Zweite, [geänderte] Herausgabe, 1937.
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Übersetzungsrecht beim Autor.
"AGNI YOGAS" Verlag
Riga, Elizabetesstr. 21a, W. 7
Der Gesegnete Mahatma, Der die Büchner "Der Ruf", "Die Erleuchtung" und "Gemeinschaft" übergab, erteilte viele Ratschläge und gab die Zeichen des Agni Yoga. Diese zweckmäßigen Weisungen sind von uns zum Nutzen jener gesammelt worden, die nach Wissen suchen.
Sanskrit und Senzar verleihen der Auslegung eine besondere Würze und finden in anderen Sprachen nicht immer ihre Entsprechung. Nichtsdestoweniger ist der Sinn der Aussprüche genau bewahrt worden. Und jene, die am gegenwärtigen Leben teilhaben, werden diese weise Lehre, die Erfahrungen von Jahrhunderten ausstrahlt, aufmerksam lesen.
Vorwort
Yoga als jene höchste Verbindung zu kosmischen Errungenschaften bestand zu allen Zeiten. Jede Lehre umfasst ihren eigenen, der jeweiligen Evolutionsstufe angepassten Yoga. Yogalehren widersprechen einander nicht. Als Zweige eines Baumes spenden sie Schaden und erfrischen den von Hitze erschöpften Wanderer. Gestärkt setzt der Wanderer seinen Weg fort. Er nahm nichts an, was ihm nicht zustand, noch wandte er sich von seinem Streben ab. Er nahm das aus dem Raum geoffenbarte Heil in sich auf; er befreite die vorbestimmten Kräfte. Er meisterte seinen einzigen Besitz.
Weist die Kräfte des Yoga nicht zurück, sondern lasst sie als Licht das Dämmern unerkannter Arbeit untersuchen. Für die Zukunft erwachen wir aus dem Schlaf. Für die Zukunft erneuern wir unsere Gewänder. Für die Zukunft erhalten wir uns. Für die Zukunft streben wir in unserem Denken. Für die Zukunft sammeln wir Kraft. Zuerst werden wir die Ratschläge des Lebens befolgen. Dann werden wir den Namen des Yoga der nahenden Zeit aussprechen.
Wir werden den Schritt des Elementes Feuer vernehmen, aber wir werden bereits vorbereitet sein, die Wogen der Flamme zu meistern. Deshalb begrüßen wir den ältesten, den Raja Yoga
1 , und bejahen die Zukunft den Agni Yoga.
1. Man wird fragen: "Kann die Zeit des Maitreya2 eine Epoche bilden?" Antwortet: "Wenn die Kreuzzüge eine vollständige Epoche bildeten, dann ist die Epoche des Maitreya wahrlich eine tausendfach bedeutendere." In solchem Bewusstsein sollte man sie durchschreiten.
2. Die Menschen erkennen die Bedeutung eines Gottes und eines Bodhisattvas3 nicht. Wie die Blinden fragen sie: "Was ist das Licht?" Doch den Menschen fehlen sogar die Worte, um seine Eigenschaften zu beschreiben, obwohl sie täglich Licht wahrnehmen. So sehr hüten sich die Menschen vor dem Ungewöhnlichen, dass sie die Grenzen von Licht und Finsternis verwischt haben. Für sie ist es das Einfachste, sich den Palast Gottes auf dem größten Stern vorzustellen. Andernfalls würde ihr Gott ohne Wohnstätte bleiben unfähig, Vergleiche anzustellen, setzen sie Bestehendes herab.
3. Oft wundert ihr euch, warum Ich auf eine Frage nicht antworte.
Ihr müsst wissen, dass die Gedankenpfeile oft den Inhalt der Antwort streifen. Stellt euch einen Wanderer vor, der einen Abgrund auf einem Seil überquert. Wäre es weise, ihn anzurufen? Der Ruf kann sein Gleichgewicht stören. Deshalb sollten Namen vorbehaltlich und nur in dringenden Fällen ausgesprochen werden. Die Fähigkeit, individuelle Namen richtig zu verwenden,
ist notwendig. Die Fähigkeit, Namen auszusprechen, sollte wie ein Hammerschlag im Raum sein.
4. Für einfache Leute benutze man einfache Wörter und denke daran, dass einfache Leute kleine Dosen Medizin benötigen. Hier gilt dasselbe Gesetz wie oben, so unten. Deshalb sind einfache Leute die besten Verbreiter.
5. Charakteristisch für die Bewusstseinsentwicklung ist die Erweiterung der Blutgefäße, und dieser Prozess muss durch technische Mittel vor der Einwirkung des Sonnendrucks auf das Sonnengeflecht geschützt werden. Denken wir daran, dass die Priesterinnen im Altertum sich vor der Sonne schützten. Sie trugen Brustschilder aus Lithium, überzogen mit Wachs, dessen Schmelzen die Gefahrengrenze der Temperatur anzeigte. Außer dem Eintauchen der Hände in Wasser ist das Eintauchen der Füße erlaubt. Kalte Bäder können ebenso schädlich sein wie die Sonnenstrahlen.
6. Im Mentalkörper kann man verschiedene Planeten besuchen. Damit wird jene künftige Stufe angedeutet, auf der das Bewusstsein nicht mehr an den einen Planeten gebunden sein wird. Wie man jetzt die Erde von einem Teil zum anderen durchqueren kann, so kann das gleiche Prinzip interplanetar angewendet werden. Der Lehrer gebietet, euch über jede geistige Errungenschaft zu freuen. Den Weg zwischen Planeten zu erkennen ist nicht schwerer als das Erkennen der Grenze zwischen dem physischen und dem astralen Körper; und das Erkennen ist nicht komplizierter als der Gedanke und das Streben zu den Sternen. Nur im Streben zum Interplanetaren können wir der Evolution der Menschheit sicher sein.
7. Die Verdichtung des Astralkörpers ist an sich inkonsequent, verglichen mit der bewussten Arbeit des Mentalkörpers.
Für seine Aufgaben auf diesem Planeten sollte der Mentalkörper von seinem geschützten Zustand nicht befreit werden. Doch interplanetare Tätigkeit bedarf des höchsten Körpers. Die Bestätigung neuer Strahlen wird es ermöglichen, das Bewusstsein in verschiedenen Schichten beizubehalten. Früher ließen nur bestimmte Schichten der Atmosphäre die Beibehaltung des Bewusstseins zu. Doch unterbrechende gasförmige Ströme waren ebenfalls möglich. Die neuen Strahlen können diese Unterbrechungen durchdringen, indem sie gleichsam Luftkanäle bilden und so die bewusste Aktivität erweitern.
8. Es sei darauf hingewiesen, warum die Lehrer des Wissens beim Verlassen der Erde soviel gelitten haben. Dieses Leid nahmen sie natürlich bewusst und freiwillig auf sich. Wie der Gastgeber die Schale bis zum Rand füllt, so will der Lehrer dieses letzte Zeichen Seines Vermächtnisses prägen.
Die Verleumdung der alten Welt ist ohne Wirkung. Jede wahre Heldentat ist für den Kosmos notwendig. Das Vollbringen einer Heldentat gleicht einem Schöpfungsprozess. Indem wir die fortschreitende Form ergründen, schaffen wir einen zeitlosen Kristall. Das Gefühl der Vervollkommnung erhebt den Geist schöpferischer Erscheinungen.
Man kann zwei Aspekte von Heldentat aufzeigen: eine Überirdische und eine Irdische. Als ein Beispiel überirdischen Strebens kann man jenes gelassene Hinscheiden des großen P. bezeichnen.
Lasst uns die Heldentaten nicht abwiegen, denn das Verstehen der Evolution ist individuell und beruht auf Freiwilligkeit.
9. Wer die Fähigkeit besitzt, die menschliche Aura wahrzunehmen, kann Zeuge eines lebendigen Spiels von Lichtstrahlungen sein. Auf dem Prinzip dieses kosmischen Strömens
beruht der Plan vernünftiger Tätigkeit. Jeder Anschein von Atrophie ist nur den Erzeugnissen der Finsternis eigen. Wo es Lichtwellen gibt, wo das Wechselspiel der lebendigen Funken vor sich geht, dort ist Unser Strahl.
Meine Lehre vermag die Wellen des erprobten Akasha4 zu enthüllen. Heißt die Freude der Funken willkommen! Dies ist keine Abweichung, sondern eine höhere Anforderung der Aufgabe; nur durch Auslegung Unseres Willens könnt ihr euch nähern. Mein Wunsch ist es, die Schönheit des Geistes zu bewahren.
Jede Regung kann in eine Errungenschaft des Geistes verwandelt werden.
10. In Einsamkeit, dem Besitz entsagend, weder betrübt noch sein Schicksal beklagend, frohlockt der Kühne. So wollen Wir mit der Übersetzung Unseres alten Buches über die Kühnheit beginnen. Spielt ein Kind mit einem Kätzchen, freut sich die Mutter über seinen Mut und will nicht wahrhaben, dass das Kätzchen noch blind ist. Treibt ein Junge mit der Seele seines Kameraden seinen Spaß, staunen die Zuschauer über seine Kühnheit, ohne die Fesseln der elenden Seele zu bemerken. Klagt ein Mann öffentlich einen Gerichtshof an, bewundern die Zeugen seinen Mut, ohne wahrzunehmen, dass das Wagnis seiner Drohung mit klingendem Gold erkauft wurde. Wenn ein Greis, den Tod verhöhnend, sich über sein Alter tröstet, ergötzen sich seine Freunde, nicht eingedenk, dass Furcht die Maske des Hohnes formte. Wagemut wird von den Menschen gewöhnlich nicht beachtet, weil er seinem Wesen nach ungewöhnlich ist. Ungewöhnliches bedeutet eine Erschütterung für das Herz.
Wo bist du, der du überwunden hast? Wo bist du, der du Schrecken in einen Sprung lichtwärts verwandeltest? Höre, der du wagst! In der Tiefe der Nacht werde Ich Mich nähern,
um deine Sandalen zu segnen. Ich werde dein Kissen mit Lichtfunken bestreuen; denn der Schlaf des Kühnen ist wie das Verklingen der Laute, wenn die sieben Saiten voller Geheimnis sind. Der Schlaf des Kühnen gleicht der Stille vor dem Wirbelwind, wenn selbst die zartesten Halme unbewegt verharren.
Lasst das Brüllen des Löwen die Welten erbeben? Nein. Kühnheit ist erwacht, und der königliche Lotos des Geistes entfaltet sich. Brüder, sammeln wir uns in der Halle der Freude! Die Blume ist erblüht, emporgerichtet ist das große Rad. Unsere Freude steigt hinab zu den niederen Welten und empor zu den Brüdern im Überirdischen.
Wir singen der Kühnheit unser bestes Lied.
11. Vogelgezwitscher störte den Augenblick der Rast. Warum verharren die Vögel in so früher Stunde angespannt in ihrem Streben? Sie wagen dem Lob der Kühnheit lauschend. Doch niemand sagte ihnen, dass ihr gewöhnliches Gezwitscher ihre Kühnheit nicht verherrliche. Die Finsternis kreischt, sich in ihrer Gewöhnlichkeit betäubend. Finsternis kann der Kühnheit des Lichts nicht standhalten.
Ist die Waage des Herrschers ausgerichtet, werden wir früh erwachen, um das Gestern zu wiegen. Wir werden das Kühnste wählen, damit diese Samenkörner die Waagschale beschweren. Wir werden den Gram der alten Welt hinzugeben, denn seine Last ist uns von Nutzen. Fügt den Spott der Unwissenheit hinzu denn beides beschwert die Waagschale der Wahrheit. Sollten wir Drohungen und Angriffe gewahren, vergessen wir nicht, sie der gefüllten Schale beizufügen. Weshalb schlägt die Waage aus? Womit füllte sich die Schale der Anschuldigung? Welch jämmerliche düstere Lumpen füllten die Schale des Strafgerichts? Wie verwelkte Blätter
des vergangenen Winters häuften sich die herkömmlichen Flüche die Schlacke von gestern. Sieg euch, kühnen Taten! Denn das mächtig Beschwingte überwiegt die Anschuldigungen.
Herrscher, gewähre mir, die trügerischen Lumpen der Herkömmlichkeit in die Flammen zu werfen, ich gehe nicht irr in der Erkenntnis, dass beschwingte Kühnheit mit Deinem Segen bedacht wird. In der heiligen Esse werde ich die Schwingen des Alaya5 schmieden. Fremd sind mir Klagen, Grausamkeit und alles, was meine neuen Schwingen niederdrücken könnte. Neu wird mein Gesang sein!
12. Weithin verbreitet hat sich das Lob der Kühnheit. Die geringsten der Schüler wandten sich dem Pfad des Suchens zu und traten an Uns heran mit der Bitte, ihr Streben zu beurteilen. Jeder brachte seine Träume: "Ich werde alle weltlichen Tempel zerstören, weil Wahrheit keiner Mauern bedarf. Ich werde alle Wüsten bewässern. Ich werde alle Gefängnisse öffnen. Ich werde alle Schwerter vernichten. Ich werde alle Wege bahnen. Ich werde alle Tränen trocknen. Ich werde alle Länder durchwandern. Ich werde das Buch der Menschlichkeit schreiben." Doch der Geringste von ihnen blickte zu den leuchtenden Sternen und sprach: "Heil euch, Brüder!" Und in diesem Gruß der Kühnheit schwand sein Ich dahin. Möge der Pfad des Universums in diesem kühnen Gruß bezeugt sein!
13. Das Buch von Thomas von Kempen6 "Die Nachfolge Christi" wurde seit langem im Osten gewürdigt, nicht nur der Tugend seines Inhalts, sondern auch der Bedeutung seines Titels wegen. Inmitten der mittelalterlichen Vergötterung Christi erhob sich die Stimme des Thomas zum Einspruch. Hinter den Mauern eines katholischen Klosters erklang eine Stimme, das Bildnis des Großen Lehrers zu beleuchten. Das wahre Wort "Nachfolge" bezeichnet eine lebendige Tat. Der Formel "Nachfolge Christi" hattet eine dem bewussten Geist eigene Heldentat der Kühnheit an,
die die ganze Verantwortung der Schöpfung auf sich nimmt. Wahrlich, der bewusste Schüler wagt es, sich dem Lehrer in der Nachfolge zu nähern. Solch ein Beispiel brachte Licht in die modrige Finsternis und verlieh hinter den Mauern der Abgeschiedenheit den Anstoß zum Streben nach schöpferischer Kühnheit.
In Einklang mit dem unterwürfigen Bewusstsein des Mittelalters wäre es passend gewesen, zu sagen: "Die Verehrung Christi." Doch der aufsteigende Geist wagte es, zur Nachfolge aufzurufen.
