es ist ein freundschaftliches, das Mein Haus errichtet.
Sammelt Vorbilder der Liebe. Durch Liebe werdet ihr das Verständnis dafür erlangen, wie das Haus besser zu schmücken sei. Fraget die Gute, welche Einrichtung dem Haus gebührt.
Das reine Haus, das sich in Schönheit offenbart, erkennet ihr durch Ehrgefühl.
Die Offenbarung eurer Arbeit gleicht Blumen.
Ich werde keinen Obolus annehmen, doch werde Ich zehnfach, ja hundertfach vergelten.
VII
[25.] 1. Sogar eine einfache Hausfrau sagt: "Beschmutzt die Stufen nicht, sonst müsst ihr euren Kehricht selbst wegräumen!"
Auch jene, die die Aura des Lehrers und die der an Ihn Gebundenen durchstoßen, fügen sich selbst Wunden zu, nicht durch Bestrafung, nicht durch Rache, sondern durch den rückwirkenden Funken.
Deshalb hüte man sich davor, Unsere Werke anzugreifen, besonders gegenwärtig, wo die Elektrizität des Raumes so gespannt ist. Lasst es diese und auch jene, die nicht daran glauben, wissen: Besser nicht berühren. Es kann auch bei Sonnenschein Donner geben.
Gesegnet sind jene, die den Panzer der Aura verstärken.
[26.] 2. Eine Antwort kann man nur Menschen reinen Herzens geben. Verbindet die Macht der Liebe mit der Strenge.
[27.] 3. Wohlergehen und Gesundheit bedürfen des Vertrauens; das Nötige wird immer von Strahl bereitgestellt.
Irrtum zerreißt das Gewebe des Körpers.
[28.] 4. Zugeständnisse an listige Hände soll man nicht als Schaden betrachten.
Ein Anhänger der Weisheit liebt es, weit vorauszublicken.
Mit einem Lächeln und ohne Gereiztheit gebietet bösen Verleumdungen Halt.
Der Erfolg ermüdeter Menschen gleicht dem schwachen Strahl eines kleinen Springbrunnens, doch der weise Hausherr wird das Wasser mühevoll aus dem Ozean heranleiten und sich an der ewigen Frische des Strahles ergötzen.
[29.] 5. Es erübrigt sich, über Feinde zu sprechen, wenn die Heldentat das große Licht entzünden kann.
Die Einsamkeit wird eine bessere Botschaft übermitteln als das Gerede der Massen.
[30.] 6. Das Becken der Welt ist mit Bazillen überfüllt. Das Gewebe, das es bedeckt, bebt, doch die wunderbare Blume muss von menschlichen Händen auf der Erde gepflückt werden. Ich bin mit euch, doch wenn Ich still werde, bedeutet dies, dass Ich die euch gesandten Pfeile im Schild auffange.
Blickt in Einigkeit auf jenen Tag, wo das Wissen in Mein Haus einkehrt, denn die Überbringer des Wissens sind bereits geboren.
VIII
[31.] 1. Ich spreche von unbekannten Brücken und Toren.
Auf dem Weg kommt man auch zu unbekannten Brücken. Man soll sie eilig überschreiten, ohne hinunterzublicken, doch mit dem einen Wunsch, rasch das Ufer zu erreichen.
Verweilt auch nicht vor unbekannten Toren, doch begehret Durchlass und Lasst in eurer Ruhe euch nicht stören, denn euer Weg ist festgelegt.
Mit reinen Gedanken muss man die Poren vor schlechter Luft verschließen.
Wenn ihr es schwer habt, wiederholet: Ich gehe dennoch in den herrlichen Garten, ohne die vorherbestimmten Tore zu fürchten.
Wozu schwebt der Schild über mir? - Um mich zu schützen.
Wenn neue Dämme sich erheben, werde ich sie überqueren, denn ich fürchte mich nicht!
[32.] 2. Warum soll man sich in die astrale Welt versenken?
Jene, die gelitten haben, deren Geist entflammte, und die gearbeitet haben, freuen sich. Doch hier sind die Säer und dort die Schnitter.
Jede Saat auf der Erde birgt die Möglichkeit einer reichen Ernte. Die Saat geht auf; ihr Verstehen gewinnt neue Ausmaße im Hinblick auf künftige Saaten.
Warum deshalb die astrale Welt befragen?
[33.] 3. Nun etwas über den Boten: so, wie ihr im Leben dem Briefträger entgegeneilt, so müsst ihr auch nach Unseren Sendungen die Hand ausstrecken.
Unsere Boten werden von einer Front stacheliger Hindernisse behindert, doch ihr habt eine wunderbare Schere, um sie zu durchschneiden. Helfet durch eine reine Aura mit, dass die Boten euch erreichen können.
Für eine Taube ist es schwer, im Nebel zu fliegen.
Ich führe euch den schnellsten Pfad und bin bereit, bei Finsternis einen Boten zu entsenden, doch öffnet ihm die Türen; es ist nicht angenehm, draußen im Regen zu stehen und vergeblich anzuklopfen.
Liebet einsame Gedanken, wenn die Funken des Verstehens einen Kranz der Erkenntnis flechten.
So, wie Ich Mich für euch verbürge, so sollt ihr auf Mich vertrauen. Machtvoll bestätige Ich den Pfad zu den Höhen.
Empfanget das Heil, wenn Meine Boten die Nachricht überbringen: Er ist gekommen!
Die Stunde des Glückes ist bestimmt, und auf dem Wege blühen Blumen.
Was habt ihr mit langen Fingern, mit Hunden und Tigern zu tun? Schaffet das Werk des lebendigen Gottes.
[34.] 4. Der Sinn wird klarer, wenn ihr vom Berg hinabblickt.
Man muss die Funken bemerken. Bald werden sie sich zur Flamme neuen Verstehens der Grundlagen vereinigen.
Eine Brücke zwischen dem völligen Niedergang und dem Aufstieg zu bauen, ist nicht leicht.
Die Träger des Geistes kennen einander nicht.
Horcht auf die Stimmen seltsamer Gestalten auf eurem Weg und macht euch Notizen. Wenn ihr diese Mitteilungen nachher zusammenfasst, werden sie eine Leiter praktischer Hinweise für neue Möglichkeiten bieten.
Die Aufmerksamkeit wird geschärft und die Verbindung fester, wenn die ausgesandten Funken, ohne das Karma zu verletzen, eure Macht behüten.
[35.] 5. Ich will erklären, warum es wichtig ist, die gegebenen Worte und Bilder zu beachten:
Für Unsere Schüler ist es eine Gedankenübung, wenn ihnen aus einer ganzen Mitteilung nur ein Teil oder ein einziges Wort gegeben wird. Die Richtung des Gedankens wahrnehmend, fügt jeder entsprechend seinem Verstände das hinzu, was er als das ihm Nächstliegende erfühlt. So wird das persönliche Bewusstsein allmählich durch ein vereintes verdrängt, und aus einem einzigen Wort kann ein komplizierter Aufbau entstehen. Man erhält dadurch ein Schiffre des Geistes.
[36.] 6. Okkult gesehen, bedeutet ein Kreis die Verkörperung eines durch verschiedene Möglichkeiten erweiterten menschlichen Organismus. Die im Mittelpunkt stehenden Figuren übernehmen die ehrenvolle Aufgabe des Herzens.
Das Wachstum des Organismus und seine Verletzungen spiegeln sich im Herzen wider. Das Schwingen der Arme ruft Müdigkeit hervor, mehr noch das unbewusste Streben.
Ihr kennt bereits das Gleichnis vom Reigen und den Schildern. Ihr wisst bereits, dass Sieben die beste Zahl für einen Kreis ist. Fünf stellt die Gliedmaßen des Körpers dar. Ergänzungen können nur eine besondere Aufgabe haben oder karmische Bedingungen erfüllen.
Es ist schwer, einen Kreis zu bilden. Doch noch schwerer ist es, Veränderungen vorzunehmen, denn es ist nicht möglich, das Herz durch ein Glied zu ersetzen. Ebenso unmöglich ist es, einen undisziplinierten Geist einzuführen.
Für diesen Fall sind Zeugen zur Hand, welche die Arterie des entfernten Herzens nicht belasten werden.
[37.] 7. Nun einiges über Karma: Wenn man zur erkannten Aufgabe die Bedingungen von Karma hinzufügt, wie schwer ist es dann, das ganze ungeordnete Denken zu ertragen.
Man kann dies erleichtern, indem man behutsam eine Berührung mit dem Empfindungsvermögen vermeidet. Doch das menschliche Denken bringt die Waage so leicht aus dem Gleichgewicht, wenn es die Gewichte abwirft, die zur Erde ziehen.
Aber bei jedem Abwurf schmerzt das arme Herz.
[38.] 8. Schwer ist die Aufgabe, die Zahl der Feinde nicht zu vermehren. Man muss die Steine an der Schwelle kennen, doch soll man sich nicht grämen über sie.
[39.] 9. Nicht ein, nicht zwei, sondern viele Herzen sind auf euch gerichtet, und das Netz der dargebotenen Möglichkeiten wird von geschickten Händen gewoben, zerreißt es nicht. Achtet auf die Ereignisse jedes Tages.
Luxus müsst ihr aufgeben.
Ihr werdet eine besondere Erscheinung annehmen und sie in Übereinstimmung mit der Natur Meines Landes finden.
Bis in den letzten Winkel des Gehirns müsst ihr von den von Mir gebotenen Möglichkeiten durchdrungen sein. Es ziemt niemandem, missmutig zu werden.
[40.] 10. Den Mücken behagt der Luftzug nicht; sie können weder heranfliegen noch stechen.
Macht keine neuen Feinden. Diejenigen, welche euch bestimmt sind, werden selbst kommen.
[41.] 11. Nur die in Harmonie befindliche Batterie kann die Kräfte überprüfen. Der Strahl kann nur dann wirksam sein, wenn ihr die Weisungen erfüllt.
[42.] 12. Wenn ihr in Meinem Namen sprechen werdet, so saget: "Die Hand des Schöpfers ist immer in Bewegung, deshalb bewegt sich alles." Ihr sehet auf dem Ringe zwei Spiralen. Wie man auf der einen aufsteigen kann, so kann man auf der anderen hinabfallen.
Auch ein Archat kann noch durch Missbrauch eines Wunders fallen.
Seid nicht nur während der Verbindung mit Mir standhaft, sondern auch dann, wenn ihr euch selber überlassen bleibt, denn nur so wird die Findigkeit des Geistes gestählt.
Wenn man eurer Liebe zu Uns misstraut, reinigt euch durch Meinen Schild.
Sieben Gelegenheiten werde Ich euch senden, damit Ihr eure Findigkeit beweisen könnt. Viele Fensterscheiben können zerbrochen sein, doch sehr unbehaglich ist ein Haus ohne Dach.
Durch den Willen der Uranfänge könnt ihr den anvertrauten Schatz bewahren.
Umgebt euch mit dem nötigen Wunsch und auf den Ring vertrauend, wiederholet: "Ich will nicht fallen!"
IX
[43.] 1. Seht in der Begeisterung eine große Macht auf dem Weg zu Uns.
Das Alte den Alten - Mein Zeichen sollte man in einem neuen Buch bewahren, in neuem Geist, durch neue Tätigkeit.
[44.] 2. Wenn Regentropfen an euer Fenster klopfen -
ist es Mein Zeichen!
Wenn ein Vogel fliegt -
ist es Mein Zeichen!
Wenn Blätter vom Wirbelwind hinweggetragen werden -
ist es Mein Zeichen!
Wenn die Sonne das Eis schmilzt -
ist es Mein Zeichen!
Wenn die Wellen das Leid der Seele hinwegspülen -
ist es Mein Zeichen!
Wenn die Schwinge der Erleuchtung die gequälte Seele
berührt -
ist es Mein Zeichen!
Zählet die Stufen, wenn ihr in den Tempel geht, denn
jede siebente Stufe trägt Mein Zeichen!
Wenn ihr für Mein Zeichen neues Verständnis zeigt, so werdet ihr das Leuchten der Blitze der Welt wahrnehmen.
Ich habe euch die Tür geöffnet, doch eintreten müsst ihr selbst.
[45.] 3. Unwiderruflich sage Ich: "Solange ihr mit Mir geht, ohne Gereiztheit und ohne Zweifel, sind die Ströme der Möglichkeiten unberechenbar".
Gewaltig sind die Kräfte, die euch dienen.
Wer den Stein trägt, strahlt Sterne des Heiles aus. Täglich werden neue gegeben.
Flechtet Körbe, um die Sterne einzusammeln.
Breitet die Zelte aus, um die Gaben aufzufangen. So führe Ich euch!
[46.] 4. In den Morgenstunden arbeitet, am Abend erfreut euch Meines Namens. Lass uns den neuen Weg gehen!
[47.] 5. Mein Strahl - sei euer Atem.
Meine Hand - sei euer Banner.
Mein Schild - sei euer Stolz.
Mein Haus - sei eure Zuflucht.
Mein Berg - sei euer Wunder.
Mein Wunsch - sei euch Gesetz.
Mein Erscheinen - sei euere Glückseligkeit.
Der Geist Unserer Bruderschaft walte über euch.
[48.] 6. Während man durch die Lehre in das Wesen des von Mir gesandten Glückes eindringt, muss man festen Schrittes gehen, wissend, wie die größte Hoffnung der Menschheit, die auf dem "Stein" begründet ist, aufersteht.
Wir wollen im Gebet unser Schicksal erwarten.