Jeder Schritt der gesegneten Kühnheit muss wie ein Meilenstein im Fortschritt der Menschheit gehegt werden.
Klösterlichen Aussprüchen aller Art schenken Wir keine Beachtung. Thomas brauchte nicht auf den Scheiterhaufen zu steigen. Seine Aufgabe war es, nicht die verbietende, sondern die wachrufende Formel zu verkünden. Es gibt zwei Formen von Wahrheit. Die eine ist durch die Flamme des Scheiterhaufens zu nähren, die andere erfordert uneingeschränkte Verbreitung. Es ist schwer festzustellen, welche Methode für ihren Stifter die schmerzlichere ist. Manchmal ist es leichter, die Wirkung des Scheiterhaufens zu anästhesieren, als Zeuge der Entstellung der verbreiteten Lehre zu sein. In jedem Fall ist die Finsternis durchdringende Kühnheit gesegnet.
14. Auf Erden ging die Glückseligkeit verloren, denn Glückseligkeit liegt im Geiste. Jene, die sich vom Geist abwandten, müssen Unglück erdulden, denn wie sonst könnten sie zur Umkehr gelangen? Darin besteht der Sinn großer Ereignisse. Das Glück wird durch Lügen und durch Mord gesucht! Man kann sich freuen, wenn Degeneration die Evolution beschleunigt. Verbrechen fachen das Feuer der sterbenden Welt an.
15. "Imperil" nennt man das Gift, das durch Gereiztheit entsteht eine herrschende
Gefahr. Dieses vollkommen stoffliche Gift setzt sich an den Wänden der Nervenkanäle ab und verbreitet sich so im ganzen Organismus. Würde die moderne Wissenschaft sich bemühen, die Nervenkanäle vorurteilslos zu untersuchen und dabei die astralen Strömungen beachten, könnte sie eine sonderbare Zersetzung der astralen Substanz beim Passieren der Nervenkanäle, die auf Imperil zurückzuführen ist, wahrnehmen. Nur Ruhe kann dem Nervensystem helfen, den gefährlichen Feind, der die verschiedensten Erregungszustände und qualvollen Zusammenziehungen des Organismus hervorruft, zu bewältigen. Wer unter Imperil zu leiden hat, möge ausrufen: "Wie schön ist alles!" Und er wird Recht haben, denn die Evolution verläuft gesetzmäßig, anders gesagt, schön. Je feiner das Nervensystem, desto qualvoller ist die Ablagerung von Imperil. Dasselbe Gift kann durch die Beifügung eines Bestandteils zur Zersetzung der Materie führen.
16. Wer die Schwalbe vom Geier nicht zu unterscheiden vermag, ist von keinem besonderen Wert. Doch welchen Wert haben jene, die glauben, dass sie durch das Rupfen des Adlers aus ihm eine lahme Ente machen könnten? Hütet euch vor Heuchlern, besonders vor jenen, die in Gier versumpften ebenso vor Hinterlistigen, die das Mischmasch des Geistes brauen. Die Unverletzbarkeit der Weltgesetze funkelt gleich einem Schwert. Deshalb gibt es für den Heuchler keine Stelle, wohin er den Kopf legen könnte. So gleicht der Lehrer, der sich die Vermächtnisse der Lehre nicht völlig aneignet, einem Esel unter der Last des Korns. Ebenso gleicht der Fischer, der seine Körbe für ungefangene Fische vorbereitet, einem Fuchs neben dem Hühnerkorb.
17. Die Verletzung der Lehre wirkt wie ein Bumerang und trifft den, der sie verletzt hat. Die Luft wimmelt von Pfeilen. Trockne deinen Schweiß nach des Feindes Angriff. In der Stunde des Angriffs werde Ich von ewigen Dingen sprechen. Freuen wir uns, denn die Möglichkeiten mehren sich. Ich merke, wie jedes feindliche Herz ein nützliches Samenkorn nährt.
18. Durch Astrochemie lassen sich die besten Wirkungen auf bestimmte Organismen feststellen. Astrologie ist nichts anderes als Formeln der Astrochemie. Ein Mensch, der ein von Nikotin verseuchtes Haus betritt, wird Giftteilchen mit sich nehmen. Gleicherweise wird ein Mensch, der die Wirkung astrochemischer Strahlen einmal an sich erfahren hat, immer auf eine bestimmte Verbindung ansprechen. Es ist leicht festzustellen, wann es notwendig erscheint, sich einer bestimmten Person zu nähern.
Die sogenannten Sonnenflecken verstärken chemische Einwirkungen. Die Menschen sprechen immer wieder von der Unruhe der Welt beim Auftreten von Sonnenflecken, und selbst eine schwache Wahrnehmung zwingt einem zu richtigen Überlegungen. Doch vergegenwärtigen wir uns die auffallenden chemischen Reaktionen, dann ist es nicht schwer zu begreifen, dass der Raum von den wirksamsten Zusammensetzungen Oxyde von Metalloide gesättigt ist. Kann man leichtfertig die evolutionäre Macht der Materie leugnen, wenn sich aus dem Unerschöpflichen Reservoir Strahlen von unermesslicher Stärke über unsere Häupter ergießen? Besonders feinfühlige Organismen können bezeugen, dass während der Kulminationszeit der Sonnenflecken die Strahlen der Gestirne wegen ihrer Substanz für sie unerträglich sind. Auch
beim Niedergehen der großen Meteore kann man ein Erbeben des Nervensystems fühlen. Bisher vermochten die Menschen ihren Platz in diesem riesigen Laboratorium nicht zu erkennen. Allein diese einzige Erkenntnis würde den menschlichen Organismus gewappnet und, anstatt beängstigender Beobachtungen von Beben des Seismographen, das Suchen in die Unbegrenzten Höhen so materiell wie das morgige Mahl, so majestätisch wie die Myriaden von Sternen gelenkt haben.
19. Die höchste aller schöpferischen Energien bleibt der Gedanke. Was mag der Kristall dieser Energie sein? Manche mögen glauben, dass genaues Wissen die Krone des Gedankens sei, doch noch besser ist es, zu sagen, dass die Legende den Gedanken krönt. In der Legende kommt der Sinn schöpferischer Energie zum Ausdruck; und in einer kurzen Formel wird die Hoffnung und die Heldentat verdeutlicht. Es ist ein Irrtum, zu glauben, die Legende gehöre phantasievoller Vorzeit an. Der unvoreingenommene Verstand wird den legendären Faden durch alle Zeiten des Universums erkennen. Jede Errungenschaft der Völker, Jeder Führer, jede Entdeckung, jedes Kataklysmus, jede Heldentat wird in beschwingte Legende gehüllt. Lasst uns daher die Legenden der Wahrheit nicht missachten, sondern lasst uns kühn die Worte der Wirklichkeit wahrnehmen und hegen. In die Legende kleidet sich der Wille des Menschen, und wir können keine Legende anführen, die falsch wäre. Das geistige Streben eines mächtigen Kollektivs prägt ein Bild wahrer Bedeutung. Die äußere Form des Symbols bekundet das Weltzeichen, denn die Weltsprache ist für die Evolution unentbehrlich.
Recht haben die Sucher nach einer einheitlichen Sprache. Recht haben die Schöpfer
der Weltlegende. Dreimal Recht haben die Träger der Heldentat!
20. Das Neue muss als unaufschiebbar Nützliches begriffen werden. Für unanwendbare Abstraktion gibt es keinen Platz, der Luftschlösser sind wir überdrüssig. Auch die fernen Welten müssen als konkret begriffen werden. Die Beherrschung eines Stück Eises oder des Chemismus der Sonne muss in das Bewusstsein genauso eingehen wie die Bedeutung des geringsten materiellen Erzeugnisses.
Die Verzögerung geistiger Erkenntnis ist durch eine gleichgültige Beachtung der Naturerscheinungen zu erklären. Die Beobachtungsfähigkeit einbüßend, verliert der Mensch zugleich die Fähigkeit der Synthese.
Die Abschaffung des Geldes wird die Menschheit von den die Sicht beeinträchtigenden Umklammerungen befreien. Es gibt Augenblicke der Evolution, wo die für die sich häufenden herkömmlichen Zeichen errichteten Mauern zu Hindernissen werden. Die Zeit für die Freigabe des Wissens zur Nutzung auf persönliche Verantwortung ist gekommen. Ein freier Geist hat das Vorrecht, neue Pläne ungewöhnlicher Verbindungen zu erforschen. Diese bisher nicht entdeckten Fäden führen ihn in die höheren Schichten der Materie.
Das zaghafte, beschränkte Spiel schauend, kann man zum Mischen der Zeichen zwecks besserer Verbindungen raten.
Erfreut euch des Großen Spiels der Mutter der Welt!
21. Eure Überlegung über die in der Geschichte registrierte Verleumdung ist richtig. Verleumdung ist wie Brennstoff für den Scheiterhaufen der Heldentat. Verleumdung stört nur herkömmliches Tun der Gegenwart, doch aus der Perspektive der Geschichte wird die Flamme der Verleumdung höchst vielfarbig; und ohne Verleumdung würde
die "dankbare" Menschheit die lebendigsten Erscheinungen begraben haben.
Tactica Adversa verbürgt, dass die menschlichen Glocken nicht verstummen. Die Sphärenmusik braucht Begleitung, doch jene vor Neid Rasenden bilden sich ein, dass ihr Geheul die Atmosphäre verdichtet, damit die Symphonien der Ewigkeit die Erde nicht erreichen können. Doch ein guter Hausherr findet auch für Abfälle eine Verwendung. So lasst die Fackeln der Verleumdung den Pfad der unerschütterlichen Heldentat beleuchten.
Wenn die Leute Unsere Boten Scharlatane nennen, bezeugen sie deren Ungewöhnlichkeit. Roh sind die Liebkosungen der niederen Tiere. Und die Grobheit der Überbleibenden der scheidenden Rasse hat selbst die des Mittelalters übertroffen. Nicht so sehr Gemeinheit wie Grobheit der Aufnahmefähigkeit macht die Masse der Menschen zu ungeeignetem Material. Gerade aus Grobheit entsteht Leichtsinn, und seine Folge ist Verrat. Lasst uns deshalb Verleumdung als die Fackeln von Wilden bezeichnen. Doch beim Durchschreiten der Nacht ist jedes Feuer von Nutzen!
22. Es gibt kein ungerechteres Urteil als jenes, das auf scheinbarer Tat beruht. Das augenscheinliche Ergebnis schauend, verlieren die Menschen den Faden der Wirklichkeit. Eine Lehre, die zu der Quelle der Wirklichkeit führt, nennen die Leute gewöhnlich Träumerei. Das Leben hält nicht an den Keimen der Entstehung fest, sondern unterliegt einer sehr offensichtlichen Auflösung. Völlig in Auflösung versunken, kann man so die Werte der Entstehung leicht übersehen. Der Entstehungsprozess ist wohlweislich verborgen, sonst würden die Elemente die Samenkörner der Möglichkeit vernichten.
Trägheit ist eine Grundeigenschaft der Elemente, und um ihnen evolutionäre Energie einzuflößen, ist jener Geistesblitz nötig, den der Gedanke enthalten kann. So erscheint der Gedanke als Mittler der Elemente.
Wenn man von der Notwendigkeit der Verstärkung des Gedankenapparates spricht, so bedeutet das eine Warnung vor dem zügellosen Ansturm der Elemente. Die festgesetzten Perioden planetarischen Seins sind dem Ansturm der Elemente ausgesetzt. Der einzige Widerstand gegen sie ist das beharrliche Streben der Menschen nach Lebenserneuerung. Diese Prägnanz des Gedankens ermöglicht es, sich auf die Lehre zu konzentrieren und gleich einem niederschmetternden gehwert die Wolken des unbegreiflichen Chaos zu spalten. Der Gedanke vermag den Elementen zu widerstehen, andernfalls würde das Gleichgewicht so schwer gestört, dass sich kosmische Manifestationen ergäben. Sind Hungersnot, Dürre, Krankheit nicht die Folgen entarteter Gedanken? Eines Menschen Gedanken können den Elementen nicht standhalten. Bewusstsein in der neuen Richtung kann noch keinen bewussten Gedanken gestalten. Nur Bewusstheit und Verantwortlichkeit können dem Gedanken Wirksamkeit verleihen. Sonst gibt es unbewusste Anspannung gleich den sich im Sturm des Orkans straffenden Segeln.
Wir beobachten große Anspannung sowohl in den magnetischen Wellen als auch in den chemischen Strahlen. Der menschliche Gedanke wurde wie eine ungehärtete Klinge gebogen. Chaos brodelt in den Tiefen des Bewusstseins. Kann man ausharren? Die Vorstellung Unseres Leuchtturms beginnt in den Verstand einzudringen, weil in den Wirbeln des Chaos
schließlich nichts anderes übrig bleibt. Wie schmerzhaft für den feinfühligen Geist! Wie verfolgen Wir die Wogen unerhörter Finsternis!
Das Herz kann nur eine begrenzte Menge dieses elementaren Giftes fassen.
23. Was hat die Gifte zu den irdischen Sphären getrieben? Das Bersten der Elemente lässt ein sehr giftiges Gas entstehen. Gewöhnlich wird dieses Gas im Raum leicht aufgesaugt, aber die chemischen Strahlen der Sonne treiben die Gaswellen in die dem Planeten benachbarten Schichten. Die Einwirkung ist gefährlich, aber die Vorgewarnten können das Gift überwinden. Gereiztheit und ihr Sprössling Imperil verbinden sich leicht mit "Aeroperil" dem Gift des Raumes. Die Gesetze sind in allem die gleichen.
Der Lehrer trägt manchmal eine Maske gegen das Gas. Natürlich ist die Wirkung des Gases nicht immer dieselbe, aber sehr feine Apparate sprechen darauf an. Kälte verringert die Wirkung der Gase beträchtlich.
24. Es ist möglich, dass manche nicht geneigt sind, eine Prophezeiung anzunehmen und sagen werden: "Ich kann alles zugestehen außer Prophezeiungen." Antwortet: "Dann lasst uns dieses Wort vergessen. Bedeutungsvoller werden für euch die Beschlüsse der Unsichtbaren Regierung sein." Euer modernes Herz bevorzugt moderne Ausdrücke. Wir bestehen nicht auf Benennungen. Für Uns ist es wesentlicher, dass ihr die Wirkung dieser Beschlüsse erfährt und daran denkt, dass es eine solche Unsichtbare Internationale Regierung gibt. In euren Wörterbüchern hat das Wort Prophezeiung einen zu unwissenschaftlichen Klang. Aber knechtische Gewohnheit wird euch veranlassen, die genaue Bedeutung des Erlasses
zu klassifizieren, und die Hintertür des Verschwörers wird euch helfen, das Vorhandensein einer Unsichtbaren Regierung anzuerkennen. Außerdem wird das Zusammentreffen von Tatsache und Folge eure Aufmerksamkeit erwecken. "Wir betreiben keine Wortklauberei, bringen jedoch eine nützliche Tat zum Abschluss." Es ist Zeit, biblische Ausdrücke durch genaue Begriffe zu ersetzen. Ein in der Tasche verborgener Talisman ist für die Regierung von keinem großen Wert. Eine durch Hingabe erprobte bewusste Tat ist nötig. Ihr dachtet, Uns auf dem Gebiet der Fachausdrücke zu bezwingen, doch ihr rieft einen Erlass ins Leben, dessen Folgen Wir euch zu beachten bitten. Hütet eure Worte und Gedanken! Wir schätzen den Wagemut, doch die Flucht in die Mittelmäßigkeit wird von der Regierung verachtet."
25. Bei jedem chemischen Experiment gibt es einen Augenblick günstiger Reaktion, nach dem die Auflösung der Substanz beginnt, dies ist der Augenblick schöpferischen Erfolgs. So sollte man aus dem Niedergang Roms nicht das Missgeschick des Numa Pompilius7 ableiten. Die Substanz hat einfach keine Elektronen mehr. So wird es mit evolutionären Taten immer sein. Die Menschen erkennen gewöhnlich den Augenblick des Erfolgs nicht. Sie meinen, dass sich der Aufbau über alle Aufbaugesetze hinaus unaufhörlich steigern sollte.
Es ist unrichtig zu denken, dass der ehemalige Versuch Meines Freundes erfolglos gewesen sei. Die Stufen des neuen Bewusstseins wurden dauerhaft gelegt! So ist auch der von Uns jetzt überwachte Pfad erfolgsicher angelegt. Dort, wo die Menge nur Scharlatane wahrnimmt, nähert euch mit Aufmerksamkeit.
26. Oft stellt ihr die Frage, wie die aufgezeigte Freude
mit der freudlosen Annäherung an Menschen in Einklang zu bringen sei. Wahrlich, jeder Lehrer erfreut sich der unbegrenzten Schönheit der fernen Welten und leidet unter dem kümmerlichen Stumpfsinn inkarnierter Zweibeiner. Kann man ihnen den Schlüssel zu den fernen Welten anvertrauen? Außer dieser steinernen Last von Stumpfsinn müssen sie auch durch den giftigen Schleim des Zweifels und das Übel des Eigendünkels hindurch. Ansonsten wird ein großes Holzscheit auf ihr Genick niedergehen, und die Stufenleiter hinabstürzend werden diese Schnecken davon träumen, sich wenigstens an die niederste Stufe zu klammern. Aus diesem schwankenden menschlichen Geist könnte man lehrreiches Kinderspielzeug bastfein. Wahrlich, die Schnecken umklammern ihr eigenes Gehäuse fester; außerdem lassen sie sich nicht in sinnlose Kriege ein.
27. Heimlosigkeit ist ein notwendiges Attribut des Lehrers. Der Lehrer hat einen Wohnsitz, jedoch kein Heim. Der Lehrer nimmt am Leben teil, aber nicht im herkömmlichen Sinn. Der Lehrer verschönert einen Meinungsaustausch, doch Er dehnt ihn nicht aus. Der Lehrer hat Mitgefühl, doch Er klagt nicht; Er verteidigt, doch macht Er keine Gebärden. Der Lehrer bestätigt, doch Er ist nicht verlegen; Er warnt, doch Er säumt nicht. Wenn erforderlich, schlägt Er zu, doch nie verletzt Er. Er ist dankbar, doch Er vergisst nicht. Er bewertet die Beweggründe, doch Er zeigt keine Schwäche. Vorsichtig behütet Er, doch Er unterdrückt nicht. Er fürchtet sich nicht, doch Er ist nicht unbesonnen. Und so haltet den für das Wachstum des Geistes erschienenen Lehrer in Ehren. Der Geist muss bewusst genährt werden.
28. Hatha Yoga8 kann nicht als selbständige Form betrachtet werden. Durch Wachsen des Geistes geht er in Radja Yoga über. Man kann nicht einen nennen, der durch Hatha Yoga das Ziel erreichte. Außerdem kann das Betreiben
von Hatha Yoga wegen besonderer Beanspruchung des Astralkörpers in der astralen Welt sogar Schaden bringen. Die Fakire vermögen sich der Astralebene anzupassen, aber unbewusst schwächen sie das Aufsteigen des Gedankens. Selbst eine unbewegliche Person kann meditierend mehr erlangen, denn der Gedanke ist Raja alles Seienden. Schönheit wird durch den Gedankenblitz geboren. Wahrlich, ein feuriger Bhakti9 kann mit einem Gedanken neue Welten entzünden. Und die Stufe eines Djnani10 wird nur das Lächeln des Radja-Bhakti sein. Daher sind Hatha und Djnana nicht ausreichend.
Welcher Weise der Weisheit würde nicht der Herr der Liebe sein?
29. Bestätigt Unsere Lehre als euer Bollwerk. Möge der Atem der Erneuerung euer ganzes Wesen erfüllen. Der Sinn der Gemeinschaft liegt allein in der Entwicklung der Welt. Selbst die Verteilung des niederen materiellen Wohls wird sich aus dem Verstehen des Höchsten ergeben. Unwichtig sind die Gedanken, die das niedere materielle Wohl betreffen. Auch die Gedanken an Quantität sollte man verbannen und nur nach Qualität streben.
Vom Wert der Qualität und von der Unwürdigkeit des Zweifels muss ohne Unterlass gesprochen werden.
30. Nachdem einer Unserer Mitarbeiter ein langwieriges chemisches Experiment, verantwortungsvoll prüfend, beendet hatte, rief ein Kind aus: "Wie hübsch er mit den Gläsern spielt!" Vermuten wir von einem, der einen Berg ersteigt, dass er zum Lehrer eilt? Wenn wir einen Holzfäller beobachten, wissen wir, welche Stufe des Hauses er verstärken wird? Wenn wir einer Frau begegnen,
die Wasser trägt, wissen wir, wessen Durst sie stillen wird? Wenn wir eine verriegelte Tür sehen, können wir wissen, wer zuerst eintreten wird? Wenn wir plötzlich Donner vernehmen, wissen wir, wohin der Pfeil des Blitzes enteilte? Aber die Leute hegen keinen Zweifel darüber, dass, wer sich bückt, einen Stein aufhebt, um zu töten. Sie wissen, dass, wer sein Pferd ausgreifen lässt, es eilig hat, um zu verleumden. Sie wissen, dass, wer etwas ausruft, eine Lüge ausspricht. Sie wissen, dass, wer seine Hilfe anbietet, auf Verrat erpicht ist. Sie meinen, dass jedes Tun nach ihrem Denken ausgerichtet ist. Ihr Armen! Wer hat den Fluch der Ichsucht über euch verhängt? Wo fandet ihr das Vorurteil für eure Entscheidungen? An welcher Straßenkreuzung hörtet ihr die verleumderischen Schreier? Der einfache Gruß scheint euch eine Verurteilung zu sein. Ihr hofft, dass die Berge die Drohungen der Verleumder geduldig hinnehmen und die Meere vom Verrat nicht austrocknen können.
Der Uräus11 des Wissens ist noch nicht geschmiedet.
31. Es ist nötig, zwischen Empörung des Geistes und Gereiztheit zu unterscheiden. Beim Feuer der Gereiztheit muss man zwei Arten unterscheiden. Trägt Gereiztheit einen unpersönlichen, kosmischen Charakter, kann ihr Gift durch einen Strom von Prana12 davongetragen werden. Aber wenn Eigendünkel oder Selbstbemitleidung die Gereiztheit verstärkt, dann schlägt sich das Gift auf die Zentren nieder. Dann gibt es kein Mittel, es auszustoßen. Man kann es nur durch kosmische Denkweise aufzehren.
Die Qualität des Denkens muss als eine heilende Kraft erkannt werden. Ebenfalls stellt die Eigenschaft der Dankbarkeit die feinste Läuterung des Organismus dar. Wer das Samenkorn gefunden und die Obhut des Senders erkannt hat, kann Dankbarkeit in den Raum senden. Groß ist die von Dankbarkeit ausgestrahlte Heilkraft.
Alles Abstrakte muss in Wirklichkeit verwandelt werden.
32. Die Internationale Regierung hat ihre Existenz nie verleugnet. Sie bekundete sich nicht in Manifesten, sondern in Taten, die sogar in der offiziellen Geschichte überliefert sind. Man kann Fälle aus der französischen und der russischen Revolution wie auch englisch-russische und englisch-indische Beziehungen aus der Geschichte anführen, in denen eine unabhängige Hand von außen her den Verlauf der Ereignisse änderte. Die Regierung hat das Vorhandensein ihrer Boten in verschiedenen Ländern nie verheimlicht. Natürlich hielten sich diese, wie es der Wurde der Internationalen Regierung entspricht, niemals verborgen. Im Gegenteil, sie zeigten sich öffentlich, besuchten verschiedene Regierungen und waren vielen bekannt. Die Literatur bewahrt ihre Namen und die Phantasie ihrer Zeitgenossen verherrlicht sie.
Keine geheimen Organisationen, die von Regierungen so gefürchtet sind, sondern wirkliche Personen werden durch Erlass der Unsichtbaren Internationalen Regierung abgesandt. Die internationalen Aufgaben stehen jeder Art von Betrug feindlich gegenüber. Aber die Einigkeit der Völker, die Würdigung schöpferischen Schaffens, das Wachstum des Bewusstseins werden von der Internationalen Regierung als unaufschiebbare Maßnahmen bejaht. Und wer den Maßnahmen dieser Regierung nachspürt, wird sie nicht der Untätigkeit zeihen. Die Tatsache, dass diese Regierung vorhanden ist, ist unter verschiedenen Bezeichnungen wiederholt in das Bewusstsein der Menschheit eingedrungen.
Jede Nation wird nur einmal gewarnt.
Nur einmal in einem Jahrhundert werden Boten ausgesandt dies ist das Gesetz der Archate13 . Das Wirken der Unsichtbaren Regierung steht mit der Evolution der Welt im Einklang. Daher gründen ihre Beschlüsse auf exakten mathematischen Gesetzen. Hier gibt es keinen persönlichen Wunsch, sondern nur die unveränderlichen Gesetze der Materie. Ich wünsche nicht, sondern ich weiß! Und daher ist Entschluss selbst inmitten der ungestümen Strömung noch unerschütterlich.
Man mag den Berg von Norden oder von Süden her besteigen, doch der Aufstieg ist unabdingbar.
33. Die Phänomene, an denen ihr teilgenommen habt, erforderten Ruhe. Doch außer Ruhe war, wie man bemerken konnte, eine gewisse Anspannung nötig. Diese Bedingungen schafften eine Energieansammlung, die mit dem Vorgang in einer Pumpe verglichen werden könnte. Daher ist es richtiger, zu sagen, dass für das Auftreten von Phänomenen eine gesättigte Ruhe erforderlich ist.
34. Streben während des Wachstums des Bewusstseins hat genau das Zentrum des Sonnengeflechts zum Brennpunkt. Sollte das Streben seine ihm angemessene Grenze überschreiten, dann ist der so genannte feurige Tod unvermeidlich. Ein unentwickeltes Bewusstsein kann die Wirkungen des Strebens ertragen, aber der weitere Aufstieg erfordert, dass der Schatz zeitweise in einem sicheren Schrein verwahrt wird. Jeder Gedanke bewirkt eine Ablagerung in den Nervenkanälen. Je vollkommener das Streben, um so phosphorhaltiger sind die Ablagerungen. Dann ist der einzige Ort, der für jenen Brennstoff ausreichenden Schutz gewährt, das Sonnengeflecht, das die Ablagerungen allmählich aus den Hilfskanälen aufsaugt.
Manchmal kann solch ein Aufsaugen so heftig sein, dass es strahlenartige schmerzhafte Empfindungen verursacht. Dann muss der Lehrer einen kühlenden Strahl anwenden, der hilft, die Ablagerungen von den Gliedmaßen zum Zentrum zu leiten. All dies ist ein Prozess des Wachstums des Bewusstseins. In dreijährlichen Stufen kann man die Verfeinerung der Aufnahmefähigkeit verfolgen. Dieser Zustand erfordert die Bewahrung des Schreins für die nächste günstige Abgabe.
Lasst uns das Lebensgesetz hüten, das auf der Leiter der Schönheit und der Freude emporführt.
35. Spricht man von Nützlichkeit des einzelnen, bedeutet dies nicht, ihn als die Säule der Lehre zu bezeichnen. Man muss die Dinge nehmen, wie sie wirklich sind, denn Übertreibung kommt im wesentlichen der Verringerung gleich. Man darf niemanden gewaltsam in den Himmel zerren. Zur festgesetzten Stunde wird der Blinde wieder sehend. Es ist nützlich, das Gesetz der Lebensordnung aufzuzeigen, so dass der Bescheidenste die Logik kunstgerechter Anwendung einsehen und überflüssige Schlacken vermeiden kann. Aber es ist nicht notwendig, Menschen gewaltsam zu säubern. Beachtet die Nützlichkeit jedes Boten und ladet die Last eines Kamels nicht einem Esel auf.
36. Jede Regung des Bewusstseins muss zum Strom der Evolution führen. Jeder Schritt im Leben muss der Vervollkommnung dienen. Eine erstarrte Form mag zum Kopieren geeignet sein, aber die Gezeiten kopieren nie eine Welle. Schlafen oder Wachen, Arbeit oder Rast, Bewegung oder Ruhe, alles trägt uns gleichermaßen der Erfüllung des Lebensplanes entgegen. "Gleich abgefallenen Blättern" sagen die Furchtsamen. "Gleich
Saatkörnern" sagen die Weisen. "Gleich Lichtpfeilen" sagen die Kühnen.
Wen immer der Lärm des reißenden Stromes erschreckt, der ist noch nicht im Geiste geboren.
Wer mit der Welle aufsteigt, vermag an die fernen Welten zu denken.
37. Antwortet, wenn ihr die Fähigkeit zur Aufnahme eurer Antwort seht. Oft setzt ein Fragesteller eure Antwort nicht voraus. Dann ist es notwendig, einen entsprechenden Akkord zu finden, bevor das Denken in eine andere Richtung verläuft. Es ist ein Irrtum, zu glauben, dass eine Strömung, die das Denken unterbricht, weniger gefährlich wäre als das Messer, das eine Pulsader durchtrennt. Wir dürfen das Denken eines Menschen nicht unterbrechen, sondern müssen durch Nähren des Nervensystems neues Lebensblut einflößen. Ein Wort der Erwiderung soll kein Sargnagel sein, sondern der Strahl eines Arztes. Eine aufgeschobene Antwort mag in Form eines Rates erteilt werden.