[49.] 7. Hinterlistige Stimmen versuchen Staub aufzuwirbeln, doch denkt daran, dass Gereiztheit auch nicht besser ist als Staub, geht ihr darum aus dem Weg!
Ich lehre durch die Erscheinungen des Lebens. Ich gebe täglich Zeichen. Wie Rosenblätter sind die Zeichen verstreut, denn die Zeit ist nahe. Denkt an die Neue Welt, denkt an die Völkerwanderung.
[50.] 8. Ich bezahle hundertfach, doch andererseits verursacht das Versäumte auch eine hundertfache VerzÖgerung.
O, Ball des Schicksals! Wen wirst du treffen und wen meiden? Das Licht ist dir vorherbestimmt - beeile dich, Ball, um ans Ziel zu gelangen! Verhindere listige Wendungen!
[51.] 9. Wenn ihr an der Klagemauer steht, denkt daran, dass die Freude kommen wird!
Ich sage euch: "Wendet euch gen Osten, erblicket Meine Morgenröte!
Wie gut ist das Chrisam, das rechtzeitig besorgt wurde!
Kostbar ist die Blume, die zu Meiner Zeit gepflanzt wird!
Verschüttet den Kelch Meiner Stunde nicht!
Das Wunder kommt! Wartende tretet das Erbe an!
Das Gefäß aus alten Zeiten ist zurückgekehrt!"
____________
[52.] 10. Warum wundert ihr euch über die gegebenen Fristen? Wir raten nicht, sondern Wir sehen.
Ihr fragt, wie ihr euch versammeln sollt? Ich sage: "Vereiniget euch im Gebet." Es ist besser, wenn ihr schweigt. Lärmet nicht mit Gegenständen, schreit auch nicht, denn die Flügel des Geistes wachsen in der Stille.
Betend weihet eure Zeit dem Verkehr mit Uns, denn Wir tragen das Beste für die Verbindung bei.
Der Strom der Verbindung schafft eine wunderbare Leiter zu den höchsten Offenbarungen des Schöpfers - die Leiter des Geistes. Ihr könnt im Leben kämpfen und erfahren, wann die Stunde kommen wird, um Meine Hilfe zu erbitten.
[53.] 11. Wie soll man die Entwicklung der Werke abwarten?
Wie die Wellen ihren Rhythmus haben, so wachsen die Werke in gleichmäßigem Aufstieg und in Erwartung des steten Fortschrittes.
Die Stunde der Trompete verstehend, erfasset den Gang des Lebens.
In Augenblicken der Stille gebt die Lehre in das Fach der Erfahrung.
Wie soll man die Schriften der Weisen lesen? Man muss sich absondern und das Gelesene den einzelnen Stimmungen anpassen.
Nun bin ich neu geboren.
Nun bin ich ein alter Mann.
Nun bin ich ein Verbannter.
Nun bin ich ein Herrscher.
Nun bin ich blind.
Nun bin ich einer, der die Welten erkannte.
Bei jedem Beginnen richtet euren Geist auf die erkennbare Größe des Lebens.
[54.] 12. Man soll sich nicht zieren; schreitet wie Löwen einher, das Gute schmückt eure Rüstung.
Ich werde euch die Offenbarung eines Anglers senden und die Hand in das Rad der Drohungen stecken.
Ich halte es für nötig, aus den Beispielen der Angriffe zu lernen.
Das Feuer der Erde will hervorbrechen.
Meine Weisung und rechtmäßige Bitte an die Schüler lauten: "Schreitet streng einher, aber ohne Gereiztheit."
Gereiztheit macht euer Gefäß gläsern und zerbrechlich.
Ein silberner Kelch eignet sich besser für den Stein.
Ich halte den Hagel kleiner Pfeile auf.
Sehr nahe ist die Zeit, wo die alte Bürgschaft sich erfüllt.
[55.] 13. Durch den Geist bewahrt die geistige Lehre. Nur der Geist kann das Reich Gottes auf die Erde bringen.
Einfach wie Meine Worte wird sich das Reich des Geistes nähern.
Ebenso einfach werden die trockenen Blätter des vergangenen Winters wegfegen.
Es gibt keine Vergangenheit, sondern nur das Licht der Zukunft - mit diesem schreitet voran.
Ich rief euch zurück vom Abgrund des Lebens.
Ich, Ich, Ich schärfte euch die Zähne.
Vor euch legte Ich die Farbe des Banners fest.
Verstehet die Lehre im vollen Umfang.
Zu Mir führt nur der obere Pfad; auf dem niedersten Pfad erreicht
ihr Mich nicht.
Haltet Meine Weisungen unter besten Verschlüssen.
Erhebt euch durch die kühnsten Gedanken, denn Ich habe den Vorhang eures Zeltes mit einem Blitz hochgehoben.
Durch den Geist vergesset alle Nichtigkeiten.
Groß ist das vorherbestimmte Licht! - so schreitet voran.
[56.] 14. Reine Gedanken werden durch Urteile der Mitmenschen grundlos beschmutzt. Vom jenseitigen Ende des Waldes kann man schlecht hören. Meine Gesetze müssen in den von euch geliebten Werken verteidigt werden.
[57.] 15. Ich will euch sagen: "Schreitet mit der ganzen Kraft des Geistes furchtlos voran. Die Fesseln der Erde dürfen euch nicht hindern. Erfolg wird die Mutigen begleiten."
Genauso, wie es Gebirgsblumen schwer fällt, nur eine Nacht im Sumpf zu verbringen, so habt auch ihr es nicht leicht.
Der feindliche Schlag lässt die Saiten klirren, doch mit Krallen kann man keine Symphonie hervorbringen.
Mein Schild hat viele Speere von euch abgewehrt.
[58.] 16. Leicht ist es, eine Grube auszuheben, doch schwer, ein Haus zu bauen.
Feindlicher Spott füllt die Winkel an mit Staub.
Doch mit einer Feder eurer Flügel legt den Staub hinweg, deshalb hütet eure Schwingen.
[59.] 17. Mein Zeichen kann euch führen.
Denkt an Mein Haus. Nur durch eine Heldentat werdet ihrs erlangen.
Euer Los ist es, die Massen zu meiden, doch sendet ihnen höchsten Segen.
Rein ist das Silber der Berge; man muss jedoch den Weg zu ihm finden. Der Schmutz der Gegenwart ist nichtig im Vergleich zum Licht der Zukunft.
Man kann die jeweiligen Gedanken verstehen, wenn man einen Blick auf den menschlichen Atem wirft; wie Rauch trübt er die Luft.
Das Leid wird durch die Wellen des Äthers übermittelt.
Vor der vorherbestimmten Frist darf die Erde die von den Menschen selbstgeschmiedete Kette nicht zerbrechen.
[60.] 18. Hell strahlt das durch Unsere Lehre verliehene Licht.
Das Neue gehört nur den Neuen.
X
[61.] 1. Um eine Welle der Macht hervorzurufen, genügt es, zu den Zeichen Vertrauen zu haben. So helfen wir uns gegenseitig bei der Offenbarung des Lichts.
Traget den herrlichen und erleuchteten Gedanken, Unser Haus zu sehen, in euch.
Wenn ihr die Offenbarung einer Heldentat fühlt, dann denkt daran, dass sich ein wunderbarer Faden entzündet.
Leicht erkennt Meine Seele, dass euch niemand aufhalten kann.
Ich sende euch Freude; zeigt Aufmerksamkeit. Seid ruhig, denn der Krampf wird bald zu Ende gehen.
[62.] 2. Bei Leichtsinnigen rollt das Urteil wie ein Rad. Der Kühne bittet um einen Bogen, um den Vogel selbst zu erlegen.
[63.] 3. Den Erfolg muss man wie eine Blume pflegen.
[64.] 4. Mein Auge - ist euer Licht!
Meine Hand - ist eure Verteidigung!
Mein Herz - ist euer Anker!
Geeinte Liebe hält den Faden der Errungenschaft des Geistes.
Der Abgrund wird das Feuer nicht verschlingen.
[65.] 5. Ein Geschoß fliegt nur nach vorn, es kennt keinen Weg zurück.
[66.] 6. Erfolg offenbart Flügel.
Suchende der Heldentat, Ich beschütze euch auf dem Wellenkamm und stelle euch über den Abgrund, wie auf einen uneinnehmbaren Turm.
[67.] 7. Wer dem anderen Böses wünscht, verlöscht sich selbst.
Finster sind die Zeiten. Haltet fest den Schild.
Wie ein Wasserspritzer wird der Abtrünnige zerstäub.
[68.] 8. Schreitet festen Schrittes einher, hütet das Herz, denn ein Gefäß, das die ganze Welt umfasst, muss behutsam getragen werden. Schreitet voran, ohne jemanden zu verletzen.
Wenn ihr euch von Gereiztheit nicht beherrschen lasst, schafft ihr einen neuen Mantel für den Geist.
Auch ein Ross läuft besser, wenn es nicht schäumt.
[69.] 9. Wie Funken Ozon erzeugen, so weben die Geister die Hilfe.
Öffnet nur das reine Fenster, und die Hilfe fliegt herbei.
XI
[70.] 1. Unmerklich und ununterbrochen geht die Belehrung vor sich.
Geistige Unterschiede erkennt man nur an den Grenzen der Stufen. Das Wachsen des Geistes erkennt man nur durch einen unsichtbaren Gradmesser.
[71.] 2. Man muss Mut fassen, um wie Löwen durchzuschreiten - so wächst die Heldentat. Bedauert nicht das Vergangene; seid jederzeit bereit, den Schild zu erheben.
[72.] 3. Ich gebiete allen Mut - sogar eine Taube muss zum Löwen werden. Nicht Wir, sondern ihr benötigt Mut.
Mit einem Lächeln haltet die Zerstörung des Tempels. Nur mit Mut könnt ihr den Flug bewältigen.
Alles kommt zur rechten Zeit.
Versteht, was man wiederholen soll: Mut und Geduld. Lasst uns betrachten, wie ein Edelstein poliert wird. Fest und vorsichtig bewegt sich die Hand des Arbeiters, und das alles für einen Taglohn. Unvergleichlich wertvoller ist das Werk eines Schöpfers.
[73.] 4. Wissen erlangt man nur, wenn der Geist bereit ist. Befehle und Angst gibt es nur bei den Feinden.
[74.] 5. Ich gebe jedem nach seinem Verdienst. Wer mehr opfert, erhält mehr. Ich belohne jede Selbstaufopferung. Ich zähme jede Vergesslichkeit. Ich schenke Freude!
Wem der feurige Weg gefährlich dünkt, für den ist es besser, mit den Schaben zu frieren.
Seid zufrieden mit dem Strom des wunderbaren Segens, denn schmerzlich trifft der Hagel. Es ist besser, Meine Strahlen zu empfangen.
[75.] 6. Wer der Neuen Welt folgt, erhält einen Silberstab.
[76.] 7. Ich sage: "Eine Aufgabe ist für all jene gestellt, die sich nicht fürchtet, zu Uns aufzusteigen."
[77.] 8. Wir können den Faden geben, doch die Nadel müsst ihr selbst einfädeln. Der Stoff ist gegeben, doch nähen müsst ihr selbst. Wandert den höchsten Pfad. Das Segel soll schneeweiß sein.
[78.] 9. Schreitet durch Feuer, durch Rauch, durch Wunder und durch
Glauben dahin. Strahlt jugendlichen Geist aus. Bleibt möglichst jung und beweglich.
Das Segel der Heldentat ist am dauerhaftesten.
[79.] 10. Nur mit fröhlichem Geist kann man die leuchtende Brücke überqueren.
Ich säe Zeichen - sammelt sie findig.
XII
[80.] 1. Eure Macht wird wachsen, doch wenn ihr die Flamme erstickt, werdet ihr eure Hände verbrennen. Lasst die Flamme des Glaubens ungehindert leuchten.
Der Lehrer beobachtet jeden Gedanken und ist bereit, die besten Körner des Geistes auszuwählen.
[81.] 2. M:. und das Begreifen der Lehre Buddhas führt zum lebendigen Verstehen des Gesetzes, das auf dem Berg des Lichts entstanden ist.
Sein Gesetz bedeutet auf dem Pfad zum Wissen eine große Hilfe. Seine Lehre ist Meine Freude. Meine Hand führt hin zum Wissen.
Lächelt, wenn Verächter des Geistes Gelehrte genannt werden.
Lächelt, wenn über den Geist herabsetzend gesprochen wird, wenn verfälschte Bücher gelesen werden und reine Gedanken die Kleinmütigen erschrecken.
[82.] 3. Lernet es, eine Weisung für unabänderlich zu halten.
Ihr werdet staunen, wenn ihr sehen werdet, wie die Volksmassen die Zeugen des Altertums emporgehoben werden.
[83.] 4. Krankheiten des Geistes sind ebenso ansteckend wie die des Körpers - das ist eine einfache Erwägung. Durch einen Schlag auf den Tisch werden darauf befindliche Gegenstände erbeben. Noch mehr erschüttert ein geistiger Schlag die Nerven.
Ihr könnt alte Sachen dann berühren, wenn ihr deren schädliche Ansammlungen bewusst beseitigt.
TEIL ZWEI
I
[84.] 1. Schmiedet in Liebe die hohe Kunst der Selbstbeherrschung. Meine Lehre kann durch den Unverstand feindlicher Verleumder nicht geschmälert werden. Ich sehe, wie viele sich heftig an die Stirn schlagen, doch gebt ihnen Zeit.
Was bedeutet uns der Schmutz der Schwelle, wenn wir uns den Geboten Christi und Buddhas nähern?! - Eine Austermuschel ohne Inhalt.
[85.] 2. Erzieht euch zur Eile. Es ist schwierig, verlorene Körner einzusammeln.
[86.] 3. Lernet es, die Offenbarung der Lehre als Wunder zu begreifen. Ich fühle jeden Augenblick, der für euch nützlich ist.
Unsere Front steht wie eine feste Mauer; bei jeder eurer erfolgreichen Taten flammt wie ein Blitz ein Lächeln auf allen [Hohen] Gesichtern auf.
Wie ein Gärtner dafür sorgt, den Garten mit Knospen zu bedecken, indem er die Finsternis vertreibt, so beobachten Wir die Tätigkeit der Auserwählten. Erfreulich ist besonders jede Geschicklichkeit, denn der Schild wird von beiden Seiten geschmiedet.
Umfangreich ist Mein Werk; für alle ist Platz. Durch eure Weitsicht werdet ihr euren Teil ermessen. Unerhörte Möglichkeiten gibt es hinter den Toren. Gebt Uns Grund zur Freude!
[87.] 4. Es ist gut, in der Sonne zu sein, doch der Sternenhimmel trägt ebenfalls zum Gleichgewicht der Nerven bei. Der Mond hingegen ist nicht gut für uns. Das reine Licht des Mondes zersetzt das Prana. Des Mondes Magnetismus ist beträchtlich, doch für Entspannung ist er nicht günstig. Oft ruft der Mond Bedrückung und Müdigkeit hervor, wie dies Leute tun, die unsere Lebenskraft absaugen. Die Erscheinung einer übernatürlichen Kraft wird bei Mondenschein verstärkt.
Das reine Prana muss der jeweiligen Anziehungskraft entsprechen, sonst bewirkt es keine Wunder, sondern zerstört das Leben. Während der Erholung ist es gut, zu lachen, denn die Schilddrüsen werden durch Lachen gereinigt. Reinigung der Drüsen ist überaus wichtig.
[88.] 5. "Schambala" ist die unentbehrliche Stätte, wo sich die geistige mit der materiellen Welt vereint. Wie es beim Magneten einen Punkt der größten Anziehung gibt, so steht das Tor zur geistigen Welt in der Wohnstätte der Berge offen. Die Höhe des Gaurisankar2 verstärkt den magnetischen Strom.
Die Jakobsleiter ist das Symbol Unserer Wohnstätte.
[89.] 6. Aberglauben kann man nur ablegen, wenn man Achtung vor den angeborenen Kräften des Menschen hegt. Man muss wissen, wie die Menschen Mein Kommen erwarten. Ihr Verlangen schmiedet eine neue Sprosse für die Leiter.
[90.] 7. Die Dichte der Materie hemmt jedes Experiment des Geistes. Dies betrifft sowohl die Menschen als auch die Natur.
Um Zugang [zum Geist] zu erhalten, muss die Materie geschmolzen werden. Beim Schmelzen entsteht ein besonderes Gas, das sich der Substanz des Geistes anpasst. Beim Menschen sondern die Nervenzentren bei jeder Ekstase von Glückseligkeit oder auch von Leid ein Gas ab. Somit entsteht bereits ein Laboratorium des Geistes. Deshalb nennt man ein Missgeschick eine Heimsuchung Gottes. Jedes schläfrige Leben führt zum Tod des Geistes. In der Natur zeigen sich Ekstasen als Gewitter, Erdbeben, Vulkane und Fluten. So beginnt dieselbe Werkstatt des Geistes zu arbeiten, deshalb sind alle Funken von Ekstasen gesegnet. Die geschmolzene Materie lässt Verbesserungen zu, und es ergeben sich neue Zusammensetzungen. Anstelle von langwierigen Forschungen genügt es, die Elemente in Unseren Spiegeln zu reflektieren und neue Formeln anzulegen. Dann verbleibt noch der zweite Teil der Arbeit, sie geduldig und zur rechten Zeit den Menschen zu übergeben. Über die Feuer der Ekstase wandert Unser Strahl, im Herzen anklopfend. Wo ist das Glück oder das Missgeschick, das den Zutritt öffnet? Die geschmolzene Materie berührend, fühlt ihr den Puls der Erde, und das Herz muss der Schwerkraft widerstehen. Jene, die an diesem Werk teilhaben wollen, müssen ihr Herz sehr schonen.
Deshalb sage Ich, schützet das Herz, alles andere ist leicht zu reparieren. Es stellt die Materie dar,
während die Nerven dem Geist untergeordnet sind. Auf das Klopfen des Geistes öffnet sich die Tür des Sonnengeflechtes, doch jeder Schlag der Materie trifft das Herz. Jeder, der mit den Formeln der Materie in Berührung kommen will, muss sein Herz schonen. Unsere Medizin lehrt, wie man durch Atemübungen das Herz stärken kann, doch darüber ein anderes Mal.
[91.] 8. Die Ausstrahlung der Nerven ist unwägbar, geruchlos und unsichtbar, denn sie kommt vom Geist. Das Element des Herzens ist das Blut mit allen irdischen Bedingungen. Wenn man daher sagt, man muss mit dem Herzen fühlen, so bedeutet dies, man muss es dem irdischen Plan anpassen.
Die einzige Brücke zwischen dem Geist und der irdischen Ebene sind die weißen Blutkörperchen. Doch ihr wisst, welcher Kampf ihr Vorhandensein begleitet. Erscheinen euch die weißen Blutkörperchen, die das Wissen des Geistes tragen und den Kräften der Erde unterworfen sind, nicht wie Weiße Brüder? Deshalb ist Harmonie auf der Erde so schwierig zu erringen. Doch für die Arbeiten an der Stelle, wo der Geist in die Materie hinabstieg, müssen die Bedingungen beider Ebenen vorhanden sein. Man soll sich vom Irdischen nicht entfernen und muss dennoch im Geist verharren.
Um die irdischen Formeln zu überwinden, muss man einen dauerhaften Kanal des Herzens besitzen, weil die Widerspiegelung der irdischen Zeichen gefährliche Funken mit sich führt. Doch für die Belange der Erde muss alles auch auf der irdischen Ebene vollendet werden. Das ist der Hauptgrund für das Vorhandensein der Bruderschaft hier auf Erden!
Deshalb muss man über die Erde zu Uns gelangen. Man muss Uns entdecken wie Silbererz, das Beste unter der Erdkruste.
[92.] 9. Jetzt erwächst ein großes Verständnis für die enthüllte Lehre aus den Bergen.
Lernet besitzen ohne Gefühl des Eigentums. Es ist gut, Dinge zu besitzen, um sie zu verwalten und sie mit einer wohlwollenden Aura zu umgeben, mit dem Gedanken, sie an andere weiterzugeben. Die schöpferische Hand ist dort zu Hause, wo man am Eigentum nicht haftet und wo das Verbesserte und Vermehrte weitergegeben wird. Das Zeichen der gebenden Hand wird stets behütet. Darin liegt die Rechtfertigung für jeglichen Besitz. In diesem Bewusstsein können schwierigste Fragen gelöst werden. Ich spreche für die Welt, denn das Hauptübel auf der Erde rührt vom Haften an belanglosem Eigentum her. Dies den Menschen beizubringen, bedeutet sie von der Angst vor dem Altern zu befreien. Besitzen ohne Gefühl des Eigentums gibt allen Menschen den üblichen Vererbungsweg frei. Wer fähig ist zu verbessern, der möge besitzen. Dies bezieht sich auf Länder, Wälder und Gewässer. Das gleiche gilt für sämtliche Errungenschaften der Technik und die verschiedenen Arten von Erfindungen. Man kann sich leicht vorstellen, wie sich dadurch eine schöpferische Tätigkeit im Menschen zu regen beginnt, besonders dann, wenn man erkennt, dass nur der Geist die beste Lösung zu geben vermag. An die Quelle des Geistes ist jeweils die Frage zu richten, wie etwas besser gemacht werden kann. Und das Schwert des Geistes wird jede Hinterlist besiegen. Wahrlich, es wäre vorteilhafter, alles zu verbessern. Das Gesetz ist einfach, wie im Geiste alles einfach ist.
[93.] 10. Die Ereignisse haben sich so angehäuft, dass der Organismus feinfühliger Menschen erbebt. Man muss
das Erzittern der Nerven kosmischen Störungen zuschreiben.
Nichts darf einem Platzregen ausgesetzt sein, auch wenn nachher die Sonne besonders hell erstrahlt.
[94.] 11. Geldalmosen müssen abgeschafft werden. Hilfe kann durch Arbeit oder durch Sachwerte gegeben werden. Sobald sich die Menschen auf dem geistigen Pfad befinden, wird es keine Arbeitslosen mehr geben. Unser Werk zeigt die restlose Verwirklichung des Allgemeinwohles für euch selbst und nicht etwa nur für die unsichtbare Welt. Wir rufen auf, Unseren Weg zu gehen.
[95.] 12. Sammelt die unglücklichsten und unbekanntesten jungen Schüler und enthüllet ihnen die Gabe, wie man Menschen beschenken kann. Gebt ihnen den Rat, die Verordnungen im Tempel zu schreiben. Schon lange hat die Welt keine Versammlungen im Tempel gesehen. Christus wird seine Gnade denen verleihen, die erkannt haben. Wir wollen den Tempel schön und lebendig sehen. Möge niemand die zum Licht Schreitenden verjagen, denn dies bringt Untergang. Wunder werden auf den Tafeln des Wissens empfangen.
Lasst jeden, der vom Geist erleuchtet ist, mutig in den Tempel gehen, denn Unser Pfad führt zur Umwandlung der Erde in einen Palast. Es gibt keine Armen. Wer ist nicht gewillt, Reichtum zu empfangen?
[96.] 13. Ich freue Mich zu sehen, wie ihr die Einzelheiten Meiner Verordnungen versteht. Wenn Ich ein Ereignis vorbereite, bedenke Ich alle Einzelheiten. Handelt ebenso, wir werden uns dann leichter treffen.
Man darf vieles, was vorherbestimmt ist, nicht in den Wind schlagen, doch wenn man findig ist, kann man vom Pfad nicht abweichen. Wichtig ist gespannte
Aufmerksamkeit. Ein wachsamer Geist schreitet dem Verstehen voran. Mein Strahl ist bereit, den Blitz des Gedankens zu entzünden. So durchschreiten wir alle Gefahren, und Misserfolg wird zu Erfolg.
II
[97.] 1. Maitreya3 sendet Mut. Maitreya wird das Geschenk annehmen. Maitreya fühlt ihre Liebe. Maitreya sendet Segen für freudvoll verrichtete Arbeit. Maitreya verleiht der Erde Arbeit im Namen des Wunders. Schreitet frohen Mutes voran. Es ist Mir eine Freude, den Lächelnden den Weg zu weisen. Nehmet die Lehre des Lichts in jeder Erscheinung wahr. Findigkeit ist eine Eigenschaft Meiner Schüler.
[98.] 2. Ich zeige euch, wie man das für die Menschen notwendige Wunder sehen kann. Verstehet es, die Herzen der Menschen zu gewinnen.
Wie der Arm nur von der Schulter her bewegt werden kann, so wird das Bewusstsein vom Gehirn gelenkt. Man muss das Gehirn explodieren lassen, dann wird das Bewusstsein wie von einer Kanone vorwärts geschleudert.
Die Lehre fliegt auf den Schwingen der Ereignisse. Saget: "Ich will heute abwarten, denn auch ohne mich kommt der morgige Tag heran, inzwischen will ich meine Kraft vermehren". Wie kann man raten, wann und welcher Gerumpel auf dem Markt verkaufen werden sollte? Wir hingegen stellen uns nicht zur Schau, wenn wir Neues anziehen. Lasst die anderen im Glauben, wir hätten nichts anzuziehen. Auch die Schlüssel von der Truhe lassen wir nicht klirren, wir ziehen die Gardinen vor die Fenster.
[99.] 3. Das Gesetz des Überganges in die Welt des Geistes ist nicht kompliziert. Man kann keinen Zustand mit dem anderen vergleichen. Wie der Staub eines Vulkans,
so zahlreich sind die Wesen, die in die geistige Welt zurückkehren. Natürlich, Materie ist ein Zustand des Geistes; auch das Blut unterscheidet sich so sehr von dem von Prana genährten Geist, dass die Grenzen in aller Welt fallen werden. Der Geist begreift mit Mühe die Befreiung von der Materie. Der erdgebundene Geist besitzt einen Astralkörper, der ihm die Illusion verschafft, auf der Erde am Herd der Begierden und Versuchungen teilzunehmen. Der Geist hingegen, der nach Höherem strebt, kann die astrale Ebene meiden, denn der Astralkörper ist nur überflüssiger Abfall. Je weniger Kehricht, desto reiner das Bewusstsein. Auf der Erde ist es schwierig, sich von der Materie zu lösen, ohne sie zu verachten und sie im Austausch für neue Formen abzugeben. Dafür habt ihr ein Beispiel in der Preisgabe liebgewordener Gegenstände. Der gütigste Spender wird die besten Geschenke ausfindig machen. Darum bietet die Materie, derer sich ein hoher Geist bedient, den besten Nutzen, weil nichts verloren geht. Natürlich ist ein bewusster Verkehr mit ihr für höhere Geister erreichbar, wenn der Umgang mit der Materie und dem Blut keiner Frage mehr bedarf. Der mittels Prana genährte Geist vereint sich nicht mit Blut, wodurch man die Menschen nach dem Niveau des Blutes unterscheiden kann; es existiert keine andere Scheidelinie.