38. Wer mitarbeiten will, dem zeigt Verständnis. Sagt dem Arzt: "Man kann in Anwendung von Moschus, Baldrian und Zedernharz Findigkeit kundtun. Durch Beschreibung des Lebenslaufes kann man Beobachtung bekunden. Standhaftigkeit kann man im Streben zum Lehrer ohne Zweifel und ohne Vorurteile offenbaren." Durch die Beweise im Leben kann man den Wert von Errungenschaften bekunden, und wir sollen jedes Maß an Errungenschaft schätzen.
Jede Stunde kann ihre neue unveräußerliche Möglichkeit bringen. Unverkennbares Vorrecht kann durch klare Beweisführung erlangt werden dermaßen gesetzmäßig sind die Errungenschaften niedergelegt.
39. Es ist unrichtig, zu denken, dass es leicht sei, hier etwas zu verlieren. Weit schwieriger ist es, etwas zu finden. Verlust setzt Erworbenes voraus. Alles Erworbene wird vom Erwerber mitgeschleppt. Zuweilen ist es unmöglich, sich von materiellem und abstraktem Besitz zu befreien. Daher raten Wir, Besitz mit voller Verantwortung zu übernehmen. Daraus entströmt die erhabene Qualität von Gegenständen und Gedanken. Doch unnötigen Ballast mit sich zu schleppen, ist beschwerlich.
Wie können die Geschwüre von Gedanken der Feigheit und des Verrats ausgemerzt werden? Die Aura kann man nicht mit Zedernharz heilen. Geschwüre müssen mit der Flamme der Erschütterung weggebrannt und der Mut, den Schmerz zu ertragen, muss aufgebracht werden. Aber wie soll aus Feigheit Mut erwachsen? Furcht erschüttert den Feigling, doch Wir haben Furcht völlig überwunden.
Ihr, die ihr Erworbenes anhäuft, denkt über Qualität nach!
40. Der Blinde träumt von Belohnung. Doch sehend wäre er erstaunt, wahrzunehmen, dass alles Selbstbelohnung ist. Im Bewusstsein aufsteigend, schreitet der Mensch voller Freude voran, und der Gedanke an Belohnung würde ihn knechten. In der Tat, es gibt viele Sklaven. Genau genommen sind es jene, die die Knechtschaft ihres Geistes hinter eisiger Undurchdringlichkeit und scheinbarem Entsagen von allem, was sie nicht besitzen, verbergen wollen. Jeder Belohnte ist Sklave. Nur von einem freien Bewusstsein, bar jeglichen Eigendünkels und jeder Geringschätzung, kann die Evolution aufgebaut werden.
Der Hammer des Geistes ist die würdigste Waffe der Errungenschaft.
41. Die zwischen den Stufen des sich
erweiternden Bewusstseins gespannten Brücken befinden sich jenseits laufender Ereignisse. Es ist vergeblich, irgendwelche Konstellationen von außen zu erhoffen. Die Schlange des Sonnengeflechts ist selbsttätig. Nur besondere Anpassung an die atmosphärischen Bedingungen begleitet diese innere Tätigkeit. Die Dichte der umgebenden Atmosphäre erschwert die Tätigkeit des Nervensystems. Deshalb bedarf es der Ruhe als heilsame Voraussetzung.
42. Arzneien sollten in drei Gruppen unterteilt werden: Lebensspender, Erhalter und Wiederhersteller. Die vierte Gruppe überlassen wir unseren Feinden: die Zerstörer. Wenden wir uns zuerst den Lebensspendern zu, da sie vor allen auf das Nervensystem wirken. Die Nervenzentren und Drüsenabsonderungen werden künftig der Medizin die Richtung weisen. Mit Hilfe dieser Bereiche wird die Menschheit die feinste Energie entdecken, die wir der Einfachheit halber noch Geist nennen wollen. Die Entdeckung der Ausstrahlungen dieser Energie wird der nächste Schritt in der kulturellen Entwicklung sein. Metallisation im Pflanzenbau wird nützliche Absonderungen der Wurzeln liefern. Wendet daher eure Aufmerksamkeit noch einmal dem Pflanzenreich zu. Beachtet außerdem die Nährwerte von Gemüse und Getreide, und ihr werdet viele Überraschungen erleben.
Der Mangel an Unterscheidung in der Auswahl menschlicher Nahrung ist erstaunlich. Ich spreche von Qualität.
43. Der Schüler darf nicht besessen und der Lehrer kein Unterdrücker sein. Jedoch ist ein Bewusstwerden der Hierarchie im Einklang mit der Tätigkeit und
der Vereinbarkeit des freien Willens zur Annahme des Lehrers erforderlich. Der schwache Verstand wird gewöhnlich verwirrt. Gewiss, die Bedingungen und Beschränkungen widersprechen der Bedeutung der Freiheit im üblichen Sinn. Aber durch Kultur und Erkenntnis des Zieles wird der erhabene Begriff "Lehrer" geformt. Die Bedeutung des Begriffes Lehrer erkennen heißt, die ersten Tore der Evolution durchschreiten. Man sollte in den Begriff "Lehrer" keine überirdischen Vorbedingungen hineinbringen. Er sollte der eine sein, der den besten Rat im Leben erteilt. Diese Aktualität umfasst Wissen, Schaffenskraft und Unbegrenztheit.
44. Sagt nicht: "Ich erinnere mich nicht." Sagt: "Ich versäumte zu beobachten." Beschuldigt nicht das Gedächtnis, sondern blickt zurück auf eine schwache Beobachtung. Die Menschen fallen eher die Treppe hinab, als die Stufen zu beachten.
Sagt nicht: "Ich weiß nicht." Sagt: "Ich habe es noch nicht gelernt." Weder Alter noch Gesundheit, noch Lebensverhältnisse rechtfertigen das zu begrabende "Ich weiß nicht." Kühnheit im Leben erfüllt mit Lerneifer.
Sagt nicht: "Ich habe beschlossen." Sagt: "Dies scheint für das Ziel geeignet zu sein." Es ist leicht, die Zielstrebigkeit zu vermehren, aber es ist unwürdig, seinen Entschluss zu ändern.
Vor allem, beschwört nicht hartnäckig das Unglück herauf, wie es gewöhnlich beim Menschen geschieht.
45. Man sollte den Menschen entschlossen sagen, dass die Neue Zeit ins Dasein getreten ist. Die Menschen sind nicht bereit, ihren Platz hinsichtlich der Schöpfungsaufgaben zu übernehmen. Es ist ein Irrtum, anzunehmen, dass Besitzergreifung mit der Mission der Neuen Welt vereinbar ist, ganz gleich, ob es sich um die Unterjochung von Ländern oder einer speziellen Klasse von Menschen handelt:
solche Einstellung gehört einer überholten Denkart an. Im Evolutionsprozess kann man nur das auf Wahlfreiheit gründende Aufsteigen des Bewusstseins erwägen. In den Perioden der Evolution der Menschheit kann man die Epochen der Bewusstseinserweiterung verfolgen. Wir wollen nicht verhehlen, dass gerade jetzt ein Buch der Entdeckungen und des Lichts der Kühnheit vor der Menschheit aufgeschlagen wird. Diese durch die dornige mühevolle Gemeinschaftsarbeit gereiften Früchte sind bereit, ihren reichen Samen preiszugeben. Kann man diese Früchte mit einem Schwert spalten? Kann man sie durch Furcht oder kriecherische Feigheit zermalmen oder sich ihrer durch verräterische List bemächtigen? Nein, nur die Einheit des Bewusstseins und der Aufbau des Wissens werden der Menschheit das Geschenk einer neuen Rasse überreichen. Der Antrieb zu dieser Willenskraft wird nicht von kosmischen Erscheinungen, sondern vom Gedankenstrom bewirkt.
Wir sollen die festgesetzte Frist, wann die Gedankenblitze die Lösung für die Welt bringen können, nicht übersehen. Wir schlagen der Menschheit vor, an die astrochemische Bedeutung des Planeten nicht nur zu denken, sondern zu erkennen, wann der Gedanke als ein chemischer Bestandteil die Atmosphäre verstärkt. Solange man die Bedeutung der Emanationen des Gedankens nicht erkennt, wird der Gedanke jedenfalls über die Stirnen der Skeptiker hinweggleiten. Aber der Augenblick verweilt nicht!
46. Gewisse Symptome kennzeichnen den Aufstieg und den Niedergang der Völker. Die ihren Aufstieg gewärtigende Nation träumt von einem Helden, aber einem vertäuenden Volk erscheint die Idee eines Helden langweilig und nutzlos. Obgleich diese Nation mit Gold überschüttet und ihre Einbildung noch leidenschaftlich sein mag, wird sie dennoch der Heldentat unfähig sein.
Der Eifer wahrer Kühnheit hat die Mauern der Stadt des Verstandes verlassen.
Jeder erinnert sich an die der Kinder, die ihr Heim auf der Suche nach dem Glück verließen; und die Märchen aller Zelten gewähren diesen Kindern Glück.
47. Die Menschen sind nicht abgeneigt, von Veränderungen der grundlegenden Funktionen des Organismus zu träumen. Das Prinzip der embryonischen Empfängnis, der Zerfall der Materie, die Unwägbarkeit von Körpern, willkürlich hervorgebrachte Materialisation und andere physikalische Neuerungen werden sogar in klerikalen Schriften besprochen. Es hat den Anschein, als ob der Gesichtskreis der Möglichkeiten von früher Kindheit an erweitert und im Laboratorium der exakten Wissenschaften gefestigt werden sollte. Aber gerade hier setzt die Unvollkommenheit der Rasse eine Schranke. Der kühne, der exakten Wissenschaft ergebene Forscher wird zum gewöhnlichen Erdenbürger und beginnt, die Gewohnheiten seines Großvaters nachzuahmen. Wir sahen, wie die rote Flamme der Empörung sich in Herdrauch verwandelte. Wir zählten die Banner des Lichts, die übernäht wurden, um Stufen von Vorurteilen zu schaffen. Wir wurden gewahr, wie erhabene Bauten als Bazare benutzt wurden. Zaghafte Unkenntnis wob ihre Netze und fürchtete sich trotz allem, von den sumpfigen, mit verwesten Knochen bedeckten Ufern abzustoßen. Das Studium der Evolution zeigt, dass menschliche Zaghaftigkeit vor einem Rassenwechsel zunimmt. Aber die Frist naht, und jene, die nicht gelernt haben, zu schwimmen, müssen ein gehöriges Maß Salzbrühe schlucken.
Beachten wir die Sprünge der Kühnen.
48. Es ist notwendig, die Pilger eiligst auf das Verstehen der Lehre vorzubereiten. Das einfachste Wirken
für die Verbesserung des Lebens wird ihnen helfen, den ungewöhnlichen Weg zu beschreiten. Nützlichkeit wird sie leiten, nach Schönheit zu suchen. Das Leben selbst wird die Forderung der Zielstrebigkeit enthüllen. Eine einfache Erklärung wird Vertrauen zur Erfüllung verleihen. Je leichter, desto schneller, je nützlicher, desto besser werden sie sich nähern. Die Kühnheit des freien Menschen ist nicht abstrakt. Der Mut des den Ozean überquerenden Vogels liefert der Menschheit ein Beispiel, wenngleich niemand die Schwalbe für einen Helden hält. Dessen ungeachtet lüftet eure Speicher und eure Mauern.
49. Man wird fragen: "Wer gab euch das Recht, zu wagen?" Antwortet: "Die Evolution gibt uns das Recht dazu. Das Recht der Evolution ist unseren Herzen mit Flammen eingeschrieben. Uns kann die Wahrheit von der Unbeirrbarkeit des Aufstiegs nicht genommen werden. Inmitten der Massen und in der Einsamkeit kennen wir unser unveräußerliches Recht. Wir können bestätigen, dass nur der Blinde die Richtung der Evolution nicht wahrnehmen kann. Doch ist die Pforte des Wissens deutlich umrissen, dann ist es nicht schwer, aus der Dunkelheit hinauszustreben." Kühnheit! Sollte man sie nicht als eine einmalige Heidentat verstehen? Sollte Kühnheit nicht das tägliche Mahl und das Gewand jedes Gedankens sein? Werden die Gefängnismauern nicht durchsichtig werden? Und wird nicht das Siegel der geheimen Schriftenrolle für den Kühnen dahinschmelzen? Zur Kühnheit ratend, zeigen Wir den einfachsten Weg. Das Herz kennt die Wahrheit dieses Weges. Zur Zeit kann kein anderer gewiesen werden.
Offenbaret Kühnheit!
50. Wann werden die Menschen die Bedeutung des Gedankens und des Wortes verstehen? Noch immer messen sie dem Verschütten eines Sackes wertlosen
Samens größere Wichtigkeit bei als dem Ausstreuen zerstörender Worte. Ein Nagetier vermag die Samenkörner aufzulesen, doch die Folgen des Gedankens und Wortes vermag selbst ein Archat nicht unwirksam zu machen. Begeben die Menschen sich auf eine Seereise, nehmen sie nur ausgewählte Sachen mit, in ihren Reden wollen sie sich den Sinn und die Folgen nicht vergegenwärtigen. Wir drohen nicht, aber im Busen mag Rauch zur Schau gestellt werden.
51. Es ist richtig, daran zu denken, dass Arbeit mit Uns nur eine Richtung kennt jene der Vergleichbarkeit und Zweckmäßigkeit. Der Verräter auf dem Pfad ist dieser Eigenschaften einfach beraubt, und sein Schicksal ist das eines Kätzchens im Meer.
52. Das Wort Reue gibt es im Senzar-Wörterbuch nicht. Es ist durch einen euch bekannten Ausdruck vernünftige Zusammenarbeit ersetzt worden. Denkt über die wesenhafte Scheinheiligkeit in dem Begriff Reue nach. Es ist am einfachsten, dem Menschen das Wesen der Reue an einem medizinischen Beispiel zu veranschaulichen. Durch Gedankenverdrehung verwundet der Mensch seinen Bruder, doch weder Worte noch Gedanken können die Wunde heilen. Durch beharrliche Anstrengung wird man das zerrissene Gewebe ausbessern müssen. Für die Wiederherstellung der Zielstrebigkeit ist es notwendig, eine weise Zusammenarbeit unter Beweis zu stellen. Die Folgen einer Tat können nur durch Wiedergutmachung geheilt werden. Weder mündliche Beteuerungen noch Eide sind von Bedeutung. Wer seine Torheit eingesehen hat, kann sie mit gesundem Urteil zudecken. Durch feinfühlige Zusammenarbeit kann man die Torheit beilegen und versickern lassen. Einen reuigen Sünder für eine Bezahlung lossprechen, ist wohl das abscheulichste Verbrechen. Ist dieses Bestechen der Gottheit nicht schlimmer als die ersten Formen des Fetischismus?