Das Samenkorn des Geistes setzt das Leben ununterbrochen fort, und der Luftballon der Nervenausstrahlung trägt den Geist in die von ihm bestimmte Höhe. Es ist daher eine tiefe Wahrheit, von der Unsterblichkeit als von einer wissenschaftlichen Tatsache zu sprechen. Der letzte
Gedanke beim Loslösen von der Materie gleicht einem Pfeil. Dieser Augenblick bestimmt die Richtung des Fluges. Das Übrige passt sich den Wünschen an. Wünsche müssen daher gut sein. Bauen wir einen Regenbogen, der die Stufen des geistigen Aufstieges verbindet!
[100.] 4. Nun wollen wir vom Tod sprechen: Der Tod bedeutet nicht mehr als ein Schneiden der Haare, wo ebenfalls Materie abgegeben wird. Die Frage der Führungen wird durch das Gesetz von Anziehung und Abstoßung gelöst. Das Prinzip des Abgebens und des Helfens ist in der geistigen Welt stark wirksam. Deshalb ruft jeder Anruf eines verkörperten Geistes eine Antwort hervor. Es hängt davon ab, wer fragt. Man kann hohe Kräfte herbeiziehen und um sich haben, aber auch die niedrigsten Geister können sich festigen. Man erhält das, was man wünscht. Sobald die Menschen die Nützlichkeit des reinen Gebens verstehen, werden sie Reichtümer erhalten.
Der Geist gleicht dem Licht der Schönheit der Sterne. Doch wenige Geister vereinigen sich mit dem Licht, die meisten von ihnen verbleiben im Astralkörper. Es ist besser, wie ein Stern zu leuchten und das Wissen sowie die Möglichkeit der Wiederkehr auf die Planeten für Hilfeleistungen zu bewahren. Man kann ein besseres Schicksal wählen, doch hat denn der Gebende nicht die größeren Möglichkeiten?
Man kann aufwärts zum Licht streben, um Hilfe zu erweisen, dann gibt es keine Trennung mehr. Wenn die Hinterbliebenen die Dahingeschiedenen als Abgesandte zum Licht und zur Erleuchtung betrachten würden, dann wäre die Verbindung besser. Je höher ein Geist aufsteigt, umso mehr sieht er. Das hängt von seiner Entwicklung ab.
Ein hoher Geist spürt, wohin er streben soll, er fliegt wie ein Pfeil. Der finstere verkriecht sich hinterm Ofen. Deshalb ist der kühne Wunsch, zu suchen, wertvoll. Wer sucht, der findet. Wenn die Wünsche des Geistes erhaben sind, kann er hohe Vorbilder finden und diese nachahmend, kann er zur Vervollkommnung gelangen.
[101.] 5. Das Gesetz des Raumauffüllens kann mit dem Zementieren verglichen werden. Legenden, Prophezeiungen und verschiedene Zeichen sind nicht für einzelne Personen von Bedeutung, sondern zum Zementieren des Raumes notwendig.
Unsere Unterweisungen enthüllen das Buch zum Verstehen des geistigen Wachstums. Nicht durch Wunder, sondern durch tägliche Pflichterfüllung arbeiten Wir. Ich bezeuge, dass man auch vom Fischlaich lernen kann. Jedes Ei vom Laich trägt einen vollständigen Organismus in sich. Auch die vielfarbige Hülle der Gedanken sättigt den Raum.
[102.] 6. Eine Wolke ist kein Wunder, unrichtiges Verhalten keine Heldentat, Zerstörung zeugt nicht von Vernunft, doch der erwachte Geist begreift Verstehen augenblicklich. Deshalb hat die Bruderschaft es aufgegeben, durch das Offenbaren von Wundern zu wirken. Zeichen können Ereignisse nur wie Fahnen begleiten. Man muss das Wunder als Mittel zum Überzeugen ablehnen, weil Wunder allein niemals überzeugt haben. Wer spricht von persönlicher Verbindung - die Luft ist doch für alle da, obwohl viele ihren Nutzen nicht verstehen wollen, - eben, ihren Nutzen.
Neues Streben möge über den Gräbern der alten Vorurteile erblühen; dies wäre noch eine Errungenschaft.
Vom Verstehen des Geistes habe Ich bereits zu euch gesprochen. Wenn der Strahl den Schüler mit dem Lehrer verbindet, dann wird durch die Empfindung des Geistes hauptsächlich Verständnis übermittelt. Weder ein Brief noch ein Zeichen, sondern unanfechtbares Wissen des Geistes leitet die Taten der Schüler. Dieses unwiderlegbare Wissen ist die schnellste Verbindung, nämlich keine verstandesmäßige Erkenntnis, sondern geistiges Wissen.
Ich sende euch Pfeile für den einfachen Erfolg Der einfachste Pfad ist nicht für alle zugänglich doch wenn ihr ihn finden könnt, Heil euch!
[103.] 7. Der Ruf der Mutter wurde gehört. Nicht durch Magie, sondern mit dem Geist werdet ihr ans Ziel gelangen. Kann denn Magie den Stein festigen? Auch das Volk kann sich durch Magie nicht behaupten. Wenn es alle begreifen, dass der Weg des Geistes einfach ist und den Ruf der Mutter der Welt heranbringt, dann wird jeder das Tor offen finden.
Ohne Wehklagen und ohne Aufforderung kann sich jeder nähern, nicht durch den Verstand, sondern mit dem Geist. Die Hände mögen ausgestreckt werden, doch nicht, um zu bitten, sondern um zu empfangen. Der Ruf der Mutter wird die Tore weisen, durch die man eintreten soll, - gerade der Ruf der Mutter. Wenn die Launen der Kindheit vergessen sind, wird der Ruf der Mutter vernommen werden.
Das Mahl ist bereit und die Stunde gekommen, wo ein neuer Tisch gedeckt ist! Nähert euch, solange das Geschirr noch nicht heiß ist! Viele werden die heiße Speise nicht vertragen, doch die Kühnsten werden, gleich dem Märchenprinz, das Feuer der Welt
verschlingen. Und der Pfad des Feuers wird den nächstliegenden Weg beleuchten.
[104.] 8. Unsere Gedanken sind bei euch. Wir senden euch die Lehre, wie man die steilen Felsen besteigen muss und sie in ein herrliches Tal verwandelt. Die Menschheit fühlt, dass man auf der Schneide des Schwertes nicht gehen kann. Die zuletzt gegebene Möglichkeit ist das Aufzeigen der Tore.
Erfolg ist ein Zeichen von richtiger Handlungsweise Erfolg entsteht durch das Begreifen des Augenblickes. Die Lehre wirkt wie das Hochziehen eines Bühnenvorhanges. Wie wunderbar ist es, ein Vollzugsorgan der Welt-Geheimnisse zu sein.
Schreitet freudig einher! Die ganze Kette ist wertvoll.
Meine Hand sendet Strahlen von den Bergen. Wir werden die neue Ära unverzüglich beginnen. Ich lehre, nicht zu träumen, sondern den Lauf der Ereignisse wahrzunehmen.
[105.] 9. [Über] Gedächtnis und Bewusstsein: So, wie das Gedächtnis der Behälter für das Vergangene ist, so dient das Bewusstsein für das Zukünftige. Deshalb ersetzen wir das Gedächtnis durch das Bewusstsein. Mittels des Gedächtnisses kann Ich nicht in den Bereich der Sonne eindringen, doch das Bewusstsein öffnet die Tore. Museen und Bibliotheken ersetzen Uns das Gedächtnis, und deshalb sollte der Schüler nicht über den Verlust des alten Gedächtnisses betrübt sein. Es ist einfach: Ein kleines Ding wird durch ein großes ersetzt. Bewusstsein ist mit dem Verständnis des Geistes verwandt. Es wächst, indem es das ganze Wesen wie in eine Flamme einhüllt. Bei diesem Entwicklungsprozess behindert Erinnerung wie Schlacken die Entflammung.
Wissen bedeutet nicht, sich zu erinnern. Der Erfolgreiche eilt vorwärts, ohne
sich umzusehen. Die Menschheit muss sich an die Umwandlung des Bewusstseins erinnern.
Woher kommen die Kräfte Unserer Erfahrungen? Aus dem Bewusstsein der Sonne, das sich als Prana ergießt. Über dem Bereich irdischer Gedanken fließen Ströme der Weisheit aus der Sonne, und aus diesen Bereichen kommt die große vorausbestimmte Lehre. Wir rufen dazu auf, die ganze Welt zu umfassen. Doch nur das Instrument des Bewusstseins wird den neuen Versuch der Vereinigung des Geistes mit der Materie ermöglichen.
Karma kann einen harmonischen Körper nicht verwirren. Somit ist der Pfad des Aufstieges auch von praktischem Nutzen.
[106.] 10. Unter den Wurzeln der ewigen Wahrheit liegt viel Staub. Die Zeit ist gekommen, um die Auswüchse zu entfernen.
[107.] 11. Mein Buch muss besser verstanden werden. Die Lehre, wie man durchs Leben schreitet, wurde für jene enthüllt, die den Himmel als lebendig betrachten. Ein Lehrer ist, wer festen Schrittes durchs Leben geht.
Ich lehre, wie man das Leben auf der Erde leben soll, ohne die Erde zu verlassen. Den täglichen Ereignissen soll man feinfühlig begegnen. Wenn die Zeit gekommen ist, kann sich sogar eine Ameise als Bote erweisen.
III
[108.] 1. Während man in die Höhen des Kosmos aufsteigt, muss man noch die Verbindung zur Erde hin bewahren. Wir sind jederzeit bereit, Uns von allem Irdischen zu trennen, obwohl Wir jede Blume lieben. Darin liegt die Weisheit, wovon man eine
Erinnerung mit sich nimmt, ob von einer Krone, vom Wohlgeruch der Freesien
4, von Siegesrufen oder von Hirtengesängen. Das Liebste und das, was uns am wenigsten gehört, sind das beste Reisegepäck. Gesang bringt uns Gesundheit, Farben heilen die Wunden. Deshalb sage Ich, glücklich sind jene, die den Klang und die Farben verstehen.
Seit jeher schenken die Propheten dem Ton und der Farbe Beachtung. Die alte Lehre über den Klang hat ihre volle Bedeutung. Kränze und Girlanden erinnern an heilende Kräfte. Jeder fühlt sich gemäß seiner Ausstrahlung von den entsprechenden Farben angezogen. Weiß und Lila sind mit Violett verwandt, Blau mit Blau; deshalb rate Ich, diese Farben in größerem Maß in den Räumen zu verwenden. Man kann dies auch mit lebenden Blumen machen. Nach Farben ausgesuchte Pflanzen haben eine große Heilkraft. Ich rate dazu, mehr Freesien zu halten. Unser silberner Strahl erinnert sehr an weiße Blumen. Farbe und Ton sind Unser bestes Mahl.
[109.] 2. Der durch Verbrechen hervorgerufene Wirbelwind erstickt die alte Erde. Das Kohlengas verdunkelt den Verstand. Die eiserne Dusche übersteigt das Erträgliche. Man muss sich vorsichtig schützen, - Erfolg liegt nicht in der Hast, sondern im Verstehen der Zeiten. Die vom Schicksal vorgesehenen Fristen sind unvermeidlich. Wünschet die Neue Welt herbei. Wir erschüttern die Staaten nicht, doch räumen Wir die Fäulnis hinweg.
Den Rhythmus der Gezeiten zu verstehen, ist sehr wichtig. Einmal zeigt sich die erhabene Freude des Aufstiegs, dann wieder der Rhythmus der Zerstörung.
[110.] 3. Weder Abhandlungen noch Logik, sondern der Kanal des Geistes
vermittelt das Wesen des Kosmos. Die gegenwärtige Lebensweise entfernt die Menschheit von jedwedem Verstehen um die Lenkung der Welt. Die Möglichkeit, die überirdischen Sphären zu schauen bekundet sich besonders an der Grenze zwischen Schlaf und Wachbewusstsein. Wer diesen heiligen Moment zu schätzen weiß, hat bereits einen Zipfel vom Schleier gelüftet. Nicht die Vision, sondern das Bewusstsein ist wichtig. Nicht das durch Übungen Erzwungene, sondern das, was sich frei äußert, ist wertvoll.
Die sich nähernde Zeit muss jedem empfindsamen Geist einen Dreifuß der Pythia schaffen, eine Art "Demokratisierung der Merkmale der Aristokratie". Jeder trägt unvermeidlich in seinem Busen eine Waage der Gerechtigkeit und wiegt augenblicklich das für sich ab, was ihm gebührt. Dies entspricht der Neuen Zeit und findet in den Gefühlen des Menschen leicht Anklang. Wenn man den Ablauf menschlicher Gedanken kennt, ist es leicht, die Folgen vorauszusehen.
[111.] 4. Verstehet es, aus den Angriffen Nutzen zu ziehen. Wünschet euch viele Feinde, doch schaffet sie euch nicht.
Lasst uns das gestern Begonnene beschließen: Die Abgeltung guter und schlechter Taten muss beschleunigt werden. Erste Voraussetzung für eine Religion muss darin bestehen, dem irdischen Leben einen praktischen Wert zu geben. Die himmlische Belohnung allein ist zu abstrakt, man muss dem Begriff der Wiedergutmachung und Belohnung auf Erden näher kommen. So kann sich auch das Volk von den fühlbaren, für die Welt zugänglichen Möglichkeiten der Erneuerung einen Begriff machen. Es zeigt sich entweder die Hand des unsichtbaren Freundes oder ein scharfes Schwert. An den Vorteil sofortiger
Belohnung denkend, wird das Volk einen neuen Pfad zum Tempel finden.
Es ist nicht notwendig, die Gottheit anzuflehen, man muss sich selbst durch Taten helfen.