Diese abschreckende Frage muss von allen Seiten beleuchtet werden. Sonst wird die menschliche Wäsche sehr schmutzig bleiben.
53. Wieder muss man sich dem schlangenartigen Gift des Zweifels zuwenden. Der Zweifel ist von zweierlei Art. Der eine rollt sich unbeweglich und stachelig im Finstern seines Lagers. Der andere ist stetig dahinkriechend, gleitend und sich windend. Gewöhnlich ist jene die Eigenheit der Jugend, diese die des Alters. Der Grund ist nicht so sehr Angst als vielmehr die Falschheit in der menschlichen Natur. Sich ihrer eigenen vergangenen Täuschungen erinnernd, hängen die Menschen diese Eigenschaften ihren laufenden Urteilen an. Nicht gewillt, sich selbst zu prüfen, urteilt der Mensch doch nach sich selbst. Versucht, den äußersten Zipfel des Zweifels zu fassen! Fesselt eure Füße nicht mit solch besudelten Riemen! Wahrlich, es ist leichter, eine Schlange im Busen zu hegen, als von der Riesenschlange des Zweifels erstickt zu werden.
54. Eilet, das Bewusstsein der Neuen Welt zu enthüllen! Gebt eure Erinnerungen auf! Kann der vorwärtsfahrende Wagenlenker dauernd zurückblicken?
55. Wahrlich, teilt die Welt weder in Nord und Süd noch in Ost und West. Doch unterscheidet überall zwischen der alten und der Neuen Welt. Die alte Welt findet Obdach in allen Teilen der Erde. Die Neue Welt wird jenseits von Grenzen und Bedingungen ebenfalls überall geboren. Die alte Welt und die Neue Welt unterscheiden sich durch das Bewusstsein, doch nicht durch äußere Kennzeichen. Alter und Umstände sind ohne Bedeutung. Rote Banner werden oft von Händen der alten, mit Vorurteilen erfüllten Welt gehisst. Oft schlägt in der Einsamkeit ein mit den Blitzen der Neuen Welt erfülltes Herz. Ohne Ausflucht teilt sich die Welt vor unseren Augen. Ungewandt,
doch mit vollem Mut wächst das neue Bewusstsein. Trotz seiner Erfahrung beugt sich der alte Gedanke. Es gibt keine Macht, die den Ozean der Neuen Welt eindämmen könnte. Wir bedauern die unnütze Energieverschwendung des sterbenden Bewusstseins. Wir gewähren den Kühnen ein Lächeln, die das Recht der Ausbreitung neuer Errungenschaften erkennen. Jeder für die Neue Welt begangene Fehler wird zu einer Blume der Tapferkeit. Jede Anstrengung, die alte Welt geschickt einzubalsamieren, bleibt ein Gerippe des Schreckens.
Die alte Welt anerkannte die Mutter der Welt nicht, doch die Neue Welt beginnt den Strahlenglanz Ihres Schleiers wahrzunehmen.
56. Es ist notwendig, die Gefahr der verstärkten Wellen in den niederen Schichten unserer Atmosphäre zu erkennen. Ein einseitiges Bewusstsein kann eine unerhörte Katastrophe auslösen. Der Zusammenprall von Klang- und Lichtwellen kann schwere Gehirnstörungen bewirken. Wohin soll man sein Bewusstsein richten? Fürwahr, zur Realität der Unbegrenztheit! Dies bedeutet, dass es an der Zeit ist, von den groben Schichten der Materie zur Erforschung der feinsten Energie überzugehen.
57. Erinnern wir uns der Legende vom Gral. Der der Lehre ergebene Titurel erlangte die Macht des Lichts. Sein in die Finsternis gesunkener Nachfolger blutete aus einer unheilbaren Wunde. Im Gedenken an würdigere Tage wurden die Überreste Titurels zur Schau gestellt und die erhabenen Worte des Toten wiederholt. Trotz allem wurde der Kelch der Wahrheit ausgelöscht. Das Kommen eines neuen Helden war nötig, um den Kelch der Wahrheit von Titurels unwürdigem Nachfolger zurückzuverlangen. Und so wurde das Feuer der Welt neu entzündet. Diese
Legende ist im Westen gut bekannt, doch ursprünglich entstand sie im Osten. Stellt sie nicht eine Parallele zu einem gewissen zeitgenössischen Fall dar?
58. Man kann Helden huldigen, doch jede Stunde bringt ihr eigenes Urteil. Das Abbröckeln von Felsteilen enthüllt neue Goldadern. Zertrümmert den Tempel eines anderen nicht, wenn ihr an dessen Stelle nicht sogleich einen neuen Tempel errichten könnt. Die Stätte des Tempels darf nicht leerstehen. Um die Eigenschaften der Gottheit zum Ausdruck zu bringen, hat die Menschheit viele Namen ersonnen. Jeder Begriff verlängerte den Faden des Wissens. Im Osten gibt es kein Tor, auf dem der Name des Höchsten Begriffes nicht eingeschrieben wäre. Wahrlich, man kann die Gebiete des Ostens nicht ohne Wissen betreten. Vergessen wir nicht, dass der Osten seine Gebote in Steine meißelte.
59. Die Weitschweifigkeit der Lehre steht im umgekehrten Verhältnis zum Ausmaß des Bewusstseins. Je weiter das Bewusstsein, um so kürzer die Formel. Für die Nahestehenden genügt ein Wort oder auch ein Buchstabe. Das erste Gebot ertönt wie Donner, das letzte erfolgt in Schweigen!
60. Wie erhaben ist das Spiel der Mutter der Welt! Sie ruft Ihre Kinder von fernen Gefilden: "Eilt, Kinder! Ich will euch lehren. Ich habe scharfe Augen und wachsame Ohren für euch bereit. Lasst euch nieder auf Mein Gewand! Wir wollen lernen, uns zu erheben!"
61. Die mannigfaltigen Wirkungen menschlicher Ausstrahlungen auf die Umwelt habt ihr richtig durchdacht. Ein überzeugendes Beispiel dafür ist der menschliche Einfluss auf Tiere und Pflanzen. Übergebt
einem Menschen ein Tier oder eine Pflanze, und ihr könnt die Veränderung in deren Befinden bald wahrnehmen und daraus jenen Menschentyp enthüllen, der die Lebensenergie zerstört. Wie ein Vampir kann der Reiter ein Pferd erschöpfen, oder der Jäger einen Hund, oder der Gärtner eine Pflanze. Sucht die Ursache in den Ausstrahlungen des Menschen. Beobachtet und schreibt die Geschichte der Geisteskrankheiten. Die Wurzeln von dem, was physisch in Erscheinung tritt, sind in weit zurückliegenden Ansammlungen verborgen. Ich rate, gegenüber Menschen mit ungesunden Ausstrahlungen ein kühles Verhalten an den Tag zu legen. Dieses kühle Verhalten wird sie am ehesten stärken. Betrachtet diese Kältekur nicht als Grausamkeit, denn Wir gebieten andererseits, jedem Anklopfenden feinfühlend die Tür zu öffnen.
62. Seid euch bewusst, dass ihr in die Astralebene nur das mitnehmen könnt, was ihr euch erworben habt. Unwissenheit bleibt das, was sie ist. Man kann nur erhalten, was man zu wünschen gelernt hat. Es ist geradezu unmöglich, dort das Bewusstsein zu erweitern. Speichert daher Bewusstsein, um nicht in lumpigem Gewand einhergehen zu müssen.
63. Wenn ihr in der Lehre Wiederholungen wahrnehmt, so bedeutet es, dass ihr neue Einzelheiten herausfinden könnt oder ein im Leben noch nicht voll befolgtes Gebot betont werden muss.
Man sollte daran denken, dass die Nützlichkeit der Anwendung von Prana sich auf eine ganze Gemeinschaft erstrecken kann. Man kann Prana nicht nur für sich selbst anwenden, sondern mittels psychischer Energie einen Teil des Vorrats an andere übertragen.
In alten Zeiten wurde ein kranker Körper von gesunden Körpern umgeben, um seine Kraft, zu stärken. Aber solchen Vampirismus sollte man nicht einmal erwägen. Von ganz anderer Bedeutung ist bewusste Übertragung freiwillig
und wohlwollend nicht nur an eine Person, sondern sogar an mehrere zugleich, wenn man die Übertragung wohlüberlegt zu verteilen versteht. Ein bedeutendes Ergebnis wird erreicht, wenn materielles Wohl mittels psychischer Energie übertragen wird. Wägbare Substanz wird durch unwägbare Energie übertragen. Das ist keine Suggestion, sondern eine konkrete Sendung.
64. Unsere Brüder können persönlich mit verhülltem Gesicht erscheinen. Ist das Antlitz jener Person verhüllt, so könnt ihr sicher sein, dass sie sich auf ein langwieriges Experiment konzentriert, das ein Fixieren des Auges erfordert. Erscheint einem eine Frauengestalt mit verschleiertem Antlitz, so bezieht sich diese Erscheinung auf die Mutter der Welt.
65. Sollte ein ganz einfacher Mensch euch fragen, welches der Zweck der Lehre sei, so sagt: "Damit du glücklich leben sollst!" Überwältigt ihn nicht mit zu komplizierten Ausführungen. Lasst sein ganzes Wesen mit dem Bewusstsein erfüllt sein, dass die gesamte Lehre auf die Verbesserung seines Lebens gerichtet ist. Das Verständnis für Verantwortung mag später kommen. Zuerst verkündet die Freude und Verbesserung des Lebens.
66. Kann den Menschen die Wahrheit über die Evolution der Welten enthüllt werden, wenn sogar ihr tägliches Brot ungewiss ist? Selbst die geringste Spur von Abstraktion muss vermieden werden.
67. Wie wird Hingabe erweckt? Durch Zielstrebigkeit. Wie wird die Qualität verbessert? Durch Achtung der Meisterschaft. Wie wird die Schaffenskraft erweckt? Durch den Wunsch nach Schönheit.
68. Lasst ein Kind seine Vorstellung vom Neuen Land beschreiben. Auf diese Weise kann man
die Vorstellung des Ungeschauten verfolgen. Erweckt im Kind den Impuls, seinen Traum zu verwirklichen. Dies ist die beste Aufgabe für Kinder. Später lasst es ein Stück gewöhnlichen Granit beschreiben. Das wird ein Test der Findigkeit sein. Vielleicht wird ihm der Stein eine Vorstellung der Bollwerke der fernen Welten geben. Vom Gewöhnlichen her kann man die Funken der Schönheit wachrufen.
69. Oft werdet ihr den üblichen Ausspruch hören: "Ich bin gegangen und nun komme ich wieder." Darauf wisst zu erwidern: "Wie viele Möglichkeiten sind Ihnen bei diesem Sprung verloren gegangen!" Man kann die Verluste für die Menschheit durch persönliches Herumhopsen nicht errechnen. Der Mensch entfernt sich aus Eigendünkel und kehrt aus Eigenliebe wieder. Diese große innere Geschäftigkeit erinnert an das Qualmen eines Dochtes. Das geschickte Verbergen der wahren Ursache dieses Zurück- und Vorwarts-Gehens mag dazu dienen, den Boden zu polieren, doch Blasen an den Sohlen können schmerzliches Aufstechen erforderlich machen. Fragt jeden, der scheidet, was den Anstoß dazu gab?
70. Man sollte einseitiges Bewusstsein von einseitiger Energie unterscheiden. Der Lehrer wendet manchmal eine einseitig wirkende Energie an, um die Geistestätigkeit in eine bestimmte Richtung zu lenken. Daraus darf man nicht den Schluss ziehen, dass das Bewusstsein des Lehrers einseitig sei.
Seid fähig, das Bewusstsein zu verbergen, wenn es notwendig erscheint, einen eiligen Pfeil abzusenden. Nur die Unwissenden versuchen, die dürren Zweige der Prahlerei auf ihren Fensterbrettern auszubreiten. Wessen Haus von Wissen erfüllt ist, der zögert nicht, eine Scheibe seiner Gedanken abzuschneiden.
Ein einheitliches Säen bringt eine reiche Ernte, aber fruchtbarer sind Zusammensetzungen heilender Körner. Sie werden Explosionen des Geistes hervorbringen.
71. Es ist richtig, die magnetischen Ströme als Kanäle zwischen den Planeten zu betrachten. Beim Studium des zwischenweltlichen Verkehrs muss die Aufmerksamkeit auf die Kanäle der magnetischen Wellen gelenkt werden. Allerdings darf das geistige Bewusstsein nicht vergessen werden.
72. Habt ihr endlich gelernt, euch über Hindernisse zu treuen? Können Wir sicher sein, dass das scheinbare Hindernis eure Findigkeit verzehnfachen wird? Können Wir euch siegreiche Kämpfer nennen? Können Wir euch den Pfeil der Hilfe senden und Gewiss sein, dass ihr ihn im Fluge auffanget? Können Wir das Wort der Neuen Welt in Einklang mit euch aussprechen? Können Wir glauben, dass ihr um der Schönheit der Schöpfung willen eure abgetragenen Kleider verbrannt habt? Kann die Mutter der Welt eurer Wachsamkeit das Gewebe des Lichts anvertrauen? Kann der "Löwe" euch zu Hilfe eilen? Kann das Licht euren Weg erleuchten? Sieg begehrt Einlass. Und versteht ihr schließlich, die gegebene Lehre an euch selbst anzuwenden? Können Wir euch die gegebenen Zeichen zum Tragen anvertrauen? Können Wir den Strahl der Vervollkommnung senden? Können Wir für eure Wachsamkeit bürgen? Können Wir aus eurer Selbsterkenntnis eine Schutzwehr errichten? Können Wir Uns über eure Standhaftigkeit auf dem Pfad freuen? Kann die Mutter der Welt euch Gerechte nennen? Könnte der "Löwe" zum Wächter eurer Wohnstätte werden? Kann das Licht die neuen Stufen überfluten? Entriegelt eure Pforten!