[112.] 5. Über die Größe des Universums Überlegungen anzustellen, erübrigt sich, sie ist überwältigend und erhebend zugleich. Das Wissen des Geistes erlangt man durch geistiges Wissen.
Lenkt die Aufmerksamkeit auf den silbernen Faden, der euch mit dem Geist des Führers bis zu dem des Regenten des Planeten verbindet. So erlangt ihr eine Leitung zum Höheren Geist. Die Höhere Individualität fürchtet keine Vereinigung und sendet die geoffenbarten Gaben entlang des silbernen Fadens bis zu den Höchsten Sphären. Ebenso kann er bei der Geburt eines Geistes seine Leitung senden.
Denket daran, dass in der Welt des Geistes alles möglich ist. Neue Möglichkeiten werden nicht durch erdachte Formeln geschaffen, sondern durch eine unbeschreibliche Macht des Geistes. Dies ist schwierig und wunderbar zugleich.
[113.] 6. Ich freue Mich über die prophezeiten Möglichkeiten, denn nur darin ist in Zukunft eine bessere Evolution gewährleistet. Kenntnis der Vergangenheit ohne Voraussicht führt nicht vorwärts.
[114.] 7. Die Reinigung der Religionen setzt eine neue unmittelbare Beziehung zur geistigen Welt voraus. Christus, Buddha und ihre engsten Mitarbeiter wandten keine magischen Formeln an, sondern wirkten und
schufen in völliger Vereinigung mit dem Geist. Deshalb müssen während des kommenden Evolutionsabschnittes die früheren, künstlichen Methoden unterlassen werden. Ursache und Wirkung. Mechanische Yoga-Übungen sind für die Erneuerung der Welt unbrauchbar. Ein Lehrer, der lediglich unter einem Baum sitzt und Verbote erteilt, entspricht nicht mehr den Erfordernissen der Neuen Zeit.
Woher nehmt ihr eure Energie und Überzeugung? Im Verein mit dem Großen Geist erkennen wir Ursachen und Motive und schaffen unverzüglich Folgen. Wir rufen jene, die vor uns den erhabenen Pfad der Bewusstseinserweiterung und der Verantwortung gegangen sind. Und unsere Anrufe erreichen sie, und diese [Anrufe] wurden von Tausenden von Händen emporgehoben. Weder Forderungen noch Schrecken sind notwendig, nur das Bewusstsein der Einheit bewegt die Riesen. Indem wir das Beste wünschen, übernehmen wir das Erbe der Großen Segenspender des Heiles. Wir öffnen das geistige Gefäß für den Empfang der segensreichen Hilfe, und nichts Übles wird herankommen, denn wir wünschen nur das Gute, das vom Geist bestätigt wurde. Behutsam werden wir das Gewebe von Schriften in die Schatzkammer überliefern, weil wir zu den Quellen gehen.
Bereit zu sein, selbstverleugnend zu sein, beschimpft zu werden, verleumdet zu werden, freudig zu sein, schweigend zu sein, jubilierend zu sein, der Bringende und der Verschenkende zu sein, und in diesem Leben vom Licht der Sonne gelehrt zu werden, bedeutet so zu sein, wie Wir euch sehen wollen, und als solche senden Wir euch aus. In dieser Verfassung hat euer Geist den Auftrag angenommen.
Weder aus einem Königreich noch aus den Gewölben der Alchimisten kommen wir und verwenden auch keine magischen Beschwörungen, sondern mitten aus dem Leben und fanden
Euch, Ältere Brüder und Schwestern, um die von Euch bewahrten und von uns angehäuften Schätze in Empfang zu nehmen, denn wir gehen in den einfachen Tempel des Erhabenen Geistes. Und wir werden zu Euch zurückkehren, denn so wollt Ihr uns sehen, und die Last, die Ihr uns auferlegtet, tragen wir als den Kelch der Unsterblichkeit.
[115.] 8. Teile von Sternen gelangen nicht zufällig in benachbarte Sphären; sie sind eine Art Verbindungsmittel. Diese Zeichen werden von der heutigen Wissenschaft zu wenig beachtet. Es kommt nicht darauf an, dass ein Stück Meteoreisen Karate von Diamanten enthält, seine Bedeutung liegt im Psychomagnetismus. Auf diese Art könnten die Menschen den Verkehr mit dem sie umgebenden Weltraum erweitern. Für die zukünftige Koordinierung der Materie ist die verbindende Eigenschaft des Psychomagneten von großer Bedeutung, denn Materie muss schließlich mit dem Geist verschmelzen und dehnbar werden wie flüssiges Glas.
Zu Beginn einer neuen Evolution möge ein neues Heilverfahren zur Anwendung gelangen; die Menschen sollen nach den Strahlen der Gestirne eingeteilt werden. Wie man über die Grenzen der Planeten hinaus gelangen kann, wird die nächste Entdeckung zeigen. Der Mensch ist nicht nur Betrachter der Welten, sondern ein bewusster Mitarbeiter, und sein Weg führt nicht durch Pfützen, sondern über die Strahlen der Sphären.
Man muss wissen, warum man das Licht suchen soll. Der Geist weiß es, für ihn ist es erreichbar und vorbestimmt. Wozu wäre sonst die Leiter Unserer Bruderschaft nötig? Sie ruht auf der Erde und verliert sich in himmlische Sphären.
[116.] 9. Haltet mutig den fürchterlichen Angriffen stand. Euer Geist muss sich über jede Tat freuen. Wenn die Hühner gackern, gibt es Regen und eine gute Ernte.
Obwohl viel Staub in der Scheune liegt, so kommt dennoch aus ihr das Brot.
[117.] 10. In der Wiederholung liegt eine Macht, die in der Religion nicht richtig angewendet wird, doch ist sie im Leben eine unentbehrliche Waffe. Man muss sich wiederholt einhüllen.
[118.] 11. "Wer die Stimme seines Geistes vernimmt wird sich über den Abgrund erheben. Wer sich in den Wald zurückzieht, kann die Reden der Leute nicht hören, und wer auf dem Lager einschläft, hört die Vögel, die Boten der Sonne, nicht. Wer bei der Offenbarung eines Wunders schweigt, dessen Sehkraft hat versagt. Wer sich weigert, seinem Bruder zu helfen, der wird die Splitter aus seinem eigenen Fuß nicht entfernen können." - So sprach der heilige Sergius5.
Über Sergius sollten die Menschen mehr erfahren. Deshalb wollen Wir sein Bild beleuchten und von seinem Leben gelegentlich erzählen sowie seine Aussprüche erwähnen.
[119.] 12. Lasst uns über die Aura sprechen: Eine eiförmige Aura ist dem Astralkörper eigen. Die allgemein übliche ist schmal und strahlt entlang des ganzen Körpers in einer Breite von ungefähr zwei Inch6. Bei zunehmender geistiger Entwicklung beginnt sie von den oberen Zentren aus zu wachsen. Angefangen vom Sonnengeflecht erweitert sie sich nach aufwärts zum Gehirnzentrum und formt schließlich die so genannte Sonnenaura. Blutandrang ist für die Verschiebung der Aura charakteristisch, wie die Spannung des Stroms ihren Druck verschiebt. Sogar Ohnmachtsanfälle sind möglich. Schließlich schwindet die Strahlung der niederen Extremitäten und es bildet sich ein Ring. Der Organismus wird, während er inmitten des Lebens ist, äußerst
empfindungsfähig, besonders für Töne und Farben. In dieser Übergangszeit ist größte Ruhe erforderlich. Die Sonnenaura pflegt eine Breite von zehn bis fünfzehn Inch zu haben. Ihre Ausdehnung kann sogar noch zunehmen. Ungeachtet des Unbehagens, das eine Verschiebung der Aura verursacht, kann man jeden beglückwünschen, der die obere Ausstrahlung erlangt hat. Eine Gelegenheit zur Ruhe sollte vorsichtshalber geschaffen werden. Nachher bildet sich ein neuer Panzer, und die Hautnerven kräftigen sich. Man kann das Physische vom Geistigen nicht genau teilen. Die Waage schwankt, und die Wellen durchströmen den Körper. Man kann dies nicht als Krankheit bezeichnen, doch man soll dem Organismus jederzeit behilflich sein, damit der Körper sich im neuen Zustand festigt.
[120.] 13. Wie man früher die Einsamkeit empfand, so muss man jetzt auch das Wissen des Geistes fühlen. Ein Geleitwort für jede Stufe: Lasst dem Geist seinen Willen. Lasst Vorsicht walten und seid behutsam. Stellt euch die Frage, wie der Geist es will. Die Stufe des geistigen Wissens ist sehr wichtig. Wenn man sich dem geistigen Wissen nähert, hat es oft den Anschein, als ob der Geist völlig abwesend sei, doch dies scheint bloß so, im Gegenteil, der Geist macht sich stark bemerkbar. Es ist wichtig, unmittelbar zu handeln und das Wissen des Geistes zu begreifen. Man soll so handeln, wie man wünscht. Es ist besser, sich mit Einzelheiten zu befassen, als aufs Ganze zu gehen.
[121.] 14. Wir wollen nun das Wissen des Geistes und den Befehl des Willens vergleichen. Das Wissen erblüht, es gibt Schutz und beleuchtet
die Grundlagen. Der Befehl des Willens ist nach fremden Sphären gerichtet, er besiegt und vereint. Der Befehl ist gekennzeichnet durch das Symbol des Schwertes und der Pfeile Das Symbol des geistigen Wissens ist die Blume. Der Befehl kann dem Schüler von außen her durch eine eilige Sendung erteilt werden, wohingegen das Wissen des Geistes aus dem Inneren erblüht und mit keinem Kommandostab hervorgerufen werden kann. Wie eine Blume, so erblüht Wissen zu der dafür bestimmten Zeit.
Wie soll man das Wachstum einer Blume fördern? Stellt sie an einen ruhigen Platz, lasst ihr das nötige Licht der Sonne zukommen, verbietet es, sie zu berühren und ihre Blätter abzureißen. Ohne Wissen um den Geist ist es nicht möglich, die Menschheil auf eine höhere Stufe zu bringen.
[122.] 15. Das Anwachsen der Taten gleicht den Lilien. Hinter einem Zaun verbirgt sich diese weiße Schwester, sie hat keine Gefährtinnen, doch die Stängel tragen bereits wieder neue Knospen.
Die Inkarnation als eine Blume ist nicht häufig. Manche streben die viel umfangreichere Form der Bäume an, doch der Liebreiz der Blumen ist nicht immer erreichbar, um sich zu ihnen zweimal zu zuwenden. Es besteht kein Verbot, dass eine Inkarnation im Tierreich durch eine pflanzliche verkürzt wird. Ich sage nicht, dass das Bewusstsein vieler Insekten jenes schöner Blumen übertreffen würde. Es ist weise, einige Inkarnationen im Blumendasein zu verbringen. Beeilt euch, beeilt euch. Ich will euch unter einem schönen Dach erwarten, um euch zu überholen. So verkürzt der Pfad der Schönheit den Weg.
[123.] 16. Dem Betrüger sagt: Wie nützlich ist dein Betrug für mich. Dem, der euch bestiehlt, sagt: Es ist offensichtlich, dass die Zeit für mich gekommen ist, Neues zu erhalten, doch ist es dennoch für dich besser, mein Eigentum nicht zu berühren. Wie ein Blitz werden dich Schmähung und Diebstahl treffen. Dein Messer wird stumpf bei Berührung unsichtbaren Panzers, und du wirst deine stärkste Waffe selbst beschädigen. Wohin willst du gehen, wenn du geschlagen und vernichtet bist?
Ich sprach zu euch über das Lächeln und die Standhaftigkeit. Und den mit Mir Schwimmenden kann ich am Jahresgedenktag ein Schwert überreichen. Das Gesetz des Gebens siegt, und jene, die abgeben, werden erhalten.
Warum folgt ihr Ihnen? Es ist leicht und nützlich, dies zu tun. Schnell wie der fliegende Falke, unerwartet wie die Rückkehr des Jonas7, unerschöpflich wie die Flamme werdet ihr sein! Nur durch geistige Abgabe werdet ihr auf der Erde zum Licht und zur Wahrheit gelangen. Diese Quelle ist unerschöpflich! Auf der Erde inmitten der Geängstigten, selbst der Hilfe beraubt und erniedrigt, geben sie, bieten sie an, beschenken und folgen sie dem Stern. Und deshalb freuen Wir Uns in der sich jährenden Nacht. Sie erhellen nicht nur ihre Aura, sondern sind entschlossen, weiter fortzuschreiten, und deshalb freuen Wir Uns.
[124.] 17. Wir beenden den Feiertag und beginnen wieder mit der Arbeit. Wir beschließen, was zu tun ist, - zu handeln. In ewiger Tätigkeit besteht Unser Feiertag. Doch ihr, unserem Beispiel folgend, seid gleichfalls tätig, ohne bekümmert zu sein. Entschließt euch,
in Ruhe zu wirken, wissend, dass Unsere Quelle in euch unaufhörlich strömt. Und wenn ihr fragt: Wo sind Sie, die Versprechungen gegeben haben? Wir stehen hinter euch und freuen Uns und beobachten das Wachstum der Blume eurer Aura. Denn das ist Unser Garten. Jenseits aller Grenzen vereint das Licht die Herzen.
[125.] 18. Visionen sind real wie das Bildtelefon. Man kann sie für wirklicher halten als die physische Welt. Es ist nur eine Frage, aus welcher Quelle sie kommen, doch der Geist wacht darüber. Auf eine gute Anfrage wird eine gute Antwort erfolgen.
Ich will etwas sehr Wichtiges sagen: Die Menschen erforschen die Visionen zu wenig. Nach dem Charakter der Vision kann man die beste Geschichte des Intellekts niederschreiben. Aus den groben Erscheinungsformen der Visionen erkennen wir sogar, um welche Periode es sich handelt. Natürlich haben Visionen von feinfühlenden Geistern charakteristischere Formen. Als die Menschen anfingen, in Christus einen unerreichbaren Abgott zu sehen, begann eine Periode von Christus-Visionen in höchst realistischen Formen. Er zeigte sich den Menschen als Nahestehender und trat in ihr Leben ein. Kurz gesagt, auf jeden allgemeinen Irrtum folgt die Richtigstellung. Zur Zeit der Erniedrigung der Frau kann man das Erscheinen der himmlischen Mutter verfolgen.
Jetzt, da eine zusammenhängende Kette zwischen Erde und Himmel aufgezeigt werden muss, gibt es eine Flut von Erscheinungen auf den verschiedenen Ebenen.
Nach dem Augustinus8 begann die Kirche in die Dunkelheit des Mittelalters zu versinken und Christus wurde hinter
goldene Gitter gesperrt. Um diese zu sprengen, stieg Christus sogar inmitten niederer Gestalten ab, nur um die Große der Verbindung der Einheit wieder zu offenbaren. Die Weisheit des Altertums enthielt alles, was für die Welt erforderlich war.
Natürlich gibt es nur einen Weg aus der Einen Quelle. Wie die höchsten Geister, so kennen auch die feinfühligen, irdischen Apparate diese Einheit. Und die Welt der Höheren Realität strahlt im Wirbel der Drehung der Planeten, welche die Teile des Geistes herbeiziehen.
In Zukunft wird das Gleichgewicht zwischen Geist und Materie eine klare Sicht ermöglichen. Aber derzeit kann man nur Splitter wahrnehmen. Deshalb schützten die Alten das natürliche Fernrohr so behutsam. Die stärksten Teleskope waren Frauen. Und die erste Bedingung für einen guten Empfang war Ruhe.
[126.] 19. Hier übermittelt der Gesegnete: "Alles ist für alle und für immer da." Merkt euch vier Gesetze: Das Gesetz der Aufnahmefähigkeit, das Gesetz der Furchtlosigkeit, das Gesetz der Annäherung und das Gesetz der Rechtschaffenheit.
Die Gesetze der Furchtlosigkeit und Rechtschaffenheit zu erklären, ist nicht notwendig. Leicht ist das Gesetz der Aufnahmefähigkeit zu verstehen, doch erforderlich ist es, das Gesetz der Annäherung zu erklären. Wenn man sich zu bestimmten Zeiten den Hohen Vorbildern nähert, so entsteht eine besonders gesättigte Atmosphäre, als ob Rauchwolken Himmel und Erde bedeckten. Was einem klar erschien, beginnt auseinander zufallen, wie wenn es sich in einem Wirbel auflösen würde. Sogar für den Körper ist
diese Zeit schwierig. Doch sollen verschiedene Hinweise bekannt gegeben werden, die als Wegweiser dienen.
Wissend, dass die vom Schicksal bestimmten Menschen an unverrückbare Termine gebunden sind, müssen wir diese Zeit ruhig an uns vorbeiziehen lassen, wie wenn man sich an neue Gase anpasst. Denkt daran, dass in dieser Zeit nicht nur der Lehrer, sondern die ganze Bruderschaft beobachtet, und wenn vereinzelt Stimmen an euch herankommen, sollt ihr nicht überrascht sein. Es ist gut, in dieser Zeit Blumen um sich zu haben.
[127.] 20. In alten magischen Büchern kann man den Ausdruck "Illuminacio Regale"9 finden, was "Königliche Erleuchtung" bedeutet. Dies ist ein solch wichtiger Grundsatz, dass Hermes10 seinen Traktat mit den Worten beschloss: "Gesegnet sind jene, die den Pfad der Erleuchtung erwählten!"
Das Symbol der Salbung der Könige enthält den gleichen Grundgedanken. Alle Kenner der Geheimen Kräfte sind sich in der Bejahung der höchsten Harmonie durch die Macht der Erleuchtung entschieden einig. Deshalb ist die Salbung eines Königs nur symbolisch zu verstehen, weil er, ohne sich von der Erde zu entfernen, den Willen des Himmels ausdrückt. Über die konventionellen, erstarrten Formeln hinaus liegt unter der Kruste der Vorurteile ein Wissen, das scheint, als ob es in der Luft verstreut wäre.
Errichtet einen himmlischen Blitzableiter und sammelt Pfeile des Himmels. Für den einen ist er gefährlich, für den anderen die beste Waffe. Und die ganze Zukunft liegt in der Beherrschung der Erleuchtung begründet. Das schwierigste Telefon wird sich in den Händen des Menschen befinden.
IV
[128.] 1. Nicht im Scherz werden die Planeten jenseits von Uranus erwähnt. - Oft ist der Geist durch den kosmischen Wirbel erschüttert; er kann sich nicht zurechtfinden und beobachten, doch dies ist nur eine Frage der Zeit und der Technik. Mit Unserer großen Erfahrung sind Wir auf alles vorbereitet, so auch auf eine langwierige Arbeit. Viele Unserer Erfahrungen nehmen Jahrhunderte in Anspruch. Wenn ihr die Endlosigkeit der Arbeit verspürt, kennt ihr eines Unserer Gefühle; jede Zeit ist ausgefüllt.
Töne und Blumen sind für die weiteren Flüge notwendig. Die Töne des Lebens der Sphären und die lebendige Ausstrahlung der Blumen gehören wahrhaftig zum Rezept der Amrita11.
Es ist wertvoll, sich dem Höheren Pfad zu nähern, ohne ein Medium zu sein und ohne die Erde zu verlassen. Wo die Vernünftelei spricht, die Furcht zu Hause ist, das Vorurteil sich zu regen beginnt, haben es die weißen Blumen schwer. Seid einfach, einfach, einfach, befleißigt euch der Liebe zu Mut und Wachsamkeit. Die Zeit ist nicht für Seifenblasen da; Wichtigtuerei ist nicht am Platz, wo Jesus den Fischern die Füße gewaschen hat.
Im Bewusstsein der Einfachheit des Lebens und der Wichtigkeit des Dienens in der Neuen Welt und in der Liebe zum Würdevollen öffnet die Tore.
[129.] 2. So, wie Wir über euch wachen, so verfolgen Wir auch eure Entwicklung. Wir hüten die Kinder der ganzen Welt von der Wiege an und erwägen ihre besten Gedanken. Natürlich, nicht jeder
Geist erreicht Vollkommenheit, und die Zahl der Abgefallenen ist groß, doch Wir freuen Uns über jeden reinen Gedanken wie über einen schönen Garten. Wundert euch deshalb nicht, wenn ein Großer Lehrer einfache Sätze wiederholt. Durch das Einprägen solcher Gedanken stärken Wir die schöne Blume des Geistes. Deshalb pflegen Wir neben den großen kosmischen Entdeckungen und dem Weltgeschehen auch behutsam die Blumen des Geistes. So vielseitig ist die Arbeit Unserer Bruderschaft.
Es gibt einen Gedanken, der in das Innere führt, ohne dass die Oberfläche des Geistes schwankt. Ein anderer Gedanke fliegt wie ein Geschoß mit explosiver Ladung in den Weltenraum. Ein Strahl begleitet das fliegende Geschoß. Jeder Geist weiß, wann ein Gedanke wie ein Bumerang fliegt. Besonders erwünscht ist es, dass der Gedanke eine eigene Färbung erhält, doch geöffnete Zentren geben dem Gedanken nicht nur eine Färbung, sondern umhüllen ihn mit der Farbe des Menschen; dann tritt die wirkliche Individualität in Erscheinung. Nicht nur der Inhalt des Gedankens färbt ihn, sondern alles Gesandte wird von der Farbe der Individualität durchdrungen. So wird physikalisch ein Strahl gebildet.
Das Gewahrwerden eines Regenbogens ist das beste Zeichen. Jede Andeutung eines Regenbogens weist auf die Entwicklung des dritten Auges hin.
[130.] 3. Christus sprach: "Nicht im Tempel, sondern im Geist werdet ihr beten." Wahrhaftig, das religiöse Vorurteil ist die bitterste Gemeinheit. Oft bringen religiöse Ekstasen mehr Schaden
als Nutzen mit sich. Die Masse schuf aus ihnen vulgäre Prozessionen. Deshalb ist es wichtig, die Lebensfähigkeit Derer aufzuzeigen, Die auf allen Stufen der Leiter stehen.
Es ist an der Zeit, die Brillanten zu entfernen, die das heilige Bild entweihen. Es ist an der Zeit, die Reliquien zu verbrennen und dem Vermächtnis Christi zu folgen. Es ist an der Zeit, in den Tempel des geistigen Verständnisses einzutreten und sich den Kräften zu weihen, die das Wissen um die wahre Macht des Geistes beinhalten.
Nicht in versteckten Laboratorien, nicht in Klosterzellen, sondern im Leben werdet ihr echte Aufzeichnungen sammeln, wo Christus, nicht in den Falten eines Priestergewandes, sonder in der Schönheit müheseligen Arbeit, Sucher nach der Freiheit des Geistes sammelt.
Oftmals mussten Heilige auf Erden zurückkehren, weil sie der Menge zuviel von ihrer Verzückung anstatt vom Aufbau des Lebens übermittelt hatten.
Wir sind entschieden gegen Klöster, da sie eine Antithese zum Leben darstellen. Nur die Pflanzstätten des Lebens, d.h. Gemeinschaften, wo wertvolle Arbeit geleistet wird, finden Unsere Unterstützung. Nur mittels gesammelter Erfahrungen des Lebens muss man ans Ziel gelangen. Die allgemein übliche Religiosität ist nicht nötig. Tatsachen zu erkennen und ein bewusster Verkehr mit der Wohnstätte des Lichtes sind erforderlich. Daher wollen wir nützlich sein und bewusst, ohne Magie, zur praktischen Quelle vorwärts schreiten. In dieser Einfachheit liegt die ganze Reihenfolge der großen Geheimnisse, die den Menschen so unerreichbar scheinen, weil sie noch bis zum Gürtel in Vorurteile verstrickt sind.
Es ist [für sie] unmöglich, die Einfachheit, Schönheit und Furchtlosigkeit zu verstehen.
[131.] 4. Furchtlosigkeit ist Unser Führer. Schönheit Unser Strahl des Verstehens, Einfachheit Unser Schlüssel zu den geheimen Türen des Glücks.
Ihr könnt besonders über die Einfachheit schreiben, denn nichts behindert derart den Weg, wie wohlleibige Aufgeblasenheit. Es ist nötig, jede Regung von Eigendünkel mit allen Kräften zu ersticken, ohne der Heuchelei zu verfallen. Dies ist eine alte Wahrheit, auf die immer wieder hingewiesen werden muss. Jeder muss erkennen, wo es ihm an Einfachheit mangelt.
[132.] 5. So segensreich sich das Selbstbewusstsein für die Tat auswirkt, so verderblich ist Eigendünkel. Einbildung ist der Feind der Einfachheit. Sogar große Denker waren dieser Krankheit ausgesetzt und mussten so lange wiederkehren, bis dieser Herd in mühevoller Arbeit ausgerottet war. Einer der hindernden Umstände ist Mangel an Einfachheit. Man kann Bastschuhe tragen und braucht doch nicht einfach zu sein. In Einfachheit kann man den größten Tempel errichten.
Einfachheit, Schönheit und Furchtlosigkeit - Christus und Buddha haben das gleiche gelehrt. Und es ist ein Segen, wenn der Geist durch dieses Vermächtnis in Schwingung versetzt wird.
Achtet darauf, dass Wir Uns ebenfalls bemühen, mit den einfachsten Worten zu sprechen, um den Sturz des Turmes von Babel zu beschleunigen. Und so saget, dass Wir die Wörterbücher
verbrennen werden sofern man aus den von Christus geprägten Worten einen Haufen tierischer Begriffe gemacht hat. Es wurde ganz einfach gesagt: "Betet nur im Geist!"
Buddha verbrachte sein Leben auf der Erde und man vergaß Ihn. Jesus hat gelitten und Er wurde vergessen. Nun Lasst jeden sein Schwert nach eigenem Verlangen über sich erheben.
Es wühlt das Volk in seinen Lumpen. Für alle liegt ein weißes Kleid bereit. Das Affengewand übergeben wir dem Zirkus, und dahin gehören auch die aufgeblasenen Dummköpfe. Ja, ja, ja, besser ist es, bei Wilden zu sein, als in einer Apotheke mit falschen Arzneimitteln. So sprechet.
[133.] 6. Da Unsere Schüler den Mikrokosmos der Bruderschaft in sich tragen, gibt es kein gleichgültiges Verhalten ihnen gegenüber. Man entdeckt in ihnen sogar Einzelheiten Unseres Wesens, beispielsweise die Endlosigkeit der Arbeit sowie das Gefühl der Unendlichkeit in Bezug auf Wissen; die Einsamkeit und die Abwesenheit eines Hauses auf der Erde; das Verständnis für die Bedeutung der Freude; den Sinn für die Erkenntnis der Möglichkeiten, denn die besten Pfeile erreichen selten das Ziel. Wenn Wir aber die Herzen der Menschen sehen, die zu demselben Garten hinstreben, wie soll man da keine Freude empfinden!