73. Ihr wisst, dass in einer Höhe von elftausend Fuß14 der Astralkörper eine bestimmte Eigenschaft annimmt. Gleicherweise hat für jeden Körper jede Höhe eine besondere Bedeutung. Ihr konntet beobachten, dass der Mensch in einer Höhe von siebentausend Fuß weniger Nahrung benötigt, und dieser Bedarf wird allmählich weiter abnehmen, bis sich in einer Höhe von sechzehntausend Fuß ein beträchtlicher Unterschied zeigt. Ich rate, in einer Höhe von über neuntausend Fuß den Genuss von Wein, Kaffee, Pfeffer und anderen Gewürzen zu meiden. Bei siebzehntausend Fuß Höhe ist selbst vom starken Tee abzuraten. Mit dem sich verringernden Nahrungsbedürfnis geht die Abnahme des Schlafbedarfs parallel; man braucht nicht über sechs Stunden in Betracht zu ziehen, und bei zwanzigtausend Fuß genügen vier Stunden Schlaf. So ist es verständlich, dass man in großen Höhen fast ohne Schlaf auskommen kann und die Frage des Nahrungsbedarfs verschiedene Überlegungen nötig macht.
Es ist unmöglich, dort den euch empfohlenen Baldrian mit Gewürzen zu nehmen. Jedenfalls ist es in großen Höhen schädlich, dieselbe Mengen Nahrung zu sich zu nehmen wie in den Niederungen. Die Berge sind so bedeutungsvoll, weil sie uns von den niederen Bedingungen der Erde freimachen. Auf den Höhen kann man fühlen, dass man sich über die üblichen irdischen Bedürfnisse erhoben hat. Wenn selbst für den Astralkörper eine Höhe von elftausend Fuß bedeutungsvoll ist, dann erheben jede weitere eintausend Fuß den physischen Körper in besondere Zustände. Es wäre ein nicht wieder gutzumachender Fehler, zu versuchen, die Bedingungen auf den Bergen den irdischen Gewohnheiten anzugleichen. Denkt daran und befolget es.
74. Jede äußere Hülle verzerrt die Wirklichkeit. Man kann sich bemühen, wachsam zu sein, um
den Grad falscher Wahrnehmung zu vermindern. Jede Augenscheinlichkeit, jede Überlegung, jeder Gedanke projiziert täuschende Farbe.
75. Wir sind für jede Art geistiger Blutschande bereit. Sie speichern einfach unvereinbare Elemente. Sie verbinden Vater-Feuer mit Tochter-Wasser und Mutter-Erde mit Sohn-Luft. Wird die Nachkommenschaft verascht sein, werden sie sich nicht betroffen fühlen, sondern die Verantwortung dem himmlischen Vater auferlegen.
Es ist unmöglich, sich an die Leichtfertigkeit menschlicher Einrichtungen zu gewöhnen. Nur das geistige Bewusstsein kann eingeben, welche Elemente unvereinbar sind. Die Menschen unterscheiden sich nicht nur durch ihre Ausstrahlungen, sondern auch durch das Wesen der Elemente. Das Wesen bleibt unveränderlich. Gerade in Bezug auf Elemente werden die besten Verbindungen geschaffen.
76. Eilt, eilt, den Lehrer zu verstehen. Lasst uns Ihn mit der Mauer der Hingabe umgeben und uns dadurch mit einer Festung umschließen! Nach eurem Umherirren werdet ihr verstehen, dass dort, wo der Lehrer ist, Erfolg eintritt. Wo es Niederlage gibt, dort ist Verrat. Wo es Niederlage gibt, haben wir die Inschrift der Zielstrebigkeit verbogen, zerrissen und zerstört. Bei Niederlage wandten wir uns vom erprobten Pfeil der Hilfe ab. Können wir versichern, dass wir in der Stunde der Gefahr den Namen des Lehrers aussprechen werden? Können wir für den Namen des Lehrers Zeugnis ablegen? Können wir die erhabene Freude der Dankbarkeit gegenüber dem Lehrer finden? Oder denken wir manchmal, weshalb denn die Lehre so wenig unseren Gewohnheiten angepasst ist? Warum
wir durch die Lehre in unserer Untätigkeit gestört werden? Warum die Selbstverteidigung des Schlafes erweckt wird?
Dankbarkeit und Hingabe blühen freudvoll in Unserer Gemeinschaft. Sollte Uns aber die Nachricht erreichen, dass ein Mitarbeiter im Namen der Lehre etwas geopfert hat, sind Wir gezwungen, auf seine Mitarbeit zu verzichten. Unsere Mitarbeiter können empfangen und abgeben.
Wenn ihr Unsere Lehre übermittelt, erhebt kein Geschrei auf dem Markte, sondern gewährt den Nahenden ein Lächeln. Der Neuankömmling wird den Lehrer annehmen. Doch der Eingefangene wird an seinen Ketten nagen. Wir erwarten Freude und nehmen nur die wunderbare Blume der Hingabe an. Beeilen wir uns, den Lehrer zu verstehen!
Bejahet den Erfolg, bejahet die Freude, bejahet das Verständnis für Tätigkeit! Verbannt die Gedanken der alten Welt! Ich werde nicht ermüden, das zu wiederholen.
77. Ihr wisst, dass die Mitglieder und Mitarbeiter der Internationalen Regierung deren Erlasse befolgen müssen. Wenden wir uns zum letzten Mal M. zu und halten wir Rückschau auf die geschichtlichen Folgen Unseres Ultimatums! Diese uralte Überlieferung, bei jedem Wechsel eines Jahrhunderts die Menschheit zu warnen, beruht auf höchstem Wohlwollen. Darin liegt ihre Grundbedingung. Andernfalls wäre die Rolle des Gesandten nicht aufrichtig und überzeugend. S.G.15 sprach zu L.16 in guter Absicht. Ebenso wandte sich M. an V., und auch A.L.M. übermittelte Unseren Erlass richtig. Wenn dem Kämpfer gesagt wird, dass es Unser Berg ist, nimmt er den Erlass an. Andernfalls gehen Sinn und Zweck der Regierung verloren.
S.G. erkrankte nach seiner Mission infolge
undisziplinierten Denkens eines seiner Mitarbeiter. Hütet euch vor dem Schaden undisziplinierten Denkens. Denkt nur in neuen Formen! Stellt euch selbst Aufgaben, um die Lebensfragen wirklich zu lösen. Betrachtet den Tag als verloren, an dem ihr nicht über die Neue Welt nachgedacht habt.
Erschwert euren Atem nicht durch Kosmogonie, wenn ihr die Gipfel der Erde ersteigt.
78. Es war unmöglich, die Aufmerksamkeit von dem Zerfall der Granitzelle abzulenken, wenn sie den Vergleichspunkt mit der Zelle wirbelloser Tiere erreicht, ist der Puls fast übereinstimmend.
79. Wen kann man den Mutigsten nennen? Vielleicht den winzigsten Schmetterling, der den gleichen atmosphärischen Bedingungen ausgesetzt ist wie ein Löwe. Beobachtet die Wirkungen der Lehre auf die Bescheidenen. Sie ertragen den Sturm der Erleuchtung oft besser als die anerkannten Großen.
80. Wenn man das Vorhandensein des Gedankens selbst im Stein bestätigen kann, welch klarer Regenbogen erfüllt dann den Raum! Man muss mit dem bewussten Wissen vertraut werden, dass alles Seiende von Gedanken durchdrungen ist. Gewiss, diese wägbare und nicht abstrakte Erscheinung bleibt als Energie definiert, aber sie bewahrt das Potential bewusster Evolution. Bis vor kurzem wurde das Empfindungsvermögen der Pflanzen als auf den Instinkt begrenzt angesehen, aber nachdem man den Instinkt erforscht hat, weist man dies jetzt der Domäne des Denkens zu. Daher müssen nach oben und nach unten Beobachtungen angestellt werden. Die menschliche Kreatur begeht gewöhnlich den Fehler, sich selbst das ausschließliche Recht des Denkens vorzubehalten. Durch einfachste Beispiele kann man beweisen, dass das menschliche Denken
durch Alter, Umstände und Nationalität bestimmt wird. Man stellt oft erstaunt fest, wie schwach das Denkvermögen besonders beim Durchschnittsmenschen ist. Doch nur die wortlos in den Raum gesandten Gedanken werden den Geist erheben.
Ihr wisst, dass ein Radio durch geringfügige Abänderung Gedanken aus dem Raum empfangen kann. Und Gedanken, als lebendige Substanz, nähren sich gegenseitig und wachsen.
Denkt über die Erscheinung des Gedankens nach! Vergegenwärtigt euch seine Ausweitung und erfreut euch am Laboratorium des Denkens, das von der Zelle des Minerals bis ins Unbegrenzte alle Anfänge verbindet.
Die magnetische Welle, der elektrische Funke und der Gedanke diese drei Wanderer heißen den ins Unbegrenzte Bestrebten willkommen.
81. Kann der Gedanke erschallen? Die Theorie des Echos deutet darauf hin, dass sich der Gedanke gleich dem Ton in magnetischen Wellen ausbreitet. Und der Ausspruch "der Donner des Gedankens" dürfte keine Übertreibung sein. Genau gesagt, die Natur des Gedankens muss erforscht werden. Zum Beispiel, können Gedanken bestimmter Qualität und Spannung das Leben der Pflanzen beeinflussen? Wie reagieren Tiere auf bestimmte Gedanken? Und schließlich: Wie fühlt sich der Herr Mensch selbst inmitten von Gedanken? Wie wirkt der Gedanke in chemischen Verbindungen? Wäre es nicht gut, den Gedanken mit Lackmuspapier zu prüfen? Könnte der Gedanke nicht mit starkem Gift oder mit Musik konkurrieren? Im Allgemeinen muss der Gedanke als ein lebendiger Faktor des Seins erforscht werden. So wird man von der Psychotechnik zur Dynamik und selbst zur Astrochemie eine Brücke bauen. So sollte die Haushaltskunst des Raumes verstanden werden.
82. Kann man sich einem blinden Steuermann anvertrauen? Kann man glauben, dass sich die Lumpen alten Denkens für die Neue Welt eignen? Man muss verstehen, dass das Geschenk der Neuen Welt zu den offenen Toren gebracht werden wird. Wahrlich, die Neue Welt will ein schönes Gewand schenken. Komm, Mensch, nimm das Gewebe mühevollen Schaffens der Mutter der Welt in Empfang!
83. Nach und nach streuet die Körner der Lehre aus. Lasst sie unmerklich das Wesen durchtränken. Vorbei ist die Predigt das Leben geht weiter. Vergeistigt das Bewusstsein eures Bruders durch unmerkliche Berührung, die wie tägliches Brot gereicht wird. Entfesselt seinen Zorn und löscht ihn mit Zielstrebigkeit. Bestärkt ihn in der Freude bewusster Annahme. Hütet euch, ihm Wunder zu offenbaren. Enthüllt ihm, dass Entsprechung sich ins Unbegrenzte erstreckt. Widerruft die einzelnen Feiertage, um den ewigen Feiertag einzuführen. "Mein Feiertag wird der deine sein. Mein Pfad wird deine Errungenschaft sein. Meine Freigebigkeit wird dein Erbe sein. Du wirst sie nicht wahrnehmen, doch erstaunt sein über deine Umwandlung. Ich bedarf des Dankes nicht, doch Dankbarkeit wird deine Nahrung sein; denn das Feuer der Dankbarkeit erhebt sich über die Flammen anderer Anerbieten." "Lehrer, ich sehe und ich werde es unauslöschlich in Erinnerung behalten."
Die offenbarte Folge der Lehrer leuchtet wie eine interplanetare Perlenkette. Füge deine Perle hinzu!
84. Ich meine, dass Unsere Bücher jeder lesen kann. Unter jenen, die Uns nahen, sehe Ich keinen, der sich fürchtet. Führt in Bezug auf Furcht verschiedene Experimente durch. Setzt
schreckliche Masken auf und lächelt, wenn das Herz zittert. Doch wo bleibt das Vertrauen zum Lehrer? Wo bleibt die Erkenntnis der Macht? Unsere Leute kann man beim ersten Ruf erkennen. Wer zu Uns gehört, eilt wie ein Hirsch herbei. Ich kenne keine solche furchterregende Maske, dass er sich abwenden könnte.
Als Beispiel müssen uns nicht Riesen und Helden dienen. Ich entsinne mich eines Hinduknaben, der den Lehrer fand. Wir fragten ihn: "Kann sich die Sonne für dich verfinstern, wenn du sie ohne den Lehrer siehst?" Der Knabe lächelte: "Die Sonne bleibt die Sonne doch in Gegenwart des Lehrers scheinen für mich zwölf Sonnen." Die Sonne der Weisheit Indiens scheint; denn am Ufer eines Flusses sitzt ein Knabe, der den Lehrer kennt.
Es gibt Elektrizitätsleiter. Es gibt auch jene, die Wissen vereinen. Verübt ein roher Mensch einen Anschlag auf den Lehrer, sagt ihm, wie die Menschheit Zerstörer von Schatzkammern von Büchern nennt.
85. Können Unsere Leute ihre Lieben um sich haben? Natürlich, das können sie. Diese Nahestehenden werden das Gefühl der Verantwortlichkeit, der Besorgtheit und der Findigkeit vertiefen.
86. Man sollte wissen, dass geöffnete Zentren die Fähigkeit verleihen, umgebende Unvollkommenheiten auszurotten. Nicht nur Feinfühligkeit wird entwickelt, sondern man erlangt auch die Kräfte zur Verbesserung der Umwelt. So kann man beobachten, wie die ausstrahlenden Kräfte vom Raum absorbiert werden. Dieser Grad der Zentrenöffnung wird "Lampe der Wüste" genannt. Danach folgt der Grad "Löwe der Wüste".
87. Man muss zwischen absoluter und bedingter Hingabe unterscheiden. Die Menschen zeigen, wenn sie empfangen, sehr oft absolute Hingabe; aber jede Wechselwirkung wird von verschiedenen Bedingungen begleitet. Man empfindet es als angenehm, zu empfangen, aber im Bewusstsein setzt man Schranken und erkühnt sich, mit einem Gran Schimmel zu vergelten! Wohingegen man daran denken sollte, dass das Maß der Hingabe das Maß des Empfangs darstellt. Glaube muss exaktem Wissen gleichkommen. Jede auf Glauben festgesetzte Bedingung bewirkt eine Bedingung der Ergebnisse. Wer wünschte wohl, ein bedingter Schüler genannt zu werden? Solch ein Titel erregt Anstoß. Genauso wirkt das Gesetz auf jede Bedingung. Doch das Gesetz nimmt keinen Anstoß, es misst mit gleichem Maß. Seid versichert, dass Hingabe mit gleichem Maß vergolten wird.
88. Kosmogonie sollte Gedanken der Erhebung erwecken. Während ein unerwachtes Volk sich Gott am Rande einer unbedeutenden Kugel sitzend vorstellt, späht der erhabene Geist in das Unbegrenzte, sich selbst in Freude mit unbegrenztem Wissen kleidend. Setzt das Unbegrenzte nicht herab!