Furchtlosigkeit vor der endlosen Arbeit ist besonders wichtig. Es ist wahr, im Bewusstsein der endlosen Möglichkeiten des menschlichen Apparates wird einem leicht ums Herz.
Die Schlange des Sonnengeflechtes hilft die Verwirrung der Zentren zu überwinden. Deshalb war die Schlange das Symbol der Herrscher.
Wenn sich die Ringe der Schlange zu winden beginnen, wird der Organismus besonders empfindlich. Die Lebensausstrahlung der Blumen wird von den weißen Blutkörperchen, welche die Zitadelle der Sonnenschlange verteidigen, aufgenommen. Wie die Schlange in der Natur die Blumen liebt, so nährt sich auch die Schlange des Sonnengeflechtes von ihnen.
Auch die Schweine treten auf Blumen herum, doch ohne Nutzen für sie. Man kann ohne Gebrauch der Lebensemanation an den besten Heilmitteln vorbeigehen. Daher kommt ein Wunsch, die Blumen ungepflückt zu sehen.
[134.] 7. Das Brechen der Strahlen ergibt Klänge, die in die Symphonie der Sphärenmusik eingehen. Man kann sich die kristalline Eigenschaft der Feinheit wie die Macht des Wirbelwindes vorstellen.
Im Gehirn ist ein Zentrum, das die Glocke genannt wird. Wie ein Resonator nimmt sie die Symphonie der Welt auf und kann die tiefste Stille in einen donnernden Akkord umwandeln. Man sagt: "Wer Ohren hat, der höre". So wird auch das Rückenmark die "Lanze" genannt, denn wenn wir die Schläge abwehren wollen, müssen wir diesen Kanal anspannen. Die Zentren der Schultern werden "Flügel" genannt, denn bei einer selbstaufopfernden Heldentat verstärken sich die Strahlen. Die Legende von den Schwingen ist sehr bildhaft. Ebenso war es bei den Vorfahren üblich auf der Brust ein rundes Metallschild zu tragen.
Der Scheitel wird "Brunnen" genannt, denn die Wellen fremder Einflüsse dringen in dieser Richtung ein. Überall sehen wir im Altertum bedeckte Köpfe, die
mit dem Symbol des Priesters zusammenhängen, die jetzt durch Namen von Firmen ersetzt werden. So geistig glatzköpfig sind die Menschen geworden. Lasst Uns mit einer Botschaft an die Neuankommenden schließen: Es gibt für euch soviel zu lernen, um die Weisheit der Ruhe und der Tat zu erlangen. Man muss die Masken von den Gesichtern reißen und es verstehen, bei jeder Tat als Panzer Meinen Namen zu gebrauchen.
Ich werde in das von Mir bestimmte Land kommen. Man darf nicht verschlafen. Lernt es deshalb, feinfühlig zu sein, und haltet das lichte Kleid um euch bereit. Wenn ihr aber müde werdet, denkt daran, dass Wir keine Untätigkeit kennen. Seid bemüht, euch dieselben Eigenschalten anzueignen, und liebet Blumen und Töne.
Schreitet wie Löwen einher, doch beschützet die Kleinen, denn sie helfen euch, Meine Tür zu öffnen. Habt Verständnis!
[135.] 8. Wenn viele irdische Apparate wegen ihrer Schädlichkeit vernichtet werden, dann ist es an der Zeit, die Menschheit durch natürliche Apparate heranzuführen.
Der Apparat ist die primäre Stufe. Die wahre Errungenschaft wird folgen, wenn alle Apparate durch den Geist ersetzt werden. Den Menschen mit keiner Maschine auszustatten, ist dies nicht eine Errungenschaft? Der Schriftgelehrte kann nur im Raum der Erde wirken - der echte Geisteswissenschaftler über ihre Grenzen hinaus.
Das Herstellen der Verbindungen zur Neuen Welt ist nicht
leicht. Die wertlos gewordenen Zentren versuchen, die Anstrengungen der neuen zu erschweren.
Wir werden das Gewitter und den Platzregen überleben. Unser Spiegel ist klar.
[136.] 9. Es war feinfühlig, alle Kräfte zu sammeln, um ans Ziel zu gelangen. Es gibt langweilige und gefährliche Übergangszeiten, die man nur im Vertrauen zum Führer meistern kann. Er muss einen ans Ziel bringen, ohne die Kräfte zu überanstrengen. Würde Er die Kräfte überfordern, womit sollte Er sie ersetzen?
Die hohe Mission der Frauen muss durch die Frau selbst erfüllt werden. Und im Tempel der Mutter der Welt muss die Frau als Priesterin den ihr Platz einnehmen.
Das Zeitalter der Mutter der Welt wird die Einheit der Frauen herbeiführen. Die gegenwärtige Aufgabe besteht darin, eine geistig herrschende Stellung für die Frauen zu schaffen. Und die Übermittlung der direkten Mitteilungen der Höheren Kräfte erfordert die Frau als psychologischen Antrieb. Natürlich wird der notwendige Respekt durch die neue Religion kommen.
Ich fühle, wie stark die Strömung ist und wie die Atmosphäre gespannt ist, aber bald wird sich der Druck der Sterne ändern. Auch die Annäherung der freundschaftlichen Planeten bringt Schwierigkeiten, denn neue Strahlen durchschneiden die Schichten der Atmosphäre. Natürlich sind sie besser als der Mond, doch der neue Druck ist noch nicht richtig verteilt.
[137.] 10. Durch ein schönes Gleichnis wies Christus auf die Bedeutung der Kindschaft hin. Genauso einfach werden wir zu den Toren des Großen Wissens gelangen.
Gewiss, Wir stellen komplizierte und genaue Formeln auf, doch die Methode des Findens liegt im geistigen Bewusstsein. Besonders mit diesem Bewusstsein erschließen Wir neue Wege in neue Sphären der Welt, die dem Denken zugänglich sind und seine Grenzen erweitern, denn wie in ein bodenloses Meer versenkt sich das Bewusstsein, die neue Sphäre erlassend. So groß und mächtig ist die Schöpfung eines Kosmos.
[138.] 11. "Svati" - es ist an der Zeit, dies zu sagen - nennen wir den Stern, der sich unaufhörlich der Erde nähert. Von jeher war er das Symbol der Mutter der Welt, und das Zeitalter der Mutter der Welt muss beginnen, wenn Ihr Stern sich der Erde in nie dagewesenem Maß nähert.
Die große Epoche beginnt, denn das Geistverstehen hängt mit der Mutter der Welt eng zusammen. Sogar jene, die den Termin kennen, blicken verwundert auf die physische Annäherung des Vorherbestimmten. Der Anbruch dieses großen Zeitalters, das das Leben auf der Erde wesentlich ändern wird, ist wichtig. O, Die Große, Ich freue Mich so, wenn Ich sehe, wie neue Strahlen die Dichte der Erde durchdringen. Wenn sie auch anfänglich schwer zu ertragen sind, so bringt ihre Ausstrahlung doch neue Elemente herein, die für den Anstoß erforderlich sind. Noch nie dagewesene kosmische Strahlen erreichen die Erde das erste Mal seit ihrer Entstehung.
Heute beginnt das weibliche Prinzip zu erwachen, denn die neue Welle erreichte uns heute, und neue Herde werden entzündet. Die Kraft der Strahlen dringt tief ein.
Es ist freudvoll, den Anbruch des neuen Zeitalters zu spüren.
[139.] 12. Das Bedürfnis der Menschen zu lügen, nötigte die Priester der alten Religionen, die Völker in den Abgrund der Finsternis zu stoßen. Ja, man kann sie am Fuß des Berges zurücklassen, wie Moses es tat, doch die Gebotstafeln müssen geoffenbart werden.
Wie erscheint doch alles vergänglich! Unsere Schüler, die zum letzten Mal auf der Erde anwesend sind, empfinden das Gefühl der Einsamkeit und Abgeschiedenheit. Nur mit dem Bewusstsein können wir den Wert der Erde ermessen, doch nichts zwingt uns, zurückzuschauen, wenn der Geist sein Schatzkästchen gefüllt hat. Eine wesentliche Forderung ist die Veränderung des menschlichen Gefühls der Freude. Was kann das für eine Freude sein, wenn man die Unvollkommenheit des Lebens auf der Erde erkennt? Doch wenn der Geist die Dimensionen des Kosmos berührt, dann wird die Freude durch das Bewusstsein neuer Offenbarungen abgelöst.
Und als Ich flüsterte: Deine Freude wird vergehen, so hatte Ich den Übergang der menschlichen Freude in den kosmischen Begriff der Freude im Sinn, wie beim Eintritt in einen luftleeren Raum. Die Strahlen des neuen Lebens hüllen einen besser ein als ein Moskitonetz, und es ist nicht nötig, sich der Erde zuzuwenden. Die Harmonie liegt darin, dass wir für die Erde arbeiten. Für Außenstehende erscheint dies als Unsinn, doch ihr verstehet, wie man jeden reinen irdischen Gedanken erfassen und entwickeln kann, ohne Gegenwart zu berühren.
Und wenn vom Grashalm bis zum Christus eine Linie gezogen würde, erst dann wäre der Baum mit Arbeit ausgefüllt.
Groß ist das Wissen vom Nichtvorhandensein des Todes. Alles ist vergessen, sonst würden die Menschen anders leben.
[140.] 13. Die Erzählung von Maria Magdalena: "Ihr kennt meine Lebensweise, wie man uns nachts besuchte und am Tag auswich. Auch zu Christus ging man des Nachts und am Tag wandte man sich ab von Ihm.
Ich dachte, ich wäre die Niedrigste und man schämt sich meiner bei Tageslicht, doch auch dem Höchsten Propheten wich man am Tag aus. So werden das Niedrigste und das Höchste in gleicher Weise gemieden. Und so entschloss ich mich, Ihn zu finden und Ihm am Tag die Hand zu reichen. Ich legte mein bestes Gewand und ein Halsband aus Smyrna an, parfümierte meine Haare und ging, um den Leuten zu sagen: "Bei Tageslicht treffen sich das von euch Gemiedene, das Niedrigste und das Höchste."
Und als ich Ihn inmitten von Fischern sitzend, nur mit einem Sackleinen bekleidet, erblickte, blieb ich auf der anderen Straßenseite stehen und konnte mich nicht nähern. Zwischen uns gingen die Leute vorbei und mieden uns beide.
Danach wurde über mein Leben entschieden. Er sagte zu Seinem Lieblingsjünger: "Nimm eine Prise Staub und bringe sie jenem Weibe, damit sie dafür ihren Halsschmuck eintausche. Wahrlich, in diesem Kehricht ist mehr Licht als in ihren Steinen, denn aus Abfall kann man Steine machen, aber aus Steinen nur Staub". Er richtete mich nicht, sondern wog nur meine Ketten, und die Ketten der Schande zerfielen in Staub.
Er entschied einfach und war nie verlegen, den einfachsten, für das ganze Leben entscheidenden Gegenstand zu senden. Er berührte diese Sendungen so, als ob Er sie vergeistigte.
Sein Weg war einsam, denn das Volk, das von Ihm Geschenke entgegennahm, lief nachher eilig auseinander, und als Er die Hände auflegen wollte, war es leer um Ihn.
Als Er bereits verurteilt war, liefen die Furien der Schande hinter Ihm her und winkten zum Schein mit den Ölzweigen. Der Preis des Räubers war der Menschenmenge würdig.
Wahrlich, Er sprengte die Ketten, indem Er Wissen übermittelte, ohne Belohnung zu empfangen".
[141.] 14. Wie verschieden entwickeln sich doch die Pläne des Aufbaues! Einst sagten Wir; "Gib alles ab". Jetzt gehen Wir weiter und sagen: "Nehmt alles, doch betrachtet es nicht als euer Eigentum".
Man wird begreifen, wie unmöglich es ist, irdisches Besitztum in das Jenseits mitzunehmen, und doch ist es durch die Mitwirkung des Geistes geschaffen worden, weshalb man es nicht verachten sollte.
Wie kann man an den Blumen der Natur achtlos vorbeigehen? Die durch Arbeit entstandenen Werke sind Blumen der Menschheit. Wenn ihr Duft und die Farben unvollkommen sind, so kann man dies nur bedauern.
[142.] 15. Jeder nützliche Gedanke wird gutgeheißen. Ein Griff in die Saiten ruft Gleichklang hervor. Eine klare und mutige Formulierung des Gedankens ist sehr nützlich.
Uns kann sowohl der Klang einer mittelalterlichen Laute als
auch Wagners "Walküre" erfreuen. Gut ist auch das alte chinesische Kristall-Instrument. Die Reinheit des Tones entspricht der Reinheit der Farben. Es wird eine "Regenbogenharfe" genannt. Die Strahlen erzeugen ausgezeichnete Posaunenklänge, und die wirbelförmigen Ringe sind unersetzlich wie der Akkord der Saiten. Wahrlich, mit solchen Perspektiven lohnt es sich zu leben.
[143.] 16. Entsprechend dem Rhythmus der Weltenbewegung ist eine Wiederholung des Wachstums notwendig. Hast ist gegen den Schöpfungsprozess der Welt.
Die Entwicklung der Kristalle und Blumen zeigt das Zunehmen der Vollkommenheit an.
[144.] 17. Trübe brennt das Verständnis des Zusammenhanges zwischen Christus und Buddha im menschlichen Bewusstsein.
[145.] 18. Nun zur Anwendung Meiner Heilmittel. Sämtliche Kräfte des Pflanzenreiches müssen auf die Stärkung der Lebensfähigkeit ausgerichtet sein. Alle Krankheiten kann man durch Stärkung der Lebenskraft bessern.
Manche Pflanzen dienen der Speicherung von Prana. Die Kiefern sammelt es wie Nadeln die Elektrizität. Und wie mit einem Band zwischen dem Himmel und dem Inneren der Erde ist der Planet mit lebendigen Antennen bedeckt, welche die wahre Erneuerung des geistigen Gewebes sammeln und speichern. Unwissenheit kann eine Krankheit verbergen, doch es ist besser, sie im Feuer des Lebens zu verbrennen. Nicht durch künstliche, entkräftigende Reizmittel, sondern durch die Steigerung der Lebenskraft kann das Gleichgewicht wiederhergestellt werden.
Es ist nicht nötig, unter den Mineralien zu suchen, denn sie sind schon lange bar jeder Einwirkung von Prana. Sie haben eine andere Bestimmung. Die Sonne spendete die hauptsächlichste Lebenskraft.
Es ist wahr, der Mineralboden stellt eine scheinbare Unterlage des Lebens dar, doch diese ist bloß Pedal, das ohne Seiten nutzlos erscheint.
Und ist Meine Apotheke nur auf das Allgemeinwohl der Menschheit gerichtet; sie wird die Lebensfähigkeit festigen, und die Pflanzen gehen leichter in den nächste Zustand über.
Impfungen sind gut, wenn die Lebenskraft ihnen gerecht wird; sonst wirken sie wie ein zerstörendes Pflaster. Ein Wesen, das Lebenskraft besitzt, benötigt keine Impfungen, denn es besitzt die so genannte Sonnen-Immunität.
In den Dörfern gibt es wenig Lebensfähigkeit, denn Prana hilft nur, wenn es bewusst aufgenommen wird. Die Ernährung des Geistes kann nur bewusst vor sich gehen.
Den Anweisungen über die Heilmittel wäre noch hinzuzufügen, dass in Lemuria
12 die Häute von Moschustieren geschätzt wurden. Bei den Ritualen der Königsweihe im alten Chorossan
13 war auch eine Schale mit Zedernharz bedeutsam. Bei den Druiden
14 nannte man eine Schale Zedernharz auch "Kelch des Lebens". Erst später, als der Verlust des geistigen Bewusstseins einsetzte, wurde Harz durch Blut ersetzt.
Das Feuer des Zoroaster
15 entstand durch Verbrennung von Harz in einer Schale.
[146.] 19. Der halbe Himmel ist von einem ungewöhnlichen Zeichen eingenommen. Rund um ein unsichtbares Gestirn bildete sich ein schier grenzenloser Ring, und die Strahlen verliefen an seinem Rand. Die Furien des Schreckens versteckten sich in den Höhlen und erstickten an dem Leuchten dieses Zeichens.
Das Volk verfügt über die besten Fähigkeiten. Die gebende Hand lebt weise und lässt die alten Plätze ruhen.
Wem soll der neue Boden übergeben werden? Dem, der eine Prise des allen Wissens bringen wird. Das Band der Völker ist an einer leeren Stelle befestigt. Mögen die Abgeschiedenen wiederkehren.
Wenn Berge aus dem Meer emporsteigen können und Wüsten im Meer versinken, ist es dann unmöglich, sich das Wunder der Besiedlung der Wüsten vorzustellen? Der Ackersmann als einfacher Siedler gönnt dem Feld Erholung. Er last es zu, dass es sich sogar mit einer Schicht von Unkraut bedeckt.
So müssen auch im Plan die Erntestellen gewechselt werden. Dem Neuen gebührt ein neuer Platz.
Ich fühle es, der menschliche Geist steigt auf, aber nehmt auch die Unglücklichsten mit. Kommt herbei ihr Nackten, wir werden euch bekleiden; kommt herbei ihr Kleinen, wir werden euch aufziehen; kommt herbei ihr Stummen, wir verleihen euch die Sprache; kommt herbei ihr Blinden, denn bei uns erblickt ihr das vorherbestimmte Reich. Wessen Hand reicht nach dem Riegel Meines Hauses? Wanderer, der du nichts dein Eigentum nennst, du wirst eintreten. So gelangen wir ans Ziel.
[147.] 20. Es ist an der Zeit, die Unvollkommenheit der Materie zu beseitigen. Um dies zu erreichen, muss das Volk den Geist begreifen, sonst gleicht sich der allgemeine Zustand den einzelnen
Möglichkeiten an, wie auch die Wellen des Meeres den gleichen Rhythmus beibehalten. Daher ist es an der Zeit, die Völker durch das Schwert oder durch den Blitz zu wecken, nur um den Schrei des Geistes hervorzurufen.
[148.] 21. Wenn ihr, die Klischees der ersten Schöpfung sehen könntet, so wurdet ihr entsetzt sein. Die Hauptschwierigkeit liegt darin, dass man auf Materie nur durch Materie einwirken kann. Die Leute wiederholen wie Papageien die merkwürdige Formel: "Der Tod wird durch den Tod überwunden", doch sie denken über ihre Bedeutung nicht nach.
Es ist beschlossen worden, das künftige Schicksal an die Bedingungen einer Zusammenarbeit mit dem Geist zu knüpfen. Die Schwierigkeit liegt in der neuen Einteilung der Menschheit. Die frühere primitive Einteilung nach Kasten, Klassen und Berufen ist durch die komplizierte Unterscheidung nach dem Helldunkel ersetzt worden. Diese wird wie ein geläuterter Kommunismus die besten Schichten der Menschheit auswählen. Man muss ohne Details die allgemeine Helldunkellinie durchführen, wie eine Einberufung zu einer neuen Armee.
Wie schwierig ist es, auszuwählen, ohne besondere Maßnahmen zu ergreifen!
V
[149.] 1. Die Wellen der Strömungen wachsen spiralförmig an. Das Prinzip des spiralförmigen Wirbels ist in allem vorhanden.
[150.] 2. Die Mutter der Welt wird sich als Symbol des weiblichen Prinzips in der neuen Epoche offenbaren, und das männliche Prinzip gibt den Schatz der Welt an den weiblichen Ursprung ab. Wenn die Amazonen als Symbol der Kraft des weiblichen
Prinzips in Erscheinung traten, so ist es jetzt unvermeidlich, auf die geistige Vervollkommnung der Frau hinzuweisen.
Im Namen Christi sind große Verbrechen begangen worden, deshalb kleidet sich Christus heutzutage in andere Gewänder. Alle Ausschmückungen und Übertreibungen müssen beseitigt werden. Wir sagen nichts über die Verbesserung des Stiles in manchen Werken. Doch selbst in den Schriften des Origenes
16 haben sich dadurch Abweichungen eingeschlichen. Deshalb ist es an der Zeit, die Zustände in der Welt zu ändern.
Die Hebel können nicht vorzeitig in Bewegung gesetzt werden. Beschleunigung hieße, die Drähte durchzuschneiden.
[151.] 3. Wir kennen keine Grenzen bei den Möglichkeiten zur Eroberung des Geistes. Das Geisteskorn gibt von sich aus den Impuls, doch entsprechend der Aura kann man über die Richtung bestimmen.
Es gibt Gedanken, die nach innen gewendet und von der Kraft des Geistes verschlungen werden. Es gibt Gedanken, die auf dem irdischen Plan nicht in Erscheinung treten.
[152.] 4. Man kann Städte errichten, man kann besseres Wissen vermitteln, doch das Schwierigste von allem ist, das wahre Gesicht Christi zu enthüllen. Denkt nach, wie man den Leib Christi reinwaschen kann. Wenn man Bruchstücke über den Retter des Volkes sammelt und das Priestergewand in ein Arbeitskleid verwandelt, kann man Erleuchtung finden. Der Tempel muss mit menschlichen Händen errichtet werden.
[153.] 5. Der Stern von Allahabad17 wies Uns den Weg, und so besuchten Wir Sarnath18 und Gaja19. Überall begegneten Wir der Entweihung der Religionen. Auf dem Rückweg, bei Vollmond, erfolgte ein denkwürdiger Ausspruch Christi.
Während des nächtlichen Überganges verfehlte der Führer
den Weg. Nach einigem Suchen fand Ich Christus auf einem Sandhügel sitzend, wie Er in den vom Mond beschienenen Sand blickte. Ich sagte zu Ihm: "Wir haben den Weg verloren, Wir müssen die Stellung der Sterne abwarten."
"Rossul Morya, was bedeutet Uns ein Weg, wenn Uns die ganze Erde erwartet?" Er nahm einen Bambusstab, zeichnete ein Quadrat um den Abdruck Seines Fußes und sprach: "Wahrlich, Ich sage: mit menschlichen Füßen", dann drückte Er Seine Handfläche in den Sand, zeichnete ebenfalls ein Quadrat um sie und sprach: "Wahrlich, Ich sage: mit menschlichen Händen". Zwischen den beiden Quadraten zeichnete Er die Form einer Säule und verband darüber die beiden Quadrate mit einem Bogen. Er sagte: "O, wie wird Aum in das menschliche Bewusstsein eindringen! Hier zeichnete Ich einen Blütenstempel und darüber einen Bogen und legte somit in vier Richtungen hin das Fundament fest. Wenn durch menschliche Fuße und durch menschliche Hände der Tempel errichtet wird, in dem der von Mir zugrunde gelegte Blütenstempel erblüht, dann lasst die Erbauer Meinen Weg beschreiten. Warum warten Wir auf einen Weg, wenn dieser vor Uns liegt?" Er stand auf und löschte die Zeichnung mit dem Bambusstab.
"Wenn der Name des Tempels ausgesprochen wird, dann wird diese Aufzeichnung in Erscheinung treten. Meines Sternbildes gedenkend, sollen ein Quadrat und neun Sterne über dem Tempel leuchten! Die Zeichen der Füße und der Hände werden über den Ecksteinen zeichnen." - So sprach Er selbst am Vortag des Vollmondes in der Wüste bei sengender Hitze.
Das Zeichen einer großen Epoche ist der Morgenstern, der als erster
Strahl aus der Lehre Christi aufleuchtet, denn wen soll die Mutter der Welt erhöhen, wenn nicht Christus, der von der Welt erniedrigt worden ist?
"Gebt Uns ein Portal, durch das Wir eintreten können!"
[154.] 6. Durch die Berührung des Strahles der Bruderschaft steigert sich der Scharfsinn der Wahrnehmung; deshalb muss man jede Sinnesempfindung beachten.
Sowohl kleine als auch große Ereignisse erschüttern die Aura wie ein Schlag die Saiten. Das Anwachsen der Aura hat seine Vorteile, vielfältig hört man dadurch Äols-Klänge. Die Last der Erde spielt ihre Symphonie auf ihnen. Man kann nicht sagen, dass ein Mensch mit einer lichten Aura regungslos wäre. Die äußere Hülle der Aura wogt wie ein Meer. Welch eine große Aufgabe für einen Wissenschaftler, die Ernährung der Aura von innen und die Zurückstrahlung von außen zu untersuchen. Wahrlich, eine Weltenschlacht!
Das Symbol für die Last der Welt ist ein Mensch, der die Erdkugel auf dem Rücken trägt. Alle komplizierten Empfindungen steigern sich bis zum Schmerz. Man kann den Eindruck erhalten, als sei man zwischen Amboss und Hammer geraten. Deshalb ist es ratsam, eine regenbogenfarbene Aura zu erlangen, denn sie trägt die Verschmelzung des ganzen Seins in sich. Auch die besten, einfarbigen Auren müssen, aus ihrem Meer schöpfend, selbst den Brand löschen, wogegen die Aura mit Regenbogenfarben die Strahlen leicht zurückweist und aufnimmt. Deshalb ist eine Heldentat die nützlichste Tat!
[155.] 7. Wenn ihr im Zweifel seid, setzt euch in Ruhe zusammen
und hegt denselben Gedanken. Bald werdet ihr verstehen, wie nützlich so ein Rat des Schweigens sein kann. Leiten wir doch dabei die Kraft des Geistes in einen einzigen Kanal. Es ergibt sich eine durch den Magneten verstärkte und mit dem Rhythmus übereinstimmende, ungewöhnliche Entladung. Es ist ein Gesetz, dass die Kraft zweier übereinstimmender Gedanken siebenfach verstärkt wird. Das ist keine Magie, sondern eine praktische Feststellung.
[156.] 8. Versteht es, den Wellen des Lebens in Schönheit zu begegnen. Das Leben bietet keine Süßigkeiten, sondern es bedeutet das Schmieden eines Schwertes. Keine süßlichen Finger, sondern die mächtige Hand des geistigen Kämpfers verlangt das Leben. Dem Feind zu begegnen, ohne ihn anzuerkennen, die Tore zu erreichen, ohne sich umzudrehen, das ist Unser Weg. Wir kennen die Haltung der auserwählten Sieger. Wesentlich ist es, auf dem Weg nicht zu springen. Wichtig ist es, dass Wir Uns über eure Standhaftigkeit freuen können. Schicklicher für den Strahl ist es, die Wandernden zu erleuchten, als hinter den Hüpfenden nachzulaufen. Vieles vermochten die Menschen, doch selten konnten sie es in Schönheit beenden. Sei Morgendämmerung oder bei Abenddämmerung, beim Vormarsch oder beim Rückzug, beim Flug oder beim Untertauchen denkt an Uns, die Wir euch beobachten. Es wird schön und würdevoll sein. Man braucht gar nicht in Geschichtsbüchern nachzulesen, dass Riesen beim Überschreiten eines Baches in Verlegenheit gerieten, dass Leichtes durch Unschönes getrübt wurde, der Verstand schwankte und an Schönheit verlor. Schwierige Au