89. Harmonie der Ausstrahlungen liegt nicht allein in Eintönigkeit. So ist die purpurfarbene Aura der grünen nicht abgeneigt, und die rosafarbene kann die blaue hervorheben. Solche Ergänzungen umfassen Ströme besonderer Spannung. Es ist erwünscht, die Farben als Bürgschaft für den künftigen Regenbogen zu kombinieren. Natürlich, die Abstufung der Schwingungen leuchtender Farben ist so vielfältig, dass es unmöglich ist, sie nach der dürftigen irdischen Farbskala wiederzugeben;
genauso wie man die Symphonie der Sphären nicht in die irdische Tonskala einzufügen vermag.
Eure Lila- und eure Purpurfarbe entsprechen Unserem himmlischen Purpur nicht.
90. Eine einfache Erklärung des Wissens wird alle Widersprüche beseitigen. Ohne Achtung vor dem Wissen kann man nicht denken. Der Lehrer rät, im Wissen die Grundlage für die Bewusstseinsstärkung zu sehen. Weist auf die Tatsache hin, dass Wissen den Pfad zur Einen Lehre bahnen kann. Ist es möglich, dass die Menschheit nicht begreifen kann, dass Wissen der Einen Quelle entströmt? Darum stellt die Trennlinie zwischen Wissen und Unwissenheit die Trennlinie zwischen Licht und Finsternis dar. Wir können leicht die Torah17 an die Stelle der Hymnen der Vedas18 und die Gebote von den Lehrer setzen, denn Wir sehen keine Unterschiede zwischen den aus der Einen Quelle kommenden Lehre.
91. Die Vorstellung der Begrenztheit des Kosmos, verbunden mit der Unbegrenztheit des Raumes, gehört zu jenen Fragen, die der Schüler selbst lösen muss. Das ist das so genannte "Summa Summarum". Um zur Erkenntnis dieser Begriffe des Raumes zu verhelfen, sind Meilensteine gesetzt. Aber die Formel muss selbständig ausgesprochen werden. Die Formel entspricht dem Grad "Löwe der Wüste". Sie veranschaulicht das Losen von der Erde und von irdischen Gütern. Um die getrennten Sphären zu begreifen, bedarf es der Erkenntnis dieser Formel. Während das Unbegrenzte allein keine konkreten Lösungen ermöglicht, neigt das Begrenzte allein dazu, den Begriff abzuschwächen. Nur die Wechselbeziehung dieser Antipoden wird die richtige Lösung dieser kosmogonischen Frage ermöglichen.
So kann man Berechnungen über das Begrenzte anstellen, ohne die Größe des Universums herabzusetzen.
Ihr habt eine richtige Lösung gefunden, die das weitere Verstehen der Entstehung von Welten ganz konkret erkennen lässt. Hell strahlt die Offenbarung feinstofflicher Mechanik.
92. Beachtet die Stunden großer Offenbarungen. Bereits verschmelzen die Veden mit dem Tripitaka19 und der Kabbala20 . Die Worte Buddhas und die Gebote Christi beseitigen Unwissenheit. Beobachtet mit Aufmerksamkeit die Zunahme des Wissens in verschiedenen Teilen der Welt. Die Bejahenden und die Verneinenden gehen in die gleiche Richtung. Die Zeit ist unwiederholbar, gleich einem Tor ins Vorherbestimmte. Tot sind jene, denen die festgesetzte Stunde nur gewöhnlich erscheint.
93. Hört nicht auf den Lehrer, der für seine Lehre ein Entgelt fordert. Die Lehre kann nicht gekauft oder unter Drohung angenommen werden. Wahrlich, jeder kann durch Beweise seiner Hingabe in Taten Zutritt zur Lehre erlangen. Am wenigsten führt das Wort und am meisten die Tat zur Gemeinschaft des Wissens. Wenn ein Kind zu jener Gemeinschaft strebt, wird es dort nicht Arbeit finden? Oder wird vielleicht jemand, der mit vollem Bewusstsein die Statuten der Gemeinschaft annimmt, die Pforte verriegelt finden? Kann man ein Beispiel dafür anführen, dass einem reinen Bewusstsein die Antwort verwehrt wurde?
Die Statuten der Gemeinschaft des Wissens sind genau festgelegt. Keine List wird sie trüben. Wanderer, zahle deine Schuld! Schreite ohne Pause dahin!
94. Mancher ist unfähig, Gleichheit mit der Hierarchie in Einklang zu bringen. Gleichheit ist in der
dem Geist innewohnenden Kraft enthalten. Hierarchie enthält die Unersetzlichkeit erprobter Aufspeicherungen. Darum ist es gerecht, zu sagen, dass ein synthetisches Wissen das Tor zur Hierarchie darstellt. Beachtet den Ausdruck "Synthese", denn Spezialisierung könnte den Wirkungskreis des Hierarchen nicht erklären.
Über Wissen nachsinnend, werdet euch des Lehrers bewusst. Wahrlich, Verehrung des Lehrers ist das Allheilmittel selbst gegen physische Leiden. Im Zustand geöffneter Zentren gibt es beträchtliche Schwierigkeiten, weil jeder Hauch der alten Welt Infektion bringt. Nur die Brise der wahren Evolution kann die Gesundheit wieder herstellen. Darum umgebt euch nicht mit der alten Welt und führt die Jugend zur Freude der Neuen Welt.
In allem gibt es freudvolle, ernsthafte Zielstrebigkeit.
95. Zu dem großen Erleuchteten kam ein Schüler, der nach einem Wunder suchte: "Das Wunder wird mir Vertrauen einflößen." Traurig lächelte der Lehrer und enthüllte ihm ein großes Wunder. "Jetzt", rief der Schüler aus, "bin ich bereit, unter Deiner Führung die Stufen der Lehre zu durchschreiten." Doch der Lehrer wies ihm die Tür und sagte: "Geh, Ich brauche dich nicht mehr."
96. Ich bin über die alte Welt erstaunt. Das Erscheinen der Sonnenflecken wird eine unerwartete Verwirrung hervorrufen. Die alte Welt flattert mit der letzten Schwinge, und die geöffneten Zentren empfinden Empörung. Für jedes Entwicklungsstadium der Zentren ist eine Art Epidermis21 nötig, die sich unter Schmerzen bildet.
Die reine Luft vermag den Stickstoff des Lebens nur schwer zu absorbieren.
97. Weist darauf hin, dass auf dem Pfad der Lehre alle Betäubungsmittel
unerwünscht sind. Schlafloses Wachen bringt eher euch Uns näher.
98. In der Tat der Hingabe sprecht ein reines Gebet. Versteht, die Bestätigung der Lehre mit jedem Tag zu begreifen. Schreitet fort, weder den Tag noch die Stunde zu vergeuden. Verstehet, euch selbst als Schöpfer einer ganzen Welt von Taten zu betrachten. Verstehet, in allem eure Kräfte aufzubieten. Verstehet, die Lehre jedem Gedanken einzuflößen. Verstehet, die Kräfte wie auf einem Schlachtfeld einzusetzen. Verstehet, Dankbarkeit als die Vereinigung von Freude und Schönheit zu empfinden. Endet würdig, denn am Ende steht das Feuer der Errungenschaft.
Der abscheulichste Verrat ist, die Lehre zu kennen und sie nicht anzuwenden. Schmähung der Lehre ist schlimmer als Tod des Geistes, denn dadurch schließt sich der Mensch selbst von der Zusammenarbeit aus und verurteilt sich auf den Saturn.
99. Ich werde zeigen, wie Macht auf der Schneide Meines Schwertes verschärft werden kann. Die Erscheinung des Lehrers kann die Menschheit erleuchten, wenn der Pfad durch Wissen gefestigt ist. Der Drache ist mächtig, und stachelig sind seine Windungen.
100. Das Schicksal, das zu Uns führt, muss jede Stunde gestählt werden. Die Entwürdigung der Vergleichbarkeit gleicht der Erdrosselung. Wer die Errungenschaft hinausschiebt, gleicht einem Ertrinkenden.
101. Ich wohne dem Experiment der Übertragung menschlicher Kraft auf Entfernung bei. Man kann einen beliebigen Gegenstand wählen. Entsprechend der Energie des Gegenstandes kann man durch Gedankenkraft den Riegel einer Tür verschieben. Das Experiment ist seit langem bekannt, und im Schaffen allgemeiner Zusammenarbeit sollte man daran denken,
dass Gedankenkraft alle Schichten des Seins vereint. Nicht mit einem Hammer, sondern durch mit Gedanken durchdrungene Gegenstände werden wir vereint.
"In allem ist Weisheit" erinnert der Inder. "In allem ist Zusammenarbeit" wird das Zeitalter des Maitreya begleiten. Nicht durch Befehl, nicht durch Harmonie, sondern durch den Gedankenblitz werden die Mitarbeiter vereint.
Die offensichtliche Zusammenarbeit der verschiedenen Materieschichten ist charakteristisch für die Neue Welt. Jede Epoche hat ihren Ruf. Die Gedankenkraft wird das rufende Prinzip der Neuen Welt sein.
Versucht, das Leben so genannter unbelebter Gegenstände zu beobachten. Beobachtet eure Wirkung auf sie. Wer sich mit Gegenständen unterhält, gibt nicht immer Anlass zu Spott. Das Einhüllen in Gedanken dient dazu, womöglich eine gesunde Atmosphäre zu schaffen. Ein Pfeiler schwirrenden Denkens durchdringt auch die Räume der fernen Welten. Betrachtet den Gedanken als einen wirklichen Faktor des Lebens. Daraus erwächst die strenge Kontrolle über die Gedankenflut.
102. Erwäget jede Annäherung an Uns. Werdet unersetzlich! Bei Nacht beschirmt euch mit Unserem Namen, bei Tag legt die Rüstung der Hingabe an.
103. Über die gegenseitige Beziehung zwischen Lehrer und Schüler. Der Lehrer gibt Weisungen in den erlaubten Grenzen. Er erhebt den Schüler, indem er ihn von alten Gewohnheiten befreit. Er warnt ihn vor jeder Art von Verrat, Aberglauben und Heuchelei. Er prüft den Schüler offen und im geheimen. Der Lehrer
erschließt die Tore zur nächsten Stufe mit den Worten: "Freue dich, Bruder!" Er kann sie aber auch verschließen mit den Worten: "Lebe wohl, Vorübergehender!" Der Schüler erwählt seinen Lehrer. Er verehrt Ihn als eine der Höchsten Wesenheiten. Er vertraut Ihm und bringt Ihm seine besten Gedanken dar. Er hält den Namen des Lehrers in Ehren und schreibt ihn im Schwert seines Wortes ein. Er zeigt Fleiß bei der Arbeit und Beweglichkeit in der Heldentat. Er begegnet Prüfungen wie dem Licht des Morgens und richtet seine Hoffnung auf das Schloss der nächsten Tore.
Freunde, wollt ihr euch Uns nähern, erwählt einen Lehrer auf Erden und setzt Ihn als Führer ein. Er wird euch beizeiten sagen, wann der Schlüssel in den Toren umzudrehen ist. Jeder sollte einen Lehrer auf Erden haben.
104. Festigt euch in dem Gedanken Meines Wunsches, euch den besten Pfad zu bereiten. Erwägt, wie dringend notwendig es ist, Meinem Wunsch entgegenzukommen. Möge euer Streben nichts Altes behindern. Bedenkt, dass ein strauchelndes Pferd die ganze Karawane aufhält. Darum sprecht: "Schreite zuversichtlicher voran, sonst hängt dein Schicksal an einem Spieß." Verheimlicht nicht, dass die Annäherung an Uns das Gleichgewicht schwanken lässt.
Lasst uns das Gebet an Schambala22 sprechen: "Der Du mich auf den Pfad der Arbeit gerufen hast, nimm meine Dienste an und meine Bitte. Nimm meine Arbeit an, o Herrscher, denn Du siehst mich bei Tag und Nacht. Lass Deine Hand walten, o Herrscher, denn die Finsternis ist groß. Ich folge Dir!"
Schreitet voran, als ob ihr den Berg der Freude erstieget.
Verlockend ist das Ausmaß des Kampfes
für die Erneuerung des Bewusstseins der Menschheit. Der Lehrer freut sich über die Entschlossenheit.
105. Es gibt vier Typen von Schülern: die einen folgen den Anweisungen des Lehrers, und ihr Aufstieg vollzieht sich gesetzmäßig. Andere übertreiben die Anweisungen hinter dem Rücken des Lehrers und schädigen sich dadurch oft selbst. Andere nehmen in Abwesenheit des Lehrers die Gelegenheit zu leerem Geschwätz wahr und zerstören damit ihren Pfad. Andere verdammen den Lehrer im Verborgenen und verraten Ihn. Schrecklich ist das Los der beiden letzten!
Möge sich das Bewusstsein im Verstehen des Lehrers festigen!
106. Recht hat, wer gegen rohe oder zweideutige Ausdrücke Einspruch erhebt, denn sie entspringen der Unwissenheit. Jede Rede muss schön, klar und von tiefer Bedeutung sein.
107 Die Grade der Errungenschaft sind: Unruhe; Suchen- Anklopfen; Lauschen; Erinnerung; Übertragung; Schwertträger; Macht; Lampe der Wüste; Löwe der Wüste; Mitarbeiter der Uranfänger; Schöpfer. Jeder Grad ist dreifach unterteilt; die Reihenfolge muss stufenweise durchschritten werden. Wer bestrebt ist, kann schnell erringen, doch der Abtrünnige verschuldet seinen Sturz selbst.
108. Wer ist der Verräter? Der Verleumder; wer etwas verschweigt; wer sich etwas aneignet; der Heuchler; der Verneiner, der den Untergang der Lehre erhofft.
109. Das Herz erkennt den Freund! Daher prüft eure Freunde, damit ihr keinem Vorübergehenden Zulaß zu eurem Herzen gewährt. Der Lehrer ist euer bester Freund. Vermehrt Seine Bürde nicht!
110. Der Grad "Löwe der Wüste" gestattet vor allem die Ausführung der Gedanken. Daher muss man besonders vorsichtig sein. Der Grad "Löwe der Wüste" kennt keine Beleidigung. Wer könnte ihn beleidigen? Das große Herz kann alles fassen. Freude ist leicht erreichbar, wenn ihr jeden Augenblick Hingabe für Uns empfindet. Zufriedenheit erlangen die Schüler, welche die Wolken schätzen und erkennen, dass ohne Wolken die Sonne versengen würde. Der Lehrer kann dort wirken, wo Ihm die Hände nicht gebunden sind.
111. Der Lehrer liebte Kämpfe und weiß, wie sehr sie die Energie des Kosmos verstärken. Der Lehrer steht gemeinsam mit euch über dem Abgrund. Wer wird also die großen Tiere fürchten? Es ist nicht verlokkend, auf der Suche nach Flöhen ein Federbett zu zertreten. Doch mit der Hand das Schwert Salomons und den Befehl Maitreyas zu umklammern, spendet das Licht des Morgens. Das Bewusstsein beispiellosen Kampfes klingt wie eine frohlockende Posaune.
Unsere Meinungen dürfen nicht auseinandergehen, wenn etwas in Unserer Beleuchtung Heldentat ist und in eurer als Niederlage erscheint.
Haltet die Toren von alltäglichen Entscheidungen fern. In schlaffen Entscheidungen verbirgt sich ein tödliches Gift.
112. Ich verstehe, wie schwer es für den Hungrigen ist, auf das Brodeln des Haferbreis zu warten; doch man muss das Absterben der Mikroben abwarten. Während der Raum sich sättigt, lasst uns in die fernen Welten schauen. Fühlen wir uns als ihre Teilhaber! Die Verbindungen mit ihnen tragen zur Verdichtung des feinstofflichen Körpers bei. Jetzt können die Töne der fernen Welten bald aufgefangen werden. Die Verbindung des physischen Körpers
mit dem Strom der fernen Welten wird erst in naher Zukunft möglich sein.
113. In der Tat, der menschliche Wunsch bildet die Gesetzestafel. Was der schlummernde Geist wünscht, empfängt der erwachte. Die Gezeiten werden die Schlacken unsteter Gedanken hinwegschwemmen. Die Anteilnahme an Weltproblemen ist das beste Mittel zum Stählen des Schwertes.
Wer der Strömung unterliegt, wird seinen Strom nicht wiederfinden. So kann man den Kampf der Welt aufnehmen. Wer sein Gesicht nicht von der Flut der Ereignisse bespülen lassen will, wird wie ein Stein im Wege liegen.
Man kann das heilige Mysterium nur wenigen übermitteln. Ihre Zahl ist gering, doch der Raum selbst lauscht ihnen, denn der Weltgedanke wird in der menschlichen Esse geschmolzen. Mögen die Menschen die Gedanken hüten!
114. Das Karma der Tat kann durch Untätigkeit nicht gelöscht werden. Wer einen Scheiterhaufen errichtete, um die Wahrheit zu verbrennen, wird sich bücken und jedes Stück Kohle herauslesen müssen. Das Gebot der Gerechtigkeit kann weder verbrennen noch verglüht es. Es lodert unerwartet auf und verzehrt die hemmenden Festungen.
Der Erfolg des kosmischen Aufbaus erfüllt die menschlichen Hoffnungen nicht. Der menschliche Verstand gleicht einem Anfänger, der bei einer Lektion mit süßer Sprache einer Antwort auszuweichen sucht. Aber wie wollt ihr hinübergelangen? Nur durch das Bewusstsein nahe dem kosmischen Aufbau. Wo sind die Richter und wo die Verurteilten?
Bedeutet die Sphärenmusik den Sieg menschlicher Vermutungen, oder feiert sie die Auferstehung vergessener Wahrheit?
Prophezeiung ruft die Verdammung und Reinigung einer heiligen Stadt in Erinnerung.
115. Oft werden Wir gefragt, warum Wir die Vernichtung einer schädlichen Person nicht beschleunigen? Die Antwort kann verdeutlicht werden, besonders da ihr selbst eine gleich wirksame Waffe besitzt. Ich will das Beispiel eines Arztes anführen. Nicht selten ist der Arzt bereit, einen kranken Nervenknoten wegzuschneiden, aber die mögliche Wirkung auf das sympathische Nervensystem gebietet seinem Seziermesser Einhalt. Kein Wesen ist isoliert. Zahllos sind die Schichten des karmischen Gewebes, das sehr verschiedene Wesen verbindet. In der Flut des karmischen Stromes kann man Strömungen vom Unwürdigsten zum Würdigsten verfolgen. Wer zuschlägt, muss daher die Kanäle, welche die Karmaströmungen vereinen, erst unempfindlich machen. Andernfalls kann die individuelle Vernichtung, obwohl verdient, dem Ganzen Schaden bringen. So muss man an die Vernichtung sehr vorsichtig herangehn.
116. Die geringste Unaufrichtigkeit in der Hingabe und in der Annahme der Grundlagen der Erneuerung kann vor allem den Gesundheitszustand angreifen. Solche Unaufrichtigkeit kann tief in den Spalten des Bewusstseins nisten. Bösartig ist die Vergiftung durch Unaufrichtigkeit, und sie steckt die benachbarten Ausstrahlungen an. Würden die Menschen doch den Schaden erkennen, den sie sich und anderen durch Halbheit der Entscheidungen zufügen! Solche Entscheidungen vermögen das Bewusstsein zu spalten und an den Tod heranzuführen. Wie es oft geschieht, beginnt Krankheit unbemerkt, und später ist eine lebensgefährliche Operation unvermeidlich. So
führt der Stich der winzigsten Natter der Unaufrichtigkeit zu menschlichem Ruin. Man muss warnen, doch man kann nicht zwingen. Ein über den Abgrund springendes Pferd kann nicht angehalten werden.
117. Wieso vermögen aus den Fußsohlen Flammen hervorzuströmen? Streben ist wie Feuer und so unüberwindllch wie der Wirbelwind. Das eifrige Begreifen Unserer Weisungen beflügelt einen mit Feuer. Solch feurige Selbstumzingelung ist wie eine Schutzmauer. Aus dem Hintergrund, unverletzt, beobachtet wachsam den Kampf, bereit, euren Pfeil abzusenden!
Offenbarte Kämpfer, welch unbändiger Strom, unwlederholbar und verborgen für die Augen der Welt, wütet um euer Lager! Was hat euch bewogen, eure Schwerter zu schärfen und eure Schilder geduldig emporzuhalten? Ihr werdet sagen: "Wir kennen die Fristen der Erde und nichts kann unsere Sicht trüben. Der Hüter der Fristen hat uns die Anpassung der Kräfte und die Entscheidungen anvertraut; und Ausdauer hat sich in Unanfechtbarkeit verwandelt. Gestern ließ uns Erwartung erbeben, doch heute erfreuen wir uns des eifrigen Kampfes, wissend, dass der vorbestimmte Kampf zum Sieg führt." "Herrscher der Sieben Tore, führe uns, die wir die Mitternacht durchschritten haben, der Sonne entgegen! Dein sind unsere Pfeile, o Herrscher! Ohne Dein Gebot werden wir die Stätte der Rast nicht betreten. Weder eine Stunde noch ein Tag, noch ein Jahr wird uns vom Weg abhalten. Denn Du, der Eiligste, lenkst die Zügel unserer Rosse. Denn Du bist diesen Weg gegangen, und Deine Ausdauer ist unsere Bürgschaft. Sage uns, Hüter, woher ergießt sich der Strom der Ausdauer?" "Aus dem Erz des Vertrauens."
Wer weiß, wo der Bote sein Roß wechselt?
118. Oft vernehmen wir selbstgefällige Ausrufe: "Ich habe mich bereits gewandelt! Ich habe bereits Fortschritte gemacht!" Schwankendes "ich", hast du dich wirklich geprüft? Hast du Fortschritt erzielt, dann wohl dir. Doch hat sich nicht die Umwelt geändert, und maßest du dir nicht fremde Errungenschaft an? Doch wo ist die Kühnheit und beschwörst du nicht eine Krankheit des Geistes herauf?
Es ist ein Irrtum, zu glauben, dass der Verkehr mit Uns ohne Folgen sei. Im Gegenteil, jede Weisung führt den Wirbelwind des Schutzes oder der Verurteilung mit sich. Kann es anders sein, wenn jede Selbstzufriedenheit eine schädliche Ansteckung mit sich bringt, wenn jede Einschränkung auf Kosten eines Nachbarn unterhalten wird? Darum gleicht jede unaufmerksame Befolgung des Gebots einem Pfeil ins Herz. Jedes Davonschleichen gleicht einer würgenden Kette. Ihr wisst, dass alles im Räume schwebt. Wer würde geneigt sein, den Nagel zu seiner Verurteilung selbst einzuschlagen? Doch Wir eilen, Karmas zu beenden, um das eilige Schiff von unnötigen Ankertauen zu befreien.
Zur bestimmten Frist spannt euer Ohr an, um jedes Wort des Lehrers zu begreifen.
119. Jede Verehrung des Lehrers beweist das Verstehen der Lehre. Jede Verehrung der Wirkungsstätte des Lehrers bezeugt Durchdrungenheit und Hingabe. Jedoch diese Zeichen von Aufmerksamkeit können nicht eingegeben werden. Diese Zeichen müssen von selbst im Bewusstsein erblühen. Der Lehrer wird nie sagen: "Erweist Mir Achtung'"
120. Kann man das sogenannte Wunder erwarten?
Die erste Bedingung für ein Phänomen ist natürlich, dass es nicht erwartet wird. Das ganze Wesen des menschlichen Bewusstseins vereitelt Phänomene. Das Durchschnittsbewusstsein schafft durch Vermutung sich widersprechender Umstände eine Schranke. Der Adept des Wissens kann nur bitten: "Liebe Menschen, stört nicht mit erwartungsvollen Ausrufen, wenn das Reagenzglas universaler Essenz bereits eine glückliche Verbindung schafft. Kann man eine Wendung des Schiffes nach rechts erhoffen, wenn Unsere Hand das Ruder nach links lenkt?"
Nur das klare, unanfechtbare Bewusstsein kann der Mitarbeiter des Weltgeschehens sein. Wenn ein Raum dem Auge leer erstfeint, können wir deshalb behaupten, dass er wirklich leer ist?
Mögen die Gespenster der Unwissenheit den Horizont nicht begrenzen!
121. Ich bestätige und ihr solltet verstehen, dass das, was heute nicht möglich ist, morgen durchführbar sein kann. Der Lehrer offenbart auch Macht, um die Schönheit eurer Heldentat zu schützen. Das Unglück der Menschen liegt darin, das sie die Inkarnationen sowie die komplizierten Bedingungen einer Heldentat nicht verstehen. Einsamkeit ist der beste Freund der Heldentat, doch manchmal sind Zeugen nötig, und dann sind die karmischen Gesetze besonders kompliziert.
Der Lehrer kann den Hauptkanal der Tätigkeit weisen.
Der Lehrer vermag bis zu einem gewissen Grad zu beschützen, doch der Reigen des Tanzes der Geister wird sich fortsetzen. Man sollte den Gedanken verstärken, wie man mit Wissen an die Dämonen herankommen kann. Sehet ihr einen Pförtner, werdet ihr euch nicht sonderlich mit
seiner Psychologie befassen. Ebenso werdet ihr, wenn ihr einem verurteilten Menschen begegnet, nicht mit ihm über Kosmogonie sprechen. Auf der Erde müssen die Schätze oft abgestaubt werden. Und selbst auf dem Wege gibt es nicht wenige Dämonen. Wir können Uns an eine Reihe von Begegnungen mit furchtbaren Gesichten in Unseren vergangenen Leben erinnern. Die Elemente treten bei der irdischen Heldentat eng in Erscheinung. Die Elemente stehen auf beiden Seiten Wacht. Wenn Feuer mit Erde kämpft, können gewisse Naturerscheinungen beobachtet werden. Es können vorzeitige Erscheinungen erwartet werden. Die Erde ist die Hüterin des alten Denkens, doch Feuer ist der Ausbruch von Evolution.
Welch unerhörten Kampf führen Wir beim Aufblitzen der Elemente! Die Unzerstörbarkeit der Ursubstanz verleiht dem Kampf Beständigkeit, und gleicherweise beflügelt das Wissen über die Unendlichkeit des Seins die Heldentat. Sagt: "Schwestern und Brüder, man kann unaufhörlich arbeiten; und Schwingen wachsen im Vorbeigleiten von Tagen und Nächten." Und den Ungläubigen sagt: "Ihr werdet Wärme empfinden, und die Erkenntnis des Lehrers wird euer Leben versüßen. Doch werfet keine Steine auf den Pfad." Im Kampf der Elemente ist jedes veraltete Bewusstsein eine Mauer gegen das Licht. Sagt: "Verwirrt das Gewebe nicht!"
122. Dass es für eine Lage keinen Ausweg gäbe, denken nur jene, die sich auf Menschen stützen, anstatt auf die Macht der Gedanken. Gram über die Zustände der Menschen fließt gleich den kräuselnden Wellen eines Flusses dahin. Doch die Bilder der Wahrheit, von euch Ideen genannt, lenken das Karma der Welt. Man kann erstaunt sein, wie die Bilder der Wahrheit im Räume kämpfen. Während die Masse der Menschen
in der Raserei von Unwissenheit und Verrat dem Verfall unterliegt, weben die Gedanken der Wahrheit ihre himmlischen Horste, die für die wahre Evolution weit gebietender sind als der Kult ganzer Völker.
Ihr begreift das Werk der Wirklichkeit und das Werk der Maja. Wirklichkeit ist der Gedanke des Raums, doch Maja ist das, was die Aufmerksamkeit der Menschen anzieht. Merkt euch, dass jeder von Uns über den niederen Zustand von solch Inkarnierten betrübt sein könnte, doch das steht in keinem Verhältnis zum Plan der Evolution, denn der Gedanke ist schöpferisch. Das Wachsen oder die Auflösung eines einzelnen Körpers mit den Bildern der Wahrheit gewährt die Möglichkeit zum Flug in neue Sphären. Jeder Lehrer des Lebens konnte seine Macht nur auf die Bilder der Wahrheit stützen, und er schuf die Zukunft durch den Gedanken und nicht durch das Bewusstsein der Masse.
Möge die Asche vergangener Scheiterhaufen die Sicht trüben, doch die Feuer der neuen Bilder erglühen im Unbegrenzten. Wenn wir die Grenzen von Nationen und Staaten überschritten haben, ist es dann nicht ganz gleich, welcher Planet durch den räumlichen Gedanken genährt wird? Wichtig ist, dass er vom Bewusstsein des Allgemeinwohls erfüllt ist. Dann wird der Lauf der Völker das auf die unvermeidliche Evolution gerichtete Auge nicht beunruhigen.
Die Ehrfurcht vor der Wohnstätte des Lehrers ist weder Ehrfurcht vor dem Erdboden noch vor Konventen eines Tempels, sondern sie ist das Entflammen von Gerechtigkeit im Raum.
Off ermüdeten Uns die Zustände der Menschheit, doch Wir bereuten keinen einzigen evolutionären Gedanken. Diese Gedanken gedeihen
wie ein zauberhafter chemischer Garten, und wie magisch unsichtbar sind d